30.03.2013

ASYLEndstation Görli

Der Görlitzer Park in Berlin ist Zufluchtsort für Hunderte afrikanische Flüchtlinge - und ihr Platz zum Geldverdienen. Sie verkaufen dort Drogen. Das restriktive Asylrecht der Europäischen Union macht sie in der Hauptstadt zu Illegalen.
Wo ist Lamin? Die Männer im Görlitzer Park zucken die Schultern. Er war seit Tagen nicht mehr hier. Er antwortet nicht auf Anrufe. Vielleicht ist er zurück in Italien, sagt Joseph, der Älteste in der Gruppe. Oder im Knast. Oder tot. Joseph knetet das Marihuana im Plastiksäckchen. "Tut mir leid, Bruder. Hier verschwinden jede Woche Menschen."
Wolkenfetzen verhängen den Himmel über Berlin. Ein kalter Wind weht. Seit sieben Uhr morgens steht Joseph am Rand des Wegs durch den Park. Er hat die Hände in den Taschen vergraben, es ist früher Abend. Drei Fußgänger nähern sich, sie unterhalten sich. Vielleicht sind es die letzten, die heute an Joseph vorbeikommen. Er pfeift. "Braucht ihr Gras?", fragt er. Die drei verstummen, senken den Blick, laufen weiter.
Kaum einer ist heute stehen geblieben. Gestern auch nicht. Und trotzdem wird Joseph, ein Ingenieur aus dem Senegal, morgen wiederkommen, um im Görlitzer Park Drogen zu verkaufen. Genau wie der Lehrer, der Schreiner und der Anwalt, die ein paar Meter weiter gerade die Marihuana-Päckchen sortieren.
Manche der Männer tauchen plötzlich nicht mehr auf, neue kommen hinzu. Täglich pendeln sie von einer Couch bei Bekannten oder einer Pritsche im Asylbewerberheim in die Grünanlage im Stadtteil Kreuzberg. Zuvor haben sie die halbe Welt durchquert, in Flugzeugen, in Zügen, auf Booten und den Ladeflächen von Lastwagen. Sie sind aus afrikanischen Ländern geflohen, weil sie dort wegen ihrer politischen Aktivität, ihres Glaubens, ihrer Sexualität verfolgt wurden, weil Dürren oder andere Naturkatastrophen sie dazu zwangen - oder ganz einfach weil das Leben woanders besser schien. Viele haben eine Ausbildung oder sogar studiert. Vom Görlitzer Park hatten sie noch nie etwas gehört.
Für die Berliner Boulevardzeitungen ist der Park ein Schandfleck, weil die Polizei nicht genug gegen den offenen Drogenhandel tue.
Für Lamin(*) ist es der Ort, an dem seine Träume von einem besseren Leben in
Europa endeten. Lamin ist 29 Jahre alt, er trägt die Haare kurz geschoren, er kommt aus Gambia, Westafrika. Lamin erzählt Geschichten von politischer Verfolgung, einer abenteuerlichen Flucht, vom Flüchtlingselend in Italien, das ihn nach Berlin trieb. Er erzählt Geschichten, wie sie Dutzende andere afrikanische Flüchtlinge im Park auch erzählen. Ob sie stimmen oder ob die Männer sie für die Asylbehörden zurechtgebogen haben oder schlicht erfunden, lässt sich nur schwer überprüfen.
Ihre Geschichten beginnen Tausende Kilometer entfernt, unabhängige Informationsquellen von dort gibt es kaum. Es gibt wenig mehr als Lamin und die Nachmittage und Abende, an denen er über Wochen seine Geschichte erzählt hat.
Im Juli 2012 steigt Lamin am Berliner Hauptbahnhof aus dem Zug, bei sich hat er nichts außer seinem Pass und einigen hundert Euro.
