18.11.1996

IndienEine Heilige erster Klasse

Bereits am Eingang hält der Besucher entsetzt inne. "Heim für sterbende Arme" steht auf einem verblichenen Schild über dem Tor. Auf dem nächsten heißt es: "Der höchste Zweck des menschlichen Lebens besteht darin, in Frieden mit Gott zu sterben."
Eine solche Deutung des Daseins ist für einen westlichen Menschen, der in der Tradition der Aufklärung steht, eine Provokation, gegen die sich alles sträubt. Am liebsten möchte man diesen Ort fluchtartig verlassen.
Dann fällt der Blick auf ein Bündel Haut und Knochen, das auf einer Pritsche schmachtet. Ein verhärmter Mann mit gläsernen Augen haucht gerade sein Leben aus. "Wir haben ihn gestern von einem Abfallhaufen aufgelesen", sagt die Nonne, die seine Hand hält. "Bald ist er im Himmel." Sie lächelt.
Ist vielleicht doch etwas dran an dieser empörenden Botschaft über den Gott gefälligen Tod als Zweck des Lebens?
Mutter Teresas "Heim für Sterbende" steht in Kalighat, im Süden der Armutsmetropole Kalkutta. Wer sich dort hinbegibt, unterzieht sich gleichsam Exerzitien, denn er lernt Schritt für Schritt, alles, was um ihn herum geschieht, mit neuen Augen zu betrachten.
Menschen, Hunde, Autos, Rikschas und Kühe verstopfen die Straßen. Auf den Bürgersteigen essen, schlafen und entleeren sich die Menschen neben den Tieren. Jeder Anblick rüttelt an der eigenen Weltanschauung. Allmählich scheint die Logik ihren Sinn zu verlieren, und der Verstand ist nicht mehr fähig, in dem stinkenden, lärmenden, ekelhaften und doch faszinierenden Puzzle, das hier Leben bedeutet, eine innere Ordnung zu entdecken.
Menschen waschen sich im gelblichen Wasser, das aus zerborstenen Leitungen rinnt; andere tragen Leichen zum Krematorium, in dem täglich ein Teil der Toten Kalkuttas in Rauch aufgeht. Die Reste der Scheiterhaufen werden in das schmutzige, klebrige Wasser des Hugli geworfen, eines Nebenflusses des Ganges, in dem Frauen baden und Kinder nach Plastiktüten angeln, die sie dann auf dem benachbarten Markt verkaufen.
Bettler stehen vor ihren leeren Blechtellern. Andere lagern regungslos neben dem Bordstein. Schlafen sie, oder sind sie tot? Grell geschminkte kleine Mädchen bieten sich an und versuchen, Kunden zum Spottpreis von 25 Rupien (etwa eine Mark) in ihre Höhlen zu locken.
Im Hof des Kali-Tempels wohnen Menschen, in Gebete und Gesänge versunken, der rituellen Schlachtung schwarzer Ziegen bei, Symbol des Bösen. Sie tupfen ihre Finger in das frische Blut, das aus den abgehackten Köpfen quillt. Andere legen ihren Hals sekundenlang zwischen die beiden Steinpfeiler, bevor die nächste Ziege dort enthauptet wird.
Entsetzt, gerührt, aufgebracht spürt der Besucher gleichwohl, weshalb dieser Ort zur heiligen Geographie Indiens gehört: Es ist eine Stadt der Legenden, ein Quell der Mythen. Der Mythos der Göttin Kali entsprang hier aus einem schwarzen Stein, der angeblich vom Himmel fiel. Auch der Mythos Mutter Teresas wurzelt hier. Das "Heim für Sterbende" in Kalighat ist das Symbol ihrer Arbeit, der tätigen Nächstenliebe und des Mitleids. Es ist der Ort, an dem sie am meisten hängt.
Agnes Bojaxhiu, wie sie eigentlich heißt, wurde 1910 in Skopje geboren, damals noch Teil des Osmanenreichs, heute Hauptstadt der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien. Ihre Mutter war italienischer Herkunft, der Vater ein albanischer Kaufmann. Die Familie lebte streng katholisch, und schon sehr früh äußerte die junge Agnes, die von ihren Eltern Gonxha genannt wurde (albanisch für "Knospe"), den Wunsch, Missionarin zu werden.
Mit 17 verließ sie ihr Zuhause, im Dezember 1928 landete sie in Kalkutta, auf dem Weg zu ihrem Noviziat im Gebirgsort Darjeeling. 1931 legt sie das Gelübde als Loreto-Schwester ab und nahm den Namen Teresa an - nach der französischen Heiligen Theresia von Lisieux, nicht nach der gelehrten, bedeutenderen spanischen Theresia von Ávila - "nach der kleinen Theresia, nicht nach der großen", wie sie gern sagt.
Sie wurde der Loreto-Schule in Kalkutta zugewiesen, einer eleganten, beschützten Oase mit kolonialem Komfort, wo die Kinder der englischsprachigen indischen Elite erzogen wurden. Nachdem sie einige Jahre - erst als Geographielehrerin, dann als Leiterin der Missionsschule - zwischen den Mauern des Internats, mit seinen schattigen Gängen und kühlen Klassenzimmern, verbracht hatte, bekam die Nonne das Gefühl, sie "verrate Gott", wie sie später sagte.
Die Menschen, denen sie helfen wollte und für die sie nach Indien gekommen war, wohnten außerhalb des eisernen Tors, da, wo die junge Nonne sie während der großen Bengalischen Hungersnot von 1943 zu Dutzenden sterben sah.
1946 saß sie im Zug, der sie zu Tagen spiritueller Einkehr nach Darjeeling bringen sollte, als sie plötzlich "Gottes Ruf" vernahm: Ihre Mission sei es, "den Ärmsten unter den Armen beizustehen". Sie bat um die Erlaubnis, aus ihrem Orden auszutreten, und legte 1948 zum ersten- mal den weißen Sari mit den drei blau- en Rändern um, der inzwischen zum weltweiten Ordenskleid der "Missionarinnen der Nächstenliebe" wurde.
1950 erhielt die neue Kongregation die offizielle Anerkennung der Kirche; und 1952 bat Mutter Teresa die Stadtverwaltung von Kalkutta um die Erlaubnis, Kranke und Sterbende, die sie und ihre Mitschwestern aus der Gosse holten, im verlassenen Pilgerschlafsaal des Kali-Tempels unterbringen zu dürfen. Damit war der Samen der katholischen Mission im Herzen eines der heiligsten Hindu-Tempel gelegt, ein Zeichen für die damals in Indien noch typische religiöse Toleranz.
Seitdem konnten über 25 000 Menschen dort sterben. Mutter Teresa würde ihre Arbeit unbemerkt fortgesetzt haben, hätte eine Tageszeitung in Kalkutta nicht einen langen Artikel über die seltsame Europäerin veröffentlicht, die sich um arme Inder kümmerte. Die Neugier war geweckt, und die BBC beauftragte 1969 Malcolm Muggeridge, einen einstündigen Dokumentarfilm über sie zu drehen.
Muggeridge war ein bekannter, zynischer, atheistischer Journalist, den die Erfahrung in Kalighat mit Mutter Teresa zutiefst berührte. Sein Film "Something beautiful for God" ("Etwas Schönes für Gott") und ein späteres gleichnamiges Buch sprachen in höchsten Tönen von der Armendienerin, spielten auf ihre Heiligkeit an und beschrieben ihr erstes "Wunder": Eines Morgens habe der BBC-Kameramann Muggeridge gewarnt, das Licht reiche nicht, aus dem Film werde nichts. Muggeridge ließ dennoch drehen, und als der Film in London entwickelt wurde, erwiesen sich die Aufnahmen als einwandfrei: Die große Halle, in der die Sterbenden auf Pritschen vor grauen Wänden lagen, erschien wie in wundersames Licht getaucht.
Der Mythos war geboren. Mutter Teresa wurde zu einem Lieblingsthema der internationalen Presse, ein Besuch in ihrem Heim Pflichtprogramm für jede hochgestellte Persönlichkeit, die nach Kalkutta kam. Regierungschefs und Präsidenten überall auf der Welt empfingen sie und überschütteten sie mit Ehrenerweisungen, Auszeichnungen und Spenden. Und als sie 1979 den Friedensnobelpreis erhielt, begann die Öffentlichkeit, sie als die bewunderungswürdigste Frau der Welt zu betrachten, eine Heilige fast, respektabler noch als der Papst.
Doch die Medien zerstören gern, was sie vorher großgemacht haben. Auch Mutter Teresa blieb dieses Los nicht erspart.
Einen der ersten Angriffe führte Germaine Greer, die britische Feministin und Schriftstellerin; sie nannte die alte Nonne "Glamourgirl der Armut" und warf ihr vor, einen "Orden von Klonen" gegründet zu haben.
