08.05.1995

POLITIK DER ERINNERUNG

Wenn dieser Krieg einmal zuende sein sollte, dann werden die Menschen eine zeitlang nichts von ihm hören wollen. Sie werden den Versuch machen, wenn auch auf unzulängliche Weise, zu vergessen. Das Leiden, das Grauen, sie müssen überwunden werden. Jede neue Generation tut es, und selbst die gleiche vergißt in zwei drei Jahrzehnten. Wäre es anders, so würden keine Kriege sein.
Am 8. Mai 1945 notierte sich ein kleiner, stämmiger, weißhaariger Mann in London in sein Tagebuch: "Tag des Sieges. Traurig, sehr traurig." Am Tag danach schrieb er: "Israel, freu dich nicht, jauchze nicht wie die Völker!" Er hieß David Ben-Gurion und wurde Israels erster Ministerpräsident. Hitler, so meinte er, habe nicht nur dem jüdischen Volk geschadet. Er habe ebenso dem jüdischen Staat, von dem er nichts wußte und der jetzt kommen sollte, ein Stück Existenzberechtigung genommen: "Der Staat bildete sich und fand das Volk nicht mehr, das auf ihn gewartet hatte."
Ben-Gurion wollte unbedingt sofort eine Million Juden ins Land holen, ohne Rücksicht auf die britische Mandatsmacht*. Und die Araber? Nun, die müsse man zu einer Art freiwilligen "Transfers" veranlassen, was bald darauf - unfreiwillig - geschah. "Der Konflikt mit den Arabern ist dann vorbei", verkündete Ben-Gurion damals. Dies sollte sich als Irrtum herausstellen.
Von den Überlebenden des Holocaust waren Ben-Gurion und die übrigen Gründerväter Israels zutiefst enttäuscht. Wie sollte man "mit diesem moralisch minderwertigen Menschenmaterial" den neuen zionistischen Staat aufbauen, wie den neuen zionistischen Menschen schaffen?
Viele erkannten nicht oder sahen erst viel später, daß Hitler dem künftigen jüdischen _(* Bei der Feier in Bad Harzburg ) _(anläßlich der Gründung des Staates ) _(Israel am 15. Mai 1948 war ich anwesend ) _(und hörte den Rabbiner auf jiddisch ) _(sagen: "Wer werdn nischt ruhn, bis wer ) _(schtejn oif beide Saiten vim Jorden." ) Staat nicht nur Menschen gestohlen, sondern unfreiwillig mitgeholfen hatte, ihn zu etablieren. Das Entsetzen über Hitlers Holocaust hatte mehr als alles andere die Hindernisse, im britischen Mandatsgebiet einen jüdischen Staat zu errichten, beiseite geräumt. "Ein hoher Materialismus beherrscht die Leute", klagte der spätere Generaldirektor des Außenamtes Chaim Jachil über die "Rest"-Juden.
Denselben Satz hätte man über die deutsche Bevölkerung seinerzeit äußern können. Das Ende des Krieges bedeutete für die meisten Bewohner der drei Westzonen eine Erlösung, mithin fühlten sie sich, ohne weiter darüber nachzudenken, "befreit". Nicht befreit fühlten sich die Bewohner der sowjetisch besetzten Zone, und sie hatten auch keinen Grund dazu.
Weitere Millionen erlebten das Kriegsende inmitten eines unmenschlichen und unfreiwilligen "Transfers". Sie waren vertrieben worden und mußten sich das Gefühl der Freiheit und Befreiung erst im Laufe der Jahre zulegen.
Das Thema "Befreiung" war damals keines. Noch zum 8. Mai 1965 weigerte sich Adenauers Moskauer Lieblingsbotschafter, Hans Kroll, auf die Befreiung zu trinken. Ein Deutscher könne doch nicht "auf die eigene Niederlage trinken".
Das Regime des Dritten Reiches hatte so menschenfeindlich agiert wie keines zuvor, und es war schmachvoll gescheitert. Nach seinem Ende aber hätte kein Politiker es gewagt, von Befreiung zu reden. Ihnen ging es um Demontage und Reparationen seitens der Alliierten, um die Sorgen im politischen Alltag.
Hitler als einzig Schuldiger für die nationalsozialistische Vergangenheit bot also einen bequemen Schutzschild. Man ließ Auschwitz nicht unter die Haut, das kam erst viel später. Vorerst genügten die Bilder von der Befreiung des Konzentrationslagers Bergen-Belsen. Es hatte jeder mit sich selbst zu tun.
