31.12.2012

SYRIENZwischen den Fronten

Was geschieht im Inneren Syriens? Seit Beginn des Aufstands ist der SPIEGEL-Reporter Christoph Reuter achtmal durch das Land gefahren. Ein Reisebericht aus der Hölle.
Die Dunkelheit kommt rasch. Aus dem Nebel tauchen überladene Pick-ups herumirrender Flüchtlingsfamilien auf. Die Scheinwerferkegel unseres Autos erfassen zerstörte Häuser, die Fahrt geht durch Olivenwälder, verlassene Orte. Manchmal sind Lagerfeuer in der Ferne zu erkennen.
Wir sind diese Strecke schon einmal gefahren, im April 2012, das ist eine Ewigkeit her in diesen Zeiten in Syrien: Damals gab es hier noch Strom, es wohnten Menschen in Taftanas, Sarmin, Kurin und den anderen Dörfern der Provinz Idlib im Norden. Jetzt aber, im Dezember 2012, sind ganze Ortschaften zerschossen und leer, ihre Bewohner geflohen vor Luftangriffen, Hunger und Kälte.
Als wir nach einer Weile in einem Dorf ankommen, dessen Bewohner früher nicht offen gegen Diktator Baschar al-Assad demonstrierten und deshalb noch Strom haben, öffnet ein Mann die Tür. Er schaut fröstelnd in die nasse Kälte und lacht: "Gott sei gepriesen für dieses Wetter!" Seit Tagen regnet es, versinkt alles in Nebel und Schlamm. Aber wegen des Nebels kommt eben auch kein Flugzeug, kein Hubschrauber. Es fallen keine Bomben, für ein paar Tage wenigstens. Ein entspannter Moment inmitten der Apokalypse.
Syrien ist jetzt ein verheertes Land. Die Städte sind zu Schlachtfeldern geworden, und überall dort, wo sich die Truppen und Milizen des Assad-Regimes zurückziehen mussten, äschert nun die Luftwaffe die Infrastruktur ein.
Doch nach Monaten des ungleichen Stellungskampfs, in dem das Regime keine Provinz verlor und die Rebellen keine gewannen, gerät die Lage plötzlich in Bewegung: Militärlager, Flughäfen, Städte fallen, demoralisierte und vor allem hungrige Armee-Einheiten geben einfach auf. Die Rebellen stehen schon am Ostrand von Damaskus. Im Norden und Osten des Landes liegen die letzten Bastionen der Armee wie Inseln im Meer, sie können nur noch aus der Luft versorgt werden. Selbst Russlands Regierung, neben Iran der wichtigste Verbündete, schreibt den Diktator langsam ab: Wladimir Putin sagte vor Weihnachten, das Schicksal des Assad-Clans kümmere ihn nicht besonders.
"Wir sind müde", sagt uns einer der Rebellen, die sich an diesem Abend in dem Dorf versammelt haben. Der Verantwortliche für die Brotverteilung ist dabei, ein paar Kämpfer, dazu der Betreiber des einzigen Satellitentelefons im Dorf. Jeder hier hat Freunde und Verwandte verloren, um sie herum versinkt das Land.
"Aber die anderen sind auch müde, die Soldaten. Und wir wissen wenigstens, wofür wir kämpfen." Auch wenn sie selbst manchmal Angst bekämen vor der Zukunft, den Tagen nach dem Sieg, wenn Rache genommen werden wird, wirft ein anderer ein: "Wer kann es einem verdenken, dessen Familie umgebracht wurde?"
Doch was bliebe dann von ihrer Revolution, die den Diktator beseitigen, nicht aber das Land in einen Bürgerkrieg stürzen sollte? Das Haus Assad wird fallen - doch was danach kommt, weiß niemand mehr.
Das Bild der syrischen Revolution im Rest der Welt ist seltsam: Wohl kaum zuvor hat es so viele Meldungen, Fotos, Videos aus einer Kampfzone gegeben - aber wer sind diese Syrer überhaupt, von denen erst wenige, dann Hunderttausende im Frühjahr 2011 begannen, für den Sturz des Systems zu protestieren, und schließlich den bewaffneten Kampf aufnahmen? Was geschieht tatsächlich im Land, in dem - je nach Lesart - längst al-Qaida-Gruppen den Aufstand unterwandert haben oder die CIA alles nur inszeniert, um einen "regime change" herbeizuführen?
Zwei Millionen Syrer, vielleicht mehr, sind im Moment innerhalb des Landes auf der Flucht. Mehr als 500 000 Menschen flohen in Nachbarländer. Ungefähr 42 000 sind umgekommen.
Seit Beginn des Aufstands sind wir - ein Fotograf, ein syrischer Kollege und ich - immer wieder durchs Land gefahren, meist auf geheimen Wegen, weitergereicht von einer lokalen Oppositionsgruppe zur nächsten. Wir haben uns versteckt, verkleidet, wir wurden beschossen und gejagt, und es fällt nicht leicht, das Sterben so vieler zu ertragen, die uns geholfen haben.
Diese Reise nun, kurz vor Weihnachten, ist unsere achte seit Beginn der Revolution. Sie führt durch den Norden und nach Deir al-Sor, der Erdölmetropole am Euphrat tief in der Wüste im Osten. Auf den Fahrten zuvor sind wir durch mehr als zwei Drittel des bewohnten Landes gekommen, waren oft wochenlang unterwegs in Damaskus, Homs, Hama, Aleppo, Idlib, in den Metropolen und zahllosen Dörfern, Kleinstädten.
