31.12.2012

SPIEGEL-GESPRÄCH„Lernen gilt als uncool“

Die israelisch-amerikanische Autorin Hanna Rosin, 42, diagnostiziert eine Identitätskrise des starken Geschlechts. Männer erklärt sie zu den Verlierern der Wirtschaftskrise, weil sie zu starr und unflexibel seien.
SPIEGEL: Frau Rosin, der Titel Ihres Buchs klingt wie eine Kriegserklärung: "The End of Men". Was wollen Sie uns damit sagen?
Rosin: Die Formulierung hat sich ironischerweise ein Mann ausgedacht, ein Redakteur des Magazins "The Atlantic", als
ich 2010 die gleichnamige Titelgeschichte schrieb. Die Zeile setzte sich fest, sie wurde zur Formel für die ganze Debatte - vier kleine Wörter, die provozieren und im Gedächtnis haften bleiben. Als ich das Buch schrieb, überlegte ich mir, ob ich etwas daran verändern sollte, aber keine Alternative schien mir so treffend. Es ist, als hätte ich ein Stoppschild in den Boden gerammt, und nun diskutiert alle Welt darüber. Manche Leute reagieren wütend, andere befremdet, aber in jedem Fall löst die Zeile Emotionen aus.
SPIEGEL: Die Provokation ist Ihnen geglückt, in den USA hat sich eine hitzige Debatte um Ihre Thesen entsponnen. Trotzdem: Männer dominieren noch überall in Politik und Wirtschaft, sie leiten mindestens 95 Prozent der umsatzstärksten Unternehmen der Welt, besetzen 82 Prozent der Sitze im amerikanischen Kongress und werden für die gleiche Arbeit besser bezahlt als Frauen. Ist es nicht etwas voreilig, ihr Ende zu verkünden?
Rosin: Ja, natürlich. Mein Befund ist, dass derzeit eine enorme Umwälzung in der Gesellschaft stattfindet: Auf einmal gibt es all diese jungen Frauen, die besser ausgebildet sind und mehr verdienen als gleichaltrige Männer. Wenn sich junge Paare heute entschließen zu heiraten, haben sie ganz andere Erwartungen an einander als noch ihre Eltern. Und selbst an der Spitze der Karriereleiter tut sich etwas. Das wird oft unterschätzt.
SPIEGEL: Wenn man sich in den Führungsetagen großer Unternehmen umschaut, ist davon nicht viel zu erkennen.
Rosin: In den USA haben Frauen in den letzten Jahren rund ein Drittel aller neubesetzten Managementjobs erobert. Meine Recherchen der vergangenen drei Jahre haben ergeben, dass der Trend auf allen Ebenen in die gleiche Richtung zeigt - wobei übrigens nicht dieser Aufstieg der Frauen zum Niedergang der Männer führt, sondern eher umgekehrt: Weil eine wachsende Zahl von Männern schon in der Ausbildung scheitert, den Job verliert und danach nicht mehr auf die Füße kommt, müssen die Frauen einspringen. Die treibende Kraft ist nicht feministische Überzeugung, sondern ökonomische Notwendigkeit. Ein Glück, dass Jacob uns nicht zuhört ...
SPIEGEL: ... Ihr neunjähriger Sohn, dem Sie das Buch gewidmet haben ...
Rosin: ... ja. Er könnte Ihnen jetzt in aller Ausführlichkeit erzählen, was für ein fieses, teuflisches Buch ich geschrieben habe und wie sehr er es hasst.
SPIEGEL: Lassen Sie uns die Frage anders formulieren: Wie würden Sie das "Ende der Männer" einem Mädchen in Pakistan erklären, das gewaltsam daran gehindert wird, zur Schule zu gehen?
Rosin: Meine Recherchen konzentrieren sich auf die USA, doch ein Teil der Prozesse, die ich beschreibe, lässt sich in arabischen und asiatischen Ländern beobachten. Auch im Nahen Osten spielt Bildung eine zunehmende Rolle. Und wenn Frauen Zugang zu höherer Bildung erhalten und dann auf einmal besser abschneiden als die Männer, kann das die Gesellschaftsordnung gehörig ins Wanken bringen. Das ist exakt das, was in Südkorea passiert ist, einer eigentlich streng patriarchalischen Gesellschaft. Die Frauen dort werden ausgebildet, und danach sind sie nicht mehr so, wie die Gesellschaft sie haben will. Das hat zu einer veritablen kulturellen Krise geführt.
SPIEGEL: Deutschland gilt im Gegensatz dazu als fortschrittliche Nation, doch auch hier müssen Frauen noch immer für Lohngleichheit und berufliche Aufstiegschancen kämpfen. In einem Land, das über Frauenquote und Herdprämie streitet, klingt Ihre These vom Untergang des Mannes weltfremd.
