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Von wegen nicht autorisiert: Antwort auf Marina Weisband

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Marina Weisband

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Marina Weisband, die frühere Geschäftsführerin der Piratenpartei, hat in ihrem Blog mich und meinen Artikel "Die gute Fee" (SPIEGEL 45/2012) kritisiert. Eine erstaunliche Reaktion, denn bislang hatten Frau Weisband und ich nie Probleme miteinander.

Ich kenne Marina Weisband seit ihrem ersten Auftritt vor der Bundespressekonferenz im Oktober 2011. Damals schrieb ich einen Artikel über sie und das Frauenbild der Piraten ("Kein Geschlecht, kein Problem", SPIEGEL 41/2011). In den folgenden Monaten führten wir immer wieder Gespräche, persönlich und am Telefon. Wiederholt schrieb ich über sie, zuletzt in der Meldung "Kopieren erlaubt" (SPIEGEL 39/2012), in der es um ihr Buch ging.

Unser Kontakt war offen und freundlich.

Seit ihrem Rückzug im April habe ich mit Frau Weisband immer wieder über ihre mögliche Rückkehr in die Bundespolitik gesprochen. In der Partei ist Weisband ungemein populär, und angesichts der Krise des Bundesvorstands wurden die Rufe nach Weisbands Comeback nach meinem Eindruck zuletzt lauter. Dieses Stimmungsbild in der Partei war Anlass für meinen jüngsten Artikel über Frau Weisband.

Am Freitag vor zwei Wochen rief ich sie an und fragte, ob wir uns in der folgenden Woche in ihrem Wohnort Münster treffen könnten. Frau Weisband willigte ein. Wir trafen uns am folgenden Mittwoch in einem Café. Zu solchen Gesprächen wird kein Politiker gezwungen. Hätte Frau Weisband nicht mit mir reden wollen, hätte das Gespräch nicht stattgefunden.

Ich habe das Gespräch nicht aufgezeichnet, weil ich kein Wortlautinterview mit Frau Weisband führen wollte. Dass sich Journalisten bei solchen Treffen "nur" Notizen machen, ist absolut üblich. Ob aus dem Gespräch wirklich ein Artikel entstehen würde, war am Mittwoch tatsächlich unklar. In diesem Punkt hat Frau Weisband Recht. In anderen Punkten aber behauptet sie die Unwahrheit.

Frau Weisband schreibt in ihrem Blog:

Viele vernünftige Leute haben mich gefragt: "Hast du die Zitate echt so gebracht? Sind die autorisiert?" Ich danke für die Nachfrage. Die Antwort auf Beides ist: "Nein".

Das ist falsch.

In einem Telefonat am Freitagmittag habe ich Frau Weisband gesagt, dass der Artikel über sie aller Voraussicht nach im nächsten Heft erscheinen und welchen Tenor er haben würde: Dass sich viele ihre Rückkehr wünschen und sie selbst nun abwägt, ob sie für den Bundestag antreten soll oder nicht. Mit diesem Inhalt war Frau Weisband völlig einverstanden. Sie bat bloß darum, ihre wörtlichen Zitate vorab zu sehen. Also mailte ich ihr die für den Text vorgesehenen Zitate am Freitagnachmittag zur Autorisierung.

Alle Zitate des Artikels sind so gefallen, und Frau Weisband hat sie kurz nach Erhalt der Mail telefonisch so bestätigt. Lediglich bei einem Zitat bat sie mich, ein Wort einzufügen. Aus "Für die Piraten wäre es das Beste, wenn ich wieder antreten würde" - so stand es in meinen Notizen - wurde: "Für die Piraten wäre es wohl das Beste, wenn ich wieder antreten würde." Auch diesem Wunsch habe ich entsprochen.

Die Behauptung, ich hätte die autorisierten Zitate im Nachhinein verfremdet, ist ebenso falsch. Die abgedruckten Zitate entsprechen Frau Weisbands Autorisierung.

Frau Weisbands merkwürdige Reaktion erklärt sich für mich am ehesten aus der konfusen Lage der Piraten.

Die Partei war angetreten, das politische System zu verändern, speziell die Regeln des Betriebs, in dem Politiker wenig offen aussprechen und die interessantesten Informationen in der Regel nur "im Hintergrund" zu haben sind. Die aufschlussreichsten Zitate müssen wir Journalisten der Öffentlichkeit meist vorenthalten. Das ist oft ärgerlich und in jedem Fall intransparent.

Die Piraten dagegen wollten Transparenz, das heißt auch: Ein Politiker sagt, was er denkt und steht dazu. Kein Abwägen der Worte, keine Schreibverbote. Dass Marina Weisband und viele andere Piraten inzwischen dazu übergegangen sind, ihre Sätze im Nachhinein ebenfalls absegnen oder gar korrigieren zu wollen, zeigt, wie stark sich die Partei inzwischen den Regeln des etablierten Systems angepasst hat. Das ist zwar schade, aber in gewisser Weise nachvollziehbar.

Ärgerlich wird es, wenn Politiker ihre eigenen, sogar autorisierten Aussagen hinterher ungeschehen machen wollen, indem sie der Presse unsauberes Arbeiten vorwerfen. Im Fall von Marina Weisband ist es nun leider so passiert.

