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Der Rauswurf

Foto: Sven Becker/ DER SPIEGEL

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In der aktuellen SPIEGEL-Ausgabe berichten wir über die russische Studentin Asya, die von der Polizei brachial aus einem ICE geworfen wurde, weil sie bei der Kontrolle keinen deutschen Personalausweis vorlegen konnte. Das Thema fiel mir in den Schoß, denn ich war an jenem 12. Januar 2013 auf der ICE-Fahrt von München nach Berlin zufällig mit dabei. Den Rauswurf aus der Bahn habe ich mit meiner Handykamera gefilmt.

Das gepixelte Video wollen wir hier zeigen. Im Grunde ging es bei dem Konflikt darum, dass Asya beim Kauf des Tickets auf der Website des Reiseveranstalters ltur.com ihren russischen Reisepass als Identifikationskarte angegeben hatte. Erlaubt wäre aber nur der deutsche Personalausweis gewesen. Wir verlinken an dieser Stelle den SPIEGEL-Artikel. In einer Pressemitteilung erklärte die Bahn nach Erscheinen des Artikels, wir hätten die Ereignisse verkürzt dargestellt:

Der in diesem Fall von der DB nicht anerkannte russische Personalausweis als Identifikation zum Online-Ticket der Kundin hätte durch die simple Angabe von Adressdaten und eine nachträgliche Überprüfung kompensiert werden können. In diesem Fall hätte die Kundin ihre Fahrt zum Zielort auch problemlos fortsetzen können (...) Da die Kundin jedoch nach den uns vorliegenden Stellungnahmen der beteiligten DB-Mitarbeiter alle Versuche zur einvernehmlichen Lösung des Problems und eine Deeskalation der Situation ablehnte, sah sich das Zugteam zur Einschaltung der Bundespolizei gezwungen.

Ich habe die Situation anders in Erinnerung und habe auch nochmals mit Zeugen gesprochen, die am 12. Januar dabei waren. Asya hatte im Zug keine Probleme damit, ihre Berliner Anschrift mitzuteilen. Warum auch? Sie hatte Name und Anschrift ja bereits im Internet beim Ticketkauf angegeben. Die Zugbegleiterin forderte aber einen Ausweis, auf dem ihre Anschrift verzeichnet ist - offenbar um auszuschließen, dass Asya ihr mündlich eine falsche Adresse mitteilt. Solch einen Ausweis besitzt Asya als russische Staatsbürgerin jedoch nicht. Deswegen sollte Asya ein neues Ticket kaufen, wogegen sie sich wehrte. Schließlich hatte sie ja ein Ticket gekauft. Asya bot an, das Problem an ihrer Endstation in Berlin zu klären. Stattdessen erschienen in Halle, eine Station vor Berlin-Südkreuz, die Bundespolizisten. Mittlerweile hat die Staatsanwaltschaft Berlin die Ermittlungen gegen Asya eingestellt. Auch die Bahn hat ihr einen Brief geschrieben und die "unangenehme Situation" auf der Reise bedauert.

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898 Leserkommentare
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BeenTold 19.04.2013
Dumme Dummköpfe, die dumme Dinge dumm tun. Die Bahn – Nur mit dem Flugzeug, Schiff, Auto, Moped, Fahrrad oder zu Fuß geht`s noch entspannter.
yxos 19.04.2013
Wäre interessant zu erfahren, was aus der Anzeige von Asya gegen die Bahn und die ruppigen Bundespolizisten geworden ist...
ras_al_guul 19.04.2013
Zumindest der Polizist, der sich der Körperverletzung (Berührung von Hrn. Becker) und der Beleidigung (Hr. Becker wurde geduzt) und der Behinderung der Berichterstattung verdächtig gemacht hat, sollte doch ausfindig zu machen sein ...
sidonie12 19.04.2013
Entschuldigen reicht meines Erachtens nicht!
snickerman 19.04.2013
Da bleibt einem ja die Luft weg. Kein Wunder, dass die junge Frau hysterisch reagiert. Das Verhalten des Polizisten ist unter aller S**! So jemand gehört in den Innendienst verbannt!
rtsberlin 19.04.2013
Ser couragiert, Herr Becker. Passiert wahrscheinlich dutzendfach am Tag, ohne dass es irgendjemand erfährt. Noch couragierter hätte ich es gefunden, wenn Sie mit der Frau gemeinsam ausgestiegen wären, Termine hin, Termine her. Die Frau war, so sieht es zumindest aus, völlig allein mit der BuPo und hätte sich sicher über kundigen und engagierten Beistand gefreut.
elenamakepeace 19.04.2013
Die Frau tut mir echt Leid! Wie kalt diese Polizisten sind, aber sind das nicht fast alle? Wäre die Bahn nicht Privatisiert würde es solche Vorfälle gar nicht geben! Es ist ja nicht das erste Mal, dass Personen einfach aus der Bahn geworfen werden. Wer nicht zahlt, wer nicht die richtige Fahrkarte hat oder wer nicht den erwarteten Ausweis vorzeigen kann, bleibt auf der Straße sitzen, kann laufen oder es ist ihnen einfach egal wie die Personen von A nach B kommen?! Man kann das auch mit den Strom- und Wasserkosten vergleichen, wer nicht zahlt verdurstet halt oder verhungert. So ist das in Deutschland! Außerdem wie war das nochmal mit der Pressefreiheit? Pressefreiheit gibt es schon seit Friedrich dem II., in dem Video sieht man Pressezensur das wäre dann Ludwig der XIV - also Absolutismus. Und da ist man dann wieder bei der Demokratie und dem Rechtsstaat - wie viel Demokratie ist Deutschland noch erhalten, wenn man solche Bilder vor den Augen hat? Vielleicht die 10% der Wahlen und das Recht zu Demonstrieren? Aber das wird ja auch schon immer mehr eingeschränkt! EM
mikerolli 19.04.2013
Natürlich fühle ich mit Asya. Meine persönlichen Erfahrungen mit dem Bahnpersonal sind aber eher umgekehrt. Die Armen werden von Reisenden aus nichtigsten Anlässen idiotisch und beleidigend angemacht und bleiben in der Regel bewundernswert ruhig.
arne.ziemann 19.04.2013
krass! war letztens in einer ähnlichen situation. wollte eine fahrkarte online für meine tochter kaufen. das ist ein ewiger prozess bei dem man sich umständlich bei der bahn anmelden muss. nachdem man sämtliche seiner daten preisgeben muss, kommt man dann irgendwann an den punkt wo man den reisenden verifizieren muss. es stehen zur auswahl: kreditkarte, ec-karte oder personalausweis. das alles hat eine 15-jährige jedoch nicht. war drauf und dran einfach ihren reisepass anzugeben. gut das ich noch mal bei der bahn angerufen habe. die aussage dort: ja wenn da kein reisepass steht, dann geht das halt nicht. musste dann zum schalter und ein teureres ticket dort kaufen. automat ging in diesem fall nicht, da der reisende zu mir fährt und das ticket hinterlegt werden muss, weshalb ich ja eigentlich ein onlineticket kaufen wollte. am schalter versuchte ich erstmal den onlinepreis zu bekommen. man erklärte mir das dies nicht gehe, da es zwei verschiedene abteilungen seien. (von einem unternehmen... sorry, das will nicht in meinen kopf). nach hin und her entschied ich mich für das teuere ticket. da mir der "nette" mitarbeiter allerdings nicht zugehört hatte druckte er mir das ticket aus. als ich ihm daran erinnerte das dass ticket hinterlegt werden muss wollte er doch tatsächlich wutschnaubend seinen schalter schließen. er tippte also wieder in seinem rechner rum und musste feststellen das dass ticket jetzt teurer ist. dies zu akzeptieren lag mir fern und das äußerte ich auch. jetzt rannte er einfach weg. erst auf nachfrage bei einer kollegin kam dann der vorgesetze mit dem mitarbeiter. chef psste ständig seinen mitarbeiter an und raunte "du bist jetzt ruhig", oder "mach das jetzt". am ende erhielt ich tatsächlich einen code mit dem sich meine tochter ihr ticket ausdrucken konnte. fazit: nie wieder bahn. das nächste mal fliegt sie wieder. der preis ist eh der gleiche. und wenn ich das jetzt hier sehe bin ich froh das ich mir die mühe eines anrufes gemacht habe. hätte man meine 15 jährige tochter auch einfach raus gesetzt? wer weis... das man sich nicht über einen reisepass ausweisen kann scheint ja scheinbar absicht zu sein. irgend ein ziel scheint die bahn da ja zu haben. die sehr unfreundliche dame in der ensprechenden auskunft blaffte mir auch nur ein "ja dann geht´s halt nicht" hin, sowie ein "wie arbeiten dran"...
watchman87 19.04.2013
Unfassbar.....
HerbertSchmidt 19.04.2013
Nicht nur, dass das eine absolute Frechheit ist - auf der Buchungsseite wurde offensichtlich nicht ordentlich darauf hingewiesen, dass ein deutscher Perso nötig ist. Nein, das Verhalten der Polizei ist auch unter aller Sau. Nicht nur, dass man das ganze auch friedlich hätte lösen können - Klärung an der Endstation beispielsweise - nein, auch das Verhalten des Beamten gegenüber des Beamten ist absolut untragbar. Sollte das nicht sogar zu einer Dienstaufsichtsbeschwerde reichen? Wie oben schon genannt, macht sich dieser ja der Nötigung (Berührung) und der Beleidigung schuldig. Und welcher der Polizisten das war, sollte ja anhand von Protokoll und des Videos erkennbar sein. (Das ja der Redaktion hoffentlich auch noch unbearbeitet vorliegt)
Ich finde es erschrecken, dass es 7 Polizeibeamte braucht für eine einzige Frau. Da find ich keine Worte für dieses Aufgebot.
socketuning 19.04.2013
Dann sollte ich besser nicht mehr mit der Bahn fahren! Meine Adresse stimmt auch nicht.
luxinterior 19.04.2013
Ich bin sprachlos. Passt aber voll zur Bahn. Ist ein ganz schlimmer Verein geworden. Und die Mitarbeiter, lieber mikerolli, sind auch nicht solche Unschuldsengel, wie du schreibst. Wehe, wenn du bei denen mal auf Verständnis angewiesen bist.
higherbeats 19.04.2013
Ich kenn mich mit dem Thema Video oder Polizei nicht aus. Warum müssen eigentlich die Beamten unkenntlich gemacht werden? Hätte man den Beamten wegschieben dürfen um ungehindert filmen zu können?
tussi007 19.04.2013
Ich finde sowohl das Verhalten der Bahnangestellten, als auch der Polizei unfaßbar. Aber mindestens ebenso schlimm empfinde ich die mangelnde Zivilcourage der Mitreisenden. Niemand hielt es für nötig diese völlig überforderte und vermutlich jetzt auch leicht traumatisierte Frau zu unterstützen. Das finde ich eben so verwerflich, wie diese völlig überzogene Handlungsweise an sich.
sebastian8833 19.04.2013
Ich verstehe den ganzen Aufstand nicht!? Ich fahre Bahn mit einem Ticket zu dem ein Ausweis gehört. Das muss jeder Student mit seinem Studiticket auch! Hab ich kein Ausweis dabei fahre ich schwarz und bekomme eine Strafe und muss den Zug verlassen (mir selber auch schon passiert). Weigere ich mich dises zu tun kommt die Bundepolizei und setzt das durch..... Weigere ich mich den Anweisungen der BP folge zu leisten setzten sie es trotzdem durch. (wobei ich in dem Video keine hartes Vorgehen erkennen kann) Nur weil die arme Frau herzzerreissend wimmert hat sie doch kein Recht! Wäre es einem pöbeldem, unsymphatischem jungem Mann mit Bier in der Hand passiert hätte es bestimmt Beifall für die Beamten gegeben!
potolo 19.04.2013
Wir brauchen eine Identifikationspflicht für Polizisten. Und wenn es nur eine Codenummer ist.
Obi-Wan-Kenobi 19.04.2013
irre. Ist ja schon fast wie in Putins Russland. Aber trotzdem, thank you for travelling with Deutsche Bahn :-)
Mindbender 19.04.2013
Öhm, mal im Ernst, liebe Wutbürger. Wo ist hier der grosse Aufreger?! Ich sehe eine, naja, recht hysterisch kreischende Frau ("Retten sie mich".. also Sorry), und die üblich stumpf doofen Polizisten. Von "brachial", lieber Herr Becker, sehe ich da nichts. Also lassen wir mal die Kirche um Dorf.
majortom33 19.04.2013
Also ich habe auch schon ein paar Mal "Kontakt" mit der Polizei gehabt. Mal wegen Routinekontrollen, mal weil ich (als Verkehrsteilnehmer) tatsächlich was falsch gemacht hab. Was ist mir passiert? Nix. Im Gegenteil, die Beamten waren tatsächlich immer sehr freundlich, im besten Sinne Dienstleister. Bin bei rot über die Ampel tatsächlich mal mit ner Ermahnung davongekommen. Was hab ich anders gemacht als die Tante im Video? Nicht gleich rumgekeift wie ne Furie, sondern auf höfliche Fragen höflich geantwortet.
Im Grunde denke ich auch, dass due Frau hier doch überreagiert. Viel interessanter ist aber doch die juristische Diskussion: Muss die Bahn oder Polizei sich eine derartige Berichterstattung gefallen lassen? Ich sehe hier nämlich keine Berichterstattungsfreiheit der Presse, da es sich weder um ein Ereignis von besonderer Relevanz für die öffentliche Meinungsbildung, noch um prominente Akteure handelt. Es geht allein um die Amtshandlungen von Polizisten und eine Verhaftung. Das ist vollkommen normal, die Gründen nicht augenscheinlich von gesellschaflticher Relevanz. Vielmehr sehe ich somit das Persönlichkeitsrecht der Polizisten dahingehend verletzt, dass auch deren Stimme aufgenommen wurde. Verpixelung ist ja OK! Möglicherweise auch das Persönlichkeitsrecht der Bahn, da sie hier ungerechtfertig in einem (für mein Empfinden) schlechten Licht dargestellt wird. Die Bahn sicher Herrn Becker aus dem Zug "entfernen" lassen können, da sie ja Hausrecht hat. Außerdem ist nicht die Bahn sondern allein die Handlungen der Polizisten im Vordergrund der Berichterstattung. Bloß weil jemand Journalist ist, heisst das noch lange nicht, dass er alles und jeden aufnehmen darf. Alleine schon deshalb, weil es keinen geregelten Berufszugang für Journalisten gibt. Ergo könnte sich jeder als Journalist ausgeben und alles Aufzeichnen. Es muss immer eine Abwägung zwischen Berichterstattungsinteresse und Persönlichkeitsrecht statt finden. Wobei auch immer die Relevanz für den Meinungsbildungsprozess in der Öffentlichkeit berücksichtigt werden muss ... ist das tatsächlich bei einer Verhaftung aus den Vorliegenden Gründen (gem. bahn Stellungnahme) der Fall? Ich denke nein und finde, Herr Becker nimmt sich hier etwas viel heraus. Und: Nein, ich bin kein fein der Meinungsfreiheit, kein Bahnmitarbeiter, kein Polizist und kein chronischer Nörgler. Und jetzt LOS mit den kritischen Kommentaren.
marte-micaela 19.04.2013
Zitat sebastian: "Nur weil die arme Frau herzzerreissend wimmert hat sie doch kein Recht!" Abgesehen davon, das ein Studentenausweis etwas Anderes ist als ein russischer Pass oder auch ein deutscher Personalausweis, zeigt sich in einer solchen Formulierung ein bemerkenswerter Charakter!
tanmenu 19.04.2013
Hurra Deutschland
Zitat von sysop 
Schon an der Gestik der Looser kann man sehen, dass sie eigentlich nicht wissen was sie tun. Das ist im Endeffekt noch viel schlimmer als Vorsatz. Büttel die keinen Plan haben. Kann natürlich sein, dass sie von der Arbeitsagentur geschickt wurden und eine profunde Handwerkerausbildung haben.
ratem 19.04.2013
Männer ohne Hirn und Verstand! Wann immer in Deutschland die Polizei auftaucht, ist man verraten und verkauft ... es ist leider so. Und die Bahn ... ja ... was soll man zur Bahn noch sagen. Ich fahre in diesem Leben nicht mehr Bahn.
magetasalex 19.04.2013
Warum die Aufregung über die Polizei? Das ist ihr Naturell. Nur wer eine Neigung zur Brutalität hat, geht zur Polizei. Anders gesagt: Es ist klar, dass das Weltbild eines Polizisten ein ganz anderes sein muß, als das einer Hebamme.
fxe1200 19.04.2013
...könnte mir auch passieren, ich habe keinen Personalausweis, und im Pass steht meine Adresse nicht.
peddersen 19.04.2013
Zitat von sebastian8833Ich verstehe den ganzen Aufstand nicht!? Ich fahre Bahn mit einem Ticket zu dem ein Ausweis gehört.!
Ähhh....Ausweis? Warum? Ich kaufe eine Leistung (Transport) und kann erwarten, daß ich die dann auch geliefert bekomme. Ausweis - Reisepaß - Adressangabe als Bedingung? Gehts noch? Wenn die Dame sich legal in Deutschland aufhält, kann sie für ihr Geld Fahrkarte, Bus und Softeis kaufen. Geld hin - Leistung her. Die Bahn ist weder Fremdenpolizei, Ge stapo noch Asylbehörde. Ich würde NIE irgendeine Leistung in Anspruch nehmen, die mehr als mein Geld fordert. Ich finde das absolut inakzeptabel und grundgesetzwidrig, was sich da Konzerne herausnehmen. Kennen Sie "Traven:das Totenschiff" ?
bjuv 19.04.2013
In Russland doch genauso: Wir haben 6 Stunden im Transitbereich in Petersburg gewartet, weil jedmand ein Stempel im Pass fehlte. Da waren die russ. Grenzschützer hart. Obwohl wir ja ausreisen wollten (die Einreise desjenigen war oK). Und wenn auf den Buchungsseiten steht, wies geht, warum nicht dran halten? Ich muss doch auch meine entspr. ID mitnehmen, wenn ich online buche. Hat sich noch niemand beklagt.
dirkozoid 19.04.2013
mit aussteigen!
Ich wäre mit ausgestiegen.
RainerWahnsinn 19.04.2013
Unfähige Zugbegleiter und Beamte der Bundespolizei, die für ihre "Tätigkeit bzw. Tätlichkeit" auch noch bezahlt werden. Konsequenz, sofort entlassen und die Verantwortlichen für die offensichtlich falsche Pressemitteilung gleich mit.
LDaniel 19.04.2013
Danke an sebastian8833! Kann mich da eigentlich nur anschließen. Auf jedem Online-Ticket steht: Nur gültig mit entsprechendem Ausweis. Demnach hatte sie kein gültiges Ticket. Wenn ich dann mal beim Schwarzfahren erwischt werden, weigere ich mich also beharrlich den Zug zu verlassen, zetere rum und wehre mich gegen die gerufen Polizei - die gültiges Recht durchsetzt - und hoffe das ein SPON-Redakteur auch da ist um mal wieder ein schönes Thema zum Aufregen zu haben. Lächerlich. Und wo hat sich die Polizei so daneben benommen? Soll sie sagen: Ach, sie wollen den Zug nicht verlassen? Ok, dann gehen wir wieder???? Demnächst bei der Verkehrskontrolle: Achso, ihr Führerschein ist also nicht gültig. Steigen sie bitte aus. Ach, sie möchten nicht? Dann gute Fahrt! Nach einem Wohnungseinbruch wird der Täter gestellt: Sie wollen also nicht aus ihrer Wohnung kommen und die Beute behalten? Na gut, wir wollten auch nicht weiter stören, schönen Abend noch!
subcomandante_m 19.04.2013
@sebastian8833: Lesen und verstehen! Zwei Dinge die hier wohl nicht Hand in Hand gehen. Die Dame konnte sich identifizieren, jedoch nicht mit dem geforderten deutschen Dokument sondern nur mit dem russischen Dokument. Da man beim Buchen nirgendwo darauf hingewiesen wird, dass dieses als Identifikationsmerkmal nicht gültig ist konnte sie wohl nur wenig dafür. Sie hatte zweifelsohne bezahlt und war zweifelsohne die auf dem Ticket angegebene Person. Übrgens machen es meine spanischen Kollegen genauso, bislang problemlos. Ich reise regelmäßig mit der Bahn und hatte einmal versehentlich als Identifikationsmerkmal meine EC-Karte angegeben, diese aber - da online bezahlt - nicht dabei, jedoch Personalausweis, Führerschein, ... 30 min hat ein offensichtlich vollkommen überforderter Mitarbeiter der Bahn mit mir rumdiskutiert, konnte aber nicht schlüssig erklären, warum es denn nun partout die EC Karte sein musste. Erst als ich fragte, wo denn die versteckte Kamera sei hat er abgelassen. Es gibt sehr nettes, hilfbereites und höfliches Personal bei der DB, die sind auch absolut in der Mehrheit, genauso gibt es aber auch hoffnungslose Fälle dort. Pech, wenn man die erwischt.
Warum sind die Polizisten gepixelt?
macci19 19.04.2013
Mir ist das alles höchst suspekt. Wie oft werden Schaffner beschimpft, ja bedroht? Unzählige Male. Wo bleibt dort die Zivilcourage, wo die Handymitschnitte? Jeder der ein "günstiges" Ticket erwerben möchte, ist an die Bedingungen gebunden. Wenn die Dame dies nicht möchte, steht jedem der Weg zum Schalter zu einem Ticket zum Normalpreis frei. Angesichts der vielen Graufahrer und "ich versteh nicht" Dummtuer, ist das Verhalten der Schaffner verständlich. Wen Sie traumatisiert ist, dann wegen Ihres Verhaltens. Im Spiegel steht auch, dass Ihr Freund (Anwalt) Ihr geraten hat sitzen zu bleiben. Aussitzen war schon immer eine beliebte (Un-)Möglichkeit... dann muß sich niemenad wundern, wenn die Gegenseite agiert. Und zum Thema Ausländer haben keinen Personalausweis, es gibt auch die Möglichkeit der Kreditkarten-ID - und die hat die Dame wohl, wie sonst hat Sie das Ticket Online erworben? Wer ist schuld, diejenige, die sich den Regeln mutwillig und wissentlich widersetzt, oder die Deutsche Bahn und die angefragten Polizisten?
subcomandante_m 19.04.2013
@sebastian8833: Lesen und verstehen! Zwei Dinge die hier wohl nicht Hand in Hand gehen. Die Dame konnte sich identifizieren, jedoch nicht mit dem geforderten deutschen Dokument sondern nur mit dem russischen Dokument. Da man beim Buchen nirgendwo darauf hingewiesen wird, dass dieses als Identifikationsmerkmal nicht gültig ist konnte sie wohl nur wenig dafür. Sie hatte zweifelsohne bezahlt und war zweifelsohne die auf dem Ticket angegebene Person. Übrgens machen es meine spanischen Kollegen genauso, bislang problemlos. Ich reise regelmäßig mit der Bahn und hatte einmal versehentlich als Identifikationsmerkmal meine EC-Karte angegeben, diese aber - da online bezahlt - nicht dabei, jedoch Personalausweis, Führerschein, ... 30 min hat ein offensichtlich vollkommen überforderter Mitarbeiter der Bahn mit mir rumdiskutiert, konnte aber nicht schlüssig erklären, warum es denn nun partout die EC Karte sein musste. Erst als ich fragte, wo denn die versteckte Kamera sei hat er abgelassen. Es gibt sehr nettes, hilfbereites und höfliches Personal bei der DB, die sind auch absolut in der Mehrheit, genauso gibt es aber auch hoffnungslose Fälle dort. Pech, wenn man die erwischt.
ostborn 19.04.2013
Auswandern, solange uns Deutsche noch jemand nimmt. Ist ja beschämend, das Ganze.
Karim 19.04.2013
Das macht mich dermaßen wütend auf Bahn und Polizei!!!
Auftaucher 19.04.2013
Bin jahrelang Bahn gefahren und kann auch mit dem inzwischen erreichten Abstand noch die Handschrift von Herrn M. erkennen. Viel Freude BER!
averagejoe 19.04.2013
@sebastian8833 kleiner aber feiner unterschied - die frau hatte einen ausweis der auch angegeben war. nur akzeptiert scheinbar die bahn keine ausländischen reisepässe. die frau hat dann ihre dt. adresse angegeben, aber die bahn mitarbeiter haben das nicht akzeptiert und sie des zuges verwiesen. wie von der frau vorgeschlagen hätte man bei ankunft alles klären können. sowas ist unter aller kanone, so geht man einfach nicht mit kunden um! wenn ich so mit kunden umspringen würde, wäre ich in kürzester zeit pleite. die bahn kann sich sowas "leisten", weil sie auf der schiene praktisch ein monopol besitzt. zum glück gibts nun fernbusse - günstiger, flexibler (auch was stornos betrifft) und mit kostenlosem wlan. adieu, db!
echobln 19.04.2013
Hallo, ich finde, bevor man hier sehr "reisserisch" auf die arme Frau hinweißt, sollte man zu den Fakten greifen. Und wie es aussieht, kann sie sich nicht korrekt authentifizieren. Für gewöhntlich steht auch nicht schon die BP im Zug bei der Kontrolle dabei, ergo scheint es schon vorher Probleme gegeben zu haben. Zudem verhält sich die Frau absolut inkooperativ. Schreien und rumzappeln sind keine Anzeichen für "ich helfe das aufzuklären". Für mich eine ziemlich manipulative, unklare Berichterstattung, was nicht von Professionalität zeugt. Reisserisch ohne konkrete Hintergründe, das ist Klatschniveau...
Gegengleich 19.04.2013
Zitat: HerbertSchmidt heute, 15:58 Uhr Nicht nur, dass das eine absolute Frechheit ist - auf der Buchungsseite wurde offensichtlich nicht ordentlich darauf hingewiesen, dass ein deutscher Perso nötig ist. Es ist kein deutscher Perso notwendig, es gehen auch ein paar Ausweise anderer Nationen. Aber mit einem russischen Paß geht das eben nicht, und darauf wird auch bei der Buchung hingewiesen, denn man muß die Daten des Ausweises bei Buchung angeben. Also nicht Frechheit rufen. sondern erstmal prüfen!
pauschaltourist 19.04.2013
Zitat von spon-facebook-1389527292Ich finde es erschrecken, dass es 7 Polizeibeamte braucht für eine einzige Frau. Da find ich keine Worte für dieses Aufgebot.
Aha. Haben Polizisten Ihnen bereits einmal Ihre Berufsausübung erklärt? PS: Megaira (Μέγαιρα, deutsch auch „Megäre“), „der neidische Zorn“. Im übertragenen Sinne wird ihr Name auch für eine böse, wütende Frau verwendet, eben für eine Furie (römisches Pendant einer Erinye).
Cyclecraft 19.04.2013
Wieso flippt die Dame so aus?
Also die Cops haben bloß ihren Job gemacht,ich kann da nix schlimmes entdecken!Ich finde eher die Reaktion der jungen Dame etwas seltsam!Sie war ja nunmal nicht im Besitz eines gültigen Fahrscheins und wenn Sie sich dem Bahnpersonal gegenüber genauso aufgeführt hat,war das Einschalten der Bundespolizei die einzig richtige Reaktion!
BIGazzi 19.04.2013
@sebastian8833: Lies doch einfach mal den Artikel, vielleicht verstehst Du dann den "Aufstand". Die Frau hatte einen Ausweis, aber einen russischen und ein gültigen Fahrausweis, für den Sie ja Angaben gemacht hatte. Es wäre überhaupt kein Problem gewesen, die Frage der Anschrift in Berlin zu lösen, auch da gibt es bekanntlich Polizei. Solche unverhältnismäßige Aktionen kommen jeden Tag vor. Aber ich denke du möchtest überhaupt nicht verstehen, mit welcher Angst wir Ausländer in Deutschland und vor allem im Osten, auch vor der Polizei, leben.
wastl300 19.04.2013
7 Polizisten für einen Fall " Fahren ohne Ticket" (Berechtigt oder unberechtig mal dahingestellt) Wie kritisch ist solch ein Fall für die öffentliche Sicherheit? Keine Verletzte, faktisch auch kein Geschädigter, nur ein Formfehler. Kann es sein, dass die Polizei überrepräsentiert ist? Hier können wir Steuergelder sparen, und Personal kürzen. (~ 70%, da meines Erachtens maximal 2 Beamte für diesen Fall genug wären). Die Erschwerniszulage eingerechnet, war ja ein Ausländer (Aus dem Grund gibt es in D auch - so gut wie - keine Zivilcourage.
harald.ellmann 19.04.2013
Der Vorfall ist unglaublich. Wer kann mir sagen, wo und wie ich der bahn gegenüber meine Meinung zu diesem Vorfall äussern kann?
brotzeitholer 19.04.2013
@sebastian8833: aber im gegensatz zu ihnen hatte die frau einen gültigen ausweis !! und der aufstand ist mehr als berechtigt, da die bahn hier jemanden aus dem zug geschmissen hat, der den Fahrpreis bezahlt hat!!! ich solchen fällen sollte es der bahn verboten werden den fahrgast des zuges zu verweisen, da ja schließlich ein rein formaler fehler vorliegt, der sich ohne probleme im nachhinein klären lässt. am schlimmsten ist aber offensichtlich dass von seiten der bahn auch noch gelogen wird. dass schlägt dem fass dem boden aus! und ob es einen unterschied macht, wenn es sich um einen pöbelnden biertrinker handelt, ja das finde ich allerdings gut. denn gutes benehmen darf sich lohnen.
GSYBE 19.04.2013
Zitat von majortom33Also ich habe auch schon ein paar Mal "Kontakt" mit der Polizei gehabt. Mal wegen Routinekontrollen, mal weil ich (als Verkehrsteilnehmer) tatsächlich was falsch gemacht hab. Was ist mir passiert? Nix.
Ich denke, Ihr Beitrag geht am Thema vorbei. Sie sind kein Ausländer.
Redigel 19.04.2013
"arne.ziemann heute, 15:49 Uhr hätte man meine 15 jährige tochter auch einfach raus gesetzt?" Da entstehen noch mehr Probleme, da die Bahn Kinder und Jugendliche gerne mal aufgrund falscher Kulanzauffassung einfach am nächsten Halt aussetzt. Ohne BuPo, ohne Telefon etc. fühlt sich das Kind ganz schnell in der Fremde heimisch. Ich hatte mal einen Fall, da war ein asiatisches Kind um die 12 Jahre alt, ohne Deutschkenntnisse (zumindest sprach es kein Wort) von zu Hause weggelaufen und hat sich in einen ICE gesetzt (Strecke unwichtig). Da wollte doch tatsächlich eine fremde Dame das Ticket übernehmen und die von der Bahn wollte dies tatsächlich zunächst akzeptieren. Ich hab dann darauf hingewiesen, dass man offensichtlich ausgebüxten Kindern ohne Aufsichtsperson als Erwachsener und schon gar nicht als Bahnmitarbeiter alleine in eine fremde Stadt entlässt und man möge doch bitte die Polizei rufen und die Eltern ausfindig machen. Sie hat blöd geguckt und es dann auch tatsächlich gemacht und ich konnte mich davon auch überzeugen, da es mein Zielort war... Manchmal denken die einfach nicht nach bei der Deutschen Bahn... Die sind bezogen auf solche Fälle offensichtlich schlecht oder gar nicht geschult.
benutzer10 19.04.2013
Da wird deutlich, wer in diesem "neuen Deutschland", analog USA, mit der ganzen Härte staatlicher Gewalt rechnen muss: Die kleinen bzw. die armen Leute, die Unterstützung benötigen, mit unpassenden Ausweisen Tickets kaufen, oder, wie gestern zu lesen, sich scherzhaft einen Doktortitel verleihen. Da wird draufgehauen. Steingart hat völlig Recht mit dem, was er im aktuellen Spiegel schreibt: " Im Innersten unseres Wirtschaftssystems kam es zu einer Wesensveränderung. Früher war der Staat für die Schwachen da. Heute rettet er die Banken. Es fällt schwer, dem Philosophen Peter Sloterdijk zu widersprechen, wenn er feststellt: „Der Staat bietet Sozialismus für die Großen.“ Den Begriff "Banken" kann man bedeutungsgleich ersetzen durch "Reichen", "Mächtigen".
PaulMeister 19.04.2013
Unfassbar! Ich hoffe der Spiegel bleibt an diesem Fall dran. Meines Erachtens hat dieser Einsatz aber auch gar nichts mit Verhältnismäßigkeit zu tun. Das ist einem deutschen Rechtsstaat absolut unwürdig! So was würde ich eher bei Herrn Putin erwarten aber nicht bei uns. Mit einer Entschuldigung darf es hier nicht getan sein. Die ist leichtfertig ausgesprochen und entschädigt die junge Frau ganz sicher nicht für die durchgeführten repressionen. Im Übrigen hätte ich es auch konsequenter gefunden, wenn der Herr Becker anstatt "nur" zu filmen der Frau auch auf dem Bahnsteig beigestanden hätte. Wer weiß was die Beamter mit ihr noch angestellt haben, wo keine Kamera mehr da war!?
jdm11000 19.04.2013
Naja... es mag ja für die Reisende schlimm sein - aber im Reisepass steht nun mal die Adresse nicht drin. Deswegen kann man mittels Reisepass auch keinen Wohnort identifizieren - weswegen der Personalausweis benötigt wird. Was die Polizei angeht: Klar - die Pressefreiheit ist ein hohes Gut. Mich wundert, daß hier der Journalist selber kein Dienstaufsichtsverfahren in Gang brachte - war er doch der Betroffene. Das unkenntlichmachen von Gesichtern hat gute Gründe: nämlich des Datenschutzes (im Persönlichkeitsrecht des Beamten) liegend und zudem soll nicht jeder pöpelnde Mitbewohner dieses Staates sich an Beamte vergreifen können. Das hat also schon seinen Sinn. Was aber gar nicht geht, ist das Duzen des Beamten. Aber das ist nunmal Sachsen - die haben manchmal ein wenig gestörtes Verhältnis zu den Freiheitsrechten (mag sein, das dies jetzt zu krass klingt -. aber ich erinnere mal an Einsätze von Hundertschaften aus Sachsen in Stuttgart. Da wurde es auch brutal). Daher sind die Beamten eigentlich recht ruhig und verhalten sich ja noch echt "normal" - das kenn ich aus persönlichen Erfahrungen auch anders (mir wurde mal bei einer Personenkontrolle in Hessen, nachts um 2 Uhr, die entsicherte Waffe ins Gesicht gehalten. Wenn man bedenkt, das der Abzug genau 2 Gramm Druck braucht, da wird es einem ganz anders).
flapsol 19.04.2013
na, wenn mehdorn auf diesem berliner flugplatz (wenn er denn irgendwann mal fertig werden sollte) ähnliche usancen einführt, kann das ja mal lustig werden! die verkrampfte stellungnahme der bahn hat auch kein stil. ne entschuldigung, weil man nen fehler begangen hat, kommt diesen sklerotischen bahnlern sicherlich nicht in den sinn.
hanshans.hansen1 19.04.2013
ich muss hier doch tatsächlich 'sebastian8833' recht geben. wenn sie keinen perso hat, hat sie nach den regeln halt auch kein ticket. Und wenn sie dann laut keifend widerstand leistet, hätte ich sie als polizist auch festhalten müssen, um den laufenden bahnbetrieb möglichst wenig zu stören....... und den, die kamera atackierenden, polizisten der körperverletzung zu bezichtigen...... naja in jedem fall kann die situation nicht anhand dieses videos bewertet werden. hilflose (frauen) neigen ja bekanntlich zu mitleidserregenden maßnahmen, wenngleich die staatsgewalt hier ihren titel vl. etwas zu wörtlich genommen hat..... aber es ist nocht zu vergessen: trotz allem hat die frau einen rechtswidrigen fehler begannen und hätte sich besser in ihr (vermeintlich unfaires) schicksal fügen sollen
david_2010 19.04.2013
Wie inkompetent und weltfremd sind die betreffenden Bahnmitarbeiter und Polizisten eigentlich ? Das sind Leute, die ihren Kopf nur dazu haben, dass es nicht in den Hals regnet.
mykheme 19.04.2013
Das würde doch bedeuten, dass nur deutsche Staatsbürger mit aktuellem Personalausweis online Tickets erwerben dürfen? Ich fahre lieber Bus oder fliege als mich mit der Bahn zu völlig überzogenen kosten rumzuschlagen. Das verhalten des "sicherheit"spersonals zeigt, wie sicher sich ein Mensch in unserem Land fühlen kann. Einmal falsches Ticket gekauft und man wird abgeführt wie ein Verbrecher! Absolut unzumutbar!
willwassagen 19.04.2013
Unglaublich! Da hat jemand ein ungüliges Ticket und kann sich auch nicht ausweisen - und dafür wird ihr die Weiterfahrt verweigert! Was für ein arrogantes und unsoziales Land! Und dann wird auch noch die doofe Polizei handgreiflich, weil die Dame Ihren Fehler nicht einsieht und freiwillig den Wagon verlässt - werden die Polizisten denn nicht geschult, Konflikte durch überzeugende Argumente zu lösen? Unglaublich!
namachschon 19.04.2013
Tja, kein Wunder, daß die ostdeutschen Städte in den Rankings so schlecht abschneiden, einschl. Berlin. Wer will bei diesen Vorgängen, die ev. nur die Spitze eines Eisberges sind, denn noch in den Osten ziehen. Da ist noch zu viel DDR - Denke in den Köpfen.
exterminate 19.04.2013
Uniformträger haben in diesem Land Narrenfreiheit und dafür, dass das so bleibt, sorgt die Täterpartei CDU.
peddersen 19.04.2013
Zitat von MindbenderÖhm, mal im Ernst, liebe Wutbürger. Wo ist hier der grosse Aufreger
Ganz einfach: Geld gegen Leistung. Bezahlt ist bezahlt. Ob Eisverkäufer oder deutsche Bahn: Niemand dieser "Händler" hat sich dafür zu interessieren, welchen Paß ich habe, welchen Wohnort und was für ne Farbe meine Unterwäsche hat. Wenn Sie der Meinung sind, Fluggesellschaften, Bahnfirmen und Eisverkäufer sind die Aussenstellen von Fremdenpolizei und Einwanderungsbehörde, gerne. Auf dem Boden des Grundgesetzes bewegen sie sich dann aber nicht mehr.
wolffm 19.04.2013
Ich habe vor einiger Zeit ein Ticket für eine Bekannte aus Nordafrika gebucht für die Strecke Paris-Frankfurt. Auf dem Portal der Französischen Bahn wird jede die Nummer von jedem Ausweis akzeptiert. Bei der Buchung von Frankfurt-Paris, die über das Deutche Portal stattfinden muss geht das nicht. Da kann tatsächlich bei einem Eurozug online nur für Deutsche gebucht werden. Ein Skandal!
spieglingjoe 19.04.2013
Wir brauchen nicht nur eine Identifikationspflicht für Beamte, wir brauch auch eine ordentliche Schadensersatzpflicht für den Staat. Gegen Beamtenwillkür ist man fast machtlos und bekommt auch keinen finanziellen Ausgleich. Im übrigen paßt Bahn und online absolut nicht zusammen. Ich erinnere nur an die Handytickets die nicht scanbar waren und man dann ein neues Ticket kaufen musste, mit Zuschlägen und allem.
jk13 19.04.2013
????
eine frau die zu unrecht,weil mit einem unbestritten ungueltigen ticket einem zug sitzt, verlaesst diesen nicht freiwillig und wird von der dafuer zustaendigen polizei aus diesem entfernt weil sie nicht freiwillig geht. alles korrekt gelaufen. ich such und such und find den fehler nicht....bis auf die tatasache dass die dame die agb's der bahn nicht richtig gelesen hat.
Wolpyy 19.04.2013
Wie unprofessionell sich die Bahnangestellten nicht selten aufführen, wird auch aus meiner Erfahrung belegt, wo mein Internet-Ticket länger im Voraus bestellt und per Kreditkarte bezahlt wurde. Weil aber meine Kreditkarte noch vor Reiseantritt wegen Gültigkeitsablauf erneuert wurde und die alte Karte nicht mehr vorhanden war, gab es auf der Hinfahrt wie auf der Rückfahrt massiven Ärger, Strafgebühren und monatelange Bürokratie-Eskapaden, bis ich wenigstens eine Teil der Strafzahlung zurückbekam. Gott-sei-dank gibt es bald Bus-Alternativen! Und dass bei der Polizei nicht immer die Intelligentesten Typen anheuern, ist wohl auch kein Geheimnis.
fglasena 19.04.2013
Wirklich erschütternd! Man muss sich als Deutscher schämen! Ich wünsche mir von Herrn Becker oder der Spiegel Redaktion, dass sie an diesem Fall dran bleiben, den Chef der Bahn Grube über diesen Fall befragen sowie die Staatsanwaltschaft über die Behinderung der Presse. Auch würde mich interessieren wie mit Frau Asya weiter verfahren wird. Ob die Justiz wirklich den Hausfriedensbruch exekutiert. Ich persönlich weiß warum ich mich möglichst nicht freiwillig in die Hände der DB Organisation begebe und deshalb nur im Notfall Bahn fahre. Es ist ein teurer Laden mit miesem Service und wie man an diesem Beispiel sieht kunden- und vielleicht sogar ausländerfeindlich.
h3ld 19.04.2013
Richtig
Die Frau hat ihr Ticket unrechtmäßig erworben (ohne den geforderten Personalausweis). Die Frau konnte ihre Angaben nicht nachweisen. Die Frau wollte weiter fahren... (Den nächsten Schwarzfahrer will ich sehn der bis zu Endstation fährt um ein Ticket zu lösen) Die Frau erklärte sich nicht bereit den Zug zu verlassen. Die Polizisten sind im Recht, das Recht gilt für alle Menschen, diese Aktion war richtig. (wenn auch vielleicht etwas hart)
breisig 19.04.2013
Zitat von subcomandante_mIch reise regelmäßig mit der Bahn und hatte einmal versehentlich als Identifikationsmerkmal meine EC-Karte angegeben... konnte aber nicht schlüssig erklären, warum es denn nun partout die EC Karte sein musste.
manchmal beantworten sich die dinge von selbst..
willwassagen 19.04.2013
Unglaublich! Da hat jemand ein ungüliges Ticket und kann sich auch nicht ausweisen - und dafür wird ihr die Weiterfahrt verweigert! Was für ein arrogantes und unsoziales Land! Und dann wird auch noch die doofe Polizei handgreiflich, weil die Dame Ihren Fehler nicht einsieht und freiwillig den Wagon verlässt - werden die Polizisten denn nicht geschult, Konflikte durch überzeugende Argumente zu lösen? Unglaublich!
Björn Borg 19.04.2013
Von Bahnbediensteten mit Hauptschulabschluss kennt man solches Verhalten aus Zugfahrten hundertfach. Polizisten benehmen sich ebenfalls häufig wie dargestellt, allerdings meist in anderen Kontexten. Uniform scheint den Menschen irgendwie zu verändern - nicht zum Positiven...
willwassagen 19.04.2013
Unglaublich! Da hat jemand ein ungüliges Ticket und kann sich auch nicht ausweisen - und dafür wird ihr die Weiterfahrt verweigert! Was für ein arrogantes und unsoziales Land! Und dann wird auch noch die doofe Polizei handgreiflich, weil die Dame Ihren Fehler nicht einsieht und freiwillig den Wagon verlässt - werden die Polizisten denn nicht geschult, Konflikte durch überzeugende Argumente zu lösen? Unglaublich!
dimash 19.04.2013
Ich bin erstaunt über die Kommentare. Ich sehe es eher wie sebastian 8833. Ja es mag sein, dass die Bahn in diesem Fall sehr kleinlich war. Und ja es mag sein, dass diese Art der Ausweispflicht völlig idiotisch ist. Wenn die Reisende allerdings (was auch immer der Bahn nicht gepasst) nicht dem was gewünscht ist nachkommen kann, dann ruft man die Polizei und die Person mussen aussteigen. Das kann man nicht am Endbahnhof "aushandeln". Und den Polizisten sind an dieser Stelle doch die Hände gebunden. Die müssen die Dame da nur rausholen um die Sachen förmlich zu Papier bringen. Jetzt wird diese Frau völlig hysterisch... vielleicht weil man in Russland in so einer Situation schon um sein Leben fürchten muss... Der Polizist hat sie nur festgehalten (in meinen Augen geht das in Ordnung). Das Geschrei macht die Situation viel dramatischer als sie ist und vor allem als sie sein muss. Dass man dabei am Filmen gehindert wird verstehe ich auch nicht. Insgesamt erscheint es mir schon so als wäre das Ganze ein bisschen skandalös, aber dennoch viel zu hoch bewertet.
Targut 19.04.2013
Also so schrecklich wie dargestellt ist die ganze Sache nicht. Die Frau hat einfach Panik bekommen vermutlich weil sie eher weniger schöne Erfahrungen mit Polizeibeamten hat. Die Polizisten können damit nicht umgehen aber das wars auch schon. Brachial oder brutal sind die Polizisten nicht. Ich habe bisher nur gute Erfahrungen mit dem Personal der Bahn gemacht ,das übliche Gebrabbel hier kann ich nicht nachvollziehen. Ich mag die DB und finde es immer wieder angenehm das Angebot dieser zu nutzen.
Mimimat 19.04.2013
Gegenseite?
Zitat von sysop 
Ich hätte gern mal gehört, was die betroffenen Bahnmitarbeiter und die Bundespolizisten zu sagen haben. Erst dann kann man sich nämlich ein Bild machen, was wirklich passiert ist. Hysterisches Kreischen ist jedenfalls kein objektives Zeichen für Unschuld oder Schuld. es ist einfach nur Kreischen. Was vorher passiert ist, wurde nicht gefilmt. Da passiert aber das, was dann zu der gezeigten Situation führt. Vielleicht hatten die Bahnmitarbeiter und auch die Bundespolizei berechtigte Zweifel an der Richtigkeit? Woher wusste der Journalist eigentlich, dass es eine Studentin war? Weil sie es behauptete? Kann schon sein, dass die Bahn eine Kleinigkeit mächtig aufbauschte. Kann aber auch sein, dass es ganz anders war. Ich will mir da mal lieber kein Urteil erlauben. Dafür sind zu wenig Fakten wirklich sicher.
GoBenn 19.04.2013
@ marcushalberstram um 17:21 Uhr: Lassen Sie sich mal ein wenig Nachhilfe in Bürger- und Presserecht geben, Sie haben da ein eigentümliches Rechtsverständnis.
chramb 19.04.2013
Nun ja, sicher unangenehm für die junge Frau, und sie kann einem ja auch leid tun. Nur, sie hatte nunmal nicht die passenden Unterlagen dabei. Ist mir auch schon passiert, meine Frau hatte eine Fahrkarte für mich gebucht und es war noch ihre BahnCard Nummer gespeichert und nicht meine. Da durfte ich dann auch nachlösen und musste noch eine neue Fahrkarte für die Rückfahrt kaufen. (Und nicht im Regional Express sondern im ICE.) Sie hätte ja eben falls einfach eine neue Fahrkarte kaufen können, die man nichtmal sofort bezahlen muss. Die Rechung kommt später.
Daniel M. 19.04.2013
Einseitigkeit
Die allermeisten Kommentare prügeln verbal auf die eingesetzten Beamten ein ohne indes zu hinterfragen, was zu diesem Einsatz tatsächlich geführt haben mag. Auf der einen Seite haben wir einen erkennbar einseitigen Bericht eines Journalisten, welcher wohl offensichtlich Partei ergriffen hat. Das hier eingestellte Video beginnt denn auch mit dem Einsatz der Polizei. Was aber geschah davor. Wie genau kam es dazu, dass sieben Beamte eingesetzt werden mussten. Ich glaube, ohne einen auslösenden Faktor, der wohl auch bei der als Opfer stilisierten Frau zu suchen sein muss, wäre es nicht zu diesem Vorfall gekommen. Vielleicht sollte der Journalist das Geschehen selbstreflektierend und emotionsarm betrachten, dann würde man der Wahrheit wohl etwas näher kommen. Falls dies überhaupt gewollt ist.
veremont 19.04.2013
Die liebe Bahn...
Ja so kennen wir unsere DB: Unpünktlich, unfreundlich, unflexibel, unbezahlbar, unüberschaubar und uninformiert.
katzekaterkarlo 19.04.2013
Was sagt denn der so um Ausgleich bemühte Herr Vorstandsvorsitzende zum Verhalten seiner Kollegin? Gleichfalls wäre doch eine Stellungnahme aus dem Innenministerium sehr informativ. Um mit einer Frau zu reden bedarf es wievieler Beamte? Seid Ihr feige? Habt ich nichts besseres zu tun? Schaut doch mal um die Ecke - da latschen bei euch in Halle gerade wieder ein paar Nazis über die Straße. Oder irre ich mich - das seid ihr ja im Spiegel?
subcomandante_m 19.04.2013
@sebastian8833: Lesen und verstehen! Zwei Dinge die hier wohl nicht Hand in Hand gehen. Die Dame konnte sich identifizieren, jedoch nicht mit dem geforderten deutschen Dokument sondern 'nur' mit dem russischen Dokument. Da man beim Buchen nirgendwo darauf hingewiesen wird, dass dieses als Identifikationsmerkmal nicht gültig ist konnte sie wohl nur wenig dafür. Sie hatte zweifelsohne bezahlt und war zweifelsohne die auf dem Ticket angegebene Person. Übrigens machen es meine spanischen Kollegen genauso, bislang problemlos. Ich reise regelmäßig mit der Bahn und hatte einmal versehentlich als Identifikationsmerkmal meine EC-Karte angegeben, diese aber - da online bezahlt - nicht dabei, jedoch Personalausweis, Führerschein, ... 30 min hat ein offensichtlich vollkommen überforderter Mitarbeiter der Bahn mit mir rumdiskutiert, konnte aber nicht schlüssig erklären, warum es denn nun partout die EC Karte sein musste. Erst als ich fragte, wo denn die versteckte Kamera sei hat er abgelassen. Es gibt sehr nettes, hilfbereites und höfliches Personal bei der DB, die sind auch absolut in der Mehrheit, genauso gibt es aber auch hoffnungslose Fälle dort. Pech, wenn man die erwischt.
falmine 19.04.2013
Vom Niveau her sind Bundespolizisten immer noch die alte doofe Bahnpolizei und der BGS, die es nicht zur regulären Polizei geschafft haben.
chramb 19.04.2013
Nun ja, sicher unangenehm für die junge Frau, und sie kann einem ja auch leid tun. Nur, sie hatte nunmal nicht die passenden Unterlagen dabei. Ist mir auch schon passiert, meine Frau hatte eine Fahrkarte für mich gebucht und es war noch ihre BahnCard Nummer gespeichert und nicht meine. Da durfte ich dann auch nachlösen und musste noch eine neue Fahrkarte für die Rückfahrt kaufen. (Und nicht im Regional Express sondern im ICE.) Sie hätte ja eben falls einfach eine neue Fahrkarte kaufen können, die man nichtmal sofort bezahlen muss. Die Rechung kommt später.
petmül 19.04.2013
Was will man auch mehr von einem Unternehmen erwarten, das selbst Kinder aus ihren Zügen wirft. Es fehlen leider echte Alternativen!
nada14 19.04.2013
Letzten Sommer dürfte ich miterleben, wie eine Zugbegleiterin eine gerade zugestiegenen 4-Köpfige Familie aus einem ICE rausgeworfen hat. Problem: Sie hatten ein kleines Kinderfahrrad dabei. Die Mutter weigerte sich zunächst, fing an zu argumentieren, die Zugbegleiterin hielt dagegen, irgendwann wurde die Mutter hysterisch und ein Kind fing an zu heulen. Am Ende musste die Familie mit dem ganzen Urlaubsgepäck tatsächlich wieder aussteigen und zusehen wie der Zug ohne sie losfuhr. Das Ganze war wirklich eine hässliche Szene. Ja natürlich, Räder darf man im ICE nicht mitnehmen (warum eigentlich nicht?), aber hätte die Bahn denn hier nicht mal etwas lockerer reagieren können, müssen die sich so stur an ihre Richtlinien halten? Mitarbeiter wirklich kundenorientierter Unternehmen kennen auch den Begriff Kulanz, oder wären in der Lage mal spontan eine Lösung finden.....
peddersen 19.04.2013
Zitat von GegengleichEs ist kein deutscher Perso notwendig, es gehen auch ein paar Ausweise anderer Nationen. Aber mit einem russischen Paß geht das eben nicht... Also nicht Frechheit rufen...
FRECHHEIT. Die Bahn ist Dienstleister und stellt eine Leistung als Angebot in die Öffentlichkeit...wer die Kohle hinblättert, hat ein Anrecht drauf. Die Verknüpfung der Leistung mit irgendwelchen Anforderungen an Paß, Geschlecht, Unterhosenfarbe ist VÖLLIG daneben. Finden Sie das normal, daß man beim Kauf irgendwelcher Dinge Nachweise führen muß? Eventuell den Stern verstecken? Sorry, danebener gehts wirklich nicht.
jujo 19.04.2013
Völlig unverhältnismässig diese Aktion. Den DB Mitarbeitern reicht ja nicht einmal ein gültiger Personalausweis zum abgleichen mit dem Ticket. Meiner Frau wurde mitgeteilt, sie hätte sich nicht ausreichend legimitiert, sollte nachzahlen. Sie hatte die falsche Visa-Karte dabei. Obrigkeitshöhrige Dumpfbacken das Personal!
quadraginti 19.04.2013
Bekämpft
Zitat von sysop 
Bei der Bahn wird der Kunde nicht bloß ignoriert (das wäre ja noch halbwegs erträglich): Nein, der *Kunde wird bekämpft.*
nochmehrunsinn 19.04.2013
Das die Bahn Crass und alles andere als Kundenfreundlich ist wissen wir doch. Aber vielleicht hätte die Frau einfach aussteigen sollen oder hätten die Bundespolizisten die Schaffnerin zur Mitnahme der Frau zwingen sollen?
MashMashMusic 19.04.2013
@marcushalberstram: Wenn Sie einen Journalistenausweis haben, dürfen Sie selbstverständlich Beamte bei der Ausübung ihres Dienstes filmen, schlimmer noch, die sind sogar auskunftspflichtig. Was der Herr da von der Polizei macht, ist daher sogar Behinderung. Der darf nämlich gar nicht das Filmen verhindern. Und was Sie da zu der jungen Dame sagen: das Video zeigt ja offensichtlich nicht alles von Anfang an.
lubobde 19.04.2013
Das erinnert mich an eine Fahrt im Großraum New York. Wir, meine Frau, Tochter und ich waren spät dran, haben ganz schnell am Automaten Geld eingeworfen, den ersten Zettel an uns gerissen, den der Automat ausspuckte und in den Zug gesprungen. Als der Kontrolleur kam, stellte sich heraus, dass wir nur einen Fahrschein hatten, den für das Kind. Wir Erwachsenen wären auf einem zweiten Zettel gewesen, nur waren wir schon weg, bevor der Automat den ausgespuckt hat. Gemerkt habe ich es erst bei der Kontrolle, als ich auf den Zettel schaue und sehe, dass da was fehlt. Ich erkläre, was passiert ist, der Kontrolleur schaut mich an und fragt: "Und Sie haben wirklich alle Ticket bezahlt?" Ich antworte "Ja wirklich." Er daraufhin: "OK, dann ist ja alles in Ordnung, machen Sie sich keinen Kopf..." und lässt uns alle einfach "kostenlos" weiterfahren. Manchmal scheint mir, dass das Problem in Deutschland nicht die Bahnmitarbeiter sind, sondern eine Organisation, die die Mitarbeiter mehr zur Einhaltung von Vorschriften anhält als zur Kundenfreundlichkeit.
Greyjoy 19.04.2013
Noch ein weiterer Grund warum ich für eine Reise eher noch das Doppelte zahlen würde bevor ich diesem Verein noch einen Gewinn verschaffe!
HabeFertig 19.04.2013
Traurigerweise leider nichts Neues, ist die Tatsache dass man der Polizei in Deutschland aus Selbstschutzgruende ebenso aus dem Weg gehen muss wie kriminellem Gesindel.
mulhollanddrive 19.04.2013
Zum tarifrechtlichen Hintergrund kann ich nichts sagen. Der wahre Skandal, der noch aufgeklärt gehört, ist m.E. nach die provokative Behinderung des Filmens des Vorganges. Das erinnert an totalitäre Staaten.
fritzlothar 19.04.2013
Das ist eine üble, typisch deutsche Handlungsweise: wenn jemand eine Uniform trägt, dann fühlt er sich befugt, andere zu drangsalieren. Das fängt schon beim Hausmeisterkittel an. Ekelhaft solche Typen. Noch schlimmer ist die -wie sollte es aber auch anders sein- verklemmte Reaktion der Bahn. Anstatt einfach zuzugeben, daß Mist gebaut wurde und ein kleines Wort der Entschuldigung, da hauen diese selbstgerechten Ignoranten noch mal drauf. Ich vermeide, Bahn zu fahren. Gott sei dank gibt es jetzt Fernreisebusse, die hoffentlich diesen Kerlchen das Fürchten lehren.
iffel1 19.04.2013
Sie hätte einfach ein neues Ticket kaufen können und dann - so wie sie es angeblich tun wollte - auf dem Hauptbahnhof in den Kundenshop gehen können Punkt. Aber nein, hier wird wieder auf Rechthaberei bestanden -obwohl sie im Unrecht war. Und so eskaliert das dann. Und dann das Gejammer hier im Forum... Auweia, wozu gibt es nun einmal Vorschriften ? Um sie mit Ausreden und "das wußte ich nicht" zu umgehen ? Ganz klar: die ursprüngliche Schuld, die zu dieser Eskalation führte, liegt bei ihr ! (Un-)Rechhaberei bringt nix - ich stehe voll hinter den Polizisten !
TheBlind 19.04.2013
Ich muss mich über die deutsche Naivität wundern. DAS IST DEUTSCHER ALLTAG. Scham, ja aber auch Angst, denn irgendwann ist man selbst dran, das geht schneller als man denkt.
prussian_myth 19.04.2013
Man muss hier sicherlich nicht darüber diskutieren, dass Beförderungserschleichung in diesem Lande teilweise strenger geahndet wird als schwere Straftaten gegen Menschen. Aber ich würde mir wünschen, dass die Sicherheitsbehörden in ihrer Arbeit nicht immer als unmenschlich dargestellt werden. Aufgrund dieser medialen Berichterstattung hat die Bevölkerung doch schon ein gespaltenes Verhältnis zu den Sicherheitsbehörden und es wird durch solche Artikel hier auch nur gefördert, dass Widerstand gegen Polizeibeamte oder andere Amtsträger weiter zu einem Bagatelldelikt herabgestuft wird. Und wenn irgendwann wieder ein Polizist nicht einschreiten mag, weil irgendein Journalist die Kamera drauf hält und mit hörbar sensationsgeiler Stimme auf seine Rechte pocht, will es wieder niemand gewesen sein, wenn dadurch ein sicherheitsbehördliches Einschreiten ausreichender Intensität unterbleibt und irgendjemand zu Schaden kommt.
humanomaly 19.04.2013
Tja, es gilt die alte Weisheit: ACAB, everywhere. Wer sich demnächst nachts an einem einsamen Bahnsteig oder in der letzten U-Bahn einer Horde Besoffener gegenübersieht, kann ja voller Stolz an die heldenhaften Beamten denken, die Dank ihres mutigen Auftretens gegen alleinreisende Frauen gerade leider keine Zeit haben zu verhindern, dass einem das Hirn aus dem Schädel geprügelt wird. Bah.
mulhollanddrive 19.04.2013
Zum tarifrechtlichen Hintergrund kann ich nichts sagen. Der wahre Skandal, der noch aufgeklärt gehört, ist m.E. nach die provokative Behinderung des Filmens des Vorganges. Das erinnert an totalitäre Staaten.
peddersen 19.04.2013
Zitat von jk13eine frau die zu unrecht,weil mit einem unbestritten ungueltigen ticket einem zug sitzt, verlaesst diesen nicht freiwillig und wird von der dafuer zustaendigen polizei aus diesem entfernt weil sie nicht freiwillig geht. alles korrekt gelaufen. ich such und such und find den fehler nicht....bis auf die tatasache dass die dame die agb's der bahn nicht richtig gelesen hat.
Der Fehler ist, daß die AGBs der Bahn sich nicht auf dem Boden des Grundgesetzes bewegen. Angebot = Kohle rüber = Leistung. Was hat Paßnummer und Nationalität damit zu tun, ob ich mir ne Fahrkarte kaufen darf? Gehts noch? Akzeptieren Sie, daß der Pizzamann Ihnen das Essen wegnimmt, weil er nur an katholische/evangelische verkauft - und damit Ihre Bestellung ungültig ist?
veremont 19.04.2013
Zitat von echoblnHallo, ich finde, bevor man hier sehr "reisserisch" auf die arme Frau hinweißt, sollte man zu den Fakten greifen. Und wie es aussieht, kann sie sich nicht korrekt authentifizieren. Für gewöhntlich steht auch nicht schon die BP im Zug bei der Kontrolle dabei, ergo scheint es schon vorher Probleme gegeben zu haben. Zudem verhält sich die Frau absolut inkooperativ. Schreien und rumzappeln sind keine Anzeichen für "ich helfe das aufzuklären". Für mich eine ziemlich manipulative, unklare Berichterstattung, was nicht von Professionalität zeugt. Reisserisch ohne konkrete Hintergründe, das ist Klatschniveau...
Hallo? Nicht authentifizieren? Die hatte einen Reisepass dessen Nummer mit dem Auf dem Ticket übereinstimmte, der Pass ist auf der ganzen Welt gültig aber bei unserer lieben Reichsbahn nicht? Lächerlich?! Außerdem hat der Redakteur WAHRSCHEINLICH erst angefangen zu filmen als es laut wurde - also was davor lief können Sie überhaupt nicht wissen.
quadraginti 19.04.2013
Ketten
Zitat von spon-facebook-1389527292Ich finde es erschrecken, dass es 7 Polizeibeamte braucht für eine einzige Frau. Da find ich keine Worte für dieses Aufgebot.
Wenn da *Fahrradketten-schwingende Rocker *Randale machen: Dann geht das Bahn-Personal ganz rasch auf Tauchstation. Aber bei einer zierlichen Frau trumpfen die auf: Feiglinge.
Gegengleich 19.04.2013
Zitat von peddersenÄhhh....Ausweis? Warum? Ich kaufe eine Leistung (Transport) und kann erwarten, daß ich die dann auch geliefert bekomme. Ausweis - Reisepaß - Adressangabe als Bedingung? Gehts noch? Wenn die Dame sich legal in Deutschland aufhält, kann sie für ihr Geld Fahrkarte, Bus und Softeis kaufen. ... Ich würde NIE irgendeine Leistung in Anspruch nehmen, die mehr als mein Geld fordert. Ich finde das absolut inakzeptabel und grundgesetzwidrig, was sich da Konzerne herausnehmen.
Die Dame hat eben unter Angabe von gewissen Daten, ein Ticket erworben. Und Bedingung dieses Tickets ist eben, sich auszuweisen. Sonst könnte ja der ganze Zug mit Kopien eines einzigen Online-Tickets fahren. Dies akzeptiert man mit Kauf eines solchen Tickets. Punkt. Sie würden nie eine Leistung in Anspruch nehmen? Wo haben Sie denn Ihr Geld, unter der Matratze? Zur Kontoeröffnung muß man sich ja auch ausweisen. Sie gehen nicht zum Arzt, denn da benötigt man eine Versicherungskarte?
rocksolid 19.04.2013
Ein unmögliches Verhalten der Bahnmitarbeiterin und massive, fehlerhafte, sofortige Justiz der Polizei, einschliesslich selbst ausgeführtem Versuch einer Zensur. Die Leute gehören entlassen und können dann ja in der rechten Szene arbeiten. Schlimm nur das wir deren Löhne und Gehälter bezahlen.
wesputschi 19.04.2013
Das Video veranschaulicht, woher unsere Nachbarn ihr Bild vom häßlichen Deutschen beziehen. Das mit dem Mitaussteigen hat aber auch was!
Immer eine Sache der Perspektive
Zitat von MindbenderÖhm, mal im Ernst, liebe Wutbürger. Wo ist hier der grosse Aufreger?! Ich sehe eine, naja, recht hysterisch kreischende Frau ("Retten sie mich".. also Sorry), und die üblich stumpf doofen Polizisten. Von "brachial", lieber Herr Becker, sehe ich da nichts. Also lassen wir mal die Kirche um Dorf.
Lieber Mindbender, der Aufreger ist ihre Art, Dinge, die offensichtlich sind, zu üebrspilen. Ich hoffe, Sie werden im Ausland nicht in eine ähnliche Situation geraten. Aber Sie sind sicher so cool, dass Sie sich völlig ruhig abführen lassen werden und positiv gestimmt den weiteren Geschehnissen entgegenfiebern. Viel Spaß schon mal dabei. Ich für meinen Teil bin entsetzt, wie man hier inzwischen gegen unschuldige Mitbürger vorgeht.
geleb 19.04.2013
Ich kann hier nichts Schlimmes erkennen, außer eine hysterische Frau, die die Reisebedingungen des erworbenen Tickets nicht einhält und einen Journalisten, der meint, er filme gerade ein kleines Watergate sowie sein mehrmaliger peinlicher Hinweis auf seinen Beruf, als sei er Arzt oder Diplomat.
Spiegelwahr 19.04.2013
Es ist gleichgültig, wie sich der Untertan verhält, der Rechtstaat gilt auch dann, wenn sich der Untertan unbotmäßig verhält. Sie hat eine gültige Fahrkarte gekauft und damit einen Anspruch gegenüber der DB auf ordnungsgemässe Beförderung zum Zielort oder Rückzahlung des kompletten Fahrpreis und Schadensersatz. Was die Polizist machen ist eindeutig Gesetzeswidrig und Amtsmissbrauch, wenn nicht noch schlimmeres. Noch leben wir nicht im Polizeistaat von Wendt.
proteo13 19.04.2013
Alte Weißheit "stecke einen Deutschen in irgendeine Uniform - er fühlt sich überlegen". Wir fahren einmal im Jahr von Berlin nach Köln und zurück mit dem ICE - keine Fahrt ohne Ärger. Das Gefühl überkommt einen, daß man dem Personal etwas Gutes tuen müsse - arrogant bis zum geht nicht mehr.
stäbby 19.04.2013
naja
Zitat von sysop 
ich finde das jetzt nicht so dramatisch. Die hysterische Reaktion der Frau liegt wahrscheinlich in der Angst das die Beamten so drauf sind wie in Russland (was sie definitiv nicht sind). und als Beamter macht dich so ein gekreische halt Nervös. Ich finde die Arbeit der Polizei prinzipiell wichtig und schützendswert. Wenn was passiert ist das Geschrei auf der anderen Seite wieder riesig und man fordert mehr konsequenz von der Polizei
gantenkiel 19.04.2013
Na da hat sie aber nochmal Glück gehabt, dass die Deutsche Bahn Züge und keine Flugzeuge betreibt. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ein Zugbegleiter eines ICEs, immerhin das Premiumprodukt der Bahn, nicht den Ermessensspielraum hat, die Sache auf sich beruhen zu lassen. Immerhin hatte sie einen gültigen Fahrausweis, der bezahlt und gültig war. Da wird einem hier in Stuttgart ständig erzählt, dass die Bahn diesen Quatschbahnhof unter der Erde braucht, da wir sonst den internationalen Anschluss verpassen. Ich sag nur Bratislava. Die Bahn sollte erstmal an anderen Gruben graben, sonst schafft es niemand heile dorthin. Das Verhalten und der Auftritt der Polizei ist unfassbar. Jeder Provinz-Diskotürsteher hätte die Situation deeskalierender hinbekommen. Die Frau festhalten und stoiisch drumherumstehen, das, kann ich mir zumindest nicht vorstellen, wird wohl kaum auf der Polizeischule gelernt. Und dazu noch ein Aufgebot wie bei einem Raubüberfall, nur wegen einer Fahrkartenüberprüfung.
AndreasStephan 19.04.2013
toll, dass das mal gefilmt wurde. solchen ärger, nur nicht derartig krass, habe ich seit den letzten jahren oft bei anderen - sehr oft eben bei fahrgästen mit nichtdeutschen pässen erleben müssen. bei der buchung online fiel mir diese falle nie auf, ich hatte ja dann meist etwas deutsches zum vorzeigen. insgesamt vergleiche ich die bahn jetzt mit der von 1992 - 1996 , wo ich sie sehr oft und noch gerne (wenn schon zwangsweise auf die auswärtige arbeit vertrieben) benutzte: pfui deiwel....
EvenD 19.04.2013
Hm..ich seh da ehrlich gesagt auch nichts, weswegen man sich aufregen müsste. Wer schwarz fährt und erwischt wird, muss damit rechnen von der Polizei aus dem Beförderungsmittel, nun, befördert zu werden. Statt das gefasst und mit Anstand zu nehmen, die Beamten auf die Wache zu begleiten und das verünftig zu klären, entscheidet sich die Dame dazu, hysterisch zu werden und um Hilfe zu schreien...das ist in Russland, wenn man von der Miliz aufgegriffen wird, vielleicht durchaus normal, hierzulande empfinde ich das allerdings eher als lächerlich und beschämend.
humanomaly 19.04.2013
Ist doch verrückt, wie sich die Zeiten ändern: Damals hat die Polizei mitgeholfen, die Russen (ohne Ticket) IN die Züge zu stecken, heute holen sie sie (mit Ticket) RAUS.
Knacker54 19.04.2013
Wenn es nicht so abgedroschen wäre, könnte man sich jetzt mal wieder schämen, Deutscher zu sein.. Aber im Ernst: Hier kommt sowohl bei den Bahnmitarbeitern als auch bei den sog. Vollzugsbeamten eine Mentalität zum Ausdruck, die ganz besonders in Deutschland manifest ist. Es uist zumindest peinlich und ärgerlich, dass solche Sachen immer wieder passieren und auch immer weider mit der Bahn! Es änderst sich auch nichts - die Unfähigkeit gepaart mit Rechthaberei ist und bleibt immer die selbe!
talmittenflieger 19.04.2013
"ich wäre mit ausgestiegen" läßt sich hinterher leicht sagen. Doch wären drei oder vier mit ausgestiegen, dann hätte der Irre, der die ganze Zeit die Aufnahme gestört hat, merken müssen, dass solche Stasiaktionen nicht unbeobachtet bleiben. Es ist ein inneres Problem der LPD in den östlichen Ländern und ein überflüssigess und peinliches Schauspiel der Executive
windexx 19.04.2013
Nun gut, wer konnte schon zum Zeitpunkt des Geschehens mit Sicherheit ausschliessen, dass die Dame in Wirklichkeit eine gefaehrliche Terroristin oder Spionin ist? Da dachte man sich halt: better safe than sorry...
informantiker 19.04.2013
"Willkommen im Reiseland Deutschland"? (Slogan der Tourismuszentrale) - Ich schäme mich stellvertretend für die hier Handelnden...
muttisbester 19.04.2013
Publicity ala Dunkeldeutschland
Zitat von sysop 
jaja, die Deutsche Bahn. Leute aus dem Zug schmeißen sollte schon gelernt sein. Ist das so schwer? hier noch mal ein paar Orientierungshilfen: Kleine Kinder - lieber nicht! Schüler mit Musikinstrumenten - lieber nicht! Hilfsbedürftige allgemein - lieber nicht! Ausländische Reisende - lieber nicht! Reisende mit gültigem Ticket - lieber nicht! Eigentlich gibt es meiner Meinung nach so gut wie keinen Grund, Leute aus dem Zug zu schmeißen, wenn die anderen Fahrgäste nicht belästigt oder bedroht werden. Für alles, wirklich alles, kann man nachträglich eine Lösung finden und das klären. Ist das Bahnpersonal so schlecht geschult? Oder bewusst so schlecht geschult? Und die Bundespolizei ist natürlich nur der Erfüllungsgehilfe, trifft also keine Schuld. Aber die Versuche, die Aufnahmen zu verhindern...tztztz, so was wirkt peinlich, jetzt wo wirklich JEDER ein Handy mit Kamera hat. Da müsste eventuell auch noch mal eine Schulung"Umgang mit der Öffentlichkeit im Zeitalter von Smartfones" durchgeführt werden. Naja, der Vorfall hat die Bahn bestimmt ein paar hunderttausend Euro gekostet - negative Publicity ist halt immer Mist. BP, Shell und die Gammelfleischindustrie könnten davon berichten...
systembolaget 19.04.2013
Da brachte Der Spiegel neulich noch ein nettes Portrait über Herrn Grube... Die Bahnbediensteten und Sicherheitskräfte müssten sofort entlassen werden, da reicht keine Entschuldigung mehr. Leider gibt es hierzulande Kündigungsschutz. Ich bin Dauerbahnfahrer und könnte einen YouTube Kanal mit derartigen Ereignissen füllen. Die deutsche Schäferhund-Mentalität in ihrer ganzen Glorie - jämmerlich und verachtenswert.
Weberameise 19.04.2013
Naja für den Polizeieinsatz selbst habe ich noch Verständnis. Die wurden gerufen um einen "Uneinsichtigen Schwarzfahrer" aus dem Zug zu entfernen und das haben sie getan. Ob diese Beschuldigung richtig oder nicht ist, lässt sich dann ja leider erst im Nachhinein feststellen. Ungewöhnliche Gewaltanwendung erkenne ich auf dem Video nicht, etwas mehr Gelassenheit seitens Asyas wäre sicher produktiver gewesen, auch wenns halt gerade scheiße ist was passiert. Was jedoch die Bahn betrifft ist das mal wieder ne grandiose Serviceleistung. Ich glaube als Fahrgast in diesem Zugabteil hätte ich es mir nicht nehmen lassen die verantwortliche Zugbegleiteren ordentlich anzuschnauzen. Nicht weil ich leicht ausraste, sondern einfach um ein angemessenes Feedback zu geben. Man erduldet schon als gewöhnlicher Fahrgst vieles, aber das ist reiner Terror!
ralfrichter 19.04.2013
jk 13 hat vollkommen recht, es handelte sich hier um eine Personalienfeststellung in einer zivilrechtlichen Angelegenheit.Sie konnte sich weder mit einem deutschen Pass noch mit einer Aufenthaltsgestattung ausweisen.Somit war eine Personalienfeststellung vor Ort nicht möglich und die Mitnahme gerechtfertigt und vom Gesetz gedeckt,man konnte durchaus auch den Anfangsverdacht eines illegalen Aufenthaltes in Deutschland haben und da sind die Spielräume für die eingesetzten Beamten noch geringer. Dieses hysterische Gehabe tat natürlich dann auch seinen Teil dazu...
ceejay-92 19.04.2013
Unfassbar
Es gibt also Foristen, die den Rauswurf unterstützen. So so.. Wer sich den russischen Pass als ein Stück Klopapier mit Foto drauf vorstellt, sollte sich hinreichend informieren. In rus. Pässen steht jeder Eintrag in kyrillischer und lateinischer Schrift. (Майер/Meier) Was soll daran nicht akzeptabel sein? Hier schwingt ein gewisser Fremdenhass mit, ganz eindeutig..
lukenwolf 19.04.2013
War die Frau allein im Zug? Warum zum Teufel hat da niemand eingegriffen? Wann immer ich im Zug sitze sind die Waggons voll. Soll das etwa heissen, da haben Leute untätig zugesehen, wie der Staat eine unschuldige Frau im Namen eines Unternehmens terrorisiert? Sollen euch die Gliedmaßen abfaulen, Ihr Feiglinge!
Onlineticket
Zitat von peddersenDer Fehler ist, daß die AGBs der Bahn sich nicht auf dem Boden des Grundgesetzes bewegen. Angebot = Kohle rüber = Leistung. Was hat Paßnummer und Nationalität damit zu tun, ob ich mir ne Fahrkarte kaufen darf? Gehts noch? Akzeptieren Sie, daß der Pizzamann Ihnen das Essen wegnimmt, weil er nur an katholische/evangelische verkauft - und damit Ihre Bestellung ungültig ist?
Das Problem ist wohl eben das Onlineticket zum Selbstausdrucken. Es ist natürlich klar dass für die Bahn Zweifelsfrei geklärt sein muss dass das Ticket nicht mehrfach genutzt wird. Aber ob dazu unbedingt ein DEUTSCHER Person notwendig ist, ist wohl kaum nachvollziehbar. Gerade für Touristen ist somit das Bahnfahren ein echtes Problem. Früher hatten wir auch schon das Problem mit der VISA Karte als Nachweis, da die Karte mit der bezahlt wurde auch bei der Fahrt dabei sein musste (soweit alles OK) aber da es eben mein Name war der darauf stand und nicht der meiner Frau war sie illegal unterwegs. Was für ein Bullshit.
vinho 19.04.2013
Wie hiess es doch auch früher schon so treffend: "Ich bin nichts, ich kann nichts, gebt mir eine Uniform!"
peddersen 19.04.2013
Zitat von GegengleichDie Dame hat eben unter Angabe von gewissen Daten, ein Ticket erworben. Und Bedingung dieses Tickets ist eben, sich auszuweisen. Sonst könnte ja der ganze Zug mit Kopien eines einzigen Online-Tickets fahren. Dies akzeptiert man mit Kauf eines solchen Tickets.
Die Dame konnte sich ausweisen.Mit einem Dokument, das auf der ganzen Welt gültig ist - nur bei "unserer" Bahn nicht? Natürlich . Verbrecher überall - ganz Deutschland fährt mit EINER Bahnkarte.....grrrrrr Mann, sind Sie ein Tüpfelessch**sser - es geht hie um einen stinknormalen Kauf : Snickers, Kaffee, Eis, Bahnkarte. Nicht um irgendwas, wo Sicherheits- und Personenspezifisches dranhängen....
murmel57 19.04.2013
Es gibt ja wohl einen guten Grund den man sich leicht denken kann, warum online ein deutscher Personalausweis gefordert wird, wenn ich den aber hier schreibe, wird mein Beitrag nicht veröffentlicht. Die Kollegen aus Halle haben vollkommen richtig reagiert, die ganze Härte zu zeigen. Die haben von Jahrzenten ein von Vettern und Kadern dominiertes System abgeschafft, heute wird die Korruption und Kriminalität skrupellos bekämpft. Ein Auge zudrücken wäre das falsche Signal an die kriminelle Unterwelt, nur weil es sich um eine weibliche Person handelt, oder weil sie aus dem Ausland kommt. Sollen die jetzt alle eine Freiversuch bei der Erschleichung irgendwelcher ihnen nicht zustehenden Leistungen erhaltne? Wo kämen wir hin, wenn ganz Europa (oder auch andere ohne dt. Perso) bei uns online verbilligte Fahrkarten kaufen würde?
Sachsenimker 19.04.2013
Ausgezeichnet, und dieser Staat (BRD?), will anderen Staaten die Demokratie bringen. Ich wage nicht zu denken, wie eine solche Banalität im "demokratischten Land der Erde", sprich USA, abgelaufen wäre. Wahrscheinlich mit der Waffe ...
karlo 19.04.2013
Das kann doch wohl nicht wahr sein! In welchen Verhältnissen leben wir hier eigentlich wieder in Deutschland?! Ich entnehme dem Bericht, 1. daß es es eines deutschen Ausweises bedarf, um ein Bahnticket online kaufen zu „dürfen“. 2. bei gültigem Ticket und gültigem Ausweispapier bedarf es dann für Nicht-Inhaber eines deutschen Ausweisdokuments das „Mitführen“ (!) der Meldebestätigung oder wie? Doch wohl kaum oder? 3. Welche Straftat wird der jungen Frau vorgeworfen, welche diesen schon rabiaten Eingriff von sieben Polizeibeamten rechtfertigen könnte, die sie vor aller Augen abführen wie eine Verbrecherin? 4. Die gezielte Behinderung eines Pressevertreters, das Vorgehen zu dokumentieren, ist in ihrer gesamten Art und Weise schlicht inakzeptabel und keineswegs hinnehmbar. Bezeichnend ist auch die offene Geringschätzigkeit des Polizeibeamten, der dem Journalisten pausenlos vor's Handy schlägt. Hier sollte eine vom SPIEGEL-Verlag eingereichte Dienstaufsichtsbeschwerde das Mindeste sein, mit der das Verhältnis von Polizei und Presse wieder zurecht gerückt wird. 5. Keiner der Mitreisenden hielt es anscheinend für nötig, sich einzumischen – alle ducken sich weg. Oh, Schland!!! In fataler Weise fühle ich mich an das Video des EU-Parlaments erinnert, in dem ein Zugschaffner auf deutsch den europäischen Zugreisenden erklärt, was geht und was VERBOTEN ist. Deutschland einig Obrigland....
uhuplus 19.04.2013
Für entspanntes und zuverlässiges Reisen wenden sie sich bitte an die Fluggesellschaft ihres geringsten Misstrauens oder ihren Autohändler!
thomas144 19.04.2013
unglaublich
Ich finde so manchen Kommentar hier einfach unglaublich. Ist es schon eine Frechheit sondergleichen das maßlos überzogene Verhalten von Bahn und Bundespolizei auch noch zu verteidigen, so grenzt es schon an Debilität, wenn die Verteidiger von Bahn und BP dafür auch noch die Realität zurechtbiegen, d.h. bewusst lügen, und dabei scheinbar glauben keiner würde es merken, obwohl im Artikel zuvor ganz was anderes stand. Was soll das???
sozialminister 19.04.2013
@jk13 Na sicher, jedes mal wenn man sich irgendwo anmeldet, etwas bucht oder bestellt liest man sich auch erst einmal die AGBs durch, am besten mit juristischer Unterstützung damit die als Ottonormal-Ticketerwerber auch verstehen kann. Klar doch, diesen Aufwand mache ich jedesmal! Das die Bahn gerne Frauen aus dem Zug schmeisst (ist nicht der erste Fall in den letzten Jahren) dutzende Kilometer von ihrem eigentlichen Ziel entfernt, allein gelassen und vielleicht sogar ohne die Möglichkeit sich eine Weiterfahrt zu leisten, scheint sie nicht zu interessieren. Wer ihrer Meinung nach die AGBs nicht liest, der hat wohl jede Strafe verdient. Ich bin entsetzt!
bertball 19.04.2013
tumbe Controllettis
Es gibt viele Zugbegleiter mit der Fähigkeit selber zu denken und Situationen einzuschätzen. Aber leider auch immer wieder tumbe Controllettis, die völlig übers Ziel hinaus schießen. Manche lassen bei solchen Gelegenheiten zusätzlich auch mal gerne ihren Frust gegenüber Ausländern freien Lauf. Andere wieder berauschen sich an ihrer "Machtposition". Habe selber meine Erfahrungen mit dieser Sorte Zugbegleiter. Das Bahn-Management bekleckert sich in solchen Fällen übrigens auch nicht gerade mit Ruhm.
MashMashMusic 19.04.2013
Zitat von iffel1Sie hätte einfach ein neues Ticket kaufen können und dann - so wie sie es angeblich tun wollte - auf dem Hauptbahnhof in den Kundenshop gehen können Punkt. Aber nein, hier wird wieder auf Rechthaberei bestanden -obwohl sie im Unrecht war. Und so eskaliert das dann. Und dann das Gejammer hier im Forum... Auweia, wozu gibt es nun einmal Vorschriften ? Um sie mit Ausreden und "das wußte ich nicht" zu umgehen ? Ganz klar: die ursprüngliche Schuld, die zu dieser Eskalation führte, liegt bei ihr ! (Un-)Rechhaberei bringt nix - ich stehe voll hinter den Polizisten !
Sie haben den ganzen Wortwechsel mitbekommen und wissen daher, dass die Schuld der Eskalation bei der Kundin zu suchen ist? Sicher? Wirklich? Tatsächlich? Ich würde da auch nicht so einem dahergelaufenen Kontrolleur, der sein Metier nicht kennt, einfach mal Geld für ein neues Ticket geben, ich habe auch nicht grundsätzlich genug Geld dabei, um die horrenden Summen zu bezahlen, die die Bahn da verlangt, um mir dann anzuhören, was? Erstattung? Niemals! Meine Erfahrung mit dem Bordpersonal sind auch eher gemischt. IdR funktioniert das ja, aber teilweise haben die da einen Benimm drauf, ich habe mal aus Gedankenlosigkeit nicht den Fahrausweis, sondern die Platzreservierung vorgezeigt, und da kommt dann gleich "Wollnse müsch vergööhlen?", woraufhin ich dem Herrn erst mal erklärt habe, dass man Kunden, also die Leute, die einem das Gehalt bezahlen, höflich anredet, und wenn er mir noch eine Antwort geben möchte, sich überlegen soll, was er sagt. Mein Vater war Bahnbeamter, also bin ich eigentlich ein Freund des Schienenverkehrs. Aber auch der wusste, dass so manche Uniformierte sich plötzlich ganz groß vorkommen.
peddersen 19.04.2013
Zitat von EvenDHm..ich seh da ehrlich gesagt auch nichts, weswegen man sich aufregen müsste. Wer schwarz fährt und erwischt wird, muss damit rechnen von der Polizei aus dem Beförderungsmittel, nun, befördert zu werden....
Ähh...schwarz gefahren? Ist das Ihre Definition von Fahrpreis bezahlt, aber leider nicht aufs - kriminelle - Kleingedruckte geachtet?
Einweckglas 19.04.2013
Also wer so kreischt und zetert trägt nicht gerade zur Deeskalation und somit zur Klärung bei. Ist doch logisch, dass sich die Polizei einer so histerisch reagierenden Person erst einmal annimmt. Ob nun zu Recht oder Unrecht "verhaftet" ist dabei doch erst einmal nebensächlich. Wünschte mir so ein beherztes Eingreifen allerdings auch mal gegenüber rüpelhaften Verhalten und Kriminellen in einigen Vierteln deutscher Grossstädte!
Eskalation
Zitat von sysop 
Interessieren würde es mich schon warum so eine "Nichtigkeit" so dermaßen eskalieren muss. Es gab einen gültigen Fahrausweis (zumindest wurde der bezahlt und nicht mehrfach verwendet) einen Ausweis mit dem das Ticket gekauft wurde und somit war die Person zweifelsfrei zu identifizieren. Wo gab es denn nun das Problem? Wohl am meisten an den zu starren Reglementierungen der Bahnvorschriften und der Angst der MA falsch zu handeln. Ist der Druck auf die MA wirklich sooooo groß?
r.schnitz 19.04.2013
Ich verstehe die ganze Aufregung nicht - weder des Journalisten noch der ganzen Beiträge. In meinen Augen ist das Gesehene vollkommen in Ordnung und ich wäre enttäuscht, wenn es anders gehandhabt wird. Hätte sich die Frau normal verhalten und den Anweisungen gefolgt, wäre dieses ganze Theater unnötig gewesen. Für mich liegt die Schuld daher ganz alleine bei der Frau. Die Polizei hat nur getan, was getan werden muss. Manchmal eben mit etwas grob erscheinenden Mitteln - diese muss es eben auch geben.
chalchiuhtlicue 19.04.2013
Seltsam, ich sehe in dem Video halb so viel Drama, wie der Autor und manche empörte Foristen hier. Das Hauptproblem bei der ganzen Sache ist die Bahn, die auf Authentifikation durch einen deutschen Personalausweis besteht, aber trotzdem online ein Ticket verkauft, ohne daß Daten (z.B. die Zahlenkolonnen unten auf dem Ausweis) eingegeben worden sind. Klarer Fehler der DB! Daß die Zugbegleiter dieses Ticket nicht akzeptieren dürfen (!) ist nun wiederum nicht den Zugbegleitern vorzuwerfen. Das ist ein Fehler, der weit über deren Köpfen begangen wurde. Sie sind nur die arme Tröpfe, die für diesen Fehler angemacht werden. Daß die herbeigerufene Bundespolizei die junge Dame dann aus dem ICE entfernte, weil sie sich mangels gültigem Ticket dort nicht aufhalten durfte, ist legitim. Dabei wurde auch keine unangemessene Gewalt ausgeübt: Sie wurde weder zu Boden geworfen noch geschlagen noch mit CS-Spray oder sonst etwas bearbeitet, sondern nur etwas am Arm gezogen. Da sie den Beamten Widerstand leistete, war die im Video gezeigte Art des Abführens absolut gerechtfertigt und in keinem Fall überzogen. Sie hatte ja ganz offensichtlich auch Angebote einer friedlichen Lösung (Kauf eines gültigen Tickets) abgelehnt und sich geweigert, den Zug zu verlassen. Somit beging sie Hausfriedensbruch, daran gibt es nichts zu deuteln. Die Tatsache, daß sie von der DB hier ungerecht behandelt wurde, gibt ihr kein Recht auf Rechtsverstöße ihrerseits. Zweifelsfrei war die ganze Sache für die Studentin sehr ärgerlich. Der Schuldige hier ist ganz klar die Deutsche Bahn, die in einem offenbar schlecht implementierten Verfahren online Tickets verkauft und dafür auch gleich kassiert, ohne daß diese Tickets nachher anerkannt werden. Wenn die lieben Mitforisten sich hier also über jemanden aufregen wollen, dann über die Verantwortlichen bei der DB und nicht die Zugbegleiter und auch nicht die Beamten der Bundespolizei. "Verstörend" ist an dieser ganzen Sache nur mal wieder die Übertreibung, mit der der Autor hier die Sache aufbauscht! Ist so früh im Jahr schon ein Sommerloch da? Kopfschütteln.
clipper98 19.04.2013
Mir tun die Bundespolizisten leid, die sich täglich mit solch einem Unsinn auseinandersetzen müssen. Haben selbst jemanden in den Familie: gerade das Auftreten von ausländischen Menschen sei eine permanente Provokation. In diesem Fall ist doch alles korrekt verlaufen: ungültiges Ticket, Verstoß gegen die AGB, folglich keine Weiterfahrt. Lustig: "Ich bin Journalist...", gleichbedeutend mit "Ich darf hier 'mal bitte alles anprangern...".
Zaphod 19.04.2013
Alle diejeningen, die nun die AGB der Bahn zitieren und darauf hinweisen, dass alles rechtens gewesen sein, zeigen damit ein typisch deutsches Obrigkeitsdenken. Der Mensch zählt nichts, die bürokratischen Regeln zählen alles - und diese Regeln müssen notfalls mit Staatsgewalt durchgesetzt werden. Es ist erbärmlich, derartige Bilder aus Deutschland zu sehen. Vielleicht sind wir - entgegen den Aussagen der Frau - ein Rechtsstaat, ein menschlicher Staat sind wir schon lange nicht mehr, die Menschlichkeit wurde uns in einer Kultur des Egoismus und der Kleinlichkeit ausgetrieben.
anitram242 19.04.2013
Es kann einfach nicht sein, dass diese große Anzahl von Beamten einen Rausschmiss vollziehen müssen. Und so schon mal gar nicht. Ich bin wirklich, in solchen Momenten, dankbar, dass es die Möglichkeit gibt, dass solche Szenen, die für mich komplett unfassbar sind, aufgenommen und veröffentlicht werden können. Somit kann die Studentin immer beweisen, wie mies mit Ihr umgegangen worden ist. Großer Dank an den Spiegel-Reporter!!!
MashMashMusic 19.04.2013
Zitat von gelebIch kann hier nichts Schlimmes erkennen, außer eine hysterische Frau, die die Reisebedingungen des erworbenen Tickets nicht einhält und einen Journalisten, der meint, er filme gerade ein kleines Watergate sowie sein mehrmaliger peinlicher Hinweis auf seinen Beruf, als sei er Arzt oder Diplomat.
Also ich habe darauf eher ein Polizei-Rollkommando gesehen, die auch noch einen Journalisten bei der Berufsausübung aktiv behindern. Ansonsten bin ich absolut kapitalistisch eingestellt: ich habe etwas bezahlt, also will ich es auch haben. Den Ärger, den die Frau hatte, kann die Bahn nie an Schadenersatz zahlen. Wenn sie Glück hat, bekommt sie das Ticket ersetzt. Hierzulande sind Schadenersatzzahlungen eh viel zu niedrig, das fängt bei den Leuten an, die unschuldig im Knast gesessen haben. Das muss so teuer werden, dass sich die entsprechenden Leute dreimal überlegen, ob sie tatsächlich nun so vorgehen, wie es hierzulande ja scheinbar üblich ist.
northfox 19.04.2013
Welcher Vorwurf soll hier ganz genau den Polizisten gemacht werden? Dass sie eine Person, die entsprechend der Ansicht eines Bahnmitarbeiters keinen gültigen Fahrausweis hat, Auftraggemäss aus der Bahn entfernt haben? Sollen die Beamten denn sagen "Na gut, sie werden hysterisch und schreien hier rum! Dann werden wir ihnen mal glauben und von der Massnahme absehen??" Ich sehe im vorliegenden Video nur situationsgerechtes Handeln der Polizisten gegenüber der bedauernswerten Kundin. Der Brotdosenzensor im Vordergrund ist allerdings etwas grenzwertig. Kulanz ist von der Bahn zu erwarten die ja immerhin zumindest das Ticket vorliegen hatte. Das hätte man wohl wirklich am Zielort klären können. Diese Diskussion ist aber nicht dokumentiert. Wäre wohl auch viel weniger interessant und sensationsheischend das hier zu zeigen! Tut mir leid Herr Becker, meiner Meinung nach haben sie Ihren Informationsauftrag falsch interpretiert.
flussel 19.04.2013
Ich weiß noch, als vor ein bis zwei Jahren ein Video aus England auftauchte, wo ein "Fahrgast" keine Fahrkarte dabei hatte und den Zug nicht verlassen wollte. Mithilfe eines weiteren Fahrgastes konnte der Mann dann unkonvetionel aus dem Zug geschubst werden. Es herrschte in der Community großer Jubel und Zuspruch gegenüber dem Mitarbeiter und Insassen. Jetzt wird hier eine Frau aus dem Zug geworfen, die keinen gültigen Fahrausweis dabei hatte (bei jedem Kauf akzeptiert man die Beförderungsbedingungen, welche die Benützung eines russischen Passes ausschließt), das Angebot der Mitarbeiter nicht annahm (neue Fahrkarte), sich geweigert hat, aus dem Zug zu steigen, bei eintreffen der Polizei sich immer noch nicht bereit erklärte, sondern nur lauter wurde und sich im Endeffekt aus dem Zug zerren lassen musste. Hier ist die Bahn natürlich böse. Wär ja auch langweilig, wenn nicht! Kann ich jemanden töten und darauf pochen (da ich das Gesetz, welches das regelt nicht kenne) dass ich ungestraft davon komme?
siegertandreas 19.04.2013
...wenn ich dieses Video sehe, schäme ich mich für die Deutsche Bahn und die eingesetzten Polizeibeamten. Wozu debattieren wir über "Willkommenskultur" in Deutschland, wenn Einzelne den Ruf eines Landes mit wenigen Handlungen ruinieren. Und der Brief der Deutschen Bahn ist ja wohl der Gipfel.
Honk12 19.04.2013
Eine Aus der Stellungnahme der Bahn: "Da die Kundin jedoch nach den uns vorliegenden Stellungnahmen der beteiligten DB-Mitarbeiter alle Versuche zur einvernehmlichen Lösung des Problems und eine Deeskalation der Situation ablehnte, sah sich das Zugteam zur Einschaltung der Bundespolizei gezwungen." Durch das Video wird diese Darstellung doch untermauert, denn ich sehe und höre nur eine außer Rand und Band geratene, hysterisch herumschreiende Frau. Und was bitte soll an den Handlungend der Polizisten falsch sein? Ich höre und sehe nur besonnen handelnde Beamten, die sich auch von einem offensichtlich in das Geschehen hineindrängende Journalisten (als ob ob das eine Legitimation darstellen würde, Amtshandlungen zu behindern!) nicht aus der Ruhe bringen lassen. Danke für das Video - Polizei und Bahn haben meines Erachtens alles richtig gemacht.
MashMashMusic 19.04.2013
Zitat von EvenDHm..ich seh da ehrlich gesagt auch nichts, weswegen man sich aufregen müsste. Wer schwarz fährt und erwischt wird, muss damit rechnen von der Polizei aus dem Beförderungsmittel, nun, befördert zu werden. Statt das gefasst und mit Anstand zu nehmen, die Beamten auf die Wache zu begleiten und das verünftig zu klären, entscheidet sich die Dame dazu, hysterisch zu werden und um Hilfe zu schreien...das ist in Russland, wenn man von der Miliz aufgegriffen wird, vielleicht durchaus normal, hierzulande empfinde ich das allerdings eher als lächerlich und beschämend.
Nur: sie ist nicht schwarz gefahren.
Warum wurde die frau nicht gleich von einer Hundertschaft mit 2 Wasserwerfern abgeführt?! Was für eine unglaubliche Aktion!
mistersorrow 19.04.2013
Keiner von uns kennt die genauen und richtigen Hintergründe dieses Vorfalls. Es ist mit Sicherheit möglich, dass Fehler gemacht werden, da wo Menschen arbeiten. Trotzdem kann ich nicht nachvollziehen, wie ein erwachsener Mensch regelrecht ausrasten kann. Wenn man an die Decke geht, rumschreit und einfach ausflippt, macht das alleine die sachliche Lösung des Problems doch unmöglich. Sich körperlich zur Wehr setzen stärkt die eigene Position nicht gerade. Und dass Polizisten am Herausschleifen der jungen Frau Spaß gehabt haben, kann ja wohl keiner annehmen!?
peeckst 19.04.2013
Also ich kann nicht nachvollziehen, warum ich einen deutschen Pass für eine Reise/Buchung mit der Bahn haben muss... Weil sich jmd zweimal ein Ticket ausdrucken könnte???? Da gibts andere Wege.... Irgendwer müsste mir das einmal erklären. Wenn das jmd könnte...ich bezweifle das doch sehr, früher ging es ja auch! Und wenn ich in den Flieger steige ( mit online Ticket ) dann wissen die Damen vom Groundservice ja auch, dass ich nur 1 mal einchecken kann.... kann die Bahn das nicht auch ??? Also der Person im Flieger ist nachvollziehbar, aber Obacht, der muss nicht deutsch sein... kommt demnächst ein Ariernachweiss für das Bahnfahren? - Ja meine Damen und Herren, das IST sarkasmus.... Es gibt immer mindestens 2 Möglichkeiten mit jemandem umzugehen - auch für diese Bundespolizisten - und 7 gegen eine ist nun wirklich überzogen, das brauchen Sie nicht mal bei einem Junkie, oder war es Langeweile? Und wenn die Herren nichts zu verbergen hätten, warum sollten Sie etwas gegen die Aufnahmen habe? Es erschreckt mich doch sehr, dass immer gleich gefragt wird, was rechtlich erlaubt ist.... ich kann mich auch nicht gegen die Kameras auf dem Bahnsteig oder in meiner S-Bahn wehren... es dient ja auch ein wenig der Sicherheit. Was ich aber nicht mag ist, wenn jetzt die Leute anfangen zu selektieren, jetzt gefällt mir das mit den Aufnahmen, weil es mich entlastet... aber wehe wenn nicht, dann verbiete ich es.... das ist Heuchelei... tut mir leid, da fehlt mir das Verständnis für. Aber ein wenig bin ich erleichtert, dass ich morgen nicht mit Frau und Kindern quer durch Deutschland mit der Bahn fahren werde, mit einem online gekauften Ticket... sondern mit dem Auto, das zwar auch seinen Charm, aber irgendwie habe ich zumindest das Gefühl mehr Kontrolle zu haben.... ist schon komisch, nicht? mfg ein verstörter Bürger
hors-ansgar 19.04.2013
Die Polizei und ihre mächtige Gewerkschaft im Hintergrund kalgt ständig über Personalknappheit. Und statt mordende Nazis, brutale Jugendbanden, mafiöse Familienclans, Rocker und Einbrecherbanden etc. pp. zu jagen, stürzen sich die uniformierten Herren zu siebt auf eine Studentin, die sich völlig korrekt verhalten hat. Armes Deutschland!!
Triggi 19.04.2013
Vielleicht hätte unsere russische Studentin vor Kauf des Online-Tickets mal besser die Bedingungen für den Erwerb auf der DB-Seite gelesen. Sind nur ein paar Zeilen und die möglichen Identifizierungskarten sind explizit aufgeführt, der russische Reisepass gehört nun mal nicht dazu. Allerdings hätte eine Kredit- oder EC-Karte gereicht. Tja und wenn man dann auch noch hysterisch rumzicken muss ...
ekwkm 19.04.2013
Ich habe mir erst vorgestern einen Bericht aus der Spiegel-Mediathek angeschaut in dem es um Gewalt gegen Polizeibeamte ging. Dabei beklagten sich viele der Beamte über den abnehmenden Respekt der Bevölkerung gegenüber ihnen und über immer häufiger auftretende verbale, aber auch physische Attacken gegen sie. Was ich persönlich aus reichlicher Lebenserfahrung berichten kann, zeichnet ein anderes, dem hier verfügbaren Video entsprechendes Bild. Polizisten sind ein "besonderer" Schlag Menschen, so wie "Rocker" es sind oder "Briefmarkensammler". Es ist einfach eine Tatsache, dass die täglich in jeder Großstadt anzutreffende Arroganz der Beamten nicht zu überbieten ist. Kontrollmechanismen fehlen entweder ganz oder sind dermaßen ineffektiv dass sie fast schon als lächerlich bezeichnet werden könnten. Der Gipfel des Eisbergs ist aber meiner Meinung nach die krasse Ungleichbehandlung von "einfachen Leuten" und Kriminellen. Während man bei Ersteren nichts zu befürchten hat und sein Selbstwertgefühl entsprechend aufpolieren kann, wird bei echten Verbrechern auch schon mal das zweite Auge zugedrückt (logisch, denn wer möchte sich schon mit einer Großfamilie anlegen).
liso 19.04.2013
Ich höre nur eine vollkommen hysterische Frau, der eigentlich nichts passiert, die aber kreischt als ginge es um ihr Leben. Ich höre weiterhin einen nervigen, eitlen Redakteur, der glaubt, dass ihm da gerade eine Hammergeschichte in den Schoß fällt. Und ich höre einen gelassenen Polizisten, der um seinen Job nicht zu beneiden ist. Ein aufgeblasener Beitrag, der kaum der Rede wert ist.
MashMashMusic 19.04.2013
Zitat von ralfrichterjk 13 hat vollkommen recht, es handelte sich hier um eine Personalienfeststellung in einer zivilrechtlichen Angelegenheit.Sie konnte sich weder mit einem deutschen Pass noch mit einer Aufenthaltsgestattung ausweisen.Somit war eine Personalienfeststellung vor Ort nicht möglich und die Mitnahme gerechtfertigt und vom Gesetz gedeckt,man konnte durchaus auch den Anfangsverdacht eines illegalen Aufenthaltes in Deutschland haben und da sind die Spielräume für die eingesetzten Beamten noch geringer. Dieses hysterische Gehabe tat natürlich dann auch seinen Teil dazu...
Seit wann braucht man hierzulande einen deutschen Paß oder eine Aufenthaltsgenehmigung? Es reicht ein Lichtbildausweis, der von einer offiziellen Behörde ausgestellt worden ist. Ein Reisepaß etwa. Wieso war jetzt also eine Personalienfeststellung "nicht möglich"?
veremont 19.04.2013
Zitat von GegengleichDie Dame hat eben unter Angabe von gewissen Daten, ein Ticket erworben. Und Bedingung dieses Tickets ist eben, sich auszuweisen. Sonst könnte ja der ganze Zug mit Kopien eines einzigen Online-Tickets fahren. Dies akzeptiert man mit Kauf eines solchen Tickets. Punkt. Sie würden nie eine Leistung in Anspruch nehmen? Wo haben Sie denn Ihr Geld, unter der Matratze? Zur Kontoeröffnung muß man sich ja auch ausweisen. Sie gehen nicht zum Arzt, denn da benötigt man eine Versicherungskarte?
Wenn Sie mal mit einem Onlineticket gefahren wären dann wüssten Sie, dass die Bahnmitarbeiter dieses Ticket einscannen, da ist ein Punktmuster drauf und dann leuchtet in ihrem Gerät ein Lämpchen und das Ticket ist freigegeben. Also was soll das Gefasel mit der Kopie für den ganzen Zug?
yael.schlichting 19.04.2013
Das ist Deutschland. Vorschrift ist Vorschrift! Die Auswirkungen der Regierung durch positivistisches Recht gebiert ein eigenartiges Verhalten sog. "Amtsträger" Viele Angestellte solcher "Privatbehörden" maßen sich eine Macht an, die man nur noch als entsetzlich bezeichnen kann. Viele heißt nicht die Mehrheit! Allerdings habe ich selbst schon ähnliches miterlebt. Umgekehrt wird ein Schuh draus, wenn zum beispiel ein Türkischer Mitreisender einen Bahnbediensteten, der eine Umfrage macht, als Nazi bezeichnet. In diesem Fall muß man sagen, daß die Bahn zwar ein Hausrecht, aber keine Hoheitsrechte hat. Es sollte tatsächlich überprüft werden, welche Daten die Bahn in Verbindung mit einer schnöden Fahrkarte tatsächlich erheben darf.
KurtFolkert 19.04.2013
Wenn die Berufsmeckerer hier andere "Zustände" wünschen, empfehle ich bei der nächsten Bundestagswahl einfach das Kreuz an einer andere Stelle zu machen. Das was da passiert ist, ist nunmal ein Routinevorgang. Daher gibt es daran nichts auszsetzen. Die Dame hat sich geweigert ein gültiges Ticket zu kaufen und wird deshalb aus dem Zug geschleift. Dafür dass sie sich wehrt gehen die Beamten wirklich noch sehr zaghaft mit ihr um. Andere hab ich schon wegen weniger provokativem Verhalten bluten sehen. Die Situation ist, auch wenn der vermeintliche Reporter das anders sieht, nicht einfach mit einem Handy (Privatmittel) zu filmen. Es steht im Gesetz, dass Reporter sich in schriftlicher Form, wie auch von der Ausrüstung zu erkennen geben müssen. Im übrigen befindet dieser sich in den Räumen der Bahn und hat sich an die Hausordnung zu halten. Für dieses skandalgeile Verhalten gibt es keine Entschuldigung. Ich bin immer wieder schockiert, wie naiv sich viele Menschen verhalten. Dies gilt besonders für nicht wenige Foristen die offensichtlich von der Welt vorm Fenster nicht mehr allzuviel mitbekommen. Kindergarten.
