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Die Arroganz der Monopolisten

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Im App-Store wird auch der SPIEGEL-Preis erhöht - weil Apple das so entschieden hat. Wir halten das für einen skandalösen Vorgang von grundsätzlicher Bedeutung.

Nehmen wir an, Sie, lieber Leser, verkaufen auf einem Dorfplatz Obst. Wie würden Sie reagieren, wenn eines Nachts der Marktbetreiber kurzerhand all Ihre Preisschilder ummalte? Hier werden aus 79 Cent vielleicht 89. Da aus 3,99 Euro 4,49. Alles jedenfalls wird teurer. Erklärungen gibt es keine. Stattdessen hält der Typ am nächsten Morgen die Hand auf: "Ich krieg' davon übrigens noch 30 Prozent." So etwa kam man sich am Freitag bei uns im SPIEGEL vor, aber auch beim "Stern", bei "Focus", "Bild" und in allen anderen Redaktionen, die auch im App-Store ihre Zeitungen oder Magazine verkaufen. Im wahrsten Sinne des Wortes über Nacht hatte Apple europaweit die Preise um mehr als zehn Prozent erhöht. Ohne Vorwarnung. Ohne Erklärung oder gar Konsultation. An die SPIEGEL-App wurde nun einfach mal der neue Preis gepappt, die der Leser ab Sonntag zumindest für das einzelne Heft zahlen soll. Eine Ausgabe des SPIEGEL kostet deshalb im App Store nun 4,49 Euro statt wie bisher 3,99 Euro. Für die Web- und Android-Ausgabe ändert sich der Preis nicht, ebenso bleiben die Abo-Preise unverändert. Ausgaben, die über die Web-App oder Google Play gekauft werden, können auch mit den Apps für iPad und iPhone gelesen werden, da der Kauf unabhängig von der Plattform ist. Betroffen sind etliche tausend Käufer. Nun kann man sagen: Was regt ihr euch auf, ihr nörgeligen Totholz-Medien? Apple gehört eben der Laden. Und wer dort seine Produkte verkaufen möchte, muss eben auch das Recht des Hausherrn akzeptieren, dass der die Preise festlegt. Aber warum eigentlich? Was geht es Apple an, wieviel der SPIEGEL von seinen Lesern für die Lektüre seiner Inhalte verlangt? Wer gibt der Firma das Recht, den Preis zu bestimmen? Immerhin hält der US-Konzern ohnehin schon die Hand auf und kassiert einfach so rund ein Drittel des Umsatzes. Zudem: Medienhäuser produzieren nun mal keine Schrauben oder Angry-Birds-Fortsetzungen. Sie liefern Informationen, Zusammenhänge, Nachrichten. Sie sind ein relevanter Baustein jeder funktionierenden Demokratie. Ihr Grundkapital ist ihre Glaubwürdigkeit, die sich wiederum aus Unabhängigkeit speist. Auch der ökonomischen. Auch der ökonomischen, den eigenen Preis in der gewünschten Höhe festzulegen - und nicht in von Apple vorgegebenen Schritten. Der Fall zeigt noch einmal anschaulich, wie die dominierenden Anbieter im Onlinegeschäft heute ihre Marktmacht durchsetzen - und das amüsanterweise in einer Woche, in der wir genau das am Beispiel von Google in unserer Titelgeschichte beschrieben haben. Ein Titel übrigens, der dem SPIEGEL aus Teilen der so genannten kritischen Netzöffentlichkeit die übliche reflexhafte Schelte und Kampagnenvorwürfe einbrachte. Unser Blatt berichte zu häufig und zu kritisch über den US-Konzern, hieß es, weil wir über die Klagen von Google-Kunden und -Wettbewerbern berichtet haben, die sich unter anderem darüber beschweren, dass Google seine zahlreichen eigenen Dienste ungebührlich bevorzuge. Ein Vorwurf übrigens, der - neben anderen - gerade parallel die amerikanische Handelskommission FTC und die europäische Wettbewerbsbehörde beschäftigt. Wie Apple, Google oder Facebook inzwischen mit einer an Größenwahn grenzenden Arroganz versuchen, die Rahmenbedingungen im Mediengeschäft zu bestimmen, war diese Woche auch Thema bei