Im neuen SPIEGEL: Match-Fixing; Dschihad-Touristen; Volksleiden Arthrose

Von SPIEGEL-Redakteur Guido Mingels

Wettpate Perumal: "In der Mannschaft gibt es sieben faule Äpfel" Zur Großansicht

Wettpate Perumal: "In der Mannschaft gibt es sieben faule Äpfel"

Liebe Leserin,
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Am Montagabend spielt Deutschland gegen Algerien, und wenn es jemanden gibt, der schon vorher weiß, wie das Spiel ausgehen wird, dann ist es Wilson Raj Perumal. Der Singapurer gilt als Pate der Zockerszene im Fußball, ihm werden zahlreiche Spielmanipulationen zur Last gelegt, mit denen er Millionen verdient haben soll. Sportredakteur Rafael Buschmann, der seit Jahren mit Perumal in Kontakt steht, schildert im SPIEGEL Erstaunliches: Der Wettbetrüger hat in einem privaten Facebook-Chat das Resultat des Vorrunden-Spiels Kroatien gegen Kamerun (4:0) korrekt vorhergesagt, außerdem verriet er auch, dass es in der ersten Halbzeit eine Rote Karte geben würde, was ebenfalls eintraf. Zum Deutschland-Spiel aber, so sagt Buschmann, hat sich Perumal nicht geäußert. Mein Tipp: 4:0 für Deutschland, leider, und eine Rote Karte in der ersten Hälfte, gegen Algerien. Und am Dienstag schlägt die Schweiz Argentinien 3:2. Dreimal Shaqiri, zweimal Messi.

  • An dieser Stelle stellt Ihnen die SPIEGEL-Redaktion ihre Lieblingsgeschichten aus dem neuen Heft vor.
    In dieser Woche: Guido Mingels, 44, seit 2011 beim SPIEGEL. Er arbeitet im Ressort "Gesellschaft".
Dass junge Männer, in Deutschland, Frankreich oder England aufgewachsen, zu Glaubenskämpfern werden, um Terrorakte zu begehen oder sich als Häscher in Syrien zu verdingen, ist ebenso widerwärtig wie unerklärlich. Woher, aus welchen dunklen Winkeln der aufgeklärten Welt, kommen diese Dschihad-Touristen? Aus Gefängnissen. Oftmals. Auch aus deutschen. Hier, wo Perspektivlosigkeit und geistige Leere einen fruchtbaren Boden für radikale Ideologien bilden, mutieren muslimische Kleinkriminelle zu Salafisten. Die beklemmende Reportage von SPIEGEL-Mitarbeiterin Lisa Schnell folgt dem Gefängnisseelsorger Husamuddin Meyer in die Justizvollzugsanstalt Wiesbaden, wo er muslimische Gefangene auf dem rechten Weg zu halten versucht - und dabei klingt wie ein Epidemiologe: "Der Salafismus ist wie eine Krankheit", so Meyer, "wer einmal infiziert ist, steckt andere an."

Aus Sorge um Überlastung meiner Knie beim Joggen habe ich mir unlängst ein schonendes Rudergerät angeschafft. Das ich aber kaum benutze, weil ich eigentlich lieber renne. In seiner Titelgeschichte über das "Volksleiden Arthrose" schreibt SPIEGEL-Autor Jörg Blech, dass in kaum einem anderen Land der Welt so häufig künstliche Gelenke eingesetzt werden wie in Deutschland. Und er räumt mit einem Mythos auf: Gelenkprobleme sind nicht nur eine Verschleiß-, sondern auch eine Mangelerscheinung, dem Mangel an Bewegung geschuldet. Ich frage also den Kollegen am Telefon, was ich tun soll: nicht joggen oder nicht rudern? Blech: "Beides machen. Hauptsache, Bewegung. Joggen lieber nur auf weichem Grund."

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Viel Vergnügen bei der SPIEGEL-Lektüre wünscht Ihnen

Guido Mingels

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