MashMashMusic 19.04.2013
Zitat von murmel57Es gibt ja wohl einen guten Grund den man sich leicht denken kann, warum online ein deutscher Personalausweis gefordert wird, wenn ich den aber hier schreibe, wird mein Beitrag nicht veröffentlicht. Die Kollegen aus Halle haben vollkommen richtig reagiert, die ganze Härte zu zeigen. Die haben von Jahrzenten ein von Vettern und Kadern dominiertes System abgeschafft, heute wird die Korruption und Kriminalität skrupellos bekämpft. Ein Auge zudrücken wäre das falsche Signal an die kriminelle Unterwelt, nur weil es sich um eine weibliche Person handelt, oder weil sie aus dem Ausland kommt. Sollen die jetzt alle eine Freiversuch bei der Erschleichung irgendwelcher ihnen nicht zustehenden Leistungen erhaltne? Wo kämen wir hin, wenn ganz Europa (oder auch andere ohne dt. Perso) bei uns online verbilligte Fahrkarten kaufen würde?
Ja, wo kommen wir nur hin, wenn ein Onlineticket, dessen angegebene Nummer mit der im Reisepaß übereinstimmt, benutzt wird? Nicht immer osteuropäische Terrortruppen vermuten!
Knick001 19.04.2013
Naja, natürlich sieht das dort hart aus. Aber sie hatte nunmal keine gültige Fahrkarte. Finde das nicht unfassbar. Mir erging es schonmal ähnlich. Im ersten Moment natürlich extrem ärgerlich. Im Anschluss sollte man, sofern man ehrlich zu sich selbst ist, den eigenen Fehler schon eingestehen. Und die Frau wollte nunmal nicht aussteigen, was war an dem Verhalten der Polizisten grob? Absolut in Ordnung.
Newspeak 19.04.2013
Ich sehe den Einsatz der Bundespolizei in Zügen auch sehr kritisch. Ich habe es selber schon erlebt, daß in einem vollen Abteil der einzige fremdländisch ausschauende Mitfahrer um Personalien gebeten wurde, wobei der Umgangston von Seiten der Bundespolizei von Anfang an und grundlos sehr unfreundlich war. Auch ich bin damals in den Genuß einer Personenüberprüfung gekommen, weil ich dem Herrn gegenüber saß. Offenbar ist das in Deutschland beides schon verdächtig genug. Ich würde da eindeutig von Rassismus sprechen. Ist aber auch irgendwo logisch, wo die Polizei doch die einzige gesellschaftliche Institution in Deutschland ist, die noch mit jedem Staat, vom Kaiserreich über Hitler bis heute zurechtgekommen ist und wo sogar die Bundeswehr ihre Vergangenheit in Form der Wehrmacht deutlich besser aufgearbeitet haben dürfte. Man fragt sich schon, warum historisch lieber Unrechtsstaaten geschützt wurden, als die Interessen der Bürger vertreten und warum die Polizei sich ihren Alltagsrassismus noch heute erlauben kann.
ThiloBaum 19.04.2013
Was ich sehr spannend finde in dieser Diskussion: Es gibt im Grunde zwei Lager. Das sinnorientierte und das regelorientierte. Das Argument der Sinnorientierten: Die Dame hat ihr Ticket bezahlt, also steht ihr auch die Reise zu. Sie hat einen Formfehler begangen, den man in Berlin hätte klären können. Dabei ist die Form (Adresse nicht im Augenblick amtlich verifizierbar) weniger wichtig als der Inhalt (Fahrt war bezahlt). Das formale Detail ist angesichts der Sachlage (Fahrt war bezahlt) für die Sinn-Denker irrelevant. Das Argument der Regelorientierten: Ein Teil der Wirklichkeit hat der entsprechenden Regel nicht entsprochen (Adresse auf amtlichem Dokument). Weil diese Übereinstimmung fehlte, war die Dame des Zuges zu verweisen, und ihr die Leistung, für die sie bezahlt hat, zu versagen. Form bricht Inhalt, denken die Regelorientierten. Sinnorientiert denkende Menschen unterwerfen ihre Überlegungen dem großen Ganzen. Welche Bedeutung hat, was wir tun? Regelorientierte Menschen haben für Bedeutungen oft kein Gespür und keinen Sinn. Sie denken ausschließlich in Entsprechungen. Die Realität muss mit der Vorschrift übereinstimmen, dann ist der Regeldenker zufrieden. Ich denke, wenn wir ein weltoffenes und tolerantes Deutschland wollen, sollten wir schauen, dass nicht mehr die Regelorientierten das Sagen haben, sondern die Sinnorientierten.
chramb 19.04.2013
Boah...
Andersrum... Man stelle sich vor man hat ein Unternehmen, aus irgendeinem Grund ist es Notwendig das sich Kunden mit einem entsprechendem Ausweis/Beleg etc. bei ihren Mitarbeitern bzw. Angestellten authentifizieren. Da es sich um eine für Kunden sowie Angestellte verbindliche Anweisung/AGB handelt kümmern sie sich als Chef um andere Angelegenheiten. Nun stellt sich raus das Mitarbeiter XY ein guter Kerl ist und ein weíches Herz hat. Dieser lässt den Kunden ihrer Firma mal das ein oder andere durchgehen, eventuell ist es dadurch aber schon zu logistischen/organisatorischen Problemen gekommen und auch zu finanziellen Einbußen. Was machen Sie als Chef mit dem Mitarbeiter? Freuen Sie sich über seinen besonderen Kundenservice? ---- Die junge Frau hätte doch im Zug nachlösen können, mit diesem Fahrschein hätte Sie sich an das nächste Service Zentrum der Bahn wenden können bzw. auch Online an die zuständige Abteilung der Bahn. Evetuell hätte sich alles geklärt, eventuell hätte sich die Bahn entschuldigt und die Sache ruhen lassen. Die junge Frau ist ja nicht aus dem Zug geworfen worden weil sie einen russichen Pass hatte, sondern weil sie sich wohl geweigert hat Nachzulösen bzw. den Zug zu verlassen. Im diesem Augenblick kommt dann halt die Polizei ins Spiel. Ablauf vermutlich: Den Fahrschein bitte. Hier bitte. Gut, dann bitte noch ihren Personalausweis. Personalausweis? Hab ich nicht. Oh, das ist schlecht. Dann müssen sie Nachlösen. Das macht 150€, die Rechnung erhalten sie später. Unter dieser Nummer können Sie anrufen... Das will ich nicht, ich habe doch eine Fahrkarte. Aber ich brauche ihren Peronalausweis. Hab ich ja nicht. Dann muss ich sie bitten den Zug beim nächsten Halt zu verlassen. Ich weigere mich. Dann muss ich die Polizei verständigen. *HEUL, KREISCH*
kimbol 19.04.2013
Hallo, so wie der Author schon gesagt hat, als russische Staatsbürgerin und Studentin besitzt sich kein amtliches Dokument auf dem die Adresse in Deutschland steht. (Warum auch, als nicht deutsche Staatsbürgerin). Sie hat aber ihre Adresse in Berlin vorgezeigt, aber das hat nicht gereicht. Auch wenn es ein Gesetz der Bahn ist, wer ließt bitte alle AGBs durch, die einem unterkommen? Ich glaube, 95% machen das nicht. Wer hat schon lust jedesmal 10 Seiten AGBs zu lesen. Mir tut dieses Mädchen sehr leid. Das sie so reagiert hat, kann ich verstehen. Sie war alleine und hatte angst. Stellt euch mal vor, ihr wärt an ihrer Stelle gewesen. Ihr habt einen Reisepass und Personalausweis, aber der Polizist möchte das ihr die Adresse vorzeigt in dem jeweiligen Land. Und wenn nicht, werdet ihr abgeführt.
Tomix 19.04.2013
Lebe (Gott sei Dank) seit langer Zeit nicht mehr in Deutschland. Trotzdem gut zu wissen, dass ich einen Personalausweis benoetige wenn ich in Deutschland mit dem Zug fahren will aber keinen vorlegen muss, wenn ich von Paris nach Muenchen fliege. Also da bin ich dann doch wieder mal lieber Europaer als Deutscher.
ovula-nabothi 19.04.2013
Was gibt es bei der Bahn doch für Korintenkacker!
MashMashMusic 19.04.2013
Zitat von EinweckglasAlso wer so kreischt und zetert trägt nicht gerade zur Deeskalation und somit zur Klärung bei. Ist doch logisch, dass sich die Polizei einer so histerisch reagierenden Person erst einmal annimmt. Ob nun zu Recht oder Unrecht "verhaftet" ist dabei doch erst einmal nebensächlich. Wünschte mir so ein beherztes Eingreifen allerdings auch mal gegenüber rüpelhaften Verhalten und Kriminellen in einigen Vierteln deutscher Grossstädte!
Da das Ganze ja ein längeres Vorspiel hatte, könnte ich mir vorstellen, dass die Dame das Kreischen erst angefangen hat, als sie mit Gewalt aus dem Zug expediert wurde. Ich werde idR auch zickig, wenn Leute mich ungefragt anfassen.
nano-thermit 19.04.2013
Ganz weit rechts
Ganz weit rechts und daher immer im RECHT(s) ;-) Unsere Freunde, unsere Beschützer im Staatsdienst. Immer da um den braven Bürger vor Protesten zu schützen, und immer da um unsere Politik und ihre Halbgötter vor den pösen linken Terroristen zu schützen. Gott segne die Polizei, die immer recht und Ordnung vertritt und er möge auch in diesem Fall Gerechtigkeit walten lassen. Ich vermute diese wird so ausschauen: mit Mühe eine durch und durch bewiesene Anklage seitens Asyas Anwalt. Ein Staatsanwalt der auf dem rechten Auge blind ist, ein Richter der auf selbigem blind ist und ein Freispruch für TrainCop der in seiner Begründung den normalsterblichen Bürger bestenfalls ein Kopfschütteln entlocken wird. Ein rrrrecht schönes Wochenende ihr rrrrrrechtschaffenen Staatsbediensteten.
fraecael 19.04.2013
Ich dachte der letzte deutsche Polizeistaat hat sich vor 20 Jahren aufgelöst. - Bin ich wohl falsch informiert worden.
tempusfugit1970 19.04.2013
Die Sichtweise manches Foristen hier erzeugt akute Frendschämanfälle bei mir: Journalisten sind wertlos, Russinnen eh nur illegale Aufenthaltsschmarotzer...
ThiloBaum 19.04.2013
Was ich sehr spannend finde in dieser Diskussion: Es gibt im Grunde zwei Lager. Das sinnorientierte und das regelorientierte. Das Argument der Sinnorientierten: Die Dame hat ihr Ticket bezahlt, also steht ihr auch die Reise zu. Sie hat einen Formfehler begangen, den man in Berlin hätte klären können. Dabei ist die Form (Adresse nicht im Augenblick amtlich verifizierbar) weniger wichtig als der Inhalt (Fahrt war bezahlt). Das formale Detail ist angesichts der Sachlage (Fahrt war bezahlt) für die Sinn-Denker irrelevant. Das Argument der Regelorientierten: Ein Teil der Wirklichkeit hat der entsprechenden Regel nicht entsprochen (Adresse auf amtlichem Dokument). Weil diese Übereinstimmung fehlte, war die Dame des Zuges zu verweisen, und ihr die Leistung, für die sie bezahlt hat, zu versagen. Form bricht Inhalt, denken die Regelorientierten. Sinnorientiert denkende Menschen unterwerfen ihre Überlegungen dem großen Ganzen. Welche Bedeutung hat, was wir tun? Regelorientierte Menschen haben für Bedeutungen oft kein Gespür und keinen Sinn. Sie denken ausschließlich in Entsprechungen. Die Realität muss mit der Vorschrift übereinstimmen, dann ist der Regeldenker zufrieden. Ich denke, wenn wir ein weltoffenes und tolerantes Deutschland wollen, sollten wir schauen, dass nicht mehr die Regelorientierten das Sagen haben, sondern die Sinnorientierten.
veremont 19.04.2013
Zitat von ralfrichterjk 13 hat vollkommen recht, es handelte sich hier um eine Personalienfeststellung in einer zivilrechtlichen Angelegenheit.Sie konnte sich weder mit einem deutschen Pass noch mit einer Aufenthaltsgestattung ausweisen.Somit war eine Personalienfeststellung vor Ort nicht möglich und die Mitnahme gerechtfertigt und vom Gesetz gedeckt,man konnte durchaus auch den Anfangsverdacht eines illegalen Aufenthaltes in Deutschland haben und da sind die Spielräume für die eingesetzten Beamten noch geringer. Dieses hysterische Gehabe tat natürlich dann auch seinen Teil dazu...
Sehr kreativ aber warum denken Sie sich jetzt Sachen aus? "Aufenthaltsgestattung" nennt man auch Visum und der ist im Reisepass eingeklebt. Kann man natürlich nicht wissen, wenn man nie einen Reisepass in der Hand gehalten hat. Und ein Reisepass mit Visum reicht für eine "Personalienfeststellung" vor Ort sehr wohl aus und dass Sie gleich an illegalen Aufenthalt denken spricht nicht für Sie.
nochmehrunsinn 19.04.2013
Peinlich ist hier nur die Bahn und der Watergate Journalist :-), schätze für die Polizisten war es nur ne Schwarzfahrerin. Hausrecht hat ja die Bahn. Wozu der ganze aufreger
MashMashMusic 19.04.2013
Zitat von r.schnitzIch verstehe die ganze Aufregung nicht - weder des Journalisten noch der ganzen Beiträge. In meinen Augen ist das Gesehene vollkommen in Ordnung und ich wäre enttäuscht, wenn es anders gehandhabt wird. Hätte sich die Frau normal verhalten und den Anweisungen gefolgt, wäre dieses ganze Theater unnötig gewesen. Für mich liegt die Schuld daher ganz alleine bei der Frau. Die Polizei hat nur getan, was getan werden muss. Manchmal eben mit etwas grob erscheinenden Mitteln - diese muss es eben auch geben.
Wenn Sie das in Ordnung finden, frage ich mich, wann Ihnen der Sinn für Gerechtigkeit abhanden gekommen ist. Ich jedenfalls empfinde es als extreme Störung meines Gerechtigkeitssinns, wenn Leute eine bezahlte Dienstleistung nicht bekommen, sondern stattdessen gewaltsam aus dem Zug geworfen werden. Und bevor Sie was zu "gewaltsam" sagen - die Polizei hat sie angefasst und rausgezogen. Das erfüllt für mich alle Kriterien der physischen Gewalt. Die Schuld liegt beim Reiseunternehmer, der elementare Hinweise nicht gegeben hat. Die Schuld liegt bei der Bahn, weil die günstige Onlinetickets scheinbar nur an Deutsche verkauft. Das grundsätzliche Verhalten der Polizei kann man nach dem Video nicht beurteilen, allerdings der Versuch, den Journalisten am Filmen zu hindern. Das versucht die Polizei gerne, ist aber trotzdem nicht erlaubt.
ThiloBaum 19.04.2013
Anregung für die Redaktion und ihr redaktionelles Denken: Die Absätze und Leerzeilen der Kommentare nicht zu löschen. Das zerstört die Lesbarkeit der Struktur. Sollten Redakteure wissen. ;-)
Irene56 19.04.2013
Danke
Zitat von averagejoe@sebastian8833 kleiner aber feiner unterschied - die frau hatte einen ausweis der auch angegeben war. nur akzeptiert scheinbar die bahn keine ausländischen reisepässe. die frau hat dann ihre dt. adresse angegeben, aber die bahn mitarbeiter haben das nicht akzeptiert und sie des zuges verwiesen. wie von der frau vorgeschlagen hätte man bei ankunft alles klären können. sowas ist unter aller kanone, so geht man einfach nicht mit kunden um! wenn ich so mit kunden umspringen würde, wäre ich in kürzester zeit pleite. die bahn kann sich sowas "leisten", weil sie auf der schiene praktisch ein monopol besitzt. zum glück gibts nun fernbusse - günstiger, flexibler (auch was stornos betrifft) und mit kostenlosem wlan. adieu, db!
wenn Sie nicht soviel aus diesem Video herausgelesen und hier erklärt hätten, wäre mir einiges entgangen. Was ich auf dem Video gesehen habe, ist eine ziemlich abgehobene, vorsichtig ausgedrückt etwas gestörte Person, die wild kreischt und überhaupt nicht ansprechbar ist. Und Kompliment an den Redakteur, der zwar weitergefahren ist, lt. Video auch gar kein Wort mit der jungen Frau gewechselt hat aber dennoch diese wichtigen Information im SPON präsentiert. Das also muss man sich unter Recherchen und Journalistentätigkeit vorstellen. Danke nochmal.
MashMashMusic 19.04.2013
Zitat von Honk12Eine Aus der Stellungnahme der Bahn: "Da die Kundin jedoch nach den uns vorliegenden Stellungnahmen der beteiligten DB-Mitarbeiter alle Versuche zur einvernehmlichen Lösung des Problems und eine Deeskalation der Situation ablehnte, sah sich das Zugteam zur Einschaltung der Bundespolizei gezwungen." Durch das Video wird diese Darstellung doch untermauert, denn ich sehe und höre nur eine außer Rand und Band geratene, hysterisch herumschreiende Frau.
Sie ignorieren die Aussage des Journalisten, dass die Dame angeboten hat, ihre Personalien in Berlin überprüfen zu lassen. Die "einvernehmliche Lösung" sah nämlich in doppelter Zahlung des Fahrpreises aus (vermutlich sogar noch mehr, denn vor Ort ist's bestimmt nicht so günstig wie online), und das hätte ich selber z.B. niemals akzeptiert.
simha 19.04.2013
An alle die hier schreiben: Keinen Personalausweis, keine Fahrkarte: Dieser Formalismus ist wirklich tötlich. Die Dame hatte eine bezahlte Fahrkarte. Wenn das beim Online-Kauf nicht moniert wurde, liegt der Fehler bei der Bahn. Aber gleich, wie es formell ist: Leute, sie hat eine Fahrkarte bezahlt und dabei. Da muss man doch mal menschlich handeln. Nicht alles was formell irgendwie hingebogen werden kann ist auch menschlich richtig. Ich finde die Reaktionen, die das Handeln der Bahn unterstützen zu tiefst erschütternd. Bitte erinnern Sie sich, dass auch anderes Unrecht in Deutschland zu seiner Zeit 'legal' war... richtig wird es dadurch nicht. Wenn Sie noch ein Herz haben, dann versuchen Sie auf es zu hören.
wastl300 19.04.2013
Das möchte ich mal dahinstellen,
Zitat von macci19...Und zum Thema Ausländer haben keinen Personalausweis, es gibt auch die Möglichkeit der Kreditkarten-ID - und die hat die Dame wohl, wie sonst hat Sie das Ticket Online erworben? Wer ist schuld, diejenige, die sich den Regeln mutwillig und wissentlich widersetzt, oder die Deutsche Bahn und die angefragten Polizisten?
Ich unterstelle der Dame, dass sie, da in Berlin wohnt auch einigermaßen Deutsch spricht. Ob sie den seltsamen bürokratischen Vorgängen bei der DB so bewußt war, sei dahingestellt. Mich wundert es nur, obwohl sie bereitwillig ihre Wohnadresse genannt hatte, die Polizisten dies nicht gleich überprüft haben, und ihre zur Gute halten: Sie ist Ausländer. Und mal ehrlich: Blicken sie alle bei den undurchsichtigen Kartenpreisen und Voraussetzungen der DB noch durch?
schwobzh 19.04.2013
Für meine Freundin, die dänische Staatsbürgerin ist, kaufe ich regelmässig Online-Tickets sowohl in der Schweiz bei den SBB als auch bei Deutschen Bahn, jeweils über die entsprechende Homepage. Und jedesmal, wenn ich bei der DB buche, denke ich mit grösstem Wehmut an das einfache Verfahren bei der SBB: Name und Geburtstag des/der Reisenden, dann auf der Fahrt einfach einen amtlichen Ausweis des Heimatlandes vorweisen (die Wahrscheinlichkeit, dass aus dem gleichen Land zwei Bürger mit dem gleichen Namen und dem gleichen Geburtsdatum zur gleichen Zeit das gleiche Ticket mit Zugbindung missbräuchlich mehrmals benutzen, sollte nach gesundem Menschenverstand in der Tat gegen Null gehen, offensichtlich aber nicht bei der DB). Auch dass mehrere Ermässigungen (Halbtax in der Schweiz, Bahncard bei der DB) nur mit dem Online-Buchungssystem der SBB und nicht mit dem der DB erfassbar sind gehört zu den tieferen Service-Geheimnissen der DB. Nach 12 Jahren Mobilität ohne eigenes Auto, dafür aber aus Überzeugung immer mit dem Zug, kann ich für Reisen mit der DB als Erfahrung nur sagen: nicht ärgern, nur wundern.
murmel57 19.04.2013
Wenn die Dame von der Bahn und ihr Kollege nicht fähig sind einen Russischen Reisepass zu lesen und zu verstehe, dann sollten man dieses von Beamten der Bundespolizei erwarten können, das die Bundespolizei auch für die Personenkontrolle an den Grenzen zuständig ist. Es ist höchst befremdlich warum mindestens vier Beamte es nicht schaffen eine Frau mit ihrem Identitätsdokument in der Hand eindeutig zu identifizieren und sie dafür aus dem Zug entfernen. Ist das nicht schon Nötigung?
prüter 19.04.2013
Mit Verlaub ...
Zitat von magetasalexWarum die Aufregung über die Polizei? Das ist ihr Naturell. Nur wer eine Neigung zur Brutalität hat, geht zur Polizei. Anders gesagt: Es ist klar, dass das Weltbild eines Polizisten ein ganz anderes sein muß, als das einer Hebamme.
... diese Unterstellung halte ich ich für falsch und verletzend / beleidigend gegenüber einer ganzen Berufsgruppe, die sich tagtäglich nicht zuletzt für die Sicherheit eines jeden Einzelnen von uns einsetzt. Ich habe sehr viele Polizisten erlebt, deren Ruhe und Besonnenheit in schwierigen Situationen einer Hebamme gut zu Gesicht gestanden hätte. Bin übrigens kein Polizist und habe auch keinen in der Familie ;-)
filder 19.04.2013
@geleb: "Ich kann hier nichts Schlimmes erkennen, außer eine hysterische Frau, die die Reisebedingungen des erworbenen Tickets nicht einhält und einen Journalisten, der meint, er filme gerade ein kleines Watergate sowie sein mehrmaliger peinlicher Hinweis auf seinen Beruf, als sei er Arzt oder Diplomat." Peinlich ist doch eher Ihr Beitrag - der Journalist hat sich mehrfach als solcher zu erkennen gegeben, weil der Büttel ihn aggressiv und handgreiflich angegangen ist - das Sie diese Behinderung journalistischer Arbeit nicht weiter stört, spricht aber Bände. Wie auch die Beiträge aller anderen, die das 'völlig normal' finden. Seid Ihr alle in Diktaturen aufgewachsen?
at@at 19.04.2013
Schon komisch, wie hier manche auf die arme Frau verbal losgehen. Wieso sollte man kein Ticket online kaufen können, wenn man weder Bahncard noch Kreditkarte noch Perso besitzt? Das ist eine total schwachsinnige Einschränkung, die die Bahn da macht. Wenn ich mich mit der Kreditkarte identifiziere, steht da auch meine Adresse nicht drauf, warum also sollte das nicht mit einem x-beliebigen Ausweis/Pass irgendeines Staates gehen, der einen ja definitiv eindeutig identifiziert? Ich kann mir auch gut vorstellen, dass die Bahnmitarbeiter nicht sehr nett zu der Frau waren und sich auf stur gestellt haben. Ich habe selbst schon erlebt, wie mies drauf, pampig und zum Teil ausfallend die Bahnmitarbeiter in den Zügen sein können. So hat einer mal die Frau, die vor mir saß, zur Schnecke gemacht und sie damit zum Weinen gebracht, weil sie für den Hund nicht bezahlt hatte (kam aus dem Ausland und wusste es nicht besser), obwohl sie sich kooperativ verhalten und den Preis beglichen hat. Die Bahn weiß aus meiner Sicht nicht, was Service heißt.
MashMashMusic 19.04.2013
Zitat von lisoIch höre nur eine vollkommen hysterische Frau, der eigentlich nichts passiert, die aber kreischt als ginge es um ihr Leben. Ich höre weiterhin einen nervigen, eitlen Redakteur, der glaubt, dass ihm da gerade eine Hammergeschichte in den Schoß fällt. Und ich höre einen gelassenen Polizisten, der um seinen Job nicht zu beneiden ist. Ein aufgeblasener Beitrag, der kaum der Rede wert ist.
Der "nichts passiert"? Möchten Sie irgendwo mitten in der Pampa aus dem Zug geworfen werden? Ich höre keinen gelassenen Polizisten. Ich sehe nur einen, der einen Journalisten, der sich identifiziert, an der Ausübung seines Berufs hindert, zweifellos in der Absicht, möglicherweise unangenehmes Beweismaterial gar nicht erst entstehen zu lassen.
Mequan 19.04.2013
Alle mal halblang. Die Polizei ist eine Exekutive. Sie hat in dieser Situation weder zu bewerten noch zu vermitteln, sondern auszuführen. Auch das Aufgebot lässt sich mit einem Informationsfehler der Bahnmitarbeiter erklären. Hier hat eine schlechte Internet-Seite und inkompetentes Bahnpersonal zu einer untragbaren Auseinandersetzung geführt. Und die junge Frau hätte irgendwann erkennen sollen, dass sie sich zunächst der Situation und damit auch der Polizeit fügen muss; so ärgerlich dies auch ist. In dieser Situation hätte sie keine Lösung mehr herbeiführen können, ihre Argumentation hatte ja bisher nicht gefruchtet; also in Halle aussteigen und eine saftige Beschwerde schreiben. Das dieser kleine Vorfall als Rundum-Bashing gegen deutsche Behörden, das deutsche System, die Bahn benutzt wird, ist lediglich ein Beleg dafür, dass sich eine RTL II-Mentalität des Vorverurteilens und Pauschalisierens bereits auch in die Köpfe der SPON-Leser eingenistet hat. In jeder Berufsgruppe gibts es schwarze Schafe. aber wegen einer blöden Schaffnerin gleich alle zu verurteilen... ich hatte auch schon sehr viele, sehr positive Erfahrungen (ich hatte aber auch schon negative). Die Bahn muss sich entschuldigen, der Administrator der Internet-Seite informiert werden, um jene Seite zu überarbeiten und schließlich sollte das involvierte Bahnpersonal abgemahnt werden. Sollte sich tatsächlich ein Polizist gegenüber der - wenn auch zu Recht - aufgebrachten, d. h. widerspenstigen Frau unprofessionell verhalten haben, gehört auch dieser belehrt. Wie gesagt, zwischen Bahn und Reisenden zu vermitteln, war nicht Aufgabe des Polizeieinsatzes.
rainbow123 19.04.2013
Es ist schockierend wie sich ALLE beteiligten verhalten. Das Verhalten der Dame ist sicher nicht einfach für die Beamten. Weder der der Bahn noch der Polizei. Es zeigt mir nur wieder wie unfähig die Beamten sich verhalten haben! Daher auch der stümperhafte Versuch die Filmaufnahmen zu unterbinden. Nicht wegen dem eigentlichen Rauswurf der Dame, sondern wegen der Angst, dass wieder unfähige Polizisten gefilmt werden, wenn 5-7 Beamte eine weiblichen Person unsachgemäß aus dem Zug entfernen. Daher ist die Diskussion hier sicher unterhaltsam warum- oder auch nicht, die Damen den Zug verlassen musste - aber auf keinen Fall zielführend. Viel wichtiger ist es doch aufzuzeigen, dass unsere Polizei nicht im Stande ist, dieses Problem korrekt zu lösen. Dazu benötigt es einer besseren Ausbildung von Seiten der Polizei und eine viel größerer Akzeptanz deren ausübenden Funktion seitens der Bevölkerung. Oder glauben Sie etwa, die Dame hätte sich so in einem russischen Zug verhalten können?
gerdjuergen 19.04.2013
Wäre das meine Freundin/Frau, so würde ich die Voraussetzungen für eine Strafanzeige gegen die Polizisten anwaltlich prüfen lassen. Im Zuge der dann einsetzenden Ermittlungen sollte sich der Sachverhalt umfassend klären lassen. Mit Herrn Becker ist ein unabhängiger Zeuge bekannt, er kennt zudem mindestens einen weiteren. Dazu gibt es die dann ungepixelte Filmaufnahme. Das sollte für eine objektive Beurteilung reichen. Ich habe nicht den Eindruck, dass man hier mit der angemessenen Umsicht vorgegangen ist.
Zitat von sebastian8833Ich verstehe den ganzen Aufstand nicht!? Ich fahre Bahn mit einem Ticket zu dem ein Ausweis gehört. Das muss jeder Student mit seinem Studiticket auch! Hab ich kein Ausweis dabei fahre ich schwarz und bekomme eine Strafe und muss den Zug verlassen (mir selber auch schon passiert). Weigere ich mich dises zu tun kommt die Bundepolizei und setzt das durch..... Weigere ich mich den Anweisungen der BP folge zu leisten setzten sie es trotzdem durch. (wobei ich in dem Video keine hartes Vorgehen erkennen kann) Nur weil die arme Frau herzzerreissend wimmert hat sie doch kein Recht! Wäre es einem pöbeldem, unsymphatischem jungem Mann mit Bier in der Hand passiert hätte es bestimmt Beifall für die Beamten gegeben!
Vielen Dank - dass dieser völlig normale und auch wichtige Vorgang (sollen jetzt alle schwarz fahren dürfen, soll kein Recht mehr durchgesetzt werden, wenn einer heult?!!) so im Forum kommentiert wird sagt viel über das heutige Gefühl von "Gerechtigkeit" aus.
hal5000 19.04.2013
Die Dame hat ein Ticket gekauft, dessen Nutzung klar an das Vorhandensein eines bestimmten Ausweisdokuments geknüpft war. Diese Dame hatte kein entsprechendes Dokument. Die Bahn will die Adresse wissen, um ggf. zivilrechtliche Forderungen (Fahrpreisnacherhebung) durchsetzenn zu können. Die Dame kann kein durch Bahnmitarbeiter verifizierbares Dokument mit entsprechender Anschrift vorweisen. Die Dame wird zudem, da ohne gültiges Ticket, von der Weiterbeförderung ausgeschlossen. Da die Dame sich offensichtlich nicht von der Weiterfahrt ausschließen lassen will und zudem eben keine entsprechende Adresse in D. belegen kann, wird die Polizei zur Personalienfeststellung u. ggf. zur Durchsetzung des Beförderungsausschlusses gerufen (präventiv, "Schutz privater Rechte", Durchsetzung Hausrecht). Wo ist da der Skandal? Die Beamten sind ja wohl alles andere als rabiat. Die Dame dagegen mit ihrem hysterischen Geschreie und ihrem offensichtlich mindestens passiven Widerstand schon. Die Beamten setzen ihre rechtmäßige polizeiliche Maßnahme mit einem Mindestmaß an Zwang durch (oder habe ich Pfefferspray, Schlagstockeinsatz, körperliche Gewalt in stärkerer Form als Festhalten / Ziehen übersehen?). Tragen ihr auch noch ihr Köfferchen hinterher. Wo ist also hier der Skandal? Fazit: Der persönlich emotional betroffene Reporter wurde durch Geschrei einer Dame in seinem innersten, männlichen Beschützerinstinkt berührt und kreiert ein skandalöses Ereignis, das aber objektiv keines ist. Gratuliere, großartiger "Journalismus", diesem Onlinemedium würdig...
Mequan 19.04.2013
Alle mal halblang. Die Polizei ist eine Exekutive. Sie hat in dieser Situation weder zu bewerten noch zu vermitteln, sondern auszuführen. Auch das Aufgebot lässt sich mit einem Informationsfehler der Bahnmitarbeiter erklären. Hier hat eine schlechte Internet-Seite und inkompetentes Bahnpersonal zu einer untragbaren Auseinandersetzung geführt. Und die junge Frau hätte irgendwann erkennen sollen, dass sie sich zunächst der Situation und damit auch der Polizeit fügen muss; so ärgerlich dies auch ist. In dieser Situation hätte sie keine Lösung mehr herbeiführen können, ihre Argumentation hatte ja bisher nicht gefruchtet; also in Halle aussteigen und eine saftige Beschwerde schreiben. Das dieser kleine Vorfall als Rundum-Bashing gegen deutsche Behörden, das deutsche System, die Bahn benutzt wird, ist lediglich ein Beleg dafür, dass sich eine RTL II-Mentalität des Vorverurteilens und Pauschalisierens bereits auch in die Köpfe der SPON-Leser eingenistet hat. In jeder Berufsgruppe gibts es schwarze Schafe. aber wegen einer blöden Schaffnerin gleich alle zu verurteilen... ich hatte auch schon sehr viele, sehr positive Erfahrungen (ich hatte aber auch schon negative). Die Bahn muss sich entschuldigen, der Administrator der Internet-Seite informiert werden, um jene Seite zu überarbeiten und schließlich sollte das involvierte Bahnpersonal abgemahnt werden. Sollte sich tatsächlich ein Polizist gegenüber der - wenn auch zu Recht - aufgebrachten, d. h. widerspenstigen Frau unprofessionell verhalten haben, gehört auch dieser belehrt. Wie gesagt, zwischen Bahn und Reisenden zu vermitteln, war nicht Aufgabe des Polizeieinsatzes.
Horstino 19.04.2013
Ich find den Rauswurf richtig, schon allein wegen dem hörbar feixenden Journalisten und dem Theater, dass die gute Frau abzieht. Es ist eine extreme Unart, jede Amtshandlung erstmal als unberechtigt anzusehen und einen Aufstand zu schieben. Also ruhig bleiben, den Anweisungen folge leisten und falls die Amtshandlung doch unberechtigt sein sollte, kann man der Polizei immer noch im nachhinein per Verwaltungsgericht aufs Dach geben. So läufts halt. Es steht nicht an jeder Ecke ein Richter, der die Szenerie beobachtet und direkt neutral darüber entscheiden kann. Und mei: hätte sie die Bedingungen gelesen wäre das ganze auch nicht passiert. Zu guter letzt: selbst wenn man hier davon ausgeht, dass Bahn und Polizei falsch reagiert haben: shit happens, die Bahn darf nach Schwarzfahrern fahnden, das mit der Adresse wird auch seinen Grund haben. Wenns deshalb mal für jemanden unangenehm wird ist das bedauerlich, aber kein Grund mal wieder einen Shitstorm loszutreten über die schlimme Bahn und die schlimme Polizei. Wer findet, dass die ihren Job scheiße machen, soll seinen Job kündigen und auf Polizist oder Bahnschaffner umschulen.
veremont 19.04.2013
Zitat von Irene56wenn Sie nicht soviel aus diesem Video herausgelesen und hier erklärt hätten, wäre mir einiges entgangen. Was ich auf dem Video gesehen habe, ist eine ziemlich abgehobene, vorsichtig ausgedrückt etwas gestörte Person, die wild kreischt und überhaupt nicht ansprechbar ist. Und Kompliment an den Redakteur, der zwar weitergefahren ist, lt. Video auch gar kein Wort mit der jungen Frau gewechselt hat aber dennoch diese wichtigen Information im SPON präsentiert. Das also muss man sich unter Recherchen und Journalistentätigkeit vorstellen. Danke nochmal.
Den Artikel zum Video haben Sie sich praktischerweise (Sie haben wohl wenig Zeit) gespart, oder?
FreemanG 19.04.2013
Für alle die es immer noch nicht verstanden haben warum der russische Pass nicht ausreicht: ES STEHT KEINE ADRESSE DRIN ! Ist das so schwer zu verstehen? Natürlich hätte die DB die Möglichkeit gehabt der Dame entgegen zu kommen aber das muss Sie nicht die AGBs sind eindeutig...und die Polizei kann schon mal gar nichts dafür, denn wenn die DB darauf besteht das die Dame ohne "gültiges Ticket" den Zug verlässt dann MUSS die Polizei reagieren sonst erwartet den Polizist unter Umständen rechtliche Konsequenzen....
filder 19.04.2013
@Kurt Volkert: "Die Dame hat sich geweigert ein gültiges Ticket zu kaufen" Reden Sie doch keinen Unsinn, lesen Sie den Artikel, bevor Sie hier andere als "Berufsmeckerer" bezeichnen - das fällt auf SIe zurück. "Andere hab ich schon wegen weniger provokativem Verhalten bluten sehen." Sie bewegen sich in fragwürdigen Kreisen.
Zitat von majortom33Also ich habe auch schon ein paar Mal "Kontakt" mit der Polizei gehabt. Mal wegen Routinekontrollen, mal weil ich (als Verkehrsteilnehmer) tatsächlich was falsch gemacht hab. Was ist mir passiert? Nix. Im Gegenteil, die Beamten waren tatsächlich immer sehr freundlich, im besten Sinne Dienstleister. Bin bei rot über die Ampel tatsächlich mal mit ner Ermahnung davongekommen. Was hab ich anders gemacht als die Tante im Video? Nicht gleich rumgekeift wie ne Furie, sondern auf höfliche Fragen höflich geantwortet.
Ja in Deutschland muss man nur richtig sich bei den Beamten einschleimen - dann darf man auch über Rot fahren.
sasjan 19.04.2013
Zitat von hanshans.hansen1... aber es ist nocht zu vergessen: trotz allem hat die frau einen rechtswidrigen fehler begannen und hätte sich besser in ihr (vermeintlich unfaires) schicksal fügen sollen
Aha, jetzt schreibt die DB auch schon ihre Gesetze selber. Ob sie einen rechtswidrigen Fehler begangen hat, entscheidet ein Richter, nicht die Polizei ( die ermittelt nur ) und erst recht nicht die DB.
MashMashMusic 19.04.2013
Zitat von KurtFolkertDas was da passiert ist, ist nunmal ein Routinevorgang. Daher gibt es daran nichts auszsetzen. Die Dame hat sich geweigert ein gültiges Ticket zu kaufen und wird deshalb aus dem Zug geschleift. Dafür dass sie sich wehrt gehen die Beamten wirklich noch sehr zaghaft mit ihr um. Andere hab ich schon wegen weniger provokativem Verhalten bluten sehen.
Ach so, dann ist das in Ordnung? Weil die Polizei schon aus nichtigerem Anlaß gerne mal zuschlägt? Die Frau hatte übrigens ein gültiges Ticket. Sie hat sich geweigert, noch eins zu kaufen. Wie das wohl jeder klar Denkende getan hätte. Da ich auch Journalist bin, würde ich gerne wissen, welches Gesetz Sie meinen. Sie benötigen einen Journalistenausweis, auf Verlangen vorzuzeigen. Was für "Privatmittel" meinen Sie? Ich kann filmen, womit ich Lust habe, von mir aus mit einem Etch-a-Sketch oder Wachsmalkreide. Und der Mann hat sich sofort als Journalist identifiziert. Er hat also alles richtig gemacht. Der Polizist, der ihm ständig was vor die Kamera gehalten hat, nicht.
sinasina 19.04.2013
An diejenigen, die sich über das „hysterische“ Schreien der jungen Frau aufregen: ------- In sehr vielen Presse-Berichte (auch im Spiegel) wird doch immer wieder deutlicht gemacht, was für ein Unrechts-Staat Russland sei und auf oft brutales Vorgehen von Polizei und Justiz hingewiesen. -------- Sofern diese Berichte den Tatsachen entsprechen, ist die Reaktion der jungen Frau doch nicht verwunderlich, bedeutet ein Zusammentreffen mit der russischen Polizei doch u.U. ein monatelanges Verschwinden in irgendeinem Gefängnis, ohne Information der Angehörigen, ohne juristische Betreuung etc. --------- Woher soll die junge Frau wissen (die bisher womöglich noch nie mit der deutschen Polizei / Justiz zutun hatte), ob das Vorgehen der deutschen Polizei andere ist, als im Heimatland? --------- Oder die junge Frau hat womöglich nachfolgende Berichte gelesen, die das Vertrauen in Polizei und Justiz durchaus ins Wanken bringen können. „Polizist schlägt gefesselte Frau krankenhausreif“ (man beachte die Fotos) http://www.welt.de/regionales/muenchen/article113388174/Polizist-schlaegt-gefesselte-Frau-krankenhausreif.html Oder über Herrn Mollath, siehe http://www.gustl-for-help.de/ --------- Und Sie, Herr Sven Becker, fanden zwar die Zeit, auf Ihre Journalisten-Zugehörigkeit zu verweisen und hatten Zeit, zu filmen - aber auf die Idee, aus dem Zug mit auszusteigen und der jungen Frau so ein Gefühl von Unterstützung zu geben, sind Sie sichtbar nicht gekommen. Und auch kein anderer Reisender. So ein Verhalten ist traurig und jämmerlich.
djabbo 19.04.2013
Wie so oft ereifern sich hier viele Leser über die Polizei, ohne sich überhaupt halbwegs auszukennen. Die Beamten werden hinzugezogen, da der Staat das Gewaltmonopol hat und setzen hier das Hausrecht der Bahn durch. In der Art und Weise, wie der Platzverweis hier durchgeführt wird, kann ich keine Verletzung geltenden Rechts erkennen. Wenn der Aufforderung den Zug zu verlassen keine Folge geleistet wird, erfolgt die Umsetzung mit körperlichem Zwang, der hier auf der untersten Stufe ausgeübt wurde. Würde mich mal interessieren, wie die Zugreisenden in diesem Zug und die wartenden Zugreisenden sich verhalten würden, wenn der Zug noch eine halbe Stunde steht, bis man vielleicht die Sache ausdiskutiert hat. Hier geht es in der Grundlage um eine zivilrechtliche Streitigkeit, die durch die ordentliche Gerichte geklärt werden kann. Sollte durch den oder die Zugbegleiter auch eine Strafanzeige wegen Schwarzfahren erstattet worden sei, so liegt es in der Entscheidung der Staatsanwaltschaft, ob der Tatbestand vorliegt oder nicht. Manche haben das deutsche Rechtssystem augenscheinlich nicht verstanden oder sich damit nicht beschäftigt. Was mich aber am meisten ärgert sind solche Kommentare wie von von "Wolpyy", die nach sachlichem Anfang am Ende in reine Stimmungsmache umschlagen.
janipeki 19.04.2013
Gab es da nicht irgendwann mal die Idee des sparsamen Umgang mit Daten? Für ein Ticket benötigt die DB weder meinen Namen noch meine Adresse. Auf dem Ticket ist ein Barcode aufgedruckt, der eindeutig ist. Wann schiebt der Gesetzgeber diesen Praktiken endlich einen Riegel vor? Das Vorgehen der Bahn und der Polizei ist eine Unverschämtheit.
MashMashMusic 19.04.2013
Zitat von ThiloBaumWas ich sehr spannend finde in dieser Diskussion: Es gibt im Grunde zwei Lager. Das sinnorientierte und das regelorientierte. ... Ich denke, wenn wir ein weltoffenes und tolerantes Deutschland wollen, sollten wir schauen, dass nicht mehr die Regelorientierten das Sagen haben, sondern die Sinnorientierten.
Sie haben völlig Recht. Und das sage ich als eher Konservativer und grundsätzlicher Freund von Recht und Ordnung. Das heißt aber nicht, dass man sein Hirn ausschalten soll.
waton 19.04.2013
Ich kenne das. Ich bin geborener Hamburger, deutscher Staatsbürger, wohne aber seit vielen Jahren im Ausland und habe keinen Personalausweis sondern nur einen Reisepass. Wenn ich nach D reise, Anreise meistens über Flughafen Frankfurt, kaufe ich normalerweise ein Zugticket über Internet auf der Seite der Bahn. Diese fragt nach der Nummer der Personalausweises (oder Nummer der Kreditkarte) und da ich keinen Personalausweis habe gebe ich die Nummer meines Reisepasses an. Nie hatte ich damit ein Problem, ausser als ich letztes Jahr im November erneut ankam und die Schaffnerin mich nach meinem Personalausweis fragte. Ich zeigte ihr meinen Reisepass und erwähnte, dass ich im Ausland wohne und keinen Personalausweis hätte. Was für ein Aufstand, unter anderem wollte sie mich aus dem Zug schmeissen, die Polizei rufen, etc.. Nur durch gutes Zureden und zeigen meiner Businesskarte (arbeite im Ausland bei einer Schwesterfirma der Bahn, auf der B.Karte steht aber auch DB drauf) durfte ich weiterfahren, natürlich nur nachdem die Dame auch noch entsprechende Kommentare abgegeben hatte. Unglaublich sowas.
CHANGE-WECHSEL 19.04.2013
Was war denn das für eine Zicke, diese Zugbegleiterin? Frauen unter sich sind schlimmer als Männer. Es gibt gut und schlechte Zugbegleiter. Diese Zugbegleiterin gehört zu den schlechten. Gott sei Dank, dass ich die Strecke München-Berlin nicht fahre. Und die Bundespolizei ist wohl zu dämlich schnell mal eine Adresse in Berlin zu checken. Also dies gehört wohl zu den leichtesten Aufgaben überhaupt, in diesem Schnüffel- und Überwachungsstaat.
BeBeEli 19.04.2013
So ist die Exekutive: wenn sie sich im Recht weiß, ist sie gnadenlos, dann rückt man auch mit 7 Mann gegen eine junge Russin aus. Da konnten sie mal richtig die Sau rauslassen, was sie sich gegenüber einem Türken oder Lianesen nie getrauen würden. Ganz erbärmliche Feiglinge.
kamil1983 19.04.2013
Mit einer Einstellung der Ermittlungen seitens der Staatsanwaltschaft und einem heuchlerischen "Bedauern" der Deutschen Bahn ist es nicht getan! Jetzt gilt es endlich ein Exempel zu statuieren. Soll heißen: Die Geschädigte muss ihre Anzeige knallhart durchziehen. Die haben den Knall wohl noch nicht gehört!!!
franks meinung 19.04.2013
Ich habe vor der Tätigkeit von Polizisten sehr viel Respekt. Aber in der Einsatzgruppe hat es aus meiner Sicht mindestens einen gegeben, der mal dringend zu einer Fortbildung sollte. Einen Journalisten tätlich daran zu hindern, seinen Job zu tun und ihn dann auch noch zu duzen, ist nicht erlaubt und spricht nicht gerade für eine brillante kognitive Leistung des Polizisten, der ja eigentlich gewusst hat, dass seine Handlungen und Aussagen von einem Journalisten gefilmt werden. Dass die Beamten zuerst mal den Aussagen der Zugbegleiter glauben, liegt in der Natur der Sache. Dass die Bahn sich in unschöner Regelmäßigkeit solche Klopfer leistet, ist ja nicht wirklich neu. Manch Zugbegleiter muss eben auch mal dringend einen Kurs in Kundenfreundlichkeit belegen.
MashMashMusic 19.04.2013
Zitat von Irene56wenn Sie nicht soviel aus diesem Video herausgelesen und hier erklärt hätten, wäre mir einiges entgangen. Was ich auf dem Video gesehen habe, ist eine ziemlich abgehobene, vorsichtig ausgedrückt etwas gestörte Person, die wild kreischt und überhaupt nicht ansprechbar ist. Und Kompliment an den Redakteur, der zwar weitergefahren ist, lt. Video auch gar kein Wort mit der jungen Frau gewechselt hat aber dennoch diese wichtigen Information im SPON präsentiert. Das also muss man sich unter Recherchen und Journalistentätigkeit vorstellen. Danke nochmal.
Gottseidank gibt es ja auch noch einen Artikel dazu, der die Abläufe ein wenig anders schildert als Sie das gesehen haben. Da der Spiegel-Journalist vor Ort war, habe ich keinen Grund ihm nicht zu glauben.
t0t3m 19.04.2013
Traurig dass unfaehigkeit der Bahn am ende mit unseren Steuergeldern gezahlt wird. Das Verhalten der beamten der Presse gegenueber ist nicht akzeptabel. Von Bahnmitarbeitern kann man ja leider nicht viel erwarten... Dazu ein Schwaebisches Sprichwort, Zitat: "wer nix ist und wer nix kann, geht zur post und bundesbahn" Sag nur, grabt der Bahn das Wasser ab, nehmt die mitfahrgelegenheit ;-)
tobimo 19.04.2013
Einfach unfassbar!
Ich bin schockiert! Vier große Männer zerren eine Frau gewaltsam aus dem Zug, obwohl sie eine gültige Fahrkarte und einen gültigen Pass hat???? Das ist ein erstaunliches Rechtsempfinden! Ich dachte, die Stasi gibt es nicht mehr... Warum waren da überhaupt so viele Polizisten wegen einer Bagatelle anwesend? Gibt wohl für die Bundespolizei nichts Wichtigeres zu tun. Oder wie? Dann könnte man da ja mal ein paar Stellen einsparen oder in unterbesetzte Bereiche versetzen.
dirkozoid 19.04.2013
Anweisung!
Jeder, der hier meint, die Frau wäre selbst schuld, weil sie nicht den Anweisungen gefolgt ist, kann ja mal meiner Anweisung folgen: Springt aus dem Fenster!
Aushilfsösi 19.04.2013
Da die Bahn ein Privatunternehmen ist und deren Bedienstete keine Beamten sind, werd ich nen Deibel tun und einem Zugbegleiter meinen Ausweis zeigen, wer weiss was der mit den Daten anstellt?
stevie76 19.04.2013
Frage:
Wieviele der Beteiligten hatten anschließend Tinnitus?
rheinlandtürke 19.04.2013
Freund und Helfer
Zitat von sysop 
Diese 6 Polizisten haben gezeigt was sie können....nämlich garnichts. Das mag an der mangelnde Ausbildungsstand der Polizei in den östlichen Bundesländern liegen. Für mich reine Fremdenfeindlichkeit.
ion1910 19.04.2013
An alle, die hier immer wieder argumentieren, die Frau wäre schwarz gefahren/hätte sich selbst in diese Situation gebracht und sei selber Schuld: sie hatte ein gültiges Ticket und einen gültigen Ausweis. Wer das Unrecht nicht erkennen kann, dem sei mit dem letzten Satz des Artikels ein Denkanstoß gegeben: "Auch die Bahn hat ihr einen Brief geschrieben und die "unangenehme Situation" auf der Reise bedauert." Ist Ihnen als Schwarzfahrer so etwas schon mal passiert? Ohne gültiges Ticket gefahren, erwischt worden und anschließend ein Entschuldigungsschreiben der Bahn/ÖPNV erhalten? Zurück auf Start...
alexw666 19.04.2013
Es ist unfassbar, wie - sich vollkommen korrekt verhaltende - Gäste unseres Landes behandelt werden. Ich bin zutiefst erschüttert über dieses in meinen Augen grobe Fehlverhalten der Bahn und der Bundespolizei. Ich kann mich gar nicht soviel fremdschämen, wie man es in diesem Fall müsste.
ms66 19.04.2013
Warum wundert mich dies nun nicht? Solche, und z.Tl. noch krassere Situationen gehören - insbesondere in Brandenburg (Kinder werden nachts in der Prignitz aus dem Zug geworfen, weil der Automat im Zug nicht ging, und der Schaffner sich nicht in der Lage sah ein Ticket zu verkaufen) zum Alltag. Andererseits habe ich genau in der selben Situation (Ticket mit Schweizer Perso online gekauft) auch ein problemloses Reisen erlebt. Ergo, 1. die Bahn ist z.Tl. ein Reservat alter Reichsbahnbeamter, die glauben sich auch heute noch so aufführen zu können, wie früher wo alles besser war (Beispiele könnte ich en masse beifügen, insbesondere auf immer wieder den gleichen RE-Strecken). 2. schafft es die Bahn nicht ihr z.Tl. minder bemitteltes Personal vernünftig zu schulen. Zum Schluss eigenes Beispiel: bin vier Wochen täglich eine relativ weiter Strecke zur Arbeit gefahren (in Brandenburg), da ich relativ früh weg musst, fand sich morgens frühs im Zug (4.30 Uhr) kein Schaffner, Verkaufsstelle in meinem Ort Fehlanzeige. Also Automat: Für die von mir gewählte Strecke (Bahnhof zu Bahnhof, ohne Umsteigen) bot mir dieser Apparat immer drei Strecken an. Ich wählte die günstigste (da mir der Unterschied nicht wirklich klar wurde) und fuhr damit 4 Wochen lang durch die Landschaft. Zahlreiche Kontrollen Personalwechsel etc. überstand ich. Buchstäblich am letzten Tag fand sich kurz vor meinem Zielort ein Schaffner (vorher nie gesehen) der an meinem Ticket etwas rumzumäkeln hatte. Der wollte mich dann tatsächlich auch an die frische Luft setzen ... Nachfrage dann am Cottbuser Bahnhof (kopfschütteln, Unverständnis über die Dummheit des Kollegen ...) Wäre ich jetzt ein Ausländer, bevorzugt schwarz, Pole oder Russe, Frau mit Akzent ... oder sonstiges gewesen (bevorzugt auch Minderjährige) hätte ich mich morgens um kurz vor sieben irgendwo auf einem Kuhbahnhof im Spreewald wiedergefunden. Moral der Geschichte ... schmeißt sie alle raus. Im Übrigen hat zum Glück auf dieser Strecke ein Betreiberwechsel stattgefunden (jetzt ODEG), man glaubt gar nicht wie der Ton sich gewandelt hat. Nicht mehr Reichsbahn/Stasi-Kommandoton, sonder tatsächlich Freundlichkeit in Person, geht doch.
123kjh 19.04.2013
Eine Bahnfahrkarte über´s Internet zu bestellen ist 10 mal komplizierter als ein Flugticket. Die unnötigen Komplikationen des Systems sind für Ausländer, je nach Deutschlevel, noch schwerer zu verstehen als für Deutsch-Muttersprachler. Am meisten erschreckt mich der Polizist der mit dem Argument "sie behindern eine Amtshandlung" die Berichterstattung behindert... Denn auch für den Staat gilt: Wenn er nichts zu verheimlichen hat, braucht er auch nichts zu verstecken. Mindestens der Kamera-verdeckende Polizist ist in meinen Augen kriminell. Zur Bahn: Wieviele Deutsche sind eigentlich schon auf die "Abofalle Bahncard" hereingefallen, welche seit Herrn Mehdorn nur noch im Abo verkauft wird und ohne fristgerechte Kündigung unweigerlich verlängert wird? Besonders lustig ist dies (laut einem Insider, der mir das mal gesteckt hat) mit chinesischen Europa-Besuchern: Es werden wohl regelmäßig massig Bahncard-Verlängerungen zu den angegebenen Adressen in China geschickt, wo die Empfänger wohl wenig damit anzufangen wissen und die entsprechenden Briefe achselzuckend in den Mülleimer weiterbefördern. Zusammenfassung: Die Bahn ist gelinde gesagt "halbseiden", die Reaktion der Bahnpolizei idiotisch (7 Beamte gegen eine zahlende, friedliche, wenn auch hysterische Studentin?!), und der "berichterstattungbehindernde" Beamte kriminell. Ich weiss nicht ob es mich wenigstens ein wenig beruhigt, dass das ganze in der DDR stattgefunden hat?! Leider eher weniger.
nanninger 19.04.2013
Ein Blick ins Ausländergesetz wäre hilfreich. Hier ist geregelt, welche Identifikationspapiere ein Ausländer mit sich zu führen hat. Und wenn man in D. einen festen Wohnsitz hat, empfiehlt es sich, die Meldebescheinigung ebenfalls dabei zu haben. In China muss ich auch meinen Paß mit Visum und die polizeiliche Anmeldung (da ich privat wohne) mit mir führen. Dann gibt es bei Kontrollen auch keine Probleme. Viele, die hier empört "posten", sind wohl noch nie im Ausland in eine Kontrolle geraten. Da ist der Ton bei der Kontrolle durchaus wesentlich ruppiger als hier. Und es "empört" sich keine Presse darüber - im Gegenteil.
b.c.b. 19.04.2013
Ein derart engstirniges System eines deutschen Unternehmens lässt einen verstehen warum so wenige qualifizierte Ausländer in Deutschland eine Greencard möchten. Schon irgendwie peinlich wenn wegen eines Formfehlers schon so ein Aufwand nötig wird.
chip01 19.04.2013
Ok
Und? Die polizei hatte von der bahn den auftrag die Russin aus "Ihrem" ICE zuentfernen. Die Bahn hat hausrecht und die Polizei war doch noch human mit ihr umgegangen. Da sie keine deutschen papiere besitzt ist das doch gerechtfertigt und ihren koffer haben ihr die beamten auch noch hinterher geschleppt. Was will sie noch?
layek87 19.04.2013
Man sollte vielleicht den ganzen Sachverhalt betrachten
Dieses aufgenommene Video zeigt lediglich die Situation, als die Dame aus dem Zug "geführt wird. Wäre es nicht einmal interessant wie sich die besagte Dame davor verhalten hat? Zum Thema: Die DB übt in den Zügen und den Anlagen der DB das sogenannte Hausrecht aus. D.h. sie kann entscheiden, wann, wer, aus welchem Grund von der Fahrt ausgeschlossen wird. In diesem Fall ist es natürlich fragwürdig, ob ein Ausschluss erforderlich bzw. verhältnismäßig gewesen wäre. Menschlich gesehen hätte man die Dame weiterreisen lassen sollen - obliegt aber den DB-Mitarbeitern. Wenn sich die Dame geweigert hat diesen Zug zu verlassen, wird in der Regel die BPol hinzugezogen. Dabei wurde ihr sicher gesagt, dass sie aufgrund eines ungültigen Tickets (in dem Fall fragwürdig - aber Entscheidung der DB) den Zug verlassen muss. Wenn sie dieser Aufforderung nicht nachkommt, wird sie von den Polizisten "heraus begleitet". Ich kann in dem Video nur sehen, dass sie sich offensichtlich weigerte und dieser Aufforderung nicht nach kam. Dabei leistete sie "passiven Widerstand", der nicht strafbar ist, der aber dazu führt, dass die Beamten die Frau mittels einfacher, körperlicher Gewalt aus dem Zug verbringen. Was sollen die Polizisten Ihrer Meinung nach machen? Sollen sie wieder gehen? Ich denke, dass dieses Video nicht den kompletten Sachverhalt darstellt, um sich eine objektive Meinung zu bilden!
steffen_t. 19.04.2013
Auf der Polizei rum zu hacken, ist immer sehr einfach solange man die Hintergründe des vorganges nicht genau kennt. Die Leute die sich hier darüber aufregen wie da vorgegangen wurde, werden froh sein wenn die Bahn und die Polizei reagieren fals die Person keine Studentin, sondern jemand mit ganz anderen absichten ist. Hatten wir in der Vergangenheit ja genug Beispiele, Stichwort Madrid und London. Fakt ist, wenn sie eine Adresse in Deutschland hat, dann hat sie auch einen Aufenthaltstitel und den hat sie mit sich zu führen. Fazit: Besser einmal zuviel konsequent gehandelt, als einmal zu wenig.
surac 19.04.2013
das geht gar nicht, da gibt es auch kein wenn und aber, eien Entschuldigung ist zu wenig, es geht hier um eien Entschädigung und diese lapidare Erklärung der Bahn ist erschreckend. Was ist, Wenn ich meinen Ausweis mal nicht dabei habe, so etwas kann immer mal vorkomen, muss ich dann auch befürchten so behandlet zu werden, obwohl ich für ein teures Ticket bezahlt habe? das ist doch unterirdisch...die anzeige gegen sie wurde fallengelassen? Wo ist die Anzeige gegen Verhalten von Bahn und Polizei? Schockierend. Wer findet normal so behandlet zu werden, wenn er mal einen kleinen Fehler gemacht hat? abartig-ohne Worte-
rigouh 19.04.2013
Ich kann beim Vorgehen der Polizei jetzt keinen Fehler erkennen. Höchstens das Herr Becker bei der Ausführung seiner Arbeit behindert wird, darum geht es hier aber nicht wirklich. Ich hoffe er hat auch vorher seinen Presseausweis gezeigt. Es sieht einfach immer unschön aus wenn Leute gegen ihren Willen von einem Platz entfernt werden. Bei Gegenwehr wird es halt mal ruppig. Leider heißt es dann sofort "Überhartes eingreifen der Polizei". Auch an dem festhalten der Person ist nichts auszusetzen. Die Koffer wurden auch alle geholt. Die Polizei kommt übrigens nicht zum diskutieren in den Zug, die werden gerufen wenn die Diplomatie der Bahn versagt hat. Da sollte man an dieser Stelle wohl mal ansetzen. Wie war das eigentlich, hat die Polizei erst gesagt sie möge bitte aussteigen oder kam sofort das körperliche einschreiten? Das geht aus dem Artikel gar nicht hervor.
hal5000 19.04.2013
Die Dame hat ein Ticket gekauft, dessen Nutzung klar an das Vorhandensein eines bestimmten Ausweisdokuments geknüpft war. Diese Dame hatte kein entsprechendes Dokument. Die Bahn will die Adresse wissen, um ggf. zivilrechtliche Forderungen (Fahrpreisnacherhebung) durchsetzenn zu können. Die Dame kann kein durch Bahnmitarbeiter verifizierbares Dokument mit entsprechender Anschrift vorweisen. Die Dame wird zudem, da ohne gültiges Ticket, von der Weiterbeförderung ausgeschlossen. Da die Dame sich offensichtlich nicht von der Weiterfahrt ausschließen lassen will und zudem eben keine entsprechende Adresse in D. belegen kann, wird die Polizei zur Personalienfeststellung u. ggf. zur Durchsetzung des Beförderungsausschlusses gerufen (präventiv, "Schutz privater Rechte", Durchsetzung Hausrecht). Wo ist da der Skandal? Die Beamten sind ja wohl alles andere als rabiat. Die Dame dagegen mit ihrem hysterischen Geschreie und ihrem offensichtlich mindestens passiven Widerstand schon. Die Beamten setzen ihre rechtmäßige polizeiliche Maßnahme mit einem Mindestmaß an Zwang durch (oder habe ich Pfefferspray, Schlagstockeinsatz, körperliche Gewalt in stärkerer Form als Festhalten / Ziehen übersehen?). Tragen ihr auch noch ihr Köfferchen hinterher. Wo ist also hier der Skandal? Fazit: Der persönlich emotional betroffene Reporter wurde durch Geschrei einer Dame in seinem innersten, männlichen Beschützerinstinkt berührt und kreiert ein skandalöses Ereignis, das aber objektiv keines ist. Gratuliere, großartiger "Journalismus", diesem Onlinemedium würdig...
tw1974 19.04.2013
Hmm, auch wenn es formal korrekt war (keinen gültigen Fahrschein), trotzdem ein merkwürdiges Verhalten des Bahnpersonals. Was ich bei vielen der Beiträgen nicht verstehe: Was sollen die Polizisten falsch gemacht haben? Wenn die Bahn (die übt im Zug das Hausrecht aus) durch einen Angestellten die Polizei darum bittet, eine Person aus dem Zug zu werfen, müssen die das wohl machen. Dabei ist es egal, ob der einen Fahrschein hatte oder nicht. Das ist allein ein zivilrechtliches Problem zwischen der Bahn und dem Fahrgast, der u.U. die Bahn auf Schadensersatz wg. Nichterfüllung verklagen kann.
rrblah 19.04.2013
Ich habe auch schon gestaunt, wie deutsche Buchungssysteme offenbar in völliger Unkenntnis über Ausländer oder Touristen geschrieben worden sind. Als Schweizer habe ich auch keinen Ausweis, in dem meine Adresse verzeichnet wäre und wenn man im Buchungssystem eine vierstellige Postleitzahl eingibt (wie in der Schweiz oder Österreich üblich), kommen nicht selten Fehlermeldungen, dass die Postleitzahl ungültig sei, obschon sie völlig korrekt ist. Lustigerweise geht das sofort problemlos, sobald man anstatt die Bahn das Flugzeug nimmt. Schon alleine die Vorstellung, dass Lufthansa oder Air Berlin gewisse Onlinetickets nur an Leute mit deutschem Personalausweis verkaufen, ist völlig absurd.
SNA 19.04.2013
alltägliche Diskriminierung
grosse Teile (nicht alle!) der Mitarbeiter und Beamten von Sicherheitsbehörden sind schlicht und ergreifend ausländefeindlich. Das Duzen durch Polizisten ("jetzt krieg Dich ein Ali") ist da noch das geringste. Mir (Halb Ägypter halb Westfale) hat mal ein Polizist erklärt, ein bisschen Vergasen täte mir auch ganz gut). Glaubt irgendwer wirklich, die ganzen NSU Pannen seien Zufall?
wastl300 19.04.2013
rechtswidrigen fehler
Zitat von hanshans.hansen1... trotz allem hat die frau einen rechtswidrigen fehler begannen und hätte sich besser in ihr (vermeintlich unfaires) schicksal fügen sollen
Kunde kauft Dienstleistung. Verstrickt sich in der Überbürokratie. Dienstleister ruft, auf Steuergelder, die Armee. Kommt bekannt vor. Wird 0-Toleranz genannt. Aber Rechtswidrig??? Und wieso immer dem Schicksal fügen? Damit nochmals tausende das Schicksal teilen. Die Überbürokraten sich noch mehr Fallstricke einfallen lassen? Ich würde diese Ablaufe auch nicht mit Duckmäusrigeit befeuern. Es soll Leute geben die lesen den ganzen Tag Kleingedrucktes in einer Fremdsprache.
durden_tyler 19.04.2013
die Uniform machts
die Uniform machts scheinbar. In der fühlen sich manche Gott gleich, je nach Tageslaune großmütig oder halt streng. Mein Kind erlebte diese Allmacht auch schon: Es wurde im dunklen Winter an der Haltestelle alleine stehen lassen - 5.Schulklasse, gültige Monatskarte. Machen wir uns doch nichts vor, solange es nur einen Mitreisenden gibt der einschreitet oder wenigstens dokumentiert, wird sich nichts ändern. Respekt dem Journalist, Schande den schweigenden Schafen. Meiner Ansicht nach müssten sich alle beteiligten Uniformträger vor einem Richter einfinden, den das deutsche Volk zuvor gewählt hat, wie in den USA üblich.
secret77 19.04.2013
Es ist leider in allen Bereichen immer mehr so: Wo Geld gemacht werden kann, da werden die Schrauben angezogen. Menschliche Entscheidungen werden da anscheinend immer weniger.
ingrid.bischoff 19.04.2013
Wir wollen keine Gestapomethode hier.
Talan068 19.04.2013
Bahn verklagen^3 1) Was soll der Unsinn, das ich das Ticket, mit russischen Ausweis kaufen (und somot bezahlen) kann und dann aufeinmal eien Deutschen pass brauche. 2) Warum ruft die Bahn wegen so einer Lapalie, die Bundespolizei und warum rückt die mit 5-10 Mann an? Wer bezahlt diesen, völlig unverhältnis mässigen Einsatz? Wohl wieder der Steuerzahler? 3) Ist die PK, der Bahn, ein absolute Frechheit, offensichtlich wurde der Kundin nicht die geringste Chance zur Deskaltion gegben. Das Verhalten des Beamten, der die Aufnahme stört, kann man noch als infantil entschuldigen.
Karl1984 19.04.2013
Also ich habe rein zufällig beruflich mit diesen Online-Tickets zu tun und möchte mal etwas dazu sagen: Bei der Buchung wird ausdrücklich darauf hingewiesen das dass Ticket nur in Kombination mit der angegebenen Ausweis ID gültig ist, dies muss der Kunde auch mit anklicken eines Häkchens bei der Buchung bestätigen. D Des Weiteren sind sind bei der Identifikation mit Personalausweis nur die Länder auswählbar bei denen dies möglich ist, Russland gehört nicht dazu. Die Ausweis ID beim Online-Ticket zum Selbstausdruck dient dem Schutz gegen Missbrauch des Tickets, denn der Name auf dem Ticket ist schnell abgeändert und schon können 20 Leute mit dem ursprünglich gebuchten Ticket fahren (man kann es ja beliebig oft ausdrucken), deshalb muss die korrekte Ausweis ID bei der Kontrolle vorgezeigt werden. Darüber hinaus besteht neben der Identifikation mit Personalausweis noch die Möglichkeit sich mit EC-, Kreditkarte, BahnCard oder bahn.bonus Card auszuweisen. Da die Dame dieses Ticket bei Ltur erworben hat, war zum Kauf eine Kreditkarte nötig, da dies bei Ltur die einzige Möglichkeit zur Zahlung ist, diese hätte Sie ja auch Problemlos als ID nutzen können sofern es ihre eigene war. Ansonsten besteht immernoch die Möglichkeit immernoch die Möglichkeit im Reisezentrum, telefonisch oder am Automat zu buchen, am Automat zahlt man bei Sparpreis-Tickets noch nicht mal den Aufpreis von 5€. Ich vermute allerdings das die Dame unbedingt ein Ltur Fernweh-Ticket haben wollte. Dabei handelt es sich um Last Minute Tickets (7 bis 1 Tag vor Abfahrt buchbar) die nur über Ltur zu einem Preis von 25€ zu buchen sind und für eine einfache Fahrt im ICE, IC oder EC gültig sind. Da es sich hierbei um ein Last Minute Schnäppchen handelt sind diese Tickets von Umtausch und Erstattung ausgeschlossen. Wahrscheinlich hat sich die Dame dort blindlinks durchgeklickt und nicht gelesen was da steht, als sie merkte das sie ein ungültiges Ticket gekauft hat, das sie nicht zurückgeben kann dachte sie sich wohl das sie jetzt einfach trotzdem mal damit fährt. Was dabei rauskam sieht man im Video, vermutlich hat sie noch rumgezetert wie auf dem Video und dann wurde halt die BPol hinzugezogen. Unschön mit sicherheit, aber letztenendes zu 100% verschulden der Dame. Ob man jetzt bei bahn.de oder ltur.com bucht, beides sind Selbstbucherportale, das heißt der Kunde übernimmt die Haftung für fehlerhafte Angaben bei der Ticketbuchung. Wenn man ins Reisezentrum geht oder telefonisch bucht kann einem sowas nicht passieren, wurde da ein falsches Ticket ausgestellt haftet die Bahn, so ist es halt dem Kunden überlassen darauf zu achten das dass gebuchte Ticket korrekt ausgestellt wurde.
peddersen 19.04.2013
Zitat von ThiloBaumWas ich sehr spannend finde in dieser Diskussion: Es gibt im Grunde zwei Lager. Das sinnorientierte und das regelorientierte. Das Argument der Sinnorientierten: Die Dame hat ihr Ticket bezahlt, also steht ihr auch die Reise zu. Sie hat einen Formfehler begangen, den man in Berlin hätte klären können. Dabei ist die Form (Adresse nicht im Augenblick amtlich verifizierbar) weniger wichtig als der Inhalt (Fahrt war bezahlt). Das formale Detail ist angesichts der Sachlage (Fahrt war bezahlt) für die Sinn-Denker irrelevant. Das Argument der Regelorientierten: Ein Teil der Wirklichkeit hat der entsprechenden Regel nicht entsprochen (Adresse auf amtlichem Dokument). Weil diese Übereinstimmung fehlte, war die Dame des Zuges zu verweisen, und ihr die Leistung, für die sie bezahlt hat, zu versagen. Form bricht Inhalt, denken die Regelorientierten. Sinnorientiert denkende Menschen unterwerfen ihre Überlegungen dem großen Ganzen. Welche Bedeutung hat, was wir tun? Regelorientierte Menschen haben für Bedeutungen oft kein Gespür und keinen Sinn. Sie denken ausschließlich in Entsprechungen. Die Realität muss mit der Vorschrift übereinstimmen, dann ist der Regeldenker zufrieden. Ich denke, wenn wir ein weltoffenes und tolerantes Deutschland wollen, sollten wir schauen, dass nicht mehr die Regelorientierten das Sagen haben, sondern die Sinnorientierten.
...ich danke mal für die schöne Zusammenfassung. Leider werden die Regelorientierten das nicht kapieren oder umdenken. Wie schon die letzten hundert Jahre nicht....
derwulf 19.04.2013
Ähm wieso werden diese uniformierten Entführern unkenntlich gemacht? Jemand sollte diesen Film der Polizei übergeben .. oh wait!
white007 19.04.2013
...na da kann sie doch mal von Glück sagen, dass hierzulande nicht getasert wird...
klischeefan 19.04.2013
Tja, als Fußballfan gehören Polizeigewalt, Willkür und völlig unverhältnismäßige Einsätze zum meinem Alltag. Ich kann daher gut mitfühlen wie es der armen Frau ergeht. Aber die sogenannten "Sicherheitskräfte" müssen im selbsternannten "Rechtsstaat" BRD sowieso keine Angst haben für ihre Vergehen zur Rechenschaft gezogen zu werden.
Jondo 19.04.2013
Wir sind hier nicht in China! Den Vorgang an sich kann ich nicht bewerten, das Auftreten der Beamten schon. Die einzig mögliche Konsequenz: Raus mit denen, die haben die freiheitlich demokratische Grundordnung nicht begriffen, kein Benehmen und keinen Anstand im Leib. Aber mit 7 Mann gegen das Mädel agieren. Die Aktionen gegenüber dem filmenden Journalisten allein müsste für ein Disziplinarverfahren völlig ausreichen.
dirkozoid 19.04.2013
@steffen t.
Ja genau, die Terroristen von Madrid und London hatten sicher keine Fahrkarten. Und dazu noch T-Shirts mit der Aufschrift: "I am a terrorist!" So ein schwachsinniger Kommentar! Dass es sich bei der Frau um keine Terroristin handelt, war wohl jedem Anwesenden klar.
fransfriedrich 19.04.2013
In einem guten Anzug, frisch rasiert, und ein akzentfreies Deutsch sprechend, habe ich die Bahn als sehr zuvorkommend erlebt.Als ich neulich für mein online-ticket den Perso nicht vorzeigen konnte, stattdessen den Führerschein hervorholte, winkte die Bahnfrau ab, es war alles okay. Die Bahn kann also auch anders. Da kann jeder seinen eigenen Schlüsse ziehen.
topaz75 19.04.2013
Auch wenn das ganze rechtlich wohl OK ist: es geht auch ganz anders. Persoenliches Erlebnis in den USA, letzte Woche, Metro North "Regionalexpress" von NY Grand Central nach New Haven, CT, wo ich lebe. Ein etwa 17-jaehriges Maedchen hat nur einen Off-Peak Fahrschein, muss deshalb den Peak-Zuschlag von $7 zahlen. Kramt saemtliche Dollar-Scheine und Kleingeld aus ihrer Boerse, aber das reicht nicht. Schaffner lacht, reicht ihr die Handvoll Kleingeld zurueck und sagt: "It's OK hon, just make sure you have the right ticket next time". Aber Kulanz und Kundendienst sind halt Fremdworte fuer die Deutsch Bahn, ich erinnere mich noch mit Grauen an das Jahr, in dem ich woechentlich von Frankfurt/ Main nach Nuernberg mit der Bahn pendeln musste.
lottootto 19.04.2013
Was ich mit am erstaunlichsten finde, ist dass einer der Polizisten sich nur damit beschäftigt, die Aufnahme zu behindern. In einem Rechtsstaat sollte die Polizei keine Angst davor haben, bei ihrer Arbeit gefilmt zu werden. Aber hier kommen einem schon Zweifel, ob die Beteiligten sich nicht schon während der Aktion fragen mussten, ob das massive Vorgehen gerechtfertigt ist.
komissarov 19.04.2013
Welch ein Heldenstück des investigativen Journalismus! Jetzt haben alle schlauen Wutbürger wieder einen schönen Grund sich daran zu weiden, wie doof doch alle Bullen sind und alle Polizisten einen Grund mehr, sich über die großkotzigen "Ich darf alles, ich bin Journalist" Wichtigtuer aufzuregen. Was ist da eigentlich genau passiert? Angesichts dieser großartigen Berichterstattung wird man es kaum jemals erfahren.
chestbaer 19.04.2013
Zitat von FreemanGFür alle die es immer noch nicht verstanden haben warum der russische Pass nicht ausreicht: ES STEHT KEINE ADRESSE DRIN ! Ist das so schwer zu verstehen?
Ja eben nicht. Es steht bloß keine Deutsche Adresse drin und diese war die Dame ja offensichtlich gewillt zu nennen. Wie sollte in einem russischen Pass auch eine deutsche Adresse stehen? Wirklich unverschämt wie dreist sich manche Leute immer der blaming-the-victim Mentalität bedienen, man mag ihnen wünschen selbst mal in diese Rolle zu kommen - evtl lernen sie es dann.
sunsan 19.04.2013
Sieben Polizisten gegen eine Frau. Sieben Polizisten, die anscheinend von vornherein eine Aufgabe zu erfüllen haben, da sie vom Zugpersonal so angewiesen wurden. Das ist Gang-Bang-Mentalität ohne Einvernehmlichkeit. Sollten sich manche Männercliquen sich diesbezüglich nicht vorher privat austoben, bevor sie eine junge Frau beruflich so bedrängen?
kaiw03 19.04.2013
Bitte was?
Das was der Spiegel Reporter und einige Kommentatoren hier von sich geben sprüht geradezu von Unwissen und Boulevardberichterstattung. Das hat Bild-Zeitungsqualität. Erst fällt der Stern qualitativ stark ab und jetzt auch noch der Spiegel. Ich werde die @SPON APP nun löschen.
guenterq 19.04.2013
....was sind das nur für Unmenschen! Un so etwas nennt sich "Polizei"!
graetz777 19.04.2013
Nachdenken könnte viele Probleme lösen: Der einfache Gedankengang "Kein Deutscher Ausweis also auch kein gültiges Ticket" ist einfach falsch! Worum geht es denn? Ein Onlineticket kann beliebig oft ausgedruckt werden. Daher will man sichergehen, dass es nur einmal benutzt werden kann. Deswegen verlangt man dazu einen Ausweis. Darin ist einigermassen kopiergeschützt ein Foto des Reisenden mit seinem Namen verknüpft, so dass kaum jemand zweiter auf die gleiche Art das Ticket benutzen kann. Gleiches gilt für EC-/Kreditkarten, die auch einmalig sein sollten. Zumindest nicht zur fast gleichen Zeit. Stark zeitverzögert klappt das eh nicht mehr, da das Ticket über seine Nummer online entwertet wurde, (Muss so sein, da ich ja sonst jeden Tag einen neuen Ausdruck für die gleiche Strecke verwenden könnte) Nach dieser Logik sollte der Reisepass also voll genügen. Wenn er das nicht tut, dann nur, weil Angestellte aus Angst vor Jobverlust oder aus anderen Gründen das Hirn ausschalten und streng nach Buchstaben handeln. Hier ist Unternehmenskultur gefragt. Und zwar eine, die vorher handelt und sich nicht immer nur hinterher entschuldigt.
Hupert 19.04.2013
Ironie???
Zitat von yxosWäre interessant zu erfahren, was aus der Anzeige von Asya gegen die Bahn und die ruppigen Bundespolizisten geworden ist...
Ich hofe sie haben nicht ernsthaft die Frage gestellt was in Deutschland aus der Anzeige einer Ausländerin gegen ein halbstaatliches Unternehmen und ein paar Bundespolizisten (der Bodensatz des Polizeiapparates) geworden ist? Jeder hier kennt die Antwort... erst recht die die sich heimlich über diese Umstände oder besser Zustände freuen. Jeder Polizist in mittlerer Beamtenlaufbahn ist der natürliche Feind eines jeden denkbefähigten Staatsbürgers.
michalito 19.04.2013
Mequan, du erklärst uns allen die Welt... Diese Exekutive bestehend aus Söhnen von Damen aus dem käuflichen Gewerbe, die sich sogar nicht schämen einen Journalisten beim ausüben seines Handwerkes zu behindern.... Was selbstverständlich weder bewertend noch vermittelnd ist, sondern schlicht und einfach vertuschung ist, und zwar der Tatsache das diese feinen Söhne und Töchter obriger Damen bei der Ausübung ihrer Hoheitlichen Rechte völlig über das Ziel hinausschießen. Und zwar sowohl gegenüber der jungen, unbescholtenen KUNDIN der deutschen Bahn als auch dem Journalisten gegenüber. Und, klar, man muss sich in diesem Land sowieso als allererstes der Staatsgewalt gehorchen, und klar: Der Polizei beugen... Sowieso... Die Frau hatte nichts gemacht!!! Und diese dreckigen Staatsbüttel ließen bis zuletz nich ihre Scheißpfoten von der Frau. Belehrt? Vermitteln? Weder sind diese Urvicher in der Lage zu vermitteln, noch würde Ihnen eine Behlerung nutzen, bei der Grundintelligenz..
meergans 19.04.2013
Boston, ja Boston
Zitat von MindbenderÖhm, mal im Ernst, liebe Wutbürger. Wo ist hier der grosse Aufreger?! Ich sehe eine, naja, recht hysterisch kreischende Frau ("Retten sie mich".. also Sorry), und die üblich stumpf doofen Polizisten. Von "brachial", lieber Herr Becker, sehe ich da nichts. Also lassen wir mal die Kirche um Dorf.
Da werden die Ordnungskräfte eben nervös. Sind auch nur Menschen.
Verändert 19.04.2013
Aber wehe,
man duzt einen Polizeibeamten. Da hat man schnell die Anklage wegen Beleidigung am Hals (das wird dann auch gerne mal Beamtenbeleidigung genannt, obwohl es die gar nicht gibt. Aber Polizisten sind nun mal gleicher, als andere). Hier werden allerdings ca. 35 Polizeibeamte aussagen, es sei gar nicht geduzt worden und ihr Kollege, der das getan hat, war auch gar nicht vor Ort. Wie auch immer- ich weiß nicht, ob die Frau berechtigterweise des Zuges verwiesen wurde. Ich weiß nur, dass die Art und Weise, wie dies erfolgt ist, einem demokratischen Rechtsstaat schlicht unwürdig ist. Nur ändern wird sich nicht, solange Polizisten sakrosankt sind.
wastl300 19.04.2013
Hintergrund
Zitat von peddersenGanz einfach: Geld gegen Leistung. Bezahlt ist bezahlt. Ob Eisverkäufer oder deutsche Bahn: Niemand dieser "Händler" hat sich dafür zu interessieren, welchen Paß ich habe, welchen Wohnort und was für ne Farbe meine Unterwäsche hat....
Das Modell ist altbekannt. Wie verhindere ich, dass jemand sein erworbenes Ticket an einen anderen Weitergibt. Indem ich es Personalisiere. Unverständlich ist m.E, dass das Ausweisdokument auch noch vorgeschrieben wird (Das was angegeben wird, aus der Auswahl). Mag eine zusätzliche Sicherheitshürde sein, aber schikaniert die ehrlichen Zahler. Die Farbe der Unterwäsche? Würde ich immer nur gebrauchtes br.. sagen.
prüter 19.04.2013
Kulanz nicht nur im Ausland
Zitat von lubobdeDas erinnert mich an eine Fahrt im Großraum New York. Wir, meine Frau, Tochter und ich waren spät dran, haben ganz schnell am Automaten Geld eingeworfen, den ersten Zettel an uns gerissen, den der Automat ausspuckte und in den Zug gesprungen. Als der Kontrolleur kam, stellte sich heraus, dass wir nur einen Fahrschein hatten, den für das Kind. Wir Erwachsenen wären auf einem zweiten Zettel gewesen, nur waren wir schon weg, bevor der Automat den ausgespuckt hat. Gemerkt habe ich es erst bei der Kontrolle, als ich auf den Zettel schaue und sehe, dass da was fehlt. Ich erkläre, was passiert ist, der Kontrolleur schaut mich an und fragt: "Und Sie haben wirklich alle Ticket bezahlt?" Ich antworte "Ja wirklich." Er daraufhin: "OK, dann ist ja alles in Ordnung, machen Sie sich keinen Kopf..." und lässt uns alle einfach "kostenlos" weiterfahren. Manchmal scheint mir, dass das Problem in Deutschland nicht die Bahnmitarbeiter sind, sondern eine Organisation, die die Mitarbeiter mehr zur Einhaltung von Vorschriften anhält als zur Kundenfreundlichkeit.
Ähnlich entspannte und freundliche Vorgehensweisen habe ich aber bei der DB auch schon erlebt. Um so mehr ich mir das ganz durch den Kopf gehen lasse und die Kommentare lese: ja, je nach dem wie die junge Damen sich verhalten hat (und das weiß ich nicht), wäre eine größere Gelassenheit wünschenswert gewesen. Ja, die Bedingungen für die Online-Tickets finde ich auch unnötig kompliziert. ABER: nur weil da jemand auf die Einhaltungen der Bedingungen gedrungen hat, ist das nicht automatisch falsch. Auch wenn es eine junge Frau trifft, die sich offensichtlich ungerecht behandelt fühlt. Zumindest das zuletzt von ihr gezeigte Verhalten hat sicherlich nicht zur Deeskalaton beigetragen. Und wenn Sie vorher (Freund, Anwalt) aus der Ferne zum Sitzenbleiben und dem Einfordern der Klärung am Zielort aufgefordert worden ist, hat das mit zur Eskalation beigetragen. Ich glaube, es sollte nicht unterschätzt werden, wie oft sich Bahnmitarbeiter mit sturen Gästen konfrontiert sehen, die am Zielbahnhof dann plötzlich weg sind. Und wie hätte die Bahnpolizei denn mit der Frau umgehen sollen? Tätliche Gewalt ihr gegenüber - obwohl sie sich immer wieder dem Zugriff zu entziehen versucht - sehe ich in dem Video nicht. Einzig die Alternative, die junge Frau am Zielbahnhof von der Bahnpolizei in Empfang nehmen zu lassen, hätte ich als Alternative gesehen. Unabhängig davon meine Bitte an die Bahn, die Bedingungen so zu ändern, dass solche Ereignisse im Interesse aller möglichst vermieden werden und Reisende ohne deutschen Pass leichter online buchen können.
jokerino 19.04.2013
Einfach unfassbar! Habe mich schon am Montag beim Lesen des Artikels (den manche erst einmal lesen sollten, bevor sie hier posten) aufgeregt und fremdgeschämt. Skandalös ist aber vor allem das Verhalten der Schaffnerin. Habe solche Blockwartmentalität auch schon einige Male erlebt... grausam. So jemand sollte direkt entlassen oder wenigstens in den Innendienst versetzt werden. Für alle Mitempörten: am besten eine Mail direkt an den Vorstand schreiben, der setzt sich ja gerne persönlich für seine Kunden ein: ruediger.grube@deutschebahn.com
wincel 19.04.2013
Wir haben auch schon ewig Aerger mit Ltur und deren teilweise arg versteckten Vertragsbedingungen gehabt, auch bei Fluegen. Einfache Loesung: wir boykottieren die Firma und kaufen woanders. Was mir ganz arg in dem Zusammenhang aufstoesst: auf http://bahn.ltur.com/index/ConditionSpar steht nirgends, dass es der deutsche Personalausweis und NUR der deutsche Perso sein muss. Hat ja selbst bei deutschen Kaeufern schon zu Problemen gefuert, wie hier im Thread klar ersichtlich. Ganz ueble Firma.
bernie_witzbold 19.04.2013
Auweia
Zitat von iffel1Auweia, wozu gibt es nun einmal Vorschriften ? Um sie mit Ausreden und "das wußte ich nicht" zu umgehen ? Ganz klar: die ursprüngliche Schuld, die zu dieser Eskalation führte, liegt bei ihr ! (Un-)Rechhaberei bringt nix - ich stehe voll hinter den Polizisten !
Auf russischen Pässen steht der Name und eine Nummer - beides fand sich sicher auch auf dem Ticket wieder. Noch dazu ist ein Pass mit einem Bild ausgestattet, sodass die Identifikation der Fahrkarteninhaberin wohl gewährleistet war. Ein Adressnachweis ist wohl nur bei echten Schwarzfahrern notwendig, damit man ihnen die Rechnung für das erhöhte Fahrgeld zustellen kann. Die Dame hat ja, wie mehrfach betont, tatsächlich bezahlt. Was diese weltfremde Prinzipienreiterei soll, ist nicht nachvolziehbar. Aber "Vorschrift ist Vorschrift" ist tatsächlich DER Satz, der in jedem Deutschlehrbuch für Ausländer in der ersten Lektion vorkommen sollte.
sara100 19.04.2013
Schrecklich
Das ist richtig heftig und für deutsche Verhältnisse untragbar. Bei dem Video hätte man auch denken können man ist in Russland. Wahrscheinlich war das auch der Grund weswegen die Frau auch so in Panik geraten ist. Wie beschämend. Das sollte auch ins Fernsehen gesendet werden. Je mehr es sehen desto besser!!
Blue0711. 19.04.2013
mikerolli heute, 15:44 Uhr "Meine persönlichen Erfahrungen mit dem Bahnpersonal sind aber eher umgekehrt. Die Armen werden von Reisenden aus nichtigsten Anlässen idiotisch und beleidigend angemacht und bleiben in der Regel bewundernswert ruhig." Allerdings, und das auch dann, wenn diese "Reisenden" die gesamte restliche Besetzung des Abteils terrorisieren. Gehandelt wird grundsätzlich nur gegen Schwache. Das ist das üble dabei. Die Hysterie in dieser Situation ist nur zu verständlich, richtig wäre es allerdings gewesen, den Zugverweis dokumentieren zu lassen und freiwillig auszusteigen. Anschließend Taxi zum Zielort und der Bahn die Rechnung schicken. Was ich absolut NICHT verstehe: Warum NIEMAND eingegriffen hat. Die Dokumentation des Herrn Becker ist ja OK, aber alle anderen Reisenden, die die Situation mitbekommen hätten, hätten die Frau doch in Schutz nehmen können, BEVOR die BuPo anrückt.
franks meinung 19.04.2013
Lesen bildet
Zitat von AushilfsösiDa die Bahn ein Privatunternehmen ist und deren Bedienstete keine Beamten sind, werd ich nen Deibel tun und einem Zugbegleiter meinen Ausweis zeigen, wer weiss was der mit den Daten anstellt?
Das spricht nicht gerade für Sie. Denn jeder, der des Lesens mächtig ist weiß, dass er bei einem Onlineticket den bei der Buchung angegebenen Ausweis als Legitimation vorlegen muss. Tun sie das nicht, halten sie sich nicht an die AGB, die sie bei der Buchung aber selbst als akzeptiert bestätigt haben. In diesem Fall war die Bahn jedoch nicht in der Lage, flexibel zu reagieren. Denn die Dame hatte ja Ausweis und Ticket und beides auch vorgezeigt. Doch offensichtlich ist der Bahn entgangen, dass nicht in jedem Land die Adresse mit auf den Ausweis geschrieben wird. Wenn sie dann nicht in der Lage sind, in der Software ausländische Ausweise bei Buchung nicht zu akzeptieren, dann ist eben eine dicke Entschuldigung fällig. Eine Jahreskarte wäre das Mindeste. Mich gruselts jedes Mal, wenn ich mit denen verreisen muss. Das tue ich nur noch im Notfall.
khb1 19.04.2013
Das Ticket wurde wohl als Last Minute-Ticket bei L'tur gekauft. Ich bezweifele, dass L'tur die Daten an die Bahn weitergibt. Demzufolge hatte die Bahn zum Zeitpunkt der Kontrolle die Daten der Reisenden nicht.
a_tetzlaff 19.04.2013
Deutschland, mir graut vor Dir! Da hat jemand ein Ticket gekauft, aber aus objektiven Gründen keinen deuteschen PA und wir aus der Bahn geworfen. Ich bin Deutsch, habe eien Pass aber keinen PA, Da ich nicht in D. wohne - Bin ich jetzt vom Bahnfahren ausgeschlossen?
wastl300 19.04.2013
AGB´s
Zitat von jk13eine frau die zu unrecht,weil mit einem unbestritten ungueltigen ticket einem zug sitzt, verlaesst diesen nicht freiwillig und wird von der dafuer zustaendigen polizei aus diesem entfernt weil sie nicht freiwillig geht. alles korrekt gelaufen. ich such und such und find den fehler nicht....bis auf die tatasache dass die dame die agb's der bahn nicht richtig gelesen hat.
Das ist der springende Punkt. Wer kann sich noch an den Rümänen am NY Flughafen erinnern. Da er kein Englisch sprach wurde er geteasert, darauf hat er einen Herzinfark bekommen, tot. Wenn man selbst mal in die Lage kommt, in einem fremden Land partout nicht verstanden wird, man wird aufgeregter, hilfloser, panischer, ...
Irene56 19.04.2013
Es gibt sogar zwei Artikel
Zitat von MashMashMusicGottseidank gibt es ja auch noch einen Artikel dazu, der die Abläufe ein wenig anders schildert als Sie das gesehen haben. Da der Spiegel-Journalist vor Ort war, habe ich keinen Grund ihm nicht zu glauben.
ich habe sie gelesen, aber es macht die ganze Angelegenheit nicht besser. Mag sein, dass die Bahnangestellte sich nicht kundenfreundlich verhalten hat, aber auch die Kundin hat sich nicht besonders kooperationsbereit gezeigt, wenn man den beiden Artikeln Glauben schenkt. Die Polizisten haben ihre Arbeit gemacht und da kann ich nur das beurteilen, was auf dem Video zu sehen war. Für die BILD oder RTL mag solch ein Vorgang eine Sensation darstellen, wo man mal wieder richtig die Leute aufschrecken kann, indem man unsachlich einen Vorgang beurteilt und nur in schwarz/weiß malt, für den SPON einfach nur schrill und unseriös.
dirkozoid 19.04.2013
ist das besser?
"Besser einmal zuviel konsequent gehandelt, als einmal zu wenig." Genauso wie damals in London, als inkompetente Polizisten einen unschuldigen Austauschstudenten in einem vollbesetzten Zug vor aller Augen kaltblütig hingerichtet haben?
123kjh 19.04.2013
Zitat von nanningerEin Blick ins Ausländergesetz wäre hilfreich. Hier ist geregelt, welche Identifikationspapiere ein Ausländer mit sich zu führen hat.
Man hat in Deutschland, weder als Deutscher noch als Ausländer, irgendwelche Papiere "mit sich zu führen". Man muss diese Papiere "besitzen". Das schliesst die Möglichkeit ein, dass sie zu Hause liegen. Ausser beim Grenzübertritt (§59) - in diesem Falle sind die Papiere tatsächlich "mitzuführen". ;) Da stimme ich zu - es "empfiehlt" sich. Aber es ist eben keine Vorschrift. Ich bin oft im Libanon unterwegs, und auch sonst in Gegenden wo ich meinen Pass lieber "mitführe", ob es nun gerade Vorschrift ist oder nicht. Aber dass Sie Deutschland mit China vergleichen (wollen). Ich will es nicht wollen, aber scheinbar muss ich langsam anfangen es zu müssen. Traurig, sowas.
hinterdir 19.04.2013
Grandiose Musikuntermalung oder lief sie im Hintergrund? Damit sollen doch keine zusätzlichen Gefühlsregungen in eine Ecke geregt werden oder? Meine Güte, nur weil die Tante so schreit, die Musik gut ausgesucht ist, zeigt dieses Video doch nur einen Schwarzfahrer, der sich weigert den Nachforderungen der Polizei NICHT nachzukommen......
wincel 19.04.2013
Achso und fuer die, welche hier verbreiten, dass Problem mit dem Reisepass waere, dass da keine Addresse drin steht: die Bahn erlaubt auf der Webseite 3 Arten von Identifikation, EC-Karte und Kreditkarte eben auch. Keine dieser Karten hat eine Addresse aufgedruckt. Sprich um den Wohnsitz-Nachweis per ID geht es hier absolut nicht, nur um die IDENTIFIKATION der Person.
terviseks 19.04.2013
Unabhängig davon, dass die deutsche Bahn und ihr Serviceverständnis zwei grundverschiedene Dinge sind (nett ausgedrückt) und man als Ausländer da echt verlichren ist: Die Polizisten hätten sicher auch lieber echte Verbrecher gejagt, anstatt eine hysterisch kreischende Mädchen aus dem Zug zu tragen. Demnächst filmt der heldenhafte Redakteur vielleicht mal ein paar Agros in der mitternächtlichen U-Bahn. Aber das traut sich der feine Herr ohne Polizeischutz vermutlich nicht.
thebeobachter 19.04.2013
@die User, die hier ständig was über "Sie hat einen ungültigen Fahrschein, das Verhalten der Polizei ist berechtigt." berichten: Lest Ihr den Bericht eigentlich nur bis zu einem bestimmten Punkt? Oder könnt Ihr einfach kein Deutsch? Letzteres ist nicht schlimm, aber Ersteres wäre natürlich der Grund für Eure sinnlosen Kommentare. Die Dame hat einen gültigen Fahrschein, lediglich Ihre Adresse steht nicht auf Ihrem Reisepass. Die Kontrolleure wollen die Adresse aber identifiziert haben, wofür sie einen Ausweis möchten, auf dem die Adresse draufsteht. Sie hat aber keinen Ausweis, wofür auch, wenn Sie auch ohne deutschen Ausweis Ihren Fahrschein kaufen konnte? Wo ist hier der Fehler? Natürlich bei der Bahn, die einfach in allen Bereichen inkompetent ist. Warum? Wenn Sie schon ein Partnerangebot erstellt, dann soll sie verdammt nochmal auch angeben, dass nichts Anderes außer einen "deutschen Personalausweis" gültig sei. Technisch überhaupt kein Problem. Abgesehen davon, dass hier wieder die Logik eine Rolle spielt: Einen deutschen Ausweis haben, nur um Bahn fahren zu können? Aber mit Logik hatte die Bahn noch nie was zu tun. Und die Polizisten werden natürlich wie immer beschützt. Aber genau die, die Polizisten in allen Fällen beschützen, sind die Ersten, die bei ungerechtem Verhalten eines Beamten gegen sie zum Anwalt rennen.
Ich habe da eine Vermutung
Zitat von yxosWäre interessant zu erfahren, was aus der Anzeige von Asya gegen die Bahn und die ruppigen Bundespolizisten geworden ist...
Nichts. Versuchen Sie in diesem Land mal gegen einen Polizisten vorzugehen, der Ihnen Unrecht getan hat. Sie haben keine Chance.
wastl300 19.04.2013
Was soll das?
Zitat von Wolpyy...Und dass bei der Polizei nicht immer die Intelligentesten Typen anheuern, ist wohl auch kein Geheimnis.
basht nicht auf die Polizei ein. Die Beamten sind nur gekommen, da die DB sie gerufen haben. Interessant wäre, was die DB bei der Anforderung gesagt hat, dass gleich 7 Stück kommen mußten. Ein Polizist hat nur die Szene abschirmen wollen, und versuchte zu deeskalieren. Haut lieber auf die DB ein, damit sie wieder Kundenfreundlich wird.
allcolours 19.04.2013
Journalimus nur nach Terminvereinbarung? Herr Becker, diesen Clip hätte jeder Mitreisende filmen können. Von einem Journalisten hätte ich doch etwas mehr Engagement erwartet und der Studentin mehr Beistand gewünscht. Ihre Auftraggeber hätten Ihnen das Zugticket sicherlich erstattet. Das Verhalten der Polizisten überrascht mich überhaupt nicht. So kennt man doch den Freund und Helfer. Insgesamt aber in jeder Hinsicht ein Beitrag, der mich sehr nachdenklich stimmt.
FraSoer 19.04.2013
Es gibt da so einen kleinen Satz in einem kleinem Dokument auf das ein Polizist bei der Amtseinführung schwören muss. Ganz am Anfang steht der Satz, irgendwas mit "Würde" und "unantastbar" oder so.... Aber vielleicht gilt das für Ausländer in Deutschland nicht, die haben wohl keine Würde verdient und dürfen prinzipiell wie Verbrecher behandelt werden nur weil eine Firma wie die Bahn AG sich nicht kulant zeigen möchte. Recht so! Es muss alles seine Ordnung haben.
SpieFo 19.04.2013
Deutschland im Winter Die Obrigkeitshörigkeit, Borniertheit und Recht-Haberei haben sich seit Jahrzehnten nicht wesentlich verändert: Wieder ein Beispiel für eine sinnlose Machtdemonstration der Bahn und des Staates. Ein souveräner Bahnbediensteter hätte den Fall besser abschließen können. Dummheit regiert überall. Und ein Unternehmen, das nur ein deutsches Dokument als Identifikation zuläßt(habe ich jetzt nicht näher recherchiert, scheint ber den Tatsachen zu entsprechen), macht sich ohne mit den Wimpern zu zucken, international lächerlich. Nein, wir sind weit weg von einem freiheitlichen Gemeinwesen, und die Polizei prügelt immer fest auf die "Kleinen", während sie die "Familienclans" weitgehend unbehelligt ihre kriminellen Machenschaften nachgehen läßt. Wie es ein Richter in einem Fall des Bushido-befreundeten Mafia-Clans sagte: "Das (die Drohungen gegen ihn und seine Familie) möchte ich nie wieder erleben". Und so können die Großen weiter Richter bedrohen, Politiker beeinflussen, so daß die Polizei ihren Frust nur noch an randalierenden Biertrinkern und von der Bürokratie dazu gezwungen Schwarzfahrern auslassen kann. Die Anzahl der eingesetzten Polizisten übersteigt jedes Augenmaß eines souveränen Staates. Es liegt nahe, da von einem "Polizeistaat" zu sprechen.
Wir buchen recht häufig Zugtickets für unsere internationalen Kunden und Kollegen online. Immer wieder ist diese lästige Ausweispflicht ein echtes Problem. Wenn wir z. B. Tickets für unsere Kollegen aus Brasilien buchen, die mit dem Zug vom Frankfurter Flughafen zu uns kommen, müssen wir zuerst die Reisepassnummern aller Reisenden erfragen, bevor wir die Tickets buchen können. Letztens hatten wir Gäste aus dem Benin, die mit dem Zug nach Frankfurt mussten. Auf der Webseite der deutschen Bahn ist Benin jedoch nicht als Auswahlmöglichkeit angegeben. In diesem Fall mussten wir die Tickets am Bahnhof kaufen! Versuchen Sie das einem Ausländer zu erklären... Einfach lächerlich. In jedem anderen Land der Welt reicht ein gültiges Ticket für die Bahnreise, nur in Deutschland muss man zusätzlich einen Ausweis bei der Buchung angeben. Ich fahre Bahn ausschließlich dann, wenn es sich absolut nicht vermeiden lässt. Und das wird sich in absehbarer Zukunft nicht ändern. Deutsche Bahn - nein danke! Und es ist ja nicht so, als hätte die Frau sich nicht ausweisen konnte, wie ein Vorposter bemerkte. Sie hatte ihren russischen Ausweis dabei, außerdem ein gültiges Ticket. Ich finde das Vorgehen der deutschen Bahn eine absolute Frechheit!!
liquimoly 19.04.2013
Ich schäme mich wieder mal, Deutscher zu sein. Da braucht Frau Merkel Präsident Putin gar nicht mit Menschenrechtsfragen kommen, was man auf dem Video sieht, IST eine Menschenrechtsverletzung. "Hausrecht der Bahn" durchsetzen. PAH! Das fällt unter das Vertragsrecht, die Kundin hat gezahlt und die Bahn hat zu liefern. Wenn ein Vertragsbrüchiger auch noch durch die Polizei mißhandelt wird, dann haben wir Verhältnisse wie 1933! Oder wie in Orwell´s 1984! Wenn die Computerbuchung so mangelhaft ist, wer hat dann einzustehen? Der Kunde oder der Anbieter, der für seine Software zuständig ist? Und dann stellt die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen ein. Wie gnädig! Sie hat gefälligst gegen die Beamten zu ermitteln, die das Mädchen mißhandelten.
liquimoly 19.04.2013
Verhältnisse wie in China?
QUOTE=nanninger;12537608]Ein Blick ins Ausländergesetz wäre hilfreich. Hier ist geregelt, welche Identifikationspapiere ein Ausländer mit sich zu führen hat. Und wenn man in D. einen festen Wohnsitz hat, empfiehlt es sich, die Meldebescheinigung ebenfalls dabei zu haben. In China muss ich auch meinen Paß mit Visum und die polizeiliche Anmeldung (da ich privat wohne) mit mir führen. Dann gibt es bei Kontrollen auch keine Probleme. Viele, die hier empört "posten", sind wohl noch nie im Ausland in eine Kontrolle geraten. Da ist der Ton bei der Kontrolle durchaus wesentlich ruppiger als hier. Und es "empört" sich keine Presse darüber - im Gegenteil.[/QUOTE Dann bin ich ja froh, daß der Deutsche Polizeistaat genauso gründlich arbeitet wie die Chinesische Diktatur!
Moses3d 19.04.2013
Um einfach auch mal meinen Senf dazu zugeben. Ich verstehe nicht was daran verkehrt ist oder illegal, wenn man sich ein Onlineticket kauft. Und wenn man einen Deutschen Personalausweis nicht hat oder das ein wirkliches Problem ist (wobei ich nicht weiß, ob dass nicht gegen das Antidiskriminisierungsgesetz verstößt), ist es denn dann nicht Aufgabe des "Verkäufers" sicher zu stellen, dass der Käufer ein rechtmäßiger ist? Ein Waffenhändler muss schließlich auch überprüfen ob bei bestimmten Waffen, ein Waffenschein vorliegt oder weniger krass, der Einzelhändler muss eine Altersübeprüfung durchführen, bei dem Verkauf von Tabakwaren oder Alkohol...usw. Die Bundespolizei würde ich erst mal nicht ganz so sehr verurteilen, sie wurden schließlich gerufen und die Beamten müssen Ihrer Pflicht nachgehen. Die Behinderung eines Journalisten ist natürlich nicht i.O. aber entsprechend steht das Video nun ja auch im Netz. Ich finde wesentlich schlimmer dieses kleinkarierte Vorgehen der DEUTSCHEN BAHN. Sie hatte doch ein Ticket, also hat Sie bezahlt, wo lag nun ihr Fehler?
sebschm 19.04.2013
Lieber Herr Becker, lieber Spiegel, anders als die empörte Mehrheit hier halte ich eher die folgenden Umstände für peinlich: - Verweigerung, den Zug zu verlassen, obwohl das Ticket nicht regelkonform genutzt wird (diese Regeln sind hart, ja, aber ohne diese Regeln wäre aufgrund des Charakters des online-Tickets dem Betrug nunmal Tür und Tor geöffnet), - hysterisches Gekreische der Studentin, obwohl m.E. von der Polizei eher zurückhaltend gehandelt wurde (und wohl lediglich das Verlassen des Zugs verlangt wurde, sowie die Personalienfeststellung - wenn mich Polizisten im Ausland bitten würden, einen Zug zu verlassen, ich käme wohl nicht auf die Idee, herumzukreischen) - rechthaberisches Gequatsche des "Journalisten", dass er das nunmal filmen dürfe (auch, wenn das stimmen mag, man hätte hier sicher hilfreicher agieren können, statt einen völlig unskandalösen Vorgang weiter aufzuwiegeln - jeder Journalist sollte zunächst mal ein hilfreicher Bürger sein, und z.B. statt es zu filmen, mit der Dame aussteigen und Hilfe anbieten, ist nicht schwer) - Veröffentlichung des Vorgang in dieser journalistisch eher fragwürdigen Aufmachung. Mir tun die beteiligten Polizisten leid. Jungs, Ihr habt völlig korrekt gehandelt, und besonnen - macht weiter so, auch wenns schwieriger ist, als sich mit einer Kamera zum Liebling der Mehrheit zu machen. S. Schmidt
blödföhn 19.04.2013
Ich glaube wirklich so was passiert nur wenn man nicht Mitteleuropäisch aussieht. Das ist einfach nur widerlich.
liquimoly 19.04.2013
Ach so, Hausrecht ...