Wir haben den Anfang der friedlichen Demonstrationen gesehen, das Inferno und die eigentümlichen Phasen der Ruhe dazwischen erlebt.
Am Anfang, 2011, bin ich dreimal mit einem offiziellen Visum ins Land gekommen - als angeblicher Landwirtschaftsberater, eine so absurde Legende, dass sie unverdächtig war. An den Checkpoints der Sicherheitskräfte half es auch, sich als beseelter Christ auszugeben. Nicht, weil alle Christen auf Seiten Assads stünden, sondern weil das Regime sie dort gern stehen hätte. 2011 konnten wir uns so noch auf beiden Seiten bewegen, 2012 dann nur noch dort, wo Assads Truppen nicht mehr kontrollierten. Das hat unser Blickfeld eingeschränkt, leider.
Andererseits ist das Gebiet der Aufbegehrenden groß und uneinheitlich genug, um der Vereinnahmung durch einzelne Gruppen zu entgehen. Überdies haben wir uns darauf konzentriert, nur das zu berichten, was wir selbst erlebt haben.
Und: Dies ist eine Geschichte der losen Enden. Die Menschen, mit denen sie beginnt, im Sommer 2011, sind fast alle tot oder verschwunden. Neue sind hinzugekommen, auch von denen sind manche schon umgekommen; andere sind hart geworden und beseelt von Rache. Wiederum andere haben sich gewandelt, sind vom Innendekorateur zum Guerillakommandeur geworden, vom Elektriker zum Bürgermeister. Sie tun, was sie nie gelernt haben, und formen ein neues System schon vor dem Sturz des alten.
Am Anfang, 2011, liegt eine Anspannung in der Luft, aber noch kann sich niemand in Damaskus vorstellen, was geschehen wird. Manche Freunde noch von 1989, als ich für ein Jahr in Damaskus studierte, haben Karriere in der Wirtschaft gemacht. Keiner glaubte ernsthaft an große Veränderungen.
Doch dann kommen im Frühjahr 2011 über YouTube diese verwackelten Videobilder aus Daraa im Süden und Idlib im Norden, Nachrichten schließlich über Hunderttausende Demonstranten in Hama. Dort hatte Dynastie-Gründer Hafis al-Assad 1982 einen Aufstand und die halbe Innenstadt niederwalzen lassen.
Es bleiben zunächst noch Botschaften aus fernen Landesteilen, nur zwei, drei Stunden Autofahrt entfernt zwar, aber irgendwie unfassbar in der Ruhe von Damaskus. "Wir haben Revolution! Ich habe es im Fernsehen gesehen", sagt ein alter Freund in Damaskus, der teure Kunst an den Wänden und Remy-Martin-Cognac batterieweise im Schrank hat. Ein brillanter Zyniker, dessen Vater als Oppositioneller einst fliehen musste und im Exil starb. Der Sohn steckt 2011 im selben Dilemma wie viele: Keiner glaubt an das Regime, doch dessen Sturz kann sich auch niemand vorstellen.
Aber immer noch, trotz oder wegen der äußerlichen Ruhe, ist die Furcht allgegenwärtig: Wem kann man trauen? Wir können noch überall telefonieren, aber nicht offen sprechen am Telefon. Später wird es umgekehrt sein: Jeder redet, aber immer häufiger verstummen die Netze. Man kann auch noch durchs Land fahren, aber es sind groteske Schnitzeljagden nötig, um Oppositionelle aus anderen Städten zu treffen.
Schließlich fährt ein niederländischer Jesuitenpater, der seit 35 Jahren in Syrien lebt, von Damaskus nach Homs. Er bietet an, wir könnten ihn begleiten zum Landgut des Klosters, wo sie Wein keltern. Sie hätten dort am Wochenende ein Seminar: zur inneren Einkehr.
Mit einem Priester im Linienbus zu reisen ist unverdächtig im Reiche Assads. Einem Aktivisten in Homs, der uns zu nächtlichen Demonstrationen mitnehmen will, versuchen wir zu erklären, wo er uns am nächsten Morgen abholen soll. Nur versteht er nicht, warum er uns an einem jesuitischen Weingut treffen soll - und kommt nicht; vielleicht glaubt er an eine Falle.
So stecken wir fest auf dem Workshop von Pater Frans. In Homs wird geschossen, und wir müssen zwei Tage lang meditieren. Über uns kreisen Drohnen am Himmel, wir machen Yoga.
Wir wissen nicht einmal, auf welcher Seite unser Gastgeber steht. Er spricht mal von gerechtfertigten Protesten, mal nennt er die Rebellen Terroristen, und wir rätseln. Aber wir wollen weder ihn noch uns in Schwierigkeiten bringen. So ist es überall in den ersten Monaten, in denen nichts ausgesprochen wird, weil die alte Angst noch wirkt, die das Land seit 41 Jahren im Griff hat.
Tage später der nächste Versuch, nach Homs zu kommen: Am Busbahnhof müssen wir nach dem Kauf noch die Tickets abstempeln lassen an einem Schalter des Geheimdiensts. Dann erst darf man in den Bus.
"Nach Homs?" Die Frau am Schalter schaut für einen langen Moment schweigend, dann schreibt sie "Aleppo" auf unsere Fahrkarten. Aleppo ist da noch unverdächtig, fest in der Hand der Regierung. Bei Aleppo fragt niemand nach. Und der Überlandbus dorthin hält auch in Homs. Eine kleine Geste der Subversion.