Das änderte sich erst 1958. Damals begannen die ersten Prozesse gegen Nazi-Verbrecher, an denen die braven Leute nun nicht mehr vorbeikonnten.
1961 klagte in Jerusalem der Generalstaatsanwalt des inzwischen etablierten jüdischen Staates, Gideon Hausner, den aus Argentinien entführten SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann an. Hausner sah den Holocaust als ein Glied von vielen in der Kette antisemitischer Verfolgungen, angefangen vom Pharao bis zum ukrainischen Judenmörder und Pogromstifter Semjon Petljura, mit dem der damals führende Zionist Wladimir (Zeev) Jabotinsky zwecks Einrichtung jüdischer Gendarmerien ein Sonderabkommen geschlossen hatte - Petljura wurde 1926 in Paris ermordet.
Dies entsprach zionistischer Geschichtsauffassung, stieß aber auch "bei den Deutschen zweifellos auf Wohlgefallen", wie heute der israelische Historiker Tom Segev, um äußerste Objektivität bemüht, zu Recht anmerkt*.
Mittlerweile aber gilt Auschwitz, außer bei den ganz Unbelehrbaren, als das entsetzlichste Verbrechen innerhalb der Geschichte europäisch zivilisierter Völker, mithin als einzigartig. Keines der zahlreichen Kriegs- und Völkerverbrechen hilft da zur Relativierung. Dem war aber nach dem Krieg für lange Zeit nicht so. Keine Trauerarbeit, _(* Tom Segev: "Die siebte Million. Der ) _(Holocaust und Israels Politik der ) _(Erinnerung". Rowohlt Verlag, Reinbek; ) _(764 Seiten; 68 Mark. ) Aufbauarbeit sollte geleistet werden.
Das lag unter anderem sehr am Nützlichkeitsdenken des führenden deutschen Staatsmannes Konrad Adenauer, aber unter gar keinen Umständen allein an ihm. Niemand wollte da gründlich bohren, wo doch nur Scheußlichkeiten ans Licht kommen konnten. Alle anderen, die Partner der Bundesrepublik, dachten ja auch in Kategorien des nackten Nutzens.
Den Nürnberger Kriegsverbrecherprozeß, ungerecht wie er sich als Siegerjustiz darstellen mußte, hatten viele gleichmütig hingenommen. Doch war wohl bemerkt worden, daß der Physiker Wernher von Braun, der während des Krieges in den unterirdischen Stollen Thüringens an Tausenden zu Tode geschundenen Zwangsarbeitern vorbeimarschiert sein muß, von den Amerikanern bald wieder in Dienst gestellt wurde. Er war ja nicht nur ein ehemaliger SS-, sondern auch ein "Fach"-mann. Einen Posten bekam nach kurzer Befragung auch General Reinhard Gehlen, der nun wirklich von allem wußte, was im Osten von den Deutschen angerichtet worden war. (Übrigens haben die Amerikaner auch jene Japaner, die an Menschenversuchen beteiligt gewesen waren, vor Strafverfolgung geschützt, damit sie deren Arbeitsergebnisse auswerten konnten.)
Wer damals noch nicht geboren war, hat heute aus Zeitungen und Akten gut urteilen. Sogar wir erwiesenen Nicht-Nazis gebärdeten uns - wie Adenauer, wie Schumacher, wie Dehler - reichlich selbstgerecht. Sicher, wir waren es nicht gewesen, die dieses Unheil verursacht hatten, und wir hatten auch das Schlimmste nicht gewußt. Aber irgend etwas hatte jeder gewußt.
Kurz vor dem Krieg war die politische Lage für die Deutschen nicht durchsichtig. Aber hatten denn England und Frankreich nach der absurderweise heute immer noch so genannten "Reichskristallnacht" nicht gewußt, mit wem sie noch bis in den August 1939 hinein gegen Stalin paktieren wollten? Sehr wohl wußten sie es. Es war erst der von Hitler _(* Konferenz von Jalta im Februar 1945. ) planmäßig angezettelte Krieg, der sie überzeugte, daß es mit diesem "outlaw" kein Paktieren mehr geben konnte. Die innere Verfassung beider Länder ließ ihnen keine Wahl.
Nein, wer nicht bereits Anti-Nazi war, konnte es durch die Politik der westlichen Alliierten schwerlich werden. Wer sagte denn, daß Hitler nicht auch in Polen letztlich seinen Willen bekommen würde, wie man bis Kriegsbeginn auch in London und Paris noch hoffte? Hitler offenbarte niemandem, was er wollte, sogar dem zweitwichtigsten Mann im Staat, dem "Reichsmarschall" Hermann Göring nicht.