QUOTE=chip01;12537616]Und? Die polizei hatte von der bahn den auftrag die Russin aus "Ihrem" ICE zuentfernen. Die Bahn hat hausrecht und die Polizei war doch noch human mit ihr umgegangen. Da sie keine deutschen papiere besitzt ist das doch gerechtfertigt und ihren koffer haben ihr die beamten auch noch hinterher geschleppt. Was will sie noch?[/QUOTE .. unds sollten Sie mal in meinem Geschäft sein, werde ich Ihnen nachdem Sie bezahlt haben, die Ware nicht aushändigen, sondern Sie von der Polizei entfernen lassen. Mal sehen, wer dann vor Wut kocht! Und Ihr Satz mit "Deutschen Papieren" hört sich auch etwas rechts an.
realpolitiker 19.04.2013
Ich denke, dieser unangenehme Vorfall wäre nach meinen Erkenntnissen bei Beamten der Landespolizeien sicherlich nicht in dieser Form passiert. Nicht zu vergessen die heutige Bundespolizei ist zurückliegend aus der damaligen Bahnpolizei sowie aus Personal des damaligen Bundesgrenzschutzes gebildet worden. Berüchtigt waren damals die rabiaten Einsätze der BGS-Hundertschaften bei Demos und die Bahnpolizei galt damals auch nicht als besonders hochqualifiziert. Heute sind diese zweitrangigen Polizisten durch den Begriff "Bundespolizei" natürlich besonders aufgewertet. Ich denke, man sollte die betr. Beamten dringend auf einen Fortbildungs-Lehrgang schicken mit dem Thema "Der richtige Umgang mit Bürgern und die Verhältnismäßigkeit von Maßnahmen". Eine Entschuldigung an das Opfer wäre natürlich auch angebracht.
Benjowi 19.04.2013
Zunächst ist zu bemerken, dass die Deutsche Bahn bis heute nicht realisiert hat, was es heißt ein Dienstleistungsunternehmen zu sein. Sonst würden nicht mit schöner Regelmäßigkeit solch dämliche Aktionen auffliegen-sei es dass minderjährige Kinder mitten in der Nacht irgendwo ausgesetzt werden, oder dass ausländische Gäste, die zweifellos die mehr als unsinnig gemachte Internetbuchungsmaschine nicht bis ins Detail verstehen so behandelt werden. Dass in den Stellungnahmen anschließend gelogen wird, was das Zeug hält, fällt da kaum noch ins Gewicht. Und was die Reaktion der deutschen Polizei angeht, muss man dazu nicht mehr viele Worte verlieren. Bei ernsthaften Herausfordungen -wie z.B. 12 fache Mörder, Polizistenmörder und Bombenleger zu fassen- versagt sie 12 Jahre lang auf ganzer Linie. Wenn es darum geht, solche unverständlichen Aktionen oder auch Hausdurchsuchungen bei harmlosen Bloggerscherzen durchzuziehen, läuft sie zu gigantischer Form auf. Ganz abgesehen von den Schlägereien, die alle naselang auf insbesondere bayerischen Polizeirevieren abgehen. Und was die Behinderung der Berichterstattung angeht, sind wohl mittlerweile die Methoden aus Russland oder Weissrussland hier salonfähig geworden. Man könnte sowas auch als Stasimethoden bezeichnen.
smonkey 19.04.2013
Das einzige was ich an dem Thema verstörend finde ist wie subjektiv und verzerrt die Berichterstattung hier ist! Die Dame musste den Zug verlassen weil Sie kein gültiges Ticket besaß. Und nicht weil sie keinen deutschen Ausweis besitzt. Das ist ein ganz maßgeblicher Unterschied! Richtig erschreckend finde ich aber die Kommentare zu dem Artikel. Diese gehen mehrheitlich dazu über die Polizisten und Polizistinnen als Buhmänner und -frauen anzuprangern. Es ist kaum zu Glauben wie leicht sich in unserer aufgeklärten Zeit doch noch größere Mengen von Menschen durch eine Einzelperson gegen eine bestimmte Bevölkerungsschicht oder Berufsstand aufwiegeln lässt.
xees-s 19.04.2013
Die Bahn hat da ein etwas krudes Verfahren zur Sicherung der bereits bezahlten Onlinetickets. Ich hatte einen Deutschen Schaffner letzte Woche gefragt, warum immer die Kreditkarte verlangt wird bei Vorlage des Onlinetickets. Angeblich sind Rückbuchungen bei den Kreditkartenabrechnungen passiert. Fahre regelmäßig nach Wien, bei den Österreichischen Schaffnern wird nicht nach Ausweisen gefragt. Die Scannen den Ausdruck ein und das wars. Bei der Dt. Bahn ist man halt immer noch ein bischen Beamter, wenn schon nicht mehr offiziell dann eben noch ein bischen mehr. Die Anmeldung bzw. der Erwerb für das Online ticket ist mehr als verwirrend, da wird tatsächlich nach einem Identifizierungsdokument verlangt. Dummerweise muss man bei Zahlungsmitteln noch ein häkchen setzen dass dies auch zur Zahlung verwendet werden soll. Meine Österreichische EC Karte wurde nicht erkannt, ich musste meine zum Glück (noch) vorhandene Dt. EC Karte angeben, da ich keine gültigen Dt. Papiere mehr habe (diesen Monat abgelaufen) und ausländische Dokumente nicht möglich sind, siehe Bericht. Was das ganze soll ist mir schleierhaft. Mit Internetsicherheit hat das nichts zu tun, es sei denn ein Beamter wollte ganz besonders sicher sein und hat Methoden eingeführt die eher in die Adenauer Zeit gepasst hätte.
heissmangel 19.04.2013
Die relativ toleranzarme Verhaltensweise von Zugbegleiterinnen und Zugbegleitern, die ich auch schon mehrfach erleben durfte und die der Bahn auf Dauer ein katastrophales Image verschaffen werden, kann ich mir nur dadurch erklären, dass diese Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen anscheinend so schlecht bezahlt werden, dass sie auf ihre Verkaufsprovisionen für im Zug gelöste Tickets angewiesen sind. Insbesondere im Nahverkehr wird bei geringstem Zweifel (Entwerteraufdruck schlecht lesbar o.ä.) im Handumdrehen die lukrative "Fahrpreisnacherhebung" i.H.v. € 40,- ausgestellt, gegen die der Betroffene kaum eine Chance hat, vorzugehen -- zumal dann relativ schnell ein Inkassounternehmen als Ansprechpartner dient. Da hilft nur zahlen. Im vorliegenden Fall war die Stoßrichtung m. E. die gleiche. Es ging darum, im Zug ein zusätzliches Ticket zu verkaufen. Meiner Meinung nach täte die Bahn langfristig besser daran, ihr Zugbegleitpersonal großzügiger zu bezahlen, mit dem enormen Gewinn eines menschlicheren Antlitzes für das Unternehmen.
franks meinung 19.04.2013
Zitat von 123kjhIch weiss nicht ob es mich wenigstens ein wenig beruhigt, dass das ganze in der DDR stattgefunden hat?! Leider eher weniger.
Nachfolgender Geschichtsunterricht ist gratis. Die DDR war von 1949 bis 1990 ein Staat in Mitteleuropa. Der durch die Volkskammerwahl am 18. März 1990 eingeleitete Prozess nach Artikel 23 des Grundgesetzes (Beitritt der DDR zur Bundesrepublik ) führte dazu dass die DDR am 3. Oktober 1990 in der Bundesrepublik Deutschland aufging und die Einheit dadurch vollzogen wurde.
Mein heutiges Schreiben an die Bahn: hiermit kündige ich meine BahnCard mit der im Betreff genannten Kartennummer zum nächstmöglichen Zeitpunkt. Ich bitte um Bestätigung. Die Berichterstattung und das Video aus Spiegel Online vom 19.04.2013 haben mich sehr irritiert. Der russische Fahrgast hatte einen Pass und einen Fahrschein und der Bahn war sogar die Berliner Adresse der Dame bekannt. Dennoch wurde sie von der Polizei aus dem Zug geholt. Auch wenn Ihre Bedingungen verständlicherweise vorsehen, dass man einen Personalausweis, eine Kreditkarte o. ä. in Verbindung mit dem Fahrschein mitführen muss, möchte ich keinesfalls mit auf dem Rücken verdrehten Arm von der Bahnpolizei abgeführt werden. Ich kann aber nicht sicher ausschließen, dass ich die passende Kreditkarte auf einer Reise mal nicht dabei habe, sondern sie im Büro vergesse. Falls mein Personalausweis oder eine andere Kreditkarte in solch einem Fall nicht genügen, um einen kriminellen Hintergrund auszuschließen, fahre ich daher lieber ab sofort nicht mehr mit der Bahn. Gestatten Sie mir noch eine Anmerkung: In meiner Ausbildung zum Juristen habe ich gelernt, was man als unverhältnismäßiges Polizeihandeln bezeichnet, als Bürger weiß ich, was fehlendes Augenmaß ist und wann man als Kunde nur verachtet wird.
peddersen 19.04.2013
Zitat von Moses3dSie hatte doch ein Ticket, also hat Sie bezahlt, wo lag nun ihr Fehler?
Sie Ahnungsloser:) - bezahlen reicht nicht. Man muß auch nachweisen, daß man berechtigt ist, was zu bezahlen. Finden hier ziemlich viele den springenden Punkt - und gut.
drizzzt 19.04.2013
Und wieder einmal haben die geistigen Tiefstflieger, die in Deutschland normalerweise in den Staatsdienst gehen, ganze Arbeit geleistet. Vermutlich haben die meisten dieser unterbelichteten Würstchen zu Hause nicht einmal zu bestimmen welcher Fernsehkanal beim Abendessen eingeschaltet wird, und so geht man eben zur deutschen Polizei, bzw. zur Bahn. Es wundert mich nur dass die Bullizei nicht noch Tränengas und Waffengewalt angewendet hat, um diese gefährliche Terroristin dingfest zu machen! (für die rappeldummen Polizisten die hier mitlesen, das war Ironie!)
liquimoly 19.04.2013
Hyterische Studentin?
QUOTE=123kjh;12537601]Eine Bahnfahrkarte über´s Internet zu bestellen ist 10 mal komplizierter als ein Flugticket. Die unnötigen Komplikationen des Systems sind für Ausländer, je nach Deutschlevel, noch schwerer zu verstehen als für Deutsch-Muttersprachler. ... Ich weiss nicht ob es mich wenigstens ein wenig beruhigt, dass das ganze in der DDR stattgefunden hat?! Leider eher weniger.[/QUOTE Ach so, eine hysterische Studentin! Gesetzt dem Fall, Sie sind weiblich und werden mißhandelt, wie reagieren Sie? Ruhe bewahren? Augen zu, bis es vorbei ist? Den Schmerz runterschlucken? Gesetzt dem Fall, Sie sind männlich: Soll Ihre Frau bei Mißhandlungen Ruhe bewahren? Die AUgen schließen, bis es vorbei ist? Den Schmerz runterschlucken?
wastl300 19.04.2013
Sicher?
Zitat von chramb...Sie hätte ja eben falls einfach eine neue Fahrkarte kaufen können, die man nichtmal sofort bezahlen muss. Die Rechung kommt später.
Ne ist klar. Ich kaufe Karte, habe einen Verfahrensfehler gemacht, und kaufe mir wieder eine, wo ich wieder einen Verfahrensfehler mache, kaufe mir eine Fahrkarte, ... Die hat einfach nicht verstanden wie die DB und Deutsche ticken.
alfredo_spencer 19.04.2013
Angst
Zitat von CyclecraftAlso die Cops haben bloß ihren Job gemacht,ich kann da nix schlimmes entdecken!Ich finde eher die Reaktion der jungen Dame etwas seltsam!Sie war ja nunmal nicht im Besitz eines gültigen Fahrscheins und wenn Sie sich dem Bahnpersonal gegenüber genauso aufgeführt hat,war das Einschalten der Bundespolizei die einzig richtige Reaktion!
Die Frau hatte einfach Angst! Machen Sie einmal die Augen zu. Stellen sie sich vor sie stehen in Indien auf einem Platz. Nun holen sie ihr Satellitentelefon raus und rufen Ihre Frau an. Plötzlich tauchen 7 Polizisten auf, reden auf Hindi auf sie ein, schnell und ungeduldig, und als sie mit den den Schultern zucken oder protestieren, werden sie festgenommen. Wie würden Sie sich fühlen? Die Frau ist in der Annahme Bahn gefahren alles richtig gemacht zu haben! Da schiesst einem, insbesondere in einem fremden Land so was von Adrenalin ins Blut. Und man könnte als Angestellter eines Unternehmens diesen Sachverhalt berücksichtigen. Der Pass hat ja immerhin eine Nummer.
alfredo_spencer 19.04.2013
Kontakt bei der Bahn
Zitat von harald.ellmannDer Vorfall ist unglaublich. Wer kann mir sagen, wo und wie ich der bahn gegenüber meine Meinung zu diesem Vorfall äussern kann?
juergen.kornmann@deutschebahn.com Ist die Kontaktadresse, die in der Pressemitteilung angegeben ist.
KlausP22 19.04.2013
Alle die Meinen, die Frau hätte eine gültige Fahrkarte, die haben sich das Online Buchungsformular und die AGB noch nie genau durchgelesen. Das sollte man aber mal machen, bevor man einen Kaufvertrag über eine Fahrkarte eingeht! Wenn man dabei etwas nicht versteht, dann nutzt man das nicht, oder fragt nach. Gültig ist der selbst erstellte Ausdruck nur zusammen mit ganz bestimmten Dokumenten von denen man eines auswählen kann und dann dessen Daten eintippen muss. Ein russischer Pass gehört nicht zu den möglichen Dokumenten. Wenn man kein geeignetes Dokument hat, dann kann man halt kein Online Ticket verwenden, sondern muss zum Schalter oder Automaten gehen. OK, muss man daher die Frau gleich rauswerfen? Nein! .... und laut Reporter wurde der Frau ja zuerst angeboten sich mit einem Dokument auszuweisen, das Ihre deutsche Adresse hat (zB Meldebescheinigung), was sie aber nicht konnte. Woraufhin ihr die Schaffnerin laut Reporter anbot eine neue Fahrkarte zu kaufen (später am Schalter kann man dann die Erstattungsfrage ja in Ruhe klären), was sie nicht wollte (oder konnte?). Wenn es da nur um das "Wollen" ging und die Russin dabei eventuell schon hysterisch wurde, dann kann ich gut verstehen, warum die Schaffnerin sie dann rausgesetzt hat bzw. rausholen ließ. Die Schaffner sollen sich ja nicht mit den Kunden streiten und haben im Zweifel laut Beförderungsvertrag (den man mit Kauf der Fahrkarte zugestimmt hat) erst einmal Recht (der Kunde kann dann natürlich später vor Gericht Klagen usw.). Es war ja auch außerdem nicht nachts und es ging auch nicht um eine Minderjährige. Somit sprach doch auch nix dagegen einen Schwarzfahrer rauszuwerfen, der sich weder ausreichend ausweisen konnte noch bereit war eine Fahrkarte nachzulösen. Wenn sie kein Geld dabei hatte, dann hätte ggf. ein Apell an die Mitreisenden geholfen sich Geld zu leihen. Bei so einer Situation (falscher Ausweis angegeben) hätten bestimmt einige geholfen. Jeder der selber öfters ein Online Ticket verwendet, kann sich so eine Situation (zB eingetragene Kreditkarte daheim vergessen) ja leicht vorstellen und wäre dann selber über jede Hilfe dankbar.
liquimoly 19.04.2013
Derrr deutsche ausweis !
QUOTE=hal5000;12537630]Die Dame hat ein Ticket gekauft, dessen Nutzung klar an das Vorhandensein eines bestimmten Ausweisdokuments geknüpft war. Diese Dame hatte kein entsprechendes Dokument. ... Fazit: Der persönlich emotional betroffene Reporter wurde durch Geschrei einer Dame in seinem innersten, männlichen Beschützerinstinkt berührt und kreiert ein skandalöses Ereignis, das aber objektiv keines ist. Gratuliere, großartiger "Journalismus", diesem Onlinemedium würdig...[/QUOTE Jaja, Deutschland den Deutschen! Auf solche Kommentare können wir verzichten!
Esistich 19.04.2013
Einige Kommentare hier sind schon unter aller Sau und zeigen was Unwissenheit und gefährliches Halbwissen verursachen kann. Aus rechtlicher Sicht hat die Bundespolizei überhaupt nichts falsch gemacht. Mann könnte sogar das ruhige und besonnene Einschreiten loben. Da wäre aus rechtlicher Sicht sogar ruppigeres möglich gewesen. Der Bahnmitarbeiter besitzt im Zug Hausrecht. Wenn er das Hausrecht (Beförderungsrichtlinien) verletzt sieht, hat er das Recht einen Fahrgast von der Weiterfahrt auszuschließen. Geht der Fahrgast nicht freiwillig, muß der Bahnmitarbeiter die auf Bahngebiet zuständige Bundespolizei rufen. Und die hat den Fahrtausschluß durchzusetzen. Würde das nicht gemacht, könnte die Bahn den Fahrgast wegen Hausfriedensbruch belangen. Schon zum verhüten einer Straftat (Hausfriedensbruch) muß die Bundespolizei also den Fahrtausschluß durchsetzen. Dazu erläst die BuPo dem Fahrgast gegenüber einen Platzverweis. Wird der nicht befolgt kann er mit Zwang in Form von (verhältnismäßiger) körperlicher Gewalt durchgesetzt werden. Und genau das ist in dem geschilderten Fall geschehen. Die körperliche Gewalt wer erforderlich (Durchsetzung des Platzverweises), angemessen (ein milderes Mittel - Zwangsgeld zb. hätte nicht zum Erfolg geführt) und verhältnismäßig (die Person wurde durch einfaches Anfassen aus dem Zug gezogen). Die Reisende jedoch hat sich aktiv gegen die Durchsetzung des Platzverweises gewehrt. Das könnte eine Straftat - widerstand gegen Vollstreckungsbeamte - darstellen. Nun zum "Pressevertreter". Es haben hier einige von Pressefreiheit geredet, die sie eingeschränkt sehen würden. Völliger Blödsinn. Im Grundgesetz ist die Pressefreiheit ein sehr hoch angesiedeltes Gut. Stimmt. Ein jeder Pressevertreter hat auch das Recht von einem aus seiner Sicht relevantem Ereignis zu berichten und zu Filmen. Aaaber, er hat nicht das Recht in 10 cm Entfernung mit seiner Nase dabei zu sein. Dann würde er eine Amtshandlung (Duchsetzung des Platzverweises) stören und könnte nach § 124 StPO (nachdem er den an ihn gerichteten Platzverweis nicht beachtet hat) vorläufig Festgenommen werden oder zur Durchsetzung des Platzverweises in Verbringungsgewahrsam genommen werden. Und einfach nur zu behaupten, "Ich bin von der Presse und darf hier berichten" ist ein bischen wenig. Das kann jeder behaupten. Und dann filmt man schön drauflos, stellt das ins Internet oder in Spiegel Online, verdreht die Wahrheit und behauptet Dinge die offensichtlich nicht stimmen. So einfach macht sich das der psydopressevertreter. Da würde ich, als Polizist mich auch nicht filmen lassen. Wenn man aber das Ganze auf diesen Einzelfall bezogen, moralisch bewertet, sieht der Vorfall nicht mehr so einwandfrei aus. Und jetzt bin ich gespannt ob das hier veröffentlicht wird.
attender 19.04.2013
Mir ist ähnliches auf einer frühmorgendlichen Fahrt von Berlin nach Hamburg passiert. Trotz einer bezahlten Fahrkarte musste ich mangels Identifikationsmöglichkeit an Bord eine 2. Karte kaufen, ansonsten wurde mir ebenfalls der Rauswurf angedroht. Das fand ich schon krass. Mich beruhigte dann (etwas) das Versprechen, mein Geld zurück zu erhalten, sollte meine Erklärung stimmen. Der Service-Point der DB in Hamburg Dammtor war zwar freundlich und versprach die Rücküberweisung der zuviel bezahlten Karte ... aber darauf warte ich bis heute vergeblich: trotz mehrfacher E-Mails an die DB. Und natürlich ist allen Beteiligten klar, das niemand wegen knapp 100,- Euro einen Rechtsstreit führt. An der Stelle bin ich also eiskalt abgezogen worden. Allerdings nutze ich die DB dennoch weiter: die überwiegende Mehrzahl meiner DB-Fahrten waren angenehm und viele Zugbegleiter habe ich als absolut professionell erlebt. Abgesehen von meiner Geschichte: im vorliegenden Fall wäre es doch ganz offensichtlich völlig simpel gewesen, die Identität der Passagierin auch in Berlin klären zu lassen. Es ist mir wirklich schleierhaft, warum die Zugbegleitung derart strikt reagiert hat: da war die verantwortliche DB-Kraft ganz offenbar schlicht. überfordert. Das stimmt nachdenklich. Immerhin war das Problem ja allem Anschein nach niedrigschwellig zum Nutzen von Bahn und Kundin lösbar und durch eine glaubwürdige Story plausibel erklärbar. Die Bundespolizisten waren offenbar solche Szenen gewöhnt und hatten ihren schnöseligen "wir haben das alles im Griff und überhaupt sind wir hier offenbar die einzig richtigen coolen Typen" Ton ja offenbar schon einige Male trainiert. Schade. Ich habe beruflich viele professionell agierende Beamte kennengelernt - die u.a. auch zu meinem Schutz angetreten waren (erfolgreich). Viele hätten so eine kindische Spielerei mit irgendeinem orangefarbenen Gegenstand (Behinderung der Videoaufnahmen) nicht im Ansatz in Erwägung gezogen. Da solche Vorfälle ja offenbar immer mal wieder vorkommen, wäre es seitens der DB naheliegend, irgend eine Lösung dafür zu finden. Vielleicht eine Art Hotline?. Die könnte dann - sollte das Zugpersonal an der Stelle aus Sicht von Mitreisenden und/oder anderen Dritten (BP) einen überforderten Eindruck machen - etwas schlauere Lösungen suchen und durchsetzen. Irgend so ein kluger Lösungsansatz kann doch nicht so schwer in die Arbeitsprozesse integrierbar sein. Der Passagierin ist m.E. kein Vorwurf zu machen. Irrtümer der Art, wie sie hier dokumentiert wurden, müssen möglich sein, ohne dass man sofort rüde aus der Bahn geworfen wird. Die Frau konnte sich ausweisen, sie hatte einen glaubwürdige Erklärung und sprach verständlich Deutsch. Was soll sie denn noch tun? Sie kann ja schlecht ihren Irrtum während der Fahrt korrigieren. Dass die Frau im Laufe der Aktion erregt agiert, darf ja wohl sein. Es ist ja nicht jeder "the coolest girl of town". // PS: ... Was mich angeht: Obwohl ich immer noch mit der DB fahre, nutze ich natürlich seit o.g. Erlebnis ohne große Reue auch alternative Anbieter, falls möglich. Niemand lässt sich gerne so schamlos über den Tisch ziehen...
Talan068 19.04.2013
@Karl1984: Danke sehr interessanter Beitrag, das erklärt das Verhalten der Bahn doch ein wenig. Allerdings ist offen, ob man die Dame überhaupt, nach ihre EC-Karte, als gültige ID gefragt hat. == Ob man jetzt bei bahn.de oder ltur.com bucht, beides sind Selbstbucherportale, das heißt der Kunde übernimmt die Haftung für fehlerhafte Angaben bei der Ticketbuchung. Wenn man ins Reisezentrum geht oder telefonisch bucht kann einem sowas nicht passieren, wurde da ein falsches Ticket ausgestellt haftet die Bahn, so ist es halt dem Kunden überlassen darauf zu achten das dass gebuchte Ticket korrekt ausgestellt wurde. == Das ist wahrscheinlich der Grund des Übles, dieses Aussourcen (schrecklicher Begriff), der Dienstleistungen, an den Kunden. Gerade Gestern einen interessanten Bericht zu dem Thema gesehen. Die Unternehmen sparen so eine Menge Personal und Kosten. Ich hoffe die Unternehmen, tragen dann auch die Kosten, wenn es wie in diesem Fall, schief läuft.
sasjan 19.04.2013
Zitat von FreemanGFür alle die es immer noch nicht verstanden haben warum der russische Pass nicht ausreicht: ES STEHT KEINE ADRESSE DRIN ! Ist das so schwer zu verstehen? Natürlich hätte die DB die Möglichkeit gehabt der Dame entgegen zu kommen aber das muss Sie nicht die AGBs sind eindeutig...und die Polizei kann schon mal gar nichts dafür, denn wenn die DB darauf besteht das die Dame ohne "gültiges Ticket" den Zug verlässt dann MUSS die Polizei reagieren sonst erwartet den Polizist unter Umständen rechtliche Konsequenzen....
Fährt der Zug ohne Adresse nicht? Wozu braucht die Bahn meine Adresse, by the way, auf meiner Kreditkarte/EC-Karte steht auch keine Adresse.
gknfn 19.04.2013
Eine Schande. Und dies in mitten in Deutschland - angeblich ein Rechtsstaat, in dem die Würde des Menschen unantastbar ist!?
hollaback_girl 19.04.2013
Also diese "Berichterstattung" hat schon mordsmäßig was von der Bild....aber das fällt bei Spiegel Online immer häufiger auf...so wirklich objektiv und professionell ist hier selten jemand...die Aufmerksamkeit liegt auch hier nur auf Hauptsache reißerisch und gut verkaufbar.... Trotzdem hätte es sicher eine dezentere und anständigere Lösung des ganzen Vorfalls gegeben.....
coach 19.04.2013
Wenn die Bahn mangelhafte Produkte anbietet, ist sie auch für resultierende Missverständnisse verantwortlich und hat nicht bezahlende Kunden aus dem Zug zu werfen! Wer mit der Bahn fährt kenn z.B. falsche Anzeigen der Automaten und deren Konsequenzen für den Ticketkauf. Das größte Problem ist allerdings die mangelnde Zivilcourage der Mitreisenden. Die Aktion wäre doch gar nicht möglich wenn nur die Hälfte der Anwesenden eingegriffen hätte. Ich kenne vernünftige und sympathische Polizisten, aber bei solchen halben Portionen die sich hier so aufspielen wird mir schlecht. Ich hätte den Typen vor der Kamera unsanft zu Boden befördert. Ob er sich dann immer noch auf "Störung einer Polizeiaktion" beruft!? Dann gerne!
yea 19.04.2013
Ein typisches Beispiel für die Unverhältnismäßigkeit einer Maßnahme, um es juristisch auszudrucken. Normale Menschen finden in normalen Situationen eine normale Lösung. Wer Probleme mit Bahnticket und Ausweis so löst, hat das einfach nicht verstanden mit dem Menschsein. Ganz ehrlich, wäre das in Russland passiert, was gäbe es für ein Aufschrei...
Freiberufler 19.04.2013
Ich hoffe, dass man die Bahn bald wieder verstaatlicht. Dann wird sie auch wieder funktionieren wie dei SNCF in Frankreich. Ach ja, und da ist noch ein Unterschied zwischen Frankreich und Deutschland: Dort ist man Mensch, und wenn der Preis einmal entrichtet ist, egal, wie, lässt einen der Franzose ziehen und hilft einem noch dabei. Weil die noch Menschen sind. Die Deutschen wollen eine formgerechte Fahrkarte, egal, wer da vor einem steht. Solche Situationen wie mit der armen Russin habe ich öfters erlebt, z.B. im Thalys, natürlich nur von der deutschen Seite aus: Obwohl allseits klar ist, dass der Reisepreis entrichtet ist und nur ein Formmangel besteht, zwingen einen die Deutschen, den ganzen Preis noch einmal zu lösen. Die "mangelhafte" Fahrkarte muss man dann mühsam zu Hause wieder zu Geld machen. Kostet allseites VIEL Geld und Aufwand und ist völlig behämmert! Die Privaten sind viel bürokratischer und härter, als es die Deutsche Bundesbahn als Staatsbahn jemals war! Beispiel Thalys (Privatbahn): Wenn ich von der deutschen Seite losfahre, gibt es regelmässig ein Problem dieser Art, entweder bei mir oder bei anderen. Wenn ich von Paris aus losfahre, nicht. Da gibt es Menschen und Lösungen, die nichts kosten. Habe ich überall in Frankreich erlebt. Da wird einem einfach geholfen. Noch ein schönes Beispiel in Deutschland: Studentin mit Fahrrad steigt ein (Nähe Köln), will eine Station weit fahren (E I N E Station !), Kontrolleurin kommt, und die Studentin hat ihren Dauerfahrschien vergessen. Alles glaubwürdig, wenn man ein bisschen Gefühl für Menschen hat. Aber dann muss sie doch tatsächlich zum Rathaus und nachentrichten! Kontrolleurin schreibt alles auf und leitet es weiter. Und die Studentin protestiert in keinster Weise, sondern nimmt alles brav entgegen! Geschätzte Kosten für alle Seiten: 50 Euro oder mehr? Für EINE Station ! Geht's noch? Gruss vom Freiberufler
Pumuggl 19.04.2013
Meine Güte... könnten die geschätzten Mitforisten, die in der Dame ausschließlich eine kriminelle Schwarzfahrerin sehen, die Sache auch mal entspannter und aus anderer Perspektive betrachten? Die Dame kommt aus dem Ausland... woher ist doch völlig egal. Sie ist Gast in diesem unseren Land, und sollte man nicht mal daran denken, dass man Gästen ein tatsächliches oder vermeintliches Fehlverhalten auch mal verzeihen kann? Schon mal was von Gastfreundschaft gehört? Wird die nur ausgepackt, wenn mal wieder Fußball-WM in D ist? Muss es denn die geballte Staatsmacht sein, oder hätte es nicht auch eine mündliche Ermahnung oder Verwarnung getan? Ich finde das Vorgehen einfach nur lächerlich und peinlich! Sie hatte ja wohl ein Ticket bezahlt... auch wenn es vielleicht nicht der korrekte Tarif war: what shall's??? Geht die Bahn davon pleite? Ist nicht vielen von uns beim Versuch, ein Bahnticket zu kaufen, schon mal die Hand in der Tasche zur Faust geworden? Wie soll es ausländischen Gästen erst ergehen, wenn selbst Deutsche dran verzweifeln? Ein wenig mehr Entspannung würde vielen "Amtsträgern" (in diesem Falle den Zugbegleitern) sicherlich gut tun. Dann sagt man ihr halt, dass da was nicht richtig war, hebt vielleicht den "Du warst böse"-Zeigefinger, und dann isses aber auch gut! Nächstes Mal wird sie genauer drauf schauen, was sie wie bucht. Kopfschüttelnde Grüße Pumuggl
ADie 19.04.2013
Es ist schon extrem kundenfeindlich, dass man wegen des lausigen Ticketservices die Kunden dazu zwingt, beim Kauf persönliche Daten einzugeben. Früher hat man doch einfach ein Ticket gekauft und ist losgefahren. Aber wenn dann noch in typisch preußisch-arroganter Gnadenlosgleit ausländische Gäste derart behandelt werden, lässt das nur den Schluss zu, dass man um dieses "Unternehmen" einen möglichst großen Bogen macht. Hoffentlich führt die Zulassung von Fernbuslinien zu tiefroten Zahlen in diesem Drecksunternehmen. Dann beginnt man villeicht dort mal wieder darüber nachzudenken, wer eigenlich die Gehälter bezahlt.
Verändert 19.04.2013
Buhmänner ?
Sie finden das normal, dass die Polizei Erwachsene duzt und Journalisten irgendwelchen Plastikmüll vor die Kamera hält ? Sie finden es normal, dass eine Frau von einer Horde wilgewordener Gesetzeshüter aus dem Zug gezerrt wird, weil sie bei Online-Ticketkauf irgendwas falsch gemacht hat ? Und anschließend auf dem Bahnsteig festgehalten wird ? Sagt Ihnen der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit was ? "Sie wissen aber auch, dass sie hier eine Amtshandlung stören" als Reaktion auf einen filmenden Journalisten. Klar, das ist bei der Polizei normal. Es sollte aber nicht normal sein.
mr.oizo 19.04.2013
Ich glaube in Russland schmeißt man einen mit ungültiger Fahrkarte einfach aus dem Zug (oder man zahlt Schmiergeld). Aber mal im ernst: Keine gültige Fahrkarte haben berechtigt einfach nicht zum Bahnfahren. Also aussteigen oder nochmal lösen. Verstehe die Diskussion nicht. Alles korrekt verlaufen...
henrik.sickinger 19.04.2013
Armes Deutschland
Einmal mehr haben wir bewiesen wie peinlich und kleinkariert wir Deutschen noch viel zu oft sind. Ist es wichtig wo man wohnt um mit der Bahn fahren zu können bzw. ein Ticket im Internet kaufen zu dürfen? Es sollte reichen dass man glaubhaft machen kann, die Person zu sein auf die das Ticket ausgestellt ist.
Zaphod63 19.04.2013
Zitat von smonkeyDas einzige was ich an dem Thema verstörend finde ist wie subjektiv und verzerrt die Berichterstattung hier ist! Die Dame musste den Zug verlassen weil Sie kein gültiges Ticket besaß. Und nicht weil sie keinen deutschen Ausweis besitzt. Das ist ein ganz maßgeblicher Unterschied! Richtig erschreckend finde ich aber die Kommentare zu dem Artikel. Diese gehen mehrheitlich dazu über die Polizisten und Polizistinnen als Buhmänner und -frauen anzuprangern. Es ist kaum zu Glauben wie leicht sich in unserer aufgeklärten Zeit doch noch größere Mengen von Menschen durch eine Einzelperson gegen eine bestimmte Bevölkerungsschicht oder Berufsstand aufwiegeln lässt.
Naja über die Gültigkeit des Tickets lässt sich durchaus geteilter Meinung sein. die Kundin bezahlt das Ticket und gibt dort ihren Namen an. Sie kann sich dann mit einem amtlichen Ausweis identifizieren. Es fehlt lediglich ihre Adresse. Das bei einem Onlinticket eine zusätzliche Identifikation nötig ist, ok damit kann ich leben, das dann aber ein vorliegender ausweis wegen der fehlenden Adresse nicht anerkannt wird und das ticket für ungültig erklärt wird, erschließt sich mir nicht. In diesem Moment wird eine regel eben nur weil es eine regel ist angewand und nicht weil sie einen bestimmten Sinn hat. Die Frau konnte sich ja identifizieren. Ihr Name stand auf dem Ticket und ebenso in ihrem Ausweis. Dort wird sicher auch ein Bild von ihr abgebildet gewesen sein. Unter dem Strich heiß es dann, weil in ihrem Ausweis keine Adresse steht, wurde sie aus dem Zug befördert. Dieses Ereignis ist eben unverhältnismäßig. Die BP vor Ort machen natürlich nur ihren Job, aber sie greifen dabei auf jeden Trick zurück. der nette Beamte, der vor der Kamera rumfuchtel, wartet ja nur auf eine Reaktion des Jornalisten. Wie würden sie normalerweise reagieren, wenn jemand vor ihrem Gesicht "rumwedelt"? Irgendwann würden sie diese Person berühren und damit hätten sie in diesem Fall einen tätlichen Angriff auf einen Polizisten ausgeübt. Genau darauf wartet er ja. Mach einen Fehler und er kann agieren. Wie heißt es bei der Videoüberwachung immer, wer nichts zu verbergen hat, der kann auch nicht gegen das Filmen sein. Na dann....
Wirtschftsweiser 19.04.2013
Lächerlich
Wo ist hier der Skandal? Ich kann keinen erkennen.... aber danke für do sinnvolle Hinweise wie "Polizist wegen Körperverletzung anzeigen", weil er den Schreiberling berührt hat
carambolagen 19.04.2013
@lubobde heute, 17:49 Uhr Das erinnert mich an eine Fahrt im Großraum New York... .... Manchmal scheint mir, dass das Problem in Deutschland nicht die Bahnmitarbeiter sind, sondern eine Organisation, die die Mitarbeiter mehr zur Einhaltung von Vorschriften anhält als zur Kundenfreundlichkeit. ... etc. Ich glaube, das trifft es ganz gut. Es gibt in diesem Land zu viele Schlüsselgewaltspersonen, sämtlich vom Typ Kapo, die sich daran delektieren, das irgendjemand das Kleingedruckte (oder was auch immer) nicht gelesen oder befolgt hat, und nutzen den Anlass, um ihr klägliches Stück Macht auszukosten. Kein Humor, keine Gnade ("Gnade vor Recht ergehen lassen" - sic!), keine Gelassenheit, stattdessen kleinknickrige Pedanterie, Unfreundlichkeit Befehlserfüllung bis zum Kadavergehorsam. Natürlich nicht bei allen. Aber im Endeffekt ist es die grauenhafte deutsche Mentalität, die sich nur wenig weiterentwickelt hat. Wirkliche Zivilisation ist was anderes, eben "zivil". Der Deutsche ist tendenziell mit Zweideutigkeiten und Grauzonen überfordert. Er braucht es schwarz/weiß und schleppt zur Not das BGB mit sich herum. Unter "guten Manieren" versteht er eher "Strammstehen" statt Kulanz. Mehrheitlich, versteht sich, nicht ausschließlich, aber es ist eben eine Mehrheitsmentalität. Es gibt da aber auch ganz andere, die das sehr schön immer wieder thematisiert haben, wie z.B. Hanns Dieter Hüsch. Wen es interessiert, der möge bei Youtube seinen Namen und "Gerechtigkeitsfanatiker und Höflichkeitsartisten" - oder sein Gedicht "Wenn die Krieger kommen" lesen... Aus dem angelsächsischen Raum kenne ich eine ganz andere Mentalität: "Probleme lösen anstatt sie zu schaffen" - (desto besser geht man Stress aus dem Weg) - Der Deutsche liebt aber den Stress, damit er sich darüber aufregen und wiederum als Opfer fühlen kann ("Ich bin ja nur ein kleines Rädchen" - sprich: Befehlsempfänger). Erst wenn der Deutsche (die maskuline Singular-Form ist hier übrigens bewusst gewählt) lernt seine Ordnungsliebe mit Gelassenheit und Humor zu kombinieren und seine Arbeit wirklich für die Freiheit einzusetzen, anstatt sich mit Fanatismus in den Arbeitsfaschismus zu stürzen, und sich den Dumpinglöhnen zu unterwerfen, - erst dann kann er eines Tages hoffen, dass die Welt an seinem Wesen genesen möge…
vorsteuerzahler 19.04.2013
Bei der ganzen Aufregung ... einfach mal lesen, was auf der Website der Bahn steht und dies keinesfalls versteckt! ------schnipp---------------------------------------------------------------- Personalausweis (Die Personalausweise/Identitätskarten der folgenden Länder können für die Identifizierung im Zug verwendet werden: Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich, Niederlande, Belgien, Luxemburg, Italien) ------schnapp---------------------------------------------------------------- Von russischen Papieren mit den etwas anderen Buchstaben steht dort nüx - ergo konnte sich die so laut schreiende junge Frau schlicht nicht so ausweisen wie gefordert. Was soll also die ganze Aufregung?
alexander-san 19.04.2013
Dieses Video und dieser Bericht sind in dreifacher Hinsicht skandalös. Erstens wegen der hilflos-unprofessionellen Reaktion der Zugchefin, die dringend auf Fortbildung geschickt werden sollte. Zweitens wegen dieses gleichermaßen lächerlichen wie erschütternden Polizeieinsatzes - sieben Polizeibeamte gegen eine Frau, ein Cop, der offenbar nicht weiß, was er tut oder tun darf. Aber auch drittens wegen eines Journalisten, der zwar erst mal voll mutig reagiert, indem er diesen Mist aufzeichnet, der aber dann einfach weiterfährt . . .
seppelheimer 19.04.2013
Also ich hatte noch nie ein Problem mit Bahn oder Polizei und fahre seit Jahrzehnten über weite Strecken per Zug. Die Aufregung halte ich für völlig überzogen. Nur mit einer gültigen Fahrkarte in einen Zug einsteigen, erleichtert die Sache natürlich enorm.
Freiberufler 19.04.2013
Ich hoffe, dass man die Bahn bald wieder verstaatlicht. Dann wird sie auch wieder funktionieren wie dei SNCF in Frankreich. Ach ja, und da ist noch ein Unterschied zwischen Frankreich und Deutschland: Dort ist man Mensch, und wenn der Preis einmal entrichtet ist, egal, wie, lässt einen der Franzose ziehen und hilft einem noch dabei. Weil die noch Menschen sind. Die Deutschen wollen eine formgerechte Fahrkarte, egal, wer da vor einem steht. Solche Situationen wie mit der armen Russin habe ich öfters erlebt, z.B. im Thalys, natürlich nur von der deutschen Seite aus: Obwohl allseits klar ist, dass der Reisepreis entrichtet ist und nur ein Formmangel besteht, zwingen einen die Deutschen, den ganzen Preis noch einmal zu lösen. Die "mangelhafte" Fahrkarte muss man dann mühsam zu Hause wieder zu Geld machen. Kostet allseites VIEL Geld und Aufwand und ist völlig behämmert! Die Privaten sind viel bürokratischer und härter, als es die Deutsche Bundesbahn als Staatsbahn jemals war! Beispiel Thalys (Privatbahn): Wenn ich von der deutschen Seite losfahre, gibt es regelmässig ein Problem dieser Art, entweder bei mir oder bei anderen. Wenn ich von Paris aus losfahre, nicht. Da gibt es Menschen und Lösungen, die nichts kosten. Habe ich überall in Frankreich erlebt. Da wird einem einfach geholfen. Noch ein schönes Beispiel in Deutschland: Studentin mit Fahrrad steigt ein (Nähe Köln), will eine Station weit fahren (E I N E Station !), Kontrolleurin kommt, und die Studentin hat ihren Dauerfahrschien vergessen. Alles glaubwürdig, wenn man ein bisschen Gefühl für Menschen hat. Aber dann muss sie doch tatsächlich zum Rathaus und nachentrichten! Kontrolleurin schreibt alles auf und leitet es weiter. Und die Studentin protestiert in keinster Weise, sondern nimmt alles brav entgegen! Geschätzte Kosten für alle Seiten: 50 Euro oder mehr? Für EINE Station ! Geht's noch? Gruss vom Freiberufler
prüter 19.04.2013
Widerspruch!
Zitat von MashMashMusicWenn Sie das in Ordnung finden, frage ich mich, wann Ihnen der Sinn für Gerechtigkeit abhanden gekommen ist. Ich jedenfalls empfinde es als extreme Störung meines Gerechtigkeitssinns, wenn Leute eine bezahlte Dienstleistung nicht bekommen, sondern stattdessen gewaltsam aus dem Zug geworfen werden. Und bevor Sie was zu "gewaltsam" sagen - die Polizei hat sie angefasst und rausgezogen. Das erfüllt für mich alle Kriterien der physischen Gewalt. Die Schuld liegt beim Reiseunternehmer, der elementare Hinweise nicht gegeben hat. Die Schuld liegt bei der Bahn, weil die günstige Onlinetickets scheinbar nur an Deutsche verkauft. Das grundsätzliche Verhalten der Polizei kann man nach dem Video nicht beurteilen, allerdings der Versuch, den Journalisten am Filmen zu hindern. Das versucht die Polizei gerne, ist aber trotzdem nicht erlaubt.
Es stört mich ganz gewaltig, dass diese Diskussion teilweise den Drall bekommt, es ginge hier um einen ausländerfeindlichen Vorgang! Zum einen gibt es mehrere Dokumente, die mit dem Online-Ticket (welches man auch online bezahlt, also in der Regel mit einer EC- oder Kreditkarte) "verknüft" werden können. Dazu gehört z.B. auch die BahnCard, aber auch eine Kreditkarte und - wenn ich mich richtig erinnere - eine EC-Karte. Das ist recht gut beim Bestellvorgang ersichtlich. Es gibt also auch für Nicht-Deutsche Möglichkeiten, ein Online-Ticket zu bekommen und sich ohne Problme auszuweisen. Glauben Sie mir, ich kenne Ausländerfeindlichkeit und verabscheue sie, zwei meiner Kinder sind halb ägyptischer Abstammung. Aber um so mehr: man sollte diesen Vorwurf nicht inflationär einsetzen gegen alles, was einem nicht gefällt! Die je nach Sichtweise panische / ängstliche / hysterische Frau wollte den Zug nicht verlassen, da haben die Polizisten sie anfassen müssen (Beamen klappt noch nicht), das haben sie mit Augenmaß gemacht und dürfen sie auch. Das ist keine Körperverletztung. Was das Verhalten gegenüber dem Redakteur angeht kenne ich die rechtliche Situation nicht, diese wird ja auch unterschiedlich bewertet. Ich bin mir nicht sicher, ob hier ein RECHT auf das Filmen bestand, immerhin hat die Bahn Hausrecht. Wahrscheinlich hätte der Polizist es aber gelassener nehmen sollen. Noch einmal: die Bahn sollte sich überlegen, ob sie ihre Mitarbeiter und die Reisenden mit Regelungen belasten soll, die unnötig zu Problemen führen können. Aber: der Vorwurf der Ausländerfeindlichkeit, die zum Teil massiven Anfeindungen gegenüber den Polizisten und die Stimmungsmachen gegen über der Bahn und ihren Mitarbeitern - Nein, das ist mehr als unpassend!
wastl300 19.04.2013
Upps
Zitat von gelebIch kann hier nichts Schlimmes erkennen, außer eine hysterische Frau, die die Reisebedingungen des erworbenen Tickets nicht einhält und einen Journalisten, der meint, er filme gerade ein kleines Watergate sowie sein mehrmaliger peinlicher Hinweis auf seinen Beruf, als sei er Arzt oder Diplomat.
DAS war jetzt peinlich.
Verändert 19.04.2013
Das entspricht
schlicht meinen Erfahrungen mit der Bahn. Die Schaffner (die wahrscheinlich nicht mehr so heißen, weil ja alles neu und toll ist bei der Bahn) sind zumeist aufgeblasene Wichtigtuer, die Bedingungen, zu denen die Bahn gnädigerweise bereit ist, auch dem gemeinen Bürger zu horrenden Preisen eine Fahrkarte (die wahrscheinlich auch nicht mehr so heißt) zu verkaufen, sind bestenfalls undurchsichtig. Und zwar auch für die Bahnmitarbeiter. Es genügt, mit einer zuggebundenen Fahrkarte einen Zug zu benutzen mit dem ein Anschlusszug verpasst wird. Was ja bei der Bahn eher die Regel denn die Ausnahme ist. Denn für den nächsten Zug gilt ja nicht diese Fahrkarte. Und der Schaffner kann einem natürlich auch keine Bestätigung geben ("da könnte jetzt ja jeder kommen"), das geht nur im Bahnhof, wo eine lange Schlange schon den einzigen Bahnmitarbeiter belagert, der das Pech hatte, den Servicesuperinfopoint besetzen zu müssen. Hole ich mir dort die Bestätigung, verpasse ich auch noch den nächsten Zug. Hole ich sie mir nicht, muss ich noch einmal eine Fahrkarte kaufen (muss ich wahrschinlich ohnehin, weil der nächste Schaffner auch die Bestätigung aus dem Bahnhof nicht akzeptieren will). Das alles in einem Zug, in dem dann die Klimaanlage ausgefallen ist, wenn es warm ist, oder der erst gar nicht fährt, wenn es kalt ist. Ich bin früher gerne Bahn gefahren. Ich begebe mich aber jetzt schon länger nicht mehr in ihre Fänge.
JohnC. 19.04.2013
Das zu Sehende erinnert frappierend an Aufnahmen aus Russland oder China, die oft in deutschen Nachrichtensendungen zu sehen sind. Kommentiert wird das Ganze dann als "Menschenrechtsverletzung und Unterdrückung der freien Berichterstattung". Garniert mit der empörten Empfehlung, das die Bundeskanzlerin, als Vertreterin der freien Welt, bei ihrem nächsten Besuch in diesem Land die Einhaltung der Menschenrechte stets und ständig anmahnen soll. Jetzt wäre es sehr spannend zu sehen, wie die Kanzlerin reagieren würde, wenn Putin beim nächsten Treffen mit ihr, dass, auf Grundlage dieses Videos, für Deutschland einfordern würde. Lustig auch die Reaktionen hier: Die Einen total empört, obwohl das Verhalten der Polizisten eigentlich nicht ungewöhnlich ist. Was man allerdings nicht weiss, wenn man mit den Uniformierten nie zu tun hat. Die Anderen, die das Verhalten der 7 (!) Polizisten kein bisschen übertrieben finden und es begrüßen, das in Deutschland Recht und Ordnung durchgesetzt wird. Egal wie ,,,
maw36 19.04.2013
Widerlich sowas mit anzusehen! Und an alle die hier schreiben "So steht's geschrieben!": Sie hatte einen Ausweis, nur nicht den gewünschten deutschen! Sie ist nicht schwarz gefahren, das Ticket war bezahlt! Das kann man anders lösen als mit einem Rauswurf! Ist doch klar dass sie verzweifelt ist und sich wehrt. Sie steht in einem fremden Land, mitten im Osten in der Provinz, und das wegen einer Lappalie! Der gesunde Menschenverstand erkennt beim Vergleich der Schwere der Tat und der Reaktion von Bahnpersonal/Polizei eine Unverhältnismäßigkeit. Aber in den Zügen der DB arbeiten zum Teil so extreme Roboter, die haben jede menschliche Entscheidungsfindung ad acta gelegt. "Vorschrift ist Vorschrift. Und ich muss funktionieren und dienen." Und von einigen Erstsemestlern hier bekommen sie dafür auch noch Beistand. Bei mir selbst gab es auf der gleichen ICE Strecke auch schon Probleme der ähnlichen Art: Wir hatten unser Ticket im Internet gekauft. Leider funktionierte unter dem tollen Windows8 der Drucker nicht mehr, so dass wir das Ticket nicht ausdrucken konnten. Egal, dachte ich. Der QR-Code ist auf dem pdf drauf, den können sie auch vom Handy einscannen. Funktioniert ja bei AirBerlin und Lufthansa schließlich auch im Zeitalter von Passbook auf dem iPhone etc. Aber nicht so bei der Bahn! Wahrscheinlich ist ihre neue App erst am Ende des Jahres fertig und deshalb gab es noch keine neuen Befehle an die Roboter in der Bahn. Sie konnten es scannen vom Handy, haben es als korrekt bestätigt, hatten unsere Ausweise dazu, und haben es trotzdem nicht anerkannt!! So etwas raubt mir den letzten Nerv und den glauben an die Intelligenz einiger Mitmenschen, ehrlich. Was bitteschön, macht den Ausdruck des Dokumentes einzigartiger, als es die elektronische Variante, sprich der QR-Code ansich ist? Wenn ich in der Lage sein sollte, diesen QR-Code im PDF zu fälschen bzw. andere Namen in mein Ticket einzutragen (etc.), dann wäre ich doch auch sicher in der Lage, diese Fälschung auszudrucken!! Aber es gibt tatsächlich mechanisiertes Zugbegleitpersonal, die dies strickt nach Anweisung nicht erkennen. Ihnen könnte es noch nicht einmal jemand nachweisen, ob sie ein Papier oder einen Bildschirm gescannt haben. Zur Auflösung: Obwohl das Bahnpersonal sehr daran interessiert war, uns 40€ pro Person abzunehmen wegen schwarzfahrens, konnte die Angelegenheit durch heftigen Widerstand später geschlichtet werden, indem wir die ausgedruckten Tickets im Nachhinein dem Bahnservice zukommen ließen.
DerMeikel 19.04.2013
Ich bin fassungslos und schäme mich für das Bild, dass von öffentlichen Einrichtungen und der Polizei in unserem Land entsteht. Wieviele Beamte brauchte es um eine Frau aus dem Zug zu holen? Fünf, oder waren es mehr - ich denke gerade an den Witz mit der Glühbirne. Und wie schnell die dann da sind. Ich kenne da ganz andere Wartezeiten. Leute das zahlen wir. Hier werden ohne Sinn und Verstand Steuermittel verschleudert und dann wird auch noch die Justiz damit beschäftigt. Ich habe es als Notarzt selten erlebt, dass nach Gewalttaten, oder auch bei schweren Unfällen soviele Polizisten anrückten. Wo kommen die eigentlich alle her? Haben die nichts anderes zu tun? Ist denen langweilig? Oder wurde hier schon erwartet, dass andere Reisende sich solidarisieren? Aber es war wohl schon ein schwerer Einsatz, besonders für den, der die ganze Zeit vor der Kamera hin und her gewedelt hat, da braucht man Kondition. Auswechseln wäre nicht schlecht gewesen. Und dann noch von der Bahn erwarte ich sowieso nichts Gutes, noch nie. Wer wiederholt Kinder bei Minusgraden aus dem Zug wirft ist für zwei Euro im Recht, legt aber ein erbärmliches Sozialverhalten an den Tag. Ich hätte dem Kind bestimmt das Geld gegeben, hätte ich im Zug gesessen, denn irgendwo hört der Spaß auf. Das Problem der herzlosen Zugbegleiter ist ja hinlänglich bekannt. Ein anständiger Bahnvorstand der sein Geld auch verdient sollte hier eine menschlich akzeptable Lösung finden, die dann im Ernstfall in den Zügen der Bahn Anwendung findet. Gute Vorschläge wurden hier ja bereits gemacht. Hier muss ja nicht einmal ein Berater verpflichtet werden. Nur sind die Herren ja eher mit dem Versenken von Milliardenbeträgen z.B. in Stuttgart befaßt und da zählt dann jeder Euro, auch die zwei von dem Kind. Ich überlege gearde Zugstop und Verspätung kosten nix? Und dann stelle ich mir die Frage: Wie oft ist die Frau mit einem solchen Ticket schon unterwegs gewesen, ohne, dass einem Bahnbegleiter etwas aufgefallen ist. Die haben, das lehrt die aktuelle Geschichte, alle ihre Arbeit nicht richtig gemacht. Das geht doch nicht. So nachlässig. Diese Zugbegleiterin hat durch ihre Behaarlichkeit die Inkompetenz und die bisherigen Schlampereien all ihrer Kollegen aufgedeckt. Wir lernen heute wie nachlässig bei der Bahn ansonsten kontrolliert wird. Leute diese Frau sollte Mitarbeiterin des Jahres werden. Sie hat dem Recht - z.B. dem Hausrecht - wieder zur Geltung verholfen. Hut ab.
indosolar 19.04.2013
die ostdeutsche Polizei ist meilenweit vom Rechtsstaat entfernt und es braucht mehr Vidos wie diesem, dies zu dokumentieren und zu beweisen!
raiog 19.04.2013
Da habe ich ja nochmal Glück gehabt. Bei mir war das online Ticket bei der zweiten Kontrolle nicht mehr lesbar. Wahrscheinlich weil ich es in der Hosentasche hatte. Ich bekam ein Bußgeld weil der Schaffner unfähig war einfach die Nr. einzutippen statt das Ticket zu scannen. Ich hatte alles dabei was verlangt wurde. Später wurde dann das Bußgeld auf Kulanz zurückgezogen. Ich verstehe bis heute noch nicht warum ich ein Bußgeld bekam. Ich habe das Ticket bezahlt und konnte mich ausweisen. Die Bahn muß ihr Ticket System überarbeiten.!!!!!!!!!!! Zum Glück hat man mich nicht rausgeschmissen. Wenn jemand ein bezahltes Ticket dabei hat verstehe ich nicht warum das nicht funktioniert.
Freiberufler 19.04.2013
Und noch einmal: Sie hatte einen gültigen Ausweis. Dann ist klar, zu wem die Fahrkarte gehört, oder ? Nur Deutschen reicht das nicht! Oder macht das Spass, seitenweise auch hier über "Vertragsbedingungen" zu sermonieren? Das können nur Deutsche: Vertragsbedingungen erläutern und dabei total den Menchen vergessen, um den es geht! Die Polizei hat es oft nicht leicht, war hier aber so dumm, die falsche Arbeit falsch fortzusetzen, die ihr die Bahn mit ihrem unmenschlichen Verhalten angerichtet hatte. Gruss vom Freiberufler
dirkozoid 19.04.2013
@esistich
Was ist den ein psydo? Soll das Pseudo heißen? Der Autor ist ja aber doch ganz offensichtlich wirklich Journalist. Vom Spiegel ;)
wastl300 19.04.2013
Aber Hallo
Zitat von ralfrichterjk 13 hat vollkommen recht, es handelte sich hier um eine Personalienfeststellung in einer zivilrechtlichen Angelegenheit.Sie konnte sich weder mit einem deutschen Pass noch mit einer Aufenthaltsgestattung ausweisen.Somit war eine Personalienfeststellung vor Ort nicht möglich und die Mitnahme gerechtfertigt und vom Gesetz gedeckt,man konnte durchaus auch den Anfangsverdacht eines illegalen Aufenthaltes in Deutschland haben und da sind die Spielräume für die eingesetzten Beamten noch geringer. Dieses hysterische Gehabe tat natürlich dann auch seinen Teil dazu...
schönen Gruß an alle ausländischen Touristen in D. Werden alle zur Wache mitgenommen. Haben weder deutschen Pass noch eine Aufenthaltsgenehmigung. Selten so gelacht.
007frau 19.04.2013
@jdm11000 heute, 17:35 Uhr Nee, also das sollten Sie nochmal im Atlas nachschlagen. Halle liegt ganz bestimmt in Sachsen-Anhalt.
derkleineotto 19.04.2013
Gott sei Dank gibt es Beiträge wie von "Daniel M." oder "Sebastian8833", sonst wäre ich wohl in Fassungslosigkeit versunken. Fassungslos ob der unglaublichen Naivität der Mehrzahl der Leser... Kaum jemand hinterfragt was vor und nach der Szene passiert ist, warum das Zugpersonal die BP gerufen hat, etc. Wie kann das ein? Wo bleibt die kritische Stimme des Volkes? Ist der kritisch, der einfach die Meinung eines (subjektiv gefärbten) Journalisten kopiert? Für mich sieht die Szene ganz einfach so aus: Widerstand gegen die Staatsgewalt. Wenn mich die Polizei bittet auszusteigen, gehe ich kurz mit aus dem Zug - ganz einfach. Die Fahrt hätte die junge Dame dann bestimmt ohen Probleme fortsetzen können. Klar, eine Verspätung inbegriffen, aber i.wo auch selbst Schuld. Das kann jedem Bahnreisenden oder Busfahrenden oder Autofahrer so gehen - egal ob Deutsch oder welche Nationalität auch immer. Man erkennt doch starke Parallelen zu der Diskussion warum die Polizei Demonstranten nach der 10ten Ermahnung bitte zu gehen so unsanft anpackt...
tatanka22 19.04.2013
Anscheinend gibt es bei der Bundespolizei (rechtliche Stellung einer Sonderpolizei, da Polizei > Ländersache) einige Misstände was rechtliche Grundelagen betrifft. In den letzten Monaten ist mir vermehrt aufgefallen, dass vorallem Bundespolizisten gerne eigene Gesetze sehr zweifelhaft auslegen. Siehe hier.
Verändert 19.04.2013
Ich werde wohl alt
Früher (das sind bei mir 20 Jahre zurück) ging man an einen Schalter, kaufte eine Fahrkarte und durfte dann damit fahren. Heute geht das nicht mehr, nein, man muss sich auch noch ausweisen können. Aber nicht mit irgendeinem Ausweis, nein, man sollte schon die mehrseitigen Erläuterungen gelesen haben, welche Ausweise zugelassen sind, und welche nicht. Ich weiß nach wie vor nicht, warum ich immer noch meine Kreditkarte zücken muss um eine von mir gekaufte und bezahlte Fahrkarte zu legitimieren. Soll doch die Bahn mal die Angemessenheit des Fahrpreises nachweisen.
FraSoer 19.04.2013
Im Prinzip ist die Dame doch selber daran schuld. Wäre sie keine Russin sondern Deutsche (die auch nachhaltig Deutsch aussieht, nicht etwa mit Migrationshintergrund) wäre ihr das alles nicht passiert. Kein Ausländer oder ausländisch aussehender Mensch kann ernsthaft erwarten, dass er hier würdevoll oder gleichberechtigt behandelt werden würde. Muss man eben selber darauf schauen, dass man nicht aus der Reihe tanzt.
Mensch Otto 19.04.2013
Wenn ich das richtig verstanden habe, geht es hier um eine junge Frau, die online eine Fahrkarte erwarb und bei dem Bestellprozess vortäuschte, Inhaberin eines Personalausweises zu sein. Als sie nun bei der Kontrolle neben der Fahrkarte auch den Personalausweis vorzuzeigen hatte, konnte sie dies natürlich nicht. Das hat normaler Weise zur Folge, dass die Fahrt für sie am nächsten Bahnhof beendet ist. (Wenn ich meine Monatskarte zuhause vergessen habe, komme ich bei 'ner Kontrolle auch nicht auf die Idee, dem Kontrolleur zu sagen, er solle doch mit mir zu meinem Zielort fahren, damit wir dort die Sache klären können. (Sie könnte ja noch nicht einmal dort ihren Perso vorzeigen.) Jetzt frage ich mich, warum sie sich so wild gebärdet!? Würde ich auch so handeln? Würden Sie so handeln? Wenn ich der Meinung bin, im Recht zu sein, folge ich den Anweisungen des Personals und beschwere mich im Nachhinein. Da fange ich doch nicht an, auszurasten. Das die Pol nicht gefilmt werden möchte, kann ich beim Lesen solcher die Wirklichkeit verzerrender Artikel durchaus verstehen. Allerdings, hätte ich an deren Stelle solches nicht getan. ...also das Filmen unterbunden, meine ich.
democracy_now 19.04.2013
Halle?! Über zwei Jahrzehnte des Endes der kommunistischen Gewaltherrschaft reichen erstaunlicherweise wohl nicht aus. Da werden halt doch alte VoPo Instinkte aussgelöst.
Paule Witzig 19.04.2013
Nun, das ist schon sehr bedenklich, wie hier vorgegangen wurde. Das die Frau hysterisch wird ist mehr als nachvollziehbar. Eine riesige Traube an Polizisten, gegen eine junge Frau die nicht versteht worum es geht, und sich in diesem Moment an die Polizei in ihrer Heimat erinnert. Das Vorgehen von Beamten gegen Journalisten ist mir nicht fremd. Ich bin selber journalistisch tätig. Es wäre schön zu lesen, wie es denn nun weiter geht. Mit einer Entschuldigung ist es wohl nicht getan. Eine Möglichkeit Bahn Chef Grube bei Spiegel TV einzuladen. Der hat sich doch erst ende März bei seinen Kunden bedankt. Gruß P. Witzig
Targut 19.04.2013
Das beste an der Sache ist : Der Artikel projiziert eine bestimmte Meinung und Auffassung eines Ereignisses und die Mehrheit schluckt diese Meinung einfach und pöbelt in dieselbe Richtung wie der Artikel. Schön das Menschen so beeinflussbar sind .:)
alexander-san 19.04.2013
Ich finde es interessant, wie sich dieser Thread hier in kürzester Zeit entwickelt hat - auf der einen Seite die emotionalen und moralischen Empörer, zu denen ich auch gehöre, auf der anderen die Bürokratrieknechte und Leser des Kleingedruckten - was für ein tolles Abbild unserer Gesellschaft.
jakm 19.04.2013
Die Rechtsauffassung udn Obrigkeitshörigkeit einiger Kommentartoren lässt mich fast sprachlos werden. Wollen wir einmal festhalten: 1. Die Bahn ist ein privates Unternehmen 2. Die gezeigte Frau hat nachweislich ein bezahltes Ticket, das auch in keinster Weise als gestohlen oder gefälscht identifiziert wurde. 3. Die Frau konnte sich ausweisen. Warum darf überhaupt die Polizei die Frau aus dem Zug entfernen? Warum darf die Bahn sie aus dem Zug verweisen? Meine Rechtsauffassung würde nun erwarten, dass - die Bahn zu Schadenersatz aus dem geltenden Vertrag verpflichtet ist - die Bahn gegen das Bahngesetz verstösst und gegen EU Richtlinien (==> diskriminierung) - die Frau wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt verstoßen hat - die Polizei gegen widerrechtliche Entfernung aus dem Zug verstoßen hat ergo Nötigung begangen hat
GSYBE 19.04.2013
Zitat von ThiloBaumWas ich sehr spannend finde in dieser Diskussion: Es gibt im Grunde zwei Lager. Das sinnorientierte und das regelorientierte. ... Ich denke, wenn wir ein weltoffenes und tolerantes Deutschland wollen, sollten wir schauen, dass nicht mehr die Regelorientierten das Sagen haben, sondern die Sinnorientierten.
In echt: einer der besten Beiträge, die ich je auf SPON gelesen habe. Gerade weil vordergründig so zurückhaltend und sachlich bescheiden, hat er für mich mehr `Ohrfeigen-Wirkung´ als jeder (zu Recht) erboste.
derhunni 19.04.2013
Erstmal hat da ein Kontrolleur einfach mal jegliches Fingerspitzengefühl vermissen, so dass diese Situation erst entstanden ist. Die Beamten vor Ort wurden von der Bahn ja aufgefordert die Frau Asya aus dem Zug zu entfernen! Zweitens finde ich persönlich aber mindestens genauso schlimm - nämlich das Verhalten des Polizisten mit seiner "roten Karte"(an dem is wohl nen Schiri verloren gegangen). Womöglich war ihm die Situation selbst sehr peinlich, so dass er versuchte soviel wie möglich davon zu vertuschen, jedoch rechtfertigt das nicht sein Verhalten. Mich würde interessieren inwiefern Der Spiegel nun gegen diesen Polizisten oder den Einsatzleiter, der das Verhalten tolerierte, vorgehen?!
usa911 19.04.2013
Der Grund ist logisch. Im Reisepass ist keine Adresse enthalten, also kann die Bahn keine Daten über ihre Kunden sammeln. Wenn die Bahn dann an die Adresse wollte, müsste Sie über das Einwohnermeldeamt und ohne Grund würde Sie so nicht die Adresse bekommen. Tja der Handel mit Adressen ist halt sehr lukrativ!
kaksonen 19.04.2013
Weit hergeholt!
Zitat von vorsteuerzahlerBei der ganzen Aufregung ... einfach mal lesen, was auf der Website der Bahn steht und dies keinesfalls versteckt! ------schnipp---------------------------------------------------------------- Personalausweis (Die Personalausweise/Identitätskarten der folgenden Länder können für die Identifizierung im Zug verwendet werden: Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich, Niederlande, Belgien, Luxemburg, Italien) ------schnapp---------------------------------------------------------------- Von russischen Papieren mit den etwas anderen Buchstaben steht dort nüx - ergo konnte sich die so laut schreiende junge Frau schlicht nicht so ausweisen wie gefordert. Was soll also die ganze Aufregung?
Erstens steht das erst bei "Häufig gestellte Fragen"! Sie erwarten also, dass ein Bahnkunde nach Ankauf des Tickets noch den ganzen Senf liest, der auf den Websites der DB zu finden ist? Lesen Sie auch den gesamten Lizenzvertrag, bevor Sie Windows installieren? Zweitens ist es interessant zu wissen, dass die DB keinen Wert auf Kunden aus Russland, China, Japan, Indien, Indonesien usw. gibt. Ja selbst mit meinem finnischen Personalausweis hätte ich wohl Pech bei der DB!
Ne Abmahnung für die Bahnmitarbeiter und ne Strafversetzung für die Beamten, mit ner Entschukdigung der Bahngeschäftsführung, der einzige Weg, hier nicht nur das Gesicht zu verlieren. Schäme mich für mein Land, wenn sowas folgenlos für die Beschäftigten ausginge. Was soll das Geschwafel von Ausweis und Ticket...bezahlt und identifiziert, Ende der Kontrolmöglichkeit, alles weitere ist ne Unverschämtheit der Bahnmitarbeiter, die in jedem ordentlichen Dienstleidungsunternehmen, das die Bahn ja sein will, nicht folgenlos bleiben darf. Tut mir Leid für die junge Frau, hoffe sie nimmt sich das nicht zu sehr zu Herzen, ist das dämliche Pack nicht wert....
drölf 19.04.2013
Ich finde die Ansicht von sebschm: "Jungs, Ihr habt völlig korrekt gehandelt" als absolut daneben. Die aktive Unterbindung journalistischer Arbeit steht im krassen Kontrast zur in Deutschland geltenden Pressefreiheit. Polizisten, die ihre Arbeit nach Recht und Gesetz machen, müssen doch keine Konsequenzen fürchten, wenn sie bei ihrer Arbeit gefilmt werden. Wenn sie also gegen eine Aufzeichnung vorgehen, machen sie das nur aus dem Wissen heraus, dass sie gerade gegen Irgendetwas verstoßen und das besser nicht dokumentiert werden sollte.
inprotec 19.04.2013
Wenn die Deutschen sich daneben benehmen, dann richtig... Ihr solltet mal in Karlsruhe in Baden-Württemberg Strassenbahn fahren ! Die kontrollieren dort, wie die GESTAPO ! Glaubt Ihr nicht ? Ein Beamter in Baden-Württemberg hält sich für die Krönung der Schöpfung! michael.moeller.inpro MFG!
Neinsowas 19.04.2013
ist diesen Polizisten....
Zitat von sysop 
..eigentlich erlaubt, ausser ggf. die Person aus der Bahn zu geleiten, sie festzuhalten, ihr die Arme auf den Rücken zu drehen und sie physisch zu beugen? Es ist nicht zu glauben: Es war einmal...
Liebe Journalisten- und Studentinnenkritiker, peinlich sind die Regeln und wie sie durchgesetzt werden. Nirgends auf der Seite von ltur und auf der Seite der DB steht, dass es sich um einen BUNDESpersonalausweis handeln muss. Auf Englisch steht etwas von einer »ID card«, auf Spanisch von einem »documento de identidad«. Also: diese Bedingung wird von einem Reisepass erfüllt. Da steht ein Name und klebt ein Foto drin. Ein US-Bürger könnte vielleicht sogar auf die Idee kommen, seinen Führerschein vorzuzeigen. Niemand von den Kritikern ist bisher auf den Hinweis der Studentin eingegangen, dass sie diverse abgestempelte Tickets zuhause habe - dass sie also davon ausgehen konnte, alles richtig gemacht zu haben. Zum Thema »Da könnte man ja öfters ausdrucken und öfters fahren«: Nein, kann man nicht. Das Onlineticket wird eingescannt, und wenn es einmal mit grünem Lämpchen als »es ist okay und wird jetzt gerade erstmals benutzt« registriert ist, würde jeder andere, der mit einer Kopie durch die Lande fährt, bei einer Kontrolle auffliegen. Also wozu die ganze Aufregung. Übrigens schmeißt die Polizei nicht jeden aus dem Zug, den das Bahnpersonal raushaben will. Es ist auch schon vorgekommen, dass das Bahnpersonal renitente Raucher und Belästiger an die frische Luft setzen wollte und die BuPo gesagt hat: »Der hat eine Fahrkarte, den nehmen wir nicht mit.« Aber zu siebt auf eine zierliche Frau, die mit den Nerven runter ist, da können sie drauf losgehen. Und ja, Herr Becker, Sie hätten ruhig mit aussteigen dürfen. Redaktion anrufen, weiter filmen.
gehtesnoch? 19.04.2013
Zitat von Verändertschlicht meinen Erfahrungen mit der Bahn. Die Schaffner (die wahrscheinlich nicht mehr so heißen, weil ja alles neu und toll ist bei der Bahn) sind zumeist aufgeblasene Wichtigtuer, die Bedingungen, zu denen die Bahn gnädigerweise bereit ist, auch dem gemeinen Bürger zu horrenden Preisen eine Fahrkarte (die wahrscheinlich auch nicht mehr so heißt) zu verkaufen, sind bestenfalls undurchsichtig. Und zwar auch für die Bahnmitarbeiter. Es genügt, mit einer zuggebundenen Fahrkarte einen Zug zu benutzen mit dem ein Anschlusszug verpasst wird. Was ja bei der Bahn eher die Regel denn die Ausnahme ist. Denn für den nächsten Zug gilt ja nicht diese Fahrkarte. Und der Schaffner kann einem natürlich auch keine Bestätigung geben ("da könnte jetzt ja jeder kommen"), das geht nur im Bahnhof, wo eine lange Schlange schon den einzigen Bahnmitarbeiter belagert, der das Pech hatte, den Servicesuperinfopoint besetzen zu müssen. Hole ich mir dort die Bestätigung, verpasse ich auch noch den nächsten Zug. Hole ich sie mir nicht, muss ich noch einmal eine Fahrkarte kaufen (muss ich wahrschinlich ohnehin, weil der nächste Schaffner auch die Bestätigung aus dem Bahnhof nicht akzeptieren will). Das alles in einem Zug, in dem dann die Klimaanlage ausgefallen ist, wenn es warm ist, oder der erst gar nicht fährt, wenn es kalt ist. Ich bin früher gerne Bahn gefahren. Ich begebe mich aber jetzt schon länger nicht mehr in ihre Fänge.
Eine der weisesten Entscheidungen Ihres Lebens.
mr1978 19.04.2013
Zitat von alexander-sanIch finde es interessant, wie sich dieser Thread hier in kürzester Zeit entwickelt hat - auf der einen Seite die emotionalen und moralischen Empörer, zu denen ich auch gehöre, auf der anderen die Bürokratrieknechte und Leser des Kleingedruckten - was für ein tolles Abbild unserer Gesellschaft.
nachdem ich erst kürzlich durch einem diffamierenden und überhaupt nicht recherchierten Artikel über meine wegen 9 Wählerstimmen als Nazihochburg betitelte Heimatstadt Halle lernen durfte, dass es beim Spiegel nur noch um effekthaschende Schlagzeilen geht, habe ich an der Darstellung der Ereignisse hier im Artikel so meine Zweifel. dass auch hier wieder Halle eine Rolle spielt, ist ein ironischer Nebeneffekt. halte mich aber trotzdem nicht für eine "Leser des Kleingedruckten" oder eine "emotionalen Berufsempörten"
mr.verloc 19.04.2013
Uuups, da merke ich gerade, dass ich vor einiger Zeit meiner Schwägerin ein "ungültiges" Ticket gekauft habe. Glücklicherweise waren die Schaffner in dem betreffenden Zug entweder besser oder schlechter geschult (das ist hier die Frage!)als in diesem Fall, denn der russische Reisepass wurde problemlos akzeptiert. Sänk ju vor trävellin wit Deutsche Bahn.
mdcottonbeat 19.04.2013
Wieso ist der knallharte Reporter nicht
Ausgestiegen und hat weiter gefilmt und die Frau unterstützt!?!???
sista72 19.04.2013
Das ist doch ein Witz! Das kann doch nur ein Witz sein?!?!?!? Ich bin fassungslos!!!!
123kjh 19.04.2013
Zitat von franks meinungNachfolgender Geschichtsunterricht ist gratis. Die DDR war von 1949 bis 1990 ein Staat in Mitteleuropa. Der durch die Volkskammerwahl am 18. März 1990 eingeleitete Prozess nach Artikel 23 des Grundgesetzes (Beitritt der DDR zur Bundesrepublik ) führte dazu dass die DDR am 3. Oktober 1990 in der Bundesrepublik Deutschland aufging und die Einheit dadurch vollzogen wurde.
Das haben die mir in der Schule auch erzählt. Nur entspricht es nicht der Wirklichkeit ;)
micromiller 19.04.2013
5 grossdeutsche polizisten ueberwaeltigen eine russische studentin, die ihren deutschen personalausweis nicht vorlegen kann, weil sie logischerweise keinen hat... es erinnert an die grossdeutsche vergangenheit.. wenn das mit einer deutschen studentin in russland passieren wuerde.... denke guido und angie und die deutsche presse wuerden putin und russland tagelang medial zerreissen.
treppenlaeufer 19.04.2013
Total uebertrieben die Geschichte. Die Frau war offensichtlich nicht an einer Loesung interessiert, und hat wie nichts ungutes rumgekeift "Retten Sie mich". Was ein Bloedsinn. So ist die wahrscheinlich schon mit dem Schaffner umgesprungen und der hatte irgendwann keinen Bock mehr. Bei Onlinebuchung steht eindeutig PERSONALAUSWEIS. Das einzige was mich hier stoert, ist der Polizist, der das Filmen zu unterbinden versucht.
Vespa74 19.04.2013
Schon verständlich das der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit hier von der Polizei nicht angewandt wird... um Verhältnismäßigkeit zu wahren ist nämlich ein gewisses Maß an gesundem Menschenverstand und Restintelligenz nötig. Beides Dinge die bei weiten Teilen unserer vom Steuerzahler ausgehaltenen Polizei und Justiz nicht mehr vorhanden sind.
Talan068 19.04.2013
Ich würde gerne mal die Foristen, die der Dame unangemessenes Verhalten vorwerfen, erleben, wenn sie im Ausland (z.B. Rußland), ordnunggemäß ein Ticket, mit ihre EC-Karte kaufen, sie dann im Zug aufeinmla ihren rusischen Pass zur Legetimation vorweisen müssen. Und da sie den nicht haben, zum Verlassen des Zuges aufgefordert werden. Als sie dem nicht nachkommen, weil sie haben ja bezahlt und wollen nicht im fremden Land irgendwo in der Pampa aussteigen, rückt die jeweilige Staatsmacht mit 7-8 Mann an und befördert sie handgreiflich aus dem Zug.
mr1978 19.04.2013
Zitat von indosolardie ostdeutsche Polizei ist meilenweit vom Rechtsstaat entfernt und es braucht mehr Vidos wie diesem, dies zu dokumentieren und zu beweisen!
es war keine ostdeutsche polizei sondern BUNDESpolizei. aber pflegen sie ruhig ihre vorurteile. etwas anderes ist von einem Bewohner der gebrauchten Bundesländer eh nicht zu erwarten :)
efka 19.04.2013
Gesetzestreu …*ist der Deutsche … die machen nur Ihren Job … heisst es so lapidar … dagegen steht "Menschen-Recht" und "Menschen-Würde" … das Ticket wurde bezahlt, es konnte die Identität festgestellt werden … und dann …*Drohung des noch einmal Zahlens … Einschalten von 6 - 7 BP'en … nach Recht und Gesetz …*ist immer die Ausrede der Duckmäuser gewesen … schon in den 30er und 40er Jahren des letzten Jahrhunderts … da gab es für jede Unterdrückung jedes Gesetz … früher wurden solche Fälle freundlicher "verarbeitet" und an der Endstation "auf die Wache" genommen … ohne eine Hundertschaft an polizeilichem Aufgebot … … aber wenn's so im Gesetz steht, dass das so rechtens war und ist … solle man schleunigst die Gesetze ändern …*denn solche Gesetze brauchen nur Diktaturen … wie in …??? … …*ein schönes aktuelles Beispiel ist das … für deutsche Gastfreundschaft …*Freundlichkeit … und Gesetzestreue … auf die sich JEDER verlassen kann … ich finde es beschämend … und würde mich freuen, wenn derartige Sachen öfter publik werden …*und öfter von Journalisten dokumentiert werden und nachrecherchiert …*nicht um den Bahnbediensteten oder den Polizisten bloß zu stellen …*sondern um die Irrsinnigkeit der inflationären Gesetze aufzudecken und in Frage zu stellen …*sonst heisst es am Ende wieder … WIR haben von nichts gewusst … efka
wastl300 19.04.2013
Peinlich
Zitat von KurtFolkertWenn die Berufsmeckerer hier andere "Zustände" wünschen, empfehle ich bei der nächsten Bundestagswahl einfach das Kreuz an einer andere Stelle zu machen. .... Ich bin immer wieder schockiert, wie naiv sich viele Menschen verhalten. Dies gilt besonders für nicht wenige Foristen die offensichtlich von der Welt vorm Fenster nicht mehr allzuviel mitbekommen. Kindergarten.
Die Dame hat ein Ticket gekauft. Die Gegenwehr wird durch die ohnmächtige Ungerechtigkeit provoziert sein. Jeder ist nicht so cool wie sie, der schon manche bluten sehen wollen. Handy = Privatmittel. Eine Kamera nicht? Wo soll denn das stehen, dass sich ein Journalist schriftlich anmelden soll, wenn er eine Reportage machen will. Zugwagons sind Privatgemächer. Da kann die DB machen was sie will? Ich unterstelle einfach das letzte Wort ist ihre Unterschrift. Sonst wäre ich ratlos.
SNA 19.04.2013
voll Jurist
Zitat von EsistichEinige Kommentare hier sind schon unter aller Sau und zeigen was Unwissenheit und gefährliches Halbwissen verursachen kann. Aus rechtlicher Sicht hat die Bundespolizei überhaupt nichts falsch gemacht. Mann könnte sogar das ruhige und besonnene Einschreiten loben. Da wäre aus rechtlicher Sicht sogar ruppigeres möglich gewesen. Der Bahnmitarbeiter besitzt im Zug Hausrecht. Wenn er das Hausrecht (Beförderungsrichtlinien) verletzt sieht, hat er das Recht einen Fahrgast von der Weiterfahrt auszuschließen. Geht der Fahrgast nicht freiwillig, muß der Bahnmitarbeiter die auf Bahngebiet zuständige Bundespolizei rufen. Und die hat den Fahrtausschluß durchzusetzen. Würde das nicht gemacht, könnte die Bahn den Fahrgast wegen Hausfriedensbruch belangen. Schon zum verhüten einer Straftat (Hausfriedensbruch) muß die Bundespolizei also den Fahrtausschluß durchsetzen. Dazu erläst die BuPo dem Fahrgast gegenüber einen Platzverweis. Wird der nicht befolgt kann er mit Zwang in Form von (verhältnismäßiger) körperlicher Gewalt durchgesetzt werden. Und genau das ist in dem geschilderten Fall geschehen. Die körperliche Gewalt wer erforderlich (Durchsetzung des Platzverweises), angemessen (ein milderes Mittel - Zwangsgeld zb. hätte nicht zum Erfolg geführt) und verhältnismäßig (die Person wurde durch einfaches Anfassen aus dem Zug gezogen). Die Reisende jedoch hat sich aktiv gegen die Durchsetzung des Platzverweises gewehrt. Das könnte eine Straftat - widerstand gegen Vollstreckungsbeamte - darstellen. ... Dann würde er eine Amtshandlung (Duchsetzung des Platzverweises) stören und könnte nach § 124 StPO (nachdem er den an ihn gerichteten Platzverweis nicht beachtet hat) vorläufig Festgenommen werden oder zur Durchsetzung des Platzverweises in Verbringungsgewahrsam genommen werden. ... .
sehr geehrter Herr Kollege, § 124 StPO beschäftigt sich mit dem Verfall von Sicherheiten. Is also Kappes. Vielleicht meinten Sie ja § 127 StPO, den sollte man dann aber wenigstens gelesen - am besten auch verstanden - haben bevor man sich hier arrogant äussert: (1) Wird jemand auf frischer Tat betroffen oder verfolgt, so ist, wenn er der Flucht verdächtig ist oder seine Identität nicht sofort festgestellt werden kann, jedermann befugt, ihn auch ohne richterliche Anordnung vorläufig festzunehmen. Die Dame war nicht auf frischer Tat, da sie nicht rechtswidrig, sondern rechtmässig im Zug verweilte, daher wohl auch kein Hausfriedensbruch. Zudem war die Identität sofort feststellbar, da sie ja einen gültigen Pass hatte. Die Voraussetzungen eines Haftbefehls § 127 Abs. 2 StPO lagen offensichtlich nicht vor, da es um ein Bagatelldelikt ging. Und die von Ihnen bejahte Verhältnismässigkeit im engeren Sinne kann man selbstverständlich nicht bejahen, da ein erheblicher Eingriff in die persönliche Freiheit völlig außer Verhältnis steht zu einer angeblichen zivilrechtliche Forderungen von ein paar Euro. Gerade bei uns Juristen finde ich es extrem unangenehm, wenn sich Arroganz und Ignoranz so paaren, wie in Ihrem Fall.
Spiegelwahr 19.04.2013
Bosshaftigkeiten des Rechtstaates
Zitat von EsistichEinige Kommentare hier sind schon unter aller Sau und zeigen was Unwissenheit und gefährliches Halbwissen verursachen kann. ... Und jetzt bin ich gespannt ob das hier veröffentlicht wird.
Schön, dass sie mal zeigen wie man mit Hilfe des Rechtstaates einen ehrlichen Käufer mit Staatshilfe seiner bezahlten Ware berauben darf. Natürlich ist das alles nicht Ausländerfeindlich.
opaint 19.04.2013
Der Fall zeigt das Touristen können keine Tickets online bei der Deutsche Bahn kaufen. Man kann fliegen mit einem Reisepass aber man kann nicht Bahn fahren? Ist Absurd.
tutmosis 19.04.2013
Existieren eigentlich Zahlen darüber, wie hoch der Beamtenanteil unter den Zugbegleitern bei ICE im Vergleich zu anderen Zügen der DB AG ist? Gibt es unter ICE-Zugbegleitern möglicherweise ein höheres Frustpotential? Gibt es eine besondere ICE-Schulung und wenn ja, Hinweise auf ein dadurch verändertes Diensteistungsverständnis?
duisburg 19.04.2013
Beim Betrachten des Videos wird einem fast schlecht, denn das kann jedem passieren weil Bahnbedienstete immer wieder willkürlich und in zynischer Weise Kunden demütigen. Und die Polizei spielt mit Freude dieses Spiel mit, was auch nicht verwunderlich ist, wenn man z.B. daran denkt, dass die Polizei heutzutage auf dem rechten Auge blind ist, und geflissentlich rechte Straftaten übersieht. So ähnlich muss es sich früher abgespielt haben, als die Braunhemden die Strassen terrorisiert haben.
black_dave 19.04.2013
An alle die meinen, dass die Frau "Schuld" ist. Bzw. keinen gültigen Fahrschein hatte. Ich kann doch erwarten, dass ich anständiog behandelt werde. Das ich nicht kriminalisiert oder der Willkür ausgesetzt bin . Aber das schaft weder die Schaffnerin noch die Beamten der Bundes-Polizei. Ein absolutes Armutszeugnis beider Seiten. Ein vernüftiger Umgang sollte doch möglich sein. Allein das der eine BundesPolizist versucht die Aufnahmen von Hr. Becker zu unterbinden spricht in meinen Augen eine recht deutliche Sprache.
cadeno 19.04.2013
Muss gestehen nur das Video gesehen und sowohl diesen, sowie den verlinkten Artikel nur überflogen zu haben.. Eine Frage: Warum sind Sie nicht mit ausgestiegen?-ich persönlich erachte es nicht gerade als couragiert soetwas lediglich zu filmen und öffentlich zu machen, aber der Person in der Situation selbst nicht weiter zu helfen, sorry.. Ich habe mir Messerstiche für weniger eingefangen, als ich ein paar Jugendliche in der Bahn darum bat die anderen Gäste nicht weiter einzuschüchtern und den Zeugen wurde im Nachhinein von der Mordkommisson gesagt, "kümmern Sie sich mal nicht weiter um Hr. ..., der hat in seiner Jugend selbst genug ... gebaut"!-Folge, ich stehe zwar immer wieder für Menschen ein die sich selbst nicht wehren können, aber die Idioten haben in der Zwischenzeit mit ziemlicher Sicherheit noch weitere Menschen angepiekst, da sie nicht gefasst worden sind (nennt sich positive Konditionierung, mit Hilfe der Polizei :-D )!
micromiller 19.04.2013
5 reinrassige grossdeutschen polizisten im kampfeinsatz. als ausdruck ihrer rassischen ueberlegeneheit haben sie die frau natuerlich gedutzt. passagiere schauen weg .. anstatt der frau zu helfen.. ich habe den video link meinen nicht rassig deutsch aussehenden verwandten nach canada geschickt, das entsetzen war gross.
ankor64 19.04.2013
Die Beförderungsbedingungen der Bahn sehen für Online-Tickets eine von der Bahn anerkannte Legitimation vor. Die Dame hat aber eine andere, nicht zugelassene Legitimation bei der Buchung angegeben, und kann offensichtlich auch sonst keinen weiteren Ausweis oder eine Meldebescheinigung vorweisen. Die MA der Bahn können nicht alle Ausweise verschiedener Staaten kennen und deren Echtheit könne sie auch nicht verifizieren. Und auch die Feststellung einer Anschrift ist nicht möglich. Ob die Anschrift des Online-Tickets richtig ist kann sie auch nicht überprüfen. Daher ergibt sich in diesem Fall der Verdacht der Leistungserschleichung, also einer Straftat. Also wird die Bundespolizei als zuständige Strafverfolgungsbehörde geholt, damit diese die Personalien der Dame feststellt (§163 StPO). Das ist im Zug faktisch nicht möglich sondern soll die Personalienfestellung vermutlich in der Bundespolizeistation durchgeführt werden. Dazu muss die Dame den Zug verlassen. Das will sie aber nicht. Daher machen die Beamten von ihren Gewaltmonopol gebrauch und bringen sie, aus meiner Sicht doch recht vorsichtig, aus dem Zug. Dabei versuchen Sie, Herr Becker, die Situation zu filmen. Sie geben sich zwar als Journalist aus, aber ausweisen gegenüber dem Beamten tun sie sich auch nicht (warum eigentlich nicht), obwohl sie hier ihrem Beruf nachgehen wollen. Der Beamte konnte also nicht erkennen ob sie wirklich Journalist sind oder nur einer jener "Gaffer" die eine schicken Youtube-Film aufnehmen wollen, bei dem ggf. Persönlichkeitsrechte der Dame, der Zugbegleiter oder auch der Polizeibeamten beeinträchtigt oder verletzt werden. Als mildestes Mittel versucht er sei daran zu hindern, ohne sie direkt anzugehen. Soweit die Situation aus sachlicher Sicht. In ihrem Artikel wird daraus ein "brachial aus dem ICE geworfen". Außerdem versuchen Sie in dem Artikel darzustellen, dass hier kein Verdacht einer Leistungserschleichung vorliegt und offensichtlich gehen Sie davon aus, dass Personalien immer korrekt angegeben werden. Denn aus ihrer Sicht scheint die pure Angabe einer Adresse bei der Onlinebuchung als Personalienfeststellung ausreichend. Sehr geehrter Herr Becker, aus meiner Sicht hätte ich einen so tendenziösen Artikel vielleicht in einer bekannte Boulevard-Zeitung in dieser Form erwartet, aber nicht in einem Nachrichtenmagazin wie dem Spiegel, dass sich selbst als ein Magazin der Meinungsbildung versteht. Vielleicht denken Sie bei einer vergleichbaren Situation, die Ihnen das nächste Mail "in den Schoß" fällt, etwas genauer nach.
pförtner 19.04.2013
Typisch Polizei
So ahnlich habe ich die Deutsche Polizei auch mal erlebt, nur mir würde das keiner Glauben und der Polizist wurde wie üblich freigesprochen. Wie sollte der Beamte auch erkennen , dass er einen alten und kranken und nicht vorbestraften Pennsionär vor sich hatte.
Esistich 19.04.2013
Ja, Du hast recht.
Zitat von dirkozoidWas ist den ein psydo? Soll das Pseudo heißen? Der Autor ist ja aber doch ganz offensichtlich wirklich Journalist. Vom Spiegel ;)
Der "psydo" ist tatsächlich ein schreibfehler. Du hast mich erwischt. Jetzt ist natürlich die Glaubwürdigkeit all dessen, was ich geschrieben habe dahin. Wie konnte mir das passieren. Ein Schreibfehler. Entschuldigung. Ich weiß jetzt wirklich nicht mehr was ich daaazuuu noch sagen soll. Außer vieleicht, dass ich mich unterbewußt wahrscheinlich nicht entscheiden soll, ob ich psycho oder pseudo schreiben soll. In dem geschilderten Fall stimmt es, dass der Berichterstatter tatsächlich Pressevertreter war. Aber hat er sich auch als solcher ausgewiesen. Am besten mit einem für Deutschland akkredetierten (schreibt man das so) Presseausweis. Der natürlich überlicherweise in lateinischen Buchstaben verfasst wurde. Nicht in kyrilisch. Wer einen schreibfehler findet, darf ihn behalten
derkleineotto 19.04.2013
@jakm: Der Fahrausweis war einfach nicht gültig! Das hat überhaupt nichts mit Diskriminierung zu tun... Ober er bezahlt ist, spielt doch dabei keine Rolle! Wenn sich ein 10-jähriger bei Ebay anmeldet, bekommt er auch eine Bestätigung, was aber noch lange nicht heißt, dass ihn Ebay dann nicht kicken darf. Wenn ein 20 jähriger in den USA (in bestimmten Staaten) Alkohol kauft, kann er ihn auch bezahlen - rechtens ist das aber noch lange nicht! Bin verwundert über ihre einerseits gut strukturierte, aber andererseits völlig unzureichende Bearbeitung des "Falls"...
maw36 19.04.2013
Zitat von derkleineottoGott sei Dank gibt es Beiträge wie von "Daniel M." oder "Sebastian8833", sonst wäre ich wohl in Fassungslosigkeit versunken. Fassungslos ob der unglaublichen Naivität der Mehrzahl der Leser... Kaum jemand hinterfragt was vor und nach der Szene passiert ist, warum das Zugpersonal die BP gerufen hat, etc. Wie kann das ein? Wo bleibt die kritische Stimme des Volkes? Ist der kritisch, der einfach die Meinung eines (subjektiv gefärbten) Journalisten kopiert? Für mich sieht die Szene ganz einfach so aus: Widerstand gegen die Staatsgewalt. Wenn mich die Polizei bittet auszusteigen, gehe ich kurz mit aus dem Zug - ganz einfach. Die Fahrt hätte die junge Dame dann bestimmt ohen Probleme fortsetzen können. Klar, eine Verspätung inbegriffen, aber i.wo auch selbst Schuld. Das kann jedem Bahnreisenden oder Busfahrenden oder Autofahrer so gehen - egal ob Deutsch oder welche Nationalität auch immer. Man erkennt doch starke Parallelen zu der Diskussion warum die Polizei Demonstranten nach der 10ten Ermahnung bitte zu gehen so unsanft anpackt...
Hahaha, selten so gelacht Otto! Von wieviel Naivität muss man behaftet sein, um einen Kommentar wie Ihren zu verfassen! Sie besitzen also ein bezahltes Ticket. Eine kleine Formalie stimmt dabei nicht. Sie willigen ein, diese Formalie später nach Ankunft zu beheben. Die Schaffnerin sträubt sich aber und möchte sie deshalb aus dem Zug schmeißen. Dann ist klar was passiert, was jeder Mensch mit etwas Rückgrat machen würde: er wehrt sich! Weil er sich in diesem Moment zurecht ungerecht, zumindest aber mal unangemessen (zweiten Wort ist das was hier viele nicht begreifen) behandelt fühlt. Nicht so klein Otto: ("Die Fahrt hätte die junge Dame dann bestimmt ohne Probleme fortsetzen können.") Er steigt brav mit den Polizeibeamten aus, im guten Glauben, dass gleich einer sagt "April April", ihn wieder in den Zug holt und doch noch mitfahren lässt.
prüter 19.04.2013
Spiegel-Leser seit ca. 35 Jahren
Zitat von hollaback_girlAlso diese "Berichterstattung" hat schon mordsmäßig was von der Bild....aber das fällt bei Spiegel Online immer häufiger auf...so wirklich objektiv und professionell ist hier selten jemand...die Aufmerksamkeit liegt auch hier nur auf Hauptsache reißerisch und gut verkaufbar.... Trotzdem hätte es sicher eine dezentere und anständigere Lösung des ganzen Vorfalls gegeben.....
Mein Vater hat in der weiterführenden Schule angefangen, den Spiegel zu lesen. Ich habe wohl mit 10 - also vor ca. 35 Jahren - auch angefangen, den Spiegel zu lesen. Und ich muss Ihnen leider recht geben. Einen besonderen Einstieg und häufig auch Ausstieg hatten die Artikel immer, plakativ, bewertend. Aber die Artikel waren sauber recherchiert und nicht polemisch. Erschreckend fällt mir auf, dass ich bei einigen Artikeln (insbesondere online) nicht weiß, ob ich gerade nicht doch auf Bild.de bin. Spiegel (online) hat leider einiges von der journalistischen Sorgfalt verloren, die ich immer so sehr geschätzt habe.
Darwin22 19.04.2013
Ich hoffe wirklich sehr, dass der Spiegel all seine Möglichkeiten einsetzt, diese "übergriffigen Staatsbediensteten" ausfindig zu machen und diese sich für ihr absolut unangemessenes Verhalten rechtfertigen müssen.
Nicht nur das Recht zählt hier...
Zitat von sysop 
Ich bin auch Beamter, allerdings nicht bei diesem verkommenen Unternehmen "Deutsche Bahn". Recht hin oder her- das ist einfach nicht alles: Ich schäme mich für das Verhalten der Beteiligten. An die Bahn gerichtet: Als Familienvater und beruflicher Multiplikator (Lehrer) werde ich alle Kinder die ich erreichen kann (und das geht weit...) über das Geschäftgebahren unterrichten und ihnen Lösungspersektiven zeigen, die die Bahn hoffentlich langfristig schädigen. Die ökologisch bessere Lösung sind ja ohnehin die Fernbusse.
muunoy 19.04.2013
Bahn und ÖPNV sind in DE halt eine Katastrophe
Zitat von sysop 
Die Frau tut mir leid. Allerdings nur, weil sie eben keine Übung darin hat, mit Deutschen Beamten umzugehen. Auch wusste sie offensichtlich nicht, dass die Bahn ein absolutes Katastrophenunternehmen ist. Auch ich bin früher mit der Bahn gefahren. Da gab es auch Probleme. Mal galt auf einmal die Bahncard nicht, weil man in irgendeinem Verkehrsverbund war und sollte als sog. Schwarzfahrer Strafe zahlen. Das sagte mir der Beamte direkt unter dem Werbeplakat "Überall für die Hälfte", woraufhin ich fragte, ob er mich verarschen will. Mal war nicht zu erkennen, ob irgendein Sonderticket auch genutzt werden kann, wenn der gebuchte Zug nicht kommt. Selbstverständlich habe ich nie die sog. Strafen gezahlt. Eben weil ich Deutscher bin und weiß wie man mit Behörden (die Bahn ist eine Behörde und keineswegs ein Privatunternehmen) umgehen muss. Die Witzbolde von Polizei, Zoll und was da sonst noch an Freaks rum läuft, bekommen von mir halt immer ganz ruhig die Personalien mit der Bitte, alles weitere doch bitte vor Gericht zu klären. Ansonsten mögen sie mich bitte in Ruhe lassen, weil ich wichtigeres zu tun hätte. Filmen und Fotografieren mögen die übrigens gar nicht, weshalb ich liebend gerne Polizisten bei Radarkontrollen fotografiere. Letztens habe ich zwei Abzocker dabei erwischt und fotografisch festgehalten, wie sie nur 5 min vor einem Schild mit 70 noch auf 50 blitzen. Und es macht dann fast schon Spaß zu sehen, wie die Freaks dann hysterisch werden. Ach ja, ich fahre aus Prinzip in DE nicht mehr mit der Bahn (im Ausland schon). Aber die letzte BahnCard First war für lau. Das geht folgendermaßen: Man kündigt sein BahnCard-Abo im Rahmen einer Beschwerde über den Kundendialog. Da die Beschwerden gar nicht gelesen werden, kommt irgendwann die neue BahnCard. Dann kommt die Mahnung weil man nicht bezahlt. Daraufhin weist man die Jungs darauf hin, dass man das Abo gekündigt hätte und sie die BahnCard gerne persönlich abholen könnten. Selbstverständlich kommt keiner vorbei und man hat die Karte dann für ein Jahr völlig kostenlos. Der ÖPNV ist übrigens auch nicht besser. Wenn ich arme Ausländer am Flughafen MUC mit dem großen Fragezeichen im Gesicht am Fahrkartenautomaten sehe, empfehle ich immer eine Tageskarte zu kaufen, weil ich durch das schwachsinnige Tarifsystem, was sich irgendwelche Gehirnamputierten ausgedacht haben, auch nicht durch steige. Warum man nicht einfach so wie in anderen Ländern einen Preis für eine konkrete Leistung ausweisen kann, weiß ich nicht. Ach ja, mich wollten so Bahnpolizisten auch mal aus der Bahn werfen, weil ein Ticket angeblich nicht gültig sei. Da habe ich mir halt die Personalien der Beamten geben lassen und mit Strafanzeige gedroht. Dann war die Sache auch sofort erledigt. Polizei u. ä. sind für mich halt eine leichte Übung, weil ich als Freiberufler mit der härtesten Polizei - nämlich der Steuerstasi - zu tun habe. Und das übt. Aber als Ausländer weiß man halt nicht, wie man mit den Freaks umspringen muss.
möbeltonne 19.04.2013
Ich wurde auch schon mal mit der Polizei aus einem Bahnbus geholt. Ein andermal rief der Schaffner die Polizei weil ich ein Fahrradticket nicht vorab abgestempelt hatte, was ich hätte tun müssen. Kapierte die Polizei nicht und hat den Schaffner deshalb ausgelacht. Dennoch wurde der Zug wegen dem Vorfall 10 Minuten aufgehalten. Die Bahn hat mich als Kunden gesehen.
guteronkel 19.04.2013
Wen wundert das Verhalten der Bahn? Mich nicht. Als ehemaliger Arbeitnehmer, der jeden Tag per Bahn ca. 70 km zur Arbeitsstelle fahren musste, weiß ich, was ich an meinem Auto habe. Kosten? Mit dem Auto nicht unbedingt höher-ausgenommen die Urlaubszeiten, in denen die Ölmultis uns so richtig abzocken. Service bei der Bahn: Null Komma Nichts. Verspätungen, dreckige Züge, unhöfliches Personal, dummes und faules Personal, Gefahr der Ansteckung in jedem Zug, Ekelgefühl und Ärger. Gott sei Dank habe ich das hinter mir. Die Bahn verdient an mir garantiert nicht mehr viel.
cadeno 19.04.2013
Jetzt kurz der Jurist in mir, der sich auf Antidiskriminierung spezialisiert hat: Sowohl die Frau aus dem FILM, wie auch der Schwarzafrikaner aus dem verlinkten Artikel können Klage áuf Basis des Antidiskriminisierungsgesetzes einreichen, von mir zusammengefasste Kurzform: "Eine unmittelbare Diskriminierung liegt vor, wenn eine Person aus einem der in § 1 genannten Merkmale eine weniger günstige Behandlung erfährt, als eine andere Person (ohne diesem Merkmal) in einer vergleichbaren Situation erfährt, erfahren hat oder erfahren würde. Eine mittelbare Benachteiligung liegt laut Gesetz vor, wenn Personen aus einem in § 1 genannte Grund, dem Anschein nach durch neutrale Vorschriften, Kriterien oder Verfahren anderen Menschen gegenüber benachteiligt werden können, außer diese sind durch ein rechtmäßiges Ziel sachlich gerechtfertigt und die Mittel zur Erreichung dieses Zieles angemessen und erforderlich sind. Zudem zählt laut § 3 V S. 1 AGG auch die Anweisung zu einer Diskriminierung als Benachteiligung i. S. d. Gesetzes."
Dengar 19.04.2013
@jdm11000 #53
Ihre Echauffierung über sächsische Polizisten in allen Ehren, aber Halle liegt in Sachsen-Anhalt. Ich wüsste auch nicht, warum ein ICE von München nach Berlin über Sachsen fahren sollte:-))
blau#kraut 19.04.2013
Da muss man gar keine seitenweisen Erläuterungen lesen! Es sind 3 oder 4 mögliche Ausweise genannt, da gehört ein russischer Pass nicht dazu. Die Identifikationspflicht mit einem lesbaren (!) Ausweis ist auch gar nicht so unlogisch, denn es gibt ja anscheinend Menschen, die ihre online erworbenen vergünstigten Fahrkarten mit einem kleinen Rabatt weiterverkaufen usw. - Vielleicht erleben wir hier nur eine MultiKulti-Schau mit der üblichen Empörungs-Folklore? Wurden die gemachten Angaben schon irgendwo mit der Realität verglichen?
alfredo_spencer 19.04.2013
Wer ist hier Naiiv?
Zitat von derkleineottoKaum jemand hinterfragt was vor und nach der Szene passiert ist, warum das Zugpersonal die BP gerufen hat, etc. Wie kann das ein? Wo bleibt die kritische Stimme des Volkes? Ist der kritisch, der einfach die Meinung eines (subjektiv gefärbten) Journalisten kopiert?
