06.09.1993

LiteraturBÜCHNER UND DIE DETEKTIVE

Als Aufrührer wurde er steckbrieflich gesucht, als revolutionärer Dichter allzu spät gerühmt - und bis heute bieten Werk und Vita Georg Büchners viel Stoff für Streit und Spekulation. Zwei neuentdeckte Briefe erhellen jetzt die produktivste Phase aus dem kurzen Leben des Genies: Büchners politisches Exil in Straßburg und Zürich.
Das Verbrennen nicht zu vergessen!!!" stand mitunter warnend am Rand ihrer Schreiben. Besonders heikle Nachrichten tauschten die jungen Studenten aus Gießen und Darmstadt um 1834 ohnehin lieber chiffriert aus - als Code benutzten sie die Buchstabenfolge von Theodor Körners Freiheitsversen "Ahndungsgrauend todesmuthig/ Bricht der große Morgen an".
Das war kein jungenhaftes Indianerspiel. Georg Büchner, angehender Mediziner, und seine Verbündeten von der Gießener "Gesellschaft der Menschenrechte" mußten sich schon hüten, sobald sie anfingen, den großen Morgen der Revolution zu planen. Der Regierung ihres hessischen Großherzogtums galten die freiheitsbegeisterten Jünglinge als Landesverräter; ein paar leichtsinnige Kameraden saßen bereits hinter Gittern. Da wanderten Papiere, die den argwöhnischen Behörden auffallen konnten, am besten gleich ins Feuer.
Pech für Historiker - und nur eines von vielen Mißgeschicken der Überlieferung, die Büchner-Forscher beklagen. Weder "Leonce und Lena" noch "Woyzeck" wurden zu Lebzeiten dieses "Dichters der Kreatur" (Paul Celan) gedruckt, selbst das Revolutionsstück "Dantons Tod" nur in verfälschter Form. Fast alle Projekte Büchners, der 1837, noch nicht 24 Jahre alt, als Anatomie-Dozent _(* Foto eines mit zwei Haarlocken des ) _(Dichters versehenen zeitgenössischen ) _(Porträts, das 1944 vernichtet wurde. ) und Doktor der Philosophie in Zürich an Typhus starb, sind lückenhaft überliefert, vom biographischen Material zu schweigen: Ganze elf Briefe aus der Hand des revolutionären Poeten waren bislang bekannt.
Um so mehr Raum blieb für Legenden. Noch immer etwa behaupten Biographen, der junge Verschwörer sei spätestens seit seinem Exil in Straßburg ein zynischer Nihilist geworden, der auf eine Revolution nicht mehr ernstlich gehofft habe - "Büchner hörte bald auf, von gewaltsamen Umwälzungen zu träumen", schrieb mißverständlich schon Karl Gutzkow, literarischer Mentor des Schriftstellers, in seinem Nachruf auf den Frühverstorbenen.
Gegen derlei Mutmaßungen hat Thomas Michael Mayer, 46, seit über 20 Jahren manischer Büchner-Fährtensucher und nun Mitarbeiter einer dem Dichter gewidmeten Forschungsstelle an der Uni Marburg, nun Fakten zu bieten: zwei Briefe (siehe Kasten), die der Heißsporn gemeinsam mit dem eigentlichen Entdeckertrio am Montag dieser Woche in einem Buch herausgibt*.
Sie zeigen - laut Mayer, der sogar als Nachtarbeiter dem Vorbild seines _(* "Georg Büchner an ,Hund'' und ,Kater''. ) _(Unbekannte Briefe des Exils". Hrsg. von ) _(Erika Gillmann, Thomas Michael Mayer, ) _(Reinhard Pabst und Dieter Wolf. Jonas ) _(Verlag, Marburg; 160 Seiten; 38 Mark. ) Helden treu bleibt - die zuvor nur "in Schraffur" bekannte Exilzeit des Dichters "wie ein beleuchtetes Terrarium", sie erlauben präzisere Datierungen, ja sie geben sogar für die Deutung von Büchners Werken neue Hinweise.
"Praktisch vor unserer Haustüre" (Vorworttext) hatten bis Mai dieses Jahres unbemerkt jene beiden feinen Zettel geruht, für deren historische Durchleuchtung Mayer & Co. nun rund 100 engbedruckte Seiten brauchen - versteckt auf einem Dachboden der kleinen Stadt Butzbach. Für Büchner-Experten ein bekannter Name: In Butzbach wohnte der Rektor und Theologe Friedrich Ludwig Weidig, jener Mann, der mit seiner Flugschrift "Leuchter und Beleuchter für Hessen" verfassungswidrige Regierungspraktiken anprangerte.
Anfang 1834 war Büchner dieser heimlichen Leitfigur des demokratischen Widerstands begegnet und sogleich in den engsten Kreis der Verschwörer aufgerückt. "Der Aristocratismus ist die schändlichste Verachtung des heiligen Geistes im Menschen", schrieb er an seine Eltern in Darmstadt. Nur ein Massenaufstand, so erklärte er seinen Freunden, könne das Fürstenjoch zerbrechen.