Aber die wahre Entmystifizierung Mutter Teresas begann 1994 mit einem Dokumentarfilm des ehemals trotzkistischen Studentenführers Tariq Ali und einem Text von Christopher Hitchens, einem brillanten britischen Schriftsteller, der bereits ein giftiges Buch gegen Königin Elizabeth und die Monarchie verfaßt hatte. Der Streifen hieß - polemisch genug - "Hell''s Angel". Der Titel des Buches war schlicht obszön: "Die Missionarsstellung: Mutter Teresa in Theorie und Praxis".
Im Gegensatz zu Muggeridge, der bei seinem Besuch in Kalighat auch Mutter Teresas Glaubenswelt akzeptiert hatte (nach seiner Erfahrung in Kalkutta konvertierte er zum Katholizismus), betrat Hitchens das "Heim für Sterbende" mit seiner "Vernunft" und ihren unerbittlichen Richtlinien gewappnet. Er betrachtete es mit der Logik eines Anwalts und der Moralität eines Buchhalters. Mit denselben Kriterien, die zur Bewertung der Leistung einer Fabrik herangezogen würden, machte er sich daran, Mutter Teresas Lebenswerk zu bemessen.
Seine Schlußfolgerungen lasen sich niederschmetternd: Mutter Teresa sei gar nicht die politisch naive alte Frau, die sie spiele, sondern eine schlaue Manipulatorin, stets bereit, andere zum eigenen Nutzen auszubeuten. Sie sei nicht die selbstlose Missionarin, nur der Sache der "Ärmsten unter den Armen" hingegeben, sondern eine gerissene Öffentlichkeitsdarstellerin, die das Elend der anderen ausschlachte, um sich selbst berühmt zu machen.
Sie habe sich außerdem nicht gescheut, mit fragwürdigen Machthabern umzugehen, mit Diktatoren und Gaunern wie Duvalier in Haiti, Ceausescu in Rumänien und dem britischen Pressezar Robert Maxwell. Hitchens beschuldigte sie, Blumen am Grab des albanischen KP-Führers Enver Hodscha niedergelegt zu haben, der sein Land in die völlige Isolation geführt und es zum Armenhaus Europas gemacht hatte. Und er warf ihr vor, dem bekannten amerikanischen Sparkassenbetrüger Charles Keating ein "personifiziertes Kruzifix" geschenkt zu haben.
Gewiß, all dieses stimmte. Es stimmt aber auch, daß Mutter Teresa jedesmal entweder Spenden oder eine Arbeitsgenehmigung für ihre Missionarinnen der Nächstenliebe erhielt. Keating gab dem Orden 1,25 Millionen Dollar. Als er 1992 zu zehn Jahren Gefängnis wegen Betrugs an Tausenden amerikanischer Kleininvestoren verurteilt wurde, richtete Mutter Teresa ein Gesuch um Milde an die Richter. Der Staatsanwalt verlangte daraufhin das gespendete Geld von ihr zurück. Eine Antwort hat er niemals bekommen, sie hatte das Geld auch nicht mehr.
Was ist damit geschehen?
"Wir haben es verwendet, und glauben Sie mir, wir haben es gut verwendet", sagt schmunzelnd Schwester Priscilla Lewis, die wahrscheinlich Mutter Teresas Nachfolgerin an der Spitze der Kongregation wird, wenn die Gründerin stirbt.
Hitchens beendet sein Pamphlet gegen Mutter Teresa damit, daß er sie "eine religiöse Fundamentalistin, eine Demagogin, eine Obskurantin und eine Dienerin weltlicher Macht" nennt. Und das Wunder, das Muggeridge beobachtet haben wollte, entlarvt er nebenbei als Lüge: 25 Jahre später habe er den BBC-Kameramann ausfindig gemacht und von ihm erfahren, das Licht sei nur einem neuartigen Material zu verdanken gewesen.
Dennoch geschehen täglich Wunder in Kalighat - für den, der entschlossen ist, sie zu sehen. Jeden Morgen um sieben versammeln sich 20 bis 30 Freiwillige aus aller Welt in der Halle des "Heims für Sterbende", um als Freiwillige den Schwestern bei ihrer Arbeit zu helfen. Viele davon sind Studenten, die, statt ihre Ferien an den Stränden von Goa zu verbringen oder im Himalaja zu wandern, lieber für Mutter Teresa schuften.
Da arbeiten eine Gruppe junger Spanier, eine Frau aus der Modewelt von New York, die deutsche Gattin eines Nato-Offiziers und ein italienisches Paar auf der Hochzeitsreise. Die Fremden schrubben die Böden, wechseln die Bettwäsche, baden und massieren die Kranken. Der Gestank der Exkremente ist unerträglich, aber sie lachen nur.