Doch das tut man. Man liest einfach die Darstellung der anderen Seite und wenn man genau liest, erkennt man deren schlechtes Gewissen. Man sollte folgenden Absatz aus der Pressemitteilung der Bahn geniessen: "Da die Kundin jedoch nach den uns vorliegenden Stellungnahmen der beteiligten DB-Mitarbeiter alle Versuche zur einvernehmlichen Lösung des Problems und eine Deeskalation der Situation ablehnte, sah sich das Zugteam zur Einschaltung der Bundespolizei gezwungen. Das Zugteam des ICE 1508 hat nach heutigem Kenntnisstand gemäß den geltenden Richtlinien und mit der klaren Maßgabe, eine einvernehmliche Lösung mit der Kundin zu finden, sachgerecht gehandelt." Na, sehr einvernehmlich sah die dokumentierte Lösung nicht aus. Deeskalation sieht anders aus. Jedenfalls ist der Einsatz von 7 Polizisten bestimmt keine Deeskalation. Hier wird doch Schuld einseitig auf die Russin geschoben, hatte die Frau doch die Frechheit alle vorgeschlagenen "einvernehmlichen" Lösungen abzulehnen. Warum war die Lösung der Frau nicht einvernehmlich? Das ist doch ein Witz! Das ist tollste Ironie. Da kann man wirklich nur lachen über soviel Naiivität bei den Kommunikationsprofis der Bahn. Nur schade, dass es eigentlich eine Rechtfertigung sein soll. Interessant ist hier auch, dass man sich hinter dem System versteckt: Das Zugteam hat [...], gemäß der Richtlinien [...]. Nicht: Der Zugschef hat gemäß Anweisung des Vorstands [...]. Nur keine Verantwortung übernehmen! Na? wem kommt so was bekannt vor? Da werden einfach Adjektive und Verben, die gut klingen, in einen relativ einfachen, nichts sagenden Text gestreut, um zu vernebeln. Die Pressemitteilung hat wohl auch erst zur Veröffentlichung des Videos geführt. Brilliante Deeskalation! Wenn das im Zug auch so lief!
lubobde 19.04.2013
Laut AGB muss man keine Adresse angeben
Hier wird immer wieder darauf verwiesen, dass die Dame gegen die AGB verstoßen hat und deswegen zu Recht des Zuges verwiesen wurde. Eins vorne weg: Um die Adresse geht es gar nicht, weder bei der Buchung noch in den AGBs. Jetzt die Details: Ich habe mir zwei Minuten Zeit genommen und sowohl die AGB angeschaut als auch eine Online-Buchung mit Personalausweis gestartet. 1. Wenn man ein Online-Ticket kauft und als Identifzierungsmöglichkeit "Personalausweis" wählt, gibt es ein Auswahlfeld, in dem man per Drop-down angeben kann, aus welchem Land das Dokument ist. Dort sind einige Westeuropäische Länder aufgeführt, aber keine Option "Andere" oder ähnliches. Man bekommt aber auch KEINEN Hinweis darauf, die nur diese Länder zulässig wären. Als normaler Internetnutzer, der schon hunderte von fehlerhaften Auswahlmenüs gesehen hat, ist es durchaus logisch, dass man dieses Feld dann einfach ignoriert und ganz normal seine Ausweisnummer und sein Geburtsdatum angibt. 2. In den AGBs steht tatsächlich, dass eine Buchung mit Personalausweis nur möglich ist, wenn dieser von bestimmten Ländern ausgestellt wurde. Jetzt bin ich mal gespannt, wer außer mir die AGBs noch angeschaut hat. Wenn jetzt einer "ich" schreit - sorry, ich glaube kein Wort. Die AGBs haben 168 Seiten, die Sache mit dem Perso für Onlinetickets steht auf Seite 94!. Ich bin in juristischen Fragen Laie, aber es würde mich nicht wundern, wenn diese AGBs so gar nicht gültig sind. Mir fallen da die Stichworte "überraschende Klausel", "unangemessene Benachteiligung" ein.
blau#kraut 19.04.2013
Da muss man gar keine seitenweisen Erläuterungen lesen! Es sind 3 oder 4 mögliche Ausweise genannt, da gehört ein russischer Pass nicht dazu. Die Identifikationspflicht mit einem lesbaren (!) Ausweis ist auch gar nicht so unlogisch, denn es gibt ja anscheinend Menschen, die ihre online erworbenen vergünstigten Fahrkarten mit einem kleinen Rabatt weiterverkaufen usw. - Vielleicht erleben wir hier nur eine MultiKulti-Schau mit der üblichen Empörungs-Folklore? Wurden die gemachten Angaben schon irgendwo mit der Realität verglichen?
CommonSense2006 19.04.2013
Ich nicht mehr
Ich habe die Bahn einige Jahre lang im Nahverkehr genutzt und bin jetzt aufs Fahrrad umgestiegen, auch wenn mich die 2x25 km täglich ca 20 minuten mehr kosten. Der ganze Laden ist so unfreundlich, so wenig kundenorientiert dass ich um jede Minute froh bin, die ich nicht darin verbringen muss. Die behandeln einen einfach nicht als Kunden. Also kriegen sie auch kein Geld mehr von mir. Wenm Unternehmen "im Zweifel" lieber gegen den Kunden entscheidet und den (zahlenden) Kunden von der Polizei abführen lässt, darf es sich nicht wundern, wenn am Ende keiner mehr da ist.
Narn 19.04.2013
Ich versteh schon von vornherein überhaupt nicht, weshalb man sich für online erworbene Tickets überhaupt ausweisen muss. Bei Studentenausweisen etc. ist das klar, da, sofern kein Photo auf dem Ausweis vorhanden, hier dem Missbrauch, sprich dem Verleihen, Tür und Tor geöffnet wäre. Aber bei Online-Tickets? Auf dem am Schalter erworbenen Ticket steht ja auch nicht mein Name drauf. Und die Echtheit des Tickets wird nicht über den Ausweis verifiziert. Dass nur der dt. Personalausweis akzeptiert wird ist sowieso ein ganz klarer Fall von Diskriminierung ausländischer Mitbürger, und allein deshalb schon eine Sauerei.
s_k. 19.04.2013
Schockierend zu sehen,
freekmason 19.04.2013
Zitat von sysopDieser SPIEGEL-Bericht sorgt für Unverständnis und Aufregung: Eine russische Studentin wurde von Bundespolizisten aus einem ICE abgeführt, weil sie keinen deutschen Personalausweis vorlegen konnte. Sven Becker hat den Rauswurf per Handy gefilmt - die verpixelten Aufnahmen sind verstörend.
wieso verstörend? standard. die terroristin hat glück, dass die nicht ein paar mal gegen die wand gelaufen wird, so wie die dolmetscherin SpiegelTV: Strafsache Polizei - Wenn bayrische Beamte prügeln gehen on Vimeo (http://vimeo.com/59534069)
wastl300 19.04.2013
Zum letzten Mal
Zitat von FreemanGFür alle die es immer noch nicht verstanden haben warum der russische Pass nicht ausreicht: ES STEHT KEINE ADRESSE DRIN ! Ist das so schwer zu verstehen? Natürlich hätte die DB die Möglichkeit gehabt der Dame entgegen zu kommen aber das muss Sie nicht die AGBs sind eindeutig...und die Polizei kann schon mal gar nichts dafür, denn wenn die DB darauf besteht das die Dame ohne "gültiges Ticket" den Zug verlässt dann MUSS die Polizei reagieren sonst erwartet den Polizist unter Umständen rechtliche Konsequenzen....
ist doch nicht so schwer zu verstehen: Frau hat Karte gekauft Frau hat ihre russische Passnummer bei der Onlinebestellung angegeben Ticket hat russische Passnummer Polizei kann den Wohnort in kürze feststellen, nennt sich Meldeamt Keine Geschädigte vorhanden, wenn Frau weiterfahren darf. So Frau geschädigt, da DB hat ihr Geld. Und Alle geschädigt, da Polizeieinsatz (7 Mann) zahlt Steuerzahler
ses_2008 19.04.2013
"hey, ich werd das jetzt aufnehmen. ich bin journalist." ach ja, sind sie das? wären sie es wirklich, so wären sie ausgestiegen und hätten die ganze geschichte dieses vorgangs "aufgenommen". ungeachtet der tatsache das dieser frau vermutlich unrecht geschehen ist: nur sie hätten in diesem augenblick für aufklärung sorgen können. so bleibt es reine propaganda.
nurEinGast 19.04.2013
1
üble Sache... da zerren ein Haufen Polizisten eine junge Frau aus einem Zug und ein weiterer, mit offenbar gestörtem Verhältnis zur freiheitlichen Grundordnung unseres Landes, versucht, eine Dokumentierung dieses Vorganges zu unterbinden. Als ich diese Aufnahme das erste Mal gesehen hatte, spürte ich starke aggressive Tendenzen gegenüber den Polizisten. Normalerweise sieht man solche Bilder eher aus diversen Diktaturen... Es hätte nur noch gefehlt, dass die Beamten ihre Schlagstöcke rausholen... Mir persönlich ist nun wieder ein Stück weit verständlicher, wieso Polizisten in weiten Teilen der Bevölkerung verachtet werden... Von der Bahn selber erwarte ich nichts anderes als Dilletantismus. Dazu kamen in der letzten Zeit viel zu oft Meldungen wie eben diese. Die Bahn hat halt eigene Ansichten zu den Dingen. Oder wie mir mal ein Bahnbeschäftigter auf meine Beschwerde bzgl. meines verspäteten Zuges sagte: "Sie haben mit ihrer Fahrkarte nur das Recht erworben, mitfahren zu dürfen. Aber nicht das Recht, mit genau diesem Zug zu genau dieser Uhrzeit an ihrem Ziel anzukommen."
Esistich 19.04.2013
Sehr geehrter Volljurist,
Zitat von SNAsehr geehrter Herr Kollege, ... Gerade bei uns Juristen finde ich es extrem unangenehm, wenn sich Arroganz und Ignoranz so paaren, wie in Ihrem Fall.
leider ist mir tatsächlich ein Fehler unterlaufen. Ein dummer aber leider folgenreicher Tippfehler. Leider habe ich die 6 verfehlt und die 2 getroffen. Entschuldigung. Ich meinte den § 164 Stpo (diesmal fast Tipfehlerfrei, außer dem zu kleinen O). Störung einer Amtshandlung. Und das war auf den PRESSEVERTRETER bezogen. Wer von Arroganz und Ignoranz spricht, ganz besonders wenn er sich selbst als Volljurist bezeichnet, sollte doch zumindest in der lage sein, Sachverhalte erfassen zu können.
d.hauskrett 19.04.2013
Quatsch mit Sauce
Um das ganze mal aus juristischer Sicht zu klären (bevor meine Kompetenz in Frage gestellt wird: Ich bin selbstständiger Rechtsanwalt): - Der Straftatbestand der Körperverletzung dem Journalisten gegenüber ist nicht erfüllt worden - Auch Nötigung hätte vor einem anständigen Gericht keine Chance - nicht jeder Mann mit Handykamera, der behauptet 'Ich bin Journalist' darf aus nächster Nähe den Einsatz filmen, die Beamten haben auch in Uniform Persönlichkeitsrechte. Ich sehe nicht, dass ein Presseausweis vorgezeigt wird und selbst das ist kein Freibrief. Der Autor sollte sich eigentlich mit dem Presserecht auskennen, sollte man meinen... Die Bahn lässt leider wieder mal die nötige Kulanz vermissen. Die Bundespolizisten müssen einschreiten, dazu sind sie sogar gesetzlich verpflichtet. Und sie werden auch nicht dafür bezahlt, die Dame bis zu ihrer Endstation zu begleiten! Der rabiate Einsatz wird leider durch das mir unverständliche Verhalten der Frau nötig, so dass ich mich frage, wie der Autor behaupten kann, sie wäre auf deeskalierende Maßnahmen eingegangen. Da ich schon mehrmals Polizisten in ähnlichen Fällen als Klienten hatte, schaffe ich, das ganze auch Mal aus deren Blickwinkel zu sehen, die Fähigkeit besitzen leider nicht alle hier.
gulnaz 19.04.2013
Na dann hast du Text nicht verstanden!
Zitat von sebastian8833Ich verstehe den ganzen Aufstand nicht!? Ich fahre Bahn mit einem Ticket zu dem ein Ausweis gehört. Das muss jeder Student mit seinem Studiticket auch! Hab ich kein Ausweis dabei fahre ich schwarz und bekomme eine Strafe und muss den Zug verlassen (mir selber auch schon passiert). Weigere ich mich dises zu tun kommt die Bundepolizei und setzt das durch..... Weigere ich mich den Anweisungen der BP folge zu leisten setzten sie es trotzdem durch. (wobei ich in dem Video keine hartes Vorgehen erkennen kann) Nur weil die arme Frau herzzerreissend wimmert hat sie doch kein Recht! Wäre es einem pöbeldem, unsymphatischem jungem Mann mit Bier in der Hand passiert hätte es bestimmt Beifall für die Beamten gegeben!
Hier geht es um einen Ausweis mit adresse.In Ausländischen Pässen steht ja nicht deutsche Adresse.
bekassine 19.04.2013
Es ist wirklich unglaublich, wie eine Frau, die sich absolut nichts hat zuschulden kommen lassen, in einer solchen Weise behandelt wird. Beschämend und empörend, wie die Polizisten handelten. Es wird wirklich höchste Zeit, dass diese Herrschaften kenntlich zu sein haben und ich hoffe, die junge Frau erhält ihre Anzeige aufrecht. Übrigens, den hiesigen Korinthenkackern wünsche ich dringend mal ein ähnliches Erlebnis! Wetten, dass sie dann vor lauter Entrüstung Schaum vorm Mund hätten?!
LibertyOnly 19.04.2013
Wo ist der Skandal?
Die Polizisten verhalten ist korrekt. Sie habe eine Frage die sich nicht ausweisen konnte kontrolliert. Wenn Sie sich nicht ausweisen kann, dann muss ihre Identität geprüft werden. Nur weil die Frau ausrastet und durchdreht, heisst es nicht das die Polizei was falsch gemacht hat.
dergenervte 19.04.2013
Eine bodenlose Frechheit, was sich der Bahnpolizist erlaubt hat. Die Erklärung der Bahn AG ist einfach nur dumm. Man sollte dieses Unternehmen meiden. Fliegen ist sowieso meistens günstiger.
Gerald 19.04.2013
1. Anfassen ist keine Körperverletzung 2. Duzen ist wohl auch keine Beleidigung Dennoch unfassbares Verhalten der BuPos...Zwar kennt man die Vorgeschichte nicht, aber der Herr Berichterstatter wird sich die Geschichte ja nicht ausgedacht haben...Das wird noch Folgen haben!
reisender1900 19.04.2013
Gerade im EC von Dresden nach Berlin 17:04 ab Dresden
Habe gerade auch ein riesen Theater mit der diensthabenden Zugbegleiterin im Volksmund auch Schaffner gehabt. Ein Online gebuchtes Ticket das ich aus Zeitmangel ausnahmsweise nicht ausdrucken konnte war das Thema. Der QR in der Email wurde wunderbar erkannt, ich konnte mich identifizieren und gut war das. Die Logik das dies nicht geht, oder sein soll entbehrt jeder Grundlage. Hier fehlt der Wettbewerb! Als eigentlich überzeugter Bahnfahrer wieder ein Grund, dass nächste Mal wieder anders zu reisen.
elegiator 19.04.2013
Is mir schlecht....
von dem ganzen Rummgesülze bzgl. dummer Bahnmitarbeiter und Bundespolizisten sowie gleichzeitigem Nichtverstehenwollens von AGBs. Online-Ticket ist Personengebunden! Mögliche Legitimation Perso, BahnCard oder Kreditkarte. Wenn ich Heinz Müller heiße legitimiert mich lediglich der Perso wegen der aufgeführten Meldeadresse, die BahnCard und Kreditkarte wegen der zusätzlichen lustigen Zahlenfolgen darauf. Heinz Müller gibt's ja ansonsten evtl öfter. Einen - Entschuldigung, aber das war die Frau nunmal - Schwarzfahrer lässt man aussteigen (umgehend) und nicht zum Wunschziel weiterfahren. Sollte der Zugbegleiter bis dorthin aufpassen oder was? Und zur BuPol: warum die mit 7 Leuten da waren weiß ich nicht. Fakt ist aber das mehr als zwei hingehen, wenn es heißt dass da jemand im Zug "Probleme" macht. Ist eigentlich auch völlig egal - es haben sich auf jeden fall nicht sieben Polizisten auf die jungen Dame gestürzt. Wo ist also das Problem? Sie keift und wird lediglich weggezogen. Keine Körperverletzung zu erkennen. Und zum Schluss: die Kamera möchte der gute Mann deshalb nicht auf sein Gesicht gerichtet haben, weil er sicher weiß, dass solche Aufnahmen gerne in einschlägigen Foren zerpflückt und geistreich durchdiskutiert werden von Leuten die stehts auf der Suche nach bösen Staatsdienern sind. Da hät ich auch was dagegen gefilmt zu werden. Ich habe fertig.
dbrown 19.04.2013
Was sind denn das für asoziale Flegel? In was für einem Rechts-Statt leben wir hier eigentlich? Gut, daß wenigstens einer dieses lächerliche Gehabe dummer blauer Männer gefilmt hat. Schade nur, daß nicht zahlreiche Fahrgäste mit ausgestiegen sind und der Frau zumindest vor Ort beigestanden haben. Aber daß hier im Land unserer Zonengabi mit ihrem zweifelhaften Innenminister und zusätzlichen Putin-Knutschern EINIGES im Argen liegt ist leider bekannt.
@ vorsteuerzahler von 19:40: Oh doch, es ist versteckt! 1. Auf der Startseite ist kein Hinweis auf solche Einschränkungen bei Onlinebuchungen. 2. Wenn Sie zu "Auskunft und Buchung" gehen, können Sie den gesamten Buchungsdialog durchlaufen, ohne ein einziges Mal auf solche Einschränkungen hingewiesen zu werden. 3. Ich habe auf der Startseite "USA" eingegeben. Es wurde beim Thema Identitätsfeststellung angebenden: credit card, BahnCard, ID card. - So, und jetzt sagen Sie mir bitte, was der Hinweis an einen US-Bürger, er könne sich mit seiner ID card ausweisen, soll, wenn sie laut einer Klausel, die auf irgendeiner Unterseite versteckt ist, gar nicht zugelassen sein soll? Warum steht da nicht ganz groß: »only ID cards of the following countries are accepted...«? Fazit: So etwas nennt man eine überraschende Klausel. Sie ist damit unwirksam. Gefestigte Rechtsprechung.
exeblue 19.04.2013
Dann nenne ich
Korrekt! Wer hier ein Problem mit der Vorgehensweise der Polizei hat, tickt doch nicht mehr richtig. Lass uns doch mal drüber reden. Lass uns einen Konsens finden. Laber, laber. Wer hat dem Journalisten eigentlich erlaubt die Frau zu filmen? Mal drüber nachgedacht? Persönlichkeitsrechte, gibt's wohl nur noch auf dem rosa Ponyhof. Die einen nennen sich "Journalist" (das darf jeder der auch für YouTube "arbeitet"), ich nenne es miese Meinungsmache, ne...eher Schweine-Journalismus. Passt auch gut zur Seriosität, dass Polizisten hier im Forum teilweise auf das Übelste beleidigt werden. Das nennt man dann ja wohl freie Meinungsäußerung innerhalb der Presse für den gehobenen Anspruch.
schocolongne 19.04.2013
Ein Land das so eine Polizei hat braucht keine Verbrecher mehr.
maw36 19.04.2013
Pappenheimer
Zitat von prüterMein Vater hat in der weiterführenden Schule angefangen, den Spiegel zu lesen. Ich habe wohl mit 10 - also vor ca. 35 Jahren - auch angefangen, den Spiegel zu lesen. Und ich muss Ihnen leider recht geben. Einen besonderen Einstieg und häufig auch Ausstieg hatten die Artikel immer, plakativ, bewertend. Aber die Artikel waren sauber recherchiert und nicht polemisch. Erschreckend fällt mir auf, dass ich bei einigen Artikeln (insbesondere online) nicht weiß, ob ich gerade nicht doch auf Bild.de bin. Spiegel (online) hat leider einiges von der journalistischen Sorgfalt verloren, die ich immer so sehr geschätzt habe.
Diese Pappenheimer mag ich am liebsten. Von der Miniaturfassung des Artikels auf der Startseite musste ihnen klar gewesen sein, dass der Artikel Ihnen anscheinend nicht liegt. Sie entschließen sich also dazu, den Artikel trotzdem zu lesen, das Video anzusehen. Um zu sehen was denn andere davon halten, scrollen Sie sich durch die Kommentare bis fast nach ganz hinten, um dann einer Foristin zu antworten: Ja, ich finde den Artikel und den Spiegel auch doof. Wissen Sie was ich doof finde? Menschen, die sich in Ihrer Freizeit mit Dingen beschäftigen, die sie eigentlich doof finden.
gantenkiel 19.04.2013
Ich ziehe eine Folgerung: Wer regelunkonform ohne deutschen Personalausweis oder zumindest einer nachweislich ordentlichen Meldebescheinigung künftig auf dem Bahnhofsklo bei der Notdurft erwischt wird, der muss mindestens nochmal ein Klobillettchen ziehen oder seine Hose ganz schnell wieder hochziehen und sein Geschäft im Freien erledigen. So steht's sicherlich in den AGB. Ganz bestimmt. Ich kenne einige dieser Vorschriftsfanatiker. Habe ich auch in meinem Bekanntenkreis. Aber: Wenn es beispielsweise um das Finanzamt geht, die unverschämterweise eine Steuererklärung und auch noch eine Steuerzahlung haben wollen oder man hat wieder einen neuen Blitzer ausgemacht, dann ist das Geschnaube und die Verbrüderung gegen die Behörden, Politiker, Polizei, Beamte sehr groß. Ihr AGB-Fetischisten tönt doch, ganz nach dem St. Florians-Prinzip nur so lange rum, wie es nicht gegen Eure eigene Komfortzone geht. Bei uns um die Ecke haben sie an der Bundesstraße einen neuen Blitzer aufgestellt. Die Strecke durch gilt grundsätzlich 80 km/h Limit. Effekt jetzt: Die bräsigen, aber selbstverständlich anständigen Damen und Herren Mitmenschen mit eigener Garage und angemeldeter Doppelhaushälfte, also anständige Bürger, bremsen auf 50 km/h runter, um hernach wieder auf mindestens 100 km/h zu beschleunigen. Wenn das nun eine russische Studentin ohne deutschen Personalausweis mit falschen AGB und mit ohne Meldebescheinigung, Impfpass und gefüllten Bäckerrabattstempelheftchen machen würde, uiuiui, ausweisen sollte man die. Die junge Dame hat Pech gehabt. Es gibt so viele tolle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Bahn und bei der Polizei, die freundlich, hilfsbereit und kulant sind, die Dinge in Ruhe klären und sich selbst nicht für Übermenschen halten. Leider hat sie wohl an diesem Tag den Betriebsausflug der Erbsenzähler angetroffen. Ich möchte alle diejenigen, die die Frau als hysterisch bezeichnen, mal erleben, wenn sie mal eben mit einem riesigen Aufgebot an Polizei mit Gewalt aus dem Zug entfernt werden. Ja genau. Dann hätte man am nächsten Stammtisch wieder ordentlich was zu schimpfen.
marek.cichowski 19.04.2013
Erschreckend
wie unverhältnismäßig die Staatsgewalt im Auftrag eines Beförderungsunternehmen (DB) angewandt wird. Hoffentlich bleibt es für die Verantwortlichen nicht gänzlich ohne Konsequenzen...
yves1981 19.04.2013
Der eigentliche Skandal ist der Polizist der vor der Kamera rumwedelt. Daran sieht man doch schon wie die ticken. Ekelhaft. Auch das festhalten auf dem Bahnsteig. Hätte er sie losgelassen wäre auch nichts schlimmes passiert. Typisch Bahnpolizei. Ich war mal in ner ganz ähnlichen Situation. Die Mutter meiner Exfreundin hatte mit ihrer Kreditkarte online Tickets für uns gekauft. Die Kreditkarte hatten wir natürlich nicht dabei. Riesen Diskussion, es wurde verlangt das wir neue Tickets lösen usw. Am Ende ist der Mitarbeiter einach gegangen. Ganz interessant fand ich dabei auch das er sich weigerte die Tickets mit seinem Gerät zu kontrollieren, weil er ganz offensichtlich Angst hatte das er Ärger bekommt, weil die Tickets nicht "ordnungsgemäß" waren. Ich könnte jetzt noch 10 weitere Bahngeschichten erzählen die ich erlebt habe. Die Bahnmitarbeiter kommen da nur in den seltensten Fällen gut weg. Aber ok damit es etwas ausgewogen ist. Meine 86 jährige Oma wurde schon 2 mal in die erste Klasse gesetzt von den Bahnmitarbeitern. Das ist aber glaube ich das einzige positive was ich je erlebt habe.
bernie_witzbold 19.04.2013
Lesbar
Zitat von blau#krautDa muss man gar keine seitenweisen Erläuterungen lesen! Es sind 3 oder 4 mögliche Ausweise genannt, da gehört ein russischer Pass nicht dazu. Die Identifikationspflicht mit einem lesbaren (!) Ausweis ist auch gar nicht so unlogisch, denn es gibt ja anscheinend Menschen, die ihre online erworbenen vergünstigten Fahrkarten mit einem kleinen Rabatt weiterverkaufen usw. - Vielleicht erleben wir hier nur eine MultiKulti-Schau mit der üblichen Empörungs-Folklore? Wurden die gemachten Angaben schon irgendwo mit der Realität verglichen?
Es wurde in diesem Thread schon mehrfach erwähnt, dass ein russischer Reisepass selbstverständlich neben den kyrillischen Angaben diese auch in unserer Schreibweise angibt. Man muss nix wissen, man braucht nix zu lesen ... hauptsache, man hat eine Meinung.
servadbogdanov 19.04.2013
Na, ja. So ist sie halt die Bundespolizei. Immer aggro und immer im Rudel. Wer auf Vorschriften und Gesetzt hinweist, der stört eine Amtshandlung und kriegt eine Anzeige wegen Widerstand gegen Vollzugsbeamte und das wars. Staatsanwaltschaften sind sehr routiniert Strafverfahren gegen Dimpfelmoser schnell und effektiv einzustellen. Und wenn dann doch mal zu viele Zeugen oder Beweise vorliegen, dann wird von irgendeinem Polizei-"Gewerkschafts"-Fuzzibüber die ach schlimme Arbeitsbelastung räsoniert. Alles sChon All zu Bekannt.
cadeno 19.04.2013
@ankor Ausgehend von der Gesetzeshierachie spricht sowohl § 3 II u. III AGG und VOR ALLEM Art. 2 Abs. 2 a) und b) RL 2000-43 EG gegen das Argument von Ihnen...
SNA 19.04.2013
Zitat von EsistichDer "psydo" ist tatsächlich ein schreibfehler. Du hast mich erwischt. Jetzt ist natürlich die Glaubwürdigkeit all dessen, was ich geschrieben habe dahin. Wie konnte mir das passieren. Ein Schreibfehler. Entschuldigung. Ich weiß jetzt wirklich nicht mehr was ich daaazuuu noch sagen soll. Außer vieleicht, dass ich mich unterbewußt wahrscheinlich nicht entscheiden soll, ob ich psycho oder pseudo schreiben soll. In dem geschilderten Fall stimmt es, dass der Berichterstatter tatsächlich Pressevertreter war. Aber hat er sich auch als solcher ausgewiesen. Am besten mit einem für Deutschland akkredetierten (schreibt man das so) Presseausweis. Der natürlich überlicherweise in lateinischen Buchstaben verfasst wurde. Nicht in kyrilisch. Wer einen schreibfehler findet, darf ihn behalten
nun ja, sie haben sich auch hier nicht als Demokrat und Menschenfreund ausgewiesen... und wissen Sie was.. ich halte Sie auch nicht für einen solchen.
deralhambra 19.04.2013
Ich möchte auch etwas zur Versachlichung der Situation beitragen. Man muss sich zuerst fragen, was man bei dem Handyvideo eigentlich sieht. Eine Frau, welche sehr laut mit den Bundespolizisten kommuniziert. Den kompletten Vorgang sieht man natürlich nicht, da es verständlicherweise immer etwas dauert, bis eine Kamera läuft. Stattdessen wird im zugehörigen Bericht in Spiegel-Online die komplette Szenerie durch den den Journalisten beschrieben. Und jetzt wird es spekulativ, da es für den Leser/User kaum nachprüfbar ist, ob hier möglichst objektiv berichtet wurde. Man muss es glauben oder nicht; Schwarz oder Weiß. So wie leider des öfteren in der Berichterstattung einiger Medien; Schwarz oder Weiß. Weiterhin halte ich es für bedenklich auszudrücken, dass hier durch das Duzten der Bundespolizisten eine Straftat der Beleidigung begangen sein sollte. Das musste ich mich fragen, ob jetzt hier ein Journalist oder ein Rechtswissenschaftler sitzt. Letztendlich wäre die Prüfung der Strafbarkeit die Sache der Staatsanwalte und Gericht und nicht des Journalismus. Und hier könnte man den Punkt überschritten sehen zwischen Berichterstattung als der Wiedergabe von Ereignissen oder dem Versuch durch die Art und Weise der Darstellung von Sachverhalten Leser/User und ihre Meinung bewusst zu lenken. Und dann der Kommentar im Video, dass der Bundespolizist aufhören soll ihn bei den Aufnahmen zu stören, da er "Journalist" ist. Ja, die Presse ist wichtig zur Meinungsbildung und ja, die Presse ist sehr wichtig um Probleme publik zu machen, die ansonsten nicht bekannt geworden wären. Daher ist die Pressefreiheit auch ein sehr hohes Gut, ein Gut von Verfassungsrang.
Surgeon_ 19.04.2013
Geht Herr Becker gegen die BP vor ?? Immerhin Behinderung und Beleidgung mit "hau ab". Zudem wieso wurde die Frau gar gefesselt ?? Ich hoffe, hier wird angezeigt, angeklagt und verurteilt ! und Schmerzensgeld gezahlt !
123kjh 19.04.2013
Zitat von liquimoly---Zitat von 123kjh--- Eine Bahnfahrkarte über´s Internet zu bestellen ist 10 mal komplizierter als ein Flugticket. Die unnötigen Komplikationen des Systems sind für Ausländer, je nach Deutschlevel, noch schwerer zu verstehen als für Deutsch-Muttersprachler. ... Ich weiss nicht ob es mich wenigstens ein wenig beruhigt, dass das ganze in der DDR stattgefunden hat?! Leider eher weniger.
Ach so, eine hysterische Studentin! Gesetzt dem Fall, Sie sind weiblich und werden mißhandelt, wie reagieren Sie? Ruhe bewahren? Augen zu, bis es vorbei ist? Den Schmerz runterschlucken? Gesetzt dem Fall, Sie sind männlich: Soll Ihre Frau bei Mißhandlungen Ruhe bewahren? Die AUgen schließen, bis es vorbei ist? Den Schmerz runterschlucken? ---Zitatende--- Ich bin zwar -wie aus meinem Beitrag hervorgeht- genauso wie Sie gegen das was da passiert ist. Trotzdem war die Dame hysterisch und hat sich nicht besonders raffiniert verhalten. Wenn ich -egal unter welchen Umständen- verhaftet werde, dann kooperiere ich unter allen Umständen mit der Polizei und "ergebe" mich. Alleine aus Logik: Wird man in einem _"Rechtstaat"_ verhaftet und ist _Schuldig_, wird das kooperieren regelmäßig "belohnt" - Stichwort "gute Führung". Wird man in einem _"Rechtstaat"_ verhaftet und ist _nicht Schuldig_, lässt sich das später vor Gericht klären. Akuter Widerstand ist jedoch regelmäßig zwecklos, und an sich schon strafbar. Wird man in einem _"Schurkenstaat"_ verhaftet und ist _Schuldig_, bekommt man ohnehin einen reingewürgt. Widerstand erhöht dann nur die Gewalt der Staatsbeamten. Wird man in einem _"Schurkenstaat"_ verhaftet und ist _nicht Schuldig_, klärt sich das Mißverständnis eventuell. Egal was rauskommt macht Widerstand es nur schlimmer. Obwohl ich das abführen-an-sich der Studentin nicht befürworte, hätte sie es für sich selbst einfacher gemacht, wenn sie einfach nur mitgegangen wäre. Meinetwegen unter maulendem Protest, aber das Drama brachte doch nun wirklich niemandem etwas. Natürlich hat sie die Aufmerksamkeit des Journalisten auf sich gezogen. Das kann man aber auch durch "zivilisierten" Protest erreichen. Das alles sage ich -nur um´s nochmal festzuhalten- obwohl ich auf der Seite der Studentin bin.
deralhambra 19.04.2013
Aber auch die Pressefreiheit hat ihre Grenzen und diese Grenzen sind im Grundgesetz selbst festgelegt, d.h. ein Recht kann nur so lange "beansprucht" werden, wie es nicht die Rechte anderer, d.h. Dritter einschränkt! So sind die Persönlichkeitsrechte jedes einzelnen Bundespolizisten ebenso zu wahren, wie der der Mitarbeiter der Bahn, aber auch die Persönlichkeitsrechte der betroffenen Frau sind zu wahren. Denn bei ihr sollte sich der Journalist auch fragen, ob sie der Aufnahme so zugestimmt hätte. Vielleicht es ihr sehr peinlich und vielleicht fühlte sie sich in ihre Ehre selbst mehr durch die weltweite Ausstrahlung im Internet beeinträchtigt? Journalismus ist keine Einbahnstraße! Wenn ich mich für die Rechte Einzelner einsetze, sollte ich auch immer die Wirkung des eigenen Handelns berücksichtigen. Und hier decken sich dann tatsächlich meine eigenen Erfahrungen mit Journalisten und Berichterstattung. Leider ist es häufiger der Fall als gemeinhin bekannt, dass im Gespräch mit Journalisten durch diese versucht wird aus dem tatsächlichen Sinnzusammenhang und außerhalb eines Themas stehende "Argumente" in einen Sachverhalt hineinzuwerfen, um zu sehen wie der Polizist reagiert und um ein tatsächlich bereits zum Beginn des Gesprächs sich abzeichnende Meinung des Berichterstatters bestätigt zu finden. Es ist dann für mich immer sehr interessant den Gesichtausdruck des Journalisten zu sehen, wenn er "leider" nicht sein Ziel erreicht... dann liest man aber auch "zum Glück" nichts von ihm in der Presse. Ich hoffe, mit diesem Kommentar zur Klarheit in der Sache beizutragen. Und ich hoffe, dass der eine oder andere beginnt sich eine eigene Meinung zu bilden und auch mal die hinter der Kamera stehenden Protagonisten zu hinterfragen, denn nicht alles was die Presse tut oder macht ist von purer Nächstenliebe getragen. Oft stehen auch handfeste Interessen dahinter! Denkt darüber nach! Und noch eines zum Schluss: Menschenverachtendes Verhalten kann und darf nicht toleriert werden, aber bei euren Reaktionen gibt es immer mehrere Seiten. Lasst alle zu Wort kommen und wägt ab.
frank_le 19.04.2013
Wo ist das Problem? Die Frau hatte kein gültiges Ticket. Das falsche Ticket hatte sie nicht bei der Bahn sondern bei LTUR erworben. Dort wird man im Buchungsvorgang darauf hingewiesen dass ein Reisepass nicht gültig ist: Identifikation für das Online-Ticket Ich bestätige, dass die hier angegebene Identifizierungskarte (BahnCard, Kreditkarte, ec-Karte (Maestro) oder Personalausweis) gültig und die persönliche Identifizierungskarte des Reisenden ist. Dem Reisenden ist bekannt, dass diese zusammen mit dem Online-Ticket im Zug bei der Kontrolle vorzuzeigen ist. Das Online-Ticket ist nicht übertragbar und gilt nur für den hier angegebenen Reisenden persönlich (ggf. mit Mitfahrern). "Identifikation für das Online-Ticket Ich bestätige, dass die hier angegebene Identifizierungskarte (BahnCard, Kreditkarte, ec-Karte (Maestro) oder Personalausweis) gültig und die persönliche Identifizierungskarte des Reisenden ist. Dem Reisenden ist bekannt, dass diese zusammen mit dem Online-Ticket im Zug bei der Kontrolle vorzuzeigen ist. Das Online-Ticket ist nicht übertragbar und gilt nur für den hier angegebenen Reisenden persönlich (ggf. mit Mitfahrern)." Das war eine Schwarzfahrerin und nichts weiter! Als Vielfahrer erlebe ich fast wöchentlich diese Diskussionen im Zug. Im Interesse der zahlenden Fahrgäste sollte hier viel öfter durchgegriffen werden! Danke an das Zugpersonal welches hier das Hausrecht durchgesetzt hat.
ongduc 19.04.2013
Dieses provinzielle und völlig überzogene Verhalten von 'Bahnbeamten' gegenüber Ausländern habe ich selbst oft erlebt. Null Fingerspitzengefühl. Da hilft es auch nicht, wenn man Ansagen in gebrochenem Englisch macht.
octopux 19.04.2013
Wo ist hier der Unterschied zum SED Staat !?
alfredo_spencer 19.04.2013
Ausweis
Zitat von blau#krautDa muss man gar keine seitenweisen Erläuterungen lesen! Es sind 3 oder 4 mögliche Ausweise genannt, da gehört ein russischer Pass nicht dazu. Die Identifikationspflicht mit einem lesbaren (!) Ausweis ist auch gar nicht so unlogisch, denn es gibt ja anscheinend Menschen, die ihre online erworbenen vergünstigten Fahrkarten mit einem kleinen Rabatt weiterverkaufen usw. - Vielleicht erleben wir hier nur eine MultiKulti-Schau mit der üblichen Empörungs-Folklore? Wurden die gemachten Angaben schon irgendwo mit der Realität verglichen?
Die Identifikationspflicht ist völliger Käse! Sie können in Europa durch die Gegend fliegen mit nichts als ihrer 5 stelligen Buchungsnummer. Und es ist nicht die Onlinefahrkarte, die vergünstigt ist, sondern die Schalterfahrkarte, die künstlich überteuert ist. Es gibt auch junge oder alte Menschen, die mit den seltsamen Automaten nicht zurechtkommen. Was für ein Service für Beratung extra Geld zu nehmen. Ach ja. Ausweisen musste man sich bei Online-Tickets auch schon als die Fahrkarten am Schalter das gleiche kosteten. Das Verschlüsselungssystem der Bahn ist halt etwas veraltet.
Jetzt mal halb lang. Das war sicher eine aufreibende Situation für alle Beteiligten. Wer kennt nicht das klamme Gefühl und teilweise auch die heftigen Emotionen bei einer einfachen Fahrtkartenkontrolle in der Ubahn wo es ja wirklich um nichts geht. Die gute Frau war außer sich, verständlich. Der Journalist wurde am filmen gehindert. Kann ich aber auch nachvollziehen. Nicht vom Prinzip her, aber die Polizisten haben genau das geerntet, was sie nicht wollen: schlechte Bilder. Dabei gehen sie vermutlich einfach nach Anweisung/Handbuch vor. Bei fehlendem Pass ist das doch das Vorgehen! Und wenn eineFrau dann Angst bekommt und laut wird ist die Schwelle zur Hysterie scschnell überschritten. Ab dann wirkt alles unmenschlich, wenn auch vollkommen gesetzeskonform. Billige Meinungs- und Panikmache ist auch ein Vorwurf, dem sich andere Parteien aussetzen müssen.
hjgiebel 19.04.2013
Habe diese Woche meine BahnCard50 gekündigt. Ihr könnt mich mal, Deutsche Bahn...
wastl300 19.04.2013
Super Beschreibung
Zitat von Karl1984...Des Weiteren sind sind bei der Identifikation mit Personalausweis nur die Länder auswählbar bei denen dies möglich ist, Russland gehört nicht dazu. Die Ausweis ID beim Online-Ticket zum Selbstausdruck dient dem Schutz gegen Missbrauch des Tickets, denn der Name auf dem Ticket ist schnell abgeändert und schon können 20 Leute mit dem ursprünglich gebuchten Ticket fahren (man kann es ja beliebig oft ausdrucken), deshalb muss die korrekte Ausweis ID bei der Kontrolle vorgezeigt werden. ... Wenn man ins Reisezentrum geht oder telefonisch bucht kann einem sowas nicht passieren, wurde da ein falsches Ticket ausgestellt haftet die Bahn, so ist es halt dem Kunden überlassen darauf zu achten das dass gebuchte Ticket korrekt ausgestellt wurde.
Wenn so eine niedrige Sicherheitsstufe bei der Bahn gewählt wurde ist klar dass zum Ticket noch ein Dokument benötigt wird. Ziehmlich alle Ticketanbieter haben das nicht nötig, da der erste, der das Ticket benutzt die Kopien ungültig macht. Ob sie überhaupt gemerkt hat, dass sie ein "ungültiges Tiket" gekauft hat. Wie geht denn das? Hier ist der Ticketverkauf fehlerhaft. Einfach die Haftung dem Kunden zu übertragen ist mehr als dreist.
dosmundos 19.04.2013
Die Dame hat online ein Ticket erworben und es bezahlt. Dass sie dies - rein technisch - unter Angabe ihres russischen Passes tun konnte, obwohl es aufgrund irgendwelcher Hinweise nicht hätte dürfen, sollte allein im Sinne der Kundenfreundlichkeit hinterher nicht gegen sie ausgelegt werden! Hier gibt es wohl eine massive Lücke im (aus eigener Erfahrung grotesk schlechten) Online-Buchungssystem der Bahn. Beim Eintreffen der Polizei, die sich meines Erachtens korrekt verhalten hat (wenn unter Umständen vielleicht auch nicht gerade geschickt, aber wer weiß, wie weit die Situation im Vorfeld schon eskaliert war), war das Kind schon in den Brunnen gefallen: Die Bahn konnte eine Überprüfung des Tickets nicht vornehmen, denn es war offensichtlich das richtige Ticket für die richtige Strecke am richtigen Tag und ordnungsgemäß bezahlt, es war aber nicht nachzuweisen, dass die Besitzerin der Fahrkarte auch die auf der Karte vermerkte rechtmäßige Eigentümerin ist. Nun ist es aber dem Zugbegleiter nicht möglich, die zu Kontrollierende bis zur Endhaltestelle zu "bewachen" (wo sie dann zur Feststellung der Daten an die Polizei übergeben werden müsste), noch kann eine Fesselung an den Sitz erwogen werden. Deshalb bleiben nur zwei Lösungen - sofort ein Ticket bezahlen oder aussteigen. Die Dame hat sich für keine der beiden Lösungen entschieden - unter Umständen hat die Zugbegleitung die Alternativen und logischen Folgen nicht richtig erklären können, oder es kam zu Verständnisschwierigkeiten. Die Polizei jedenfalls konnte sie nur aus dem Zug entfernen, und hier sollte dann durchaus gelten, dass man den Anweisungen der Polizei Folge leistet. Warum die Bahn bei einem Online-Ticket keinen ausländischen Reisepass als Identifikation akzeptiert, womit man sich dieses ganze überflüssige Theater sparen könnte, entzieht sich allerdings meiner Kenntnis. Interessieren würde mich, was geschehen wäre, wenn der Polizist nicht versucht hätte, einen Gaffer am Filmen zu hindern (schließlich kann ja jeder sagen, er sei Journalist). Kann man denn einfach so Fremde in einer Not- oder Zwangslage filmen? Wie sie verprügelt werden, oder verhaftet, oder rettungsdienstlich behandelt?
laschentampe 19.04.2013
Zukunft bewegen – Menschen verbinden - Deutsche Bahn AG Die Bahn kommt. Unternehmen Vergangheit...
bernie_witzbold 19.04.2013
Wozu?
Zitat von gulnazHier geht es um einen Ausweis mit adresse.In Ausländischen Pässen steht ja nicht deutsche Adresse.
Wozu soll die Adresse gut sein? Der Name und die Passnummer stehen auf dem Ticket. Der Pass ist mehrsprachig, da die Russen wissen, dass man nicht überall auf der Welt Kyrillisch lesen kann. Das Verhalten der Schaffnerin war Prinzipienreiterei und durch keinerlei Logik gerechtfertigt. Übrigens: Ich war schon in der Wildnis von Alaska, im bolivianischen Urwald, in der Wüste, in Harlem (1980), der Bronx und anderen Orten unterwegs. Aber niemals in Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Thüringen. Das wäre mir zu gefährlich, selbst mit der Bahn.
heifisch2 19.04.2013
Ich bin langjähriger Bahnfahrer. Dabei sehe ich sehr oft, wie viele andere Bahnfahrer tricksen. Wochenendticket und Länderticket werden weitergeben (obwohl verboten). Es wird ohne Ticket eingestiegen und darauf gehofft nicht kontrolliert zu werden. Falls der Schaffner doch kommt: laber, laber (keine Zeit Ticket zu lösen, Schalter so voll, Automat kaputt usw.). Es gibt eigentlich nie eine Strafe, höchstens Fahrschein nachlösen. Diese Vorgehensweise erreicht meiner Meinung nach schon Größenordnungen. Ich habe mich immer gewundert, dass man damit so prima durchkommt. Aber hier sieht man ja, was passiert, wenn die Bahn Ihr Hausrecht bzw. Ihre AGB durchsetzen will. Es kommt ein großer Schrei der Empörung. Ich freue mich jedoch, dass es auch viele Kommentatoren gibt, die diese Situation auf der rechtlichen Grundlage betrachten und sich nicht durch solch reißerisches Video (aus dem Zusammenhang herausgerissen) aufputschen lassen.
David Leon 19.04.2013
Am Kopf zuerst
Zitat von sysop 
Ich war mal Zeuge wie ein Kontrolleur eine Bahnkundin sexuell belästigt hat Im Speisewagen wurde mir über meinen Kopf hinweg von der Kreditkarte gleich das Trinkgeld mit abgezogen. Im jüngsten Fall sollte ich zu meiner Kreditkarte für meinen E-Fahrschein noch mit Pass ausweisen. Erklärung: "Vielleicht haben sie Kreditkarte jemandem gestohlen" Ich weiß nicht wo die Bahn ihr Personal herholt. Ist ja auch egal, der Fisch stinkt am Kopf zuerst heißts so schön.
regensommer 19.04.2013
Natürlich kann man das aufnehmen oder haben die Polizisten etwas zu verbergen? Gilt ja auch für den Bürger. Wer sich nicht aufnehmen lässt oder abhören lässt hat was zu verbergen. Nene, so ist das nicht. Wenn Polizisten mich anhalten wegen einer Verkehrskontrolle, oder das Auto durchsuchen, die Kamera ist immer mit dabei, ob Journalist oder nicht. Und die Aufnahme kann nicht untersagt werden. Es kann nur untersagt werden dass man klar erkennbar ist sobald es den privaten Bereich verlässt. Und bevor mich einer anfasst oder etwas will gibt es eine Ausweiskontrolle mit Anruf bei der Dienststelle. Kann ja jeder behaupten er wäre Polizist.
DerMeikel 19.04.2013
Ich mach da mal einen Vorschlag. Wenn es bei einem Kind mal wieder um ein paar Euro geht, dann macht ein freundlicher Bahnmitarbeiter eine Durchsage: "Leute", sagt er dann (ein wenig pastoral) "Ein Kind hat zu wenig Geld und wird von mir gleich bei bitterer Kälte aus dem Zug auf den dunklen Bahnsteig verbannt. Weitere Züge halten da heute nicht. Das Kind hat kein Handy. Ein öffentliches Telefon gibt es nicht. Wenn einer von Ihnen, meine Damen und Herren bereit ist 2 Euro zu zahlen, halten wir nicht unnötig lange und das Kind kann sicher ans Ziel kommen." Was dann nicht gesagt wird - steht in den allgemeinen Geschäftsbestimmungen - bitte reichen Sie ihr Hilfsangebot schriftlich beim Bahnvorstand ein. Beachten Sie die Frist von 7 Tagen. Helfen dürfen nur solche Individuen, die eine deutschen Pass haben der mit einer geraden Nummer endet. Da Solidarität unter Gleichgesinnten häufig ist, werden Sie einer hochnotpeinlichen Examinierung unterzogen, heißt Ihr Fahrschein wird besonders scharf überprüft. Leute, ich werde bei einer solchen Durchsage aufstehen. Ich gebe die zwei Euro, oder auch mehr um mir ein solch entwürdigendes Schauspiel zu ersparen. Da springt dann auch noch ein Trinkgeld für den Zugbegleiter raus. Bestimmt. NUr eine kleine Durchsage und dann ist der Schotter doch sicher in der Kasse Herr Grube. Mensch, geben Sie sich einen Ruck, einfach mal ab und zu so eine kleine ehrlich Durchsage, dass wäre doch ein super Zug von Ihnen. Die Durchsage klingt albern meinen Sie? Finde ich nicht. Da wird sich mein soziales Gewissen regen. Also ehrlich ich stehe dann wirklich auf auch wenn ich bestimmt nicht der Einzige bin. Achso, Sie denken es stehen zu viele auf und streiten sich dann wer helfen darf. Hierzu ein Vorschlag. Wer am nächsten sitzt erhält den Zuschlag. Sie meinen es gibt gleich weit entfernte Plätze in beide Richtungen. Stimmt. Für den Fall zeigen die gleichberechtigten Fahrgäste ihren Ausweis. Natürlich ihren deutschen Ausweis. Den Personalausweis. Nicht den Reisepass und schon garnicht einen ausländischen Pass. Die höhere Quersumme der Ausweisnummer qualifiziert für den Zuschlag. Stellt sich abschließend die Frage gibt es eine Quittung? Wer bekommt den Beleg? Kann man das dann von der Steuer absetzen? Und nun sind wir noch ein wenig kreativ. Wer fünf mal ausgeholfen hat, erhält eine Art Bahncard - ohne Vorteile für die Fahrkartenpreise versteht sich - die ihn berechtigt auch mal in einem anderen Wagon auszuhelfen, quasi aufzurücken und so im Revier die Frischlinge unter den Helfern im Zaum zu halten. Mein Gott, solche Typen, die sind echte Vollprofis. Die haben dann was zu erzählen. Bedenken Sie die Möglichkeiten. Spezialrunde bei Wer wird Millionär. Da trift dann die Creme de la Creme unter den Helfern aufeinander. Ein Gipfelkonvent der Schwergewichte in der Szene. Gastauftritte in Talkshows, eine Papstaudienz und am Ende vielleicht auch mal ein kleines Bundesverdienstkreuz, zu dem die Bahn den Vorschlag machen darf. Leute ich sage es Euch, das wird eine ganz große Sache und es geht weiter.
Leser49 19.04.2013
Warum liebe Vorredner erläutern Sie alle so ausführlich, empathisch und ausgewogen die möglichen Beweggründe von Schaffnern, Polizisten und anderen Offiziellen? Warum nicht die der Russin? Sie kann vielleicht nicht ganz so gut Deutsch wie Sie alle. Sie klickt sich durch das komplizierte System der DB-Online-Buchung (ich selbst nutze es mehrmals wöchentlich und es ist viel zu kompliziert!), dann kommen die Seiten mit der Identifizierung. Sie hat keinen deutschen PA. Aber sie denkt nun: Ich habe einen Pass, ich bezahle, man wird das einer Ausländerin schon nachsehen, dass sie hier etwas nicht ganz korrekt ausfüllt. Sie steigt in den Zug. Und denkt, der Schaffner wird es entweder gar nicht merken oder aber mit dem Zeigefinger wedeln. Aber nein! Binnen Minuten eskaliert ein etwas leichtfertig ignoriertes Eingabefeld in einem Onlineformular zu einem Drama: Sie soll nun, wegen dieses Eingabefeldes einen dreistelligen Eurobetrag nachzahlen. Soll sie sagen: Kein Problem? Nein, sie sträubt sich. Sie hat ja bezahlt, sie hat einen Ausweis. So stur kann doch niemand sein, denkt sie und streitet. Und dann kommen ein halbes Dutzend Polizisten. Die (wie einer der wenigen sympathischen Kommentare es nannte) regelorientierten unter Ihnen haben Recht! Es gelten AGB, Beförderungsbedingungen und -gesetze. Die Polizei hat auch immer Recht. Aber irgendwie ist es doch so, dass nun ein Sonderkommando das korrekte Ausfüllen von Formularfeldern durchsetzt. Und 80% der Kommentare beschäftigen sich mit der Rechtmäßigkeit. Es mag in anderen Ländern manchmal noch schlimmer sein (ich kenne auch solche Länder), aber dafür dass solche Korithen-Eskalation hier möglich ist, verachte ich mein eigenes Land und seine Leute.
007frau 19.04.2013
Ich finde es ekelhaft und peinlich, wie diese unschöne Situation wiedermal genutzt wird, um gegen Ossis zu bashen. Habt ihr nichts bessers zu tun? Dieser innerdeutsche "Hass" ist auch eine Form Disksiminierung. Ich bin mir sicher, sowas kommt nicht nur in Halle vor. Und an alle, die gegen Deutschland wettern: das ist doch meckern auf hohem Niveau. Aus welchem Land kommt ihr eigentlich? Ich vermute mal die meisten von denen, die hier gegen das deutsche Rechtssystem und Deutschland allgemein wettern, sind selbst Deutsche. Ist das nicht ein bisschen Schizophren von euch? Jede kleine Angelegenheit wird genutzt um zu Schimpfen, die Vorteile wollen aber um keinen Preis abgegeben werden. Ja, diese Situation war unschön, aber da wir nur die Berichterstattung darüber kennen ist eine Zurückhaltung bei der Bewertung dieses Vorfalls wünschenswert. Wir sehen ja, wie schnell sowas zu Meinungsmache führt- erkennt ihr den Trick der Medien?
alfredo_spencer 19.04.2013
Der ist gut.
Zitat von d.hauskrettDa ich schon mehrmals Polizisten in ähnlichen Fällen als Klienten hatte, schaffe ich, das ganze auch Mal aus deren Blickwinkel zu sehen, die Fähigkeit besitzen leider nicht alle hier.
Warum brauchen die Polizisten, die Sie vertreten haben, einen Anwalt? Auch das ist Ironie pur. Und 7 (!) ist wirklich merkwürdig. Ich denke 2 hätten gereicht.
storystory 19.04.2013
Leider kein Einzelfall. Irgendwie gewinnt man den Eindruck, es bereite den Beamten Freude die arme Frau zu quälen. Denn dass diese leidet, ist ja wohl offensichtlich. Ungefähr so stelle ich mir halbmilitärische Zugriff-Kommandos in der deutschen Geschichte vor. Leider werden Beamte in D aber so gut wie nie bestraft, bestenfalls ermahnt oder versetzt. Gut, dass es ja nun mehr Überlandbusse geben wird, dann wird die Bahn vielleicht auch merken, dass sie etwas tun muss um auch in Zukunft unser Geld zu bekommen.
gulnaz 19.04.2013
Ich mit meiner Freundin waren auch so ähnliche Situation in Köln.Die Bahnbegleitern hatten von uns nach unsere Pässe mit Adresse verlangt.Wir könnten unsere ID zeigen aber adresse nicht . Die erforderten von uns immer ein Pass mit DE Adresse...:-))xa-xa. Natürlich steht in unseren ausländischen Pässen keine DE adresse.Deutsche Bahn sagte zu uns"entweder wir kaufen wieder ein Ticket oder sie rufen nach Bundespolizei.In weiteren fällen bei Polizisten könnte mit Ausschiebung aus Deutschland enden!!!" :-( In dieser Moment könnte ich das Welt nicht verstehen!!
alfredo_spencer 19.04.2013
Lesen, Lesen...
Zitat von LibertyOnlyDie Polizisten verhalten ist korrekt. Sie habe eine Frage die sich nicht ausweisen konnte kontrolliert. Wenn Sie sich nicht ausweisen kann, dann muss ihre Identität geprüft werden. Nur weil die Frau ausrastet und durchdreht, heisst es nicht das die Polizei was falsch gemacht hat.
Lesen hilft. Sie konnte sich ja ausweisen.
bs111hal 19.04.2013
Leider muss ich mich hier für einige Kommentare fremdschämen, die Stereotype und Vorurteile aller Art aufrufen. Unabhängig von der Rechtslage die Juristen sicher besser bewerten können stellen sich mir nach diesem Blogeintrag viele Fragen: Warum muss ein so umständliches Verfahren für den Erwerb einer Fahrkarte angewandt werden? Wieso müssen bei so leicht aufklärbaren Sachverhalten rigide Zwangsmaßnahmen eingeleitet werden? Warum sind technische Möglichkeiten zur Vermeidung von fehlerhaften Verträgen nicht ergriffen worden? Wieso ist keinerlei Zivilcourage von Mitreisenden zu erkennen? Warum muss man sich in einem "Rechtsstaat" davor fürchten, dass es zu Zwangsmassnahmen kommen kann bei einer fehlerhaften Bestellung einer Bahnfahrkarte? Warum werden in einem Dienstleistungsunternehmen so rigide Regelungen erlassen, die es Mitarbeitern unmöglich macht Fehler Klärungen einzuleiten und entsprechend umzusetzen, anstatt nur dass Hausrecht durchzusetzen? Warum bedarf es erst immer spektakulärer und absolut schädlicher Berichterstattung gegenüber eines Unternehmens insbesondere im Dienstleistungsbereich bis es sich auf sein eigentliches Kerngeschäft der Bereitstellung und Umsetzung von Dienstleistungen besinnt? Waren wirklich 7 Beamte notwendig, zur Klärung eines Sachverhaltes der eigentlich auf einem fehlerhaften privatrechtlichen Vertrag beruhte, an dessen Annahme auch der anbietende Dienstleister eine mindestens moralische Teilschuld trägt, wenn er gängige technische Möglichkeiten nicht nutzt? Wer wird jungen Frau erklären, warum aus einem Missverständnis ein möglicherweise Jahre andauernder Rechtsstreit wird, die eigentlich nur von A nach B gebracht werden wollte und dafür auch ein entsprechendes Entgelt bereits gezahlt hatte? Ich bin entsetzt über das Verhalten der Beteiligten der DBAG, dass ein solches Missverständnis nur durch einen kostenintensiven Einsatz von Beamten die eigentlich den Schutz der Reisenden als Hauptaufgabe haben sollten, auf den Weg gebracht werden kann. Ich werde sicher die nächste Bahnreise mit einem unguten Bauchgefühl antreten, denn eines ist ja auch klar geworden, ob man die richtige Fahrkarte hat, kann man bei einem riesen Tarifportfolio und ohne eingehendes Studium von Geschäftsbedingungen wie auch ggf. einer technischen Einweisung in das Bestellsystems außerhalb eines Service Points nicht mehr haben. Welche Diskussionen diesem Einsatz voraus gegangen sind und wie diese genau verliefen, kann man im Artikel auch nur teilweise nachlesen. Trotzdem so denke ich wäre einiges grade weil es tagsüber war mit 2 Anrufen bei entsprechenden Stellen möglicherweise anders gelaufen und die DBAG wäre jetzt nicht in Erklärungsnot.
minoru 19.04.2013
Das geht mir auch so: Ich habe einen deutschen Pass, aber keinen Personalausweis, da ich nicht in D lebe. Wenn ich vom Flughafen per Bahn in meine Heimatstadt reisen möchte, müsste ich mich für das onlineticket mit einen nichtvorhandenen deutschen Personalausweis identifizieren. Warum kann man nicht einfach Pässe zulassen? In dem Land in dem ich lebe ist das garkein Problem. Die wollen nur wissen wie man heisst. Und was geht es das Zugpersonal an wo ich wohne?
SNA 19.04.2013
Zitat von Esistichleider ist mir tatsächlich ein Fehler unterlaufen. Ein dummer aber leider folgenreicher Tippfehler. Leider habe ich die 6 verfehlt und die 2 getroffen. Entschuldigung. Ich meinte den § 164 Stpo (diesmal fast Tipfehlerfrei, außer dem zu kleinen O). Störung einer Amtshandlung. Und das war auf den PRESSEVERTRETER bezogen. Wer von Arroganz und Ignoranz spricht, ganz besonders wenn er sich selbst als Volljurist bezeichnet, sollte doch zumindest in der lage sein, Sachverhalte erfassen zu können.
Ach jetzt verstehe ich! Sie meinen ernsthaft, die Dokumentation einer Amtshandlung sei eine Störung der Amtshandlung. Diese Rechtsauffassung ist allerdings ... abwegig. Der Beamte stellt sich offensichtlich unmittelbar vor das Handy, um das Aufnehmen zu stören, nicht umgekehrt, denn die Amtshandlungen ereignen sich einige Meter entfernt und werden durch das Filmen nicht im mindesten beeinträchtigt. Ich hoffe sehr, dass Sie kein Jurist im öffentlichen Dienst sind, da ich der Auffassung bin, nur Juristen, die ein gewisses Grundverständnis von unserer Verfassung mitbringen (ich empfehle Ihnen in diesem Zusammenhang die Lektüre der Art. 1, 2 und 5 GG), sollten im Staatsdienst sein.
lauterbachheiner 19.04.2013
Seltsame AGB?
Zitat von ankor64Daher ergibt sich in diesem Fall der Verdacht der Leistungserschleichung, also einer Straftat. Also wird die Bundespolizei als zuständige Strafverfolgungsbehörde geholt, damit diese die Personalien der Dame feststellt (§163 StPO). Das ist im Zug faktisch nicht möglich sondern soll die Personalienfestellung vermutlich in der Bundespolizeistation durchgeführt werden. Dazu muss die Dame den Zug verlassen. Das will sie aber nicht. Daher machen die Beamten von ihren Gewaltmonopol gebrauch und bringen sie, aus meiner Sicht doch recht vorsichtig, aus dem Zug.
Grundsätzlich hat die Dame die AGB der Bahn hier nicht beachtet. Das ist richtig. Nun kommen wir aber zum Punkt wozu die "nötigen" Angaben dienen und warum die Bahn sich legal in Deutschland aufhaltende Personen daran hindert online legal ein Ticket zu erwerben. Diskriminiert die Bahn hier Personen die keinen deutschen Personalausweis haben? Absicht oder Unvermögen? Warum tritt die Bundespolizei in einer deratigen Personalstärke auf? Einschüchterungstaktik? Falsche Schilderung der Situation durch die Bahn? Sicher darf man nicht das Gafahrenpotential unterschätzen das durch junge Damen aus Russland ausgeht ;-) Da hat uns der Wladimir gezeigt wie man das macht... Ich persönlich hätte da auch ein Fass aufgemacht. Die Möglichkeiten der jungen Dame sind begrenzt, das zetern also nachvollziehbar. Das Verhalten der Bahnmitarbeiter und der Bundespolizei dagegen überzogen. Das Ticket war bezahlt. Der Name korrekt. Einzig die Adresse konnte nicht per Personalausweis verifiziert werden. Wo ist also die Leistungserschleichung? Die Daten der Dame hätten übrigens auch im Zug überprüft werden können. Zumindest ausreichend genug wenn sie an der angegeben Adresse gemeldet ist.
mmhkerni 19.04.2013
Ich bin bekennender Bahnhasser... Meine Geschäftsreisen versuche ich stets um die Bahn herum zu planen. Lieber im Auto im Stau stehen, was dann mein "Verschulden" ist, als ohnmächtig dem Unvermögen dieses "Dienstleisters" ausgeliefert zu sein.
kevinmaerz 19.04.2013
Ich will mir jetzt nicht alle Kommentare durchlesen, vielleicht wurde schon darauf hingewiesen: Eines ist hier wohl Vielen nicht klar: Dass man bei einem Onlineticket einen Ausweis (oder eine andere Identifizierungskarte) mit vorzeigen muss ist ein Sicherheitsmerkmal ohne das das ganze System des Selbstausdruckens doch gar nicht funktionieren würde! Das hat rein gar nichts mit Gestapo-Methoden, Einschränkung der Reisefreiheit oder sonst was zu tun ... Das Ticket kommt als PDF zum Selbstausdrucken! Das heißt man kann das so oft drucken, wie man will (--> großer Unterschied zu den Tickets, die aus dem Automaten oder vom Schalter kommen, die haben erstens eingebaute Sicherheitsmerkmale gegen Kopieren und werden zweitens natürlich nur ein einziges Mal ausgestellt). Es muss also beim Kauf schon klar sein, welche Person mit dem Ticket fährt. Und dass da der Name nicht reicht, sollte wohl auch klar sein. Oder meint hier irgendjemand, dass ein Ticket von München nach Berlin für Hans Müller nicht jede Menge Abnehmer finden würde im Internet? Also muss beim Kauf schon klar sein, wer das Ticket nutzen sollte und diese Person muss zweifelsfrei identifizierbar sein. Das geht nunmal nur mit einer Karte mit einer eindeutigen Nummer. Jemand, der das System betreut, muss also darüber nachdenken mit welchen Mitteln das funktioniert. Früher ging das mal nur mit VISA oder EC-Karte, heute geht es auch mit vielen Personalausweisen von verschiedensten EU-Ländern. Wenn ein Pass nicht angeboten wird, wird das seine Gründe haben. (Vielleicht sind die russischen Nummern ja nur innerhalb einer Stadt eindeutig und nicht landesweit oder man traut russischen Pässen einfach nicht etc., etc.) Und ein Grundrecht auf ein Onlineticket gibt es sicherlich nicht! Es gibt schließlich noch jede Menge andere Wege an eine Fahrkarte zu kommen. Aber nun mal zurück zum Thema: Wird ein falsches Identifizierungsdokument genutzt ist das gegen die Spielregeln und letztendlich wie Fahren ohne Fahrkarte. Und dann kommt Ermessen ins Spiel. Klar, wird der eine oder andere Forist schonmal erlebt haben, dass die Zugbegleiter auch mal was anderes gelten lassen, aber sie müssten es nicht und wie oben erklärt auch aus gutem Grund. Und gerade bei Ausländern ist es nochmal schwieriger: Bei einem Hans Müller würde man als Zugbegleiter wohl ganz genau hinschauen aber woher soll man denn wissen, ob der russische Name nicht auch ein Allerweltsname ist? Und ich denke, es ist auch nicht jedem Zugbegleiter zuzumuten jetzt alle Schwachstellen in einem - die Sicherheitsmerkmale des Onlinetickets betreffenden - undurchsichtigen Prozess zu kennen und sich da einfach an die Regeln zu halten, die er von oben bekommt. "Warum geht der russische Pass nicht?" - "Weil es nicht vorgesehen ist." Punkt. Einfach akzeptieren. Fortsetzung folgt...
craic 19.04.2013
Die Deutsche Bahn ist ein Deutsches Trauerspiel. Ich habe neulich versucht, von Hamburg nach Berlin zu fahren, und zurück. Also, der gebuchte ICE aus Hamburg ist schon einmal gar nicht losgefahren, kaputt, und dann der ICE von Berlin nach Hamburg am übernächsten Tag hatte eine halbe Stunde Verspätung, ab Berlin. Alles kein Zufall nehme ich an. Und dann diese Diskussionen mit der Schaffnerin.: Ich hatte unsere Tickets online gekauft, und bezahlt. Also den Ausdruck vorgezeigt, der wurde gescannt, und dann diese Aufforderung "Ich brauche auch Ihre EC-Kreditkarte." "Warum?" -"Ja, weil Sie das als Ausweis angegeben haben." "Ja aber warum brauchen Sie meine EC-Karte nochmal, ich habe doch schon bezahlt?" -"Ja, weil Sie das als Ausweis angegeben haben." "Aber wofür brauche ich eigentlich einen Ausweis wenn ich mit einem bezahlten Ticket mit der Bahn fahre?" -"Ja, weil Sie das als Ausweis angegeben haben." "Ja, aber warum, hier im Ticket steht doch mein Name, hier ist mein Ausweis, ich bin es selbst, warum dann noch meine EC-Karte?" "Weil Sie das als Ausweis angegeben haben." "Ja aber WARUM muss ich mich mit meiner EC-Karte ausweisen?" "Weil Sie das als Ausweis angegeben haben, weil das so vorgeschrieben ist, Sie können sich auch mit einer Bahn-Card oder mit einem Ausweis ausweisen, wenn Sie das vorher so angegeben haben." "Ja aber WARUM kann ich nicht einfach mit meinem bezahlten Ticket auf meinem reservierten Platz in Ihrem verspäteten Zug fahren, ohne meine EC-Karte, wenn ich mich aber anders ausweisen kann als mit meiner EC-Karte?" -"Weil Sie die EC-Karte als Ausweis angegeben haben, das können Sie nachlesen, das steht so in den Bestimmungen, im Internet." Der Gag war dann natürlich, dass das Lesegerät der Schaffnerin meine EC-Karte gar nicht lesen konnte, es fehlte die eine Stelle in der Kontonummer, die ich grundsätzlich nie angebe. Und trotzdem wurde ich nicht aus dem Zug geworfen, warum eigentlich nicht? Also, diese russische Studentin hat mein volles Verständnis und Mitgefühl. Sie soll nicht glauben, die Deutsche Bahn behandelt nur russische Fahrgäste wie Bittsteller, die Deutsche Bahn tut das mit allen Fahrgästen, ohne Ansehen der Nationalität. Und Sie tut es gern, und immer wieder. Es ist und bleibt ein Trauerspiel mit der DB.
kevinmaerz 19.04.2013
Und auch die Polizei: Meint hier irgendjemand, dass jeder Polizist noch eine Ausbildung im Tarifrecht der Bahn hat? Denen ist doch wurschdegal, warum der Fahrgast rausfliegen soll. Das Zugpersonal hat nach Prüfung festgestellt, der Fahrgast fährt ohne Fahrschein und ist nicht bereit nachzuzahlen. Der Aufforderung den Zug dann bitte zu verlassen wird nicht nachgekommen. Körperlichen Zwang anwenden darf nur die Polizei, also holen und rausbefördern lassen. Warum und weshalb ist den Polizisten doch egal, die Bahn hat in ihren Zügen Hausrecht. PS: Bevor jetzt das Argument kommt, dass man das Ticket doch direkt "entwerten" könnte, wie beispielsweise bei Konzerten etc.: Die Scangeräte der Bahn sind nicht "online" (da die Bahn halt auch mal öfter durch die Pampa fährt und ein Onlineticket auch für jede Feld-Wald- und Wiesenbahn erhältlich ist), daher wäre es möglich zur gleichen Zeit mit dem Ticket mehrfach zu fahren.
ahabich 19.04.2013
Die Frau ist meiner Meinung nach zu Unrecht aus dem ICE gebracht worden. Wenn sie das ticket wie berichtet ueber einen Reiseveranstalter gebucht hat, ist der verantwortlich fuer die korrekte Abwicklung und haette die Frau darauf hinweisen muessen dass ein russischer Pass als Identifikationsausweis nicht zulaessig ist. Im uebrigen akzeptiert die DB zum Beispiel id-cards von Frankreich, Oesterreich und Italien fuer online-bookings.
wasnulos 19.04.2013
könnte hier stehen
Zitat von ThiloBaumWas ich sehr spannend finde in dieser Diskussion: Es gibt im Grunde zwei Lager. Das sinnorientierte und das regelorientierte. ... Ich denke, wenn wir ein weltoffenes und tolerantes Deutschland wollen, sollten wir schauen, dass nicht mehr die Regelorientierten das Sagen haben, sondern die Sinnorientierten.
Vielen Dank, kaum trefflicher und noch weniger kürzer zu beschreiben, Glückwunsch! Psychologisch wird dieses Verhalten mit "Gewissenhaftigkeit" gemessen, je höher ausgeprägt, desto weniger werden Regeln hinterfragt. Vollkommene Zustimmung, danke dafür. Liebe Grüße wasnulos
micromiller 19.04.2013
der garant unserer freiheit ist eine freihe presse
Zitat von deralhambraAber auch die Pressefreiheit hat ihre Grenzen und diese Grenzen sind im Grundgesetz selbst festgelegt, d.h. ein Recht kann nur so lange "beansprucht" werden, wie es nicht die Rechte anderer, d.h. Dritter einschränkt! So sind die Persönlichkeitsrechte jedes einzelnen Bundespolizisten ebenso zu wahren, wie der der Mitarbeiter der Bahn, aber auch die Persönlichkeitsrechte der betroffenen Frau sind zu wahren. ... Und noch eines zum Schluss: Menschenverachtendes Verhalten kann und darf nicht toleriert werden, aber bei euren Reaktionen gibt es immer mehrere Seiten. Lasst alle zu Wort kommen und wägt ab.
das wichtigste korrektive unserer demokratie ist die freiheit der medien da wo politik und staatsgewalt versagen, sind gott sei dank medien zur stelle und werfen ein schlaglicht auf die probleme. eine russische studentin wird in unserem land von 5 maennlichen polizisten bedraengt und gewaltsam aus dem zug entfernt worden.. und als geste der reassischen ueberlegenheit gedutzt.. ich bin froh, dass es in deutschland journalisten gibt, die das berichten und ungehindert berichten duerfen.
frutsch 19.04.2013
So ein dummer Bericht. Es gibt ganz klare Regeln bei der Bahn. Zum Internetticket gehört, dass man sich legitimieren kann und dass die Legitimation auf dem Fahrschein vermerkt ist. Das kann die passende Kreditkarte sein, das kann ein Personalausweis sein oder auch ein russischer Reisepass mit einer deutschen Meldebescheinigung. Irgendwie muss die Bahn das nachprüfen, ansonsten könnte man diese Internetfahrkarten beliebig vervielfältigen. Sorry, die Regeln sind klar. Für Leute, die sie nicht verstehen, gibt es sie auch in Englisch. Und wer damit nicht klar kommt, muss sich halt eine klassische Fahrkarte am Schalter oder im Reisebüro holen. Alternativ bietet die Bahn sogar nicht-personengebundene Fahrkarten auf dem Postweg an. Ohne Legitimation ist die Fahrkarte ungültig. Ohne Fahrkarte kann die Frau aussteigen. Steigt sie nicht aus, kommt die Polizei. Wehrt sie sich, wird einfache körperliche Gewalt angewandt. Der Herr Journalist hätte anstatt mit dem Polizisten in ein Handgemenge einzutreten, seinen Presseausweis vorzeigen können. Stattdessen macht er aus der Verhaftung einer Schwarzfahrerin ein Skandälchen.
Windsurfer 19.04.2013
Mal ein wenig nachdenken
Dieses Identifizieren ist doch nur dazu da Missbrauch zu verhindern, bzw. Schwarzhändlern das Geschäft zu vermiesen. Siehe das Schöne WE Ticket, wo regelmäßig Mitfahrer gesucht werden. Darum EC Karte oder Perso, damit es keine Missverständnisse gibt. Das gilt eben für alle, die günstig mit der Bahn reisen wollen. Also mal schön die Kirche im Dorf lassen.
Edenliving 19.04.2013
Solch Verhalten der "Polizei" hat in aehnlicher Situation dazu gefuehrt, dass ich - wie es jetzt einige von Herrn Becker verlangen - dem Opfer geholfen habe. Das fuehrte dazu, dass ich gleich mit verpruegelt wurde. Erstaunlicherweise behaupteten damals saemtliche "Polizeibeamte", dass nicht sie mich, sondern ich sie verpruegelt hätte.Das nennt man wohl Korpsgeist und solcher sitzt noch heute in braunen Hirnen. Ich jedenfalls habe nicht nur wegen dieser Häufung der Uebergriffe die in Diktaturen ebenfalls Platz haetten, Deutschland verlassen. Schnell und endgueltig. Dennoch hatte ich gleich zwei aehnliche Situationen. Einmal in der Ukraine. Ein anders mal in Nigeria. Demnaechst muss ich nach Nordkorea. Dort werde ich wohl die "Polizisten" wieder sehen?
alfredo_spencer 19.04.2013
Das Video
Zitat von dosmundosInteressieren würde mich, was geschehen wäre, wenn der Polizist nicht versucht hätte, einen Gaffer am Filmen zu hindern (schließlich kann ja jeder sagen, er sei Journalist). Kann man denn einfach so Fremde in einer Not- oder Zwangslage filmen? Wie sie verprügelt werden, oder verhaftet, oder rettungsdienstlich behandelt?
Macht die Polizei ständig! Spätestens 7 Mann Polizei haben das öffentliche Interesse geweckt. Nun kann der Journalist ja nicht wissen was noch passiert. Also war das Filmen in Ordnung und das Verhindern des selben totalitär und nicht rechtsstaatlich. Erinnert an China und Russland.
onigorom 19.04.2013
Welcome to Germany. Mit der Bahn hat das nichts zu tun, mit latentem Ausländerhass sehr wohl. Da beruft man sich gerne auf Formalien, wenn man seinen Hass ausleben will.
wattläufer 19.04.2013
Zivilcourage !
Ah, ein Fall von Zivilcourage ! Chapeau ! Ich wage mal die Behauptung, hätten marodierende Jugendliche, grölende Fussball Fans oder besoffene Nazis das Mädchen belästigt, hätte niemand das Handy gezückt ! Eher wäre man verschüchtert tiefer in den Sitz gerutscht ! Zivilcourage immer und in jedem Fall ! Und die Fahrkartenkontrolleure tun mir leid, täglich beschimpft, bespuckt und mit dem Tode bedroht und dass, weil jemand Schwarz fährt ! Ich erlebe das Tag für Tag in der Bahn ..... gruselig !
SNA 19.04.2013
Zitat von d.hauskrettUm das ganze mal aus juristischer Sicht zu klären (bevor meine Kompetenz in Frage gestellt wird: Ich bin selbstständiger Rechtsanwalt): ... Da ich schon mehrmals Polizisten in ähnlichen Fällen als Klienten hatte, schaffe ich, das ganze auch Mal aus deren Blickwinkel zu sehen, die Fähigkeit besitzen leider nicht alle hier.
Die Beamten sind dazu natürlich nicht verpflichtet. Opportunitätsprinzip nennt sich das. Kann man bei Wikipedia nachlesen. Oder halt in juristischen Lehrbüchern. Und mit Verlaub, Herr Kollege, dass das unverhältnismässig war, darüber kann man doch wohl nicht ernsthaft streiten. Die Persönlichkeitsrechte der Polizisten wurden durch das Verpixeln gewahrt. Im übrigen treten diese gegenüber dem Informationsbedurfnis der Öffentlichkeit bei einer dienstlichen Handlung wohl zurück, zumal, wenn deren Rechtmässigkeit zweifelhaft ist. Das gilt selbstverständlich auch für nicht-Journalisten. Oder sind Sie ernsthaft der Meinung, die syrischen Handyberichte wären illegal? In einem demokratischen Rechtsstaat (Definition jeweils bei Wikipedia), muss sich dei Staatsmacht schon gefallen lassen, dass man ihr auf die Finger schaut. Ich dachte, das sei inzwischen Allgemeingut...
prüter 19.04.2013
Woher wissen Sie ...
Zitat von maw36Diese Pappenheimer mag ich am liebsten. Von der Miniaturfassung des Artikels auf der Startseite musste ihnen klar gewesen sein, dass der Artikel Ihnen anscheinend nicht liegt. Sie entschließen sich also dazu, den Artikel trotzdem zu lesen, das Video anzusehen. Um zu sehen was denn andere davon halten, scrollen Sie sich durch die Kommentare bis fast nach ganz hinten, um dann einer Foristin zu antworten: Ja, ich finde den Artikel und den Spiegel auch doof. Wissen Sie was ich doof finde? Menschen, die sich in Ihrer Freizeit mit Dingen beschäftigen, die sie eigentlich doof finden.
... was ich beim Lesen der Miniaturfassung gedacht habe?! Um es genau zu sagen, zunächst war ich mir bez. der Beurteilung des Videos und der dahinter stehenden Geschichte im unklaren. Umso mehr ich mich damit - und den Komentaren - beschäftigt habe, desto habe ich mich (nicht zum ersten Mal) über den Rückgang der journalistischen Qualität geärgert. Jetzt können Sie sagen: dann soll er den Spiegel doch nicht mehr lesen. OK, ich kann aber auch an dieser Stelle äußern, dass ich das bedauere. Und die Hoffnung hegen, dass es - vielleicht im Rahmen der anstehenden personellen Änderungen - einen Änderung gibt. Finde ich nicht "doof", sondern konstruktiv. Aber eigentlich - zumindest da gebe ich Ihnen recht - gehört das ja nicht wirklich in dieses Forum. Aber sicherlich haben Sie ja auch bemerkt, dass das nicht mein einziger Kommentar zu der Sache war, oder?!
frutsch 19.04.2013
Sind Sie schon einmal Bahn gefahren?
Zitat von NarnIch versteh schon von vornherein überhaupt nicht, weshalb man sich für online erworbene Tickets überhaupt ausweisen muss. Bei Studentenausweisen etc. ist das klar, da, sofern kein Photo auf dem Ausweis vorhanden, hier dem Missbrauch, sprich dem Verleihen, Tür und Tor geöffnet wäre. Aber bei Online-Tickets? Auf dem am Schalter erworbenen Ticket steht ja auch nicht mein Name drauf. Und die Echtheit des Tickets wird nicht über den Ausweis verifiziert. Dass nur der dt. Personalausweis akzeptiert wird ist sowieso ein ganz klarer Fall von Diskriminierung ausländischer Mitbürger, und allein deshalb schon eine Sauerei.
Online-Tickets werden selbst gedruckt. Also wird vom Zugpersonal eine Legitimation gefordert, sonst fährt der ganze Zug mit nur einer Fahrkarte. Die Fahrkarte vom Schalter hat mehr oder weniger fälschungssichere Merkmale und ist somit übertragbar. Und nein, dass nur der deutsche Ausweis akzeptiert wird, entspricht der Fantasie des Autors. Wenn die Frau ihren Wohnort auf der Fahrkarte angibt, muss sie den belegen. Das geht z.B. mit ihrem russischen Ausweis und einer Meldebescheinigung.
stevie76 19.04.2013
Zitat von micromiller5 reinrassige grossdeutschen polizisten im kampfeinsatz. als ausdruck ihrer rassischen ueberlegeneheit haben sie die frau natuerlich gedutzt. passagiere schauen weg .. anstatt der frau zu helfen.. ich habe den video link meinen nicht rassig deutsch aussehenden verwandten nach canada geschickt, das entsetzen war gross.
ich bin auch schon mit einer fahrkarte gefahren, die nur in verbindung eines persos gültig war, den ich nicht dabei hatte. ich musste auch löhnen. ich kann sie beruhigen, ich sehe völlig "rassig deutsch" aus.
bernie_witzbold 19.04.2013
Mann Mann Mann!
Zitat von MatzeFFMWarum haben manchen das lesen im geraumer Zeit verlernt, heftig! Hier wird teilweise ein Müll geschrieben. Von wegen überhebliche Gangart der polizisten, rauswerfen, Verhältnismäßigkeit. 1. Rauswerfen? Ich bekomm ein Lachkrampf! 2. Die Maßnahme ist soweit Verhältnismäßig, bis diese zum Ziel führt bzw. Zielführend ist! 3. Wenn die Frau meint, sie müsse Aufmerksamkeit erregen durch, sorry, ihre eigene Dummheit, dann hat sich einfach Pech!
Die Dame ist Russin. Und wenn- wie man an Ihrem Beitrag merkt - so mancher in Deutschland das korrekte Schreiben verlernt, dann sollte er sich nicht über ausländische Fahrgäste erregen, die mit dem Deutsch der Buchungsbestimmungen nicht zurecht kommen. Und jetzt gehen Sie mal lieber weiter Fahrkarten kontrollieren!
wastl300 19.04.2013
Ne, ist klar
Zitat von KlausP22Alle die Meinen, die Frau hätte eine gültige Fahrkarte, die haben sich das Online Buchungsformular und die AGB noch nie genau durchgelesen. ...
Beim nächsten Kauf ihrer Lebensmittel, ... nicht vergessen die AGB´s ohne die kann der Deutsche nicht mehr leben. Biete Service an: Rechtsanwaltliche Übersetzung der AGB´s damit sie auf der sicheren Seite sind. Sind die Sicherheitsrichtlinien bekannt, wenn sie die Straße betreten? Eine chemische Analyse der Luft wird alle 10km benötigt, um gesundheitliche Risiken einzugrenzen. Kommen sie Mitbürgern näher als 30cm ist mit Klage zu rechnen. Schließen sie ihre Haftpflichtversicherung ab, wenn sie mit der DB fahren. Unter Umständen reservieren sie noch Zeit, um den Gefängnisaufenthalt kompensieren zu können. Maximal 3 Jahre Guantanamo, falls voll in Nordkorea, sind fällig für einen einzigen Irtum oder Versehen.
wolff966 19.04.2013
Vielleicht nur ein Hinweis,jeder Fahrschein verfügt über bestimmte Sicherheitsmerkmale-jedoch bei Onlinetickets ist es halt der Abgleich der vorgegebenen Authentisierung.Diese war nicht gegeben,da seriöser Journalismus nunmal mit ausgewogener Berichterstattung zu tun hat,wissen interessierte Leser nicht wie die Situation eskalierte.Sie sehen nur den finalen Schlusspunkt,flankiert durch einen tendenziösen Artikel.Fakt ist jedoch der Fahrschein war fehlerhaft,ferner wäre von Interesse wie Mitarbeiter der Bahn angewiesen sind fehlerhafte Onlinetickets zu kontrollieren,wie hoch die Missbrauchsquote ist,und wie solch eine Situation so eskalieren konnte.Theoretisch hätte eine andere Frau mit Personalausweis einen Fahrschein haben können,sie selbst benutzt einen Pass.Das geht nur wenn beide Namen identisch sind(doppelte Staatsbürger etc)Der Scanvorgang ist offline-der Betrug wird erst später sichtbar.Bei vernünftiger Recherche würden solche Fragen nicht auftauchen.Und zu meinem grossen Erstaunen kommt solch ein Beitrag in der Printausgabe des Spiegels vor.Damit gehöre ich defibitiv nicht mehr zur Zielgruppe des Magazins.Bei einem Abgleich mit Kreditkarte oder EC Karte gibt es keine Probleme-da nur einmal vorhanden(die Nummer-die Rede).Die Dame wählte aber explizit die Personalausweisabgleich.Wieder die Frage,wie häufig ist soetwas-wie hoch der Missbrauch-wobei wir wieder bei ausgewogener,sauberen Berichterstattung wären.
nochmehrunsinn 19.04.2013
Zitat von frutschOnline-Tickets werden selbst gedruckt. Also wird vom Zugpersonal eine Legitimation gefordert, sonst fährt der ganze Zug mit nur einer Fahrkarte. Die Fahrkarte vom Schalter hat mehr oder weniger fälschungssichere Merkmale und ist somit übertragbar. Und nein, dass nur der deutsche Ausweis akzeptiert wird, entspricht der Fantasie des Autors. Wenn die Frau ihren Wohnort auf der Fahrkarte angibt, muss sie den belegen. Das geht z.B. mit ihrem russischen Ausweis und einer Meldebescheinigung.
So was wollen die Jungs und Mädels hier gar nicht lesen. Hier geht es um Vorurteile und Beamten Bashing.
xtechnokratx 19.04.2013
hmmmm
Zitat von mykhemeDas würde doch bedeuten, dass nur deutsche Staatsbürger mit aktuellem Personalausweis online Tickets erwerben dürfen?...
Nein es geht ja auch z.B. eine Kreditkarte, hätte sie die Seite auf Russisch geöffnet wäre der Personalausweis gar keine Option gewesen.
sasjan 19.04.2013
Zitat von ankor64Die Beförderungsbedingungen der Bahn sehen für Online-Tickets eine von der Bahn anerkannte Legitimation vor. ... Sehr geehrter Herr Becker, aus meiner Sicht hätte ich einen so tendenziösen Artikel vielleicht in einer bekannte Boulevard-Zeitung in dieser Form erwartet, aber nicht in einem Nachrichtenmagazin wie dem Spiegel, dass sich selbst als ein Magazin der Meinungsbildung versteht. Vielleicht denken Sie bei einer vergleichbaren Situation, die Ihnen das nächste Mail "in den Schoß" fällt, etwas genauer nach.
Schickt jetzt die DB ihre Juristen is Gefecht? Jede Fahrkarte könnte gefälscht sein, besonders die ausgedruckten. Der >Verdacht< einer Leistungserschleichung ist immer gegeben, sonst bräuchte man ja nicht zu kontrollieren.
freekmason 19.04.2013
Zitat von MatzeFFMSind denn hier manche völlig geistes gestört???? NATÜRLICH WIRD MAN BEI DER BUCHUNG GEFRAGT MIT WELCHER IDENTIFIKATION MAN SICH AUSWEISEN WILL, ICH ZITIERE!!!! "Identifikation für das Online-Ticket Ich bestätige, dass die hier angegebene Identifizierungskarte (BahnCard, Kreditkarte, ec-Karte (Maestro) oder Personalausweis) gültig und die persönliche Identifizierungskarte des Reisenden ist. Dem Reisenden ist bekannt, dass diese zusammen mit dem Online-Ticket im Zug bei der Kontrolle vorzuzeigen ist. Das Online-Ticket ist nicht übertragbar und gilt nur für den hier angegebenen Reisenden persönlich (ggf. mit Mitfahrern). Bitte wählen Sie eine dieser Karten: Kreditkarte - BahnCard - ec-Karte (Maestro) ODER!!!!! Personalausweis Warum haben manchen das lesen im geraumer Zeit verlernt, heftig! Hier wird teilweise ein Müll geschrieben. Von wegen überhebliche Gangart der polizisten, rauswerfen, Verhältnismäßigkeit. 1. Rauswerfen? Ich bekomm ein Lachkrampf! 2. Die Maßnahme ist soweit Verhältnismäßig, bis diese zum Ziel führt bzw. Zielführend ist! 3. Wenn die Frau meint, sie müsse Aufmerksamkeit erregen durch, sorry, ihre eigene Dummheit, dann hat sich einfach Pech! Es steht klipp und klar da wie die Identifikation durchzuführen ist. Vor allem muss sie auch ein Häkchen setzen. Also... kann der Teil bitte die Rosa Rote Brille ablegen, die der Meinung sind, dass das alles nicht rechtens ist?! Danke!
dieses ganze RUMGESCHREIE!!! hätten sie sich sparen können, wenn sie mal den artikel gelesen hätten.
k70-ingo 19.04.2013
Zitat von nochmehrunsinnHier geht es um Vorurteile und Beamten Bashing.
Warum nicht? Es trifft ja nicht die Falschen.
stevie76 19.04.2013
Zitat von NarnDass nur der dt. Personalausweis akzeptiert wird ist sowieso ein ganz klarer Fall von Diskriminierung ausländischer Mitbürger, und allein deshalb schon eine Sauerei.
ok, jetzt wirds albern, ich verabschiede mich ins wochenende.
DonCarlos 19.04.2013
Selbstversuch Onlineticket der DB AG: 1. Hinweis: " Keine Buchung von Online-Tickets für andere Personen" (Ich darf also nicht für meine Deutsche Oma ein Ticket im Internet kaufen?) 2. Hinweis: "Erfordert das Vorzeigen einer Identifizierungskarte bei der Kontrolle im Zug (BahnCard, bahn.bonus Card, EC-Karte, Kreditkarte oder Personalausweis)." 3. "Hinweis: Bei Auswahl des Personalausweises als Identifizierungskarte für das Online-Ticket ist keine Kreditkartenzahlung möglich. " 4. Identifizierungsabfrage für Personalausweis: "Vorname", "Nachname", "Geburtsdatum", "Land", "Letzte 4 Zeichen der Ausweisnummer", "gültig bis" 5. Auswahlmöglichkeiten für "Land": Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Schweiz. Wenn wir in den USA wären hätte die DB AG ein saftiges Bußgeld zu zahlen. Dann wäre da noch eine Diskriminierung von zum Beispiel Dänen, Briten, Polen, Spaniern, Portugiesen, Tschechen, Slowenen, ... Liebe DB AG, SO NICHT!!!
craic 19.04.2013
Die DB kann es eben nicht. Zu Online-Tickets braucht man heute keinerlei zusätzliche Legitimation mehr, um Missbrauch auszuschliessen.: Mit dem Einscannen des ersten Tickets werden alle weiteren Ausdrucke dieses Tickets entwertet, und fertig. Es ist Sache der Bahn, ihre Systeme so einzustellen, wie es die meisten Stadttheater mit Online-Tickets heute können.
wastl300 19.04.2013
Die DB ist privat?
Zitat von FreiberuflerIch hoffe, dass man die Bahn bald wieder verstaatlicht.,,,
noch zahlt der Staat die Verluste. Eine AG wurde abgeblasen. Habe ich was versäumt?
jake 19.04.2013
Frechheit
Die Schaffner fühlen sich sehr mächtig...... Und dazu noch unterstützen die Polizisten diese "ach so mächtigen Bahnmitarbeiter" ohne diesen Fall schon eher zu Prüfen. Sinnlose Aktion gegen eine Person meiner meinung nach. Dieser Fall sollte aufgenommen werden. Das passiert leider viel zu häufig. Neulich ist ein Schaffner zu einem dunkelhäutigen Fahrgast,mit der Ansage :" Na Schocki-Boki" hingegangen.
Hierzu kann ich folgendes Berichten . Meine Frau hat für uns kurz nach Weihnachten einen Berlintrip gebucht , im Reisebüro und für die Ticketbuchung ihre Duldung Vorgelegt . dieses Dokument wurde auf der Hinfahrt nach Berlin Anstandslos akzeptiert . Jedoch auf der Rückfahrt wurden wir vom Schaffner Angesprochen das dieses Dokument nicht akzeptabel ist sondern lediglich der Deutsche Personalausweis . Der Schaffner belies es Allerdings bei dieser Belehrung und lies uns Weiterfahren . Jedoch denke Ich das es evtl anders ausgesehen hätte falls wir nicht unsere 18 monatige Tochter dabeigehabt hätten . Es muss hier in den Bahnregularien Nachgebessert werden . Wir haben nunmal Mitbürger welche keinen Deutschen Personalausweis haben
Faan 19.04.2013
Da fällt mir nur Wischmeyer ein: Alle doof bis auf ich: Die bescheuerte Republik Muss man noch mehr sagen?
lauterbachheiner 19.04.2013
Danke!
Zitat von Stäffelesrutscher@ vorsteuerzahler von 19:40: Oh doch, es ist versteckt! 1. Auf der Startseite ist kein Hinweis auf solche Einschränkungen bei Onlinebuchungen. 2. Wenn Sie zu "Auskunft und Buchung" gehen, können Sie den gesamten Buchungsdialog durchlaufen, ohne ein einziges Mal auf solche Einschränkungen hingewiesen zu werden. 3. Ich habe auf der Startseite "USA" eingegeben. Es wurde beim Thema Identitätsfeststellung angebenden: credit card, BahnCard, ID card. - So, und jetzt sagen Sie mir bitte, was der Hinweis an einen US-Bürger, er könne sich mit seiner ID card ausweisen, soll, wenn sie laut einer Klausel, die auf irgendeiner Unterseite versteckt ist, gar nicht zugelassen sein soll? Warum steht da nicht ganz groß: »only ID cards of the following countries are accepted...«? Fazit: So etwas nennt man eine überraschende Klausel. Sie ist damit unwirksam. Gefestigte Rechtsprechung.
Vor allem wenn man bedenkt das bei Amerikanern schon der Führerschein als ID Card gilt. Da steht auch keine Adresse drauf. Die Dame hat ihre Adresse angegeben und einen gültigen Pass mit dem gleichen Namen wie auf dem Ticket vorzeigen können. Die Legitimation ist also gegeben. Wenn die Bahn Dokumente welche die Bundesrepublik Deutschland anerkennt nicht akzeptiert dann liegt der Fehler bei der Bahn. Wenn man auch noch Bundesbehörden als Erfüllungsgehilfen heranholt, um die nur per AGB legitimierte Dskriminierung durchzusetzen, geht man aber über den einfachen Fehler hinaus. Was der Bahnmitarbeiter sich den lieben langen Tag anhören darf um dann gegenüber jemanden den er noch nie gesehen hat so zu reagieren ist egal. Wenn man das nicht ab kann hat man in dem Job nichts zu suchen. Gleiches gilt für Polizisten. Diese Hybris das man alle Situationen kennt und im Besitz der alleinigen Wahrheit ist geht mir richtig gegen den Strich. Zu 90% läuft es nach dem Motto: Wie man in den Wald ruft so schallt es heraus. Aber der kleine Teil der den Ruf eines Unternehmens oder einer Behörde so immens schädigen kann sollte man dann doch nicht auf die Menschen loslassen.
Ewa84 19.04.2013
Ich habe das Problem auch sehr oft. Ich bin polnische Staatsbürgerin und mein Personalausweis wird hier in Deutschland als Ausweis anerkannt. Einen Pass brauche ich nicht mehr. Da ich aber in Polen nicht gemeldet bin, steht auf dem Ausweis auch keine Meldeadresse drin. Das hat den Nachteil, dass ich mich als Person identifizieren kann, aber keine Adresse vorlegen kann. Heißt: Wenn ich weiß, dass ich mich irgendwo identifizieren muss packe ich immer meine Meldebescheinigung ein. Oder in meinem Fall die Freizügigkeitsbescheinigung wo die Adresse mit drauf steht.
Neinsowas 19.04.2013
wenn....
Zitat von ankor64Die Beförderungsbedingungen der Bahn sehen für Online-Tickets eine von der Bahn anerkannte Legitimation vor. ... Sehr geehrter Herr Becker, aus meiner Sicht hätte ich einen so tendenziösen Artikel vielleicht in einer bekannte Boulevard-Zeitung in dieser Form erwartet, aber nicht in einem Nachrichtenmagazin wie dem Spiegel, dass sich selbst als ein Magazin der Meinungsbildung versteht. Vielleicht denken Sie bei einer vergleichbaren Situation, die Ihnen das nächste Mail "in den Schoß" fällt, etwas genauer nach.
...das alles nicht möglich ist, warum erhält sie dann die Fahrkarte?
riotaxista 19.04.2013
Herr Becker, ich hätte das Mädchen weiter unterstützt anstatt hinter dem Glas zu bleiben… aber jeder nimmt es anders wahr…
democracy_now 19.04.2013
Ich glaube das dies einfach mal wieder ein Fall von Fremdenhass war der immer noch aus der deutschen Vergangenheit stammt.
zyankali 19.04.2013
ich fasse es nicht...
Was manche hier für einen Reis schreiben "Sie hatte keinen gültigen Pass. Wo ist da die Aufregung?! Ist doch alles richtig - ihr Ticket war ja nicht gültig - ist doch wie Schwarz fahren blabla" Haaalllooooooooo!!! Sie hatte einen gültigen Pass!!!! Auch ihr Ticket war gültig - ohne entsprechenden Hinweis, dass nur der deutsche Pass zulässig, wozu soll sie sich vorher das AGB durch zu lesen oder sonstigs der Gleichen anzustellen. Ihr fragt doch auch nicht jeden Tag auf Arbeit nach ob ihr gekündigt seid, ohne dass eine solche Kündigung oder Erwähnung vorliegt. Ihr ruft auch nicht morgen bei der Stadt an um zu fragen, ob sie eure Straße von einer 50er Zone in eine 30er Zone verwandelt haben, ohne dass irgendetwas darauf hinweist. Sie ist nicht schwarz gefahren, sie hat genauso für die ihr angebotene Leistung ein Entgelt zahlen müssen wie die anderen Fahrgäste. Was sich die Bahn wieder geleistet hat ist unter aller Sau.
lukeserious 19.04.2013
Ich kann kaum beschreiben wie entsetzt ich bin! Über den Schwachsinn, der hier in den Kommentaren teilweise verzapft wird. Ich spare mir einen richtigen Kommentar weil ich gar nicht wüsste wo ich anfangen sollte.
chuettler 19.04.2013
Dann schauen Sie sich doch mal an, wie unsere russischen Gäste bei der Einreise am deutschen Passschalter im Flughafen behandelt werden. "Zeigen Sie, was Sie an Geld dabei haben. Was wollen Sie überhaupt in Deutschland?" Und das sind alles Ausländer mit gültigem Visum! Ich reise seit langem und oft nach Russland und habe das hunderte Mal erlebt. Bei manchen deutschen Grenzern denk ich, die wollen sich für Stalingrad rächen. Und wenn ich dazwischen gehe, werde ich angeschnauzt: "Halten Sie sich da raus, das geht Sie nichts an." Mit Bellstimme. Wer eine Uniform trägt, führt sich auch den eigenen Landsleuten gegenüber wie ein Herrenmensch auf. Wenn ich bedenke, wie zivilisiert man mir auf den Moskauer Flughäfen begegnet... Schon lange empfehle ich meinen russischen Bekannten, sich andere Reiseziele zu suchen. Nicht Deutschland.
arne.ziemann 19.04.2013
ok, da es einige anscheinend nicht verstehen: wie soll man sich ausweisen wenn man das einzig von der bahn anerkannte mittel der personalausweis ist und man keinen hat? die nächste frage wäre dann: warum muss ich mich voll ausweisen? ich habe ein gültiges ticket erstanden. übrigens, da das vielen hier nicht klar zu sein scheint: wenn man das ticket am schalter kauft fragt einen niemand nach seinen personalien! nur online macht die bahn hier ein geschiss vorm herrn. also fair bleiben. ist es denn richtig das menschen die keinen deutschen pass besitzen (z.b. in deutschland lebende ausländer ohne deutschen pass, oder auch jugendlich die ja ab glaube ich 14 bei der deutschen bahn als erwachsen gelten und den vollen preis bezahlen) sich kein onlineticket kaufen können? und den polizeieinsatz seh ich sehr wohl also fragwürdig an. die frau hat einen gültigen fahrausweis, den sie voll bezahlt hat. schon allein diese tatsache hätte die polizisten abhalten müssen. hausrecht hin oder her!
alfredo_spencer 19.04.2013
Eine lange Mail...
Zitat von kevinmaerz[...] Eines ist hier wohl Vielen nicht klar: Dass man bei einem Onlineticket einen Ausweis (oder eine andere Identifizierungskarte) mit vorzeigen muss ist ein Sicherheitsmerkmal ohne das das ganze System des Selbstausdruckens doch gar nicht funktionieren würde! [...]
...aber man muss nicht alles lesen: 1) Von IT haben Sie keine Ahnung. Es ist überhaupt nicht einzusehen, das die Bahn immer noch ein derartig altes System einsetzt und das einmalige Benutzen eines Tickets nicht anders lösen kann. Zumal sich Kreditkarten auch beliebig clonen lassen und auch keine Foto-Id sind. 2) Fahrkarten aus den Automaten werden gefälscht wie blöd. Ein bisschen Haushaltschemie und man baut sich sein eigenes Ticket.
12gast12 19.04.2013
Keiner kann bestreiten, dass sich diese Situation hier hochgeschaukelt hat. Als Journalist enttäuschen Sie mich aber. Hier wird hetzerisch berichtet, ohne die Hintergründe zu ermitteln bzw. die Gesetzeslage zu berücksichtigen. Jeder, der sich in der StPO und in den Polizeigesetzen der einzelnen Bundesländer auskennt, erkennt hier die Rechtslage und auch deren Rechtsfolgen. Dies ist auf Nachfrage kurz zu erläutern. Fertig. Wer sich dann den Ordnungshütern immer noch in den Weg stellt oder deren Anweisungen nicht befolgt, verschlimmert nur die Situation. Alle Betroffenen könne jede Maßnahme rechtlich auf Inhalt und Verhältnismäßigkeit überprüfen lassen. So funktioniert unser der Rechtsstaat. Und ich bezweifle, dass dies in Russland so einfach möglich ist wie hier in Deutschland. Und zur Erläuterung: Die Meldesysteme sind in Deutschland nicht miteinander vernetzt. zur Überprüfung benötigt man immer den Kontakt zur Polizei des Wohnortes. Viele Personen sind auch gar nicht in Deutschland gemeldet, sondern einfach nur zu Besuch. Durch den hetzerischen und absolut einseitigen Beitrag ohne Hintergrundwissen beteiligen Sie sich, Herr Becker, an der Stimmungsmache gegen unseren Rechtsstaat, der immerhin ihre unqualifizierte Berichterstattung zulässt. Ich hoffe inständig, dass die Personen, die hier die Polizei verachten und beschimpfen, selbst mal auf deren Hilfe angewiesen sind. Deren Job ist echt nicht einfach. Alle wissen es besser, alle würden es besser machen. Die Reaktion der Beamten ist zwar nicht professionell, aber rechtlich absolut einwandfrei.
donquichote77 19.04.2013
ich muss mal hier eine lanze für die bundespolizei brechen - die dame ist ja total hysterisch und verschlimmert dadurch die situation zusehends.ich kann kein falschverhalten der bundespolizei erkennen. sie machen ihren job und das nicht zum ersten mal. bei der häufigkeit solcher einsätze ist die reaktion auch kein wunder mehr. ich war während diverser zugfahrten schön öfters in brenzligen situationen aufgrund gewalttätiger und zumeist betrunkenen oder unter drogen stehenden zeitgenossen und war um die präsenz und das engagement der bahnangestellten und bundespolizei heil froh. die vorgehensweise erscheint mir angebracht. ich bin auch viel im ausland unterwegs und woanders z.B. USA, Rußland, China oder Österreich wird definitiv anders vorgegangen, d.h. weniger zimperlich. alleine die fahrzeugkontrollen in den USA finden im vergleich zu unseren kontrollen ganz anders statt.
Kaeptn 19.04.2013
Werter (Kollege?) ankor64, bei dem zweifelhaften Vergnügen, Ihren obenstehenden Beitrag zu lesen, könnte sich dem geneigten Leser förmlich der Verdacht aufdrängen, dass die Rechtsabteilung der DB auch bei SPON an der Imagepflege arbeitet. Mit Sicherheit haben Sie bei Ihrer tiefgehenden Analyse der Sachlage beispielsweise auch geprüft, ob die AGB der DB bei der Buchung über ltur.de wirksam einbezogen wurden und folglich die Beschränkung auf bestimmte Identifizierungskarten im vorliegenden Fall überhaupt zulässig ist. Ein gründlicher Jurist würde vielleicht auch den Sinn und Zweck einer solchen Regelung hinterfragen, nämlich die Identifizierung des Reisenden. Diese kann sogar per einfacher Maestro-Karte erfolgen, ohne Lichtbild, ohne Adresse. Warum ein gültiger Reisepass eines G8-Staates, der auch aus Laiensicht ohne weiteres als solcher zu erkennen ist, zur Identifizierung nicht ausreichen soll, ist kaum nachvollziehbar. Und wie auch in dem Artikel richtigerweise bemerkt wird: Zweifelsfälle ließen sich auch ohne weiteres im Zielbahnhof klären. Im Übrigen finde ich den Bericht von Herrn Becker, mit Verlaub, weit weniger tendenziös als Ihre weitestgehend exklusive Meinung, dass der Zugriff der Vollstreckungsbeamten "doch recht vorsichtig" erfolgte. Mit Sicherheit hätten Sie sich in dieser Situation, trotz gültigen Fahrscheins und gültigen Identifizierungsdokuments, der fünfköpfigen Staatsmacht willfährig unterworfen und Ihre Reise liebend gerne auf halber Strecke unterbrochen, um buchungstechnische Details zu erörten... lächerlich!
flieger1970 19.04.2013
Armes Deutschland. Ich schäme mich. P.S. Beruflich bin ich weltweit unterwegs und in allen Ländern immer gut behandelt worden.
wissarionytsch 19.04.2013
Unglaublich! Die Polizisten sind in der Lage, in 2 Minuten die Adresse zu überprüfen. Wieso wird die Frau abgeführt? Und dann spricht Merkel über angebliche Menschenrechtsverletzungen im Ausland... Wie wäre es, vor eigener Tür zu kehren?
melissa123 19.04.2013
Schikane mit System
ich habe einige solche fälle mitbekommen. einer war sogar erschreckend identisch.von zwei kriminalbeamten wurde mein amerikanischer mitbewohner nachts um halb zwei heimgefahren.er durfte nicht aufspüren.sie klingelten bis ich öffnete und wollten wissen ob er hier wohnt.der schaffner hatte die Polizei kontaktiert, da der Fahrgast keine zonenkarte zur mobicard vorweisen konnte und ihm der ausweis nicht ausreichte.
mrbrown1 19.04.2013
die polizei ist so weltfremd, das es schlimmer ja nicht mehr geht
Verändert 19.04.2013
Juristen
Es ist ja zum Fürchten, was von Juristenkollegen teilweise geschrieben wird. Stichwort Verhältnismäßigkeit: Eine Maßnahme ist verhältnismäßg, wenn sie a) geeignet b) erforderlich (kein milderes Mittel) c) zumutbar ist. Wir prüfen zunächst die Bahn: Der Rauswurf ist offenbar nach Auffassung der Bahn geeignet, die Reinheit des deutschen Bahnverkehrs zu gewährleisten, wobei kein Raum ist für das Gesindel, dass sich die mehrseitigen Erklärungen nicht durchgelesen hat und nicht in der Lage ist, den guten, deutschen Personalausweis von so fragwürdigen Papieren wie einem russischen Pass zu unterscheiden. Geeignetheit sei unterstellt. Ist er erforderlich ? Nicht, wenn es darum geht, eine der deutschen Sprache nur eingeschränkt mächtige Person irgendwo in Dunkeldeutschland auszusetzen. Es wäre ausreichend gewesen, die Mitfahrerin in der nächsten größen Stadt von richtiger Bahnpolizei zum Aussteigen aufzufordern. Zumutbarkeit ist die Verhältnismäßigkeit im engeren Sinne. Ich neige hier dazu, dem unabhängigen Journalisten zu glauben: Wenn auf einem deutschen Personaldokument beharrt wurde, ist das zum einen dumm (wie soll jemand aus dem Ausland ein solchen vorweisen können) und zum anderen unverhältnismäßig: Wir reden hier von einem Rauswurf in Hintertupfingen einer Person, die die Fahrkarte bezahlt hat. Und jetzt die Bahnpolizei: Geeignetheit, s.o. Erforderlichkeit ? 7 Polizisten sollen erforderlich sein ? Das ist doch wohl ein schlechter Witz. Aber darum geht es ja nicht. Im Übrigen muss einem spätestens bei der Zumutbarkeit klar sein, dass hier deutlich überzogen wurde. Spätestens bei dem Übergriff auf den Journalisten dürfe auch die Rechtsgrundlage fehlen. Verhinderung einer Diensthandlung durch Filmen rechtswidrigen Handelns ist KEINE Rechtsgrundlage. Und jetzt lesen sich bitte alle mal die Rechtsprechung zum Aussetzen von Fahrgästen auf offener Strecke durch- spätestens dann ist klar, dass Bahn und Polizei hier deutlich überreagiert haben.
mschl 19.04.2013
Ich bekomme Angst,
Dachte das hätten wir in Deutschland hinter uns. Sehr sehr schlimm und solche Polizisten sollten supendiert werden. Was geht in diesen Köpfen vor?
