08.05.1995

Nazis„Ich bin doch immun“

Ein Mann radelt durchs rauchende Deutschland. Es ist Kamerad Schneider. Er hat 3000 Mark in der Tasche und sein SS-Amt im Villenviertel Berlin-Dahlem ordentlich geräumt - die restlichen Akten wurden im Vorgarten aufgetürmt und unter russischem Bombengewitter zu Asche verbrannt. Befehl ausgeführt, endgültiges Entfernen vom Quartier der Truppe: 26. April 1945.
Unbeschadet erreicht der Offizier Lübeck. Beim Holstentor findet er ein Zimmer im Dachgeschoß, da meldet die Stimme der Reichshauptstadt, der Führer sei "bis zum letzten Atemzug kämpfend" aus dem Leben geschieden. Auch Schneider stellt sich tot.
Noch ehe "Reichsführer-SS" Heinrich Himmler, sein oberster Dienstherr, am 23. Mai eine Zyankali-Kapsel zerbeißt, ist Kamerad Schneider bereits eine Karteileiche der Schutzstaffel. Er hat sich ein wenig umgehört in Lübeck, bei diesem und jenem Bekannten. Ein Entlassungspapier aus englischer Kriegsgefangenschaft mit echtem Fingerabdruck ist schnell besorgt, dazu ein vorläufiger Ausweis.
Schneider, Dr. Hans Ernst, SS-Hauptsturmführer, geboren am 15. Dezember 1909 in Königsberg, ist ab sofort so tot wie das Reich, für das er in feldgrauer Uniform und völkischer Mission Erster Klasse durch die besetzten Nachbarländer reiste. Kein Wort mehr von der "Arbeit im Rahmen des großgermanischen Auftrags der SS" für die "Werte und Kräfte unserer Art und Rasse".
Den neuen Paß in der Hand, löst Schneider Lebensmittelkarten im besetzten Lübeck - als Hans Schwerte, geboren am 3. Oktober 1910 in Hildesheim. Ein wiedergeborener Schneider von 35 Jahren, hochgewachsen, stolz und streng. Mit reiner Weste marschiert der Hauptsturmführer ab ins Nachkriegsdeutschland.
Manches mußte Kamerad Schneider zurücklassen in den Kriegswirren, das wenigste davon vermißt Schwerte. Nicht die Akten, in denen Schneider seiner Hoffnung Ausdruck gegeben hatte, das niederländische Brudervolk werde "als rassisch-blutlicher Organismus" möglichst bald seine Bestimmung im tausendjährigen Reich erkennen.
Auch nicht den Erbgesundheitsbogen, wo "Schneider, Hans Ernst, gottgläubig", sich dem "Persönlichen Stab Reichsführer-SS" zuordnet, und schon gar nicht den Brief, in dem er zur Beschaffung medizinischer Geräte verpflichtet wird - für Menschenversuche im Konzentrationslager Dachau.
Was Schwerte 1945 vermißt, ist Schneiders akademischer Rang, seine Frau und seine 3jährige Tochter. Die Familie findet später wieder zu ihm. Vor Standesbeamten in München beteuert Annemarie Schneider nach Kriegsende, ihr Mann sei beim Endkampf seiner SS-Einheit in Berlin ums Leben gekommen. Der angeblich Gefallene wartet währenddessen unten auf der Straße. 1947 heiratet sie ihn als Schwerte ein zweites Mal.
Hans Schneider, sagt Schwerte, war kein Mörder. Aufrecht und in makellosem Tuch sitzt der verschollen Geglaubte exiliert im stillen Chiemgau. Schwerteschneider ist jetzt 85, Träger des Bundesverdienstkreuzes Erster Klasse, Ehrensenator der Technischen Hochschule Aachen und Officier de l''Ordre de la Couronne des Königreichs Belgien. Eine Ikone deutschen Gelehrtentums: formvollendet und selbstgerecht bis hart an den Rand der Weinerlichkeit.
"Ich habe ordentlich promoviert, mich ordentlich habilitiert, bin ordentlich zum Rektor in Aachen gewählt worden", sagt Schwerte. "Soll das alles Lüge gewesen sein?" Bei Rilke, dem er nach dem Krieg eine zweite Promotion gewidmet hat, stehe sein Motto geschrieben: "Du mußt dich ändern."
Reporter vom niederländischen Fernsehsender KRO haben dokumentiert, daß Schwerte Schneider war. Sie haben seine Akten gesichtet und seinen Fall "Eine deutsche Karriere" genannt. Das ist untertrieben. Schwerteschneider ist die deutsche Karriere.
Nicht nur, daß er erhobenen Hauptes in Deutschland überlebt hat und scheinbar mühelos den Strom durchschwamm, der 1945 das Häuflein Aufrechter vom Heer der Gebeugten trennte. Er steht für Gut und Böse, für Pest und Serum. Er hat sich im Selbstversuch entnazifiziert.
Als kritischer Germanist und Reformer war er federführend wie Jahrzehnte zuvor bei der nationalsozialistischen Volkstumspflege. "Er ist eine Gestalt des deutschen Jahrhunderts", sagt ein Kollege: "Ein Herrenreiter."