Rosin: Seltsamerweise ist gerade in Deutschland das Interesse an meinem Buch enorm. Deutsche Wissenschaftler berichten mir, dass sich die Männer in Deutschland in einer tiefen Identitätskrise befänden, obwohl sich an den Machtverhältnissen bislang wenig geändert habe. Da fragt sich: Warum fühlt sich der deutsche Mann belagert, wenn er es objektiv betrachtet gar nicht ist?
SPIEGEL: In den USA ist er offenbar durchaus belagert. Sie haben in einigen Regionen des Landes einen regelrechten sozialen Kollaps der amerikanischen Mittelschicht beobachtet, ausgelöst durch die Vernichtung von Industriejobs oder deren Abwanderung ins Ausland. Ist das, was Sie das Ende der Männer nennen, nicht vielmehr der Niedergang des Industriestandorts USA?
Rosin: Nein. Auch in anderen traditionell männlichen Domänen wie Recht oder Medizin ist der männliche Nachwuchs mittlerweile in der Minderheit. Finanzwelt und Politik sind zwar nach wie vor fest in Männerhand, doch in vielen anderen Bereichen ist absehbar, dass sich die Mehrheitsverhältnisse zugunsten der Frauen verschieben. Jungs schneiden in den Schulen und Universitäten schlechter ab. Es ist doch nur logisch, dass dieses Ungleichgewicht, das sich in den meisten Industrieländern beobachten lässt, auch die Situation auf dem Arbeitsmarkt verändert.
SPIEGEL: Sie sprechen damit ein Phänomen an, über das die Experten rätseln. Haben Sie eine Erklärung dafür gefunden, warum so viele junge Männer Probleme in der Schule haben und ihre Ausbildung frühzeitig abbrechen?
Rosin: Die oft gehörte Behauptung, es liege an der Überzahl von Lehrerinnen, halte ich für Unsinn. Erste Klagen über die Verweiblichung der Schule ertönten schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts, lange bevor die Probleme der Jungs begannen. Mein Eindruck ist, dass wir es hier mit einem kulturellen Phänomen zu tun haben: Unter Jungs gilt es einfach als uncool und mädchenhaft, in der Schule aufzupassen, Hausaufgaben zu machen und zu lernen. Hinzu kommt die Flut von Ablenkungen, etwa durch Computerspiele, die Jungs tendenziell stärker ansprechen als Mädchen. Der entscheidende Punkt ist jedoch, dass es früher für Männer ohne höhere Bildung ungleich mehr Möglichkeiten gab als heute.
SPIEGEL: Sie haben bei Ihren Recherchen einstige Industriestandorte in traditionell geprägten Regionen der USA bereist. Dort ist ein großer Teil der Männer ganz vom Arbeitsmarkt verschwunden ...
Rosin: Ja, die Veränderungen sind dramatisch, gerade weil das Patriarchat in diesen Orten traditionell sehr ausgeprägt ist. Der Chef der großen Fabrik steht ganz oben in der Hierarchie, gefolgt von seinen Managern, und die Frauen kommen ganz unten. Diese Ordnung wird von niemandem in Frage gestellt, weil sie auch mit der Bibel begründet wird: Der Mann ist das Oberhaupt der Familie, er ist dazu bestimmt zu führen und zu predigen. Doch auf einmal ist die ökonomische Wirklichkeit eine andere - die Fabriken werden geschlossen, und die Männer haben keinen Job mehr. Ihre Arbeit hat ihre Männlichkeit definiert, und plötzlich bricht alles weg. Die Männer wirken wie erstarrt.
SPIEGEL: Was verändert sich dadurch?
Rosin: Die ältere Generation versucht, die ökonomische Realität irgendwie mit ihrem traditionellen Weltbild in Einklang zu bringen. So wird die Rolle des Ernährers abgekoppelt von der Rolle des Familienoberhaupts. Auch wenn nun in vielen Fällen die Frau die Familie ernährt, zum Beispiel als Krankenschwester, bleibt der arbeitslose Mann das Familienoberhaupt. Sie verdient das Geld, aber er trifft die Entscheidungen. Seine Autorität wird jetzt ausschließlich spirituell begründet. Die Jüngeren allerdings reagieren anders. Bei denen stürzt alles zusammen.
SPIEGEL: Was heißt das genau?
Rosin: Was diese jungen Leute in der Kirche lernen, lässt sich nicht mehr mit ihrer Lebenswirklichkeit vereinbaren. Doch Männer wie Frauen tun sich ungemein schwer damit, ihre veränderten Rollen zu akzeptieren. Deshalb gehen Ehen zugrunde, Mütter ziehen ihre Kinder allein auf. Viele Frauen bleiben lieber allein, als einen Mann zu heiraten, der nichts zum Familieneinkommen beitragen kann.
