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Der Friedenskämpfer

Von Großekathöfer, Maik

Als Kind flüchtete Hamid Rahimi vor dem Krieg aus Kabul nach Hamburg. Er landete im Gefängnis, wurde Boxer. Nun ist er als Held zurückgekehrt: zum ersten Profifight in der Geschichte Afghanistans.

Sie haben Spürhunde durch die Halle geschickt, sie haben die Glühbirnen rausgeschraubt und die Lautsprecher auseinandergebaut auf der Suche nach Sprengstoff. 1200 afghanische Soldaten bewachen an diesem Abend Ende Oktober den Saal der Loya Jirga in Kabul. Pick-ups mit aufmontierten Maschinengewehren blockieren die Zufahrtsstraßen zu dem Gebäude, in dem eigentlich die Große Ratsversammlung tagt, in dem normalerweise mit Worten gestritten wird. Und nicht, wie heute, mit den Fäusten.

Wer eine Karte bekommen hat für den Kampf, wer sich eine leisten konnte, zwischen 60 und 200 Dollar teuer, der muss vier Sicherheitsschleusen passieren, muss drei Metalldetektoren durchschreiten. Es dauert fast eine Stunde, bis man zu seinem Platz kommt.

Am Morgen hat ein Krieger der Taliban nahe der Stadt Gereshk, 600 Kilometer südwestlich gelegen, zwei britische Soldaten erschossen, und nun zieht sich Hamid Rahimi seine Boxhandschuhe über. Er steht in einem beheizten Zelt neben der Halle, trägt eine Kapuzenweste und Shorts. Jemand hält ihm ein Telefon ans Ohr, der afghanische Präsident ist in der Leitung. Hamid Karzai entschuldigt sich, er könne nicht kommen, werde sich den Fight aber mit seinem Sohn im Fernsehen anschauen - viel Glück. Rahimi dehnt seine Hüfte und rotzt in die Ecke.

Hamid Rahimi, 29 Jahre alt, geboren in Kabul, jüngstes Kind eines Agraringenieurs und einer Lehrerin, geflohen vor dem Krieg 1991, wohnhaft in Hamburg, deutscher Staatsbürger, boxte bislang 21-mal als Profi, 20 Siege, davon 9 Knockouts, eine Niederlage. Er wird als Held verehrt in Afghanistan, ist Träger des höchsten Staatsordens.

Sein Trainer klopft ihm auf die Schulter, sie müssen los.

In der Halle warten 3000 Menschen auf Rahimi, und draußen drängeln vielleicht viermal so viele gegen eiserne Tore und Schlagbäume, sie wollen noch rein, vergebens. In der ersten Reihe ist ein Ledersessel reserviert für den Innenminister, der Polizeichef ist anwesend, der Leiter des Geheimdienstes sitzt vorn auf einem Sofa, Generäle sind gekommen und Warlords, Männer vom Volk der Usbeken, Hazara, Paschtunen, keine Frauen.

Ein Imam rezitiert zum Auftakt einige Suren. "Wir beten für unseren Freund Hamid Rahimi", sagt er, "er möge stark sein, und dann, inschallah, so Gott will, wird er gewinnen." Die Zuschauer antworten: "Allahu akbar", Gott ist groß.

Dies ist der erste professionelle Boxkampf in der Geschichte Afghanistans, des ewigen Schlachtfelds am Hindukusch, zwei TV-Sender übertragen live, in alle 34 Provinzen. Es geht um den Interkontinental-Titel der WBO, der World Boxing Organization, Mittelgewicht, bis 72,58 Kilogramm. Der Sieger bekommt die Chance, um die Weltmeisterschaft zu boxen.

Kunstnebel weht in die Halle, und die Stimme des Moderators überschlägt sich: "Hier kommt er, und er boxt für den Frieden ... Haaaamid ... Raaahimiiiii!"

Sein Gegner steht da schon im Ring, rote Ecke, Said Mbelwa aus Daressalam, Tansania, bullig, grimmig.