Kaum zwei Monate später hatte Büchner sein eigenes frühkommunistisches Manifest fertig. "Friede den Hütten! Krieg den Palästen!" ließ der von Bekannten als vornehm, ja zart geschilderte Medizinstudent seinen "Hessischen Landboten" trompeten, nannte die staatliche Justiz eine "Hure der deutschen Fürsten".
Und die Hure lag schon auf der Lauer. Kaum war der "Hessische Landbote", von Weidig mit Bibelzitaten untermischt, in Druck gegangen, da wurde auch schon, nach gezielter Denunziation, ein Bote mit den frischen Exemplaren abgefangen und in Untersuchungshaft gesteckt. Sofort eilte Büchner zu Fuß nach Butzbach, Offenbach und Frankfurt - auf dem gründlich überwachten Postweg hätte er seine Freunde ja schlecht warnen können.
Die Vorsicht half: Büchner und Weidig kamen ohne Arrest davon. Aber auch gegen sie begann die Ermittlungs-Maschinerie zu arbeiten. Der vergebliche Versuch, einen der "Landboten"-Verteiler aus dem Gefängnis zu befreien, heizte den Argwohn der Obrigkeit noch an. Anfang 1835 wurde Büchner, der gerade begonnen hatte, "Dantons Tod" zu schreiben, mehrfach gerichtlich verhört.
Doch erst als er einsah, daß weitere Befreiungsaktionen nutzlos gewesen wären, floh er _(* Oben: Um 1850; Stahlstich von C. ) _(Reiss; unten: 1833, beim Sturm auf die ) _(Frankfurter Hauptwache. ) schließlich über die Rheingrenze nach Straßburg - eben noch rechtzeitig: Schon im April nahm die Polizei die nächsten Verschwörer fest, im Juni erschien gar ein Steckbrief, der dem Exilanten "staatsverrätherische Handlungen" vorwarf.
Der große, dunkelblonde "George" war in Straßburg gut bekannt: Schließlich hatte Büchner dort 1831 sein Studium begonnen und sich mit der Tochter seines Hauswirts verlobt. Jetzt traf der Aufrührer seine Minna wieder, dazu viele Studienkameraden, auch Mitstreiter des "Jungen Deutschland".
Nach und nach kamen, von der Verhaftungswelle erschreckt, neue Emigranten in der Münsterstadt an, herumstromernde Burschenschaftler - "Strömer", die mit Spitznamen "Fasan" oder "Schnaps" hießen -, aber auch Handwerker aus dem Weidig-Zirkel und der Feinmechaniker Wilhelm Braubach, unter den Verschwörern "Kater" genannt.
Die Braubachs waren besonders gute Freunde: Karl, Wilhelms Bruder, hatte Büchner 20 Gulden für seine Flucht überlassen, Monate vorher sogar das Manuskript des "Landboten" versteckt - in der Scheune seiner Eltern in Butzbach, nur einen Steinwurf vom Haus des Demokraten-Anführers Weidig entfernt.
Auch Wilhelm war schon hafterprobt, ein Kerl also, dem man vertrauen konnte. So machte Büchner, als er den nach Zürich weitergereisten Braubach anschrieb, auch nicht viele Worte. Im ersten der beiden Brief-Fundstücke gab er hauptsächlich schlimme Nachrichten über die noch immer gefangenen Genossen weiter:
"Nächste Ostern bin ich definitiv in Zürich", schrieb Büchner - doch daraus wurde nichts. Erst ließ er seine eilends beendete Doktorarbeit über das Nervensystem der Barben drucken, dann mühte er sich, "Leonce und Lena", eine groteske Fürstensatire, abzuschließen.
Aber für den Lustspielwettbewerb, den der Cotta-Verlag zu Jahresbeginn ausgeschrieben hatte, kam die bissige Komödie zu spät. Ohnehin hoffte Büchner als Dozent in Zürich leben zu können. Dorthin, an den nächsten Zufluchtsort deutscher Demokraten, war auch der Empfänger des zweiten neuentdeckten Briefes gegangen: Georg Geilfus (Spitzname "Hund"), wie Büchner steckbrieflich gesucht und wie Braubach über Straßburg ins Schweizer Exil entwichen.
In dem Blatt, klein zusammengefaltet wie ein Kassiber, fragte der Dichter deutlicher: Werde etwa auch die Schweizer Tagsatzung, die Ausländerbehörde in Bern, ähnlich wie jetzt Frankreich jungdeutsche Parteigänger auszuweisen beginnen? Und wo stecke Professor Baiter, der ihn zum Doktor machen sollte? Vor allem aber bekam Geilfus, kein allzu enger Freund Büchners, mahnend zu hören, für welch "alte Esel" sein scharfsichtiger Kamerad die meisten der patriotisch eifernden "Strömer" hielt. "Ich weiß, wie schwach, wie unbedeutend, wie zerstückelt die liberale Partei ist", hatte Büchner schon im Jahr zuvor seinem Bruder erklärt, "ich weiß, daß ein zweckmäßiges, übereinstimmendes Handeln unmöglich ist."