Die Bevölkerung war wohl mit Mehrheit, wenn auch keineswegs enthusiastisch, für den Kriegseintritt. Aber sie wußte nicht und konnte nicht wissen, was er bedeutete. Das aktive Offizierkorps ging fast durchweg begeistert in dieses, bei Licht besehen, aussichtslose Abenteuer. Der Gedanke, gegen England mehrere "Punische Kriege" führen zu müssen, spukte schon 1915 in den Köpfen der hohen Generalstäbler um Erich von Falkenhayn. England sah man in der Rolle Karthagos, und schließlich war ja sogar der große Hannibal besiegt worden.
Diesem Ungeist, dem ein "deutsches blutiges Jahrhundert" zu danken ist, sollte die Große Koalition aus Roosevelt, Churchill und Stalin für immer ein Ende setzen. Ohne die Mithilfe Hitlers, ohne den Überfall auf die Sowjetunion, wäre dieser Schulterschluß aber wohl nicht so leicht zustande gekommen. Diese drei Mächtigen wollten keine Juden retten - die rund 250 000 jüdischen Soldaten in der Roten Armee galten den Zionisten als Abschaum - und keine Deutschen befreien. Das Restgebiet des Deutschen Reiches sollte als "besiegter Feindstaat" behandelt, wenn nicht gar zerstückelt werden.
Unter solchen Umständen mußte die von den westlichen Alliierten 1945 teils in Gang gesetzte, teils behinderte "Entnazifizierung" zur Farce geraten. Der schon in Potsdam 1945 einsetzende Kampf gegen den gottlosen Bolschewismus wurde zur inoffiziellen Staatsreligion der neu erstandenen Bundesrepublik hochgepeitscht. Ohne die Propagandisten des verblichenen Systems ging das offenbar nicht.
Wie wollte man die Erfinder und Ingenieure, die Hitlers Waffen geschmiedet und verfeinert hatten, bestrafen, nachdem Wernher von Braun von den Amerikanern adoptiert worden war? Warum sollte der tüchtige Kriegs-Konstrukteur Heinrich Nordhoff 1947 nicht Chef des Volkswagenwerks in Wolfsburg werden, man denke, ein Nicht-Parteigenosse!
Führende jüdische Kreise sahen diese Dinge damals nicht viel anders. Nur die israelische Bevölkerung setzte Adenauer mit Hitler gleich, auch der Führer der Cheruth-Partei, Israels späterer Premier (1977 bis 1983) Menachem Begin.
Mit Hitler-Vergleichen geizt man bis heute nirgends. Ben-Gurion seinerseits nannte Begin "einen Mann vom Schlage Hitlers", "ein Rassist, der bereit ist, alle Araber für ein Groß-Israel umzubringen". Hitlers "Stimme und Geheul" glaubte er zu vernehmen, als er Begin zum erstenmal im Radio hörte.
Politisch verantwortliche Juden wie der geistige Staatsgründer Chaim Weizmann und der handelnde Ministerpräsident David Ben-Gurion sahen hingegen recht früh, daß man mit der kommenden Großmacht Bundesrepublik zu "terms" kommen mußte. Wer immer in Bonn regierte, mußte diesem Verlangen Rechnung ** Die letzte, taktlos, aber erfolgreich, ging von _(Bundeskanzler Helmut Kohl aus, der sich ) _(darüber beschwerte, daß man ihn in ) _(Israel beschimpfe, während man in Bonn ) _(die Hand aufhalte. * Im März 1960 im ) _(Hotel "Waldorf Astoria" in New York. ) tragen. Es regierte aber nun einmal Konrad Adenauer, und der ging den ihm vorgezeichneten Weg, "denn, meine Damen und Herren, dat Weltjudentum is eine jroße Macht". Das hatte ihm der geniale Fuchs Nahum Goldmann, führende Persönlichkeit eben dieses Weltjudentums, hingerieben.
Die Abgesandten des Staates Israel in Deutschland bedienten sich besonders gern der Hilfe Hans Globkes, des engsten Adenauer-Vertrauten bis zum Tode des Alten. Der wurde zum Sinnbild des Adenauerschen Nützlichkeitsdenkens. Globke hatte nicht nur an den "Nürnberger Gesetzen" von 1935 Anteil, sondern bis in den Krieg an Bestimmungen mitgearbeitet, die als juristische Grundlage zur Judenverfolgung dienten, so Tom Segev.