Ähnliche Geschichte auch miterlebt. Chinesische Austauschstudentinnen hatten sich auf bahn.de Fahrkarten gekauft und als Identifikation ihre chinesischen Ausweise angegeben. Die wurden vom Bahnpersonal nicht akzeptiert (obwohl sie online ausgereicht hatten). Die Studentinnen mussten im Zug Fahrkarten nachlösen. Fahrt von München nach Venedig (28. März). Allgemeine Empörung im Abteil, aber kein Einsehen des Personals (irgendwo in den Alpen).
bjbehr 19.04.2013
Wie kann es sein, dass sich eine Schaffnerin derart rabiat aufführt, bis es zu diesem Bürokratenexzess kommt? Herr Bahnchef Gruber hält schon seit langem alle DB-MitarbeiterInnen in den Zügen dazu an, mit den Fahrgästen serviceorientierter umzugehen. Diese russische Reisende hat ordnungsgemäß ein Online-Ticket erstanden. Es ist ja wohl eindeutig die Schuld der DB-Programmierer, dass sie das Programm nicht von vorneherein so schreiben, dass es nur bestimmte Identitätsdokumente akzeptiert. Wo ist das Problem? Aber es müssen natürlich erst unsägliche Situationen eintreffen, bis die Bahn wach wird. Zugegeben, dieses ganze Bahnsystem ist derart komplex, dass einem schwindelt. Aber es ist die Bahn selbst, die sich diese Serviceleistungen auf die Fahne schreibt. Und daran wird sie auch gemessen.
Ich war Zeuge als ein junger Russlanddeutscher aus dem Zug entfernt wurde. Er hatte nur einen normalen Fahrausweis und er befand sich in einem ICE. Er hatte nicht das Geld für den ICE Zuschlag dabei. Ihm war wohl das Problem auch gar nicht richtig bewusst, denn seine deutschen Sprachkenntnisse waren mangelhaft. Er wollte seine Mutter besuchen. Ich schäme mich heute dafür nicht den ICE Zuschlag einfach für ihn bezahlt zu haben. Allerdings ob die Bahnmitarbeiter das akzeptiert hätten ? Freundlich sind die Mitarbeiter wenn es nichts kostet. Sonst knallhart. Manche scheinen sich in solch eine "aufregende" Situation richtig hineinzusteigern und zu verbeißen.
derkleineotto 19.04.2013
@maw36: (1) Es ist nun mal bei der Bahn so, dass man den Zug dann verlassen muss, wenn man kein gültiges Ticket hat. Kann mich nicht an Zeiten erinnern, in denen das anders war. Was heißt kleine Formalie? Auf gleicher Ebene wie diese "kleine" Formalie steht auch, dass ich das Ticket nicht weitergeben darf. Wäre das also auch kein Grund das Ticket als ungültig zu definieren? Ich finde schon... (2) Klein Otto steigt aus, zeigt seinen Ausweis, geht an den Schalter und regelt den Rest mit dem Bahnpersonal oder alternativ der kostenlosen Hotline. Und so ist es klein Otto auch schon gegangen. Kein Problem. Man darf nur nicht immer von sich als wichtigster Person des Universums ausgehen - wenn man Fehler begeht, muss man auch mal dafür gerade stehen. @alfredo_spencer: (1) Was erwarten Sie von der Bahn? Dass sie auch gegenargumentiert? Die Polizei könnte das, die Bahn nicht - zumindest wenn sie noch einen Funken Vernunft besitzt... Ist doch mehr als klar, dass sie versucht Schadensbegrenzung zu betreiben. Glauben Sie wirklich an ein "schlechtes Gewissen" der Bahn? Naja... (2) Wenn ich mit einem ungültigen Ticket fahre - auch wenn mir das erst im Zug bewusst wird - werde ich sicher nicht den Anspruch erheben bis zum Ziel weiter zu fahren, sondern versuche es gleich zu klären. So viel Anstand habe ich noch, sorry. Ist mir aufgrund von sprachlichen Problemen auch schon im Ausland (da aber nur in Bussen) passiert. War jedes Mal ein kurzer Aufreger, aber kein Problem. (3) Ich verstehe nicht, warum Sie nicht verstehen, dass sich das Zugpersonal an seine Richtlinien hält? Wissen Sie darüber Bescheid inwieweit es dazu befugt ist diese zu durchbrechen? Ich weiß es nicht. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass jeder Schaffner eine solche Situation bestimmt ein Duzend mal pro Schicht so oder ähnlich durchlebt. Wie hat man sich dann ein "von den Richtlinien abweichen" vorzustellen? @SNA: Sind sie wirklich Jurist? Allgemein: (1) Ich bin kein Fan der Bahn noch ein Polizei-Sympathisant. Wer das nicht verstehen will, ist selbst Schuld. (2) Danke an "d.hauskrett" für den objektiven Beitrag.
xtechnokratx 19.04.2013
Es geht
Zitat von ceejay-92Es gibt also Foristen, die den Rauswurf unterstützen. So so.. Wer sich den russischen Pass als ein Stück Klopapier mit Foto drauf vorstellt, sollte sich hinreichend informieren. In rus. Pässen steht jeder Eintrag in kyrillischer und lateinischer Schrift. (Майер/Meier) Was soll daran nicht akzeptabel sein? Hier schwingt ein gewisser Fremdenhass mit, ganz eindeutig..
hier nicht um den Pass sondern darum das das Ticket authentifiziert werden muss und dies ist nur mit dem deutschen Personalausweis vorgesehen und somit war das Ticket ungültig.
hamburg 19.04.2013
Vielen lieben Dank an den Autoren dieses Artikels. Leider passieren solche Fälle viel zu oft und (!) kommen nicht in die Öffentlichkeit! Eine Freundin - Studentin ausländischer Herkunft wurde im Hamburger S-Bahn vom Kontrolleur öffentlich zur Sau gemacht - manche Leute verfallen in einen Machtrausch. Nur weil sie keinen Ausweis mit hatte und Ihren Matrikelnummer nicht auswendig kannte, wurde sie laut beschuldigt und völlig aufgelöst der Polizei übergeben. Die Polizei dagegen war richtig nett. Der HVV-Mitarbeiter hat jedoch eine fette Mahnung bekommen. Er hat nicht nur ihr Semesterticket, sondern auch Studienausweiss mitgenommen. Solche Mitarbeiter haben im Kundendienst nichts verloren!
schollinski_8703 19.04.2013
Bahn = Knallerverein
Hatte mal eine ähnliche Situation(allerdings ohne BP-Einsatz) Zwischen Ticketbuchung und Fahrt lagen ca. 5 Wochen. In dieser Zeit musste ich auf Grund Missbrauch durch Dritter leider meine Kreditkarte sperren lassen, was ich wiederum durch ein Schreiben der Kartengesellschaft belegen konnte. Der Kontrolleur machte daraus ne Riesen Sache und wollte mir auch noch eine Schuld an der ganzen Sache bzw Fehlverhalten unterstellen. Nach ~ 30 min und 4x weglaufen des Kontrolleurs war die Geschichte dann endlich erledigt. Er hatte mich dann auch noch "freundlich" darauf hingewiesen das so etwas bitte nicht noch mal vorkommen solle, weil ich sonst nicht mehr online Buchen könne. Die Pfeife kann froh gewesen sein, dass ich an dem Tag eine 20h Asien-Rückreise hinter mir hatte..... Ich könnte hier noch weitere "nette Storys " über "nette Bahner" erzählen....würde aber nur den Kommentarrahmen sprengen...... Zu der Geschichte hier: das verhalten der Bahn ist einfach nur enttäuschend, denn es scheint ja ein Mega Unterschied zu sein ob das Ticket von einen "deutschen Euro" oder einen "nicht deutschen Euro" gezahlt wurde. Das verhalten der BP ist leider Gottes (zum Leid des Ansehen der deutschen gegenüber Ausländern) soweit korrekt. Die machen nur ihren Job gegenüber einer hysterischen "Schwarzfahrerin ".......trauriges Deutschland....:-(
charlybird 19.04.2013
Ich weiß gar nicht, warum sich die ganzen braven treuen Michels alle aufregen. Die Bahn hat sich entschuldigt, Staatsanwaltschaft ist eingeknickt. Festzustellen ist: das die Bahn und deren Manager, oder wie sich die in dem Fall nennen, zu dusselig sind ein vernünftiges Partner-oder online Ticketing hinzubekommen, das solche Fälle ausschließt. Kriegt fast jedes Dritte Welt- oder Schwellenland besser hin. Aber wir hier mögens ja immer gern etwas genauer, auch wenn's kein Sinn macht. ZU der Aktion der Polizei fällt mir tatsächlich weniger ein, außer der Tatsache, dass mein Vater immer sagte: War's in der Schule nicht so toll, landet man auch gern beim Zoll, doch ging man an der Schul vorbei, dann......., das erspar ich mir mal, weil bestimmt nicht alle so sind. Schlimm aber ist, das es so war, wie gesehen.
arne.ziemann 19.04.2013
@wolff966: und nochmal... weil schon gehabt. meine 15 jährige tochter hat weder einen perso, noch eine kreditkarte, noch eine ec karte. nur einen reisepass mit dem sie sich ausweisen kann. wäre sie an der stelle der frau gewesen wäre sie höchstwahrscheinlich auch aus dem zug geflogen. ich verstehe nicht warum die bahn den reisepass nicht mit aufnimmt in den onlineshop? immerhin kann man sich mit diesem weltweit anerkannten dokument ausweisen. und noch mal: kaufe ich am schalter fragt mich niemand nach meiner adresse. abgesehen von vielleicht zwillingen kann man eh nur einmal fahren an dem tag... in eine richtung... also bitte...
ian1980 19.04.2013
An peddersen, Freiberufler, Verändert und andere Hier geht es um ein ONLINE Ticket der Bahn, das ich am Rechner kaufe und mir dann selbst ausdrucken kann. Das ist ein Papier-Wisch in A4 Größe, den ich mir in 10 Minuten auch ganz leicht am Rechner selbst basteln kann. Um dem vorzubeugen und um sicherzustellen, dass das Ticket ordentlich bezahlt wurde verlangt die Bahn bei der Buchung die Angabe einer Identifikation (Bahncard, Kredit-Karte, EC-Karte …). Aus dieser Identifikation wird der Barcode (genauer gesagt QR-Code) errechnet, der sich auf dem Ticket rechts oben befindet und der im Zug dann gescannt wird. (Ich vermute, dass irgendeine Nummer wie die Bahncard-, Kreditkarten- usw. Nummer dazu benutzt wird) Das Original der Identifikation, also zum Beispiel die Bahncard muss deshalb mitgenommen werden, weil damit dieser Barcode wieder aufgelöst werden kann. Der Schaffner zieht dafür die Bahncard durch sein Scanngerät. Stimmen die beiden Nummern/Angaben überein ist sichergestellt, dass das Ticket gültig ist und rechtmässig erworben wurde. Schlägt diese Überprüfung fehl, wie bei dem russischen Pass im Artikel muss der Schaffner davon ausgehen, dass etwas mit dem A4-Ausdruck nicht in Ordnung ist (auf gut Deutsch, dass jemand wahrscheinlich versucht Schwarz zu fahren). Die gedruckten Angaben auf dem Ticket (auf dem keine Adresse steht) sind für die Feststellung, ob das Ticket gültig ist völlig egal. Wie gesagt, so einen A4 Zettel kann man in 10 Minuten am Rechner selbst bastlen. Das einzig Entscheidende für die Gültigkeit des Ticket-Ausdrucks ist der Barcode in der rechten oberen Ecke. Und ob die Identifikation mit der Information, die in dem Barcode verschlüsselt ist übereinstimmt. Ist diese Übereinstimmung wie im vorliegenden Fall nicht gegeben, ist das Ticket ungültig. Ich persönlich finde das Online Ticket sehr praktisch, weil ich oft Bahn fahre und es mir die Fahrt zum Bahnhof, das Anstehen am Schalter usw im Vorfeld der Fahrt erspart, was vor allem vor Weihnachten gerne Stunden in Anspruch nahm. Auf Grund der einfachen Fälschbarkeit dieser Tickets sehe ich aber auch die Notwendigkeit der Bahn diese Ausdrucke zu verifizieren (Karten die am Schalter oder Automaten gekauft werden, werden auf speziellem Papier ausgedruckt). Früher ging das nur mit der Bahncard, heute eben auch mit anderen Mitteln, aber scheinbar halt nicht mit russischen Reisepässen. Wem diese Koppelung von Fahrkarte und Identifikation übrigens suspekt ist, der kann seine Karte auch weiterhin am Schalter kaufen. Man sollte dabei aber weder eine Bahncard benutzen, noch mit EC-Karte bezahlen. ...
ian1980 19.04.2013
... Zum Thema Polizei: Wenn ich mich nicht täusche darf ein Schaffner gar nicht Personalien von Personen feststellen. Das darf in Deutschland nur die Polizei. Wenn man zum Beispiel in Berlin beim Schwarzfahren erwischt wird und keinen Ausweis dabei hat, muss auch die Polizei kommen um die Personalien aufzunehmen. Ich habe das Video nicht angeschaut, sondern nur den Artikel und die Kommentare gelesen, aber in Anbetracht der Umstände (Online Ticket nicht verifizierbar, Reisepass ohne Anschrift, nicht nachprüfbare Berliner Adresse, Weigerung das Fahrgeld zu bezahlen ..) hätte ich als Schaffner wohl auch die Polizei bestellt. Mit Fremdenfeindlichkeit hat das aber nichts zu tun.
pbw2013 19.04.2013
Polizeigewalt und die Gesetzeslage
@ras al guul. Immer wenn ich solche Kommentare lese bin ich zutiefst fremdbeschämt und ja...auch ein bisschen böse auf derlei Meinungserbrecher. Das der Polizist den vermeintlichen Journalisten duzt, ist keine Beleidigung im Sinne des StGB. Und ruppig bis hin zu körperverletzend war ebenfalls keiner von ihnen. Die Frau wurde festehalten. Sonst nichts.
Verändert 19.04.2013
Jubelperser
Jeder Freund der Bahnpolizisten in dieser Sache möge sich fragen: Hätte die Bahnpolizei genau so reagiert, wenn ein Fahrgast der 1. Klasse im gutgeschnittenen Anzug nicht die erforderlichen Papiere hätte vorweisen können und sich dennoch geweigert hätte, noch einmal zahlen zu müssen ?
sasjan 19.04.2013
Zitat von LibertyOnlyDie Polizisten verhalten ist korrekt. Sie habe eine Frage die sich nicht ausweisen konnte kontrolliert. Wenn Sie sich nicht ausweisen kann, dann muss ihre Identität geprüft werden. Nur weil die Frau ausrastet und durchdreht, heisst es nicht das die Polizei was falsch gemacht hat.
Reisepass ist ein Identitäts(nach)ausweis, überall auf der Welt gültig, auch in Deutschland.Lesen bildet.
hdwinkel 19.04.2013
Kadavergehorsam
Zitat von kevinmaerz..."Warum geht der russische Pass nicht?" - "Weil es nicht vorgesehen ist." Punkt. Einfach akzeptieren.
Ihren langen Aufsatz hätten Sie sich sparen können. Es hätte gereicht zu bemerken, daß Sie nach deutscher Manier gewillt sind, jede Regel zu akzeptieren, selbst die unsinnigste. Die Frau hat ordentlich bezahlt und ist auch ganz offensichtlich sie selbst. Alles andere sind Regeln der Dietrich Heßlings dieser Republik, die meinen einen Fliegensch.. mit der geballten Staatsmacht klären zu müssen. Steht zu befürchten...
ErhardPech 19.04.2013
Zitat von SNADie Persönlichkeitsrechte der Polizisten wurden durch das Verpixeln gewahrt. Im übrigen treten diese gegenüber dem Informationsbedurfnis der Öffentlichkeit bei einer dienstlichen Handlung wohl zurück, zumal, wenn deren Rechtmässigkeit zweifelhaft ist. Das gilt selbstverständlich auch für nicht-Journalisten.
Blödsinn.. das Verpixeln verhindert nur die Strafbarkeit nach §§ 22,23 iVm 33 KUG. Das Recht am eigenen Bild ist allein durch das Anfertigen der Bilder berührt.
alfredo_spencer 19.04.2013
Das macht Spass...
Zitat von kevinmaerzBevor jetzt das Argument kommt, dass man das Ticket doch direkt "entwerten" könnte, wie beispielsweise bei Konzerten etc.: Die Scangeräte der Bahn sind nicht "online" (da die Bahn halt auch mal öfter durch die Pampa fährt und ein Onlineticket auch für jede Feld-Wald- und Wiesenbahn erhältlich ist), daher wäre es möglich zur gleichen Zeit mit dem Ticket mehrfach zu fahren.
Zählt nicht: 1) Die interne Kommunikation der Bahn funktioniert auch in der Pampa. 2) Es würde reichen sich Online in jedem Bahnhof zu synchronisieren. Im selben Zug sollte man ja schnell merken.
Ostler 19.04.2013
Genau ...
Zitat von namachschonTja, kein Wunder, daß die ostdeutschen Städte in den Rankings so schlecht abschneiden, einschl. Berlin. Wer will bei diesen Vorgängen, die ev. nur die Spitze eines Eisberges sind, denn noch in den Osten ziehen. Da ist noch zu viel DDR - Denke in den Köpfen.
da ist der Schuldige fix ermittelt, der Osten ... also mal ehrlich, ich wurde nirgends so respektlos und unfreundlich behandelt, wie in den "alten Bundesländern". Zumal, Ihr Beitrag "Herr nachmachschon" komplett am Thema vorbei geht ...
optophon 19.04.2013
bitte nicht bahnangestellte...
Zitat von mikerolliNatürlich fühle ich mit Asya. Meine persönlichen Erfahrungen mit dem Bahnpersonal sind aber eher umgekehrt. Die Armen werden von Reisenden aus nichtigsten Anlässen idiotisch und beleidigend angemacht und bleiben in der Regel bewundernswert ruhig.
...mit der bundespolizei verwechseln. diese typen sind schlimmer als die schwarzen sheriffs die einst in münchen fahrgäste terrorisierten.
Verändert 19.04.2013
Verschlimmern ?
[...]Fertig. Wer sich dann den Ordnungshütern immer noch in den Weg stellt oder deren Anweisungen nicht befolgt, verschlimmert nur die Situation.[...] Wenn die Anweisung ist, eine überzogene Maßnahme nicht zu filmen, und diese Anweisung dadurch untermauert wird, dass die Kamera zugehalten wird, dann ist es die verdammte Pflicht jedes Journalisten, diesen Angriff auf die Pressefreiheit festzuhalten. Alles andere verschlimmert nämlich die Situation und ist von keinem mir bekannten PolG oder der StPO gedeckt.
Ich dachte eigentlich, dass Journalisten objektiv beurteilen und nicht ihre eigene überzogene Meinung kundtun. Ich bin maßlos enttäuscht und finde es erschreckend zu sehen, wie verblendet viele Menschen hier sind und auf diese Hetze hereinfallen. So leicht ist es also, gegen den Staat zu hetzen.
tonybkk 19.04.2013
Aehm, sorry ich habe schon vor ein paar Jahren Deutschland verlassen deswegen bin ich nicht so auf dem laufenden. Seit wann muss ich Bahnangestellten meinen Personalausweis vorzeigen und die irgendwelche Adressen verifizieren? Was soll das? Ist ja der Hammer...
unglaeubig 19.04.2013
Mir ist ähnliches bereits widerfahren. Ich wollte jemanden, der im Dezember bei Minusgraden wegen einer fehlenden Fahrkarte aus dem Zug gesetzt werden sollte beistehen, indem ich ihn auf meiner Fahrkarte mitfahren lassen wollte - wahrscheinlich war das nicht 100%ig erlaubt, aber es wäre ein Königsweg für die Kontrolleure gewesen, um die unnötige Eskalation des Rausschmisses doch noch zu vermeiden. Stattdessen wurde ich - trotz gültiger Fahrkarte - vollkommen willkürlich ebenfalls des Zuges verwiesen. Natürlich weigerte ich mich, man rief die Polizei, es kam zu einer Verspätung und am Ende durfte ich zu dem ganzen Ärger noch 7,49 Euro pro Minute Verspätung (20 Minuten in meinem Fall) zahlen, die der Zug sich einhandelt zuzüglich Einstellung des Verfahrens gegen Zahlung von 200 Euro wegen einer angeblichen Beleidigung, die der Schaffner sich ausgedacht hat, also insgesamt knapp 350 Euro. Das absolut ärgerliche ist, dass es keine Möglichkeit gibt, sich dagegen zu wehren. Die Eröffnung des Verfahrens wäre dank Anwaltskosten wahrscheinlich deutlich teurer geworden und mit Sicherheit vom Zeitaufwand her nicht sinnvoll gewesen. Zudem ist mir beruflich einiges daran gelegen, mein Führungszeugnis rein zu halten. Hinzukommt, dass die Bahn nach meinen Recherchen unverständlicher- und ungerechterweise im Recht ist: Obwohl jemand einen gültigen Fahrausweis hat, bedarf es keines Grundes, jemanden aus dem Zug zu verweisen und die Polizei steht jederzeit als willfähriger und die Grenzen der nicht-strafbaren Brutalität bestens kennender Vollzugshelfer zur Ausübung des Hausrechtes bereit.Mir ist ähnliches bereits widerfahren. Ich wollte jemanden, der im Dezember bei Minusgraden wegen einer fehlenden Fahrkarte aus dem Zug gesetzt werden sollte beistehen, indem ich ihn auf meiner Fahrkarte mitfahren lassen wollte - wahrscheinlich war das nicht erlaubt, aber es wäre ein Königsweg für die Kontrolleure gewesen, um die Unnötige Eskalation des Rausschmisses doch noch zu vermeiden. Stattdessen wurde ich - trotz gültiger Fahrkarte - willkürlich ebenfalls des Zuges verwiesen. Kostet im Hamburger Verkehrsverbund zu dem ganzen Ärger (ich kann sehr gut verstehen, dass die Frau sich so aufregt, wenn sie von 7 Polizisten umzingelt wird, da steigt bei mir auch das Adrenalin hoch!) noch 7,49 Euro pro Minute Verspätung (20 Minuten in meinem Fall), die der Zug sich einhandelt zuzüglich Einstellung des Verfahrens gegen Zahlung von 200 Euro wegen einer angeblichen Beleidigung, die der Schaffner sich ausgedacht hat. Das absolut ärgerliche ist, dass es keine
Klaus.Freitag 19.04.2013
Die Bahn, Synonym für Unzuverlässigkeit, Unpünktlichkeit, Pannen und zuweilen unfreundliches Personal geht mit ihren Kundenj so schlecht wie kei9n anderes Unternehmen um. Während die Bahn Unzulänglichkeiten an allen Ecken und Enden und tagtäglich aufweist, geht sie mit KundInnen, die etwas tatsächlich oder auch nur nach Ansicht ihrer Mitarbeiter falsch gemacht haben, unnachgiebig um. Dabei sopielt es für die Bahn keine Rolle, ob man "Ersttäter", Dauerkunde oder sonst etwas ist. Das muss man der Bahn schon lassen- sie behandelt alle Menschen gleich schlecht.
asasse 19.04.2013
Vielen Dank, dass Sie diese Missachtung der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte dokumentiert haben. Die Presseinformation der Bahn zeigt, dass dies nur die Spitze eines erschrekenden Eisberges ist. Leider können nicht alle rassistischen Übergriffe dokumentiert werden. (Und wer sollte mir als Nicht-Journalist glauben, dass ich bereits zwei mal ähnliche Fälle mit ansehen musste?) An Stelle einer Ankündigung seitens der Bahn bald ein Online-Ticket-Verfahren zu entwickeln, dass auch mit Reisenden aus dem Ausland zurecht kommt verweist die Bahn dreist auf "russischer Pass". Selbst schuld, dass die Reisende keinen Deutschen Pass hat?
mjv 19.04.2013
Einige kapieren hier nicht ansatzweise wie der Nachweis eines Onlinetickets funktioniert. Der muss sauber dokumentiert sein, weil es anderenfalls ein Leichtes ist mehrere Fahrgäste auf dem selben Onlineticket fahren zu lassen. Das kann nämlich unendlich oft ausgedruckt werden. Wobei hier allerdings mit etwas gutem Willen der saubere Nachweis möglich gewesen wäre. Das muss man von einem Dienstleistungsunternehmen erwarten können.
KnoKo 19.04.2013
Und wo ist jetzt der Skandal? Ich sehe eine hysterische Person, welche laut Artikel ohne gültigen Fahrschein unterwegs ist, sich offenbar dem Zugpersonal widersetzt hat und daraufhin von der Polizei an der Weiterfahrt gehindert wird. Die Sache hat nur einen Haken. Es ist eine junge ausländische Frau. Wenn man die Kommentare so liest, ist dieser Umstand anscheinend ausreichend, um bei Einigen den Verstand schlagartig auszuschalten.
grekbb 19.04.2013
Das Benehmen der Bahn und der BP Ist so was von engelhaft
Ic habe noch einen anderen Fall der aber nicht so schlimm ausging . Bei einem amtlichen Vorgang im Rathaus habe ich meinen deutschen Perso gezeigt. Der wurde aber nicht akzeptiert ( ja genau) und statt dessen wollten sie sie meine Einbürgerungsurkunde sehen! Verarschung pur.
Verändert 19.04.2013
Online-Ticket
[...]Hier geht es um ein ONLINE Ticket der Bahn, das ich am Rechner kaufe und mir dann selbst ausdrucken kann. Das ist ein Papier-Wisch in A4 Größe, den ich mir in 10 Minuten auch ganz leicht am Rechner selbst basteln kann.[...] Gute Güte, ich bin Jurist und kann alternative Möglichkeiten aufzeigen, Fälschungen zu unterbinden (individuelle kodierte Nummern, die zur Fahrt passen). Wenn die Bahn das nicht kann ist sie ja noch unfähiger, als ich dachte. Und noch mal: Ich war nicht dabei, es mag sein, dass der Fahrschein formal nicht in Ordnung war. Das ist kein Grund für diese übertriebene Aktion. Und darum geht es doch: 7 Polizisten zerren eine Frau, die nur gebrochen deutsch spricht irgendwo in der Pampa aus dem Zug und halten sie am Bahnsteig fest. Das ist in dieser Form unnötig, es hätte ausgereicht, die Sache am nächsten größeren Bahnhof zu klären und bis dahin die Gültigkeit des Fahrausweises zu prüfen.
lasher 19.04.2013
So lange es keine entsprechende Kennzeichnungspflicht für Beamte der Polizei gibt, wird es auch Übergriffe geben. Die Anonymität wird eben zum Schutz missbraucht. Das erleben tausende Fußballfans übrigens an jedem Wochenende...
SNA 19.04.2013
Zitat von derkleineotto@maw36: (1) Es ist nun mal bei der Bahn so, dass man den Zug dann verlassen muss, wenn man kein gültiges Ticket hat. Kann mich nicht an Zeiten erinnern, in denen das anders war. Was heißt kleine Formalie? Auf gleicher Ebene wie diese "kleine" Formalie steht auch, dass ich das Ticket nicht weitergeben darf. Wäre das also auch kein Grund das Ticket als ungültig zu definieren? Ich finde schon... (2) Klein Otto steigt aus, zeigt seinen Ausweis, geht an den Schalter und regelt den Rest mit dem Bahnpersonal oder alternativ der kostenlosen Hotline. Und so ist es klein Otto auch schon gegangen. Kein Problem. Man darf nur nicht immer von sich als wichtigster Person des Universums ausgehen - wenn man Fehler begeht, muss man auch mal dafür gerade stehen. @alfredo_spencer: (1) Was erwarten Sie von der Bahn? Dass sie auch gegenargumentiert? Die Polizei könnte das, die Bahn nicht - zumindest wenn sie noch einen Funken Vernunft besitzt... Ist doch mehr als klar, dass sie versucht Schadensbegrenzung zu betreiben. Glauben Sie wirklich an ein "schlechtes Gewissen" der Bahn? Naja... (2) Wenn ich mit einem ungültigen Ticket fahre - auch wenn mir das erst im Zug bewusst wird - werde ich sicher nicht den Anspruch erheben bis zum Ziel weiter zu fahren, sondern versuche es gleich zu klären. So viel Anstand habe ich noch, sorry. Ist mir aufgrund von sprachlichen Problemen auch schon im Ausland (da aber nur in Bussen) passiert. War jedes Mal ein kurzer Aufreger, aber kein Problem. (3) Ich verstehe nicht, warum Sie nicht verstehen, dass sich das Zugpersonal an seine Richtlinien hält? Wissen Sie darüber Bescheid inwieweit es dazu befugt ist diese zu durchbrechen? Ich weiß es nicht. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass jeder Schaffner eine solche Situation bestimmt ein Duzend mal pro Schicht so oder ähnlich durchlebt. Wie hat man sich dann ein "von den Richtlinien abweichen" vorzustellen? @SNA: Sind sie wirklich Jurist?
Allerdings. Sie erkennen das übrigens leicht daran, dass ich die Rechtsgrundlagen von dem, was ich poste, auch zitiere...
steff01 19.04.2013
Hallo Welt also zum Mitschreiben für meine Kollegen in den Kommentaren die irgendwas von ungültigen Ticket schreiben. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen eingestellt weil es nichts zu ermitteln gab, ergo kein ungültiges Ticket. Kein ungültiges Ticket, im besten Fall ein strittiges Ticket könnte man bitte das Bitte bitte zur Kenntnis nehmen DANKE. Und ein striitiges Ticket lohnt sich meines Erachtens so ein Zauber nicht
bao-bao 19.04.2013
Alltag in Deutschland - leider. War Vielbahnfahrer - bin wieder aufs Auto umgestiegen, ich ertrags einfach nicht mehr - da ziehe ich jeden Stau vor. Diese Gefühl endloser Ohnmacht muss ich mir nicht für viel Geld kaufen. Servus Bahn, für immer.
FraSoer 19.04.2013
@kevinmaerz Im Prinzip haben Sie ja Recht, zu einem Online Ticket gehört laut AGB auch ein Identifikationsdokument. Aber jetzt mal ganz ehrlich, erwartet man dass man von 7 Polizisten aus dem Zug gezerrt wird, wenn man dann einen "falschen" (sprich russischen) Ausweis zeigt statt den deutschen Personalausweis? Es geht ja darum abzuwägen: Einerseits wenn das Ticket ungültig wäre, aufgrund des fehlenden ID Dokuments, dann wäre das eine "Beförderungserschleichung" § 265a StGB also ein Bagatelldelikt der normalerweise strafrechtlich überhaupt nicht verfolgt wird. Man zahlt normalerweise einfach ein erhöhtes Beförderungsentgelt und gut ist. Was Asya aber jetzt passiert ist, kann man wohl zu einem Verstoß gegen Art. 1 Abs. 1 Grundgesetz zählen. Eine Verstoß gegen Ihre Menschenwürde, sie wurde vor all den anderen Fahrgästen von dem Schaffner und 7 Bundespolizisten gedemütigt und als potentielle Verbrecherin behandelt. Und da hört schon eindeutig die Verhältnismäßigkeit auf, was soll diese Verhaltensweise? Die Polizisten hatten Ihre Adresse, es gab überhaupt keinen Grund Asya aus dem Zug zu werfen. Man kann nun mal nicht einfach die finanziellen Erfordernisse einer privaten Firma wie der Deutschen Bahn AG über die Menschenwürde stellen. Und das sollte eigentlich auch die Bundespolizei wissen, immerhin schwören sie bei der Amtseinführung auf das Grundgesetz. Inakzeptabel.
rabandie 19.04.2013
Für mich der Skandal im Skandal: Verpixelt gehört allein das Gesicht der Studentin. Die Polizisten sind Personen des Zeitgeschehens. Wenn sich die Presse entschließt, alle handelnden Personen unkenntlich zu machen, sollte sie entweder ganz auf die Berichterstattung verzichten, oder uns in Zukunft auch den Anblick unverpixelter Politiker ersparen.
Verändert 19.04.2013
Beleidigung
Zitat von pbw2013@ras al guul. Immer wenn ich solche Kommentare lese bin ich zutiefst fremdbeschämt und ja...auch ein bisschen böse auf derlei Meinungserbrecher. Das der Polizist den vermeintlichen Journalisten duzt, ist keine Beleidigung im Sinne des StGB. Und ruppig bis hin zu körperverletzend war ebenfalls keiner von ihnen. Die Frau wurde festehalten. Sonst nichts.
Natürlich kann das Duzen eine Beleidigung darstellen. Hier etwas für Laien: Polizei duzen - das sollten Sie beachten (http://www.helpster.de/polizei-duzen-das-sollten-sie-beachten_119529#zur-anleitung)
Esistich 19.04.2013
Stimmt teilweise,
Zitat von SNAnun ja, sie haben sich auch hier nicht als Demokrat und Menschenfreund ausgewiesen... und wissen Sie was.. ich halte Sie auch nicht für einen solchen.
ich sehe mich selber schon als Demokrat. Ein Menschenfreund bin ich tatsächlich nicht. Aber muß man das als Demokrat? Ich bin tatsächlich auch ein Spießer. Ja. Ich halte es nämlich für wichtig, Regeln zu beachten. Zumindest die Regeln, die in demokratischer Abstimmung zu stande gekommen sind. Verabschiedet durch die Mehrheit der Legeslative. Anschließend durchgesetzt durch die Executive und überprüfbar durch die Judikative. Moral und die philosophische Betrachtung haben hier nur im Bereich der legaslative tatsächliche Bedeutung. Im Rahmen der Executive ist Moral bedeutungslos. Das zu verstehen ist sicherlich schwer. Macht aber eigentlich den Rechtsstaat als sochen aus. Und genau das macht auch die Abgrenzung zum Unrechtstaat schwer. Auch der Unrechtstaat, sprich die Diktatur oder ähnliches, argumentiert mit "Durchsetzung der Gesetze", und der durchsetzende Beamte mit dem Argument des Befehlsnotstandes. Der Unterschied ist aber trotzdem überdeutlich. In einem demokratischen Rechtsstaat ist der Gesetzeerlasser (Legislative) durch die Mehrheit der Wähler damit beauftragt Gesetze zu schaffen und zu erlassen. In einer Diktatur geschieht dies meist willkürlich. Der Exekutive bleibt nur das Durchsetzen des Ganzen. In einer Demokratie hat die Exekutive (Polizei) das Recht einen (Straf-)Rechtswidrigen Befehl, oder wenn er gegen die Ehre (ja, sowas gibt es noch) des Befehlsempfängers verstößt, zu verweigern. Die größte Abgrenzung zur Diktatur ist also, dass der Befehlsempfänger, der nicht im Sinne des Diktators handelt mit persönlichen Konsequenzen rechnen muß. Dementsprechend, auf den Rausschmiss aus der Bahn gesehen, sehe ich persönlich das Ganze so: die einschreitenden Beamten konnten aus tatsächlichem (demokatisch entstandenem) Recht nicht anders handeln. Hier springt automatisch das lagitimationsprinzip - ein. Nicht, wie manche foristen meinen, Opportunitiätsprinzip, welches nur in einem eigentlich recht engen Rahmen Odrnungswidrigkeiten behandelt. Dementsprechend empfinde ich es als reine Meinungsmache, wenn mir jemand undemokratisches Verhalten nahelegt. Aber, wie gesagt. Menschenfreund bin ich tatsächlich nicht. Der Mensch beweist bei vielen Gelegenheiten wie unreif er ist. Damit meine ich faschistisches, übersteuertes linkes-Gutmenschengehabe, extrem religiöses, oder sonst wie undemokratisches Verhalten!
tsw 19.04.2013
@die Schar derer, die gleich wieder auf die Bahn und die BuPo schimpfen: a) Auf der Seite der DB steht eindeutig, dass der Perso/die ID-Card nur bestimmter Länder verwendet werden können. Versuche ich es dennoch mit den Daten, die ich auf einem anderen Perso/Pass finde, dann ist das zunächst mal ein Betrugsversuch beim Kauf des Tickets, und das beleibe nicht nur aus Sicht der Bahn. b) Da von einer russischen Studentin in D auszugehen ist, dass: 1.) sie der deutschen Sprache mächtig ist (ein Bildungsvisum, wie es für russische Staatsbürger notwendig ist, kann/darf sowas durchaus voraussetzen) und 2.) eine gültige Melde-/Wohnbescheinigung mit sich zu führen hat, vor allem aber 3.) nur schwer vorstellbar ist, wie sie ohne Kreditkarte/ec-Karte, die ebenfalls als Identifikation erlaubt sind, das Ticket überhaupt zahlte, stellt sich mir persönlich die Frage, wieso ausgerechnet der Weg über den nicht akzeptierten russischen Pass genommen wurde. Und jene, die hier gleich wieder Ausländerfeindlichkeit wittern: Ich habe schon gesehen, wie Inländer wesentlich ruppiger der Bahn verwiesen wurden. Dem User, der auf die AGG verwies: Da allenfalls §2, Absatz 8 greifen könnte, der Dame jedoch nicht der Kauf des Tickets per se, sondern die Weiterfahrt aufgrund fehlender, in Kaufvorgang und Kaufvertrag mit der Deutschen Bahn explizit benannter, eingeforderter Dokumente, verweigert wurde, sehe ich nicht, wieso die AGG in diesem Fall herhalten sollten. Selbst §3, Absatz 2 spricht davon, dass keine Diskriminierung vorliegt, wenn "die betreffenden Vorschriften, Kriterien oder Verfahren [...] durch ein rechtmäßiges Ziel sachlich gerechtfertigt und die Mittel sind zur Erreichung dieses Ziels angemessen und erforderlich [sind]". Ich wage zu Behaupten, das Einfordern einer beim Kauf als zulässig benannten und gültigen Identifikation ist "sachlich gerechtfertigt". In diesem Sinne, gute Nacht!
sinasina 19.04.2013
in Kirow (Russland) aus dem Zug geworfen
Zitat von Talan068Ich würde gerne mal die Foristen, die der Dame unangemessenes Verhalten vorwerfen, erleben, wenn sie im Ausland (z.B. Rußland), ordnunggemäß ein Ticket, mit ihre EC-Karte kaufen, sie dann im Zug aufeinmla ihren rusischen Pass zur Legetimation vorweisen müssen. Und da sie den nicht haben, zum Verlassen des Zuges aufgefordert werden. Als sie dem nicht nachkommen, weil sie haben ja bezahlt und wollen nicht im fremden Land irgendwo in der Pampa aussteigen, rückt die jeweilige Staatsmacht mit 7-8 Mann an und befördert sie handgreiflich aus dem Zug.
- ja, das Gekeife von deutschen Reisenden, die leider nicht den in §158 geforderten Legitimierungsnachweis mit sich führen und deshalb in Kirow (Russland) aus dem Zug geworfen werden, wurde ich auch gerne erleben. Wenn man bedenkt, wie oft sich deutsche Mitbürger aufregen, weil im Auslandsurlaub nicht alles so ist, wie zu Hause gewohnt …. und wie oft Reiseveranstalter wegen abstruser Sachen verklagt werden …. da würde in so einem Fall sicher lauthals nach dem deutschen Botschafter geschrieen.
hakse 19.04.2013
Das ist der lange Schatten von Putin!Die DDR gehörte ja zum Warschauer Pakt und solange keine neu ausgebildeten Bundespolizisten vorhanden sind muss die Russin das über sich ergehen lassen bis sie in Westberllin eintrifft. Ordnung geht in Deutschland vor allem!Und da ist es egal welchen Hintergrund die Ordnungskräfte haben...Leiharbeit und Personalvermittlung ist schließlich wachstumsfördernd!
Verändert 19.04.2013
Grundgesetz
Zitat von ErhardPechBlödsinn.. das Verpixeln verhindert nur die Strafbarkeit nach §§ 22,23 iVm 33 KUG. Das Recht am eigenen Bild ist allein durch das Anfertigen der Bilder berührt.
Na, jetzt lesen Sie doch mal Art. 5 GG und überlegen sich, was höher zu bewerten ist: Die Pressefreiheit- oder das Recht am eigenen Bild...
kalmai 19.04.2013
Ich erinnere mich noch, dass Polizisten und sogar Bahnbedienstete als Respektspersonen wahrgenommen wurden. Sie zeigten Respekt vor Bürgern und ihnen wurde Respekt entgegengebracht. Leider arbeiten viele dieser Menschen heutzutage daran, dass das gegenseitige Respektieren weiter an Wert verliert. Traurig!
celino 19.04.2013
Vergessen?
Zitat von murmel57Es gibt ja wohl einen guten Grund den man sich leicht denken kann, warum online ein deutscher Personalausweis gefordert wird, wenn ich den aber hier schreibe, wird mein Beitrag nicht veröffentlicht. Die Kollegen aus Halle haben vollkommen richtig reagiert, die ganze Härte zu zeigen. Die haben von Jahrzenten ein von Vettern und Kadern dominiertes System abgeschafft, heute wird die Korruption und Kriminalität skrupellos bekämpft. Ein Auge zudrücken wäre das falsche Signal an die kriminelle Unterwelt, nur weil es sich um eine weibliche Person handelt, oder weil sie aus dem Ausland kommt. Sollen die jetzt alle eine Freiversuch bei der Erschleichung irgendwelcher ihnen nicht zustehenden Leistungen erhaltne? Wo kämen wir hin, wenn ganz Europa (oder auch andere ohne dt. Perso) bei uns online verbilligte Fahrkarten kaufen würde?
Sie haben, glaube ich, vergessen, Ihren Beitrag mit Ironie-Tags zu kennzeichnen. Nicht, dass noch irgendein Leser sonst auf die Idee kommt, dass hier ein Quaderkopf tatsächlich ernst gemeinten faschistischen Müll absondert.
derhollaender 19.04.2013
@frank_le heute, 20:52 Uhr „Das war eine Schwarzfahrerin und nichts weiter!“ Die Dame hat gezahlt. Eine Schwarzfahrerin würde nicht mal im Traum daran denken zu Zahlen Wo das Problem ist. Die Bahn ist wohl schlicht und ergreifend unfähig unter bestimmten Umständen im Sinne der Bahn (was alleine schon eine Unverschämtheit ist) gültige Tickes zu verkaufen, gleichwohl das Geld genommen wird (im Sinne der Bahn) und im Fall des Falles, nach Laune des Bahnpersonals, dem Ticketbesitzer, der Ticketbesitzerin bei der Kontrolle mitgeteilt wird, jenes durch Bezahlung erworbene Ticket sei ungültig weil... Die Bahn ist das Problem.
dirkozoid 19.04.2013
@esistich
Mein "den" statt "denn" war ein Schreibfehler, bei dir wusste ich nicht, ob du vielleicht wirklich was anderes meintest.
Dengar 19.04.2013
Meine lieben Leute
Ist Ihnen allen eigentlich klar, dass dieser Vorgang über drei Monate zurückliegt? Dem Autor hier Aufmerksamkeitheischen vorwerfen zu wollen, ist ja wohl Banane. Dann hätte das Video schon am 12.1.13 im Spon gestanden. Oder glaubt tatsächlich jemand, die Verpixelung der Beteiligten dauert drei Monate?!
bernd352 19.04.2013
Deutsche Bahn eine Behörde und kein Unternehmen? Das Verhalten der Beamten kann ich gut verstehen, denn sie tun ja lediglich ihre Arbeit und man kann jetzt auch keine besondere Brutalität erkennen. Was auf den ersten Blick unverständlich scheint ist das Verhalten der Bahn als Unternehmen. Das Ziel von Fahrscheinkontrollen ist ja vor Allem Schwarzfahrer zu erwischen und nicht zahlende Fahrgäste zu vergraulen. Hier sollte das Unternehmen von seinen Mitarbeitern gesunden Menschenverstand fordern und das bedeutet auch "Kulanz" in Fällen in denen relativ klar ist wie es sich verhält. So ein Rauswurf ist schliesslich auch keinen günstige Sachen. Er kostet Zeit un beeinträchtigt daher die Qualität der erbrachten Leistung für Alle Passagiere, er führt wie hier anschlaulich verdeutlicht zu negativer PR und Mundpropaganda und wenn dann auch noch ein ausserplanmässiger Halt dazukommt kostet er auf jeden Fall jede Menge Geld. Vermutlich muss man dann auch noch eine PR Agentur bezahlen die hier im Forum für Verständnis wirbt :) Wenn das alles so offensichtlich ist warum agiert die Bahn dann so? Die Antwort: Die Bahn ist kein Unternehmen sondern eine Behörde und ihre Mitarbeiter haben das Serviceverständnis von Beamten. Hier steht nicht der Kunde im Mittelpunkt sondern die Regel und für den Einzelnen das oberste Ziel "nichts falsch gemacht zu haben". Der Kunde ist grundsätzlich verdächtig und bis zum erbrachten Gegenbeweis schuldig. Und so lässt sich konstatieren. Niemand hat etwas falsch gemacht. Nicht die Polizei und auch nicht die Bahnangestellten und alle Beteiligten können auch gerne so weiter machen. Nur ich als Kunde bin nicht mehr dabei und das schon seit einiger Zeit. Ich möchte an dieser Stelle die Gelegenheit wahrnehmen alle die ähnliches erlebt haben oder die das hier (meiner ganz persönlichen Erfahrung nach korrekt) geschliderte Verhalten nicht gut finden künftig auf Bahnfahren zu verzichten! Es geht. Mit Flugzeug und Mietwagen oder dem eigenen Fahrzeug ist man bestens unterwegs und obendrein noch flexibler.
Verändert 19.04.2013
Sie haben nicht verstanden
Zitat von mjvEinige kapieren hier nicht ansatzweise wie der Nachweis eines Onlinetickets funktioniert. Der muss sauber dokumentiert sein, weil es anderenfalls ein Leichtes ist mehrere Fahrgäste auf dem selben Onlineticket fahren zu lassen. Das kann nämlich unendlich oft ausgedruckt werden. Wobei hier allerdings mit etwas gutem Willen der saubere Nachweis möglich gewesen wäre. Das muss man von einem Dienstleistungsunternehmen erwarten können.
Es ist doch ganz einfach: a) Bahnmitarbeiter scannt erstmals Fahrschein ein b) Fahrschein wird damit im System gesperrt c) Nunmehr kann keine weitere Person diese Strecke mit diesem Fahrschein befahren. Stattdessen muss sich jeder Fahrgast (ich ja nun nicht mehr, spätestens jetzt fahre ich nicht mehr Bahn) der mehr oder weniger entwürdigenden Kontrolle unterziehen, ob er denn wirklich der ist, der er vorgibt, zu sein. Derartige Kontrollen kenne ich zwar, aber abgesehen von der Bahn nur von Grenzübergängen zur DDR.
hamburg 19.04.2013
Apropo AGB: stellen Sie sich vor: Sie sind in Russland unterwegs und haben sich eine Fahrkarte online besorgt. Sie machen eine Reise von Moskau nach St, Petersburg mit der Bahn und(!) werden rausgeschmiessen, weil sie KEINEN RUSSISCHEN PERSONALAUSWEISS besitzen! Selber schuld! Man muss AGB lesen! Viel Spass mit kyrillischen Sprache! So jetzt bitte weiterdiskutieren!
12gast12 19.04.2013
Zitat von Verändert[...]Fertig. Wer sich dann den Ordnungshütern immer noch in den Weg stellt oder deren Anweisungen nicht befolgt, verschlimmert nur die Situation.[...] Wenn die Anweisung ist, eine überzogene Maßnahme nicht zu filmen, und diese Anweisung dadurch untermauert wird, dass die Kamera zugehalten wird, dann ist es die verdammte Pflicht jedes Journalisten, diesen Angriff auf die Pressefreiheit festzuhalten. Alles andere verschlimmert nämlich die Situation und ist von keinem mir bekannten PolG oder der StPO gedeckt.
Ich meinte hier Aysa. Alles hätte sachlich geklärt werden.
SNA 19.04.2013
Zitat von tsw@die Schar derer, die gleich wieder auf die Bahn und die BuPo schimpfen: a) Auf der Seite der DB steht eindeutig, dass der Perso/die ID-Card nur bestimmter Länder verwendet werden können. Versuche ich es dennoch mit den Daten, die ich auf einem anderen Perso/Pass finde, dann ist das zunächst mal ein Betrugsversuch beim Kauf des Tickets, und das beleibe nicht nur aus Sicht der Bahn.
Das ist ja unerträglicher Quatsch: Betrug setzt einen Vemögensschaden voraus, die Bahn hat keinen, weil die Kundin der Bahn den Fahrpreis gezahlt hatte. Es liegt auch keine Beförderungserschleichung vor, weil der Fahrpreis entrichtet worden ist. Was ist das nur für eine Haltung, aus der Menschen, die eine Leistung bezahlt haben, kriminalisiert werden und die Leistung nicht erhalten?
grunzbichler 19.04.2013
Selbst vor kurzem Sonntag abend erlebt: 30 besoffenen Fussballfans mit Schals und allem Pipapo , leicht aggressiv, weil Auswärtsspiel verloren im ICE. Alle haben gequalmt und rumgegrölt. Komischerweise sind die Kontolleure durch dieses Abteil mehrfach gaaanz schnell durchgelaufen, ohne sich mit Fahrkartenkontrollen aufzuhalten. Auch die zwei BGSler sind einfach nur durchgeschlichen. Alles echte Draufgänger, gegen ein Mädchen mit 7 Mann, die Helden!
franks meinung 19.04.2013
Macht die Welt, wie sie ihr gefällt...
Zitat von 123kjhDas haben die mir in der Schule auch erzählt. Nur entspricht es nicht der Wirklichkeit ;)
Und so bastelt sich jeder das Leben, wie es ihm gefällt. Mancher mit Hilfe von Genußmitteln und andere schaffen es auch ohne diese.
hanumanvishnu 19.04.2013
Nur in Deutschland: online tickets mit Personalausweis
Zitat von wolffmIch habe vor einiger Zeit ein Ticket für eine Bekannte aus Nordafrika gebucht für die Strecke Paris-Frankfurt. Auf dem Portal der Französischen Bahn wird jede die Nummer von jedem Ausweis akzeptiert. Bei der Buchung von Frankfurt-Paris, die über das Deutche Portal stattfinden muss geht das nicht. Da kann tatsächlich bei einem Eurozug online nur für Deutsche gebucht werden. Ein Skandal!
Ich machte die gleiche Erfahrung mit einer Freundin aus Indien: Die Schweizer Bahn ließ mich ohne Probleme online Fahrkarten für sie buchen, übrigens ohne auch nur nach einem Ausweis meiner Freundin zu fragen. In Deutschland musste ich für eine Fahrkarte jedesmal zum Schalter im Bahnhof pilgern. Liebe Bahn; warum bekommt das benachbarte europäische Ausland eine online Fremdbuchung hin und ihr nicht?
junkfood 19.04.2013
Ist doch klar wenn da DDR-Zeug zugange ist dasss das "unglaublich" ist.Aber mehr bekommt ihr Pseudodemokraten auch nicht raus!War ja bei der NSU dasselbe alles geschockt aber gemacht wird nicht!Schliesslich muss ja die Nation zusammenhalten notfaölls mit DDR-Methoden,zumindest im Osten wos der elitären Bürgerelite des Westens nicht stört.Alles deutscher Normalzustand wie eh und jeh...
nokl7 19.04.2013
Nach diesem Bericht soll die Bahn ein paar Kunden weniger haben. Wenn man überlegt, man möchte einfach von A nach B kommen und dann plötzlich macht man mit der Polizei unerwünschte Bekanntschaft. Und dafür zahlt man noch Geld. Ne Danke.
ziel1984 19.04.2013
Wutbürger
Herzlichen Dank an alle Schreiber die versuchen den Sachverhalt objektiver darzustellen. Es gibt tatsächlich zwei Sichtweisen: Die Gesetzliche und die Ideele. Schade, dass der Schaffner kein Ermessen hat spielen lassen... Jedoch kann auch das Verhalten des Gastes ausschlaggebend gewesen sein. Die Polizei hat in meinen Augen in Bezug auf die Zwangsmaßnahme nicht übertrieben. Das Verhalten der Dame war sehr hysterisch. Im Bezug auf das Zuhalten der Kamera kann ich den Journalisten verstehen. Auch wenn ich glaube, dass das aufnehmen lassen in solchen Situationen sehr unangenehm ist. Die Berichterstattung fand ich in Teilen sehr subjektiv
gronaix 19.04.2013
zitat rtsberlin heute, 15:31 Uhr: "leider nicht so gut. habe heute einen termin für ein gehirn-mrt gehabt... aber noch kein ergebnis... vom arbeitsamt bekomme ich keine unterstützung, die wollen mich nicht, obwohl ich denen gesagt habe, dass ich arbeiten gehen will... die story mit anna kennst du ja... die beiden sind mittlerweile ausgezogen und ich hab neue mitbewohner... das läuft aber auch noch nicht ganz rund, bei einem steht die miete noch aus.... mein motor" ich selbst habe auch beim schauen des videos darüber nachgedacht, wie ich in dieser situation reagiert hätte, anstelle vonn herrn becker, dem autor des artikels und urheber des videos. und gemeinsam mit der frau auszusteigen ist auch eine der möglichen verhaltensweisen, die mir da eingefallen sind. was das verhalten der bundespolizisten angeht, ist da in meinen augen deutliche nachschulung in sachen deskalationstraining auf seiten der beamten notwendig. die frau war sehr aufgebracht und hat, wie im artikel erwähnt, auch nicht unbedingt dazu beigetragen, die situation zu deaskalieren, aber als reaktion darauf die frau aus dem zug zu zerren, wäre es angebrachter gewesen, die frau eher davon zu überzeugen, dass es vielleicht jetzt besser wäre, mit auszusteigen, auf der polizeistation im bahnhof die sache zu klären und mit dem nächsten zug weiter zu fahren. am ende hat sich ja herausgestellt, dass es für die zugbleiter möglich gewesen wäre, die gültigkeit des tickets, was letzlich der auslöser für den polizeieinsatz war, zu verifizieren. hätte in meinen augen auch wesentlich menschenfreundlicher ablaufen können. nochmal großes lob an herrn becker vom spiegel, für die courage, sich der weisung des polizisten zu widersetzen und eine solche art der berichterstattung zu ermöglichen. respekt dafür.
kain1 19.04.2013
Formaljuristisch soll sich ein Jurist zu dem Fall äußern. Ich frage mich was das für den normalen Reisenden heißt. Im Endeffekt kann man bei der Online-Buchung einiges falsch machen und das auch relativ einfach, z.B. den flaschen Pass verwenden, sich bei der Nummer des Persos vertippen oder irgendetwas Kleingedrucktes auf den x Seiten der AGBs übersehen, die falsche Kreditkarte einstecken etc.. Bisher habe ich in der Hoffnung gelebt, dass es im Zweifelsfall schon passen wird - die Bahn hat ja auch dankend das Geld abgebucht. Nach dem Bericht schleichen sich da doch einige Zweifel ein. Überspitzt gesagt: um die 100€ für eine Fahrt nach Berlin zu zahlen und dann nicht sicher zu sein dort auch anzukommen. Das klingt nicht nach einem fairen Deal. P.S. Ich kann mich nicht erwehren, aber man darf bezweifeln ob es bei gleicher Faktenlage einem deutschen Doktor auch so gegangen wäre...?
green_iguana 19.04.2013
habe als deutscher keinen wohnsitz in diesem land mehr. wenn man so etwas sieht, will man eigentlich auch nicht mehr zurueckkommen. mir ist im februar diesen jahres aehnliches passiert, nur dass ich einen reisepass als legitimation vorlegen wollte, in der buchung aber kreditkarte stand. der herr kontrolleur wollte dann auch auf einen trip mit mir kommen. er wollte allen ernstes meinen reisepass nicht als legitimation anerkennen. insofern bin ich schwer dafuer, dass solche berichte an die grossen zeitungen im ausland geschickt werden, damit potentielle touristen sehen koennen, wie toll es ist, in deutschland bahn fahren zu duerfen. der ceo herr grube sollte das mal mit dem autor gemeinsam ausprobieren. so ein dummer & weltfremder verein von erbsenzaehlern. das naechste mal dann lieber wieder den mietwagen.
resino 19.04.2013
Eine mit Fahrschein und Ausweis ausgestattete Bahnreisende durch die Polizei aus dem Zug werfen lassen. Wenn das nicht der sprichwörtliche Schuss mit der Kanone auf den Spatzen ist!
SNA 19.04.2013
wi sänk ju nur auf deutsch
Zitat von Website der Deutschen BahnPlease note that our general terms and conditions, data protection principles and conditions of use are only available in German.
Ein Reiseunternehmen, dass seine AGB nur auf Deutsch vorhält und sich dann so gegenüber unseren zahlenden Gästen aufführt...
bernd352 19.04.2013
Wieviele von der Bahn bezahlte PR Schreiberlinge sind hier eigentlich unterwegs die uns hier erklären wollen, dass es ja gar nicht anders geht . Natürlich geht es :) Aber nur dort wo es direkte Konkurrenz gibt. Diese Erfahrung habe ich selbst in Österreich gemacht wo es seit kurzem eine private Alternative auf der Westbahnstrecke gibt. Das Ergebnis: Gratis WLAN im Zug, günstige Tickets im Zug ohne den ganzen Bahncardwirrwar der für Alle nur Verwaltungsaufwand bedeutet, freundliches Personal mit Kulanz und Hausverstand (auch bei den österreichischen Bundesbahnen denn Konkurrenz belebt das Geschäft). Und so einen Blödsinn wie Ausweispflicht gibt es auch nicht. Wie machen die das?
dirkozoid 19.04.2013
schwarzfahren
Noch mal an alle, die behaupten, ohne gültige Fahrkarte wird man rausgeworfen: Unsinn, der Wisch, auf dem steht, dass man beim schwarzfahren erwischt wurde, gilt als Fahrkarte. Damit man für einmal schwarzfahren nicht mehrmals Strafe aufgebrummt bekommt, falls man noch andere Schaffner trifft ;)
Alexei 19.04.2013
Also rechlich nach den vielen AGG's und Paragraphen mit den schwer lesenden Texten mag die Bahn wohl recht haben, aber es ist eigentlich unmenschlich und nicht gerechtfertigt, denn ein gültiges bezahltes Ticket hatte die Dame ja besessen. Ich finde, es ist nicht diskutabel, ob sie sich von vorn herein mit einer EC-Karte hätte ausweisen können, denn vielleicht besitzt sie keine solche Karte oder habe sie mit der Karte eines Freundes bezahlt. Die Fragen sind eher: Warum man nur deutsche Pässe beim Kauf eingeben kann? Warum hat man die Angelegenheit nicht in Berlin lösen können? Ist denn jedes Besteigen der Bahn als Hausfriedensbruch zu bewerten (dessen wurde die junge Dame angeklagt)? Haben die Polizeibeamten ihre Befugnisse überschritten, indem sie den Journalisten gehindert haben, Video aufzunehmen? - die solche Situation, wie es auch in den GUS-Ländern der Fall ist. Also ist die Bundesrepublik nicht so demokratisch und menschlich, wie es angibt?
herkurius 19.04.2013
Haben unsere Behörden nicht die Pflicht, gewerberechtlich unzuverlässige Unternehmen zu schließen? Betrug (Fahrgeld war ja kassiert, alle Geschäftsbedingungen auf der Buchungsseite wurden erfüllt), versuchte Unterschlagung (Koffer sollte im Zug bleiben), Freiheitsberaubung ist ja alles erfüllt. Und die Vorkommnisse sind alles andere als ein Einzelfall, wie viele Kinder unter 12 sind schon im Winter einfach ausgesetzt worden.
derkleineotto 19.04.2013
@derhollaender: -> https://de.wiktionary.org/wiki/schwarzfahren -> Nach der im Volksmund ebenso verbreiteten Definition (siehe Punkt 2 im Link) ist sie sehr wohl eine Schwarzfahrerin, weil sie einfach kein gültiges Ticket besitzt. Da gibt es doch nichts zu diskutieren? Oder ist der 15 jährige Otto auch dazu befähigt Alkohol zu trinken, weil er ihn selbst bezahlt hat?
k70-ingo 19.04.2013
Zitat von veremontJa so kennen wir unsere DB: Unpünktlich, unfreundlich, unflexibel, unbezahlbar, unüberschaubar und uninformiert.
Diese Fakten töten auch den letzten Funken schlechten Gewissens bei Nur-Autofahrern wie ich es bin, wenn ab und an mal die Grübelei kommt, daß der Diesel-PKW doch ganz schön Ruß rausballert, wenn man mal kräftig auf den Pinn tritt, oder daß der kat-lose Oldie seine 12, 13 Liter Super plus durchzieht. Nein, da ist mir das Hemd (Seelenheil, innere Ausgeglichenheit) doch näher als die Hose (Luftverschmutzung). Wobei ich selbst mit dem trinkfreudigen Veteran immer noch billiger unterwegs bin, als wenn ich mit der Bahn zum unreduzierten Normalpreis fahren würde. Der Aufwand für mich als Landbewohner, erst einmal zu einer noch in Betrieb befindlichen Bahnlinie, bzw. -station hin- und von dort wieder wegzukommen, ist da noch nicht berücksichtigt.
nightflybln 19.04.2013
Diese verdammten Bullen
Da sieht man mal wieder wie die Bullen ihre eigene Rechtsordnung in die Hand nehmen. Die Behinderung beim Filmen der Szene zeigt das , wie "dein Freund und Helfer " den Menschen hilft. Die deutsche Bahn ist das Letzte !!!
chaosstern 19.04.2013
Lachen oder weinen...
Seit einer Stunde lese ich jetzt das Forum zu diesem Artikel... Wie bin ich froh in einem Land mit so vielen aufrechten Bürgern zu leben, die immer alles Kleingedruckte lesen und sich an alle Gesetze, Regeln und Vorschriften halten... Nein, Spass beiseite...Ich habe selber mehrere Jahre in einem muslimischen (!) Land gelebt und was soll ich sagen: so etwas wäre mir dort nie passiert! Wie können Menschen diesen Vorfall mit der Argumentation von AGB's etc. gutheissen? Wir schimpfen über die Sammlung unserer persönlichen Daten, aber der Bahn geben wir sie widerstandslos, nur weil sie es in ihren AGB's stehen haben? Wir fliegen zum Mond, aber ein Konzern wie die DB ist nicht in der Lage, den Missbrauch der Fahrkarten auf andere Art und Weise zu verhindern? Ich fahre selten Bahn, habe keine negativen Erlebnisse und auch die Vorgeschichte sei mal dahin gestellt: eine Handvoll Polizisten für eine junge Frau? Aber ich finde es wirklich toll, dass wir in Deutschland sooooo viel geregelt haben, sonst müssen so viele Menschen bei Ihrer Arbeit mehr nachdenken.....
ankor64 19.04.2013
@SNA Es tut mir leid, die von Ihnen zitierten Rechtsgrundlagen sind falsch: Die Beamten werden hier im Rahmen der Strafverfolgung tätig (Erschleichen von Leistungen), daher gilt nicht das Opportunitätsprinzip aus dem Ordnungswidrigkeitenrecht sondern der Strafverfolgungszwang aus §163, Abs. 1 StPO. Der schreibt vor alle Maßnahmen zu ergreifen um eine Verdunklung der Sache zu verhüten. Die geringste Maßnahme ist hier die Personalienfeststellung aus §163, Abs.2. Diese Maßnahme erfordert ein "festhalten" der Person, daher ist das keine Festnahme nach dem "Jedermannparagrafen" aus §127 StPO. Und schon gar nicht die Festnahme aufgrund eines Haftgrundes, sprich §113 StPO. Ihre Argumentation und die Zitierung, insbesondere das das Persönlichkeitsrecht der Beamten hinter dem öffentlichen Interesse zurücktritt, und dies mit "Handyvideos" aus Syrien begründen, lassen bei mir eher den Schluss zu, dass es sich bei Ihnen nicht um einen Juristen handeln dürfte.
navysailor 19.04.2013
Leute, die BPol hat sich absolut richtig verhalten. Es liegt durch die Bahn eine berechtigte Leistungserschleichung vor. Die BPol muss so reagieren, da der Tatbestand, auch wenn er noch so unglücklich ist, genauso vorliegt und durch die Bahn angezeigt wurde. Die Person hat alle Lösungen, welche Schaffner und BPol angeboten hat abgelehnt. Die BPol hat sehr souverän und locker gehandelt. Zu jederzeit ruhig und sachlich. Was für eine Hetze hier gegen Leute, die jeden Tag den Arsch für alle Einwohner Deutschlands hinhalten. Die Person hat vollkommen überreagiert und das sich betzt noch eine kleiner Journalist mit seinem Handyvideo profilieren will ist die Krönung. Egal - alle weiter aufregen - wir haben ja sonst keine anderen Probleme!
blasphemiker 19.04.2013
Zitat von sysop 
Um mal ein alten Slogan wiederzubeleben: "Die Welt zu Gast bei Freunden". Einfach unfassbar. Die zuständige Schaffnerin gehört entlassen!
derkleineotto 19.04.2013
@Hamburg: Ich würde in Moskau an den Schalter gehen und würde dort eine gültige Fahrkarte bekommen - alternativ (einfach mal den DB-Fall auf Russland umgemünzt) würde ich die Webseite auf Englisch umschalten und könnte dort lesen, dass ein Online-Ticket mit meinem deutschen Perso leider nicht bestellbar ist. Wäre wirklich alles auf kyrillisch und würde die Dame am Bahnschalter kein Englisch sprechen hätte ich vor allem eines: Pech gehabt.
libertarian2012 19.04.2013
Warum ist das verpixelt? Als wirklich mutiger Journalist koennte Herr Becker das ja mal komplett und unverpixelt zeigen statt sich irgendwelchen hysterischen deutschen Taeterschutzgesetzen unterzuordnen. Ausserdem muessten hier alle Namen gelistet werden damit eine komplette Geschichte draus wird.
Michigan 19.04.2013
Ich hoffe, dass all die hier geschilderten Vorkommnisse auch von Mitarbeitern der DB gelesen werden und man sich vielleicht mal Gedanken macht, ob der Umgang mit den Kunden so sein muss, wie erlebt. Meine minderjährige Tochter habe ich unwissentlich ein eine unangenehmen Situation gebracht, die bei normalen Menschen kein Problem gewesen wäre. Hier allerdings geriet sie an einen Kontrolleur der DB. Bei der Buchung des Online-Tickets hatte ich ihr Bankkonto angegeben, da sie sich mit ihrer EC-Karte ausweisen würde. Ihre Kontonummer ist siebenstellig und so gab ich die letzten vier Stellen an. Was ich nicht beachtet hatte, war, dass Kontonummern allgemein neunstellig sind und auf der EC-Karte die letzten beiden Stellen mit Nullen aufgefüllt waren. Somit standen die letzten Ziffern "1234" auf dem Ticket, auf der EC-Karte aber "xxx123400". Der Kontrolleur auf der Hinfahrt verstand, zumal alle sonstigen Daten korrekt waren. Auf der Rückfahrt geriet sie leider an einen Typ Kontrolleur, der auch bei der russischen Studentin am Werk gewesen sein muss. Er bezichtigte sie trotz eindeutig bezahltem, auf ihren Namen ausgestellten Tickets, trotz Ausweis und EC-Karte mit ihrem Namen lauthals im vollen Großraumwagen des Schwarzfahrens, weil zwei Ziffern nicht stimmten. Meine Tochter kam tränenüberströmt mit einem Zettel aus dem Zug, auf dem wir zur Zahlung einer Strafgebühr aufgefordert wurden. Ich versuchte, die Situation noch im Ankunftsbahnhof zu klären, aber dort war man (natürlich) nicht in der Lage, irgendetwas zu regeln. Letztlich reichte ich online eine Beschwerde ein die nach zwei Wochen gnädigerweise und "ohne Anerkennung eines Rechtsanspruchs" akzeptiert wurde. Ich fahre nur dann mit der Bahn, wenn es keine Alternative gibt, aber das wird die Bahn wahrscheinlich nicht wirklich interessieren, denn Kunden sind ja nur notwendiges Übel...
aber-sicher 19.04.2013
Ein bisschen gesunder Menschenverstand hätte geholfen. Schade, dass die Pressemeldung der Bahn immer noch unverändert Online ist. Von mir hat der in der Pressemeldung als Kontakt angegebene Herr Kornmann (mailto:juergen.kornmann@deutschebahn.com) eine nette kurze Mail mit einer Korrekturbitte erhalten.
hamburg 19.04.2013
Kündigung wäre das richtige
Stimme ich völlig zu! Solche Mitarbeiter, die im Machtrausch verfallen haben im Kundendienst nichts verloren! Eine Abmahnung und dann fristlose Kündigung!
blasphemiker 19.04.2013
Zitat von grunzbichlerSelbst vor kurzem Sonntag abend erlebt: 30 besoffenen Fussballfans mit Schals und allem Pipapo , leicht aggressiv, weil Auswärtsspiel verloren im ICE. Alle haben gequalmt und rumgegrölt. Komischerweise sind die Kontolleure durch dieses Abteil mehrfach gaaanz schnell durchgelaufen, ohne sich mit Fahrkartenkontrollen aufzuhalten. Auch die zwei BGSler sind einfach nur durchgeschlichen. Alles echte Draufgänger, gegen ein Mädchen mit 7 Mann, die Helden!
Soetwas habe ich vor kurzem auch erlebt: Eine Horde schwer besoffene Jugendliche hat einen Zug geentert, sofort eine Fluppe angezündet und zu allem überfluß hat noch einer in einen Durchgang uriniert, weil das Klo besetzt war. Die Dame und Herr von der DB-Security habe so getan, als hätten sie nichts gemerkt und alles wäre in Ordnung. Echte Helden halt.
steevieb 19.04.2013
Man hat kein gültiges Ticket weigert sich nachzuzahlen oder den Zug zu verlassenund bleibt auch dabei wenn die Bundespolizei dazugeholt wird und wird dann irgendwann gewaltsam aus dem Zug entfernt. Die Artikelbeschreibung erreicht an Fehlinformationsgehalt die typische Bildschlagzeile. Es wäre natürlich toll wenn man die Problematik des falsch gekauften Onlinetickets mit jedem "Opfer" 2 Stunden lang ausdiskutieren könnte aber mit einem Minimum an Verstand sollte jedem klar sein das das allein schon der Natur des Billigtickets wiederspricht. Diese Tickets sind nunmal an Bedingungen gebunden und wer das bei der Buchung nicht versteht sollte sein Glück wohl doch lieber am Schalter versuchen oder die Konsequenzen tragen.
ATLien 19.04.2013
Unfassbar wie die Bahn mit Kunden umgeht. Noch unfassbarer wie hier mit 7 Polizeibeamten Steuergeld verschwendet wird. Am unfassbarsten ist aber dieses bescheuerte Verhalten des kameraschlagenden Polizisten. Alles in allem ein Bestaetigung, des Vorurteils, dass man bei der Bundespolizei landet wenn man fuer jede andere Polizeiaufgabe inkl. Radarkontrollen als hinreichend unterqualifiziert erwiesen hat.
hamburg 19.04.2013
Unterwegs in Amerika, Spanien, Russland
Lieber Sebastian, stell dir vor - du bist in Amerika, Spanien, Russland wo auch immer unterwegs mit deinem deutschen Personalausweis und wirst mit einer online erworbenen Fahrkarte aus dem Zug RAUSGEWORFEN!!! Da du, mein lieber, keinen amerikanischen bzw spanischen bzw russischen Pass besitzt! Du wirst öffentlich fertig gemacht und von 7 Polizisten mitten auf der Strecke rausgeholt! Wie würdest du dich jetzt fühlen?! P.S. Amerikanische/spanische/russische Bahn sagt dazu nur: Selber schuld - du muss doch AGB lesen auf englisch/spanisch oder russisch ... na dann ... viel Spass!
gknfn 19.04.2013
Bei der polizeilichen Maßnahme handelte es sich juristisch gesehen um eine Maßnahme im Sinne des § 163b Abs. 1 Satz 2 StPO. Eine andere Rechtsgrundlage ist nicht ersichtlich. Allerdings erweist sich die Maßnahme gleichwohl als rechtswidrig, da die Tatbestandsvoraussetzungen jener Vorschrift ersichtlich nicht erfüllt waren. Betreffend einer nahezu identischen Fallkonstellation hat das Bundesverfassungsgericht (HRRS 2011, 474) die Vorgehensweise der Polizei als rechtswidrig eingestuft und hierbei folgendes ausgeführt: "Die Vorschrift des § 163b Abs. 1 Satz 2 StPO lässt ein Festhalten zur Identitätsfeststellung nur zu, wenn die Identität sonst nicht oder nur unter erheblichen Schwierigkeiten festgestellt werden kann. Die Vorschrift stellt insofern eine gesetzliche Konkretisierung des verfassungsrechtlichen Verhältnismäßigkeitsgebots dar und soll sicherstellen, dass ein Eingriff in die persönliche Freiheit nur dann erfolgt, wenn er zur Feststellung der Identität unerlässlich ist. Ein solcher Fall lag hier nicht vor. § 163b Abs. 1 Satz 1 StPO ermächtigt Polizeibeamte, gegenüber einem Verdächtigen die notwendigen Maßnahmen zur Identitätsfeststellung zu treffen, also den Betreffenden nach seinen Personalien zu befragen und diesen aufzufordern, mitgeführte Ausweisdokumente auszuhändigen. Nur dann, wenn die Identität des Betreffenden auch unter Ausschöpfung dieser Maßnahmen nicht mit der erforderlichen Sicherheit geklärt werden kann oder dies mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden wäre, kommt ein weiteres Festhalten nach Satz 2 in Betracht. Ein weiterer Eingriff in das Freiheitsrecht des Art. 2 Abs. 2 Satz 2 GG darf also nur dann erfolgen, wenn die Polizei auf der Basis der bereits bekannten Daten berechtigte Zweifel an der Identität der Person hat. Hiervon kann im vorliegenden Fall nicht ausgegangen werden. Der Beschwerdeführer hat sich gegenüber der Polizei vor Ort mit einem Reisepass samt Meldebestätigung ausgewiesen. Diese amtlichen Dokumente sind zur Feststellung der Identität geeignet. Anhaltspunkte dafür, dass der Pass des Beschwerdeführers gefälscht war oder seine Person nicht mit dem Passinhaber übereinstimmte, etwa, weil das Foto keine oder nur geringe Ähnlichkeit mit ihm aufwies, sind weder von der Polizei (...) benannt worden noch sind sie ansonsten ersichtlich. Daher ist - insbesondere im Hinblick auf das verfassungsrechtlich fundierte Regel-Ausnahme-Verhältnis zwischen bloßer Identitätsfeststellung und weiterem Festhalten - davon auszugehen, dass es den Polizeibeamten möglich war, die Identität aufgrund des vorgelegten Reisepasses vor Ort hinreichend sicher festzustellen. Ein Festhalten aus reinen Praktikabilitätserwägungen vermag schon die Erforderlichkeit der Maßnahme nicht zu begründen und dürfte im Übrigen auch auf die Abwägung im Rahmen der Prüfung der Verhältnismäßigkeit einer derartigen Maßnahme keinen Einfluss haben". Die zitierte Rechtsauffassung des Bundesverfassungsgericht ist auf den vorliegenden Fall in vollem Umfang zu übertragen, da sich beide Sachverhalte kaum voneinander unterscheiden. Somit war die Maßmahme zweifellos rechtswidrig.
farazon 19.04.2013
Es gelten wohl für alle die gleichen Regeln. Ein bisschen weniger Geschrei hätte wohl auch geholfen, genau diese Eskalation zu vermeiden.
isaban 19.04.2013
USA, Endland, Deutschland. Ich war überall und immer wieder erlebt/ließt/sieht man Willkür dieser Art in Stundentakt. Selbst ein Esel bekommt da mehr Respekt. Unsere Staaten gehen blind auf Konfrontationskurs mit den Bürgern, egal wo.
Denonfd 19.04.2013
Zitat von VerändertEs ist doch ganz einfach: a) Bahnmitarbeiter scannt erstmals Fahrschein ein b) Fahrschein wird damit im System gesperrt c) Nunmehr kann keine weitere Person diese Strecke mit diesem Fahrschein befahren.
Nein, so einfach ist es eben nicht. Die s.g. MT Terminals welche die Mitarbeiter der DB mit sich führen haben keine Online Anbindung und müssen spätestens alle 14 Tage an einem s.g. Übergabeschrank eingelesen werden. Bis zu diesem Zeitpunkt kann mit jedem Online Ticket durch D gefahren werden wie man lustig ist - solange es natürlich nicht Tag- und Zuggebunden ist. Ich kann die Aufregung hier sowieso nicht nachvollziehen. Bei der Online Buchung wird man klar darauf hingewiesen was mitzuführen ist um die Legimitation zu bestätigen. Wenn der Bahnfahrer dies nicht hat, hat er eben eine ungültige Fahrkarte. Und wenn sich der Bahnfahrer dann auch nicht anders ausweisen kann bleibt eben nur die Personalienfeststellung durch die Polizei. Die Leute fahren ohne Ihre Bahncard durch die Gegend ("nun seien sie doch mal kulant") ohne Ihren ID Nachweis für das Onlineticket ("nun seien sie doch mal kulant" mit kopierten Fahrkarten weil die originale Zuhause liegt ("nun seien sie doch mal kulant"). Steigen mit Ihren Sparpreisen in die falschen Züge weil der Termin früher fertig war ("nun seien sie doch mal kulant"). Es nervt einfach ! Ich selbst habe eine BC 100 weil ich pendle und erlebe das jeden Tag. Mir tun die Leute der Bahn in den Zügen immer sehr leid wenn das Genöle wegen Nichtigkeiten losgeht. Sollen die Leute doch Ihre Tickets wieder am Schalter kaufen - rettet dort Arbeitsplätze und man hat auch keinen Ärger wegen irgendwelcher ID Karten. In diesem Artikel wird es so dargestellt als wäre die Dame aus dem Zug "geschmissen" worden. Sie wurde nicht "geschmissen" sondern dazu aufgefordert denn Zug zu verlassen nachdem Ihr auch andere Möglichkeiten zur Klärung dargelegt wurden - sie wollte dies aber nicht, nachdem sie sich ja mit Ihrem Bruder "der ist Anwalt" verständigt hatte. Das kranke ist das in Deutschland immer diskutiert werden muss. Es ist nicht möglich das einfach mal akzeptiert wird wenn es heisst "so geht es nicht". Ob nun in der Bahn, bei der Polizei oder anderswo. Es geht immer "warum, wieso, weshalb" - und genau aus diesem Grund eskaliert dann etwas so wie in diesem Fall. Das die Bahn sowieso immer Unrecht hat ist man ja gewohnt - und die Polizei ist ja inzwischen in D auch "das Böse" in Person. Die Vorgehensweise in diesem Fall war mit Sicherheit extrem - aber m.M. nach wohl auch von der Dame mit verursacht. Wenn ich in dem Video sehe wie sich diese Person aufführt muss ich mich doch sehr wundern. Da kann ich mir gut vorstellen wie der Tonfall gegenüber der Schaffnerin war. Für mich ist dieser Spiegel Artikel definitiv nicht objektiv - alleine schon die Überschrift des Artikels zeigt was der Autor bezwecken will. Ich habe seit 4 Jahren ein BahnCard 100 und kann im grossen und ganzen nicht meckern. Gemessen an dem was sich die Angestellten auf den Zügen anhören müssen bewundere ich regelmässig wie ruhig und gelassen sie bleiben.
vincenz2003 19.04.2013
Das ist eine Schande...
fuer die Bahn als "Kundenorientierten" Dienstleister. haha, das ich nicht lache!!! Aber auch eine Schande fuer die Bundespolizei. Als ob ein Schwerkrimineller wegen gefaehrlicher Koerperverletzung festgenommen wird. Auch von den Seite erwarte ich eine Entschuldigung!!! Und es ist eine Schande, dass Niemand der Frau beigestanden hat!!!!
grauewolf 19.04.2013
Der Rauswurf
So sehe ich, was unsere Land so verhält, ist nicht so menschliche Verstand, wenn Sie für Bahn Anfang und Ziel bezahlt hat und willkürliche festgenommen wird, wegen ohne deutsche Pass besitzt. Echt unglaublich!!!! Was sagen die Politiker unsere Land???
ranimes 19.04.2013
Herr Grube, genau DAS ist Chefsache. Äußern Sie sich endlich zu diesem unsäglichen Vorfall. Sie haben genug Zeit verstreichen lassen. Und dämliche Kommentare Ihrer Pressestelle sind einfach nur mies und unprofessionelle Krisenkommunikation.
doriem 19.04.2013
Danke an den mutigen Journalisten. Wollte mir grad ein Online-Bahnticket für Ende April kaufen. Suche mir jetzt lieber eine Mitfahrgelegenheit. Die Bahn hat keine Kunden mehr verdient!
Dette 19.04.2013
Selbst im Jahre 2013 schafft es das Grossunternehmen Bahn nicht, eine zeitgerechte Platform fuer den Online-Fahrscheinverkauf auf die Beine zu stellen. Umstaendlicher geht es nicht. Im nichteuropaeischen Ausland lebende Deutsche ohne Perso, bzw. wer fuer andere online bestellt und Auslaender, sind legal vom Online Verkauf ausgeschlossen. Wer auf die Bahn angewiesen ist und keinen Perso hat, muss praktisch bei der Bestellung schummeln. Tut eigentlich niemandem weh. dies sollte auch dem DB-Personal bekannt sein. Waren wohl ein ganz Genauer, dem hatte die Fahrkarte nicht gereicht, wollte noch das korrekte Ausweispapier sehen. Und vielleicht noch den Ariernachweis... Formal haben sie zwar richtig gehandelt, sind aber dennoch total daneben.
lueckejens 19.04.2013
Die Regeln der Bahn sind warscheinlich idiotisch und die Dame aus Russsland kann einem schon leid tun. Aber wenn Her Becker meint , mit diesem Video die typische Brutalitaet der deutschen Polizei dokumentiert zu haben , lebt er in einem gluecklichen Land (welches offensichtlich zu viele Polizisten beschaeftigt-evt. auch zu viele Journalisten ,die aus Muecken Elefanten machen, da es nicht genuegend Interessantes zu berichten gibt ).
niladmirari 19.04.2013
....also das als normales Verhalten abzutun, finde ich verwerflich und inakzeptabel! Alleine schon die Tatsache, das versucht wird einem Reporter wehemend das Filmen zu verbieten, sagt doch alles! Bloß keine Beweise sammeln von einem viel zu überzogenen Verhalten seitens der Exekutiven. Ich finde solche Sachen nehmen rapide zu! Die sollten sich was schämen! Nachdem Motto: Erst schlagen, dann fragen!
doberman48 19.04.2013
War früher problemlos. Bin an den Fahrkartenschalter und habe mir ein Ticket geholt. Da hat keine Sau auch nur irgend ein Dokument verlangt, es sei denn, man wollte ins Ausland. Was hier passiert, gehört mittlerweile zum Alltag und abgeschafft.
sasjan 19.04.2013
Zitat von steff01Hallo Welt also zum Mitschreiben für meine Kollegen in den Kommentaren die irgendwas von ungültigen Ticket schreiben. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen eingestellt weil es nichts zu ermitteln gab, ergo kein ungültiges Ticket. Kein ungültiges Ticket, im besten Fall ein strittiges Ticket könnte man bitte das Bitte bitte zur Kenntnis nehmen DANKE. Und ein striitiges Ticket lohnt sich meines Erachtens so ein Zauber nicht
Ich denke mal, die Bahn hat kein Interesse an einer weiteren Verfolgung gezeigt. Dann hätte man nämlich die AGBs geprüft und ich denke mir mal, dann wäre es recht eng geworden für die Bahn.
seniorvc 19.04.2013
Warum wird sich hier aufgeregt??? Die Bahn weist in ihren Geschäftsbedingungen auf die Voraussetzungen für das Ticket hin. Die Dame erfüllt diese nicht. Also legt der Mitarbeiter der Bahn, welcher das Hausrecht ausübt fest, dass die Dame keinen gültigen Fahrausweis besitzt. Punkt. Das ist nun mal so! Er bietet der Dame also an, sich einen gültigen Fahrausweis zu kaufen. Das schlägt sie aus, weil sie ja einen hat, der nach den bekanntgegebenen Geschäftsbedingungen aber nicht gültig ist. Also verweist der Bahnmitarbeiter des Zuges, er hat ja das Hausrecht inne. Dem kommt sie nicht nach und begeht damit Hausfriedensbruch. Ergo kommt die Polizei zum Einsatz. Die Dame widersetzt sich scheinbar. Hausfriedensbruch ist Hausfriedensbruch! Das hat die Polizei gar nicht zu entscheiden. Das legt hier der Bahnmitarbeiter fest. Sie kann ja nach Verlassen des Zuges bei der Bahn ansprüche geltend machen oder im Nachhinein. Fertig. Widerstand gegen die Polizei ist ganz doof. Das hätte die Dame aber auch wesentlich schlauer regeln können. Der Bahnmitarbeiter hätte maximal etwas Kulanz zeigen können, obliegt aber ihm und seinen Geschäftsanweisungen. Das der Redaktuer hier anscheinend "öffentliche Interesse" weis machen will, verwundert mich. Das ist dermaßen uninteressant für die Öffentlichkeit! Kurzformel: Frau ohne gültigen Fahrausweis -> Hausfriedensbruch -> Widerstand -> unschöne, aber rechtl. für mich einwandfreie Szenen. Gäääähn....
mannekenpis 19.04.2013
Habe gerade EINE GANZE STUNDE (6x verbunden bis höchste Stelle) mit der DB telefoniert weil ich als Belgier Online-Tickets gebucht habe und jetzt sehr verunsichert war ob die Registrierung mit Belgischen Personalausweis gültig ist. Mir würde u.a. folgendes geraten, Reise stornieren, Rechtsanwalt einschalten, Risiko einfach nehmen, hoffen auf der Freundlichkeit der Mitarbeiter, Auskunft dürfen wir nach dem Spiegelartikel nicht mehr geben, usw. Zum Glück habe ich hier bei den Kommentaren erfahren das nach den AGB der DB auf Seite 94 der 168 Seiten steht dass auch der Personalausweis aus den Niederlande, Frankreich,.... und Belgien eine Reservierung ermöglichen. Kommentar erübrigt sich. PS fairerweise muss ich sagen das sämtliche Mitarbeiter am Telefon ausgesprochen höflich und freundlich waren.
fernseher01 19.04.2013
Ich spreche hier einmal als IT Experte Dass es menschliche Fehler gegeben hat, zeigt ja die heftige Diskussion. Tatsache ist, das die Dame auf einer Internetplatform sich ein Ticket gelöst hat und dieses auch bezahhlt hat. Ich erwarte als Kunde, dass ich die Leistung für die ich bezahle auch geliefert bekomme. Ohne Wenn und Aber. Und beim bezahlen eines Tickets erwarte ich auch nicht, dass ich kleingedruckte AGBs lesen muss. Was hier schief läuft, sind fehlerhafte (ich hätte fast stümperhafte geschrieben) und komplizierte Geschäftsprozesse der Deutschen Bahn. Was ist denn so gefährlich für die DB, dass Tickets mehrfach benutzt werden? Da gibt es eine triviale Lösung. Ein gekauftes Onlineticket wird vom Schaffner entwertet und auch online im System als entwertet markiert. Jetzt kann nicht der russische Schwager mit dem kopierten Ticket weiterfahren! Wenn das Unternehmen schon Internetbuchungen (aus Kostengründen) anbietet, sollte es für den Kunden nicht zum Nachteil gereichen. Im gezeigten Beispiel musste ein zahlender Kunde auf Grund mangelnder Geschäftsprozesse des Dienstleisters einen herben Verlust einstecken. Ich wünsche jedem, der auf der Frau wegen Formfehlern herumgehackt hat, das er selber einmal in der Pampa ausgesetzt wir.
LDaniel 19.04.2013
Wow
Aufregen Leute. Aufregen! Fakten - bitte ignorieren. 1. So wie die Frau sich da anstellt, war sie bestimmt ganz freundlich und kooperativ als die Zugbegleiterin da war. 2. Ticket reicht aus, Ausweis egal. Schwachsinn - onlineticket geht immer überall nur mit einer Ausweisform. Sonst Kauf ich ein Ticket und 20 Leute fahren damit. Man braucht auch keinen Personalausweis. Man kann auch anderes angeben - nur dann nicht Personalausweis angben
le0na 19.04.2013
Ich hab selbst auch viele (viele) negative Erfahrungen mit der Bahn gehabt. Seit ich 4 bin fahre ich ständig Bahn und oft auch allein. Als Kind hatte ich panische Angst vor den Kontrollen, das hab ich nach all den Disastern mit der Bahn immer noch. Ich hab vor 6 Jahren bis vor 4 Monaten (fernbeziehung und flughafenstreiks...) boykottiert, nachdem ich für einmal abgelaufen (aber schon bezahlte neu) bahncard 300 euro berappen musste, weil man direkt 1 woche später das inkasso geschickt hatte, trotz widerruf! etc. Ich muss sagen seit ich nicht mehr bahn fahre, bin ich mehr unterwegs, oft günstiger (Mitfahrgelegenheit) und entspannter. Ich hab ne Fernbeziehung nach München und festgestellt das fliegen oft günstiger und bequemer ist als die bahn (6std in dem schrecklichen ice Sitz wird echt unbequem). Bei der bahn gibts ja 3 monate vorher nicht mal günstige tickets und will man 1 jahr früher buchen geht das natürlich auch nich. fliegen ist zwar schlecht für die umwelt, aber so lange die Bahn solche Mätzchen bringt kriegt mich keiner dazu für so einen Saftladen auch nur einen Cent auszugeben. Die Bahn gehört wieder verstaatlicht, damit die Preise auch zumutbar sind. Die passende Einstellung der Bahnbeamten haben sie ja nie abgelegt, als Unternehmen in der freien Wirtschaft haben sie keinen Bestand, der Steuerzahler zahlt ja eh drauf, also sollte auch alle was haben und nicht nur die die sich mal eben 300 euro für 600km leisten können. Traurig. Das Mädchen sollte die Bahn verklagen, wegen Nötigung und nicht erbrachter Leistung, und wenigstens ihr Geld zurückbekommen. So was ist doch echt traumatisierend, so ne Fahrt vergisst man nicht.
Aushilfsösi 19.04.2013
Im Übrigen hat zum Glück auf dieser Strecke ein Betreiberwechsel stattgefunden (jetzt ODEG), man glaubt gar nicht wie der Ton sich gewandelt hat. Nicht mehr Reichsbahn/Stasi-Kommandoton, sonder tatsächlich Freundlichkeit in Person, geht doch. Die Freundlichkeit und auch Hilfsbereitschaft der ODEG-Mitarbeiter kann ich nur bestätigen. Musste vor einigen Wochen nach Österreich, ich fuhr über Zittau und Liberec nach Prag. Da mir bekannt war, das die tschechische Bahn deutlich günstiger ist als die vergleichbaren deutchen Unternehmen, wolllte ich zuerst bis Liberec beim Schaffner lösen, was bei der ODEG OHNE weitere Zuschläge möglich ist. Der kundenorientierte Schaffner empfahl mir, nur bis Zittau zu lösen und dann im tschechischen Zug die weiterführende Fahrkarte zu lösen, da dies für mich günstiger wäre als mit seinem Unternehmen. Das nenne ich freundlichen, kundenorientierten Service, den ich mir auch von DB-Mitarbeitern wünschen würde, aber das wird wohl auf ewig und drei Tage nichts werden
tutmosis 19.04.2013
Wie gut würde der öffentliche Personenverkehr eigentlich funktionieren, bestünde jeder Fahrgast vor einer Kontrolle seines Fahrscheines darauf, zunächst den Dienstausweis des Zugbegleiters gebührend in Augenschein zu nehmen? Sollte der Zugbegleiter den Dienstausweis nicht mit sich führen (solche Ausreden wie: 'Liegt im Dienstabteil' kennt man ja), wäre jener dann ein Schwarzkontrolleur?
Goodner 19.04.2013
Beamten haben keinen Verstoß begangen
Zitat von sysop 
Ich kann auf dem Video nicht erkennen, dass die Beamten gegen ein Gesetz verstoßen haben. Eine Frau die ohne Grund den ganzen Zug zusammenschreit...den Beamten ist Folge zu leisten. Weder sind die Beamten gewalttätig geworden, noch haben sie eine Beleidigung begangen. Sie sind zwar nicht gerade respektvoll und korrekt mit dem Journalisten umgegangen, der Eingriff war aber absolut verhältnismäßig. Jeder sollte sich mal in die Lage der Beamten versetzen bevor gleich ein Urteil gefällt wird.
Patrick_T.aus_G. 19.04.2013
Das ist typisch Deutschland. Ich bin und fahr unfassbar viel Bahn, und die Mehrheit der Schaffner ist wirklich überaus nett und hilfreich, aber die aller wenigsten (wenn dann eher die der "alten garde") sind keine behinderten paragraphenreiter. und das is einfach das letzte. Für mich ist es null nachvollziehbar, dass der Schaffner hier die Frau nich einfach weiterfahren lässt, ticket bezahlt, sie kann sich ausweisen, passt doch. Nur weil sie nen formalen fehler begangen hat und der schaffner ihr ihre anschrift nicht glauben will (_who cares?_), so nen aufriss zu machen ... absolutes no-go! wenn ich an aktionen in tschechien oder holland zurückdenke, wie nett und nachsichtig die schaffner da waren, da fährt man noch deutlich lieber bahn. In holland vergessen ticket abzustempeln, weil "open date" ticket; Schaffner lächelte mich nur an und meinte "jetzt wissen sies ja für die zukunft" und is weitergegangen. tschechien in falschen zug ausgestiegen, kein aufriss von wegen "jetzt müssen se auch bezahlen", wie man das aus deutschland kennt (und mir auch schon passiert is), nö, nette hilfeleistung, gelacht, gesagt wo wir aus- und umsteigen müssen und noch meinte, falls wir kontrolliert werden, einfach die geschichte so weiterleiten... super easy alles .... aber sowas sucht man _heutzutage_ bei der DB leider vergebens (hilfreich und nett, oft noch vorhanden ja, aber mal über den einen oder anderen paragraphen hinweg sehn - keine chance) ....
gg72 19.04.2013
Unglaublich - Ein weiterer Grund, neben der Unpünktlichkeit, nicht mit der Bahn zu fahren und auch die Bahnhöfe dieser Republick zu meiden!
leepzscher 19.04.2013
Dei Frau wollte noch 150 km fahren und hatte keinen Nachweis für Ihre Adresse.
Warum hilft denn da niemand??
Warum hilft der Frau denn niemand? Es waren doch wirklich genug Mitreisende anwesend!! Auch wenn es sich um die Bundespolizei handelt-wenn ich als Bürger miterlebe das die Polizei sich unangemessen verhält kann ich das doch durchaus äußern?! Stattdessen wird "gefilmt" und zugeschaut! Spätestens bei Abfahrt des Zuges,hätte der fleißig filmende Herr Becker mit aussteigen können um der Frau evtl. zu helfen,bzw. das harte Eingreifen der Polizei kritisieren können?! Zugucken ist keine Zivilcourage!
habmeinemeinung 20.04.2013
AGB über BGB und GG ??!!
An alle Leute die hier in den AGB der Bahn rum suchen und die ach so schlimme Verfehlung der Studentin wegen ein paar versehentlich unzutreffend ausgefüllter Formular Zeilen lauthals anprangern als hätte sie sich gerade durch Urkundenfälschung ein paar Millionen erschlichen: Ein Anbieter kann in seine AGB auch rein schreiben dass der Kunde rosa Unterhosen zu tragen hat; rechtsverbindlich ist so ein Quatsch noch lange nicht. M.E. liegt hier nie und nimmer ein Betrug durch die Studentin vor, lediglich war die Bahn unfähig einen rechtskräftig geschlossenen Vertrag zu verifizieren über zu erfüllen. Die junge Frau sollte klagen und zwar neben Schadensersatz auch auf Schmerzensgeld.
KoR13 20.04.2013
Warum man überhaupt bei der Buchung angeben muss, mit welcher Karte man sich ausweist ist mir schon immer ein Rätsel gewesen. Warum wird nicht einfach jedes offizielle Dokument, mit dem man sich auch bei einer normalen Personenkonrolle ausweisen kann, akzeptiert? Eine normale Bankkarte zu nehmen um sich aus zu weisen ist ja auch nicht sehr sinnvoll. Da ist ja schließlich nicht mal ein Foto drauf, also kann man die auch samt Ticket weitergeben :D Vielleicht ändert sich ja jetzt wenigstens daran etwas. bezüglich elenamakepeace: Dass das Problem an der Privatisierung der Bahn liegt würde mich sehr wundern, oder ist die Polizei in Brandenburg auch privatisiert worden? Sie scheinen wohl bisher Glück gehabt zu haben und noch nie an der Bürokratier einer Behörde verzweifelt zu sein. Natürlich wäre jeder normale Mensch kulanter und würde verstehen, dass ein Ausweis, auf dem der richtige Name der Person steht und die Zahlen auch die gleichen sind, nur der Name des Ausweis Dokumentes etwas anders ist, auch ausreichend ist um die Person zu identifizieren. Aber da gibt es wohl bei den Bahnmitarbeitern erhebliche Unterschiede. Ich zumindest habe selten erlebt, dass diese eine Bahncard oder den Ausweis sehen wollten. Aber viel schlimmer finde ich das Verhalten der Polizisten. Von denen könnte man erwarten, dass sie so vernünftig sind und die Frau bis Berlin fahren lassen und diese dort an ihre Kollegen übergeben um alles in Ruhe zu klären. Warum sind die überhaupt direkt mit 7 Leuten angerückt? Oder mussten die Verstärkung rufen wegen einer gefährlichen jungen Studentin? Von Staats Bediensteten sollte man meiner Meinung nach mehr Fingerspitzengefühl und Schlichtungsvermögen erwarten können.
marthosch 20.04.2013
Nie
mit der DB und die Polizei ist nur peinlich. Die sollten in einen Kommunikationskurs und Staatskundeunterricht würde auch nicht schaden.
leepzscher 20.04.2013
Unverständnis
Zitat von hdwinkel... Es hätte gereicht zu bemerken, daß Sie nach deutscher Manier gewillt sind, jede Regel zu akzeptieren, selbst die unsinnigste. Die Frau hat ordentlich bezahlt und ist auch ganz offensichtlich sie selbst. ...
Es gibt nur eine Regel. Das zur Buchung angegebene und zulässige Dokument muss dem Schaffner vorgelegt werden. Dessen Nummer wird zum Erzeugen des Barcodes benutzt. Wie soll das bei einem beliebigen Ausweis mit beliebiger Zahl / Buchstabenkombi und Datenart gelingen? Bitte nicht mit Sprachbarierre kommen. Die Frau (wenn sie es selbst war), konnte die Seite offensichtlich bedienen.
kilminster 20.04.2013
Was ich beängstigend finde sind diverse Kommentare hier im Stil "Online-Tickets nur für Deutsche ist völlig OK. Selber schuld!" Diese Leute wären vor 75 Jahren bestimmt gute Schreibtischtäter geworden. Nicht jeder Polizist ist ein rücksichtsloser Depp aber ich habe schon Polizisten getroffen, die es genossen haben in Uniform Leute herumschubsen zu können und ich habe es schon erlebt, dass Einsatzleiter auf Biegen und Brechen versucht haben von einigen ausgewählten Mitarbeitern eine Schlägerei anzetteln zu lassen damit die Hundertschaften Bereitschaftspolizei nicht völlig umsonst angereist sind. (bei einem Rockkonzert, keiner politischen Dmo wohlgemerkt) Und ich habe schon Bahnbedienstete erlebt, die in der 1. Klasse einen deutsch aussehenden Fahrgast mit 2. Klasse Ticket sagten "Das nächste mal setzen Sie sich in die 2. Klasse" und dann weitergingen während der selbe Kontrolleur an einem anderen Tag bei einem südländisch aussehenden Fahrgast in identischer Situation dabei blieb bis dieser die 1. Klasse auch wirklich verlassen hatte. Wer all das gut heist sollte sich mal überlegen in was für einem Staat er leben will. Putins Russland aus dem die betroffene Dame kam sollte ihm vermutlich sehr zusagen (solange er dort zur "richtigen" Gruppe zählt). Zu dem Deutschland, in dem ich leben will passt das alles nicht!
leepzscher 20.04.2013
Absurd
Zitat von Verändert... Wir prüfen zunächst die Bahn: Der Rauswurf ist offenbar nach Auffassung der Bahn geeignet, die Reinheit des deutschen Bahnverkehrs zu gewährleisten, wobei kein Raum ist für das Gesindel, dass sich die mehrseitigen Erklärungen nicht durchgelesen hat und nicht in der Lage ist, den guten, deutschen Personalausweis von so fragwürdigen Papieren wie einem russischen Pass zu unterscheiden. Geeignetheit sei unterstellt. Ist er erforderlich ? Nicht, wenn es darum geht, eine der deutschen Sprache nur eingeschränkt mächtige Person irgendwo in Dunkeldeutschland auszusetzen. Es wäre ausreichend gewesen, die Mitfahrerin in der nächsten größen Stadt von richtiger Bahnpolizei zum Aussteigen aufzufordern.... Spätestens bei dem Übergriff auf den Journalisten dürfe auch die Rechtsgrundlage fehlen. Verhinderung einer Diensthandlung durch Filmen rechtswidrigen Handelns ist KEINE Rechtsgrundlage....
Ihre Intentionen mit "Nazi"- Parolen finde ich beleidigend. (Gesindel, Dunkeldeutschland, richtige Bahnpolizei) Ihre Unwissenheit über die Großstädte Deutschlands ist entlarvend. Auf Seite 1 DB Online-Ticket - alle Informationen (http://www.bahn.de/p/view/buchung/onlineticket/onlineticket.shtml) steht, welche Karte zulässig ist. Jede Kreditkarte, aber kein ausländisches Dokument. Übergriffe? Träumen Sie? Hat der Filmende einen Presseausweis vorgelegt? Hat der Gefilmte sein Einverständnis gegeben?
sajuz 20.04.2013
Der Skandal ist nicht das, was der Frau passiert ist. Das ist nur eine Kette dämlicher Zufälle. In 90% der Fälle hätte sie einen normalen Schaffner erwischt, der einfach das Ticket stempelt und fertig. Das, was die Schaffnerin hier gemacht hat, war vorsätzlich und boshaft. So Leute gibt's Der Skandal ist, dass der Polizist sich einem Journalisten in den Weg gestellt und damit eine Amtshandlung verdunkelt hat. Das ist eine krasse Verletzung der Pressefreiheit. Für einen Polizisten der Bundesrepublik ist das ein völlig unmögliches Verhalten. Es sollte verfolgt werden. Ich gehe davon aus, der Spiegel hat die Ressourcen?
schlimmer1 20.04.2013
Habe in den 90ern auf einer Rückfahrt aus Italien drei bayerische Kontrolleure erleben müssen, die einen ausländischen Mitpassagier in entwürdigenster Weise auf Drogen kontrolliert haben. Da war nichts in Ordnung. Weder Ton noch Haltung, Warum? Vermutlich nur, weil er nicht Deutsch aussah. Gefunden haben sie nichts. Noch nicht einmal für das herausgewühlte Gepäck gab es eine Entschuldigung. Da braucht man sich letztlich nicht Wundern, wenn Deutsche immer wieder mit Nazi-Vergleichen bedacht werden.
Alex Ander 20.04.2013
ich schäme mich eine Bahncard zu besitzen und öfter Dienstleistungen von einem Monopolist zu nutzen, der so brutal und unfair mit den Kunden, überhaupt mit den Mitmenschen umgeht! Dafür gibt es keine Entschuldigung
flyhi172 20.04.2013
Gut zu wissen, dass man als Auslaender in Deutschland nicht mit der Bahn fahren darf (ich habe seit vielen Jahren keine deutschen Ausweis mehr) Als ich nich in Deutschland lebte, konnte man sich einfach eine Fahrkarte kaufen ohne sich auszuweisen und konnte sich ohne Ausweis frei innerhalb Deutschlands bewegen, da scheint sich ja einiges geaendert zu haben. Die Polizisten haette ich auch eher der russischen Polizei zugeordnet, wenn das Video ohne Tonspur gekommen waere.
greece2012 20.04.2013
Skandalös!
Was ist die BAHN nur für ein schrecklich unfähiges Unternehmen? Das der Service bei der BAHN schon im Normalfall unter aller Kanone ist, weiß jeder, der regelmäßig mit derBAHN unterwegs ist. Unfähig, unflexibel, bürokratisch und unmenschlich. Da werden Kinder irgendwo aus dem Zug geworfen, ausländische Gäste beleidigt und Kunden in mangelhaften ICEs gequält. Keine Besserung in Sicht. Die BAHN ist ein rechtsfreier Raum. Sie kann machen, was sie will und die Politik schweigt. Eine Schande für unser Land sind auch die beteiligten "Polizisten". Sie lassen sich kritiklos für jede Drecksarbeit bestellen? Welche Erziehung haben solche "Männer" genossen? Die Frau hat KEINE Straftat begangen. Sie hatte nicht mal ein ungültiges Ticket. Hätten das die "Polizisten" nicht selbst prüfen müssen, bevor auch sie eine Straftat begingen? Wo ist da der Staatsanwalt? Kann die von unseren Steuergeldern finanzierte Polizei tun, was sie will? Gibt es kein Recht?