Es ist ein schwüler Sommertag, in der Spree baden Menschen. Lamin stolpert durch die Straßen. Er sei damals wie benommen gewesen von der Größe der Stadt, dem Reichtum, erzählt er. In dem Dorf in Gambia, wo er als Mathematiklehrer gearbeitet habe, gebe es keine befestigten Straßen, und auch in Banjul, der Hauptstadt, lebt die Mehrheit der Menschen in Armut.
Fast ein Jahr lang war Lamin auf der Flucht von Gambia nach Europa, zwei weitere Jahre hauste er als Flüchtling in Italien. Dort bekam er eine vorübergehende Aufenthaltsgenehmigung, aber in der Wirtschaftskrise keinen Job und keine Wohnung. Mehrmals griffen Rechtsradikale afrikanische Obdachlose an.
In Deutschland, so hieß es in Italien, sei alles besser: und Berlin die Stadt der Hoffnung. Gerüchte funktionieren immer, wenn ohnehin nichts gewiss ist, wenn man verzweifelt ist. Die Ausländerbehörde in Italien hatte ihm ein Papier gegeben, das ihn über seine Möglichkeiten innerhalb der EU aufklärte. Eine Art Broschüre, in der stand, dass er das Land nicht länger als drei Monate verlassen dürfe. Doch er wollte nicht hinnehmen, nicht glauben, dass sein Status, den er in Italien genoss, in Deutschland nicht anerkannt werden würde; dass er nicht arbeiten, sich aber auch nicht erneut um Asyl bewerben können würde.
2003 verständigten sich die europäischen Innenminister in Dublin auf einheitliche Asylkriterien. Dublin II heißt dieses Abkommen. Es bedeutet: Jeder Flüchtling, der Europa erreicht, darf sich nur in dem Land um Asyl bewerben, das er als erstes betritt. Seitdem wurden die Kontrollen innerhalb der EU verschärft, seither kann kaum ein Flüchtling die EU-Außengrenzen noch unbemerkt überwinden.
Denn seit 2005 bewachen Mitarbeiter der europäischen Behörde Frontex diese Außengrenzen. Sie hüten die Festung Europa, indem sie dabei helfen, die Menschen abzufangen, einzusperren und zu registrieren. Die Fingerabdrücke der Flüchtlinge werden in die Datenbank "Eurodac" eingespeist. Sie sind auf Computerservern in Straßburg gespeichert und für die europäischen Behörden abrufbar. Ein Flüchtling darf das Land, in dem er in Europa angekommen ist, nicht auf Dauer verlassen. Tut er es trotzdem, muss er untertauchen.
Diese Regel nützt Deutschland, weil es von EU-Ländern umgeben ist. Für Staaten mit einer EU-Außengrenze gilt: Wer sie nicht dichtkriegt, muss die Konsequenzen tragen und die Flüchtlinge aufnehmen. Jene, die wie Lamin illegal aus Afrika kommen, gelangen meist über das Mittelmeer nach Europa.
Als Lamin im vergangenen Sommer in Deutschland landet, hat er die Telefonnummer von einem Großonkel in Berlin in der Tasche, der mit einer Deutschen verheiratet ist. Er ruft den Onkel an. Vielleicht hat der eine eigene Wohnung, ein Gästezimmer? Vielleicht kann der ihm einen Job besorgen? Doch der entfernte Verwandte ist kurz angebunden, seine Frau und er haben sich getrennt; eine Couch zum Übernachten könne er ihm immerhin anbieten. In der ersten Nacht bei seinem Großonkel liegt Lamin wach, er sehnt sich nach seinen drei Brüdern in Gambia.
Der Verwandte gibt ihm ein Monatsticket für die Berliner Verkehrsbetriebe. Die ersten Tage verbringt Lamin damit, quer durch Berlin zu fahren, irgendwo auszusteigen und herumzulaufen. Anders als in Italien feinden ihn die Menschen hier nicht öffentlich an, sie ignorieren ihn. Im Wedding fällt ihm ein Laden für westafrikanische Lebensmittel auf. Hinter der Theke befindet sich ein Raum mit Computern, Männer sitzen davor und schreiben E-Mails.
Lamin hört, dass sie eine westafrikanische Sprache sprechen. Sie schauen auf. Lamin sagt, er sei aus Italien geflohen, gerade erst in Deutschland angekommen. Er fragt, ob sie wüssten, wo er Arbeit finden und schlafen könne. Einer der drei stammt aus Gambia. Er heißt Mustafa und lädt Lamin zu sich nach Hause ein.
Ein paar Wochen später steht Lamin in der Küche einer Berliner Pizzeria. Den Job hat ihm ein Freund des Großonkels vermittelt. Lamin spült Teller. Der Gastraum vorn ist voll mit jungen Menschen, die den Traum eines grenzenlosen Europas leben, sie sprechen französisch, italienisch, deutsch und englisch, spanisch und schwedisch.
Lamin arbeitet und hofft, dass er einen Lohn bekommt. Anfangs haben sie ihm vier Euro pro Stunde gegeben, dann wurde es weniger, an einigen Abenden bekommt er gar nichts. Er weiß jetzt, dass wohl alles stimmt, was er in der Broschüre des Ausländeramts in Italien gelesen hat. Dass er sich nirgends beschweren kann, wenn er keinen Lohn bekommt, dass er keinen Sprachkurs belegen, dass er außerhalb Italiens überhaupt nichts machen darf. Dass er in Deutschland keine Rechte hat, dass er illegal ist.
Ein paar Wochen lang hält Lamin durch, dann schaut er sich zum ersten Mal im Görlitzer Park um. Mustafa, sein Landsmann aus dem Café, hatte ihm das schon am Anfang empfohlen. Lamin wollte eigentlich nicht, er ist Muslim, er trinkt nicht, raucht nicht, Drogen hält er für eine Sünde.
Der Görlitzer Park ist 14 Hektar groß. Junge Leute aus Brooklyn sitzen hier im Sommer auf ungepflegten Wiesen und erzählen sich von der letzten Clubnacht im Berghain, Alt-Punks spielen Boccia, kleine Kinder sammeln Bierflaschen, und Touristen versuchen, nicht in Hundehaufen zu treten. Der "Görli" sei ein Mikrokosmos von Berlin, erzählen ihnen die Stadtführer bei "subversiven" Kreuzberg-Touren. Die Schwarzen, die sich an den Wegesrändern verteilt haben und "Hey Mister, you smoke?" fragen, machen die Stadtführungen für Touristen noch ein bisschen abenteuerlicher.
Mustafa stellt Lamin den anderen Männern vor, zwei von ihnen hat Lamin schon bei Mustafa zu Hause getroffen. Sie erklären Lamin die Regeln des Geschäfts im Görlitzer Park. Einsteiger wie Lamin beginnen als "Guards". Sie warnen die Dealer vor Polizisten. Wer sich als Wächter bewährt, steigt auf und wird Verkäufer.
Lamin hält an der U-Bahnstation Görlitzer Bahnhof Wache. Züge rattern über das Gleis und spucken alle paar Minuten Passagiere aus. Wenn Lamin Beamte in blauer Uniform bemerkt, springt er aufs Fahrrad und informiert die Dealer. Guard zu sein mit Aussicht auf Bezahlung ist besser, als unbezahlt Geschirr zu spülen.
Nach einem Monat am Görlitzer Bahnhof hat Lamin sich für den Job als Verkäufer qualifiziert. Jeden Morgen vor Sonnenaufgang bekommt er kleine Plastikpäckchen mit Marihuana von einem Zwischenhändler, von dem er nur den Namen und die Telefonnummer kennt. Die Leute, die Drogen in großen Mengen bewegen und den eigentlichen Gewinn aus dem Handel im Görlitzer Park ziehen, lassen sich dort nicht blicken.