den Münchener Medientagen. Ergebnis: Es soll einen Runden Tisch geben, an dem wenigstens über eine Annäherung der Spielregeln diskutiert wird. Denn während klassische Medien seit Jahrzehnten scharf reguliert werden, agieren Konzerne wie Google gern freier, mit Firmensitzen in Luxemburg oder besonders gern in Irland, wo besonders laxe Datenschutzbestimmungen und niedrige Steuersätze gelten. Der Konflikt spitzte sich in jüngster Zeit zu: Weil Google etwa aktuell in Frankreich fürchten muss, dass es für die Anzeige von Nachrichten-Snippets Gebühren zahlen soll, droht es kurzerhand damit, man könne französische Medien ja auch einfach abknipsen. Dabei weiß jeder heute: Was Google nicht auf den vorderen Rängen findet, existiert nicht. Umgekehrt boykottieren in Brasilien gerade mehr als 150 Zeitungen Google News. Klar lässt sich argumentieren: Wem's im App-Store nicht gefällt, kann ja zu Googles Android. Wenn euch Google als Suchmaschine zu fragwürdig ist, warum nicht Bing oder Yahoo nutzen? Und wenn ihr Facebook zu sehr als Datenkrake wahrnehmt, dann wechselt doch zu anderen sozialen Netzwerken. Aber der Glaube an die Kraft des Marktes ist hier doch arg naiv: Aus dem Quartett der dominierenden Vier - Apple, Amazon, Facebook, Google - ist ein quasi allmächtiges Oligopol geworden. Was ihnen nicht gefällt, sortieren sie aus. Sie sind Zensoren aus eigener Kraft. So muss auch der SPIEGEL immer mal damit rechnen, dass ein allzu offenherziges Foto moniert und blockiert wird, wenn es den Apple-internen Grundregeln zuwiderläuft. Dem "Stern" ist das schon passiert. Das Perfideste an der aktuellen Preisaktion: Apple gibt sich nicht mal mehr die Mühe so zu tun, als beziehe das Unternehmen die Öffentlichkeit und die klassischen Medien, die zugleich ihre Kunden sind, mit ein in seine Entscheidungsprozesse. Erst nach der aktuellen Aktion wurden die "Preisanpassungen" in einem Schreiben lapidar mitgeteilt. Von Erklärungen konnte auch da keine Rede sein. Apple-affine Blogger orakelten vom schwachen Euro, wussten aber auch nichts Genaues. Und Apple? Ignoriert (bislang) alle Nachfragen. Opfer sind nicht nur die Verlage. Opfer sind vor allem die Leser. Opfer ist jene Gesellschaft, auf deren Freiheit sich die Konzerne so gern berufen.

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20 Leserkommentare
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Max Winde 27.10.2012
Anstatt sachlich darüber zu berichten, welche Probleme durch die Änderung der Preisstufen für den Spiegel-Verlag entstehen und ein wenig über die Hintergründe im Digitalvertrieb von Nachrichten zu schreiben wird hier gleich im allerersten Satz die "Skandal" Keule rausgeholt und im Titel von Arroganz und Monopolisten geschwafelt. Kein Wort zu den Hintergründen, kein Wort dazu was eigentlich passiert ist, stattdessen falsche Marktplatz Metaphern und viel Hyperventilation. Ihr schafft es nicht mal zu sagen, was eigentlich passiert ist. Und das, weil es Apple gewagt hat die Preisstufen in seinem Onlinestore nach über vier Jahren dem aktuellen Wechselkurs zwischen Euro und Dollar anzupassen. Das ist genau die Kritik, die (nicht nur) dem Spiegel in Bezug auf Berichterstattung über die Netzriesen gemacht wird: keinerlei Distanz, keinerlei Objektivität, kein Wille zur Aufklärung sondern nur eine Skandalisierung auf Teufel komm raus um sich eventuell einen politischen Vorteil zu verschaffen.
Jan_der_Wolf 27.10.2012
@Max Winde Ich hatte es eher so verstanden, dass nicht der Preisanstieg als solcher kritisiert wird, sondern eher die mangelnde Kommunikation und die geringe Flexibilität.