Schwerteschneider selbst sieht sich als gelehrigen Schüler, der die deutsche Lektion gelernt hat. Bei Kriegsende habe er einer kleinen Schar Kameraden die Hand zum Schwur gereicht, damit "ein anderes Deutschland" entstehe. Er hat dann habilitiert über "Faust und das Faustische", die "ideologische Verzerrung" unter dem NS-Regime bemängelt und sich im Herzen der Aufklärung positioniert.
Der hagere Herr mit dem rollenden Königsberger R wurde zur linksliberalen Leitfigur im klerikalen Aachener Sumpf. Ob Vaclav Havel den Karlspreis in Aachen erhielt oder die Königin der Niederlande der Kaiserstadt ihre Aufwartung machte - er war dabei.
Bei Böll, Graß und Brandt, sagt er und zeigt auf ein Foto im Flur, fühle er sich politisch zu Hause. Mit Innenminister Schnoor fuhr er in Skiurlaub. Schwerteschneiders Nähe wurde auch vom Landesherrn Johannes Rau geschätzt. Im Auftrag des Landes baute der Gewendete Kontakte zu den Hochschulen im Dreiländereck, in den Niederlanden und Belgien auf. Er, der als SS-Mann jahrelang für die Verbreitung des germanischen Gedankens in den besetzten Anrainerstaaten zuständig war.
Er hat einen Lehrstuhl für deutschjüdische Literatur eingerichtet, er, der vom später in Nürnberg gehenkten Standartenführer Wolfram Sievers für das Hetzblatt "Storm" belobigt wurde. Die Pflicht, den Davidstern zu tragen, stand dort geschrieben, sei "ein Schritt auf dem Weg zur völligen Ausrottung, nicht mehr und nicht weniger".
Still schaut der alte Hauptsturmführer auf die sauber in Stein gefaßten Pfade seines Vorgartens. Sobald er vor die Tür tritt, senkt er die Stimme. Die Nachbarn unter der behäbigen Burg von Hohenaschau am Chiemsee müssen nicht mithören.
"Daß ich mich am Schicksal der Juden unglaublich mitschuldig fühle - muß man das ständig aussprechen?" Er sagt das mit gespielter Verletzlichkeit. "Eine gewisse Lebensfeigheit" räumt er ein: 1954, als das Gesetz über die "Illegalen"-Amnestie erlassen wurde, hätte "ich ungestraft meinen Namen zurückändern können. Aber ich hatte Frau und Kinder. Ich stand vor der Habilitation und war bayerischer Beamter. Hätte ich fortan Würstchen verkaufen sollen?"
Das wäre vielleicht gar nicht nötig gewesen in jener Zeit, da der Kommentator der Nürnberger Rassengesetze Konrad Adenauers Staatssekretär war und sowohl bei Richtern wie auch bei Professoren unter frischer Tünche die braune Grundierung weiterschimmerte. Doch Schwerteschneider hat länger und dreister mit der Lüge gelebt als die meisten. Nun wird er haftbar gemacht von einer Gesellschaft, deren Streben nach aufrechtem Gang er selbst befördert hat.
Daß ihm der Ruf eines gewachsenen Demokraten abgesprochen werden soll, verbittert den alten Herrn: "Ich hatte die Viren in mir", sagt er, "aber ich bin doch immun geworden." Wer wie er im Auge des Tornados gestanden habe, mitten in der SS, vergesse das nicht. Im Auge des Tornados, wo er rückwirkend am liebsten säße, ist kein Windhauch zu spüren.
Doch der Mann, der unter der Mitgliedsnummer 4923958 in den Karteien der NSDAP geführt wurde und ab Februar 1937 im Sold der SS stand, war zu dicht an jenen, die den Wind säten, als daß die Unschuldsvermutung vom irregeleiteten Schöngeist für ihn gelten könnte.
Er sei 1937 in die SS "eingetreten worden", sagt er, weil er kurz davor ein gefälliges Gedicht geschrieben habe: _____" "Tief in den Schächten der Zeit Beten und singen die " _____" Hüter größeren Erbes Dich, verheißene Krone Gottes, " _____" Deutsches Reich." "
Dem Bewerbungsschreiben folgt 1938 die Berufung ins Rasse- und Siedlungshauptamt Berlin. Dort sieht der Königsberger erstmals den Reichsführer-SS, Heinrich Himmler, der ihn in der Folge auf Reisen an die großgermanische Peripherie schickt. Der junge Mann mit Hang zum Volkstanz, zu Laienschauspiel und Blockflöte verspricht ein brauchbarer Stürmer bei der völkischen Offensive zu werden. Mit SS-Standartenführern studiert er altgermanische Tänze zur Sonnenwendfeier ein.
Ein Jahr nach Kriegsausbruch wechselt Schneider "auf Befehl des Reichsführers-SS zur Durchführung einer Sonderaufgabe" ins besetzte Den Haag. Als Statthalter des Amtes "Ahnenerbe" will sich der Germanist, der inzwischen eine Habilitation zum Thema "Tanz und Baum" plant, um die "Neuordnungs- und Überwachungsarbeit" in den Niederlanden verdient machen.