Bra76ndy 20.04.2013
Was für eine Aufregung
Mal wieder ein schönes Beispiel für einseitige Berichterstattung. Zum Handeln der Bundespolizei, ein Blick ins Gesetz erleichtert die Rechtsfindung. Absolut keine Unverhältnismäßig erkennbar. Und die meisten polizeirenitenten Kommentatoren würden sich mit Sicherheit ähnlich verhalten. Eigentlich hat nur noch die Beschimpfung als Nazis gefehlt...
chaika 20.04.2013
Das Problem faengt doch schon damit an, dass die Bahn das Recht hat, die versprochene Leistung nicht zu erbringen, ohne fuerchten zu muessen jemals schadensersatzpflichtig zu werden. Man stelle sich vor, man gehe in einen Laden bezahlt etwas und weil in den AGB steht man muss sich mit einem deutschem Personalausweis ausweisen bevor man die Ware bekommt, wird die Ware ohne Rueckerstattung des Preises nicht uebergeben. Da koennte man klagen und wuerde ohne Zweifel Recht bekommen, die Klausel wuerde sogar fuer unwirksam, weil ueberraschend, erklaert werden. Man wuerde den Preis rueckerstattet bekommen und dazu noch Schadensersatz. Aber die Bahn kann sich immer noch auf Gesetze aus Zeiten der Faschisten berufen und deshalb passiert sowas, weil die Bahn gar kein Interesse hat gegen solch vollidiotischen Mitarbeiter vorzugehen, denn sie hat nie einen Schaden. Bei der Bahn hat man nur Anspruch auf eine Karte, aber nicht auf den Transport. Ich denke das es Bahn zuzumuten ist, sich aehnlichen Regeln wie im Luftverkehr zu unterwerfen, nur muss man dann wohl in Zuege und Mitarbeiter investieren statt in Projekte wie S21. Und deutsche Polizisten sind immer noch so bedenkenlos obrigkeitsstaatlich wie in schlimmsten Zeiten. Warum auch denken, dafuer wird man ja nicht bezahlt, sondern um Befehle auszufuehren.
dave_one 20.04.2013
machthunger
es ist wie überall im leben - wo (scheinbare oder tatsächliche) macht in den falschen händen liegt gibt es chaos und leidtragende. der mensch ist so einfach gestrickt ...
ruediger 20.04.2013
In dem Video kann man das absolut diskriminierende ausländerfeindliche Verhalten einer nur von Subvention der Steuerzahler lebenden absolut kundenfeindlichen Firma, der Deustchen Bahn sehen. Ich bin viel im Ausland gewesen und bin dort, insbesondere wenn ich dort nicht alles richtig gemacht habe (weil ich die lokalen Regeln und Bräuche vielleicht nicht so gut kannte) immer mit ausgesuchter Gastfreundschaft behandelt worden und kann mich als Steuerzahler (der der Bahn ja das Streckennetz praktisch geschenkt hat) nur für diesen Vorfall schämen und mich entschuldigen. Von der Bahn würde ich die fristlose Entlassung der beteiligten Mitarbeiter (einschliesslich der wohl noch dem Bund gehörenden Polizisten) erwarten. Aber ich bin mir sicher, das diese dafür vermutlich noch eher eine Belobigung bekommen. Darum ist die Bahn so wie sie ist (und ich, wo immer es geht kein Kunde von ihr)
jens-o-mat 20.04.2013
Wenn die Lufthansa oder ein Taxifahrer...
... die Polizei gerufen hätte würde kein Hahn danach krähen. Millionen Menschen jeden Alters nutzen erfolgreich das Online-Buchungssystem. Wer es aber nicht versteht, gibt nicht sich selbst die Schuld sondern der Bahn. Beispiel: Eine Minderjährige kann kein Ticket online kaufen! Das sind die AGB. Und wer keine Adresse durch einen Ausweis belegen kann darf eben nicht mit. Das ist auch bei jeder U-Bahn-Kontrolle so.
ruediger 20.04.2013
Es wäre fürvdie Bahn überhaupt kein Problem fälschungssichere OnlinevTickets zum selber drucken herzustellen: Einfach eine einmalige Seriennummer in den Barcode und die Prüfung ob die Nummer schon mal verwendet wurde. Klappt bei jeder Fluglinie (und sogar bei Internetmarken der nicht gerade für ihre Innovationsfreude bekannten Post)
finanzamtsopfer 20.04.2013
an alle...
... die hier die Polizei und die Bahn in Schutz nehmen: Sicherlich war das Ticket, nach geltendem (jedoch unverständlichem) Recht nicht gültig. Es geht ja hier aber doch auch um die Verhältnismäßigkeit. Wie viele Beamte werden gebraucht um diese ach so bedrohliche, ZAHLENDE KUNDIN zu "bändigen"? Ein solcher Einsatz macht allenfalls im Zusammenhang mit einem Fußballspiel und den hirnweichen, gewaltbereiten Fans Sinn. Da wird gerne mal "deeskaliert", das gehört nämlich zum Training eines Popelisten dazu...
materialist 20.04.2013
Grunsätzlich war es ja so dass die junge Frau die Bahnfahrt bezahlt hat.Dass man jemanden nur weil er keinen deutschen Pass vorweisen kann aus dem Zug wirft ist ein Unding.Wegen dieser hirnlosen Typen tue ich mir die deutsche Bahn seit 15 Jahren nicht mehr an ,lieber Auto,Flugzeug oder Bus.Wenn erst mal grössere Fernbusnetze in Deutschland vorhanden sind werden sie die DB-Spinner noch wundern mit ihren Phantasiepreisen..
mglenewinkel 20.04.2013
das Verhalten der Bahn und er Polizei ist unverzeihlich. Da sollte man einen schönen Sturm der Entrüstung, abfällig auch Shitstorm genannt lostreten. @arne.ziemann Allerdings haben Sie neben EC-Karte, Kreditkarte oder Perso eine Möglichkeit vergessen, die Ihr minderjähriges Kind durchaus besitzen kann und bei regelmäßigen Bahnfahrten auch wirklich lohnt, das wäre eine Bahncard, mit der kann man sich ebenfalls verifizieren.
marny 20.04.2013
das Benehmen und der Ton des Polizisten erinnert mich an die diktatorischen Zeiten in der DDR - die glauben wohl immer noch, dass der Bürger keinerlei Rechte hat ? Dass ein Journalist nur das zu zeigen hat, was ihnen genehm ist ? Ich nehme IMMER den Flieger, damit schlage ich 2 Fliegen mit einer Klappe - ich erspare mir die Erinnerung an die alten Zeiten und vermeide das teure Bahnticket incl. ewiger Zugfahrerei. Berlin-Stuttgart-Berlin EUR 80 !
jphintze 20.04.2013
Wundern?
Verwunderlich ist das Verhalten der Bundespolizei nicht, schliesslich fault der Fisch vom Kopf an abwärts. Rechtsextreme Kader in der Führung des Bundespolizei dürften keine Überraschung sein: http://de.indymedia.org/2013/04/343522.shtml?utm_=feedly
Rücktritt!
Ich bin schwer erschüttert! Nach dieser Nummer fordere ich ein hartes Vorgehen gegen Herrn Grube schnell und schonungslos. Herr Grube hat offensichtlich seinen Laden nicht im Griff: angefangen von den unzureichenden Buchungssystem, bis zu den Zugbegleitern. Von ganz anderen Problemen ganz zu Schweigen. Da ist doch der Rücktritt vom Vorgänger doch wg. vergleichsweise harmlosen Gründen passiert. Herr Rammsauer soll das zur Chefsache machen und Herrn Grube den Rücktritt nahelegen. Sonst kann dieses hier politisch und in den Medien weiter eskalieren - es sind dieses Jahr auch Wahlen.
holli1961 20.04.2013
Typisch Bahn und typisches Verhalten der ausführenden Gewalt. Aber wenn es drauf ankommt kneifen Sie.....Vielleicht mußten Sie so mal Frust abbauen und sich eine Selbstbestätigung holen ....
smithyk 20.04.2013
Die Kündigung meiner Bahncard ist heute per Einschreiben raus. Ich nehme lieber im Kauf im Stau zu stehen, statt dort weiter Kunde zu sein. Was das Verhalten der Polizei angeht, so kenne ich es schon nicht mehr anders. Die Frau kann froh sein, wenn sie nicht krankenhausreif geprügelt wurde. Ich habe schon gesehen, wie die Polizei Fahrradfahrer dadurch stoppt, indem man sie ohne Ankündigung mit dem Auto rammt und zu Sturz bringt, weil die Polizisten meinten, dass der Fahrradfahrer in Parklücken einfahren sollte um zu warten, bis nachfolgende Autos vorbeigefahren sind.
freiebahn 20.04.2013
Ausländische Mitbürger, die naturgemäß keinen deutschen Personalausweis mit ihrer Meldeadresse haben, verfügen aber z.B. über einen Ausweisersatz, einen Aufenthaltstitel und eine ordnungsbehördliche Anmeldebescheinigung. Damit kann die aktuelle Meldeadresse belegt werden.
maximillian64 20.04.2013
Die Dummheit ist im Beamtenstaat verankert der von uns finanziert die Schlimmsten Dinge ausführt nur weils irgendwo in einer Verordung steht. Als Deutscher der in CH lebt hatte ich auch mal so ein AHA Erlebniss. Zwischen Freiburg und Basel wurden alle Automaten fuer den Regionalferkehr umgerüstet, es geht nur Euro bis 10 Euro oder Geldkarte, Schweizer Franken (in CH kann mann damit über all zahlen) oder Bahnkarte ging nicht. Der Zug kam ich springe rein und renne zum Schaffner zum Nachlösen. Geht nicht - im Regionalzug nur mit gültiger Karte - und er könne mir w.g. den Kollegen jetzt auch nicht helfen. Er reagiert nervös - es biegen zwei Prüfkontrolleure um die Ecke mit denen ich weiter mache. Ich. "Hier mein Personalausweiss" - mein Geld wollten die nicht - zum zusenden der Strafe und Fahrgebühr. Ich "Der Personalausweiss hat nur meine letzte Aufenthaltsadresse in der EU - ich wohne da nicht mehr" - das kommt nicht an. Sie schreiben die Addresse - Nochmal - egal wir schicken die Strafe dahin. Ich "das ja Klasse warum zahle ich dann überhaupt noch ?" Sie schauen genervt aber nicht besonder schlau , das kann ja jeder sagen wir schickens an die Meldeadresse! ..... .... .... obwohl das Meldeamt weiss wo ich wohne habe ich nie wieder was von der Bahn gehört. Liebe zuhause gebliebenen - nicht nur Banker verdienen eure Steuergelder nicht wirklich.....
symolan 20.04.2013
auch wenn das formell vollständig korrekt war (was ich nicht hoffe), kann es kaum optimal sein. Es würde mich auch ein wenig wütend machen, wenn ich für eine Dienstleistung bezahlt habe und mir der Dienstleister dennoch die Polizei auf den Hals hetzt. Ja, vielleicht war das "korrekt", richtig sicher nicht. Wer für etwas bezahlt, sollte auch die Leistung erhalten. Und weshalb braucht es dazu einen D Personalausweis? Und die korrekte Anschrift? Ist ein Personalausweis Pflicht in D? Was ist mit Touristen? Nicht jeder hat Kreditkarten... schliesst die Bahn damit Teile der Bevölkerung vom (online-)Angebot aus? Ist das sinnvoll? Wie sinnvoll ist es, wenn in einem solchen Fall eine solche Menge Polizisten erscheint? Ich meine, das war etwas aufwändig für eigentlich gar nix (Kunde hat ja bezahlt...).
RD123 20.04.2013
Danke für die vernünftigen Kommentare
War zunächst auch entsetzt, habe aber schnell realisiert, wie dämlich sich die Frau verhält. ..wenn man des Zuges verwiesen wird wegen guter Gründe (Pass passt nicht zum Code), dann verlässt man eben ruhig den Zug. Die Geschichte ist so tendenziös-es ist durchaus möglich, dass die Dame sich nach ausführlicher Erklärung einfach weigerte, auszusteigen.
symolan 20.04.2013
Zitat von seniorvcWarum wird sich hier aufgeregt???
Wäre die Bahn ihr Unternehmen, sähen sie kein Verbesserungspotenzial? Ich z.B. sehe keinen Grund, weshalb man sich muss ausweisen können, wenn man ein Ticket gekauft hat (bei Abonnementen wäre es ev. was anderes). Dienstleistungsbetriebe versuchen üblicherweise, die Eintrittshürde zu ihrer Dienstleistung möglichst tief zu gestalten...
supercluster 20.04.2013
Bezeichnend wie viele Foristen, das völlig unverhältnismäßige Vorgehen des Zugpersonals und der Polizei in diesem Fall gut heißen. Das deutsche Ordnungs- und Obrigkeitsdenken und blinde Befolgen von Vorschriften und Befehlen, ohne Sinn und Verstand und Mitmenschlichkeit, es lebt auch noch im Jahre 2013 in weiten Teilen der deutschen Bevölkerung fort.
Sackaboner 20.04.2013
Ein bisschen weniger Hysterie von allen Seiten hätte der Sache vermutlich besser getan.
ditor 20.04.2013
Schwarz-Weiß-Denke ist auch hier unangebracht. Polizisten haben alltäglich mit Gewohnheitskriminellen zu tun. Darunter auch Frauen die vollkommen berechnend das hilflos verzweifelte missverstandene Opfer geben. Wenn sie sich davon abhalten lassen Recht durchzusetzen brauchen sie erst gar nicht zur Arbeit kommen.
crazygen 20.04.2013
Diskussion um den Pass der Frau hin oder her. Wieso muss, ich um innerhalb Deutschlands zu reisen, einem Bahn-Mitarbeiter meinen Ausweis zeigen? Ein gültiges Ticket muss dem doch reichen. Was hat das Ticket mit meiner Nationalität, Anschrift oder Aufenthaltserlaubnis zu tun? Es ist bezahlt und sollte dem reichen. Muss ich beim Bananenkaufen demnächst auch meinen Personalausweis vorzeigen?
Aushilfsösi 20.04.2013
Zitat von frutschSo ein dummer Bericht. Es gibt ganz klare Regeln bei der Bahn. Zum Internetticket gehört, dass man sich legitimieren kann und dass die Legitimation auf dem Fahrschein vermerkt ist. Das kann die passende Kreditkarte sein, das kann ein Personalausweis sein oder auch ein russischer Reisepass mit einer deutschen Meldebescheinigung. Irgendwie muss die Bahn das nachprüfen, ansonsten könnte man diese Internetfahrkarten beliebig vervielfältigen. Sorry, die Regeln sind klar. Für Leute, die sie nicht verstehen, gibt es sie auch in Englisch. Und wer damit nicht klar kommt, muss sich halt eine klassische Fahrkarte am Schalter oder im Reisebüro holen. Alternativ bietet die Bahn sogar nicht-personengebundene Fahrkarten auf dem Postweg an. Ohne Legitimation ist die Fahrkarte ungültig. Ohne Fahrkarte kann die Frau aussteigen. Steigt sie nicht aus, kommt die Polizei. Wehrt sie sich, wird einfache körperliche Gewalt angewandt. Der Herr Journalist hätte anstatt mit dem Polizisten in ein Handgemenge einzutreten, seinen Presseausweis vorzeigen können. Stattdessen macht er aus der Verhaftung einer Schwarzfahrerin ein Skandälchen.
Immer wieder beeindruckend, wie Gesetzestreu nach dem Buchstaben die Mitmenschen sein können. Als einigermaßen klar denkender Mensch wird ein duraus sinnvolles Gesetz von mir nach dem Sinn und nicht nach dem Buchstaben beachtet.
dale_gribble 20.04.2013
Zitat von leepzscherDei Frau wollte noch 150 km fahren und hatte keinen Nachweis für Ihre Adresse.
Und? Was wollen Sie uns jetzt damit sagen?
citropeel 20.04.2013
Ja, wenn ich mir den Bericht des Redakteurs durchlese und dann sehe, wie diese deutsche Mannsbilder mit einer Frau umgehen, möchte ich mich schämen. Solche Typen repräsentieren nicht das Deutschland, in dem ich leben möchte, sondern repräsentieren das, was ich hier nie sehen möchte. Und das der Staatsdiener, der versucht die Aufnahmen zu verhindern, darüber schwadroniert, dass der Redakteur nur durch die Videoaufzeichnung eine Amtshandlung stört, lässt mich eher glauben in Putins Russland zu sein.
hansaloisd 20.04.2013
Derartige Polizeieinsätze sind nicht nur eine "Panne". Dahinter steckt eine Hysterie und eine latente Repression, die sich im Verhalten der Mitarbeiter auch zeigt. In Putins Russland ist das ganze Problem im Alltag nur "sichtbarer", der Geist dahinter ist aber auch bei uns in dieser Szene derselbe. Die Bahn sollte auf einen respektvollen und fremdenfreundlichen Umgang ihrer Mitarbeiter mit den Kunden bedacht sein, so wie es sich in einem demokratischen Land gehört. Dummerweise würde sich derartiges Verhalten aber nicht in stupiden Controlling-Leistungsziffern niederschlagen, die wahrscheinlich die entdeckten Schwarzfahrer und "Durchgreifaktionen" erfassen. Fehlt hier nur, dass ein "Jagdprämienbonus" ausgelobt wurde.
einzel haft 20.04.2013
Internet
Zitat von mannekenpisHabe gerade EINE GANZE STUNDE (6x verbunden bis höchste Stelle) mit der DB telefoniert weil ich als Belgier Online-Tickets gebucht habe und jetzt sehr verunsichert war ob die Registrierung mit Belgischen Personalausweis gültig ist.
Die Antwort war recht schnell zu finden: DB Bahn: Online-Ticket (http://www.bahn.de/i/view/BEL/nl/prices/onlineticket/onlineticket.shtml) DB Bahn: Billet lectronique (http://www.bahn.de/i/view/BEL/fr/prices/onlineticket/billets-en-ligne.shtml) Dieses in franz. und niederl., finde ich gut von der Bahn.
klaus meucht 20.04.2013
Hausrecht
Zitat von hansaloisdDerartige Polizeieinsätze sind nicht nur eine "Panne".
Das Problem ist hier nicht die Polizei sondern die Bahn. Die Bahn hat das Hausrecht und kann bestimmen wer mitfahren darf oder nicht.
Hamberliner 20.04.2013
So geht das nicht
Zitat von sebastian8833Ich verstehe den ganzen Aufstand nicht!? Ich fahre Bahn mit einem Ticket zu dem ein Ausweis gehört. Das muss jeder Student mit seinem Studiticket auch! Hab ich kein Ausweis dabei fahre ich schwarz und bekomme eine Strafe und muss den Zug verlassen (mir selber auch schon passiert).
Weil kein Mensch, der auf normalem Wege auf diese Diskussion gestoßen ist, weiß, wovon hier die Rede ist: Es handelt sich um http://www.spiegel.de/media/0,4906,31224,00.pdf Sie hatte doch ein Ausweisdokument dabei. Beispielsweise kenne ich es aus Spanien, dass man, wenn einem irgendwo online oder offline das DNI (documento nacional de identidad) abverlangt wird, als Nichtspanier selbstverständlich sinngemäß verfahren und z.B. seine deutsche Personalausweis- oder Passnummer angeben kann. Ich hab jetzt mal - da SPON den ersten Versuch, Dir zu antworten, sowieso wegzensiert hat - versucht, mich in die Rolle eines Online-DB-Fahrgastes zu begeben und finde auf der DB-Webseite Fahrplan und Buchung (http://www.bahn.de/p/view/buchung/fahrplanundbuchung.shtml#buchung) zwei gleiche Links unterhalb "Alles zur Online-Buchung", in anderen Worten: was man nach dem Anklicken dieses Links, nämlich hier: DB Online-Ticket - alle Informationen (http://www.bahn.de/p/view/buchung/onlineticket/onlineticket.shtml?dbkanal_007=L01_S01_D001_KIN0004_fub-Buchung-online-teaser_LZ01) zu lesen bekommt ist restlos alles, was die DB als bekannt voraussetzen kann. Das sei alles, wird ja ausdrücklich behauptet. Auf der Webseite finde ich den Begriff "Identifizierungskarte" ohne nähere Definition. Diese Definition steht außerhalb dessen, was die DB als "alles" bezeichnet, z.B. in der FAQ, kann also nicht als bekannt vorausgesetzt werden. Also bleibt es dem Benutzer überlassen unter "Identifizierungskarte" jedes beliebige Dokument zu verstehen, womit man sich identifizieren kann und womit die Online-Buchung gelungen ist. Hier wurde seitens der Bahn ein Betrugsdelikt vollzogen. Geld kassiert, Leistung nicht erbracht. Ob außerdem durch den ungerechtfertigten außerplanmäßigen Halt Nötigung an sämtlichen Fahrgästen des Zuges begangen wurde müsste sich durch einen Strafantrag klären lassen.
herbert.g 20.04.2013
Also meine Bahncard ist gekündigt! Sowas gehört einfach nicht zu einem Unternehmen, dass Dienstleistungen anbieten will. Ziemlich peinliche Sache.
datura2 20.04.2013
"Wer lesen kann, ist klar im Vorteil!" und "Wie es in den Wald schallt, so schallt es auch hinaus!" Das sind zwei uralte Lebensweisheiten, die sich immer wieder als sehr wahr erweisen! Fehler 1 dieser hysterischen Frau: Sie hat eine Dienstleistung in Anspruch genommen und die Bedingungen dazu nicht gelesen. Ich sage bewusst nicht einmal "nicht richtig" gelesen, sondern schlicht und ergreifend NICHT gelesen". Denn bei den Hinweisen zu den Bedingungen des Online-Tickets steht unmissverständlich, und noch nicht einmal irgendwie verklausuliert, mit welchen IDs man sich für das Online-Ticket ausweisen kann. Neben Kreditkarte und EC/Maestro-Karte ist das eben der Personalausweis. Und in Klammern steht dort geschrieben, von welchen Staaten außer der Bundesrepublik der Personalausweis ebenfalls akzeptiert wird. Von Russland steht da nichts. Und von Reisepass schon mal gar nicht. Soviel zum Thema: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Fehler 2: Gerade sie als Russin sollte doch eigentlich am besten wissen, dass es als Bürger eine unkluge Idee ist, sich gegenüber Bediensteten der Staatsmacht dispektierlich zu verhalten! Sie kann froh sein, dass sie nicht von russischen Polizisten abgeführt wurde. Die hätten ihr wahrscheinlich erstmal eine reingehauen, damit sie Ruhe gibt. Oder sich gegen ein angemessenes Taschengeld zurückgezogen. Der Bundespolizei ist allenfalls vorzuwerfen, dass sie dieses hysterische Etwas nicht durch eine Polizeibeamtin haben abführen lassen. Die wäre da wahrscheinlich auch nicht so zimperlich rangegangen, sondern hätte sie erstmal vernünftig immobilisiert. Aber die Polizeibeamten müssen ja heutzutage leider Gottes immer gleich eine Anzeige wengen "sexueller Belästigung" befürchten, wenn sie renitente Frauen bei der Verhaftung etwas fester anpacken müssen, nur um sich selbst und die Verhaftete vor sich selbst zu schützen... Aber ganz ehrlich: Wie deutlich muss ein Dienstleister auf seine Bedingungen für die Dienstleistung noch hinweisen? Dass ich seit Jahren mit der Bahn nur noch das Nötigste und auf Langstrecke fast gar nicht mehr gefahren bin liegt schlicht und ergreifend daran, dass mir der Laden einfach zu teuer geworden ist über die Jahre. Vor gut acht Jahren habe ich noch ordentlich gespart, wenn ich zur Familie mit der Bahn gefahren bin statt mit dem Auto. Sowohl Zeit, Geld wie auch Nerven. Mittlerweile ist das Auto wieder billiger und nervensparender und auch nicht unwesentlich zeitintensiver...
rolf sternberger 20.04.2013
Drei Punkte: 1. Schade, dass bei solchen und ähnlichen Fällen, nicht mehr Menschen aufstehen und zeigen, dass in einer Demokratie am Ede eben doch das Volk die Macht haben sollte. Wenn Polizei oder anderen Menschen mit ofizieller Kleidung anwesend sind setzt sich doch sehr häufig der Ulrich-Effekt durch (frei nach H. Mann). 2. Die Sache mit den Video: Ich erlebe es immer wieder - vor allem bei Demos -, dass die Polizei das Filmen unterbindet. Da es ein Recht auf Öffentlichkeit gibt - und in einem liberalen Rechtsstaat gerade auch staatliche Institutionen sich diesem Recht zu beugen haben - müssten in diesem Punkt endlich klare Regeln aufgestellt werden. Nach meinem Rechts- und Politikverständnis muss sich die Polizei hier dem Recht auf Öffentlichkeit stellen. Polizisten, welche dieses Recht behindern sollten auch Konsequenzen zu befürchten haben. Aber in Deutschland bestimmen halt nach wie vor Personen die Herr R. Wendt was Rechtsstaat und liberales Gemeinwesen für die Polizei zu bedeuten haben. 3. Warum ist der Reporter nicht mit ausgestiegen. Warum haben andere Gäste nicht verhindert, dass der Zug weiterfährt. Es gibt Möglichkeiten, auch solche bei denen man sich selbst nicht strafbar macht. Bekannte Strategie bei rassistischen Grenzkontrollen, darauf bestehen, dass man auch und zuerst untersucht wird.
Neulich wollte ich das Bahnticket (Online) wie üblich mit meiner Kreditkarte bezahlen, diese hat mittlerweile ein anderes Gültigkeitsdatum und auch eine neue dreistellige Prüfzahl. Dies wurde, aus welchen Gründen auch immer, nicht akzeptiert. Ich habe dann mit Paypal bezahlt. Bei der Kontrolle im Zug musste ich trotzdem meine Kreditkarte vorzeigen. Da stimmt irgendwas im System der Bahn nicht.
einzel haft 20.04.2013
Nein!
Zitat von crazygenDiskussion um den Pass der Frau hin oder her. Wieso muss, ich um innerhalb Deutschlands zu reisen, einem Bahn-Mitarbeiter meinen Ausweis zeigen? Ein gültiges Ticket muss dem doch reichen.
Sie müssen es nur dann zeigen, wenn Sie sich bei der Buchung dazu frei entschieden haben, nur dann ist das Online-Ticket auch gültig. Dieses wird Ihnen liebevoll bei der Onlinebuchung erläutert, sie können dazu auch diverse Sprachen wählen. Hauptsache, erstmal schön einen angemeckert!?
friestar 20.04.2013
schade
offenbar wird unabhängiger, nicht voreingenommener Journalismus immer seltener. Wie sonst lässt sich erklären, dass der Autor Becker gleich im ersten Satz anführt, dass der Bericht im SPIEGEL für "Unverständnis und Aufregung" sorgt. Er sorgt nämlich ebenso für Verständnis für das Einschreiten, stößt somit auf geteilte Resonanz bei der Leserschaft. Da darf es auch nicht wundern, wenn bei solchen einleitenden Worten viele unqualifizierte empörende Beiträge im Forum erscheinen.
annodomine 20.04.2013
Haben wir in 12 Jahren Nazi-Herrschaft und über 40 Jahre DDR-Regime nichts gelernt!? Mehrere Polizisten, die ganz offensichtlich das Prinzip des Staatsbürgers in Uniform und somit auch das des Mitmenschen nicht verstanden haben, nach Listenmanier eine - wohlgemerkt eine - Frau ohne genauere Prüfung der Rechtslage aus einem Zug werfen, lässt mich an der Handlungsweise der staatlichen Exekutive zweifeln. Was muss erst noch geschehen bis wir endlich aufwachen und gegen solche Maßnahmen unsere Stimme erheben? Wo waren die anderen Zuggäste? Ist denn nur dieser couragierte Spiegelreporter mutig genug gewesen, sich für unser aller Rechte einzusetzten? Ich kann nur hoffen, dass die Menschen vor einer Wiederholung der Geschichte aufwachen und sich über die Bedeutung eines Wortes klar werden "Zivilcourage"! Ich wünsche dieser jungen Frau alles Gute und hoffe, dass Sie angemessen, auch von der Bundespolizei wie der Bahn entschädigt wird.!!! Dem Spiegelreporter ein großes Lob für seinen MUT. Herzlichen Dank!!
soulless72 20.04.2013
Zitat von spon-facebook-1389527292Ich finde es erschrecken, dass es 7 Polizeibeamte braucht für eine einzige Frau. Da find ich keine Worte für dieses Aufgebot.
Das machen sie gerne so. Bei Kleinstdelikten in Mannschaftsstärke und voller Montur einen auf grosse Backe machen. Aber da wo es dann wirklich gefährlich werden kann, in manchen Gebieten, zu manchen Zeiten, trauen sie sich nichtmal mehr hin. Wahrscheinlich ist das die Kompensation für diese Furcht und Unfähigkeit, da muss man sich einfach mal so aufspielen als hätte man etwas zu melden.
karl-felix 20.04.2013
Sehe
Zitat von CyclecraftAlso die Cops haben bloß ihren Job gemacht,ich kann da nix schlimmes entdecken!Ich finde eher die Reaktion der jungen Dame etwas seltsam!Sie war ja nunmal nicht im Besitz eines gültigen Fahrscheins und wenn Sie sich dem Bahnpersonal gegenüber genauso aufgeführt hat,war das Einschalten der Bundespolizei die einzig richtige Reaktion!
ich ganz genauso. Nur das Verhalten der Beamten war falsch. Es wäre keinem Menschen dieser Welt ein Schaden entstanden, wenn die junge Dame ihrer Reise fortgesetzt hätte, selbst wenn ihr beim Kauf des Tickets irgendein Fehler unterlaufen sein sollte. Wie war das, die Frau hatte die Reise bezahlt, einen gültigen russischen Pass. Nur keinen deutschen Personalausweis. 7 Polizisten die sich auf das uzwg § 4(1) berufen, da ihnen nichts besseres einfällt als die junge Frau aus dem Zug zu holen. Ich glaube nicht, dass die bei den Kindern des Herrn Schäuble ähnlich verfahren wären. Selbst bei Herrn Ramsauerers Kindern wäre die Bahn sehr viel sensibler gewesen, meine ich . Ich würde das Video den Fernbussen zu Werbezwecken zur Verfügung stellen. Kann mir nicht vorstellen, wenn ich die Busreise bezahlt habe und das nachweisen kann, dass der Fahrer 7 Polizisten holt um mich von meinem Platz zu entfernen.
marte-micaela 20.04.2013
Es ist doch schön, wie Viele, auch Spiegel-Leser, für "Recht und Ordnung" eintreten. Da kann uns ja Nichts passieren. Menschen wie diese haben in unserer entzetzlich verbrecherischen Vergangenheit geholfen, menschenverachtendes und mörderisches Regelwerk durchzusetzen. Das könnte immer wieder passieren, die Haltung ist völlig identisch geblieben. Eben die Banalität des Bösen. Was? Wozu sich aufregen? Einfach die Vorschriften befolgen, auch die Unsinnigsten. Dann ist Ruhe. Abstoßend, dieses Kreischen. Abstoßend, dieses Wimmern. Wozu Mitgefühl mit einer offensichtlich tief erschrockenen Person, sie hätte nur die AGB der Bahn kennen und natürlich auch befolgen müssen. Das Schreckliche ist ja, dieser Fall ist kein Einzelfall. Kinder werden mitten in der Nacht aus dem Zug geworfen, weil sie ihr Schülerticket zuhause vergessen haben. Recht so! Wie können sie es auch wagen, ohne ein gültiges Ticket den Zug zu benutzen. Menschen, die nicht aussehen, als hätten sie die deutsche Staatsbürgerschaft, werden willkürlich polizeilich überprüft. Gibt es da ein Problem? Wohl kaum, so Viele unterstützen das oder sehen gleichgültig weg.Es ist beschämend für unser Land, in dem es in meinen Augen in weiten Teilen der Bevölkerung nie eine Leidenschaft für die Würde des Menschen geben wird, nur die Leidenschaft für Regeln.
einzel haft 20.04.2013
Stimmt nicht!
Zitat von HamberlinerIch hab jetzt mal - da SPON den ersten Versuch, Dir zu antworten, sowieso wegzensiert hat - versucht, mich in die Rolle eines Online-DB-Fahrgastes zu begeben und finde auf der DB-Webseite Fahrplan und Buchung (http://www.bahn.de/p/view/buchung/fahrplanundbuchung.shtml#buchung) zwei gleiche Links unterhalb "Alles zur Online-Buchung", in anderen Worten: was man nach dem Anklicken dieses Links, nämlich hier: DB Online-Ticket - alle Informationen (http://www.bahn.de/p/view/buchung/onlineticket/onlineticket.shtml?dbkanal_007=L01_S01_D001_KIN0004_fub-Buchung-online-teaser_LZ01) zu lesen bekommt ist restlos alles, was die DB als bekannt voraussetzen kann. Das sei alles, wird ja ausdrücklich behauptet. Auf der Webseite finde ich den Begriff "Identifizierungskarte" ohne nähere Definition. Diese Definition steht außerhalb dessen, was die DB als "alles" bezeichnet, z.B. in der FAQ, kann also nicht als bekannt vorausgesetzt werden. Also bleibt es dem Benutzer überlassen unter "Identifizierungskarte" jedes beliebige Dokument zu verstehen, womit man sich identifizieren kann und womit die Online-Buchung gelungen ...
Unter ihrem Link finden sich tatsächlich ohne Aufwand die nötigen Informationen. Ich bin irritiert?!
rahelrubin 20.04.2013
Daneben
Was für ein Aufstand! Klar, es gibt viele unfreundliche und unflexible Bahnmitarbeiter, sicher gibt es auch unfreundliche und fiese Polizisten. Aber mal ehrlich: man kann in einer etwas prekären Situation doch auch selber deeskalieren. Oder aber das Gegenteil tun und rumschreien. Mir wurden mal auf einem Bahnhof alle Papiere samt Fahrkarte gestohlen, was ich im Zug bemerkte, als ich das Ticket heraussuchen wollte, da sich der Schaffner näherte. Ich bin ihm dann entgegen gegangen und habe ihm direkt gesagt, was passiert ist. Reaktion: das glaube ich Ihnen nicht, Ihr Verhalten ist doch merwürdig, ich setze Sie an der nächsten Station raus (nachts natürlich). Wie toll fand ich das wohl? Geschockt durch den eben bemerkten Diebstahl - auch EC Card weg - und dann sowas??! Ich habe mich aber sachlich mit dem Typen auseinandergesetzt. Und nicht esksliert, und fas hätte die Russin auch tun können. Abgesehen davon: gruselig, was hier einige für ein Menschenbild haben: die Frau hat recht, weil sie rumkrakeelt, alle Polizisten sind brutal, und überhaupt leben wir ja voll im Fascho/Land, weil eine Graufahrerin zu Recht aus dem Zug entfernt wurde. Boah, ich glaub, bei so viel Unrecht gehe ich in den Widerstand und kämpfe ab nun für schwarzfahrende Russen!!
mkrein 20.04.2013
Hier noch ein weiteres Beispiel wie schnell manche Bahnbeamte mit der Bundespolizei drohen. Sie ereignete sich, als ich mit dem sog. Feierabendticket (keine Ahnung ob es das noch gibt – ist schon länger her) von Berlin nach Hamburg fahren wollte. Dieses Ticket konnte man nicht über das Internet kaufen (schon alles einige Jahre her) und so bin ich sehr zeitig zum Bahnhof gegangen um dort das Ticket zu kaufen. Zunächst klappte der Dialog an den Ticketautomaten nicht, weil ich auf das Einschieben von insgesamt (nacheinander) 3 Kreditkarten und einer ECF-Karte die immer gleichlautende Antwort "Ihre Bahncard ist abgelaufen" bekam. Auch ein freundlicher Bahnbeamter hat es versucht und konnte nicht weiterhelfen. Ich hab mich dann in die Schlange am Schalter eingereiht , aber als ich an der Reihe war, gab es einen Systemfehler und ich bekam kein Ticket. Die freundliche Beamtin bescheinigte mir aber schriftlich, auf Bahnpapier und gestempelt und unterschrieben , dass es nicht möglich war, ein Ticket zu drucken und sagte mir, dass ich mir dieser Bescheinigung das Ticket zum ermäßigten Preis im Zug nachlösen könne. Das war leider dann doch nicht der Fall: Der Schaffner im Zug stellte kurz und bündig fest, dass ich ein ganz reguläres Ticket nachzulösen hätte (ca. 85€ statt knapp 40€ für das Feierabendticket), und wenn ich noch lange überlegen würde, hätte er für mich auch noch ein Ticket für 120€. Wenn ich mich aber nicht sofort entscheiden würde, würde ich an der nächsten Station von der Bundespolizei abgeholt. Mit diesen Worten überreichte er mir seine Visitenkarte und sagte ich könne mich ja beschweren wenn‘s mir Spaß macht. sorry für den vielleicht etwas ausschweifenden Kommentar. Ich hätte noch mehr Geschichten, aber ich glaub das reicht. Zu guter Letzt: ich hab trotzdem auch schon freundliches Bahnpersonal kennengelernt. Bei den oben geschilderten Fällen waren es so typisch alte Bahnbeamte, bei denen der lausige Kunde eben immer noch Bittsteller ist.
veremont 20.04.2013
Zitat von datura2... Fehler 2: Gerade sie als Russin sollte doch eigentlich am besten wissen, dass es als Bürger eine unkluge Idee ist, sich gegenüber Bediensteten der Staatsmacht dispektierlich zu verhalten! Sie kann froh sein, dass sie nicht von russischen Polizisten abgeführt wurde. Die hätten ihr wahrscheinlich erstmal eine reingehauen, damit sie Ruhe gibt. Oder sich gegen ein angemessenes Taschengeld zurückgezogen. ...
Ach DAS ist jetzt Ihre Argumentation? Und die Frau kann nach Ihrer Denkweise eigentlich überhaupt froh sein, ohne Kopftuch auf die Straße zu dürfen und den Mund aufmachen zu dürfen? Wir sind hier in Deutschland und weder in Russland noch sonstwo und hier haben sich die Polizisten angemessen (->Verhältnismäßig) zu benehmen.
klaus meucht 20.04.2013
Alltagstaugliche Regeln
Zitat von kevinmaerzUnd ich denke, es ist auch nicht jedem Zugbegleiter zuzumuten jetzt alle Schwachstellen in einem - die Sicherheitsmerkmale des Onlinetickets betreffenden - undurchsichtigen Prozess zu kennen und sich da einfach an die Regeln zu halten, die er von oben bekommt. "Warum geht der russische Pass nicht?" - "Weil es nicht vorgesehen ist." Punkt. Einfach akzeptieren.
Es ist ganz einfach. Bekommt die Bahn die Schwachstellen nicht im Griff, darf sie das Online Ticket nicht anbieten. Was sie nicht darf, sind die Regeln so kompliziert zu gestalten dasss die Fahrgäste, das Reisebüro und Bahnmitarbeiter regelmässig darüber stolpern. Vielleicht ist es auch weniger schlimm einen Schwarzfahrer nicht zu erwischen, als gut zahlende Kunden zu verprellen. Die Regeln müssen einfach und alltagstauglich sein. Bei Missverständnissen sollte man nicht gleich die Gäste herauswerfen. Die junge Frau konnte nicht ahnen dass ein russsischer Reisepass als Identifikation nicht reicht. Sowohl das Reisebüro als auch Bahnkontrolleeure in anderen Zügen wussten es auch nicht .
Agiles 20.04.2013
Personalausweis?
Zitat von symolanIst ein Personalausweis Pflicht in D? Was ist mit Touristen? Nicht jeder hat Kreditkarten... schliesst die Bahn damit Teile der Bevölkerung vom (online-)Angebot aus? Ist das sinnvoll? Wie sinnvoll ist es, wenn in einem solchen Fall eine solche Menge Polizisten erscheint? .
Meines Wissen braucht man keinen Personalausweis bei sich zu führen. Aber und jetzt kommt es, man muß sich ausweisen können, evtl. dann auf der Polizeiwache.
karl-felix 20.04.2013
Glaube
Zitat von hanshans.hansen1ich muss hier doch tatsächlich 'sebastian8833' recht geben. wenn sie keinen perso hat, hat sie nach den regeln halt auch kein ticket. Und wenn sie dann laut keifend widerstand leistet, hätte ich sie als polizist auch festhalten müssen, um den laufenden bahnbetrieb möglichst wenig zu stören....... und den, die kamera atackierenden, polizisten der körperverletzung zu bezichtigen...... naja in jedem fall kann die situation nicht anhand dieses videos bewertet werden. hilflose (frauen) neigen ja bekanntlich zu mitleidserregenden maßnahmen, wenngleich die staatsgewalt hier ihren titel vl. etwas zu wörtlich genommen hat..... aber es ist nocht zu vergessen: trotz allem hat die frau einen rechtswidrigen fehler begannen und hätte sich besser in ihr (vermeintlich unfaires) schicksal fügen sollen
ich nicht. Wenn ich in einem fremden Land unter Vorlage meines deutschen Reisepasses eine Fahrkarte kaufe und anschliessend von 7 Polizisten aus dem Zug geholt werde, bin ich gut beraten, Öffentlichkeit herzustellen. Je mehr desto besser. Insbesondere, wenn mir die Rechtslage auf der Polizisten unmittelbaren Zwang anwenden dürfen in dem jeweiligen Land nicht klar ist. Hier in diesem Fall sehen Sie ja, die junge Frau hatte völlig Recht. Die Polizisten haben sich wohl rechtswidrig verhalten und zumindest die Körpersprache einiger der Beteiligten deutet in meinen Augen darauf hin, dass sie das auch wussten ihnen nur die Zivilcourage fehlte, auf Aufklärung anstattauf Zwangsanwendung zu bestehen. Ohne die Öffentlichkeit hätte sich die Bahn niemals entschuldigt und das Verhalten der Polizisten wäre nie bekannt geworden. Ein evtl. rechtswidriger Fehler( ich bin kein Jurist, könnte mir aber vorstellen dass es sich hier nicht um eine Rechtswidrigkeit handelt) einer jungen Frau rechtfertigt nicht die Anwendung unmittelbaren Zwanges und entbindet den Beamten nicht von den Vorschriften des uzwg . Welcher der Millionen Ausländer in Deutschland hat schon einen deutschen Personalausweis?Das muss ein Bundespolizist wissen. Millionen deutsche Mitbürger haben vermutlich auch keinen. Ich jedenfalls nicht.
aks-gucker 20.04.2013
Mein Vertrauen in die sogenannte Staatsgewalt ist seit Heiligendamm grundsätzlich erschüttert. In wie vielen Fällen überschreitet die Staatsgewalt ihre Kompetenzen indem unangemessen Gewalt (auch körperlich) angewandt wird? Sicherlich hat insbesondere die Polizei Authoritäts-Probleme bei manchen Personenkreisen, so dass so manches Mal doch härter durchgegriffen werden muss. Da habe ich Verständnis. Aber: Jeder Arbeitnehmer muss für Fehler geradestehen, doch was ist bei Beamten der verschiedenen Sicherheitsorganisationen? Meine Erfahrung von Heiligendamm ist, dass leider zu oft seitens der Staatsanwaltschaften zu wenig Interesse an der Verfolgung solcher Delikte hat. Grund dafür kann auch sein, dass sie zu viel mit anderen Fällen zu tun hat?! Dieses hier ist wieder mal ein Fall, wo der Blutdruck steigt und man als einfacher Bürger nur noch resignieren kann. In solchen Fällen kann man u.U. den Opfern helfen, indem man heimlich filmt, in der Cloud speichert und den Link den wichtigen Medien, Menschenrechtsorganisationen und ggf. Opfer-Verbänden zugänglich macht. Nur denen!!! Menschenrecht wird nicht nur in der Dritten Welt mit Füßen getreten. Die Bahn? Gehört wieder verstaatlicht. Das Verfahren eingestellt? Warum nur? Weil der Rauswurf nicht rechtens war. Also liebe Bahn: Der betroffenen Person könnt Ihr das ungerechtfertigte Leid (!) nur gut machen, indem Ihr dieser Person lebenslanges, kostenloses Fahren in der ersten Klasse (!) gewährt.
12_Apostel 20.04.2013
.....Nein...
Zitat von annodomineHaben wir in 12 Jahren Nazi-Herrschaft und über 40 Jahre DDR-Regime nichts gelernt!? Mehrere Polizisten, die ganz offensichtlich das Prinzip des Staatsbürgers in Uniform und somit auch das des Mitmenschen nicht verstanden haben, nach Listenmanier eine - wohlgemerkt eine - Frau ohne genauere Prüfung der Rechtslage aus einem Zug werfen, lässt mich an der Handlungsweise der staatlichen Exekutive zweifeln. Was muss erst noch geschehen bis wir endlich aufwachen und gegen solche Maßnahmen unsere Stimme erheben? Wo waren die anderen Zuggäste? Ist denn nur dieser couragierte Spiegelreporter mutig genug gewesen, sich für unser aller Rechte einzusetzten? Ich kann nur hoffen, dass die Menschen vor einer Wiederholung der Geschichte aufwachen und sich über die Bedeutung eines Wortes klar werden "Zivilcourage"! Ich wünsche dieser jungen Frau alles Gute und hoffe, dass Sie angemessen, auch von der Bundespolizei wie der Bahn entschädigt wird.!!! Dem Spiegelreporter ein großes Lob für seinen MUT. Herzlichen Dank!!
...ihr Kommentar bringt es fast auf den Punkt. Nein, wir haben in Deutschland wenig aus der Vergangenheit gelernt. Leider führt eine der besten Eigenschaften des Menschen, das "Vergessen" auch zur Wiederholung von Fehlern.
FireStar 20.04.2013
Sowas sieht man inzwischen bei vielen Fußballspielen. Da die Polizei oftmals nicht an die großen Randalemacher rankommt oder es oftmals keine gibt (hier wird die Polizei sicher gerne widersprechen) finden sie eine andere Frustbewältigung am kleinen Manne. Der Frau sollte die Bahn als Versursache eine klare Entschädigung zu kommen lassen! Das ist ein absolutes Unding einen legitimen Ticketkäufer so vorzuführen. Allein schon die Blamage vor all den Leuten. Aber so ein Verhalten der Polizei ist defintiv keine Einzelhandlung, s.o.
Zaphod 20.04.2013
Es lebe die Staatsmacht
Zitat von datura2Fehler 2: Gerade sie als Russin sollte doch eigentlich am besten wissen, dass es als Bürger eine unkluge Idee ist, sich gegenüber Bediensteten der Staatsmacht dispektierlich zu verhalten! Sie kann froh sein, dass sie nicht von russischen Polizisten abgeführt wurde. Die hätten ihr wahrscheinlich erstmal eine reingehauen, damit sie Ruhe gibt. Oder sich gegen ein angemessenes Taschengeld zurückgezogen
Was soll denn diese Verherrlichung der russischen Verhältnisse? Die Polizie hat den Bürgern zu dienen und nicht umgekehrt die Bürger der Polizei. Die Staatsmacht geht vom Volke aus und nicht von irgendwelchen Beamten mit höchstens mittleren Schulabschlüssen ohne jegliche Sozialkompetenz. Die Frau hat energisch, aber richtig gehandelt. Gegen solche Maßnahmen wie die der Bahnpolizei muss Widerstand erlaubt sein! Wehret den Anfängen zum Polizeistaat!
Jan Do 20.04.2013
Es passiert leicht, dass einem im Ausland kleine Formfehler bei bürokratischen Aktionen unterlaufen. Bei meinen Auslandsreisen ist mir das schon öfter passiert. Einmal hatte ich bei einer Kontrolle im Zug tatsächlich ein Ticket, auf dem von mir unbemerkt das falsche Ziel angegeben war; und das in einem Staat, dessen Präsident in unseren Medien oft als Diktator bezeichnet wird. Doch ich wurde nett behandelt. Trotz sprachlicher Probleme hat man mir geholfen, die Situation unbürokratisch, schnell und diskret zu lösen. Weder musste ich ein zweites Mal zahlen, noch ist eine Polizeikohorte angerückt. Was für ein Kontrast zur dokumentierten Situation in Deutschland! Die Frau hatte doch für ihr Ticket bezahlt. Eine unerträglicher Bürokratismus, dass sie noch einmal zahlen soll und sogar aus dem Zug gewiesen wird. Und warum rückt die Polizei gleich mit sieben Beamten an? Hat sie nichts Wichtigeres zu tun? Was würden wir schlussfolgern, wenn ähnliches einem deutschen Bürger zum Beispiel in Russland oder Syrien passiert wäre? Bedenklich, dass ein Teil der Kommentare im Forum diese unnötige Polizeiaktion auch noch verteidigt, weil angeblich durch irgendwelche sinnlosen Vorschriften gedeckt. In dem Vorfall sehe ich nur ein Beispiel, dass wir etwas weniger anmaßend gegenüber angeblich undemokratischen Staaten auftreten sollten; es gibt genug vor der eigenen Tür zu kehren.
tweet4fun 20.04.2013
Eine schöne Touristenwerbung für das Gurkenländle Deutschland. Wann kommt Ihr endlich im 21. Jahrhundert an?
jaslued 20.04.2013
Hier einige Beispiele von Willkür in Deutschland für alle Obirgkeitshörige (von mir können die alles wissen, ich hab nichts zu verbergen): 1) 19. April 2013 10:47 Wegen Beleidigung Staatsschutz durchsucht Kinderzimmer Ein 14-Jähriger soll einen Beschneidungsgegner im Internet als "kleines dreckiges Vorhaut Schwänzchen" beleidigt haben. Der Staatsschutz rückte zur Hausdurchsuchung bei der Familie an. Dabei hat selbst die Polizei Zweifel, ob der Schüler die Nachricht wirklich verfasst hat. 2) 18.04.2013 Ihre Kinder kauften ihr aus Jux einen falschen Doktortitel, sie schrieb darüber in ihrem Blog - und jetzt klingelte die Polizei bei der Dortmunderin Eva Ihnenfeldt. Die Beamten durchsuchten Wohnung und Geschäftsräume der Bloggerin. Wegen des Verdachts auf Titelmissbrauch. 3) Fall Mollath Im Fall des seit sieben Jahren in der Psychiatrie einsitzenden Gustl Mollath gibt es eine pikante und bislang unbekannte persönliche Verbindung. Der Vorsitzende Richter jener Kammer am Nürnberger Landgericht, die 2006 das fragwürdige Urteil gegen Mollath sprach, ist ein alter Handballfreund des heutigen Ehemannes von Mollaths früherer Frau. Sie trat in dem Prozess als Hauptbelastungszeugin auf. Schon 2006 soll sie nach Mollaths Angaben mit jenem Mann liiert gewesen sein, mit dem sie heute verheiratet ist. Der war früher Handballer beim 1. FC Nürnberg - und der Richter Otto Brixner sein Trainer.
Spantax 20.04.2013
Keule
Zitat von LDanielDanke an sebastian8833! Kann mich da eigentlich nur anschließen. Auf jedem Online-Ticket steht: Nur gültig mit entsprechendem Ausweis. Demnach hatte sie kein gültiges Ticket. Wenn ich dann mal beim Schwarzfahren erwischt werden, weigere ich mich also beharrlich den Zug zu verlassen, zetere rum und wehre mich gegen die gerufen Polizei - die gültiges Recht durchsetzt - und hoffe das ein SPON-Redakteur auch da ist um mal wieder ein schönes Thema zum Aufregen zu haben. Lächerlich. Und wo hat sich die Polizei so daneben benommen? Soll sie sagen: Ach, sie wollen den Zug nicht verlassen? Ok, dann gehen wir wieder???? Demnächst bei der Verkehrskontrolle: Achso, ihr Führerschein ist also nicht gültig. Steigen sie bitte aus. Ach, sie möchten nicht? Dann gute Fahrt! Nach einem Wohnungseinbruch wird der Täter gestellt: Sie wollen also nicht aus ihrer Wohnung kommen und die Beute behalten? Na gut, wir wollten auch nicht weiter stören, schönen Abend noch!
Also, schwarz fährt erstmal nur jemand, der den Fahrpreis nicht gezahlt hat. Alles andere sind Formalien, die sich auch nach der Fahrt problemlos klären lassen, oder? Ich fahre immer mit online-tickets von der Bahn und auch ich habe schonmal meinen Ausweis vergessen. Ich hatte nur meine Krankenkassenkarte dabei. Außer einer Belehrung mit dem Zeigefinger, was ja von mir aus auch okay ist, kam da nix. Man muss da nicht gleich mit der Keule rein. Die Frau war eine Besucherin aus einem anderen Land und konnte sich sogar ausweisen. Geht man so mit Gästen um? - Scheinbar nur mit Gästen! Denn, wie gesagt....
pbw2013 20.04.2013
Ich als Polizist...
...sage dazu folgendes: 1. Die Bahn, hier vertreten durch den Schaffner, hat Hausrecht. Die Beamten setzen es um und zwar bis hin zur Durchsetzung des Platzverweises innerhalb gültiger und verhältnismäßiger Rechtsnormen. 2. Der Frau wird hier keine Gewalt angetan, sie wird am Arm aus der Bahn geführt. Wer das als Gewalt ansieht empfindet wahrscheinlich auch einen bösen Blick als Affront. Hinweis: wir Polizisten gucken immer böse ;) wer gerne mal Polizeigewalt erleben möchte kann ja mal versuchen einem spanischen oder russischen Polizisten zu widersprechen. 3. Der Beamte hätte das Filmen ruhig zulassen können. Daraus ergibt sich aber keine Rechtswidrigkeit der Maßnahme. 4. Die Bürger in Deutschland haben es sehr gut mit ihrer Polizei. Jeder einzelne ist in der Regel mittlerweile studiert und in der Lage seine Maßnahmen vor Ausübung rechtlich auseinander zu setzen. Schwarze Schafe gibts natürlich auch bei uns, aber dies sind Ausnahmen von der Regel. Wie auch nicht jeder linke oder rechte Demonstrant gewalttätig ist. Deswegen wäre es nur allzu freundlich wenn man sich mit diesen Nazivergleich endlich mal zurückhalten würde. Es ermüdet.
lachplatte 20.04.2013
Absoluter Unsinn...
Zitat von sebastian8833Ich verstehe den ganzen Aufstand nicht!? Ich fahre Bahn mit einem Ticket zu dem ein Ausweis gehört. Das muss jeder Student mit seinem Studiticket auch! Hab ich kein Ausweis dabei fahre ich schwarz und bekomme eine Strafe und muss den Zug verlassen (mir selber auch schon passiert). Weigere ich mich dises zu tun kommt die Bundepolizei und setzt das durch.....
Ich hatte diese Diskussion letztlich mit einem Schaffner, da ich regelmäßig zu meinem Ticket auf einer reinen Berufspendlerstrecke die Bahncard zeigen sollte. Ich erklärte diesem dann, dass dies doch überhaupt keinen Sinn mache, da ich mir die diese ja auch ausgeliehen haben könnte und diese Maßnahme tatsächlich NUR dann Sinn machen würde, wenn er gleichzeitig auch meinen Personalausweis kontrollieren würde - den wollte er dann tatsächlich auch, jedoch erst auf meinen Hinweis hin sehen, ein jedenfalls einmaliger Vorgang :-).
peaky0815 20.04.2013
Nicht die einzige
Selbst bei mir hat de großartige Mitarbeiter der DB meinen deutschen Reisepass mit Meldebestätigung nicht anerkannt, weil als Identifizierung Personalausweis angegeben wurde. Reisepass ist nicht verfügbar wenn man online bucht. Hat den Herrn nicht interessiert. 150€ wollte er. Ich habe mich geweigert zu zahlen. Sechs wochen später hat die Bahn geschrieben, aus Kulanz mir den Betrag zu erlassen. Wie reizend.
Aushilfsösi 20.04.2013
Zitat von spon-facebook-10000379767Ich dachte eigentlich, dass Journalisten objektiv beurteilen und nicht ihre eigene überzogene Meinung kundtun. Ich bin maßlos enttäuscht und finde es erschreckend zu sehen, wie verblendet viele Menschen hier sind und auf diese Hetze hereinfallen. So leicht ist es also, gegen den Staat zu hetzen.
Staatshetze sieht glaube ich etwas anders aus und gegen einen Staat, der seine Bürger ohnehin nur als Melkvieh sieht darf gern gehetzt werden
Offensichtlich haelt die Bundespolizei nichts von Menschenwuerde. Ein Scham eigentlich in eine demokratische Staat.
XXXXX 20.04.2013
erst lesen
Zitat von querbetDann probier ich das eben nochmal meinen Kommentar hier zu posten. Der Artikel kommt mir leicht reißerisch vor - meines Wissens nach sind die Einreisebedingungen aus Russland speziell, weil Russland nicht zur EU gehört. Es ist grenzenlos naiv anzunehmen es würde ausreichen in Russland bei irgendeinem Online-Portal ein Ticket zu kaufen um damit nach Deutschland einzureisen. Wenn ich irgendwo einreisen will, was nicht EU ist, informiere ich mich doch auch vorher was ich für Dokumente brauche um mir keinen Ärger einzuhandeln. Einreise und Zuwanderung muß irgendwie kontrolliert werden - das ist völlig legitim. Überdies kann ich an dem Video nur erkennen, dass die Frau unverhältnismäßig reagiert.
Die Frau hat das Ticket nicht in Russland gekauft um nach Deutschland einzureisen. Sie befand sich schon hier und hat das Ticket hier bei einem deutschen Anbieter online gekauft um von einer deutschen Stadt zu einer anderen Stadt in Deutschland zu kommen. Sie hält sich völlig legal in Deutschland auf, hat auch das Ticket bezahlt. Das einzige Problem war, dass sie keinen deutschen Personalausweis vorlegen konnte um sich zu legitimieren. Sie hatte- wer hätte dies von einer russischen Staatsbürgerin erwartet- nur einen russischen Pass und das reichte der Bahnbeamtin nicht, denn darin steht keine Adresse. Und ja, ich glaube Sie wären auch erbost, wenn man Ihnen sagen würden, Sie müssten unter diesen Umständen die Fahrt noch mal bezahlen.
jr0711 20.04.2013
Wie es aussieht leben wir doch in einem Kontroll- und Polizeistaat. Was auf dem Video zu sehen ist, ist leider bei Weitem kein Einzelfall und zeigt, was Polizisten sich alles erlauben können, solange sie nur genug Zeugen aus den eigenen Reihen haben. So können sie im Grunde jeden Scheiss rechtfertigen, es sei denn es kreuzt zufällig mal ein Spiegel-Reporter mit Handykamera ihren Weg. Coole Aktion, die nicht nur die journalistisch hochwertig ist, sondern auch ganz besonders von Zivilcourage zeugt, da ich in solch einer Situation keinen großen Unterschied sehe, ob man sich nun gegen die Staatsmacht (für die eigentlich unser Schutz im Vordergrund stehen sollte) stellt, oder beispielsweise in U-Bahnhöfen Opfern von gewalttätigen Menschen zur Seite steht. Insgesamt ist das Verhalten von Polizeibeamten leider oft besonders durch Einschüchterungsversuche, Machtdemonstration oder aber auch gerne durch falsche Freundlichkeit gezeichnet. Und sich gegen solche Methoden offen zu wehren, ist nur das rechtmäßige(!!!) Beharren auf seiner eigenen Würde.
vivi0204 20.04.2013
Ich bin Dauerpendler und besitze die Bahncard 100, fahre an fünf Tagen in der Woche pro Tag ca. 340 km (Hin- und Rückfahrt) mit der Deutschen Bahn und das seit Mai 2004. Was ich in dieser Zeit schon in Sachen "Kompetenz" des Bahnpersonals erlebt habe, könnte bereits ein Buch füllen! Ich möchte nicht pauschalieren, aber viele, wirklich viele Schaffnerinnen und Schaffner, so habe ich es erlebt, sind entweder unlustig und de-motiviert, wenn Fahrgäste Fragen stellen zu Anschlüssen oder Verspätungen, andere (hab ich erst gestern wieder überlegt) stehen zu zweit oder dritt im bzw. am Zug und ziehen über Fahrgäste regelrecht her und in einer Lautstärke, dass jeder rundum es zwangsläufig mitbekommen muß. Und es gibt welche, die ganz klar diskriminierend gegen offensichtlich ausländische Fahrgäste vorgehen. Ich kann dem Journalisten, der den Vorgang gefilmt hat, nur danken, daß so etwas mal an die Öffentlichkeit dringt!
amerlogk 20.04.2013
Ein Geschäft das nicht durch besondere Umstände eine Identifikation benötigt (Waffenkauf, Kontoeröffnung etc.) den Personalausweis zu verlangen, wird vor Gericht keinen Bestand haben. Ein russischer Pass ist ein eindeutiges Dokument, dass eine Person identifiziert. Einen deutschen Pass zu verlangen, wird spätestens durch europäische Verträge zu Recht ein rechtswidriger Kaufvertrag. Damit hat die Dame ein Ticket das nach Rechtslage Gültig sein wird. Jedes Land hat die Bahn die es verdient.... Hilfe, in was für einem Land leben wir. Der Einsatz der Polizei sieht nicht zu Hart aus. Intelligent und Geschickt wäre fraglos was anderes gewesen. Bei vielen Menschen aus anderen Ländern sollte man als Polizist genügend Kulturkompetenz haben, dass diese aus der Erfahrung aus der Heimat zu Recht Angst vor Polizisten haben. Lieber Herr Becker, gehen sie mal bei G8 Democamps unter die Demonstranten, da erleben sie den Polizeistaat in Aktion.
12454toulouse 20.04.2013
Ich verstehe nicht, wieso die Bahn darauf besteht, dass das Dokument, mit dem sich der Reisende identifizieren soll, eine deutsche Adresse angibt . Geht's noch? Oder ist das womoeglich Absicht? Die Bahn ermoeglicht verbilligte Tickets nur Deutschen, die auch in Deutschland leben? Seltsame Methoden, wobei es mich eigentlich nicht wundern sollte. Immer mal wieder tu' ich eine Reise mit der Bahn an, und insbesondere, wenn ich mit Gepaeck reise, ist's eine Qual. Schoen, dass es jetzt auch Ueberlandbusse gibt.
Kaworu 20.04.2013
Das Verfahren gegen die Beamten wurde sicherlich aus Mangel an Beweisen (die sicher "verschwanden") und Zeugen (Zeugen? Wo sind denn da Zeugen? Der Zug war sicher, laut Aussage der Beamten, leer) eingestellt. Am Ende gab es nur ein automatisiertes aus Textbausteinen bestehendes Sorry-Briefchen von Seiten der Bahn...
ulijoergens 20.04.2013
Absolut beschämend, für die Bahn und die Bundespolizei. Maßlosigkeit und Inkompetenz auf allen Ebenen. Anstelle zu deeskalieren wird hilflos Gewalt eingesetzt. Und all das, obwohl die Kundin nicht nur ein gültiges Ticket hatte, dass auf ihren Namen ausgestellt war, sie hatte einfach nur das falsche Ausweisdokument dabei. Schleift die Bahn in Zukunft jeden mit Polizeigewalt aus dem Zug, der seinen Personalausweis zuhause vergessen hat? Dann mache ich in Zukunft auch lieber einen Bogen um die Bahn. Jetzt kann Bahnchef Gruppe mal zeigen, ob er es ernst meint und entsprechende Maßnahmen ergriffen werden. Die Pressemitteilung lässt leider nicht darauf schließen.
charlybird 20.04.2013
Ach,
Zitat von pbw2013...sage dazu folgendes: 1. Die Bahn, hier vertreten durch den Schaffner, hat Hausrecht. Die Beamten setzen es um und zwar bis hin zur Durchsetzung des Platzverweises innerhalb gültiger und verhältnismäßiger Rechtsnormen. 2. Der Frau wird hier keine Gewalt angetan, sie wird am Arm aus der Bahn geführt. Wer das als Gewalt ansieht empfindet wahrscheinlich auch einen bösen Blick als Affront. Hinweis: wir Polizisten gucken immer böse ;) wer gerne mal Polizeigewalt erleben möchte kann ja mal versuchen einem spanischen oder russischen Polizisten zu widersprechen. 3. Der Beamte hätte das Filmen ruhig zulassen können. Daraus ergibt sich aber keine Rechtswidrigkeit der Maßnahme. 4. Die Bürger in Deutschland haben es sehr gut mit ihrer Polizei. Jeder einzelne ist in der Regel mittlerweile studiert und in der Lage seine Maßnahmen vor Ausübung rechtlich auseinander zu setzen. Schwarze Schafe gibts natürlich auch bei uns, aber dies sind Ausnahmen von der Regel. Wie auch nicht jeder linke oder rechte Demonstrant gewalttätig ist. Deswegen wäre es nur allzu freundlich wenn man sich mit diesen Nazivergleich endlich mal zurückhalten würde. Es ermüdet.
wissen Sie pbw2013, mit den guten Polizisten ist das so, wie mit guten Schiedsrichtern. Die haben nämlich das sogenannte Fingerspitzengefühl für eine Situation. Und genau DAS wurde hier schmerzlichst vermisst, denn der Auftritt der Polizei hier war vollkommen unangemessen. Wenn Sie das nicht so sehen, dann muss man das wohl akzeptieren , aber mein Bild von der Polizei leidet weiter.
breisig 20.04.2013
Zitat von lachplatteIch hatte diese Diskussion letztlich mit einem Schaffner, da ich regelmäßig zu meinem Ticket auf einer reinen Berufspendlerstrecke die Bahncard zeigen sollte. Ich erklärte diesem dann, dass dies doch überhaupt keinen Sinn mache, da ich mir die diese ja auch ausgeliehen haben könnte und diese Maßnahme tatsächlich NUR dann Sinn machen würde, wenn er gleichzeitig auch meinen Personalausweis kontrollieren würde - den wollte er dann tatsächlich auch, jedoch erst auf meinen Hinweis hin sehen, ein jedenfalls einmaliger Vorgang :-).
versteh ich nicht, auf der bahncard ist doch ein foto.
mlehn 20.04.2013
Unglaublich dummer Bericht. Es gibt hier vier beteiligte Parteien: 1) Die Bahn 2) Die Frau 3) Die Polizei 4) Der Journalist Dabei kann man der Polizei überhaupt keinen Vorwurf machen. Sie hat eine Schwarzfahrerin aus der Bahn entfernt. Die Polizisten haben sich dabei vorbildlich verhalten. Wenn man es mit solch einer hysterischen Person zu tun hat, dann ist das nicht einfach. Ein aufdringlicher "Journalist", der einem dabei die Kamera hinhält beruhigt die Situation nicht gerade. Im Gegenteil, er sorgt dafür, dass die Schwarzfahrerin absichtlich noch hysterischer wird, weil sie jetzt ihre Chance wittert. Die Bahn sollte natürlich einfacher und transparenter machen welche Unterlagen nötig sind. Man kann hier mangelnden Kundenservice vorwerfen. Rechtswidrig ist das aber nicht.
tempusfugit1970 20.04.2013
@ pbw2013 "Ich als Polizist sage dazu folgendes: [...] 2. Der Frau wird hier keine Gewalt angetan, sie wird am Arm aus der Bahn geführt. Wer das als Gewalt ansieht empfindet wahrscheinlich auch einen bösen Blick als Affront. Hinweis: wir Polizisten gucken immer böse ;) [...]" Na dann testen Sie doch mal wie Ihre Kollegen reagieren, wenn man sie am Arm berührt - da dürften selbst italienische Fußballspieler weniger zimperlich sein...
derbutt 20.04.2013
Die Bahn hat kein "Hausrecht". Sie könne nicht jeden aus dem Zug schmeißen und noch weniger, weil er als Journalist einen Polizeieinsatz filmt. Das ist nicht verboten. Bitte besser informieren, bevor man so pseudo-juristische Kommentare postet. Außerdem geht es hier doch um etwas anderes - aus welchem Grund dürfen Ausländer ohne deutschen/belgischen/französischen... Perso kein Online-Ticket erwerben? Stattdessen müssen sie zum Schalter oder an den Automaten, was viel aufwändiger und zeitraubender ist. Oder sie bezahlen 3,50 Euro Versandgebühren. Das verstößt meiner Meinung nach eventuell gegen das AGG und diskriminiert diese Menschen eventuell aufgrund ihrer Herkunft. DAS ist das Problem, nicht die "hysterische" Frau, die ganz einfach Angst vor diesen Schränken hatte. Hätte ich auch gehabt und ich hätte auch geschrien, zumal es der Bahn auch nicht wehtäte, sie noch eine Station weiterfahren zu lassen und an ihrem Zielbahnhof die Situation zu klären. Was spricht dagegen? Dann wäre sie dort, wo sie hinwollte und man hätte es in Ruhe klären können. Sie hätte im Nachhinein ihren Wohnsitz nachgewiesen und alles wäre in Ordnung.
herbst 20.04.2013
Wo lebt Ihr?
Seit Jahren beobachte dieses Phänomen, dass es vielen Zugbegleitern bei der Kontrolle der Fahrkarten nicht darum geht, das Vorhandensein eines gültigen Tickets zu prüfen, sondern die Ungültigkeit des vorgelegten Tickets zu beweisen. Wir Deutschen werden da doch auch schikaniert. Tipp: Niemals ohne ausdrückliche persönliche Aufforderung die Fahrkarte zeigen. Nix mit: "Zugestiegene, die Fahrausweise bitte."
naufragus 20.04.2013
Ich hoffe, der Bahn ist klar daß sie durch diesen Vorfall und den Bericht darüber einen immensen Imageschaden davonträgt. Meiner Meinung nach auch zu Recht. Klar ist, wer die Bahn benutzen will, muß dafür bezahlen. Klar ist, auch durch noch so ausgeklügelte Massnahmen wird man Schwarzfahrer nicht völlig vermeiden können. Klar ist, wer ein Online-Buchungsverfahren anbietet, sollte das auch so gestalten, daß es verständlich, kundenfreundlich und auch für Menschen ohne Hochschulabschluß oder, noch schlimmer, Menschen die womöglich aus dem Ausland stammen und mit der Sprache oder den 849 Seiten AGB Probleme haben, zu benutzen ist. Klar ist, daß er dann auch eine vernünftige Möglichkeit zur Identifikation anbieten und handeln können sollte. Das kann ja nicht so schwer sein. Keep it simple hilft hier, wie immer im Leben. Klar ist, daß solche Probleme wie in dem Bericht NICHT mit Rauswurf aus dem Zug, sondern mit Klärung am ZIELBAHNHOF zu regeln sind. Was sich die Bahn da schon geleistet hat, gerade mit Kindern, ist absolut unerträglich. Ich schließe mich insofern auch der Meinung vieler hier an, daß man die Verhältnismäßígkeit der Massnahmen in keinster Weise erkennen kann. Vorschriften und Regeln und AGB's und der typischen deutschen Paragraphenhörigkeit unbenommen, das geht so nicht. Das gehört sich einfach nicht. Ich vermisse die alte deutsche Bundesbahn. Mein Vater arbeitete dort, ich bin früher auch gern Bahn gefahren. Schon lange nicht mehr. Man kaufte eine bezahlbare Fahrkarte und gut. Die Züge waren pünktlich, fuhren sogar im Winter und die Schaffner (die auch noch nicht diese unsäglichen Uniformen trugen) waren freundlich und kompetent. Und hilfsbereit, gerade gegenüber Menschen aus dem Ausland oder wenn sich jemand mit dem (wesentlich einfacheren) Tarifsystem nicht auskannte. Auch kann ich die Erfahrungen vieler hier aus dem Ausland selbst nachvollziehen, der Service und Freundlichkeit sowie Kulanz ist ausnahmslos um Größenordnungen besser. Vom Preis mal ganz abgesehen. Mir graust es jedesmal, wenn ich gezwungen bin, die Bahn zu benutzen, ich blicke sehr oft nicht im geringsten durch die Tarifbestimmungen, auch wenn ich dienstlich unterwegs bin, habe ich schon oft auf eigene Kosten das Auto benutzt, um eine Bahnfahrt zu vermeiden. Ausserdem kann es ja wohl nicht sein, daß die Kosten für ein Flugticket oder das Auto vielfach (vor allem im Nahbereich) oft sehr viel günstiger als die Bahn sind. Liebes Bahnmanagement, da habt ihr noch unglaublich viel zu lernen und zu verbessern. Konzentriert Euch lieber darauf, statt auf Bahnhöfe, die kein Mensch braucht. Sehr schade! Ich bin kein "Fremdschämer" oder Profikommentierer (das ist mein erstes Posting überhaupt), aber dieser Bericht hat mich zutiefst erschüttert. Ich bin froh, daß ich nicht in der Situation dieser Frau war, ganz egal wie viel sie nach der Ansicht mancher "selbst schuld" war. Sowas hinterlässt auf alle Fälle ein Trauma.
veremont 20.04.2013
Zitat von querbetDann probier ich das eben nochmal meinen Kommentar hier zu posten. Der Artikel kommt mir leicht reißerisch vor - meines Wissens nach sind die Einreisebedingungen aus Russland speziell, weil Russland nicht zur EU gehört. Es ist grenzenlos naiv anzunehmen es würde ausreichen in Russland bei irgendeinem Online-Portal ein Ticket zu kaufen um damit nach Deutschland einzureisen. Wenn ich irgendwo einreisen will, was nicht EU ist, informiere ich mich doch auch vorher was ich für Dokumente brauche um mir keinen Ärger einzuhandeln. Einreise und Zuwanderung muß irgendwie kontrolliert werden - das ist völlig legitim. Überdies kann ich an dem Video nur erkennen, dass die Frau unverhältnismäßig reagiert.
Hä? Wer reist denn hier wo ein? Lesen Sie doch einfach mal den Artikel? Sie sind ja sowas von am Thema vorbei geschossen, weiter gehts gar nicht mehr...
wupperhippo 20.04.2013
Sachlich richtig ist
doch, wenn ich das richtig zusammenfasse: 1. dieses "Spezial-Ticket" gilt nur in Verbindung mit dem PA 2. die Reisende hat keinen PA 3. Mitarbeiter der DB haben die Polizei im Hilfe gebeten 4. die Polizei ist tätig geworden Dies unterstellt erscheint mir ein Teil der hier geführten Diskussion ein wenig polemisch. Auf Seiten der DB müsste einfach sichergestellt sein dass eine solche Buchung ohne Eingabe der PA Nummer garnicht geht. Das ist aber nichts was in die Belange der Polizei fällt. Die sollte hier, wenn ich es richtig verstanden habe, eine Personen- und Adressüberprüfung vornehmen. Der hier gemachte Vorschlag dass das im fahrenden Zug hätte vorgenommen werden sollen, ist, Sorry, wenig realitätsnah. Wenn man im Rahmen einer Verkehrskontrolle keinen Ausweis dabei hat, begleitet sie kein Polizist an den Zielort ihrer Fahrt um ihre Angaben zu überprüfen. Für das hysterische Auftreten der Reisenden empfand ich die Reaktion der Polizisten angemessen. So unterschiedlich sind Empfindungen und Sichtweisen
nochmehrunsinn 20.04.2013
Wirre Kommentare!
Was man hier so lesen musste Gestapo, Menschenrechtsverletzung, Prügelpolizei, Zivilcourage gehts noch? Die junge Frau hatte schlicht kein gültiges Ticket (die Beförderungsbedingungen nicht gelesen). Ok die Bahn hat nicht die sauberste Lösung angestrebt, hätte sicher vor allem Kundenfreundlicher gelöst werden können . Letztlich lief doch alles korrekt. Hat nichts mit Naziherrschaft oder gar herbeigeredete Ausländerfeindlichkeit zu tun. Wozu man sich da als Deutscher schämen muss? Wie viele auf einmal einen Ausländischen Studenten kennen dem das auch schon passiert ist? Weltfremder Kindergarten mit YouTube Journalismus.
stouba 20.04.2013
Abgesehen davon, daß ich es als unmöglich finde, jemanden der Probleme (welche auch immer) mit seiner Fahrkarte hat, mit sieben Polizisten auf diese Weise aus dem Zug zu eskortieren, frage ich mich, wer diese Seiten zur Buchung erstellt hat? Es ist doch viel zu aufwendig, mit allen möglichen Identifikationsspielchen die Gültigkeit eines Tickets nachzuweisen. Das ist viel zu viel Aufwand und ganz offensichtlich auch noch mit Mißverständnissen und solchen üblen Vorfällen verbunden. Einfacher wäre es tatsächlich, ein Ticket beim erstmaligen Vorweisen zentral zu entwerten und damit ist gut. Würde auch immens Kosten sparen und das Ganze vereinfachen, aber das ist wohl zu einfach und übersichtlich und preiswert. Wenn dann noch jemand das zentral entwertete Ticket vorweist, dann kann man eine Nachzahlung verlangen, aber nicht auf diese Art und Weise. - Übrigens hätte ich es auch als richtig empfunden, wenn einer oder mehr Menschen mit ausgestiegen wären, um der jungen Frau beizustehen. Mich hat das wieder wachgerüttelt und meinen Entschluß - in solchen Situationen hinsehen und helfen noch verstärkt.
thorsten_1974 20.04.2013
Tja, so ist das nunmal mit Vorschriften oder ähnlichen Regeln in Deutschland. Die müssen peinlichst genau eingehalten werden, sonst macht sich der deutsche Michel möglicherweise eines Dienstvergehens schuldig. Gib dem Deutschen eine Handlungsanweisung zur Hand und er bzw. sie wird sich buchstabengetreu daran halten. Ob die Handlungsanweiung Sinn macht oder nicht - viele erwägen nicht mal in den kühnsten Träumen, dies zu prüfen.... So sind WIR Deutschen nun mal gestrickt. Und ich erlebe dieses Tag für Tag auf's Neue.
lachplatte 20.04.2013
Also bitte...
Zitat von breisigversteh ich nicht, auf der bahncard ist doch ein foto.
... dass ich mitbekommen hätte, wenn auf meiner Bahncard 25 ein Foto wäre, hätte ich dies schon mitbekommen. Ich denke mir mal so, die Masse der Schaffner hat, besonders hier im Osten NUR deshalb einen Job, um die Arbeitslosenstatistik zu verbessern. Regelmäßige Kontrollen machen auf bestimmten Strecken, insbesondere wenn es sich bei den Fahrgästen um Berufspendler/Schüler handelt so gar keinen Sinn. Über die Qualität der Bahn, so wie ich diese in den letzten Winter-Monaten erlebt habe, kann ich mich jedoch tatsächlich nicht beklagen und habe bei einer kürzlichen Befragung ein "gut" angekreutzt, denn der Zug hatte bis auf eine einzige Ausnahme gar keine Verspätungen und ist immer pünktlich angekommen und abgefahren. Lediglich die Schaffner haben "genervt", häufig genug richtige Wichtigtuer und ich habe in gar keinen einzigen Falle miterlebt, dass ein "Schwarzfahrer" aufgedeckt wurde. Mittlerweile nehme ich jedoch eh wieder das Rad zur Arbeit :-).
ascension1983 20.04.2013
Ich weißt nicht was ihr habt? Ein Online-Ticket gilt nur in Verbindung mit einem gültigen Ausweis, der zudem als Legitimationsgrundlage von der DB anerkannt wird. Letzteres hatte diese Person nicht.. so what?.. Zum Vergleich in Russland hat man Bahnsteigschranken .. da muss man nicht "mitdenken"; keine Fahrkarte - kein Betreten des Bahnsteigs.
stevie76 20.04.2013
Zitat von thorsten_1974Tja, so ist das nunmal mit Vorschriften oder ähnlichen Regeln in Deutschland. Die müssen peinlichst genau eingehalten werden, sonst macht sich der deutsche Michel möglicherweise eines Dienstvergehens schuldig. Gib dem Deutschen eine Handlungsanweisung zur Hand und er bzw. sie wird sich buchstabengetreu daran halten. Ob die Handlungsanweiung Sinn macht oder nicht - viele erwägen nicht mal in den kühnsten Träumen, dies zu prüfen.... So sind WIR Deutschen nun mal gestrickt. Und ich erlebe dieses Tag für Tag auf's Neue.
Würde wer (zb eine Behörde) eine Regel zu Ihren Gunsten nicht einhalten bin ich gespannt, wie flott Sie sich wieder beim "deutschen Michel" einreihten..
walterwalter 20.04.2013
Tatsächlich, es ist unfassbar. Da wird eine Frau, die gegen gültige Regeln verstoßen hat, von der Polizei gebeten mitzukommen und weigert sich. Und jeder schreit, wie leid ihm doch die Frau tut, die der deutschen Staatsgewalt (ja, nicht vergessen: Wir sind nicht in Russland, Afghanistan, Venezuela, Lybien, Tunesien, Iran, Irak oder Syrien) widerspricht, sich wehrt und Gewalt notwendig macht. Hätte sie sich korrekt verhalten, wäre das alles nicht geschehen. Und dann kommt die Spitze. Da kommt jemand daher, der wie ein Bildreporter den Einsatz mit seinem Handy filmt. Auch er wird gebeten, das zu unterlassen, und folgt der Anweisung nicht. Wer soll sich da wundern, dass der Polizist selbstverständlich versucht, seine Anweisungen durchzusetzen. Selbst wenn sie falsch sind oder von vielen als falsch angesehen werden, hat der Handyfilmer in einem Rechtsstaat zunächst einmal die Anweisungen zu befolgen. Er kann sich ja später vor Gericht oder bei der Staatsanwalt sein Recht holen. So, und nur so funktioniert ein Rechtsstaat. Und besonders hübsch ist der Ausspruch: Ich bin Journalist. Ja wo leben wir denn? Soll so ein Ausspruch etwa Sonderrechte herbeizaubern? Es wird Zeit, dass hier jeder glaubt, er können sich gegen die Regeln auf Kosten anderer sein Leben bequem machen. Und wenn dann die Rechte derjenigen, die das alles bezahlen müssen, durchgesetzt werden sollen, wird der Vertreten des Staates, also von uns allen, auch noch angeklagt. Und übrigens: Wem die Regeln der Bahn nicht passen, der kann laufen, radfahren, autofahren, fliegen usw.!
breisig 20.04.2013
Zitat von lachplatte... dass ich mitbekommen hätte, wenn auf meiner Bahncard 25 ein Foto wäre, hätte ich dies schon mitbekommen.
nun, als "regelmäßiger berufspendler" hätte ich natürlich von ihnen eine 100er erwartet, zumindest eine bahncard50 ;)
laolu 20.04.2013
Über die Bemühungen des Polizeibeamten im Vordergrund, die Videoaufzeichnung dieser Polizeiaktion zu verhindern, regt sich hier aber niemand auf, oder? Ist sowas neuerdings verboten in Deutschland?
stevie666 20.04.2013
Echt arm!
Sowas hört sich schlimm an, ist aber leider Alltag. Die Herren und Damen die in den Zügen kontrollieren, scheinen alle die Polizeikarriere angestrebt zu haben.Anders lässt sich das Verhalten solcher Leute nicht erklären. habe auch schon viel erlebt mit denen.Ich fahre nicht mehr mit der DB und das wird auch so bleiben!!!!
karl-felix 20.04.2013
Habe
Zitat von einzel haftUnter ihrem Link finden sich tatsächlich ohne Aufwand die nötigen Informationen. Ich bin irritiert?!
ich tatsächlich nichts von deutschem Personalausweis gefunden. Nach den Angaben dort, reicht nach meinem Verständnis auch der russische Reisepass, wenn der bei der Buchung zur Identifizierung angegeben und akzeptiert wurde.Sie muss ihn nur dabeihaben. Und das war hier der Fall. Ich denke die junge Frau ist gut beraten, nicht nur die Bahn sondern auch die Bundesrepublik Deutschland und die Polizeibeamten zu verklagen. Ich denke, den Prozess gewinnt Sie und das Schmerzensgeld sollte sie nicht zu knapp ansetzen. Denn das Verhalten der Beamten scheint mir keine Überreaktion zu sein, sondern ein klarer Fall von Verstoss gegen das uzwg, da steckt anscheinend System hinter.
tweet4fun 20.04.2013
Frage
Mal eine Frage von einem ehemaligen Deutschen, der nach langer Zeit der Abwesenheit über einen Besuch in Deutschland nachdenkt: Seit wann haben die Bahnfuzzis denn die legale Befugnis, die amtliche Identität (Ausweis, Pass) eines Menschen zu kontrollieren??? Ist so etwas nicht ausdrücklich den gesetzlichen Vertretern des Staates vorbehalten?
lachplatte 20.04.2013
Nun bitte...
Zitat von ascension1983Ich weißt nicht was ihr habt? Ein Online-Ticket gilt nur in Verbindung mit einem gültigen Ausweis, der zudem als Legitimationsgrundlage von der DB anerkannt wird. Letzteres hatte diese Person nicht.. so what?..
Die Frau hatte ein gültiges Ticket und wieso sollte ein Zugbegleiter (hier im Osten immer noch Schaffner) die Adresse verifizieren müssen oder sollen; diese also als Schwarzfahrerin zu bezeichnen ist geradezu schändlichst. Oder dürfen Ausländer keine Online-Tickets kaufen, dann muss die Bahn dies eben kommunzieren. Namentlich ausweisen konnte die Frau sich doch wohl mit ihrem russischen Pass. Das alles macht überhaupt so gar keinen ernsthaften Sinn! Ich habe mit mittlerweile mehrmalig mit den Schaffnern unterhalten, was diese regelmäßigen Kontrollen überhaupt sollen. Ich kann mich daher nur nochmalig wiederholen, hier werden irgendwelche Arbeitslose oder Hartz IV-Empfänger von der Straße geholt und auf die Menschen losgelassen und manche meinen sich dann entsprechend wichtig tuen zu müssen (was man ja vielleicht auch verstehen kann:), anders macht dies jedenfalls hier im Osten so gar keinen Sinn.
karl-felix 20.04.2013
Nun
Zitat von querbetDann probier ich das eben nochmal meinen Kommentar hier zu posten. Der Artikel kommt mir leicht reißerisch vor - meines Wissens nach sind die Einreisebedingungen aus Russland speziell, weil Russland nicht zur EU gehört. Es ist grenzenlos naiv anzunehmen es würde ausreichen in Russland bei irgendeinem Online-Portal ein Ticket zu kaufen um damit nach Deutschland einzureisen. Wenn ich irgendwo einreisen will, was nicht EU ist, informiere ich mich doch auch vorher was ich für Dokumente brauche um mir keinen Ärger einzuhandeln. Einreise und Zuwanderung muß irgendwie kontrolliert werden - das ist völlig legitim. Überdies kann ich an dem Video nur erkennen, dass die Frau unverhältnismäßig reagiert.
ja, es handelt sich ja hier um die Zuwanderung vom Freistaat Bayern nach Preussen. Klar haben die Beamten gewartet, bis die Täterin auf preussischem Boden war und dann zugeschlagen. Nix mit lascher liberalitas bavariae. Da muss man doch durchgreifen, sakrifix, Ausländerin preussische. völlig legitim. Das letztere werden die Richter entscheiden. Ich hoffe, das wird den Beamten eine Lehre sein, die Bahn viel Geld kosten und für die Fernbusse die beste Reklame aller Zeiten. So geht man nicht mit Menschen um, zumindest nicht mit " Kunde König " wenn man die Bahn privatisieren will. Stellen Sie sich das gleiche mal im Taxi vor. Sie haben bezahlt, aber dem Taxifahrer gefällt Ihr russischer Pass nicht, weil er meint die Zuwanderung muss kontrolliert werden. Das ist weder dessen Aufgabe, noch die der Schaffnerin.
naufragus 20.04.2013
Ohne Worte.....
Zitat von walterwalterTatsächlich, es ist unfassbar. Da wird eine Frau, die gegen gültige Regeln verstoßen hat, von der Polizei gebeten mitzukommen und weigert sich. Und jeder schreit, wie leid ihm doch die Frau tut, die der deutschen Staatsgewalt (ja, nicht vergessen: Wir sind nicht in Russland, Afghanistan, Venezuela, Lybien, Tunesien, Iran, Irak oder Syrien) widerspricht, sich wehrt und Gewalt notwendig macht. Hätte sie sich korrekt verhalten, wäre das alles nicht geschehen. Und dann kommt die Spitze. Da kommt jemand daher, der wie ein Bildreporter den Einsatz mit seinem Handy filmt. Auch er wird gebeten, das zu unterlassen, und folgt der Anweisung nicht. Wer soll sich da wundern, dass der Polizist selbstverständlich versucht, seine Anweisungen durchzusetzen. Selbst wenn sie falsch sind oder von vielen als falsch angesehen werden, hat der Handyfilmer in einem Rechtsstaat zunächst einmal die Anweisungen zu befolgen. Er kann sich ja später vor Gericht oder bei der Staatsanwalt sein Recht holen. So, und nur so funktioniert ein Rechtsstaat. Und besonders hübsch ist der Ausspruch: Ich bin Journalist. Ja wo leben wir denn? Soll so ein Ausspruch etwa Sonderrechte herbeizaubern? Es wird Zeit, dass hier jeder glaubt, er können sich gegen die Regeln auf Kosten anderer sein Leben bequem machen. Und wenn dann die Rechte derjenigen, die das alles bezahlen müssen, durchgesetzt werden sollen, wird der Vertreten des Staates, also von uns allen, auch noch angeklagt. Und übrigens: Wem die Regeln der Bahn nicht passen, der kann laufen, radfahren, autofahren, fliegen usw.!
Ich denke auch, daß es problemlos möglich sein sollte, als Journalist bei Gericht eine Verfügung zu erwirken, damit der Vorgang nachgestellt werden müsse, um ihn rechtsstaatlich abgesichert filmen zu können. :-) Ist das wirklich die großdeutsche Volksmeinung? Meine Herren!
jrg83 20.04.2013
Die deutsche Adresse ist notwendig, um statt einer nachträglichen Klärung sofort ein Inkasso-Unternehmen im Rahmen einer "Fahrpreisnacherhebung" zu beauftragen. So erging es vor einiger Zeit meiner Frau, die Ihren Personalausweis nicht dabei hatte – und das, obwohl ihr noch im Zug und später am Bahnschalter versichert wurde, dass nach der Überprüfung der Personendaten keine weiteren Kosten entstünden. Nachdem wir uns in dieser Sache telefonisch und schriftlich an die Bahn gewendet hatten und die Versicherung bekamen, "das zu klären" kam ein zweites, teureres und noch unfreundlicheres Schreiben von der Inkasso-Gesellschaft. Da hilft nur fliegen!
Lupus39 20.04.2013
Über walterwalter kann ich nur lachen. Natürlich darf man Polizeieinsätze filmen, selbst als nicht-Journalist. Und Journalisten haben tatsächlich nochmals mehr Rechte als ein normalber Bürger (Quellenschutz z.B.). Aber das scheint fast keinen mehr zu interessieren. Dass der Beamte dann versucht das zu unterbinden ist ein ganz klarer Verstoß gegen die Pressefreiheit und meiner Meinung nach der dickste Hund in der Szene. Über alles andere kann man sich wirklich streiten, aber das ist eindeutig rechtswiedrig. Die Auffassung, dass man sich dem Beugen muß ist einfach lächerlich. Außerdem ist Schwarzfahren nur eine Ordnugswiedrigkeit. Die Dame konnte sich ja tatsächlich ausweisen, so wäre es für die Polizisten ein leichtes gewesen, ihr ein Bußgeld zu geben und sie dann weiterfahren zu lassen. Wozu wurde sie dann aus dem Zug mit fünf (!) Leuten gezerrt? Ein Anruf bei den Berliner Behörden hätte genügt um festzustellen, dass sie tatsächlich in der von ihr angegeben Adresse wohnt und alles hätte sich in Luft aufgelöst.
tweet4fun 20.04.2013
Genau richtig!
Zitat von lachplatteDie Frau hatte ein gültiges Ticket und wieso sollte ein Zugbegleiter (hier im Osten immer noch Schaffner) die Adresse verifizieren müssen oder sollen; diese also als Schwarzfahrerin zu bezeichnen ist geradezu schändlichst. Oder dürfen Ausländer keine Online-Tickets kaufen, dann muss die Bahn dies eben kommunzieren. Namentlich ausweisen konnte die Frau sich doch wohl mit ihrem russischen Pass. Das alles macht überhaupt so gar keinen ernsthaften Sinn! Ich habe mit mittlerweile mehrmalig mit den Schaffnern unterhalten, was diese regelmäßigen Kontrollen überhaupt sollen. Ich kann mich daher nur nochmalig wiederholen, hier werden irgendwelche Arbeitslose oder Hartz IV-Empfänger von der Straße geholt und auf die Menschen losgelassen und manche meinen sich dann entsprechend wichtig tuen zu müssen (was man ja vielleicht auch verstehen kann:), anders macht dies jedenfalls hier im Osten so gar keinen Sinn.
Für den Bahntypen sollte doch allein das vorhandene gültige Ticket entscheidend sein. Es geht ihn schlicht und einfach nichts an, wer der Mensch ist, der es vorzeigt. Das Ticket allein ist der Vertragsbeweis, den die Bahn mit dem Ticketbesitzer hat. Das sollte zur Beförderung ausreichend sein. Ob der Ticketbesitzer das Ticket z.B. gestohlen hat, ist Sache der Polizei, nicht aber der Bahnfuzzis. Seit wann haben die die Befugnis, sich als freiwillige Polizeireserve aufzuspielen? Ich kann nur zu einer allgemeinen und breitflächigen Verweigerung der Identitätsfreigabe den Bahnschaffnern gegenüber aufrufen.
karl-felix 20.04.2013
Sehe
Zitat von mlehnUnglaublich dummer Bericht. Es gibt hier vier beteiligte Parteien: 1) Die Bahn 2) Die Frau 3) Die Polizei 4) Der Journalist Dabei kann man der Polizei überhaupt keinen Vorwurf machen. Sie hat eine Schwarzfahrerin aus der Bahn entfernt. Die Polizisten haben sich dabei vorbildlich verhalten. Wenn man es mit solch einer hysterischen Person zu tun hat, dann ist das nicht einfach. Ein aufdringlicher "Journalist", der einem dabei die Kamera hinhält beruhigt die Situation nicht gerade. Im Gegenteil, er sorgt dafür, dass die Schwarzfahrerin absichtlich noch hysterischer wird, weil sie jetzt ihre Chance wittert. Die Bahn sollte natürlich einfacher und transparenter machen welche Unterlagen nötig sind. Man kann hier mangelnden Kundenservice vorwerfen. Rechtswidrig ist das aber nicht.
ich anders. Die Beamten haben sich an Recht und Gesetz zu halten. Dafür bezahlen wir die .Die werden nicht dafür bezahlt, Passagiere aus der Bahn gewaltsam zu entfernen. Damit verstossen sie eindeutig gegen geltendes Recht. Die junge Frau hatte ihre Fahrkarte bezahlt, das Geld war im Besitz der deutschen Bundesbahn. Der Betrug liegt eindeutig auf Seiten des Privatunternehmens DB . Die Frau hat sich klug verhalten. Sie hat Öffentlichkeit hergestellt. Sollte jeder machen, der im Ausland Opfer von Polizeiwillkür wird. Wenn es geht, die Botschaft, den Konsul oder die Presse. Selbst normale Bürger als Öffentlichkeit, als Zeugen sind für den Prozess wichtiger als sich der Polizeiwillkür zu beugen. Insbesondere kalmiert Öffentlichkeit Beamte bei der Anwendung von unmittelbarem Zwang. Der Journalist bekommt natürlich eine tolle Story auf dem Silbertablett serviert. Auch der dümmste Beamte musste wissen, dass er am nächsten Tag in der Zeitung steht und vor dem Kadi landet. Mal sehen, wie der Prozess ausgeht. Gut beraten sind die Bundesrepublik und die Bahn , wenn Sie mit einem grosszügigen finanziellen Angebot eine Einstellung des Verfahrens bewirken können. Vielleicht erfahren wir ja noch was davon.
takamura 20.04.2013
...es sei nur eines gesagt: das ist wirklich eine sauerei, wie uniformierte mit menschen umgehen...alles andere ist, fällt in den hintergrund, wenn ich sehe wie die uniformierten menschen mit der frau, auch ein mensch, umgehen... schämt euch, schämt euch... ..gute zeiten
karl-felix 20.04.2013
Also
Zitat von ascension1983Ich weißt nicht was ihr habt? Ein Online-Ticket gilt nur in Verbindung mit einem gültigen Ausweis, der zudem als Legitimationsgrundlage von der DB anerkannt wird. Letzteres hatte diese Person nicht.. so what?.. Zum Vergleich in Russland hat man Bahnsteigschranken .. da muss man nicht "mitdenken"; keine Fahrkarte - kein Betreten des Bahnsteigs.
die Bahn sieht das anders als Sie. Da gibt es unterschiedliche Arten sich zu legitimieren. Mit der Annahme der Fahrpreises hat die Bahn die Geschäftsbeziehung anerkannt.Die Ziffern des russischen Passes waren angegeben.Das ist nun einmal ein gültiger Ausweis.Deshalb wehrte sich die Frau ja auch so, als man Ihr den Pass mit Gewalt abnahm. Danach hatte sie in der Tat keinen mehr.Kann man so sehen. In der verlinkten Quelle stand nichts von einem Personalausweis, sondern nur, dass das bei der Buchung angegebene Ausweispapier, auch wenn es zwischenzeitlich abgelaufen ( von wegen gültig ) sei, mitzuführen sei. Zumindest habe ich das den Anweisungen der DB so entnommen. Und das Verhalten der Polizisten ist m.E. eindeutig ein Verstoss gegen 4,1 uzwg . Jedes Missverständnis hätte im Zug oder am Zielbahnhof ausgeräumt werden können. Bin mal gespannt, was das Gericht der Polizei und der Bahn ins Lehrbuch schreibt. Ich hoffe der Spiegel bleibt an der Story dran. Eine tolle Reklame für Fernbusse. " Alle reden von Bundespolizei, wir nicht. Ihr Fernbus ". Unvorstellbar, wenn ich dem Busfahrer nachweise, dass ich die Fahrkarte bezahlt habe, dass der 5 Polizisten auf Steuerzahlerskosten anrollen lässt, nur um mich von meinem Platz zu holen, weil ihm mein Gesicht nicht gefällt.
robbype 20.04.2013
Der Spiegel sollte das Video Frau Kanzlerin Merkel bei ihrem nächsten Russlandbesuch mitgeben, wenn sie um Entschuldigung für ihre Kritik an den Durchsuchungen deutscher Stiftungen durch russische Beamte fleht. Deutschland ist keineswegs besser und das Schlimme ist, das die Zensur der Presse durch die deutsche Junta ungestraft bleibt und Artikel 5 wahrscheinlich wie der Rest des Grundgesetzes schon lange nicht mehr das Papier wert zu sein scheint, auf dem es geschrieben steht. Der Deutschen Bahn, die ihrem Ex-Chef Mehdorn locker 4,9 Millionen Abfindung gezahlt hat, wird sicher mehr einfallen, als eine easy Entschuldigung und ein feuchter Händedruck. Im Falle eines zu begrüßenden Gerichtsverfahrens gegen die Deutsche Bahn bleibt zu hoffen, dass man die Großzügigkeit der Bahn ihren Managern gegenüber als Messlatte auch für eine Entschädigung der bedauernswerten Studentin ansetzt. Der Vorfall ist eine große Schande für Deutschland und man muss sich zunehmend schämen, Deutscher zu sein!
karl-felix 20.04.2013
Denke
Zitat von querbetNeben Bahn- und Bankkarten gelten als Identifizierungskarte laut Webseite der DB: Personalausweis (Die Personalausweise/Identitätskarten der folgenden Länder können für die Identifizierung im Zug verwendet werden: Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich, Niederlande, Belgien, Luxemburg, Italien) Also leider eine klare Sache. Die Zugbegleiterin hat ihr angeboten sich anders auszuweisen und sie konnte es nicht.
ich nicht.Die Bahn hat nur das Recht, den Vertragsabschluss von einer Identifizierung abhängig zu machen. Nach Annahme des Fahrpreises bestand Vertrags- und Beförderungspflicht. Ich habe mir die verlinkte Seit angesehen, wäre auf die Idee nie gekommen und wäre natürlich mit der Bahn gefahren. Wenn die Bahn das Geld annimmt ist der Vertrag geschlossen. Die Nummern des russischen Ausweises waren angegeben und von der Bahn akzeptiert. Die Zugbegleiterin hat kein Recht, einen Bürger aufzufordern sich auszuweisen. Sie darf nur Einsicht nehmen, in das Ausweispapier, mit dem der Fahrgast sich bei der Buchung identifizierte. Wenn die deutsche Bahn das akzeptierte, hat keine Schaffnerin das Recht einen anderen Ausweis zu verlangen. Aber das wird das Gericht klären, falls es der Bahn nicht gelingt, das Verfahren mittels finanzieller Aufwendungen zu umgehen. Das zweite ist das Verhalten der Beamten. Das ist m.E.eindeutig gesetzwidrig und hier müsste eine harte Bestrafung erfolgen. Ein Bundespolizeibeamter kann zwar als Hilfsbeamter der Staatsanwaltschaft tätig werden, nicht aber einer Schaffnerin. Es lag kein Grund vor, Zwang anzuwenden. Die Passagierin konnte sich identifizieren und nachweisen, dass sie den Fahrpreis gezahlt hatte. Eine Richtlinie eines Privatbetriebes bricht kein Bundesrecht. Jedes Missverständnis hätte im Zug oder am Zielbahnhof geklärt werden können. Da muss das Gericht hart durchgreifen, dass so etwas im Umgang mit ausländischen Mitbürgern nicht Schule macht. Mit den Kindern des Herrn Schäuble wären die Beamten sensibler umgegangen.
Gerhard.S 20.04.2013
Ein echter Skandal...
Es geht uns doch echt gut in Deutschland, wenn dieser Vorfall als Beispiel für Rassismus und Polizeigewalt bezeichnet wird und zu solcher Aufregung führt - nur weil ein Mädel jammert, das sich nicht an die Regeln gehalten hat. Und unser Journalisten-Held fährt weiter und macht in seinem Kämmerlein dann das Fass auf ... einfach genial.
bobby-mcfuzzle 20.04.2013
eine Bild bitte...
Erstens reicht der Tatverdacht der Beförderungserschleichung aus, um weitere Strafprozessuale Maßnahmen folgen zu lassen. Die junge Dame hier schreit wie am Spieß, obwohl hier keinerlei unverhältnismäßige Polizeigewalt ersichtlich ist. Damit hat sie ihr Ziel erreicht und "Zivilcourage" provoziert, obgleich diese nicht notwendig war. Diese ganzen Stasi/Gestapo-Aufschreie sind unglaublich perfide und zeigen, dass von diesen Leuten nur von der Wand bis zur Tapete nachgedacht wird. Genau wie der "Journalist" hinterfragen solche Leute weder die Vorgeschichte, noch bilden sie sich auch nur ansatzweise eine objektive Meinung. Das ist reines Bildzeitungsniveau, wo Momentaufnahmen ein Raunen durch die Massen jagen, die Geschichte dahinter aber ganz anders aussieht. Und selbstverständlich darf die Polizei Filmaufnahmen verbieten, wenn die prognostizierte Gefahr besteht, dass die gezeigten Personen in irgendeiner Art und Weise diffamiert o.ä. werden. Da kann ja jeder kommen, Handy zücken und Journalist rufen. Genau diese Form der Berichterstattung (keine Vor- und Nachaufklärung am Ereignisort) bestätigt die Beamten doch nur in der Auffassung, dass es sich hier nicht um einen Journalisten gehandelt hat. Haben die Polizisten etwas falsch gemacht? Sollte man recherchieren. Hat die Frau sich gesetzeswidrig verhalten? Sollte man recherchieren...und dann erst Videos reinstellen und einer Meute oberflächlicher Meinungsschreier vorwerfen. Beschämend, dass der "Journalist" in der Bahn sitzen geblieben ist und ihm die ach so arme Frau wurstegal war. Kann ja also nicht wirklich schlimm gewesen sein, oder?
hauser kd 20.04.2013
Bundespolizei
Zitat von karl-felixich anders. Die Beamten haben sich an Recht und Gesetz zu halten. Dafür bezahlen wir die .Die werden nicht dafür bezahlt, Passagiere aus der Bahn gewaltsam zu entfernen. Damit verstossen sie eindeutig gegen geltendes Recht. Die junge Frau hatte ihre Fahrkarte bezahlt, das Geld war im Besitz der deutschen Bundesbahn. Der Betrug liegt eindeutig auf Seiten des Privatunternehmens DB . Die Frau hat sich klug verhalten. Sie hat Öffentlichkeit hergestellt. Sollte jeder machen, der im Ausland Opfer von Polizeiwillkür wird. Wenn es geht, die Botschaft, den Konsul oder die Presse. Selbst normale Bürger als Öffentlichkeit, als Zeugen sind für den Prozess wichtiger als sich der Polizeiwillkür zu beugen. Insbesondere kalmiert Öffentlichkeit Beamte bei der Anwendung von unmittelbarem Zwang.
und da beginnen meine Probleme. Unmittelbarer Zwang der BuPo, nur bei Angrissen auf das Eigentum bzw. der Betriebssicherheit der Bahn. Lag meines erachtens nicht vor. Die "Schwarzfahrt", sofern sie eine war, faellt unter den Aufgaben der POLIZEI. Die haette gerufen werden muessen und soweit ich die pragmatischen Einstellungen von wirklichen POLIZISTEN kenne, waere dies in 2-3 Minuten geklaert gewesen. Die Studentin haette weiterfahren koennen, der Schaffnerin waere vermutlich nahegelegt wordensich moglichsst weit entfernt zu halten und die ganze Geschichte im Nachhinein geklaert worden. Uebrigends die Geschaeftsidee der Bahn ist ausbaufaehig. Ein Internetanbieter bietet z.B. ein I-fon fuer 180Euro an. In der AGB( ca 300 Seiten) steht dann, dass das Angebot nur fuer Besitzer eines schweizerPass gilt. Natuerlich moeglichst verklausoliert und versteckt. Der Kurier verlangt dann, bei der Anlieferung den Pass, falls nicht vorhanden, wird die Lieferung nur zugestellt wenn der Besteller gie Diff. zum Ladenpreis plus 10% Erschwerniszulage sofort entrichtet. Ansonsten kann er seine Zahlung, -25% plus Versabdkosten 12,- Euro,zurueckbekommen. Ist doch, nach Ansicht vieler Foristen hier, vollkommen rechtlich einwandfrei.