Homs, die langweilige Industriestadt im Zentrum des Landes, wird den Wendepunkt markieren. Im August 2011 ziehen wir mit Demonstranten los, die wissen, dass jederzeit geschossen werden kann.
Im Winter 2011 wird immer noch demonstriert, aber nur noch dort, wo die Scharfschützen des Regimes nicht treffen können. Nachmittags beginnt die Menschenjagd, schießen sie auf jeden, der noch versucht, auf die andere Seite zu kommen. Zum ersten Mal hören wir in jenem Winter die Frage, die nur aus einem Wort besteht und alle bewegt, eine verschleierte Frau brüllt uns auf der Straße an: "Ouen?" Wo?
Wo sind die Amerikaner, die Europäer, die arabischen Brüder, wo ist die Welt? Wieso schauen alle zu?
Nach einer Beerdigung auf dem Friedhofshügel eines Dorfs nahe der Stadt bleibt ein alter Mann im Winterwind stehen. Er prophezeit lakonisch präzise, was geschehen wird: "Es hört nicht auf. Baschar wird so viele töten lassen, wie die Welt ihn töten lässt."
Was mag aus dem Alten geworden sein? Jene Viertel, die wir im Winter 2011 besuchten, liegen jetzt in Trümmern, Homs ist abgeriegelt von der Armee. Und die, mit denen wir damals über die winterkalten Äcker liefen, uns in Hauseingänge drückten und uns vor Scharfschützen duckten, sie sind nicht mehr da. Es gibt ein Abschiedsfoto vom Januar 2012, aus Homs: SPIEGEL-Fotograf Marcel Mettelsiefen mit dreien vom "Medienkomitee", die uns halfen. Alle drei sind tot.
Omar Astalavista war ein Tarnname des angehenden Ingenieurs, der uns im Viertel Chalidija im August, Dezember und Februar begleitete. Er organisierte Kontakte, Essen und Schlafplätze. Zwischendurch wechselte er alle paar Tage auf die andere, die offizielle Seite, um noch seine letzten Prüfungen an der Universität abzulegen. "Es ist verrückt, ich weiß, aber ich lasse mir doch nicht meinen Abschluss kaputtmachen."
Als er sich im Morgengrauen des 4. Februar von Marcel verabschiedet, sagt er: "Nächstes Mal kann ich dir hoffentlich auch meinen richtigen Namen nennen." Wenige Stunden später ist er tot.
Er hatte nach dem Einschlag einer Mörsergranate die Bergung der Opfer filmen wollen, als die nächste Granate kam. Mashar Tajara war sein richtiger Name.
Abu Jassir und Abu Mohammed, die beiden anderen auf dem Bild, flohen Wochen später aus Homs. Sie wollten in Damaskus untertauchen. Im März wurden sie dort bei einer Razzia erschossen.
Pater Frans, der unergründliche Jesuit, der im Sommer zuvor noch jede Festlegung gemieden hatte, ist im Kloster in der Altstadt von Homs geblieben. Ungefähr 50 Familien, Christen wie Muslime, die nicht fliehen konnten oder wollten, sollen Unterschlupf in den letzten heilen Räumen gefunden haben.
Der entscheidende Wandel im syrischen Kräftegefüge allerdings spielt sich nicht in den Städten ab, sondern auf dem Land, in Tausenden Dörfern. Assads Armee ist gewaltig und beweglich. Aber sie kann nicht überall sein. Auf den Dörfern, wo jeder jeden kennt, schwindet die Angst eher als in den Städten. Langsam, aber stetig wechseln die Menschen dort, wechselt die Fläche die Seiten.
Assads Truppen können nicht jedes Dorf davon abhalten, aber bestrafen können sie jedes - Anfang 2012 - immer noch: Als wir im April durch Idlib fahren, folgen wir der Spur der 76. Armeebrigade.
Wie ein mittelalterlicher Heerzug walzt sie durch die Provinz: greift Dorf um Dorf mit Hubschraubern und Panzern an. Soldaten und angeheuerte Milizionäre plündern, brennen Häuser ab. Menschen werden gequält, erschossen, ebenso die Kühe, Schafe, sogar Tauben. Nach ein paar Stunden, höchstens anderthalb Tagen verschwindet die Truppe wieder, nicht ohne an Hauswänden ihre Visitenkarte zu hinterlassen: "Liwa al-Maut", Brigade des Todes, hat sie sich selbst getauft.
Wir folgen ihrer Spur durch acht Dörfer, sehen die frischen Massengräber, die Kadaverhaufen der Tiere stinken erbärmlich, wir sehen Schulen und Moscheen mit metergroßen Einschusslöchern, wie Panzergranaten sie hinterlassen. Wir sehen die rauchgeschwärzten Ruinen. Und die Graffiti, von denen eines immer wieder auftaucht: "Assad für immer! Oder wir brennen das Land nieder!"
Die Überlebenden könnten nun fliehen, viele tun das auch. Die anderen aber bleiben, "wir sind doch Bauern", sagt Chalid Abd al-Kadir aus Baschirija. "Wovon sollen wir sonst leben?", fragt der alte Abd al-Kadir: "Bald sind die Kirschen reif, die Aprikosen."
Trümmer kann man beiseiteräumen, Trauer überwinden, aber was hilft gegen die Angst?