Wichtiger als Globke, der erst 1953 der zweitwichtigste Mann im Regime Konrad Adenauers wurde, war für die deutsch-israelischen Beziehungen der früher im Vorstand der Deutschen Bank sitzende Hermann Josef Abs. Ihm hatte nicht nur Hitler einschlägige Dienste zu danken, sondern auch die Bevölkerung der Bundesrepublik. Abs war bei den Londoner Reparationsverhandlungen 1953 auf deutscher Seite der führende Kopf gewesen und hat, von den Verhandlungen mit Israel abgesehen, wo er nichts entscheiden konnte, den Deutschen Millionen, wenn nicht Milliarden eingespart.
"Soweit uns bekannt ist", war er kein Nazi, sagte, recht vorsichtig, 1957 Israels Finanzminister Levi Eschkol, der spätere Regierungschef. Nein, auch Abs war ein "Fachmann".
So, und nicht anders, war die auf Anerkennung, nicht aber auf Buße angelegte Stimmung in der Halbdemokratie des Rhöndorfer Alten.
Der ließ sich, hatte er einen Schwächeren vor sich, die Butter nicht vom Brot nehmen. Als er, schon nicht mehr Bundeskanzler, in Jerusalem mit Premier Levi Eschkol ein Essen unter zwölf Personen absolvierte, sagte der Gastgeber: "Herr Bundeskanzler, wir sind davon überzeugt, daß das deutsche Volk unter Ihrer Führung in die Gemeinschaft der zivilisierten Völker zurückkehren wird." Eine ziemliche Beleidigung für den Deutschen also, und Eschkol, der den Text der Ansprache vorher nicht gelesen hatte, suchte sich danach zu entschuldigen. Adenauer unterbrach ihn und entgegnete: "Herr Ministerpräsident, was Sie denken, kümmert mich nicht, und was Sie von mir halten, interessiert mich nicht im geringsten. Ich repräsentiere das deutsche Volk. Sie haben es beleidigt, also reise ich morgen früh ab." Er reiste nicht, aber es war die erste Bonner Rüge auf israelischem Boden an die Adresse Israels**.
Wählerisch, wenn es um die Fundierung des jüdischen Staates ging, war dieser nie. Israel bestellte und bekam nach dem unglückseligen Suez-Abenteuer von 1956 deutsche Waffen, kostenlos. Es lieferte im Gegenzug - und wurde dafür bezahlt - israelische Waffen und Uniformen für die Bundeswehr. Franz Josef Strauß, der dem Wiedergutmachungsabkommen mit Israel nicht zugestimmt hatte, wurde in der Folge plötzlich zu einer Säule auf dem Berge Zion. Allerdings blieb dieser recht barocke Bayer vielen Israelis doch so unsympathisch, daß sein Besuch bei Ben-Gurion 1963 mit zu dessen Abgang beitrug.
Etwas Zwiespältiges blieb immer zwischen den Handlungen der israelischen Politiker und dem gesunden oder ungesunden Volksempfinden. Abba Eban, damals Erziehungsminister, hatte sich der Proteste gegen deutsche Musik (Schubert, Richard Strauss, Wagner) und gegen den Dirigenten Herbert von Karajan zu erwehren. Auch israelische Autoren, die in Deutschland Erfolg hatten, Ephraim Kishon etwa, wurden dummerhaft angegriffen, so daß Abba Eban sich gegen die Tendenz wandte, "den Holocaust zum Beruf zu machen". Diese Tendenz ist in der Zwischenzeit nicht schwächer, sondern stärker geworden. Man sollte hoffen, daß sie nach dem 50. Jahrestag des Kriegsendes allmählich wieder abebbt.