Lieber Jan, der Wolf, genau darum geht es uns tatsächlich vor allem... dass ein so großer Kommunikationskonzern wie Apple es nicht für nötig hält zu kommunizieren. Ähnliches lässt sich ja übrigens auch immer wieder bei anderen Unternehmen wie Facebook beobachten: Sie halten den Dialog gar nicht mehr für nötig, weil sie denken, die Spielregeln nicht nur ändern, sondern bestimmen zu können. Ich finde derlei empörend... als User, als Leser, als Journalist. Und @ Max Winde: Das hier ist ja nicht der SPIEGEL, sondern dessen Redaktionsblog. Hier sollen und wollen wir gelegentlich unsere Sicht der Dinge zur Diskussion stellen. Wir haben innerhalb der Redaktion am Freitag auch darüber diskutiert, ob und ggf. in welcher Form wir im Blatt über Apples Alleingang berichten sollen. Dort würde die Auseinandersetzung mit dem Fall sicher anders aussehen. Am Ende waren wir aber der Ansicht, dass das Sujet hier zunächst mal besser aufgehoben ist.
deruschi 27.10.2012
Ungewollte Einnahmen
Dann bin ich ja mal gespannt das der Spiegel mit den "ungewollten" mehr Einnahmen macht. Da der Spiegel es ja nicht wollte das der Kunde mehr bezahlt, währe es ja kein Problem diese zu spenden.
Max Winde 27.10.2012
@thomastumaspiegel Mir ist bewusst, dass dies das Redaktionsblog ist. Und ich bin enttäuscht das hier blind um sich geschlagen wird sobald sich die Gelegenheit dazu an den Haaren herbeiziehen lässt.
rainerlanghans 27.10.2012
In der SPIEGEL-Redaktion wird eine Entertaste vermisst. Das Ding, das normalerweise zum Einfügen von in Fachkreisen so genannten "Absätzen" verwendet wird, die dazu dienen sollen, einen Text besser lesbar zu machen.
robinhosa 29.10.2012
Wo ist das Problem? Gleiches Angebot über die web-app anbieten (falls Sie das nicht sowieso schon tun), und jeder Smartphone-Nutzer kommt an die Leistung unabhängig von Apples Preispolitik. Und eine Nummer kleiner als die Bedrohung der Demokratie ging's nicht? Vor 2 Jahren haben die allermeisten von uns ihren Medienkonsum noch gut ohne Smartphoneapps geregelt. Ich nutze inzwischen zwar Smartphone und Tablet intensiv, auch zum Lesen von Nachrichten, ohne dafür eine einzige kostenpflichtige app zu benützen. "Weil Google etwa aktuell in Frankreich fürchten muss, dass es für die Anzeige von Nachrichten-Snippets Gebühren zahlen soll, droht es kurzerhand damit, man könne französische Medien ja auch einfach abknipsen." Und das vollkommen zu Recht. "Dabei weiß jeder heute: Was Google nicht auf den vorderen Rängen findet, existiert nicht." Und da haben Sie und andere Presseverlage die Chuzpe, zu fordern, Google müsse Ihnen Geld dafür zahlen, dass es Nutzer auf Ihre Seite lockt? Hier ist ganz sicher nicht google der Akteur, der sich skandalträchtig verhält.
kaksonen 29.10.2012
Da schlagen die Apple-Fans blind um sich und werfen genau das dem Spiegel vor!
Ex-Kölner 29.10.2012
Mit Verlaub: Selbst schuld! Es mußte jedem Verlag von Anfang an klar sein, daß er sich mit einem Monopolisten ins Bett legt. Allein schon Apples 30-Prozent-Abgreife hätte in den Teppichbodenabteilungen der Verlage die Alarmglocken schrillen lassen müssen. Von Apples alberner Tittenzensur will ich erst gar nicht anfangen. Tja - von Burda lernen heißt siegen lernen: Die machen den Playboy als HTML5 an Firma Fallobst aka Prozeßhansel vorbei. Geht doch!
