AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 34/2017

Ekel-Keime So gefährlich ist der Küchenschwamm 

Wahrhaft widerwärtig: Deutsche Forscher haben untersucht, welche Keime in Spülschwämmen lauern. In den USA verursachten ihre Ergebnisse bereits Panikreaktionen.

Küchenschwamm

Küchenschwamm


Ein nordkoreanischer Diktator, der mit dem atomaren Erstschlag droht; ein polternder US-Präsident, der im höchsten Staatsamt neue Maßstäbe in Sachen Unberechenbarkeit setzt: Für die Bürger der Vereinigten Staaten gäbe es derzeit genügend Gründe, um in Hysterie zu verfallen.

Angst und Schrecken verbreiten unter den Bewohnern der Supermacht aber derzeit vor allem die Forschungsresultate eines Wissenschaftlers von der Hochschule Furtwangen in Baden-Württemberg.

Was ist geschehen?

Ein Team um den Mikrobiologen Markus Egert hat eine Studie veröffentlicht, die wahrhaft Widerwärtiges zutage gefördert hat. So gründlich wie keiner vor ihm hat der Forscher die Bakterienflora untersucht, die in einem gewöhnlichen Küchenschwamm während der Nutzung heranwächst. Demnach hausen in den Reinigungshilfen pro Kubikzentimeter bis zu 54 Milliarden Bakterien - eine ähnliche Dichte findet sich in menschlichen Stuhlproben.

Neben diesem Befund warten die Mikrobiologen mit einer Erkenntnis auf, die noch alarmierender ist: Hartnäckige und potenziell gefährliche Keime lassen sich offenbar auch mit noch so rabiaten Säuberungskuren nicht mehr aus den Schwämmen vertreiben.

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insgesamt 17 Beiträge
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Seite 1
haudinei 21.08.2017
1. Ernsthaft?
Mich hätte interessiert, wie häufig man die Schwämme tauschen sollte, welche Erreger darin zu finden sind, was die Erreger für Krankheiten verursachen und welche Alternativen es zu herkömmlichen Spülschwämmen gibt. Nichts davon ist im Artikel zu finden. Und das soll ein Plus-Artikel sein? Kommt schon Leute, das grenzt an Abzocke...
zeichenkette 21.08.2017
2. Noch viel schlimmer
Im menschlichen Körper leben zehnmal mehr Bakterien als der Körper Zellen hat! Unhaltbare Zustände! Allein im Darm leben bis zu zwei Kilogramm Bakterien! Ernsthaft, Hygiene ist wichtig, aber dass alles vor Bakterien wimmelt und wir sogar in unseren eigenen Körpern in der Minderheit sind, ist nun mal so. Wenn man nicht gerade schwer krank ist und mit seinem Küchenschwamm kein rohes Fleisch o.ä. abwischt, hat noch kein Küchenschwamm jemanden getötet...
rainerwäscher 21.08.2017
3.
Ich benutze gar keine Schwämme mehr, sondern Putzlappen aus Baumwolle, die täglich ausgewechselt werden und dann in die Waschmaschine kommen. Selbst hergestellt aus alten Bettlaken.
smsderfflinger 21.08.2017
4. Was ist neu?
Wir haben doch schon unlängst gelernt, dass Toilettenbrille und -deckel eine um Potenzen geringere Bevölkerungsdichte haben als Spülschwämme. Bakterien im Spülschwamm sind aber allemal besser als auf dem Spülgut. Konsequenz? Nein, nicht Sagrotan aber vermeiden Sie es, den Schwamm zu essen, auch nicht mit einer leckeren Sosse... Wir werden alle sterben. D PS.: Den Amerikanern liegt der Spülschwamm einfach geografisch näher als der kleine Dicke...
MrSnoot 21.08.2017
5.
---Zitat--- Ein deutscher Küchenschwamm durchläuft häufig so viele Reinigungsgänge in der Waschmaschine ---Zitatende--- Ernsthaft? Ich kenne niemanden, der seinen Küchenschwamm in der Waschmaschine (oder Spülmaschine) reinigt.
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