Tatsächlich muß man bedenken, wieviel der Psyche einer Bevölkerung zugemutet werden kann. "Die Bewältigungsprofis" lautete vor kurzem eine Überschrift in der Frankfurter Allgemeinen. Mit Blick auf die geplante Aufstellung eines neuen Mahnmals in Berlin sprach der Pressesprecher der Jüdischen Gemeinde, Peter Ambros, über eine "Bewältigungsbranche" als "selbständigen Bereich der deutschen Kulturpolitik". Und er fügte hinzu: "Fast alles daran zieht Peinlichkeiten nach sich, manches sogar Gefahren." ** Im Gegensatz zu Omer Bartov ("Hitlers Wehr- _(macht") glaube ich nicht, daß die auf ) _(dem Rückzug befindliche Truppe von den ) _(Parolen ihrer Führer noch stark ) _(beeindruckt war, und ich habe mich ) _(dreieinhalb Jahre im Osten ) _(herumgetrieben. Hier bin ich im Einklang ) _(mit den Professoren Manfred ) _(Messerschmidt und Hans Mommsen. Bartov ) _(zitiert Briefstellen die Menge, läßt ) _(aber außer acht, daß die Mehrheit der ) _(Soldaten über Politik in ihren Briefen ) _(nichts schrieb. * Während der ) _(Gedenkfeier in Bergen-Belsen. )
Bundespräsident Roman Herzog hat in seiner undiplomatisch-herzhaften Art beim jüngsten, sehr eindrucksvollen Gedenken in Bergen-Belsen gefragt, ob wir wohl den richtigen Umgang mit dem "Erinnern" schon gefunden hätten. Wie sollten wir?
Die Erinnerung ist nichts Verfügbares. Sie kann nicht mit Nägeln festgeklopft werden. Wer die Zeit des Dritten Reiches direkt oder indirekt miterlebt hat, wird sie schwerlich vergessen. Man kann die Erinnerung daran aber nicht zwangsweise an künftige Generationen weiterreichen, wenn diese nicht mehr aufnahmebereit sind. Die ästhetische und die authentische Wiedergabe ersetzt auch die beste oder schlechteste politische Absicht, siehe "Schindlers Liste".
Ob der Dreißigjährige Krieg sich wirklich, wie man behauptet hat, ins kollektive Bewußtsein der Deutschen, in eine kollektive Erinnerung nachhaltig eingesenkt hat, ist doch nach wie vor ernsthaft die Frage.
An Hitler und Auschwitz wird man weiter denken, aber doch nicht in jener obersten Karriere-Sippschaft, die beides erst möglich gemacht hat. Die Kirche, beide Konfessionen, hätte damals etwas ändern können. Aber sie dachte lediglich daran, ihre Institutionen intakt zu halten. Doch wen interessiert das, außer Rolf Hochhuth und die Wissenschaft? Nicht auszudenken der Schaden für den Kreuzes-Gedanken, wenn Papst Pius XII. als Märtyrer hätte sterben müssen. Er hätte nicht.
Aber nicht die Kirchen, sondern die Militärclique, wenn denn von Schuld die Rede sein soll, trug die Hauptschuld an diesem Krieg. Die Chefgeneräle des Ostfeldzuges hätten sich, nachdem die Sache verloren war, allesamt über ein Todesurteil nicht beklagen können: die Brauchitsch, Halder, Manstein, Hoepner (!), Guderian, Küchler, Hoth, Fritsch (!), Reichenau, Richthofen etc.
Sie alle haben aus Ehrgeiz und oft wider besseres Wissen dem Krieg im Osten nicht nur zugestimmt - was war von diesen Jasagern auch anderes zu erwarten -, sondern sie hatten der Truppe die schonungslosen Metzeleien anbefohlen, die Hitlers kranker Geist ihnen ins Hirn geschraubt hatte: "Kampf gegen den asiatischen Judäo-Bolschewismus"**.
Der von Hitler zu Tode gedemütigte Generaloberst von Fritsch schrieb kurze Zeit nach der "Reichskristallnacht": "Die (Schlacht) gegen die Juden ist die schwierigste." Und natürlich wurde auch der schlimmste Psychopath unter den Feldmarschällen, der letzte "Oberbefehlshaber des Heeres", Ferdinand Schörner, als man ihn hatte, nicht aufgehängt. Wohl aber jener Oberst Fiebig, den die Engländer wegen der Bombardierung Belgrads dem Marschall Tito ausgeliefert hatten. Er wurde gehenkt.
Man kann etwas abarbeiten, eine Schuld etwa. Auch Aufarbeiten kann man, vielleicht etwas bisher Vernachlässigtes. Das ist bei uns Deutschen geschehen. Sogar Josef Joffe, ein dem Judentum und den Amerikanern durchweg Wohlgesinnter, schrieb in der Süddeutschen Zeitung 1992 über die Bundesrepublik (bei allen Vorbehalten): "Die Vergangenheit ist zumindest nicht verdrängt worden", das müßte dann wohl auch heute seine Meinung sein.
