03.12.2012

SPIEGEL-GESPRÄCH„Ich irritiere gern“

Als „Tatort“-Kommissarin durchwühlt Maria Furtwängler ab Sonntag in einer spektakulären Doppelfolge den Hannoveraner Filz. Die Schauspielerin, die lange vor allem als Verlegergattin wahrgenommen wurde, plant bereits weiter.
Furtwängler, 46, gilt als eine der populärsten Schauspielerinnen des Landes - ob als "Tatort"-Kommissarin Charlotte Lindholm oder in TV-Filmen wie "Die Flucht" oder "Schicksalsjahre". Die gebürtige Münchnerin, Großnichte des Dirigenten Wilhelm Furtwängler, spielt viele Rollen: Unterstützerin etlicher Sozialprojekte, promovierte Ärztin, Frau des Verlegers Hubert Burda ("Bunte", "Elle"), mit dem sie zwei mittlerweile erwachsene Kinder hat. Aus dem Schatten ihres Mannes hat sie sich herausgespielt. Und nun?
SPIEGEL: Frau Furtwängler, Sie haben mal gesagt, Ihr Problem sei, dass Sie "furchtbar ehrlich" seien. Warum ist das riskant?
Furtwängler: Weil nicht alle Menschen mit ungeschminkter Wahrheit umgehen können. Man muss deshalb ja vielleicht auch nicht immer nur ehrlich sein, denk ich mir - und plopp, ist mir schon wieder was rausgerutscht. Ich meine nichts Banales wie "Ihr Cordsakko ist aber dunkel". Ich spreche eher von meiner inneren Wahrheit, die ja auch etwas sehr Intimes ist. Die muss ich nicht jedem auf die Nase binden. Aber meistens kann ich nicht anders.
SPIEGEL: Am 9. und 16. Dezember wird erstmals an zwei aufeinanderfolgenden Sonntagen ein Doppel-"Tatort" ausgestrahlt. Sie ermitteln im Polit-, Rocker- und Wirtschaftsfilz von Hannover. Daran ist eigentlich nur erstaunlich, dass es so lange gedauert hat, bis dieser Provinzwahnsinn mal zur Fiktion taugte, oder?
Furtwängler: Es war allerhöchste Zeit, stimmt. Meine Motivation war vor allem: dass wir das Thema "Wie gehen wir mit Frauen um?" in diesem "Tatort" abbilden. Und es gehörte durchaus auch Mut dazu, so einen Stoff mal umzusetzen.
SPIEGEL: Die Vorbilder der Figuren sind im Film leicht zu erkennen: Götz-Werner von Fromberg, der Anwalt der Mächtigen in der Landeshauptstadt, Ex-Hell's-Angels-Präsident Frank Hanebuth, der einstige Drückerkönig Carsten Maschmeyer ...
Furtwängler: ... dem ich nie dubiose Machenschaften unterstellen würde.
SPIEGEL: Ist das jetzt Ihre innere Wahrheit oder einfach nur höflich?
Furtwängler: In unserem Zweiteiler geht es nicht um die Anklage realer Figuren, sondern um Mechanismen. Männer, die ein großes Selbstbewusstsein aufweisen, gibt es im Film wie in der Realität. Und Herr Maschmeyer ist sicherlich eine der schillerndsten Persönlichkeiten, die Hannover hat. Es mag sein, dass da Parallelen gesucht werden.
SPIEGEL: Meinen Sie, dass Maschmeyers Partnerin Veronica Ferres nach dem "Tatort" sauer auf Sie sein wird?
Furtwängler: Dazu wird sie keinerlei Grund haben. Unser Krimi ist reine Fiktion.
SPIEGEL: Sie mischen sich gern in die Drehbücher ein. Was war Ihnen diesmal besonders wichtig?