SPIEGEL: Sie schreiben, dass die Entwicklung der amerikanischen Wirtschaft Männer härter treffe als Frauen, weil die Frauen auf die veränderte Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt flexibler reagierten. Wie belegen Sie diese These?
Rosin: Tatsache ist doch: Die Frauen haben binnen wenigen Jahrzehnten einen gewaltigen Rollenwandel vollzogen - in der Art und Weise, wie sie in der Öffentlichkeit auftreten, wie sie Bereiche der Arbeitswelt erobern, die noch vor kurzem als Männerdomänen galten. Im Vergleich dazu hat sich das Auftreten der Männer nicht groß verändert. Durch die Wirtschaftskrise sind in den USA Millionen Arbeitsplätze in der verarbeitenden Industrie verlorengegangen - doch Männer weichen selbst dann nicht auf traditionell weibliche Wachstumsbranchen wie Pflege oder Bildung aus, wenn das die einzigen verbliebenen Jobs sind. Das führt zu den gesellschaftlichen Spannungen, die ich eben beschrieben habe: arbeitslose Familienoberhäupter und unfreiwillige Familienernährerinnen.
SPIEGEL: Kritiker Ihres Buchs bemängeln, dass dies nur eine Momentaufnahme sei: Wenn sich die Wirtschaftskrise in den USA auf weiblich dominierte Bereiche wie Schulen oder den Öffentlichen Dienst ausweite, gingen dort die Arbeitsplätze der Frauen genauso verloren wie zuvor die der Männer.
Rosin: Das ist kein überzeugendes Argument. Jobs im Öffentlichen Dienst kommen und gehen. Wenn das Geld knapp ist, werden Lehrer entlassen, und in besseren Zeiten werden sie wieder eingestellt. Die Jobs in der industriellen Produktion hingegen werden nicht zurückkehren. Das sind Relikte einer vergangenen Ära.
SPIEGEL: Wenn man Ihnen so zuhört, könnte man den Eindruck gewinnen, dass Sie Männer für obsolet halten.
Rosin: In bestimmten Teilen der amerikanischen Gesellschaft sind sie das tatsächlich, aber ich finde es furchtbar. In der Arbeiterklasse wird inzwischen mehr als die Hälfte der Kinder der unter 30-jährigen Mütter außerhalb der Ehe geboren. Die Mehrheit dieser Kinder wächst ohne Vater auf. Wir kennen das Phänomen aus der armen, schwarzen Bevölkerung, doch nun weitet es sich auf weitere Schichten der Gesellschaft aus, bis in die Mittelklasse. Männer finden keinen Job mehr, sie scheiden aus der Gesellschaft aus, und so entsteht faktisch ein Matriarchat. Für die oberen sozialen Schichten ist die Ehe nach wie vor ein Erfolgsmodell, für die ärmeren nicht.
SPIEGEL: Die Ehe ist also nichts als ein "privater Spielplatz für jene, die bereits mit Überfluss gesegnet sind", wie es der Soziologe Brad Wilcox formuliert hat?
Rosin: In der Tat. Die Statistiken beweisen es. College-Absolventen lassen sich heute seltener scheiden als vor einigen Jahrzehnten, und sie bezeichnen ihre Beziehung mit höherer Wahrscheinlichkeit als glücklich. Diese Entdeckung hat mich verblüfft. Es scheint, als gelinge es den Gebildeten, sich von starren Rollenbildern zu lösen und dadurch mehr Freiheit zu gewinnen. Ich nenne es die Schaukelbrett-Ehe: Mann und Frau wechseln sich in der Ernährerrolle ab. So ermöglichen sie einander zu verschiedenen Zeiten Karrieresprünge und Auszeiten.
SPIEGEL: Das klingt jetzt hoffnungsfroh. Sie beschreiben allerdings auch Paare, bei denen die Tatsache, dass die Frau plötzlich mehr Geld verdient als der Mann, zu erheblichen Spannungen führt.
Rosin: Ja, das stimmt. Diese Konstellation ist so neu, dass sowohl Männer als auch Frauen häufig gemischte Gefühle dabei haben. Man muss nicht sehr tief graben, um das freizulegen. Treffend hat es ein junger Mann aus Kanada formuliert: Er glaube theoretisch und politisch hundertprozentig an das Konzept des Hausmanns, sagte er mir, er wolle nur selbst keiner sein.
SPIEGEL: Frau Rosin, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.
Das Gespräch führte die Redakteurin Samiha Shafy.
Von Samiha Shafy

DER SPIEGEL 1/2013
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