"Spott", sagt Asis Adschini, der Englischdozent an der Universität Idlib war und zurückgekehrt ist in sein Dorf Kurin. "Gelächter" helfe gegen das Grauen, "denn das Wichtigste ist, dass wir unsere ewige Angst besiegen". Der Mittvierziger erinnert mit seinem Schnurrbart und den rollenden Augen an Groucho Marx. Er hat sich die Slogans der Freitagsdemonstrationen von Kurin ausgedacht, etwa den: "Baschar verlangt den Rückzug der Bewohner aus ihren Städten - zum Schutz der dortigen Panzer."
Asis Adschini glaubt an die Macht des Verstands und schießt nicht. Sein Cousin Mahmud Adschini hingegen war Leutnant der Panzergrenadiere, aber er ist übergelaufen zur Freien Syrischen Armee (FSA) und trainiert eine kleine Dorfschutztruppe. "Falls wir mal Panzer haben, kann ich damit umgehen."
Mohammed Adschini, noch ein Cousin - er ist der örtliche Schuldirektor -, hat sich früher mit Begeisterung der Herrschaft angepasst. Aber wem soll man sich anpassen, wenn alles so unklar ist? So hat er beschlossen, einfach zu ignorieren, dass ein Organ der Regierung gerade während der Unterrichtszeit mit Panzern auf seine Schule geschossen hat und nur deswegen niemand gestorben ist, weil alle Schüler Minuten zuvor aus dem Gebäude rennen konnten. Jetzt verhandelt Mohammed Adschini am Telefon mit einem anderen Organ der Regierung - der Schulbehörde -, welche Anträge nun auszufüllen seien für neue Lehrmittel, denn die alten sind verbrannt.
Die drei Adschinis ergeben zusammen ein Abbild der Verhältnisse des Nordens. Und für den Moment scheint Dorf-Sarkast Asis recht zu behalten. In Baschirija, einem der besonders schwer getroffenen Dörfer, sitzen Männer im Schatten eines lädierten Hauses und reißen wie er bittere Witze über die Propaganda des Regimes: "Warum hat die Armee die Kühe erschossen?" Antwort: "Weil die aus dem Ausland bezahlt wurden." Grinsen. Der Nächste setzt nach: "Die Schafe mit ihrer Zauselwolle - sieht man ja, das sind bestimmt Islamisten!" Kichern. "Die Tauben haben als Kuriere für den Mossad gearbeitet, völlig klar!" So sitzen sie da und lachen an gegen ihre Angst.
Es ist die Ruhe zwischen den Stürmen. Ungefähr zur selben Zeit, am Morgen des 10. April, haben 100 Kilometer nordöstlich sämtliche Bewohner ihre Kleinstadt Maraa verlassen vor der einrückenden Armee. Sie waren gewarnt, sie hatten eine Nacht, um die Minarette der Moscheen zuzumauern, damit sich keine Scharfschützen oben einnisten wie andernorts. Dann flohen sie in die Olivenhaine oder die nahe Türkei.
Als sie zurückkehren, findet der Cafébesitzer Jassir al-Hadschi seine Kühlschränke mit Handgranaten gesprengt und seinen Schreibtisch von MG-Salven durchlöchert. Er, der vor 30 Jahren ausgewandert war, einen amerikanischen Pass besitzt, in Maraa als Fußballtrainer gearbeitet hat und zuletzt einen Antiquitätenladen in Athen besaß, war Anfang 2011 erst zurückgekommen, als die ersten Protestwellen begannen. Er träumt davon, eines Tages Abgeordneter für Maraa im Parlament zu werden: "Das war unsere Chance, dachten wir. Wir wussten, es würde hart werden. Aber so?" Er findet jenen allgegenwärtigen Schriftzug, den er noch fotografiert, bevor er übertüncht wird: "Assad für immer! Oder wir brennen das Land nieder!"
Auch für eine Diktatur ist es ungewöhnlich, den Untertanen mit der Zerstörung des ganzen Landes zu drohen. Nicht einmal Saddam Hussein oder Muammar al-Gaddafi haben das getan. Es offenbart das seltsame Verhältnis der Assads zum Land. Als Baschars Vater Hafis al-Assad nach dem Massaker in Hama 1982 seinen Bruder Rifaat nach Saudi-Arabien schickte, weigerte sich der saudische König, den Abgesandten zu empfangen. Rifaat ließ Grüße ausrichten und eine seltsame Drohung: "Sollten wir je wieder bedroht werden, sind wir gewillt, nicht nur Hama, sondern auch Damaskus auszulöschen."
So eisern die Assads seit vier Jahrzehnten das Land im Griff halten, so fremd scheint ihnen die eigene Herrschaft geblieben zu sein. Syrien ist eine Beute, die man festhält, die eher zerstört als preisgegeben wird. Nichts ist selbstverständlich an der Macht Assads und seiner alawitischen Minderheit, im Gegenteil: Vor seinem Putsch waren die Alawiten - ungefähr zehn Prozent des Volkes - die Ärmsten im Land, nach Damaskus kamen sie allenfalls als Dienstboten. Bis Hafis al-Assad sich nach einem Aufstieg in der Armee 1970 endgültig an die Macht putschte. An dieser Macht gilt es für seinen Sohn nun festzuhalten, um jeden Preis. "Sonst brennen wir das Land nieder!"