Furtwängler: Das Thema Zwangsprostitution. Ich war mit meiner Tochter ein paarmal in Kambodscha und auf den Philippinen, wo wir es hautnah gesehen haben. Wir haben jetzt das "Malisa Home" gegründet, in dem Kinder und junge Mädchen, die Opfer sexueller Gewalt wurden, ein neues, sicheres Zuhause finden. Mich macht oft fassungslos, wie an vielen Orten der Welt - auch mitten in Deutschland - noch immer mit Frauen umgegangen wird. Oder denken Sie an die Orgie dieses Versicherungskonzerns in Budapest!
SPIEGEL: Sie meinen Ergo ...
Furtwängler: Mich erschüttert es immer wieder zutiefst, wie Frauen in allen gesellschaftlichen Schichten zu Objekten degradiert werden - ob bei solchen Partys oder bei Rockergangs, wo eine Frau allenfalls als Statussymbol gesehen wird. Diese unterschwellige Verachtung gegenüber Frauen ist überall.
SPIEGEL: Haben Sie die persönlich erlebt?
Furtwängler: Natürlich. Übrigens nicht nur mir gegenüber, sondern auch in mir selbst. Als es im Flugzeug mal hieß, heute fliegt Sie Frau Soundso, dachte ich reflexhaft: Nix wie raus! Schlicht, weil ich noch kein Bild in mir hatte von einer Frau, die einen Jet fliegt. Ist doch absurd! Ich glaube an die Kraft von Vorbildern. Unsere jährliche Frauenkonferenz "Digital-Life-Design women" soll da zum Beispiel auch helfen.
SPIEGEL: Der Hannover-Filz aus Politik, Wirtschaft, Show und Rotlicht ist einer aus besseren Kreisen, in denen Sie durchaus zu Hause sind, oder?
Furtwängler: Diese "besseren Kreise" haben mit dem sehr speziellen Milieu in Hannover wenig gemein und machen al-
lenfalls einen Teil meines Lebens aus. Neulich war ich auf einer Einladung, wo dauernd über die unehelichen Kinder des Gastgebers getuschelt wurde. In dem Moment dachte ich, dass mein Mann und ich eine ganz andere Ebene der gegenseitigen Aufrichtigkeit erreicht haben. Das hat mich irgendwie stolz gemacht.
SPIEGEL: Sie sind mit dem schwerreichen Verleger Hubert Burda verheiratet. Da ist man dem normalen Leben normaler Leute jedenfalls nicht mehr sehr nahe.
Furtwängler: Sie überschätzen das. Eigentlich führe ich das zurückgezogene Leben einer Frührentnerin.
SPIEGEL: Klar. Was kostet ein Liter Milch?
Furtwängler: Ist das 'ne Fangfrage? Ich sag mal 1,40 Euro.
SPIEGEL: Vielleicht bei Ihrem Ökohof am Tegernsee. Und was kostet die "Bunte"?
Furtwängler: Das ist jetzt unfair. Für die musste ich bisher ebenso wenig bezahlen wie Sie für den SPIEGEL.
SPIEGEL: Kommt man sich nicht ein kleines bisschen komisch vor, wenn der Burda-Verlag via Burda-"Bunte" der Burda-Gattin einen Burda-Bambi überreicht?
Furtwängler: Da hat das Publikum gewählt, nicht die Jury des Verlags, der mich in ebendiese Bredouille auch nie bringen würde. Veronica Ferres, die Sie vorhin ansprachen, hatte schon zig "Bunte"-Titelgeschichten. Mich werden Sie dort nie finden. Und das ist auch gut so.
SPIEGEL: Zensur bei Burda!
Furtwängler: Aber hallo, dafür würde ich sogar persönlich sorgen!
SPIEGEL: Müssen Sie sich im Kreise von Schauspielkollegen manchmal für die Klatsch-und-Tratsch-Geschichten der Blätter Ihres Mannes rechtfertigen?
Furtwängler: Wenn ich unschöne Dinge über andere lese, reicht mir immer noch meine eigene Empfindlichkeit aus, um zu spüren, was akzeptabel ist und was nicht. Das gilt weiß Gott nicht nur für Burda-Publikationen. Amerikanische und britische Medien sind übrigens in vielen Dingen deutlich schonungsloser.
