11.12.1995

Drogen„Zapfhähne raus, Joints rein“

Während die Politiker über den Haschischverkauf in Apotheken streiten, bereitet sich die Szene auf die Freigabe des Cannabis-Handels vor: Fast täglich öffnen in Deutschland neue Läden mit Hanfwaren und Kiffer-Utensilien, allein in Berlin gibt es 80 illegale „Coffee-Shops“. Auch holländische Anbieter drängen auf den Markt.
Der mannsgroße dunkelgrüne Tresor wird von einem Lakaien bewacht, der energisch zwei Rasseln schüttelt. Trockennebel wallt, und ein bengalisches Feuer flackert, als Alan Dronkers, 27, der Gastgeber des Abends, in Aktion tritt. Feierlich öffnet er die Tresortür, zum Vorschein kommen zwei Cannabis-Blüten, die ein bißchen wie Broccoli aussehen.
Die Zuschauer, vor allem Besucher aus den USA und Deutschland, klatschen begeistert, einige rufen "Bravo!" Dann stellen sie sich fein säuberlich in einer Reihe auf und fotografieren einer nach dem anderen das matschgrüne Kraut mit Pocket- und Super-8-Kameras.
Die Gäste würdigen die neuesten Züchtungen der "Sensi Seed Bank" - der weltgrößten Hanfsamenbank, die Alan und seinen Vater Ben, 46, zu reichen Männern gemacht hat -, die Sorten "Juicy Fruit" und "Black Domina". Elf Busse voller Hasch-Touristen, die jeweils 200 Gulden (180 Mark) für den Trip bezahlen, haben die Holländer in der vergangenen Woche zu ihrem Firmensitz gekarrt, einem alten Schloß im niederländischen Nimwegen - eine Werbeaktion, mit der sich die Dronkers für Größeres rüsten: die Eroberung des möglicherweise schon bald freigegebenen deutschen Cannabis-Marktes.
"Der Handel in Deutschland", sagt Ben Dronkers, "ist schon jetzt für uns ein Millionengeschäft." Die Hanf-Körner des Holländers, das Päckchen Saatgut für 20 bis 250 Mark, werden in Deutschland über den Growshop "Blackman" in Stuttgart vertrieben. Monatlicher Umsatz mit den Sensi-Seed-Bank-Produkten: 200 000 Mark. Fast noch mal soviel setzt "Blackman"-Besitzer Jochen Forer, 30, um mit Bewässerungssystemen, Lampen zur Wachstumssteigerung und Büchern, die den Anbau im Keller oder auf dem Fenstersims erklären. Mit den bislang verkauften Artikeln, hat er hochgerechnet, können seine Kunden eine Tonne Cannabis im Monat ernten. _(* Bei der Präsentation neuer ) _(Cannabis-Züchtungen in Nimwegen. )
Händler wie die Dronkers und Forer gehören zu den Großverdienern einer Branche, die in Deutschland seit Monaten besonders hohe Zuwächse hat: Seit das Bundesverfassungsgericht (BVG) im Herbst 1994 entschied, der Besitz von geringen Mengen Haschisch müsse nicht mehr strafverfolgt werden, blüht der Handel mit Cannabis-Produkten und Zubehör aller Art, ob mit Massageöl, Wasserpfeifen oder dem Rauschmittel-Kraut selbst.
Rund vier Millionen Deutsche greifen gelegentlich zum Joint, fast täglich öffnen in der Bundesrepublik neue Head- oder Growshops (Läden, die Kiff-Utensilien wie Hasch-Pfeifen oder Zubehör für die private Cannabis-Zucht verkaufen), 900 gibt es schon. Betreiber sind meist Männer unter 30.
Fachzeitschriften wie Grow! oder Hanfblatt informieren regelmäßig über die besten Rezepte für Hasch-Plätzchen ("Space-cakes"), Verhaltensregeln beim Polizeiverhör oder den richtigen Erntezeitpunkt. An Universitäten erforschen Mediziner, wie Cannabis als Heilmittel hilft - teilweise noch ohne offizielle Genehmigung.
Und insgeheim bereitet sich die Szene schon auf die Legalisierung der weichen Drogen vor: Dann wollen die jungen Hascher mit "Coffee-Shops" nach holländischem Vorbild das große Geld machen.
Während Hasch-Pioniere und Geschäftemacher bundesweit auf die Legalisierung warten, schreiten die Politiker zur Tat - wenn auch mit kleinen Schritten. Kürzlich erst beschlossen die Gesundheitsminister der Länder einen Modellversuch, wonach ab 1997 Cannabis-Produkte fünf Jahre lang in Apotheken verkauft werden dürfen (SPIEGEL 48/1995).
Die Initiatorin des Beschlusses, Schleswig-Holsteins Ministerin Heide Moser (SPD), will so "den Haschischmarkt strikt trennen vom Markt für harte Drogen". Kiffer über 16 Jahre sollen sich ihren Stoff rezeptfrei in "zum Eigengebrauch angemessenen Mengen" in der Apotheke besorgen können.