Eine verwirrte Ruhe herrscht in den Dörfern in diesem Frühsommer 2012, während die Panzertruppen die Städte, deren Bewohner sich erhoben haben, zertrümmern: Homs, Rastan, Deir al-Sor, die nördlichen Vororte von Damaskus.
Jassir al-Hadschi sitzt zwischen seinen ganz persönlichen Fronten. Er ist einer der zivilen Führer des Aufstands in Maraa. Aleppo, die Metropole des Nordens, ist noch vollständig vom Regime kontrolliert. Aber seine 14-jährige Tochter hat dort Abschlussprüfungen am Gymnasium - und ist eisern entschlossen, sie auch abzulegen.
Fast eine Woche lang erleben wir ihn jeden Morgen zitternd, wenn seine Tochter auf Schleichwegen nach Aleppo fährt, begleitet von ihrer Tante, die als unverdächtiges Frühwarnsystem neben der Schule wartet - sollten Geheimdienstler vorfahren, um sie zu verhaften. Nichts passiert. Sechs Wochen später beginnen die Kämpfe in Aleppo.
Jenseits der kleinen Orte fühlt sich Syrien im Sommer 2012 an, als wäre man im Mittelalter gelandet. Niemand weiß, wie die Lage hinter den nächsten Hügeln aussieht. Unwillkürlich verändert sich unsere Wahrnehmung mit den Wegen, die wir nehmen. Auf winzigen Straßen, Feldwegen, über staubige Äcker geht es von Dorf zu Dorf, durch Seitentäler und Olivenhaine. Wir meiden die Städte, die großen Straßen.
Jede Fahrt hinter den Horizont wird zur Expedition, geplant mit Kieseln im Sand und gemalten Detailkarten: Wo stehen die Posten der Armee? Von welchem Hügel übersehen ihre Scharfschützen welche Abschnitte? Funktioniert das Mobilnetz? Falls nicht, hat jemand Funkgeräte? Und vor allem: Wer fährt voran?
Dabei ist wenig an diesen Fahrten planbar. Aber nichts zeigt uns das Land besser als diese Reisen, auf denen wir oft irgendwo stranden, uns Lebensgeschichten anhören, die Gründe, warum ein Soldat übergelaufen, ein Busfahrer Kämpfer geworden ist.
Wir begleiten Verwundete, Deserteure, Flüchtlinge, geraten in Gefechtsbesprechungen - sogar in Waffengeschäfte der FSA. Wie jetzt im Dezember, als wir zufällig bei einem der größten Schieber von Idlib landen, der offen die Quelle seines Nachschubs nennt: "Die Armee des Regimes. Die Offiziere verkaufen uns, was immer wir bezahlen können. Sie wissen, es geht zu Ende. Sie wollen vorher Kasse machen. Dass wir damit auf ihre eigenen Soldaten schießen, ist ihnen egal. Das System war immer korrupt."
Und wir erleben das Chaos dieses Aufstands, dessen Schwäche zugleich seine Stärke ist: dass er führerlos an allen Enden brodelt. Niemand kann den Anführer der Revolte beseitigen, weil es keinen Anführer gibt. Aber oft weiß auch niemand, wer ihm gerade gegenübersteht: wie bei Maskana im Nordosten, wo aus Versehen zwei nächtliche Patrouillen verschiedener FSA-Gruppen aufeinander schossen, weil beide dachten, die anderen gehörten zu Assads Truppen.
In Chafsa bei Aleppo kommen wir zufällig dazu, als der Emissär der FSA-Brigade "Freie des Euphrat" zwei Autos von der FSA-Brigade "Armee der Heiligen Stätten" zurückhaben will, die letztere an ihrem Checkpoint einbehalten habe: "Ahmed hat gesagt, die müssten sie beschlagnahmen!"
Stirnrunzeln: "Welcher Ahmed?"
"Na, Ahmed ..."
"Davon haben wir viele."
Auch die Routen geben Auskunft über die Wirklichkeit. Denn unser Fortkommen folgt einer Topografie der konfessionellen Umwege: In der Provinz Hama in Zentralsyrien liegen nahe beieinander die Dörfer der Alawiten und die Dörfer der Sunniten, die das Gros der Aufständischen ausmachen.
"Früher waren wir einfach Nachbarn", erklärt ein Fahrer, der eigentlich Schäfer ist. Nun führt unser Weg in weiten Schleifen um jedes alawitische Dorf herum, "denn überall dort haben die Schabiha ihre Posten": "Schabiha" bedeutet "Geister", es sind Milizen, die das Regime seit Beginn des Aufstands aufgerüstet hat, vor allem Alawiten. Denen wird wieder und wieder eingeredet, die Rebellen wollten sie alle umbringen.
In all den Monaten kommen wir nur durch zwei alawitische Dörfer, die neutral geblieben sind. Alle anderen müssen wir umfahren, nahe Hama, Homs und Idlib.
Doch die Erosion der alten Macht geht weiter, nun wechseln auch jene die Seiten, die jahrzehntelang der Kern des Apparats waren: Parteifunktionäre, Offiziere, Beamte. Im Ort Tulul al-Humr tief in der Steppe südöstlich von Hama ist die gesamte alte Führungsriege übergelaufen. Beieinander sitzen: der alte Bürgermeister, ein Geheimdienstler, ein paar Beamte und der örtliche Chef der Baath-Partei, in deren Namen die Assads ihre Familiendiktatur pflegten.