Der Zeitnehmer schlägt den Gong, mit einem Zimmermannshammer.

Runde eins: Rahimi kommt mit seiner Führhand, der Linken, dann mit seiner Schlaghand, der Rechten. Mbelwa pendelt gut, die Ausweichmanöver funktionieren.

"Hamid!", ruft das Publikum, "Hamid! Hamid!"

Die Welt ist taub geworden für gute Nachrichten aus Afghanistan, und Hamid Rahimis Traum ist es, das zu ändern. Vor zwei Jahren hatte er die Idee, in Kabul in den Ring zu steigen, "Fight 4 Peace" nannte er dieses Projekt, Kampf für den Frieden. Weil er glaubt, dass Boxen den Zauber besitze, eine Nation zu einen.

Er hat mit der Regierung verhandelt und sich mit Stammesfürsten getroffen; die WBO stieg mit ein, sie engagiert sich, weil Boxen "ein friedvoller, ein wahrer Sport" sei, heißt es in der offiziellen Resolution. Aber so ehrlich, so romantisch ist Boxen nicht.

Zuerst wollte Rahimi gegen einen Amerikaner antreten, aber das hielten sie in der Festung des Isaf-Hauptquartiers für keinen guten Plan. Er war sich einig mit einem Boxer aus der Dominikanischen Republik, aber der hat dann doch noch abgesagt. Nun also Said Mbelwa. "Der hat Eier", sagt Rahimi. "Der traut sich her."

Fünf Tage vor dem Kampf ist er in der Form seines Lebens. Zur Vorbereitung hat Rahimi 130 Runden Sparring geboxt, normal sind 70. Er rennt jetzt auf dem Laufband, danach Schattenboxen auf der Terrasse des Hotels Kabul Star. Sein Trainer ist zufrieden.

Rahimi belegt eine Suite im fünften Stock, Mutter Fatimah begleitet ihn, sein Manager Christof Hawerkamp. Auch sein Bruder Wahid ist mit nach Kabul gereist, er hat Kommunikationsdesign studiert und filmt ständig mit der Videokamera.

Er hat ein Porträtfoto des Vaters auf die Kommode gestellt, über dem Rahmen hängt eine schwarze Schleife mit der Aufschrift "Wir vermissen Dich". Aminullah Rahimi war ein Jahr vor seiner Familie aus Kabul geflüchtet, er fürchtete, ermordet zu werden. Er wollte nach New York, kam aber nur bis Hamburg. Im Juli ist er gestorben, mit 87.

Nach dem Training sitzt Hamid Rahimi in der Dampfsauna. "Mein Vater hat immer gesagt, wir seien in Deutschland nur Gäste. Für ihn war klar, dass wir zurückkehren. In Afghanistan leben nicht nur bärtige Fanatiker. Die Jugendlichen hier brauchen andere Idole. Die sollen sich keine Poster von Mudschahidin übers Bett hängen, sondern von Sportlern." Es ist Zeit für den Mittagsschlaf, und nachher will er einen Ausflug machen.

Macroyan 1 ist eine Plattenbausiedlung im Osten von Kabul, gebaut von den Sowjets, grauer Waschbeton, Unterhosen hängen zum Trocknen vor den Fenstern, ein Junge treibt Ziegen vorbei. Hamid Rahimi steht mit seiner Mutter vor Block 18, da oben, in der zweiten Etage, Apartment 15, dort haben sie gewohnt damals, 21 Jahre her. Drei Zimmer, Küche, Bad.

Hinter dem Haus befindet sich ein kleiner Markt, geröstete Erdnüsse, Blusen und Röcke, eine Eisdiele. "Hier ist es passiert", sagt Rahimi. "Ich rieche noch den Tod. Das verbrannte Fleisch."