Dealer wie Lamin bezahlen für fünf Gramm Marihuana 25 Euro. Und dann verkaufen sie die Päckchen zum doppelten Preis. Sie wechseln sich beim Handel ab. Ein Mann spricht Passanten an, die anderen halten das Gras versteckt. Ihre Kunden sind Bewohner aus dem Kiez, Unternehmer, Touristen, Studenten.
Lamin sagt, in Gambia habe er sich in einer Menschenrechtsorganisation engagiert. Als die Sicherheitsbehörden erfahren hätten, dass er in einem Seminar die Politik des Präsidenten kritisiert habe, seien Polizisten im Büro der NGO aufgetaucht. Der Diktator Yahya Jammeh regiert Gambia seit fast 20 Jahren, es gibt keine freie Presse, Oppositionelle werden verfolgt. "Wer sich gegen den Präsidenten ausspricht, wird verhaftet, gefoltert, ermordet", sagt Lamin.
Er floh durch die Sahara nach Libyen. Das erste Boot, mit dem er sich von dort auf das Mittelmeer wagte, schlug leck. Als Lamin beim zweiten Anlauf Italien erreichte, war er entkräftet und einsam. Er kam in einem Flüchtlingslager in Kalabrien unter. Gemeinsam mit Hunderten Menschen lebte er auf engstem Raum. Es stank nach Kot und Urin.
In Italien sollte Lamin Einzelheiten aus dem Büro der NGO berichten, um zu beweisen, dass seine Geschichte stimmt. Die italienischen Behörden lehnten seinen Antrag auf Asyl ab, aber immerhin gewährten sie ihm "subsidiären Schutz". Das bedeutete, er konnte zumindest nicht nach Gambia abgeschoben werden. Aus dem Flüchtlingslager wurde er entlassen. "Ich wusste nicht, wohin", sagt er. Gemeinsam mit anderen Flüchtlingen schlief er in einer Ruine ohne Dach und fließend Wasser.
Das ist typisch für den Umgang der EU-Länder mit Flüchtlingen. Die Regierungen sind überfordert und unwillig: In Italien fehlen Unterkünfte für Flüchtlinge. In Ungarn und in Griechenland werden Asylbewerber in Lagern kaserniert und häufig auch misshandelt. Die Grundrechte-Agentur der EU spricht von einer humanitären Katastrophe.
Die Richter des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) mahnten vor gut einem Jahr in einem Grundsatzurteil zum Dublin-Verfahren, dass Staaten wie Deutschland prüfen müssten, ob die Grundrechte gewahrt sind, bevor sie Flüchtlinge in jene EU-Staaten zurückschicken, in denen sie angekommen waren. Einen Abschiebestopp gibt es aber nur nach Griechenland. Nicht nach Italien.
Das italienische Asylsystem sei trotz Schwächen funktionsfähig, sagt Manfred Schmidt, Präsident des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge. Immerhin plant Schmidt, eine Alternative zum bisherigen Verfahren zu schaffen. Er will die berufliche Eignung von Asylbewerbern prüfen lassen. Danach dürfte bleiben, wer ausreichend qualifiziert ist. Eine solche Reform würde gutausgebildeten Flüchtlingen eine Existenz in Deutschland leichter ermöglichen - unabhängig vom Asylverfahren.
Seit mehr als zwei Jahrzehnten streiten das Europaparlament und die europäischen Regierungen über eine Reform des Asylsystems. Der neue Vertrag, Dublin III, sieht geringfügige Verbesserungen für Flüchtlinge vor. Vergangene Woche hieß es, die EU-Institutionen hätten sich informell auf Teile eines Gesetzespakets geeinigt. Die Abstimmung im Europaparlament ist mehrfach verschoben worden. Auch die deutsche Regierung wünschte sich weitere Änderungen.
Lamin wirkt müde. Es ist Herbst, und es regnet. Er sucht Schutz unter Bäumen. Seit einem halben Jahr lebt er in Berlin, seit drei Monaten verkauft er Drogen im Görlitzer Park. Manchmal sieht er Schulklassen bei einem Ausflug. Dann erinnert er sich daran, dass er vor drei Jahren das letzte Mal vor einer Klasse stand. Er würde gern mal mit jemandem über die Schulen in Deutschland reden.