"Babylonische Verwirrung" (Büchner) herrschte unter den Revolutionären tatsächlich: Von den geflohenen Studenten und Handwerksgesellen, die vorzugsweise in Kneipen auf Deutschlands kommende Befreiung anstießen, hatten die wenigsten politisch klare Ziele. Georg Fein, in den Demokratentreffs Straßburgs und der Schweiz wohlbekannt, ließ sein Zech"Kränzchen" sogar Topfschlagen spielen oder feierte "Bierrittersitzung".
Ein derart naiver Freiheitsdurst konnte dem nüchtern-heiteren Büchner gestohlen bleiben. _____" Die da liegen in der Erden Von de Würm gefresse " _____" werden, Besser hangen in der Luft, als verfaulen in der " _____" Gruft! "
- dieses Motto aus "Dantons Tod" hatte er einem Gießener Bekannten keck ins Stammbuch geschrieben. Und wie eine Gruft sahen für ihn die düsteren Kaschemmen aus, in denen die soeben noch republikanisch begeisterten jungen Männer nun Fett und Weltschmerz anzusetzen begannen.
Aber zum resignierten, zynischen "Apostaten" und Fatalisten wurde Büchner über dem betrüblichen Anblick keineswegs. Die neuen Briefe - samt manch anderem Dokument vom Butzbacher Dachboden - beweisen für die Marburger Experten beispielhaft, daß der weitblickende Student, der laut Zeugen schon früher "starke Correspondenz" betrieben hatte, auch von Straßburg aus ein "dichtes und aktuelles Netz von Informationen" zu knüpfen begann. Vielleicht ließen sich die revolutionären Kräfte ja wieder sammeln.
Zu Gelagen mit "deutschnationalen Bierdimpfeln" (Mayer) hatte Büchner sowieso weder Lust noch Zeit: "Leonce und Lena" kam voran, die später hochgerühmte, noch heute Staunen erweckende Psycho-Erzählung "Lenz" lag in der Schublade, und Dokumente für sein drittes Drama fing der junge Anatom des gesellschaftlichen Elends gerade zu sichten an - eine entlarvend genaue Szene voller Seitenhiebe auf besoffene Handwerker sollte im "Woyzeck" auch vorkommen.
Wirklich ungehalten machten Büchner dagegen die Neuigkeiten aus der Heimat: spärliche Hinweise beispielsweise darüber, wie es im neuerbauten Darmstädter Hochsicherheitstrakt zuging. So rundete er, in schneidendem Kontrast zum Geplauder vorher, den Brief an Geilfus auch mit einer bitterironischen Nachschrift voll knarrendem Amtsdeutsch ab: Der seit über einem Jahr inhaftierte Weidig, so das Postskriptum, werde vermutlich bald Prügelfoltern erdulden müssen.
Büchner sollte recht behalten. Das zweite Haftjahr überlebte der standhafte Butzbacher Schulmann nicht. Er starb im Kerker - nur vier Tage nachdem in Zürich der Privatdozent und Dichter Georg Büchner dem Typhus erlegen war.
Krankenwache beim Genie, das sich noch in Fieberphantasien um die gefangenen Kameraden sorgte und selbst ängstigte, nach Hessen ausgeliefert zu werden, hielt auch Wilhelm Braubach, der "Kater". Und trotz aller Risiken hob er den Brief des Freundes sorgsam auf, bat später wohl auch Geilfus um dessen Büchner-Blatt.
Nun ergänzen die beiden Schreiben an politische Freunde Büchners Lebensbild, das die Fachleute gern so präzise ausmalen würden wie der Dichter selbst sein Revolutionsdrama: als "geschichtliches Gemälde, das seinem Original gleichen muß". Y _(* Mit Co-Autor Reinhard Pabst und ) _(Burghard Dedner, dem Leiter der ) _(Büchner-Forschungsstelle Marburg. )
Autor Büchner *: "Friede den Hütten! Krieg den Palästen!"
Büchner-Brief an Geilfus (Ausriß): Spielen wie die kleinen Buben
Büchner-Exil Straßburg *: "Wie schwach, wie unbedeutend"
Revolutionäre Studenten im Vormärz*: "Hure der Fürsten"
Büchner-Detektiv Mayer (M.)*: Fund vor der Haustür
* Foto eines mit zwei Haarlocken des Dichters versehenen zeitgenössischen Porträts, das 1944 vernichtet wurde. * "Georg Büchner an ,Hund'' und ,Kater''. Unbekannte Briefe des Exils". Hrsg. von Erika Gillmann, Thomas Michael Mayer, Reinhard Pabst und Dieter Wolf. Jonas Verlag, Marburg; 160 Seiten; 38 Mark. * Oben: Um 1850; Stahlstich von C. Reiss; unten: 1833, beim Sturm auf die Frankfurter Hauptwache. * Mit Co-Autor Reinhard Pabst und Burghard Dedner, dem Leiter der Büchner-Forschungsstelle Marburg.

DER SPIEGEL 36/1993
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