16.10.1995

Gerhard Bletschacher,

64, wegen der "Kässchachtel-Affäre" zurückgetretener Chef der CSU-Fraktion im Münchner Stadtrat und ohne Einkünfte, hat jetzt einen Job. Für 15 Mark Stundenlohn kutschiert Bletschacher, der 4,8 Millionen Mark an Spendengeldern der "Stillen Hilfe Südtirol" für seine marode Käseschachtel-Fabrik abgezweigt hat, zwölf Stunden am Tag ein Taxi durch München. Zwar wird der Spendenjongleur damit die unterschlagenen Millionen nicht wieder hereinwirtschaften, aber dem Mann geht es ums Ideelle: "Wer mich erkennt", freut sich der Neu-Taxler, "zollt mir Respekt, daß ich das mache." Das habe ihn "unheimlich aufgebaut".

DER SPIEGEL 42/1995
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG.

Dieser Artikel ist ausschließlich für den privaten Gebrauch bestimmt. Sie dürfen diesen Artikel jedoch gerne verlinken.
Unter http://www.spiegelgruppe-nachdrucke.de können Sie einzelne Artikel für Nachdruck bzw. digitale Publikation lizenzieren.


DER SPIEGEL 42/1995
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

Gerhard Bletschacher,

  • Turner Fabian Hambüchen: Der schwierigste Abgang
  • Überraschende Entdeckung: Geckos können übers Wasser laufen
  • Weltraum-Video: Alexander Gerst filmt Sojus-Flug
  • Südosten der USA: Tausende durch Wintersturm ohne Strom