"Jede Woche kam ein Fax aus der Zentrale für die nächste Parteiversammlung", erzählt der Funktionär vom Anfang der Rebellion: "Darin stand, was ich den anderen zu erzählen hatte über die Universalverschwörung der Zionisten, über Saudis und al-Qaida, die ausländische Terroristen bezahlten, damit die in Syrien kämpfen." Er atmet tief durch. "Wissen Sie, meine Söhne gingen da draußen auf die Straße. Ich konnte nicht mehr." Er brach mit dem System, "ob ich jetzt gesucht werde, weiß ich nicht mal". Alle Faxe hat er aufbewahrt, aber dem Thermopapier bekommt die syrische Hitze nicht gut. Die Parolen von der "Universalverschwörung" verschwimmen im dunkler werdenden Papier.
Die früher in der arabischen Welt beschworene "zionistische Verschwörung" hat selbst in Syrien langsam ausgedient. Mit al-Qaida und den Dschihadisten ist die Sache allerdings komplizierter.
Seit Ende 2011 hat es eine Reihe von Sprengstoffanschlägen gegen Zentralen der Geheimdienste in Damaskus und Aleppo gegeben. Die Täter schafften es seltsamerweise durch alle Kontrollen direkt an die Hauptgebäude der schwerbewachten Komplexe - aber meist zu Zeiten, in denen die fast leer waren. In aufwendig produzierten Videos, die bald auch in dschihadistischen Webforen kursierten, übernahm eine bis dahin unbekannte Gruppe namens "Dschabhat al-Nusra", die "Beistandsfront", unter Führung ihres "Emirs" Abu Mohammed al-Dschulani die Verantwortung - alles sieht nach einem neuen Ableger der Qaida aus.
Doch niemand in der Opposition kennt die Formation al-Nusra oder ihren ominösen Anführer. Die Rebellen beschuldigen das Regime, die Islamistentruppe al-Nusra erfunden zu haben. Damit solle die ganze Rebellion in die Nähe der Qaida gerückt werden.
Indizien sprechen für eine Urheberschaft des Regimes: Angebliche Opfer der Anschläge, so stellte sich heraus, waren in Wahrheit bereits zuvor gestorben; andere, angeblich umgekommen, laufen plötzlich durchs Fernsehbild, sobald sie sich ungefilmt wähnen.
Ein Arzt des Militärkrankenhauses in Aleppo sagt uns nach Anschlägen auf die dortigen Geheimdienstzentralen: "Wir waren ja zuständig für den Militärgeheimdienst, da kamen nach der Explosion im Februar ein Dutzend Leichen und rund hundert Verletzte. Das Seltsame war: Die Detonation geschah morgens gegen 8.30 Uhr. In Aleppo steht man spät auf, vor elf kommt keiner der Offiziere ins Büro. Wen es traf, waren die Wachleute."
Beim Anschlag auf den "politischen Sicherheitsdienst" am 18. März sei er sogar in der Nähe gewesen, auf dem Weg zur Ärztegewerkschaft: "Ich hörte die mächtige Detonation, dachte, es hätte viele Tote gegeben und lief sofort hin. Aber da war nur ein Mann mit einem Kratzer am Arm, sonst niemand."
Im September gaben zwei gefangengenommene Schabiha-Führer aus Aleppo unabhängig voneinander an, dass sie mehrfach Sprengsätze vom Luftwaffengeheimdienst bekamen, um sie an verschiedenen Stellen der Stadt detonieren zu lassen, auf Befehl des Geheimdienstkommandeurs in Aleppo, Adib Salame.
Doch während im Frühjahr nirgends al-Nusra-Mitglieder zu finden waren in der ansonsten recht offenen Szene der Rebellen, tauchen ab August tatsächlich überall im Land Gruppen auf, die sich auch "al-Nusra" nennen. Wir treffen sie in Aleppo, in Maskana, Deir Hafir und Habul, in Deir al-Sor im Osten und in der Provinz Idlib.
Untereinander wissen die Gruppen wenig voneinander, unisono bestreiten sie, etwas mit den großen Anschlägen in Damaskus und Aleppo zu tun zu haben: "Aber den Namen kennt jeder", entschuldigt ihr Anführer in Maskana. "Okay, er stammt vom Regime - aber jetzt haben wir ihn halt übernommen." Dasselbe hören wir andernorts. Jeder kann eine Nusra-Zelle aufmachen.
Wie sich nach und nach herausstellt, machten die Anschläge und Bekennervideos nicht nur Eindruck auf westliche Terrorexperten, die umgehend von "al-Qaida in Syrien" sprachen, sondern auch auf sunnitische Finanziers vor allem in Saudi-Arabien. Die finanzieren gern einen Dschihad.
Al-Nusra entsteht so nun tatsächlich - Rebellenbrigaden mit islamistischem Hintergrund. Sie bleiben klein im Vergleich zur FSA. Aber sie ziehen ausländische Dschihadisten vom Persischen Golf an, aus Jordanien, Nordafrika. "Sie haben andere religiöse Vorstellungen, aber kämpfen mit uns für dasselbe Ziel", sagt Oberst Abd al-Dschabar al-Okaidi, einer der Vorsitzenden des Militärrats der Rebellen von Aleppo.