Die Apotheken bezögen ihr "qualitativ einwandfreies Cannabis", so der Moser-Plan, aus lizenziertem deutschen Anbau oder aus den USA, wo auf einer Farm der Universität Mississippi Cannabis zur Behandlung von Kranken geerntet wird. Die Qualitätssicherung ist ein wichtiger Punkt: Denn das Dope, das Kiffer heute auf dem Schwarzmarkt kaufen, ist oft gestreckt, mit Mehl oder Henna, manchmal auch mit Schuhcreme oder pulverisierten Autoreifen.
Ob der Modellversuch tatsächlich anläuft, ist allerdings noch ungewiß. Immerhin haben 11 von 16 Länderministern dem Plan zugestimmt. Doch die Genehmigung für das Projekt, das auf Schleswig-Holstein und Hamburg beschränkt werden soll, muß das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte in Berlin erteilen. Dessen oberster Chef, Gesundheitsminister Horst Seehofer (CSU), verkündigte vergangene Woche: "Mit mir wird das nichts."
Die Kieler Ministerin will sich vom Legalisierungs-Kurs nicht abbringen lassen. Das Suchtpotential von Haschisch, sagt Moser, werde im Vergleich zu Alkohol oder Tabak "maßlos überschätzt". Cannabis könne allenfalls eine psychische Abhängigkeit auslösen, die "unmittelbaren gesundheitlichen Schäden" seien "bei mäßigem Konsum eher gering".
Auch als Einstiegsdroge für Härteres seien Joints und Hasch-Tees kaum geeignet: Nur 2,5 Prozent der Kiffer verwendeten nach jüngsten Erhebungen nebenbei andere Drogen wie Heroin oder Kokain. Wenn Hascher ihren Stoff in der Apotheke oder in lizenzierten Tabakläden kaufen könnten, argumentieren die Liberalisierer, hätten sie keine Kontakte mehr mit Dealern nötig, die auch harte Rauschgifte anbieten.
Erfahrungen aus Holland bestätigen die Moser-Thesen: Dort darf seit 1982 in den landesweit rund 4500 Coffee-Shops Cannabis verkauft werden - die Zahl der Heroin-Abhängigen aber geht seit Jahren zurück.
Weltweit wächst die Zahl der Mediziner, die Cannabis als Heilmittel durchsetzen wollen. Erstaunliche Wirkung zeigt das Rauschmittel bei Aids-Patienten, die damit ihr Körpergewicht halten können, sowie als Mittel gegen Übelkeit bei Krebs-Patienten, die eine Chemotherapie machen. Der Präsident der Ärztekammer Berlin, Ellis Huber, fordert gar die "allgemeine Legalisierung".
In Reha-Kliniken rauchen Querschnittsgelähmte Marihuana, um ihre Leiden wie etwa Spastiken zu lindern. "Das hat weniger Suchtpotential als Valium", sagt ein Patient, "und du kommst sogar gut drauf." Offiziell erlauben darf das Haschen kein Mediziner, in vielen Kliniken jedoch dulden es Ärzte und Pfleger. "Ich habe Verständnis dafür", sagt der Ärztliche Direktor eines süddeutschen Unfallkrankenhauses, "das Wohlbefinden der Patienten bessert sich durch Cannabis."
Die Realität ist den Politikern nicht nur in den Kliniken schon längst enteilt. Allein in Hamburg gibt es bereits 50 illegale Coffee-Shops - Kneipen, in denen Cannabis unter dem Tresen gehandelt wird. In Berlin, so schätzen Insider, wird in 80 Hasch-Cafes gedealt.
Zwar hebt die Polizei immer wieder solche Läden aus, zuletzt Ende November in Frankfurt, wo ein Arbeiter in seinem Partykeller Kiffer mit Hasch versorgte. Doch viele Coffee-Shops bestehen über Jahre, ohne daß etwas passiert. "Ich verkaufe keine harten Sachen, ich verkaufe nicht an Minderjährige, ich mache keine Werbung", sagt ein Hamburger Betreiber, "und deshalb läßt man mich in Ruhe." Drei Gramm Gras kosten bei ihm 50 Mark. Nach einer Legalisierung würden die Preise "gut um die Hälfte fallen", glaubt der Kneipendealer.
Seit dem BVG-Beschluß fragen Kiffer in Headshops ganz offen nach dem Stoff. Doch viele Jungunternehmer scheuen das Risiko noch. "Ich schick'' die weg", sagt der Hamburger Sinan Güney, 25, der mit zwei Freunden im Oktober den Headshop "Vaikuntha" auf einem Hausboot in der Innenstadt eröffnet hat, "das ist einfach noch zu heikel."
Moralische Bedenken hat der bekennende Kiffer Güney nicht, er möchte nur nicht mit dem Gesetz in Konflikt kommen. Denn mit dem Hausboot haben die drei von der Rauchstelle noch Großes vor: Wenn der Verkauf von Hasch legal wird, wollen sie aus dem Boot einen Coffee-Shop machen. "Das ist das perfekte Objekt", sagt Güney, "so richtig im Amsterdam-Style." Im nächsten Jahr werden sie schon mal üben: Dann stellen sie vor dem Kahn Stühle auf und servieren Tee.