Er war fünf Jahre alt, er hatte sich gerade mit seinem besten Freund Samir ein Eis geholt, als die Bombe explodierte. Ein Zeitzünder. Zerfetzte Körper, Blut überall. Ein Splitter traf Samir ins Herz. Rahimi erinnert sich auch an die Zeit, als Nacht um Nacht die Raketen detonierten, wie sie sich alle im Bad verkrochen, weil sie dachten, die Kacheln würden sie schützen. Die Mutter hat im Koran gelesen, und die Kinder haben "Cheri, Cheri Lady" gesungen, um sich abzulenken.

Eines Tages schlug eine Granate neben Hamids Kindergarten ein, Fenster zersplitterten, Rauch, Feuer, Schutt, wieder überall Blut, und dieser Angriff war zu viel für seine kindliche Seele. Hamid bekam hohes Fieber, er verlor seine Sprache, stotterte wie ein Schiffsdiesel, bekam Schweißausbrüche, er nässte sich ein, sein halber Körper versteifte sich.

Fünf Monate lang behandelten ihn die Ärzte im Krankenhaus, und noch immer bleiben ihm manchmal die Worte im Hals hängen, wenn er seine Geschichte erzählt.

Ein paar Monate später flüchtete er mit seiner Mutter und den drei Geschwistern aus Kabul, 18 Monate lang waren sie unterwegs, über Moskau und Prag nach Hamburg, zum Vater.

Noch vier Tage bis zum Kampf. Manager Hawerkamp versucht, über das Intranet der Isaf Punktrichter aufzutreiben, ein Ringrichter muss her, und Hawerkamp quält sich mit Technikern ab, die kein Englisch können. Die tansanische Nationalhymne braucht er noch, für die Flagge hat er bisher nur einen Besenstiel.

"Was wir hier machen", sagt er, "das ist ein Ritt über den Bodensee."

Rahimi lässt sich im offenen Wagen durch Kabul fahren, er steckt in einem traditionellen Gewand, hält die afghanische Fahne in den Wind, verteilt Autogrammkarten. Er geht in den Zoo, in den Stadtpark, er klettert zur alten Stadtmauer hoch, wo Hütten stehen, die kein fließendes Wasser haben und selten Strom.

Sein Bruder filmt, und überall ist es das gleiche Bild: Kinder und Jugendliche strömen auf ihn zu, fassen ihn an, wollen sich mit ihm fotografieren lassen. "Lang lebe der Champion!", rufen sie, es kommen mehr und mehr Kinder. "Guck dir mal die Gesichter an!", ruft Rahimi. "Wie glücklich die alle gucken!" Sein Terminkalender ist randvoll, er muss ins Studio von Tolo TV und Yak TV und Khurshid, Karzai hat ihn zum gemeinsamen Gebet in seinen Palast eingeladen, es ist der erste Tag des Opferfestes, gefeiert zum Höhepunkt der Hadsch, der Wallfahrt nach Mekka.

Als er wieder im Hotel ist, erfährt Rahimi vom Selbstmordattentat in Maymana, Provinz Faryab, 41 Tote. Er setzt sich an den Laptop und postet auf Facebook das Foto eines weinenden Kindes, "lasst uns zusammenhalten", schreibt er, "nur zusammen können wir Frieden bringen".

Die Amani-Schule liegt im Diplomatenviertel von Kabul, sie hat einen Fußballplatz und Versuchslabors für Biologie und Chemie. Rahimi besucht eine dritte Klasse, 30 Jungs mit pechschwarzen Haaren, in blauem Hemd und grauer Hose. Er stellt sich an die Tafel und hält eine Rede. Er berichtet, wie er Boxer wurde.

Im Unterricht in Hamburg, Stadtteil Jenfeld, schaffte er kaum einen Satz, ohne dabei zu straucheln. Er war für die kindlichen Grausamkeiten der anderen ein leichtes Opfer, und er litt heftig darunter. Er fühlte sich ausgestoßen aus der Gemeinschaft, und als drei Jungen ihm absichtlich einen nassen Fußball ins Gesicht schossen, schlug er zu.