Saarbert 20.04.2013
Ich hoffe ebenfalls, dass der Spiegel an dieser Geschichte dranbleibt und dass die Sache ein Nachspiel für die beteiligten Bahnmitarbeiter und insbesondere für die beteiligten Polizisten hat. Einzelfall hin oder her, es handelt sich hierbei allem Anschein nach um ein erschreckendes Beispiel für den Missbrauch staatlicher Gewalt zur "Lösung" des zivilrechtlichen Problems eines Privatunternehmens. Außerdem finde ich es unglaublich, dass vier bis fünf extrem gut (aus Steuergeldern!) bezahlte Beamte im Einsatz sind, um einen einzigen Fahrgast abzuführen (bereits junge Polizisten verdienen bis zu 2.700 € NETTO monatlich - siehe http://www.gehalt-und-besoldung.de/index.php/gehaltstabelle-beamte-polizei/).
Hamberliner 20.04.2013
Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.
Zitat von datura2Denn bei den Hinweisen zu den Bedingungen des Online-Tickets steht unmissverständlich, und noch nicht einmal irgendwie verklausuliert, mit welchen IDs man sich für das Online-Ticket ausweisen kann. Neben Kreditkarte und EC/Maestro-Karte ist das eben der Personalausweis. Und in Klammern steht dort geschrieben, von welchen Staaten außer der Bundesrepublik der Personalausweis ebenfalls akzeptiert wird. Von Russland steht da nichts. Und von Reisepass schon mal gar nicht.
Dieses Märchen habe ich weiter oben schon widerlegt. Die DB hat doch expressis verbis behauptet, dass alles was nicht auf dieser Webseite DB Online-Ticket - alle Informationen (http://www.bahn.de/p/view/buchung/onlineticket/onlineticket.shtml?dbkanal_007=L01_S01_D001_KIN0004_fub-Buchung-online-teaser_LZ01) steht in keinster Weise irgendetwas mit der Online-Buchung zu tun hat. Von Maestro-Karte, deutschem Personalausweis, belgischem Ausweis usw. steht da nichts. ---Zitat--- Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. ---Zitatende--- Eben.
Hamberliner 20.04.2013
Re: Beleidigung
Zitat von VerändertNatürlich kann das Duzen eine Beleidigung darstellen. Hier etwas für Laien: Polizei duzen - das sollten Sie beachten (http://www.helpster.de/polizei-duzen-das-sollten-sie-beachten_119529#zur-anleitung)
Was nichts daran ändert, dass es hier im Netz eine Beleidigung darstellt, wenn ein Newbie das netzweit übliche Du als schlechtes Benehmen verunglimpft. Auch Polizisten dürfen im Usenet und demzufolge auch in Webforen duzen und geduzt werden.
roidesbuveurs 20.04.2013
Genau richtig, Saabert, ein privatrechtliches Problem! Und die Schaffnerin oder Zugbegleiterin oder Waggonaufseherin ruft die Polizei und die kommen auch noch mit fünf Mann. Unglaublich! Wo kommen wir denn dahin, wenn jedes Unternehmen bei Meinungsverschiedenheiten die Polizei rufen kann und diese dann auch noch nach Anweisung des Unternehmens handelt. In diesem Fall mehr als erschreckend. Man kann es nicht glauben, was da passiert ist und in dem Video zu sehen ist.
teexpress 20.04.2013
"Es ist doch sehr lobenswert dass sich unsere Polizei immer am Brennpunkt des politschen Geschehens befindet und die wichtigen Aufgaben zu erst abarbeitet" ! Sich um die harmlosen Kinderschänder und ähnliche Kleinkrimminelle zu kümmern, dass kann doch bis morgen warten ! Studentin Asya gefährdete die innere Sicherheit und musste so behandelt werden ! Haleluja .... wie weit sind wir gekommen ?
Ich hatte heute Mittag schon mal einen Kommentar zu Schreiben hier versucht, der wurde nicht zugelassen. Ich fragte: "Warum sind die Polizisten unkenntlich gemacht worden im Video? Sind diese Polizisten nicht im öffentlichen Dienst angestellt?" Meine Fragen halten einer Rechtlichen Prüfung stand. Vielleicht hält Mich die Spiegel Redaktion ja für einen Volksverhetzer? Zeigt Mich doch an! Haben Polizisten Persönlichkeitsrechte wenn sie im Dienst sind? Ja [_], Nein [_] Sind die Polizisten im Einsatz Privatangestellte? Oder sind sie in einem Dienste von und für die Öffentlichkeit, also für den Menschen, für das Volk tätig?
tweet4fun 20.04.2013
Ach und nun?
Zitat von Gerhard.SEs geht uns doch echt gut in Deutschland, wenn dieser Vorfall als Beispiel für Rassismus und Polizeigewalt bezeichnet wird und zu solcher Aufregung führt - nur weil ein Mädel jammert, das sich nicht an die Regeln gehalten hat. Und unser Journalisten-Held fährt weiter und macht in seinem Kämmerlein dann das Fass auf ... einfach genial.
Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum einige Firmen Regeln aufstellen, die den juristischen Grundsätzen eines demokratischen Rechtsstaates zuwiderlaufen? Oder denken Sie nach dem Motto: Wenn die das so wollen, wird es seine Richtigkeit haben? Wo steht denn geschrieben, daß die Bahn überhaupt das Recht hat, die Identität eines Menschen zu prüfen. Das ist eindeutig Amtsanmaßung! Und kommen Sie nun nicht mit dem Argument, es wäre wegen eventueller Nachforderungen erforderlich. Da bei Onlinebuchungen ja wohl mit einer Kredit- oder Bankkarte bezahlt wird, liegt der Bahn die Kontonummer ja vor (und damit natürlich auch die Identität des Zahlers). Ich würde Privatfirmen wie der Bahn grundsätzlich meine Identität verweigern. Ein Taxifahrer fragt mich ja auch nicht danach. Das ist eindeutig Sache der Exekutive. Ein wenig mehr Zivilcourage würde den deutschen Bürgern durchaus gut zu Gesichte stehen.
hal5000 20.04.2013
Da antwortet der Forist SNA auf die Frage: Zitat: @SNA: Sind sie wirklich Jurist? Allerdings. Sie erkennen das übrigens leicht daran, dass ich die Rechtsgrundlagen von dem, was ich poste, auch zitiere... ------ Und dann muss man lesen, dass ein vorgeblicher "Jurist", nämlich besagter Forist SNA, schreibt: ------ Zitat; SNA gestern, 21:15 Uhr Die Beamten sind dazu natürlich nicht verpflichtet. Opportunitätsprinzip nennt sich das. Kann man bei Wikipedia nachlesen. ... Zitatende ---------- Opportunitätsprinzip bei der Verfolgung von Straftaten (Verdacht Erschleichen von Leistungen). Ah ja, eine ganz neue Rechtsauffassung, die leider nicht mit der StPO konform geht... Dazu dann noch der Hinweis auf Wikipedia. Von ähnlicher "Qualität" wie der Beitrag des Foristen "Jurist" SNA sind dann hier die Mehrzahl der Beiträge. Könnte auch ein Forum der BILD oder der "Neuen Revue" o.ä. sein...
Marion_2001 20.04.2013
Das habe ich in einer ähnlichen Situation auch erlebt. Die Polizisten treten gedeckt durch das Gesetz in Person als kleiner Diktator auf. Gegen dieses fast gleichwirkende faschistische Auftreten hat man keine Chance; Am besten Maul halten und apathisch reagieren und hoffen dass der Scheiß dann schnell vorbei ist. Eine Entschuldigung kann man da nicht erwarten. Die Russin zut mir leid.
Gerhard.S 20.04.2013
Zitat von tweet4funWo steht denn geschrieben, daß die Bahn überhaupt das Recht hat, die Identität eines Menschen zu prüfen. Das ist eindeutig Amtsanmaßung! Und kommen Sie nun nicht mit dem Argument, es wäre wegen eventueller Nachforderungen erforderlich. Da bei Onlinebuchungen ja wohl mit einer Kredit- oder Bankkarte bezahlt wird, liegt der Bahn die Kontonummer ja vor (und damit natürlich auch die Identität des Zahlers). Ich würde Privatfirmen wie der Bahn grundsätzlich meine Identität verweigern. Ein Taxifahrer fragt mich ja auch nicht danach. Das ist eindeutig Sache der Exekutive.
Selbstverständlich können Sie sich weigern, dem Zugbegleiter ihren Ausweis zu zeigen. Das ist Ihr gutes Recht. Aber: dumm ist es auch, denn dann ruft er zur Durchsetzung halt die Polizei hinzu und bekommt dann von denen genau dieselben Daten. Das hat mit Amtsanmaßung gar nichts zu tun. Manche zivilen Rechtsgeschäfte verlangen halt eine eindeutige Identifizierung bzw. die Daten werden zur Durchsetzung zivilrechtlicher Ansprüche benötigt. Man kann sich natürlich auf den Standpunkt stellen, ich muss das alles nicht, ich habe die und die Rechte, ich muss niemandem meinen Ausweis zeigen ... klar, kann man alles machen, nur muss man dann auch bereit sein, die Konsequenzen zu tragen. Die Heulsuse im Video hat das anscheinend auch nicht begriffen. Ich habe z.B. je zwei EC- und Kreditkarten, einen BPA, einen Führerschein, einen Reisepass. Wenn ich nun weiß, dass eine Online-Überprüfung der Bahn momentan technisch nicht möglich ist (wieso nicht, kann man ja durchaus kritisch diskutieren), dann hätte eine kleiner Firma mit einem mehrfach ausgedruckten Ticket schon die Möglichkeit, sich einen kleinen Betriebsausflug zu erschleichen. Der geforderte Nachweis macht somit schon Sinn.
Hamberliner 20.04.2013
Re: stimmt nicht!
Zitat von einzel haft---Zitat von Hamberliner--- DB Online-Ticket - alle Informationen (http://www.bahn.de/p/view/buchung/onlineticket/onlineticket.shtml?dbkanal_007=L01_S01_D001_KIN0004_fub-Buchung-online-teaser_LZ01)
Unter ihrem Link finden sich tatsächlich ohne Aufwand die nötigen Informationen. Ich bin irritiert?! ---Zitatende--- Es werden offenbar unter demselben URL verschiedene Texte angezeigt. Man sieht zunächst den Text, den ich meinte und worin diese Information eben nicht vorkommt. Darin ist ein Link namens "Konditionen des Online-Tickets", den man erst anklicken muss, und genau das schließt die Aussage der DB, die zunächst sichtbare Information sei "alles" doch explizit aus. "Alles" heißt: keine weiteren Links anklicken, denn wenn es das nicht hieße wäre mit "alles" jeglicher Inhalt gemeint, wohin man mit egal wie vielen Mausklicks auf verschlungenen Wegen gelangen kann, und das kann der gesamte Webserver sein und große Teile des Internet außerhalb. "Alles" bedeutet eben nicht: Der User muss erst hier klicken und sich alles durchlesen um herauszufinden worauf er als nächstes klicken muss und da wieder nach weiteren Links suchen, usw. , usw., und wenn der User in einer Endlosschleife landet hat er eben Pech gehabt. Mich würde interessieren, ob es schon einmal ein Gerichtsurteil gegeben hat, worin der Versuch, AGB in eine Baumstruktur oder ein Chaos aus lauter verschiedenen miteinander verlinkten Webinhalten zu kleckern, für null und nichtig erklärt wurde, und festgestellt wurde, dass AGB nur dann AGB sind, wenn sie in ein- und demselben Dokument stehen. Irritiert bin übrigens auch ich, dass hier zweierlei Inhalte technisch gesehen denselben URL haben. Im HTML-Quellcode sind alle fraglichen Strings auffindbar, aber nicht in dem, was der Benutzer anfangs zu lesen bekommt. Solche Spielchen (vermutlich mittels JavaScript) wird der Webseitenautor hoffentlich noch bereuen, wenn der Fall vor Gericht geht.
absolut normaler Vorgang bei der DB! Hab selbst schon mehrfach solche Situationen miterleben müssen. Sowas erlebt in der Regel das gesamte Zugabteil mit. Leider hilft auch das Beschweren bei der Bahn über diese auch für die Mitreisenden absolut inakzeptable Vorgehensweise überhaupt nicht.
karl-felix 20.04.2013
Damit
Zitat von querbet. Ich habe dann gesagt: na gut dann Kauf ich im Zug eben ein neues Ticket . Ich kann das jetzt nicht ändern. .
ich das richtig verstehe. Sie hatten die Fahrkarte bezahlt und konnten das nachweisen, haben aber als die Schaffnerin aggressiv wurde gekniffen und wollten den Fahrpreis noch einmal bezahlen ? Nun ja. Ich will es dann mal am Beispiel unserer jungen Passagierin ins normale Geschäftsleben übertragen, damit ich das besser verstehe: Sie hat ein Auto gekauft, der Verkäufer bittet Sie , sich auszuweisen. Sie werden handelseinig, der Vertrag wird erstellt. Sie überweist das Geld und kommt 2 Tage später das zugelassene Auto abholen. Der Autohändler bittet Sie , sich erneut auszuweisen, das macht Sie. Der Autohändler besteht aber darauf, der Reisepass sei russisch, sie bekäme das Auto ur gegen die Vorlage eines deutschen Personalausweises, den sie als Russin natürlich nicht hat und deshalb solle sie das Auto noch einmal bezahlen. Als Sie sich weigert, ruft er die Polizei, lässt Sie aus dem Haus jagen und behält das Geld. Sie werfen jetzt der jungen Frau vor, dass Sie sich wehrte und nicht wie Sie gekniffen hat? Sie hätten also lieber das Auto 2 mal bezahlt , anstatt couragiert auf Ihrem Kaufvertrag zu bestehen? Mit der Begründung : Ich kann das jetzt nicht ändern ? Menschen gibts. Und das Verhalten der Polizei finden Sie richtig? Ich fände es normal, dass die Polizei fragt, ob ein Vertrag besteht und sie den Kaufpreis entrichtet hat. Anschliessend können die meinetwegen den Autohändler mitnehmen.
tweet4fun 20.04.2013
Mal grundsätzlich!
Vielleicht hat dieser Vorfall ja auch seine gute Seite. Vielleicht kann anhand dessen endlich einmal grundsätzlich geklärt werden, wie weit die Rechte des Bahnpersonals gehen dürfen. Denn so wie es weitgehend gehandhabt wird, kann man tatsächlich von Amtsanmaßung sprechen. Und das ist strafbar. Der Identitätsbeweis mittels eines Personalausweises oder eines Reisepasses steht grundsätzlich erst einmal nur den staatlichen Behörden (Exekutive) zu. Ausnahmen werden implizit gesetzlich genehmigt - wie Geldinstitute, Flughäfen, Krankenhäuser, Versicherungen, sicherheitsempfindliche Abteilungen eines Unternehmens oder dergleichen. Eine Zirkusuniform reicht da nicht aus! Ein nicht die Landesgrenzen überschreitendes Transportunternehmen wie die Bahn geht die Identität eines Menschen schlicht nichts an! Mit dem gültigen Ticket ist der Vertrag zwischen der Bahn und ihrem Kunden anerkannt, und die Bahn hat dann zuerst einmal die Beförderungspflicht. Bei grenzüberschreitendem Verkehr gibt es für den Identitätsnachweis den Zoll als exekutive Behörde. Insbesondere bei Onlinebuchungen ist ein Identitätsnachweis ja auch schon vor Antritt der Fahrt geleistet worden durch die Zahlung mittels Kreditkarte oder Bankkarte. Nachzahlungen werden dadurch automatisch möglich, auch ohne weiteren Identitätsnachweis. Das Bahnpersonal ist zudem auch nicht sicherheitsrelevant ausgebildet und kann damit auch nicht den Polizeibehörden Amtshilfe leisten. Es könnte ja nicht einmal einen gefälschten Ausweis erkennen. Auch ein Privatdetektiv kann schließlich keine Verhaftungen durchführen, wenn ein Mensch ihm die Einsicht in den Ausweis verweigert. Man darf auch nicht vergessen, wie im vorliegenden Fall gehandelt wurde. Die Frau hatte ein gültiges Ticket! Sie hatte auch ihren russischen Pass zur Einsicht angeboten, die Übergabe des Passes aber - MIT RECHT - verweigert. Man denke nur einmal an die Wirkungen, die solche Vorfälle auf ausländische Touristen haben. Daß die Bundespolizisten zudem noch extrem dilettantisch überreagiert hatten, steht auf einem anderen Blatt. Da ist wohl noch sehr viel Ausbildungsarbeit zu leisten. Auch Ausbildung in demokratischer Staats- und Rechtskunde. Ein sehr armseliges Bild, das Deutschland da von sich zeichnet. Muß man denn immer erst zum Verfassungsgericht gehen, um solche Anmaßungen zu verhindern? Wo ist der gesunde Menschenverstand? Geht der in der Uniform verloren?
Pilar 20.04.2013
Widerliche Sache! Ich hatte das Video angeschaut, ohne zu wissen, um was es geht. Es hat mich total schockiert, so sehr, dass mir kalt wurde und ich zu zittern begann. Normaler Weise tue ich mir Gewaltvideos nicht an. Hier konnte ich dann nicht einfach wegschalten. Die Frau schrie zum Erbarmen, ich dachte, was nur für ein Leid wird ihr angetan, wieso hilft denn niemand! Die ganze Zeit hoffte ich, es würde jemand zur Hilfe eilen. Dann las ich die Artikel und fast alle Kommentare. Ausgerüstet mit Hintergrundwissen und beleuchtet von den vielfältigen Meinungen im Forum drückte ich dann nochmals auf Play. Ich sah ein Gewaltvideo, in dem eine Frau von mehreren Männern aus einem Zug gezerrt wurde. Als sie allein, umzingelt, festgehalten und drangsaliert von Dunkeluniformierten auf dem Bahnsteig stand und der Zug seine Türen geschlossen hatte, drehte man ihre Arme auf den Rücken. Niemand hatte Mitleid, dass ein Mensch weinte und schrie. Hier wurde einem Menschen Gewalt angetan. Dafür gibt es keine Rechtfertigung. Niemals. Keine Gesetze, keine AGBs, kein Geld der Welt dürfen das erlauben. Das ist meine Meinung. “No more hurting people. Peace.” – Martin Richard
tweet4fun 20.04.2013
Ach Unsinn!
Zitat von Gerhard.S(...) Ich habe z.B. je zwei EC- und Kreditkarten, einen BPA, einen Führerschein, einen Reisepass. Wenn ich nun weiß, dass eine Online-Überprüfung der Bahn momentan technisch nicht möglich ist (wieso nicht, kann man ja durchaus kritisch diskutieren), dann hätte eine kleiner Firma mit einem mehrfach ausgedruckten Ticket schon die Möglichkeit, sich einen kleinen Betriebsausflug zu erschleichen. Der geforderte Nachweis macht somit schon Sinn.
Solange die Bahn es im 21. Jahrhundert nicht fertigbringt, eine Online-Überprüfung auf die Beine zu stellen, muß sie sich auf Bargeldgeschäfte beschränken oder das Zahlungsrisiko eingehen. Das bringen ja mittlerweile schon Kleinunternehmen standardmäßig zustande. Das ist keine Entschuldigung für Amtsanmaßung oder Rechtsbeugung! Und überhaupt: In Deutschland wird doch von jedem Hinz und Kunz ständig der Datenschutz eingefordert. Und einem gewöhnlichen und sicherheitstechnisch völlig unbedarften Zugschaffner kann man mit seinem Personalausweis blind vertrauen? Wegen seiner hübschen Uniform oder was?
Hamberliner 20.04.2013
Welche Zeichenfolge identifiziert einen Menschen?
Zitat von querbetDas Procedere bei der Bahn ist vergleichbar mit dem Online-Booking von Flügen. Dort muss man auch eine Identifizierung hinterlassen, die nicht übertragbar ist. Die Person muss sich dann auch ausweisen können um die Dienste in Anspruch nehmen zu können.
Auch da läuft nicht immer alles glatt. Wenn man bei Fluggesellschaften sich je nach Staatsangehörigkeit mit Ausweis oder Reisepass (jedes beliebigen Staates) ausweisen kann ist das zwar nicht ganz so paranoid wie das Verlangen nach einer Ziffernfolge, aber es soll auch schon vorgekommen sein dass die Informa(s)tiker die Flugbuchungssysteme verbrochen haben zu strunzdumm waren um zu berücksichtigen, dass ein Name mehrere Varianten haben kann. Zusätzliche Vornamen können vorhanden sein oder fehlen, Spanier und Südamerikaner haben zwei Nachnamen wobei der zweite weggelassen werden kann, ein Dr. kann genannt werden oder weggelassen werden. AFAIK haben in Malaysia die Leute offiziell gar nicht zwei Strings (Vor-, Nachname) als Personenbezeichnung sondern nur einen. Es sind schon Fluggäste abgewiesen worden, weil sie nach Meinung des Personals bei der Buchung einen anderen Namen angegeben haben als im Ausweis steht. Wenn Software damit nicht pragmatisch umgehen kann, dann ist die Software Schrott.
layek87 20.04.2013
@SNA: Was sind Sie für ein Jurist? Die Beamten haben bei einer Straftat das sogenannte "Opportunitätsprinzip"? Ich denke, Sie verwechseln da etwas. Das Opportunitätsprinzip haben die Beamten NUR bei Ordnungswidrigkeiten - d.h. es liegt in ihrem Ermessen, ob sie ein bestimmtes Verhalten ahnden oder nicht. Bei einer Straftat sieht es anders aus: Dort haben sie das sogenannte "Legalitätsprinzip", welches besagt, dass alle unaufschiebbaren Maßnahmen zu treffen sind, um die Verdunkelung der Sache zu verhindern. Sprich sie müssen die Straftat verfolgen. Hierbei liegt kein Ermessenspielraum des Beamten vor. Allerdings wäre hier zu prüfen, ob überhaupt eine Straftat vorliegt. (Erschleichen von Leistungen)Schließlich hat sie ja das Ticket bezahlt, nur nicht den dementsprechenden Ausweis vorlegen können. Trotz alledem hat die Bahn das Hausrecht und entscheidet darüber, ob ein Fahrgast ausgeschlossen wird oder nicht - ob das erforderlich war, darüber lässt sich streiten. Sie entschieden sich aber dafür. Offensichtlich war die Frau nicht bereit den Zug zu verlassen - nun kommt die Polizei ins Spiel. Nach Aufforderung den Zug freiwillig zu verlassen, muss die Polizei auch die Möglichkeit haben bei Nichtbefolgen dies auch notfalls mit Zwang durchzusetzen. Sie hatte wohl die Möglichkeit freiwillig den Zug zu verlassen - das ist auf dem Video natürlich nicht zu sehen! Die Aufnahmen starteten erst, als die Frau aus dem Zug verbracht wurde - alles was davor passiert ist, weiß keiner. Somit ist eine objektive Betrachtung des Sachverhalts nicht möglich!
Battlemonk 20.04.2013
Also das Verhalten von der DB ist unakzeptabel gewesen, das der Polizei allerdings insofern in Ordnung dass die Polizei nur ausführen darf nicht nach Gründen fragen. Habe selbst mal erlebt wie jemand aus dem Zug geschmissen werden sollte weil er das falsche Ticket hatte und sich dann weigerte den Zug zu verlassen. Als der Mann sich weigerte den Zug zu verlassen hatte in dem fall der Polizist sofort zugeschlagen, dass er gesehen wurde war ihm völlig egal. Leider habe ich das Gefühl dass meine Beobachtung nicht die Ausnahme ist
karl-felix 20.04.2013
Nun
Zitat von bobby-mcfuzzleErstens reicht der Tatverdacht der Beförderungserschleichung aus, um weitere Strafprozessuale Maßnahmen folgen zu lassen. Die junge Dame hier schreit wie am Spieß, obwohl hier keinerlei unverhältnismäßige Polizeigewalt ersichtlich ist. Damit hat sie ihr Ziel erreicht und "Zivilcourage" provoziert, obgleich diese nicht notwendig war. Diese ganzen Stasi/Gestapo-Aufschreie sind unglaublich perfide und zeigen, dass von diesen Leuten nur von der Wand bis zur Tapete nachgedacht wird. Genau wie der "Journalist" hinterfragen solche Leute weder die Vorgeschichte, noch bilden sie sich auch nur ansatzweise eine objektive Meinung. Das ist reines Bildzeitungsniveau, wo Momentaufnahmen ein Raunen durch die Massen jagen, die Geschichte dahinter aber ganz anders aussieht. Und selbstverständlich darf die Polizei Filmaufnahmen verbieten, wenn die prognostizierte Gefahr besteht, dass die gezeigten Personen in irgendeiner Art und Weise diffamiert o.ä. werden. Da kann ja jeder kommen, Handy zücken und Journalist rufen. Haben die Polizisten etwas falsch gemacht? Sollte man recherchieren. Hat die Frau sich gesetzeswidrig verhalten? ?
die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren gegen die junge Frau ja eingestellt. Jetzt läuft erst einmal das Verfahren gegen die Bahn und die beteiligten Polizisten. Sie sollten also der Verteidigung und dem Gericht Ihr Hintergrundwissen zur Verfügung stellen. Ihre Ansicht, das Verhalten der Polizei sei verhälnismässig gewesen teile weder ich noch die Deutsche Bahn. Es ist nicht Aufgabe der Polizei, Fahrgäste, die den Fahrpreis bezahlt haben gewaltsam aus dem Zu zu entfernen. Dazu lag kein Grund vor. Die Ausweispapiere der jungen Frau lagen vor, die Adresse war bekannt, selbst die Bundespolizei verfügt heute über Fernsprecher. Die Bedingungen, unter denen die Polizei Gewalt anwenden darf, sind rechtlich eindeutig geregelt und wurden hier m.E. vorsätzlich verletzt. uzwg § 4(1): Die..Beamten haben die Massnahmen ..zu treffen, die den einzelnen und die Allgemeinheit am wenigsten beeinträchtigen. Die gewaltsame Entfernung einer Reisenden aus einem Zug beeinträchtigt nicht nur die Betroffene, sondern ebenfalls die Mitreisenden. Ein Telefonanruf beim Einwohnermeldeamt wäre, wenn die Beamten die junge Frau verdächtigten , verhältnismässig gewesen. Alles andere ist Amtsmissbrauch zu Gunsten eines Privatunternehmers auf Kosten der Steuerzahler. Natürlich haben die Polizisten etwas falsch gemacht. Sie haben körperliche Gewalt angewandt gegenüber einer unbescholtenen jungen Frau ohne irgendeine gesetzliche Grundlage, im Gegenteil das Gesetz verbietet gerade in einem solchen Fall die Anwendung unmittelbaren Zwanges gegen Personen oder Sachen, da geeignetere Massnahmen zur Verfügung standen um die Identität der jungen Frau zu klären. In solchen Fällen wendet man keine körperliche Gewalt an, sondern telefoniert. Und zumindest einige der anwesenden Beamten wussten das, so deute ich zumindest deren Körperhaltung und betontes Nichteingreifen.
tweet4fun 20.04.2013
Na und?
Zitat von querbetDas Procedere bei der Bahn ist vergleichbar mit dem Online-Booking von Flügen. Dort muss man auch eine Identifizierung hinterlassen, die nicht übertragbar ist. Die Person muss sich dann auch ausweisen können um die Dienste in Anspruch nehmen zu können. Airlines sind auch Privatunternehmen. Wenn so eine online-Buchung gemacht wird willig man als Kunde in die Geschäftsbedingungen ein. Das sind die Häckchen in den Kästen mit Akzeptieren wo ganz viel kleingedrucktes steht. Das liest natürlich kein Schwein. Mit Sicherheit hat die DB sich dort rechtlich abgesichert, das sie Leute aus dem Zug polizeilich entfernen lassen darf wenn diese gegen die Bedingungen verstoßen. Anscheinend hat die Frau ein Riesen-Tamtam gemacht sonst hätte man sie nicht wegen Hausfriedensbruch angezeigt. Mir kommt das Verhalten der Frau auch ein wenig überzogen vor. Man geht einfach mit und versucht die Sache gelassen aufzuklären.
Wenn das in den AGB geschrieben steht, heißt das ja noch lange nicht, daß es rechtens ist. Das heißt nur, daß es von Juristen geschrieben und bisher nicht einem Nageltest unterworfen wurde. Wie gesagt: AGBs sind schöne geschriebene Verklausulierungen, die auch nachträglich anfechtbar sind. So kann man z.B. auch Arbeitsverträge unterschreiben, die gegen bestimmte Rechte verstoßen, und sie einfach nicht beachten. AGBs und andere Verträge sind nicht automatisch bindend!
Das ist ein typisches und alltägliches Verhalten der Polizei, das sieht man im Ruhrgebiet mehrmals täglich. Das schlimme ist, dass man gegen solche Polizisten NICHT angehen kann. Beschwerden landen im Papierkorb, Richter und Vorgesetzte nehmen solch ein Verhalten auch noch in Schutz. Das weiss jeder Polizist, daher nehmen sie sich auch die Freiheit so ziemlich tun und lassen zu können was sie wollen.
lachplatte 20.04.2013
Langsam wirds abstrus...
Zitat von layek87Offensichtlich war die Frau nicht bereit den Zug zu verlassen - nun kommt die Polizei ins Spiel. Nach Aufforderung den Zug freiwillig zu verlassen, muss die Polizei auch die Möglichkeit haben bei Nichtbefolgen dies auch notfalls mit Zwang durchzusetzen. Sie hatte wohl die Möglichkeit freiwillig den Zug zu verlassen - das ist auf dem Video natürlich nicht zu sehen! Die Aufnahmen starteten erst, als die Frau aus dem Zug verbracht wurde - alles was davor passiert ist, weiß keiner. Somit ist eine objektive Betrachtung des Sachverhalts nicht möglich!
... ich fass es mal eben nicht mehr. Die Frau hatte ein gültiges Ticket, das Sie offensichtlich online erworben hat, ob mit oder ohne EC-Karte sei einmal dahingstellt, sonst hätte sie dieses wohl nicht vorweisen können. Und Sie könnte sich mittels russischem Pass ausweisen. Die Konsequenz wäre allenfalls, der Diebstahl eines lächerlichen Bahntickets! Diese Annahme ist einfach nur absurd und grotesk! Weitere Maßnahmen des Zugpersonals oder gar der Bundespolizei sind absolut schändlichst und gehörten massivst abgestraft; wie weit die DB geht kennt man ja mittlerweile, als man selbst Kinder in winterlichen Verhältnissen aus dem Zug geworfen hat. Ich habe dies mittlerweile mehrfach sowohl bei den Schaffnern als auch bei anderen Behördenmitarbeiterinnen erlebt. Diese Menschen reagieren einfach nur noch eingeschüchtert und nach den Vorgaben von offensichtlich kruden Vorgesetzten. Ich frage dann, wenn Sie anders reagieren/handeln würden, verlieren Sie dann ihren Job, werden Sie diesbezüglich kontrolliert? Wieso verstehen Sie mich nicht? Sie könnten doch auch in meiner Situation sein...? Man glaubt es nicht, wie eingeschüchtert diese Menschen dann reagieren, vermutlich aus Angst ihren Job zu verlieren oder von der Arge entsprechen abgestraft zu werden.... Dieses Klima das hier beschrieben wird, halte ich für äußerst unsäglich und dient allenfalls als Beweis dafür inwiefern das soziale Gefüge in diesen Landen immer weiter auseinanderdriftet.
karl-felix 20.04.2013
Öffentlichkeit
Zitat von Marion_2001Das habe ich in einer ähnlichen Situation auch erlebt. Die Polizisten treten gedeckt durch das Gesetz in Person als kleiner Diktator auf. Gegen dieses fast gleichwirkende faschistische Auftreten hat man keine Chance; Am besten Maul halten und apathisch reagieren und hoffen dass der Scheiß dann schnell vorbei ist. Eine Entschuldigung kann man da nicht erwarten. Die Russin zut mir leid.
herstellen. Ist das einzige, was wirklich hilft. Ich habe das mal in Luxemburg erlebt. der kleinere Gendarm hielt den jungen Mann fest, der grössere schlug ihm mit der Faust ins Gesicht. Wir waren zu dritt, stellten uns daneben und sagten laut auf deutsch: "Dafür kämen die bei uns in den Knast." Erstaunlich wie gut Luxemburger Gendarmen deutsch verstehen und wie schnell die einen Mann loslassen können. Und es sind immer wieder diese Einzeltäter, die dann den Ruf der gesamten Organisation in den Dreck ziehen. Man steht oft fassungslos daneben und sagt sich: Wozu die Fachhochschulen, die Hundertschaftsbelehrungen, die Einzelfortbildungen. Immer wieder flippen einige dermassen aus. Es gibt keinen Bundespolizisten, sage ich mal so ungeschützt, der das Gesetz über unmittelbaren Zwang nicht rauf und runter beten kann. Da kann man nicht mehr sagen: Herr verzeih ihnen. Die wissen was sie tun. Mehr als ärgerlich so etwas.
karl-felix 20.04.2013
Sie
Zitat von querbetDas Procedere bei der Bahn ist vergleichbar mit dem Online-Booking von Flügen. Dort muss man auch eine Identifizierung hinterlassen, die nicht übertragbar ist. Die Person muss sich dann auch ausweisen können um die Dienste in Anspruch nehmen zu können. Airlines sind auch Privatunternehmen..
werden aber auch da nicht 150 km vor dem Ziel vor die Tür gesetzt. Und der frühere Grenzschutzeinzeldienst, die heutige Bundespolizei steht auch nicht in Diensten von Singapure Airlines oder Ryan-Air .
tweet4fun 20.04.2013
Kann man durchaus so sehen.
Zitat von karl-felixherstellen. Ist das einzige, was wirklich hilft. Ich habe das mal in Luxemburg erlebt. der kleinere Gendarm hielt den jungen Mann fest, der grössere schlug ihm mit der Faust ins Gesicht. Wir waren zu dritt, stellten uns daneben und sagten laut auf deutsch: "Dafür kämen die bei uns in den Knast." Erstaunlich wie gut Luxemburger Gendarmen deutsch verstehen und wie schnell die einen Mann loslassen können. Und es sind immer wieder diese Einzeltäter, die dann den Ruf der gesamten Organisation in den Dreck ziehen. Man steht oft fassungslos daneben und sagt sich: Wozu die Fachhochschulen, die Hundertschaftsbelehrungen, die Einzelfortbildungen. Immer wieder flippen einige dermassen aus. Es gibt keinen Bundespolizisten, sage ich mal so ungeschützt, der das Gesetz über unmittelbaren Zwang nicht rauf und runter beten kann. Da kann man nicht mehr sagen: Herr verzeih ihnen. Die wissen was sie tun. Mehr als ärgerlich so etwas.
Das eine ist schlimm genug. Schlimmer ist jedoch, daß es eine Mehrheit gibt, die solchen Vorfällen gleichgültig gegenübersteht. Und sogar noch schlimmer ist die gewöhnliche deutsche Obrigkeitshörigkeit, die solchen Vorfällen Vorschub leistet.
brennglasss 20.04.2013
@hal5000 sehr schön den Rahmen definiert, auf dieser Ebene gern ein Gedankennachtrag, Eine Russin ohne Ausweis. So bei Ihr zu Haus als auch hier, ein nicht glücklicher Gesprächsstart. Zu viel Studiumstress?(Für den eifrigen Reporter, der tapfer im Zug blieb um die ganze Wahrheit für uns zu eröffnen, vlt ein Thema, wo er mal tiefer recherchieren kann, als hier) Vlt wurde ja auch noch in den Ausschnitt geschaut? Vlt verhielt sie sich nicht deutsch genug ? Recherche-Ideen über Ideen, eine Verbindung nach Tschetschenien am Ende sogar... Gruß und nie den Focus für das gesamte Bild verlieren . Ein schönes Wochenende
Annina Nosei 20.04.2013
Wie bequem Journalismus doch sein kann Na sowas. Da wird SPIEGEL-Mann Sven Becker im Zug Zeuge einer Ungerechtigkeit – und was macht er? Er hält artig seine Handy-Kamera drauf und ätzt gegen einen Polizisten, er lasse sich nicht an seiner journalistischen Berichterstattung hindern. Später wird der Vorfall ihm und seinen Kollegen einen ganzseitigen Artikel im Heft wert sein. Aber eben erst später. In der konkreten Situation, im ICE von München nach Berlin, ist das alles für Sven Becker nur so lange interessant bis sein Zug weiterfährt. Er hat sich danach lieber in Ruhe mit den Zuggästen über den Vorfall unterhalten und kam pünktlich nach Berlin. Für alles andere hätte er ja aus dem Zug aussteigen müssen. »Und so sehen wir betroffen / Die Zug-Tür zu und alle Fragen offen.«
Gerhard.S 20.04.2013
Zitat von tweet4funSolange die Bahn es im 21. Jahrhundert nicht fertigbringt, eine Online-Überprüfung auf die Beine zu stellen, muß sie sich auf Bargeldgeschäfte beschränken oder das Zahlungsrisiko eingehen. Das bringen ja mittlerweile schon Kleinunternehmen standardmäßig zustande. Das ist keine Entschuldigung für Amtsanmaßung oder Rechtsbeugung!
Sie schaffen es im 21. Jahrhundert nicht, die Bedeutung von Amtsanmaßung oder Rechtsbeugung zu ergoogeln. Die junge Frau, die anscheinend eine zu einem Hochschulstudium befähigende Schulausbildung hat, kann scheinbar nicht lesen. Die Probleme der Bahn sind im Vergleich dazu gar nicht so groß.
bobby-mcfuzzle 20.04.2013
@karl-felix
Bei dem Vergehen Erschleichen von Leistungen werden über 80% der Verfahren eingestellt, da es sich trotz Straftat doch eher in Richtung Kavalliersdelikt bewegt und von daher ungefähr mi dem Diebstahl geringwertiger Sachen gleichzusetzen ist. Das ändert aber nichts daran, dass die Bundespolizisten vor Ort den Tatverdacht des Erschleichens hatten und gem. Legalitätsprinzip handeln mussten. Nebenbei ist Deutschland neben Albanien das einzige geografisch europäische Land, bei dem die Polizeien noch größtenteils mit Analogfunk arbeiten müssen. Wie sich da eine einwohnermeldeamtliche Nachfrage mitten in der Ostdeutschen Steppe darstellt, kann man sich wohl denken. Somit kann das Verhalten der Bundespolizisten, die Dame wahrscheinlich erst aus dem Zug zu Bitten und anschließend nachzuhelfen als 1. geeignet 2. erforderlich und 3. angemessen betrachtet werden...1 2 3=verhältnismäßig. In der Wahl der Zwangsmittel haben sie ebenfalls Verhältnismäßigkeit walten lassen und zu dem geringsten Mittel gegriffen. Nochmal an alle: Sie wurde nicht aus dem Zug geprügelt!!! Da braucht man auch nicht das Zittern bekommen....und ein Auto hat sie auch nicht gekauft. Die Legitimierung durch eine EC-, Kreditkarte o.ä. soll nur sicherstellen, dass der, der vor dem PC gesessen und die Fahrkarte bestellt hat, letztendlich mit dem Fahrgast identisch ist. Wie gesagt: der Perso ist nicht das einzig mögliche Legitimationsmittel. Wenn ich sonstige sinnige Alternativen für die Bundespolizei genannt bekomme, bin ich gern bereit, diese zu akzeptieren. Eine derer Aufgaben ist halt der Schutz privater Rechte und diesem muss bei einem VERDACHT des Erschleichens nachgekommen werden.
Thomas2736 20.04.2013
Muss hier auch mal sagen, dass das nichts mit der Bahn zu tun hat. Habe selber mal im Flieger erlebt, wie aus ähnlichem Grund Passagiere die Maschine wieder verlassen mussten, weil mit den Dokumenten etwas nicht stimmte. Es gibt Geschäftsbedingungen, die man akzeptiert, wenn man etwas nutzt, egal ob ein Verkehrsmittel, Versicherung, Handyvertrag o.ä.. Eine andere Sache ist, dass sich keiner wirklich damit auseinander setzt. Wenn man diese nicht einhält, dann hat das eben Konsequenzen. Buche selber ab und an OnlineTickets bei der Bahn und finde, dass es alles vernünftig erklärt ist. Wer damit dennoch nicht klarkommen sollte, kann das Ticket weiterhin am Schalter oder Automaten kaufen. In diesem Falle ist nun mal der Reisepass nicht zugelassen und es muss anhand einer Fahrpreisnacherhebung der Sachverhalt geprüft werden. Da die Dame scheinbar damit nicht einverstanden war und auch kein neues Ticket kaufen wollte, ist es die Vorgehensweise, die Bundespolizei hinzu zu ziehen. Das das ganze natürlich so böse aussieht, ist denke ich eher dem Aspekt geschuldet, dass die Dame ständig schreit, obwohl sie lediglich aus dem Zug verwiesen wird. Ist nunmal der Job eines Journalisten, aus allem eine aufsehen erregende Story zu machen. Und mal ganz ehrlich, wer lässt sich denn freiwillig bei seiner Arbeit filmen. Ich persönlich hätte auch etwas dagegen, wenn mich jemand bei meiner Arbeit filmt.
bobby-mcfuzzle 20.04.2013
@karl-felix
Bei dem Vergehen Erschleichen von Leistungen werden über 80% der Verfahren eingestellt, da es sich trotz Straftat doch eher in Richtung Kavalliersdelikt bewegt und von daher ungefähr mi dem Diebstahl geringwertiger Sachen gleichzusetzen ist. Das ändert aber nichts daran, dass die Bundespolizisten vor Ort den Tatverdacht des Erschleichens hatten und gem. Legalitätsprinzip handeln mussten. Nebenbei ist Deutschland neben Albanien das einzige geografisch europäische Land, bei dem die Polizeien noch größtenteils mit Analogfunk arbeiten müssen. Wie sich da eine einwohnermeldeamtliche Nachfrage mitten in der Ostdeutschen Steppe darstellt, kann man sich wohl denken. Somit kann das Verhalten der Bundespolizisten, die Dame wahrscheinlich erst aus dem Zug zu Bitten und anschließend nachzuhelfen als 1. geeignet 2. erforderlich und 3. angemessen betrachtet werden...1 2 3=verhältnismäßig. In der Wahl der Zwangsmittel haben sie ebenfalls Verhältnismäßigkeit walten lassen und zu dem geringsten Mittel gegriffen. Nochmal an alle: Sie wurde nicht aus dem Zug geprügelt!!! Da braucht man auch nicht das Zittern bekommen....und ein Auto hat sie auch nicht gekauft. Die Legitimierung durch eine EC-, Kreditkarte o.ä. soll nur sicherstellen, dass der, der vor dem PC gesessen und die Fahrkarte bestellt hat, letztendlich mit dem Fahrgast identisch ist. Wie gesagt: der Perso ist nicht das einzig mögliche Legitimationsmittel. Wenn ich sonstige sinnige Alternativen für die Bundespolizei genannt bekomme, bin ich gern bereit, diese zu akzeptieren. Eine derer Aufgaben ist halt der Schutz privater Rechte und diesem muss bei einem VERDACHT des Erschleichens nachgekommen werden.
lachplatte 20.04.2013
Absurdistan...
Zitat von bobby-mcfuzzleBei dem Vergehen Erschleichen von Leistungen werden über 80% der Verfahren eingestellt, da es sich trotz Straftat doch eher in Richtung Kavalliersdelikt bewegt und von daher ungefähr mi dem Diebstahl geringwertiger Sachen gleichzusetzen ist. Das ändert aber nichts daran, dass die Bundespolizisten vor Ort den Tatverdacht des Erschleichens hatten und gem. Legalitätsprinzip handeln mussten. Nebenbei ist Deutschland neben Albanien das einzige geografisch europäische Land, bei dem die Polizeien noch größtenteils mit Analogfunk arbeiten müssen. Wie sich da eine einwohnermeldeamtliche Nachfrage mitten in der Ostdeutschen Steppe darstellt, kann man sich wohl denken. Somit kann das Verhalten der Bundespolizisten, die Dame wahrscheinlich erst aus dem Zug zu Bitten und anschließend nachzuhelfen als 1. geeignet 2. erforderlich und 3. angemessen betrachtet werden...1 2 3=verhältnismäßig. In der Wahl der Zwangsmittel haben sie ebenfalls Verhältnismäßigkeit walten lassen und zu dem geringsten Mittel gegriffen. Nochmal an alle: Sie wurde nicht aus dem Zug geprügelt!!! Da braucht man auch nicht das Zittern bekommen....und ein Auto hat sie auch nicht gekauft. Die Legitimierung durch eine EC-, Kreditkarte o.ä. soll nur sicherstellen, dass der, der vor dem PC gesessen und die Fahrkarte bestellt hat, letztendlich mit dem Fahrgast identisch ist. Wie gesagt: der Perso ist nicht das einzig mögliche Legitimationsmittel. Wenn ich sonstige sinnige Alternativen für die Bundespolizei genannt bekomme, bin ich gern bereit, diese zu akzeptieren. Eine derer Aufgaben ist halt der Schutz privater Rechte und diesem muss bei einem VERDACHT des Erschleichens nachgekommen werden.
.... meinen Sie jetzt ernsthaft mit Ihrem vollständig unleserlichen Beitrag HIER Recht bekommen zu wollen, ich glaub es mal nicht... denn DAS ist hier der Thread der "ernsthaften" SPON-Blogger....:-). Sorry, den Überwachungsstaat nach US-Vorbild wollen wir hier NICHT! Lieber mal die ggf. tatsächlich paar unnötigen Toten in Boston, wenn das FBI seiner Arbeit nachgekommen wäre, als 100.000e Tote in Afghanistan oder Irak.... Kein Mensch in Deutschland müsste sich bez. des angeblich internationalen Terrorismus fürchten und deren "Anschläge", wenn er sich von derartigen Lachplatten wie Bush, Obama und Konsorten freisagen würde...
herbert.g 20.04.2013
Unverhältnismäßig!
Zitat von bobby-mcfuzzleEine derer Aufgaben ist halt der Schutz privater Rechte und diesem muss bei einem VERDACHT des Erschleichens nachgekommen werden.
Natürlich hat das was mit der Bahn zu tun, die hat die Bundespolizei ja schließlich gerufen. Wer so mit seinen Kunden umgeht, muss sich über ein schlechtes Image nicht wundern. Und Verhältnismäßig ist es ganz ganz sicher nicht mit sieben Leuten eine junge Frau aus dem Zug zu prügeln. Zumal sie ja sogar das ausgedruckte Ticket dabei hatte. Vielleicht sollte ich das nächste mal, wenn bei ebay mal wieder ein Käufer nicht zahlt, auch eine Hundertschaft anfordern. Aber ich bin ja nicht die Bahn...
dunga97 20.04.2013
@Thomas2736 bei der arbeit filmen. du hast ja wohl den schuss nicht gehört mein lieber. was hat das mit polizeiarbeit zutuhn. menschen zu quälen und angst zu verbreiten.
fagott 20.04.2013
Nach der Betrachtung des Videos von Hr. Becker frage ich mich, warum Hr. Becker nicht den Mut hatte, alle Beteiligten an dem Vorfall auf dem Video ungepixelt in Netz zu stellen. Weiterhin fand ich es sehr nervig wie der eine Polizist mit seiner roten Karte vor der Kamera rumwedelte. Damit bewies der Polizist nur, dass er hinsichtlich des Polizeieinsatzes gegenüber der Frau nur ein schlechtes Gewissen hatte.
Vigitz 20.04.2013
Noch ein Grund mehr, ein triftiger Grund, um nicht mit der Bahn zu fahren! Danke Ihnen sehr, Hr Becker, dass Sie diese unrühmliche Szene gefilmt haben.
tom-huckebliewe 20.04.2013
Bedenklich ist, wie der eine Beamte den Journalisten penetrant daran gehindert hat, seine Arbeit zu machen. Wo leben wir denn? Ist es noch üblich, "zur Klärung eines Sachverhaltes" mal eben so die Öffentlichkeit auszuschalten? - Das Verhalten der Bahn, andere Beiträge berichteten von ähnlichen kundenunfrendlichen Erlebnissen, ist das eines typischen Monopolisten. Wo kein Markt zur Kundenorientierung zwingt, kann der Monopolist (fast) machen, was er will ...
buntpapier 20.04.2013
Ich denke, dass die Bahn das ganz bewusst macht. Bei mir war es genau anders herum. Der deutsche BPA mit der Adresse war nicht gut. Ich habe einen Brief von der Bahnleitung, der sagt, dass man sich nur mit dem beim Online-Kauf registrierten Dokument ausweisen kann. Und jetzt ist es wieder anders herum. Ich denke das ist Vorsatz. Die wollen bestimmt nur die Leute ärgern. Die Internet-Seite für den TIcket-Verkauf wurde doch erst geändert. Das Chaos ist aber das Gleiche und die Leitung der Bahn weiß das. Denen ist das Image der Bahn ganz egal. Manager kommen doch immer gut weg. Wenn der Laden pleite ist oder nicht. Einige Kunden meckern eben immer und schon ist alles vergessen. Die könnten ja die Zahlen von den Kunden die mit dem Online-Kauf nicht zurecht kommen veröffentlichen. Verantwortung übernehmen wäre etwas, aber dazu sind die Herren zu fein.
tom-huckebliewe 20.04.2013
Bedenklich ist, wie der eine Beamte den Journalisten penetrant daran gehindert hat, seine Arbeit zu machen. Wo leben wir denn? Ist es noch üblich, "zur Klärung eines Sachverhaltes" mal eben so die Öffentlichkeit auszuschalten? - Das Verhalten der Bahn, andere Beiträge berichteten von ähnlichen kundenunfrendlichen Erlebnissen, ist das eines typischen Monopolisten. Wo kein Markt zur Kundenorientierung zwingt, kann der Monopolist (fast) machen, was er will ...
LudwigIII 20.04.2013
Es ist schon inzwischen unglaublich was sich die deutsche Polizei alles erlaubt. Und das dann auch noch ohne weitere dienstliche Folgen für die betreffenden Beamten. Da bin ich mir ganz sicher!!! Das wird dann später schön alles 'unter den Tisch gekehrt', so wie sich die Medien nicht mehr darum kümmern, sonst würden sich Konsequenzen gegen solche Polizisten in deren Kreise auch rumsprechen. Das letzte Mal wo ich mich sehr über unsere Polizei aufgeregt habe, war während den Einsätzen bei Stuttgart21. Da hat man auch sowohl bei der 'Wahl der Mittel' als auch bei der 'Verhältnismäßigkeit' alles auch außer Betracht gelassen. Egal wie man zu diesen Dingen politisch steht, solch ein Vorgehen gegen die eigene Bevölkerung ist einfach nicht mehr hinnehmbar. Nun zurück zu diesem Vorfall. Die Polizisten bei diesem Einsatz haben in ihrer gesamten polizeilichen Ausbildung wohl noch nie etwas von Verhältnismäßigkeit gehört. Mir ist auf dem Video aufgefallen, daß kein Beamter des gehobenen Polizeidienstes dabei gewesen war. Also für den Normalbürger erklärt, Polizeikommissar aufwärts. Ich denke mal, daß dann wahrscheinlich der Einsatz doch etwas anders abgelaufen wäre. Das Verhalten dieser 7 Polizeibeamten auf diesem Video ist einfach dreist und dümmlich!!!
karl-felix 20.04.2013
Sie
Zitat von bobby-mcfuzzleBei dem Vergehen Erschleichen von Leistungen werden über 80% der Verfahren eingestellt, da es sich trotz Straftat doch eher in Richtung Kavalliersdelikt bewegt und von daher ungefähr mi dem Diebstahl geringwertiger Sachen gleichzusetzen ist. Das ändert aber nichts daran, dass die Bundespolizisten vor Ort den Tatverdacht des Erschleichens hatten und gem. Legalitätsprinzip handeln mussten. Nebenbei ist Deutschland neben Albanien das einzige geografisch europäische Land, bei dem die Polizeien noch größtenteils mit Analogfunk arbeiten müssen. Wie sich da eine einwohnermeldeamtliche Nachfrage mitten in der Ostdeutschen Steppe darstellt, kann man sich wohl denken. Somit kann das Verhalten der Bundespolizisten, die Dame wahrscheinlich erst aus dem Zug zu Bitten und anschließend nachzuhelfen als 1. geeignet 2. erforderlich und 3. angemessen betrachtet werden...1 2 3=verhältnismäßig. In der Wahl der Zwangsmittel haben sie ebenfalls Verhältnismäßigkeit walten lassen und zu dem geringsten Mittel gegriffen. Nochmal an alle: Sie wurde nicht aus dem Zug geprügelt!!! Da braucht man auch nicht das Zittern bekommen....und ein Auto hat sie auch nicht gekauft. Die Legitimierung durch eine EC-, Kreditkarte o.ä. soll nur sicherstellen, dass der, der vor dem PC gesessen und die Fahrkarte bestellt hat, letztendlich mit dem Fahrgast identisch ist. .
haben den Artikel gar nicht gelesen, über den wir hier diskutieren. Es wurde keine Leistung erschlichen, sondern von der DB nicht erbracht, aufgrund einer betriebsinternen Panne. Die Frau hat eine Fahrt von München nach Berlin bezahlt, die Bundesbahn hat das Geld angenommen, ist aber ihrer Transportpflicht nicht nachgekommen sondern hat mit Hilfe willfähriger Bundespolizisten die Frau gewaltsam aus dem Zug holen lassen, das Geld aber einbehalten. Die Anzeigen laufen, über die Schuld und die Höhe des evtl. Strafmasses entscheidet das zuständige Deutsche Gericht. Ich hoffe, dass das Gericht durchgreift und den Strafrahmen ausschöpft. Es geht nicht an, dass einige Beamte willkürlich geltendes Gesetz brechen und dadurch die gesamte Bundespolizei in Verruf bringen, um einem Privatunternehmer einen Gefallen zu tun. Das Gesetz bestimmt eindeutig, dass die Beamten die Möglichkeit zu wählen haben, die den einzelnen und die Allgemeinheit am wenigsten beeinträchtigen.( § 4(1)UZwG. Hier ist genau das Gegenteil geschehen, nicht nur die junge Frau sondern alle Insassen des Zuges, der gesamte Bahnverkehr wurde durch die unnötige Verspätung mehr als nach den Umständen unvermeidbar beeinträchtigt. Die Beamten waren lt. Gesetz nicht befugt, körperliche Gewalt auszuüben. Es bestand keine Bedrohungssituation, es war kein Gefahr im Verzuge. Ihre Einlassung der Identitätsprüfung ist Unsinn.Die Identität der Frau war den Beamten bekannt, die ganze Aktion lt. Aussage der DB unnötig und ärgerlich. Wenn ich für meine Mutter eine Fahrkarte kaufe, fährt die damit und nicht ich.
Hamberliner 20.04.2013
Ständige Wiederholungen sollen wohl den Wahrheitsgehalt steigern?
Zitat von querbetHier steht eindeutig das ein russischer Pass als Identifizierung nicht ausreicht: DB Online-Ticket - alle Informationen (http://www.bahn.de/p/view/buchung/onlineticket/onlineticket.shtml?dbkanal_007=L01_S01_D001_KIN0001_direkt1-onlineticket_LZ01)
Weil diese Behauptung so penetrant wiederholt wird zitiere ich mal allen (aus ganzen Sätzen bestehenden) Text, der zumindest mit Firefox 16.0.2 unter SuSE Linux 12.1 angezeigt wird, wenn man den Link öffnet: (Zitat Anfang) Einfach und bequem zum Online-Ticket! Innerhalb der Buchung auf bahn.de leiten Sie Bild-Symbole durch den Buchungsablauf und sorgen für eine intuitive Orientierung. Die Fortschrittsanzeige zeigt Ihnen zu jedem Zeitpunkt, wo Sie sich gerade im Buchungsablauf befinden und Sie erhalten zu jedem Schritt häufig gestellte Fragen und deren Antworten. Außerdem wird Ihnen ein „Warenkorb“ während des gesamten Buchungsverlaufs zur Kontrolle eingeblendet. So gehts! Konditionen des Online-Tickets Handy-Ticket-Buchung auf bahn.de Flexibel buchen und bequem reisen: Das Online-Ticket ist für fast alle Strecken in Deutschland bis kurz vor Abfahrt des Zuges buchbar. Für die Buchung eines Online-Tickets im Internet und für die Identifizierung bei der Kontrolle im Zug benötigen Sie eine Identifizierungskarte sowie die Software Adobe Reader® zum Öffnen des Online-Ticket-PDFs. Das Online-Ticket können Sie für sich selbst und auch für andere Personen buchen. Wichtig ist, dass Sie Ihre persönliche, bei der Buchung verwendete Identifizierungskarte - auch wenn diese zwischenzeitlich abgelaufen sein sollte - im Zug mitführen. Buchen Sie für eine andere Person, hat dieser Reisende seine, bei der Buchung angegebene, persönliche Identifizierungskarte vorzuzeigen. Erhöhte Sicherheit - mehr Angebote Zusätzliche optische Sicherheitsmerkmale auf dem Online-Ticket ermöglichen eine Sichtprüfung ohne elektronische Kontrollgeräte. Somit können auch Länder-Tickets und das Schönes-Wochenende-Ticket im Regionalverkehr als Online-Ticket anerkannt werden. Achten Sie deshalb bitte darauf, dass bei der Anzeige an Ihrem PC und beim Druck des Online-Tickets die Bilder nicht unterdrückt werden. Guided Tour anschauen Ticket-Buchung ohne Anmeldung: Wählen Sie in der Reiseauskunft Ihre gewünschte Verbindung aus und buchen Sie Ihr Ticket online. Die Zahlung erfolgt per Kreditkarte. Drucken Sie das Ticket aus und die Reise kann losgehen! Zur Ticket-Buchung Ticket-Buchung mit Anmeldung: Sie möchten per Lastschrift zahlen oder ein Ticket für Freunde und Verwandte buchen? Dann melden Sie sich einmalig auf bahn.de an und nutzen Sie zahlreiche Vorteile. Zur Anmeldung Weitere Informationen zum Online-Ticket Auftragssuche Rückgabe und Erstattung Zahlungsverfahren Haben Sie Fragen zum Online-Ticket? In unseren Videos erklären wir Ihnen, wie Sie Ihren eCoupon einlösen können, wie Sie ihr PDF-Ticket angezeigt bekommen und ob Ihr Ticket trotz abgelaufender ID-Karte gültig ist. (Zitat Ende)
bumminrum 21.04.2013
Nachwirkungen von Mehdorn
welcher normale Mensch kommt auf den Gedanken. dass ein Reisepass zur Identifikation nicht ausreicht......
kuk 21.04.2013
Die Bahn hat sich selbst zu viele Rechte eingeräumt: 1. Sie haben kein Recht zu fordern, dass Fahrgäste sich ausweisen müssen. 2. Sie diskriminieren Fahrgäste nach Nationalität und verstoßen damit mit deren AGB gegen Art. 3 Abs. 3 GG Damit sind die Klauseln in AGB nichtig, folglich der Rauswurf und der Einsatz der Polizei - unerlaubt. Die Frau hätte zwar die Möglichkeit einen zweiten Ticket zu erwerben oder den Zug zu verlassen, aber dann hätte die Bahn weiter die Möglichkeit ihre rechtswidrigen Machenschaften zu treiben. Jetzt sollten die Medien einfach dran bleiben und die Frau sollte gegen die Bahn und die Polizei klagen.
hauser kd 21.04.2013
Das waren halt
Zitat von LudwigIIIDie Polizisten bei diesem Einsatz haben in ihrer gesamten polizeilichen Ausbildung wohl noch nie etwas von Verhältnismäßigkeit gehört. Mir ist auf dem Video aufgefallen, daß kein Beamter des gehobenen Polizeidienstes dabei gewesen war. Also für den Normalbürger erklärt, Polizeikommissar aufwärts. Ich denke mal, daß dann wahrscheinlich der Einsatz doch etwas anders abgelaufen wäre. Das Verhalten dieser 7 Polizeibeamten auf diesem Video ist einfach dreist und dümmlich!!!
eben keine POLIZISTEN, sondern Mitglieder der Bundespolizei. Nennen sich zwar auch Polizei, sind aber in 1. Linie fuer den Objektschutz zustaendig. Scheinbar bestand die Gefahr, dass die Studentin den Zug in die Luft jagt o.ae.. Stop, ich vergass, war ja eine Russin, da kann man nicht vorsichtig genug sein.
artus65 21.04.2013
Wie es scheint , sollte wohl die erste Strofe der Hymne wieder eingeführt werden, da wir scheinbar wieder auf ein altbekanntes Thema zusteuern! 1938-45 war soetwas auch schon ein gängiges vorgehen einer der sog. Polizei, um Touristen zu schickanieren und aus dem land zu bekommen! Wenn die Herren bei der Fandung nach NSU typen nur auch so genau wäre ! Wir sollten wohl mal ein paar bahnfreien wochen einlegen, so dass die DB mal wieder weiß wer der Kunde ist! PS: Seit ich einmal wegen einem unleserlichen stempel auf der Fahrkarte aus der S-Bahn geworfen wurde, fahr ich seit jahren nicht mehr mit der Bahn, wie sich zeigt die richtige Entscheidung!
karl-felix 21.04.2013
Völlig
Zitat von bumminrumwelcher normale Mensch kommt auf den Gedanken. dass ein Reisepass zur Identifikation nicht ausreicht......
Richtig, zumal der gleiche Pass von der DB bei der Buchung akzeptiert wurde. Reine Willkür der Schaffnerin und Amtsmissbrauch der Bundespolizei. Eine tolle Reklame für Fernbusse: " Alle reden von der Polizei - wir nicht " Die DB kann meinetwegen mit einer Geldstrafe und Schmerzensgeld davonkommen, die Polizisten muss aber die volle Härte des Gesetzes treffen zusätzliches Diziplinarverfahren und Nachschulung in Rechtskunde. Ansonsten Entfernung aus dem Dienst. Gnade uns Gott, wenn so etwas Schule macht und jeder unbescholtene Bürger auf Wunsch einer Schaffnerin mit Gewalt aus dem Zug geholt werden darf. Was ich gar nicht begreife ist, weshalb die Beamten die Passagierin aus dem Zug holten. Was sollte das denn bewirken ? Welche Gefahr sollte dadurch abgewehrt werden ? Die pure Willkür in meinen Augen , vorsätzlicher Gesetzesverstoss der beteiligten Beamten.
Piino 21.04.2013
Haha! Ich stelle gerade fest, dass auch ich seit langer Zeit illegal Bahn fahre. In meinem Perso steht keine Adresse, und die Schweizer Aufenthaltsgenehmigung ist auch nicht "anerkannt". Ein Perso genügt, um Europa bereisen, reicht aber nicht aus, um DB zu fahren, wenn man keine deutsche Staatsangehörigkeit hat.
carlomehr 21.04.2013
Ich weiß nicht was mich mehr schockiert, das Verhalten der Bahn, der Polizei oder manche Kommentare. Tenor: "Wer schwarz fährt soll nicht jammern. Die Frau hat überreagiert" Gehts noch? Da schreit eine junge Frau vor Angst um Hilfe! Muss jemand der eventuell einen Fehler gemacht hat sich so behandeln lassen? Tatsache ist, dass die Bahn formal im Recht ist, denn in den AGB steht eindeutig welche ausländischen Papiere akzeptiert werden. Tatsache ist aber auch, dass diese auf der Buchungsseite nicht vermerkt ist. Da kann man nur froh sein, wenn man nicht versehentlich bei einer Onlinebuchng etwas falsch macht. So was kann jedem passieren. Und die Polizei? Die Frau sagt, Sie hat ein gültiges Ticket, der Schaffner sagt nein. Aussage gegen Aussage! Obwohl es den Polizisten kaum möglich ist zu kontrollieren wer recht hat, setzen Sie die vor Angst kreischende Frau aus den Zug auf den Bahnhof. Es bleibt auch ein Geheimnis, wieso das Filmen dieser Handlung eine Behinderung gewesen sein soll. Armer Staat, in dem so was möglich ist.
bobby-mcfuzzle 21.04.2013
4 UZwG
Sieht zwar schlau aus, wenn man diesen Paragraphen anführt, aber ihn völlig inkorrekt wiedergibt. Da ist weder Gefahr im Verzug, noch eine Bedrohung gefordert...Ich glaube mittlerweile, dass es den meisten Foristen hier ganz recht wäre, wenn deutsche Polizeien in ihren Befugnissen nicht durchsetzungsfähig wären. Natürlich darf dann auch nicht der "33-45"-Vergleich fehlen. Weiterhin ist die Bundespolizei u.a. für den Schutz privater Rechte, für die Sicherheit des Bahnverkehrs und des Flugbetriebs, sowie für die Kontrolle des grenzüberschreizenden Verkehrs zuständig. Also nicht nur allein für den Objektschutz. Nichtsdestotrotz drehen wir uns hier im Kreis, da jeder auf seiner Meinung beharrt und die jeweiligen Fronten immer die gleichen Argumente vorbringen. Ich plädiere einfach nur dafür die situationsbedingte Sicht der Bundespolizisten zu betrachten...wie sich also der Sachverhalt für diese vor Ort dargestellt haben könnte. Dass sich manche Situationen im Nachhinein anders darstellen sollte man davon losgelöst ansehen. Ich bitte noch einmal darum, solch undifferenzierte Faschistenvergleiche heranzuziehen, da soetwas einem solchen Forum nicht gerecht wird und irgendwie auch die Zeit von 33-45 unendlich verharmlost.
Hamberliner 21.04.2013
Versteckte AGB sind keine.
Zitat von carlomehrTatsache ist, dass die Bahn formal im Recht ist, denn in den AGB steht eindeutig welche ausländischen Papiere akzeptiert werden.
AGB? Der Text, wo das steht, sind keine AGB, dazu ist er viel zu versteckt. Der Benutzer bekommt zunächst einen anderen Text zu lesen mit der Behauptung, jener andere Text enthalte bereits alle [sic!] Information zur Online-Buchung. Um das zu entdecken, was Du als AGB bezeichnest, müsste er sich die Mühe machen mit der Maus auf einen Link zu klicken, und davon wird er abgehalten, durch den wahrheitswidrigen Hinweis dass der Text, den er zuerst liest, bereits alles sei. Wer eine Bahnfahrkarte kauft will schließlich keine Doktorarbeit schreiben. Kein Gericht würde angebliche AGB als solche anerkennen, wenn sie versteckt werden. Im Ladengeschäft nicht, wenn der Kunde erst hinter die Theke kommen und da in die Hocke gehen müsste, um sie hinter dem Mülleimer zu entdecken, und dann IMHO auch im Web nicht, wenn sie beim Webseitendesign durch solche Spielchen versteckt werden. Lesen und sich mit der Maus durch ein hierarchisch verästeltes Gestrüpp von Weblinks zu crawlen ist zweierlei. IANAL, aber Rechtsgrundlage ist offenbar §305 BGB (http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__305.html) und vor allem §305c BGB (http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__305c.html). Auch §307 BGB (http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__307.html) könnte hier eine Rolle spielen, da als Voraussetzung für eine simple Bahnfahrt mit Online-Buchung von einer Russin verlangt wird, erst einen Antrag auf Einbürgerung zu stellen und ihre Bahnfahrt zu verschieben, bis sie die Einbürgerungsurkunde hat.
Asok 21.04.2013
Es ist schade, dass die DB Ihre online Ticket vergabe scheinbar nicht einfacher oder offener gestalten kann. Weiter ist schade, dass die Schaffner das Problem scheinbar nicht weniger dramatisch lösen konnten. Die Polizisten hatten nach meiner Meinung aber keine andere Möglichkeit. Sie werden von den Schaffner gerufen weil eine Person ohne güligen Fahrschein im Zug sitzt. Diese Person zeigt sich nicht kooperativ und wird hysterisch. Darauf wird sie ohne Brutalität aus dem Zug getragen. Ich kann hier jetzt keinen Fehler erkennen. Bei allen die jetzt von großdeutschen Polizisten reden, sich ans dritte Reich und Dunkeldeutschland erinnert fühlen. Ich glaube hier liegt eine stark verzerrt Warnehmung die Realität vor, gepaart mit dem Wunsch hier im sicheren Forum als tapferer Wiederstandkämpfer aufzutreten.
loncaros 21.04.2013
Es ist albern zu glauben, dass man den Polizisten irgendetwas tun könnte. Polizisten genießen durch ihren Status in Deutschland komplette Immunität gegenüber Strafverfolgungen. Weder andere Polizisten noch Staatsanwälte sind daran interessiert, Polizisten die sich im Dienst danebenbenehmen zu belangen, außer es gibt massiven Druck durch die Öffentlichkeit (siehe Gäfgen Folterungsdrohung) Deswegen rangiert Deutschland bei Amnesty International in Sachen Polizeigewalt auch nicht in der Nachbarschaft anderer Westeuropäischer Staaten sondern eher osteuropäischer Diktaturen.
vertigo912 21.04.2013
Regardless if this young woman had purchased a ticket or not, she did not deserve to be escorted by 7 police officers from the train. I have witnessed "Schwarzfahrer" being treated with more respect than this customer who actually purchased a ticket. Unbelievable. The sad part? The student should have acted like she could not speak German, then the ticket controller would have left her alone. But since the student was attempting to do the right thing, to integrate into German culture and thus able to speak German, she could defend herself, which only spurred the controller's excessive actions. What can we do to support this poor woman and to let the Bahn know that treating PAYING CUSTOMERS like this is unacceptable!? I am a foreigner who lives in Germany, and quite honestly it terrifies me to think - this could have been me. (Egal ob die junge Dame ein Ticket gekauft hätte oder nicht - sie hat es nicht verdient von 7 Polizisten angegriffen zu werden. Ich habe es schon erlebt, dass Schwarzfahrer besser behandelt worden sind als diese Kundin die eine Fahrschein doch gekauft hatte. Unfassbar und unverschämt. Am traurigsten? Mein Rat an die Studentin: sie hätte sich lieber so getan als ob sie kein Deutsch könnte, dann hätte die Zugbegleiterin sie in Ruhe gelassen. Aber weil die Asya es versucht hat sich in Deutschland zu integrieren, hat sie Deutsch gelernt und könnte sich verteidigen, was die Zugbegleiterin leider nur weiter provoziert hat. Was können wir machen um diese arme Frau zu unterstützen und der Bahn zu sagen, dass solches Verhalten nicht akzeptabel ist - vor allem mit Kunden die doch bezahlt haben!? Ich bin Ausländerin die in Deutschland lebt und es erschüttert mich zu denken: das hätte mich auch sein können.)
hauser kd 21.04.2013
Wofuer die BuPo scheinbar nicht
Zitat von bobby-mcfuzzleWeiterhin ist die Bundespolizei u.a. für den Schutz privater Rechte, für die Sicherheit des Bahnverkehrs und des Flugbetriebs, sowie für die Kontrolle des grenzüberschreizenden Verkehrs zuständig. Also nicht nur allein für den Objektschutz.
zustaendig ist, sind randalierende Fussballfans u. ae., in Zuegen. Da wartet die BuPo immer bis die gruenen Kollegen mit dem Laenderwappen am Aermel eintreffen. Warum also das Rollkommando in Halle? Dort haette ein Einzelner mit dem Laenderwappen gereicht die Situation zu entschaerfen.
karakutu0 21.04.2013
Also alle die hier die Bahn in der Schuld sehen und ihre komplizierte OnlineBuchung...ich muss euch widersprechen. Da liegt der Fehler nicht. Hatte bis vor 4-5 Jahren auch noch keinen deutschen Pass...bin immer mit meinem türkischen (absolut überdimensionierten) Reisepass rumgelaufen, worin meine Adresse fehlte. Da drin musste ich IMMER egal wohin ich ging, meine polizeiliche Anmeldung mitführen, denn da stand meine Adresse mit Polizeistempel drauf. Soll heißen: Selbst ohne Bahn...einfach so auf der Straße bei einer Routine-Kontrolle muss man sich INKLUSIVE ANSCHRIFT ausweisen können....nach deutschem Recht versteht sich !!! Nun zur Kritik: Die Ausweispflicht ist NICHT Sache der Bahn. Wurde das Ticket gekauft, dann mach deinen Job Deutsche Bahn !!! Dass man sich überhaupt identifizieren muss bei einer Beförderung ist ein Frechheit...so kann man den Überwachungsstaat auch einführen...schön maskiert. Ich denke man hätte da als Bahnmitarbeiter einfach aufklären müssen, vllt. noch den Namen notieren und mitteilen müssen, dass beim nächsten Mal kein Auge zugedrückt wird. Zur Polizei (dem Freund und Helfer ^^) Ich denke nicht, dass sie ihren Job tut. Allerdings schaue ich hier aus einer sehr liberalen Brille...kann sein, dass das Gesetz da was anderes sagt. Dann ist das Gesetz aber nicht liberal genug. Das Verhalten ist denke ich absolut unverhältnismäßig. Das hätte man auch mit einem Anruf klären können...und dann hätte die Frau weiterfahren können. Also spätesten als die Frau anfängt zu kreischen hätte man doch denken müssen, "Moment mal...das gerät etwas aus der Bahn ..[hehe =)) schönes Wortspiel, oder ? ] Da kann man doch etwas beschwichtigen und beruhigen... Finde ich inakzeptabel. Man bedenke, wie oft sowas vorkommt und nicht zufällig ein Spiegel-Journalist dabei steht. BTW...Wenn schon Bürger anfangen, Journalisten das Filmen verbieten zu wollen, na dann Prost! Und die Polizei überreagiert hier ja nicht zum ersten Mal !
deutscher-michel 21.04.2013
Dieses Verhalten ist ein Skandal!!! Nicht der Bundespolizei - sondern der Bahn, die diesen Einsatz angefordert hat. Die Dame hatte eine auf ihren Namen ausgestellte Fahrkarte und konnte ihre Identität auch Nachweisen. Damit ist für mich der Mißbrauch dieser Fahrkarte ausgeschlossen. Hätte sie ihre EC-Karte zu Identifizierung angegeben, statt ihres Passes, hätte sie noch nicht einmal Ihren Wohnort angeben müssen. Der verantwortliche Zugbegleiter gehort ins Archiv.
johnelectro 21.04.2013
Die Bahn ist einfach ein Saftladen, um mal Volkes Stimme sprechen zu lassen. Ich ärgere mich jedesmal, wenn ich mit ihr fahren muss, vor allem mit Kindern und dem aufgrund der leider üblichen Verspätungen erschwerten Umsteigen ein Graus. So kriegt man die Leute nicht von der Strasse....
sonichtmehr 21.04.2013
der bahn gehört endlich ein maulkorb angelegt. diese nicht abreißenden negativ-berichte über hochherrschaftliches verhalten eines privatisierten monopolisten sind untragbar geworden. der polizeieinsatz der bundespolizisten, die - wie hier einige kommentatoren zu meinen scheinen - nicht anders konnten und völlig korrekt gehandelt hätten, spiegeln diesen gesellschaftlichen trend zum marktkonformen dogmatismus noch schärfer wider. Wenn ich noch einmal Hausrecht der Bahn oder so etwas höre gehe ich an die decke! die bahn hat sich den regeln des allgemeinwohles und nicht denen des marktes anzupassen! ich kann von einem ähnlichen fall berichten, wo eine dame nur eine ec-karte als zahlungsmöglichkeit hatte und der schaffner einen horrenden aufpreis verlangte, sowie ebenfalls die adresse wissen wollte. die situation wurde erst beschwichtigt als ich mich gegen kaution ihres führerscheines bereit erklärte eine fahrkarte zu kaufen. ist es nicht die aufgabe der bahn den kunden zuvorzukommen? ich bin maßlos enttäuscht.
123kjh 21.04.2013
Zitat von LTur- Kreditkarte ODER - BahnCard ODER - ec-Karte (Maestro) ODER - Personalausweis (nur aus D) dazu im Kleingedruckten: ---Zitat--- Ich bestätige, dass die hier angegebene Identifizierungskarte (BahnCard, Kreditkarte, ec-Karte (Maestro) oder Personalausweis) gültig und die persönliche Identifizierungskarte des Reisenden ist. Dem Reisenden ist bekannt, dass diese zusammen mit dem Online-Ticket im Zug bei der Kontrolle vorzuzeigen ist. Das Online-Ticket ist nicht übertragbar und gilt nur für den hier angegebenen Reisenden persönlich (ggf. mit Mitfahrern).
Das online-Ticket der Bahn ist zwar unglaublich kompliziert und idiotisch, aber nicht rassisitisch oder diskriminierend. Interessant auch, dass sich das Online-Ticket-Verfahren zwischen www.ltur.de (http://www.ltur.com/de/bahn.html?omnin=DB-DE) und www.bahn.de (http://www.bahn.de) unterscheidet. Es gibt, nachdem man Strecke und Preis bestimmt hat, im grossen und ganzen 2 Elemente: 1. Die Bezahlung 2. Die Identifizierung des Reisenden _Die Bezahlung_ geht mit verschiedenen Mitteln. Man kann das Ticket zum Schluss nur ausdrucken, wenn man auch effektiv bezahlt hat. Insofern ist das DAU (http://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCmmster_anzunehmender_User)-sicher. _Zur Identifizierung_ kann man definierte Elemente nutzen. ---Zitatende--- ---Zitatende--- Die Unterscheidung von Bezahlung und Identifizierung ist nötig, damit Person A ein Ticket für Person B bezahlen kann. Es liegt in der Natur der Dinge, dass die Identifizierung (im Gegensatz zur Bezahlung) nicht online überprüft werden kann. Insofern ist das _nicht_ DAU (http://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCmmster_anzunehmender_User)-sicher. Allerdings finde ich nicht nur meinen eigenen Post zu lang, sondern das Verfahren zu kompliziert. Es muss insgesamt DAU-Sicher sein, so dass ein Ausdrucken der Fahrkarte automatisch bedeutet "sie ist nun nutzbar". Das wäre einfach möglich, ich könnte auch aufzeigen wie. Aber an solchen kundenfreundlichen Lösungen hat die Bahn aus mir unbekannten Gründen kein Interesse.
hartwurzelholz 21.04.2013
Zitat von alfredo_spencerDoch das tut man. Man liest einfach die Darstellung der anderen Seite und wenn man genau liest, erkennt man deren schlechtes Gewissen. Man sollte folgenden Absatz aus der Pressemitteilung der Bahn geniessen: "Da die Kundin jedoch nach den uns vorliegenden Stellungnahmen der beteiligten DB-Mitarbeiter alle Versuche zur einvernehmlichen Lösung des Problems und eine Deeskalation der Situation ablehnte, sah sich das Zugteam zur Einschaltung der Bundespolizei gezwungen. Das Zugteam des ICE 1508 hat nach heutigem Kenntnisstand gemäß den geltenden Richtlinien und mit der klaren Maßgabe, eine einvernehmliche Lösung mit der Kundin zu finden, sachgerecht gehandelt." Na, sehr einvernehmlich sah die dokumentierte Lösung nicht aus. Deeskalation sieht anders aus. Jedenfalls ist der Einsatz von 7 Polizisten bestimmt keine Deeskalation. Hier wird doch Schuld einseitig auf die Russin geschoben, hatte die Frau doch die Frechheit alle vorgeschlagenen "einvernehmlichen" Lösungen abzulehnen.
Was hätten die Bahntypen denn machen sollen? Sie musste mit raus, weil sie offnensichtlich mit einem ungültigen Ticket unterwegs war. Oder auch nicht, das musste eben geklärt werden und die Bahn hat das Recht, sich die Prüfung vorzubehalten, zur Not halt außerhalb des Zugs wenn es nicht anders geht. Soweit hätte es jeden treffen können, insbesondere, wenn er sich nicht an die Regeln hält. Jetzt kommt sie aber nicht mit raus, sondern fängt ein Riesentheater an. So, was bleibt den Bahnis jetzt? Einfach fahren lassen geht nicht- kann nicht angehen, dass sich sie sich mit genug Gezeter aus jedem Ärger rausbrüllt. "Ich armes Frauchen, die Böse Bahn, uhhh!" Da hätte sich jeder Fahrgast mit gültigem Ticket verarscht gefühlt und nächstesmal eben auch so einen Radau veranstaltet. Also rufen die Bahntypen halt die B... ahnpolizei . Und wenn die halt gerade zu siebt unterwegs sind und es um eine hysterische Frau geht, dann kommen sie halt zu siebt. Was spielt die Anzahl für eine Rolle? Das soll kein fairer Faustkampf werden sondern die Dame soll nur raus und die Sache mit den Bahntypen klären. Jede Eskalation geht auf ihr Konto, da braucht sie keiner in Schutz nehmen!
hartwurzelholz 21.04.2013
Zitat von lubobdeHier wird immer wieder darauf verwiesen, dass die Dame gegen die AGB verstoßen hat und deswegen zu Recht des Zuges verwiesen wurde. Eins vorne weg: Um die Adresse geht es gar nicht, weder bei der Buchung noch in den AGBs. Jetzt die Details: Ich habe mir zwei Minuten Zeit genommen und sowohl die AGB angeschaut als auch eine Online-Buchung mit Personalausweis gestartet. 1. Wenn man ein Online-Ticket kauft und als Identifzierungsmöglichkeit "Personalausweis" wählt, gibt es ein Auswahlfeld, in dem man per Drop-down angeben kann, aus welchem Land das Dokument ist. Dort sind einige Westeuropäische Länder aufgeführt, aber keine Option "Andere" oder ähnliches. Man bekommt aber auch KEINEN Hinweis darauf, die nur diese Länder zulässig wären. Als normaler Internetnutzer, der schon hunderte von fehlerhaften Auswahlmenüs gesehen hat, ist es durchaus logisch, dass man dieses Feld dann einfach ignoriert und ganz normal seine Ausweisnummer und sein Geburtsdatum angibt. 2. In den AGBs steht tatsächlich, dass eine Buchung mit Personalausweis nur möglich ist, wenn dieser von bestimmten Ländern ausgestellt wurde. Jetzt bin ich mal gespannt, wer außer mir die AGBs noch angeschaut hat. Wenn jetzt einer "ich" schreit - sorry, ich glaube kein Wort. Die AGBs haben 168 Seiten, die Sache mit dem Perso für Onlinetickets steht auf Seite 94!. Ich bin in juristischen Fragen Laie, aber es würde mich nicht wundern, wenn diese AGBs so gar nicht gültig sind. Mir fallen da die Stichworte "überraschende Klausel", "unangemessene Benachteiligung" ein.
Das gibt der feinen Lady noch nicht das Recht, sich den Bahnern und der Polizei(!) zu widersetzen und SO eine Szene zu starten. Dann soll sie genau das draußen mit denen klären und zur Not später einen kleinen Rechtsstreit vom Zaun brechen, so macht man das nämlich in Deutschland. Warscheinlich mussten wegen ihr wieder 300 Fahrgäste eine halbe Stunde auf die Weiterfahrt warten...
Hamberliner 21.04.2013
Zitat von 123kjhDas online-Ticket der Bahn ist zwar unglaublich kompliziert und idiotisch, aber nicht rassisitisch oder diskriminierend.
Wenn es manche Optionen nur bestimmten Nationalitäten zubilligt, ist es diskriminierend. ---Zitat--- Es liegt in der Natur der Dinge, dass die Identifizierung (im Gegensatz zur Bezahlung) nicht online überprüft werden kann. Insofern ist das DAU-sicher. ... Es muss insgesamt DAU-Sicher sein, so dass ein Ausdrucken der Fahrkarte automatisch bedeutet "sie ist nun nutzbar". Das wäre einfach möglich, ich könnte auch aufzeigen wie. ---Zitatende--- Wie denn? IMHO ist eine Identifizierung gar nicht nötig. Um zu verhindern, dass dieselbe Fahrkarte mehrfach ausgedruckt und von verschiedenen Leuten genutzt wird muss nur unmittelbar vor der Fahrt oder während der Fahrt an einen Zentralrechner übermittelt werden, dass sie ab sofort für jede weitere Fahrt ungültig ist, und abgefragt werden, ob dieser Vorgang noch nie stattgefunden hat. Während der Fahrt hieße: der Schaffner liest einen Barcode o.dgl. mit seinem Umhänge-Teil ein und sendet und empfängt die entsprechenden Daten in Echtzeit. Vor der Fahrt bedeutet: der Benutzer druckt sich nicht die Fahrkarte selbst aus, sondern ein Papier mit Barcode, OCR-Schrift o.dgl., das er in einen Automaten schiebt, und dieser druckt die (fälschungssichere) Fahrkarte. Solche Automaten müssten auf jedem Bahnsteig in ausreichender Zahl vorhanden sein. Theoretisch ginge auch, dass die Fahrkarte vor Fahrtantritt entwertet werden muss wie im ÖPNV, aber das klappt in der Praxis erfahrungsgemäß schlecht weil das nicht jeder mitbekommt.
hartwurzelholz 21.04.2013
Zitat von NarnIch versteh schon von vornherein überhaupt nicht, weshalb man sich für online erworbene Tickets überhaupt ausweisen muss. Bei Studentenausweisen etc. ist das klar, da, sofern kein Photo auf dem Ausweis vorhanden, hier dem Missbrauch, sprich dem Verleihen, Tür und Tor geöffnet wäre. Aber bei Online-Tickets? Auf dem am Schalter erworbenen Ticket steht ja auch nicht mein Name drauf. Und die Echtheit des Tickets wird nicht über den Ausweis verifiziert. Dass nur der dt. Personalausweis akzeptiert wird ist sowieso ein ganz klarer Fall von Diskriminierung ausländischer Mitbürger, und allein deshalb schon eine Sauerei.
Stimmt doch gar nicht. Man kann anklicken, welchen Ausweis man denn bitte vorzeigen möchte, egal aus welchem Land. Erst ausprobieren, dann mitmischen. Wenn man keine Ahnung hat.... Pinguin.
hartwurzelholz 21.04.2013
Zitat von wastl300ist doch nicht so schwer zu verstehen: Frau hat Karte gekauft Frau hat ihre russische Passnummer bei der Onlinebestellung angegeben Ticket hat russische Passnummer Polizei kann den Wohnort in kürze feststellen, nennt sich Meldeamt Keine Geschädigte vorhanden, wenn Frau weiterfahren darf. So Frau geschädigt, da DB hat ihr Geld. Und Alle geschädigt, da Polizeieinsatz (7 Mann) zahlt Steuerzahler
Polizei kann (russische) Adresse nicht mal eben im Zug überprüfen oder das dauert eine ganze Weile? Polizei will nicht alle Zugreisenden aufhalten? Bahn und Polizei verweisen sie des Zuges- wo Problem zu folgen wie es ihre Pflicht ist?
hartwurzelholz 21.04.2013
Zitat von ses_2008"hey, ich werd das jetzt aufnehmen. ich bin journalist." ach ja, sind sie das? wären sie es wirklich, so wären sie ausgestiegen und hätten die ganze geschichte dieses vorgangs "aufgenommen". ungeachtet der tatsache das dieser frau vermutlich unrecht geschehen ist: nur sie hätten in diesem augenblick für aufklärung sorgen können. so bleibt es reine propaganda.
Noch dazu, ob die Frau in dem Moment überhaupt Bock drauf hat, sich in so ner Situation von jedem dahergelaufen Handyzücker filmen zu lassen?
hartwurzelholz 21.04.2013
Zitat von nurEinGastüble Sache... da zerren ein Haufen Polizisten eine junge Frau aus einem Zug und ein weiterer, mit offenbar gestörtem Verhältnis zur freiheitlichen Grundordnung unseres Landes, versucht, eine Dokumentierung dieses Vorganges zu unterbinden. Als ich diese Aufnahme das erste Mal gesehen hatte, spürte ich starke aggressive Tendenzen gegenüber den Polizisten. Normalerweise sieht man solche Bilder eher aus diversen Diktaturen... Es hätte nur noch gefehlt, dass die Beamten ihre Schlagstöcke rausholen... Mir persönlich ist nun wieder ein Stück weit verständlicher, wieso Polizisten in weiten Teilen der Bevölkerung verachtet werden... Von der Bahn selber erwarte ich nichts anderes als Dilletantismus. Dazu kamen in der letzten Zeit viel zu oft Meldungen wie eben diese. Die Bahn hat halt eigene Ansichten zu den Dingen. Oder wie mir mal ein Bahnbeschäftigter auf meine Beschwerde bzgl. meines verspäteten Zuges sagte: "Sie haben mit ihrer Fahrkarte nur das Recht erworben, mitfahren zu dürfen. Aber nicht das Recht, mit genau diesem Zug zu genau dieser Uhrzeit an ihrem Ziel anzukommen."
Üble Sache.. Da führt sich eine Schwarzfahrerin derart auf, dass sich die Kontrolleure nicht mehr zu helfen wissen und die Polizei rufen. Die werden ihr auch verbal nicht Herr und sind dann gezwungen, den Zug an dem Bahnhof festzuhalten (die andern Gäste werden sich bedankt haben) und Madame unter dummen Sprüchen von Bildreporter 1414 sprichwörtlich aus dem Zug zu schieben. Und dann gibts noch Leute, die der Bahn und Polizei die Schuld geben, dass sie sich nicht verarschen lässt und für jeden gültige Regeln durchsetzt. Das ist der eigentliche Skandal an dem Video und einem Großteil der Kommentare hier.
hal5000 21.04.2013
@123kjh heute, 18:13 Uhr ... Allerdings finde ich nicht nur meinen eigenen Post zu lang, sondern das Verfahren zu kompliziert. Es muss insgesamt DAU-Sicher sein, so dass ein Ausdrucken der Fahrkarte automatisch bedeutet "sie ist nun nutzbar". --------------- Da haben Sie wohl Recht, Für den angeblich mündigen Bürger in Deutschland muss ein Sachverhalt möglichst idiotensicher dargestellt werden, da komplexe Abläufe nicht erfasst werden. Sieht man ja schon bei vielen Kommentaren hier...
echomann 21.04.2013
Das Onlineticket der Bahn ist leicht zu fälschen, ist ja schließlich nur ein selbst ausgedrucktes Blatt Papier. Der Kundenbetreuer ist schlichtweg nicht in der Lage einen gefälschten Ausweis aus Aserbaidschan zu erkennen. Selbst wenn die Fälschung noch so schlecht ist. Deshalb sagt die Bahn: Ausschließlich deutsche Ausweise. Da besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit, Fälschungen zu erkennen. Auf der Homepage der Bahn steht klar und deutlich(!), dass es sich um die Nummer eines DEUTSCHEN Ausweises handeln muss. Wenn ich nun also die Nummer meines Bibliotheksausweises eintrage, ist das Ticket natürlich nicht gültig. Schließlich ist die Bundespolizei AUCH dafür da, zivilrechtliche Ansprüche zu sichern. Also ganz einfach: Ticket nicht gültig bedeutet Beförderungsausschluss. Kommt man dem nicht nach, (die Frau wird hysterisch und will nicht aussteigen) wird das auch notfalls mit Gewalt durchgesetzt. Deutschland = Rechtsstaat. Mal eine Frage an diejenigen, die sich über das Verhalten der Polizei aufregen: wie hätten sich die Schutzmänner eurer Meinung nach verhalten sollen? Zig Mal versuchen, die Rechtslage ausführlich zu erörtern, um die Studentin, die mit dem Deutschen Recht nicht vertraut ist, am Ende doch nicht zu überzeugen? Einfach weiterfahren lassen, also als ausführendes Organ die Arbeit verweigern? Bitte die sachliche Ebene nicht aus den Augen verlieren, auch wenn die Dame weint. Die Bahn sollte am Online-Ticket-Verfahren arbeiten, das ist die Wurzel des Problems.
karl-felix 21.04.2013
Sie
Zitat von bobby-mcfuzzleSieht zwar schlau aus, wenn man diesen Paragraphen anführt, aber ihn völlig inkorrekt wiedergibt. Da ist weder Gefahr im Verzug, noch eine Bedrohung gefordert...Ich glaube mittlerweile, dass es den meisten Foristen hier ganz recht wäre, wenn deutsche Polizeien in ihren Befugnissen nicht durchsetzungsfähig wären. Natürlich darf dann auch nicht der "33-45"-Vergleich fehlen. Weiterhin ist die Bundespolizei u.a. für den Schutz privater Rechte, .
müssen schon Ihren Tunnelblick ein wenig öffnen. Sie bekommen in den ersten Monaten bei der Bundespolizei eingedrillt, dass Ihre Aufgabe die Gefahrenabwehr ist und unter welchen Umständen Sie unmittelbaren Zwang anwenden dürfen. In diesem Kontext lernen Sie das UZwG praktisch auswendig. Das Verhalten der Beamten ist nur aus falsch verstandener Kollegialität, Unsicherheit, mangelnder Zivilcourage oder im schlimmsten Falle aus Routine und Erfahrung, dass bei Ausländern sich keiner traut den Mund aufzumachen zu erklären. Das Gericht wird das klären, zusätzlich wird im Disziplinarverfahren die Motivation der Beamten überprüft werden. Es bestand keine Gefahr, keine Bedrohung, keine Vermögensschädigung und § 4 (1) UzWG schreibt die Massnahme vor, die den einzelnen und die Allgemeinheit am wenigsten beeinträchtigt. Und hier wurde als Massnahme die gesetzwidrige Gewaltanwendung, die Belästigung/Behinderung der Mitreisenden und die Störung des Zugverkehrs durch die Verspätung gewählt. Die DB hat völlig recht, diesen Vorgang öffentlich zu bedauern und die Konkurrenz jubelt. Ich bin sicher, die beteiligten Beamten bedauern diesen Vorgang auch zutiefst auf einem Deeskalationslehrgang. Das bildet. Wir werden sehen, was die Gerichtsverfahren gegen die deutsche Bahn und insbesondere die Polizisten und die Bundesrepublik Deutschland ergibt. Ich ziehe keine Faschistenvergleiche herbei, sondern bedaure, dass das rechtswidrige Fehlverhalten einiger Polizisten nicht nur dem Ansehen der Bundesrepublik Deutschland, der Bundespolizei und der DB erheblich geschadet hat, sondern insbesondere , dass die Freiheitsrechte und grundgesetzlich garantierte Menschenwürde dieser jungen Frau hier mit Füssen getreten wurde. Ich würde mich gerne bei Ihr entschuldigen, dass so etwas in Deutschland,einem Rechtsstaat möglich ist. Allein die Vorstellung, wieviele ausländische Gäste in diesem Zug sassen aus aller Herren Länder und zu Hause erzählen, wie es in Deutschland zugeht. Voll peinlich so etwas.
karl-felix 21.04.2013
Das
Zitat von hartwurzelholzDas gibt der feinen Lady noch nicht das Recht, sich den Bahnern und der Polizei(!) zu widersetzen und SO eine Szene zu starten. Dann soll sie genau das draußen mit denen klären und zur Not später einen kleinen Rechtsstreit vom Zaun brechen, so macht man das nämlich in Deutschland. Warscheinlich mussten wegen ihr wieder 300 Fahrgäste eine halbe Stunde auf die Weiterfahrt warten...
sieht der deutsche Gesetzgeber anders als Sie. Die Frau hatte jedes Recht, sich zu widersetzen. Und nein, so macht man das in Deutschland nicht. Das wird das Gericht der deutschen Bahn und der Polizei hoffentlich ganz deutlich ins Brevier schreiben. Die 300 Fahrgäste warteten nicht ihretwegen, sie hat alles versucht, den Zug nicht an der Weiterfahrt zu hindern. Die Schaffnerin und die Polizei haben den Zug gestoppt und werden dafür hoffentlich zur Verantwortung gezogen. Vielleicht ist das auch mal ein Anlass, darüber nachzudenken, ob man nicht auch das eine oder andere grundgesetzwidrige Vorgehen der Bahn vor das Bundesverfassungsgericht bringt und da mal richtig aufräumt. M.E. müssten die als Privatunternehmer die Bahn-Polizei bezahlen, wie man das bei Stadioneinsätzen auch diskutiert. Die Konkurrenz der Fernbusse reibt sich genüsslich die Hände, ob solcher Dummheit.
karl-felix 21.04.2013
Sie
Zitat von hartwurzelholzPolizei kann (russische) Adresse nicht mal eben im Zug überprüfen oder das dauert eine ganze Weile? Polizei will nicht alle Zugreisenden aufhalten? Bahn und Polizei verweisen sie des Zuges- wo Problem zu folgen wie es ihre Pflicht ist?
sollten den Artikel erst lesen. Die junge Dame lebt in Deutschland und ist in Berlin gemeldet. Es ist nicht ihre Pflicht den Zug zu verlassen, nur weil der Vertragspartner vertragsbrüchig wurde.
huberbauer 21.04.2013
@querbet Sie scheinen entweder nicht sonderlich intelligent zu sein, oder Mitarbeiter der Bahn. Die Dame studiert(!) in Berlin, muss also auch dort gemeldet sein. Abgesehen davon kann der Bahn egal sein, wo jemand gemeldet ist, solange das Fahrticket BEZAHLT ist! Ohne Bezahlung bekommt mein kein Ticket ausgedruckt, und dieses ist individualisiert auf den Namen der Studentin. Alles andere ist für die Wirksamkeit eines Beförderungsvertrags ohne Belang. Schaffner sind weder Hilfspolizei noch Gestapo. Die Studentin hat eine (Beförderungs-)leistung bezahlt und diese nicht erhalten. Die Entschuldigung der Bahn genügt nicht. Die Bahn muss die Studentin entschädigen und die Verantwortlichen Mitarbeiter feuern. Offenbar hat die Bahn eine PR-Agentur bezahlt, um über drittklassige Typen wie "querbet" die Kommentare vollzuspammen. Das ist einfach nur noch peinlich...
lampionblume 21.04.2013
ja klar, schuld sind natürlich immer nur die anderen und die "studierte dame" hat sich dann ja auch wie eine dame aufgeführt. die szenen, die sich vorm eintreffen der polizei abspielten, sind ja auf dem video nicht zu sehen und weshalb dann alles so eskalierte. spannend, dass sie auch gleich mit ihrem anwalt telefonierte, also ich als normalbürger habe nicht gleich (m)einen anwalt zur hand. langsam wird das hier zu einer farce und der vergleich mit der gestapo ist schon ein starkes stück! zum glück hatten wir vor zwei jahren im regionalexpress von kassel-wilhelmshöhe nach halle einen besonnenen zugbegleiter, der in einer bedrohlichen situation hilfe anfordern musste. dadurch wurde schlimmeres verhütet! dass der zug dann eine stunde verspätung bekam und wegen ihm dann auch weitere anschlusszüge mit verspätung anhängig wurden, da konnte für so manchen natürlich nur mal wieder die bahn schuld sein.
jotpunkt 22.04.2013
die meisten Kommentatoren
....die die Aktion hier so nüchtern abtun scheinen an Behördenwillkür der DDR gewöhnt zu sein. Für die zählt weder unabhängige Berichterstattung, noch Handeln nach Ermessen, noch Service orientiertes Handeln. Aber was charakterisiert uns Deutsche? Stillhalten, Maulhalten, Aussitzen- deswegen befemdet uns die Hysterie der verängstigten Frau auch. Das alles erinnert ein wenig an DDR- Grenzübergangs- Personal. " Abfahrt! "
jotpunkt 22.04.2013
Sie wollen das gar nicht verstehen , oder?
Die Frau hat ein auf der ganzen Welt gültiges Dokument nebst Fahrschein vorgelegt. Lichtbild, Name, Vorname, Größe, Augenfarbe, Dokumentennummer. Ob es sich tatsächlich um die Erwerberin handelt will die Bahn also am Wohnort festmachen? Ohgott wo und wann leben wir denn DDR 1987 oder was?
karl-felix 22.04.2013
Sie
Zitat von querbetSie konnte nicht nachweisen dass sie in Deutschland gemeldet ist. Nur weil sie dem Journalisten das sagt, muss das noch lange nicht heißen dass das stimmt. Wer den Artikel genau gelesen hat sieht genau dass der Beitrag nicht ordentlich recherchiert ist und der Journalist dort seine eigene Meinung kundtut . Das Video zeigt genau dass er nicht im Abteil war und das ganze Vorspiel gar nicht mitbekommen hat.
unterstellen also in einem Spiegel - Forum dem Spiegel zu lügen. Das nenne ich ein Chuzpe von einem , der nachweislich kein Zeuge ist. Sie sollten Ihre Kenntnissse dem Gericht vortragen, wirkt evtl. strafmildernd für die Polizeibeamten. Und Sie schliessen daraus, dass der Polizeibeamte die Kamera zuhält um die Aufnahmen zu verhindern , dass der Jounalist nicht zugegen war. Danke, das genügt. Hat die Staatsanwaltschaft noch Fragen an diesen Zeugen ?
jotpunkt 22.04.2013
vielleicht hatte er einen wichtigen Termin.
...und DA wär ich auch nicht ausgestiegen. Nein - mal im Ernst- ich hab sowohl in öffentlichen in Berlin als auch bei der DB so viele Dramen gesehen - meist geht es gegen Touris - die das komplizierte Kartenlöseverfahren nicht checken - so was wie Oystercard in London gibts bei uns nicht. Dafür werden die KOntreulleure immer weiter aufgestockt. Und neulich haben sie eine Studentin umzingelt und rüde auf eine Bank gestoßen, weil sie von Ihrer Uni nur ein vorläufiges Dokument zum Ticket anstelle des Studie- Ausweises hatte.
jotpunkt 22.04.2013
aber wenn es da immer ärger gibt,
warum nimmt man dann nicht die Kreditkartennummer?
jotpunkt 22.04.2013
Das ist Blödsinn!
Überall in Westeuropa ist ÖPNV wesentlich unkomplizierter serviceorientierter und günstiger als bei uns. Und wenn ich als Tourist unterwegs bin, brauche ich auch keine Aufenthaltsgenehmigung. Einem Österreicher oder Holländer kann das genauso passieren, wenn er für eine zeit hier arbeitet und geschäftlich reisen muss hat er halt keinen perso. na und? soll er deswegen keine verbilligten Tickets kaufen können?
bronger 22.04.2013
Es reicht für die Gültigkeit eines Tickets nicht, Geld bezahlt zu haben. Die Frau hat sich nicht an die Beförderungsbedingungen gehalten (ob wissendlich oder nicht ist irrelevant) und kann dann nur auf Kulanz hoffen. Die hat sie nicht gekriegt, Pech. Das Gekreische mag rührend sein, ist aber nur in ihrer Sturheit und Hang zur Damatik begründet. Ich finde es sogar unverschämt. Übrigens hat die Frau angegeben, mit ihrem russischen Perso schon mehrfach mit der DB gefahren zu sein. Ich glaube nicht, daß noch kein Schaffner sie auf diesen Fehler aufmerksam gemacht hat.
jwack 22.04.2013
Unglaublich ich hab 7BB's gezählt (BB = Bundes Bullen) um mit dem armen Ding fertig zu werden, das nächste mal soll sie mit dem Fernbus fahren billiger, mehr Komfort und keine BB#s in der Nähe.
kisa61 22.04.2013
Armes Mädchen! Sieben Einsatzpolizisten und sie allein. Diskrimination ist leider im täglichen Leben oft spülbar. Die Polizisten dürfen sich hier nicht einmischen. Es bestand hier keine Gefahr für andere Fahrgäste. Der Schaffner hat sich hier dumm gestellt und sollte entlassen werden. Das Mädchen sollte sich hier richtig durchsetzen und alle beteiligte zu Verklagen. Sie hat hier das Recht auf sattes Schmerzensgeld. Ich zahle meine Steuerabgaben nicht für solche dumme Einsätze. Oder sie sind nur in der Lage mit Frauen zu kämpfen?
habmeinemeinung 22.04.2013
.. und vor allem @SPIEGEL
Bitte an der Sache dran bleiben. Es ist von höchstem Interresse wie hier im weiteren Bundespolizei, Staatsanwaltschaft, Richter agieren. GgF könnte auch der Spiegel die Frau wie auch immer (Spendenaktion?) unterstützen, denn ich sehe wenig Chancen für sdie Frau als Ausländerin alleine gegen einen Konzern und Polizei anzukommen.
raischulz 22.04.2013
UNGLAUBLICH!!! Das ist ja ein Verhalten, das man so nur der Polizei in einem totalitären Staat zutraut. Hier muss sowohl von der Bahn als auch von der Leitung der Bundespolizei endlich mal hart durchgegriffen werden - und zwar gegen das eigene, rassistische Personal. Dienstaufsichtbeschwerde, und Strafanzeige gegen die Bahn und die Grundrechte brechenden Bundespolizisten und dann Entfernung dieses delinquenten Personals aus dem Dienst und zwar schnell.
karl-felix 22.04.2013
Denke
Zitat von brongerEs reicht für die Gültigkeit eines Tickets nicht, Geld bezahlt zu haben. Die Frau hat sich nicht an die Beförderungsbedingungen gehalten (ob wissendlich oder nicht ist irrelevant) und kann dann nur auf Kulanz hoffen. Die hat sie nicht gekriegt, Pech. Das Gekreische mag rührend sein, ist aber nur in ihrer Sturheit und Hang zur Damatik begründet. Ich finde es sogar unverschämt. Übrigens hat die Frau angegeben, mit ihrem russischen Perso schon mehrfach mit der DB gefahren zu sein. Ich glaube nicht, daß noch kein Schaffner sie auf diesen Fehler aufmerksam gemacht hat.
Sie liegen falsch. Mit der Buchung des Tickets und der Zahlung des Fahrpreises und dem Besteigen des Zuges ist der Vertrag zwischen dem Reisenden und der DB rechtskräftig. Es mag sein, dass Sie es unverschämt finden, dass Menschen auf der Einhaltung von Gesetzen bestehen. Ich werde mich jederzeit dafür einsetzen, dass man Sie nicht willkürlich und ohne Rechtsgrundlage mit Gewalt aus einem Fernreisezug entfernt. Ich hoffe, die Bundespolizisten trifft die ganze Härte des Gesetzes und die Bundesbahn wird neben einer angemessenen Entschädigung auch noch einmal auf die Verfassungsmässigkeit ihrer Aktivitäten überprüft. Das " Gekreische " ist in der rechtswidrigen Gewaltanwendung der Polizeivollzugsbeamten begründet, und das Gebrüll von Männern, die gewaltsam abgeführt werden kann auch kein Kriterium für die Rechtmässigkeit der Gewaltanwendung sein. Wenn ich Sie gewaltsam von einem Ort entferne, Ihnen dabei die Schulter auskugele und anschliessend behaupte, Sie seien ja schuld, hätten ja nicht so vor Schmerzen schreien müssen, müsste doch auch Ihnen seltsam vorkommen. Insbesondere, wenn ich das ohne jegliche gesetzliche Grundlage mache., nur mit dem Recht des Stärkeren. Ich fände das sogar unverschämt von Ihnen, vor Schmerzen zu schreien. Wieso ist es ein Fehler, mit einem russischen Pass mit der DB zu reisen? Mein deutscher Pass genügt in der ganzen Welt zum Zug fahren. Die FRau hatte gar keinen russischen Personalausweis, auch keinen deutschen. Lesen Sie bitte erst einmal den Artikel, danach können Sie sich immer noch eine Meinung bilden.
karl-felix 22.04.2013
Interessant
Zitat von habmeinemeinungBitte an der Sache dran bleiben. Es ist von höchstem Interresse wie hier im weiteren Bundespolizei, Staatsanwaltschaft, Richter agieren. GgF könnte auch der Spiegel die Frau wie auch immer (Spendenaktion?) unterstützen, denn ich sehe wenig Chancen für sdie Frau als Ausländerin alleine gegen einen Konzern und Polizei anzukommen.
wäre es, wenn die Fernbusbetreiber sich dieses pikanten Themas annähmen und in der Öffentlichkeit darstellten, wie eine verfassungsgemäß organisierte Personenbeförderung funktioniert. Die DB schafft es offensichtlich nicht, sich davon zu lösen, dass sie nicht mehr der Staat sondern ein ganz normales Privatunternehmen ist. Daran ändert sich offensichtlich auch nichts dadurch, dass sie einen Teil der Polizeieinsätze selber bezahlt. Im Gegenteil, das scheint ein gegenseitiges Händewaschen, eine" do ut des "Situation zu sein. Ich bezahle einen Teil deiner Bundespolizisten, dafür machen die was ich will, ohne zu fragen. Eigenartig in einem Rechtsstaat.
