17.07.1995

Hermann Josef Hack,

39, Medienkünstler und Kunstbeauftragter im Bildungs- und Forschungsministerium, testete das Umweltbewußtsein Bonner Spitzenpolitiker - und wurde enttäuscht. Um für einen neuen Internet-Dienst mit kostenlosen Informationen über das wachsende Ozonloch zu werben, wollte Hack einem prominenten Politiker die Service-Adresse (http:// www.kulturbox.de/kultur/ozon/ozon/) in einer Flaschenpost überreichen. Doch weder Hacks Chef, Forschungsminister Jürgen Rüttgers, noch die Ressortchefs Matthias Wissmann (Verkehr) und Angela Merkel (Umwelt) mochten mit dem "negativ besetzten Begriff Ozon" in Verbindung gebracht werden. Sogar Grünen-Fraktionssprecher Joschka Fischer winkte ab. Erfolg hatte Beuys-Schüler Hack ("Das Ozonloch ist eine globale Skulptur, an der wir alle mitarbeiten") erst bei der SPD: Michael Müller, umweltpolitischer Sprecher der Fraktion, nahm die Buddel dankend entgegen.


DER SPIEGEL 29/1995
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG.

Dieser Artikel ist ausschließlich für den privaten Gebrauch bestimmt. Sie dürfen diesen Artikel jedoch gerne verlinken.
Unter http://www.spiegelgruppe-nachdrucke.de können Sie einzelne Artikel für Nachdruck bzw. digitale Publikation lizenzieren.

DER SPIEGEL 29/1995
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

Hermann Josef Hack,