"Plötzlich waren die anderen nett zu mir", sagt Rahimi. Er prügelte sich immer öfter, kultivierte Kampfposen, gründete eine Gang, die sich Real Street Boys nannte. "Ich habe in einer Woche vier Nasen gebrochen." Mit 17 schoss er einem Türken in die Leiste, schwere Körperverletzung, Jugendknast Hahnöfersand.

Im Gefängnis hasste er seine Fäuste, er schlug sie gegen die Zellenwand, bis sie bluteten. Er schämte sich vor seinem Vater, seiner Mutter.

Dann sah er einen Kampf von Dariusz Michalczewski im Fernsehen, "der schlug sich auch, aber der war reich, der war berühmt in Deutschland und in seiner Heimat, in Polen. Der machte seine Eltern glücklich". Eine seiner Schwestern brachte ihm die Biografie des Boxers in die Strafanstalt, Rahimi las und fing an zu trainieren. Er malte den Umriss eines Menschen auf seine Matratze, übte Aufwärtshaken und Jab.

Sein Vater wollte nie, dass er Boxer wird, er sollte etwas Vernünftiges lernen, so wie seine Töchter, die eine ist Anwältin, die andere Modedesignerin. Im November 2006 debütierte Hamid Rahimi als Profi. Einer seiner ersten Sponsoren war ein Afghane aus Hamburg, der mit Reis handelt; er nahm Werbespots mit Hamid auf und zeigte sie in seiner Heimat im Fernsehen. So wurde Rahimi in Afghanistan bekannt.

Er steht vor den Kindern in der Amani-Schule und sagt: "Seit ich boxe, habe ich mich nie wieder auf der Straße geschlagen. Ich habe meine Aggressionen unter Kontrolle."

Die Sonne ist untergegangen, die Straßen sind leer, Hamid Rahimi besucht Sima Samar, Ärztin und Menschenrechtlerin, im Dezember erhält sie den Alternativen Nobelpreis. Sie ist die beste Freundin von Rahimis Mutter, die beiden sind zusammen zur Schule gegangen.

Sima Samar sitzt in Fleecejacke und Tennissocken vor einem Teller mit Äpfeln, Bananen und Weintrauben, spricht über die Europäische Union als Waffenverkäufer und über fehlende Visionen der afghanischen Regierung. Rahimi erzählt von Don King, dem amerikanischen Box-Promoter, der eine Grußbotschaft zum Kampf nach Kabul schicken will. Er redet von einer "historischen Chance", von einer "Initialzündung für Afghanistan".

Sima Samar lächelt. "Ich werde mir den Kampf nicht anschauen", sagt sie. "Ich bin nicht überzeugt von der Aktion. Es ist gut, dass Hamid die junge Generation auf andere Gedanken bringt. Aber Boxen hat mit Aggressivität zu tun. Ich weiß nicht, ob das zu Frieden passt." Rahimi schält einen Apfel.

Am folgenden Tag hat Hawerkamp gute Laune, er wird einen Ringrichter aus Berlin einfliegen lassen, und er hat potentielle Punktrichter gefunden: fünf afghanische Amateurboxer. Sie sitzen im Hotel, Raum 214, und blättern im Regelwerk. Hawerkamp erklärt ihnen, dass Schläge unter die Gürtellinie verboten sind, dass sie auch die Defensive beurteilen müssen. In der Ecke sitzt Rahimis Trainer, er sagt: "Die werten doch alle für uns. Der Mbelwa muss Hamid umhauen, wenn er gewinnen will."

Am Tag vor dem Kampf hat sich der deutsche Botschafter Rüdiger König angekündigt, Rahimi ist nervös, weil er dem Herrn seine Meinung sagen will. "Vor einem Jahr habe ich ihm mein Projekt vorgestellt. Ich habe ihn um Unterstützung gebeten. Es kam noch nicht mal eine Absage." Er will wissen, warum.