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332 Leserkommentare
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nutellaberliner 05.11.2012
Dann ist es ja sicher ein leichtes, die Frau Weisband zugesandten Zitate mitsamt Autorisierung hier zu veröffentlichen.
che1 05.11.2012
Warum veröffentlichen Sie die Mail mit den Zitaten nicht einfach?
flukus 05.11.2012
Ich finde den Blogartikel von Frau Weisband auch als etwas überzogen. Allerdings ist beim SPON-Artikel schon sehr zugespitzt worden, Titel: "Piraten rufen nach Comeback von Marina Weisband", das klingt schon anders als das zurückhaltendere "Die Rufe nach ihrem Comeback werden lauter" im Printartikel. Klar, Zeitungen müssen zuspitzen, um Aufmerksamkeit und Klicks zu generieren, aber dann darf man sich auch nicht wundern wenn der Shit stürmt. Dass sie nun "tatsächlich ihr Comeback erwägt" ist offensichtlich ebenfalls sehr zugespitzt.
sponner_hoch2 05.11.2012
Zitat von nutellaberlinerDann ist es ja sicher ein leichtes, die Frau Weisband zugesandten Zitate mitsamt Autorisierung hier zu veröffentlichen.
Ich verstehe bis heute nicht das in Deutschland übliche Prozedere mit der Autorisierung von Interviews (oder auch nur Zitaten). Das hat mit Journalismus (vor allem unabhängigem) doch nichts mehr zu tun. An den Journalistenschulen sollte stattdessen gelehrt werden, dass Interviews oder Gespräche zur "Gedächstnisstütze" und zum Beweis des Gesagten halt immer aufgezeichnet werden. Natürlich immer mit vorheriger Einwilligung des Gegenüber (und ohne gibts halt kein Gespräch, da muß man als Journalist dann standhaft sein) und der (schriftlichen) Zusage, dass die Aufnahme als solches nicht veröffentlicht wird, mit der Aussanhme von Passagen die öffentlich strittig sind.
Boesor 05.11.2012
-
Zitat von che1Warum veröffentlichen Sie die Mail mit den Zitaten nicht einfach?
was würde das bringen? Zielführender dürfte da wohl das folgende Telefonat sein, welches aber kaum veröffentlicht werden kann. So wird es bei "Aussage gegen Aussage" bleiben und jeder kann glauben was seine politische Richtung ihm vorgibt. Ist doch auch was schönes.
olicrom 05.11.2012
Das ist nun mal die perfideste Art der Politkerlügen: Zu behaupten, die Presse würde lügen und betrügen. Weil es schnell mal dahergesagt ist. Weil Aussage gegen Aussage steht. Auch in diesem Fall. Eine(r) lügt. Gefühlt ist das Frau Weißband. Weil ein Journalist es wesentlich schwerer hat, sich öffentlich zu rechtfertigen als ein Politiker. Die Chancen, dass ein Politiker damit durchkommt, stehen in der Regel gut. Das die Piraten jetzt schon mit so was anfangen, spricht Bände über deren Befindlichkeit. Aufpassen und nicht klein beigeben, liebe Kollegen. Angeschossen und gefährlich.
sponner_hoch2 05.11.2012
Eine Lehre, die hoffentlich jeder Journalist daraus zieht: Mit Frau Weisband nur noch schriftlich kommunizieren, damit alles schön beweisbar ist.
´´Seit ihrem Rückzug im April habe ich mit Frau Weisband immer wieder über ihre mögliche Rückkehr in die Bundespolitik gesprochen. In der Partei ist Weisband ungemein populär, und angesichts der Krise des Bundesvorstands wurden die Rufe nach Weisbands Comeback nach meinem Eindruck zuletzt lauter. Dieses Stimmungsbild in der Partei war Anlass für meinen jüngsten Artikel über Frau Weisband. Am Freitag vor zwei Wochen rief ich sie an und fragte, ob wir uns in der folgenden Woche in ihrem Wohnort Münster treffen könnten. Frau Weisband willigte ein. Wir trafen uns am folgenden Mittwoch in einem Café. Zu solchen Gesprächen wird kein Politiker gezwungen. Hätte Frau Weisband nicht mit mir reden wollen, hätte das Gespräch nicht stattgefunden.´´ Möglicherweise war der ´´eigene´´ eindruck schlichtweg falsch und von ´´ich würde mir gerne einen beachteten Piratenartikel über M. Weissbrand gönnen weil damit lässt es sich gut Quote machen und angeben..´´ motiviert?
iffel1 05.11.2012
Alles, was mit den politischen "Piraten" zu tun hat, ist überflüssig in den Medien. Und ob nun Frau Weisband dieses oder jenes gesagt hat, interessiert auch keinen mehr. Nach der nächsten Wahl ist wieder Ruhe, das haben sich alle Bundesbürger verdient. Und 2/3 der Piraten müssen nun wieder auf HARTZ IV zurückgreifen.
markuskompa 05.11.2012
In Marinas Posting steht: "Ich habe daraufhin gebeten, die Zitate vorher wenigstens sehen zu können. Auch das konnte ich nach Bitten durchsetzen, allerdings ohne Möglichkeit der Einflussnahme. Und auch aus den mir zugeschickten Zitaten wurden teilweise die relevanten Satzteile rausgenommen, neu zusammengesetzt und nach Belieben in neuen Kontext gesetzt, bis ich keines davon wiedererkannte." Das ist ein anderer Vorwurf als den, den Frau Theile entkräften will. "Ohne Möglichkeit der Einflussnahme ist übrigens etwas anderes als autorisieren.
Kosmopolit08 05.11.2012
Transparenz bedeutet nicht beleidigt mit Dreck zu werfen. Wer Behauptungen aufstellt, sollte diese auch belgen können. Kai Dieckmann konnte das im Fall Wulf. Können Sie es auch?
markuskompa 05.11.2012
In Marinas Posting steht: "Ich habe daraufhin gebeten, die Zitate vorher wenigstens sehen zu können. Auch das konnte ich nach Bitten durchsetzen, allerdings ohne Möglichkeit der Einflussnahme. Und auch aus den mir zugeschickten Zitaten wurden teilweise die relevanten Satzteile rausgenommen, neu zusammengesetzt und nach Belieben in neuen Kontext gesetzt, bis ich keines davon wiedererkannte." Das ist ein anderer Vorwurf als den, den Frau Theile entkräften will. "Ohne Möglichkeit der Einflussnahme ist übrigens etwas anderes als autorisieren.
switch2mac 05.11.2012
Ja ne klar dann fällt es ihnen nicht schwer, das zu belegen Frau Theile. Und gerade sie müssen sich nicht darüber wundern, dass Piraten zweimal drüber schauen wollen, wie sie sich die Zitate zusammendichten.
sponner_hoch2 05.11.2012
Zitat von flukusIch finde den Blogartikel von Frau Weisband auch als etwas überzogen. Allerdings ist beim SPON-Artikel schon sehr zugespitzt worden, Titel: "Piraten rufen nach Comeback von Marina Weisband", das klingt schon anders als das zurückhaltendere "Die Rufe nach ihrem Comeback werden lauter" im Printartikel. Klar, Zeitungen müssen zuspitzen, um Aufmerksamkeit und Klicks zu generieren, aber dann darf man sich auch nicht wundern wenn der Shit stürmt.
Doch, da muß man sich (ganz konkret in diesem Fall) schon wundern. Denn was "den" Piraten in den Mund gelegt wird und die Frage, ob Zitate Frau Weisband korrekt wiedergegeben wurden, sind doch zwei grundverschiedene Dinge. Wenn Frau Weisband meint, bei der angenommenen Meinung "der" Piraten wäre zu sehr übersptizt worden, dann soll sie das so sagen. Aber nicht, dass eine ihrer Aussagen verfälscht wurde. Das ist dann ein anderes Thema.
gesell7890 05.11.2012
das ist sehr ärgerlich, liebe frau theile. aber bitte berücksichtigen sie, daß es sich bei den piraten um absolute amateure handelt, die manchmal selbst nicht mehr ihrer meinung sind. siehe das julchen schramm. machen sie nix draus. das thema hat sich eh bald erledigt...
martin-z. 05.11.2012
jetzt
Zitat von sysop 
ist die katze aus dem sack. der weibliche oberguru hat also doch gelogen. eine schande. aber noch peinlicher, sind ihre anhänger, die an ihren lippen hängen wie an denen einer heiligen. peinlich peinlich. politiker sind alle gleich ob sie sich cdu oder piraten nennen ist egal. aber man kennt die anhänger der piraten ja inzwischen. sie werden weiterhin in den deutschen medien den satan sehen und ihrem guru flogen. bis in den untergang. typisch deutsch eben. konsequent bis in den führerbunker.
zonie73 05.11.2012
@nutellaberliner - lesen und verstehen: "Alle Zitate des Artikels sind so gefallen, und Frau Weisband hat sie kurz nach Erhalt der Mail telefonisch so bestätigt." Telefonische Bestätigungen lassen sich in einem Printmedium ganz schlecht veröffentlichen.. aber sie können ja mal beim Verfassungsschutz anfragen, vielleicht gibts einen Tonbandmitschnitt :-)
na!!! 05.11.2012
Frau weisband hat ihre glaubwürdigkeit schon verloren als es um ihr buch ging zum thema kopieren aus dem Netz . da gings plötzlich um Geld ;-)
APPEASEMENT 05.11.2012
Wünsche
Zitat von sysop 
Wünscht man sich bei SPON einen Rot-Grünen Wahlsieg ohne die Piraten? Wenn nicht, dann wäre eine wohlwollene neutrale Berichterstattung über die Piraten auch Demokratiefreundlich. Viele Grüße
sponner_hoch2 05.11.2012
Zitat von markuskompaIn Marinas Posting steht: "Ich habe daraufhin gebeten, die Zitate vorher wenigstens sehen zu können. Auch das konnte ich nach Bitten durchsetzen, allerdings ohne Möglichkeit der Einflussnahme. Und auch aus den mir zugeschickten Zitaten wurden teilweise die relevanten Satzteile rausgenommen, neu zusammengesetzt und nach Belieben in neuen Kontext gesetzt, bis ich keines davon wiedererkannte."
Natürlich spekuliere ich jetzt gerade nur, denn ich kenne weder die E-Mails noch die Gespräche. Aber: Für glaubwürdiger halte ich hier die Aussage des Spiegels. Einfach weil es bei deutschen Journalisten leider üblich ist, sich Interviews und Zitate vorab autorisieren zu lassen.
hobiwan 05.11.2012
@nutellaberliner: Dann ist es ja sicher ein leichtes zu sagen, wie man die mündliche Authorisierung hier veröffentlichen soll - ich bin gespannt auf die Enthüllung des Geheimnisses...
sponner_hoch2 05.11.2012
Zitat von switch2macUnd gerade sie müssen sich nicht darüber wundern, dass Piraten zweimal drüber schauen wollen, wie sie sich die Zitate zusammendichten.
Warum, gab's solche Vorwürfe schon mal von Piraten?
nichtberliner 05.11.2012
wenn ich ehrlich bin, glaube ich frau weisband. das ist nicht die feine art, frau weisband hier wieder öffentlich an den pranger zu stellen und dann alles auf das chaos der piraten zu schieben. ich würde die auch nicht wählen, aber ich denke, frau weisband ist einfach zu unerfahren, was medien angeht. letztlich schreiben die doch, was ins heft soll. wenn es veröffentlicht wurde, kann man sich ja nicht mehr dagegen wehren. und wenn man anruft, dann bekommt man es erst recht mit den medien zu tun;-). allerdings glaube ich, dass frau weisband auch etwas mit der sache spielt. "Streitende sollen wissen, dass nie der eine ganz recht hat und der andere ganz unrecht." (Kurt Tucholsky)
Malone81 05.11.2012
Und wie genau soll man eine telefonische Autorisierung hier veröffentlichen?
fleon 05.11.2012
@ nutellaberliner: "...und Frau Weisband hat sie kurz nach Erhalt der Mail telefonisch so bestätigt". Was soll man denn da bitte veröffentlichen? Vielleicht ist das so ein generelles Problem das wichtige Dinge nur oberflächlich gelesen/verstanden werden aber gleich eine Position zu der verstandenen/vermuteten Meinung besteht?
jkoller 05.11.2012
Die Piraten sind auf dem Niveau von Schülern. (Wobei ich hoffe, dass sich jetzt kein Gymnasiast auf den Schlips getreten fühlt.)
darksystem 05.11.2012
Seit wann hat ein seriöses Medium es nötig den Aussagen einer nicht mehr in vorderster Front agierenden Hobby-Politikerin zu widersprechen? Dieser Artikel hat echtes "Blog" Niveau, weit von Seriösität entfernt. Im Zweifel steht Aussage gegen Aussage zum Schaden der Piraten. Dessen ist sich auch eine Weisband klar, vorallem nach dem Patzer des Herrn CSU Sprechers. Ich würde Frau Weisband eine Diskreditierungsaktion gegen den Spiegel zwar zutrauen, in der gegenwärtigen Situation können die Piraten dennoch nur dadurch verlieren. D.h. völlig egal ob Frau Weisband im Recht sein könnte: Der Spiegel gewinnt und die Piraten sind (erneut) nachhaltig beschädigt. Sieht man ja schon an den Kommentatoren welche die Piraten am liebsten schon aufhängen wollen würden. Ein Schelm wer Böses dabei denkt.
Luxferres 05.11.2012
Autorisierung erfolgte per Telefon, dürfte also schwer zu veröffentlichen sein....
Sickboy Jogi 05.11.2012
Schreiben kann ich auch viel.......
sp0cky 05.11.2012
Klingt irgendwie auch bei Kompa so, als hätte die Autorin "einen gewissen Ruf"... und das klingt irgendwie sehr stimmig. http://www.kanzleikompa.de/2012/11/04/merlind-theile-kaffeesatz-und-satze-im-cafe/
sonothar 05.11.2012
Warum müssen denn auch die Piraten so auf ihre Worte achten? Weil sich die Presse immer nur auf einen kleinen Satz ohne Kontext bezieht. Es ist also nicht das politische System, den sich die Piraten anpassen, sondern den journalistischen. Vielleicht sollte sich die Presse mal an der eigenen Nase fassen. Aber da will natürlich keiner...
Koennten Sie nicht einfach die Autorisierung (E-Mail, Fax Scan) einfach vorlegen ? Das waere doch das einfachste. Dieser Beleg haette die Debatte doch beenden koennen ? Sonst sehe ich nur "Wort-gegen-Wort" und eine Journalistin, die auf eine Aufzeichnung verzichtet und sich nicht genuegend abgesichert hat - und dann wuerde ich eher dazu tendieren der "naiven Marina" als der "Professionellen Journalistin" zu glauben.
Luna-lucia 05.11.2012
wir glauben der Marina! Sie muss nix sagen, was nicht stimmt! Oki, natürlich können wir über das "Problem" an sich nix sagen. Wir waren ja nicht dabei. Aber warum sollte sie sich einen Knatsch mit Merlind Theile schon antun? Was hätte sie davon? Außer, dass ihre kostbare Zeit sinnlos vergeudet wird. Wenn's denn was Schriftliches dazu geben sollte, einfach hier abdrucken - und gut ist. Aber Worte gegen Worte? - Oki, wir glauben, was sie sagt!
folkz 05.11.2012
Also das Frau Marina Weisband mit Ihrem Beitrag deutlich glaubwürdiger rüberkommt ist denke ich ganz klar. Das Problem ist nur das hier ein größeres Publikum angesprochen wird die wahrscheinlich Frau Weisbands Text gar nicht lesen. Also es wäre wirklich ganz toll wenn Sie die "Zitat E-Mail" einfach veröffentlichen würden... Oder ist die in dem ganzen Chaos verloren gegangen?
el-gato-lopez 05.11.2012
Ich kann mit den Piraten zwar herzlich wenig anfangen, aber ich traue der Dame eine weitaus klarere und ehrlichere Position was gemachte oder nicht gemachte Aussagen angeht zu als sog. "Politikjournalisten". Ein Gedächnisprotokoll? - Ehrlich zu putzig - und aus selbigem will nun die Autorin den Wortlaut rekonstruieren können. Wo sind bloss die Zeiten geblieben, in denen Journalisten sich als Berichterstatter sahen (und stenographieren konnten...) und nicht als befindlichkeitsjournalistische Aussageinterpetierer und "Meta-Ebenen-zwischen-den-Zeilen-gefühlt-so-verstanden"-Schreiber?
Emil Peisker 05.11.2012
An nutellaberliner Die Bestätigung der Zitate erfolgte nach Übersendung der Zitate an Frau Weisband per E-Mail durch sie per Telefon. So schildert es die Autorin Theile. Sie wird wohl kein Tonband mitlaufen lassen, wenn man telefoniert, oder?
worldwidewords 05.11.2012
Sie haben nur eine telefonische Bestätigung und nichts Schriftliches? Ist das so im Journalismus üblich? In meinem Job nennt man so etwas fahrlässig ... oder schlicht unprofessionell.
deus-Lo-vult 05.11.2012
Vielleicht haben Sie ja nicht richtig gelesen, aber Frau Weisband hat die Zitate telefonisch autorisiert! Und bei allem Respekt, aber der Autorin ist wohl eher Glauben zu schenken, als der Möchte-Gern-Politikerin.
m.breitkopf 05.11.2012
"...und Frau Weisband hat sie kurz nach Erhalt der Mail telefonisch so bestätigt..." Das, liebe Frau Theile, ist etwas dürftig. Warum sollen wir Ihnen glauben und nicht Frau Weisband? Sind Sie per se glaubwürdiger? Bitte um kurze Antwort.
sozialminister 05.11.2012
Das Frau Weisband ihre Zitate zurückzieht liegt an der konfusen Situation der Piraten? Was ist das für ein Kausalzusammenhang? Wieso wird nicht erklärt, warum das damit zusammenhängt? Soll das in irgendeiner Form noch Journalismus sein? Schreibt Frau Theile nur so sinnfrei wegen der konfusen Lage beim Spiegel? Weil sich der Spiegel auch immer mehr dem System anpasst? Ich habe mir den hier verlinkten Blog von Frau Weisband durchgelesen. Fakten kann man daraus genauso wenig schliessen, wie aus dem hiesigen Artikel. Es steht Aussage gegen Aussage. Nur hier wurden viele Vorwürfe von Frau Weisband ignoriert, garnicht entkräftet. Was ist zB mit dem Vorwurf, daß die Zitate aus dem Kontext gerissen wurden? Dazu kam nichts. Ist es also wahr? Hat Frau Theile Aussagen verfälscht wiedergegeben? Darüber hinaus sind bei Frau Weissbands Blog die Zusammenhänge wenigstens bemüht besser dargestellt, ohne zwanghaft irgendwelche weithergeholten Korrelationen zur Spiegel-Redaktion herzustellen, wie es Frau Theile mit der Piratenpartei getan hat. Wer ist also letztendlich glaubwürdiger? :)
@nutellaberliner: Wohl die Augen voller Nutella gehabt??? Zitat: "und Frau Weisband hat sie kurz nach Erhalt der Mail telefonisch so bestätigt" ---- wie kann man eine telefonische Autorisierung bestätigen???? Hier wird eine "Partei" dünnhäutig, weil die Wirklichkeit die Träumer einholt.
niska 05.11.2012
Zitat von Luna-luciawir glauben der Marina! Sie muss nix sagen, was nicht stimmt! Oki, natürlich können wir über das "Problem" an sich nix sagen. Wir waren ja nicht dabei. Aber warum sollte sie sich einen Knatsch mit Merlind Theile schon antun? Was hätte sie davon? Außer, dass ihre kostbare Zeit sinnlos vergeudet wird. Wenn's denn was Schriftliches dazu geben sollte, einfach hier abdrucken - und gut ist. Aber Worte gegen Worte? - Oki, wir glauben, was sie sagt!
Es reicht tatsächlich das 'Qui Bono' zu erörtern um zu erkennen wer die Wahrheit sagt. Weder die Piraten, noch Marina können durch diesen Medienskandal gewinnen, nur noch mehr schlechte Presse. Fraue Theile gewinnt durch die aufgehübschte Berichterstattung und der Spiegel durch die Story um den Skandal.
twittonium 05.11.2012
An dieser Stelle würde ich mich nun doch sehr für eine qualifizierte Gegenüberstellung der beiden "Meinungsverschiedenheiten" interessieren. Wie ich die Piraten kenne, fällt denen dazu etwas ein.
herrkollege 05.11.2012
Hier unbeantwortet bleibt die grundsätzliche Kritik von Frau Weisband, dass Frau Theile im Kontext des Gespräches deutlich erfahren hat, wie unwahrscheinlich eine Rückkehr der Politikerin ist, gleichfalls mit der Auswahl der Zitate aber wohl dennoch einen anderen Eindruck erwecken wollte. Egal, wie dies Vorgehen handwerklich durchgeführt wurde: Die Tatsache bleibt doch - tja - bemerkenswert.
lupenrein 05.11.2012
Zitat von darksystemSeit wann hat ein seriöses Medium es nötig den Aussagen einer nicht mehr in vorderster Front agierenden Hobby-Politikerin zu widersprechen? Dieser Artikel hat echtes "Blog" Niveau, weit von Seriösität entfernt. Im Zweifel steht Aussage gegen Aussage zum Schaden der Piraten. Dessen ist sich auch eine Weisband klar, vorallem nach dem Patzer des Herrn CSU Sprechers. Ich würde Frau Weisband eine Diskreditierungsaktion gegen den Spiegel zwar zutrauen, in der gegenwärtigen Situation können die Piraten dennoch nur dadurch verlieren. D.h. völlig egal ob Frau Weisband im Recht sein könnte: Der Spiegel gewinnt und die Piraten sind (erneut) nachhaltig beschädigt. Sieht man ja schon an den Kommentatoren welche die Piraten am liebsten schon aufhängen wollen würden. Ein Schelm wer Böses dabei denkt.
Fürchte, Frau Weisband nimmt sich einfach zu wichtig. Auch ihr wird natürlich völlige Meinungsfreiheit zugebilligt.....
sponner_hoch2 05.11.2012
Zitat von nichtberlinerwenn ich ehrlich bin, glaube ich frau weisband. das ist nicht die feine art, frau weisband hier wieder öffentlich an den pranger zu stellen und dann alles auf das chaos der piraten zu schieben. ich würde die auch nicht wählen, aber ich denke, frau weisband ist einfach zu unerfahren, was medien angeht. letztlich schreiben die doch, was ins heft soll. wenn es veröffentlicht wurde, kann man sich ja nicht mehr dagegen wehren.
OK, was denn nun? Glauben sie das ganze Theater hier kommt weil Frau Weisband zu unerfahren ist, also weil sie sich "verplappert" hat. Oder glauben sie weil der Spiegel einfach schreibt was er will, unabhängig von der Realität? Die beiden Argumente schließen sich nämlich irgendwie aus - gegen blankes Lügen hilft auch Erfahrenheit nicht weiter.
Kosmopolit08 05.11.2012
Jeder Journalist weiß, dass eine Gegendarstellung die Vorwürfe nur bekräftigen. Seit wann ist es in Deutschland eigentlich üblich, dass Journalisten Gegendarstellungen in eigener Sache zu Blogeinträgen verfassen?
sponner_hoch2 05.11.2012
Zitat von spon-facebook-531699464Koennten Sie nicht einfach die Autorisierung (E-Mail, Fax Scan) einfach vorlegen ? Das waere doch das einfachste.
Meine Fresse, wer lesen kann ist klar im Vorteil: Nach Angaben des Spiegels erfolgt die Autorisierung telefonisch. Schwer einzuscannen.
kuhmann 05.11.2012
"Seit ihrem Rückzug im April habe ich mit Frau Weisband immer wieder über ihre mögliche Rückkehr in die Bundespolitik gesprochen." ..heisst wohl, sie immer wieder kontaktiert? Deckt sich mit Marinas Aussage: " Das Problem ist, dass es extrem kompliziert ist, wiederholte telefonische Anfragen abzusagen, ohne irgendwie unhöflich zu sein. Ich lasse mich da zu leicht unter Druck setzen". Die Marina wirds wohl hoffentlich gelernt haben und das nächste Mal einfach wortlos auflegen.
rainerhabermann 05.11.2012
Liebe Merlind Theile, Offenheit und Transparenz sind nur so viel wert wie ihre Protagonisten, die manchmal wohl glauben, die Begriffe gepachtet zu haben. Dass Sie sich als Journalistin quasi entschuldigen, vielleicht eine Befindlichkeit Ihrer Gesprächs- (nicht Interview-)partnerin nicht in deren Sinne getroffen zu haben: wozu sind Sie denn Journalistin? Dürfen Sie nicht zuspitzen, zurechtrücken? Nach jedem pointierten Artikel kündigen soundsoviele Leser angeblich ihr Abo. Mal dahingestellt, ob sie's wirklich tun. Und nach jedem kleinen Stich schreien Gestochene auf und brüllen: "Medienmacht". Ich kann Ihnen nur wünschen: halten Sie das Rückgrat beweglich, aber knicken Sie nie wieder so ein wie vor einer Frau, der schlicht zwei Sätze nicht in ihr Konzept gepasst haben. Soviel zum Transparenzgedanken der "Piraten"; meines Erachtens der wohl buntesten Population von Selbstdarstellern seit dem Aufkommen der Junikäfer. lg Rainer Habermann (ein Kollege)
andras 05.11.2012
Kompa... is klar
Zitat von sp0ckyKlingt irgendwie auch bei Kompa so, als hätte die Autorin "einen gewissen Ruf"... und das klingt irgendwie sehr stimmig. Merlind Theile – Kaffeesatz und Sätze im Café » Rechtsanwalt Markus Kompa (http://www.kanzleikompa.de/2012/11/04/merlind-theile-kaffeesatz-und-satze-im-cafe/)
Daß die Autorin bei Kompa einen "gewissen Ruf" hat, spricht mehr für die Autorin als gegen sie. Ich habe bei "Merlind Theile, angeblich Trägerin des Deutschen Journalistenpreises 2009" aufgehört, seinen Blog-Eintrag lesen. Mehr als billige Polemik werde ich nicht verpaßt haben.
Klaus100 05.11.2012
Sie machen eindeutig selbst Politik und haben sich nun im Piratensumpf verstrickt. Journalistische Distanz sieht anders aus.
zwitscherpiep 05.11.2012
Ach ja, die Piraten, "Antreten zum Ändern" war die Parole. Jetzt sieht es eher aus, als wenn diese Partei so agiert wie die Piraten in den Asterix-Heften: "Die `öme, die `öme" schreit der Ausguck-Pirat, und die anderen fangen an, ihr Schiff zu versenken. Die Piratenpartei wird spätestens nächstens Jahr in diese Selbst- Versenkung verschwunden sein mitsamt ihren PC-Tabletts. Ist das schade? Nö!
scooby.doo 05.11.2012
Kann mich erinnern, dass es erst kürzlich in diesem Blog auch um das Problem ging, wie der interessierte Leser herausfinden kann, wie die Aussagen denn nun tatsächlich waren. Im Moment steht die Aussage von Frau Weisband gegen die von Frau Theile. Als Leser wünsche ich mir die - in diesem Fall nicht angefertigte - Aufzeichnung des Gesprächs anhören zu können, um mich selbst davon zu überzeugen, wer denn nun die Wahrheit sagt oder ihr am nächsten ist. "Off the record"-Teile, sofern sie vorhanden sind, könnte man vor der Veröffentlichung solcher Aufnahmen rausschneiden.
owain123 05.11.2012
Zitat von sponner_hoch2Natürlich spekuliere ich jetzt gerade nur, denn ich kenne weder die E-Mails noch die Gespräche. Aber: Für glaubwürdiger halte ich hier die Aussage des Spiegels. Einfach weil es bei deutschen Journalisten leider üblich ist, sich Interviews und Zitate vorab autorisieren zu lassen.
In den Alten Zeiten hätte DER SPIEGEL es nicht nötig gehabt derartig auf die Vorwürfe zu antworten. Für mich ist das ein Indiz, das DER SPIEGEL bzw. Spiegel-Online hier unsauber arbeitet. Daraus ergibt es sich für mich, dass ich der Frau Weisbad glaube. Übrigens, als Piraten Fan kann ich nicht gelten, denn in allen bisherigen Threads habe ich eine Meinung vertreten, die gegen die Piraten ist. Aber das Niveau von DER SPIEGEL und sein Online Ableger ist in den letzten Jahren ja ständig schlechter geworden, deshalb muss ja auch ständig an die Spiegel-Affäre erinnert werden. um davon abzulenken.
goldameir 05.11.2012
klar, man schickt für die autorisierung eine mail und marina weissband ruft zurück, statt zurückzumailen ... wie realistisch ist das denn in diesem zusammenhang. klingt eher, als hätten sich die "qualitätsmedien" mal wieder vergallopiert.
hinkukker 05.11.2012
So konfus und kurios wie diese Partei sich darstellt (einschliesslich der seriös wirkenden Protagonisten) dürfte sich Frau W. wegen des zu erwartenden partei-internen "shit storms" zu dieser Reaktion entschlossen haben, um ihre Attraktivität für die Parteimitglieder zu retten. - Schade... -
sponner_hoch2 05.11.2012
Zitat von folkzAlso das Frau Marina Weisband mit Ihrem Beitrag deutlich glaubwürdiger rüberkommt ist denke ich ganz klar.
Ach ja? Wie schon mal gesagt, ich war nicht dabei (weder beim Gespräch noch beim Telefonat), aber ich halte die Version des Spiegels erstmal (lasse mich gerne durch neue Fakten oder Indizien bekehren) für Glaubwürdiger? Warum? Weil ich eher nicht glaube, dass eine erfahrene Spiegel-Journalistin ohne Not erst Zitate total verbiegt und dann noch gerade heraus lügt was die (telefonische) Autorisierung an geht. Da stehen Kosten (Risiko der reputation) und Nutzen in keinem Verhältnis. Und weil ich es für realistisch halte, dass Frau Weisband noch nicht so erfahren ist, um in einem Journalistengespräch zweimal nachzudenken bevor sie etwas sagt, was nach hinten losgehen könnte (und einen Shitstorm verursacht). Und ich es auch für realistisch halte, dass sie noch nicht so erfahren ist, solche Stolperfallen zumindest bei der Autorisierung zu erkennen. Und ich es weiterhin für realistisch halte, dass sie noch nicht so erfahren ist, sich von der freundschaftlichen Gesprächsatmosphäre in einem Cafe nicht einlullen zu lassen und nicht zu vergessen, dass es ein Pressegespräch ist bei dem vorher keine Vertraulichkeit vereinbart wurde.
Umbriel 05.11.2012
Auf die Pelle gerückt ... Zickenkrieg?
Zitat von herrkollegeHier unbeantwortet bleibt die grundsätzliche Kritik von Frau Weisband, ....
Wer keine Erfahrung mit den Journalisten aus der Dynamikerecke hat wird überrumpelt. Besodners schwer fällt dabei anfangs, zwischen der Ebene des 1:1 Gespräches und der Ebene des Interview zu trennen. Manche Journalisten machen da überhaupt keine Trennung oder sie versuchen den Interviewten irgendwie zu überrumpeln. Ich würde daher all das nicht zu hoch hängen, da herrscht jetzt offenbar Zickenkrieg.
TomRohwer 05.11.2012
"Dann ist es ja sicher ein leichtes, die Frau Weisband zugesandten Zitate mitsamt Autorisierung hier zu veröffentlichen." "Alle Zitate des Artikels sind so gefallen, und Frau Weisband hat sie kurz nach Erhalt der Mail telefonisch so bestätigt." Sofern die SPIEGEL-Redakteurin nicht illegal das Gespräch aufgezeichnet hat, wird es ihr schwerfallen, die Autorisierung zu veröffentlichen. Diese erfolgte nämlich am Telefon...
sponner_hoch2 05.11.2012
Zitat von folkzAlso es wäre wirklich ganz toll wenn Sie die "Zitat E-Mail" einfach veröffentlichen würden
Ist sie doch - im Spiegel :-). Die Frage ist ja eher die nach der Autorisierung, aber (da laut Spiegel telefonisch erfolgt) da wird wohl wenig zu beweisen sein.
sponner_hoch2 05.11.2012
Zitat von Emil PeiskerSie wird wohl kein Tonband mitlaufen lassen, wenn man telefoniert, oder?
Selbst wenn würde sie es (zumindest für so eine Klenigkeit) wohl nicht zugeben, da strafbar (wenn nicht vorher vom Gesprächspartner erlaubt).
jkoller 05.11.2012
Diskutieren Sie mit! Ähh - wenn man die Kommentare erst aussucht und dann Jahrzehnte später veröffentlicht, braucht man nicht sowas wie "Diskutieren Sie mit!" zu schreiben. Ein richtiger Blog geht irgendwie anders.
grenzdebil 05.11.2012
Telefonisch ... per Mail ... ist irgendetwas davon in irgendeiner Form juristisch belastbar? Wenn ja - zeigen! Wenn nein - warum nicht?!
wischmopp 05.11.2012
Hallo nutellaberliner, haben Sie den Text gründlich gelesen? Scheinbar nicht. Die Autorisierung der Zitate durch Marina Weisband erfolgte telefonisch, weswegen einer Veröffentlichung nicht möglich ist. ("Also mailte ich ihr die für den Text vorgesehenen Zitate am Freitagnachmittag zur Autorisierung. Alle Zitate des Artikels sind so gefallen, und Frau Weisband hat sie kurz nach Erhalt der Mail telefonisch so bestätigt.")
owain123 05.11.2012
Zitat von LuxferresAutorisierung erfolgte per Telefon, dürfte also schwer zu veröffentlichen sein....
Diese Behauptung kann stimmen oder auch nicht. Es kann damit auch nur ausgesagt sein, dass das E-Mail angekommen ist. Ansonsten ein echt übles Verhalten von dieser "Journalistin". Kaum wird ihr widersprochen, erscheint ein beleidigter, eingeschnappter Beitrag. Man Spiegel bist du tief gesunken. Aber so ist es halt bei verschmäter Liebe.
whiskey87 05.11.2012
Da stimme ich nutellaberliner voll zu. Bitte die Freigaben hier veröffentlichen, dann wird alles klar. So steht Aussage gegen Aussage, auch wenn der SPIEGEL natürlich deutlich weitere Kreise zieht als ein Blog
LeisureSuitLenny 05.11.2012
Zitat von sysop 
Angriff der Konsenzsosse-Medien - rechtzeitig zur Europa-Wahl.
sonografie 05.11.2012
Super, dann haben wir jetzt zwei gegensätzliche Behauptungen. Zum Glück wurden die Zitate ja telefonisch bestätigt. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ;)
sponner_hoch2 05.11.2012
Zitat von niskaEs reicht tatsächlich das 'Qui Bono' zu erörtern um zu erkennen wer die Wahrheit sagt. Weder die Piraten, noch Marina können durch diesen Medienskandal gewinnen,
Nun ja, Frau Weisband könnte etwas gewinnen, denn eine Aussage wie "Für die Piraten wäre es wohl das Beste, wenn ich wieder antreten würde." (ob sie jetzt so gefallen ist oder nicht) hat schon erhebliches Potential für einen Shitstorm, dem man gerne aus dem Weg gehen möchte.
J. Lang 05.11.2012
Zitat von nutellaberlinerDann ist es ja sicher ein leichtes, die Frau Weisband zugesandten Zitate mitsamt Autorisierung hier zu veröffentlichen.
Wie zu Recht hier bereits festgestellt, kann dies natürlich nicht geschehen, da zwar die Zitate per E-Mail geschickt, aber von Frau Weisband lediglich telefonisch autorisiert wurden. Da scheint mir Frau Weisband schon darauf zu achten, nur ja nichts schriftlich zu bestätigen, damit man sich im Nachhinein in einem Sturm der Entrüstung von eigentlich Gesagtem leichter distanzieren kann, wenn sich diesbezüglich Probleme auftun sollten.
robinato 05.11.2012
Fortlaufendes Rotieren um Nichts-
salamicus 05.11.2012
Warum das Gespräch...
Zitat von scooby.dooAls Leser wünsche ich mir die - in diesem Fall nicht angefertigte - Aufzeichnung des Gesprächs anhören zu können, um mich selbst davon zu überzeugen, wer denn nun die Wahrheit sagt oder ihr am nächsten ist.
..anhören? Beide Kontrahentinnen werden doch wohl die Email gespeichert haben. Diese Email publizieren, dann können die Leser (=Schwarmintelligenz!) nach der Lektüre des Artikels selbst sehen, ob und was da "aus dem Kontext" gerissen wurde. Los, gebt uns Transparenz!
nutellaberliner 05.11.2012
Verstehe ich das richtig: Weil die Autorisierung telefonisch erfolgte, kann man die übersandten Zitate zur Autorisierung nicht veröffentlichen? Merkwürdige Logik...
metm 05.11.2012
Hmmh, eine "Antwort auf Marina Weisband" sollte vielleicht auch direkt AN Marina Weisband gehen, und nicht AN ALLE. Das ist ähnlich, wie mit mit Nachbar 1 über Nachbar 2 zu lästern. Vor allem ist es eines nicht: seriöser Journalismus. Die Details dieser telefonischen Absprache haben absolut keine Relevanz für die Öffentlichkeit. Vielmehr scheint die Autorin aus persönlichen Gründen geneigt, den Ruf einer öffentlichen Person zu diskreditieren.
sponner_hoch2 05.11.2012
Zitat von owain123In den Alten Zeiten hätte DER SPIEGEL es nicht nötig gehabt derartig auf die Vorwürfe zu antworten.
In den alten Zeiten gab es aber auch noch kein Spiegel-*Online*, wo man den Platz dafür hatte. ---Zitat--- Für mich ist das ein Indiz, das DER SPIEGEL bzw. Spiegel-Online hier unsauber arbeitet. ---Zitatende--- In der Tat, sie hätte besser auf die Autorisierung via E-Mail warten sollen. ---Zitat--- Daraus ergibt es sich für mich, dass ich der Frau Weisbad glaube. ---Zitatende--- Kann ich nachvollziehen. Wenn ich persönlich (zumindest momentan) auch eher dem Spiegel glaube. Darauf hoffen, dass eine telefonische Autorisierung nachher schon nicht angezweifelt wird ist für mich weniger ein Indiz, als die Unerfahrenheit (die ich ihr hier garnicht Vorwerfen will, ich find's ja eher gut wenn jemand nicht erst nach Jahren von Medientraining was sagt, dass sich eh gleich anhört) von Frau Weisband, durch die sie etwas sagt, von dem sie zu spät das Shitstorm-Potentail erkennt.
sponner_hoch2 05.11.2012
Zitat von goldameirklar, man schickt für die autorisierung eine mail und marina weissband ruft zurück, statt zurückzumailen ... wie realistisch ist das denn in diesem zusammenhang.
Schlechtes Timing und Termindruck (Redaktionsschluß).
Roßtäuscher 05.11.2012
Marina Weisband wird die Piraten nicht retten. Sie mag populär sein, als es aber um die Copyright-Auslegung ging, hat sie sich so in Widersprüche verwickelt, sich wahrscheinlich sagte, jetzt halte ich besser meinen Mund. Das war die Lanz-Sendung. Lanz hat als Journalist und Autor von ein paar Büchern berechtigtes Interesse, was diese Piraten so halten von Ideen-Klau. Diese Partei hat ihren Zuspruch nur so ungestüm bekommen, die waren selbst überrascht, sind damit nicht fertig geworden. Glauben mittlerweile nicht mehr an eine Fortsetzung. Nur weil sich viele über die gegenwärtige Merkel-Regierung und ihr politisches Anfängertum ärgern. Deutschland sucht wirklich nach der politischen Zukunft. Mit dem angebotenen Käse aus CDU-Verwässerung à la Merkel und den Clownereien aus Bayern, plus FDP-Primanern gescheitelt, kann man keinen Blumenstrauß gewinnen. Ein Steinbrück macht keinen Sommer und die Grüne kannst du sowieso vergessen. Obwohl BW scheinbar gut regiert wird. Deutschland ist verödet wie die USA, die restliche EU. Die Demokratie lässt sich nicht weiter steigern, sie beutet nur noch aus, wie im Mittelalter.
owain123 05.11.2012
Zitat von sponner_hoch2Meine Fresse, wer lesen kann ist klar im Vorteil: Nach Angaben des Spiegels erfolgt die Autorisierung telefonisch. Schwer einzuscannen.
Im Grunde kann also die Frau Journalistin nicht beweisen, dass die Autorisierung erfolgt ist. Man wie ist das unprofessionell und eines solche Frau wirft den Priaten Chaos vor.
heinereggers 05.11.2012
Journalisten machen sie keine Fehler. Deshalb sind die Piraten doof, wenn sie einen Text gegenlesen wollen. Und wenn Frau Weisband sich sogar über vermeintliche Fehler beschwert, erklärt sich das daraus, dass auch sie sich den Regeln des etablierten Systems angepasst hat. So einfach ist das: Eine Konflikt mit Ihnen wird als innerparteiliches Problem der Piraten hingestellt. Und die Spiegel-Karawane zieht weiter.
marthon 05.11.2012
Fazit des "Phänomens" Piraten-Partei: Wer hoch fliegt, fällt auch tief. Das Bild der Piraten ist traurig, letzlich auch nicht viel besser als bei einer der etablierten Parteien. Wenn dann noch SOphismus über getätigte oder vermeintliche Äußerungen betrieben wird, sollte man besser das Buch ganz zu machen. Die letzte Glaubwürdigkeit ist eh hin. Die Piratenkogge ist heftig leckgeschlagen; ganz abgesoffen noch nicht, aber das Wasser steht mindestens bis zum Hals...
kuhmann 05.11.2012
man könnte schon die mail veröffentlichen..dann kann man die autorisierten Zitate mit dem Artikel vergleichen und sich sein eigens Bild machen. ich werde auch bei Marina mal nachfrage, ob es denn eine solche Mail gegeben hat.
gutterfly 05.11.2012
nun, dann muss man wohl in Zukunft zwecks Beweiskraft bei allen Interviews ein Tonband oder ähnliches mitlaufen lassen
erlachma 05.11.2012
Zitat von nutellaberlinerDann ist es ja sicher ein leichtes, die Frau Weisband zugesandten Zitate mitsamt Autorisierung hier zu veröffentlichen.
Ganz einfach, weil das nicht erlaubt ist. Weisbrand hat ja explizit die Veröffentlichung untersagt, bzw. nur in einem geänderten Wortlaut. Es wäre an Weisbrand, die Mail zu veröffentlichen, aber das wird sie nicht tun, da dann vermutlich Unschönes herauskäme.
niska 05.11.2012
Zitat von sponner_hoch2Nun ja, Frau Weisband könnte etwas gewinnen, denn eine Aussage wie "Für die Piraten wäre es wohl das Beste, wenn ich wieder antreten würde." (ob sie jetzt so gefallen ist oder nicht) hat schon erhebliches Potential für einen Shitstorm, dem man gerne aus dem Weg gehen möchte.
Das passt absolut nicht zu ihr und zu ihrer aktuellen beruflichen und familiären Situation auch nicht. Und deshalb hat sie auch von denen, die ihre Parteiarbeit kennen keinen Shitstorm zu befürchten. Marina hat bisher immer zu ihren Fehlern gestanden. Wenn sie sich mal, was selten vorkam, verplappert hatte, auch mal bei der Basis dafür entschuldigt. Wer glaubhafter ist steht daher ausser Frage. Der Versuch sie öffentlich zu beschädigen um den Piraten zu schaden ist offensichtlich. An ihrer Stelle würde ich mir eine Rückkehr in die große Politik wirklich stark überlegen. Ich wirde mich freuen, aber Politik und Medien sind ein Haifischbecken.
gladiator66 05.11.2012
Es ist schon ziemlich egal, was die Pipiraten von sich geben! Beim nächsten Mal sind sie nicht mehr dabei. Wenn sie das so gemacht hätten, wie der Stronach in Österreich: Die Politik einfach kaufen!
salamicus 05.11.2012
Aber, aber...
Zitat von metmDie Details dieser telefonischen Absprache haben absolut keine Relevanz für die Öffentlichkeit.
...nicht doch! Transparenz geht übwer alles! Alles, was ein Pirat sagt, schreibt, twittert oder mailt, malt, oder dichtet, dürfen und müssen alle Menschen erfahren! Die Piraten sind doch keine mainstreamige, etablierte Hinterzimmer-Partei!
secret77 05.11.2012
ich habe immer mehr den eindruck, dass SPON - ausser nicht enden wollenden piraten bashing - kein grosses interesse an einer besserung der politik landschaft hat, im gegensatz zu eben jenen piraten.
twittonium 05.11.2012
@sponner_hoch2: Die E-Mail mit den Zitaten, die zu autorisieren waren, lässt sich doch bestimmt mit den veröffentlichten Zitaten vergleichen. Danach wird sicher klar, wer von den beiden wahrheitsliebender ist. Diesen Trumpf hat Marina Weisband im Ärmel. Bleibt abzuwarten, ob und wann sie diesen ausspielt. Vielleicht kommt ihr auch Merlind Theile zuvor, schließlich hat sie ja diese E-Mail und anschließend den fraglichen Artikel verfasst. Zumindest ein Lehrstück in Sachen self fullfilling prophecy: Der Spiegel will den vermeintlich fallenden #Piraten in die Kniekehle treten und shit-stürmt sich geradewegs auf den Boulevard.
deus-Lo-vult 05.11.2012
Zitat von m.breitkopf"...und Frau Weisband hat sie kurz nach Erhalt der Mail telefonisch so bestätigt..." Das, liebe Frau Theile, ist etwas dürftig. Warum sollen wir Ihnen glauben und nicht Frau Weisband? Sind Sie per se glaubwürdiger? Bitte um kurze Antwort.
Warum sollten wir Frau Weisband glauben und nicht Frau Theile? Ist sie per se glaubwürdiger? Bitte um kurze Antwort.
owain123 05.11.2012
Zitat von TomRohwer"Dann ist es ja sicher ein leichtes, die Frau Weisband zugesandten Zitate mitsamt Autorisierung hier zu veröffentlichen." "Alle Zitate des Artikels sind so gefallen, und Frau Weisband hat sie kurz nach Erhalt der Mail telefonisch so bestätigt." Sofern die SPIEGEL-Redakteurin nicht illegal das Gespräch aufgezeichnet hat, wird es ihr schwerfallen, die Autorisierung zu veröffentlichen. Diese erfolgte nämlich am Telefon...
Hat sich nicht Spiegel-Online vor kurzem darüber beschwert, dass eine Stellungnahme vom Söder nicht schriftlich erfolgte sondern nur telefonisch erfolgen sollte? Hier in diesen Fall reicht dann plötzlich eine telefonische Bestätigung. Das ist doch schon sehr seltsam.
sponner_hoch2 05.11.2012
Zitat von metmHmmh, eine "Antwort auf Marina Weisband" sollte vielleicht auch direkt AN Marina Weisband gehen, und nicht AN ALLE.
Na, dann hätte Frau Weisband Ihrer Mainung nach aber auch eine E-Mail, und nicht einen Blog-Eintrag verfassen müssen, oder? Also, wir haben einen öffentlichen Spiegel-Artiekl, zu dem Frau Weisband dann öffentlich Stellung nimmt. So weit so gut, wenn öffentlich über einen was geschrieben wird, dann kann man das auch öfentlich aus seiner Sicht der Dinge geraderücken. Und da Frau Weisband in diesem Blog-Eintrag Frau Theile wiederum öffentlich kritisiert, hat Frau Theile selbstverstädlich das gleiche Recht, dazu öffentlich Stellung zu nehmen. Oder halten Sie Frau Weisband für priviligierter? ---Zitat--- Das ist ähnlich, wie mit mit Nachbar 1 über Nachbar 2 zu lästern. ---Zitatende--- Nein. Das ist ähnlich, wie vor Nachbar 1 von Nachbar 2 angegangen zu werden und dann ebefalls vor Nachbar 1 zu kontern. ---Zitat--- Vor allem ist es eines nicht: seriöser Journalismus. Die Details dieser telefonischen Absprache haben absolut keine Relevanz für die Öffentlichkeit. ---Zitatende--- Äh, doch, natürlich hat sie das.Frau Weisband hat ihr diese relevanz gebene. Unabhängig davon, wer Recht hat. ---Zitat--- Vielmehr scheint die Autorin aus persönlichen Gründen geneigt, den Ruf einer öffentlichen Person zu diskreditieren. ---Zitatende--- Sie waren beim initialen Gespräch und beim Telefonat also dabei und Wissen, wer was gesagt?
deus-Lo-vult 05.11.2012
Zitat von erlachmaGanz einfach, weil das nicht erlaubt ist. Weisbrand hat ja explizit die Veröffentlichung untersagt, bzw. nur in einem geänderten Wortlaut. Es wäre an Weisbrand, die Mail zu veröffentlichen, aber das wird sie nicht tun, da dann vermutlich Unschönes herauskäme.
Sie könnte auf diese Weise aber zu ihrem unendlichen Transparenz Gebrabbel stehen. ;)
janau 05.11.2012
Diesen Artikel finde ich - ungeachtet der Sachlage - mindestens genauso unprofessionell wie die Reaktion von Fr. Weisband. Bestimmte Diskussionen sollte man an einem bestimmten Punkt einfach abbrechen - auch ohne das letzte Wort zu haben.
reyz 05.11.2012
da ich das in dem kontext ganz interessant fände: gibt es hierzu ebenfalls eine stellungnahme, frau theile? http://www.kanzleikompa.de/2012/11/04/merlind-theile-kaffeesatz-und-satze-im-cafe/ va der teil mit der fdp anfrage wäre, falls zutreffend, schon etwas peinlich.
87 whiskey...
Zitat von whiskey87Da stimme ich nutellaberliner voll zu. Bitte die Freigaben hier veröffentlichen, dann wird alles klar. So steht Aussage gegen Aussage, auch wenn der SPIEGEL natürlich deutlich weitere Kreise zieht als ein Blog
scheint zu viel zu sein: zum wiederholten Mal: Sie hat es nr telefonisch!!!!
sponner_hoch2 05.11.2012
Zitat von owain123Im Grunde kann also die Frau Journalistin nicht beweisen, dass die Autorisierung erfolgt ist. Man wie ist das unprofessionell
In der Tat.
sponner_hoch2 05.11.2012
Zitat von gutterflynun, dann muss man wohl in Zukunft zwecks Beweiskraft bei allen Interviews ein Tonband oder ähnliches mitlaufen lassen
Das sollte man tun - andererseits zerstört das natürlich die heimielige Gesprächsatmosphäre, insofern kann ich das hier verstehen. Sie hätte sich die Autorisierung dann allerdings per E-Mail geben lassen sollen.
Sponner_hoch, Wer lesen kann ist klar im Vorteil: Nach Angaben der Autorin (das ist ein Blog, nicht SPIEGEL oder SPIEGEL Online), hat sie die Zitate ueber E-Mail zugesandt. Damit hat sie auch das Recht, die Zitate die abgesegnet wurden zu veroeffentlichen, damit man ueberpruefen kann, ob sie genauso wie dargestellt in der Mail dann auch im Artikel verwendet wurde. Und genau hier steht auch der Vorwurf von Frau Weisband im Raum. Ich selbst war lange Zeit Vorsitzender eines bekannten Vereins fuer Themen wie Datenschutz und Technikfolgen. Ich habe viel mit Journalisten zu tun gehabt. Ich weiss genau, wieso ich danach frage. Weil es naemlich mehrere methoden gibt, wie man sich Zitate absegnen lassen kann. Und gerade wenn jemand unerfahren ist, koennen erfahrene Journalisten einen gut reinlegen.
oh Mann ist die...
Zitat von nutellaberlinerVerstehe ich das richtig: Weil die Autorisierung telefonisch erfolgte, kann man die übersandten Zitate zur Autorisierung nicht veröffentlichen? Merkwürdige Logik...
blöd. Erst schreibt nutellaberliner "mitsamt Authorisierung veröffentlichen" jetzt Zitate "zur (!!) Autorisierung"... Kann sich nutellaberliner mal für eine Version entscheiden? Nur weil man zum xten Mal quakt wird man noch kein Frosch!
niska 05.11.2012
Zitat von deus-Lo-vultWarum sollten wir Frau Weisband glauben und nicht Frau Theile? Ist sie per se glaubwürdiger? Bitte um kurze Antwort.
Marina hat keine Grund zu lügen, weil sie absolut nichts zu verlieren hat. Frau Theile hingegen schon.
owain123 05.11.2012
Zitat von sponner_hoch2(....)Kann ich nachvollziehen. Wenn ich persönlich (zumindest momentan) auch eher dem Spiegel glaube. Darauf hoffen, dass eine telefonische Autorisierung nachher schon nicht angezweifelt wird ist für mich weniger ein Indiz, als die Unerfahrenheit (die ich ihr hier garnicht Vorwerfen will, ich find's ja eher gut wenn jemand nicht erst nach Jahren von Medientraining was sagt, dass sich eh gleich anhört) von Frau Weisband, durch die sie etwas sagt, von dem sie zu spät das Shitstorm-Potentail erkennt.
In der letzten Woche hat sich Spiegel-Online massiv über den Bayern Markus Söder beschwert, als dessen Sprecherin sich weigerte, eine schriftliche Stellungnahme abzugeben und sie diese nur telefonisch machen wollte. In einem Fall bei den bekannt sein dürfte, wie brisant das Parteiintern ist, da verzichtet der Spiegel in Gestallt von Frau Merlind Theile auf eine schriftliche Bestätigung. Das ist für mich absolut unprofessionell und deshalb unglaubwürdig.
niska 05.11.2012
Zitat von fundamentalkritikerscheint zu viel zu sein: zum wiederholten Mal: Sie hat es nr telefonisch!!!!
Seit wann reicht das bei seriösem Journalismus aus?
MachiavelliTX 05.11.2012
Der Spiegel hat die Bringschuld
Zitat von metmVor allem ist es eines nicht: seriöser Journalismus. Die Details dieser telefonischen Absprache haben absolut keine Relevanz für die Öffentlichkeit.
Sehe ich genauso. Die Journalistin des Spiegel arbeitet nicht mit harten Fakten und kann ihre Vorwürfe nicht schriftlich belegen. Die professionelle Journalistin hat die Bringschuld und sollte lieber mal etwas tiefer stapeln. Die Idee, künftig solche Interviews als Interviewter mit Kamera aufzuzeichnen, erscheint mir eine logische Konsequenz.
Demokrit 05.11.2012
Die Presse ist nicht verpflichtet die Leser objektiv zu informieren. Habe da einen interessanten Beitrag entdeckt in einem Forum. Passt zwar nur indirekt hier her. Aber lesenswert! "#35: Detlef Rostock sagt: am Montag, 05.11.2012, 13:33 Das Volksbelügungs-Netz, das über unserem Land liegt und das weit mehr Bereiche als den Kohlenstoffdioxid-Klima-EEG-Fukushima-Energiewende-Irrsinn umschließt, wird nur zerrissen werden, wenn ein schwerwiegender Konstruktionsfehler der Demokratie endlich behoben wird: Einerseits wird davon ausgegangen, dass die Menschen, so wie sie nun einmal sind, Gesetz und Ordnung brauchen, andererseits lässt man Medienleute beim nahezu Wichtigsten in einer Demokratie, der Information der Bevölkerung, in einem gesetzfreien Raum handeln. Die Medienleute benehmen sich in ihrem rechtsfreien Raum „völlig normal“: Sie handeln hemmungslos ihren eigenen Interessen entsprechend, verbreiten die von ihnen bevorzugte Ideologie, füttern den für sie zweckmäßigen Zeit-Ungeist und zielen (was völlig in Ordnung ist) auf Gewinne/nicht-Pleite-gehen bzw. Einschaltquoten. Der Gedanke, dass die Menschen in einer - funktionierenden - Demokratie möglichst objektive Informationen benötigen, plagt in unserem Lande kaum jemand. Bei einer vernünftig informierten Bevölkerung hätten die aktuellen Politiker keine Chance und wir hätten eine andere Regierung. Bin fleißig bei der Schreib-Arbeit über die Lösung des Problems . . . ohne dass die Pressefreiheit beschädigt wird! Grüsse Detlef Rostock Die ersten zwei Seiten: Einführung Ein schwerwiegender Konstruktionsfehler der Demokratie Wesen aus dem All sind gelandet. Sie sind neugierig, wissbegierig. Schon seit Tagen sitzt man in aufgelockerter Gesprächsrunde zusammen. Die Gäste erkundigen sich nach allem Möglichen. Man bespricht eine Vielzahl von Themen. Schließlich fragen sie nach der Organisation auf Erden, der Ordnung auf Erden. Man spricht über Demokratie. Gesetzlich geregelt, so schildern die Erdenbürger, sei das Zusammenleben der Bürger, etwa, ob man links oder rechts auf den Straßen fahren solle oder wie ein Vertrag auszusehen habe, etwa ein Kauf- oder ein Mietvertrag. Im Übrigen gebe es Gesetze, die die Freiräume der Menschen untereinander abgrenzten. Es sei leicht nachzuvollziehen, dass z.B. Diebstahl oder gar Tätlichkeiten nicht erlaubt seien. Es gebe eine Rechtsordnung, die Grenzen setze und gleichzeitig dennoch ein großes Maß an Freiheit für den Einzelnen gewährleiste. „In einer Demokratie dürfen alle Bürger wählen . . . “ Gegenfrage der Gäste: „Wirklich alle? Es gibt doch große Unterschiede im Charakter, im Wissen.“ „Ab einer bestimmten Altersgrenze dürfen alle Bürger wählen“. (Wie sollte man die Menschen auseinander sortieren?) Größeres Staunen der Gäste. Gäste: „Damit die Bürger entscheiden können, wen sie wählen wollen, insbesondere aber, für was sie sich von der Sache her denn entscheiden sollen, benötigen die Bürger objektive Informationen. Wie informieren sie sich? Wie werden die Bürger informiert?“ „Die Bevölkerung informiert sich über die Medien, über Fernsehen, Rundfunk und Zeitungen“. Frage der Gäste: „Was heißt das konkret?“ „Bestimmte Leute tragen Informationen zusammen. Diese werden über Rundfunk- bzw. Fernsehsender verbreitet bzw. in Zeitungen gedruckt, die den Bürgern, die die Zeitungen bestellt haben, zugestellt werden. Eine wachsende Zahl von Menschen holt sich die entsprechenden Informationen inzwischen aus dem Internet.“ Gäste: „Wie ist sichergestellt, dass möglichst objektiv informiert wird? Wie werden die Medienleute denn ausgewählt?“ „Die Leute, die bei den Medien arbeiten, entscheiden, was gesendet bzw. gedruckt wird.“ „Können die wirklich senden bzw. schreiben, was sie wollen, z.B. auch etwas, das falsch ist und das sogar wiederholt, also über eine längere Zeit, selbst wider besseres Wissen?“ „Ja“ „Aber dann ist doch die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Bürger falsch informiert werden. Man stelle sich einmal vor, eine Zeitung vertrete irgendeine, vielleicht recht absurde politische Richtung. Diese Leute drucken bzw. senden was sie wollen?“ „Ja“ „Und niemand kann irgendetwas dagegen unternehmen, z.B. bei Falschinformationen? Auch Eure Gerichte nicht?“ „Nein. Man kann einen korrigierenden Leserbrief schreiben, aber den muss die Zeitung nicht bringen und die Zeitungen trachten natürlich danach, Kritik an ihrem Tun zu vermeiden. Und bei Rundfunk und Fernsehen gibt es eine Einrichtung wie die Veröffentlichung von Leserbriefen praktisch gar nicht“. Die Gäste sind sprachlos: „Verstehen wir das richtig: Zeitungen - und Fernsehen und Rundfunk sind wohl ganz ähnlich aufgebaut - sind Einrichtungen, die hinsichtlich der Information der Bevölkerung machen können, was sie wollen und die oft auch noch einer bestimmten ideologischen Richtung anhängen?“ “Ja“. Das Staunen der Gäste nimmt kein Ende: „Es gibt tatsächlich keinerlei Einrichtung, die nichts anderes macht als die Bürger so objektiv wie möglich zu informieren?“ „Nein. Zeitungen haben sich über die vergangenen Jahrhunderte entwickelt. Rundfunk und Fernsehen in den letzten Jahrzehnten und sie liefern ja auch irgendwelche Informationen und etwas anderes kennen wir nicht.“ Die unbeschwerte Stimmung der vergangenen Tage ist verflogen. Verlegenheit macht sich breit. Es ergeben sich peinliche Pausen. Gäste: „Aber das ist doch irrational: Ihr schafft Gesetze, weil ihr wisst, dass den Menschen, so wie sie nun einmal sind, ein Ordnungsrahmen gegeben und Grenzen für ihr Handeln gesetzt werden müssen und gleichzeitig gebt ihr den Menschen, die mit der sehr wichtigen Aufgabe der Information der Bevölkerung betraut sind, absoluten Freiraum zu tun was immer sie wollen. - Sind die Medienleute denn wenigstens irgendwie charakterlich besonders qualifiziert?“ „Nein, das sind ganz normale, durchschnittliche Menschen, nichts herausragendes“. „Sind die Medienleute denn wenigstens zu streng objektiver Information verpflichtet?“ „Wir sagten doch bereits, sie können machen was sie wollen“. Nach einer weiteren Verlegenheitspause: „Ist denn wenigstens das Eigeninteresse der Medienleute vorrangig auf die Produktion möglichst objektiver Informationen gerichtet?“ „Nein, Zeitungen müssen zunächst einmal auf Rentabilität achten, Gewinne erzielen, anderenfalls riskieren sie, Pleite zu gehen und bei Rundfunk- und Fernsehanstalten ist es ähnlich. Hier geht es vorrangig um Einschaltquoten“. „Aber diese Art der Information bedeutet doch, dass die Bürger manchmal vernünftige, manchmal aber auch völlig absurde Vorstellungen entwickeln werden.“ „Das ist sicherlich so, aber die Bürger merken doch gar nicht, dass sie bei einer ganzen Anzahl von Themen, falsche Vorstellungen entwickelt haben.“ Gäste, sehr zögerlich: „Für welche Art von Vorstellungen treten dann welche Politiker bei einer Wahl an? Welche Qualität (oder Nichtqualität) hat denn bei Euch Menschen eine Regierung?“ Die Atmosphäre war inzwischen reichlich verkrampft, alle Leichtigkeit war verflogen. Ein Gefühl der Ausweglosigkeit, der Hoffnungslosigkeit hatte sich breit gemacht. An diesem Abend verabschiedeten sich die Gäste etwas früher. Am folgenden Tag wurden andere Themen besprochen. Das Thema „Information der Menschen im Rahmen einer Demokratie“ wurde von keiner Seite wieder aufgegriffen. Inzwischen sind die Gäste längst wieder abgereist." Quelle: http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/energiewende-ist-deutschland-soviel-besser-als-der-rest-der-welt-offener-brief-an-umweltminister-altmaier/
erlachma 05.11.2012
Zitat von niskaEs reicht tatsächlich das 'Qui Bono' zu erörtern um zu erkennen wer die Wahrheit sagt. Weder die Piraten, noch Marina können durch diesen Medienskandal gewinnen, nur noch mehr schlechte Presse. Fraue Theile gewinnt durch die aufgehübschte Berichterstattung und der Spiegel durch die Story um den Skandal.
Das sehe ich auch so, "cui bono" gibt Hinweise. Nur genau andere als Sie konstruieren. Meine Vermutung ist: Weisbrand hat sich - sie wollte das Teffen ja laut eigener Aussage nicht - schlecht gelaut mit der Journalistin getroffen. Im Gespräch hat sie dann eben gesprochen, wie ihr "der Schnabel gewachsen ist". Sie überlegt eben nicht bei jedem Wort, ob das eventuell auch anders ausgelegt werden könnte, ob Dinge beim Gegenüber vielleicht anders ankommen als gewünscht. Als sie dann den Artikel gelesen hat, bzw. die Zitate, hat sie sich gedacht: ups, das war vielleicht etwas harter Tobak, das gibt den nächsten Shitstorm. Shitstorms sind eine enorme Belastung, v.a. wenn sie die einzigen "15 Minuten Berühmtheit" des eigenen Lebens pulverisieren. Die will man dann doch lieber behalten, und greift lieber die Presse an, das kommt bei den Piraten ja ohnehin immer gut. Cui bono.
sponner_hoch2 05.11.2012
Zitat von erlachma---Zitat--- Dann ist es ja sicher ein leichtes, die Frau Weisband zugesandten Zitate mitsamt Autorisierung hier zu veröffentlichen.
Ganz einfach, weil das nicht erlaubt ist. Weisbrand hat ja explizit die Veröffentlichung untersagt, bzw. nur in einem geänderten Wortlaut. ---Zitatende--- Warum soll das nicht erlaubt sein? Auch wenn Autorisierungen in Deutschland leider Usus sind, sind sie Gott sei Dank nicht notwendig. ---Zitat--- Es wäre an Weisbrand, die Mail zu veröffentlichen, aber das wird sie nicht tun, da dann vermutlich Unschönes herauskäme. ---Zitatende--- Ganz im Gegenteil, eine E-Mail zu veröffentlichen die *für* einen war kann ohne Erlaubnis des Verfassers unter Umständen strafbar sein. Dagegen eine E-Mail zu veröffentlichen, die man selbst verfasst hat, ist Bedenkenlos möglich.
franzdenker 05.11.2012
Meinung.
Zitat von sysop 
Da wird Marina Weisband derart wohlwollend vom SPIEGEL behandelt und merkt es nicht einmal. So sieht Unfähigkeit aus.
owain123 05.11.2012
Zitat von deus-Lo-vultWarum sollten wir Frau Weisband glauben und nicht Frau Theile? Ist sie per se glaubwürdiger? Bitte um kurze Antwort.
In diesem spetziellen Fall steht für mich eindeutig fest, dass Frau Weisbad glaubwürdiger ist.
MachiavelliTX 05.11.2012
Wir brauchen Berichterstattung 2.0
Zitat von owain123Hat sich nicht Spiegel-Online vor kurzem darüber beschwert, dass eine Stellungnahme vom Söder nicht schriftlich erfolgte sondern nur telefonisch erfolgen sollte? Hier in diesen Fall reicht dann plötzlich eine telefonische Bestätigung. Das ist doch schon sehr seltsam.
Genau das ging mir auch durch den Kopf. Hier wird offenbar mit zweierlei Maßstab gemessen und genau das macht es für SPON äußerst peinlich. Seriöse und faire Berichterstattung stelle ich mir anders vor. Vielleicht brauchen wir nicht nur eine Politik 2.0 sondern auch eine Berichterstattung 2.0.
propangu 05.11.2012
Da in der Sache Aussage gegen Aussage steht, kann man als Aussenstehender nicht urteilen. Warum Frau Weisband vorgeblich autorisierte Zitate allerdings im Handumdrehen bestreiten sollte, vermag ich mir allerdings nicht zu erklären - ich glaube der Piratin. Wie auch immer, jedenfalls hat Frau Theile offenbar bei den Piraten gründlich verschissen - und das darf eine politische Journalistin, die auf Kontakte in die Parteien angewiesen ist, durchaus als Gau verbuchen.
Suppenelse 05.11.2012
Ich kann Marina Weisband und andere Piraten nur wenig ernst nehmen, denn ihr ständiges Transparenz-Geschwafel bei gleichzeitiger weitgehender Inhaltsleere sind ganz sicher kein Rezept für bessere Politik in Deutschland. Da mögen sich die Piraten noch so sehr über die negative Berichterstattung empören, die - zugegeben - sicher zu ihrer schnellen Entzauberung beigetragen hat. Ich kann aber ebensowenig Frau Theile ernst nehmen, ohne sie besser zu kennen, denn was insbesondere von SPON immer wieder an reißerischen, mit durchsichtigen Mitteln künstlich zugespitzten Artikeln veröffentlicht wird, spricht für sich. Wer wissen möchte, wie journalistische Kampagnen funktionieren, kann hier einiges lernen - nicht nur an der Causa Wulff. Insofern: Es wird schwer zu entscheiden sein, wem hier Recht zu geben ist.
deus-Lo-vult 05.11.2012
Zitat von andrasDaß die Autorin bei Kompa einen "gewissen Ruf" hat, spricht mehr für die Autorin als gegen sie. Ich habe bei "Merlind Theile, angeblich Trägerin des Deutschen Journalistenpreises 2009" aufgehört, seinen Blog-Eintrag lesen. Mehr als billige Polemik werde ich nicht verpaßt haben.
Nein, habe Sie nicht. Und alleine für den Satz "Die für die Piraten zuständige SPIEGEL-Journalistin Merlind Theile, angeblich Trägerin des Deutschen Journalistenpreises 2009,...", würde ich gegen diesen angeblichen Anwalt anwaltlich vorgehen! Das grenzt nämlich schon an Verleumdung!
Ganymed123 05.11.2012
Mal davon abgesehen dass man Medien, egal welcher Art, mit einem kritischen Augen sehen sollte finde ich diesen Blogeintrag doch sehr heuchlerisch. Einerseits will sie nicht mit Merlind Theile sprechen weil Sie keinen Kopf dafür hat und weil Frau Theile ja sowieso das personifizierte Böse ist welche alle Antworten verdreht und die anderen Piraten sie ja sowieso davor warnen, andererseits reicht anscheinend ein kleiner Telefonanruf um sie umzustimmen. Da denk ich mir doch: Mädel, du bist 25 Jahre alt wirst bald heiraten, studierst seit 6 Jahren Psychologie und willst (oder warst zumindest) eine Bundespolitikerin sein und dann reicht ein Telefonanruf wodurch du einbrichst und einer der größten, deiner Meinung nach, Schmiererinnen ein Interview (wenn auch nicht nach Wortlaut) gibst? Und du dich danach beschwerst wenns nicht ein belangloser Artikel rauskommt in dem steht: "Ja sie will vielleicht mal irgendwann kandidieren, vielleicht aber auch nicht... ja keine Ahnung mal schaun wie das Wetter nächste Woche wird... ich schreib das jetzt einfach mal weil wir den SPIEGEL irgendwie füllen müssen". Bitte Frau Weisband bleiben sie in der Politik... in der freien Wirtschaft sehe ich bei einer solchen Stressresistenz leider schwarz.
erlachma 05.11.2012
Zitat von nutellaberlinerVerstehe ich das richtig: Weil die Autorisierung telefonisch erfolgte, kann man die übersandten Zitate zur Autorisierung nicht veröffentlichen? Merkwürdige Logik...
Da Sie es offenbar nicht so mit der Logik haben...: Die Veröffentlichung der Zitate wurde explizit verboten, nur die abgewandelten Zitate hatten und haben die Autorisierung veröffentlicht zu werden. Würde die Autorin die ursprünglichen Zitate veröffentlichen ohne das Einverständnis von Weisbrand, hätte das zwei Dinge zur Folge: - einen Shitstorm gegen Weisbrand wegen der tatsächlich gesagten Dinge (vor der Korrektur) - die Autorin würde Glabwürdigkeit im Quellenschutz verlieren Und Weisbrand wird der Veröffentlichung nicht zustimmen wegen Punkt 1.
sponner_hoch2 05.11.2012
Zitat von niskaDas passt absolut nicht zu ihr und zu ihrer aktuellen beruflichen und familiären Situation auch nicht.
Shitstorm ist Shitstorm. Was ihre private wie beruflicheSituation damit zu tun haben soll erschließt sich nicht. (Welche berufliche Situation eigentlich? Sie ist Studentin, eine ehrenwerte Tätigkeit, aber eben kein Beruf). Aber so wie sie hier schreiben, scheinen ja mit ihr befreundet zu sein, da kann man sicherlich keine objektiven Argumente erwarten. ---Zitat--- Und deshalb hat sie auch von denen, die ihre Parteiarbeit kennen keinen Shitstorm zu befürchten. ---Zitatende--- Genau, als wenn sich die Shitstorm der Piraten nach der Parteiarbeit einer Person richten würde. Oder der SHitstorm nur von denen kommen würde, die die Parteiarbeit der betreffenen Person kennen. So ist ja bisher auch jeder Shitstorm abgelaufen. ---Zitat--- Wer glaubhafter ist steht daher ausser Frage. ---Zitatende--- Ganz genau, Basta! Wenn niska jemanden für glaubhaft hält, dann steht das jawohl objektiv außer Frage! ---Zitat--- Der Versuch sie öffentlich zu beschädigen um den Piraten zu schaden ist offensichtlich. ---Zitatende--- Uhh, ja, ich sehe sie auch: Die große Weltverschwörung, SIE ziehen alle an einem Strang. Hauptquartier ist Bi*l*f*ld und die Finanzierung hat Montgomery Burns übernommen
sponner_hoch2 05.11.2012
Zitat von owain123Hat sich nicht Spiegel-Online vor kurzem darüber beschwert, dass eine Stellungnahme vom Söder nicht schriftlich erfolgte sondern nur telefonisch erfolgen sollte? Hier in diesen Fall reicht dann plötzlich eine telefonische Bestätigung. Das ist doch schon sehr seltsam.
Waren dass den die gleichen Journalisten? Egal, sehen wir davon mal ab: Vielleicht hat man bis zu diesem Disput Frau Weisband einfach mehr Redlichkeit zugetraut als Herrn Söder (könnte ich zumindest nachvollziehen).
chulinn 05.11.2012
Netter Versuch Frau Theile, aber glauben Sie ernsthaft daß Ihnen jemand glaubt?
deus-Lo-vult 05.11.2012
Zitat von niskaMarina hat keine Grund zu lügen, weil sie absolut nichts zu verlieren hat. Frau Theile hingegen schon.
Sie widersprechen sich selbst! Gerade WEIL Frau Theile viel zu verlieren hat, könnte sie sich eine so einfach nachweisbare Lüge garnicht erlauben! Die Piraten kennt man aber für ihre "Probleme" mit der Presse!
niska 05.11.2012
Zitat von erlachmaDas sehe ich auch so, "cui bono" gibt Hinweise. Nur genau andere als Sie konstruieren. Meine Vermutung ist: Weisbrand hat sich - sie wollte das Teffen ja laut eigener Aussage nicht - schlecht gelaut mit der Journalistin getroffen. Im Gespräch hat sie dann eben gesprochen, wie ihr "der Schnabel gewachsen ist". Sie überlegt eben nicht bei jedem Wort, ob das eventuell auch anders ausgelegt werden könnte, ob Dinge beim Gegenüber vielleicht anders ankommen als gewünscht. Als sie dann den Artikel gelesen hat, bzw. die Zitate, hat sie sich gedacht: ups, das war vielleicht etwas harter Tobak, das gibt den nächsten Shitstorm. Shitstorms sind eine enorme Belastung, v.a. wenn sie die einzigen "15 Minuten Berühmtheit" des eigenen Lebens pulverisieren. Die will man dann doch lieber behalten, und greift lieber die Presse an, das kommt bei den Piraten ja ohnehin immer gut. Cui bono.
Sie war sich bisher für keinen Shitstorm zu schade, selbst als sie noch im Amt war. Sie ist zu ihren Fehlern gestanden (z.B. hatte sie mal Blödsinn übers Urheberrecht erzählt). Daher wirkt Ihre Interpretation der Geschichte nicht sinnhaft.
sponner_hoch2 05.11.2012
Zitat von spon-facebook-531699464Sponner_hoch, Wer lesen kann ist klar im Vorteil: Nach Angaben der Autorin (das ist ein Blog, nicht SPIEGEL oder SPIEGEL Online), hat sie die Zitate ueber E-Mail zugesandt. Damit hat sie auch das Recht, die Zitate die abgesegnet wurden zu veroeffentlichen,
Stellen sie sich vor, das recht hatte sie sogar ohne den Segen. ---Zitat--- damit man ueberpruefen kann, ob sie genauso wie dargestellt in der Mail dann auch im Artikel verwendet wurde. ---Zitatende--- Was solld as bringen? Frau Weisband bestreitet ja die Autorisierung bzw. dass sie dazu überhaupt die Möglichkeit hatte.
Mit so manchen Journalisten habe ich im beruflichen Umfeld leider auch erlebt, wie unsauber dort gearbeitet wird. Meine Aussagen und genannte Fakten (Zahlen, Daten) entsprachen bei der Veröffentlichung desöfteren nicht im Entferntesten dem, was ich tatsächlich gesagt hatte! Und thematisch geht es um Freizeitbeschäftigungen in der Natur, nicht mal was politisches oder gar brisantes, geschweige denn kompliziertes (wo man sich verhören kann). Später habe ich mir Zitate zusenden lassen (wollen), was nicht alle "Qualitätsjournalisten" machen. Mein Fazit aus zig telefonischen Interviews durch Journalisten von diversen Print/Online-Medien: "Schnell, schnell, schnell! Egal, was da hinterher veröffentlicht wird!" Wenn alle Artikel so grottig erstellt werden, dann glaube ich nicht mal mehr 25% der Inhalte aller Veröffentlichungen!! Geprüfter Journalismus war gestern!
erlachma 05.11.2012
Zitat von sponner_hoch2Warum soll das nicht erlaubt sein? Auch wenn Autorisierungen in Deutschland leider Usus sind, sind sie Gott sei Dank nicht notwendig. Ganz im Gegenteil, eine E-Mail zu veröffentlichen die *für* einen war kann ohne Erlaubnis des Verfassers unter Umständen strafbar sein. Dagegen eine E-Mail zu veröffentlichen, die man selbst verfasst hat, ist Bedenkenlos möglich.
Falsch. Denn da stehen ja die untersagten Zitate drin.
Frau Weißband ist alt genug,
Zitat von sysop 
für sich selbst zu sprechen. Sie braucht keinerlei Stichwortgeber, die ihr Nichtgesagtes in den Mund legen. So manchem war der Erfolg der Piraten, denen diese junge Frau ein Gesicht gab, nicht ganz geheuer. Und da kann es schon mal vorkommen, daß der Interpretationsspielraum etwas überzogen wird. Ich warte auf Beweise, die Sie erschüttern und glaube nicht, daß es solche gibt. Also sollte man besser schweigen.
Andr.e 05.11.2012
Zitat von worldwidewordsSie haben nur eine telefonische Bestätigung und nichts Schriftliches? Ist das so im Journalismus üblich? In meinem Job nennt man so etwas fahrlässig ... oder schlicht unprofessionell.
Ich kann zwar weder etwas bestätigen, noch widerlegen, aber Frau Theile hat ihr bisheriges Verhältnis zu Frau Weisband doch beschrieben. Insofern ist es nachvollziehbar, wenn sie das Band auch mal auslässt. Zum Thema: Die Diskussion ist müßig. Was ist passiert? Eine Journalistin und eine Politikerin treffen sich und reden. Die Journalistin veröffentlicht einen Text. Die Politikerin fühlt sich falsch zitiert und sagt das so (Aussage A). Die Journalistin behauptet, es sei alles so gewesen (Aussage B). Klassischer Fall...
McKlugscheiss 05.11.2012
Wenn man mal von dem konkreten Problem der autorisierten oder nicht autorisierten Zitate oder der von Frau W. gewünschten oder nicht gewünschten Kernaussage des "Spiegel"-Artikels absieht, kommt man vielleicht auf das Problem, dass "Spiegel Online" den Piraten viel zu viel Raum einräumt. Ich kenne jedenfalls keine Partei, die wie eine 24/7-Uni-Vollversammlung rüberkommt, unter 5 Prozent liegt und derartigen Raum in der Berichterstattung einnimmt.
Andr.e 05.11.2012
Zitat von m.breitkopf"...und Frau Weisband hat sie kurz nach Erhalt der Mail telefonisch so bestätigt..." Das, liebe Frau Theile, ist etwas dürftig. Warum sollen wir Ihnen glauben und nicht Frau Weisband? Sind Sie per se glaubwürdiger? Bitte um kurze Antwort.
Waren Sie schon im Blog von Frau Weisband und haben dort diese Frage gestellt - natürlich so: "Das, liebe Frau Weisband, ist etwas dürftig. Warum sollen wir Ihnen glauben und nicht Frau Theile? Sind Sie per se glaubwürdiger? Bitte um kurze Antwort."
sponner_hoch2 05.11.2012
Zitat von niskaMarina hat keine Grund zu lügen, weil sie absolut nichts zu verlieren hat.
Ach nein? Lassen wir Frau Weisband doch einfach mal selbst sprechen: "Das wären Kleinigkeiten, die mich halt wie eine selbstverliebte, arrogante Schlampe aussehen lassen, aber davon habe nur ich den Schaden." Und: "ich habe keine Lust, nach jedem Interview bis zu seinem Erscheinen nicht schlafen und Angstzustände zu haben, was drin steht."
socrateased 05.11.2012
Journalistische Arbeit ist schwierig, aber sie wird um so schwieriger, je komplexer ein mögliches Gegenüber zu Denken in der Lage ist. Die meisten Mißverständnisse entstehen dadurch, daß zwei Gesprächspartner zu einem bestimmten Zeitpunkt ein wenig vor sich hin träumen, und damit nicht ganz bei der Sache sind. Und manchmal kollidieren einfach Erinnerungen mit der Hektik des Alltags, weswegen Interview-Aufnahmen grundsätzlich vereinbart werden sollten, selbst wenn es sich um Textinterviews handelt.
niska 05.11.2012
Zitat von deus-Lo-vultSie widersprechen sich selbst! Gerade WEIL Frau Theile viel zu verlieren hat, könnte sie sich eine so einfach nachweisbare Lüge garnicht erlauben! Die Piraten kennt man aber für ihre "Probleme" mit der Presse!
Warum? Wer berufliche Reputation und Job zu verlieren hat, hat mit Sicherheit allen Grund zu lügen um eigene schlampige Recherche und eigenen Gesinnungsjournalismus zu verbergen. Die fehlende schriftliche Authorisierung spricht hier für sich. Schaut verdammt nach Hopplahopp-Pimaldaumen-Journalismus aus, der einer gefeierten Journalismuspreisträgerin nicht gut zu Gesicht stünde. Wahrscheinlicher ist einfach, dass Frau Theile nicht mit Gegenwehr gerechnet hatte.
J.M.Mierscheid 05.11.2012
Jetzt weiß ich endlich, wie sich in etwa ein/eine ErzieherIn fühlen muss, wenn es darum gehen soll zu klären, wer wem das Spielzeug weggenommen hat. Den Artikel kann ich nur als Teil einer Posse einordnen, denn ich kann weder sicher sein, dass der Blog von Frau Weisband nicht kosmetisch im Nachhinein entscheidend editiert wurde - die letzte Änderung fand m.Meinung nach heute gegen 17:00 Uhr statt, noch kann den Artikel hinsichtlich der relevanten Zitate überprüfen, da diese lediglich in der Spiegel Printausgabe in Gänze ersichtlich sind. Naja, morgen muss ich eh mal wieder zum Arzt. Mir ergeben sich daraus zwei Fragen. Zum einen frage ich mich warum Frau Theile ihre "Gegendarstellung" nicht in der Printausgabe getätigt hat und zum anderen frage ich mich, ob und wenn ja welche Motivation noch dahinter stecken könnte, zumal das niemand der Leserschaft hinreichend abklären kann. Dennoch kann ich nicht nur vom Bauchgefühl für mich behaupten, dass mir die Ausführungen von Frau Weisband insgesamt plausibler erscheinen. Die Zitate aus dem kritisierten Artikel ergeben, nicht zuletzt in ihrem privaten Kontext, für mich nur wenig Sinn und klingen z.T. widersprüchlich zu ihren gelebten und Rückzug aus dem Politgeschäft. Die Ausführungen in ihrem Blog, inweit sie sich falsch wiedergegeben fühlt, wirken auch mich nachvollziehbar und das vielleicht für mich Entscheidene: Welche Motivation sollte sie haben?
truthful 05.11.2012
der Artikel liest sich wie ein schlechtes Gewissen, Meine Meinung,
sponner_hoch2 05.11.2012
Zitat von propanguWie auch immer, jedenfalls hat Frau Theile offenbar bei den Piraten gründlich verschissen - und das darf eine politische Journalistin, die auf Kontakte in die Parteien angewiesen ist, durchaus als Gau verbuchen.
Unabhängig von Frau Theile: Ich würde mir mehr politische Journalisten wünschen, denen es egal ist, ob sie bei einer Partei verschissen haben, ud sich stattdessen ihre Unabhängigkeit bewahren. Ich überlege mir gerade, wie es wohl um Deutschland stände, wenn z. B. in den sechzigern jeder Journalist darauf geachtet hätte, nicht bei Franz-Josef Strauß un der CDU/CSU zu verscheißen...
sponner_hoch2 05.11.2012
Zitat von Ganymed123Da denk ich mir doch: Mädel, du bist 25 Jahre alt wirst bald heiraten,
Gut, letzteres ist jetzt kein Indikator für hohe Intelligenz. (Manch einer behauptet sogar das Gegenteil, aber das ist ein anderes Thema :-))
Andr.e 05.11.2012
Zitat von andrasDaß die Autorin bei Kompa einen "gewissen Ruf" hat, spricht mehr für die Autorin als gegen sie. Ich habe bei "Merlind Theile, angeblich Trägerin des Deutschen Journalistenpreises 2009" aufgehört, seinen Blog-Eintrag lesen. Mehr als billige Polemik werde ich nicht verpaßt haben.
Finden Sie es auch immer so amüsant, wenn 'seriöse' Blogs, von denen man noch nie etwas gehört hat, plötzlich zitiert werden? Und - entschuldigung gleich im Voraus - ich halte unsere Presse nicht für gleichgeschaltet. Was das bedeutet, kann man in der Geschichte nachschlagen so man denn möchte. Dann erfährt man auch gleich, dass es uns doch noch relativ gut geht.
niska 05.11.2012
Zitat von sponner_hoch2Ach nein? Lassen wir Frau Weisband doch einfach mal selbst sprechen: "Das wären Kleinigkeiten, die mich halt wie eine selbstverliebte, arrogante Schlampe aussehen lassen, aber davon habe nur ich den Schaden." Und: "ich habe keine Lust, nach jedem Interview bis zu seinem Erscheinen nicht schlafen und Angstzustände zu haben, was drin steht."
Und was könnte oder würde eine Lüge ihr hier bringen?
sponner_hoch2 05.11.2012
Zitat von erlachmaDa Sie es offenbar nicht so mit der Logik haben...: Die Veröffentlichung der Zitate wurde explizit verboten, nur die abgewandelten Zitate hatten und haben die Autorisierung veröffentlicht zu werden. Würde die Autorin die ursprünglichen Zitate veröffentlichen ohne das Einverständnis von Weisbrand, hätte das zwei Dinge zur Folge: - einen Shitstorm gegen Weisbrand wegen der tatsächlich gesagten Dinge (vor der Korrektur) - die Autorin würde Glabwürdigkeit im Quellenschutz verlieren
Einen Gesprächspartner *über* den berichtet wird würde ich jetzt nicht als Quelle bezeichnen. Dazu würde auch gehören, der "Quelle" vorher den Quellenschutz zuzusichern.
Andr.e 05.11.2012
Zitat von owain123Aber das Niveau von DER SPIEGEL und sein Online Ableger ist in den letzten Jahren ja ständig schlechter geworden, deshalb muss ja auch ständig an die Spiegel-Affäre erinnert werden. um davon abzulenken.
Nun, wie Ihnen nicht entgangen sein dürfte, haben auch wir Deutschen eine Affinität zu Jahreszahlen. Ich empfehle jetzt die ersten Zeilen in nachfolgendem Beitrag und Sie können sich die Häufung u. U. selbst erklären. Spiegel-Affäre | wissen.de (http://www.wissen.de/thema/spiegel-affaere)
sponner_hoch2 05.11.2012
Zitat von erlachma---Zitat--- Warum soll das nicht erlaubt sein? Auch wenn Autorisierungen in Deutschland leider Usus sind, sind sie Gott sei Dank nicht notwendig. Ganz im Gegenteil, eine E-Mail zu veröffentlichen die *für* einen war kann ohne Erlaubnis des Verfassers unter Umständen strafbar sein. Dagegen eine E-Mail zu veröffentlichen, die man selbst verfasst hat, ist Bedenkenlos möglich.
Falsch. Denn da stehen ja die untersagten Zitate drin. ---Zitatende--- Sie liegen falsch, denn man kann Zitate eben nicht untersagen (und noch weniger muß eine Veröffentlichung vorher autorisiert werden).
soulless72 05.11.2012
So ist das halt mit dem "Qualitätsjournalismus". Da muss man unbedingt einen Artikel schreiben und für Klickzahlen sorgen und dann nervt man halt irgendeine Expolitikerin so lange bis man genug Material hat das man mit etwas Umschreiberei und Rumgedeute guten Gewissens als Aussage verkaufen kann. Meiner Meinung nach nichts Überraschendes und keinen Vorwurf oder gar Empörung Wert nur Fr. Weisband sollte man dringend Empfehlen sich nicht auf die Niederungen der Politik einzulassen. Man wird dort hart, unempfindlich und machtgeil oder man geht unter. Und wenn man es nicht schafft eine ständig anrufende Journalistin die unbedingt Gesprächsstoff sucht abzuwehren sind das keine guten Vorraussetzungen.
Andr.e 05.11.2012
Zitat von owain123Ansonsten ein echt übles Verhalten von dieser "Journalistin". Kaum wird ihr widersprochen, erscheint ein beleidigter, eingeschnappter Beitrag. Man Spiegel bist du tief gesunken. Aber so ist es halt bei verschmäter Liebe.
Ihr Eintrag ist mitnichten tendeniös;-) Ich versuchs mal so: Wenn jemand, der öffentlich wahrgenommen wird, etwas über sie behauptet, so darf gegengedarstellt werden. Ob und wem Sie dann glauben, ist natürlich Ihre Sache.
Andr.e 05.11.2012
Zitat von secret77ich habe immer mehr den eindruck, dass SPON - ausser nicht enden wollenden piraten bashing - kein grosses interesse an einer besserung der politik landschaft hat, im gegensatz zu eben jenen piraten.
Sie verzeihen mein Lachen?
jonas73 05.11.2012
...Das ist zwar schade, aber in gewisser Weise nachvollziehbar... Finde ich nicht: Freue mich auch an diesem Beispiel zu sehen, dass Piraten nicht total dämlich sind. :-)
stscon 05.11.2012
Mein Professor sagte einmal, dass Versicherungsvertreter als Berufsgruppe sehr unbeliebt sind, aber gerade noch vor Journalisten stehen. Liest man den Blogeintrag von Frau Weissband und Ihren hier, so mag ich doch eher Frau Weissband glauben. Journalisten machen sich die Welt immer so, wie es ihnen gefällt. Jedes geschriebene Wort ist immer subjektiv. Journalisten versuchen aber den Eindruck zu erwecken sie würden über die Wahrheit berichten. Meist sind sie jedoch tendenziös. Wer schonmal bei einem Ereignis dabei war oder sich in einer Sache gut auskennt, weiß: Das was in der Zeitung steht ist bestenfalls nur ein subjektiver Ausschnitt der Wirklichkeit. Schlimmstenfalls die reine Lüge. Bei der Bild-Zeitung ist dieses Phänomen natürlich am einfachsten zu beobachten. Aussagen werden gevierteilt, ein Stück wiedergegeben und die anderen Teile mit keinem Wort erwähnt. So kann man natürlich jede Aussage in ihr Gegenteil verkehren. Mit anderen Worten: Wenn hier jemand lügt, dann sind es (wahrscheinlich) Sie Frau Theile.
silverhair 05.11.2012
Zitat von socrateasedJournalistische Arbeit ist schwierig, aber sie wird um so schwieriger, je komplexer ein mögliches Gegenüber zu Denken in der Lage ist. Die meisten Mißverständnisse entstehen dadurch, daß zwei Gesprächspartner zu einem bestimmten Zeitpunkt ein wenig vor sich hin träumen, und damit nicht ganz bei der Sache sind. Und manchmal kollidieren einfach Erinnerungen mit der Hektik des Alltags, weswegen Interview-Aufnahmen grundsätzlich vereinbart werden sollten, selbst wenn es sich um Textinterviews handelt.
Das menschliche Gedächnis ist so das unzuverlässigste was wir kennen - es ist nunmal kein Cassettenrecorder, kein Videoband was ohne "Interpretation" etwas aufnimmt und speichert, sondern was im "Kopf ankommt" ist schon reinste Interpretation - und hat mit einer objektiven Widergabe nichts , aber auch absolut nichts zu tun! Davon können nicht nur die Wissenschaftler, sondern auch die Juristen ein lautes Klagelied singen, und es ist nachweisbar, das die mehrheit allen dessen wessen wir glauben uns so sicher zu erinnern einfach schon eine sehr verfremdete Welt ist! Ohne einen "Beweis" durch Sprachaufnahmen oder Viedeos wird in fast allen Rechtstaaten deshalb "Aussagen" und die "Art der Aussagen" längst nicht mehr akzeptiert , und Deutschland ist wohl das einzige Land der Welt was noch "Gedächnisprotokolle" vor Gericht akzeptiert! Und was für Gerichte gilt, das sollte den Journalisten als oberste Mahnung dienen , kein "Wortzitate" kein "Zitieren" ohne den Sprach oder Videobeweis , alles andere ist schlichtweg Stimmungsmache, und beruht selbst bei "ehrlicher Arbeit" auf reinster "Erdachten Zitaten" .. nicht auf dem was in der Realität gesagt wurde! Und das ist doch einfach , ohne Aufnahme einfache keine "Zitate" anbringen - den im Gegensatz zu schriftlichen Äusserungen stehen sprachliche Äusserungen seltenst in einem geplanten Zusammenhang , sie sind Fetzen von Wünschen und Vorstellungen , die oft sehr chaotisch nur dargestellt sind! Und die Praxis , öffentlich für jeden Lesbare Angriffe auf jemand zu fahren , sich dabei aber auf Artikel zu berufen die nur wieder gegen Geldschinderei zu lesen sind diskrediert hier diese Journalistin schlichtweg - Den da ist der Verdacht nicht von der Hand zu weisen das hier einfach wieder Geldmacherei im vordergrund steht - und eben keine "objektive Prüfung" durch die Leser erwünscht ist! Objektiv muss man da sagen , das Frau Weisbrand hier wohl recht hat , und das die Journalistin des Spiegels hier mit ihren "Erinnerten Zitaten" wohl sich gerade an das erinnern will was ihr in den Kram paßt - und sich dann etwas als Beweis anführt, was noch nicht mal öffentlich für JEDERMANN Lesbar ist - deutet hier keinesfalls auf saubere Journalistische Arbeit hin!
Schlechtes Timing ?
Zitat von sponner_hoch2Schlechtes Timing und Termindruck (Redaktionsschluß).
Schlechtes Timing , Termindruck? Dabei dachte ich das gäbe es nur bei Seibert, dem ZDF, den Landesrundfunkanstalten und edem Heute Journal oder der Wo.-.. Tagesgesaktuellenkameraschau wenn die Werbekunden der Pharma- und Bankenlobby oder ein Landesvatervertreter und Rundfunkbeiratsvorsitzender als Strohmann anruft ... Dann legt mal los mit eurer ´´Wir habenvonnixgewußtTransparenz´´ und ´´FührerbefielwirfolgenDir´´ Intelligenz.
KurtFolkert 05.11.2012
Es ist gängige Praxis die Interviewten nicht ganz fair zu behandeln. Gesetzlich ist es verpflichtend für den Journalisten gesprochene Interviews noch mal zur Korrektur vorzulegen. Es ist aber genauso fahrlässig vom Interviewten nur ein telefonisches Einverständnis zu erteilen. Alberner unprofessioneller Kindergarten sowas - auf beiden Seiten!
zum glück habe ich meine erste Erfahrung mit der Presse in der 7ten Klasse gemacht. Mein Zitat wurde reißerisch als Überschrift über dem Artikel verwendet. Das Prägt fürs leben, und man lernt wie Journalisten Zitate für ihre eigene Aussage missbrauchen können. Ich kann es nur jedem empfehlen, möglichst früh seine eigene Erfahrungen mit der Presse zu sammeln. Nachdem ich den Blogeintrag von Marina gelesen habe, bin ich mir ziemlich sicher das sie da recht hat.
systemfeind 05.11.2012
Leugnet der Spiegel ??
Zitat von sysop 
SIE leugnen den Wahrheitsgehalt der o.g. Aussage ? aha . "kulturzeit" : Rechtsextremisten immer erfolgreicher + immer besser vernetzt . Hr Kuban geht in Rente .
FlameDance 05.11.2012
Einmal bin ich interviewt worden. Intensiv. Der Wortlaut war richtig wiedergegeben, die Zusammenhänge aber verdreht, so daß meine Aussage falsch rüberkam. Seitdem traue ich keinem Journalisten mehr.
obsurfer 05.11.2012
"Von wegen," dass dieser Artikel hier Frau Theile in ihrem beruflichen Fortkommen nicht mal ziemlich nützlich sein wird...
furrkenbrecht 05.11.2012
Ob autorisiert oder nicht. Das der Spiegel den Sinn entstellt ist ja eigentlich nichts neues. Schlimmer ist eigentlich nur noch das Hamburger Abendblatt und Bild. Viele Printmedien sind in den letzten Jahren zu wertlosem Entertainment verkommen. Ich denke als Politiker, insbesondere die der Piratenpartei es sich auch leisten können komplett auf Interviews mit Zeitungen zu verzichten. Jeder Pirat kann seine Positionen und Sichtweisen ins Internet stellen. Den Zeitungen steht es frei diese Links zu verbreiten oder darauf zu reagieren. Die herkömmliche Vorgehensweise (Journalist interviewt Politiker und schreib anschließend entweder 1:1 was der Politiker will oder was der Zeitung die größte Auflage bringt, wird hoffentlich irgendwann aussterben. Wer auch nur halbwegs den Kopf einschaltet, weiß das Marina Weissband sich das eher nicht antut, zumal sie studiert, nicht so gesund ist wie es für einen Spitzenpolitiker gut wäre und die Piratenpartei ihre Probleme auch ohne Frau Weisband lösen können muss. Wenn die Piratenpartei bei der nächsten Wahl nur 4% bekäme wäre dies vermutlich viel besser als wenn sie 15% bekommt. Tot ist sie deswegen noch lange nicht weil die Themen Demokratiedefizit und Transparenz bestehen bleiben.
zephyros 05.11.2012
ist doch klar Leute: Frau Weisband wollte einen Testballon loslassen und als sie gemerkt hat, welche Reaktionen er produziert, hat sie schnell einen Rückzieher gemacht. Die einfachste, aber zugleich dümmste Lösung: es dem Journalisten in die Schuhe schieben. Das war sehr unprofessionell und und Frau Weisband hat sich hier verhalten wie ein unreifes Kind. So geht man weder mit der Presse, noch mit potentiellen Wählern um. Als Politiker den Journalisten der Lüge zu bezichtigen ist kein Stil. Es gibt andere Wege einen Sachverhalt richtig zu stellen: z.B. ganz klar zu sagen, was jetzt "Sache" ist, ob man antritt oder nicht. Sie sollte sich also schleunigst entschuldigen, will sie tatsächlich mittelfristig wieder im Politbetrieb mitspielen. Punkt.
egbert_sass 05.11.2012
Aus der Praxis geplaudert
Zitat von silverhairDas menschliche Gedächnis ist so das unzuverlässigste was wir kennen - es ist nunmal kein Cassettenrecorder, kein Videoband was ohne "Interpretation" etwas aufnimmt und speichert, sondern was im "Kopf ankommt" ist schon reinste Interpretation - und hat mit einer objektiven Widergabe nichts , aber auch absolut nichts zu tun! Davon können nicht nur die Wissenschaftler, sondern auch die Juristen ein lautes Klagelied singen, und es ist nachweisbar, das die mehrheit allen dessen wessen wir glauben uns so sicher zu erinnern einfach schon eine sehr verfremdete Welt ist! Ohne einen "Beweis" durch Sprachaufnahmen oder Viedeos wird in fast allen Rechtstaaten deshalb "Aussagen" und die "Art der Aussagen" längst nicht mehr akzeptiert , und Deutschland ist wohl das einzige Land der Welt was noch "Gedächnisprotokolle" vor Gericht akzeptiert! Und was für Gerichte gilt, das sollte den Journalisten als oberste Mahnung dienen , kein "Wortzitate" kein "Zitieren" ohne den Sprach oder Videobeweis , alles andere ist schlichtweg Stimmungsmache, und beruht selbst bei "ehrlicher Arbeit" auf reinster "Erdachten Zitaten" .. nicht auf dem was in der Realität gesagt wurde! Und das ist doch einfach , ohne Aufnahme einfache keine "Zitate" anbringen - den im Gegensatz zu schriftlichen Äusserungen stehen sprachliche Äusserungen seltenst in einem geplanten Zusammenhang , sie sind Fetzen von Wünschen und Vorstellungen , die oft sehr chaotisch nur dargestellt sind! Und die Praxis , öffentlich für jeden Lesbare Angriffe auf jemand zu fahren , sich dabei aber auf Artikel zu berufen die nur wieder gegen Geldschinderei zu lesen sind diskrediert hier diese Journalistin schlichtweg - Den da ist der Verdacht nicht von der Hand zu weisen das hier einfach wieder Geldmacherei im vordergrund steht - und eben keine "objektive Prüfung" durch die Leser erwünscht ist! Objektiv muss man da sagen , das Frau Weisbrand hier wohl recht hat , und das die Journalistin des Spiegels hier mit ihren "Erinnerten Zitaten" wohl sich gerade an das erinnern will was ihr in den Kram paßt - und sich dann etwas als Beweis anführt, was noch nicht mal öffentlich für JEDERMANN Lesbar ist - deutet hier keinesfalls auf saubere Journalistische Arbeit hin!
Selbst bei "netten" Themen lasse ich meist ein Aufnahmegerät laufen (früher Band, heute MP3). Es dient jedoch vorwiegend als zusätzliche Gedächtnisstütze, denn mitgeschrieben wird trotzdem. Manchmal spricht der Gegenüber einfach zu schnell. Bei vertraulichen, nicht zur Veröffentlichung bestimmten Hintergrundinfos schalte ich selbstverständlich ab. Diese Herangehensweise funktionierte bislang immer, und im äußersten Notfall hätte man den Mitschnitt zur Hand. Wobei derartige Aufnahmen vor Gericht sowieso kaum akzeptiert werden. Um es mit einem alten Slogan der Deutschen Bank zu sagen: "Vertrauen ist der Anfang von allem." Doch Vertrauen muss man sich erarbeiten.
rroggenbrot 05.11.2012
In Frau Weisbands Blogeintrag wird schon sehr deutlich, wie Sie ihr die Worte im Mund herumgedreht haben. Das entkräften Sie hier in keiner Weise. Und wie gönnerhaft Sie sich hier geben mutet schon hinterhältig an - Ihr Artikel lies Frau Weisband zweifellos in einem negativen Licht erscheinen.
Merlind Theile – Kaffeesatz und Sätze im Café
Netter blog zum Thema. Lesen und sich mal ein paar Gedanken machen. Merlind Theile – Kaffeesatz und Sätze im Café » Rechtsanwalt Markus Kompa (http://www.kanzleikompa.de/2012/11/04/merlind-theile-kaffeesatz-und-satze-im-cafe/)
dannyinabox 05.11.2012
Jedoch muss man auch sehen das der Spiegel praktisch in jedem Beitrag versucht hat die Piratenpartei schlecht zu reden. Ich kann mich jedenfalls kaum erinnern das der Spiegel je über positives geschrieben hat wie sie es bei anderen tut. Als die PPartei aufkam und viele Wählerstimmen holte wurde alles schlecht geredet. Jetzt wir direkt auf den Mann bzw. Frau gespielt. Das finde ich irgendwie Schwach.
silverhair 05.11.2012
Zitat von Andr.eWaren Sie schon im Blog von Frau Weisband und haben dort diese Frage gestellt - natürlich so: "Das, liebe Frau Weisband, ist etwas dürftig. Warum sollen wir Ihnen glauben und nicht Frau Theile? Sind Sie per se glaubwürdiger? Bitte um kurze Antwort."
"Glaubwürdig" kommt vom Glauben - und frau Theile "glaubt" nur das sie sich an etwas erinnert - "glaubt" das sie irgendwas wortwörtlich gehört hat - aber einen Beweis dafür hat sie noch nicht mal für sich selber! Frau Weissbrand muss aber nicht "glauben" - sie vertritt einfach ihre eigene Überzeugung - sie muss noch nicht mal "Wortwörtlich" sich an etwas erinnern - sondern muss einfach schauen was sie im Kontext ihres Lebens und Wünsche sagen wollte! Das Menschliche Gedächnis ist das unzuverlässigste was wir kennen - es speichert keine "objektiven Gespräche" - sondern einen schon sehr interpretierte und verfälschte Interpretation dessen was war! Aus diesem Grunde sollte man schlichtweg keine "wörtlichen Zitate" anführen , wenn man sie nicht jederzeit durch Sprach oder Videoaufnahmen wiederholt belegen kann! Fragen sie mal Leute die mit "Gerichten" und Zeugen sich beschäftigen - eine "richtige Objektive Zeugenaussage" gibt es nicht , weder über Handlungen noch über gesprochenes - alles dort ist immer eine "interpretierte - sehr persönliche - Errinnerung" - die seltenst etwas mit dem objektiv passierten zu tun hat! Frau Thiele kann schlichtweg ohne "Sprachaufzeichnung" keine "wörtliche Errinnerung notieren und als Zitate ausgeben - das ist einfach in der Biologie des Menschen nicht eingebaut"! Das ist keine Frage des "Glaubens" - sondern schlicht der Unmöglichkeit des menschlichen Gehirns und seiner Arbeitsweise!
frank_rademacher 05.11.2012
Geld, Kohle, Geld, Kohle, Geld, Kohle, Geld, Kohle, Geld, Kohle Wie Kollegin Julia Schram hat auch Marina Weisband Geld von Luigi genommen und ist viel zu spät zurück getreten. Wenn Marina Weisband meint, dass es für die Piraten das Beste wäre, wenn sie wieder antreten würde, dann meint Weisband in Wirklichkeit, dass es eigentlich für sie am besten wäre anzutreten und ein Bundestagspöstchen zu erhaschen. 12.000 je Monat ist auch das Beste was so geht, oder Frau Weisband? Mit Geld von Luigi, hat Frau Weisband sich für ein politisches Mandant der Piraten für lange Zeit disqualifiziert. Geld vom politischen Gegner annehmen und für ein Mandat kandidieren, ist derzeit hoch im Rennen bei der SPD. Sie sollte zur SPD wechseln.
bendan-ff8800 05.11.2012
Es stimmt, dass innerhalb der Piratenpartei die Rufe nach einer Rückkehr Fr. Weisbands nicht zu überhören sind. Das ist über sämtliche öffentliche Foren wie z.Bsp. mailinglisten der Piraten, facebook und twitter belegbar. Doch nicht nur, dass um Fr. Weisband ein regelrechter 'Götzenkult' innerhalb der Partei zelebriert wird, sie ist auch selbst hyperaktiv und schier omnipräsent dabei, diesen zu nähren. Kein anderes Mitglied der Piratenpartei versteht es, sich strategisch derart geschickt in die Öffentlichkeit zu spielen. Niemand anders ist dabei in derart vielen Gruppen, Grüppchen und Foren präsent und achtet dabei penibel darauf, dass dies auch kommuniziert wird. Und falls es einmal nirgens etwas gibt, um sich 'nach vorn' zu spielen, ist sie auch nicht um das Versenden persönlichster-bis-einfältigster (Werbe-)Informationen über privat genutzte Medien verlegen. Jedem, der sich hierfür interessieren sollte, lege ich einem einen Blick auf ihre Twitter-Nachrichten ans Herz. Vor diesem Hintergrund erscheint mir die Schilderung Merlind Theiles überaus plausibel. Ebenfalls einleuchtend ist die Vorstellung, dass Marina Weisband, nachdem sie anfänglich die Offerte des Spiegel als Erfolg ihres persönlichen 'Köpfe statt Themen'-Programms empfunden haben mag, aufgrund einiger Kritik in der Partei etwas zurückruderte. Und was liegt da näher, als das gute alte Feinbild der 'böse Presse' zu bemühen? Da sich Marina Weisband nach ihrem Rücktritt aus der offiziellen Parteispitze keinesfalls, wie vorgegeben, ins Private zurückzog, sondern weiterhin akribisch an ihrer innerparteilichen Vernetzung arbeitete, sowie nebenher noch schnell ein Buch schrieb, dass sie ebenfalls öffentlichkeitswirksam vorstellte, steht ohnehin der Verdacht im Raum, dass ihr Ziel von Anfang an ein Bundesttagsmandat war. Demnächst ist Marina Weisband, äußerst prominent neben Sahra Wagenknecht platziert, auf einer Podiusdiskussion in Berlin anzutreffen. Vorbereitung auf ihren Bundestagswahlkampf? Ein Schelm, wer sowas dabei denkt! http://berlin.piratenpartei.de/wp-content/uploads/2012/10/banner-arbeit-leben.jpg
Nuklid 05.11.2012
Cool, ein Werbeblock. Der Spiegel macht Werbung für die Piraten und Frau Weisband. Frau Weisband macht über ihren Blogeintrag Werbung für sich und den Spiegel. Diskussion und Eklat als Stilmittel ist ja dafür besser. Der Spiegel ergänzt die Werbung um die neue Werbung hier. Frau Weisband regt sich ja nicht auf, weil es vielleicht doch Gründe für eine Kandidatur geben könnte? Warum dann eigentlich, so wichtig ist sie nun auch nicht. So wird nun aus einer kleinen Mücke ein Elephant. Warum sich die Piraten eigentlich immer über den Spiegel so arg beschweren passt wohl auch da hinein. Keiner schreibt schließlich so viel über die Piraten, dann immer schön aufregen, dass zieht angeblich immer mehr Leute an als einfach sachliche Logik :) Cooler Werbeblock. Was ist eigentlich das Wort dafür? WBlog? Werblock? Ein Blog ist beides nicht, naja vielleicht mittlerweile schon. Immer diese komische Strategen. Wo bleiben die Inhalte?
Roßtäuscher 05.11.2012
Sollen wir uns mit Marina Weisband an die Julia Timoschenko erinnern? Die selbst keine Demokratin ist und war, aber den Desporten und Autokraten Janukowytsch als ihren Märtyrer ansieht? Sie ist doch selbst eine Zuchtmeisterin. Kehrt nicht woanders, sorgt erst einmal im eigenen Land für Ordnung, bevor ihr woanders für unnötige Unruhe sorgt. Das sollte sich die Weisband hinter die Ohren schreiben. Man kann nicht einfach sagen, ich habe die jüdische Religion und setze mich über alles hinweg, oder ist sie ein Schicksal wie der Papst in seinen eigenen Widersprüchen?
kuhmann 05.11.2012
Zitat von zephyrosist doch klar Leute: Frau Weisband wollte einen Testballon loslassen und als sie gemerkt hat, welche Reaktionen er produziert, hat sie schnell einen Rückzieher gemacht. Die einfachste, aber zugleich dümmste Lösung: es dem Journalisten in die Schuhe schieben. Das war sehr unprofessionell und und Frau Weisband hat sich hier verhalten wie ein unreifes Kind. So geht man weder mit der Presse, noch mit potentiellen Wählern um. Als Politiker den Journalisten der Lüge zu bezichtigen ist kein Stil. Es gibt andere Wege einen Sachverhalt richtig zu stellen: z.B. ganz klar zu sagen, was jetzt "Sache" ist, ob man antritt oder nicht. Sie sollte sich also schleunigst entschuldigen, will sie tatsächlich mittelfristig wieder im Politbetrieb mitspielen. Punkt.
Blödsinn. Sie hat sich ohne Not zurückgezogen, weil ihr andere Dinge wichtiger sind als der Politbetrieb! Testballon wofür? Sie hätte sich einfach zurückmelden können und die allermeisten hätten sich darüber gefreut. Umgekehrt:Man musste ihr wohl solche Aussagen in den Mund legen, um mal einen Artikel über die Piraten schreiben zu können, der auch interessiert.
HuFu 05.11.2012
Ach @SPON. Erst die permanente, dummdreiste Apfelwerbung. Nun lfd. gegen die Piraten posten und dissen. Ich frage mich schon lange, WEM ihr gefallen wollt? So langsam geht ihr mir auf den Sack mit Eurer Anbiederei auf der einen Seite und dem "wir decken auf"-Getue auf der anderen Seite. Seit Jahren kommt nur noch "blafasel" von Euch. Kaum substantielles mehr. Ich werde die Piraten wählen. Da könnt ihr mir noch 1000 Apfelkisten nachwerfen!
gbk666 05.11.2012
Zitat von sysop 
Bei aller Liebe, aber bei der Form in der SPON in letzter Zeit die Piratenpartei beschreibt sowie einem Rückgang der Neutralität auch bei anderen Artikeln möchte ich der Frau Weisband eher glauben. Zudem wie schon andere Kommentatoren forderten "Dann ist es ja sicher ein leichtes, die Frau Weisband zugesandten Zitate mitsamt Autorisierung hier zu veröffentlichen. "
niska 05.11.2012
Zitat von bendan-ff8800Es stimmt, dass innerhalb der Piratenpartei die Rufe nach einer Rückkehr Fr. Weisbands nicht zu überhören sind. Das ist über sämtliche öffentliche Foren wie z.Bsp. mailinglisten der Piraten, facebook und twitter belegbar. Doch nicht nur, dass um Fr. Weisband ein regelrechter 'Götzenkult' innerhalb der Partei zelebriert wird, sie ist auch selbst hyperaktiv und schier omnipräsent dabei, diesen zu nähren. Kein anderes Mitglied der Piratenpartei versteht es, sich strategisch derart geschickt in die Öffentlichkeit zu spielen. Niemand anders ist dabei in derart vielen Gruppen, Grüppchen und Foren präsent und achtet dabei penibel darauf, dass dies auch kommuniziert wird. Und falls es einmal nirgens etwas gibt, um sich 'nach vorn' zu spielen, ist sie auch nicht um das Versenden persönlichster-bis-einfältigster (Werbe-)Informationen über privat genutzte Medien verlegen. Jedem, der sich hierfür interessieren sollte, lege ich einem einen Blick auf ihre Twitter-Nachrichten ans Herz. Vor diesem Hintergrund erscheint mir die Schilderung Merlind Theiles überaus plausibel. Ebenfalls einleuchtend ist die Vorstellung, dass Marina Weisband, nachdem sie anfänglich die Offerte des Spiegel als Erfolg ihres persönlichen 'Köpfe statt Themen'-Programms empfunden haben mag, aufgrund einiger Kritik in der Partei etwas zurückruderte. Und was liegt da näher, als das gute alte Feinbild der 'böse Presse' zu bemühen? Da sich Marina Weisband nach ihrem Rücktritt aus der offiziellen Parteispitze keinesfalls, wie vorgegeben, ins Private zurückzog, sondern weiterhin akribisch an ihrer innerparteilichen Vernetzung arbeitete, sowie nebenher noch schnell ein Buch schrieb, dass sie ebenfalls öffentlichkeitswirksam vorstellte, steht ohnehin der Verdacht im Raum, dass ihr Ziel von Anfang an ein Bundesttagsmandat war. Demnächst ist Marina Weisband, äußerst prominent neben Sahra Wagenknecht platziert, auf einer Podiusdiskussion in Berlin anzutreffen. Vorbereitung auf ihren Bundestagswahlkampf? Ein Schelm, wer sowas dabei denkt! http://berlin.piratenpartei.de/wp-content/uploads/2012/10/banner-arbeit-leben.jpg
Sie wollte sich nicht ins Private zurückziehen. Sie wollte wieder Basispiratin sein. Das gehört Vernetzen und Diskussion dazu. Können Sie gerne nachlesen. Ihr Legendenbildungsversuch ist damit argumentativ implodiert.
sensei 05.11.2012
Fr. Weißband hat jetzt einen Reporter auf der schwarzen Liste. Für einen halbinteressanten Artikel eine Quelle verbrannt. Passiert.
gbk666 05.11.2012
Zitat von deus-Lo-vultVielleicht haben Sie ja nicht richtig gelesen, aber Frau Weisband hat die Zitate telefonisch autorisiert!
Da waren sie also dabei?
niska 05.11.2012
Zitat von RoßtäuscherSollen wir uns mit Marina Weisband an die Julia Timoschenko erinnern? Die selbst keine Demokratin ist und war, aber den Desporten und Autokraten Janukowytsch als ihren Märtyrer ansieht? Sie ist doch selbst eine Zuchtmeisterin. Kehrt nicht woanders, sorgt erst einmal im eigenen Land für Ordnung, bevor ihr woanders für unnötige Unruhe sorgt. Das sollte sich die Weisband hinter die Ohren schreiben. Man kann nicht einfach sagen, ich habe die jüdische Religion und setze mich über alles hinweg, oder ist sie ein Schicksal wie der Papst in seinen eigenen Widersprüchen?
Jetzt schlagen auch noch die Braunen hier auf.
kommentar0815 05.11.2012
Es ist ganz einfach , Aussage gegen Aussage ohne Zeugen und Beweise. Weiterführende Behauptungen dritter sind nicht nur irrelevant und spekulativ sondern auch stark manipulativ.
joint 05.11.2012
Piraten --> unwählbarer Kindergarten. Ich habe mir diesen Blogpost mal angetan. So ein weinerlicher, naiver Text von einer ehemaligen politischen Geschäftsführerin(!) ist ein Armutszeugnis. Ohne jede Selbstreflexion schreibt da ein kleines Mädchen von der ungerechten Welt, die an allem schuld ist. Niveau einer 12-jährigen, die Tagebuch schreibt. Direkte Parallelen zu Julia Schramms literarischen "Künsten". Hier schreiben behütete und verwöhnte Kinder, denen noch nie in ihrem Leben Verantwortung und Arbeit begegnet sind. Und sowas will in den Bundestag -> Facepalm.
diablescat 05.11.2012
Ich weis nicht was zwischen Afelia und der guten Merlind_Theile abgegangen ist. Fakt ist aber folgendes. Es wurde keine Aufzeichnung bei dem Gespräch gemacht. Na Aussage von Frau Theile war es auch eher ein Gespäch weil man sich gut kennt und kein geplannter Artikel. Da liegt der Hase im Pfeffer, Ich kenn Frau Theile nicht aber einen Wortlaut ohne Aufzeichnung also nur Stichpunkte mit notiert mit "Zitaten" wieder zugeben ist schlicht weg schlechter Jornalismus. Ich glaube kaum das sich Frau Theile 100% an den genaue n Wortlaut erinnerte und auch das was Frau Theile dachte zu verstehen wenn Frau Weisband etwas sagte ist auch noch eine andere Sache. Lassen sie doch Zitate, Wortlaute weg dann passiert so etwas nicht. Das die Piraten ständig alles mit filmen und Aufzeichnungen machen ist eben auch Transparenz. Nur so kann man so etwas aus der Welt schaffen. Das die Print und Onlinemedien gerne mal etwas verschönen zu der einen oder auch anderen Seite ist ja wohl allen bekannt.
mje1964 05.11.2012
Frau Weisband
Es spielt keine Rolle ob es so alles war, dieser Artikel war nur die Meinung einer Person,egal welcher Name es war/ist und ob Sachlicher und Fairer Journalismus.In beiden fällen war und ist dies keine Öffentliche Stellungnahme der Piraten Partei. MFG Michael James
kiltbear 05.11.2012
Yep. Passt. Das neuste aus dem politischen Waldorf-Kindergarten. Nimmt diese Chaotentruppe überhaupt noch jemand ernst? Wollen alles im Netz für umme, aber ja nicht IHRE eigenen Werke. Wollen totale Transparenz, aber NUR für die anderen. Schnorren Spenden, weil zu faul zum Arbeiten. Klasse. Echt klasse. Wasser predigen und Wein saufen. Wenigstens DAS politische Grundprinzip haben die Piraten schon verinnerlicht. Respekt.
grafkoks2002 05.11.2012
Interessant, wie viele Foristen hier einer Journalistin ihren Beruf erklären wollen. Der Grund, warum ich der Kollegin glaube, ist ein einfacher: Es ist diese deutsche Unsitte, Zitate vorzulegen. Ich bin selbst Journalist und ich hasse diesen Mist. Leider verdiene ich mit dieser Arbeit nicht nur mein Geld, sondern muss von diesem Geld auch leben und daher halte auch ich mich an Regeln, die ich persönlich eigentlich verabscheue (wer jetzt mit Scheiße auf mich wirft, bedenke bitte, welche Kröten er / sie in seinem / ihren Job oft schlucken muss - und ja, ich habe schon Job abgelehnt, die mir zu sehr PR und zu wenig Journalismus waren). Sehr schön finde ich folgendes Zitat, das mir hier aus dem Blog der Politikerin untergekommen ist: "Ich habe daraufhin gebeten, die Zitate vorher wenigstens sehen zu können. Auch das konnte ich nach Bitten durchsetzen, allerdings ohne Möglichkeit der Einflussnahme." Woha! "... ohne Möglichkeit der Einflussnahme." Den Halbsatz muss man mal goutieren. Puuh, also, ich weiß nicht, was ich von diesem Denken halten soll...
gbk666 05.11.2012
Zitat von kiltbearYep. Passt. Das neuste aus dem politischen Waldorf-Kindergarten. Nimmt diese Chaotentruppe überhaupt noch jemand ernst? Wollen alles im Netz für umme, aber ja nicht IHRE eigenen Werke. Wollen totale Transparenz, aber NUR für die anderen. Schnorren Spenden, weil zu faul zum Arbeiten. Klasse. Echt klasse. Wasser predigen und Wein saufen. Wenigstens DAS politische Grundprinzip haben die Piraten schon verinnerlicht. Respekt.
Ihr Kommentar hat jetzt genau WAS mit dem Artikel zu tun? Hauptsache mal Poltern wie beim Stammtisch, oder?
sponner_hoch2 05.11.2012
Zitat von KurtFolkertEs ist gängige Praxis die Interviewten nicht ganz fair zu behandeln. Gesetzlich ist es verpflichtend für den Journalisten gesprochene Interviews noch mal zur Korrektur vorzulegen.
Es ist immer wieder unglaublich, in welchem Brustton der Überzeugung hier totaler Quatsch verkündet wird. Nein, es ist nicht gesetzlichen vorgeschrieben Interviews zur Genehmigung oder gar Korrektur (was ja noch schlimmer ist) vorzulegen. Nicht mal der deutsche Pressekodex (als nicht verpflichtendes Regelwerk) verlangt dies. Es ist lediglich Usus in Deutschland (was schon schlimm genug ist)
gbk666 05.11.2012
Zitat von grafkoks2002Interessant, wie viele Foristen hier einer Journalistin ihren Beruf erklären wollen. Der Grund, warum ich der Kollegin glaube, ist ein einfacher: Es ist diese deutsche Unsitte, Zitate vorzulegen. Ich bin selbst Journalist und ich hasse diesen Mist. Leider verdiene ich mit dieser Arbeit nicht nur mein Geld, sondern muss von diesem Geld auch leben und daher halte auch ich mich an Regeln, die ich persönlich eigentlich verabscheue (wer jetzt mit Scheiße auf mich wirft, bedenke bitte, welche Kröten er / sie in seinem / ihren Job oft schlucken muss - und ja, ich habe schon Job abgelehnt, die mir zu sehr PR und zu wenig Journalismus waren). Sehr schön finde ich folgendes Zitat, das mir hier aus dem Blog der Politikerin untergekommen ist: "Ich habe daraufhin gebeten, die Zitate vorher wenigstens sehen zu können. Auch das konnte ich nach Bitten durchsetzen, allerdings ohne Möglichkeit der Einflussnahme." Woha! "... ohne Möglichkeit der Einflussnahme." Den Halbsatz muss man mal goutieren. Puuh, also, ich weiß nicht, was ich von diesem Denken halten soll...
Wenn Ihnen die Regeln nicht gefallen, warum üben sie diesen Beruf dann überhaupt aus?
egbert_sass 05.11.2012
@ Graf Koks
Zitat von grafkoks2002Interessant, wie viele Foristen hier einer Journalistin ihren Beruf erklären wollen. Der Grund, warum ich der Kollegin glaube, ist ein einfacher: Es ist diese deutsche Unsitte, Zitate vorzulegen. Ich bin selbst Journalist und ich hasse diesen Mist. Leider verdiene ich mit dieser Arbeit nicht nur mein Geld, sondern muss von diesem Geld auch leben und daher halte auch ich mich an Regeln, die ich persönlich eigentlich verabscheue (wer jetzt mit Scheiße auf mich wirft, bedenke bitte, welche Kröten er / sie in seinem / ihren Job oft schlucken muss - und ja, ich habe schon Job abgelehnt, die mir zu sehr PR und zu wenig Journalismus waren). Sehr schön finde ich folgendes Zitat, das mir hier aus dem Blog der Politikerin untergekommen ist: "Ich habe daraufhin gebeten, die Zitate vorher wenigstens sehen zu können. Auch das konnte ich nach Bitten durchsetzen, allerdings ohne Möglichkeit der Einflussnahme." Woha! "... ohne Möglichkeit der Einflussnahme." Den Halbsatz muss man mal goutieren. Puuh, also, ich weiß nicht, was ich von diesem Denken halten soll...
Herr Kollege, wenn es ein offizieller Gesprächstermin gewesen sein sollte, wäre Marina Weisbands Reaktion kindisch. Sollten wir beide uns jedoch mal rein privat unterhalten und ich würde anschließend meine Worte in der Zeitung lesen, wäre ich allerdings auch stinksauer. Oder Sie auf mich, falls ich Sie linke. Stimmts?
sponner_hoch2 05.11.2012
Zitat von egbert_sassSelbst bei "netten" Themen lasse ich meist ein Aufnahmegerät laufen (früher Band, heute MP3).
[...] ---Zitat--- Wobei derartige Aufnahmen vor Gericht sowieso kaum akzeptiert werden. ---Zitatende--- Uh, sie fragen den Gesprächspartner nicht, ob Sie mitschneiden dürfen (ich komme darauf, weil es sonst ja für's Gericht keinen Grund gäbe, die Aufnahme nicht zu aktzeptieren)? Falls dem so ist: Sie sind sich schon im klaren darüber, dass sie sich strafbar machen?
kuhmann 05.11.2012
Zitat von grafkoks2002Es ist diese deutsche Unsitte, Zitate vorzulegen. Ich bin selbst Journalist und ich hasse diesen Mist. Leider verdiene ich mit dieser Arbeit nicht nur mein Geld, sondern muss von diesem Geld auch leben und daher halte auch ich mich an Regeln, die ich persönlich eigentlich verabscheue (...) Sehr schön finde ich folgendes Zitat, das mir hier aus dem Blog der Politikerin untergekommen ist: "Ich habe daraufhin gebeten, die Zitate vorher wenigstens sehen zu können. Auch das konnte ich nach Bitten durchsetzen, allerdings ohne Möglichkeit der Einflussnahme." Woha!
in der Tat Woha! Warum musste sie um etwas bitten, was nach Ihren vorherigen Sätzen Unsitte und Regel, somit selbstverständlich ist? 'untergekommen'? Ja, man mekr an, dass sie Journalist sind und die manipulative Sprache entsprechend beherrschen. ich sags mal so: I'm not convinced.
sponner_hoch2 05.11.2012
Zitat von grafkoks2002Sehr schön finde ich folgendes Zitat, das mir hier aus dem Blog der Politikerin untergekommen ist: "Ich habe daraufhin gebeten, die Zitate vorher wenigstens sehen zu können. Auch das konnte ich nach Bitten durchsetzen, allerdings ohne Möglichkeit der Einflussnahme." Woha! "... ohne Möglichkeit der Einflussnahme." Den Halbsatz muss man mal goutieren. Puuh, also, ich weiß nicht, was ich von diesem Denken halten soll...
Das ist halt Transparenz [/Sarkasmus]
holomorph 05.11.2012
Ich frag mich wie das gehen soll "wörtliche Zitate" zu bringen wenn man das Gespräch gar nicht aufzeichnet und nur Notizen macht. Es kann sich doch wohl keiner den ganzen wortlaut des Interviews im Gedächtnis behalten. Folglich kann es sich auch nicht um "wörtliche Zitate" handeln sondern bestenfalls um freie Ausschmückungen von Notizen und Erinnerungen.
sponner_hoch2 05.11.2012
Zitat von egbert_sassHerr Kollege, wenn es ein offizieller Gesprächstermin gewesen sein sollte, wäre Marina Weisbands Reaktion kindisch. Sollten wir beide uns jedoch mal rein privat unterhalten und ich würde anschließend meine Worte in der Zeitung lesen, wäre ich allerdings auch stinksauer. Oder Sie auf mich, falls ich Sie linke. Stimmts?
Es war ein "offizieller" Gesprächstermin.
egbert_sass 05.11.2012
Pro und contra Mitschnitte
Zitat von sponner_hoch2[...] Uh, sie fragen den Gesprächspartner nicht, ob Sie mitschneiden dürfen (ich komme darauf, weil es sonst ja für's Gericht keinen Grund gäbe, die Aufnahme nicht zu aktzeptieren)? Falls dem so ist: Sie sind sich schon im klaren darüber, dass sie sich strafbar machen?
Mitschnitt als Gedankenstütze wird meinerseits natürlich stets angekündigt, das Gerät liegt zudem sichtbar auf dem Tisch. Gerichtlich ist eine Aufzeichnung meist deshalb kein Beweis, weil sie recht einfach manipuliert werden könnte.
sponner_hoch2 05.11.2012
Zitat von holomorphIch frag mich wie das gehen soll "wörtliche Zitate" zu bringen wenn man das Gespräch gar nicht aufzeichnet und nur Notizen macht.
Inwiefern soll es nicht möglich sein, sich während eines Gesprächs ein Zitat zu notieren? ---Zitat--- Es kann sich doch wohl keiner den ganzen wortlaut des Interviews im Gedächtnis behalten. ---Zitatende--- Genau dafür macht man sich dann ja Notizen. U. a. auch von als merkenswert erachteten wörtlichen Zitaten. ---Zitat--- Folglich kann es sich auch nicht um "wörtliche Zitate" handeln sondern bestenfalls um freie Ausschmückungen von Notizen und Erinnerungen. ---Zitatende--- Sie machen sich lächerlich. WIe schon geschrieben, Notizen während eines Gespärchs können auch wörtliche Zitate mit einschließen.
moe.dahool 05.11.2012
Gewehre in Anschlag, liebe piraten
Zitat von markuskompaIn Marinas Posting steht: "Ich habe daraufhin gebeten, die Zitate vorher wenigstens sehen zu können. Auch das konnte ich nach Bitten durchsetzen, allerdings ohne Möglichkeit der Einflussnahme. Und auch aus den mir zugeschickten Zitaten wurden teilweise die relevanten Satzteile rausgenommen, neu zusammengesetzt und nach Belieben in neuen Kontext gesetzt, bis ich keines davon wiedererkannte." Das ist ein anderer Vorwurf als den, den Frau Theile entkräften will. "Ohne Möglichkeit der Einflussnahme ist übrigens etwas anderes als autorisieren.
Das sind alles Worte einer Frau, die der Lüge bzichtigt wurde. Ob wahr oder nicht, die Zitate dienen in keinster Weise der Wahrheitsfindung. Wenn dem denn wirklich so war, dass Frau Theile als so niderträchtig galt, wieso hat M.W. sich dann überhaupt auf ein Interview eingelassen bzw. nur mündlich genehmigt? Ich lasse mir beruflich alles schriftlich bestätigen, somit bin ich immer auf der sicheren seite. M.W. ist Profi genug um das zu wissen. s.o. Dem schließe ich mich an. Die Piraten waren für mich vor einigen Jahren ein echter Silberstreif am Polithorizont, inzwischen sind partei und Hardcore Anhänger einfach nur noch peinlich.
BettyB. 05.11.2012
Wieso sollte eine Piratin heute noch wissen, was sie gestern gesagt hat?
kiltbear 05.11.2012
@gbk666 Ich darf mal raten? Fanboy von der Chaotentruppe? Mein Post hat mit dem Beitrag DAS zu tun, dass das ein typisches Verhaltensmuster der Piratenexponenten ist. "Was kümmert mich meine Geschwafel von gestern, ich s einfach" (Weisband) "Was kümmert mich das Hauptthema der Piraten, ich will für mein Buch Kohle sehen, wenn's gesaugt wird". (Schramm) "Was kümmert uns Transparenz, wenn's drum geht den Zugang für Journalisten an unserem Parteitag zu beschränken" Aber klar, wer anderer Meinung ist als die Piraten ist Rechtswähler, Propagandaopfer, Stammtischpolterer oder halt sonst ein Troll. Mit Kritik umgehen konnten Piraten noch nie, nur auch hier gilt, wer austeilt muss auch einstecken können. Werden auch die Piraten noch lernen oder in der Bedeutungslosigkeit verschwinden, aber dahin sind sie ja schon auf dem besten Weg.
Stichwort Sozialkompetenz Ich habe beide Artikel aufmerksam gelesen und komme zu dem Schluss, dass hier beidseitig Erwartungen massiv enttäuscht wurden. Frau Weisband wünscht sich objektive und unfehlbare Journalisten, welche nur die Wahrheit hören und ohne jegliche subjektive Einfärbung öffentlich wiedergeben. Frau Theile wünscht sich Interviewpartner, die bereitwillig und professionelle Interviews geben, um eine subjektive Wahrnehmung von vornherein zu vermeiden und sich nach Zusendung potenzieller Zitate nicht im Nachhinein auf Rosinenpickerei berufen. Beide wurden enttäuscht und drücken Ihren Ärger über den Gegenüber öffentlich aus. Ist es wirklich zuviel erwartet, dass eine zum Hörer greift und die andere anruft statt in der Öffentlichkeit ihre Positionen auszutauschen? Oder muss befürchtet werden, dass solch öffentlicher Schlagabtausch nun zur Regelmäßigkeit wird, nachdem Anrufe von Politikern in Redaktionen unter allgemeinem Generalverdacht stehen? Ich wünsche es mir jedenfalls nicht.
sponner_hoch2 05.11.2012
Zitat von egbert_sassMitschnitt als Gedankenstütze wird meinerseits natürlich stets angekündigt, das Gerät liegt zudem sichtbar auf dem Tisch. Gerichtlich ist eine Aufzeichnung meist deshalb kein Beweis, weil sie recht einfach manipuliert werden könnte.
Das hab ich noch nie miterlebt (also das ein Gericht ein legale Aufnahme nicht als Beweismittel zugelassen hat, weil sie ja manipuliert sein könnte). Jedes Beweismittel kann im Prinzip manipuliert werden (Fotos können gephotoshopped werden usw.) Das kann man im Zweifelsfall per Gutachten feststellen, ist eher bei Audioaufnahmen von Gesprächen noch eine der einfacheren Übungen.
sponner_hoch2 05.11.2012
Zitat von BettyB.Wieso sollte eine Piratin heute noch wissen, was sie gestern gesagt hat?
Sie meinen, sie hat von Adenauer gelernt ;-)?
rroggenbrot 05.11.2012
Zitat von grafkoks2002Sehr schön finde ich folgendes Zitat, das mir hier aus dem Blog der Politikerin untergekommen ist: "Ich habe daraufhin gebeten, die Zitate vorher wenigstens sehen zu können. Auch das konnte ich nach Bitten durchsetzen, allerdings ohne Möglichkeit der Einflussnahme." Woha! "... ohne Möglichkeit der Einflussnahme." Den Halbsatz muss man mal goutieren. Puuh, also, ich weiß nicht, was ich von diesem Denken halten soll...
Warum sollte man vor Veröffentlichung bitte keinen Einfluss auf Sätze haben können, die einem als Zitate zugeschrieben werden? Insbesondere bei einem solchen Interview, das an einem öffentlichen Ort geführt wurde und nicht vollständig in den Artikel kommt. Weil der Herr Journalist sagt: "Ällabätsch, du hast das aber so gesagt, ich habs mitgeschrieben, das wird jetzt veröffentlicht"?
buschheuer 05.11.2012
Ausnahmsweise mal glaube ich dem Spiegel
LutzFroehlich 05.11.2012
Per Telefon bestätigt...das ist echt Journalismus aus dem Mittelalter. Um solchen Sachen aus dem Weg zu gehen, sollte jedem klar sein, dass man sich gerade solche Themen schriftlich bestätigen lassen sollte. Dass es gerade im Bereich politischer und journalistischer Affären immer wieder vorkommt, dass sich vieles auf Basis von Lippenbekenntnissen und Hand-Shake-Agreements abspielt, ist schon mehr als verwunderlich. Sowas ist in Industrie und Wirtschaft undenkbar. Nicht umsonst gibt es für nahezu alles Dokumentationspflichten...wer schon mal in rechtliche Streitigkeiten verwickelt war, weiß warum. Ein gängiges Sprichtwort im Geschäftsleben besagt: "Was nicht geschrieben wurde, wurde auch nie gesagt." Die konsequente Missachtung davon führt dann halt laufend dazu, dass Politiker und andere, in Skandale verwickelte, Personen bei Prozessen und Untersuchungsausschüssen "spontane Amnesie" befällt, wenn es um die Klärung von Sachverhalten geht...und wenn es mal Dokumentation gibt, dann wird diese gerne mal verschludert oder vorschnell geschreddert... Lange Rede kurzer Sinn...der Autor fährt hier eine Gegenkampagne, die sich auf ein Bestätigungstelefonat stützt...auch nicht gerade eine starke Argumentationsbasis
Liberalitärer 05.11.2012
Vorgeschrieben ist nichts, aber die Autorisierung Praxis. Das hat seine guten Gründe, es geht ja um die wahrhaftige Darstellung von Inhalten. Kein Journalist würde sich hoffentlich in seiner Meinung beeinflussen lassen. Leider, leider gibt es aber eine zu beobachtende Tendenz, aus einem Interview gegebenenfalls einen Artikel über das Interview zu erstellen. Es geht auch nicht um die Piratenpartei, die selbe Anteilnahme bzw. Interesse würde auch Frau Merkel, Herrn Söder oder Herrn Westerwelle zuteil. Es geht um die Frage, wer die Wahrheit sagt, Aussage steht gegen Aussage und es geht letztlich um ein Telefonat. Wer hier die Wahrheit sagt, wird nicht zu ergründen sein. Im Zweifel obsiegt wohl die Pressefreiheit, aber dieser Sachverhalt sendet auch eine deutliche Warnung aus. Die Pressefreiheit darf und soll nicht missbraucht werden.
sponner_hoch2 05.11.2012
Zitat von rroggenbrotWarum sollte man vor Veröffentlichung bitte keinen Einfluss auf Sätze haben können, die einem als Zitate zugeschrieben werden? Insbesondere bei einem solchen Interview, das an einem öffentlichen Ort geführt wurde und nicht vollständig in den Artikel kommt. Weil der Herr Journalist sagt: "Ällabätsch, du hast das aber so gesagt, ich habs mitgeschrieben, das wird jetzt veröffentlicht"?
Äh,ja, genau. Wenn's so gesagt wurde, dann wurde es so gesagt. Das ist der Sinn von Interviews/Pressegesprächen (das war hier kein Hintergrundgespräch). Warum sollte umgekehrt jemand das Recht haben, einfach so unliebsame Veröffentlichungen (von gesagtem) zu unterbinden oder das gesagt gar nach eigenem Gutdünken umschreiben zu dürfen? Dann könnte derjenige ja gleich fertig formulierte "Interviews" verschicken (nicht, dass das nicht schon längst gibt).
tomsch 05.11.2012
Wenn man als Journalist bei einem Interview vergisst, dass Band mitlaufen zu lassen, später dann versäumt, sich die Autorisierung schriftlich einzuholen - zusammengefasst also sein journalistisches Handwerk nicht beherrscht - dann sollte man eher beschämt schweigen, als einen Artikel darüber zu schreiben.
sample-d 05.11.2012
Zitat von NuklidCool, ein Werbeblock. Der Spiegel macht Werbung für die Piraten und Frau Weisband. Frau Weisband macht über ihren Blogeintrag Werbung für sich und den Spiegel. (..) Cooler Werbeblock. Was ist eigentlich das Wort dafür? WBlog? Werblock(...)
Genau - und auch für Gauck, Zypern und das Christentum... Wenn ich Marina wäre und diesen Kram hier lesen müsste, hätte ich - ganz unabhängig davon, dass es für sie ja wohl aktuell nicht zur Debatte steht - wenig Lust für 80% dieses komischen deutschen Volkes irgendwas zum Positiven zu bewegen... und nach Wetten Dass vom Samstag schon gar nicht mehr...^^
André_Klünder 05.11.2012
Um wen geht's hier eigentlich? Zeigt die Journalistendame mit ihrem Zitat: "Seit ihrem Rückzug im April habe ich mit Frau Weisband immer wieder über ihre mögliche Rückkehr..." eine Manie oder stalkt sie einfach aus Be*ruf*ung; (*den niemand braucht*) um von journalistischer Qualität abzulenken?
Mr.GeldSchein 05.11.2012
Nun, wenn das so stimmt ewas sie hier schreiben dann können Sie es ja mit den Mails belegen.
André_Klünder 05.11.2012
Um wen geht's hier eigentlich? Zeigt die Journalistendame mit ihrem Zitat: "Seit ihrem Rückzug im April habe ich mit Frau Weisband immer wieder über ihre mögliche Rückkehr..." eine Manie oder stalkt sie einfach aus Be*ruf*ung; (*den niemand braucht*) um von journalistischer Qualität abzulenken?
jkoller 05.11.2012
@gbk666 können oder wollen Sie Zitate nicht kürzen? Schnell kräftig einen raushauen, das ist Ihe Ding, ne?
sponner_hoch2 05.11.2012
Zitat von LiberalitärerVorgeschrieben ist nichts, aber die Autorisierung Praxis. Das hat seine guten Gründe,
Und deshalb gibt's das (zumindest gab, andere versuchen nachzuziehen) das auch nur in Deutschland? ---Zitat--- es geht ja um die wahrhaftige Darstellung von Inhalten. ---Zitatende--- [...] ---Zitat--- Es geht um die Frage, wer die Wahrheit sagt, Aussage steht gegen Aussage und es geht letztlich um ein Telefonat. Wer hier die Wahrheit sagt, wird nicht zu ergründen sein. ---Zitatende--- Und deshalb am besten immer (mit Erlaubnis) Aufzeichnen. Wobei auch das der deutschen Praxis der Autorisierung nicht wirklich entgegensteht. Interessanter Artikel dazu: US campaigns seeking quote approval should beware German control | World news | guardian.co.uk (http://www.guardian.co.uk/world/2012/jul/16/us-campaigns-quote-approval-germany)
pablo1 05.11.2012
in diesem Fall glaube ich Frau Weisband,
ellinger_2 05.11.2012
Jemanden Zitate per Mail zu senden und sich diese dann telefonisch bestätigen zu lassen finde ich unglaubwürdig, zumindest unüblich. Ich hätte Frau Weisband ganz einfach darum gebeten, die Mail mit einem "OK" versehen zurückszusenden, Zeitaufwand für Frau Weisband keine 5 Sekunden. Das Gejammere in dem Bericht finde ich schon peinlich!
McQueen58 05.11.2012
Also ich bin kein Piratenwähler, aber seit die bei 8% waren hab ich keinen einzigen positiven Artikel mehr über die gelesen... wurden wohl irgendwem zu gefährlich
mm71 05.11.2012
Zitat von tomschWenn man als Journalist bei einem Interview vergisst, dass Band mitlaufen zu lassen, später dann versäumt, sich die Autorisierung schriftlich einzuholen - zusammengefasst also sein journalistisches Handwerk nicht beherrscht - dann sollte man eher beschämt schweigen, als einen Artikel darüber zu schreiben.
Ich denke mal, uns allen wäre sehr gedient, wenn BEIDE Damen nun schweigen würden. Dieser Zickenkrieg bringt doch niemandem etwas.
ziegenzuechter 05.11.2012
schön
Zitat von pablo1in diesem Fall glaube ich Frau Weisband,
und jetzt? was wollen sie uns damit sagen? wenn sie davon ausgehen, dass der spiegel lügt, warum sind sie dann auf der seite des spiegel?
the_seer 05.11.2012
Stümperhaft von Spiegel- Online, sich das Ganze nicht per E-Mail autorisieren zu lassen. Nur peinlich für Spiegel- Online, über die eigene Unfähigkeit auch noch zu jammern.
Liberalitärer 05.11.2012
Nein, die Autorisierung dient der Richtigstellung von Fakten und der Bewahrung des Kontextes von getroffenen Aussagen. Gute Journalisten legen Wert darauf, dass der gewünschte Inhalt auch transportiert wird. Es geht nicht um das Hereinlegen eines Gesprächspartners. Bsp: Sagte Frau Merkel, sie würde keinesfalls nicht die Steuern erhöhen, so wäre das korrigierbar.Es ist strikt zu unterscheiden zwischen der Wiedergabe - auch unliebsamer Fakten - und Meinungen. Letzere sind absolut geschützt. Die Trennung zwischen Nachricht und Kommentar muss wieder deutlicher werden., Meinungen schimmern zu oft durch. Das sol nicht bedeuten, dass es dröge werden muss, so a la, Bonn, das Bundeskabinett traf sich .... Das ist nicht gemeint. Nachrichten und Tatsachen müssen auch bewertet werden. Aber das sollte man auch im Beitrag trennen. Mag ja sein, dass die letzte Koalitionsrunde ein Fiasko war, aber das bitte in Teil 2 des Beitrages, die britische Presse macht das substanziell besser und ich lese Guardian und Telegraph.
KurtFolkert 05.11.2012
Zitat von sponner_hoch2Es ist immer wieder unglaublich, in welchem Brustton der Überzeugung hier totaler Quatsch verkündet wird. Nein, es ist nicht gesetzlichen vorgeschrieben Interviews zur Genehmigung oder gar Korrektur (was ja noch schlimmer ist) vorzulegen. Nicht mal der deutsche Pressekodex (als nicht verpflichtendes Regelwerk) verlangt dies. Es ist lediglich Usus in Deutschland (was schon schlimm genug ist)
Tja. Irrtum mein Lieber. Es ist gesetzlich verpflichtend. Das wird überall auch gelehrt. Also mal bitte keinen Unfug verbreiten. Ein jeder Medienrechtler wird dies bestätigen können. Lediglich schriftliche Interviews (z.B. via Email) oder Bild-Ton bzw. nur Ton-Interviews lassen sich leichter verwerten. Schon traurig, wie viele sich mit ihrem Unwissen auf die Nase packen!
"Ich habe das Gespräch nicht aufgezeichnet, weil ich kein Wortlautinterview mit Frau Weisband führen wollte." Das ist ja mal eine maximal dämliche Ausrede! Unglaublich was für ein Schundblatt der Spiegel (oder zumindest SPON) geworden ist. Wieso dürfen eigentlich die drei Praktikanten von der FDP täglich ihre persönliche Meinung über die Piraten kundtun ohne diese als solche zu kennzeichnen? Dann noch nicht wörtlich zitieren wollen, aber Behauptungen aufstellen was der Interviewpartner gesagt hat. Gibt's da niemand der aufpaßt?
ladidel 05.11.2012
Mich irritiert diese Stellungnahme extrem. a) Wieso trieft diese Stellungnahme vor persönlicher Note und wo ist die professionelle Distanz, die eine Journalistin wahren muss, Frau Theile? Wieso klingt das alles nach Rechtfertigung? b) Wo haben Sie Ihr Handwerk erlernt? Sie treffen sich in Münster mit Ihrer Interviewpartnerin, machen sich "nur" Aufzeichnungen, telefonieren dazu und holen sich MÜNDLICHE Freigaben, mailen dann ein paar Zitate, lassen sich diese wieder MÜNDLICH freigeben. Aha. Das kann doch nur in die werte Buxe gehen. Entschuldigung für die klaren Worte. Aber wem soll denn der objektive Leser glauben? Sie behaupten, Frau Weisband hätte die Freigabe so gegeben und damit autorisiert - Frau Weisband behauptet anderes. Conclusio: In dubio pro reo und demnächst journalistisch sauber arbeiten. Persönliche Note ist nie ein guter Ratgeber für professionellen Journalismus. Eigentor.
moe.dahool 05.11.2012
Zitat von McQueen58Also ich bin kein Piratenwähler, aber seit die bei 8% waren hab ich keinen einzigen positiven Artikel mehr über die gelesen... wurden wohl irgendwem zu gefährlich
Ganz schön paranoid. Warum ist das denn nicht den grünen und der Linken widerfahren?
moe.dahool 05.11.2012
Zitat von KurtFolkertEs ist gesetzlich verpflichtend. Das wird überall auch gelehrt. Also mal bitte keinen Unfug verbreiten. Ein jeder Medienrechtler wird dies bestätigen können. Lediglich schriftliche Interviews (z.B. via Email) oder Bild-Ton bzw. nur Ton-Interviews lassen sich leichter verwerten. Schon traurig, wie viele sich mit ihrem Unwissen auf die Nase packen!
Fakten bitte! Bitte nicht einfach eigene Rechtsvorstellungen als gesetzliche Gegebenheit darstellen! Ein einziger Paragraph reicht mir ;-)
Aus Rock und Pop, bzw. meiner Zeit bei einer Künstleragentur, kenne ich die Praxis Interviews vor deren Veröffentlichung zu Authorisieren und gegebenenfalls der Marketingstrategie anzupassen. Aber hier steckt es im Detail: Es handelt sich um Marketing und es besteht eine gegenseitige Abhängigkeit. Der Künstler will in den Medien gut "da stehen" -- die Medien müssen über die Stars berichten, um Auflage/Einschaltquoten zu generieren. Ist es in der Politik anders? Ist Marina Weisband nicht auch eher ein Popstar? Ist Wahlkampf nicht auch Marketing? Fragt sich Phil S.
moe.dahool 05.11.2012
Zitat von ladidel... Sie behaupten, Frau Weisband hätte die Freigabe so gegeben und damit autorisiert - Frau Weisband behauptet anderes. : In dubio pro reo und demnächst journalistisch sauber arbeiten. Persönliche Note ist nie ein guter Ratgeber für professionellen Journalismus..
Danke Herr Lehrer. Vielleicht hatten die beiden ja mal ein entspannteres Verhältnis, sodass eine Einigung auf Vertrauensbasis stattfand. Vielleicht hat Weisband gemerkt, dass sie sich vergaloppiert hat, dieses Interview Ihrer Karriere schaden könnte, und nun über eine Lüge die Notbremse gezogen, so wie sie es schon vorab, ähnlich J.Schramm, nicht immer ganz so mit der Wahrheit genommen hat bzw. alles doch anders gemeint hat. Ich kann zwar nicht so schön auf Latein daher posen, allerdings ist mein Rechtsverständnis nicht ganz so einseitig
gbk666 05.11.2012
Zitat von moe.dahoolFakten bitte! Bitte nicht einfach eigene Rechtsvorstellungen als gesetzliche Gegebenheit darstellen! Ein einziger Paragraph reicht mir ;-)
Eine einzige Suchmaschine hilft. Google.
sponner_hoch2 05.11.2012
Zitat von KurtFolkertTja. Irrtum mein Lieber.
Auch wenn sie mich für Ihren Lieben halten, wird der Unsinn den sie hier verzapfen nicht richtiger ---Zitat--- Es ist gesetzlich verpflichtend. ---Zitatende--- Na dann mal Butter bei die Fische: Gesetz und Paragraph(en) bitte. ---Zitat--- Das wird überall auch gelehrt. ---Zitatende--- Wo ist denn überall? Übrigens, was in der Tat überall gelehrt wird: Dass man seine Behauptungen über die Existenz von etwa auch belegen muß. Also bitte, Ihr Zug. ---Zitat--- Also mal bitte keinen Unfug verbreiten. Ein jeder Medienrechtler wird dies bestätigen können. ---Zitatende--- Es reicht schon betreffende Gesetz, auf das sie sich hier beziehen zu meinen. Kann ja nicht so schwer sein, dass anzugeben (der Verweis auf einen § ist schießlich keine Abhandlung). Soooo sicher, wie sie sich sind ---Zitat--- Lediglich schriftliche Interviews (z.B. via Email) oder Bild-Ton bzw. nur Ton-Interviews lassen sich leichter verwerten. Schon traurig, wie viele sich mit ihrem Unwissen auf die Nase packen! ---Zitatende--- Das Kompliment kann ich nur zurück geben. Aber sie glauben wahrscheinlich auch, dass Eltern für Ihre Kinder haften.
emma_von_lotta 05.11.2012
Wie es aussieht, Frau Theile, wandeln Sie nicht zum 1. Mal auf dünnem Eis: http://www.kanzleikompa.de/2012/11/04/merlind-theile-kaffeesatz-und-satze-im-cafe/ Wir müssen Ihnen danken, für die Erfahrungen die Sie einigen von uns zuteil werden liessen, auch wenn das in Einzelfällen sehr schmerzlich ist. Shit happens? Frau Theile, PiratInnen werden Sie wohl nicht mehr in allzu nahe Nähe lassen. Bin ja mal gespannt, ob wir uns auf dem Bundesparteitag sehen, hätte auch noch etwas Kaffeesatz zu verschenken :-) Sie wissen schon, den von der Sorte, den man nur der allerbesten Freundin schenkt. Nun denn, war nett mit Ihnen geplaudert zu haben, muss jetzt in die Badewanne. Ahoi oder so.
sponner_hoch2 05.11.2012
Zitat von ladidelMich irritiert diese Stellungnahme extrem. a) Wieso trieft diese Stellungnahme vor persönlicher Note und wo ist die professionelle Distanz, die eine Journalistin wahren muss, Frau Theile?
Sie verwechseln da was: In einem Bericht/Artikel muß der Journalist (so er den journalistischen Ansprüchen genügen will) professionelle Distanz wahren. In klar als subjektiv erkennbaren Formen dagegen (z. B. auch Kommentar oderKolumne), wie hier einem Blogeintrag (der auch noch mit "in eigener Sache" vermerkt ist) dagegen naturgemäß nicht. Und auch Berufsjournalisten dürfen sich dann (wenn's klar erkennbar ist) natürlich subjektiv äußeren.
sponner_hoch2 05.11.2012
Zitat von gbk666Eine einzige Suchmaschine hilft. Google.
Mal abgesehen davon, dass derjenige der die Behauptung aufstellt, sie schon beweisen muß. Probieren sie es doch mal selbst Google. Kleiner Tipp: Der erste Treffer (Wikipedia) wird ihr Weltbild schon erschüttern.
Antoninus 05.11.2012
Ich halte Kätzchen Marinas Fall für einen psychologischen, keinen politischen. Sie braucht bei jeder Aussage einen Polit-Berater, einen psychosomatischen Rückmelder und einen rauschhaften Bedarf eines Politsegments, wo Männer, Männlein, Mannhaftige sich hinschmiegen wollen auf ein Projektionsfläche eines Stückchens Weiblichkeit. Das ist die Scheinwelt unerfüllter Seelen. Ansonsten, realiter, herrscht dort Bürger-Krieg ohne Bürger..
vecchiaromagna 05.11.2012
Geht doch schon am Anfang los: Sie hat mich kritisiert, dabei hatten wir nie Probleme miteinander, deswegen erstaunliche Reaktion. Nie Probleme miteinander schützt nicht vor Kritik. Erstaunlich ist daran gar nichts, bestenfalls ist das eine naive Annahme seitens der Frau Journalistin. Dahinter steckt doch eine völlig absurde Annahme, so nach dem Motto bis jetzt war alles schön und bestens und jetzt auf einmal.... Gehts bei Journalisten-Politiker "Beziehungen" um keine Probleme, haben, nett Kaffee trinken oder was? Mir gefällt dieser Tenor der Rechtfertigung, der das gute Verhältnis betont überhaupt nicht. Viel zu viele Politiker und viel zu viele Journalisten pflegen ihre guten Verhältnisse. Als Leser bin an kritischem, aber wahrheitsgetreuem Journalismus interessiert, wer da mit wem seit wann nett Kaffee trinkt und wie und ob das welche Verhältnisse da doch sooooooo schön sind und keinen Anlass zur Kritik bieten interessiert mich nicht. So eine Rechtfertigung funktioniert noch nicht mal bei einem Bericht eines Lokalblättchens über schwarze Kassen beim ansässigen Kaninchenzüchterverein.
jamo1494 05.11.2012
Es ist schon spannend, auf welch' hohem Ross die SPIEGEL-Journalistin hier sitzt. Als dem SPIEGEL-Redakteur René Pfister der Henri-Nannen-Preis aberkannt worden ist (Grund war der erfundene Besuch bei Herrn Seehofer), kann ich mich an keine kritische Berichterstattung oder auch nur Reflexion auf SPON erinnern. Sich jetzt hier bei SPON dann derart offensiv zu positionieren, wirft ingesamt ein unschönes Licht auf den SPIEGEL.
jkoller 05.11.2012
Ich habe mir die Internetseiten von Frau Weisband mal angeschaut. Warum wollen die, oder zumindest einige, Piraten Weisband gern in der Parteispitze sehen? Vielleicht wegen der (auf ihrer Website angesprochenen) Exotik, die von Juden ausgeht? Für mich sieht das jedenfalls nach einer Studentin aus. Schon bemerkenswert, mit wem sich die Spiegel-Autorin so intensiv beschäftigt: Texte einer Abiturientin, Positionen vermisst man, siehe z.B. beim Thema Beschneidung. Sätze wie "Einerseits setze ich mich für Menschenrechte ein." Kitschige "Zufällige Artworks" (aber dazu die Frage an sich selbst gerichtet "warum studierst du nicht Kunst"), sie spricht von "Twitter-Mentions" (dieses wichtige Wort sagt schon einiges, so Twitter-fixierte Leute, für die ist es auch sehr relevant, wie viele Follower jemand hat, insbesondere, wie viele Follower sie haben). Und sie rechtfertigt das peinliche Verhalten von Schramm. Der Internetauftritt erinnert mich ein wenig an die 90er Jahre, als viele ihre Homepages gebaut haben, mit den ganzen persönlichen Themen, ohne so genau zu wissen, warum. Nur dass damals nicht dauernd der "Internal Server Error" kam.
Mr.Boine 05.11.2012
Frau Theile, an Ihnen sieht man exemplarisch, wie Journalismus nicht sein sollte: die Welt lediglich durch die eigene Brille sehen. Die wesentliche Kritik Weisbands zielt weniger auf Ihre zitierten Zitate, sondern auf den von Ihnen dargestellten Kontext: aus einer sich zu einem Comeback hauptsächlich zurückhaltend äußernden Politikerin (einer primär verschlossenen Tür) machen Sie mit Ihrem Artikel das Gegenteil. SPON macht Politik, in diesem Sinne unterscheiden Sie sich in keinster Weise von BILD. Zitat & Kontext & transportierte Stimmungslage bilden eine Einheit. Das weiß jeder Abiturient. Und aus einer Stimmungslage eines Interviews das Gegenteil zu machen, spricht erst Recht nicht für die viel bemühten angeblich sensitiven weibliche Journalisten. Objektive Darstellung eines Gesprächsverlaufes und konkrete Kennzeichnung subjektiver Meinung oder eigenen Empfindens bzw. eigener Wünsche kann für eine Journalistin doch nicht schwer sein. Im übrigen: das Ergebnis Ihrer Arbeit ist das beste Beispiel dafür, dass man nicht nur Zitate, sondern ganze Interviews authorisieren lassen muss !
hardy78 05.11.2012
ich weiß nicht warum Herr Rüdiger Ditz, so einen Artikel freigibt. Das hat nichts mehr mit seriösen Journalismus zutun, sondern ist Kindergarten. Auch wenn wir zum Glück die Pressefreiheit haben, drifted der Spiegel auf Bild-Niveau ab. Warum Frau Theile keine schriftliche Autorisierung von Frau Weisband angefordert hat, läßt die Qualität erahnen.
sirisee 05.11.2012
Frau W. bestätigt alle meine Vorurteile. Es ist kein Fehler, solche Leute zu interviewen, aber mit solchen Reaktionen muss an rechnen. Der Fehler war eher die Richtigstellung. Was hat es den Spiegel früher gekümmert, ob im Bayernkurier irgendein Unsinn stand? Alte Regel der Henri-Nannen-Schule: Querulanten und sonstige Spinner nicht hofieren, sondern gelassen ignorieren...
kethrid 05.11.2012
So so, Frau T. hat also die telefonische Autorisierung.. na, dann ist ja alles bestens. Aber wieso habe ich mich dann angemeldet?? Vielleicht, weil das journalistische Niveau dieses "In eigener Sache" nicht mal Blödzeitungsstandard erreicht.. vielleicht, weil das der Spiegel nicht verdient hat (und SPON auch nicht).. aber eigentlich, um mitzuteilen, daß Frau T. mir gerade telefonisch mitgeteilt hat, daß dies garantiert nicht ihr letzter hochwertiger Beitrag war. Gut, daß das der Rudolf nicht mehr erleben muß.
obsurfer 05.11.2012
Zitat neue_perspektiven heute, 20:57 Uhr: "Ist es wirklich zuviel erwartet, dass eine zum Hörer greift und die andere anruft statt in der Öffentlichkeit ihre Positionen auszutauschen?" Frau Theile wähnt sich natürlich in der viel stärkeren Position und kann sich (auf Kosten der Piraten...) nun einen ganz "berühmten" Namen machen - indem sie den Piraten quasi den Sargnagel verpasst... Warum sollte sie also soo "vernünftig" reagieren?
opinion_leader 05.11.2012
Ich bitte Euch ... Wie naiv ist denn die ganze Diskussion hier? Der Spiegel hat eine These für eine Geschichte, die ja wohl nicht ganz der Realität und dem Wunsch vieler (Piraten und Wähler) widerspricht. Die Protagonistin gibt Zitate von sich, die die Geschichte stützen. Geschichte fertig. Wäre die Geschichte nicht gekommen, wenn Frau Weisband heftigst dementiert hätte? Nein, dann wär die Nachricht gewesen: "Die Piraten sehnen sich nach Marina, aber die sträubt sich mit Händen und Füßen und will von politischen Ämtern nichts mehr wissen. Die Piraten verlieren endgültig ihre Lichtgestalt". Hätte genauso viel Aufsehen erregt. Und Preisfrage: Welche Geschichte wäre wohl negativer für die Piraten und ihre Wahlchancen gewesen? Wer fährt hier eine Kampagne? Und wer hat Angst vorm Echo danach?
abseitstor 06.11.2012
Frage der Chancengleichheit
Zitat von sponner_hoch2Ich verstehe bis heute nicht das in Deutschland übliche Prozedere mit der Autorisierung von Interviews (oder auch nur Zitaten). Das hat mit Journalismus (vor allem unabhängigem) doch nichts mehr zu tun. An den Journalistenschulen sollte stattdessen gelehrt werden, dass Interviews oder Gespräche zur "Gedächstnisstütze" und zum Beweis des Gesagten halt immer aufgezeichnet werden. (...)
Um von hinten anzufangen: die wenigsten hauptberuflichen Journalisten hierzulande haben eine Journalistenschule besucht. Aber zur Interview-Kultur: es ist eine Selbstverständlichkeit, gerade bei Wortlaut-Interviews, dass der Interviewte autorisieren darf (das heißt nicht, im nachhinein das Gegenteil hinein zu redigieren!). Denn schließlich gibt kein Wortlaut-Interview den Wortlaut des Gesprächs wieder. Die Journalisten greifen beim Redigieren in das Gesagte des Interview-Partners ein; oft schreiben sie auch ihre Fragen noch einmal um oder stellen neue Fragen, um zwei Antworten zusammenzufassen. Warum soll sich also der Journalist im ex-post noch korrigieren und verbessern dürfen, nicht aber sein "Opfer"? Es ist naiv zu glauben, ein Interview wäre das Transkript eines Gesprächs.
carlohh 06.11.2012
wahrscheinlich ist Frau W. einfach glaubwürdiger und der Spiegel hat wohl die größere Reichweite, was aber Frau Theile zum Vorteil gereicht aber letztlich wohl kaum hilft.. Möglicherweise hat die Journalistin nun ein Glaubwürdigkeitsproblem.
abseitstor 06.11.2012
Branchenüblich, aber nicht Gesetz
Zitat von KurtFolkertTja. Irrtum mein Lieber. Es ist gesetzlich verpflichtend. Das wird überall auch gelehrt. Also mal bitte keinen Unfug verbreiten. Ein jeder Medienrechtler wird dies bestätigen können. Lediglich schriftliche Interviews (z.B. via Email) oder Bild-Ton bzw. nur Ton-Interviews lassen sich leichter verwerten. Schon traurig, wie viele sich mit ihrem Unwissen auf die Nase packen!
Das Autorisieren ist branchenüblich, aber mitnichten gesetztlich geregelt. Wenn sich ein Journalist den Wortlaut nicht autorisieren lässt, hat er die Beweispflicht, dass das Gesagte im Zweifel stimmt. Er sichert sich also ab; eine Verpflichtung kennt kein Mediengesetz des Landes. Es wäre vermutlich auch ein nicht zu rechtfertigender Eingriff in Artikel 5 GG.
vogelziffer 06.11.2012
Da ich selbst hin und wieder Interviews gebe, wenn auch in einem anderen Gebiet, kann ich nur für Martina Weisband sprechen. Die scheinbar übliche Praxis, sich nur stichpunktartige Notizen zu machen, führte bei den Journalisten, mit denen ich bisher zu tun hatte auch regelmäßig zu völlig falschen Darstellungen, Zitaten, die aus dem Zusammenhang gerissen waren oder gar solch einem famosen Unsinn, dass beim Lesen klar wurde, dass mein Gesprächspartner von Anfang an nichts vom besprochenen Thema verstanden hatte. In den meisten Fällen musste ich die Erfahrung machen, dass diese vermeintlichen "Journalisten" bereits vor dem Interview wussten was sie vorhatten zu schreiben und das Gespräch nur als Rechtfertigung nutzten, um genau ihre vorgefertigten Meinungen in einem aus Phrasen zusammengeschusterten Artikel unterbringen zu können. Selten hatte ich das Gefühl, dass mir überhaupt zugehört wurde. Bei Telefoninterviews wurden nicht einmal missverstandene Wörter hinterfragt, woraus völlig sinnlose Sätze entstanden, die ich so nie von mir gegeben hatte. Von dem Anstand umgangssprachlich verwendete Wörter wie "so", "einfach" oder "halt" zugunsten des Satzbaus zu entfernen ganz zu schweigen. Wie immer sollte man nichts pauschalisieren und "richtige" Journalisten arbeiten sicher auch nach wie vor sauber ( ein oder zwei positive Erfahrungen habe ich auch machen können - und dabei spreche ich nicht davon, ob man mich in gutes oder schlechtes Licht rückte ), doch besonders mit jungen Online-, oder Feuilleton-Redakteuren habe ich beinahe durch die Bank negative Erfahrungen gemacht. Natürlich habe ich mich bisher nicht öffentlich beschwert, um es mir mit den Berichterstattenden nicht zu verscherzen und da ich nicht so sehr auf mein Image achten muss wie ein Politiker, aber ich verliere zusehends jeglichen Respekt vor dieser Berufsgruppe und frage mich wirklich oft, was diese Leute "gelernt haben".
mangeder 06.11.2012
Ich finde die Piratenpartei eigentlich ganz sympathisch, was ich aber abstoßend und ekelhaft finde, sind deren fundamentalistisch-fanatischen Anhänger, die sich schlimmer als religiöse Sektenanhänger aufführen und (wie auch hier in den Kommentaren schon wieder) jeden der nicht zu 100% auf ihrer Linie ist, gleich als ihren Todfeind ansehen und angreifen, selbst jede vorsichtige Kritik grundsätzlich nicht gelten lassen wollen, bei jedem Kritiker gleich mal ein Social-Profiling durchführen, damit sie diesen mit schmutzigen Geschichten aus der Vergangenheit schön diskreditieren und mit Dreck bewerfen können usw. Die Piraten wäre eine gute Alternative, aber solange diese (offenbar minderjährigen, oder zumindest geistig minderjährigen) Fanatiker nicht lernen, dass auch mal die andere Seite die Wahrheit sprechen kann und Recht haben könnte, werdet ihr eher als fanatische Sekte als als Partei wahrgenommen.
Exclam 06.11.2012
Früher wurden mal Richtigstellungen veröffentlich und darauf von der Redaktion reagiert. So eine Schlammschlacht über Blogs hinweg ist echt schade und meiner Meinung nach unprofessionell. Ein Bericht im Spiegel hat eine deutlich größere Reichweite als ein Blogeintrag von Marina Weisband. Egal, ob inhaltlich korrekt, ist das eine sehr unfaire Reaktion.
kommentar0815 06.11.2012
Mit Verlaub , glaubt wirklich irgendjemand daran das ein auch nur mit 50% der Durchschnittsintelligenz ausgestatteter Homo Sapiens dieses zügellose und hohles getexte auf dieser Plattform wirklich liest? Oder Versteht ?
movfaltin 06.11.2012
Eindeutig
Weisbands Blogeintrag ist viel glaubwürdiger als die an den Vorwürfen fast vollständig vorbeigerichtete "Replik" von Theile. Der ehemals angesehene Spiegel weiß, dass er sich mit solchen unlauteren Renommisten seinen Ruf - oder das, was noch davon vorhanden ist, zunichte macht. Und wird sich sicher bald von Frau Theile trennen. Dies ist umso nötiger, als sie nicht einmal den Intellekt aufzubieten scheint, die Vorwürfe zu verstehen und zwecks Richtigstellung aufzugreifen. Ein peinliches Demontage-Spiel einer wohl amoralischen Person, die bloß der Schlagzeilen harrt.
brean 06.11.2012
Die Piraten und ihr Personenkult ohne Inhalte und Werte war ja schon länger nicht mehr zum Hinschauen. Die Form, wie hier mit dem Journalismus, demokratischem Grundverständnis und einer konkreten Journalistin umgegangen wird, erhärtet die Gewissheit, dass die Piraten eine Demokratie und Netzbewegung schadende Gruppe von fragwürdigen Gestalten ist. Hoffentlich ist dieser Piratenspuk bald vorbei.
na!!! meinte zu wissen: "Frau weisband hat ihre glaubwürdigkeit schon verloren als es um ihr buch ging zum thema kopieren aus dem Netz . da gings plötzlich um Geld ;-)" Das war Julia Schramm, nicht Marina Weisband. Wenn man schon Vorwürfe erhebt, sollte man wissen, wovon man redet.
tomatosoup 06.11.2012
Piraten! Gummihosen an! In die Rettungsbote!
Da schreibt doch diese Frau Weisband, in ihrem "Blog": Sie habe gesagt, dass es für die Piraten vielleicht das Beste sein möge, wenn sie wieder in die Politik zurückkehrte, nur für sie persönlich sei dies fraglich. Ihre eigene Bedeutung für die betreffende Partei hat sie damit anspruchsvoll betont. Ein Schmankerl der besonderen Art ist ihre Aussage, sie wolle keine Angst vor Journalisten haben, die ihre Aussagen falsch darstellten, sie wolle nicht nachts vor lauter Angst, falsch zitiert zu werden, nicht mehr schlafen können. Armes Hascherl! Was machen die Piraten erst, wenn der Sturmwind pfeift, wenn der Notstand oder gar der Verteidigungsfall eintritt? In die Hosen sch...? Ängstliche Politiker sind das Allerletzte, was wir brauchen. Piraten! Zieht die Gummihosen an und dann nix wie ab in die Rettungsboote!
Semon 06.11.2012
Ich glaube Ihnen nicht Frau Theile. Bitte belegen Sie Ihre Aussagen. Was ist den mit den anderen Punkten aus diesem Blog: http://www.kanzleikompa.de/2012/11/04/merlind-theile-kaffeesatz-und-satze-im-cafe/ ? Insbesondere bzgl. Print-Ausgabe vom 22.10.2012?
brandmeister 06.11.2012
Muß man halt zukünftig, wie auch bei Telefongeschäften, alles aufzeichnen. Eigentlich traurig...
Markenfetischist 06.11.2012
---Zitat--- Hätte Frau Weisband nicht mit mir reden wollen, hätte das Gespräch nicht stattgefunden. ---Zitatende--- Nach dem wievielten "Nein", haben sie das Nein denn endlich verstanden, Frau Theile? Laut Marina Weisband haben Sie sie öfters per Telefon genervt, das verschweigen Sie jetzt.
wurmfortsatz 06.11.2012
Mein Piratenbild bleibt: diese Leute wollen über Medien wie Twitter & Co ihre Meinung selbst Kund tun, aber Kritiken sind nicht gewollt - und wenn es welche gibt, werden sie auf diesen Medien per Ignore-Knopf weggeklickt. Fällt halt bei einem Papier-Medium schwer.
ekenkis 06.11.2012
Wenn ich mir diese Debatte antue, dann fühle ich mich in meine Tage als Redakteur der Schülerzeitung zurückversetzt. Rumgezicke um Füllselwörter und Kinderkram, ach so typisch für diese Chaostruppe mit dem geschmacklosen Namen (im Kampf gegen Piraten sterben anderswo Leute), die sich "politische Partei" nennen darf, aber dennoch unwählbar ist.
hestonscribe 06.11.2012
Frau Theile: Ich kann mir nicht helfen, aber beim Lesen Ihrer Verteidigung Ihres Vorgehens bei diesem Interview faellt mir nur Shakespeare ein: "The lady doth protest too much, methinks."
m.breitkopf 06.11.2012
Was für ein Debakel für den Spiegel und für Frau Theile! Hier werden ohne jeglichen Beweis Behauptungen aufgestellt. Das ist unprofessionell, vor allem aber unseriös.
Olaf 06.11.2012
Von der Wichtigkeit des Wortlautes
Mal außen vor gelassen, wer da jetzt was genau gesagt hat. Klar wird jetzt, warum etablierte Politiker ihre Worte immer so sorgfältig abwägen und nicht alles was sie meinen und denken der Presse mitteilen. Die hysterischen Reaktionen auf dieses Interview geben ihnen recht. Wenn man, wie die Piraten es tun, maximale Transparenz fordert, darf man nicht gleich völlig aus dem Häuschen sein, wenn dann mal eben ein Satz fällt, der vielleicht nicht so glücklich ist. Anscheinend ist es aber auch für die Piraten von enormer Wichtigkeit, welche Worte genau Frau Weisband benutzt hat und nicht was sie gemeint hat. Mit Transparenz muss man auch umgehen können. Dann darf man auch nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen. Solange dies aber geschieht, muss man sich nicht wundern, wenn Politiker eben sehr vorsichtig sind mit dem was sie sagen. Bei dieser Nagelprobe zum Umgang mit Transparenz haben die Piraten jedenfalls versagt. "Tiefer Hängen", wäre die richtige Reaktion gewesen.
Firewing6 06.11.2012
Die Berichterstattung rund um die Piraten Partei artet langsam in eine Hexenjagd aus, die besonders von SPON angefeuert wird. Das Trio Thiele/Lobo/Meiritz ist da schon fast obsessiv.
Surgeon_ 06.11.2012
Ob nun die Piraten mit oder ohne Weisband, diese Chaoten sollte keiner ! wählen ! Auch Frau Weisband fühlt sich nur geschmeichelt. Ist sie Maria ? Nein ! Erst tritt sie ab wegen Studium, und nun will sie doch wieder zurück. Ist auch nur alles Ego, auch eine weiße Frau mit braunen Rehaugen ist nicht besser als andere. Aber alle fallen immer wieder auch woanders drauf rein. Ich dachte, in eine gesunden/schönen Körper wohnt ein gesunder Geist ist out ! Aber nein, so läuft unsere Welt immer noch - dumme Menschen bis zum Schluß !
Surgeon_ 06.11.2012
Wer ist denn diese Frau ? Die ist völlig unwichtig und hat nichts zu sagen. Alles reine hochgepuschte Modeerscheinungen !
steffmuc 06.11.2012
@gbk666. Sie haben recht, Google hilft. Und wie schon "Spanner_hoch2" gerade geschrieben hat, widerlegt gleich der erste Treffer den Unsinn, den hier einige verzapfen. Googelt man "Autorisierung Interviews" findet man bei Wikipedia folgende Information: "Die Autorisierung eines Interviews meint die nachträgliche Zustimmung des Interviewten zu einer schriftlichen Fassung des Gesprächs und deren Veröffentlichung. Die Autorisierung von Interviews ist zwar nicht gesetzlich vorgeschrieben, auch in der aktuellen Fassung des Deutschen Pressekodex nicht, aber gängige Praxis im deutschsprachigen Raum geworden. Im Ausland, v.a. im englischsprachigen Journalismus, ist eine Autorisierung unüblich[1]"
lorberost 06.11.2012
Bitte, jetzt muß ich auch noch meinen Senf dazugeben..:-) Als ich den Artikel von Fr. Thiele las, spürte ich, wie sich in meinem Kopf das Wort "Zickenkrieg" formierte. Allerdings ein einseitiger Zickenkrieb, denn für mich kommt die Weisband absolut glaubwürdig rüber. Und - seitdem ich den Artikel im SPON gelesen habe, weiß ich nun eindlich auch, was "fremdschämen" bedeutet. Ja, ehrlich, ich hab das ganz deutlich gespürt. Is was ganz Peinliches.
mimamausebär 06.11.2012
Nun ja, die "Charakterzeichnung", die Frau Weisband an dem Artikel kritisiert, mag auf mangelnder journalistischer Präzision beruhen oder nicht - sie ist jedenfalls relativ harmlos, verglichen mit dem, was sie selbst in Talkshows unabstreitbar geliefert hat. Frau Weisband bildet mit Lauer und Schramm das interessanteste Trio der Piraten-Bewegung und ich habe ihr öffentliches Auftreten intensiv verfolgt. Es ist äußerst leicht, haarsträubende Zitate von ihr zu bekommen, die das von Theile vermittelte Bild bestätigen. Auch die beiden Beispiele, die sie in ihrem Blog "korrigiert", erhalten dadurch keine essentiell andere Bedeutung. Weisband wurde mit diesem Eindruck oft genug persönlich konfrontiert, teils direkt, teils in ihrem Blog, und auch die Reaktionen darauf sind überwiegend entlarvend und scheinbar von einem etwas naiven Glauben geprägt, Leuten sehr leicht etwas vormachen zu können. Angesichts eines noch so jungen und intelligenten Menschen ist es schade, aber die Auseinandersetzung damit hat sich als sinnlos erwiesen und führt zu keiner Selbstreflexion.
jeder darf seine meinung ändern. jdeder arf immer dazu lernen. jeder darf heute etwas anders sehe als morgen und/oder gestern. oder?
habmeinemeinung 06.11.2012
Schade, eigentlich lese ich den SPIEGEL ganz gern. Wenn ich allerdings was vorgemacht bekommen will, dann kaufe ich mir ein Märchenbuch - und kein vorgeblich seriöses Magazin.
sponner_hoch2 06.11.2012
Zitat von abseitstorDas Autorisieren ist branchenüblich, aber mitnichten gesetztlich geregelt. Wenn sich ein Journalist den Wortlaut nicht autorisieren lässt, hat er die Beweispflicht, dass das Gesagte im Zweifel stimmt. Er sichert sich also ab; eine Verpflichtung kennt kein Mediengesetz des Landes. Es wäre vermutlich auch ein nicht zu rechtfertigender Eingriff in Artikel 5 GG.
In der Tat, ein solches Gesetz würde vom BVerfG wohl schneller kassiert werden als man "Veröffentlichung im Bundesanzeiger" sagen kann. Ich wüßte auch nicht wie das praktisch gehen soll, wenn ich mich jedesmal strafbar mache wenn jemandem dritten von einem Gepsräch erzähle das ich geführt habe.
stormking 06.11.2012
Zitat von mimamausebärAuch die beiden Beispiele, die sie in ihrem Blog "korrigiert", erhalten dadurch keine essentiell andere Bedeutung.
Bitte was? Der erzeugte Eindruck ist ein völlig anderer.
Ra1dN 06.11.2012
Es ist also üblich Zitate vor der Veröffentlichung autorisieren zu lassen? Per Telefon? Ohne nachvollziehbaren Beweis? Dann, werte Journalisten, könnt ihr es auch gleich lassen.
niska 06.11.2012
Zitat von Surgeon_Ob nun die Piraten mit oder ohne Weisband, diese Chaoten sollte keiner ! wählen ! Auch Frau Weisband fühlt sich nur geschmeichelt. Ist sie Maria ? Nein ! Erst tritt sie ab wegen Studium, und nun will sie doch wieder zurück. Ist auch nur alles Ego, auch eine weiße .....
Sie ist trotz ihres Rückzuges an die Basis immer noch die reichweitenstärkste und damit auch eine der einflussreichsten Politikerinnen im Netz. Dass Sie sie auf ihre 'Rehäuglein' reduzieren zeigt nur, dass Sie sich bisher aufgrund irgendwelcher Ressentiments absolut nicht mit ihr inhaltlich auseinandergesetzt haben.
niska 06.11.2012
Zitat von mimamausebärAuch die beiden Beispiele, die sie in ihrem Blog "korrigiert", erhalten dadurch keine essentiell andere Bedeutung.
Echt nicht? Lesen Sie lieber nochmal. Und korrigieren sich dann.
moki13 06.11.2012
Ich habe bisher erst zu einer handvoll Personen Kontakt gehabt, die Gespräche mit Spiegel-Autoren hatten. Aber alle haben komischerweise gesagt, der Tenor des Gesprächs hätte sich nicht im Artikel gespiegelt. Mal sei es mehr, mal weniger verfremdet oder falsch zugespitzt worden. Nachdem ich sowohl den Text von Frau Weisband als auch die Replik von Frau Theile gelesen habe, würde ich eher der Darstellung von Frau Weisband glauben schenken.
ingwer 06.11.2012
" Dass Marina Weisband und viele andere Piraten inzwischen dazu übergegangen sind, ihre Sätze im Nachhinein ebenfalls absegnen oder gar korrigieren zu wollen" Sie geben ja selber zu, sich nur Notizen gemacht zu haben und Aussagen verändert zu haben. Dann müssen Sie sich nicht wundern, wenn ihre modifizierten Aussagen absegnet werden sollten müssen, da einfach immer die Gefahr besteht, dass Sie den Kontext geändert haben. Sauber und professionell wäre es wohl eher gewesen, ein Aufnahmegerät mitlaufen zu lassen und die Aussagen wörtlich zu übernehmen, dann hätte es Frau Weisband sicher nicht für nötig befunden, ihre Version abzusegnen. Und der Satz 'Frau Weisbands merkwürdige Reaktion erklärt sich für mich am ehesten aus der konfusen Lage der Piraten' ist wohl die peinlichste Begründung, bzw. unschlüssige Begründung, die einem (Journalisten) einfallen kann...
Die Praktiken von Frau Thiele sind nicht neu! Merlind Theile – Kaffeesatz und Sätze im Café http://www.kanzleikompa.de/2012/11/04/merlind-theile-kaffeesatz-und-satze-im-cafe/ Wollen sie nicht lieber für die Gala arbeiten?
box-horn 06.11.2012
Frau Weisband hat offensichtlich den steinigen Weg des Lernens über die Tücken der Kommunikation beschritten, nämlich, daß wer (öffentlich) redet, über die Interpretation beim Hörer/Leser keine Kontrolle mehr hat. Der Erkenntnisschritt ist dabei der, daß Information nie "an und für sich" steht, und über das Verständnis der Gesamtaussage Wortwahl und Kontext entscheiden; etwas, was sich für so manchen gedankenlos vor sich hinschwafelnden PIRATEN schon als verhängnisvoll erwiesen hat. Für eine Psychologiestudentin eine reichlich späte Erkenntnis. Vielleicht bekommt sie ja dereinst auch hin, statt über das (von ihr) gesagte über das zu Sagende nachzudenken. Dann braucht sie nicht hilflos um sich zu schlagen, wie hier der Fall ist, und Reaktionen wie den Blogbeitrag zu provozieren, der im Zweifel weitere Abwehrmaßnahmen notwendig erscheinen läßt, etc.pp.
alBab 06.11.2012
Weisband denkt, Theile lenkt. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Über den der denkt. Und den der lenkt.
mimamausebär 06.11.2012
@niska heute, 09:48 Uhr: Nein echt nicht, denn man darf hier eine minimale Gewandtheit der Interviewten im Umgang mit der Presse voraussetzen. Beispiel 1: Wer von einem Journalisten etwas gefragt wird, der muss sich _zur Frage_ positionieren bzw. wird an der Frage ausgelegt. Es ist kein guter Journalismus, (scheinbar) zusammenhanglos Dahergeredetes so zu übernehmen, wie es der Befragte (nachträglich) gerne hätte. Darauf ist gerade bei so eloquenten Gesprächspartnern wie Frau Weisband zu achten, die eine gewisse semantische Varianz in ihre Aussagen flechten können. Beim (mutmaßlichen) Dialog „Nehmen die Rufe nach Ihnen zu?“ - „Es sind hauptsächlich Mentions auf Twitter, in letzter Zeit schon mehr“ lässt sich die Antwort, bezogen auf die Frage, zu einem Ja verkürzen - oder eben die Aussage sinngemäß so wiedergeben, wie sie gedruckt wurde. Dass der Bezug zum Aussagegehalt der Frage dadurch intensiviert oder teils erst hergestellt wird und werden muss, liegt an der bedachten, distanziert formulierten Antwort. Jedenfalls aber stellt Weisband aus eigener Beobachtung fest, dass die Rufe nach ihr zunehmen würden, da sie diese ja - in der Antwort vorangestellt - auf Tweets konkretisiert. Beispiel 2: Von der (mutmaßlichen) Antwort interessiert nur der erste Hauptsatz, denn nach ihrem Befinden bezüglich einer Kandidatur war nicht gefragt. Ich stimme Ihnen zu, dass sprachlich eine Verschärfung zwischen "es ist wohl" und "es mag vielleicht sein" liegt. Aber im Grundtenor sehe ich keinen wesentlichen Unterschied, da beide denkbaren Aussagen weit im politisch disqualifizierenden Bereich liegen. Stellen Sie sich doch einen Moment lang einen Vertreter einer etablierten Partei vor, der in der inneren Auseinandersetzung sagt: "Es mag vielleicht das Beste für die Partei sein, wenn ich kandidiere." Er hätte sich zum Gespött gemacht, Weisband setzt sowas ungerührt auf ihre Webseite. Die Verschärfung zum "wohl" trifft es allerdings inhaltlich auch deshalb, weil ja in der angeblichen Originalaussage dem schwach unterstellten Vorteil der Partei unmittelbar ein möglicher eigener Nachteil durch die Kandidatur (!) gegenüber gestellt wird. Das nicht wortgleich zu übernehmen, finde ich geradezu taktvoll.
stormking 06.11.2012
Zitat von mimamausebärIch stimme Ihnen zu, dass sprachlich eine Verschärfung zwischen "es ist wohl" und "es mag vielleicht sein" liegt. Aber im Grundtenor sehe ich keinen wesentlichen Unterschied
Sie übersehen (oder unterschlagen bewußt?), daß die angeblich relevante Hauptaussage ursprünglich gar nicht von Weisband stammt, sondern von Frau Theile. F: Verhält es sich nicht so, daß ... A: Mag sein, aber ... ist nichtmal annähernd dasselbe wie A: Es ist folgendermaßen ... Wer da keine erhebliche Verfälschung der Aussage erkennen kann, ist schlichtweg voreingenommen.
hman2 06.11.2012
"Ich habe das Gespräch nicht aufgezeichnet, weil ich kein Wortlautinterview mit Frau Weisband führen wollte. Dass sich Journalisten bei solchen Treffen "nur" Notizen machen, ist absolut üblich." Frau Theile, also wirklich. Mag ja sein, dass Sie sich üblicherweise nur Notizen machen. Aber dass dies absolut üblich unter Journalisten wäre, in der Bedeutung "alle Journalisten" oder auch nur "die meisten Journalisten", das ist schlicht und einfach Blödsinn. Wer professionell arbeitet, der zeichnet sowas auf. Im beiderseitigen Interesse. Sie haben hier nicht professionell gearbeitet, wollen sich das aber nicht eingestehen. Gerade bei Gesprächen mit Politikern ist es unter Profis sehr wohl üblich aufzuzeichnen, was heutzutage mit jedem Handy gemacht werden kann. Und selbstverständlich werden Freigaben nicht am Telefon, sondern schriftlich gemacht. Ebenfalls im beiderseitigen Interesse. Wenn Sie das nicht glauben, fragen Sie doch mal ihre Hausjuristen, was die von telefonischen Freigaben halten... Ich war nicht dabei, ich kann weder das bewerten was Frau Weisband sagt, noch das was Sie sagen. Aber der Eindruck bleibt, dass Sie einen Schuldigen für ihre eigene Unprofessionalität suchen.
sunrun 06.11.2012
Ein professioneller Jornalist und Medienprofi trifft auf politisch konfusen Anfänger... hm.. hat der Profi nicht eine gewisse Verantwortung? Ist es etwas völlig abwegiges, dass Jornalisten Zitate falsch verstehen, falsch verstehen wollen oder vielleicht auch nur falsch interpretieren. Man könnte auch einen kleinen Vorsatz darin unterstellen, dass NICHT das Tonband zugegen war und nicht aufgenommen wurde.. Wenn ein Profiboxer mit einem Anfänger in den Ring steigt, steht der Verlierer schon vorher fest... Also Macht, in diesem Fall die Medienmacht bedeutet auch Verantwortung und Respekt?!
sunrun 06.11.2012
Ein professioneller Jornalist und Medienprofi trifft auf politisch konfusen Anfänger... hm.. hat der Profi nicht eine gewisse Verantwortung? Ist es etwas völlig abwegiges, dass Jornalisten Zitate falsch verstehen, falsch verstehen wollen oder vielleicht auch nur falsch interpretieren. Man könnte auch einen kleinen Vorsatz darin unterstellen, dass NICHT das Tonband zugegen war und nicht aufgenommen wurde.. Wenn ein Profiboxer mit einem Anfänger in den Ring steigt, steht der Verlierer schon vorher fest... Also Macht, in diesem Fall die Medienmacht bedeutet auch Verantwortung und Respekt?!
beegee 06.11.2012
"In Marinas Posting steht: "Ich habe daraufhin gebeten, die Zitate vorher wenigstens sehen zu können. Auch das konnte ich nach Bitten durchsetzen, allerdings ohne Möglichkeit der Einflussnahme. Und auch aus den mir zugeschickten Zitaten wurden teilweise die relevanten Satzteile rausgenommen, neu zusammengesetzt und nach Belieben in neuen Kontext gesetzt, bis ich keines davon wiedererkannte." Das ist ein anderer Vorwurf als den, den Frau Theile entkräften will. "Ohne Möglichkeit der Einflussnahme ist übrigens etwas anderes als autorisieren." Die Zitate wurden ihr zugesandt, so, wie sie später abgedruckt wurden. Und Einflussnahme hatte die SED auf die Staatsmedien. Wenn Politiker hier bestimmen dürfen, welche Zitate wie verwendet werden, dann haben wir ein Problem - nämlich Gefälligkeits- und unkritischen Journalismus. Ich habe gelernt: Wortlautinterviews freigeben zu lassen - auch wenn das nicht vorgeschrieben ist. Aber sonst: Nee, Frau Weisband, die sich ja gerne mal nicht an ihre früheren Aussagen und Forderungen (siehe ihr Buch) erinnert, hat wahrscheinlich so dahingeplappert, dann die Zitate frei gegeben - und als der Artikel samt Kritik der Parteifreunde da war, ging das Heulen und Zähneklappern los und sie musste zurückrudern.
ho1234 06.11.2012
Clever die Weiber. Verstehe nämlich nicht, weshalb die Weisband in ihrem Trollenshat so einen Aufriss veranstaltet, der Artikel sprich doch für sie. Aber das passt zur Idee der Piraten sich selbst kasteien, auseinandernehmen bis nix mehr übrig bleibt vom guten Ansatz. Gähn. Und dann hier die so mädchenhaft unschuldig anmutende Richtigstellung. Nett platziert. "... wenn Sie weiterlesen wollen, kaufen Sie den Artikel oder eben die Printausgabe." Hübsche Marketinginstrumentalisierung für beide Seiten! Am Ende so gar noch abgesprochen ... . Und der Wähler rockt und diskutiert. Fein, fein. Besser kanns doch kaum laufen. Für Beide Damen, wohlgemerkt.
box-horn 06.11.2012
Zitat von sunrunEin professioneller Jornalist und Medienprofi trifft auf politisch konfusen Anfänger... hm.. hat der Profi nicht eine gewisse Verantwortung?
wie weit geht die nach Ihrer Auffassung? Dieser "politisch konfuse Anfänger" marschiert nicht mit einem Schild "Bitte nicht wörtlich nehmen, bin politisches Greenhorn und übe noch" in der Hand durch die Welt sondern mit einem gehörigen Anspruch - die PIRATEN behaupten schließlich von sich, die "Jedermannspartei" zu sein. ---Zitat--- Ist es etwas völlig abwegiges, dass Jornalisten Zitate falsch verstehen, falsch verstehen wollen oder vielleicht auch nur falsch interpretieren. ---Zitatende--- Nein - aber das sich dies hier so verhält, ist unwahrscheinlich. Hier ist eher das umgekehrte der Fall - die Interviewte versucht, politisches Kapital aus ihrer Laienschauspielerinnenattitude zu schlagen und das Interview nachträglich zu manipulieren. ---Zitat--- Man könnte auch einen kleinen Vorsatz darin unterstellen, dass NICHT das Tonband zugegen war und nicht aufgenommen wurde.. Wenn ein Profiboxer mit einem Anfänger in den Ring steigt, steht der Verlierer schon vorher fest... Also Macht, in diesem Fall die Medienmacht bedeutet auch Verantwortung und Respekt?! ---Zitatende--- Nun, Sie können sicher sein, daß weitere Interviews nicht mehr ohne Tonband geführt werden. Die würden aber in einem Fall wie diesem zu nichts anderem führen, daß sich die Berufs-Unbedarfte nur noch mehr manipuliert "fühlt". Und dann kommen die ganzen Hobby- und Küchenpsychologen und behaupten, durch das laufende Tonband sei die arme Frau so irritiert gewesen, daß sie nicht wußte, was sie sagte...
hman2 06.11.2012
"Da ich selbst hin und wieder Interviews gebe, wenn auch in einem anderen Gebiet, kann ich nur für Martina Weisband sprechen. Die scheinbar übliche Praxis, sich nur stichpunktartige Notizen zu machen, führte bei den Journalisten, mit denen ich bisher zu tun hatte auch regelmäßig zu völlig falschen Darstellungen, Zitaten, die aus dem Zusammenhang gerissen waren oder gar solch einem famosen Unsinn, dass beim Lesen klar wurde, dass mein Gesprächspartner von Anfang an nichts vom besprochenen Thema verstanden hatte." Ich begann vor zwanzig Jahren als Journalist zu arbeiten. Nicht beim Spiegel, auch bei keinem Konkurrenten, sondern ganz woanders, in der technischen Fachpresse. Vor acht Jahren stieg ich aus, als eine der mittlerweile sehr zahlreichen Entlassungswellen über praktisch alle Redaktionen in Deutschland rollte. Ich bezeichne mich dessenungeachtet als Insider (der Branche, nicht des Spiegel). Für meine Kollegen und mich war es schon vor zwanzig Jahren selbstverständlich, dass wir Gespräche, aus denen direkt oder indirekt (!) zitiert werden sollte, _grundsätzlich_ aufzeichneten, im beiderseitigen Interesse. Und natürlich wurden Freigaben grundsätzlich schriftlich eingeholt, etwas anderes hätten die Hausjuristen uns Redakteuren um die Ohren gehauen. Das wäre ein Abmahnungsgrund gewesen, weil es den Verlag des Risikos einer einstweiligen Verfügung aussetzt, was für einen Printtitel existenzbedrohend werden kann, wenn die Ausgaben schon gedruckt und im Vertriebskanal sind. Geschickte Anwälte wissen darum und benutzen dann im Zweifel das "geschickte" Timing zur Erpressung der Redaktion. Nicht aufzuzeichnen und (!) nicht schriflich freigeben zu lassen ist daher in höchstem Maße unprofessionell. Ein Journalist weiß, dass Notizen immer unvollständig sind, und unvollständiges Material der Hauptgrund für falsche Reproduktion von Sachverhalten ist. Mich wundert, dass SPON dann auch noch ein Blog freigibt zur Selbstverteidigung. Zu meiner Zeit hätte solche Unprofessionalität, egal ob sie tatsächlich oder nur vermeintlich zu falscher Zitierung geführt hätte, niemals zu einem Rechtfertigungsinstrument des Redakteurs geführt - sondern nur zu einem Personalgespräch mit demselben! Die Frage ist: Warum wurde nicht aufgezeichnet. Hier weiß ich keine Details über die Arbeitsweise bei SPON und Frau Theile, daher kann ich da nichts behaupten. In der Branche sind jedoch, vor allem im Onlinebereich, derart extreme Arbeitsverdichtungen üblich, dass vielen Kollegen gar keine Zeit bleibt, eine Aufzeichnung zu einem gedruckten Interview zu verdichten. Denn dazu muss man sich das Band bzw. die Datei in Originallänge anhören, mindestens einmal, im Zweifel dauert das Stunden. So lange wartet schon lange kein Ressortleiter oder Chef vom Dienst mehr. Als ich anfing, schrieben Redakteure eh nur wenig (Redakteure redigieren nur - die Leute die schreiben nennt man Autoren). Texte wurden auf Disketten beim CvD eingereicht und kamen, wenn vom Textchef oder CR keine großen Änderungen gewünscht wurden, was selten war, nur für größere Längungen oder Kürzungen zurück (was meist nur auf neue oder stornierte Anzeigen zurückgeht). Im Laufe der Jahre wurden den Redakteuren Teile des Layouts übertragen, und es wurde direkt in Redaktionssysteme getextet, und jede noch so kleine Änderung der Lauflänge musste von Redakteuren geschultert werden, dazu durften immer weniger Autoren beauftragt werden. Dann kam Online hinzu, und nach meinem Ausscheiden aus der Branche wurde Redakteuren auch noch das Videografieren inklusive Schnitt und Endbearbeitung fürs Netz aufgeladen, und das teilweise zu niedrigeren Gehältern... Aufzeichnen ohne die Aufzeichung für den Artikel anzuhören ist gefährlich - man hat im Zweifel den Beweis gegen sich selbst geschaffen... Daher lassen viele das Band gleich ganz weg. Das ist keine Entschuldigung, nur eine Erklärung, es ist dennoch schlicht unprofessionell.
ostrakismos 06.11.2012
Was für eine loriotreife Diskussion! Eine Politikerin blogt über einen Artikel in einem Magazin über den Streit über ein Zitat über einen eventuellen Willen wieder einmal etwas sagen zu wollen. Hiilfe, Trolls! Ich will hier raus!
Die Piraten sind allenfalls Freibeuterchen...Das dieses Knallchargenemsemble relativ schnell abnippelt war für mich klar. Keine Inhalte, keinen Plan, keine Personen. Flotte Sprüche, angebliche Transparenz und Liquid-"niemand-nutzt-es"-Feedback reichen eben NICHT. Sie sind eine normale Partei. Einziger Unterschied zu den bisherigen: Inhalte gibt es nicht und das Personal ist eine Ansammlung von Freaks. Diese ganze Unfähigkeit zeigt sich auch jetzt im Zitate-Zirkus zw. SPIEGEL und Piraten-Heilsbringer Marina Weisbrand... Unsouverän und kleinlich...
5%+X nächstes mal schätzungsweise
Zitat von niskaGestern 19:11 von niska Zitat von Roßtäuscher Beitrag anzeigen Sollen wir uns mit Marina Weisband an die Julia Timoschenko erinnern? Die .....
Schon seit längerer Zeit, bei Welt und BLÖD sind die auch immer öfterunterwegs und offenbar geduldet. Es wird fleissig höffähig gemacht...
jokordo 06.11.2012
Liebe Marina, Ich kann dir nur raten, der Politik den Rücken zu kehren. Da wirst du nicht glücklich werden. Ich halte es ebenso: Ich wähle grundsätzlich keine Parteien mehr (ich nehme nur an Wahlen teil, an denen ich Einzelpersonen wählen kann) und der Presse glaube ich sowieso schon lange nichts mehr. Die ist nur noch in der Lage plakativ vereinfachte Sachverhalte zu verbreiten. Das interessiert mich einfach nicht mehr.
prodigal 06.11.2012
Hier steht Aussage gegen Aussage. Die Frage ist, wer ist glaubwürdiger: Eine Privatperson, die sich selbst und ihr öffentliches Bild schützen will, oder eine Publizistin, die Geld dafür bekommt, Tatsachen soweit rumzubiegen, dass sie einen reißerischen Artikel darüber schreiben kann? Mir persönlich fällt die Entscheidung da sehr leicht.
Erschrocken bin ich über die (typisch männliche) verletzende Kritik an den beiden Frauen Theile und Weisband sowie an den Piraten (wir brauchen sie doch, als belebendes Element in der Politik, das für die Themen „neue Medien“ den adäquaten Stellenwert einfordert.) Viele Beiträge hier sind nicht auf meinem Niveau, auch wenn der Disput der beiden Frauen etwas von einem Zickenkrieg hat. Wenn ich selbst einen mit meinem Namen unterzeichneten Bericht über ein Interview veröffentliche, brauche ich dem Interviewpartner im Vorfeld gar nichts zeigen. Insbesondere dann, wenn ich weiß, dass mein Bericht für den anderen unangenehme Folgen zeigen könnte, stelle ich ihm aber doch selbstverständlich den gesamten Bericht (nicht nur die Zitate) kurzzeitig vor Veröffentlichung zur Verfügung, damit er berechtigte Korrekturwünsche vortragen und erläutern kann. Dies ist fair und sehr pragmatisch. Oft erleichtert es dem Partner, meine Veröffentlichung zu akzeptieren, wenn nur ein winziges Detail geändert wird, das für mich selbst nicht wichtig ist.
sampleman 06.11.2012
Da es hier noch niemand getan hat, möchte ich mal kurz die journalistischen Gepflogenheiten im Umgang mit Interviews in Deutschland darstellen, die unter anderem der "Spiegel" mitgeprägt hat. Demnach erhält der Interviewte vor Veröffentlichung des Interviews auf Wunsch die Gelegenheit, seine Antworten zu sehen und Änderungen vorzunehmen. Der Grund dafür ist einfach: Selbst ein langes, gedrucktes Interview entspricht nur wenigen Minuten Gespräch - in Wirklichkeit hat man sich aber viel länger unterhalten. Ein gedrucktes Interview ist also immer ein Destillat dessen, was gesagt wurde. Die Arbeit des Destillierens ist der Job des Journalisten, der Befragte erhält hinterher die Möglichkeit, zu kontrollieren, ob seine Aussagen richtig wiedergegeben wurden. Er kann auch Änderungswünsche anbringen. Sind diese Änderungswünsche zu weit reichend (es kommt oft vor, dass ganze Interviews hinterher komplett umgeschrieben werden, inklusive der Fragen), dann kann das Medium auf die Veröffentlichung dankend verzichten. So sind die Regeln, und nicht anders. Dass während eines Interviews kein Band mitläuft, ist gängige Praxis, schließlich hat es ohnehin keinen Sinn, das Gesprochene komplett wortgetreu wiederzugeben. Dass Interviews telefonisch autorisiert werden, ist ebenfalls kein Ausnahmefall, auch wenn eine schriftliche Autorisierung häufiger ist. Dass ein Interviewter nach einem autorisierten Interview behauptet, das habe er so nicht gesagt, lässt nach meiner Erfahrung zu 90% darauf schließen, dass er sich vergalloppiert hat, zurückgepfiffen wurde oder sonstwie in Schwierigkeiten ist. Es ist sicherlich nicht die Aufgabe des Journalisten, dem Interviewten möglichst tatkräftig beim Einhalten der eigenen PR-Richtlinien zu helfen. Die Forderung, Frau Theile solle doch das zu autorisierende Material veröffentlichen, zielt an den Regeln vorbei. Schließlich ist ihr Rohmaterial nicht zur Veröffentlichung freigegeben worden, sie würde mit einer Veröffentlichung also ihre eigenen Zusagen brechen. Für mich als Journalist ist eine Person des öffentlichen Lebens, die ein Interview erst freigibt und dann hinterher bestreitet, es so gesagt zu haben, so gut wie fertig mit der medialen Welt. Tschüss, Frau Weisband, Sie sind für diesen Job einfach nicht geeignet.
diskutant16 06.11.2012
hier trifft doch not auf elend. die haben auf ihre weise beide recht bzw. eher unrecht. warum gebe ich jemandem mit angeblich schlechtem ruf ein interview, wenn ich mich gar nicht mehr einmischen will? für so blöd verkaufen einen noch nicht mal die etablierten parteien. und dass ein journalist am inhalt vorbei für ihn nützlich zuspitzt ist doch auch mehr als üblich.
Meine Meinung ist leider ebenfalls subjektiv angehaucht. Mein Vater (nein, ist kein Politiker...) hat ebenfalls die Erfahrung gemacht, daß Journalisten Zitate entweder nicht wortwörtlich wiedergeben bzw. sich um eine Autorisation erst gar nicht bemühen. Es ist für mich jedenfalls nicht vermittelbar, daß eine professionelle Journalistin sich hier mit einer "telefonischen Bestätigung" rechtfertigen möchte.Eine adäqute Maßnahme wäre gewesen, sich die Autorisation schriftlich oder per E-Mail bestätigen zu lassen. Des weiteren ist der Artikel hier, m. E. nur der Versuch, sich in einem unschuldigen Licht erscheinen zu lassen oder das eigene Gewissen zu beruhigen. Nachdem sich Fr. Theile hier auch als "Journalistin des Vertrauens" darstellt, da sie ja von Anfang an mit Fr. Weisband gut ausgekommen sei... Ohnehin hat der ganze Artikel einen schalen Beigeschmack und läßt professionalität missen. Denn rechtfertigen hätte sich Fr. Theile nicht müssen... sollte es wie von ihr geschildert, abgelaufen sein...
Pétillant 06.11.2012
Psychologisch gesehen wäre folgende Interpretation gut vorstellbar: Frau Weisband hält sich - durchaus realistisch - für eine mögliche Retterin der Piraten. Als sie solchlautende eigene Äußerungen jedoch gedruckt sieht, denkt sie (ebenfalls realistisch), daß diese Meinung von ihren Mitpiraten als Selbstlob/-überschätzung gewertet werden könnte, denn daß diese bereit wären, sie als Retterin zu sehen bzw überhaupt zuzugeben, der Rettung zu bedürfen, ist nicht wahrscheinlich. Also geht Frau Weisband in die Offensive und mimt das Opfer der bösen Journalistin, die sie mit Anrufen und Erwartungshaltungen (in Form von gezielten Fragen) unter Druck gesetzt habe. Bliebe festzuhalten: Frau Weisband taugt zur Politikerin nach altem Schlag (à la "... mein Ehrenwort, hab' ich so nie gesagt" ...). Und müßte mal 'ne Schulung machen, wie sie unterscheiden kann, was sie tatsächlich nur sagt/denkt/tut, weil es erwartet zu werden scheint, und was sie vielleicht wirklich denkt. Und wie sie zu letzterem dann auch stehen kann. Frau Theiles Artikel klingt jedenfalls glaubhaft. Auch hat sie kein Motiv, Frau Weisband als Retterin darzustellen, während Frau Weisband sehr wohl ein Motiv hätte, derartige Zitate zu leugnen.
Olaf 06.11.2012
Zitat von sunrunEin professioneller Jornalist und Medienprofi trifft auf politisch konfusen Anfänger... hm.. hat der Profi nicht eine gewisse Verantwortung? Ist es etwas völlig abwegiges, dass Jornalisten Zitate falsch verstehen, falsch verstehen wollen oder vielleicht auch nur falsch interpretieren. Man könnte auch einen kleinen Vorsatz darin unterstellen, dass NICHT das Tonband zugegen war und nicht aufgenommen wurde.. Wenn ein Profiboxer mit einem Anfänger in den Ring steigt, steht der Verlierer schon vorher fest... Also Macht, in diesem Fall die Medienmacht bedeutet auch Verantwortung und Respekt?!
Frau Weisband kandidiert aber nicht für den Rat der Gemeinde Klein-Kleckersdorf, sondern für den Bundestag (so sie denn wirklich kandidiert). Sie will dann über Themen wie Milliardenkredite für Griechenland, Auslandseinsätze der Bundeswehr, Höhe von H4 etc. mit abstimmen. Von jemanden der sich das zutraut erwarte ich, dass er in Lage ist seine Gedanken und Positionen klar zu formulieren und sich nicht auf Welpenschutz beruft.
fb_berlin 06.11.2012
Wer von beiden Recht hat, lässt sich nicht zweifelsfrei beurteilen. Aus meiner Arbeit weiß ich aber, dass Gesprächspartner öfter versuchen, einmal gemachte Aussagen zu korrigieren, nachdem ihnen deren Tragweite bewusst wird. Da wird am Telefon auch schon mal gedroht oder beim Ressortleiter interveniert. Davor ist man nicht mal sicher, wenn die Zitate vorher schriftlich zum autorisieren vorgelegt werden, wie dieses Beispiel zeigt: http://www.berichterstatter.net/index.php?id=25&tx_berichterstatter_pi1[report]=detail&tx_berichterstatter_pi1[step]=report&tx_berichterstatter_pi1[reportUID]=22
SozialRomantiker 06.11.2012
Seit der SPIEGEL zur Spritzpistole der neoliberalen Einheitsfront verkommen ist, ist man sich als Leser der tendenziösen Schmieren-Propaganda gegen Parteien wie DIE LINKE oder die Piraten bewußt. Man müßte schon komplett enthirnt sein, wenn einem das nicht auffiele. Besonders schlimm ist es IMHO seit der Machtergreifung Gerhard Schröders geworden und seit dem Einstieg von Bertelsmann über G J beim SPIEGEL...
hman2 06.11.2012
"Da es hier noch niemand getan hat, möchte ich mal kurz die journalistischen Gepflogenheiten im Umgang mit Interviews in Deutschland darstellen," Ich hatte das sehr wohl schon getan. "Der Grund dafür ist einfach: Selbst ein langes, gedrucktes Interview entspricht nur wenigen Minuten Gespräch - in Wirklichkeit hat man sich aber viel länger unterhalten." Sorry, das ist ein Widerspruch. Entweder waren es nur wenige Minuten, oder es war ein längeres Gespräch. Beides gleichzeitig geht nicht. Und wenn man ein _anderweitiges_ längeres Gespräch, oder gar mehrere, so darstellt, als wäre es ein zusammenhängendes Interview, so führt man seine Leser an der Nase herum. "Ein gedrucktes Interview ist also immer ein Destillat dessen, was gesagt wurde. Die Arbeit des Destillierens ist der Job des Journalisten," Und aus Gründen der Sorgfalt läßt man daher ein Band mitlaufen. Alles andere ist zumindest fahrlässig. "Dass während eines Interviews kein Band mitläuft, ist gängige Praxis, " Nein. In meinem journalistischen Leben, immerhin mehr als zehn Jahre, war dem nicht so. "schließlich hat es ohnehin keinen Sinn, das Gesprochene komplett wortgetreu wiederzugeben." Dass das nicht stimmt sehen wir hier am konkreten Beispiel, geradezu klassisch... "Schließlich ist ihr Rohmaterial nicht zur Veröffentlichung freigegeben worden, sie würde mit einer Veröffentlichung also ihre eigenen Zusagen brechen." Frau Theile hat doch außer Notizen gar kein Rohmaterial, schreibt sie selbst... "Für mich als Journalist ist eine Person des öffentlichen Lebens, die ein Interview erst freigibt und dann hinterher bestreitet, es so gesagt zu haben, so gut wie fertig mit der medialen Welt." Sie wissen doch gar nicht, ob es diese Freigabe gab. Hier steht Aussage gegen Aussage, und da Frau Theile es versäumt hat aufzuzeichnen und versäumt hat schriftlich freigeben zu lassen, werden wir nie erfahren wer Recht hat. "Tschüss, Frau Weisband, Sie sind für diesen Job einfach nicht geeignet." Wenn Sie wirklich Journalist sind, sollten Sie sich solche Kommentare verkneifen...
don_quixote 06.11.2012
@SozialRomantiker @hman2: danke für Ihre Beiträge! Kann eine erfahrene Journalistin tatsächlich ohne Vorsatz dermaßen offensichtich so dilettantisch agieren?
Phleon 06.11.2012
Theorie 1: Maria Weisband ist ein arrogantes und machtstüchtig. Sie war dumm und hat ihre wahre Absichten der Journalistin erzählt im Glauben, sie würde alles für sich behalten. Eigentlich wollte sie nur eine Freundin um ihre eigenen finsteren Absichten zu teilen. Unserer redlichen Frau Theile ist es zu verdanken, dass sie uns davor bewahrt hat. Theorie 2: Frau Theile ist eine Journalistin. Frau Theile ist eine erfolgreiche Journalistin. Durch geschicktes Zusammenschneiden und Weglassen von Zeilen kann man genau das erscheinen lassen, was man möchte - wie in der Photographie. Frau Theile ist eine erfolgreiche Journalistin. Menschen klicken gern auf unerwartete und schockierende Schlagzeilen. Empfehlenswert auch: http://www.kanzleikompa.de/2012/11/04/merlind-theile-kaffeesatz-und-satze-im-cafe/
Ujoteff 06.11.2012
Schon seltsam, wie weltfremd manche Menschen den Beruf des Journalisten sehen. Da schreiben manche über Interviews, als gehe es bei diesen nicht darum, das Gegenüber zu verstehen und den Lesern nahezubringen, sondern um ein Verfahren nach der Strafprozessordnung ("Beweismittel"; "Aussage gegen Aussage"). Wir Journalisten befragen in den allerseltensten Fällen Leute mit der Attitüde eines Staatsanwalts, der einen Angeklagten vor sich hat. Wir reden mit den Menschen, wir wollen sie dazu bringen, sich zu öffnen. Fälle wie Markus Lanz ( Jutta Ditfurth) gegen Jürgen Fliege sind die Ausnahme und kein Ruhmesblatt des Journalismus. Benjamin von Stuckrad-Barre hat anschließend gezeigt, wie man mehr Wahrheit zu Tage fördert – im Gespräch mit Fliege, aber zum Glück eben nicht in Interviewform: http://www.welt.de/vermischtes/prominente/article13597049/Alles-kostet-Geld-und-auch-mein-Service-kostet.html Wir sind nicht von der Spurensicherung, darum läuft nicht immer das Band. Ist ein Wortlautinterview geplant, wird aufgezeichnet, sonst eher nicht. Die Befragten reden nun mal freier, wenn sie nicht davon ausgehen müssen, dass ihr oft wirres Gestammel 1:1 abgedruckt wird. Diejenigen, die auf scheinbarer Authentizität bestehen, scheinen aber zu glauben, dass die Menschen, über die wir berichten, allesamt druckreif reden. Das können nur sehr, sehr wenige. Die meisten springen irgendwann mitten im Satz zum nächsten Gedanken oder reden ungrammatisch, oft muss man sich sogar das Verb dazudenken. So kommen im übrigen auch die divergierenden Zitate von mehreren Besuchern ein und derselben Pressekonferenz zustande. Politiker liefern manchmal Lückentexte ab, und verbindlich ist dann das Lösungsblatt von dpa. ;-) Es ist mithin Alltag, dass wir Satzfragmente zu etwas Lesbarem und Verständlichen komplettieren müssen. So sind, übrigens beim Spiegel, die Autorisierungen überhaupt einst in die Presselandschaft gekommen. Wer weiß, dass er noch mal über die von Journalisten lesbar gemachte Fassung seiner Logorrhöe drüberschauen darf, redet unverkrampfter. Nur erwies sich bald, dass das der kleine Finger war, den die Kollegen den Politikern gereicht hatten, und bald zerrten diese ihnen fast den Arm aus der Schulter. Kurz gesagt: Ein gedrucktes Interview ist immer Konstruktion von Realität, ist fast immer Verdichtung, Zusammenfassung, Vortäuschung von Eloquenz auf Seiten des Befragten. Aber es hat den Anspruch, der Wahrheit so nahe wie möglich zu kommen. Dass unsereins dabei seine eigene Brille trägt (was hier jemand monierte), möchte ich verteidigen: Nur durch meine Brille sehe ich scharf, bei jeder anderen verschwimmt mein Blick. Wer als Leser ein objektives Bild bekommen möchte, muss sich eben die Arbeit machen, sich bei mehreren Journalisten zu informieren, die ihrerseits nicht versuchen sollten, mit fremden Augen zu sehen. Die Differenzen – oder Diskrepanzen – bringen erst die Tiefenschärfe: Idealerweise wird so aus einem ein- bis zweidimensionalen ein dreidimensionales Bild. Darum ist Medienvielfalt zwar teuer, aber immer noch wichtig. Noch was zum Streit über eine angebliche gesetzliche Vorschrift zur Autorisierung. Das ist ein Missverständnis auf beiden Seiten dieses kleinen Flamewars: Findet der Interviewte Worte, denen eine gewisse geistige Schöpfungshöhe innewohnt, ist er nach dem deutschen Urheberrecht ganz offiziell Mitautor des Interviews. Somit genießt er das Urheberpersönlichkeitsrecht und kann Veränderungen an seinem Text untersagen. Das setzt aber das Talent zu goldenen Worten voraus. In der Praxis ist, wie oben erklärt, der Interviewer meist Co-Autor auch der Antworten, zumindest ihrer gedruckten Form. Was heißt das? Beide Gesprächspartner müssen sich irgendwie einigen, wobei beide eine gute Figur machen wollen (auch unsere Fragen sind nicht immer so perfekt ausformuliert wie im Heft) und der Journalist zusätzlich darauf achten muss, keine PR für den anderen zu machen. Grundsätzlich muss sich der Interviewte selbst darum kümmern, wenn er dem Journalisten nicht zutraut, bei der Bearbeitung/Kürzung/Gedankensortierung seiner Sorgfaltspflicht zu genügen (allerdings sollte er dann versuchen, sich dem Interview zu entziehen). Kein Journalist muss jedoch von sich aus jemandem die Autorisierung aufdrängen. Wer es tut, ist sich selbst unsicher, das Gegenüber richtig verstanden zu haben, oder will den Kontakt pflegen. Nett sein. Darf er das? Oft, aber nicht immer. Es kann journalistisch geboten sein, auf die Befindlichkeiten des Befragten null Rücksicht zu nehmen – und zwar genau dann, wenn das Öffentliche Interesse (absichtlich groß geschrieben) dies gebietet. Das Persönlichkeitsrecht des Politikers muss notfalls zurückstehen – das ergibt sich nun mal aus dem verfassungsmäßigen Informationsauftrag der Medien, der implizit in Art. 5 GG steckt. Leidet die Meinungs- und Willensbildung der Bürger darunter, dass der Journalist dem Publikum relevante Aussagen maßgeblicher Politiker (sprich: Mandatsträger oder Kandidaten) vorenthält, ist dies unprofessionell und unethisch.
