Im neuen SPIEGEL: Das Euro-Szenario, das Handwerk des Regierens, die seltsame Familie Schlecker - und Frauen an der Macht

Von Chefredakteur Georg Mascolo

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Liebe Leserin, lieber Leser,

zehn Tage hatte Italiens Premierminister Mario Monti dem Euro noch gegeben, bevor sich die vier größten Wirtschaftsnationen der Währungszone am Freitag auf ein Wachstumsprogramm einigten. Doch ernst ist die Lage geblieben. In der Titelgeschichte zum EU-Gipfel in dieser Woche beschreibt ein Team von SPIEGEL-Redakteuren, wie sehr sich die europäischen Regierungschefs zerstritten haben und was der Zerfall der Euro-Zone bedeuten würde: tiefe Rezession, steigende Arbeitslosenzahlen, eine politische und ökonomische Katastrophe.

Lässt sich politisches Handeln so pragmatisch bewerten wie die Arbeit eines Klempners? Kann man also nachschauen, welche Methoden funktionieren und welche nicht, wer sich schnell und effizient um Probleme seines Landes kümmert und wer sich selbst ausbremst? Unter dem Begriff "good governance", gute Regierungsarbeit, debattieren Experten und Politiker, wie weit die Mächtigen weltweit ihr Handwerk beherrschen. Wir beginnen in dieser Ausgabe mit einer vierteiligen Serie: Meine Kollegen haben in Brasilien recherchiert, in China, den USA und im vergleichsweise kleinen Dänemark. Und man kann viel lernen aus den Erfolgen wie auch den Fehlern anderer Staaten.

Anton Schlecker und seine Kinder Meike und Lars haben mit ihrer Drogerie-Kette eine der größten Pleiten in der Geschichte der Bundesrepublik hingelegt, 30.000 Menschen verloren ihre Arbeit. Wir wollten wissen: Wie leben die drei damit? Die SPIEGEL-Leute Susanne Amann und Janko Tietz fanden es gespenstisch in Ehingen auf der Schwäbischen Alb. Dort steht die Firmenzentrale, groß und jetzt nahezu so nutzlos wie nach der Wende Erich Honeckers Palast der Republik. Die Familie scheint das Desaster weitgehend zu verdrängen. Vater Anton fährt noch regelmäßig in die Tiefgarage der Zentrale, seine Kinder können gar nicht verstehen, warum ihr Image so schlecht ist. Die Geschichte über die seltsamen Schleckers finden Sie im Wirtschaftsteil.

Handeln Frauen mit Macht anders als Männer? Seit Juli 2010 regiert die Sozialdemokratin Hannelore Kraft zusammen mit ihrer grünen Stellvertreterin Sylvia Löhrmann Nordrhein-Westfalen, das bevölkerungsreichste Bundesland. Wir haben die beiden zu einem SPIEGEL-Gespräch gebeten. Und austeilen können sie ganz ordentlich: Anders als viele Männer hätten sie ja noch ein Leben vor der Politik gehabt, Frauen brauchten die Macht nicht als Droge, sie gingen nüchterner mit ihr um. Und selbst beim Fußball, spottet Kraft, seien sie "manchmal die größeren Experten". Das Gespräch finden Sie im Deutschlandteil.

Hier kommen Sie zur Digitalausgabe des neuen SPIEGEL.

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Georg Mascolo

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