Wie aber kann man Vergangenheit "bewältigen"? Das ist ein schillernder Begriff. Ungeschehen machen kann man sie ja nicht. Weder sechs Menschen noch sechs Millionen Menschen kann man wieder zum Leben erwecken. Die Justiz richtet ungern in eigener Sache, sie spricht sich frei. Aber auch höchstrichterliche Urteile aus jüngster Zeit zeigen, daß nicht Nazi-Ungeist, sondern Unkenntnis die Feder führt.
Nach dem moralischen Zusammenbruch eines Staates kann man mit Hilfe von Umdeutungen etwas bewirken, wie uns der selbstlose Präsident Charles de Gaulle und der gar nicht selbstlose Francois Mitterrand vorexerziert haben. Die Bundesrepublik hat es auch mit Umdeutungen der Geschichte versucht, ohne großen Erfolg.
Man kann aber, wie die Militärreformer Preußens nach 1806, das bisherige System umstülpen. Das versuchte auch der Zivilist Konrad Adenauer. Und wenn er für die in Werl einsitzenden Offiziere der ehemaligen Wehrmacht beharrlich eintrat, so nicht aus Liebe zum Militär, die war bei ihm unterentwickelt, sondern weil er ohne die Hilfe seiner "grauen Kriegsverbrecher" (Strauß zu mir) nicht glaubte auskommen zu können. Da hatte er sogar recht. Straußens Lieblingsmilitär wurde Josef Kammhuber, unter Hitler noch General der Flieger.
Aufgearbeitet ist ja durchaus worden, wenn man darunter Erkenntniswillen und nicht inquisitorisches Befragen versteht. Das Grundgesetz, das sich bewährt hat, ist ein Stück gelungener Aufarbeitung, die Tandem-Zusammenarbeit zwischen Adenauer und Globke, zwischen Kiesinger und Brandt hingegen nicht.
Ohne Zweifel sind zahllose Kriegsverbrecher ihrer Strafe entgangen. Letztlich aber war das ein geringer Prozentsatz der Gesamtbevölkerung. Kriegsverbrechen wurden während dieses Irrsinns auf allen Seiten begangen. Die Amerikaner gingen mit den Soldaten in den Gefangenenlagern elend um, Hunderttausende starben.
Die nach dem Krieg in der Bundesrepublik geschaffenen Institutionen haben im ganzen funktioniert, auch wenn (oder weil) sie durch ständig neue Skandale in Mitleidenschaft gezogen worden sind. So kann man, unter Hintanlassung aller Einzelheiten, das gegenwärtige Deutschland für einen Staat halten, der so viele Lektionen gelernt hat, wie das schwachen Menschen nur möglich ist. Die Gefahren der Vergangenheit werden mehr herbeigeredet und beschworen, als nüchterne Betrachtungsweise das erlaubt. Es gibt kaum ein Übel in diesem Staat, von dem andere demokratische und parlamentarische Gemeinschaften nicht ebenso befallen wären. Richtig ist, die Lektionen wurden erst reichlich spät gelernt.
Zwar hatte die SPIEGEL-Affäre 1962, mit Franz Josef Strauß im Mittelpunkt, das Land aufgeregt. Erschüttert aber wurde es erst 1967 durch die mit dem Schah-Besuch hereinbrechenden Studentenunruhen - der Abwurf der Atombombe über Hiroschima (Edward Teller heute: Ein Fehler) und der Krieg in Vietnam (Robert McNamara heute: Ein Fehler) wurden "hinterfragt".
Auch die restaurativen Adenauer-Zeiten wurden ins Visier genommen. Das Wort "Verdrängung" hatte Hochkonjunktur. Man mußte sich aber fragen, ob es wohl möglich sei, ein ganzes Volk auf die Couch zu legen. Überwiegend war nichts verdrängt worden, was man nicht hätte ans Licht ziehen können. Es war nur sprichwörtlich das "gute Gewissen" vorherrschend, das Glück eines neuen Anfangs, den man angesichts der deutschen Teilung auch schaffen konnte, ohne viel zu verdrängen.
Es unterliegt aber keinem Zweifel, daß die Bewegung der 68er eine Unruhe ins Land brachte, die unterirdisch in kleinen Schüben auch die DDR erreichte. Deren Zusammenbruch war so, wie er 1989 dann erfolgte, von niemandem vorausgesehen worden. Namentlich die Bundesregierung mit ihren teuren Nachrichtendiensten wurde kalt erwischt.