"Dies ist der schönste Ort in Indien", sagt Andi, 35, ein Bankangestellter aus München, der erst für zwei Wochen, dann für zwei Monate, dann für zwei Jahre in Kalkutta gearbeitet hatte und jetzt wieder für längere Zeit als Pfleger im Heim ist.
Folgen diese Freiwilligen einer Mode? Werden sie später auf Cocktailpartys in Europa damit prahlen, ihre Ferien bei Mutter Teresa verbracht zu haben?
Offensichtlich kommen manche Freiwillige nach Kalkutta, um sich selbst zu finden, manche lassen kaputte Ehen und Enttäuschungen hinter sich, andere helfen den Armen und versuchen in Wirklichkeit, sich selbst zu helfen. Doch was kümmert das den Menschen, der sterbend in einem Straßengraben von Kalkutta aufgesammelt wurde, der jetzt gewaschen, ernährt und gestreichelt wird?
Nicht alle Helfer sind gläubige Christen. Ein französischer Universitätsstudent sagt, er sei hier, weil im Westen Handarbeit allen Sinn verloren habe, während er bei Mutter Teresa umgehend das Ergebnis der eigenen Mühe zu sehen bekomme: im Lächeln eines anderen menschlichen Wesens. Liegt darin das Wunder, das Mutter Teresa wirkt?
In einer Welt, in der Ego, Geld und materielle Werte alles beherrschen, stützt sie sich auf eine unerschütterliche moralische Ordnung. Der Anreiz der Arbeit ist der Dank des Nächsten. Mutter Teresa leitet eine multinationale Organisation, in der jedermann unentgeltlich arbeitet und der Hauptteil der benötigten Mittel aus Spenden stammt.
1948, als sie das Loreto-Kloster verließ, um ihre eigene Mission zu beginnen, hatte sie fünf Rupien in der Tasche und eine ehemalige Schülerin im Gefolge. Heute gebietet Mutter Teresa über 3630 Schwestern aus 35 Nationen, ihre Kongregation besitzt 579 Heime in 122 Ländern. Seit 1963 steht den Nonnen auch ein Männer-Orden mit 400 Mitgliedern zur Seite.
Das Management dieser verzweigten Arbeit, mit der Bilanzsumme eines Unternehmens, gemahnt in sich selbst an ein Wunder. Alles wird von einem kleinen, dunklen Büro aus im ersten Stock des Mutterhauses an der ehemaligen Lower Circular Road 54a in Kalkutta geleitet. Es gibt keine Computer, keine großen Aktenschränke, nur drei alte Schreibmaschinen. Das Büro hat ein einziges Telefon, das Mutter Teresa meistens selbst bedient.
"Liebe ist wichtiger als Maschinen", sagen die Schwestern. Das ist das Prinzip, nach dem Mutter Teresas System funktioniert.
"Als ich ankam, wollte ich alles umkrempeln", berichtet die deutsche Offiziersfrau. "Ich wollte die Verteilung der Medikamente rationalisieren, ich wollte die Patienten zu Labortests schicken. Schließlich verstand ich, angesichts des Lächelns der Menschen, daß dies ein Ort ist, an dem sie nur sauber und heiter sterben möchten."
Wer Mutter Teresa begegnet, spürt sofort, daß diese Frau etwas Besonderes, fast Erschreckendes an sich hat. Sie gehört einer anderen Welt an. Ihre Sprache stammt aus einer anderen Zeit; sie spricht über Gott und Glauben statt über Fortschritt und Entwicklung. Wenn sie sich in Kalkutta aufhält, tritt sie jeden Tag um fünf Uhr nachmittags aus ihrem Zimmer und verteilt, was sie ihre "Visitenkarten" nennt - kleine Papiere, auf denen die Worte stehen: "Die Frucht des Schweigens ist das Gebet; die Frucht des Gebets ist der Glaube; die Frucht des Glaubens ist die Liebe."
Stets wartet eine kleine Schar Neugieriger und Bewunderer auf sie: Touristen, die sie nur fotografieren wollen; Fromme, die gesegnet werden möchten; andere, die in ihre großen, starken, leicht verkrüppelten Hände einen Umschlag mit ein paar tausend Rupien oder einen Scheck über Tausende von Dollar gleiten lassen.
Wie beim Dalai Lama liegt auch bei ihr die Größe in der Schlichtheit. Sie erzählt oft die gleichen Geschichten, doch wie Parabeln besitzen diese einen harten Wahrheitskern, der die Menschen fasziniert. In einer Welt, die immer unübersichtlicher wird, führt sie wieder Disziplin und Rechtgläubigkeit ein. Ihr Orden wird stramm regiert, Mutter Teresas Wort ist Diktat.