SPIEGEL: Anders gefragt: Sind Sie manchmal froh, dass Sie als Burda-Gattin nie von den eigenen Boulevardblättern vorgeführt oder gar verfolgt werden?
Furtwängler: Das müssen Sie von außen doch viel besser beurteilen können.
SPIEGEL: Okay, ich denke, Ihre Ehe hilft Ihnen, in Ruhe gelassen zu werden.
Furtwängler: Wer sagt Ihnen denn, dass ich ohne diesen Schutz genug Stoff für die Yellow Press hergäbe? Mein Geheimnis ist natürlich, dass es über mich nur Reizendes zu berichten gibt. Mein Können, meine Bodenständigkeit, mein unglaublicher Charme ...
SPIEGEL: Selbst Konkurrenzverlage wie Bauer oder Springer lassen Sie in Ruhe.
Furtwängler: Moment mal! Es gibt immer wieder böse Kritiken. Die "taz" zum Beispiel schert sich einen Dreck um meinen Mann und schreibt gern mal giftig über mich. Den Schluss, dass der deutsche Journalismus mich schon in toto vernichtet hätte, wenn ich nicht Frau Burda wäre, halte ich jedenfalls für ebenso fragwürdig. Übrigens hat Michael Graeter ...
SPIEGEL: ... die tragische Gestalt im hiesigen Leute-Journalismus ...
Furtwängler: ... gerade wieder ein tolles Gerücht über mich ausgegraben.
SPIEGEL: Schmutzig?
Furtwängler: Hm.
SPIEGEL: Intim?
Furtwängler: Hm.
SPIEGEL: Mit wem sollen Sie was haben?
Furtwängler: Mit dem Chefredakteur einer großen Boulevardzeitung.
SPIEGEL: Kai Diekmann?
Furtwängler: Mein Mann soll bei seiner Verlegerin angerufen haben, um sich zu beschweren. An der Geschichte gefällt meinem Mann besonders, dass sie daraufhin angeblich den ersten Journalisten ihres Hauses ins Ausland geschickt hat ...
SPIEGEL: ... wo "Bild"-Chef Diekmann ja nun auch sitzt, als Silicon-Valley-Repräsentant seines Verlags. Ergibt also irgendwie Sinn ...
Furtwängler: ... was ja das Großartige an Gerüchten ist, dass irgendwie alles passt.
SPIEGEL: Werden Ihnen viele Affären angedichtet?
Furtwängler: Na, ich hoffe doch ständig. Angeblich soll ich sogar mal was mit meinem Mann gehabt haben.
SPIEGEL: Sie stehen überraschend lässig über dem Geraune, das Sie umgibt.
Furtwängler: Was soll ich machen? Klatsch und Tratsch sind ja auch und vor allem unterhaltsam, zumindest solange derlei einen selbst nicht betrifft. Ab 13. Januar stehe ich im Theater am Kurfürstendamm in Berlin in dem Stück "Gerüchte ... Gerüchte ..." auf der Bühne, was schon ganz gut passt. Es ist eben eine große Show ...
SPIEGEL: ... die immer neue Opfer braucht.
Furtwängler: Ich will Ihnen nur zeigen, dass ich von Tratsch, Neid oder gar Hass nicht verschont bleibe. Eine Maskenbildnerin fasste sich mal nach zwei Monaten Nonstop-Dreh mit mir ein Herz und fragte: Stimmt das eigentlich, dass im Flieger vor und hinter dir immer eine Reihe leer sein muss?
SPIEGEL: Für wahre Diven sind solche Gerüchte beinahe Komplimente ...
Furtwängler: ... wenn wenigstens im Ansatz etwas dran wäre. Aber sie hatte natürlich 150-prozentige Quellen und ließ sich nur schwer davon abbringen.
SPIEGEL: Sie waren 18, als Sie Hubert Burda kennengelernt, und 25, als Sie ihn geheiratet haben. Das erste Kind von ihm hatten Sie da schon, das zweite war unterwegs. Er hat ein Mädchen erobert ...
Furtwängler: ... was ich natürlich zurückweisen würde, denn ich fand mich damals schon unglaublich reif.