Der Botschafter hat es nicht weit zum Hotel, 350 Meter, einmal um die Ecke. Er kommt mit drei Mercedes-Panzerwagen, seine Bodyguards tragen Pistole, Splitterschutzweste, Sonnenbrille, sie verziehen keine Miene und sagen kein Wort. "Die machen mir Angst", sagt Rahimi. "Das sind Pitbulls. Wenn man denen die Hand reicht, beißen sie rein. So gewinnst du keine Freunde in Afghanistan."

Er setzt sich mit dem Botschafter in den Speisesaal, er redet und redet, gestikuliert mit den Armen, beugt sich über den Tisch. Der Botschafter quittiert den Wortschwall höflich mit nickendem Kopf, und die Pressesprecherin guckt stumm in ihren Kaffee. Sie meldet sich erst nachmittags zu Wort und teilt mit, dass aus dem Gespräch auf keinen Fall zitiert werden dürfe.

"Die spinnen", sagt Rahimi. "Kommen hierher, wollen den Afghanen Demokratie und Pressefreiheit beibringen - und dann so was."

Der Kampfabend, Runde sieben: Said Mbelwa greift wütend an, aber die linke Gerade kommt nicht durch, die Haken bleiben ohne Wirkung. Nach 17 Sekunden trifft Rahimi ihn an der rechten Schulter, Mbelwa sackt zusammen und hält sich den Arm, wehrlos.

Der Ringrichter unterbricht den Kampf, schickt Rahimi in die neutrale Ecke, ruft den Ringarzt. Rahimi sinkt auf die Knie und schlägt die Hände vors Gesicht, wartet. Dann verkündet der Ringrichter: Sieg für Hamid Rahimi, technischer K. o.

Die Zuschauer springen von ihren Stühlen, sie hüpfen, schreien, klatschen, küssen einander, drängen nach vorn zum Ring, klettern in den Ring, Christof Hawerkamp brüllt panisch, Polizisten rücken an, mit Schutzschild und Schlagstock, sie drängen die Leute zurück.

Im Ring tragen die Fans Rahimi auf Schultern, er hält die afghanische Fahne in die Höhe, und dann spricht er in ein Mikrofon und ins Land hinaus: "Dieser Titel gehört nicht mir, ich habe ihn für euch gewonnen. Er gehört ganz Afghanistan. Wir haben der Welt gezeigt, dass es sich lohnt, gegen Krieg und Terrorismus zu kämpfen."

Kurz darauf steht Rahimi unter der Dusche, draußen johlt die Menge noch immer wie trunken. "Das war so geil, ich wollte da gar nicht weg", sagt er. Er trocknet sich ab, zieht Hemd und Krawatte an. "Heute haben wir Geschichte geschrieben, und mein Vater hat von oben zugeguckt. Jetzt kann ich sterben." Sein Bruder neben ihm filmt und weint.

Zurück im Hotel liest Rahimi als Erstes die neuen Einträge auf Facebook, er lässt sich Essen aufs Zimmer bringen, telefoniert mit seinen Schwestern in Hamburg.

Dann fährt er mit seinem Team in eine Bar, in der die Dose Heineken zehn Dollar kostet. Rahimi feiert nicht richtig mit, trinkt nur Cola light, er ist müde, es geht auf ein Uhr zu, die Spannung ist aus seinem Körper gewichen. "Nicht jeder hier ist ein Terrorist oder ein Drogenhändler", sagt er. "Die jungen Leute wollen Respekt. Dafür werde ich kämpfen, solange ich atmen kann."

Am folgenden Morgen, eine Eilmeldung im Fernsehen, im Radio: Eine Sprengfalle der Taliban tötet in Musa Qala, Provinz Helmand, sieben Frauen und drei Kinder.

Hamid Rahimi, 29 Jahre alt, geboren in Kabul und wohnhaft in Hamburg, fliegt 48 Stunden später zurück nach Deutschland. ◆


DER SPIEGEL 46/2012
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