Als die US-Regierung schließlich al-Nusra zur Terrorvereinigung erklärt, verschafft ausgerechnet das den verschiedenen Gruppen unter demselben Namen eine Popularität, die sie zuvor nicht hatten. "Erst helfen die Amerikaner uns die ganze Zeit nicht, und jetzt wollen sie vorschreiben, wer hier mitkämpfen darf?", sagt ein Kommandeur, und so denken viele im Land.
Im Spätsommer 2012 hat der Krieg sein Gesicht geändert: Nun rollen keine Panzer mehr. Wie eine Fallböe des Grauens kommt der Tod aus der Luft. Im September, wir sind im Norden unterwegs, folgt er uns von Ort zu Ort: In Maskana rennen wir los, als alle rennen, wir hechten in einen Keller, als auch schon das ganze Gebäude zittert. Zwei Häuser weiter schlägt eine Bombe ein, die Staubwolke weht herein. Zwei Minuten später kommt die nächste, sie soll die Menge der Retter und Neugierigen treffen. "Das machen die immer so", sagt ein Passant und klopft sich den Staub aus dem Hemd.
Am nächsten Vormittag in Deir Hafir, eine halbe Autostunde weiter, fliegt eine Maschine direkt über uns ihr Ziel an und bombardiert das größte Lager für Viehfutter im Bezirk.
Am nächsten Mittag sind wir wieder in Maraa bei Jassir al-Hadschi, dem Besitzer des kleinen Cafés, der seit Monaten versucht, so etwas wie eine Stadtverwaltung der Rebellen zu organisieren. Wir sehen das Flugzeug erst spät, das auf das örtliche Kühlhaus nahebei herunterstößt wie ein Raubvogel. Sechs Menschen sterben, als zwei Bomben neben der Verladerampe einschlagen. Ein FSA-Mann und Verwandter der Toten dreht durch, als wir fotografieren wollen, er richtet seine Waffe auf Jassir und brüllt, dass wir alle verschwinden sollten. Der Besitzer des Kühlhauses versucht, ihn zu beruhigen, zu erklären, dass es richtig sei zu dokumentieren, was geschieht.
"Es hört nicht auf", hatte der hellsichtige alte Mann im Dorf bei Homs gesagt, damals, im vergangenen Winter. So, denke ich, fühlt sich ein Amoklauf an, wenn plötzlich jemand auftaucht und nur noch töten will. Nur, dass dieser Amoklauf nicht nach einer Stunde vorbei ist. Sondern immer weitergeht.
Wir übernachten am Ortsrand, sehen am nächsten Morgen, wie eine L-39, eigentlich ein Trainingsflugzeug, näher kommt. Wie sie in den Sturzflug geht, zwei Bomben ausgeklinkt werden, winzig aus der Ferne. Wir sehen Rauchpilze hochschießen, hören das Donnern. Getroffen hat es den letzten heilen Wagen der örtlichen Müllabfuhr und zwei Männer, die aus einem Fass Treibstoff verkauften. Zwei Tage später im Morgengrauen zertrümmert eine Bombe das Einwohnermeldeamt von Maraa.
"Assad für immer! Oder wir brennen das Land nieder!" Die Parole auf den zerschossenen Mauern ist das gesamte Programm der Regierung, es ist ihr einziger Anspruch auf die Macht. Tag für Tag, Ort für Ort kommen jetzt die Jets. Der Staat zerstört den Staat.
Jassir sitzt an seinem kleinen Pressspan-Schreibtisch mit den Einschusslöchern und sagt, er könne keine Beerdigungen mehr sehen. Anfangs hatten wir ihn noch überredet, mit uns zu gehen.
Aber seit der letzten Beerdigung, auf der wir mit ihm waren, schwindet auch unser Vermögen, weitere zu ertragen. Fünf junge Rebellen aus Maraa waren gebracht worden, genauer: das, was von ihnen übrig blieb, nachdem ihre selbstgebaute Rakete schon vor dem Start explodierte. "Das war nicht der Plan", murmelte Jassir, und dieser Satz passt auf vieles.
Es war nicht der Plan, dass ein Konditor Sprengstoff anrührt und ein Klempner Raketen schmiedet. Es war nicht der Plan, dass Nachbardörfer einander hassen und die Versuche, ein anderes Syrien aufzubauen, im Bombensturm untergehen. Jassir würde immer noch gern Parlamentarier werden, eines Tages: "Wenn ich das hier überlebe."
Im Nebel von Idlib, auf der achten Reise, suchen wir die drei Adschini-Cousins: Asis, den Dozenten, der an den Spott und die Vernunft glaubte, und die anderen beiden. Was ist aus ihnen geworden?
In Kurin finden wir sie nicht, es ist ein Geisterdorf. Vor einer Hütte in den Hügeln schließlich steht Asis, unrasiert, in Jogginghose, er ist dünn geworden.
Er hatte die Angst besiegen wollen, er wollte nicht schießen. Damals, im April. Aber er ist ein anderer geworden: Heute will er Waschmaschinen verminen, er will Mikrowellen und Fernseher in getarnte Bomben verwandeln. Das war seine Idee, als das Gerücht kursierte, die Armee komme abermals nach Kurin. "Und wenn sie dann wieder plündern - bumm!"
Sein Cousin Mahmud, der übergelaufene Offizier, hat mit seiner Gruppe tatsächlich drei Panzer erbeutet. Und Mohammed, der stets angepasste Schuldirektor, verfluche neuerdings die Raketen, die sämtliche Scheiben in seinem Haus zersplittert haben - "aber er fragt nicht, wer sie schickt", klagt Asis.