An ihrer Überzeugung hat sie wohl niemals gezweifelt. "Wenn du dein Leben Ihm anvertraust, wie kannst du später Zweifel haben? Was wir tun, ist nicht unser Werk, es ist Seins", sagt sie und wendet den Blick zum Himmel.
Zur Zeit der sexuellen Revolution sprach sie von Liebe und dem Wert der Jungfräulichkeit. Heute, da die Anhäufung von Besitz oft einzige Lebensmaxime ist, spricht sie über "die Heiligkeit der Armut" und läßt ihre Missionarinnen nach diesem Prinzip leben. Die einzigen weltlichen Besitztümer einer Schwester sind drei Saris, ein Kruzifix, ein Rosenkranz und eine Tasche. Ihre Heime haben keine Radios, keine Fernsehgeräte, keine Klimaanlagen, nicht einmal Ventilatoren. Die Schwestern schlafen auf einfachen Pritschen, ähnlich denen im "Heim für Sterbende" in Kalighat. Sämtliche Wäsche wird mit der Hand gewaschen.
Anfangs aßen die Schwestern die Reste der Mahlzeiten, welche die Armen zu sich nahmen; erst als sie daraufhin erkrankten, wurde dieser Brauch unterbunden.
Missionarin der Nächstenliebe zu werden ist nicht einfach. Bis zu acht Jahre Studium, Meditation und Arbeit müssen vergehen, bevor das Gelübde ("Armut, Keuschheit, Gehorsam sowie freier Dienst aus ganzem Herzen an den Ärmsten der Armen") abgelegt werden darf. Erst dann ist es einer Schwester erlaubt, den einfachen weißen Baumwollsari mit den drei blauen Streifen zu tragen.
Im Laufe der letzten 46 Jahre haben einige Schwestern den Orden verlassen (zwei unter scharfer Kritik der Methoden, mit denen Mutter Teresa Kranke behandelt), aber über 3000 sind geblieben, von ihrer Mission und deren Bedeutung durchdrungen.
"Nächstenliebe ist der Schlüssel zum Himmel", heißt es auf einem Plakat in Shishu Bhavan, dem Waisenheim. Im Mutterhaus steht vor der Kapelle, wo die Schwestern, die Novizen und die Freiwilligen sich zweimal täglich zum Gebet einfinden: "Unsere Gemeinde ist im Himmel". Darunter eine Liste der Missionarinnen der Nächstenliebe, die in irgendeiner Ecke der Welt ihr Leben verloren haben. Es sind bereits 39.
Mutter Teresa selbst ist sicher, bald in den Himmel zu kommen. Kurz bevor sie im August schwer erkrankte, erinnerte jemand sie an einen Traum, den sie einmal erzählt hatte: Mutter Teresa kommt vor den heiligen Petrus. Er steht an der Himmelspforte und sagt: "Geh! Es gibt im Himmel keine Slums!" Mutter Teresa antwortet zornig: "Dann werde ich den Himmel so lange mit Slumbewohnern füllen, bis ich selbst das Recht auf Eintritt bekomme."
Ja, sie hat ein besonderes Verhältnis zum Himmel, doch Mutter Teresa vergißt nicht, mit ihren Füßen auf der Erde zu stehen. Bei der Eröffnung des Heims für Aidspatienten in Guwahati, im Bundesstaat Assam, befahl sie den Schwestern, einen Zaun um den Fischteich zu ziehen. Denn "die Kranken können sehr niedergeschlagen sein und an Selbstmord denken". Wer in den Himmel will, darf sich nicht beeilen.
Wie Gandhi - mit dem sie oft verglichen wird, besonders von Indern - kennt sie die Wichtigkeit der Symbolik. Als sie 1979 nach Oslo fuhr, um den Friedensnobelpreis in Empfang zu nehmen, trug sie über ihrem Sari einen löchrigen alten Pullover. Statt am offiziellen Bankett teilzunehmen, bat sie um das Geld, das die Ausrichtung kosten würde, und organisierte damit ein riesiges Weihnachtsfest für 2000 Menschen. Die Geste rief soviel Wohlwollen hervor, daß sie danach weitere 50 000 Dollar an spontanen Spenden kassierte.
Nach ihrem Besuch beim US-Präsidenten im Weißen Haus erzählte sie: "Ich träumte von der Anzahl armer Leute, die ich in all jenen leeren Hallen unterbringen könnte."
Sie hat sich nie eingebildet, das Problem der Armut mit ihrem Pflegedienst lösen zu können. "Was wir tun, ist wie ein Tropfen im Ozean, aber ohne diesen Tropfen wäre der Ozean leerer", sagt sie. "Gott hat uns geschaffen, und wir haben die Armut geschaffen. Das Problem wird verschwinden, sobald wir unsere Habgier aufgeben."
