04.03.2013

GESTORBENGerhard Frey

Gerhard Frey, 80. Jahrzehntelang befriedigten die publizistischen Produkte aus dem Verlagshaus des rechtsextremen Millionärs - vor allem die "National-Zeitung" - das Informationsbedürfnis konservativer Kleinbürger, greiser Weltkriegskämpfer und unbeirrbarer NS-Nostalgiker. Gern wurde in Freys Blättern etwa gegen die vermeintliche "Kriegsschuld-Lüge" polemisiert oder Israel als "Verbrecherstaat" bezeichnet. Ins Verlagsgeschäft war der im oberpfälzischen Cham geborene Jurist Ende der fünfziger Jahre eingestiegen und hatte nach und nach ein großes rechtes Medienkonglomerat in Deutschland aufgebaut. 1987 erweiterte er sein Geschäftsfeld um eine eigene Partei ("Deutsche Volksunion"), die dank üppiger Finanzspritzen punktuelle Wahlerfolge erzielen konnte, bald jedoch an Bedeutung verlor und mit dem Konkurrenten NPD verschmolz. Gerhard Frey starb am 19. Februar in Gräfelfing bei München.

DER SPIEGEL 10/2013
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