Die Polizei hat einige Tage zuvor eine Razzia im Görlitzer Park durchgeführt. Die Guards haben die anderen nicht rechtzeitig gewarnt - es waren zu viele Polizisten. Die Dealer tragen fast nie mehr als 15 Gramm bei sich, die Menge, die sie als Eigengebrauch ausgeben könnten. Sie wissen, dass ihnen dafür wohl kein Prozess gemacht werden kann.
Doch die Staatsanwaltschaft schickt die Polizei auch, um "Illegale" festzunehmen. Lamin ist gerannt, so schnell er konnte. Einen 19-jährigen und einen 22-jährigen Flüchtling haben die Beamten mitgenommen. Lamin sagt, er habe die beiden seitdem nicht mehr gesehen.
Ein junger Mann sitzt neben Lamin auf der Bank, ein Flüchtling aus Tunesien. Seine Zähne sind braune Stumpen, die Hände vernarbt. Omar gelangte von Italien über Frankreich und die Schweiz nach Deutschland und landete in einem Asylbewerberheim in Chemnitz. Wegen der Residenzpflicht hätte er dort bleiben müssen, er flüchtete trotzdem nach Berlin und lebt seither auf der Straße.
Lamin redet mit Omar über ein Fußballspiel, das sie beide am Abend zuvor in einem afrikanischen Imbiss, einem Treffpunkt der Flüchtlinge, gesehen haben. Sie unterhalten sich auf Italienisch. Auch der Tunesier war auf seiner Flucht eine Zeitlang in Italien. Die beiden Männer mögen sich, sie brauchen nicht viele Worte, können sich vorstellen, was der andere erlebt hat. Dass im Görlitzer Park Freundschaften wie die zwischen Lamin und Omar entstehen, ist selten.
Die Dealer bilden Gruppen nach ihren Herkunftsländern. Am Eingang zur Wiener Straße stehen Flüchtlinge aus Gambia und dem Senegal, das ist der Kreis von Lamin. Gegenüber, auf der Görlitzer Straße, verkaufen Marokkaner und Tunesier Drogen. Weiter im Südosten, neben dem Fußballplatz, ist das Gebiet der Nigerianer. Sie alle eint ihr Flüchtlingsschicksal, doch hier im Park sind sie auch Konkurrenten. Im November wurde einem 19-Jährigen bei einem Revierstreit das Ohr abgeschnitten. "Der Park macht dich hart", sagt Omar. "Er macht dich stumpf. Du verlierst deine Träume. Du verlierst deine Würde. Du denkst nicht darüber nach, ob das, was du tust, richtig ist."
"Der Park ist unsere einzige Chance", sagt Lamin.
Die Berliner Polizei vermutet 60 bis 100 Dealer im Görlitzer Park. Für jeden, der gehe, sagt Polizeidirektor Dieter Richter, kämen neue nach. 2012 bereitete Deutschland rund 11 500 Rückführungen nach dem Dublin-Verfahren vor. Das System hat dazu geführt, dass die größte europäische Wirtschaftsnation bei der Aufnahme von Asylbewerbern, gemessen an der Einwohnerzahl, lediglich auf Platz zehn in Europa liegt.
An einem Abend im Winter 2013, kurz vor seinem Verschwinden, sitzt Lamin in einem fast leeren Internetcafé in Berlin-Kreuzberg. Er telefoniert mit seiner Mutter in Gambia. Alle paar Wochen versucht er, sie anzurufen. Lamin erzählt von dem Job im Restaurant, vom kalten Winter in Berlin. Er erzählt nichts vom Görlitzer Park und von den Drogen. Er weiß, sie würde es nicht ertragen. Zum Schluss sagt er: "Bis bald, Mama."
(*) Name von der Redaktion geändert.
Von Maximilian Popp

DER SPIEGEL 14/2013
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