Anton Rainer 29.10.2012
Um mal nicht gleich mit netzpolitischer Schelte zu kommen: Was hält den Spiegel davon ab, die angestiegenen Preise auf die nächsttiefere Preisstufe zu legen und Apples Strategie entgegenzuwirken. Und was den 30%-Cut betrifft: Der war doch vor 2 Wochen auch schon da...
john7887 29.10.2012
Ein unglaublich schwacher Text. Einfach mal blind um sich schlagen, Hauptsache man kann ganz laut Skandal rufen. Was genau wird Amazon vorgeworfen? Warum haben die die Ehre, unter der Überschrift: Arroganz der Monopolisten genannt zu werden? Außerdem: Vielleicht sollte sich die Redaktion mal mit dem Thema beschäftigen, was eigentlich ein Monopolist ist? Unternehmen, die in einem Wettbewerb stehen (auch wenn sie einen sehr großen Marktanteil haben), sind nicht wegen dem Marktanteil Monopolisten. Diesen können sie ganz schnell verlieren. Google ist in Deutschland deswegen so dominant, weil sie auch so gut sind. Jeder kann, sofern er das für besser hält, auch bei Bing oder Yahoo suchen, aber wieso macht er das nicht? Außerdem: Dieses ewige Gejammer vom Verlinken: Wie dreist muss man sein, zu jemand anderes zu sagen: „Du musst mir ein Gefallen tun, aber dafür musst du auch bezahlen. Aber wehe du machst es nicht, das wäre furchtbar arrogant...“
Ha.Maulwurf 29.10.2012
Das ist jetzt ein Witz, oder? Wer freiwillig mit Apple ins Bett geht, hat es nicht anders verdient. Und: Ihr Journalisten habt mit eurer penetranten kostenlosen Werbung diese Firma erst zu dem gemacht, was sie heute ist. Die haben diese Macht, weil _Ihr_ sie ihnen besorgt habt. Weil _Ihr_ über jeden Furz aus Cupertino berichtet. Weil _Ihr_ jedes Jahr (mehrmals, wenn es sein muss!) einen Liveticker veranstaltet, um kostenlos die Produkte dieser Firma zu bewerben. Und wenn es nichts zu berichten gibt, dann werden eben Artikel über neue "Gerüchte" geschrieben. Ihr benehmt euch gegenüber Apple wie ein verdammter Fußabtreter. Und jetzt wundert ihr euch, dass ihr auch so behandelt werdet?
Tobias Rohde 29.10.2012
Unglaublich was sich manche Supermarktbetreiber denken. Da verkauft doch glatt jemand den von mir hergestellten Joghurt teurer als ich es eigentlich wollte. Zwischen dem Spiegel und dem Endkunden besteht soweit ich das sehe in Bezug auf die App keinerlei Geschäftsbeziehung. Diese besteht zum einen zwischen Apple und dem Spiegel-Verlag, zum anderen zwischen Apple und dem Endkunden. Warum sollte Apple da nicht auch die Preise selbst festlegen können? Übrigens hat sich der Heise-Verlag für einen Teil seiner Publikationen dazu entschlossen, eine niedrigere Stufe zu wählen, so dass die Preise für den Endkunden sinken.
Mausbiber 29.10.2012
omg ... typisch Medienbranche. Heulen, heulen und heulen .... mehr geht net. Haben nicht alle Verlage & Co geschriehen vor Freude über Apple iOS. Die Rettung für die Verlagsbranche sollte das sein. Und jetzt sieht man was passiert wenn man sich mit jemanden wie Apple einlässt. Und das frechste, hier wird wieder Google mit Apple verglichen ... Frechheit! Auf Android kann ich jede App installieren, ganz gleich ob Google das will oder nicht! Und, wie kann man verlange das Google für News-Snippets Geld bezahlt, aber dann Google verbieten diese News-Seiten aus dem Index zu werfen. Das ist einfach eine Weltanschauung die pervers ist. Also Google MUSS alle Verlage im Index behalten und Google MUSS dafür Geld abdrücken? Lachhaft
Mausbiber 29.10.2012
omg ... typisch Medienbranche. Heulen, heulen und heulen .... mehr geht net. Haben nicht alle Verlage & Co geschriehen vor Freude über Apple iOS. Die Rettung für die Verlagsbranche sollte das sein. Und jetzt sieht man was passiert wenn man sich mit jemanden wie Apple einlässt. Und das frechste, hier wird wieder Google mit Apple verglichen ... Frechheit! Auf Android kann ich jede App installieren, ganz gleich ob Google das will oder nicht! Und, wie kann man verlange das Google für News-Snippets Geld bezahlt, aber dann Google verbieten diese News-Seiten aus dem Index zu werfen. Das ist einfach eine Weltanschauung die pervers ist. Also Google MUSS alle Verlage im Index behalten und Google MUSS dafür Geld abdrücken??? Lachhaft
ponyrage 29.10.2012
Dass Max Winde sich als bekennender Apple-Fan hier schützend vor seine Herzmarke wirft ist typisch. Ich finde das immer wieder beeindruckend, wie sich Apple-Fans für die Geschäftsziele dieses unsympathischen, arroganten Vereins einspannen lassen.