So ähnlich will es auch der Bayer Markus Haderlein, 24, machen. Der ehemalige Arbeiter einer Scheibenwischerfabrik eröffnete Anfang des Monats in seiner Heimatstadt Kronach (18 000 Einwohner) "Hanfland. Der kultimative Laden" - mit Mißbilligung der Stadtverwaltung, die meint, daß der Haschladen, pittoresk in die historische Stadtmauer gebaut, ein Schandfleck sei. "Im Hinterkopf habe ich natürlich einen richtigen Coffee-Shop", sagt Haderlein. "Hier ist eine Riesenszene, der wäre immer voll." Erste Kontakte zu Landwirten hat Haderlein bereits geknüpft, um die spätere Versorgung mit regionalem Qualitäts-Cannabis sicherzustellen.
Viele deutsche Landwirte möchten mit Faserhanf Profit machen. Aus der Nutzpflanze läßt sich Papier, Stoff für Kleidung, Öl für Auto oder Salat sowie Dämm-Material zum Hausbau gewinnen. Der erste deutsche Bauer, der derzeit legal "cannabis sativa" anbauen darf, ist Stefan Jahrstorfer, 32, aus dem niederbayerischen Wochenweis, doch die Bundesregierung hegt Pläne, Pflanzen wirkstoffarmer Sorten ab 1996 generell freizugeben.
In Bielefelds Breiter Straße plant auch Niklas Neumann, 24, für die Zukunft. Seinen Headshop will er "lieber heute als morgen" zum Hasch-Cafe machen, stören könnten dabei die Holländer und der Kühlschrank.
"Die Holländer kaufen in Deutschland reihenweise Kneipen auf, und am Tag X reißen die dann die Zapfhähne raus und verkaufen Joints, so schnell können wir gar nicht gucken", fürchtet Neumann. Und der alte Kühlschrank, ein Geschenk der Großmutter, darf nicht ausfallen.
Denn dann könnten im Headshop die Cannabis-Samen vorzeitig Keime schlagen, und das, weiß Neumann, wäre illegal.
Über die Stromversorgung in "Nik''s Headshop" muß allerdings Neumanns Freundin wachen, er selbst sitzt derzeit in Untersuchungshaft. Vorwurf: Dealen mit Heroin.
Das größte deutsche Headshop-Imperium besitzt der Ex-Kommunarde Raymond Martin, 42. Im "Heartland" in der Nürnberger City macht Martin auf 200 Quadratmetern mit Hasch-Pfeifen, Züchterzubehör und Kelly-Family-T-Shirts bis zu 20 000 Mark Tagesumsatz; im nächsten Jahr will er die Verkaufsfläche verdoppeln. Unter dem Namen "Heartland" betreibt der Hasch-Genießer Martin auch einen Klein- und Großhandelsversand. Experten schätzen seine jährlichen Einnahmen auf mehr als zehn Millionen Mark.
Der Nürnberger ist der einzige Cannabis-Unternehmer, der je eine, wenn auch unfreiwillige, staatliche Anschub-Finanzierung erhielt: 1980 stand er wegen des Vertriebs des Buches "How to grow marihuana indoors" vor Gericht; der Staatsanwalt ließ das Buch für 10 000 Mark ins Deutsche übersetzen. Martin wurde freigesprochen, machte aus der Übersetzung sein erstes Buch und verkaufte 30 000 Exemplare. "Alleine", so Martin, "hätte ich das damals gar nicht bezahlen können."
Der clevere Kiffer tritt für "offensives Benutzen von Hanf" ein. In Rundbriefen an seine Kunden schimpft Martin über die "Doppelmoral" jener der Hanf-Szene, die ein "sauberes, protestantisches Naturwaren-Image" pflegen, Hanf als Öko-Rohstoff darstellen, das Rauschmittel aber ablehnen.
Die Kritik wendet sich auch an das "HanfHaus", das in Berlin und 13 weiteren Städten politisch korrekte Hanfware verkauft: Latzhosen, Cannabis-Krawatten und von Januar an das 100 Prozent biologisch abbaubare Waschmittel "Sativa". Das einzige Zugeständnis an Kiffer: Zigarettenpapier aus Hanf.
HanfHaus-Mitgründer Mathias Bröckers, in der Szene als Hasch-Freund bekannt, will mit der strengen Abgrenzung zu Headshops Hanf massenfähig machen: "Mit den Headshops vergrault man doch 95 Prozent aller Leute." Das bedeutet nicht, daß das HanfHaus immer rauschfrei bleiben wird. Mit-Geschäftsführer Peter Oeltze von Lobenthal, 44: "Wenn Hasch erst mal legal ist, werden wir natürlich einige ausgewählte Sorten führen." Y
Die Grenze zur Illegalität verläuft in Omas Kühlschrank
* Bei der Präsentation neuer Cannabis-Züchtungen in Nimwegen.

DER SPIEGEL 50/1995
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