Im neuen SPIEGEL: Unser Mann in Syrien, die Geburt des Ich,
die Euro-Krise - und Israel

Von Chefredakteur Georg Mascolo

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Liebe Leserin, lieber Leser,

seit mehr als 15 Monaten kämpfen syrische Rebellen gegen ihren verhassten Präsidenten Baschar al-Assad - und der unternimmt alles, damit ausländische Journalisten die Verbrechen gegen sein Volk nicht beobachten können. Wir haben in vielen Artikeln beschrieben, was wirklich passiert. Denn einer unserer Reporter bewegte sich immer wieder durch das Land, getarnt, auf geheimen Pfaden, weitergeleitet von einer Rebellengruppe zur anderen. Die Geschichten erschienen monatelang anonym, wir haben den Autor geschützt, seine Kontaktleute, seine Informanten. Inzwischen sind seine bisherigen Ansprechpartner tot, gestorben in einem blutigen Bürgerkrieg. Deshalb erscheint in diesem Heft zum ersten Mal eine Syrien-Reportage unter seinem Namen: SPIEGEL-Reporter Christoph Reuter hat in Damaskus Arabistik studiert, er spricht Arabisch mit syrischem Akzent, Assads Geheimdienstler konnten ihn nicht fassen. Und in dieser Ausgabe beschreibt Reuter Auflösung und Apokalypse: Das Regime zerfällt, und trotzdem agiert es brutal.

Wie werden wir Menschen, was wir sind? Warum werden manche chronisch krank, warum leiden andere an psychischen Störungen? Lange sahen Wissenschaftler vor allem Gene und Umwelteinflüsse nach der Geburt als entscheidende Faktoren. Jetzt schauen Mediziner und Biologen auch auf die ersten neun Monate des Lebens, auf die Zeit im Bauch der Mutter. Wir beschreiben die laufenden Forschungen, die bereits heute deutlich zeigen: Was Müttern widerfährt, beeinflusst das Leben der nächsten Generation weit mehr als bislang gedacht.

Vor genau einem Jahr schon warnte der SPIEGEL mit der Titelzeile "Plötzlich und erwartet - Nachruf auf eine gemeinsame Währung" vor dem Ende des Euro, Zitat aus dem damaligen Text: "Die Chancen, dass der Euro in seiner heutigen Form überlebt, sind geringer denn je." Das hielt manch einer für alarmistisch, die Geschichte brachte dem SPIEGEL viel Kritik ein. Fünf Euro-Titel später steht es schlimm um unsere gemeinsame Währung. Nun fordert ein Chor von Politikern und Ökonomen, Deutschland solle doch endlich eingreifen - und für die Schulden der Euro-Zone garantieren. Aber das ist weder sinnvoll noch möglich - wie eine Analyse des Wirtschaftsressorts belegt.

Israelis und Palästinenser "brauchen einen Psychiater" als Vermittler - so der weltberühmte Dirigent Daniel Barenboim zu zwei SPIEGEL-Kollegen, die ihn vergangene Woche nach einem Konzert in seiner Wiener Künstlergarderobe besuchten. Barenboim hat selbst unter anderem einen israelischen Pass (und noch drei weitere), aber mit seiner jüdischen Heimat tut er sich schwer. Seit Jahren versucht er, dort eine Oper des Antisemiten Richard Wagner aufzuführen, und scheitert immer wieder. Barenboim klagt über die "Politisierung des Holocaust" in Israel. Mit der Begründung, so etwas dürfe sich nie wiederholen, unterdrücke die Regierung vor allem die Palästinenser - die mit dem europäischen Antisemitismus nichts zu tun hätten. Das SPIEGEL-Gespräch mit Barenboim finden Sie im Kulturteil.

Hier kommen Sie zur Digitalausgabe des neuen SPIEGEL.

Eine anregende Lektüre wünscht Ihnen

Georg Mascolo

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