Es ist interessant, wieviele Google- und Apple-Verteidiger sich in dieser kleinen Plauderbude eigens für diesen Thread ganz neu bei SPON angemeldet haben. Von soviel Loyalität zu einzelnen Konzernen kann man nur beeindruckt sein ;-)
denbiisch 30.10.2012
Cum hoc ergo propter hoc... oder mag es ganz einfach sein, dass einige sich jetzt hier neu angemeldet haben (mich eingeschlossen) weil sie es - angesichts dieser mittelmäßigen Berichterstattung - einfach satt haben (und wenn bei, bis dato, leidigen 17 Beiträgen sich sogar jeder einzelne neu angemeldet haben soll, kann man nicht wirklich von "vielen" reden... außer natürlich man biegt es sich gerne so zurecht wie es einem gerade in den Kram passt). In der Tat scheinen mir die relevanten Beiträge hier durchaus nüanciert zu sein und von "Google- und Apple-Verteidiger" kann nicht die Rede sein. Das ist auch wieder nur so ein Totschlagargument welches sich als unhaltbar herausstellt. Zum Thema: Objektive Informationen findet man in diesem Artikel leider wenige und das Ganze rutscht einfach zu schnell in populistische Polemik ab. Auch der Hinweis auf die Firmensitze in Luxemburg resp. Irland ist vollkommen irrelevant. Und was laxe Datenschutzbestimmungen, die Unsitte der Zensur die diese Konzerne betreiben etc. mit der Preishebung zu tun haben sollen versteht wohl nur der Autor. Zumal hat man letzteres ja stillschweigend akzeptiert als man sich an Apple & Konsorten prostituiert hat (die Zensurproblematik ist seit jeher bekannt). Es jetzt wieder, als kontextfreies Argument, auszupacken ist genauso verlogen wie die Vorgehensweise an sich. Um einen meiner Vorredner zu paraphrasieren: "wenn man sich mit denen ins Bett legt braucht man sich auch nicht zu wundern." Was man nicht eh schon wusste, hätte man auf jeden Fall voraussehen können. Dies jetzt anzuprangern und die eigenen Versäumnisse auszublenden ist, gelinde gesagt, unehrlich. Ich vermeide die von Ihnen genannten Konzerne wo ich nur kann. Dass ich mich einmal, aufgrund eines schlechten SPON-Artikels, auf deren Seite stellen muss hätte ich nie zu träumen gewagt. Gratulation dazu! Gruß Dennis
oxy 30.10.2012
Ja, Apple geriert sich als Monopolist. What's new? Dass sich die Spiegel Redaktion einmal mehr wenn's um die eigene Sache geht NICHT als seriöse Journalisten, dafür als Retter des Abendlandes auftun, das ärgert mich mindestens genauso. Das Thema ist nicht im mindesten in seiner Komplexität beschrieben – was journalistische Aufgabe wäre. So muss man sich mal wieder dort kundig machen, wo diese Lücke gefüllt wird: In den entsprechenden Blogs im Web. Kinders, seht es doch mal ein: Euer Geschäftsmodell muss sich an die neuen Realitäten anpassen, sonst werdet ihr untergehen. Was ich dann immerhin ein klein wenig schade fände - aus Gründen der Meinungsvielfalt ....
kapelsen 30.10.2012
@ThomasTuma Nur kein Neid. Freuen Sie sich doch einfach, dass sich der Spiegel durch den wohlbedachten Anmeldungszwang fürs Kommentieren eine Menge Negativkommentare erspart. Man braucht nämlich kein Google-Fan zu sein, um den Artikel schlecht durchdacht, weinerlich und einfach nur peinlich zu finden. Genauso übrigens wie des Spiegels unlogische Haltung zum LSR und neuerdings zu "Fair Search". Ich hatte allerdings nach der Marketingkampagne mit dem lächerlichen Claim "Die Konferenz, vor Politiker zittern" nicht so schnell mit einer weiteren Entblödung in Sachen vermeintlich eigener Wichtigkeit gerechnet. Chapeau!

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