Wie Mahatma Gandhi glaubt auch Mutter Teresa nicht, daß die Menschheit ihre Mühsal mit einer sozialen, politischen oder gar wissenschaftlichen Revolution lösen könne, sondern allein mit geistiger Umkehr - daher ihr fast besessenes Beharren auf Gebeten und einer unablässigen Beziehung zu Gott.
Nicht zufällig ist der Mittelpunkt ihrer Arbeit Indien, wo "der göttliche Atem noch unter den Menschen weilt", wie der in Kalkutta geborene Philosoph Sri Aurobindo sagte. Wenn Gott im Westen tot ist, so gibt es ihn für die Menschen in Indien noch überall, und er spielt unter den verschiedensten Namen eine wichtige Rolle in ihrem Leben. Die Missionarinnen der Nächstenliebe sind ein indischer Orden, und Mutter Teresa bestand darauf, daß ihre Uniform ein indischer Sari sein müsse.
Mutter Teresa hat ihre Wurzeln in dieser glaubensdurchtränkten Welt. Viele ihrer Kritiker, besonders im Westen, die das nicht verstehen, verstehen sie deshalb falsch. Rationalisten wie Christopher Hitchens betreten das hochreligiöse Universum Indiens und Mutter Teresas mit der Absicht, es nach wissenschaftlichen Maßstäben zu durchforschen. Sie meinen, Glauben mit Vernunft messen zu können, wollen wissen, was aus den Spendengeldern geworden ist, wollen ihre Buchführung überprüfen, und wenn sie merken, daß Mutter Teresa ihre Finanzen gar nicht richtig verwaltet, sind sie entsetzt: "Heilige, so scheint es, werden heute nicht nach ihrer Buchführung geprüft", schrieb Hitchens in der Washington Post.
Wie richtig. Die Inder haben eine vollkommen andere Einstellung dazu. "Mutter Teresa dient der Gesellschaft, und sie tut es besser als wir", sagt Swami Biswatmanandav, Generalsekretär der Bharat Sevashram Sangha, einer der größten humanitären Hindu-Organisationen mit Kliniken, Leprahäusern und Lebensmittelverteilungszentren in ganz Indien.
Ein paar Meter entfernt von dem Heim für die Sterbenden hat in Kalighat eine alte zerknitterte Frau ein Heim eigener Art eröffnet: für sterbende Hunde. Sie ißt und schläft mit Dutzenden von ihnen, unter den Augen furchterregender Statuen, die von den Wänden herunterstarren. "Gott ist einzig, aber er hat viele Namen", sagt Magala Ma. "Mutter Teresa ist eine Dienerin Gottes."
Einige bengalische Intellektuelle sehen in dieser Ausländerin, die sich um Einheimische kümmert, ein Überbleibsel der kolonialen Vergangenheit und ein Zeichen fortdauernder Abhängigkeit vom Westen. Andere stört es, daß Mutter Teresa zum Symbol von Kalkuttas Elend und Hilflosigkeit geworden ist. Der Publizist Swapan Dasgupta nennt sie im Indian Express "die einzige Touristenattraktion, die Kalkutta noch hat".
Niemand bezweifelt jedoch den Wert ihrer Arbeit. "Sie mag Kalkuttas Armut zum Zweck ihrer eigenen Erlösung benutzt haben, dabei hat sie aber einer Menge Menschen geholfen", sagt Samir Lal, stellvertretender Chefredakteur der lokalen Tageszeitung The Telegraph.
Auch die Kommunisten, die Westbengalen mit der Hauptstadt Kalkutta seit 1977 regieren, haben ihre Anwesenheit vorbehaltlos akzeptiert. "Ihre Arbeit wird die Gesellschaft nicht verändern, aber wir würdigen, was sie tut", sagt Anis Biswas, Leiter des Parteiorgans Ganashakti. Die Kommunisten haben schließlich auch noch keine Lösung für die Probleme Kalkuttas gefunden - eine Stadt, die Rajiv Gandhi einmal als "sterbend" beschrieb.
Ins städtische Leichenhaus kommen alle Toten, die unter verdächtigen Umständen gestorben sind, die obduziert oder identifiziert werden müssen. Ein schrecklicherer Ort läßt sich schwer vorstellen. Hunderte von Glasgefäßen, gefüllt mit menschlichen Organen, stehen auf dem Boden herum, während Berge von Leichen in den Korridoren von Ratten und Krähen angenagt werden, die durch kaputte Fenster und Türen hereinschlüpfen. Einmal im Monat kommt ein Lastwagen vorbei, sammelt die Namenlosen auf und fährt sie auf den Müllberg von Dhapa.