Wiederum hätte, wie schon 1949 Adenauer, kein Bundeskanzler anders handeln können, als Helmut Kohl es tat. Aber es war eben der Kanzler, der handeln mußte, unterstützt von einem weltweit erfahrenen damaligen Außenminister Hans-Dietrich Genscher. Wenn die Chirac-Leute heute sagen, Kohl und seine Regierung hätten seinerzeit kaum Fehler gemacht, so ist das ökonomisch natürlich nachweisbar falsch.
Die gravierenderen Fehler aber liegen doch wohl in der Psychologie der Wiedervereinigung. Wir im Westen haben uns, vielleicht ohne das so zu wollen, als Befreiungsmacht aufgespielt. Nur gab es diesmal kein "Fraternisierungsverbot", ganz im Gegenteil, es wurde zu heftig fraternisiert. Der Verdacht drängt sich auf, und man wird ihn so ohne weiteres nicht aus der Welt schaffen können, daß die moralischen Versäumnisse der Ära Adenauer nun im Osten wiedergutgemacht werden sollten.
Stimmt der Verdacht? Da gibt es kein klares Ja und kein klares Nein. Rein wirtschaftlich benehmen sich die westdeutschen Geschäftemacher wie die Rucksack-Yankees 1865 nach dem Bürgerkrieg im besiegten Süden der Vereinigten Staaten.
Bei aller Unterschiedlichkeit der beiden Gesellschaften war ein solches Verhalten aber auch zu erwarten, und was eingetreten ist, kann nicht unbedingt als negativ eingestuft werden. Es gab ja den dritten Weg nicht, den man hätte beschreiten können. Von prominenten Geistern zu hören, Auschwitz verbiete einen neuen Bismarckschen Einheitsstaat, kann einen nur betrüben.
Der mir unangenehmste Punkt ist die sogenannte strafrechtliche Aufarbeitung der DDR-Geschichte, weil dabei nur schäbige Kompromißurteile herauskommen können. Man hat Herrn Honecker, der doch ein Parteisoldat seiner russischen Besatzer war, unter konspirativen Bedingungen aus dem Lande geschafft. Und im Endeffekt wird wohl niemand wirklich bestraft werden, weil die Juristen sich der ganzen Erbärmlichkeit und Unwürdigkeit ihrer strafrechtlichen Bemühungen im Osten bewußt sind. Tatsächlich, bei allen Bedenklichkeiten, die Amnestien so an sich haben, es wäre nun wirklich Zeit für eine strafrechtliche Amnestie, dies meint nicht nur Marion Gräfin Dönhoff.
Frankreich, das ja in mancherlei Hinsicht nicht als allergewissenhaftester Rechtsstaat gilt, hätte sich diese Blamage erspart. Im Westen haben wir nicht genug Justizpersonal, und im Osten führen wir aus einer Legitimation heraus, die wir Gott weiß woher nehmen, diese wunderbaren Prozesse. Nun ist es wahr, daß alle, die an Leib und Leben fast bis zum Äußersten gelitten haben, sich von deren Unsinnigkeit nur schwer überzeugen ließen. Sie wollen Rache. Nur dürfen wir vermutlich auf sie nicht hören. Strafrechtlich ist einfach zuwenig zu holen.
Ein anderes, ein vielleicht ebenso schwerwiegendes Problem stellt die Gauck-Behörde dar, einzigartig in der Geschichte der Menschheit seit dem Bau der Pyramiden, und ebenso umstritten.
Festzuhalten ist, meint die SPD-Abgeordnete Margot von Renesse, daß die DDR "um Lichtjahre" vom Grauen des NS-Regimes entfernt gewesen sei. Schließlich sei dem SED-Staat nicht vorzuwerfen, daß er ganz Europa mit Krieg und organisiertem Massenmord überzogen habe.
Hier gilt es korrekt zu sein. Hitler hatte bis weit in den Krieg hinein die Mehrheit der Bevölkerung hinter sich, wohingegen der SED-Staat von einem Puppenregime verwaltet wurde. Wie hätte es ganz Europa mit Krieg und organisiertem Massenmord überziehen können? Wo das Regime allerdings selbständig handeln konnte, geschah das mindestens so menschenverachtend und menschenfeindlich wie im Hitler-Staat. Ich denke, zwischen den Qualitäten dieser beiden Unrechtsstaaten zu unterscheiden, lohnt sich nicht.