Eine "großgermanische Spielwiese" sei das gewesen, sagt Schwerteschneider heute, eine "Aufblähung von nichtsnutzigem Nationalismus". Allerdings, wer vor der Alternative stehe, nach Stalingrad zu ziehen oder mit den befreundeten "Trotteln in Den Haag" Kontakt zu halten, der habe keine Wahl.
Schneider bleibt in Den Haag und meldet streberhaft nach Berlin, dem "nicht ganz einfachen Auftrag, Geburtstagsgeschenke für den Reichsführer-SS" zu erwerben, sei er in niederländischen Antiquitätenläden nachgekommen. Ein Delfter Fayenceteller, ein altes friesisches Uhrkästchen, ja sogar ein Julleuchter fielen "nach langem Stöbern" in seine Hände.
Als das Debakel von Stalingrad nicht mehr totzuschweigen ist und Schneider Seite an Seite mit Propagandaminister Goebbels in der Zeitschrift Das Reich den tragischen Mythos vom nordischen Soldaten besingt, ist es vorbei mit harmlosen Botengängen.
Das Institut für Wehrwissenschaftliche Zweckforschung im Amt "Ahnenerbe" benötigt medizinische Geräte, die im Alt-Reich nicht mehr zu beschaffen sind. Den "terminalen" Versuchen der Mediziner Sigmund Rascher und Ernst Holzlöhner im Konzentrationslager Dachau sowie der Schädelsammlung von Professor August Hirt in Straßburg hat der Reichsführer-SS höchste Priorität gegeben. Himmler ist selbst dabei, als Häftlinge, auf 27 Grad unterkühlt und dann durch die "animalische Wärme" von Frauenkörpern wiederbelebt, zum Geschlechtsverkehr gezwungen werden.
Im Januar 1943 wird Schneider mit der Beschaffung von Apparaten aus dem Bestand der Universität Leyden beauftragt. Es fehlt an Mikroskopen, Zentrifugen und Schmelzöfen. Er kann sich heute nicht mehr erinnern. "Möglich, daß da was war", sagt er. "Dann war das ein Auftrag. Den habe ich sachlich gesehen."
Nicht auszuschließen, daß er tatsächlich nicht wußte, was er da tat. Nicht bemerkte, daß sein Vorgesetzter Sievers den Massenmord an Lagerhäftlingen unter dem Deckmantel der Wissenschaft mitbetrieb. So nah an der Macht und doch so fern jeder Ahnung - auch das wäre eine sehr deutsche Tragödie.
"Selbst wenn wir wüßten, daß er die Geräte geliefert hat, müßten wir nachweisen können, daß ihm klar war, zu welchem Zweck", sagt Wilhelm Dreßen, Staatsanwalt bei der Zentralen Stelle für Nazi-Verbrechen in Ludwigsburg. Kriegsverbrechen werden dem alten Mann nicht anzuhängen sein.
Seine Orden zumindest wird er zurückschicken, "per Einschreiben", wie seine Frau betont. Er hätte sie behalten können, wäre nicht nach 50 Jahren das Kartell der schweigenden Mitwisser zerbrochen. Natürlich sei er das eine oder andere Mal erkannt worden, sagt er, beim Kongreß in den USA von einem jüdischen Mitschüler aus Königsberg oder in Erlangen von einer ostpreußischen Bibliothekarin.
Doch alles blieb still, bis zeitgleich mit der Forschung eines rivalisierenden Kollegen _(* Im November 1990 bei der Verleihung ) _(der Ehrendoktorwürde durch den Rektor ) _(der Technischen Hochschule Aachen, Klaus ) _(Habetha. ) über die SS-Abteilung "Ahnenerbe" anonyme Dossiers im Haus des ehemaligen Hauptsturmführers eintrafen. Auszüge aus seinen Akten, Fotos, Drohbriefe. Im eitlen Gezänk um Professoren und Pfründen wurde der Fall des deutschen Gelehrten Hans Schwerte zum Druckmittel. Erst als er enttarnt war, hat sich der emeritierte Professor selbst angezeigt.
Die Selbstbezichtigung des alten Mannes zwang auch die nordrhein-westfälische Landesregierung, Ermittlungen anzustellen. Nun will Wissenschaftsministerin Anke Brunn, in deren Haus schon seit Juni vergangenen Jahres Hinweise auf die wahre Identität des Professors Schwerte kursierten, Schneider seine Ernennung zum Professor nachträglich aberkennen lassen.
"Du bist der Bonbon zum 8. Mai - der Knallbonbon", sagt Schwerteschneiders Frau, die an eine Verschwörung glaubt. Der alte Hauptsturmführer lächelt nur müde, als verstünde er nicht, wovon die Rede ist. Er sagt: "Nun erst erkenne ich, daß ich über dünnstes Bodensee-Eis geritten bin." Y
* Im November 1990 bei der Verleihung der Ehrendoktorwürde durch den Rektor der Technischen Hochschule Aachen, Klaus Habetha.
Von Walter Mayr

DER SPIEGEL 19/1995
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