Im neuen SPIEGEL: Die Skandale der Deutschen Bank; die Einsamkeit der Schattenkinder; Doris Schröder-Köpf; Kriegsfolgen im Irak

Mascolo Zur Großansicht
DPA

Mascolo

Liebe Leserin,
lieber Leser,

die Deutsche Bank verkörpert wie kein anderes Unternehmen die Macht der deutschen Wirtschaft. Doch inzwischen hat sie mit einer Reihe von Skandalen ihren Ruf verspielt. Die Bank soll ihre Bilanzen geschönt und Milliardenverluste verschleiert haben, in der vergangenen Woche durchsuchten mehrere hundert Beamte die Frankfurter Zentrale nach Beweisen für dubiose Geschäfte mit Emissionszertifikaten, und am Freitag wurde das Geldinstitut im Kirch-Prozess zur Zahlung von Schadensersatz verurteilt. Bereits im Januar beschrieb der SPIEGEL in einer Titelgeschichte, wie tief die Bank in die Finanzkrise verstrickt war ("Die Zocker AG"). In diesem Heft beschreibt ein Team um den Frankfurter SPIEGEL-Korrespondenten Martin Hesse, wie die neue Führung um Anshu Jain und Jürgen Fitschen der Bank eine neue Kultur verordnen wollte. Mittlerweile muss sie um ihre Glaubwürdigkeit kämpfen.

Drei Millionen Kinder in Deutschland sind sogenannte Schattenkinder. Sie wachsen mit einer psychisch kranken Mutter oder einem psychisch kranken Vater auf - bleiben aber mit ihrem Kummer und ihren Sorgen allein. Meine Kollegin Antje Windmann hat ein Jahr lang eine Gruppe für betroffene Jugendliche besucht. Ein Mädchen vertraute ihr an, dass es seine Mutter heimlich besucht, obwohl das Amt das verboten hat. Besonders nah kam Windmann der heute 16-jährigen Johanna, deren Mutter manisch-depressiv ist. "Johannas Fröhlichkeit hat mich völlig überrascht", sagt Windmann. "Bis ich verstanden habe, dass ihr Lächeln vor allem dazu dient, dass niemand sie fragt, wie es ihr geht."

Man solle ans Büro ihres Mannes mailen oder dort anrufen, so sei sie am besten zu erreichen, sagte Doris Schröder-Köpf, als Markus Feldenkirchen und René Pfister sie um ein Gespräch über die Gleichberechtigung von Mann und Frau im Allgemeinen und im Falle Schröder-Köpf im Besonderen baten. Das Interview am vorigen Donnerstag fand dann auch im Rechtsanwaltsbüro des Altkanzlers in Hannover statt. Immerhin - während Schröder-Köpf den beiden erzählte, wie mühsam die häuslichen Absprachen gerade jetzt seien, in der Hochphase ihres Wahlkampfs um ein Mandat im niedersächsischen Landtag, kümmerte sich ihr Mann um ihre beiden Kinder.

Vor zwei Jahren stieß der Fotograf Christian Werner in Blogs auf die Behauptung, dass viele Neugeborene im Nachkriegs-Irak missgebildet seien. Eine Folge vorangegangener Kriege: Weil Uran eine besonders hohe Dichte hat, wird es in abgereicherter Form bei der Herstellung panzerbrechender Munition verwendet - so etwa in den Golfkriegen. Wenn die Schlachten geschlagen sind, bleibt das Uran zurück. Aus der irakischen Stadt Basra wurden in den vergangenen Jahren alarmierende Zahlen über Missbildungen bei Neugeborenen gemeldet, ebenso aus Falludscha. Gemeinsam mit SPIEGEL-Reporter Alexander Smoltczyk ist Werner im Irak der Frage nachgegangen, ob es tatsächlich einen Zusammenhang zwischen dem Einsatz von Uran-Munition und dem Anstieg von Missbildungen gibt. Die beiden sprachen mit Ärzten, Wissenschaftlern, Politikern und mit betroffenen Familien. "Für diese Menschen ist der Krieg mit ,mission accomplished' nicht vorbei", sagt Smoltczyk. "Und die Belastung durch Niedrigstrahlung ist nur ein kleiner Teil ihres Elends." Die beklemmende Fotoreportage von Christian Werner ist vollständig auf der iPad-Ausgabe des SPIEGEL zu sehen.

Hier kommen Sie zur Digitalausgabe des neuen SPIEGEL.

Viel Spaß bei der SPIEGEL-Lektüre wünscht Ihnen

Georg Mascolo

Sie wollen wissen, was im neuen SPIEGEL steht? Bestellen Sie den kostenlosen SPIEGEL-Brief. Die Redaktion des Magazins informiert Sie persönlich per E-Mail.

Jetzt hier anmelden.

Lesen Sie den neuen SPIEGEL ab Sonntag, 8 Uhr.

Laden Sie hier die neue Ausgabe des Digitalen SPIEGEL.

Diesen Artikel...
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks teilen

  • Xing
  • LinkedIn
  • Tumblr
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Digg
  • reddit

© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH

SPIEGEL ONLINE Schließen


  • Drucken Versenden
  • Nutzungsrechte Feedback
  • Zur Startseite

Was ist der digitale SPIEGEL?

Wie kann ich den digitalen SPIEGEL lesen?

Was kostet das?

Warum brauche ich eine SPIEGEL-ID?

Sie können damit: