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Der Bischof und das 8. Gebot

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"Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten."

So steht es in der Bibel. Und daran, sollte man glauben, halten sich gerade Glaubensbrüder. Doch womöglich gelten für manche kirchlichen Würdenträger eigene Maßstäbe. Wie möglicherweise für den Bischof von Limburg, Franz-Peter Tebartz-van Elst?

Im vergangenen Jahr ging es bei einer Recherche um genau diesen Bischof. Der SPIEGEL hatte erfahren, der Gottesmann sei First Class in die Slums von Indien geflogen, um dort den Ärmsten der Armen zu helfen. Ein katholischer Bischof, der zusammen mit seinem Generalvikar in der Luxusklasse reist? Das drängte nach Aufklärung.

Fragen und Antworten gingen hin und her, Anwälte und Gericht wurden bemüht, alles nur, weil der Bischof die Frage nach seinem First-Class-Flug nicht mit einem einfachen, ehrlichen "Ja" beantwortete. Stattdessen legte Tebartz-van Elst bei Gericht sogar eine eidesstattliche Versicherung vor, deren Inhalt nicht wirklich der weltlichen Wahrheit entspricht.

Was war passiert? Ein Drama in fünf Akten.

1. Akt:

Im April vergangenen Jahres bekam unser Redakteur Martin Müller die Information, der Bischof sei auf einer Reise nach Indien nicht in der Business-, sondern vielmehr in der First Class geflogen. Das ist weder strafbar noch schlecht für die Lufthansa. Doch der Eindruck, der entsteht, wenn ein deutscher Bischof es sich bei einer Reise in eine Region der Ärmsten der Welt im Oberdeck gut gehen lässt, mag unpassend sein. Dilige et quod vis fac!* Das mag sich auch Seine Exzellenz gedacht haben. Jedenfalls ließ er seine Advokaten eine entsprechende Anfrage des SPIEGEL

am 5. April 2012 mit umfangreichen Worten beantworten (im folgenden Auszug):

Möglicherweise waren es Umfang und Aufbau dieser Ausführungen, dass diese Worte nicht als Bestätigung eines First-Class-Fluges, sondern so verstanden wurden, dass der Bischof nur Business Class geflogen war. Möglicherweise lag dies aber auch am Umstand, dass die Worte "First Class" oder "erste Klasse" darin gar nicht vorkamen. Oder möglicherweise wurde einfach nicht deutlich genug ausgesprochen, zu welcher Klasse ein Upgrade denn nun tatsächlich erfolgt war. Bene docet, qui bene distinguit.** Der Vorgang blieb jedenfalls zunächst, wo er war - in der Schublade.

2. Akt:

Einige Monate später allerdings bekam unabhängig davon unser Redakteur Peter Wensierski in anderem Zusammenhang erneut entsprechende Hinweise.

Eines schönen Vormittags, es war der 11. August im Jahre des Herrn 2012, befand sich Peter Wensierski dann auf Recherche vor dem Dom zu Limburg, als, wie es der Zufall wollte, Seine Exzellenz seinen Weg kreuzte. Er war nicht allein, der Domplatz war belebt, der Himmel blau, die Glocken läuteten. Seine Exzellenz schritt auf unseren Redakteur zu, man kennt sich, man sprach miteinander. Es entspann sich ein Dialog, und der folgende kleine Auszug wurde dann Teil einer sehr irdischen Auseinandersetzung:

Frage des Redakteurs: "Aber Generalvikar Kaspar hat das [Edelsteine fassen lassen] gemacht und mit dem sind Sie ja erster Klasse geflogen nach Indien hin und zurück?"

Antwort des Bischofs: "Nein, wir sind zu diesen Projekten hingeflogen und zwar so wie es die Reisekonditionen der Deutschen Bischofskonferenz und auch unseres Bistums sind."

Frage des Redakteurs: "Aber erster Klasse sind Sie geflogen?"

Antwort des Bischofs: "Business Class sind wir geflogen. Wir kamen um 3.30 Uhr dort an und ich hatte um halb sieben die Messe mit den Schwestern."

Soweit so hübsch dementiert. Noch klarer kann man dies weiß Gott kaum formulieren. Was die weltlichen Vertreter Seiner Exzellenz dem Redakteur und der Redaktion mit Schreiben vom 15. August 2012 auch gern bestätigten (Auszug):

Dem Dementi verliehen die Advokaten weiter Ausdruck, indem sie zusätzlich die Abgabe der folgenden auszugsweise wiedergegebenen Unterlassungserklärung verlangten, wonach unter anderem nicht weiter behauptet werden dürfte: "Herr Bischof Dr. Tebartz-van Elst ist erste Klasse mit dem Flugzeug nach Indien geflogen.":

Da stand es also, ohne Wenn und Aber: kein Erste-Klasse-Flug!

3. Akt:

Die Verwunderung hierüber war allerdings groß, hatte die Redaktion doch mittlerweile einen Beleg für die Reise im Oberdeck in der Hand. Und dazu der bemerkenswerte Hinweis im Anschreiben, dass die Unwahrheit ja "bereits aus dem Schreiben an Ihren Kollegen … vom 05.04.2012 bekannt" sei. Nun gut, also nochmals das Schreiben vom 5. April zur Hand genommen und nachgeschaut, nachgedacht, nachjustiert und beim Sprecher des Bistums noch am selben Tag nachgefragt:

Die Antwort kam prompt am nächsten Tag (Auszug):

Aha. Das Dementi des Dementis. Da war sie nun also endlich, die eindeutige Bestätigung, dass der Bischof also doch ein "Upgrade in die erste Klasse" genossen hatte. Business gebucht, Upgrade in die First Class bekommen. Alle bisherigen Ausführungen Sprachakrobatik? Nun ist Dementieren nichts Besonderes und selbst Leugnen begegnet einem im Alltagsgeschäft einer Rechtsabteilung eines Medienunternehmens mittlerweile mit erschreckender Regelmäßigkeit. Wobei, von einem Mitglied des Episkopats hätten wir aber vielleicht doch anderes erwartet. Doch das sollte nicht das Ende des Liedes sein.

4. Akt:

Es erschien sodann ein Beitrag im SPIEGEL und ein ähnlicher bei SPIEGEL ONLINE. Dieser Beitrag bei SPIEGEL ONLINE enthielt nun eine Passage, die den kurzen geschilderten Gesprächsauszug auf dem Domplatz wie folgt zusammenfasste:

"War es aber dazu nötig, erster Klasse nach Indien zu fliegen?"
"Nein, wir sind nicht erster Klasse geflogen, sondern Business-Klasse."

Dies gefiel dem Bischof offenbar schon wieder nicht, jedenfalls bekamen Autor und SPIEGEL ONLINE die Aufforderung, neben anderen auch diese Behauptung künftig - strafbewehrt - zu unterlassen. Wir lehnten freundlich ab mit dem Hinweis, dass es nun einmal so gewesen sei. Daraufhin ließ der Bischof seine Anwälte eine einstweilige Verfügung beantragen, die unter anderem mit Hilfe einer eidesstattlichen Versicherung auch tatsächlich erwirkt wurde. In dieser eidesstattlichen Versicherung (hier auszugsweise) gibt Seine Exzellenz das fragliche Gespräch wie folgt wieder (Hervorhebung durch uns):

Nun sind auch falsche eidesstattliche Versicherungen (bei vorsätzlicher oder fahrlässiger Begehung strafbar nach §§ 156, 161 StGB) insbesondere über Gesprächsabläufe nicht so ungewöhnlich und Gottes Strafe wird selten weltlich durchgesetzt, weil Aussage gegen Aussage steht und dem Staatsanwalt die Allmacht fehlt herauszufinden, was wirklich war. In unserem Fall jedoch verhielt es sich so, dass unser Redakteur, als ihm der Bischof auf dem Domplatz über den Weg lief und ihm die verfängliche Rede und Antwort stand, just dabei war, die nebenan liegende imposante bischöfliche Baustelle zu filmen und die offen getragene und vom Bischof erkannte Kamera während des Gesprächs noch weiter lief. Man kann sich die Szene dieser Begegnung so vorstellen:

Für Mobilnutzer: Hier klicken, um das Video zu sehen.

Gemein, mag man rufen, der Bischof hat doch möglicherweise gar nicht geahnt, dass das Gespräch aufgezeichnet wurde. Aber wäre das dann Rechtfertigung, um an Eides statt zu versichern, also als sicheres Wissen zu behaupten, das Gespräch habe einen bestimmten Inhalt nicht gehabt, den es aber tatsächlich doch hatte? Und das, um damit eine vielleicht unbedachte, in jedem Fall unglückliche und nicht der Wahrheit entsprechende Äußerung, wenn schon nicht vor Gott, so zumindest vor den Menschen mit der Autorität eines weltlichen Gerichts ungeschehen zu machen? Denn tatsächlich war ja der kleine Dialog zum Flug nach Indien, wie schon im zweiten Akt beschrieben, so:

Für Mobilnutzer: Hier klicken, um das Video zu sehen.

5. Akt:

Die Richter führten sich den von uns vorgelegten Videomitschnitt zu Gemüte und erklärten daraufhin in der Verhandlung, dass der Dialog vor dem Dom im Beitrag von SPIEGEL ONLINE zutreffend wiedergegeben worden war - worauf der Vertreter des Bischofs den entsprechenden Unterlassungsantrag zurücknahm. Damit war dieser Punkt gewonnen. Aber wir wollen nicht verschweigen, dass auch wir einen Fehler gemacht haben, als wir das Schreiben vom April einfach so als Dementi einer Reise in der First Class ansahen und sowohl im SPIEGEL als auch bei SPIEGEL ONLINE geschrieben hatten, dass der Bischof von Anfang an geleugnet habe. Auch wenn uns dieser Fehler in Anbetracht des Umstandes, dass die Anwälte des Bischofs bei ihrem ausdrücklichen Dementi selbst unter Missdeutung ihres eigenen früheren Schreibens erklärt hatten, dass uns "die Unwahrheit … bereits aus dem Schreiben … vom 05.04.2012 bekannt" sei, vielleicht verziehen sein mag. Wir haben uns also entschieden, über diesen Punkt der einstweiligen Verfügungen gegen SPIEGEL und SPIEGEL ONLINE nicht weiter zu streiten, ihn anzuerkennen und uns künftig darauf zu beschränken, nur noch zu behaupten, der Bischof habe erst im August geleugnet und nicht schon zuvor im April.

* "Liebe (Gott) und tue, was du willst" (Augustinus)

** "Gut lehrt, wer die Unterschiede klar darlegt."


Ergänzung am 21.02.2013:

Im Nachgang zu unserem an dieser Stelle veröffentlichten Beitrag über das eigentümliche Verständnis des Bischofs von Limburg von der Wahrheit und seinem Umgang mit ihr in einer eidesstattlichen Versicherung sind bei der Staatsanwaltschaft Limburg mittlerweile drei Strafanzeigen gegen den Bischof wegen des Verdachts der Abgabe einer falschen eidesstattlichen Versicherung eingegangen. Die Staatsanwaltschaft prüft derzeit ihre Zuständigkeit.

Nachdem das Bistum gestern zu entsprechenden Berichten der Lokalpresse eine aktuelle Stellungnahme veröffentlicht hat, möchten wir hierzu gerne ein wenig Klarheit schaffen. In seiner Stellungnahme wirft uns das Bistum vor, die eidesstattliche Versicherung "verkürzt und im Ergebnis sinnentstellend" wiedergegeben zu haben. Um nicht erneut den Vorwurf einer vermeintlichen Verkürzung zu riskieren, hier zunächst die Stellungnahme des Bistums im Wortlaut:

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Zu den einzelnen Punkten der bischöflichen Stellungnahme hier nun also unsere Sicht der Dinge:

Zu 1.:

Dem Vorwurf der sinnentstellenden Verkürzung durch lediglich auszugsweise Veröffentlichung lässt sich am besten durch vollständige Veröffentlichung begegnen. Hier nun also die komplette eidesstattliche Versicherung des Bischofs, die er sowohl im Verfahren gegen den SPIEGEL als auch gegen SPIEGEL ONLINE beim Landgericht Hamburg, Az: 324 O 504/12 und 324 O 526/12 vorgelegt hat und die maßgeblich ursächlich dafür war, dass die Verfügung in den später zurückgenommenen Teilen erlassen wurde:

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Zu 2. und 4.:

Es ist für uns schwer nachvollziehbar, was an unserer Darstellung sinnentstellend gewesen sein soll. Das Bistum differenziert in seiner Stellungnahme zwischen dem ersten Teil der eidesstattlichen Versicherung (gemeint ist offenbar der Teil bis zu dem von uns zitierten Auszug) und dem - von uns zunächst als Auszug wiedergegebenen - zweiten Teil der eidesstattlichen Versicherung. Aus dem ersten Teil ergebe sich bereits, dass der "Herr Bischof aus seiner Erinnerung heraus im Ergebnis nichts anderes äußerte, als dies dem vom SPIEGEL veröffentlichten Mitschnitt zu entnehmen ist", während der zweite Teil Behauptungen des SPIEGEL und einem seiner Redakteure befasst, "die so, wie sie dargestellt worden waren, nicht zutrafen".

Hohe Kunst der Wortakrobatik. Doch auch mit Gehalt? Wir meinen: Nein. Denn sowohl im ersten wie im zweiten Teil der eidesstattlichen Versicherung geht es um ein und dasselbe: Den Inhalt des Gesprächs zwischen Bischof und Redakteur auf dem Vorplatz des Limburger Doms - nur dass es einmal um die Darstellung dieses Gesprächs auf SPIEGEL ONLINE (erster Teil) und einmal in unserem Schreiben vom 31. August 2012 geht. Und während der Bischof im ersten Teil keineswegs einräumt, auf die Frage "Aber erster Klasse sind Sie geflogen?" mit "Business Class sind wir geflogen" geantwortet zu haben, streitet er dies im zweiten Teil am Ende eindeutig ab:

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Aber möge sich jeder selbst ein Bild machen, was da von uns nun sinnentstellend verkürzt sein soll und auch welche Worte nur nach der Erinnerung des Bischofs gefallen sein sollen und was dagegen auf gar keinen Fall geäußert wurde. Wir haben im Blog-Beitrag sowohl im Protokoll als auch im Film selbst belegt, wie der genaue Wortlaut des Dialogs vor dem Dom war. Und soweit der Bischof im ersten Teil der eidesstattlichen Versicherung bestreitet, dass der Wortlaut des Gesprächs nicht zutreffend wiedergegeben worden sei, hat das Landgericht Hamburg im Übrigen keinen Zweifel daran gelassen, dass unsere Zusammenfassung zulässig und nicht zu beanstanden war. Deshalb haben die Vertreter des Bischofs ja auch den Antrag diesbezüglich zurückgenommen und es besteht insoweit keinerlei Unterlassungsverpflichtung.

Diese zunächst nicht wiedergegebenen Passagen der eidesstattlichen Versicherungen ändern deshalb rein gar nichts an der glasklaren falschen Behauptung am Ende der Versicherung. Zumindest nach objektiven Maßstäben hat der Bischof hier ohne Wenn und Aber eidesstattlich versichert, was nicht stimmt. Nur darauf haben wir hingewiesen.

Kurz und bündig:

Die letzte Passage der eidesstattlichen Versicherung ist angesichts dieses Wortwechsels

(Rück)Frage des Redakteurs: "Aber erster Klasse sind Sie geflogen?"

Antwort des Bischofs: "Business Class sind wir geflogen. …"

mindestens fahrlässig falsch eidesstattlich versichert. Und diese Passage wurde schlicht anmoderiert zunächst mit den Worten: "Es trifft auf keinen Fall zu" und dann konkret "Es gab auch keine …".

Zu 3.

Der Umgang des Bistums mit der vollständigen Wahrheit lässt auch bei der Frage der gegen uns erwirkten einstweiligen Verfügung zu wünschen übrig. Dass wir in einem Punkt einen Fehler gemacht hatten und die gegen uns ergangene einstweilige Verfügung in diesem Punkt hingenommen haben, haben wir in unserem Blog (im 5. Akt) keineswegs verschwiegen, sondern explizit eingeräumt. Irreführend ist es jedoch, wenn das Bistum nunmehr "vergisst", darauf hinzuweisen, dass der Bischof die einstweilige Verfügung - gestützt auf die objektiv falsche eidesstattliche Versicherung - zunächst auch hinsichtlich einer den Dialog vor dem Dom betreffenden Äußerung erwirkt hatte, dieser Teil der Verfügung aber nach deutlichem Hinweis des Gerichts an die Gegenseite und daraufhin erfolgter Antragsrücknahme im Termin aufgehoben worden ist.

Und dabei haben wir noch gar nicht erwähnt, dass von den ursprünglichen Anträgen im Verfahren gegen den SPIEGEL noch vor Erlass der Verfügung schon zwei zurückgenommen wurden und ganz am Ende inhaltlich nur der Punkt übrig geblieben ist, der sich auf die Auskunft im April bezog. Und diesen haben der SPIEGEL und vergleichbar SPIEGEL ONLINE in der Tat anerkannt. Aber das ist ja keine Neuigkeit.

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167 Leserkommentare
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freierchrist 24.01.2013
Worte der Bibel: "Und aus Habsucht werden sie euch mit erdichteten Worten zu gewinnen suchen." 2. Petrus 2, Vers 3
allereber 24.01.2013
in diesem Bistum konnte jahrelang ein Rechnungsführer 6 Mill. Euro unterschlagen. Wie geht so etwas.
sprechweise 24.01.2013
Und wie haben wir den Wahrheitswert des Bischofs zu werten, wenn er über Gott spricht?
holdrian 24.01.2013
Wer ohne Sünde ist werfe den ersten Stein.
iffel1 24.01.2013
Na die Wahrheit wird doch in der katholischen Kirche immer vermieden - siehe Kinderschänder - Ermittlungen/Gutachten. Geld und Macht stehen ab Bischof aufwärts an erster Stelle im Leben, nicht der "Glaube". Aber den Katholen ist auch nichts zu peinlich und deswegen wird das so weitergehen, bis kein Kirchensteuerzahler mehr da ist.
supersmith 24.01.2013
Was lehrt und das? Bischöfe Lügner, also sozusagen Menschen? Viel interessanter finde ich allerdings was man über Journalismus erfährt; man kriegt ständig irgend welche Storys und oder Gerüchte erzählt und lässt die vor sich hinköcheln und schaut mal was passiert. Kein schöner Beruf, ständig in Niederungen menschlichen Verhaltens schnüffeln zu müssen.
Werner655 24.01.2013
Wie wirkt sich denn nun die vorliegende eidesstattliche Versicherung aus?
überzwerg 24.01.2013
@peter_30201: Offensichtlich haben Sie nicht recht verstanden, dass es in dem Artikel weniger um die Frage geht, in welcher Buchungsklasse der Bischof reisen soll, sondern ob es ihm gut zu Gesichte steht, mit der Wahrheit allzu großzügig umzugehen.
ramuz 24.01.2013
Na doch genauso...
Zitat von sprechweiseUnd wie haben wir den Wahrheitswert des Bischofs zu werten, wenn er über Gott spricht?
.. weiss doch jeder, der selbständig denken kann.
dr.joe.66 24.01.2013
Na toll! Da hat sich also der Bischof wie jeder X-beliebige Politiker verhalten, dementiert was politisch nicht opportun erschien, und ist am Ende damit aufgeflogen. Und das ganze hat noch ordentlich Anwalts- und Gerichtskosten erzeugt. Als überzeugter Christ bin ich sicher kein Fan von geistlichen Würdenträgern, die Amt und Macht missbrauchen. Aber hier werde ich irgendwie das Gefühl nicht los, als ob sich der Spiegel-Redakteur daran hochzieht am Ende Recht behalten zu haben. Recherchiert lieber mit gleichem Eifer die Missbrauchsfälle in der Kirche und den Umgang derselben damit!
Wuppertaler_1 24.01.2013
Wen wundert das alles noch? Der Bischof von Limburg ist ja in den letzten Wochen und Monaten mehrfach in der Öffentlichkeit genannt worden - meist in kritischer Form. Zuletzt kann ich mich an einen Beitrag im Hessischen Fernsehen erinnern. Der Inhalt ist mir aber nicht geläufig. lediglich die tatsache, daß er anscheinend auf seine Berufung nach Köln wartet. das Auftreten dieses Kirchenmannes und das verhalten katholischer Kliniken in Köln geben ein interessantes Bild der katholischen Kirche - zumindest zum teil durch Steuergelder finanziert - ab. Dazu der heutige Bericht auf Spiegel online über das vatikanische Vermögen in UK............und die Sperre der Kartenzahlungen im Vatikan..............
nizo b. 24.01.2013
Es ist höchste Zeit für die Trennung von Kirche und Staat.
casamungo 24.01.2013
Dieser Bischoff wird von unseren Steuergeldern bezahlt und nicht von der Kirche!!!
Sherlock70 24.01.2013
"Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten." vs. "Jeder ist sich selbst der Nächste." Und schon hat alles wieder seine Richtigkeit...biblisch zumindest.
gandhiforever 24.01.2013
Luegen im Namen eines Gottes
Zitat von sysop 
Der Bischoff haelt sich an die Vorgaben seiner Kirche.
Bourgeois2000 24.01.2013
Akzeptiert das der Gläubige, wenn ein Bischof so dreist lügt? Der reine Kirchensteuerzahler mag ja sagen: Ein Bischof ist auch nur ein Mensch! Der wahre Gläubige hat doch aber höhere Ansprüche, oder?
jujo 24.01.2013
Dem Bischof muss es unglaublich stinken, das er die Presse nicht einfach mundtot machen kann, so wie es die Kirche mit unliebsamen Untergebenen zu tun pflegt, Rede-Schreib- und Publikationsverbot aussprechen und gut ist, dumm gelaufen Herr Bischof!
pauschaltourist 24.01.2013
"Dies gefiel dem Bischof offenbar schon wieder nicht, jedenfalls bekamen Autor und SPIEGEL ONLINE die Aufforderung, neben anderen auch diese Behauptung künftig - strafbewehrt - zu unterlassen." Warum beauftragen Eure Scheinheiligkeit denn eigentlich für teuer Geld diese Rechtsverdreher? Hätte es nicht auch mit einem Statement auf der Homepage (haben die sowas?) belassen sein können? So nach dem Motto: Was der Spiegel schreibt ist blöd und stimmt nicht? Nein, für viel Geld werden Winkeladvokaten engagiert. Wer zahlt das eigentlich? Der feine Herr aus eigener Tasche wohl kaum.
Hans Bergma 24.01.2013
Ich bin ein erklärter Gegner der organisierten Gläubigkeit. Aber einen Redakteur, der nicht weiß, nach wohin ein Upgrade von der Businessclass führt, den würde ich wegen Weltfremdheit sofort feuern.
überzwerg 24.01.2013
Zitat von peter_30201Ich habe doch geschrieben, dass ich den Artikel überhaupt nicht gelesen habe..
Warum kommentieren Sie Artikel, die Sie nicht gelesen haben?
gafreisberg 24.01.2013
Vielleicht ist seine hochwuerden die reincarnation von leo x. Ein parasit erster klasse!
f.ludwig 24.01.2013
Ich nehme an, dass der Bischof die Frage von Herrn Wensierski einfach so verstanden hat, dass man gemäß der reichlich bekannten antiklerikalen Tendenzen des Spiegel versucht hat, ihm die Verschwendung von kirchlichen Geldern zu unterstellen. Demgemäß hätte er sich einfach falsch ausgedrückt, denn offensichtlich ist ja ursprünglich eben Business Class gebucht worden, auch wenn sie letztlich First Class geflogen sind. Gegen das Upgrade ist ja nichts zu sagen, wenn es aus eigener Tasche bzw. von den Bonusmeilen bezahlt worden ist.
gog-magog 24.01.2013
Die Lüge wird der Herr Bischof irgendwie wegbeichten können, aber die falsche eidesstattliche Erklärung ist schon starker Tobak. Im Grunde kann man nur sagen: Wer derart schwach ist im Glauben, der kann auch unmöglich Bischof eines Sprengels von Gläubigen sein, an die er selbst hohe moralische Ansprüche legt. Also: Rücktritt. Was sonst?
profpk 24.01.2013
Hat der Redakteur denn mal die geschilderten Upgrade-Vorgaenge bei der Airline ueberprueft? Scheint mir sehr unwahrscheinlich zu sein.
the4thpip 24.01.2013
Seit Nixon weiß man eigentlich: "The cover-up is worse than the crime" (die Vertuschung ist schlimmer als die Tat). Dass man nicht einfach von Anfang an mit Hinweis auf die Länge des Flugs und die womöglich fragile Gesundheit des "Würdenträgers" alles zugegeben hat, ist ein dummer Anfängerfehler.
blasphemiker 24.01.2013
Typischer Fall von "Macht was ich sage und nicht was ich tue".
FrankS. 24.01.2013
Wo kommt eigentlich diese Schriftart mit den selbstgebastelten Umlauttüdelchen her?
@ peter_30201 Viel interessanter ist doch die Frage, warum die ertappten Kirchenoberen den Sachverhalt mittels einer eidesstattlichen Versicherung abstreiten und sich dabei sogar strafbar machen! Mit welchem Recht spielt sich die Amtskirche auf politischer Ebene als moralische Instanz auf, wenn sie von solchen Leuten geführt wird?
katjanella 24.01.2013
Echte Trennung von Staat und Kirche und den Sumpf trockenlegen. Ich will diese überkommene "Institution", deren Geschichte zum Himmel stinkt, die im Dunkeln werkelt und sich ungefragt in alles einmischt, was ihr grade in die Macht und Ideologie passt, nicht mit meinen Steuergeldern pampern. Als Frau schon gleich gar nicht. Punkt.
ww-bc 24.01.2013
Wer als Institution fast zweitausend Jahre überlebt und allen Stürmen der Veränderung in der Geschichte - wie Revolutionen - wird sich durch einen Spiegel-Artikel nicht eines Besseren belehren lassen. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass derartige Medienaktionen die Gemeinschaft der "Glaubensritter" noch stärker zusammenschweißen. Daher wird es Veränderungen nur geben, wenn sich die Anhänger öffnen und abwenden. Wer in der Region des Herrn Bischof lebt, kann allerdings ein Lied davon singen, wie sehr die katholische Kirche noch den Alltag bestimmt ...
kuac 24.01.2013
Eine Schande, wenn ein Bischof lügt, ohne jegliche Not. Darf man ihn Lügner nennen?
Zaphod 24.01.2013
Oben sitzen!
Offensichtlich erkannte der Spiegel nicht den Unterschied zwischen der Frage, welche Klasse der Bischof geflogen ist, und der Frage, in welcher Klasse der Bischof gesessen ist. Bereits aus den ersten Stellungnahmen ist ersichtlich, dass der Bischof nicht First Class geflogen ist, sondern nur ein Business Class-Ticket erworben hatte. Dass er letztendlich in der First Class gesessen ist, verdankt er nicht dem von ihm gezahlten Kaufpreis, sondern der Großzügigkeit seines Mitarbeiters. Daher sind sowohl die Aussage, dass der Bischof Business Class gefolgen ist, als auch die Aussage, dass er in der First Class gesessen ist, zutreffend. Unzutreffend und verleumderisch - so man glaubt, ein Bischof hätte die Pflicht, nicht entsprechend seiner Würde zu reisen - ist dagegen die Aussage, der Bischof sei First Class geflogen!
peter_30201 24.01.2013
Zitat von überzwergWarum kommentieren Sie Artikel, die Sie nicht gelesen haben?
Oh man, das steht doch in meinen Posts.
pradig 24.01.2013
Mir scheint, dass es bei der Berichterstattung zwei Parteien gibt, die - gewollt oder ungewollt - hübsch aneinander vorbeigeredet haben: Zum einen ein Redakteur, der aus der Tatsache, dass der Bischof First GEFLOGEN ist (sieht jeder Vielflieger schon an den Sitzen 82C und 82H -- das sind bei Lufthansa zwei Gang-Plätze im Upper-Deck einer B747), ableiten will, dass es hier Konflikt zur von einem Kirchenmannes erwarteten Bescheidenheit gibt (und die mag sich entweder rein finanziell im Preis des Tickets ausdrücken, oder aber in der Tatsache, dass es halt eine sehr exklusive Form einer Flugreise ist). Zum anderen ist da der Bischof, der in seinen Gegendarstellungen immer wieder (äußerst ungeschickt) zu betonen versucht, dass er kein First BEZAHLT hat. Scheinheilig dabei sind beide Seiten.
neinsoetwas 24.01.2013
Nun stört doch nicht immer den lieben Bischof bei der Vollendung seiner Residenz von göttlicher Strahlkraft. Ihr heller Schein wird auch uns Gläubige erleuchten - scheinheilig eben.
miles2hh 24.01.2013
Spiegel-Onlines Anti-Katholiken-Kampf ist allmählich nur noch langweilig. Ich empfehle, sich mal wieder mit Gewerkschaftsbossen und Vertretern der Sozialindustrie zu befassen."Gas-Gerd und die soziale Gerechtigkeit", das wäre doch auch ein schönes Thema.
paul46 24.01.2013
Dass der Limburger Bischof sich gern in der Attitüde eines Duodez-Fürsten präsentiert und dabei alle Maßstäbe christlicher Armut und dem Gebot Mäßigung außer Kraft setzt, hat er bereits in den vergangenen Jahren in beeindruckender Weise demonstriert. Vom Bau einer Bischofsresidenz mit Privatkapelle neben dem Limburger Dom mit einer Investitionssumme von zehn Millionen Euro berichtete die Presse. Andere Medien beschrieben das Bauvorhaben als einen prunkvollen Sitz mit Empfangs- und Serviceräumen für zweieinhalb Millionen Euro aus öffentlichen Steuergeldern und bis zu zehn Millionen Euro aus Rücklagen des Bischöflichen Stuhls. Ein Fachwerkhaus aus dem 15. Jahrhundert, die Alte Vikarie, wird der eigentliche Amtssitz des Bischofs mit Büros für ihn und seine Mitarbeiter, gegenüber liegt das 1904 erbaute Küsterhaus, in das Schwestern einziehen sollen. Geplant ist zudem ein angrenzender Neubau mit weiteren Büros und einem Konferenzraum. Neu gebaut wird auch die Privatwohnung (etwa 100 Quadratmeter) und eine Kapelle (60 Quadratmeter Grundfläche) für den Bischof. Die Medien vergleichen den Bischof mit seinem Vorgänger, der bescheiden in Räumlichkeiten des Priesterseminars auf der anderen Seite der Lahn wohnte. Vorgänger Kamphaus hatte seine Wohnung in Limburg einer Flüchtlingsfamilie überlassen und in zwei Zimmern im Priesterseminar von Limburg gewohnt. Während Tebartz-van Elst einen schweren BMW mit abgedunkelten Scheiben benutzt, kam Kamphaus zu Gemeindebesuchen mit einem Golf oder der S-Bahn. Dass solche Kirchenfürsten dennoch sich in ihrer christlichen Öffentlichkeitspräsentation auf Jesus von Nazareth berufen, ist an Chuzpe und Ignoranz nicht zu überbieten. Der großzügige Umgang mit dem 8. Gebot passt genau in dieses Bild eines sich auf unjesuanischem Kurs befindlichen Kirchenfürsten. Paul Haverkamp, Lingen
peter_30201 24.01.2013
Zitat von weltoffener_realist@ peter_30201 Viel interessanter ist doch die Frage, warum die ertappten Kirchenoberen den Sachverhalt mittels einer eidesstattlichen Versicherung abstreiten und sich dabei sogar strafbar machen! Mit welchem Recht spielt sich die Amtskirche auf politischer Ebene als moralische Instanz auf, wenn sie von solchen Leuten geführt wird?
Ehrlich gesagt interessiert mich das überhaupt nicht. Wie kann man sich denn ernsthaft mit so einem unwichtigstem Sachverhalt befassen, wenn gleichzeitig eine wirklich skandalöse Nichtaufarbeitung der eigenen Missbrauchsgeschichte stattfindet? Als Moralist bietet das natürlich die Möglichkeit, den Zeigefinger in Richtung Bischof auszustrecken und sich dabei ins Fäustchen zu lachen; möglichst noch Bibelzitate schwingen, um den gezeigten Widerspruch perfekt zu machen. Gleichzeitig wird aber Aufklärungsdruck von der Kirche in den wichtigen Fragen genommen, weil das Interesse auf solche Nichtigkeiten wie hier gelenkt wird, und jede Nachfrage legitimiert die Kirche, dass sich die innere Revision mit so einer Lapalie befasst.
ginthos 24.01.2013
Karriere und Genussfrömmler
Zitat von katjanellaEchte Trennung von Staat und Kirche und den Sumpf trockenlegen. Ich will diese überkommene "Institution", deren Geschichte zum Himmel stinkt, die im Dunkeln werkelt und sich ungefragt in alles einmischt, was ihr grade in die Macht und Ideologie passt, nicht mit meinen Steuergeldern pampern. Als Frau schon gleich gar nicht. Punkt.
Ich kann's verstehen. Sogar mir als Mann glüht immer der Hosendraht durch, wenn solche Hanswursten, die sich wie eine Mozartkugel anziehen, hinstellen und gnädigst meinen, dass es schon eine große Sünde wäre, wenn eine vergwaltigte Frau eine Abtreibung vornehmen würde. Selbstgerechtigkeit und Weltfremdheit pur. Aber den vermeintlich vor Gott Höhergestellten rauskehren. Dieses seltsame Milchgesicht von Elst (früher war der auch noch fett) ist dbzgl. ein echter Profi. Wie man sich's auf des sündigen Laien Buckel gutgehen läßt, das weiß diesr Genuß- und Karrierefrömmler.
biobayer 24.01.2013
Zitat von Bourgeois2000Akzeptiert das der Gläubige, wenn ein Bischof so dreist lügt? Der reine Kirchensteuerzahler mag ja sagen: Ein Bischof ist auch nur ein Mensch! Der wahre Gläubige hat doch aber höhere Ansprüche, oder?
Wie kommen Sie auf die Idee, dass der Bischof es ist, der lügt?
muellerthomas 24.01.2013
Zitat von ZaphodOffensichtlich erkannte der Spiegel nicht den Unterschied zwischen der Frage, welche Klasse der Bischof geflogen ist, und der Frage, in welcher Klasse der Bischof gesessen ist.
Man kan also in einer Klasse fliegen, während man gleichzeitig in einer anderen sitzt? Wenn man das noch schafft bei Buchung einer dritten Klasse, ist die Dreifaltigkeit perfekt.
ramuz 24.01.2013
Ich bin mir ziemlich sicher...
Zitat von ZaphodOffensichtlich erkannte der Spiegel nicht den Unterschied zwischen der Frage, welche Klasse der Bischof geflogen ist, und der Frage, in welcher Klasse der Bischof gesessen ist. Bereits aus den ersten Stellungnahmen ist ersichtlich, dass der Bischof nicht First Class geflogen ist, sondern nur ein Business Class-Ticket erworben hatte. Dass er letztendlich in der First Class gesessen ist, verdankt er nicht dem von ihm gezahlten Kaufpreis, sondern der Großzügigkeit seines Mitarbeiters.
Fragen Sie doch mal nach, wie viele Meilen ein Upgrade Business->1st auf der Strecke FFm -> Bangalore kostet. Da muss der Mitarbeiter ja ganz schön viel reisen. ---Zitat--- Daher sind sowohl die Aussage, dass der Bischof Business Class gefolgen ist, als auch die Aussage, dass er in der First Class gesessen ist, zutreffend. Unzutreffend und verleumderisch - so man glaubt, ein Bischof hätte die Pflicht, nicht entsprechend seiner Würde zu reisen - ist dagegen die Aussage, der Bischof sei First Class geflogen! ---Zitatende--- .. dass Ihnen als offenbar etablierter Vielflie...äh: Vielfol... sorry: Vielgesessener! die dort oben sehr aktive Strahlung ein bisschen in den grauen Zellen gewütet hat. Denn sonst wäre Ihre Aussage etwas sophistischer und nicht so eklatant das was sie ist: strohdumm.
krulle 24.01.2013
Und wie hat der seine Exzellenz, Bischof Tebartz-van Elst denn die eingesetzten Bonusmeilen auf sein privates Konte bekommen? Mit Hilfe von Dienstflügen? Dann hätten immer noch der bischöfliche Stuhl oder andere kirchliche Stellen den Flug 1. Klasse bezahlt, selbst wenn der Arbeitgeber die Nutzung der dienstlich "erflogenen" Bonusmeilen für Privatzwecke erlaubt. Da wird sich jetzt jedoch keiner mehr zweifelsfrei erinnern können, ob seine Exzellenz denn üebrhaupt häufig genug privat geflogen ist um eine solche Menge Bonusmeilen gesammelt zu haben, wie für das Upgrade eines Langstreckenfluges nötig ist.
oryx 24.01.2013
@Hans Bergma: Nix verstanden. Also, um es deutlich zu machen: Wenn man, z. B. ein Journalist eine Frage (z. B. nach upgrade...) stellt, heißt es nicht unbedingt dass er dass nicht weiss. Er möchte nur eine Anwort... Angekommen?
Sgt.Moses 24.01.2013
un
Und was wurde jetzt aus der falschen eidesstattlichen Erklärung? Ich meine sowss ist ja nunmal strafrechtlich relevant und nur weil der ein Bischof ist sollte er nicht damit durchkommen. Wenn ich so was mache krieg ich ja wohl auch ärger...
achim68 24.01.2013
Also ich kann viel verstehen und viel Kritik an der Kirche zustimmen. Aber Leute... von Frankfurt nach Indien würde ich auch nichts anderes fliegen als 1. Klasse. Nur... ich würde es selbst bezahlen. Oder die Differenz zwischen dem Businessclass Ticket meines Arbeitgebers und der First Class.
ramuz 24.01.2013
Naja...
Zitat von biobayerWie kommen Sie auf die Idee, dass der Bischof es ist, der lügt?
.. er ist ein Sektenhierarch, das ist bei Ihm et alia eben eine déformation professionelle? Welchen Beweis bräuchten Sie denn sonst noch *fg* ?
schoki333 24.01.2013
Als wenn Geld den Bischof interessieren würde, wer sich eine Privatkapelle direkt neben den Dom bauen lässt kann ja wohl auch first class fliegen ^^
Axacuatl 24.01.2013
Ich stimme auch zu, dass es bei der katholischen Kirche momentan ganz andere Baustellen gibt, und ich diese (menschliche, aber gleichzeitig ziemlich instinktlose) Verfehlung, First Class zu reisen um Menschen zu unterstützen, die buchstäblich gar nichts haben (und wer nicht mal in Indien war, kann sich das kaum vorstellen - das ist kein Hinz & Kuntz Verkäufer Niveau, sondern soweit weniger, dass es für den westlichen Betrachter absolut traumatisierend sein kann (sollte)). Aber es ist schon eine ziemliche Dreistigkeit zutage getreten bei den Dementis und Erwirkung einer gerichtlichen Unterlassungsverfügung. Diese würde ich einem normalen Manager einer weltlcihen Firma schon krumm nehmen, würde aber nicht unbedingt überraschen. Aber wenn die hochrangigen Vertreter der katholischen Kirche meinen, für sie gelten keine strengeren Maßstäbe bei dem moralischen Anspruch, für den gerade eine Kirche steht - tut mir leid, aber dann hätten sie per Definition auch auf einen Schlag ihre moralische Autorität verspielt. Aber nochmals: in meinen Augen ist dies schon durch die heutige Generation der Kirchenvertreter schon viel früher und wegen unendlich größerer Verfehlungen geschehen - wer den psychisch zerstörenden, offenbar erschreckend verbreiteten Mißbrauch von Kindern durch Kirchenpersonal nicht rigoros aufdeckt & unterbindet, sondern systematisch vertuscht und die Täter durch schlichte Versetzung ohne echte Bestrafung wissentlich in die Lage versetzte, auch zukünftig weiter unschuldige Kinderpsychen zu zerstören, dem steht keinerlei moralische Autorität mehr zu. So leid es mir tut: meine Kinder werden sicherlich nicht unbeaufsichtigt in die Nähe von kirchlichen Würdenträger gelassen. Zum Glück kann man seinen Glauben auch sehr gut ohne die Kirche ausüben. @Hans Bergma: ist vielleicht eher Stoff für Juristen - es ging um die feinsäuberlich zurechtgelegte Formulierung der bischöflichen Anwälte, die eben gerade den Begriff First Class vermieden und den Anschein erweckten, dass man über das Upgrade von Economy Class auf Business Class rede. Da ich selbst Jurist bin, ist mir schmerzlich bewußt, dass gerade bei den heiklen Angelegenheiten die Zweideutigkeiten sprachlicher Formulierungen gerne zuhilfe genommen werden, um später nicht bei einer ausdrücklichen schriftlichen Lüge erwischt zu werden. Das dies bei den späteren Schreiben allerdings wieder zunichte gemacht wurde, indem man dem ersten Schreiben den scheinbaren Inhalt ausdrücklich bestätigte und damit nachweislich gelogen hat, war handwerklich natürlich grob nachlässig.
77b1hts 24.01.2013
ui das ist heute schon der 3te Artikel bei SPON wo es gegen die kath. Kirche geht ^^ Na los einen schafft SPON doch noch oder?
muckraker 24.01.2013
Was soll die ganze Diskussion? Der werte Herr MUSSTE 1. Klasse fliegen, da man nur dort (und nicht in der business class oder gar Holzklasse) dem HERR ganz oben eben am nächsten ist.
zooombie 24.01.2013
Nicht daß ich dem Herrn Bischof seinen Erste Klasse Flug nicht gönnen würde, er muß ja schließlich ausgeruht dem Hunger und der Armut im fernen Indien ins Auge sehen, außerdem noch ein paar aufmunternde Worte an schwangere Vergewaltigungsopfer über die Lippen bringen. Gott, ich könnte kotzen bei so viel Heuchelei!
ServicePackXXL 24.01.2013
jo mei, halleluja sog i, kruzifix...
und wer kommt für die kosten der rechtsverdreher-rabulistik von hochwürden, dem demütigen, auf? natürlich ich, wer sonst? und nicht nur das. mit meinen steuergeldern sublimiert der gottesfürchtige und zölibatäre lebemann im freud'schen sinne natürliche andere bedürfnisse auf dem oberdeck im jumbo und in seiner fürstlichen, äh 'tchuldigung, bischöflichen residenz (mit eingefassten edelsteinen!). dabei bin ich noch nicht mal kathole - und muss trotzdem zahlen. skandakös ist das, aber wirklich! ;-)
blasphemiker 24.01.2013
Andere Frage: Hat die falsche eidesstattliche Erklärung irgendwelche konsequenzen für Hochwürden oder stehen die Kirchenfürsten immer noch außerhalb unseres freiheitliche-demokratischen Rechtsstaat?
wavuu 24.01.2013
Zitat von zooombieNicht daß ich dem Herrn Bischof seinen Erste Klasse Flug nicht gönnen würde, er muß ja schließlich ausgeruht dem Hunger und der Armut im fernen Indien ins Auge sehen, außerdem noch ein paar aufmunternde Worte an schwangere Vergewaltigungsopfer über die Lippen bringen. Gott, ich könnte kotzen bei so viel Heuchelei!
Aber aber, solch drastische Worte gegenüber einem Vertreter der Organisation, die die Moral erfunden hat und ihre selbst propagierten Werte konsequent und vorbildlich lebt? Ich darf doch bitten ;-)
ein-berliner 24.01.2013
Martin Luther sei dank, diese Kirche ist nicht mehr Allmacht.
verinet 24.01.2013
Zeitverschwendung
Zitat von peter_30201Oh man, das steht doch in meinen Posts.
peter_30201 hält es für Zeitverschwendung den Artikel zu lesen , Peter hat aber genügend Zeit auf Artikel zu posten die er gar nicht gelesen hat
blasphemiker 24.01.2013
Zitat von ww-bcWer als Institution fast zweitausend Jahre überlebt und allen Stürmen der Veränderung in der Geschichte - wie Revolutionen - wird sich durch einen Spiegel-Artikel nicht eines Besseren belehren lassen. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass derartige Medienaktionen die Gemeinschaft der "Glaubensritter" noch stärker zusammenschweißen. Daher wird es Veränderungen nur geben, wenn sich die Anhänger öffnen und abwenden. Wer in der Region des Herrn Bischof lebt, kann allerdings ein Lied davon singen, wie sehr die katholische Kirche noch den Alltag bestimmt ...
Naja, die lange überlebensdauer dieser organisation kann man nur durch ihr agieren vollkommen ohne moral und anstand mit maximaler heuchlerei erklären. Ich würde ihnen mal empfehlen die Machenschaften der Kirche ab ca 300 n.Chr. zu studieren (Das vorher lass ich mal aus, dar da die Quellenlage sehr dünn wird).
chrisegg 24.01.2013
Ich bin Jan/Feb 2011 beruflich in Bangalore gewesen und hatte ebenfalls ein First Class Ticket. Neben mir saßen zwei als Geistliche verkleidete Männer, ich wunderte mich damals schon dass das nicht wirklich zusammenpasst - Wasser predigen und selbst Wein einschenken. Entweder saß ich zufällig neben den besagten Herren, oder die ganze Aktion war kein Einzelfall. Sorgen bereitet einem da vor allem der Umstand, dass die RKK auch aus Steuergeldern mit finanziert wird, moralisch natürlich ebenfalls bedenklich aber der Arroganz des mafiösen Apparates entsprechend.
solibra 24.01.2013
Hat der Spiegel Strafanzeige wg. vorsätzlicher falscher Versicherung an Eides statt gestellt ? Falls nicht, bitte dringend nachholen. Gerne auch ein Dritter.
Wenn es um die Wahrheit geht, wird halt gelogen. Warum nur? Was verstehen wir heute unter Ehrlichkeit? Unsere moralischen und ethischen Werte scheinen von Zeit zu Zeit zu wechseln. Wir sagen, daß Ehrlichsein frei sein von Betrug und Heuchelei bedeutet, aufrichtig und gerecht sein in unserem Umgang mit anderen. Vor allem bedeutet es, gegen sich selbst wahr zu sein. Sie muß individuell erlangt werden und ohne Erniedrigung und ohne im Staube zu kriechen. Ehrlichkeit und Tugend, waren immer ein Teil bei der Suche der Menschen nach dem Wahren und Schönen des Lebens. Zur Zeit der Ritter waren die Qualitäten für Ritterschaft die Führung eines reinen Lebens, niemals schlecht über andere zu reden und jene zu verteidigen, die ungerecht angegriffen werden. Eines Mannes Wort war bindend, was er sagte, tat er, und kein geschriebenes Dokument war notwendig. Im Pfadfindergelübde ist ein Vorsatz enthalten, der dir helfen sollte, einen ehrlichen Menschen zu finden und selbst ein solcher zu sein: 'Ich will immer gedanklich und moralisch aufrichtig sein.' Das ist Ehrlichkeit gegen dich selbst und zwar, wie ich glaube, strenge Ehrlichkeit. Es ist schwierig, aber durch Ausdauer können Betrug und Heuchelei in Tugend umgewandelt werden und dann wird man im Reden und Handeln aufrichtig. Wie Shakespeare es in seinem Hamlet so wundervoll ausdrückt: 'Sei gegen dich selbst wahr, und es muß daraus folgen, wie die Nacht auf den Tag, daß du gegen niemand falsch sein kannst.'
t.s.garp 24.01.2013
Immer diese Neid und Missgunst Debatten in Deutschland. Gönnen wir dem fast aufrichtigem Gottesfürchtigen doch Flüge im Oberdeck, gleich hinter den Piloten, seine Privatkapelle ebenso. Es ist schließlich sein Auftrag, viel für uns (vom Wege abgekommenen) zu beten. Hundert Schritte rüber in die Kirche hat heute auch nicht mehr jeder Zeit für. Lese ich hönische Bemerkungen zu seinem neuen Wohnheim? Alles vielleicht einfach nur Ersatzbefriedigungen wegen fehlender Familie. Würde mir auch so gehen. Hochwürden hat mein tiefstes Mitgefühl. Werde für ihn beten, dass er vielleicht doch noch eine liebe Frau fürs Leben findet. Soll ja bei den Katholiken, so lang's eine Lüge bleibt, dann doch irgendwie auch gehen. Oder er stimmt sich einfach ein auf eine höhere Berufung? Im Vattikan? Dagegen ist seine Hütte dann ja mal gar nix. Hat nicht mal einen Obelisk davorbestellt. Schenken wir ihm unsere ganze Nächstenliebe, sofern welche da. Kann man leider nicht kaufen. Und Beten wäre mir in diesem Fall zu billig. Bin sehr ergebnisorientiert.
roflem 24.01.2013
Also Fazit: mit kirchlichen Würdenträgern spricht man grundsätzlich mit zufällig laufender versteckter Kamera. Warum? Um sie des Prassens und Protzens zu bezichtigen, was diese natürlich verleugnen. Diesen 10-11 Stunden Flug, der auch noch prinzipiell zu nachtschlafener Zeit ankommt (ist in Indien IMMER so), habe ich in den letzten 12 Jahren über 30 mal gemacht, kenne sowohl die Holz - als auch die Lederklasse, meine Güte ...lasst den Heini doch schlafen....man kommt wirklich erholter an in der business class! Was soll der Schmarrn? Das soll investigativer Spiegel-Journalismus sein? Warum wird uns nicht das Aktenz, und das Gericht genannt? Trotzdem Gratulatur:-) war das jetzt Reske oder Buske oder Mauck? Sowas will man wissen!
Die Macht der Kirche durch ihre Entscheidungsträger wird immer unerträglicher! Wir haben in der BRD mehr nichtorganisierte Christen, die nicht gehört werden. Wir brauchen keine christlichen Firmen mehr und ich sehne die Beendigung des Staates Kirche in unserer Republik herbei.
lustro 24.01.2013
langsam wird's wirklich uninteressant, mit welcher Emsigkeit der Spiegel an einer weniger schönen, wie auch weniger interessanten Sache dran ist. Ein 1. Klasse-Flug scheint mir nicht unbedingt angemessen, aber er ist dem Bischof standesgemäß, er hat vergleichbar den Rang, wie auf weltlicher Seite der Ministerpräsident. Tebartz van Elst ist nicht Kamphaus, aber er tut bislang nichts, was ihm nicht zustehen würden. Wenn auch vieles nicht meinem Gustus entspricht. Das, was hier noch läuft ist rechthaberische Wortklauberei. Lächerlich! Die Kostenerstattung für die anwaltliche Erstellung der einstweiligen Verfügung sollte der Spiegel einfordern, dann bitte sich aber nun wichtigeren Themen zuwenden.
hman2 24.01.2013
"Zwei Fragen stelle ich mir immer bei der Sache: -Wen juckt es, ob ein Bischof First, Business oder Economy fliegt". Vielleicht die Leute, die das schlussendlich bezahlen müssen? Bischöfe werden nämlich nicht von den Mitgliedern ihres Vereins bezahlt, sondern vom Steuerzahler aus normalem Steueraufkommen, also auch von allen Nichtmitgliedern oder Andersgläubigen...
tbline67 24.01.2013
Na wenn diese Lügen alles wären... Im Bistum Limburg stinkt es gewaltig. Es gibt in der Gemeinde Dreikirchen eine alte Wehrkirche. Zu deren Erhalt wurden von Privatpersonen mehrere tausend Euro gesammelt. Diese wurden dem Rentamt zweckgebunden übereignet. Plötzlich aber weiß keiner mehr, wo das Geld ist. Fazit: der Prunkbau des Herrn Bischof kostet Millionen und sicherlich etlichen Menschen in Entwicklungsländern das Leben. Das hier auch noch Gelder veruntreut werden ,stört dabei unmerklich. Das was sich dieser Herr in Namen des Herrn anmaßt, wird dem herkömmlichen Katholiken als "Todsünde" vorgehalten. Pfui !
zensorsliebling 24.01.2013
Die falsche eidesstattliche Versicherung ist strafbar - der Bischof hat unterschrieben, dass er darauf aufmerksam gemacht wurde. Da es sich bei einer vorsätzlich oder fahrlässig falschen eidesstattlichen Versicherung um ein Offizialdelikt handelt, müßte doch jetzt der Staatsanwalt Ermittlungen aufnehmen.
reginhard 24.01.2013
Gibt es jemanden, der sich an jeden einzelnen Satz, den er gesagt hat erinnert? Wird hier nicht bewusst ein Bischof in die Ecke gedrängt, um gegen die Kirche etwas zu finden? Irgendwann wird die Kirche in Deutschland so verschwindend klein an Mitgliedern sein. Dies wird einige sicher freuen. Aber menschlicher wird die Welt dann nicht sein. Welche Organisation fängt die humanitären Leistungen der vielen unentgeltlich für die Gesellschaft arbeitenden gläubigen auf? Beispiel: die im Vergleich zum Staat vergleichsweise niedrigen Friedhofsgebühren sind nur durch freiwillige ehrenamtliche Arbeit der Kirchenvorstände zu gewährleisten. Was Pfarrgemeinderäte und Kirchenvorstände unentgeltlich leisten ist großartig!
überzwerg 24.01.2013
Zitat von ZaphodOffensichtlich erkannte der Spiegel nicht den Unterschied zwischen der Frage, welche Klasse der Bischof geflogen ist, und der Frage, in welcher Klasse der Bischof gesessen ist. Bereits aus den ersten Stellungnahmen ist ersichtlich, dass der Bischof nicht First Class geflogen ist, sondern nur ein Business Class-Ticket erworben hatte.
Was für eine Haarspalterei! Wenn der Bischof sich während des Fluges körperlich in einen First-Class-Sessel gefletzt hat, ist er auch First Class geflogen. Punkt!
dlm2012 24.01.2013
ohne zu wissen, ob nun Business oder First bezahlt wurde sieht die Story den Stellungnahmen nach so für mich aus: a) die Reiserichtlinien scheinen Business vorzuschreiben und das soll auch gebucht worden sein. Demnach würde man verantworten müssen, Business geflogen zu sein, was ja auch behauptet wurde. b) tatsächlich geflogen wurde scheinbar aber First, was durch eine wie auch immer geartetes Upgrade bewerkstelligt wurde. Solange das Upgrade kostenfrei erfolgte, muss man sich immer noch nur nur dafür verantworten, Business geflogen zu sein. Ich kenne keine Richtlinie irgendwo, die entsprechende Upgrades verbietet c) warum dem Herrn Bischof nicht über die Lippen kommen mag, tatsächlich in First geflogen zu sein (wenn tats. nur Business bezahlt wurde), könnte daran liegen, dass er eine öffentliche moralische Verurteilung befürchtet, obwohl er richtlineintreu gehandelt hat. Es könnte aber auch sein, dass er - obwohl er im First Class Bereich sass - tatsächlich nur Business geflogen ist. Mir selbst erging dies auf einem LH Flug von Bangalore nach Frankfurt so. Aus irgend einem Grund (ich vermute Personalmangel in der Crew) wurde damals der First Class Bereich (Oberdeck der 747) nur nach Business berechnet obwohl die Bestuhlung, die Wandbeschriftung und sogar die frischen Frühstückseier ganz klar First! sprachen. Für mich verbleiben nur zwei Fragen: 1. Warum muss ein Geistlicher Führer überhaupt Business fliegen und 2. hätte er nicht sein Upgrade einer anderen bedürftigen Person geben können. Auch hier kann ich keine Schuld an dem Bischof finden weil zu 1. normalerweise selbst normale Angestellte der Privatwirtschaft auf Langstreckenflügen business fliegen, zumal wenn noch am Tag der Landung ein Termin ansteht. Von leitenden Angestellten oder Beamten gleich welcher Besoldungsstufe will ich gar nicht reden. Der Bischof geht hier mindestens als leitender Angestellter durch. Zu 2. ist Upgrade nicht gleich Upgrade: er hätte also nicht sagen können "ich bleibe in Business, aber holen Sie dafür doch bitte die arme Mutter aus der Eco in die First oder Business". Da hätte weder die Fluglinie, noch die Sitzplatzverteilung und vermutlich auch nicht die Security mitgespielt. Was vermutlich gegangen wäre ist einen anderen Business Class Passgier an seiner statt umzusetzen. Aber ob der dann bedürftig gewesen wäre... Langer Rede kurzer Sinn: wenn nur Business bezahlt wurde, finde ich, dass er alles richtig gemacht hat, ausser die Aussenkommunikation.
nadennmallos 24.01.2013
wie ich diese Bibelzitate zum ko ...
Zitat von holdrianWer ohne Sünde ist werfe den ersten Stein.
...... tzen finde. Ein Würdenträger der Kirche hat nun mal beispielgebend zu sein. Wenn wir das, was Jesus gelehrt hat (nein ich gehöre keiner Kirche an), ernst nehmen (und es sind gute Tipps, salopp gesagt) dann stellt man fest, das die Kirche in vielen Fällen mit dem Geld (Einnahmen und Steuergelder) sehr verschwenderisch umgeht. Das Modell Frankreich erzieht mehr zur Sparsamkeit.
rompipalle 24.01.2013
So so so.....
Nun, am Ende ist es doch schön so einen gut geschrieben Artikel zu lesen. Was soll man jetzt über die Geistlichen noch alles denken? Sie wollen einfach keine weltliche Aufklärung. NEIN,die katholische Kirche möchte ungestört bleiben -bei Kindesmisshandlung,Luxusreisen und Steuervorteilen. Ich frage mich ernsthaft wann wird es endlich einmal klar und deutlich gesagt: "die K-Kirche ist etwas ganz besonderes und wir sollten nur froh sein das sie sich den armen überhaupt an nimmt ". Da ist es fast mehr als respektlos,sie mit weltlichen Fragen auch noch zu löchern.Es währe auch nicht opportun einen Bischof in die Verlegenheit zu bringen; sich einen Rechtsbeistand nehmen zu müssen. Jahre her hatte es da die K-Kirche etwas einfacher, den sie warf diese schlechten kritischen Kreaturen einfach in den Knast. Heute ist es etwas anderst und die K-Kirche sollte sich bessere Marketing Strategien ausdenken. Auch weil:" das Wasser predigen,aber Wein trinken einfach nur beschaehmend ist!"
ramuz 24.01.2013
You made my day!
Zitat von reginhardWelche Organisation fängt die humanitären Leistungen der vielen unentgeltlich für die Gesellschaft arbeitenden gläubigen auf?
UNENTGELTLICH! Mag sein, aber keinesfalls undenGELDlich! *rofl* ---Zitat--- Die im Vergleich zum Staat vergleichsweise niedrigen Friedhofsgebühren sind nur durch freiwillige ehrenamtliche Arbeit der Kirchenvorstände zu gewährleisten. ---Zitatende--- Das ist Blödsinn, mehr gibt es da nicht zu sagen. ---Zitat--- Was Pfarrgemeinderäte und Kirchenvorstände unentgeltlich leisten ist großartig! ---Zitatende--- Mag zugegeben sein - weswegen Sie von den Hierarchen ja auch nach Kräften bekämpft werden ( Köln, München, Regensburg, Paderborn, Freiburg .. ahja: den Vatikan nicht zu vergessen.) Und alles, was diese Laien (!) an guten Werken aufbauen mögen, reissen die Hierarchen mit dem A*** ( wie man bei uns hier sagt ) wieder ein - was gleichzeitig in etwa den Geisteszustand der Herren (Frauen gibt's da ja nicht) beschreibt.
Faktenanalyse 24.01.2013
Ist doch völlig gleichgültig, ob der Bischof business class oder first class fliegt, und rechtfertigen muss er sich dafür auch nicht. Hier wird wieder ein Thema an den Haaren herbeigezogen, um Stimmung gegen die Kirche machen zu können. Als ob es keine interessanteren und wichtigeren Themen gäbe.
weinblatt 24.01.2013
Zitat von reginhardGibt es jemanden, der sich an jeden einzelnen Satz, den er gesagt hat erinnert? Wird hier nicht bewusst ein Bischof in die Ecke gedrängt, um gegen die Kirche etwas zu finden? Irgendwann wird die Kirche in Deutschland so verschwindend klein an Mitgliedern sein. Dies wird einige sicher freuen. Aber menschlicher wird die Welt dann nicht sein. Welche Organisation fängt die humanitären Leistungen der vielen unentgeltlich für die Gesellschaft arbeitenden gläubigen auf? Beispiel: die im Vergleich zum Staat vergleichsweise niedrigen Friedhofsgebühren sind nur durch freiwillige ehrenamtliche Arbeit der Kirchenvorstände zu gewährleisten. Was Pfarrgemeinderäte und Kirchenvorstände unentgeltlich leisten ist großartig!
Zunächst einmal finanziert der Kirchensteuerzahler die Kirche und sie wird vom Staat subventioniert ... insofern kommen da ja dann nicht nur neue Kosten auf, sondern fallen ja auch weg (Stichwort für 10 Gläubige 13 Kirchen). Ehrenamtliche Helfer glaube ich, würden aus Prinzip nie eine Vergewaltigte ihres Krankenhauses verweisen, ferner würde bei Missbrauchsfällen durchs Personal ganz schnell eine Untersuchung eingeleitet die zu Ergebnissen führt ... insofern, von welcher Menschlichkeit sprechen Sie ? Lesen Sie neben der Bibel eigentlich auch Zeitungen ? Leute die helfen und sich gottgefällig verhalten tun das auch, dafür muss kein Vorgesetzter nach Indien reisen ...
frodo68 24.01.2013
Zitat von sysop 
Ich finde es geradezu göttlich wie sich die katholische Kirche selbst demontiert.
undso 24.01.2013
Vergesslichkeit entschuldigt Meineid nicht
Zitat von reginhardGibt es jemanden, der sich an jeden einzelnen Satz, den er gesagt hat erinnert?
Nein, aber eine eidesstaatliche Erklärung bedeutet, dass der Betreffende ganz sicher ist. Ansonsten darf man diese nicht als Eid zu Protokoll geben. Sie schwören ja hoffentlich auch nicht vor Gericht zu einem Tatbestand bei dem sie sich nicht sicher sind. Jain, der Bericht über einen Erste Klasse Flug war weniger wichtig (unmoralisch vieleicht, aber naja). Typische Wasser predigen Wein trinken Geschichte halt, wer gern von oben mit der Moralkeule um sich haut muss halt aufpassen das er dabei nicht von Sockel fällt. Der Umgang mit dieser Nachricht einschliesslich Unterlassungserklärung etc. zeugt allerdings von einem Informationsverständnis dem ich mich auch als Katolik nicht anschliessen kann. Und diese behaupte ich mal sind zahlenmässig in der Überzahl. Allerdings sollten diese auch daran interessiert sein schwarze Schafe in ihren Reihen zur Rede zu stellen.
leastsquare 24.01.2013
Man mag den ganzen Vorfall für kleinlich halten (was er sicherlich auch ist), aber eventuell trägt ja die Penetranz der Medien dazu bei, dass sich Amtsträger (auch Politiker) mehr Gedanken über ihre Entscheidungen machen. Gerade dann, wenn es um Steuermittel geht. War da nicht mal was mit dem Chef der Treberhilfe und seinem Maserati (?)... Sieht halt einfach doof aus.
freierchrist 24.01.2013
Martin Luther bezeichnete die Päpste und deren Gefolge, als Feinde Gottes, unvernünftige Narren, Statthalter des Teufels: Martin Luther schrieb: "Der Papst überragt in seiner Verderbtheit die des höllischen Drachen und die ganze Gemeinheit der Helfershelfer des Teufels. Und wenn der Papst der Teufel ist, dann sind seine Bischöfe und Kardinäle des Teufels Generäle." Aber heute müßte Luther seine Thesen an die Tore der eigenen Kirche anbringen. Die evangelischen Kirchenführer haben sich den Katholischen angepaßt. Hohe Gehälter und große Karossen. Was zählen für die geldgierigen Kirchenvertreter, noch die Worte von Jesus aus Matth.10,8: "Umsonst habt ihr es empfangen, umsonst gebt es auch'".Nicht umsonst warnte Jesus in Matthäus Kapitel 23 vor den Schriftgelehrten in den langen Gewändern und bezeichnete diese als "Heuchler" , "Ottern- und Schlangenbrut". Statt Demut und Gottesfurcht zählt bei den Kirchenoberen nur Ehre, Macht und Reichtum. Der christliche Glaube wurde dafür verkauft.
Ich schau mir das jetzt schon seit jahren mit der katholischen Kirche an. Und seit jahren meine ich mir vor, zum evangelischen glauben zu Konvertieren. Ich denke es wird langsam wirklich zeit. Ich schäme mich, der katholischen Kirche anzugehören! Im Dorf meiner 80 jährigen Oma wollen wie die Kirche mangels Geld schliessen (gehört übrigens auch zum Bistum Limburg), andererseits scheint ja genug geld für die extravaganten Wünsche des Klerus vorhanden zu sein. Langsam reicht es mir. Warum fällt eigentlich fast nur die katholische Kirche durch Lug und Trug auf? Und da wunderm die sich über die Kirchenaustritte
herr wal 24.01.2013
Ich hab vielleicht eine Erklärung, die sowohl den Bischof als auch den Redakteur zufriedenstellen sollte: Der Kirchenmann ist eine halbwegs heilige Zweifaltigkeit. Sein amtliches Wesen ist Business (zum Sondertarif!) geflogen, und der zivile Bürger in ihm hat sich mit zivilen Meilen und auf eigene Kosten in die Klasse der Liegebetten upgegradet. Ist doch gar nicht so schwierig (zu verstehen). Und was die bischofsanwaltliche Erklärung vom 5.4.2012 betrifft - >Möglicherweise waren es Umfang und Aufbau dieser Ausführungen, dass diese Worte nicht als Bestätigung eines First-Class-Fluges, sondern so verstanden wurden, dass der Bischof nur Business Class geflogen war. Möglicherweise lag dies aber auch am Umstand, dass die Worte "First Class" oder "erste Klasse" darin gar nicht vorkamen. Oder möglicherweise wurde einfach nicht deutlich genug ausgesprochen, zu welcher Klasse ein Upgrade denn nun tatsächlich erfolgt war.< Man soll sich eben nicht auf intellektuelles Fingerhakeln mit Schriftgelehrten einlassen. Die haben durch Ausbildung und Inspiration die Fähigkeit, hinter den Worten das wahre Wesen der Dinge wahrzunehmen, die den Nicht-Juristen und –Theologen eben fehlen. Eine Journalismus-Ausbildung hilft da vermutlich überhaupt nicht weiter, da krebst man nur in der täuschenden Welt der Erscheinungen (Samsara) rum.
alyeska 24.01.2013
Dieser Hobby-Heilige fällt in unserer Gegend (Großraum Limburg) schon des öfteren auf z.Bs. der Umbau seines Domiziles in einen Prunkpalast soll Horrendes gekostet haben. Seine (Schein-) "Heiligkeit" wohnt halt 1. Klasse (!)
undso 24.01.2013
Zitat von dlm2012Langer Rede kurzer Sinn: wenn nur Business bezahlt wurde, finde ich, dass er alles richtig gemacht hat, ausser die Aussenkommunikation.
Business wurde bezahlt und abgerechnet. Privat wurde durch Zuzahlung und Bonusmeilen upgegraded. In seiner Abrechnung steht dann vermutlich Business. In der Abrechnung der Fluggesellschaft: First. Damit ist m.E. beides Richtig, was wiederum die Unterlassungserklärung etc. unverschämt macht. Als Gleichnis: Wenn die Bahn mich wegen Verspätung mit dem Taxi weiterfahren muss, setzte ich bei der Steuer meine Bahnkosten ab. Wenn Sie nun vor Gericht behaupten ich wäre Taxi gefahren kann ich das klarstellen, aber keine Unterlassungserklärung von Ihnen fordern oder Sie als Lügner bezeichnen.
Oachkatzlschwoaf 24.01.2013
Upgrade
Zitat von dlm2012....Langer Rede kurzer Sinn: wenn nur Business bezahlt wurde, finde ich, dass er alles richtig gemacht hat, ausser die Aussenkommunikation.
Ich bin alles andere als ein Freund der RKK und deren Bischöfe. Ihr Beitrag ist ausgesprochen sachlich und klar verständlich - besonders für all jene, die das Flugzeug meist nur von Mallorca-Flügen kennen. Ich freue mich über jede fundierte Kritik gegenüber dieser Institution aber das hier geht gar nicht.
derletztdemokrat 24.01.2013
Bravo
Zitat von hman2"Zwei Fragen stelle ich mir immer bei der Sache: -Wen juckt es, ob ein Bischof First, Business oder Economy fliegt". Vielleicht die Leute, die das schlussendlich bezahlen müssen? Bischöfe werden nämlich nicht von den Mitgliedern ihres Vereins bezahlt, sondern vom Steuerzahler aus normalem Steueraufkommen, also auch von allen Nichtmitgliedern oder Andersgläubigen...
Bravo, besser geht es nicht. Wir müssen die Dornenkrone tragen (Allimente für die Kirchenfürsten) und der Herr Treibsatz von Pelz baut sich eine Luxusherrberge von unserer Kohle.
hpasterkamp 24.01.2013
Bekommt man als First Class Reisender den Wein schon vorgeweiht während man als Business Class reisender Bischof die Weihe selbst vornehmen muß? Mir fehlt das Verständnis für den Nachrichtenwert dieses Beitrags.
derletztdemokrat 24.01.2013
Jesus saß auf dem Esel
Zitat von luru66Boah, und in China ist ein Sack Reis umgefallen. Katholenhasser Wensierski wird bis zum jüngsten Tag jedem Furz der RKK-Offiziellen akribisch hinterherrecherchieren, um daraus einen Riesenskandal zu machen, ja eine Weltverschwörung zu suggerieren. Ich erinnere mich an zahllose Artikel, die qua Belanglosigkeit alle in der Versenkung verschwunden sind. Übrigens, Herr Wensierski, wenn Sie es schon so genau nehmen: Wie reisen Sie nach Jerusalem, wenn Sie über die dortige Kirche berichten wollen? Auf dem Esel?
Und wenn einem gläubigen Esel nichts mehr einfällt dann schreibt er über den Sack Reis der in China umfällt oder auch nicht. Lassen sie etwas neues einfallen.
Oachkatzlschwoaf 24.01.2013
Status
Zitat von nadennmallos......Ein Würdenträger der Kirche hat nun mal beispielgebend zu sein. Wenn wir das, was Jesus gelehrt hat (nein ich gehöre keiner Kirche an), ernst nehmen (und es sind gute Tipps, salopp gesagt) dann stellt man fest, das die Kirche in vielen Fällen mit dem Geld (Einnahmen und Steuergelder) sehr verschwenderisch umgeht....
Auch ich bin kein Mitglied irgendeiner Kirche, und die RKK ist mir mehr als unangenehm. Nur: ein Bischof ist ein Bischof! Ihm gebührt ein gewisser Respekt, und es steht ihm zu, auf einer Langstrecke nicht in einer 5er-Reihe zu sitzen und bei einer nicht-privaten Reise diesen Wahnsinn einer Economy mitzumachen. Wenn ich dienstlich auf einer Langstrecke unterwegs bin, bestehe ich darauf Business zu fliegen. Weil ich kurz nach der Landung arbeite, weil ich für mein Unternehmen beste Ergebnisse erzielen will, und das geht nicht in der Eco! Es sei denn, sie ist nur schwach bebucht, aber das habe ich schon Ewigkeiten nicht mehr erlebt. So, jetzt -Bibelzitat - Steine anlegen!
bildspiegel 24.01.2013
Das war wohl die Macht der Gewohnheit! Jeder Geistliche lügt, jeden Tag, wenn er erfundene Märchengeschichten eines archaischen Kults erzählt und diese Lügengeschichten dann als Wahrheit deklariert. Dem Bischof ist in diesem Fall der Wechsel in die wahre Realität nicht gelungen. Vielleicht hat er sich bereits unumkehrbar davon entfernt?
t.s.garp 24.01.2013
@lustro: Das ist also die Logik dahinter: Auf Augenhöhe mit einem Ministerpräsidenten. Verstanden. Was ich nicht verstehe: Die rkK propagiert Bescheidenheit, fliegt selbst aber First Class. Müssen nicht gerade die OBERSTEN Hirten mit allerbestem Beispiel vorangehen? Meinen eigenen Kindern ein Vorbild: ich versuche es zumindest. Und was hätte ich als Bischof für ein schlechtes Gewissen beim Schlemmen in den oberen Etagen, während anders wo von dem Verzerrgeld ein paar Kinder wahrscheinlich etwas länger leben dürften. Das ist meine Logik. Und sie erscheint mir menschlicher als die Ihrige. Noch dazu, ich mich meine zu erinnern, dass es bei der Kirche heißt, es gehe vor allem auch um den Einzelnen. Als Bischof würde ich daher IMMER Economy fliegen und den Überschuss sinnvoll weitergeben. Ansonsten hat man sich eindeutig für den falschen Job entschieden. Möglicherweise habe ich das mit der Nächstenliebe auch vollkommen falsch verstanden? Falls ja, bitte um Kritik. Ruhig deutliche Worte. Kann das ab.
idisi 24.01.2013
Es kommt bei der Beurteilung von Ländern nicht nur darauf an, welche Gesetze es gibt. Genauso entscheidend ist, welche Gesetze denn praktisch angewandt werden. Deshalb finde ich es spannend, ob es bei der klaren Sachlage zu einem Verfahren im Hinblick auf die eidesstattliche Versicherung kommt. Ich denke, in der Vergangenheit waren die Kirchen zu oft über dem Gesetz. Trennung von Staat und Kirche wäre wunderbar, es wäre meiner Ansicht nach aber schon ein Fortschritt, wenn die Kirche und deren Vertreter wie alle anderen dem Gesetz unterliegen würden. Ansonsten bedanke ich mich bei den Autoren für den sehr schönen Text.
Richtig, aber...
Zitat von peter_30201Ehrlich gesagt interessiert mich das überhaupt nicht. Wie kann man sich denn ernsthaft mit so einem unwichtigstem Sachverhalt befassen, wenn gleichzeitig eine wirklich skandalöse Nichtaufarbeitung der eigenen Missbrauchsgeschichte stattfindet? Als Moralist bietet das natürlich die Möglichkeit, den Zeigefinger in Richtung Bischof auszustrecken und sich dabei ins Fäustchen zu lachen; möglichst noch Bibelzitate schwingen, um den gezeigten Widerspruch perfekt zu machen. Gleichzeitig wird aber Aufklärungsdruck von der Kirche in den wichtigen Fragen genommen, weil das Interesse auf solche Nichtigkeiten wie hier gelenkt wird, und jede Nachfrage legitimiert die Kirche, dass sich die innere Revision mit so einer Lapalie befasst.
So ganz Unrecht haben Sie mit dieser Sicht ja nicht. Die beiden Themen lassen sich aber auch gut in einen größeren Zusammenhang bringen: Wenn hohe kirchliche Würdenträger schon bei solch nebensächlichen Moralfragen dreist lügen (trotz möglicher strafrechtlicher Konsequenzen) - was lernen wir daraus in Bezug auf die Aufarbeitung der Missbrauchsvorwürfe? Wenn ich überlege ob ich Dr. Pfeiffer oder der Kirche glauben schenken soll, liegt die Antwort auf der Hand.
günter1934 24.01.2013
Zitat von OachkatzlschwoafWenn ich dienstlich auf einer Langstrecke unterwegs bin, bestehe ich darauf Business zu fliegen. Weil ich kurz nach der Landung arbeite, weil ich für mein Unternehmen beste Ergebnisse erzielen will, und das geht nicht in der Eco!
Das ist ja auch 100pro richtig! Aber wenn Ihre Firma zum Beispiel Misereor oder Brot für die Welt wäre, würden die zu Ihnen sagen, ok, wir verstehen ja, dass Sie Business fliegen wollen, aber was macht das für ein Bild für unsere Spender! :-) Wenn es dem Herrn Bischof so lästig ist, niedrige Klasse zu fliegen, dann sollte er zu Hause bleiben und die Kosten für den Flug dem indischen Armenprojekt spenden. Seine Anwesenheit dort ist sowieso überflüssig wie ein Kropf.
wittich1965 24.01.2013
Der SPIEGEL-Autor täte etwas Unrechtes, wenn er weiter behauptet, der Bischof sei Oberklasse geflogen. Für mich ist diese Verleumdung aus Bischofsmund, noch dazu mit anwaltlicher Drohung vorgetragen, der Kern dieser Story: Der Kirchenmann, der einen anderen ins Unrecht setzten will und zu diesem Zweck das 8. Gebot der Christen beugt, nicht „falsch Zeugnis“ vom Nächsten zu geben! Reden wir mal nicht vom gottlosen Bischof, der dem eigenen Gebot nicht traut. Reden wir stattdessen von den zahllosen, namenlosen und sprachlosen Opfern alltäglicher christlicher Verleumdung. Nach Jahrzehnten Berufstätigkeit in der Kirche habe ich mich schlussendlich abgewendet – angewidert, ja: ANGEWIDERT von dem Ausmaß der Heuchelei, die den Gläubigen reinen Wein verspricht und fauliges Wasser serviert.
Luna-lucia 24.01.2013
stimmt, und wenn es
Zitat von freierchristMartin Luther bezeichnete die Päpste und deren Gefolge, als Feinde Gottes, unvernünftige Narren, Statthalter des Teufels: Martin Luther schrieb: "Der Papst überragt in seiner Verderbtheit die des höllischen Drachen und die ganze Gemeinheit der Helfershelfer des Teufels. Und wenn der Papst der Teufel ist, dann sind seine Bischöfe und Kardinäle des Teufels Generäle." Aber heute müßte Luther seine Thesen an die Tore der eigenen Kirche anbringen. Die evangelischen Kirchenführer haben sich den Katholischen angepaßt. Hohe Gehälter und große Karossen. Was zählen für die geldgierigen Kirchenvertreter, noch die Worte von Jesus aus Matth.10,8: "Umsonst habt ihr es empfangen, umsonst gebt es auch'".Nicht umsonst warnte Jesus in Matthäus Kapitel 23 vor den Schriftgelehrten in den langen Gewändern und bezeichnete diese als "Heuchler" , "Ottern- und Schlangenbrut". Statt Demut und Gottesfurcht zählt bei den Kirchenoberen nur Ehre, Macht und Reichtum. Der christliche Glaube wurde dafür verkauft.
statt den 10 Geboten der RKK, 1000 geben würde, diese Typen würden gegen 1100 verstoßen! Das sind die > Achtung Unwort < Unwahren dieser Welt! Gerade die, belügen uns untern Lügen, noch mal! Kann es jetzt sogar sein, dass sehr viele Politiker in RK-Schulen gegangen sind? Um dort zu lernen, wie man eine Lüge, als Wahrheit verpacken kann?
jujo 24.01.2013
....
Zitat von OachkatzlschwoafAuch ich bin kein Mitglied irgendeiner Kirche, und die RKK ist mir mehr als unangenehm. Nur: ein Bischof ist ein Bischof! Ihm gebührt ein gewisser Respekt, und es steht ihm zu, auf einer Langstrecke nicht in einer 5er-Reihe zu sitzen und bei einer nicht-privaten Reise diesen Wahnsinn einer Economy mitzumachen. Wenn ich dienstlich auf einer Langstrecke unterwegs bin, bestehe ich darauf Business zu fliegen. Weil ich kurz nach der Landung arbeite, weil ich für mein Unternehmen beste Ergebnisse erzielen will, und das geht nicht in der Eco! Es sei denn, sie ist nur schwach bebucht, aber das habe ich schon Ewigkeiten nicht mehr erlebt. So, jetzt -Bibelzitat - Steine anlegen!
Sie stehen zu Ihrer Meinung und begründen diese ausreichend. Der Herr Bischof könnte das gleiche tun. Er eiert aber herum lügt, bedroht, den Journalisten mit der Justiz, warum?
geisterfahrerii 24.01.2013
Danke dass es hier und heute noch Zeitungen wie den Spiegel gibt.
Red-Mercury 24.01.2013
Konzentration!
Zitat von derletztdemokratUnd wenn einem gläubigen Esel nichts mehr einfällt dann schreibt er über den Sack Reis der in China umfällt oder auch nicht. Lassen sie etwas neues einfallen.
Lassen sie sich nicht beim TEEBEUTEL werfen in Ostfriesland stöhren.
rudi_1957 24.01.2013
Quod licet iovi, non licet bovi Oder wie hiess das doch gleich? http://de.wikipedia.org/wiki/Quod_licet_Iovi,_non_licet_bovi
privado 24.01.2013
Spricht nicht für Ihre Kenntnisse...
Zitat von hpasterkampBekommt man als First Class Reisender den Wein schon vorgeweiht während man als Business Class reisender Bischof die Weihe selbst vornehmen muß? Mir fehlt das Verständnis für den Nachrichtenwert dieses Beitrags.
...über die Tarife im Flugreiseverkehr. Zahlen Sie Kirchensteuer? Der First-Class Flug kostet mal eben locker das Doppelte eines Business-Tarifes. Wenn Sie dort Ihre Kirchensteuer gut angelegt sehen, dann ist ja alles in Ordnung.
snobody2 24.01.2013
Da..
Zitat von holdrianWer ohne Sünde ist werfe den ersten Stein.
...werden den Bischoff aber viele Steine treffen müssen: Man sollte sich auch mal sein neues Protz-Palais anschauen. Vielleicht dient es ja zur Abschaffung der Kirchensteuer? Mit dem Zölibat verhält es sich ja ähnlich wie mit Lenin und dem Kommunismus: In praxi ungeeignet.
Francuzzo 24.01.2013
Wie schön, dass Deutschland keine anderen Probleme zu haben scheint. Wenn der Erste-Klasse-Fluggast der Chefeinkäufer einer Textilkette gewesen wäre, der seine indischen Lieferanten so runterhandelt, dass sie nur noch Hungerlöhne zahlen können, würde sich kein Mensch aufregen. Ein Bischof ist eine Führungskraft und hat ein hier irrelevantes Keuschheits-, aber kein Armutsgelübde abgelegt. Also gönnt ihm doch mal was, zumal unstreitig keine Steuer-oder Kirchengelder veruntreut wurden. Seine Aussagen waren angesichts des drohenden Presse-GAUs zwar fahrlässig irreführend, aber nicht strafrechtlich relevant inhaltlich falsch (es ist ja tatsächlich nur ein Businessticket gebucht worden) - war zwar dämlich (ist ja klar, dass die tatsächlich benutzte Klasse nachrecherchiert werden kann), aber Dämlichkeit ist weder nach weltlichem noch nach kirchlichem Recht strafbar, sonst wären zwei Drittel der Menschheit vorbestraft.
kukushka 24.01.2013
Oh Gott, ist das armselig. Und das verkauft SPON auch wahrscheinlich noch als Beispiel für investigativen Journalismus. In der Lufthansa ist selbst Business gefühlte Economy auf Langstrecke. Leider reichen meine Meilen nicht aus für einen solchen upgrade. Aber den geistlichen Herren gönne ich ihr Privileg. Eine typisch deutsche Debatte ist das.
Why-not? 24.01.2013
Hoffe, dass wieder einmal ein paar hundert (oder tausend) Leute aus der Kirche austreten!
stk3 24.01.2013
der bischof sollte sich einfach mit einem feschen lh angestellten verlebenspartnern, und auf die weise als betriebsangehöriger viel günstiger fliegen....
dubya 24.01.2013
Bussiness-Class wurde bezahlt. Er wurde weder kostenfrei noch von Dritten mit einem Upgrade begünstigt, sondern hat selbst bezahlt. Wen bitte geht das was an, wofür der Herr sein Geld ausgibt? Als nächstes kommt die Frage, wie es angeht, dass man vor Abflug noch 2 Weizen getrunken und ein T-Bone gegessen hat, auf eigene Rechnung, wo man doch zu den Hungernden fliegt. Der Journalist lauert da vor dem Bau und kommt gleich zur Sache. Man trifft sich "zufällig"...wer's glaubt! Das erinnert an die Leute, die den Chef in der Kantine umschwänzeln wenn sie "zufällig" mit noch vollem Teller an der Tablet-Rückgabe stehen (leider hat man's ja eilig) und bei der Gelegenheit doch gleich was "Zufälliges" fragen müssen. Aber der Bischoff kennt jetzt seine "Freunde" und wird das nächste Mal nicht freiwillig auf den Journalisten zugehen. Wahrscheinlich wird ihm das als nachtragend ausgelegt und auch dagegen gibt es ein Gebot, so nach dem Motto auch noch "die andere Backe hinhalten".
Bassment 24.01.2013
Nobel geht die Welt zugrunde.
Wenn ich mir diesen und weitere Artikel zum Thema Kirche sowie die Leserkommentare anschaue, bin ich sehr froh, niemals in meinem Leben Kirchensteuer gezahlt zu haben. Hinzu kommen noch die Bilder prunkvoller Schlösser, Gewänder und prachtvoller Gottesbauten, die "im Besitz der Gottesvertreter sind" im Gegensatz zu hilfsbedürftigen Menschen, die auf Pappkartons schlafen müssen. Schon alleine das entspricht schon lange nicht mehr dem eigentlichen Sinn der Bibel und grenzt an Blasphemie.
leilaoe 24.01.2013
Es ist doch seine Sache, was er mit seinem Geld macht. Wegen einem 1-Klasse-Ticket schreiben sich Leute die Finger wund? In der Türkei wurde letztend mal wieder eine Unschuldige ohne Beweise zu lebenslänglicher Haft verurteilt. Ist das nicht wichtiger? Durfte der "Autor" früher nicht mit zum Kommunionsunterricht, oder woher rührt der Fanatismus?
adam68161 24.01.2013
Der Spiegelredakteur hat eben auf den Limburger Bischof angelegt und hofft, er könne ihn irgendwann zur Strecke bringen. Wenn man seine früheren Artikel zu Luxusleben etc. liest, ist die Motivation glasklar. Die Firma "Gott und Sohn" hat zwar viele Fehler (gemacht). Aber wenn so einem Wadlbeisser nicht mehr einfällt, dann ist das schon ziemlich spärlich.
der_fedor 25.01.2013
Die eigentliche Frage
ist doch, was hat diese Abzocke und eidesstattliche Falschaussage jetzt für Folgen. Das auch Gottesdiener nur Menschen mit den bekannten Lastern sind dürfte jedem eh klar sein. Aber haben sie auch die gleichen Konsequenzen zu fürchten? Ich bin gespannt.
schreibwerk 25.01.2013
Keine Steine, nur mehr Intelligenz!
Zitat von OachkatzlschwoafAuch ich bin kein Mitglied irgendeiner Kirche, und die RKK ist mir mehr als unangenehm. Nur: ein Bischof ist ein Bischof! Ihm gebührt ein gewisser Respekt, und es steht ihm zu, auf einer Langstrecke nicht in einer 5er-Reihe zu sitzen und bei einer nicht-privaten Reise diesen Wahnsinn einer Economy mitzumachen. Wenn ich dienstlich auf einer Langstrecke unterwegs bin, bestehe ich darauf Business zu fliegen. Weil ich kurz nach der Landung arbeite...
Der "Wahnsinn" der Economy Class sei Ihnen erspart, aber "lügen" Sie deshalb gleich? Geben Sie dazu - Kraft Ihres Amtes - "falsche Eidesstattliche Erklärungen" ab? Oh, Sorry, ich wollte Sie nicht bei Ihrer Arbeit stören, gleich nach der Landung: " ... hallo Schatzi, ich bin jetzt gelandet, aber es dauert wegen der blöden Economy noch, außerdem suche ich noch meinen Oachkatzlschwoaf "...
TomRohwer 25.01.2013
"Wen juckt es, ob ein Bischof First, Business oder Economy fliegt" Vermutlich diejenigen, die noch Anstoß daran nehmen, wenn Gottes Vertreter auf Erden Wasser predigen und selbst Wein trinken...
dampfkraft 25.01.2013
In der Bibel steht : " Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen." Der Herr Bischof hat also nur seinen Platz für Jesus frei gemacht.
garfield53 25.01.2013
mmmm
Zitat von sysop 
§ 140 GG schreibt die Trennung von Staat und Kirche fest, sämtliche mit einen Schild der Kirchen und anderer "Träger" versehenen Vorschul-, Bildungs-, Pflege-, Sozialeinrichtungen und Krankenhäuser werden vom Staat, also von allen Steuerzahlern, wie alle kommunalen und staatlichen Einrichtungen finanziert, nur ein Bruchteil kommt von den Kirchen, welche, vor allen die katholische Kirche, durch den mittelalterlichen Ablasshandel mit den weltlichen Herren bis Heute ein Billionenvermögen zusammengeraubt haben, meine Steuern als Kostenbeteiligung für die Eintreibung der Kirchensteuern nicht zu vergessen. Aber seltsamerweise lebt vor allen die katholische Kirche in einer Art Parallelgesellschaft, grundsätzliche Verhaltenskodexe und Gesetze vorsätzlich missachtend und vor allen in überwiegend katholisch "beherrschten" Bundesländern ungestraft massiven Einfluss auf das öffentliche Leben und das Gemeinwohl zum Nachteil Aller nehmend. Nun wird ja mit den entsprechenden Tarnorganisationen der Kirchen, christliche Parteien genannt und ihren Medien unverhohlen Einfluss auf kommunale und Landespolitik genommen, um Privilegien und zweifelhafte politische, wirtschaftliche wie finanzielle Vorteile zu zementieren. Dabei wird und wurde von allen Bundesregierungen seit 1949 vorsätzlich und billigend in Kauf genommen, das vor allen die Katholische Kirche und ihre Gliederungen und ihr Sozialkonzern ungestraft ausserhalb jeglicher Rechtsnorm aggieren und vorsätzlich Recht beugen, Straftaten verschleiern, verschweigen und gewöhnliche Kriminelle im Dienst der Kirche der staatsanwaltlichen Verfolgung mit allen Mitteln entziehen. Und das schon über 62 Jahre. Die politische Einflussnahme aller s.g. christlichen Kirchen und ihrer Gliederungen sowie Tarnorganisationen steigt im beängstigenden Maße zum Erhalt des politischen Status quo in Deutschland. S. g "Ungläubige", also alle Bürger welche nicht zwangschristiansiert wurden, bzw. das "Ablassverhältniss" mit einer der christlichen Kirchen "gekündigt" haben, werden weitgehend in einigen Landesteilen benachteiligt, psyisch unterdrückt und ausgegrenzt. Die Medien und machthungrige Politiker nutzen die christlichen Kirchen zur Durchsetzung ihrer Interessen und dem Erhalt ihrer politischen Macht. In ihren reaktionären mittelalterlichen Weltbild und ihrer Menschenfeindlichkeit hat der katholische deutsche Klerus seit Jahren eine Vorreiterrolle in Europa übernommen, dessen reaktionärsten Vertreter den Vatikan beherrschen. Trennung von Staat und Kirche in Deutschland? Leider nur eine Fiktion.
rhododendron_5 25.01.2013
Reiserichtlinien haben nicht nur mit Kosten zu tun, sondern geben auch ideelle Anleitung. "Business" heißt eben: Anerkennung der Mühen einer langen Reise, aber keinen übertriebenen Luxus. So gesehen hat der Bischof vielleicht nicht gegen den Wortlaut, aber gegen den Sinn der Richtlinie verstoßen. Das Unternehmen sieht hierfür seit 2000 Jahren folgende Sanktion vor: "Wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden..."
ulrich.baum0410 25.01.2013
Alles wie immer
Dass man nicht Lügen soll, galt immer nur für die Gläubigen , für die katholische Kirche nie. Also alles wie immer. Wen wundert's ?
garfield53 25.01.2013
mmmm
Zitat von sysop 
§ 140 GG schreibt die Trennung von Staat und Kirche fest, sämtliche mit einen Schild der Kirchen und anderer "Träger" versehenen Vorschul-, Bildungs-, Pflege-, Sozialeinrichtungen und Krankenhäuser werden vom Staat, also von allen Steuerzahlern, wie alle kommunalen und staatlichen Einrichtungen finanziert, nur ein Bruchteil kommt von den Kirchen, welche, vor allen die katholische Kirche, durch den mittelalterlichen Ablasshandel mit den weltlichen Herren bis Heute ein Billionenvermögen zusammengeraubt haben, meine Steuern als Kostenbeteiligung für die Eintreibung der Kirchensteuern nicht zu vergessen. Aber seltsamerweise lebt vor allen die katholische Kirche in einer Art Parallelgesellschaft, grundsätzliche Verhaltenskodexe und Gesetze vorsätzlich missachtend und vor allen in überwiegend katholisch "beherrschten" Bundesländern ungestraft massiven Einfluss auf das öffentliche Leben und das Gemeinwohl zum Nachteil Aller nehmend. Nun wird ja mit den entsprechenden Tarnorganisationen der Kirchen, christliche Parteien genannt und ihren Medien unverhohlen Einfluss auf kommunale und Landespolitik genommen, um Privilegien und zweifelhafte politische, wirtschaftliche wie finanzielle Vorteile zu zementieren. Dabei wird und wurde von allen Bundesregierungen seit 1949 vorsätzlich und billigend in Kauf genommen, das vor allen die Katholische Kirche und ihre Gliederungen und ihr Sozialkonzern ungestraft ausserhalb jeglicher Rechtsnorm aggieren und vorsätzlich Recht beugen, Straftaten verschleiern, verschweigen und gewöhnliche Kriminelle im Dienst der Kirche der staatsanwaltlichen Verfolgung mit allen Mitteln entziehen. Und das schon über 62 Jahre. Die politische Einflussnahme aller s.g. christlichen Kirchen und ihrer Gliederungen sowie Tarnorganisationen steigt im beängstigenden Maße zum Erhalt des politischen Status quo in Deutschland. S. g "Ungläubige", also alle Bürger welche nicht zwangschristiansiert wurden, bzw. das "Ablassverhältniss" mit einer der christlichen Kirchen "gekündigt" haben, werden weitgehend in einigen Landesteilen benachteiligt, psyisch unterdrückt und ausgegrenzt. Die Medien und machthungrige Politiker nutzen die christlichen Kirchen zur Durchsetzung ihrer Interessen und dem Erhalt ihrer politischen Macht. In ihren reaktionären mittelalterlichen Weltbild und ihrer Menschenfeindlichkeit hat der katholische deutsche Klerus seit Jahren eine Vorreiterrolle in Europa übernommen, dessen reaktionärsten Vertreter den Vatikan beherrschen. Trennung von Staat und Kirche in Deutschland? Leider nur eine Fiktion.
coisalouca 25.01.2013
Man kann es drehen und wenden wie man will, die First Class - Reise war eine Geschmacklosigkeit des Kirchenmannes, der sich sonst immer so heilig gibt. Aber ich denke, seine Schäfchen haben nichts anderes erwartet nach den Protzbauten auf dem Domberg! Und wie gerne wären sie ihn los und wie liebend gerne hätten den Vorgänger wieder!
harringer 25.01.2013
Natürlich kann ein Bischof erster, wenn er will sogar nullter, Klasse fliegen. Was erstaunlich ist wie ungemütlich das sein muss, wenn man hinterher soviel Energie darauf verwendet das nicht zuzugeben.
john_mueller80 25.01.2013
Steinbrück finde ich da viel schlimmer! Der Bischof hat wenigstens "kostenlos" geredet - Steinbrück braucht da schon ein gutes (indisches) Essen und seine 25.000 EUR.
Urban Spaceman 25.01.2013
Die Botschaft ist,
dass man einerseits um Spenden bettelt, andererseits sich selbst nicht bescheiden zeigt. Niemand verlangt von dem Bischof das Gebaren eines Bettelmönches, aber etwas mehr Bescheidenheit wäre sicher angebracht. Es ist aber ohnehin absurd zu glauben, dass ein Bischof im Durchschnitt bescheidener ist, als der Geschäftsführer einer Krankenkasse oder ein hoher Gewerkschaftsfunktionär, sobald er über Geld und Spesen verfügen kann. Ich habe als direkter Nachbar in Bayern und Baden-Württemberg Einblick in zwei parkähnliche Grundstücke, die der katholischen Kirche gehören. Da wird an nichts gespart. Ein privater Eigentümer kann da nur vor Neid erblassen. Aber Neid ist ja eine Sünde, die man in der Holzklasse eines katholischen Beichtstuhles büßen muss. Deshalb ziehe ich das Argument zurück. Dennoch sollten sich die Herren der Kirche mal überlegen, was sie ihrem schwindenden Klientel zumuten. Weitgehend ungeheizte Kirchen und harte Bänke. Von Komfort keine Spur. Dagegen ist ein Flug, der so lange wie ein Hochamt dauert mit einer Billigairline die reinste Erholung. Hätte der Spiegel etwas mehr Humor in diesem Fall, dann wäre ein vergleichender Faktencheck betr. Komfort der Kirchenbänke im Limburger Dom und der Sitze in der First-Class in einem Flugzeug erhellend. Ich nehme an, dass der Bischof, wenn er im Limburger Dom Platz nimmt, auch nicht auf die Holzklasse des gläubigen Pöbels angewiesen ist. Es ist höchste Zeit, dass diese Herrschaften mal von ihrem hohen Ross herunter steigen und sich auf ein normales Niveau begeben. Es mag Ausnahmen und auch bescheidene Repräsentanten der Kirche geben. Die große Mehrheit des Klerus liebt den Pomp und pflegt nach wie vor die repräsentative Öffentlichkeit. Ich bin schon vor vielen Jahren aus der katholischen Kirche ausgetreten und habe viele Steuern gepart. Vielleicht trete ich wieder ein, wenn die Kleriker endlich Transparenz, wie jedes Unternehmen an den Tag legen müssen. Das Verhalten dieses Limburger Bischofs ist im Vergleich zur Verschwendungssucht früherer Fürstbischöfe zwar eine kleine Nummer, aber erheblich unzeitgemäßer.
gehtnochwas 25.01.2013
Wer fliegt.....
Der Bischof kann doch als Würdenträger gar nicht hoch und weit genug fliegen, oder!?! Sicher gehört er auch in einem Flieger ganz nach oben und nicht in die Gepäckklasse! Immerhin muss er ja zum arme Leute anschauen auch fit und erholt sein und eben auch würdig aussehen! Sicher ist vielmehr die Fluggesellschaft böse, die dem Mann der Kirche soviel Geld für einen schnöden Flug berechnet und auch der Spiegel sollte doch mal gönnen können! Man könnte auch mal fragen, warum es überhaupt verschieden Klassen gibt, wenn doch alle im selben Flieger fliegen!?! Naja, sicher kommt bald noch ein Artikel darüber, wieviele Menschen man mit dem Geld für die erste Klasse hätte retten können und was das erst alles für "Brot für die Welt" bedeutet...-;) In Wirklichkeit waren die Würdenträger der katholischen Kirche IMMER Fürsten und auch immer fürstlich unterwegs! Deshalb ist es eben leider keine Wahnsinns Story, sondern schlichte Realität....Amen
dedorf 25.01.2013
immer das Gleiche: charity Typen reisen im Luxus: in Dehli lernten wir 2 Tussis im 5 Star -Hotel kennen, die sich im Namen einer Hilfe-Organisation um die Armen kümmern. Donnerwetter, meinten wir. ja, wr sahen sie in der First-Klasse -Reihe der Lufthansa wieder. manche Hilfe-Stiftungen verbraten das gutgemeinte Geld der Spender. ZUm Kotzen.
Mich würde in diesem Zusammenhang folgendes interessieren um der Wahrheit ein wenig näher zu kommen: Welche Buchungsklasse hatte das gebuchte Business Class Ticket? (Das Anwaltsschreiben spricht von einem Sondertarif). War mit dieser "günstigen" Buchungsklasse ein Upgrade in die First überhaupt möglich? Wenn ja, wie viele Meilen waren für dieses "Round Trip" Upgrade nötig? Woher hatte der Generalvikar so viele "private" Bonusmeilen oder hat er als Lufthansa Kunde mit Senator Status von der Möglichkeit Gebrauch gemacht sein Meilenkonto zu überziehen, um so für das Upgrade zu bezahlen? Falls ja, werden in Zukunft dienstliche Meilen dazu genutzt das überzogene Konto wieder auszugleichen? Ist es bei der Lufthansa überhaupt möglich ein Upgrade aus einer Kombination des Einsetzens von Bonusmeilen und einer Zuzahlung in Form von Geld zu bekommen? Falls nein, warum war es in diesem Fall möglich?
Auslandsmeinung 25.01.2013
Mann muss den Herrn Bischhof doch nicht Boese sein im Oberdeck der Lufthansa 1. Klasse zu fliegen denn schliesslich ist man dort den lieben Gott halt naeher als im Unterdeck. Allerdings; die Luegen die ueber den "allmaechtigten Gott" in der Kirche verbreitet werden ist eine Sache aber wer falsche, eidesstattliche Versicherungen abgibt macht sich(auf Erden) strafbar und muss bestraft werden.!
herr wal 25.01.2013
Gegendarstellung Zitat von herr wal gestern, 19:22 Uhr „Eine Journalismus-Ausbildung hilft da vermutlich überhaupt nicht weiter, da krebst man nur in der täuschenden Welt der Erscheinungen (Samsara) rum.“ Asche auf mein Haupt: Es war nicht Sansara, es war Maya. Sansara hingegen ist das, was man am SPON täglich beobachten kann: Der ewige Kreislauf der Wiedergeburten. Immer wieder neu, nie das Gleiche, und doch immer wieder dasselbe. Ja, so ist dat in der Müstik. Sorry, aber mann kann ja mal was vergessen, oder sich nicht gleich sofort an alles erinnern (sic). Wie Shakespeare es in seinem Hamlet so wundervoll ausdrückt: 'Sei gegen dich selbst wahr, und es muß daraus folgen, wie der Tag auf die Nacht, daß du gegen niemand falsch sein kannst, noch nicht mal gegen den SPON-FanClub.'
thanks-top-info 25.01.2013
warum fliegt der Hirte nicht mit seinen Schäflein - Economy
cgjung 25.01.2013
Interessant Der Spiegel betreibt doch Investigative. Natürlich könnte man nun sagen, es gibt Wichtigeres. Doch die Kirche hat in meinen Augen für eine so aufgeklärte Welt immer noch zu viel Einfluss. Zudem wird aufgezeigt, dass die BIschöfe den Katechismus und die eigenen Spielregeln verletzen. Wasser predigen und den teuersten Wein saufen. Seit hunderten von Jahren trifft das leider zu. Wir benötigen die Kirche aufgrund der Werte. Doch nicht mehr in öffentlichen Einrichtungen oder als Kontrollorgan wer wo angestellt sein darf. Die Kirche ist als Sekte klassifiziert. Nicht zuletzt darum, da sie wie eine handelt, ihren Glauben aufzwängt und andersdenkende verurteilt und ausgrenzt. Wo ist Gott? Wo ist er nicht? Ich denke in diesem Fall, ist er eher nicht. Man hat als leitende Person eine Verantwortung die sich durch das komplette Leben zieht. Man kann als Chef kein Wiehnachtsgeld kassieren wenn die Mitarbeiter keines bekommen, da muss mitgefastet werden. Geteiltes Brot.
peter_30201 25.01.2013
Zitat von verinetpeter_30201 hält es für Zeitverschwendung den Artikel zu lesen , Peter hat aber genügend Zeit auf Artikel zu posten die er gar nicht gelesen hat
Ja. Das ganze ist nicht mal ein Widerspruch. Steht aber auch in meinen Posts.
the_seer 25.01.2013
Wenn man sich die Beiträge hier durchliest, erkennt man die Diskussion zwischen Sektenanhängern und Nicht- Sektenanhängern. Mit Sektenanhänger meine ich Menschen, die sich durch nichts, aber auch gar keine Verfehlung Ihrer Sektenführer von ihrem Kurs abbringen lassen und letztendlich alle Verfehlungen der Sekte mit auch noch so aberwitzigen Begründungen verteidigen – eine Diskussion mit Argumenten ist mit ihnen unmöglich. Die Sektenanhänger hier behaupten ja auch, dass es schließlich Sache der Sekte sei, wie Ihre Oberen reisen. Ist es nicht! Der Bischof wird nämlich nicht von der Kirche finanziert, sondern vom Staat – dies aus dem Grund, weil der Staat der Kirche in der Vergangenheit (leider nur einen kleinen Teil) ihres Reichtums, den sie sich noch weiter vorher mit brutaler Gewalt und Mord einverleibt hat, weggenommen hat. So bin ich bereits vor langer Zeit von der katholischen Kirche ausgetreten und muss die Verschwendungen des Lügenbischofs trotzdem mitfinanzieren. Liebe SPON- Redaktion, lasst Euch nicht von Kritik an diesem Beitrag beirren, der Beitrag ist kein Klatsch, als was ihn die Sekte darzustellen versucht, sondern die Aufdeckung eines Skandals. Sofern wir tatsächlich eine unabhängige Justiz haben, muss sich die Staatsanwaltschaft mit dem Lügenbischof befassen.
Jim6 25.01.2013
Es entsteht das Gefühl, dass der Spiegel einen richtigen Krieg gegen die Kirche führt. Hier sucht man täglich regelrecht nach negativen Schlagzeilen, um die Kirche als etwas schlechtes darzustellen. Sei der Papst oder alles was mit dieser Institution zu tun hat. Ich kann mich nicht erinnern, nur auf die letzte beiden Jahre bezogen, etwas positives gelesen zu haben. Um hier einen Ausgleich zu finden,schlage ich vor, doch auch mal andere Religionen zu durchleuchten und hier von negativen Vorfällen zu berichten, zum Beispiel von phädophielen islamischen Gelehrten an Koranschulen in Pakistan oder dem Iran usw.. Aber dazu sind sie zu Feige meine Herren. Weil sie Angst vor dem Echo haben.
bieberh 25.01.2013
wer glaub wird selig...oder wie war das in der Bergpredigt: Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen. Aber warum braucht es dazu Rechtsanwälte, ect. Ob das in Gottes Sinne ist? Verkehrte Welt...
bieberh 25.01.2013
wer glaub wird selig...oder wie war das in der Bergpredigt: Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen. Aber warum braucht es dazu Rechtsanwälte, ect. Ob das in Gottes Sinne ist? Verkehrte Welt...
gog-magog 25.01.2013
Zitat von biobayerWie kommen Sie auf die Idee, dass der Bischof es ist, der lügt?
Vielleicht weil alle Fakten und Beweise gegen ihn sprechen?
freierchrist 25.01.2013
Ein Christ braucht keine Kirche
Zitat von spon-facebook-1499597715Ich schau mir das jetzt schon seit jahren mit der katholischen Kirche an. Und seit jahren meine ich mir vor, zum evangelischen glauben zu Konvertieren. Ich denke es wird langsam wirklich zeit. Ich schäme mich, der katholischen Kirche anzugehören! Im Dorf meiner 80 jährigen Oma wollen wie die Kirche mangels Geld schliessen (gehört übrigens auch zum Bistum Limburg), andererseits scheint ja genug geld für die extravaganten Wünsche des Klerus vorhanden zu sein. Langsam reicht es mir. Warum fällt eigentlich fast nur die katholische Kirche durch Lug und Trug auf? Und da wunderm die sich über die Kirchenaustritte
Auch die evangelische Kirche hat sich dem Machtstreben und dem Trachten nach Geld, Rum und Ehre, der Katholischen angepaßt. Der christliche Glaube selbst steht hintenan. Was soll man von ev. Pfarrern halten, die erotische Gottesdienste halten. Lies: „Ich werde vom Poppen sprechen“: Pfarrer will Kirche mit Erotik-Predigt füllen - Aus aller Welt - FOCUS Online - Nachrichten (http://www.focus.de/panorama/welt/ich-werde-vom-poppen-sprechen-pfarrer-will-kirche-mit-erotik-predigt-fuellen_aid_792807.html) Wir "waren" einmal in der ev. Kirche. In der schwersten Zeit unseres Lebens wurden wir von ihr alleine gelassen. Auf der Suche nach Seelsorge sind wir hunderte von Kilometern gefahren, um dann im Büro eines ev. Pfarrers in großen Buchstaben lesen zu müssen: "Christen haben den besseren" Der Grund unseres Austrittes aber war der unchristliche, unbiblische Vortrag eines ev. Theologen, der bei einem Vortrag zum Thema: "Was wird nach dem Tode sein ?" sagte,: "dass Gott dann alles mit seiner Liebe zudecken wird und Täter und Opfer dann eins sein werden". Was für ein Trost, für Mörder, Kinderschänder und Vergewaltiger, aber was für eine Bestrafung für die Opfer und den Hinterbliebenen von Mordopfern. Näheres: Lies Info (mehr Anzeigen) zum Video: Jesus spricht vom Weltgericht - YouTube (http://www.youtube.com/watch?v=kzDU7dHCfy0&list=SP7A7C9DC8FC985AA3&index=2) Dieser weise und kluge Mann, der einen ungerechten Gott verkündete, ist heute ev. Landesbischof von Bayern. Gläubige Christen, das durften wir lernen, brauchen keine Kirche. In der Bibel Römer 8,14 ist zu lesen: "Denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder." Martin Luther schrieb: "Lasst uns tilgen die parteiischen Namen und uns Christen heißen, nach Christus, dessen Lehre wir haben." Wahre Christen sind daher weder evangelisch, noch katholisch.
gog-magog 25.01.2013
Zitat von muellerthomasMan kan also in einer Klasse fliegen, während man gleichzeitig in einer anderen sitzt? Wenn man das noch schafft bei Buchung einer dritten Klasse, ist die Dreifaltigkeit perfekt.
Von wegen! Jesus wäre in der Holzklasse geflogen.
gog-magog 25.01.2013
Zitat von blasphemikerAndere Frage: Hat die falsche eidesstattliche Erklärung irgendwelche konsequenzen für Hochwürden oder stehen die Kirchenfürsten immer noch außerhalb unseres freiheitliche-demokratischen Rechtsstaat?
Antwort: sie stehen außerhalb und deshalb kann ein Bischof lügen und meineiden wie auch immer er will. Im übrigen steht in Jesu Bergpredigt klipp und klar: "Du sollst nicht schwören, weder beim Himmel, denn er ist Gottes Thron, noch bei der Erde, denn sie ist der Schemel für seine Füße, noch bei Jerusalem, denn es ist die Stadt des großen Königs. Auch bei deinem Haupt sollst du nicht schwören; denn du kannst kein einziges Haar weiß oder schwarz machen. Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein; alles andere stammt vom Bösen." Damit ist jetzt auch klar, wovon der Herr Bischof von Limburg stammt. Lügen, Hochmut, Geiz... alles Todsünden. Man sollte für seine arme Seele beten, denn das Himmelreich ist fern. Oder im AT: Du sollst keinen Meineid schwören! (2. Buch Mose 20,7 u. a.).
t.s.garp 25.01.2013
@lustro: Wo bitteschön war 1776 der heiligste Stuhl, als Adam Smith mal eben schnell die Nächstenliebe zugunsten von Neid und Missgunst kippte? Auf dem Gang zur nächsten Messe? Oder in irgendwelchen prachtvolldunklen Gemächern irgendwelchen dunklen Machenschaften nachgehen? Und Ihr merkt nicht mal, wie ansteckend Ihr auf andere seid. Wenn ich Gott wäre, ich hätte solch einen Hals auf Euch gottlosen Scheinprediger. Als Mensch schäme ich mir nur. Für jeden Einzelnen, der durch Euer Nichthandeln sein Leben verlor. Besonders Kinder.
SenYek 25.01.2013
Auch wenn einige es noch nicht verstanden haben: Es geht nicht (mehr) um die Frage, ob hier das Geld der Kirchenmitglieder für erste-Klasse-Flüge verschleudert wird. Und das die kath. Kirche jegliche Moral schon längst über Bord geworfen hat, das ist ebenfalls nicht wirklich neu (Gallilei...) Es geht um die Frage, warum sich die Kirche mit derart massiven Mitteln um eine derartige Kleinigkeit kümmert und warum hier mit nachweislich falschen eidesstattlichen Erklärungen agiert wird und *VOR ALLEM* geht es um die Frage, ob unser Justizsystem so unabhängig und leistungsfähig ist, diese Straftat zu ahnden. Aber da gebe ich mich keinen Illlusionen hin
vulkaneifler 25.01.2013
Na was solls wir sind Kirche und machen was wir wollen , es gibt ja das Kirchengesetz und das hat sicher irgendwo ein Gestz das eine Notlüge speziell für solche abgehobenen Menschen( oder wie ist noch mal seine die Berufsbezeichnung ) erlaubt.
allereber 25.01.2013
No Konsequenzen.
Zitat von blasphemikerAndere Frage: Hat die falsche eidesstattliche Erklärung irgendwelche konsequenzen für Hochwürden oder stehen die Kirchenfürsten immer noch außerhalb unseres freiheitliche-demokratischen Rechtsstaat?
In unserem Gottesstaat hat es für kriminelle Kirchenleute noch nie Konsequenzen gegeben.
lupomir 25.01.2013
Vielen Dank für diesen Bericht, der beispielhaft die Sprachakrobatie und intellektuellen Verschränkungen entlarvt, mit denen kirchliche Amtsträger nicht nur in diesem Fall ihre "Geheimnisse" verbergen möchten. Wenn man einmal die Kirchengeschichte von ihren Anfängen bis in unsere Gegenwart hinein studiert, da ergibt sich: Eine Lüge nach der anderen. Und da geht es noch um andere Kaliber als die Verleugnung von Luxusflügen in den Slum. Ich denke nur an die nachgewiesene Lüge der "Konstantinischen Schenkung", wonach angeblich einst Kaiser Konstantin der Kirche die Westhälfte des Römischen Reiches schenkte, woraus sich dann eine dreiste finanzielle Forderung der Kirche an den Staat nach der anderen ableitete; bis in die Gegenwart, wo der deutsche Staat der Kirche nach wie vor auch das Geld für das Gehalt von Bischof von Tebartz von Elst überweist. Diese vielen Indienflüge gehen also alle Steuerzahler an.
weneu65 25.01.2013
Selten wurde so viel Dummheit für ein lächerliche Sache verwendet, wir haben Sorgen!
zensorsliebling 25.01.2013
Respekt muss erworben werden....
Zitat von Oachkatzlschwoaf... Nur: ein Bischof ist ein Bischof! Ihm gebührt ein gewisser Respekt, und es steht ihm zu, ....
Falls Sie es nicht gemerkt haben: Es geht nicht mehr um das Kavaliersdelikt eines erste Klasse Fluges, sondern um den Straftatbestand der falschen eidesstattliche Versicherung. Wie sich das mit dem Führungsanspruch eines Bischofs und dem diesem Amt vielleicht gebührenden (was für ein Wort) Respekt verträgt, muss jeder mit sich selbst ausmachen. Die beste Zusammenfassung dessen habe ich bei den Amis gesehen; sie lautet: "Leadership is Action, not Position"
danielpaulus 25.01.2013
Wo ist Altbischof Franz Kamphaus und sein Geist. Er war immer bescheiden!
ServicePackXXL 25.01.2013
märchenerzähler
Zitat von reginhard... Irgendwann wird die Kirche in Deutschland so verschwindend klein an Mitgliedern sein. Dies wird einige sicher freuen. Aber menschlicher wird die Welt dann nicht sein. Welche Organisation fängt die humanitären Leistungen der vielen unentgeltlich für die Gesellschaft arbeitenden gläubigen auf? ...
ob die welt "menschlicher" wäre, wenn "die kirche in Deutschland so verschwindend klein" wäre und weniger macht hätte? so manche vergewaltigte frau würde diese frage sicher eindeutig bejahen. rund 95 % der kosten für angeblich mildtätiges wirken der "amts-"kirchen in ihren tendenzbetrieben werden von der allgemeinheit über steuern finanziert - ohne jegliches mitspracherecht. dabei lautet das motto in unserer gesellschaft doch eigentlich: wer zahlt, bestimmt die musik! auch der bischof lebt von den steuern aller - und das in einem land, in dem angeblich kirche und staat getrennt sind. merkwürdig, nicht wahr?
ramuz 25.01.2013
Wieso denn?
Zitat von Oachkatzlschwoafein Bischof ist ein Bischof! Ihm gebührt ein gewisser Respekt
Als Sektenhierarch im Allgemeinen gebührt ihm jede Verachtung, derer die Menschheit habhaft werden kann. Und als gegen die Regeln seiner eigenen Sekte so grob verstossenden Lügner und Prasser gebührt sie ihm dreifach: von allen denkenden Menschen, von den empörten Mitsektierern und von den darbenden Menschen. "Gewisser" Respekt? hm... Ja .. bei reiflicher Überlegung haben Sie recht: derselbe, dem man auch jedem anderen Mafioso und sonstigen Kriminellen entgegenbringt. So einen "gewissen" eben....
blasphemiker 25.01.2013
Zitat von freierchristWorte der Bibel: "Und aus Habsucht werden sie euch mit erdichteten Worten zu gewinnen suchen." 2. Petrus 2, Vers 3
Das passt ja zu christlichen Kirchen und Glauben wie die Faust aufs Auge.
tatsache2011 25.01.2013
Eidesstattliche Erklärung
Zitat von weneu65Selten wurde so viel Dummheit für ein lächerliche Sache verwendet, wir haben Sorgen!
Eine falsche Eidesstattliche Erklärung ist keine lächerliche Sache. Ja, "wir haben Sorgen", weil ein Gericht getäuscht wurde, um ein Fehlurteil gegen einen Journalisten zu erwirken. Lesen Sie die Eidesstattliche Erklärung des Bischofs Bischof von Limburg: Ein Drama in fünf Akten - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelblog/bischof-von-limburg-ein-drama-in-fuenf-akten-a-879255.html)
inmemoria 25.01.2013
„Wahrheit wärt am längsten“. Diesen einfachen Satz haben mir meine Eltern schon als Kind mit auf den Weg gegeben. Er beruht sicher auf dem 8. Gebot Gottes, in dem es u.a. heißt: Zitat: Gott gebietet uns im achten Gebot, überall und jederzeit die Wahrheit zu sagen und die Taten des Nächsten wenn immer möglich positiv auszulegen, damit ein vertrauensvolles Zusammenleben unter den Menschen möglich wird. Der kath. Kirche noch Glauben schenken? Diese Zeiten sind für mich längst vorbei. Dass eine große Anzahl von kath. Würdenträger noch stattliche (großgewachsene) Personen sind, ist weisgott irreführend, denn eigentlich haben Lügner kurze Beine. Mein Gott, wie weit sind wir gekommen!!!!
tatsache2011 25.01.2013
Kirche scheitert rechtlich
Zitat von inmemoria„Wahrheit wärt am längsten“. Diesen einfachen Satz haben mir meine Eltern schon als Kind mit auf den Weg gegeben. ... Mein Gott, wie weit sind wir gekommen!!!!
Leider häufen sich Fälle. 1) "Der Kriminologe Christian Pfeifferdarf der katholischen Kirche im Streit über die gescheiterte Missbrauchsstudie weiter Zensur vorwerfen. Die Kirche habe ihren Antrag auf einstweilige Verfügung zurückgezogen,..." Zitat aus Pfeiffer darf Kirche Zensur vorwerfen - Nachrichten Print - DIE WELT - DIE WELT (http://www.welt.de/print/die_welt/article113123484/Pfeiffer-darf-Kirche-Zensur-vorwerfen.html) 2) Vor dem Bundesverwaltungsgericht bekam die Gemeinde Recht im Fall des kirchenaustritts des Kirchenrechtlers Prof. Zapp "Das Erzbistum Freiburg klagte gegen die Gemeinde Staufen im Breisgau, die den Austritt aufgrund des Zusatzes für ungültig erklären sollte." Zitat aus Hartmut Zapp (http://de.wikipedia.org/wiki/Hartmut_Zapp)
lakeburn 25.01.2013
Also noch krasser kann man als Redakteur wohl nicht versuchen, dem Herrn was in den Mund zu legen. Und überhaupt: wen interessierts und wo entsteht der Schaden? Den Kirchensteuer-Zahler, und der kann sich ja entscheiden den Verein nicht mehr zu unterstützen. Für die Allgemeinheit ist das nicht von Belang, da sollte man den journalistischen Übereifer lieber anderswo auslassen.
shy_212 25.01.2013
Bitte weiter machen Spiegel! Was sich die Kirche da so oft leistet, kann einfach nicht angehen! Kinderschändung Die Verantwortlichen der Kirche haben bis HEUTE eine angemessene Strafe erhalten, nicht mal Entschädigungszahlungen an die Opfer wurden getätigt. IST DIE KIRCHE ETWA GEIZIG? Da war doch ein hoch angesehener Pfarrer oder so, der direkt neben die Kirche seine eigene Villa baute, mit Steuergeldern Der Typ auf den Fotos sieht extrem operiert aus! Hat der sich Schönheitsreparaturen unterzogen? Die Kirche hat nichts mit dem Glauben an Gott zu tun! Rein gar nichts! In Anbetracht dieser ganzen Tatsachen!
Oachkatzlschwoaf 25.01.2013
Stimmt
Zitat von zensorslieblingFalls Sie es nicht gemerkt haben: Es geht nicht mehr um das Kavaliersdelikt eines erste Klasse Fluges, sondern um den Straftatbestand der falschen eidesstattliche Versicherung. ...
Da haben Sie natürlich recht. Meine Reaktion bezog sich auf jene Beiträge, die einen Bischof grundsätzlich in die Holzklasse verdammen. Dass der ehrwürdige Mann dummdreist gelogen hat, das ist schon klar.
Oachkatzlschwoaf 25.01.2013
der Anfang war in Ordnung
Zitat von schreibwerkDer "Wahnsinn" der Economy Class sei Ihnen erspart, aber "lügen" Sie deshalb gleich? Geben Sie dazu - Kraft Ihres Amtes - "falsche Eidesstattliche Erklärungen" ab? Oh, Sorry, ich wollte Sie nicht bei Ihrer Arbeit stören, gleich nach der Landung: " ... hallo Schatzi, ich bin jetzt gelandet, aber es dauert wegen der blöden Economy noch, außerdem suche ich noch meinen Oachkatzlschwoaf "...
Wie gesagt, die "Lüge" ist dreist und unverschämt und diese Freichheiten sind in der RKK nicht selten anzutreffen. Was Ihre weiteren Ausführungen angeht, darf ich raten? Sie sind Beamter und haben wenig Vorstellungen von Leuten, die ab und zu im Ausland arbeiten? Sonst wüssten Sie, dass Business vor Economy das Flugzeug verläßt....;-))
whoffmanns 25.01.2013
... nun, warum sollte sich ein politischer Beamter der kirche anders verhalten, als ein Politiker einer Partei? Habsucht, Ignoranz, Betrug und Selbstbetrug sind in diesen kreisen genau so zuhause, wie bei Parrteivertern der Etablierten. Nicht umsonst wird die Unterhaltung zwischen Politiker und Kleriker wie folgt karikiert: Kanzler zum Bischof: "Ich halt sie arm, halt du sie dumm"!!!
t.s.garp 25.01.2013
@Lieber Nichtgenauleser:Die 500.000 festangestellten werden zu achtzig Prozent vom Staat finanziert, nicht über die Kirchensteuer. So gesehen lese ich zwischen Ihren Zeilen die Empfehlung, einen Teil der Lohnsteuer einzubehalten? Können Sie uns vielleicht sogar Tipps geben, wie das am Besten geht? Frage mal selbst meinen Rechtsbeistand. Schöne Idee : )
snobody2 25.01.2013
Irrtum vorbehalten...
Zitat von adam68161Der Spiegelredakteur hat eben auf den Limburger Bischof angelegt und hofft, er könne ihn irgendwann zur Strecke bringen. Wenn man seine früheren Artikel zu Luxusleben etc. liest, ist die Motivation glasklar. Die Firma "Gott und Sohn" hat zwar viele Fehler (gemacht). Aber wenn so einem Wadlbeisser nicht mehr einfällt, dann ist das schon ziemlich spärlich.
... Dass der Bischof von Limburg aus Steuermitteln im Rahmen des Konkordats mit den Nazis bezahlt wird, haben Sie wohl übersehen. Dass für den Umgang mit Steuermitteln sparsamste Verwendung gilt, wie mit allen anderen Steuern auch, ist wohl nicht Ihre Sache, und die dieses Bischofs schon gar nicht. Wenn öffentliche Mittel einer Körperschaft des öffentlichen Rechts (Kirche) verschleudert werden, ohne dass dies Folgen hat, handelt es sich um ein Ärgernis. Die einzige Möglichkeit ist, den Bischof öffentlich für seine Amtsführung zu schelten. Das Wohlergehen seiner Person ist für ihn zwar wichtig, für die Allgemeinheit der Betroffenen aber nicht gleichgültig. Es handelt sich bei seinem ständigen Protzgehabe ja auch nicht um peanuts. Das bischöfliche Generalvikariat Limburg muss sofort aufgelöst werden.
günter1934 25.01.2013
Zitat von snobody2... Das bischöfliche Generalvikariat Limburg muss sofort aufgelöst werden.
Ist das nur ein Gerücht, oder ist der Erste-Klasse-Flieger schon als Nachfolger für den ähnlich situierten Kardinal Meisner in Köln ausgeguckt? Kardinal, das wär doch was, da ist der Weg bis zum Papst nicht mehr allzuweit!
mathiasjoseffleu 26.01.2013
Solche "Wahrheiten" sind betrieblichen Übung.
inmemoria 26.01.2013
"Die kath. Kirche und ihre Moralapostel" Definition: „Moralapostel ist jemand, der ständig und allzu eifrig Moral predigt“. Auch wir alle könnten als Moralapostel bezeichnen werden, wenn wir den Begriff mit Besserwisser verwechselt würden. Aber hier geht es um Moral, die in allen 10 Geboten Gottes die Basis bildet. Diese 10 Gebote sind die Leitlinien eines moralischen Lebens. Jeder Mensch, der mit diesen Geboten sein Leben lebt, ist ein Gläubiger, unabhängig jeglicher Glaubensrichtung. Das nicht alle Menschen danach leben, steht außer Zweifel. Von den „Aposteln Gottes“ sollte man jedoch annehmen, dass zumindest sie ihr Leben hiernach ausrichten. Doch weit gefehlt: Lügen, Vertuschungen, Intrigen u.v.m., die seit Jahren in die Öffentlichkeit dringen, sollten alle Gläubigen dringend wachrütteln, um ihre Einstellung zur Kirche kritisch zu überdenken. Wegschauen war einmal. Damit muss sich im Besonderen die kath. Kirche abfinden, wenn ihre Schäfchen nach und nach aufstehen und aufbegehrt. Leider sind es immer noch die meisten direkt körper- und seelisch Betroffenen, deren Leben beispielsweise von Priestern nachhaltig geschädigt wurden. Natürlich geschehen Missbräuche nicht allein hinter kirchlichen Mauern, nein, überall und zur jeder Zeit finden sie statt, in Familien, Schulen, Vereinen, Heimen und anderswo. Doch nirgends wird soviel „gemauert“ und vertuscht, wie unter dem Namen der kath. Kirche. Das ist es, was uns alle bewegt, die im Namen Gottes abwegig Tätigen anzuprangern. Da sollte man aber nicht die ganze Kirche verdammen; das wäre nicht korrekt und fair. Es gibt eine große Zahl von Kirchendiener, die diese abartige Weise nicht leben und auch nicht teilen. Aber wegschauen, passiv bleiben ist auch eine Art der Mitschuld, die man gewiss nicht allen zuschreiben darf. Wie sollen unsere Kinder sich noch an die Kirche binden, wenn sie all dies lesen, was so nach und nach aufgedeckt wurde und noch wird. Würde die Kirche hier klar zu stehen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen, hätte sie aller Wahrscheinlichkeit nach eine Chance, mittelfristig wieder aus ihrem Dilemma herauszukommen. Doch was passiert zur Zeit: Ihre "schwarzen Schafe" werden diskret versetzt und Akten verschwinden spurlos. Spurenlos geblieben sind leider nicht jene durch die kirchlichen Taten geschädigten Seelen ihrer „Schutzbefohlenen“.
fsand 26.01.2013
Bin ich der einzige, der sich wunder, wieso dieser Fall nicht sofort in eine Strafverfolgung einmündet? Eine falsche eidesstattliche Versicherung ist ein Offizialdelikt, am Vorsatz wird es nicht scheitern, da zumindest die fahrlässige Begehung hier auf der Hand liegt, und ich wundere mich, warum der zuständige Richter an dieser Stelle nicht einfach die Akten an die StA weitergegeben hat. Wie kann das sein???
fsand 26.01.2013
Bin ich der einzige, der sich wunder, wieso dieser Fall nicht sofort in eine Strafverfolgung einmündet? Eine falsche eidesstattliche Versicherung ist ein Offizialdelikt, am Vorsatz wird es nicht scheitern, da zumindest die fahrlässige Begehung hier auf der Hand liegt, und ich wundere mich, warum der zuständige Richter an dieser Stelle nicht einfach die Akten an die StA weitergegeben hat. Wie kann das sein???
blasphemiker 26.01.2013
Zitat von fsandBin ich der einzige, der sich wunder, wieso dieser Fall nicht sofort in eine Strafverfolgung einmündet? Eine falsche eidesstattliche Versicherung ist ein Offizialdelikt, am Vorsatz wird es nicht scheitern, da zumindest die fahrlässige Begehung hier auf der Hand liegt, und ich wundere mich, warum der zuständige Richter an dieser Stelle nicht einfach die Akten an die StA weitergegeben hat. Wie kann das sein???
Naja, wahrscheinlich wird ein kirchenhöriger Ex-Ministrant in der Staatsanwaltschaft feststellen, das kein öffentliches Interesse vorhanden sei und man deswegen die Sache nicht weiter verfolgt werde.
allereber 26.01.2013
Zitat von snobody2... Dass der Bischof von Limburg aus Steuermitteln im Rahmen des Konkordats mit den Nazis bezahlt wird, haben Sie wohl übersehen. Dass für den Umgang mit Steuermitteln sparsamste Verwendung gilt, wie mit allen anderen Steuern auch, ist wohl nicht Ihre Sache, und die dieses Bischofs schon gar nicht. Wenn öffentliche Mittel einer Körperschaft des öffentlichen Rechts (Kirche) verschleudert werden, ohne dass dies Folgen hat, handelt es sich um ein Ärgernis. Die einzige Möglichkeit ist, den Bischof öffentlich für seine Amtsführung zu schelten. Das Wohlergehen seiner Person ist für ihn zwar wichtig, für die Allgemeinheit der Betroffenen aber nicht gleichgültig. Es handelt sich bei seinem ständigen Protzgehabe ja auch nicht um peanuts. Das bischöfliche Generalvikariat Limburg muss sofort aufgelöst werden.
Ausserdem hat der Rechnungsführer des Bistum Limburg 6 Mill.Euro unterschlagen. Und Keiner hat es gemerkt?
ben-c. 30.01.2013
Ich selbst bin geschäftlich viel geflogen und habe Verständnis dafür, wenn für Langstreckenflüge ein Upgrade verwendet wird. Aber: Offensichtlich hatte der Bischof von Limburg aber ein schlechtes Gewissen und hat die First Class deshalb vor der Öffentlichkeit geleugnet, mehrfach. Das juristische Vorgehen der bischöflichen Vasallen gegen die wahrheitsgemäßen Fakten ist moralisch inakzeptabel. Die eidesstattliche Erklärung des Bischofs setzt dem ganzen aber die Krone auf. Hiermit macht er sich persönlich strafbar und ich hoffe, dass er dafür juristisch zur Rechenschaft gezogen wird. Ich erwarte, dass sich die Staatsanwaltschaft um dieses Offizialdelikt kümmert und die Medien auch darüber berichten werden. Für mich als Katholik werden die "Repräsentanten" auf Erden immer unglaubwürdiger, wenn sie selbst ihren hohen Ansprüchen nicht gerecht werden aber über andere richten wollen. Kirchliche Würdenträger sollten daran denken, dass auch sie Menschen mit Fehlern sind und diese auch zugeben. Sie sollten Diener sein, wie Jesus, und sich nicht als Herren über Moral und Gesetz hinwegsetzen. Es ist bedauerlich aber auch verständlich, dass so viele mit einer solchen Kirche, oder wenigstens mit ihren Vertretern, nichts mehr zu tun haben wollen. Wir müssen ein solches Verhalten verurteilen, über öffentliche Anklagen ethisch nicht einwandfreie Würdenträger blosstellen und uns nur solchen Priestern zuwenden, die glaubhaft sind.

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