Im neuen SPIEGEL Smartphones, Vatikan-Millionen, Pokern um den Euro - und: Können Frauen jetzt alles haben?

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Von Chefredakteur Georg Mascolo


Liebe Leserin,

lieber Leser,

wollen Sie sich Ihr Leben ohne Smartphone, ohne Handy gar nicht mehr vorstellen? Sind Sie im Stress, weil Sie noch Facebook checken, den Browser updaten und dringend Ihre Mails beantworten müssen? Nervt Sie das Ding, lieben Sie es? In der neuen SPIEGEL-Titelgeschichte beschreibt mein Kollege Thomas Tuma, wie das Smartphone ihn verändert hat und wie es uns alle verändert. Sind wir auf dem Weg, süchtig zu werden, oder dreht sich die Welt nur schneller, ist sie bunter und zugleich bequemer geworden?

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Heft 27/2012
Anleitung zu einer digitalen Diät

Besonders empfehlen möchte ich Ihnen auch eine Geschichte, die an düstere Kirchen-Thriller erinnert: "Ich habe im Vatikan Dinge gesehen, die mir Angst machen" - das schrieb Ettore Gotti Tedeschi, Ex-Bankier des Papstes, in einem vertraulichen Memorandum. "Institut für die religiösen Werke" heißt die Bank. Aber was meine Kollegen über die klandestinen Geschäfte der Papst-Vertrauten herausgefunden haben, klingt nicht gottgefällig: Es geht um geheime Konten, Millionenbeträge bei einer Frankfurter Bank, eine schwarze Liste und die Frage, ob die Papst-Bank das Paradies für Geldwäscher ist.

Die Nacht zu Freitag war lang beim EU-Gipfel in Brüssel, es wurde Polit-Poker gespielt, hart, mit hohem Risiko - und es ging wieder um sehr viel Geld. Am Ende setzte sich Italiens Regierungschef Mario Monti durch, Bundeskanzlerin Angela Merkel knickte ein, und Europa ist der Vergemeinschaftung der Schulden wieder einen Schritt näher. Meine Kollegen haben recherchiert, was in dieser Nacht in Brüssel geschah. Und was es jetzt bedeutet für die Sicherheit des Euro. Die Geschichte finden Sie im Deutschland-Teil der neuen Ausgabe.

Frauen, vor allem solche mit Karriere-Ambitionen, werden womöglich nicht mögen, was Anne-Marie Slaughter zu erzählen hat: "Es war auf einem glamourösen Empfang mit dem Präsidenten und Mrs. Obama, ich trank Champagner und grüßte ausländische Würdenträger, aber ich konnte nicht aufhören, an meinen 14-jährigen Sohn zu denken, der einfach seine Hausaufgaben nicht machte." Slaughter war Chefin des Planungsstabs im US-Außenministerium - bis sie hinschmiss, weil ihr keine Zeit blieb für die Kinder und den Rest des Lebens. Ihre Geschichte, veröffentlicht im Magazin "Atlantic Monthly", hat in den USA eine Debatte neu entfacht: Wie lassen sich Karriere und Familie vereinbaren? Warum Frauen angeblich "immer noch nicht alles haben können" (Slaughter) - das lesen Sie im Interview mit ihr im Gesellschaftsteil.

Hier kommen Sie zur Digitalausgabe des neuen SPIEGEL.

Eine anregende Lektüre wünscht Ihnen

Georg Mascolo



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