Für Millionen Obdachlose, die auf den Straßen Kalkuttas leben, ist die Vorstellung, in Mutter Teresas Heim in Kalighat einen würdigen Tod zu finden und eine Bestattung nach den eigenen Riten zu bekommen, zweifellos viel tröstlicher als der Gedanke, der Stadtverwaltung ausgeliefert zu sein."Von allen verjagt, von niemandem geliebt zu werden ist schlimmer, als hungrig und nackt zu gehen", sagte Mutter Teresa bei der Eröffnung ihres Heims für Aidskranke in Guwahati. "Wir sind hier, um diese Liebe zu liefern."
Daß sie immer wieder die Liebe höher bewertet als Medikamente, hat Mutter Teresa und ihre Anstalten zur Zielschei- be vieler westlicher Angriffe gemacht. "Wenn sie Kranke zu sich nimmt, dann muß sie sie auch medizinisch versorgen", sagt Dr. Jack Preger, ein britischer Arzt, der seit 1979 mit seiner Organisation "Calcutta Rescue" in Indien arbeitet. "Was Mutter Teresa tut, ist einfach irrsinnig. Sie legt Tuberkulose-Patienten mit anderen zusammen, sie versorgt die Sterbenden nicht ausreichend mit Schmerzmitteln, in vielen Fällen schickt sie die Menschen nicht zu ärztlicher Untersuchung."
Mutter Teresas Antwort auf solche Vorhaltungen ist einfach: "Wir sind keine Krankenschwestern, wir sind keine Sozialarbeiter, wir sind Nonnen."
Kalkutta ist eine Stadt mit schätzungsweise zwölf Millionen Einwohnern. Vier Millionen davon leben in Slums, zwei Millionen schlafen, essen, vermehren sich und sterben in der Gosse. Hunderttausende betteln, und es gibt eine Vielzahl privater Organisationen, die Essen, Unterkunft und ärztliche Hilfe für die Armen bereithalten. Der Unterschied zu Mutter Teresas Missionarinnen der Nächstenliebe liegt in der Auffassung, welche die Nonnen von der eigenen Arbeit haben: Sie sehen sie wie eine geistliche Übung.
"Ein echtes Opfer muß kosten, muß schmerzen, muß uns unser eigenes Ich vergessen machen", lautet ein Satz Mutter Teresas, der gerahmt in Prem Dan hängt, dem zweiten Heim für Sterbende in Kalkutta.
Eine der Anekdoten, die über sie erzählt werden, beleuchtet diese Einstellung: Eines Tages sah Mutter Teresa, wie eine Novizin gegen den Ekel ankämpfte, der sie überkam, als sie die eiternde Wunde eines Mannes säuberte. "Vergiß nicht: Du säuberst die Wunde unseres Herrn Jesus", sagte sie der jungen Frau.
Dieser selbstlose Dienst an den Ärmsten unter den Armen ist es, der so viele dazu bewegt hat, Mutter Teresa zu folgen. Die Bewunderung ihrer Selbstlosigkeit hat auch die Spender beflügelt. Wieviel Geld sie in der ganzen Zeit eingenommen hat, ist nicht zu klären. Vor ein paar Jahren stellte sich heraus, daß die Angestellten der Post in der Nähe des Mutterhauses regelmäßig Briefe an sie öffneten und die beiligenden Spenden entnahmen. In drei Jahren hatten sie über eine Million Dollar entwendet. Die Schecks wurden in Singapur und Dhaka eingelöst und waren mit Mutter Teresas gefälschter Unterschrift versehen.
Bis auf den heutigen Tag bleibt die Höhe der Spenden an die Missionarinnen der Nächstenliebe ein Geheimnis. Schätzungsweise sind es 30 bis 50 Millionen Dollar im Jahr. "Mit all dem Geld, das sie über die Jahre gesammelt hat, sollte sie Kalkutta das schönste, am besten ausgerüstete Krankenhaus der Dritten Welt geschenkt haben", empört sich Hitchens.
"Hätten wir Krankenhäuser gebaut, wären wir von unserer Mission abgekommen, hätten uns schließlich um die Reichen gekümmert und Abstand genommen von den Armen", erwidert Schwester Dolores, die heute das Heim für Sterbende in Kalighat leitet.
