Im neuen SPIEGEL: Peer Steinbrücks missglückter Start; Chinas repressiver Umgang mit SPIEGEL-Journalisten; Lance Armstrongs Lebenslüge

Von Chefredakteur Georg Mascolo

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Liebe Leserin,
lieber Leser,

das Urteil von Altkanzler Helmut Schmidt über den Kandidaten Peer Steinbrück stand fest: Er kann es. Nämlich den Kanzlerjob machen. Dem SPIEGEL war diese Aussage im Oktober 2011 einen Titel wert. Inzwischen aber ist, bis hinauf in die SPD-Spitze, die Sorge groß, dass der Kandidat sich um Kopf und Kanzleramt redet. Warum macht Steinbrück so viel falsch? Und was macht er überhaupt richtig? Mit diesen Fragen beginnt für die Sozialdemokraten das Wahljahr 2013, und ein Team um Titelautor Dirk Kurbjuweit beschreibt die Ursachen für Steinbrücks verstolperten Start und gibt Antworten - während SPD-Chef Sigmar Gabriel im SPIEGEL-Gespräch erklärt, wie die SPD die Union doch noch zu schlagen gedenkt.

China drängt an die Weltspitze, nicht nur wirtschaftlich, sondern auch in einer sehr speziellen Disziplin, die da heißt: Repressalien gegen Journalisten. So jedenfalls erlebte es Bernhard Zand, seit September vergangenen Jahres SPIEGEL-Korrespondent in Peking, zuvor zwölf Jahre als Berichterstatter in Kairo, Dubai, Istanbul stationiert - also vertraut mit den diversen Methoden von Polizei und Geheimdiensten zur Einschüchterung. Ende Dezember fuhr Zand in die Provinzstadt Bijie, dort waren fünf Kinder auf schreckliche Weise ums Leben gekommen und in einem Müllcontainer aufgefunden worden. In Bijie traf Zand sich mit einem Mann namens Li Yuanlong, einem Regimekritiker, der den Fall öffentlich gemacht hatte - und nun wurde es grob: Sicherheitsbeamte verfolgten Zand, Gesprächspartner wurden eingeschüchtert, man brach in sein Hotelzimmer ein, Dateien verschwanden von Mobiltelefon und Laptop. Den kritischen Bericht konnten die Täter dennoch nicht verhindern - das wird auch, soweit es den SPIEGEL betrifft, in Zukunft gelten.

Siebenmal in Folge gewann der Texaner Lance Armstrong die Tour de France, kein Radrennfahrer zuvor hatte das geschafft - doch inzwischen hat sich Armstrongs Ruhm ins Gegenteil verkehrt: Er gilt als geschicktester Lügner der Sportgeschichte. Armstrong siegte, weil er gedopt war, mit Epo, Testosteron, Steroiden, Cortison, Wachstumshormon, Eigenblut. Alle Titel seit 1998 wurden Armstrong entzogen, Doping-Jäger wie Richard Young wollen an ihm ein Exempel statuieren. Einen derartigen Absturz, nach diesem fast mythischen Aufstieg, hat es in der Geschichte des Sports wohl noch nicht gegeben; ein Team um SPIEGEL-Redakteur Detlef Hacke erzählt Glanz und Fall des Lance Armstrong.

Eine neue Rubrik kann ich Ihnen in dieser Ausgabe auch präsentieren: Im Ressort Gesellschaft drucken wir erstmals eine "Homestory". Von nun an wird diese Rubrik alle 14 Tage im SPIEGEL zu finden sein - mit Geschichten und Gedanken aus dem normalen, aufregenden Alltag.

Hier kommen Sie zur Digitalausgabe des neuen SPIEGEL.

Viel Spaß bei der SPIEGEL-Lektüre wünscht Ihnen

Georg Mascolo

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