SPIEGEL: Nun ist dieses "Mädchen" eine der erfolgreichsten Schauspielerinnen der Republik. Ab wann waren Sie nicht mehr "Die Frau von Hubert Burda"?
Furtwängler: Das hat gedauert. Seit zwei, drei Jahren werde ich bei den "Bambi"-Verleihungen als "Frau Furtwängler" begrüßt. Früher kam da gern mal so ein verdruckst-vernuscheltes "Fraudoktorburdfwängler". Ich habe nun mal einen extrem starken und selbstbewussten Mann, in dessen Schatten man leicht zum Umfeld wird, zum Satelliten. Es klingt jetzt wahnsinnig klischeehaft, aber daraus ist möglicherweise umso mehr das Bedürfnis entstanden, mich selbst und meine eigene Welt zu finden.
SPIEGEL: Was haben Sie bisher entdeckt?
Furtwängler: Für Männer scheint das eine irgendwie beängstigende Vorstellung zu sein, dass sich eine Frau auf die Suche begibt.
SPIEGEL: Nein, nein. Aber Ihre These würde im Umkehrschluss ja bedeuten: Wenn Herr Burda in Ihrer Ehe nicht so allesbeherrschend gewesen wäre, hätte die Nation heute womöglich eine selbstbewusste Lieblings-"Tatort"-Kommissarin weniger.
Furtwängler: Das könnte sein, ja. Wobei das wirklich auch eine Altersfrage ist. In der Generation, aus der mein Mann stammt, war eine gleichberechtigte Partnerschaft noch nicht unbedingt die vorherrschende Rollenvorstellung, sagen wir's mal so.
SPIEGEL: Er ist 26 Jahre älter als Sie. Wann merken Sie das besonders?
Furtwängler: Beim Skifahren. Mit mir geht er nicht mehr in den Tiefschnee. Ich bin einfach auch gerade in einem anderen Lebensabschnitt: Unsere Kinder verlassen allmählich ihr Zuhause. Ich erlebe da einen völlig neuen Energieschub, eine große Neugier. Da tickt er angesichts seines Erfahrungshorizonts anders.
SPIEGEL: Wie fühlt sich das für Sie an?
Furtwängler: Sein Leben oder meines?
SPIEGEL: Ihres.
Furtwängler: Sehr, sehr aufregend.
SPIEGEL: Der "Zeit" haben Sie mal gesagt, Sie verachteten Angepasstheit. Mit Verlaub: Was an Ihnen ist denn überhaupt unangepasst?
Furtwängler: Pffff! Ich bin natürlich auch angepasst. Aber ich lote ganz gern mal die Grenze aus zwischen dem, was gesellschaftlich gerade noch akzeptiert wird, und dem, was ein bisschen drüber ist. Ich irritiere gern.
SPIEGEL: Wir könnten uns gemeinsam noch weitere Affärengerüchte für Sie ausdenken.
Furtwängler: Dann aber bitte jemand von der Müllabfuhr, der richtig nach Kerl riecht.
SPIEGEL: Wenn von Midlife-Crisis die Rede ist, wird immer über Männer gesprochen. Haben Frauen auch eine?
Furtwängler: Die haben dann die Menopause, was Strafe genug ist. Aber ich glaube, Männer durchlaufen da einen anderen Zyklus. Mit Mitte vierzig sind viele doch schon arg ausgebrannt und diversen Sinnkrisen nahe, während Frauen gerade dann eine neue Form von durchaus positiver Energie entwickeln.
SPIEGEL: Sie haben eine Facebook-Seite, die Sie seit einiger Zeit liebevoll pflegen. Warum machen Sie das?
Furtwängler: Tja, warum mache ich das? Schon aus Neugier, was in diesen sozialen Netzwerken so läuft - inklusive der Beschimpfungen, die es ja auch dort gibt. Das direkte Echo finde ich jedenfalls unheimlich informativ.
SPIEGEL: Bei Facebook haben Sie nach der Bambi-Verleihung sofort gemeldet, Ihr Dior-Kleid sei "viel zu durchsichtig" gewesen.
Furtwängler: Schon auf dem roten Teppich sah ich den fassungslosen Blick meines Mannes und merkte: Da sehen die Zuschauer deutlich mehr, als sie sehen sollten. Deshalb hab ich mir dann krampfhaft mein Täschchen vorgehalten.
SPIEGEL: Man mag kaum glauben, dass ausgerechnet Ihnen so ein Unfall passiert.
Furtwängler: War aber so. Ich hatte die Kleider vorher zu Hause bei sehr dürftiger Beleuchtung anprobiert ...
SPIEGEL: ... und wirklich nicht provozieren wollen?
Furtwängler: Wenn ich das wollte, würde ich auch den Schlüpfer weglassen und entspannt dazu lächeln. Meine Kleiderwahl war nicht provokant, sondern schlicht bescheuert.
SPIEGEL: Halten Sie sich für eine gute Schauspielerin?
Furtwängler: Früher nicht, da fand ich mich ziemlich steif. Ich hatte ja auch keine Ausbildung, sondern war da schon als Kind reingerutscht. Auch mein Mann hatte nicht allzu viel für die Schauspielerei übrig. Es hieß dann gern: Warum dreht die überhaupt, hat die doch gar nicht nötig! Mittlerweile hat sich meine Einstellung zu mir selbst geändert. Doch ... ja ... ich halte mich heute für eine gute Schauspielerin. Ich bin noch nicht angekommen, aber auf einem guten Weg.
SPIEGEL: Ihre beiden Kinder sollen mal den milliardenschweren Verlag Ihres Mannes erben. Wollen die das überhaupt?
Furtwängler: Es geht darum, sie auf eine Rolle als verantwortungsvolle Eigentümer vorzubereiten - mitnichten sollen sie unbedingt im Management aktiv werden. Es ist ja nicht zwingend, dass sie dazu das Talent oder gar die Lust haben werden. Im Moment sind beide studienmäßig in ganz anderen Sphären unterwegs.
SPIEGEL: Und Sie? Keine Ambitionen, später mal die Rolle einer Verlagschefin anzunehmen wie etwa Liz Mohn bei Bertelsmann oder Friede Springer?
Furtwängler: Ehrlich gesagt: weniger denn je.
SPIEGEL: Sie spielen lieber Theater auf dem Ku'damm ...
Furtwängler: ... was jetzt sehr abfällig klingt. Diese Farce ist eine neue Art von befreiender Verrücktheit, die mir guttut.
SPIEGEL: Gibt's denn irgendeine konkrete Verabredung mit Ihrem Mann zur Zukunft des Verlagsimperiums?
Furtwängler: Nein, aber in früheren Jahren hatte ich schon das Gefühl, dass es im Verlag irgendwann eine Rolle für mich geben könnte. Dann hat sich das irgendwie verändert. Und ich bin darüber sehr froh. Ich genieße die Freiheit, eigene Projekte verwirklichen zu können.
SPIEGEL: Sie spielen die "Tatort"-Kommissarin Lindholm künftig nur noch einmal jährlich - um stattdessen was zu tun?
Furtwängler: Theater spielen, Drehbücher schreiben, das Leben von Leni Riefenstahl verfilmen. All so was.
SPIEGEL: Und fast immer gelten Sie dabei als die unnahbar-kühle Blonde.
Furtwängler: Auf die Distanz mag ich so wirken. Wer mich kennt, kann damit, glaub ich, wenig anfangen. Mittlerweile habe ich mich aber damit abgefunden. Sollen die Leute in mir sehen, was sie wollen. So wie sie gelegentlich lieber an spannende Gerüchte glauben wollen als an langweilige Wahrheiten, so haben sie auch Bilder im Kopf, an denen sie festhalten möchten. Ich wehre mich nicht mehr dagegen.
SPIEGEL: Frau Furtwängler, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.
(*1) Bei Bambi-Verleihung in Düsseldorf am 22. November.
(*2) Thomas Tuma in Hamburg.
Von Thomas Tuma

DER SPIEGEL 49/2012
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