Mutter Teresas Ruhm hat ihr einen Sonderstatus in Indien verschafft, wo sie, erst recht nach dem Nobelpreis (dem dritten für einen indischen Staatsbürger), unangreifbar geworden ist. Die Regierung hat ihr einen Diplomatenpaß ausgestellt, die Fluggesellschaften geben ihr freie Tickets, wohin auch immer sie reisen möchte.
Keine indische Behörde würde es wagen, das Geschäftsgebaren ihres Ordens in Frage zu stellen. Land und Gebäude werden ihr generös zur Verfügung gestellt, während die Bürokratie andere private humanitäre Organisationen nach Kräften behindert. Große Geldsummen fließen über die Grenzen, ohne daß die Devisenkontrollbehörde hinschaut.
"Offensichtlich gibt es Heilige der ersten und Heilige der dritten Klasse", sagt Dr. Preger, der britische Arzt, der Tuberkulose bekämpft, Leprakranke versorgt und Müttern und Kindern in Kalkuttas ärmstem Viertel Cossipore geholfen hat - alles ohne die geringste Unterstützung der Behörden. Er hat immer noch keine Aufenthaltserlaubnis, keine endgültige Genehmigung, Geld für seine Straßenkliniken einzuführen, er kann nicht einmal mit dem Schutz der Polizei vor Ganoven rechnen, die kürzlich eine seiner rudimentären Bambuskonstruktionen am Ufer des Hugli zerstörten. Er hatte sich geweigert, dem lokalen Boß Schutzgeld zu zahlen.
Preger, der seine Arbeit als Arzt für Mutter Teresa begonnen hat, gehört heute zu ihren schärfsten Kritikern. Aber auch er gibt zu: "Ohne Mutter Teresa und ihre Nonnen gäbe es in Kalkutta sehr viel mehr schreckliches Leiden."
Wissenschaftler haben ihren eigenen Grund, Mutter Teresas Arbeit kritisch gegenüberzustehen. "Sie ist ein wunderbarer Mensch, aber aus indischer Sicht ist sie nutzlos", sagt Dr. Dipankar Chakraborti von der Jadavpur Universität. Chakraborti ist Experte für ein Problem, das zu einer der neuen Plagen Kalkuttas geworden ist: Arsenkeratosen, eine Hautkrankheit, die häufig mit Hautkrebs einhergeht, verursacht durch vergiftetes Grundwasser.
Chakraborti schätzt, daß das verseuchte Gebiet um die 40 000 Quadratkilometer umfaßt und zwei Millionen Menschen dem Gift ausgesetzt sind; bei 200 000 manifestieren sich die Anzeichen der Krankheit, die von den Behörden bisher weitgehend ignoriert wird.
"Dies ist der Preis, den wir für den Bevölkerungszuwachs zahlen", sagt er. "Entweder wir fangen an, die Geburtenrate drastisch zu senken, oder dieses gesamte Gebiet wird im Jahr 2025 eine Wüste sein. Deshalb ist Mutter Teresas Stellungnahme zur Abtreibung so absurd."
Sie dagegen denkt anders. Ihr liegt nur an einem einfachen Prinzip: Leben, jegliche Form menschlichen Lebens, ist heilig. Ihr Shishu-Bhavan-Waisenhaus mit seinen gesunden wie verunstalteten Kindern ist das Symbol ihrer Verteidigung des Lebens selbst in seiner elendigsten Form.
Unter den etwa 400 Kindern, die jetzt in der Obhut der Nonnen leben, befinden sich viele, die wegen schrecklicher Deformierungen ausgesetzt wurden. "Dieses kann man operieren und adoptieren lassen", sagt Oberschwester Prasanna und nimmt ein kleines Mädchen auf den Arm, dem ein Geschwür aus dem Rücken wuchert. Kinder, die niemand adoptieren möchte, werden in ein Sonderheim außerhalb Kalkuttas gebracht, das die Missionsbrüder führen.
Eines der Schilder über diesem Waisenhaus faßt zusammen, was Mutter Teresa und ihre Schwestern als ihre Mission betrachten: "Laßt uns etwas Schönes für Gott tun."
Wird die Ausstrahlung erlöschen, wenn Mutter Teresa nicht mehr an der Spitze ihrer Missionarinnen steht? Wird ihre Botschaft, wie die Gandhis, unter frommer Rhetorik beerdigt werden und nach ihrem Tod verhallen?
Solche Fragen stellt sich das Gefolge der Mutter oft. Doch vielleicht gibt es ja keinen Grund zur Sorge. Was zählt, ist schließlich allein der Glaube.
* Bei der Eröffnung eines Heims für Aidspatienten.
Von Tiziano Terzani

DER SPIEGEL 47/1996
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