Die Armee ist nie zurückgekehrt, nur die Flugzeuge kommen. Vor vier Tagen haben sie eine Streubombe über einer Ölmühle in der Nachbarschaft abgeworfen, wo die Bauern mit ihrer Olivenernte warteten. Neun Tote, "diese Menschen haben das ganze Jahr gewartet, um ihre Oliven pressen zu können".
Asis ist hart geworden, verbittert. Er sagt, er könne jene verstehen, die "Allahu akbar" rufen und nur noch auf Gott setzen: "Wer hat uns denn sonst geholfen? Niemand."
Von Christoph Reuter

DER SPIEGEL 1/2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG.

Dieser Artikel ist ausschließlich für den privaten Gebrauch bestimmt. Sie dürfen diesen Artikel jedoch gerne verlinken.
Unter http://www.spiegelgruppe-nachdrucke.de können Sie einzelne Artikel für Nachdruck bzw. digitale Publikation lizenzieren.


DER SPIEGEL 1/2013
Titelbild
Der digitale SPIEGEL
Diese Ausgabe jetzt digital lesen

Die digitale Welt der Nachrichten. Mit interaktiven Grafiken, spannenden Videos und beeindruckenden 3-D-Modellen.
Sie lesen die neue Ausgabe noch vor Erscheinen der Print-Ausgabe, schon freitags ab 18 Uhr.
Einmal anmelden, auf jedem Gerät lesen - auch offline. Optimiert für Windows 8, Android, iPad, iPhone, Kindle Fire, BlackBerry Z10 sowie für PC/Mac.

Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

SYRIEN:
Zwischen den Fronten

Video 00:54

Gerade nochmal gut gegangen Autos passieren Brücke bei reißendem Hochwasser

  • Video "Webvideos der Woche: Bitte nicht nachmachen!" Video 02:52
    Webvideos der Woche: Bitte nicht nachmachen!
  • Video "Trauerfeier in Genua: Die Stimmung ist gespalten" Video 02:18
    Trauerfeier in Genua: "Die Stimmung ist gespalten"
  • Video "Südafrika: Überraschungsgäste am Pool" Video 00:26
    Südafrika: Überraschungsgäste am Pool
  • Video "Unkluge Aktion: Tourist provoziert Strauß" Video 00:39
    Unkluge Aktion: Tourist provoziert Strauß
  • Video "Auszug aus Telefonmitschnitt: Omarosas Schweigegeld-Vorwurf gegen Trump" Video 01:30
    Auszug aus Telefonmitschnitt: Omarosas Schweigegeld-Vorwurf gegen Trump
  • Video "Monsunkatastrophe in Indien: Premier Modi besucht Krisengebiet" Video 01:08
    Monsunkatastrophe in Indien: Premier Modi besucht Krisengebiet
  • Video "Marcelos Tricktreffer: Hinterm Tor, Innenpfosten und rein" Video 00:29
    Marcelos Tricktreffer: Hinterm Tor, Innenpfosten und rein
  • Video "Lkw-Fahrer überlebt Katastrophe von Genua: Ich war unter der Brücke." Video 01:14
    Lkw-Fahrer überlebt Katastrophe von Genua: "Ich war unter der Brücke."
  • Video "Nach Katastrophe in Genua: Ortstermin an der Rader Hochbrücke" Video 02:31
    Nach Katastrophe in Genua: Ortstermin an der Rader Hochbrücke
  • Video "Video veröffentlicht: Tödlicher Feuertornado in Kalifornien" Video 01:06
    Video veröffentlicht: Tödlicher "Feuertornado" in Kalifornien
  • Video "Unglaublicher Leichtsinn: Tourist macht Selfie mit Braunbären" Video 01:30
    Unglaublicher Leichtsinn: Tourist macht Selfie mit Braunbären
  • Video "Amerikanisch-türkisches Verhältnis: Diesen Konflikt werden Trump und Erdogan nicht alleine lösen können" Video 00:00
    Amerikanisch-türkisches Verhältnis: "Diesen Konflikt werden Trump und Erdogan nicht alleine lösen können"
  • Video "Ekstase in Bukarest: Last-Minute-Tor bringt Steaua weiter" Video 01:41
    Ekstase in Bukarest: Last-Minute-Tor bringt Steaua weiter
  • Video "Beinahe-Katastrophe: Auto kreuzt Flugzeug auf Startbahn" Video 00:34
    Beinahe-Katastrophe: Auto kreuzt Flugzeug auf Startbahn
  • Video "Heck von US-Kriegsschiff gefunden: Wir haben 71 verlorene Seelen entdeckt" Video 02:01
    Heck von US-Kriegsschiff gefunden: "Wir haben 71 verlorene Seelen entdeckt"
  • Video "Einmaliges Naturspektakel: Rund 200 Seeadler treffen sich zum Fressen im Peenetal" Video 01:22
    Einmaliges Naturspektakel: Rund 200 Seeadler treffen sich zum Fressen im Peenetal
  • Video "Nach Brückeneinsturz: Notstand für Genua ausgerufen" Video 01:00
    Nach Brückeneinsturz: Notstand für Genua ausgerufen
  • Video "Gerade nochmal gut gegangen: Autos passieren Brücke bei reißendem Hochwasser" Video 00:54
    Gerade nochmal gut gegangen: Autos passieren Brücke bei reißendem Hochwasser