So ist es. 22.04.2013
Ein «Personalausweis» ist laut Definition ein «von staatlichen Stellen ausgegebener Identitätsnachweis als Personaldokument in Form eines amtlichen Lichtbildausweises». Auf der L'TUR-Website steht tatsächlich nur das Wort «Personalausweis» und nicht «Deutscher Personalausweis». Die Kundin hat also keinen Fehler gemacht und hat sich zu Recht aufgeregt und so «aufgeführt». (Was würden Sie machen, wenn Ihnen der Fahrkartenkontrolleur sagt, sie seien ein Schwerverbrecher (trotz legal erworbenen DB-Fahrausweis) und würden nun von einem halben Dutzend Bundespolizisten abgeführt werden?)
Katrin Morlowsky 22.04.2013
Letztes Jahr fuhr ich mit dem EC nach Berlin. Das Abteil war seperat abgegrenzt. Ein kleiner, älterer Kontrolleur kam in das Abteil und bat nach den Fahrkarten. Eine junge Frau saß mir gegenüber. Sie zeigte ihr Internet-Ticket (Normalpreis, über 70EUR!) und ihren ausländischen Reisepass. Sie sprach nahezu perfekt Deutsch. Von einem Moment auf den Anderen verlor der Kontrolleur seine Fasson und baute eine unglaubliche verbale Drohkulisse auf. Er erzählte etwas davon, dass ausländische Reisepässe zur Identifikation nicht gültig seien. Aber selbst die Ausweisnummer stimmte zwischen Ticket und Pass überein! Wenn etwas von gewaltsamer Kommunikation hört, das war ein Paradebeispiel. Ein Mix aus Schuldzuweisung und dem unterschwelligen Apell zur Unterwüfigkeit. Auch ich fragte mich, was das denn soll. Reisepass hin oder her, der ihre Identität natürllich eindeutig belegen konnte. Das war ein Normalpreis-Ticket! Seit wann sind diese denn personengebunden?! Und überhaupt, auf jedem banalen Länderticket reicht es aus, mit einem Kugelschreibe seinen Namen zu notieren. Bei einem Ticket aus dem Automaten zum Normalpreis gibt es schon gar keine Personendaten auf dem Ticket. Mit welchen Maßen würde hier gemessen? Nach fast 10 Minuten und mentalen Auflösungserscheinungen bei uns allen im Abteil, gab die Frau zu bemerken, dass doch die Aufenthaltsgenemigung im Reisepass steht. Daraufhin stutzte der Kontrolleur. Er blickte zum Pass und sagte etwas enttäuscht wirkend: "Oh, dann muss ich ihn ja anerkennen." Aber kein Wort der Entschuldigung! Ich konnte nicht fassen, was da passierte. Daraus kann man viel schließen, zum Beispiel, dass natürlich nur "legale" Ausländer beförderungsberechtigt sind. Ihr Identität konnte die Frau mit dem Reispass ja eindeutig nachweisen, der gilt immerhin an jedem Flughafen. Es ging um die Aufenthaltsgenemigung! Es drängt sich der Verdacht auf, dass es bei den Kontrollen nicht nur um Ticket-Kontrollen geht, sondern auch um Ausländerkontrolle! Die Bahn wäre dann in der Rolle eines Hilfssheriff, der mutmaßliche illegale Ausländer aufspüren und den Rest mit preußischer Zucht erziehen soll. Diesen Eindruch hatte ich jedenfalls in diesem Moment. Und dieses Muster der Kontrolleure musste ich schon öfter beobachten - auch bei Dt. Kunden. Jedenfalls, als der Kontrolleur das Abteil verließ, konnte die junge Frau ihre Tränen nicht mehr zurückhalten. Als sie sich ins Abteil setzte, saß mir da eine selbstbewusste Frau gegenüber. Nach der Kontrolle war sie gebrochen. Sie muss sich so unglaublich fremd und unerwünscht gefühlt haben. Ich öffnete das Paint-Programm und malte einen Smilie. Darunter schrieb ich: " You are Welcome, ehrlich". Als ich ihr das Bild zeigte, musste sie lachen und wir führten im ganzen Abteil ein tolles Gespräch, bis zur Ankunft in Berlin. Wenigstens etwas Gutes. Aber unmittelbar nach der Kontrolle, hatte ich mich noch nie so sehr für meinen deutschen Pass geschämt.
Florian T. 22.04.2013
@querbet [Aber nach Ansicht des Videos gibt es keinen Grund der Pressemitteilung der Bahn keinen Glauben zu schenken.] Pressemitteilung eines Unternehmens ist keine unabhängige Kontrollinstanz. Diese gehört zur PR-Abteilung der Deutschen Bahn. Natürlich wird hier zu gunsten des Unternehmens geschrieben, wofür der zuständige Mitarbeiter auch bezahlt wird. [Es hat nichts mit Gestapo zu tun, wenn die da angesichts vieler Betrugsfälle auf Zahlungssicherheit bei ihren Online-Transaktionen drängen.] Ach, und wie hat sich die Frau des Betruges strafbar gemacht? Etwa weil sie einen russischen Pass hat, welches noch auf dem von der Bahn ausgestelltem und von der Kundin ausgedrucktem Formular aufgedruckt ist? Im Übrigem hat Ihre Argumentation nichts mit dem Fall zu tun. [Personendaten brauchen die nicht, wenn die Karte am Schalter oder Automaten gekauft wurde.] ID im Personalausweis stimmt. Ticket ist auch bezahlt. Wo sollte hier ein Problem sein? [Daraus muss man keine Story machen, weil eine Frau das ganze offenbar eskalieren lässt.] Wissen Sie, wenn ich im Buss aufgefordert werde bei einem Problem auszusteigen (in meiner Stadt, in welcher ich wohne), ist es kein Problem dem Folge zu leisten. Der nächste kommt bald. Bei Reisebeförderungen von langen Strecken aber ist es was ganz anderes. Wenn man Sie von der Weiterfahrt (obwohl es ersichtlich keinen Grund dafür gibt) hindert. Man irgendwo in einer fremden Stadt aussetzt (woher wissen Sie, dass man genügend Bargeld hat bzw. genug Geld auf dem Konto), ist es was ganz anderes. Zuerst wird man als Verbrecher behandelt, obwohl man das Ticket bezahlt hat. Dann kommt noch die Polizei dazu, die erst einen aus dem Zug schmeißen und dann erst befragen will. Das hier Menschen sich aufregen müsste eigentlich jedem verständlich sein.
Florian T. 22.04.2013
@querbet ---Zitat--- Die Frau hatte offenbar die Nachweise über Wohnsitz/ Bankkonto nicht dabei... ---Zitatende--- Bezahlt ist bezahlt. Es ist nicht die Aufgabe der Dt. Bahn Polizei zu spielen. Schon lange ist es nicht die Aufgabe der Bahn Menschen aus dem Zug zu werfen, weil die Bahn ein Problem mit ihrem System hat. PS: Was ist, wenn ich für jemanden ein Ticket kaufe? Natürlich kann die Reisende keine gewünschte Kreditkarte nachweisen.
123kjh 22.04.2013
Zitat von So ist es.Ein «Personalausweis» ist laut Definition ein «von staatlichen Stellen ausgegebener Identitätsnachweis als Personaldokument in Form eines amtlichen Lichtbildausweises». Auf der L'TUR-Website steht tatsächlich nur das Wort «Personalausweis» und nicht «Deutscher Personalausweis»....
Schön. Noch schöner wäre es, wenn Sie sich die L'Tur Webseite auch mal angeschaut hätten ;) Hier ein Screenshot, auf dem man sieht dass unter Personalausweis eindeutig nur ein solcher aus "Deutschland" vorgesehen ist. Das Drop-Down-Menü gibt keine weitere Auswahl her... http://i1335.photobucket.com/albums/w664/123kjh/ltur_zps08663f9b.jpg Die Dame hätte also eine der anderen Identifikationsmethoden wählen sollen. Inhaltlich bin ich trotzdem auf Ihrer Seite. Es geht darum den Reisenden eindeutig identifizieren zu können, damit ein Ticket nicht doppelt benutzt werden kann. Das war hier der Fall. Die Kunden hat bezahlt, und das konnte sie prinzipiell auch nachweisen. Da hat, hat sich wohl herausgestellt dass ihre Fahrkarte in der Tat gültig war. Eine echte Pleite für die Bahn. Es bleibt zu hoffen, dass die Schaffnerin ein Disziplinarverfahren an den Hals bekommt, und der Beamte der die Berichterstattung behindert ebenfalls.
123kjh 22.04.2013
Zitat von Florian T....Was ist, wenn ich für jemanden ein Ticket kaufe? Natürlich kann die Reisende keine gewünschte Kreditkarte nachweisen.
Eine Unterscheidung von Bezahlung und Identifizierung ist möglich, damit Person A ein Ticket für Person B bezahlen kann: http://forum.spiegel.de/f22/der-rauswurf-88288-79.html#post12550069 Das beinhaltet die Möglichkeit eine Kreditkarte zur Bezahlung zu benutzen, und eine andere zur Identifizierung. Das einzige was nicht möglich ist, ist einem Ausländer der keine eigene Kreditkarte/EC-Karte/BahnCard hat das Ticket zu bezahlen, weil dieser sich eben nicht mit Personalausweis/Reisepass identifizieren darf. Warum letzteres nicht möglich sein soll, bleibt ein Geheimnis (eine Unverschämtheit!) der Bahn.
123kjh 22.04.2013
Zitat von HamberlinerWie denn? IMHO ist eine Identifizierung gar nicht nötig. Um zu verhindern, dass dieselbe Fahrkarte mehrfach ausgedruckt und von verschiedenen Leuten genutzt wird muss nur unmittelbar vor der Fahrt oder während der Fahrt an einen Zentralrechner übermittelt werden, dass sie ab sofort für jede weitere Fahrt ungültig ist, und abgefragt werden, ob dieser Vorgang noch nie stattgefunden hat...
Genau so sollte eine Verifizierung stattfinden. Einmal gescannt sollte eine gedruckte Fahrkarte durch den Zangenabdruck Gültigkeit erlangen, damit der Kunde ein bereits erfolgtes Scannen nachweisen kann. Wenn das Gerät gerade nicht online sein kann (kein Netz), muss es die Daten speichern und beim nächsten Funkkontakt abgleichen. Ergibt sich eine Doppelnutzung während der offline-Phasen, kann man auf den orignal-Zahler zurückgreifen, dessen Daten ja zwangsweise vorhanden sein müssen. Das aktuelle System öffnet Mißbrauch Tür und Tor, wenn man nur weiss wie. Eine Anleitung erspare ich mir da sie illegal wäre und der Zensur vermutlich zum Opfer fällt. Gesagt sei nur soviel: Wer mit einer Wahrscheinlichkeit von >50% aktuell mehr als EUR 15 für eine Fahrt quer durch Germany zahlt, muss das schon freiwillig tun ;)
karl-felix 22.04.2013
Richtig
[QUOTE=123kjh;12556678 Eine echte Pleite für die Bahn. Es bleibt zu hoffen, dass die Schaffnerin ein Disziplinarverfahren an den Hals bekommt, und der Beamte der die Berichterstattung behindert ebenfalls.[/QUOTE] aber das wichtigste Problem ist die widerrechtliche Gewaltanwendung durch Bundesbeamte. Die Presse kann sich wehren . Der Bürger, der es nicht schfft Öffentlichkeit herzustellen - wie es der jungen Frau Gott sei Dank gelungen ist - ist bei solcher Willkür hilflos. Nur ein Gedankenspiel: Sie haben für Ihre Mutter ein On-line Ticket München - Berlin erworben. Ihre Mutter wird von Ihrer Schwester in München in den Zug gesetzt, kommt aber nie bei Ihnen in Berlin an. Viel Vergnügen bei der Suche nach Ihrer Mutter. Kein Mensch der Welt wird Ihnen von einem Vorfall mit einer älteren Dame und 7 uniformierten Männern in Halle erzählen, wenn es Ihrer Mutter nicht gelingt, die Öffentlichkeit zu alarmieren. Die junge Frau war intelligent genug, sofort per Telefon Ihren Anwalt zu verständigen( der natürlich Ihren Wohnsitz gegenüber der Polizei als Organ der Rechtspflege bestätigen konnte) und vor allen Dingen Öffentlichkeit herzustellen. Das begrenzt nach meiner Erfahrung die Bereitschaft zur Gewalttätigkeit. Der Schutz vor willkürlicher Verhaftung ist einer der wichtigsten zivilisatorischen, demokratischen Errungenschaften westlicher Demokratien. Wir sollten darauf achten, dass dieses so bleibt. Kein Mensch hat das Recht, sich ohne gesetzliche Grundlage an einer jungen Frau in Deutschland zu vergreifen, auch keine Uniformträger. Manchen Deutschen fällt das immer noch schwer, das zu glauben.
hartwurzelholz 22.04.2013
Zitat von huberbauer@querbet Schaffner sind weder Hilfspolizei noch Gestapo.
Zzzz.. Wir reden hier von einem Streit zwischen Fahrkartenschaffnern/Bundespolizei und einem Fahrgast und sie holen die Nazikeule raus. Fragen sie doch mal einen Holocaustüberlebenden was er von ihren hübschen Vergleich hält.
telmus 22.04.2013
Was ist Bahnservice? Bei der Deutschen Bahn selten zu finden und wenn, dann enorm teuer. Eigene Erfahrungen Russische Staatsbahnen: Auf Provinz-Umsteigebahnhöfen (z.B. Novosokolniki, Bologoe, etwa so groß wie Bad Kleinen) findet man mitten in der Nacht geöffnete Buffets [In Deutschland ist in Großstädten sogar nachts tote Hose], wo man sich wärmen und Tee trinken kann. Polizei ist auch da. Man kann in der Nacht Fahrkarten oder Restfahrkarten kaufen, und wenn man dann im dunkeln auf einem weitläufigen Bahnsteig steht, kommt eine Bahnhofsbeamte und erklärt mir [ich habe sie nicht gebeten], wieweit ich gehen muss, damit der Waggon, für den ich ne Fahrkarte hab, auch vor meiner Nase hält. Die Schlafwagenschaffnerin entschuldigt sich über fehlendes Wechselgeld (Kopeken) wegen Bettwäsche und bringt es mir noch mit Entschuldigung, kurz bevor ich aussteige. Sowas hat alles die Deutsche Bahn nicht mehr zu bieten, es ist der "Effektivität" und dem Kommerz geopfert. Außerdem unfreundliches Personal. Wenn ein Zug sich verspätet, findet man den Schaffner oft nicht, wenn man wissen will, ob man den Anschlusszug schafft.
hartwurzelholz 22.04.2013
Zitat von habmeinemeinungBitte an der Sache dran bleiben. Es ist von höchstem Interresse wie hier im weiteren Bundespolizei, Staatsanwaltschaft, Richter agieren. GgF könnte auch der Spiegel die Frau wie auch immer (Spendenaktion?) unterstützen, denn ich sehe wenig Chancen für sdie Frau als Ausländerin alleine gegen einen Konzern und Polizei anzukommen.
Haha, genau, wie wärs mit einem Opferfonds für Opfer von rechtsradikaler Kontrolleurgewalt? Das meinen sie nicht ernst oder:-)? Nur weil die Frau Ausländerin ist, ist sie automatisch arm und hilflos!? Und hat vor allem recht?? Das beurteilen sie anhand einem verwackelten Handyvideo vom dahergelaufenen Bildreporter 1414, das irgendwann mitten in der Szene einsetzt? Was machen sie, wenn in der Verhandlung aufkommt, dass sie die Kontrolleure recht hatten und die Maßnahmen rechtmäßig waren? Das Geld zurückfordern? Traurig, echt...
hartwurzelholz 22.04.2013
Zitat von 123kjhSchön. Inhaltlich bin ich trotzdem auf Ihrer Seite. Es geht darum den Reisenden eindeutig identifizieren zu können, damit ein Ticket nicht doppelt benutzt werden kann. Das war hier der Fall. Die Kunden hat bezahlt, und das konnte sie prinzipiell auch nachweisen. Da hat, hat sich wohl herausgestellt dass ihre Fahrkarte in der Tat gültig war. Eine echte Pleite für die Bahn. Es bleibt zu hoffen, dass die Schaffnerin ein Disziplinarverfahren an den Hals bekommt, und der Beamte der die Berichterstattung behindert ebenfalls.
Interessant, sie wünschen der Kontrolleurin ein Disziplinarverfahren an den Hals, weil sie vor Ort nicht eindeutig klären konnte, ob das Ticket gültig ist und sich für eine genauere Kontrolle entschlossen hat? Dann wünschen sie auch den Rausschmiß der Bäckereiverkäuferin, die ihnen ein falsches Brot eingepackt hat? Und dem Typ vom Getränkemarkt, weil er ihnen einen Kasten falsch berechnet hat? Krass, wie spießig... Fehler passieren eben manchmal. Sie hat die Dame mit Sicherheit nicht aus reiner Bösartigkeit schikaniert. Und wenn sie es okay finden, dass sie jeder dahergelaufene Tr**el filmt, weil sie von der Polizei kontrolliert werden (oder gerade im brennenden Auto eingeklemmt sind), dann melden sie sich doch gleich als Bild Fotoreporter 1414 an. Wenn ihre Personalien für alle auf dem Video zu hören sind oder auch als tolles Beweismittel, wenn sie gerade in ihrer Wut die Polizei beleidigen. Der Richter bedankt sich, kurz bevor er sie wegen der klaren Beweislage verurteilt.
hartwurzelholz 22.04.2013
Zitat von loncarosEs ist albern zu glauben, dass man den Polizisten irgendetwas tun könnte. Polizisten genießen durch ihren Status in Deutschland komplette Immunität gegenüber Strafverfolgungen. Weder andere Polizisten noch Staatsanwälte sind daran interessiert, Polizisten die sich im Dienst danebenbenehmen zu belangen, außer es gibt massiven Druck durch die Öffentlichkeit (siehe Gäfgen Folterungsdrohung) Deswegen rangiert Deutschland bei Amnesty International in Sachen Polizeigewalt auch nicht in der Nachbarschaft anderer Westeuropäischer Staaten sondern eher osteuropäischer Diktaturen.
Beides Blödsinn, es gibt öfter Verurteilungen. Es sind nicht mal Dienststellenleiter vor Strafverfolgung sicher- den letzten hats vor einigen Monaten in Bayern erwischt: Prozess: Elf Monate auf Bewährung für Polizeichef :: Homepage - Nachrichten - Oberpfalz & Bayern :: Mittelbayerische Zeitung :: www.mittelbayerische.de (http://www.mittelbayerische.de/nachrichten/oberpfalz-bayern/artikel/elf-monate-auf-bewaehrung-fuer-polizeichef/854289/elf-monate-auf-bewaehrung-fuer-polizeichef.html)
hartwurzelholz 22.04.2013
Zitat von deutscher-michelDieses Verhalten ist ein Skandal!!! Nicht der Bundespolizei - sondern der Bahn, die diesen Einsatz angefordert hat. Die Dame hatte eine auf ihren Namen ausgestellte Fahrkarte und konnte ihre Identität auch Nachweisen. Damit ist für mich der Mißbrauch dieser Fahrkarte ausgeschlossen. Hätte sie ihre EC-Karte zu Identifizierung angegeben, statt ihres Passes, hätte sie noch nicht einmal Ihren Wohnort angeben müssen. Der verantwortliche Zugbegleiter gehort ins Archiv.
überlassen wir die rechtliche Würdigung doch den Kontrolleuren vor Ort. Die machen ihren Job schon ein paar Jahre und kennen sich mit Sicherheit besser aus als wir beide... Ferndiagnose vom Laien, wenn nicht alle Fakten bekannt sind..!? Uha..
bronger 22.04.2013
karl-felix schreibt: "Sie liegen falsch. Mit der Buchung des Tickets und der Zahlung des Fahrpreises und dem Besteigen des Zuges ist der Vertrag zwischen dem Reisenden und der DB rechtskräftig." ... und zu diesem Vertrag gehören die Beförderungsbedingungen der DB. Und in denen steht, daß das Online-Ticket nur mit deutschem Perso, VISA, etc. gültig ist.
telmus 22.04.2013
Zitat von hartwurzelholzZzzz.. Wir reden hier von einem Streit zwischen Fahrkartenschaffnern/Bundespolizei und einem Fahrgast und sie holen die Nazikeule raus. Fragen sie doch mal einen Holocaustüberlebenden was er von ihren hübschen Vergleich hält.
Es ist Fakt und meine Erfahrung, dass Schaffner in Straßenbahn und Zug in Deutschland Ausländer schärfer kontrollieren. Und ein Holocaustüberlebender wird einen ähnlichen Eindruck haben, wenn er sowas beobachtet oder erlebt. Die Schaffner unterstellen der Studentin absichtliche Schwarzfahrt, wobei in Demokratien im Zweifelsfall die Unschuldsvermutung gilt. Das was geschehen ist, ist unverhältnismäßig und ist auf bestimmte Geisteshaltungen zurückzuführen.
hauser kd 22.04.2013
Na, dann
[QUOTE=querbet;12555277 Jeder normale Mensch wäre ausgestiegen, wenn zwei Schaffner das verlangen und hätte nicht das ganze ausgesessen bis man von der Polizei da rausgezogen wird.[/QUOTE] bin ich halt kein normaler Mensch. Ich waere jedenfalls nicht freiwillig ausgstiegen und haette auch nicht den Fahrpreis nochmals entrichtet. Meine Erfahrungen gehen jednfalls dahin, je mehr sich man gegen solche Autoritaeten duckt, desto bloeder ist man dran. Meine Efahrungen gehen eher dahin, dass man derartich sich selbst aufplusternden "Autoritaeten" mit einem gesundem Selbstbewusstsein, schnell auf 0 bringt. Beispiele. falls gewuenscht, kann ich bringen.
123kjh 22.04.2013
Zitat von querbetIn Berlin gibt es genug Strassenkids die mit gezockten Kreditkarten einkaufen und damit finanziellen Schaden anrichten, also ich kann es im Grunde nachvollziehen dass das Personal in solchen Fällen unbedingt die Anschrift will, die eigentlich jeder mit sich rumschleppt. Hat jetzt auch nicht unbedingt was mit "Polizei spielen" zu tun sondern Kindererziehung.
Das geht doch völlig am Thema vorbei. Das Online-Formular zur Identifikation bei LTur sieht so aus: http://i1335.photobucket.com/albums/w664/123kjh/ltur_zps08663f9b.jpg Wie die Fahrkarte der Dame bezahlt wurde, ist dem Artikel nicht zu entnehmen. Bei der "Identifikationsfrage" (siehe Screenshot) hat sie irrtümlich "Personalausweis" ausgewählt, und wohl den Eintrag "Land - Deutschland" übersehen. Hätte sie ihre Kreditkarte/BahnCard/EC-Karte gewählt, hätte es kein Problem gegeben. So hatte sie halt "Personalausweis" zur Identifikation gewählt, aber eben die Endziffern ihres russischen Passes angegeben. Formal ist das zwar falsch. Hätte die Schaffnerin jedoch den IQ einer Tischkante hätte sie erkennen müssen, dass die korrekte Person vor ihr sitzt, und das Ticket bezahlt ist. Damit sollte es heissen [url=http://www.youtube.com/watch?v=wXjhszy2f9w]>>sänk ju for träveling wis Deut-sche Bahn
telmus 22.04.2013
Zitat von querbetIn Berlin gibt es genug Strassenkids die mit gezockten Kreditkarten einkaufen und damit finanziellen Schaden anrichten, also ich kann es im Grunde nachvollziehen dass das Personal in solchen Fällen unbedingt die Anschrift will, die eigentlich jeder mit sich rumschleppt. Hat jetzt auch nicht unbedingt was mit "Polizei spielen" zu tun sondern Kindererziehung.
Was hat eine Studentin mit "Straßenkids" zu tun? Und was mit "Kindererziehung"? Die Schaffner haben mehrere Studen Zeit gehabt, mit Hilfe des Studentenausweises und anderer Dokumente der Studentin und mit Hilfe der Polizei die Identität festzustellen, und zwar bevor der Zug in Halle ankommt.
123kjh 22.04.2013
Zitat von hartwurzelholzInteressant, sie wünschen der Kontrolleurin ein Disziplinarverfahren an den Hals, weil sie vor Ort nicht eindeutig klären konnte, ob das Ticket gültig ist und sich für eine genauere Kontrolle entschlossen hat?
Nein - sondern weil die Schaffnerin die Studentin trotz genauerer Kontrolle irgendwo mitten in der DDR aussetzt, anstatt das Offensichtliche im Zug zu klären... Warum hat die Staatsanwaltschaft wohl ihre Ermittlugnen eingestellt? Weil es nichts zu ermitteln gibt! Nein - sowas wäre ein Versehen. Genau so als ob man beim Online-Fahrkartenkauf aus Versehen einen falschen Passtyp angibt. Dass Sie dafür die vorübergehende Inhaftierung gutheissen ist ja hier bereits schön dokumentiert ;) Rrrrrrrrrrrrichtig! Und deshalb muss man also Ihrer Auffassung nach verhaftet werden? Sie erinnern sich: Ich bin dagegen, Sie dafür. So ist das wohl. Wenn das schon [url=http://de.wikipedia.org/wiki/Schikanierung]>>Schikane
telmus 22.04.2013
kompliziert
Zitat von bronger... und zu diesem Vertrag gehören die Beförderungsbedingungen der DB. Und in denen steht, daß das Online-Ticket nur mit deutschem Perso, VISA, etc. gültig ist.
Bei jeder Transaktion ein Haufen "Beförderungsbedingungen" ist kompliziert und unpraktisch. Und es ist INTOLERANT, dieses einer ausländischen Studentin zuzumuten. Das erzeugt außerdem den Eindruck, nicht willkommen zu sein, nicht bei der Deutschen Bahn und auch nicht in Deutschland.
telmus 22.04.2013
Ausländer
Zitat von querbetKlar hat man es als Ausländer immer schwieriger und wird immer genauer inspiziert bezüglich Zahlungsfähigkeit. wer als Deutscher mal im Ausland gelebt hat weiß dass das so ist. Dort wird man nämlich auch genau unter die Lupe genommen wenn man eon Miet-/ Handyvertrag oder Bankkonto haben will. Das alles hat nichts mit Nazitum so tun, sondern generell damit dass die Leute sich absichern wollen wenn sie Geschäfte machen.
Ich habe in Russland gelebt und kenne alle möglichen Schikanen, die aber letztlich auf "Korruption" beruhen [z.B. Polizisten wollen Schmiergeld]. Was hier passiert ist, ist etwas anderes. Dass man aus dem Zug gesetzt wird, ist einem Verhalten in einem Rechtsstaat nicht würdig.
123kjh 22.04.2013
Zitat von telmusBei jeder Transaktion ein Haufen "Beförderungsbedingungen" ist kompliziert und unpraktisch...
Sehe ich genauso! Bei der Schweizer Bahn druckt man sein Ticket aus, und damit kann man dann fahren. Die Gültigkeit wird mit Hilfe des Lesegerätes welches die Schaffner tragen online überprüft. Das war´s dann. Oh! Nicht ganz: Vergisst man in der Schweiz seine Bahncard 50 (="Halbtax") oder Bahncard 100 (="GeneralAbonnement"), kann der Schaffner Online prüfen ob man das Behauptete besitzt. Kostenpunkt für den Überprüfungsaufwand: CHF 5. Genauso unterschiedlich ist die Musik bei der Post: In D kann man Briefmarken online bestellen. In den Bedingungen steht sinngemäß: "Doppelverwendung ist eine Straftat und wird zur Anzeige gebracht." Sehr einladend, falls man das (tatsächlich) aus Versehen mal macht. In der Schweiz heisst es zum selben Sachverhalt sinngemäß: "Bitte achten Sie darauf eine Online-Briefmarke nur einmal zu benutzen. Bei Mehrfachnutzung gilt der später eingelieferte Brief als "unfrankiert" und geht an den Absender zurück, bzw. es wird beim Empfänger Nachport erhoben." Die Frage ist: Will man Kundenfreundlich sein? Ja / Nein. Interessanterweise sind deutsche Ex-Staatsunternehmen weltmeister darin diese Frage mit "Nein" zu beantworten.
telmus 22.04.2013
Szene?
Zitat von hartwurzelholzDas gibt der feinen Lady noch nicht das Recht, sich den Bahnern und der Polizei(!) zu widersetzen und SO eine Szene zu starten. Dann soll sie genau das draußen mit denen klären und zur Not später einen kleinen Rechtsstreit vom Zaun brechen, so macht man das nämlich in Deutschland. Warscheinlich mussten wegen ihr wieder 300 Fahrgäste eine halbe Stunde auf die Weiterfahrt warten...
Das ist wenigstens eine gesunde Emotionalität, wie man sie bei Osteuropäern immer trifft. Wieso urteilen Sie aus Ihrem DEUTSCHEN Lebensgefühl? Und wieso wollen Sie einer Ausländerin zumuten, einen Rechtsstreit durchzuziehen? Beim Auftreten von Polizei muss eine nicht-EU-Studentin befürchten, ihre Auffenthaltsgenehmigung bzw. Studienzulassung zu verlieren. Auch deswegen ist ihr Verhalten erklärbar. Es ist natürlich eine Schande, dass die übrigen Fahrgäste dies nur beobachtet und die Studentin nicht unterstützt haben. WAs geschehen ist, ist UNVERHÄLTNISMÄSSIG.
karl-felix 22.04.2013
Nein
Zitat von hartwurzelholzZzzz.. Wir reden hier von einem Streit zwischen Fahrkartenschaffnern/Bundespolizei und einem Fahrgast und sie holen die Nazikeule raus. Fragen sie doch mal einen Holocaustüberlebenden was er von ihren hübschen Vergleich hält.
das ist unwahr. Die Reisende hatte weder Streit mit einer Schaffnerin noch mit einem Polizisten. Die hatte eine Fahrkarte gekauft um von München nach Berlin zu fahren. Sonst nichts. Warum hätte die mit einer Schaffnerin oder einem Polizisten streiten sollen? Und weder Sie noch ich bezahlen die Bundespolizei , damit die Beamten mit Fahrgästen streiten. Es kann nicht angehen in einem Rechtsstaat, dass ein Mensch seiner Freiheit beraubt , Gewalt gegen ihn ausgeübt wird gegen das Gesetz ,aus reiner Willkür. Jeder Staat ist gut beraten, solche Elemente direkt aus dem Staatsdienst zu entfernen und den Privatunternehmer, der die Polizisten einsetzte auf seine Verfassungstreue zu untersuchen. Sehr schwierig, einen solchen Vorfall im Ausland zu erklären. Selbst Ihnen wäre das nur schwer erklärbar, wenn es sich um Ihre Mutter gehandelt hätte, auf die Sie vergeblich in Berlin warteten. Nur weil es sich hier um eine junge Ausländerin handelt, darf man sich trotzdem nicht straflos an ihr vergreifen. Ich bin sicher, mit der Tochter von Herrn Schäuble oder Herrn Ramsauer wären die Beamten und die Schaffnerin sensibler gewesen. Wir werden sehen, wie der Prozess gegen die Beamten und die DB ausgeht.
telmus 22.04.2013
WILLKOMMENSKULTUR? Ich arbeite seit über 20 Jahren mit russischsprechenden Kollegen zusammen und habe auch viele freundschaftliche Kontakte. Das, was mit der Studentin geschehen ist, ist kein Einzelfall. Was Arbeitskollektive betrifft, so war ich in der Mehrheit der Fälle dort (In den russischsprachigen Ländern) immer willkommener als meine (weiß-)russischen/ ukrainischen Kollegen hier. Das fängt damit an, dass meine (deutschen) Kollegen oft nur minimales Interesse für die andere Seite zeigen, auch wenn sie vorher über mich schon über die tollen wissenschaftlichen Leistungen aufgeklärt wurden. Es gibt eine grundsätzliche Skepsis, die "Korruptionsvorwurf" oder "Hass auf das sozialistische System" heißt. Und das ist speziell deutsch, französische oder britische Projektpartner verhalten sich oft anders. Warum schneidet Deutschland in der "Willkommenskultur" EU-weit so schlecht ab? Und hat dies nicht auch etwas damit zu tun, wie man mit diesr Studentin umgegangen ist? Warum gibt es in diesem Blog so viele Verteidiger dieser höchst INTOLERANTEN Vorgehensweise der Deutschen Bahn?
karl-felix 22.04.2013
Nach
Zitat von hartwurzelholzHaha, genau, wie wärs mit einem Opferfonds für Opfer von rechtsradikaler Kontrolleurgewalt? Das meinen sie nicht ernst oder:-)? Nur weil die Frau Ausländerin ist, ist sie automatisch arm und hilflos!? Und hat vor allem recht?? Das beurteilen sie anhand einem verwackelten Handyvideo vom dahergelaufenen Bildreporter 1414, das irgendwann mitten in der Szene einsetzt? Was machen sie, wenn in der Verhandlung aufkommt, dass sie die Kontrolleure recht hatten und die Maßnahmen rechtmäßig waren? Das Geld zurückfordern? Traurig, echt...
allen Zeugenaussagen, die mir bekannt sind, phantasieren Sie. Ich vermute Sie haben den Artikel gar nicht gelesen. Wir werden sehen , wie das Gericht das rechtswidrige Verhalten der Bundespolizisten bewertet. Ich würde die AGB der DG auf ihre Verfassungstreue untersuchen lassen. Es ist mir vollkommen egal, ob da eine Schaffnerin einen Zickenkrieg begonnen hat oder ein wenig Allmächtige spielen wollte, ob ihre Unterstellung der rechtsradikalen Gesinnung zutrifft. Hier ist Recht und Gesetz gebrochen worden. Das muss verfolgt und bestraft werden. Ohne mildernde Umstände. Es spielt gar keine Rolle ob ein Kontrolleur Recht hat, Sie haben ein Recht auf körperliche Unversehrtheit und dieses Recht hat Verfassungsrang. Kein Fahrkartenkontrolleur steht über der freiheitlich demokratischen Grundordnung. Und das wussten die Polizeibeamten, auch wenn die Bahn einen Teil des Einsatzes bezahlte. Polizeibeamte können Sie nicht einsetzen nach dem Motto: Ich habe bezahlt nun tut ihr was ich will. Es gab keinen Grund, die junge Frau mit Gewalt aus dem Zug zu holen. Und dass ein Video verwackelt ist, ist auch kein echtes inhaltliches Argument Gewalt auszuüben.
karl-felix 22.04.2013
Unsinn
Zitat von querbetIn Berlin gibt es genug Strassenkids die mit gezockten Kreditkarten einkaufen und damit finanziellen Schaden anrichten, also ich kann es im Grunde nachvollziehen dass das Personal in solchen Fällen unbedingt die Anschrift will, die eigentlich jeder mit sich rumschleppt. Hat jetzt auch nicht unbedingt was mit "Polizei spielen" zu tun sondern Kindererziehung.
nur weil Sie unsere Gesetze nicht kennen oder die bewusst brechen, gehen meine bürgerlichen, verfassungsmässigen Rechte nicht verloren. Selbst in meiner Konditorei geht das Personal meine Adresse nichts an , nur weil da schon mal jemand Puddingteilchen geklaut hat. Und weil in Berlin Kids Kreditkarten abzocken, darf die junge Frau Berlin nicht erreichen? Sie leben in einem tollen Dorf. Lassen sich zwecks Kindererziehung verprügeln, weil andere Kinder mit gezockten Kreditkarten einkaufen. Irre Argumentation: Hat die Staatsanwaltschaft noch Fragen an diesen Zeugen ? Sie waren das auch, der vor der agressiven Schaffnerin gekniffen hat und die Fahrkarte devot ein zweites mal bezahlen wollte, weil er sowieso nichts ändern kann, oder? In meinem ganzen Leben hat von mir noch keine Schaffnerin die Adresse haben wollen.
karl-felix 22.04.2013
Mit
Zitat von hartwurzelholzüberlassen wir die rechtliche Würdigung doch den Kontrolleuren vor Ort. Die machen ihren Job schon ein paar Jahre und kennen sich mit Sicherheit besser aus als wir beide... Ferndiagnose vom Laien, wenn nicht alle Fakten bekannt sind..!? Uha..
Sicherheit nicht. Bereits 1979 wurden gerichtlich Massnahmen der Bahn im Zusammenhang mit Fahrkarten ( so hiess das damals nocht ) als verfassungswidrig eingestuft. Die rechtliche Würdigung in einem Rechtsstaat über nimmt die Justiz und kein Kontrolleur und kein Beamter der Exekutive. Die erforderlichen Fakten für ein Strafverfahren sind sehr wohl bekannt: Widerrechtliche Anwendung unmittelbaren Zwanges gegen eine unbescholtene Reisende. Zu prüfen ist die Ausweitung auf Amtsmissbrauch, Körperverletzung ( Sie erinnern sich der Problematik schon bei Androhung von Gewalt bei Kindesentführung?),Freiheitsberaubung. Die Fakten für ein zivilrechtliches Verfahren wird die Staatsanwaltschaft schon eruieren. Zeugen sind genügend vorhanden. Interessant wird es erst, wenn so ein Verhalten System hat. Und da wird die Presse wohl ähnliche Fälle erst einmal ausfindig machen. Für die Fernbusse eine unbezahlbare Reklame. Jeder Polizeieinsatz und Übergriff auf Veranlassung des Konkurrenten in einer Serie: Alle reden von der Bundespolizei ... Auch wenn die Beamten sich langweilten und glaubten, Sie müssten ein wenig Mogadischu spielen und einen Zug stürmen, an das Diszi werden die noch lange denken. Und das wird Kollegen eine Lehre sein, sich an das zu erinnern, was sie in der Ausbildung lernten. An die Aufgaben der Polizei und an den unmittelbaren Zwang.
karl-felix 22.04.2013
Dafür
Zitat von querbetNiemand weiß was zu dem Vorgang. Ob und wie die Karte bezahlt und kontrolliert wurde. niemand weiss ob die Frau irgendwo gemeldet ist oder studiert. niemand weiß aus welchen Gründen das Verfahren eingestellt wurde. es handelt sich lediglich um populistischen Journalismus und es ist alles nur Spekulation. man hat diese Aufnahme, die subjektiven Eindrücke des Journalisten und die Pressemitteilung, also kann man über das ganze gar nicht diskutieren.
sind Sie aber ganz munter dabei und hängen sich sehr weit aus dem Fenster. Gegen die Staatsanwaltschaft, gegen die Entschuldigung der deutschen Bahn , Ich denke, man weiss schon einiges. Der Augenzeugenbericht,das Video,die Stimmen der Beamten, die Einstellung des Verfahrens gegen die Reisende durch die Staatsanwaltschaft , das schriftliche Bedauern der Bahn, das Telefonat mit dem Rechtsanwalt. Ich denke, viel mehr braucht der Richter auch nicht und für das Disziplinarverfahren gegen die beteiligten Beamten reicht das allemal. Es sei denn, Sie zweifeln jetzt auch noch an, dass die Autoren des Spiegels Journalisten sind. Wie bescheuert ist es eigentlich, einen Journalisten populistisch zu nennen ? Das ist dessen Job , darüber zu berichten, was das Volk bewegt. Ein gefundenes Fressen, wenn so etwas in seiner Gegenwart geschieht. Spricht nicht für die Intelligenz der beteiligten Beamten.
telmus 22.04.2013
Wozu Journalismus?
Zitat von querbetNiemand weiß was zu dem Vorgang. Ob und wie die Karte bezahlt und kontrolliert wurde. niemand weiss ob die Frau irgendwo gemeldet ist oder studiert. niemand weiß aus welchen Gründen das Verfahren eingestellt wurde. es handelt sich lediglich um populistischen Journalismus und es ist alles nur Spekulation. man hat diese Aufnahme, die subjektiven Eindrücke des Journalisten und die Pressemitteilung, also kann man über das ganze gar nicht diskutieren.
Also das, was ein Journalist berichtet, ist Spekulation? Was ist daran populistisch? Man kann (soll?) nicht darüber diskutieren? Befürworten Sie Zensur, d.h. dass irgendwer bewertet, was populistisch ist oder nicht? Welchen Sinn hat dann Journalismus noch? Warum diskutieren Sie selbst? ES IST GUT, DASS HERR BECKER DARÜBER BERICHTET HAT. Und dass er es zufällig gefilmt hat. Denn solch ein Verhalten ist kein Einzelfall.
WolfgangK 22.04.2013
"Die Welt zu Gast bei Freunden" (Reklame zur Fußball-WM 2006) Herzlich wilkommen im Land der Dichter und Denker. Aus dem GG der BRD: Art. 1: (1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt. Art 20: (3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden. (Zitat Ende) Daß man sich mit solchen Märchenträumen wie dem Grundgesetz de facto nicht einmal den Hintern abwischen kann, liegt natürlich nicht nur an der Konsistenz des Papiers, auf dem es gedruckt ist. Unstrittig dürfte es sein, daß die Würde dieser Frau alles andere als geachtet und geschützt wurde. Schon alleine sich von einem Mann wider Willen anfassen lassen zu müssen, kann für Frauen, die schon einmal Opfer sexueller Gewalt geworden sind (das sind erschreckend viele, die weitaus meisten sprechen nie darüber), ein schweres Trauma sein. Die Aktion der "vollziehenden Gewalt" war natürlich hochgradig unverhältnismäßig und völlig illegal, keine Frage. Die angemessene Handlung wäre die Feststellung der Personalien (inkl. der Adresse) zur nachträglichen juristischen Klärung der rein zivilrechtlichen Frage der Gültigkeit der Fahrkarte gewesen. Ein Straftatbestand lag offenkundig nicht vor. Das Verhalten gegenüber dem dokumentierenden Journalisten war klare Nötigung. Er ist gesetzlich zur "Nothilfe" soweit möglich sogar verpflichtet. Alltags-Amtsfaschismus in Aktion. Ja, das ist von den Machthabern so gewollt und die Ausführenden Unterlinge werden gezielt auf dergleichen Verhalten hin ausgewählt, ausgebildet und durch ihre Befehlshierarchie entsprechend konditioniert. Hätte der Zugbegleiter es "durchgehen" lassen, hätte er riskiert, daß ein "mystery customer" es womöglich meldet (die Frau hätte ja selbst ein solcher sein können). Die arme Frau kann übrigens noch von Glück sagen, daß sie ohne nennenswerte körperliche und/oder Sachschäden davongekommen ist, von dem offenkundigen pychischem Streß sowie den Mehrkosten für die Weiterfahrt mal ganz abgesehen. *Sehr* häufig geht das nicht so relativ) "glimpflich" für die Opfer ab. Wobei es natürlich gewährleistet ist, daß die Amtsverbrecher (erst recht deren Chefs, die sie zu solchem Verhalten "anleiten") gegen Strafverfolgung absolut immun sind, selbst in Fällen die für das Opfer mit dem Tod oder schwerwiegenden lebenslänglichen Schäden enden. Übrigens kann dergleichen natürlich ebenso auch Leuten "passieren", die hierzulande aufgewachsen, blond und blauäugig und durchaus Mitgleid "gehobener Kreise" sind. Eine flüchtige Bekannte, eben blond, blauäugig, mit einem "von" im Namen, jung, gepflegt gekleidet und ebenso aussehend, (sie hätte z.B. in "Virgin Suicides" mitspielen können) wurde völlig grundlos, weil unbewaffnet und alles andere als gewalttätig mal eben, einfach so, krankenhausreif geprügelt. Der moderne Faschismus, der von "Obersturmbannführern im Geiste" aller Art heutzutage ganz selbstverständlich alltäglich verübt wird ist nicht notwendigerweise (nur) rassistisch gefärbt. Heil Hartz, *hackenknall* Wolfgang
huberbauer 22.04.2013
Ich stimme WolfgangK zu. Was der Studentin widerfahren ist hätte in ähnlicher Weise jedem passieren können. Sie hat goldrichtig gehandelt und sich den Machtspielchen der Schaffner und BuPos nicht unterworfen. "querbet" sagt, er hätte lieber "Verständnis" geheuchelt, um auf "Kulanz" zu hoffen, oder die Bahn anschließend zu verklagen. Der geborene Untertan eben - nach oben buckeln, nach unten treten. Falls er nicht für die Bahn oder die BuPo arbeitet, ist er jedenfalls ein Feigling. Vielleicht ist er auch nur neidisch, dass ein Mädchen mehr Mut beweist, als er je aufgebracht hätte. Wegen solcher Feiglinge fühlen sich Uniformträger bestätigt und begehen noch weit schlimmere Straftaten. Meine allergrößte Hochachtung vor dem Mut der jungen Dame!
karl-felix 22.04.2013
Sie
Zitat von querbetMut und Dummheit liegen bekanntlich dicht nebeneinander. das Leben ist voll von Machtspielen und es gehört zur Handlungsintelligenz dazu zu erkennen wann man schlechte Karten hat. In so einem Zug einen Machtkampf mit einem zu starten der einen Routinejob macht und sich bestens mit seinen Regeln auskennt ist nicht sonderlich erfolgversprechend, vor allem wenn man nicht das Kleingedruckte kennt,dass man unterschrieben hat. Wenn der Schaffner sagt: Die ID gilt hier nicht. Sagt man: Oh das wusste ich nicht . was machen wir jetzt? hat nichts mit Buckeln zu tun sondern Konfliktlösung.
sind nicht zufällig Jürgen , der Priester? beflissen bereit, er reibt die Hände, er beugt den Nacken, der Obrigkeit helf ich, die Frevler zu packen ? Was glauben Sie denn, was die junge Frau gesagt hat? Die ID gilt doch? Oder dass die Bahn den Vertrag eingegangen ist mit der auf dem Ticket vermerkten ID ? Ich würde mal Statistiker bemühen. Auffällige Häufungen ? Alleinreisende Frauen ? Ausländerinnen ? regionale Häufungen um Halle herum ? Gleiche Beamte beteiligt? Gleiche Schaffnerin ?
Mein erster Impuls war, ein Jahr Bahncard 100 für die junge Frau und diesen Helden von Bahnpolizisten (nicht täuschen lassen vom Aufdruck Bundespolizei), der so dämlich mit dem Ausweis rum wedelt, strafversetzen, aber tiefer sinken kann man in so einer Dienststelle ohnehin nicht. Zudem hätte ich dieses Video niemals gepixelt. Was mir noch bei den beiden Beamtinnen aufgefallen ist: muss man bei der Bahnpolizei keinen Sport mehr machen? ;)
Die Polizei-Beamten haben hier klar falsch reagiert, denn in so einem Fall sind der Polizei keines falls die Hände gebunden. Statt deeskalierend und beruhigend auf die junge Dame ein zuwirken schürren sie hier nur die Ängste der Dame. Klares Fehlverhalten!!! Das verhalten des Bahnpersonals kann ich leider hier nicht beurteilen, da nicht zuerkenne auf dem Video. Und wer meint die Frau habe kein gültiges Ticket und man könne sie daher so behandeln wünsche ich das er in diese Situation kommt.
telmus 23.04.2013
Zitat von bjuvIn Russland doch genauso: Wir haben 6 Stunden im Transitbereich in Petersburg gewartet, weil jedmand ein Stempel im Pass fehlte. Da waren die russ. Grenzschützer hart. Obwohl wir ja ausreisen wollten (die Einreise desjenigen war oK). Und wenn auf den Buchungsseiten steht, wies geht, warum nicht dran halten? Ich muss doch auch meine entspr. ID mitnehmen, wenn ich online buche. Hat sich noch niemand beklagt.
Grenzüberschreitung ist etwas völlig anderes als Kontrollen im Zug. Hab selbst genug erlebt an russischen und belarussischen Grenzen. Deutsche ooder polnische Grenzer sind auch nicht zimperlich. Und deutsche sowie Schengen-Gesetze sind auch sehr restriktiv den Russen gegenüber. (Russland war mal kulanter in den 90er Jahren, aber nach Verschärfung der deutschen Gesetze haben sie ihre Gesetze auch wieder verschärft). Dass man beim Zugfahren einen deutschen Pass braucht, ist [egal ob das in Bahn-Bestimmungen steht oder nicht] UNZULÄSSIG. Innerhalb Deutschland gilt auch keine Mitführungspflicht des Passes mehr. Unter TOLERANZ und AUGENMASS verstehe ich etwas anderes.
Robert_Rostock 23.04.2013
Zitat von telmus... Dass man beim Zugfahren einen deutschen Pass braucht, ist [egal ob das in Bahn-Bestimmungen steht oder nicht] UNZULÄSSIG. Innerhalb Deutschland gilt auch keine Mitführungspflicht des Passes mehr. Unter TOLERANZ und AUGENMASS verstehe ich etwas anderes.
Es geht nicht darum, dass man "beim Zugfahren einen deutschen Pass braucht". Es geht darum, dass man bei einer online gekauften, auf dem heimischen Drucker ausgedruckten Fahrkarte ein Dokument angeben muss, mit dem man sich identifiziert. Das muss kein Pass sein, kann auch eine Bahncard oder eine Kreditkarte sein. Diese Maßnahme wird mit dem Schutz vor Missbrauch (mehrfaches Ausdrucken der Fahrkarte etc.) begründet. Wenn man die Fahrkarte im Reisebüro, am Schalter oder am Automaten kauft, braucht man selbstverständlich keinen Pass.
sumoh 23.04.2013
Selber schuld! - das scheinen die Wegkucker hier im Forum ziemlich laut und frech zu sagen. ---- Abwarten bis es Euch mal trifft, weil auch Ihr gelegentlich mal Fehler macht. --- Die Kaltschnaeuzigkeit einiger Zeitgenossen ist unglaublich, dass die Frau moeglicherweise mittellos an einem ihr unbekannten Ort rausgesetzt wurde aus einem absolut nichtigen Grund, scheint viele nicht im geringsten zu beruehren. -------------------------------------------------------------------- Das ganze fing an mit einem vorsintflutlichen Buchungs- und Bezahlsystem. Warum koennen international so gut wie alle (mir bekannten!) Transportsysteme eine Onlinebuchung ohne vorprogrammierten Polizeieinsatz anbieten? Nur die privatisierte Deutsche Bahn stellt Fallen fuer Auslaender! Das da auch ein paar Deutsche mitgefangen werden zeigt nur, wie uebel das System ist, nicht dass es nicht diskriminierend ist. ---------------------------------------------------------------------------- Sollte es legal in Ordnung sein, verbilligte Tickets nur an Einheimische und Bewohner einer kleinen Zahl von Nachbarlaendern abzugeben, so ist es dennoch moralisch voellig falsch. Letztendlich geht es auch voellig gegen die Wirtschaftsinteressen des Unternehmens und das Ansehen des Landes.
karl-felix 23.04.2013
Die
Zitat von querbetGut dann übernehm ich nach Karl- Felix eben die Rolle des Advocatus Diaboli in diesem "Spon-Prozess". Die Leute sehen das Video und hören Halle und allen ist sonnenklar was sich zugetragen hat. ( Keiner weiss Wo die Schaffner herkommen). Aber nur weil die Frau ständig ruft: " Ich habe ein gültiges Ticket" heißt das noch lange nicht dass das stimmt. Laut Regeln der Bahn hatte sie kein gültiges Ticket. Ich würde als Kontrolleur auch die Krise Kriegen wenn mich einer da über meinen Job belehren will und Null kooperativ ist. Ist doch wohl klar dass ein bestimmtes Verhalten Kulanz fördert ein anderes das Gegenteil hervorruft. Aber letztenendes: Ich weiß auch nicht wie es sich zugetragen hat - wie keiner hier. daher plädiere ich dafür dass man die Leute nicht vorverurteilt.
Verurteilung übernimmt das Gericht, ist doch selbstverständlich. Entscheidender sind dann die Folgen dieser Verurteilungen. Auf die Bahn könnte dann zukommen, dass ihre Praktiken auf Verfassungswidrigkeiten überprüft wird. Genügend Gerichtsurteile dazu gibt es ja bereits. Auf die Beamten wartet dann noch das Disziplinarverfahren, wenn da die Presse dranbleibt wird das für die Beamten noch sehr bitter, da diese bewusst gegen unser Grundgesetz, gegen unsere Verfassung verstiessen gegen gültige Gesetze.
karl-felix 23.04.2013
Kein
Zitat von Robert_RostockEs geht nicht darum, dass man "beim Zugfahren einen deutschen Pass braucht". Es geht darum, dass man bei einer online gekauften, auf dem heimischen Drucker ausgedruckten Fahrkarte ein Dokument angeben muss, mit dem man sich identifiziert. Das muss kein Pass sein, kann auch eine Bahncard oder eine Kreditkarte sein. Diese Maßnahme wird mit dem Schutz vor Missbrauch (mehrfaches Ausdrucken der Fahrkarte etc.) begründet. Wenn man die Fahrkarte im Reisebüro, am Schalter oder am Automaten kauft, braucht man selbstverständlich keinen Pass.
Dissenz. Hat die junge Frau gemacht. Nur ist ein Missverständnis( so sah es ja wohl der Staatsanwalt bei der Einstellung des Verfahrens) im Procedere keine Rechtfertigung der Gewaltanwendung. Geschäftsbedingungen der Bahn brechen kein Bundesrecht und keine Verfassung. Ihre Würde ist unantastbar, ihre körperliche Unversehrtheit, ihre Reisefreiheit und die Pressefreiheit vom Grundgesetz garantiert unabhängig von den Geschäftsbedingungen Ihres Bäckers und Konditors oder Transportunternehmers. Die Klärung privater Rechtsstreitigkeiten ist Aufgabe der rechtsprechenden Gewalt, der Justiz und nicht der Exekutive. Zumindest in einem demokratischen Rechtsstaat. Das mag in Nordkorea oder Saudi Arabien anders aussehen, da bin ich überfragt. Hier bei uns ist die Anwendung körperlicher Gewalt ohne gesetzliche Grundlage ein klarer Verfassungsbruch. Erinnern Sie sich an das Problem allein der Androhung von unmittelbarem Zwang gegenüber einem gefassten Kindesmörder durch die Polizei ? Und hier wurde Gewalt nicht nur angedroht, sondern angewandt. Und zwar nicht gegen eine Kindesmörderin. Es ist unglaublich, wenn nicht der Journalist das ans Tageslicht gebracht hätte, würde man es in Deutschland für unmöglich bzw. kommunistische Propaganda halten. Wenn ich mit recht erinnere ist im Falle des Kindesmörders der betroffene Beamte wegen der Androhung von Gewalt aus dem Dioenst entfernt worden. Ich bin mal gespannt, wie das Gericht bei angewandter Gewalt entscheidet.
bronger 23.04.2013
Okay, anscheinend hat sogar die verbohrtere Abteilung hier mittlerweile eingesehen, daß die Frau gegen die Beförderungsbedingungen der Bahn verstoßen hat. Bleibt also nur noch zu klären, warum die Polizei körperliche Gewalt anwenden durfte. Ich mache es kurz: Der Wagon ist kein öffentlicher Raum, sondern Besitz der Bahn AG. Der Zugbeleiter kann das Hausrecht der Bahn wahrnehmen und jemanden des Zuges verweisen. (Das Hausrecht ist übrigens auch ein Grundrecht.) Bei Weigerung muß die Polizei das Hausrecht durchsetzen, egal ob es ein Schäger ist oder eine russische Studentin. Wer mir nicht glaubt, darf gerne nach "bahn hausrecht" Googeln und sich dabei auf Seiten seines Vertrauens beschränken. Oder muß einen Experten fragen.
bronger 23.04.2013
Nachtrag: Ich muß gegenüber der Polizei nicht begründen, warum ich möchte, daß eine Person meinen Besitz verläßt. Selbst wenn die Bahn jemandem mit gültigem Ticket aus dem Zug schmeißt, muß der erstmal zähneknirschend gehen. Es ist deren Wagon. Nachher kann der aber natürlich erfolgreich (zivilrechtlich!) gegen die Bahn vorgehen. NACHHER.
hartwurzelholz 23.04.2013
Zitat von karl-felixVerurteilung übernimmt das Gericht, ist doch selbstverständlich. Entscheidender sind dann die Folgen dieser Verurteilungen. Auf die Bahn könnte dann zukommen, dass ihre Praktiken auf Verfassungswidrigkeiten überprüft wird. Genügend Gerichtsurteile dazu gibt es ja bereits. Auf die Beamten wartet dann noch das Disziplinarverfahren, wenn da die Presse dranbleibt wird das für die Beamten noch sehr bitter, da diese bewusst gegen unser Grundgesetz, gegen unsere Verfassung verstiessen gegen gültige Gesetze.
So lächerlich immer, der Schrei nach dem Grundgesetz! Wenn die Schaffner die Polizei rufen, weil die Dame bei der Kontrolle nicht mitwirkt und nicht in der Lage ist, die Angelegenheit in Ruhe zu klären, damit die anderen Fahrgäste nicht gestört werden und ihre Fahrt endlich fortsetzen können, dann ist das ihr gutes Recht. Und wenn die der Polizei sagen, "Das Ticket muss überprüft werden, das geht nicht im Zug, gemäß den AGB's muss sie zur Durchführung der Kontrolle mit uns den Zug verlassen", dann müssen sich die Beamten eben da drauf verlassen. Sie dafür zu kreuzigen, weil sie die Schaffner bei der Kontrolle unterstützt, kurz, ihre Arbeit gemacht haben... lächerlich. Man hat in Deutschland eben nicht nur Rechte, sondern auch noch ein paar Verpflichtungen. Wem das hier alles zu streng, willkürlich und brutal vorkommt, soll sich mal mit russischen Polizisten anlegen, oder mit amerikanischen oder afrikanischen, oder oder oder. Dann werden unsere feinen Bildreporter 1414 und ICE-Robin-Hoods vielleicht mal merken, dass in Deutschland nicht alles schlecht ist.
hartwurzelholz 23.04.2013
Zitat von telmusBei jeder Transaktion ein Haufen "Beförderungsbedingungen" ist kompliziert und unpraktisch. Und es ist INTOLERANT, dieses einer ausländischen Studentin zuzumuten. Das erzeugt außerdem den Eindruck, nicht willkommen zu sein, nicht bei der Deutschen Bahn und auch nicht in Deutschland.
Das erzeugt nur den Eindruck, dass es bei uns geordnet zugeht und eben nicht willkürlich wie in so manchem Ausland (Russland, China, Afrika). Jedem Menschen die genau gleichen Pflichten und Rechte aufzuerlegen bzw. einzuräumen, unabhängig von Religion, Herkunft und Hautfarbe, das ist gerecht. Es ist niemand geholfen, wenn man nur Deutsche (was bedeutet das überhaupt? Kann auch ein Schwarzer sein!) kontrolliert und bei jedem ausländischem Schwarzfahrer beide Augen zudrückt. Genau das schürt Unfrieden in der Gesellschaft.
hartwurzelholz 23.04.2013
Zitat von 123kjhGenauso unterschiedlich ist die Musik bei der Post: In D kann man Briefmarken online bestellen. In den Bedingungen steht sinngemäß: "Doppelverwendung ist eine Straftat und wird zur Anzeige gebracht." Sehr einladend, falls man das (tatsächlich) aus Versehen mal macht. In der Schweiz heisst es zum selben Sachverhalt sinngemäß: "Bitte achten Sie darauf eine Online-Briefmarke nur einmal zu benutzen. Bei Mehrfachnutzung gilt der später eingelieferte Brief als "unfrankiert" und geht an den Absender zurück, bzw. es wird beim Empfänger Nachport erhoben."
Ich vermute, so nett war das bei uns auch mal formuliert, was dann jeder als Einladung zum Betrug verstanden hat. Kein Betrieb muss sich von solchen "Kunden" ver***en lassen. Im übrigen ist es erstaunlich, dass von Staatsbeamten und Postlern immer automatisch gute Laune erwartet wird. Auch diese Leute haben mal einen schlechten Tag oder sind eben einfach ein mürrischer Typ. Das sind keine Alleinunterhalter, die einem nach einem schlechten Tag auf den Rücken klopfen und einen mit Witzchen aufbauen. Die sollen meine Karte stempeln, mich kontrollieren und dann wieder gehen. Mehr erwarte ich auch nicht. Wenn dabei ein freundliches Wort fällt, freue ich mich natürlich und ich bin der letzte, der zu einem kleinen Schwätzchen nein sagt, kommt oft genug vor. Aber hier im Forum scheinen einige wirklich tief verletzt zu sein, weil ihnen nicht jedesmal freundlich über den Kopf gestreichelt wird. Vielleicht waren sie auch einfach Opfer vom guten, alten wie-man-in-den-Wald-reinruft-schallt-es-zurück-Prinzip??
hartwurzelholz 23.04.2013
Zitat von telmusDas ist wenigstens eine gesunde Emotionalität, wie man sie bei Osteuropäern immer trifft. Wieso urteilen Sie aus Ihrem DEUTSCHEN Lebensgefühl? Und wieso wollen Sie einer Ausländerin zumuten, einen Rechtsstreit durchzuziehen? Beim Auftreten von Polizei muss eine nicht-EU-Studentin befürchten, ihre Auffenthaltsgenehmigung bzw. Studienzulassung zu verlieren. Auch deswegen ist ihr Verhalten erklärbar. Es ist natürlich eine Schande, dass die übrigen Fahrgäste dies nur beobachtet und die Studentin nicht unterstützt haben. WAs geschehen ist, ist UNVERHÄLTNISMÄSSIG.
Mit Verlaub, so ein dämlicher Kommentar gehört eigentlich mit Ignoranz gestraft. Wer verliert denn seine Aufenthaltsgenehmigung, wenn er von der Polizei überprüft wird?? Wohl nur, wenn derjenige eh schon illegal im Land war oder die Kontrolle kurz nach dessen Handtaschenraub stattfand. Aber selbst solche Verbrecher werden ja mit aller Gewalt im Land behalten (Raub--> Verbrechen). Und sie erwarten im Ernst, dass sich der ganze Zug mit Mrs. ich-schrei-den-ganzen-Zug-zusammen solidarisiert? Und in welcher Form? Soll der Mob die Kontrolle mit Sprechchoren stören? Die Polizisten zusammenschlagen? Ist es das, was ihnen vorschwebt?? Unfassbar.. da braucht man sich über nichts mehr wundern. "Deutsches Lebensgefühl"?? Was soll das sein? Allein wir beide fühlen doch schon komplett unterschiedlich!? Mein türkischstämmiger Nachbar (Deutscher) mit Sicherheit auch und meine kleine Schwester auch. Greifen sie da nicht ein bisschen zu sehr in die Schublade? Aber leider ist das Schwarzweissdenken noch ein bisschen zu sehr verankert hier, egal aus welcher politischen Perspektive. Und Rumschreien und ein Riesentheater machen ist keine "gesunde Emotionalität", sondern unhöflich, lächerlich und kleinkindhaft. Die 50 Fahrgäste außenrum haben das Recht, in Ruhe ihr Buch zu lesen, Musik zu hören oder ihr Kind in den Schlaf zu wiegen, anstatt sich das Geplärre von Madame anzuhören. Man stelle sich vor, jeder, der in der Bäckerei das falsche Brot verkauft bekommt oder sich beim Media Markt über die hohen Preise ärgert, zieht so eine Szene ab.
hartwurzelholz 23.04.2013
Zitat von WolfgangK"Die Welt zu Gast bei Freunden" (Reklame zur Fußball-WM 2006) Herzlich wilkommen im Land der Dichter und Denker. Aus dem GG der BRD: Art. 1: (1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt. Art 20: (3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.
usw, usw... ich erspare uns mal, das ganze Geblubber wiederzugeben. Haha, fantastisch, das Rechtsverständnis so mancher Kommentatoren... Fakt ist, die Dame befand sich nicht in öffentlichem Raum, sondern in einem privaten Zugabteil. Damit hat die Deutsche Bahn das Hausrecht und ist jederzeit(!) befugt, jemanden aus dem Zug zu verweisen. Klar, im Nachhinein kann man dagegen klagen und vielleichtd hat man sogar Glück. Im Nachhinein! Wenn derjenige nicht gehen will, dann hat die Bahn das Recht, ihr Hausrecht über die Polizei durchzusetzen, sie selbst darf ja niemanden körperlich anpacken (es sei denn, derjenige hätte das Gesetz gebrochen § 127 StPO, "Jedermannsrecht"). Ist das gleiche, wenn sie einen ungebetenen Gast aus ihrer Wohnung entfernt haben möchten. Und dann kommt eben die Polizei und bittet die Dame nochmal höflich, den Zug zu verlassen und weist sie nochmal auf geltendes Recht hin. Wenn sie sich dann immer noch aufführt wie Rotz am Ärmel und sitzenbleibt, dann darf die Polizei selbstverständlich Hand anlegen. Und mit was .... mit Recht:-)! Auch wenn das so mancher SPON-Leser nicht wahrhaben will, aber das wird ihm dann spätestens nach dem eigenen Widerstand der (demokratisch legimitierte) Richter erklären.
telmus 23.04.2013
Russland
Zitat von hartwurzelholzDas erzeugt nur den Eindruck, dass es bei uns geordnet zugeht und eben nicht willkürlich wie in so manchem Ausland (Russland, China, Afrika). Jedem Menschen die genau gleichen Pflichten und Rechte aufzuerlegen bzw. einzuräumen, unabhängig von Religion, Herkunft und Hautfarbe, das ist gerecht. Es ist niemand geholfen, wenn man nur Deutsche (was bedeutet das überhaupt? Kann auch ein Schwarzer sein!) kontrolliert und bei jedem ausländischem Schwarzfahrer beide Augen zudrückt. Genau das schürt Unfrieden in der Gesellschaft.
Ich nehme mal an, dass ich persönlich mehr Erfahrungen mit russischer Polizei hab als Sie, weil ich dort gelebt habe und heute noch dort arbeite. Als AUSLÄNDER werden Sie im Inland zuvorkommend höflich behandelt, besser als die Inländer, weil man nämlich nicht will, dass schlecht berichtet wird. Anders geht man mit Inländern um. Bahnschaffner sind in Rossija prinzipiell sehr nett und eher noch besorgt um Ausländer. In Deutschland ist das offensichtlich umgekehrt. Wie schon gesagt, ist dieses nicht der einzige von mir erlebte Fall, wie man bei uns im Inland mit Russen umgeht. Man setzt keinen Menschen vor den Zug.
telmus 23.04.2013
Unterstellung
Zitat von hartwurzelholzUnd sie erwarten im Ernst, dass sich der ganze Zug mit Mrs. ich-schrei-den-ganzen-Zug-zusammen solidarisiert? Und in welcher Form? Soll der Mob die Kontrolle mit Sprechchoren stören? Die Polizisten zusammenschlagen? Ist es das, was ihnen vorschwebt?? Unfassbar.. da braucht man sich über nichts mehr wundern.
Sie UNTERSTELLEN mir hier Gewaltbereitschaft!!!! Sie sind UNSACHLICH! Einige Reisende haben sich ja mit der Studentin solidarisiert, friedlich, und es sind jetzt Zeugen. Ein Polizist hat versucht, den Journalisten an der Ausübung demokratischer Rechte zu hindern, nämlich am Filmen. Ich wäre mit der Studentin ausgestiegen, damit sie einen Zeugen hat und damit sie sich in der Provinz orientieren kann. Und weil es sich gehört, bedrängten ausländischen Menschen zu helfen!
telmus 23.04.2013
Ich würde vorschlagen, mal eine russische Zeitung auf das Thema hier anzusetzen, um zu schauen, wie die darüber berichten, wie Ihre Staatbürger in Deutschland behandelt werden. Gibt es Vorschläge?
telmus 23.04.2013
Deutsch
Zitat von hartwurzelholz"Deutsches Lebensgefühl"?? Was soll das sein? Allein wir beide fühlen doch schon komplett unterschiedlich!? Mein türkischstämmiger Nachbar (Deutscher) mit Sicherheit auch und meine kleine Schwester auch. Greifen sie da nicht ein bisschen zu sehr in die Schublade? Aber leider ist das Schwarzweissdenken noch ein bisschen zu sehr verankert hier, egal aus welcher politischen Perspektive.
Typisch DEUTSCH ist zum Beispiel, wenn man es mit anderen Ländern vergleicht, eine überzogene PARAGRAPHENREITEREI (hier im Blog z.B. "Beförderungbedingungen", "Hausrecht"), und dabei das Vergessen allgemein menschlicher Umgangsnormen. Dies trifft bei weitem nicht nicht für die Mehrheit der in unserem Lande lebenden Menschen zu, aber diese Eigenschaft trifft man in D häufiger an als in vielen anderen Ländern. (In den letzten 150 Jahren gibt es da viele Beispiele, die in Kunst, Kultur und Geschichtsschreibung eingegangen sind). Dann ist typisch DEUTSCH, dass man eine gewisse Exaktheit oder Lebensweise von Nachbarn auch erwartet. Nicht umsonst gibt es soviele Grundstücks- Nachbarschaftsstreits besonders in D. Wenn Sie mal in einem anderen Land gelebt hätten, würden Sie wissen, dass z.B. in Osteuropa und Südeuropa diese aufbrausende Reaktionsweise üblich ist. Im weiteren wurde die Studentin BEHINDERT durch die intolerante Vorgehensweise der Schaffner [Mit gesunden Menschenverstand erkennt man, dass sie keine Betrügerin ist.], sich auf ihre Veranstaltungen im Studium vorzubereiten. [Ist jemand, der sich im Zug mit Studiendokumenten auseinandersetzt, ein potenzieller Betrüger???]. Und zwar über mehrere Stunden lang und nicht nur 5 minuten. Und aufgrund der Traumatisierung wahrscheinlich auf Tage. [Ich selbst arbeite oft im Zug und weiß, wie das ist].
nova-s 23.04.2013
die ganzen schönen links und screenshots zu den aktuellen buchungsseiten und agbs der verschiedenen anbieter sind ja wohl irgendwie hinfällig - wer weiss schon, wie die seiten vor 3 monaten genau gestaltet waren und vielleicht aufgrund dieses vorfalls bereits überarbeitet wurden...
telmus 23.04.2013
Geschockt
Zitat von querbetWarum hat der Journalist der Frau eigentlich kein Geld geliehen, wenn er dabei war? Vielleicht weil er sich still und heimlich dachte: "Wer weiß ob ich das Geld jemals wiedersehe, die Adresse kann ja falsch sein, die sie mir sagt." Aber die Bahn kann das Geld ja verleihen, weil es ein Konzern ist und das kommt bestimmt total selten vor, dass jemand gegen die Beförderungsbedingungen verstösst...
Weil der Journalist selber geschockt war, als die Polizei kam. Mit sowas rechnet nicht ein normal denkender Mensch. Im Russischen Pass ist ein deutsches Visum. Dort steht dann auch geschrieben, dass man zum Studium ist. Das hätte sich die Bahn notieren können, um im nachhinein zu prüfen. [Oder um der Polizei mitzuteilen, dass sie das prüft, während die Bahn fährt.] Das hätten auch die Polizisten wissen müssen, wenn sie den deutschen Staat vertreten. Es gibt tausend Möglichkeiten, freundlicher zu sein und die Leute NICHT ZU TRAUMATISIEREN.
viktoria.f 23.04.2013
Es ist echt traurig wie enorm der Hass gegen Russen oder allgemein Ausländer ist . Die geben der Frau nicht einmal die Chance sich zu rechtfertigen die Frau hat doch nichts verbrochen und wird schon fast als Verbrecherin dargestellt ! Echt armes Deutschland !!
hjm 23.04.2013
Zitat von viktoria.fEs ist echt traurig wie enorm der Hass gegen Russen oder allgemein Ausländer ist . Die geben der Frau nicht einmal die Chance sich zu rechtfertigen die Frau hat doch nichts verbrochen und wird schon fast als Verbrecherin dargestellt ! Echt armes Deutschland !!
Es ist echt traurig wie enorm der Hass gegen die Polizei oder allgemein den Staat ist . Die geben den Beamten nicht einmal die Chance sich zu rechtfertigen die Beamten haben doch nichts verbrochen und werden schon fast als Verbrecher dargestellt ! Echt armes Deutschland !!
viktoria.f 23.04.2013
Ich glaube anhand dieses Videos ist dein Kommentar total fehl am Platz @hjm
nis_san 23.04.2013
Very unprofessional actions both of the DB staff (basis the story and all the circumstances) and BP. The rationale of the DB staff is clear though is hardly an excuse yet the police motivation and overall behaviour is the problem: police should not act as DB's chartered security force. Police was there on the spot to protect the rights of both DB and the lady, should have suggested the legitimate and rational solution given all factors. No one's guilty until proven otherwise. In this case DB is evidently the "villain". Then why the BP had not turned the whole train off the track? In fact that particular incident is just another one in a series of German police force irregularities of a varying severity and makes it resemble the notorious Russian police force -- the difference is not that big as one may think. In the meantime the incident has infuriated a lot of people in Russia. Lets see it will develop further on.
karl-felix 23.04.2013
Nein
Zitat von querbetWarum hat der Journalist der Frau eigentlich kein Geld geliehen, wenn er dabei war? Vielleicht weil er sich still und heimlich dachte: "Wer weiß ob ich das Geld jemals wiedersehe, die Adresse kann ja falsch sein, die sie mir sagt." Aber die Bahn kann das Geld ja verleihen, weil es ein Konzern ist und das kommt bestimmt total selten vor, dass jemand gegen die Beförderungsbedingungen verstösst...
der wird vermutet haben, dass da System hintersteckt, dass alleinreisende Damen genötigt werden aus formalen Gründen zusätzlich zu zahlen und dass u.U. dieses Geld nirgendwo in den Büchern auftaucht, da alle Beteiligten davon ausgehen, dass sich alleinreisende ausländische Damen nicht gegen Uniformierte wehren. Ich würde an Stelle des Journalisten einmal die Statistik befragen, ob sich solche Vorfälle im Raum Halle häufen. Es ist schon merkwürdig. Die Bahn hatte ihr Geld im Sack, die würde nicht nachhaken, und die Beteiligten halten auch dicht. Zufall , dass ein Journalist davon Wind bekam. Was man sich als Journalist so alles still und heimlich denken kann.
karl-felix 23.04.2013
Das
Zitat von hjmEs ist echt traurig wie enorm der Hass gegen die Polizei oder allgemein den Staat ist . Die geben den Beamten nicht einmal die Chance sich zu rechtfertigen die Beamten haben doch nichts verbrochen und werden schon fast als Verbrecher dargestellt ! Echt armes Deutschland !!
ist falsch. Die Polizisten haben gegen das Bundespolizeigesetz verstossen und gegen das Gesetz zur Anwendung unmittelbaren Zwanges und gegen Ihr Grundgesetz und die darin verankerten Menschenrechte. Ihre Würde ist unantastbar. Das gilt auch für Polizisten und natürlich haben die vor einem ordentlichen Gericht in den nächsten Monaten Gelegenheit sich zu rechtfertigen und von dem Dienstherrn werden Sie ebenfalls im Disziplinarverfahren gehört. Sie dürfen nur nicht Täter und Opfer verwechseln, die junge Dame hat nicht gewaltsam die Bundespolizei aus dem Zug entfernt und das Verfahren wurde von der deutschen rechtsprechenden Gewalt eingestellt.
sekoberlin 23.04.2013
Das ist die deutsche Bürokratie,stärker als die (deutsche) Demokratie.Peinlich...
123kjh 23.04.2013
Zitat von hartwurzelholzIch vermute, so nett war das bei uns auch mal formuliert, was dann jeder als Einladung zum Betrug verstanden hat. Kein Betrieb muss sich von solchen "Kunden" ver***en lassen...
Hä? Sie schreiben ständig an den Fakten vorbei. Ein erfolgreicher Betrug ist in diesem Fall nicht möglich, weil Online-Briefmarken nicht nur Online verkauft werden, sondern auch zu 100% überprüft werden. Doppelverwendung funktioniert also zu 100% nie. Der Unterschied D/CH ist nur, dass man in D dafür wegen "Betrugsversuch" angezeigt wird, während einem in der Schweiz nur vor Augen geführt wird, dass die Online-Überprüfung tatsächlich stattfindet und funktioniert, und eine Doppelverwendung schlicht faktisch nicht möglich ist. Bei der Bahn ist der prinzipielle Unterschied derselbe: In D kann man durch Flüchtigkeitsfehler in die kriminelle Ecke gestellt werden, was in der Schweiz ganz einfach systemisch unmöglich ist. Die Frage ist nur: Warum macht die D-Bahn es so schwierig? (Und warum verteidigen Sie deren idiotisches Vorgehen so vehement?)
mirindax 24.04.2013
Extrem gefährliche Frau
Ja, es ist ganz eindeutig zu erkennen im Video. Von dieser harmlos aussehenden Asya ging doch eine extrem hohe Gefahr aus. Der Kenner sieht direkt wie katzengleich sie sich auf dem Bahnsteig bewegt. Das zeugt von hoher Schule einer tödlichen fernöstlichen und sehr geheimen Kampfkunst. Sie ist so geheim, dass die Deppen es nicht erkannten. Nur gut, dass Asya innere Ruhe bewahrt hat und ein Unglück aller Beteiligten nebst anrückender Hundertschaft vermied. Ich hoffe die Beteiligten haben nicht nur "das Verfahren eingestellt", sondern sich auch aufrichtig entschuldigt. Ich glaube aber eher nicht... Sah ja auch wirklich gefährlich aus...
megatuner 24.04.2013
Hier sichert ein Machtorgan die Durchsetzung der Interessen eines Unternehmens, was auch noch ein Staatsunternehmen ist. Das ist leider normal in unserer Republik. Mir tut die leidtragende Studentin leid. Ich danke dem Journalisten für die Information.
hjm 24.04.2013
Zitat von viktoria.fIch glaube anhand dieses Videos ist dein Kommentar total fehl am Platz @hjm
Folgendes habe ich in meiner Jugend gelernt und damit bis heute gute Erfahrungen gemacht: 1. Nichts ist manipulativer als Bilder, deren Entstehungshintergrund man nicht genau kennt. Es gibt da _sehr_ berühmte Beispiele. 2. Wenn man die wörtlich gleiche Argumentation auch benutzen kann, um für das Gegenteil zu argumentieren, dann kann es keine sinnvolle Argumentation sein. 3. Personen, mit denen man noch nie ein Bier zusammen getrunken hat, duzt man nicht.
hjm 24.04.2013
Zitat von karl-felixIch würde an Stelle des Journalisten einmal die Statistik befragen, ob sich solche Vorfälle im Raum Halle häufen.
Ich bitte Sie. Recherchieren und Nachfragen ist nun wirklich nicht die Aufgabe eines Journalisten.
hjm 24.04.2013
Zitat von 123kjhDie Frage ist nur: Warum macht die D-Bahn es so schwierig?
Weil sie ihrerseits in diesem vollkommen durchjuristisierten, unflexiblem System, wie Sie es richtig beschreiben, gefangen ist, das sie selbst nicht geschaffen hat. Gerade wenn es um geschäftliche Beziehungen zwischen Unternehmen und Privatpersonen geht, muss in diesem Land doch alles haarklein und absolut unflexibel gesetzlich geregelt werden. Dafür haben sogenannte „Verbraucherschützer“ in den letzten Jahrzehnten erfolgreich gekämpft, dass bei der Anbahnung und Abwicklung eines solchen Geschäftes an keiner Stelle irgendeine menschliche Regung mehr erlaubt ist, sondern alles alternativlos nach den Buchstaben von Gesetzen, Verordnungen und AGB's zu erfolgen hat, deren Wortlaut wiederum durch Gesetzes und Verordnungen bis ins Detail festgelegt wird. Warum soll die Gestaltung eines Online-Tickets und dessen Benutzung einfacher sein als die Anpreisung und der Verkauf einer Packung geräucherten Schinkens?
atcharlottegreen 24.04.2013
Ist mir auch schon passiert. Schon einen Augenblick her. Die BuPo hiess damals noch TraPo (Transport-Polizei). Und aus dem Zug wurde ich gezerrt, weil mit meinem speziellen Personalausweis - dem PM12 - wohl auch ein Berlinverbot verbunden war. Man muss das positiv sehen, manche Dinge aendern sich eben nie ... FelsInDerBrandungUndSo ...
Robert_Rostock 24.04.2013
Zitat von hjmWeil sie ihrerseits in diesem vollkommen durchjuristisierten, unflexiblem System, wie Sie es richtig beschreiben, gefangen ist, das sie selbst nicht geschaffen hat. Gerade wenn es um geschäftliche Beziehungen zwischen Unternehmen und Privatpersonen geht, muss in diesem Land doch alles haarklein und absolut unflexibel gesetzlich geregelt werden. Dafür haben sogenannte „Verbraucherschützer“ in den letzten Jahrzehnten erfolgreich gekämpft, dass bei der Anbahnung und Abwicklung eines solchen Geschäftes an keiner Stelle irgendeine menschliche Regung mehr erlaubt ist, sondern alles alternativlos nach den Buchstaben von Gesetzen, Verordnungen und AGB's zu erfolgen hat, deren Wortlaut wiederum durch Gesetzes und Verordnungen bis ins Detail festgelegt wird. Warum soll die Gestaltung eines Online-Tickets und dessen Benutzung einfacher sein als die Anpreisung und der Verkauf einer Packung geräucherten Schinkens?
Finde ich auch. Was soll diese blödsinnige Authentisierungsprozedur. Totaler, typisch deutscher Bürokratismus. Wenn ich ein Stück Papier vorweisen kann, auf dem "Deutsche Bahn-Fahrkarte von Hamburg nach München" steht, dann hat die Bahn diesen als Fahrkarte anzuerkennen. Und nicht mit typisch deutscher Kleinkrämerei irgendwie daran herumzuschnüffeln, ob der Fahrschein auch echt und bezahlt ist.
Robert_Rostock 24.04.2013
Zitat von atcharlottegreenIst mir auch schon passiert. Schon einen Augenblick her. Die BuPo hiess damals noch TraPo (Transport-Polizei). Und aus dem Zug wurde ich gezerrt, weil mit meinem speziellen Personalausweis - dem PM12 - wohl auch ein Berlinverbot verbunden war. Man muss das positiv sehen, manche Dinge aendern sich eben nie ... FelsInDerBrandungUndSo ...
Meine Güte, wie oft denn noch: Es geht hier nicht darum, ob man einen Zug nur mit gültigem Ausweis benutzen darf. Sondern um den Nachweis der Gültigkeit des Online-Tickets. Wenn man sich die Fahrkarte am Schalter, am Automaten, im Reisebüro kauft, wird niemand nach einem Ausweis fragen. Wenn man bei der Online-Fahrkarte als Identifikation eine Bahn-Card oder eine Kreditkarte angibt, wird man nicht den Ausweis, sondern diese Bahncard bzw Kreidtkarte vorzeigen müssen.
123kjh 24.04.2013
Zitat von querbet...dann trägt man eben die erforderlichen Dokumente bei polizeilichen Kontrollen mit sich...
Niemand muss in Deutschland Papiere mit sich führen. Für Deutsche ergibt sich das aus dem [url=http://www.gesetze-im-internet.de/pa_g_1986/BJNR105370986.html]>>PaßgesetzAufenthaltsgesetzBesitz
karl-felix 24.04.2013
Und
Zitat von hjmWeil sie ihrerseits in diesem vollkommen durchjuristisierten, unflexiblem System, wie Sie es richtig beschreiben, gefangen ist, das sie selbst nicht geschaffen hat. Gerade wenn es um geschäftliche Beziehungen zwischen Unternehmen und ......
was hat das Geschwalle damit zu tun, dass sich Bundespolizei an Gesetze zu halten hat? Der Prozess gegen die Bahn läuft, das Urteil werden wir hoffentlich erfahren. Wünschenswert wäre halt nur, wenn man - wo man jetzt einmal dabei ist - auch die von der Bahn bewusst beibehaltenen verfassungswidrigen Praktiken abschafft. Auf Gerichte hört die Bahn nicht, da sie sich offensichtlich immer noch als Staat im Staate fühlt und glaubt mit eigner Polizei sioch nicht um unsere Verfassung scheren zu müssen. Das Gericht wäre in meinen Augen gut beraten, der deutschen Bahn unmissverständlich klarzumachen, dass sie genau so ein Privatunternehmen ist wie die Telekom oder mein Konditor und sich an geltendes Recht zu halten hat.
123kjh 24.04.2013
Zitat von karl-felix...Hier bei uns ist die Anwendung körperlicher Gewalt ohne gesetzliche Grundlage ein klarer Verfassungsbruch. Erinnern Sie sich an das Problem allein der Androhung von unmittelbarem Zwang gegenüber einem gefassten Kindesmörder durch die Polizei ? Und hier wurde Gewalt nicht nur angedroht, sondern angewandt. Und zwar nicht gegen eine Kindesmörderin...
Sie Verwechseln ein paar "Kleinigkeiten". Dem Kindsmörder wurde damals in Frankfurt [url=http://www.spiegel.de/panorama/hintergrund-der-fall-metzler-gaefgen-daschner-a-305227.html]>>Folterunmittelbarer Zwang
wolfi55 25.04.2013
Ich habe in einem Polizeiforum folgede Aussagen gelesen: "Ich hätte die Dame nicht aus dem Zug befördert. Sie hatte offensichtlich einen Fahrschein, der auf ihren Namen ausgestellt war. Den Namen und die Adresse kann ich feststellen und der Bahn zur Einleitung von weiteren Maßnahmen übergeben. Der Mitarbeiter der Bahn kann von seinem Hausrecht nicht Gebrauch machen, weil dieses durch den Beförderungsvertrag eingeschränkt ist. Hinweise, dass kein Beförderungsvertrag ode reine Straftat besteht, kann ich nicht erkennen. Damit ordne ich die Weiterbeförderung an." Wenn die von der Bahn beauftragte Agentur selbstständig Deutscher PA annimmt, dann sehe ich keinen Grund dafür, dass hier eine Beförderungserschleichung vorliegt. Im Verhalten der Bupo kann ich nur erkennen, dass man meinte einen illegalen Aufenthalt vor sich zu haben und dementsprechend verfuhr.
karl-felix 25.04.2013
Genau
Zitat von wolfi55Ich habe in einem Polizeiforum folgede Aussagen gelesen: "Ich hätte die Dame nicht aus dem Zug befördert. Sie hatte offensichtlich einen Fahrschein, der auf ihren Namen ausgestellt war. Den Namen und die Adresse kann ich feststellen und der Bahn zur Einleitung von weiteren Maßnahmen übergeben. Der Mitarbeiter der Bahn kann von seinem Hausrecht nicht Gebrauch machen, weil dieses durch den Beförderungsvertrag eingeschränkt ist. Hinweise, dass kein Beförderungsvertrag ode reine Straftat besteht, kann ich nicht erkennen. Damit ordne ich die Weiterbeförderung an." Wenn die von der Bahn beauftragte Agentur selbstständig Deutscher PA annimmt, dann sehe ich keinen Grund dafür, dass hier eine Beförderungserschleichung vorliegt. Im Verhalten der Bupo kann ich nur erkennen, dass man meinte einen illegalen Aufenthalt vor sich zu haben und dementsprechend verfuhr.
so ist es, und das Problem des illegalen Aufenthaltes ist durch das Telefonat mit dem Rechtsbeistand der Betroffenen innerhalb einer halben Minute auszuräumen. Ich würde einmal überprüfen, wie vielen alleinreisenden Ausländerinnen das passiert und ob signifikant häufig die gleichen Schaffner/polizisten betroffen sind, die Geld fordern.
123kjh 25.04.2013
Zitat von karl-felix...Ich würde einmal überprüfen, wie vielen alleinreisenden Ausländerinnen das passiert und ob signifikant häufig die gleichen Schaffner/polizisten betroffen sind, die Geld fordern.
Meine Frau ist Libanesin und auch mehrmals mit dem Zug durch Deutschland gefahren. Es gab nie Probleme, ausser einen Scahffner der "gaaaaanz genau" hingesehen hat ob er was finden kann: Glücklicherweise ist mir das mit der "Identifikation" und dem "D-Perso" bei just _dieser_ Reise aufgefallen, als ich gerade den libanesischen Reisepass meiner Frau eintragen wollte. Eigentlich wollte mein Frau die Fahrt selber bezahlen, aber die libanesische Kreditkarte wurde nicht zur Bezahlung akzeptiert. Lösung war dass ich mit meiner Kreditkarte zahlte, und wir die zur Zahlung nicht akzeptierte libanesische Kreditkarte meiner Frau zur "Identifizierung" einsetzten, was problemlos geklappt hat. Ob´s Rechtens war weiss ich nicht: Der Schaffner wollte trotz identifizierungsmerkmal "Kreditkarte" noch einen zugehörigen "Lichtbildausweis" sehen, wozu meine Frau wiederum den (vom Buchungssystem nicht akzeptierten) Reisepass hervorholte. Der Schaffner hat das Passbild "miesepetrig" verglichen. Immerhin hat er nicht nach Aufenthaltsgenehmigung/Visa gefragt oder gesucht/geblättert, aber ich glaube das hat er auch nur deswegen nicht gemacht, weil er davon keine Ahnung hatte/hat. Als dann das Bild im Reisepass zum Gesicht passte, hat er nochmal alle Namen (Reisepass/Kreditkarte/Ticket) und Kreditkartennummer (Karte/Ticket) verglichen, und (recht unglücklich) festgestellt, dass wohl alles korrekt ist. Man hat deutlich gemerkt, dass er etwas finden wollte, aber nunmal nicht konnte. Fairerweise muss man sagen, dass das bei einer von ~10 Fahrten war, und es ansonsten immer anstandslos bis "sehr freundlich" über die Bühne ging. Und das obwohl wir Asyas Fehler (ausländische Reisepassnummer bei "D-Perso" zur Identifikation eingeben) genau so auch schon gemacht hatten.
karl-felix 25.04.2013
Das
Zitat von 123kjh- die Studentin hat sich strafbar gemacht, weil sie sich der (Bundes-)Polizei widersetzt hat. .
ist falsch. Die Studentin hat sich lt. Staatsanwaltschaft eben nicht strafbar gemacht. Über die Schuld der Bundespolizisten und der DB wird das Gericht befinden. Die Einstellung des Verfahrens gegen die Studentin impliziert , dass der Widerstand gem. §113(3) STGB nicht strafbar war , da die Amtshandlung nicht rechtmässig war. Da kann einiges auf die Beamten zukommen. Wir werden es sehen.
keenkommentar 26.04.2013
ich verstehe den ganzen Aufschrei um die Polizei nicht. Wenn die Frau aufgefordert wird aus den Zug auszusteigen um den Sachverhalt prüfen zu können, muss man doch nicht Theater machen. Wenn die Handlung wirklich "unrechtsmäßig" gewesen wäre, hätte sie ja Schadenersatzforderungen stellen können. Aber man wird hysterisch ist ja öffentlichwirksamer. Das nächste mal wird der Sachverhalt im Zug geklärt und der hat dann mal wieder eine Stunde Verspätung.
keenkommentar 26.04.2013
Im Übrigen das Einstellen des Verfahren gegen die Studentin kann viele Gründe haben. Am häufigsten wird wegen Geringfügigkeit eingestellt. Das heißt aber noch lange nicht das die Amtshandlung unrechtmäßig war. Hat sich der Handyfilmer überhaupt mit seinem Presseausweis ausgewiesen, ansonsten würde ich es mir auch verbieten, dass ich gefilmt werde.
karl-felix 26.04.2013
Warum
Zitat von keenkommentarich verstehe den ganzen Aufschrei um die Polizei nicht. Wenn die Frau aufgefordert wird aus den Zug auszusteigen um den Sachverhalt prüfen zu können, muss man doch nicht Theater machen. Wenn die Handlung wirklich "unrechtsmäßig" gewesen wäre, hätte sie ja Schadenersatzforderungen stellen können. Aber man wird hysterisch ist ja öffentlichwirksamer. Das nächste mal wird der Sachverhalt im Zug geklärt und der hat dann mal wieder eine Stunde Verspätung.
hat der Zug Verspätung, wenn jemand telefoniert? Unlogisch. Der Zug hatte Verspätung, weil die Bundespolizisten rechtswidrig mit Gewalt eine Frau aus dem Zug entfernten. Diese Tat war, wie die Staatsanwaltschaft feststellte unrechtmässig, deshalb wurde das Verfahren gegen die Frau eingestellt. Die Gerichtsverfahren gegen die DB und die Bundespolizisten eröffnet. Ohne die Öffentlichkeit haben Sie keine Chance. Ihre Entlastungszeugen als Opfer sind dann mit dem Zug weitergereist und wie die deutsche Bahn in ihrer Darstellung ja noch einmal klarstellte haben Sie dann die DB,Die Bundespolizei und 7 Zeugen gegen sich. Und die halten zusammen wie Pech und Schwefel, Gesetz hin oder her. Seit 30 Jahren gibt es Gerichtsurteile, gegen das verfassungswidrige Vorgehen der Bahn bei strittigen Fahrkartenproblemen. Ohne Zwang bewegen die sich keinen Millimeter. Da geht es um zuviel Geld, die wollen an die Börse. Und die Bundespolizei betrachten die als eine Art Privatarmee, nach dem Motte, wer bezahlt bestellt.
spon-xxx 26.04.2013
Zitat von karl-felixist falsch. Die Studentin hat sich lt. Staatsanwaltschaft eben nicht strafbar gemacht. Über die Schuld der Bundespolizisten und der DB wird das Gericht befinden. Die Einstellung des Verfahrens gegen die Studentin impliziert , dass der Widerstand gem. §113(3) STGB nicht strafbar war , da die Amtshandlung nicht rechtmässig war. Da kann einiges auf die Beamten zukommen. Wir werden es sehen.
Nirgendwo steht dass hier ein Prozess am laufen ist. Da steht nur, dass die Frau angeblich Anzeige erstattet hat. Ob da auch tatsächlich jemand angeklagt worden ist, weiß man aufgrund des Artikels nicht. Der Journalist hat offenbar nur die unter Betrugsverdacht stehende Frau interviewed, nicht aber die Bahn oder Polizei und er selbst war gar nicht dabei als das ganze eskalierte. Er kann gar nicht wissen, ob es über die Person schon eine Akte bei der Polizei gibt. Die Foristen spalten sich hier offenbar in Naivlinge, die das Geschriebene nicht hinterfragen und in Wissende, die selbst einmal von solchen "Bahnkunden" ausgeraubt wurden. Diese "reisenden Täter" flippen alle so aus, wenn sie mit Uniformierten kooperieren sollen. Am meisten gibt mir der Satz im Artikel zu denken, dass die Frau dem Journalisten ein Bündel Tickets vorzeigt. Wie naiv ist dieser Typ eigentlich? Und warum werden die Straftaten von diesen osteuropäischen Banden ständig verharmlost ( "Plundertaschen geklaut" etc.). Es geht nicht nur um gezielte Streifzüge durch Parks, wo Touristen oder Leute, die sich sorglos ausruhen wollen ausgenommen werden wie die Weihnachtsgänse, sondern auch um Wohnungseinbrüche. Und Hier nochmal ein paar Links, dass es sich um ein übliches Vorgehen der Bahn handelt: Deutsche Bahn: Schwarzfahrern droht sofortige Strafanzeige | Wirtschaft | ZEIT ONLINE (http://www.zeit.de/online/2009/31/deutsche-bahn-schwarzfahren) Deutsche Bahn: Die armen, bösen Schaffner | Wirtschaft | ZEIT ONLINE (http://www.zeit.de/2009/03/Bahnschaffner)
zwilling15 26.04.2013
Diese ganze Geschichte mit der Russin kommt mir etwas unmenschlich vor. Sicherlich hätte die DB anders reagieren können. Das arme Mädchen tat mir leid. Sieben Polizisten gegen ein schüchternes Mädel! Ich bin so "stolz" auf Deutschland! Hab nicht gedacht, dass wir so ausländerfeindlich sind und unsere deutsche Vergangenheit so schnell vergessen haben.
nazira2013 26.04.2013
hat jemandem der Pass von diese Frau gesehen? weisst jemandem die Tatsache (Artikel und Video zeigt uns nichts, nur der Prozess)? Niemand weisst ob diese Frau eine Straftaeterin ist, ob der Pass zu sie gehoert usw..
karl-felix 26.04.2013
Nun
Zitat von nazira2013hat jemandem der Pass von diese Frau gesehen? weisst jemandem die Tatsache (Artikel und Video zeigt uns nichts, nur der Prozess)? Niemand weisst ob diese Frau eine Straftaeterin ist, ob der Pass zu sie gehoert usw..
ja, Ihr erster Beitrag im Spon-Forum, herzlich willkommen. Da gilt noch der Welpenschutz (-: Natürlich weiss die Polizei, dass der Pass ihr gehört und die Staatsanwaltschaft, dass sie keine Straftäterin ist. Sie ist eben nur das Opfer eines Übergriffs geworden und hat die Täter angezeigt.
smbgom 27.04.2013
Vor 70 Jahren durfte meine Grossmutter aus einem kleinen weissrussischen Dorf an der Grenze mit der Ukraine sowie andere 3.500 Dorfbewohner ganz umsonst über 2000 km mit der Deutschen Bahn nach Deutschland zu Zwangsarbeiten fahren und nach 3 Jahren zurück, auch ganz umsonst. Dabei durfte sie ihre zwei kleinen Kinder nicht mitnehmen, sie haben nicht überlebt. Jetzt reicht der Deutschen Bahn ein bezahltes Ticket nicht aus. Schlechte Zeiten, komische Zeiten...
zwilling15 27.04.2013
Am schlimmsten fand ich die fehlende Zivilcourage. Keiner im Zug (außer Herrn Becker) ist aufgestanden und hat seine Stellung genommen. Schämt euch, Leute. Gleichgültigkeit tötet.
WinstonSmith. 27.04.2013
Zitat von nazira2013hat jemandem der Pass von diese Frau gesehen? weisst jemandem die Tatsache (Artikel und Video zeigt uns nichts, nur der Prozess)? Niemand weisst ob diese Frau eine Straftaeterin ist, ob der Pass zu sie gehoert usw..
Das ganze wird hier ja ziemlich hoch gehangen, wobei man nicht zu wild spekulieren sollte. Zumindest wird der Pass nicht ihr gehören, da Pässe im Rahmen der Passhoheit grundsätzlich dem ausstellenden Staat gehören.
spon-xxx 27.04.2013
Zitat von karl-felixja, Ihr erster Beitrag im Spon-Forum, herzlich willkommen. Da gilt noch der Welpenschutz (-: Natürlich weiss die Polizei, dass der Pass ihr gehört und die Staatsanwaltschaft, dass sie keine Straftäterin ist. Sie ist eben nur das Opfer eines Übergriffs geworden und hat die Täter angezeigt.
Sie haben einer Frau mit arabischen Namen geantwortet - sie wird auch wissen, was man von der Frau im Video zu halten hat. Der Journalist kann lange mit der Bahn rumfahren und wird niemals erleben, dass sich eine arabische Frau so aufführt. Jeder der meint, er verteidigt hier DIE Ausländer, wenn er das renitente, unverschämte Verhalten dieser Schwarzfahrerin verteidigt, ist reichlich peinlich. DIE Ausländer oder DIE Russen gibt es nämlich nicht.
FraSoer 28.04.2013
@spon-xxx Woher wissen Sie denn dass es sich um eine Schwarzfahrerin handelt? Aus dem Artikel ist dies nicht ersichtlich, es scheint eher so als hätte die Dame eine gültige Fahrkarte besessen, nur eben kein Identifikationsdokument dass vom Schaffner akzeptiert wird. Peinlich ist hier eher das Service Verständnis der Bahn, bei der eben "alles seine Ordnung haben muss" anstatt dass man versucht eine vernünftige Lösung zu finden. Ich kann mich an ähnliche Fälle vor etwa einem Jahr erinnern, bei denen jeweils 10 bis 15 jährige Schülerinnen alleine an irgendwelchen abgelegene Bahnhöfen "ausgesetzt" worden sind weil sie ihren Schülerausweis nicht dabei hatten (sie hatten aber eine gültige Schülerkarte). Das mag zwar auch innerhalb der Vorschriften liegen, allerdings ist es wohl nicht das was man von einem Dienstleistungsunternehmen erwartet.
black_dave 28.04.2013
Zitat von FraSoer@spon-xxx Woher wissen Sie denn dass es sich um eine Schwarzfahrerin handelt? Aus dem Artikel ist dies nicht ersichtlich, es scheint eher so als hätte die Dame eine gültige Fahrkarte besessen, nur eben kein Identifikationsdokument dass vom Schaffner akzeptiert wird. Peinlich ist hier eher das Service Verständnis der Bahn, bei der eben "alles seine Ordnung haben muss" anstatt dass man versucht eine vernünftige Lösung zu finden. Ich kann mich an ähnliche Fälle vor etwa einem Jahr erinnern, bei denen jeweils 10 bis 15 jährige Schülerinnen alleine an irgendwelchen abgelegene Bahnhöfen "ausgesetzt" worden sind weil sie ihren Schülerausweis nicht dabei hatten (sie hatten aber eine gültige Schülerkarte). Das mag zwar auch innerhalb der Vorschriften liegen, allerdings ist es wohl nicht das was man von einem Dienstleistungsunternehmen erwartet.
Es geht nur um reine Machtausübung. Die Schaffnerin hätte das alles auch ganz unaufgeregt regeln können. Aber der Wille war nicht vorhanden. Ein absolutes Armutszeugnis.
spon-xxx 28.04.2013
Zitat von FraSoer@spon-xxx Woher wissen Sie denn dass es sich um eine Schwarzfahrerin handelt? Aus dem Artikel ist dies nicht ersichtlich, es scheint eher so als hätte die Dame eine gültige Fahrkarte besessen, nur eben kein Identifikationsdokument dass vom Schaffner akzeptiert wird. Peinlich ist hier eher das Service Verständnis der Bahn, bei der eben "alles seine Ordnung haben muss" anstatt dass man versucht eine vernünftige Lösung zu finden. Ich kann mich an ähnliche Fälle vor etwa einem Jahr erinnern, bei denen jeweils 10 bis 15 jährige Schülerinnen alleine an irgendwelchen abgelegene Bahnhöfen "ausgesetzt" worden sind weil sie ihren Schülerausweis nicht dabei hatten (sie hatten aber eine gültige Schülerkarte). Das mag zwar auch innerhalb der Vorschriften liegen, allerdings ist es wohl nicht das was man von einem Dienstleistungsunternehmen erwartet.
Ein ungültiges Fahrticket haben heißt schwarzfahren und die Frau hatte ein ungültiges Ticket. Der Polizeieinsatz sieht drastisch aus, aber den Hintergrund des Vorfalls kennt keiner genau. Meiner Ansicht nach hätten die Polizisten nicht weiter festhalten dürfen, sobald sie die Frau aus dem Waggon befördert hatten. Allerdings wars auch irre von der Frau mit den Polizisten diskutieren zu wollen und sie dauernd anzukeifen. Die sind dafür angestellt die Leute aus dem Zug rausszuschmeißen und die Personalien festzustellen. Kann sein, dass soviele kamen, weil es vorher einen Megaaufruhr in dem Waggon gegeben hat - da sollen dann die andern Insassen gleich mit eingeschüchtert werden, indem man da mit mehreren auftritt, vermute ich.
bahnreisender 29.04.2013
Strafanzeige gegen Unbekannt wegen Nötigung durch Drohung, Unterlassener Hilfeleistung, Anstiftung zu einer Straftat und falschen Verdächtigung II Ich bin am 28.09.2012 um 21:21 Uhr von -Köln- nach -Siegen- gefahren. Zugestiegen bin ich mit einer Reisegruppe, die ein sogenanntes Wochenendticket hatte. Die erste Fahrkartenkontrolle erfolgte durch eine von zwei Fahrkartenkontrolleurinnen. Wärend der Fahrt bin ich eingeschlafen und vor -Wissen- von einem neuen Fahrkartenkontrolleur geweckt worden. Ich erklärte ihm, dass ich bereits kontrolliert wurde und ich mit einem Wochenendticket unterwegs bin, ein Teil der Reisegruppe bereits ausgestiegen ist, der Fahrschein nicht auffindbar und ich ein Anschlussticket zur Weiterfahrt bei ihm lösen möchte. Er erklärte mir dass er mir kein Ticket ausstellen möchte und ich den Zug in -Wissen-verlassen soll. Ich widersprach dem und bat um Klärung am Zielort in Siegen. Der Zug hielt in -Wissen-, der Schaffner blockierte die Tür und erklärte anderen Mitreisenden, dass er der Zug nicht weiterfahren lassen wird solange ich im Zug sitze. Daraufhin sprang ein ca. 180cm großer Mann X auf und bot dem Schaffner an, mich aus dem Zug zu werfen, dieser willigte ein und unternahm nichts dagegen das zu verhindern. Der Mann X wurde handgreiflich schlug zu und riss an meiner Jacke. Ich blieb sitzen, wehrte das ziehen und den Schlag ab und forderte den Fahrkartenkontrolleur auf, dem Mann X mitzuteilen von mir abzulassen. Der Fahrkartenkontrolleur ignorierte das und unternahm auch nichts den Mann X der neben meinem Sitz stand zu entfernen. Erst nach der klaren Ansage, dass polizeilich klären zu lassen ließ dieser ab. Der Zug fuhr weiter und der Fahrkartenkontrolleur erklärte mir, dass die Bundespolizei in -Betzdorf- hinzukommt. Zwischenzeitlich tauchte der freundliche Herr mit dem gültigen Wochenendticket auf, der Fahrkartenkontrolleur verwehrte absichtlich die Weiterfahrt. Die Bundespolizei stieg in -Betzdorf- hinzu und ich erklärte, das mittlerweile ein gültiges Ticket vorliegt, doch diese forderte mich auf die Bahn, aufgrund möglicher Verspätungen, sofort zu verlassen. Eine Klärung des Missverständnisses war damit vor Ort nicht möglich. In dem Zug ist eine Videoüberwachungsanlage installiert. Es wird beantragt das Bildmaterial sicherzustellen. Siegen, 29.04.2013

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