Ich möchte ein Wort von Theodor W. Adorno in Erinnerung bringen. Er forderte im Hinblick auf die Auseinandersetzung mit der NS-Zeit schonungslose Reflexion einer kränkenden Vergangenheit, die uns mit einem anderen Selbst konfrontiert als dem, das wir zu sein glauben und sein möchten. Er meinte ferner, diese Reflexion könne nur heilen, wenn sie nicht als Waffe von außen gegen uns eingesetzt würde, sondern von innen als Selbstreflexion wirksam würde: "Was immer propagandistisch geschieht, bleibt zweideutig."
Darin liegt der große Unterschied zwischen der Nachkriegszeit und unseren jetzigen Problemen im Osten. Wie könnte etwas zusammenwachsen, was so offensichtlich vom Westen betrieben wird.
Die Gauck-Behörde mit ihren enormen Kosten nicht nur materieller Natur wollte vermitteln, und sie hat sogar zum Teil vermittelt. In welchem Ausmaß das gesamte Gebiet der DDR menschlich und ökologisch verseucht war, wußte niemand, und wir würden nichts wissen ohne die intensive Arbeit der Gauck-Helfer.
Aber auch hier die Frage: Müssen oder wollen wir das alles denn überhaupt erfahren? Auch ich neigte ursprünglich jener Meinung zu, die bis in hohe und höchste Kreise ging, aus dem ganzen Stasi-Miststall hätte man ein Riesenfeuer machen sollen. Der ehemalige Bundespräsident von Weizsäcker war anderer Meinung. Für ihn geht es bei einer Amnestie "eben gerade nicht um Amnesie". In einem SPIEGEL-Gespräch erläuterte er, daß es gelte, Irrtümer einzusehen und zu überwinden, auch mittels einer Amnestie.
Dies ist wohl bisher zum Teil geschehen, und vielleicht werden wir denen danken, die ein Vergessen verhindert haben. Genugtuung für die Opfer kann es nicht geben, auch materiell sicher niemals ausreichend. Doch ist der Reinigungsprozeß auch eine Art Genugtuung, obwohl man daran zweifeln darf, daß die Mehrheit der Ostdeutschen ihn überhaupt will.
Was wir auf jeden Fall alle nicht wollen können, ist eine Wiederkehr jener Siegerjustiz, wie sie nach 1945 an so manchem willkürlich vorgenommen wurde. Der Generalleutnant Fiebig, der vor Stalingrad alles in seinen Kräften Stehende getan hatte, um dieses entsetzliche Unheil zu verhindern, wurde 1947 in Belgrad hingerichtet. Warum? Er hatte als Oberst der Luftwaffe die Bombardierung Belgrads mit vorbereitet. Hätte man dies zum Maßstab genommen, hätte kein aktiver Offizier, der es bis zum Oberst und darüber hinaus gebracht hatte, verschont bleiben dürfen. Stalin dachte so - Churchill und Roosevelt dachten so nicht.
Wie wollte man Hitlers "Fachleute" bestrafen?
Das Grundgesetz ist ein Stück gelungener Aufarbeitung
Wie sehr die DDR menschlich verseucht war, wußte niemand
* Bei der Feier in Bad Harzburg anläßlich der Gründung des Staates Israel am 15. Mai 1948 war ich anwesend und hörte den Rabbiner auf jiddisch sagen: "Wer werdn nischt ruhn, bis wer schtejn oif beide Saiten vim Jorden." * Tom Segev: "Die siebte Million. Der Holocaust und Israels Politik der Erinnerung". Rowohlt Verlag, Reinbek; 764 Seiten; 68 Mark. * Konferenz von Jalta im Februar 1945. ** Die letzte, taktlos, aber erfolgreich, ging von Bundeskanzler Helmut Kohl aus, der sich darüber beschwerte, daß man ihn in Israel beschimpfe, während man in Bonn die Hand aufhalte. * Im März 1960 im Hotel "Waldorf Astoria" in New York. ** Im Gegensatz zu Omer Bartov ("Hitlers Wehrmacht") glaube ich nicht, daß die auf dem Rückzug befindliche Truppe von den Parolen ihrer Führer noch stark beeindruckt war, und ich habe mich dreieinhalb Jahre im Osten herumgetrieben. Hier bin ich im Einklang mit den Professoren Manfred Messerschmidt und Hans Mommsen. Bartov zitiert Briefstellen die Menge, läßt aber außer acht, daß die Mehrheit der Soldaten über Politik in ihren Briefen nichts schrieb. * Während der Gedenkfeier in Bergen-Belsen.
Von Rudolf Augstein

DER SPIEGEL 19/1995
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