Sehe hier eher Frau Thiele bzw. SpOn im Unrecht; Frau Weißband wird nicht ohne Grund auf einer Freigabe bestanden haben und diese aus gutem Grund nicht mündlich vereinbaren: SpOn hat sich wie diverse andere Blätter auch eher gegen die Piraten eingeschossen, sprich: aus jedem negativem internen Pups wird ein Sturm vom Ausmaß eines Hurricane gemacht. Weiß nimmer welcher Kommentator das war - Das mit dem buch, dass 'auf einmal' nicht mehr Online erhältlich war, war eine andere Piratin, die vielleicht ein wenig naiv zum Spielball eines Multi-Millionen- Konzern wurd, dessen Ansichten konträr zu denen dieser Piratin standen.
trident 06.11.2012
---Zitat--- "Ich habe das Gespräch nicht aufgezeichnet, weil ich kein Wortlautinterview mit Frau Weisband führen wollte." ---Zitatende--- Aber den Wortlaut zitieren wollten Sie dann schon?
hman2 06.11.2012
"Schon seltsam, wie weltfremd manche Menschen den Beruf des Journalisten sehen. Da schreiben manche über Interviews, als gehe es bei diesen nicht darum, das Gegenüber zu verstehen und den Lesern nahezubringen, sondern um ein Verfahren nach der Strafprozessordnung ("Beweismittel"; "Aussage gegen Aussage"). Wir Journalisten" Sie als Journalist hatten offenbar noch nie den Hausjuristen im Büro mit der Frage "Herr/Frau Ujotteff, wie konnte das passieren? Ich habe hier eine EV angedroht bekommen. Der XY ist auf Hundertneunundneunzig". Zum professionellen Arbeiten eines Journalisten gehört sehr wohl auch die Absicherung gegen (mit unter unberechtigten) Anschuldigungen, insbesondere wenn sie sich gegen reale oder auch nur unterstellte Sorgfalts_pflicht_verletzung richten. Denn Journalisten haben eine Sorgfalts_pflicht_. Das ist Pflicht, keine Kür. "befragen in den allerseltensten Fällen Leute mit der Attitüde eines Staatsanwalts, der einen Angeklagten vor sich hat." Das hat auch niemand hier behauptet. Sie greifen wie Frau Theile zum Stilmittel, eine leicht zu widerlegende Behauptung praktischerweise gleich selbst zu aufzustellen... "Wir sind nicht von der Spurensicherung, darum läuft nicht immer das Band. Ist ein Wortlautinterview geplant, wird aufgezeichnet, sonst eher nicht. Die Befragten reden nun mal freier, wenn sie nicht davon ausgehen müssen, dass ihr oft wirres Gestammel 1:1 abgedruckt wird." Das Band läuft bei professioneller Arbeit auch dann mit, wenn kein Wortlautinterview geplant ist. Einfach aus dem Gebot -nein, der Verpflichtung- zur Sorgfalt. Und natürlich muss der Interviewte nie damit rechnen, dass sein "wirres Gestammel" (weshalb wollen Sie eigentlich wirr stammelnde Zeitgenossen interviewen??) 1:1 abgedruckt wird. Interviews werden immer sprachlich geglättet. Äh und öh entfernt, flüchtige Grammatikfehler rausgenommen, damit der Interviewte eben nicht vorgeführt wird. Und das sagt man seinem Partner auch. Aber niemand, wirklich niemand, kann eine Stunde mit jemandem reden - oder länger - und dann fehlerfrei alle Nuancen reproduzieren. Das ist schlicht menschenunmöglich, also das Band. "Diejenigen, die auf scheinbarer Authentizität bestehen, scheinen aber zu glauben, dass die Menschen, über die wir berichten, allesamt druckreif reden." Noch so eine Behauptung, die außer Ihnen niemand hier aufgestellt hat. "Wer weiß, dass er noch mal über die von Journalisten lesbar gemachte Fassung seiner Logorrhöe drüberschauen darf, redet unverkrampfter." Sagen Sie mal, wen oder was interviewen Sie eigentlich, wenn die nur geistigen Durchfall (die Übersetzung von Logorrhoe) produzieren? Welchen Sinn soll so ein Interview haben? Oder blicken Sie so auf ihre Interviewpartner herab? "eine gewisse geistige Schöpfungshöhe innewohnt, ist er nach dem deutschen Urheberrecht ganz offiziell Mitautor des Interviews. Somit genießt er das Urheberpersönlichkeitsrecht und kann Veränderungen an seinem Text untersagen. Das setzt aber das Talent zu goldenen Worten voraus." Völlig falsch. Das Urheberrecht ist ein "Recht der kleinen Münze", und die Hürden sind extrem niedrig. De fakto kann jeder das Entstellen seines Interviews verbieten. "In der Praxis ist, wie oben erklärt, der Interviewer meist Co-Autor auch der Antworten, zumindest ihrer gedruckten Form." Au weia. Damit werden Sie vor Gericht und bei der VG Wort Schiffbruch erleiden. "Oft, aber nicht immer. Es kann journalistisch geboten sein, auf die Befindlichkeiten des Befragten null Rücksicht zu nehmen – und zwar genau dann, wenn das Öffentliche Interesse (absichtlich groß geschrieben) dies gebietet. Das Persönlichkeitsrecht des Politikers muss notfalls zurückstehen – das ergibt sich nun mal aus dem verfassungsmäßigen Informationsauftrag der Medien, der implizit in Art. 5 GG steckt." Da Frau Weisband keine richtigen Ämter mehr hat, existiert hier kein fiktives öffentliches Interesse, das Verletzungen des allgemeinen Persönlichkeitsrechtes rechtfertigen würde!
Phleon 06.11.2012
@Ujoteff: Zum Satz: "Dass unsereins dabei seine eigene Brille trägt (was hier jemand monierte), möchte ich verteidigen: Nur durch meine Brille sehe ich scharf, bei jeder anderen verschwimmt mein Blick." Das ist falsch, falsch, falsch. Die Wahrheit IST nicht immer scharf. Die Wahrheit IST manchmal nun mal UNscharf. Punkt aus! Es ist NICHT ihre Aufgabe der Wahrheit ihre eigene Brille aufzusetzen und sie nach eigenem Ermessen nachzuschärfen. Das können Sie gerne in der Kunst, Literatur oder Musik machen. Im einer Nachrichten-Erstattung hat ihre persönliche Nachschärfung NICHTS zu suchen.
niska 06.11.2012
Zitat von Phleon@Ujoteff: Zum Satz: "Dass unsereins dabei seine eigene Brille trägt (was hier jemand monierte), möchte ich verteidigen: Nur durch meine Brille sehe ich scharf, bei jeder anderen verschwimmt mein Blick." Das ist falsch, falsch, falsch. Die Wahrheit IST nicht immer scharf. Die Wahrheit IST manchmal nun mal UNscharf. Punkt aus! Es ist NICHT ihre Aufgabe der Wahrheit ihre eigene Brille aufzusetzen und sie nach eigenem Ermessen nachzuschärfen. Das können Sie gerne in der Kunst, Literatur oder Musik machen. Im einer Nachrichten-Erstattung hat ihre persönliche Nachschärfung NICHTS zu suchen.
Ein wörtliches Zitat, also das was zwischen den 'Gänsefüsschen' steht, ist schlicht und ergreifend eben nicht der Raum für Interpretationen des Journalisten. Da hat die Gesinnungsbrille nichts zu suchen. Dieser Bereich ist der tatsächlichen, wortwörtlichen Aussage des Interviewten vorbehalten. Das habe ich schon bei der Schülerzeitung gelernt. Dass das heutzutage von so vielen 'echten' Journalisten verweigert und negiert wird ist mit Sicherheit keine Zier für die Zunft.
box-horn 06.11.2012
gefälliges Rauschen
Zitat von stulle mit jagdwurstSehe hier eher Frau Thiele bzw. SpOn im Unrecht; Frau Weißband wird nicht ohne Grund auf einer Freigabe bestanden haben und diese aus gutem Grund nicht mündlich vereinbaren: SpOn hat sich wie diverse andere Blätter auch eher gegen die Piraten eingeschossen, sprich: aus jedem negativem internen Pups wird ein Sturm vom Ausmaß eines Hurricane gemacht.
Man kann zwar fordern, den Kuchen gleichzeitig essen und behalten zu dürfen, aber es kann nie klappen. Die PIRATEN wollen als "Partei" wahrgenommen werden, dh. als Gruppe gemeinsamer politischer Interessenvertreter, aber gleichzeitig im ultimativ breitestem Spektrum individueller Ansichten zu was auch immer. Sie wollen politische Forderungen aufstellen, lehnen aber im Geiste der absoluten Meinungsfreiheit jede Verantwortung ab. Sie wollen sich öffentlich äußern und auch gehört werden - aber es soll sie doch bitte keiner ernsthaft beim Wort nehmen; "sooo" ist eben kein Ausspruch "gemeint". Sondern immer irgendwie anders. Wie soll sich die Medienwelt (und somit auch der SPIEGEL) Ihrer Ansicht nach zu dem derart infantilem Gehabe einer Gruppe politisch Halbstarker stellen, die partout politisches Gewicht haben will? Soll man sie wie "Erwachsene" behandeln? Dann müssen sie zu ihren unausgegorenen Äußerungen einzustehen lernen. Und auch damit, daß es sich bei der Presse um keine Claque handelt, deren Aufgabe es ist, den Einzelnen in dem Licht darzustellen, in dem er gesehen werden will. Was die PIRATEN bis heute nicht verstanden haben, und vorneweg auch Frau Weisband abgeht, ist die Erkenntnis, daß es unmöglich ist, es jedem recht zu machen und nirgends anzuecken, aber das genau ist, wie sie wahrgenommen werden wollen. Das ist aber weder Aussage noch Profil, und danach sucht der Wähler (und die Medien), der nur auf programmatische Beliebigkeit stößt. Im Grunde will Frau Weisband nur ein gefälliges Rauschen absondern, das niemandem vergrätzt und jedem gefällt - woanders bezeichnet man das als "Populismus". Und all ihre Bemühungen zielen doch letztlich darauf, das Geäußerte maximal zu neutralisieren.
hman2 06.11.2012
@box-horn: "Dann müssen sie zu ihren unausgegorenen Äußerungen einzustehen lernen." Sie wissen doch überhaupt nicht, welche Äußerungen Frau Weisband überhaupt gemacht hat. Folglich können Sie auch nicht wissen, ob sie unausgegoren waren oder nicht. Frau Theile behauptet, Frau Weisband hätte dieses oder jenes gesagt, das dementiert diese. Da Frau Theile völlig unprofessionellerweise weder eine Aufzeichnung gemacht noch eine schriftliche Freigabe vorliegen hat, steht hier Aussage gegen Aussage.
niska 06.11.2012
Zitat von box-hornMan kann zwar fordern, den Kuchen gleichzeitig essen und behalten zu dürfen, aber es kann nie klappen. Die PIRATEN wollen als "Partei" wahrgenommen werden, dh. als Gruppe gemeinsamer politischer Interessenvertreter, aber gleichzeitig im ultimativ breitestem Spektrum individueller Ansichten zu was auch immer. Sie wollen politische Forderungen aufstellen, lehnen aber im Geiste der absoluten Meinungsfreiheit jede Verantwortung ab. Sie wollen sich öffentlich äußern und auch gehört werden - aber es soll sie doch bitte keiner ernsthaft beim Wort nehmen; "sooo" ist eben kein Ausspruch "gemeint". Sondern immer irgendwie anders.
Sie reden noch immer elegant am Thema vorbei und tradieren falsche Annahmen auch gleich noch auf eine ganze Partei. Das ist nicht zielfürend, ausser man möchte als erklärtes Ziel eine Partei dirkreditieren. Marina hat es so gesagt wie gemeint. Frau Theile hatte vergessen aufzunehmen und vollständige Notizen zu machen. Dann einfach irgendwas inhaltsverzerrendes zu veröffentlichen, weil die Deadline kommt, geht einfach nicht. Da muss man sich schon wehren können und dürfen. Es ist nicht 'Verantwortung ablehnen', wenn man eine an Verleumdung grenzende Fehlberichterstattung richtigstellt. Eher das Gegenteil.
a.vomberg 06.11.2012
Traurige Angelegenheit »Ich habe das Gespräch nicht aufgezeichnet, weil ich kein Wortlautinterview mit Frau Weisband führen wollte. Dass sich Journalisten bei solchen Treffen "nur" Notizen machen, ist absolut üblich. « Wir sind alle nur Menschen und jeder kann sich mal irren. Auch Frau Weisband hätte auf die Idee kommen können, das Gespräch aufzuzeichnen. »Dass Marina Weisband und viele andere Piraten inzwischen dazu übergegangen sind, ihre Sätze im Nachhinein ebenfalls absegnen oder gar korrigieren zu wollen, zeigt, wie stark sich die Partei inzwischen den Regeln des etablierten Systems angepasst hat. Das ist zwar schade, aber in gewisser Weise nachvollziehbar.« Wie auch immer die Piraten es nun machen, es ist falsch. Entweder wird geschrieben, dass sie unprofessionell, oder dass sie angepasst sind. Am traurigsten aber finde ich, dass immer nur über das Personal und nicht über die Themen der Piraten berichtet wird. Behalten wir ein freies Internet oder werden wir bald komplett überwacht? Soll anonymes Surfen eine Straftat werden? Überlassen wir alles US-Monopolisten oder fördern wir in Europa endlich den freien Wettbewerb? Wenn ja, wie könnte das aussehen? Klar, diese junge Partei hat ein unprofessionelles Führungspersonal. Da passieren dauernd teils grobe Schnitzer über die sich trefflich berichten lässt. Dagegen ist ja auch nichts einzuwenden, solang man sich auch mit den Inhalten der Partei auseinandersetzt. Und da geht es erst mal um neue Fragen, als um Positionen. Aber man sieht ja auch an der Zahl der Forumsbeiträge, was die Menschen wirklich interessier
critiquez 06.11.2012
http://www.kanzleikompa.de/2012/11/04/merlind-theile-kaffeesatz-und-satze-im-cafe/ Finde ich spannend! Sollte das auch stimmen, muss man sich allerdings ein bisschen wundern...
kuhmann 06.11.2012
Bezeichnend finde ich, dass Frau Thiele glaubt, in ihrer Antwort/Rechtfertigung auf den Widerspruch von Marina, folgendes loswerden zu müssen: "Die Partei war angetreten,..." "Die Piraten dagegen wollten Transparenz, das heißt auch..." "Ärgerlich wird es, wenn Politiker..." Trägt das in irgendeiner Form zur Sache bei? Nein. Spiegelt das ihre durchschaubar tendenziösen Artikeln über die Piraten wieder? Ich würde sagen, Ja. Und wieso ist Marina 'Politiker'? Sie ist an der Basis tätig wie viele andere auch. Also für mich ist Frau Thiele massiv in Bringschuld und wenn sie so weiter 'argumentiert', werde ich sie in Zukunft als Journalistin ignorieren, wie ich auch BILD ignoriere.
O Ton
Zitat von OlafFrau Weisband kandidiert aber nicht für den Rat der Gemeinde Klein-Kleckersdorf, sondern für den Bundestag (so sie denn wirklich kandidiert). Sie will dann über Themen wie Milliardenkredite für Griechenland, Auslandseinsätze der Bundeswehr, Höhe von H4 etc. mit abstimmen. Von jemanden der sich das zutraut erwarte ich, dass er in Lage ist seine Gedanken und Positionen klar zu formulieren und sich nicht auf Welpenschutz beruft.
Horst Köhler: Der Mahner und das Monster - Politik | STERN.DE (http://www.stern.de/politik/deutschland/horst-koehler-der-mahner-und-das-monster-1562514.html) Kommentarbereich! O Ton CDU Köhler, ehemals Treuhand, IWF CHef und fahnenflüchtiger Buprägrüßaugust mit Pension ... Lesen und dann noch mal etwas über Welpenschutz und klar formulierte Gedanken und Positionen referieren diesbezüglich. Nee Nee Nee, ist schon so wie Henry Ford mal sagte ´´“Würden die Menschen verstehen, wie unser Geldsystem funktioniert, hätten wir eine Revolution – und zwar schon morgen früh.”´´
bluesparx 06.11.2012
Allein dass viele Piraten aufgrund schlechter Erfahrung nicht mehr mit Frau Theile reden wollen, spricht ja wohl Bände. Man kann auf Frau Weisbands Internetseite den Hergang der Geschichte nachlesen und gut nachvollziehen. Hier wurden also mal wieder Nebensätze aus dem Kontext gerissen und sinnentstellt zur Schlagzeile gemacht, ganz im Stil der großbuchstabigen Regenbogen-Journaille. Beispiel? "Weisband erwägt Comeback". Was für ein haarsträubender Unsinn. Mit der Brechstange konstruiert aus der Bemerkung: "Für die Piraten mag es vielleicht das Beste sein wenn ich erneut kandidiere, aber für mich?". Und das nachdem Frau Weisband monatelang betont hat im Moment andere Pläne als ein Parteiamt zu haben. Es gibt nichts schlimmeres als JournalistInnen welche auf ihrer nachweislich falschen Position baharren und durch eine beleidigt losgetretene ENDLOSdiskussion von den echten News ablenken. Lasst uns dieses Spiel nicht mitmachen, das Thema schleunigst beenden und zukünftige Artikel der "Autorin" mit entsprechendem Hintergrundwissen zur Kenntnis nehmen. Die Sache ist einfach nicht mehr wert.
a.vomberg 06.11.2012
@Ujoteff »Wir Journalisten befragen in den aller seltensten Fällen Leute mit der Attitüde eines Staatsanwalts, der einen Angeklagten vor sich hat. Wir reden mit den Menschen, wir wollen sie dazu bringen, sich zu öffnen. « Beim hartem Kampf in der politischen Arena wird einem vom Gegner jede falsche Formulierung um die Ohren gehauen. Routinierten Politikern wird bei der von ihnen praktizierten Art des Interview selten ein Fehler unterlaufen. Wenn sich aber ein politischer Anfänger 'öffnet', ist die Katastrophe vorprogrammiert. In so einem Fall ein Band mitlaufen zu lassen kann im beiderseitigen Interesse nicht verkehrt sein. Ich will hier keine Schuldzuweisung machen, da die Journalisten im Interviewen von Anfängern die gleiche Erfahrung wie die Anfänger mit Journalisten haben. Hoffentlich gibt es für beide Seiten eine Lehre, die sie aus dieser unerfreulichen Angelegenheit ziehen können.
a.vomberg 06.11.2012
@Ujoteff
»Wir Journalisten befragen in den aller seltensten Fällen Leute mit der Attitüde eines Staatsanwalts, der einen Angeklagten vor sich hat. Wir reden mit den Menschen, wir wollen sie dazu bringen, sich zu öffnen. « Beim hartem Kampf in der politischen Arena wird einem vom Gegner jede falsche Formulierung um die Ohren gehauen. Routinierten Politikern wird bei der von ihnen praktizierten Art des Interview selten ein Fehler unterlaufen. Wenn sich aber ein politischer Anfänger 'öffnet', ist die Katastrophe vorprogrammiert. In so einem Fall ein Band mitlaufen zu lassen kann im beiderseitigen Interesse nicht verkehrt sein. Ich will hier keine Schuldzuweisung machen, da die Journalisten im Interviewen von Anfängern die gleiche Erfahrung wie die Anfänger mit Journalisten haben. Hoffentlich gibt es für beide Seiten eine Lehre, die sie aus dieser unerfreulichen Angelegenheit ziehen können.
Ujoteff 06.11.2012
@Phleon [Zitat von Phleon] ["Die Wahrheit IST manchmal nun mal UNscharf. Punkt aus! Es ist NICHT ihre Aufgabe der Wahrheit ihre eigene Brille aufzusetzen und sie nach eigenem Ermessen nachzuschärfen. Das können Sie gerne in der Kunst, Literatur oder Musik machen. Im einer Nachrichten-Erstattung hat ihre persönliche Nachschärfung NICHTS zu suchen."] Sie haben die Metapher falsch verstanden. Niemand kann objektiv eine überpersönliche Wahrheit beschreiben. Kein Laie, kein Profijournalist. Jeder kann nur mit seinen eigenen Augen (= "Brille") sehen, und wenn er ehrlich ist, gibt er das zu. Selbst die scheinbar rein faktischen Polizeimeldungen im Kreisboten (der klassische Autounfall auf der Bundesstraße) unterscheiden sich krass, je nachdem, wer sie schreibt. In Politik, Wirtschaft, Wissenschaft ist das viel heftiger. Aber offensichtlich haben Sie keine Vorstellung, wieviel Material (Informationen, Textvolumen) ein Journalist für eine Reportage, einen Bericht oder ein Interview zusammenträgt und wie wenig davon letztlich im Medium Platz hat. Von uns wird erwartet, Sie nicht langatmig mit Bergen von Details zu überschütten, weil das die meisten Leser anöden würde. Redaktion heißt Reduktion – von Masse, Ballast, Komplexität. Machen wir unsere Arbeit gut, erhalten Sie das Beste, was wir herausgefunden haben, die Quintessenz, eine kompakte Auswahl des Relevantesten. Aber diese Auswahl hängt stets davon ab, wer sie trifft. Wenn Sie als Leser uns Journalisten kein Ermessen und keine Schärfung (im Sinne von Scharfstellen des Okulars) zubilligen, wird Ihnen nichts übrigbleiben, als sich die Arbeit selbst anzutun, selbst ans Tele- oder Mikroskop zu treten und alle Quellen (oder endlose Interview-Transkripte) persönlich durchzukämmen. Viel Spaß dabei!
Landpirat 06.11.2012
1. Frau Theile schreibt am Thema vorbei wirft mit der Autorisierung einen Täuschungskörper, an dem sich jetzt alle abarbeiten. Tatsächlich ging es primär um die Praxis, Aussagen nach Belieben in einen verfremdeten Kontext zu biegen. Darauf geht sie aus irgendeinem Grund nicht ein. 2. Frau Theile baut in ihren Beitrag einen Seitenhieb auf die Piratenpartei ein, der aus meiner Sicht konstruiert ist. Vermutlich versucht sie herauszufinden, wie man noch mehr Piraten dazu bringt, einen Online-Artikel anzuklicken. Denn darum entstehen solche Artikel: Weil sie viele Klicks und damit Geld bringen. Viel mehr als Berichte über langweilige politische Arbeit. Auf Hinweise zu der Arbeit der Fraktionen bekommen wir von einigen Spiegel-Journalisten nämlich meist die sinngemäße Antwort: "Das interessiert niemanden." 3. Marina Weisband ist nicht die mit dem Buch, jedenfalls noch nicht. Und darüber, wie sie es - im positiven Sinne - verbreiten möchte, hat auch Spiegel-Online berichtet. Dieser Punkt bezieht sich auf einige der Kommentare, nicht den eigentlichen Beitrag.
sponner_hoch2 06.11.2012
Zitat von bluesparxAllein dass viele Piraten aufgrund schlechter Erfahrung nicht mehr mit Frau Theile reden wollen, spricht ja wohl Bände.
Viele Piraten wollen aufgrund "schlechter Erfahrung" generell nicht mehr mit "den Medien" sprechen. Das spricht ja wohl Bände ("Ein Gesiterfahrer? Hunderte!"). ---Zitat--- Man kann auf Frau Weisbands Internetseite den Hergang der Geschichte nachlesen und gut nachvollziehen. Hier wurden also mal wieder Nebensätze aus dem Kontext gerissen und sinnentstellt zur Schlagzeile gemacht, ganz im Stil der großbuchstabigen Regenbogen-Journaille. ---Zitatende--- Man kannin Frau Theiles Blogeintrag den Hergang der Geschichte Nachlesen und gut nachvollziehen. So, und jetzt verraten sie uns vielleicht mal, mit welcher Begründung sie meinen, die gebloggte Aussage einer der beiden Deliquentinnen in den Rang eins objektiven und nicht anzweifelbaren Tatsachebereichts erheben zu können. Also jetzt mal außer Fantum, das ist keine Begründung.
Ujoteff 06.11.2012
@ niska ["Ein wörtliches Zitat, also das was zwischen den 'Gänsefüsschen' steht, ist schlicht und ergreifend eben nicht der Raum für Interpretationen des Journalisten. Da hat die Gesinnungsbrille nichts zu suchen."] So weit gebe ich Ihnen ausdrücklich Recht. Ich habe schon Chefredakteure erlebt, die sehr großzügig Menschen Worte in den Mund legen wollten, die gar nicht von ihnen stammten. Das ist Sauerei. Dagegen muss man sich als Autor wehren. ["Dieser Bereich ist der tatsächlichen, wortwörtlichen Aussage des Interviewten vorbehalten. Das habe ich schon bei der Schülerzeitung gelernt."] Dann vergessen Sie das mal wieder, Sie wollen als Erwachsener sicher keine Schülerzeitung lesen. Wie erwähnt, lassen manche Interviewpartner sogar das Prädikat weg. Es ist zwar meist klar, was gemeint war, aber einen grammatisch unvollendeten Satz, eben einen Lückentext, wollen Sie gewiss nicht in der Zeitung lesen. Ich gebe zu: Bei einem Edmund Stoiber hatte auch der O-Ton schon mal seinen Reiz, aber damit führte man den Interviewten vor wie einen Nasenbären. Was man mit Stoiber machen konnte, darf man nicht jedem antun. Entscheidend ist, das man niemandem etwas aus den Fingern Gesogenes unterschiebt. Im Fall Weisband halte ich es für plausibel, dass die Interviewte andere Erinnerungen hat als die Autorin und dass keine der beiden Damen bewusst lügt. Lassen Sie sich doch mal zum Spaß von einer Bekannten interviewen, schreiben Sie dann auf, was Sie glauben gesagt zu haben und hören Sie sich die Aufzeichnung an. Sie werden überrascht sein. Ich kann Ihnen jedenfalls versichern, dass ich mich aus 30 Berufsjahren an keinen Fall erinnern kann, in dem mir jemand vorgeworfen hätte, ihn falsch zitiert zu haben.
Ujoteff 06.11.2012
@hman2 ["Sie als Journalist hatten offenbar noch nie den Hausjuristen im Büro"] Nein, zum Glück. – ["Zum professionellen Arbeiten eines Journalisten gehört sehr wohl auch die Absicherung gegen (mit unter unberechtigten) Anschuldigungen, insbesondere wenn sie sich gegen reale oder auch nur unterstellte Sorgfalts_pflicht_verletzung richten."] Schon klar. Heißt trotzdem nicht, dass man jedem Interviewpartner das Mikro unter die Nase halten muss mit dem Kommentar: Alles, was Sie jetzt sagen, kann gegen Sie verwendet werden. ;-) – ["Das Band läuft bei professioneller Arbeit auch dann mit, wenn kein Wortlautinterview geplant ist. Einfach aus dem Gebot - nein, der Verpflichtung - zur Sorgfalt."] Welch lebensferne Annahme! Dann wären viele telefonische Recherchen kaum noch möglich. Ich kann doch nicht die Leute verschrecken, in dem ich sage: Moment, ich muss das aufnehmen, damit Sie mich nachher nicht verklagen können... – ["niemand, kann eine Stunde mit jemandem reden und dann fehlerfrei alle Nuancen reproduzieren... also das Band."] Wer will denn alle Nuancen reproduzieren, wenn kein Wortlautinterview geführt wurde? Es geht um das Wesentliche. Und eine Stunde abhören und abtippen ist eh Höchststrafe. Soviel kommt nur aufs Band, wenn man vergessen hat, es beizeiten abzuschalten. – ["geistiger Durchfall"] Das sind Ihre Worte. Logorrhoe ist der "zwanghafte Drang, sich übermäßig verbal zu vermitteln", und just so kommen einem doch recht viele Experten vor. Mit denen muss man für drei brauchbare Zitate 30 Minuten reden. Die drei Zitate kann man aufschreiben. Das reicht. – ["Das Urheberrecht ist ein Recht der kleinen Münze, und die Hürden sind extrem niedrig."] Da haben Sie schon Recht. Aber Sie haben meinen Seitenhieb ein bisschen falsch verstanden: Sprachlich werden Zitate sehr oft erst durch die Redaktion so aufgewertet, dass sie druckreif sind. Was den von Ihnen angenommenen Schiffbruch bei der VG Wort angeht, liegen Sie daneben. Für die Meldung ist es unerheblich, ob einer der Beteiligten 10, 50 oder 90 Prozent der Wörter beigetragen hat. Der Interviewer und der Interviewte teilen sich die Tantiemen immer fifty-fifty, denn sie gelten als gleichberechtigte Co-Autoren. Damit haben die Gerichte keine Arbeit.
Ujoteff 06.11.2012
@ a. vomberg: Ganz ehrlich: Wer schon diverse Talkshows überstanden hat (haben Sie Weisband bei Lanz gesehen?), sollte nicht mehr zu naiv für den Umgang mit dem Spiegel sein. Die Frau ist erwachsen, und sie ist freiwillig in die Politik gegangen, sie war Bundesgeschäftsführerin! Außerdem ist sie doch studierte Psychologin, nicht wahr? Die braucht man nicht so vorsichtig zu behandeln, als sei sie ein Teenager, der noch nie Medienkontakt hatte. Wenn Weisband besondere Fürsorge braucht, dann war es anno 2003 wohl auch unfair, den armen kleinen Philipp Mißfelder in die Zange zu nehmen. Der war noch jünger und unerfahrener, bekam aber, wie ich finde zurecht, sein Fett ab.
evoluraptor 06.11.2012
Wie kommen die Fanboys und -girls hier eigentlich auf die Idee, Frau Weisband sei hier einer üblen Machenschaft aufgesessen? Die Dame war politische Geschäftsführerin ihrer Komikertruppe und ist sicher keine Anfängerin mehr. Zudem stellt sich Frau Weisband doch selber ins Rampenlicht. Ihr Blog vom 03. September im FAZ.net ist wohl im Zusammenhang mit dem jetzigen Schmierenstück ein ziemliches Eigentor: http://faz-community.faz.net/blogs/skurril/archive/2012/09/03/das-versagen-der-grossen-schule.aspx Zitat gefällig? (völlig unautorisiert, sorry) "Kontrollverlust in der Presse ist nichts Schlimmes. Im Gegenteil. Kontrolle sollte natürlich nicht die Person oder die Firma haben, um die es gerade geht, sondern der Journalist. Nur so haben wir echte Pressefreiheit und sind nicht Opfer streitender Propaganda verschiedener Seiten. " Wenig später heißt es: "Dann hätten wir eben lauter schöne Geschichten in den Medien, ist doch auch gut. Zumal das meiste davon ja doch irgendwie stimmt. Vielleicht sind bestimmte Aspekte überbetont, aber alles in allem lügt die deutsche Presse ja seltenst." Nun denn, was für ein Problem hat Frau Weisbach dann mit der Presse? "Da gibt es dann allerdings ein Problem. Und das liegt in der Funktion, die Fernsehen, Zeitungen, Zeitschriften und Radio erfüllen. In einer demokratischen Gesellschaft, wo ja Bürger über den Kurs der Ereignisse mitbestimmen sollen, sind sie fast die einzige Quelle für allgemeines Wissen und Lernen." Ok, hier liegt also des Pudels Kern! Frau Weisbach, die sich dann im weiteren Verlauf ihrer Abhandlung in eine in meinen Augen reichlich abstruse Medienkritik verrennt, kann sich nicht entscheiden: Die Medien und die bösen Journalisten und nicht wir selber sind für die Verblödung der Gesellschaft verantwortlich. "Sapere aude", möchte man rufen: "Schalt Dein Hirn ein!" An Profanität nicht zu überbieten, schwurbelt sich Frau Weisbach dann die Welt zusammen, wie sie ihr gefällt ( oder dann eben auch nicht), um dann in einem erneuten Anfall von Großmut unbequemen, kritischen und freien Journalismus zu fordern: "Ihr könnt uns Türen zu Wissen öffnen, von dem wir nicht wissen, dass es das gibt. Traut uns mehr zu. Hört nicht immer nur auf unsere Erwartungen. Vergesst nicht, dass wir letztlich das erwarten, was ihr uns vorsetzt. Was wir gewöhnt sind. Ihr könnt die Welt wirklich verbessern." Jetzt hat eine Journalistin, die Frau Weisband offensichtlich bereits kannte, ihr etwas mehr zugetraut und zugemutet und im Ergebnis ist unsere jugendliche Medienkritikerin zutiefst verstört. Wachen Sie auf, Frau Weisbach, so naiv, wie Sie sich aufführen, können Sie gar nicht sein!
a.vomberg 06.11.2012
Zitat von Ujoteff@ a. vomberg: Ganz ehrlich: Wer schon diverse Talkshows überstanden hat (haben Sie Weisband bei Lanz gesehen?), sollte nicht mehr zu naiv für den Umgang mit dem Spiegel sein. Die Frau ist erwachsen, und sie ist freiwillig in die Politik gegangen, sie war Bundesgeschäftsführerin! Außerdem ist sie doch studierte Psychologin, nicht wahr? Die braucht man nicht so vorsichtig zu behandeln, als sei sie ein Teenager, der noch nie Medienkontakt hatte. Wenn Weisband besondere Fürsorge braucht, dann war es anno 2003 wohl auch unfair, den armen kleinen Philipp Mißfelder in die Zange zu nehmen. Der war noch jünger und unerfahrener, bekam aber, wie ich finde zurecht, sein Fett ab.
@Ujoteff Nur gut, das meine Aussage hier schriftlich vorliegt und nicht in einem Interview gefallen ist. Mit dem Interpretieren sind Sie nämlich schnell bei der Hand. Von 'vorsichtig behandeln' hab ich so kein Wort geschrieben. Im Gegensatz zu Ihnen erwarte ich von einem Interview mit einem Politiker, das man ihn auf den Zahn fühlt. Das gilt auch für Anfänger. Als Leser will ich keinen seichten Klatsch, sondern präzise Informationen, was dieser Mensch will und ob er das auch verständlich erklären kann. Wer Politik machen will, muss lernen sich tapfer zu schlagen und wer da aus Fehlern nicht schnell dazu lernt, ist halt nicht der Richtige. Gerade deswegen wäre es ja intelligent gewesen, die Sache auf Band zu dokumentieren, dann ist man aus dem Schneider. Wie schnell man eine Aussage falsch interpretiert können sie an ihren eigenen Antwort auf meinen Beitrag sehen. Wäre ihnen so etwas in einem Interview mit mir passiert. Aber hier im Forum geht’s ja nicht darum gewählt zu werden und jeder kann auch mal einen Fehler zugeben. Ich, z.B. hätte meinen Beitrag noch klarer formulieren können.
hman2 06.11.2012
@Ujoteff: "Niemand kann objektiv eine überpersönliche Wahrheit beschreiben. Kein Laie, kein Profijournalist. Jeder kann nur mit seinen eigenen Augen (= "Brille") sehen, und wenn er ehrlich ist, gibt er das zu. " Und genau deshalb ist es unprofessionell, kein Band mitlaufen zu lassen. Denn kein Journalist der Welt kann bei einem stundenlangen Gespräch jede Nuance getreu reproduzieren, deshalb ist das Band eine unverzichtbare Stütze, oder ein Steno. Aber welcher Journalist kann heute noch Kurzschrift? Oder hat die Zeit, ein stundenlanges Interviewband in Echtzeit anzuhören? Und spätestens hier ist es unerlässlich, schriftliche Freigaben zu haben. Beides hat Frau Theile nicht vorzuweisen. Nicht nur Frau Weisband, auch andere Piraten sagen, sie hätten schlechte Erfahrungen mit den Wiedergaben von Sachverhalten durch Frau Theile gehabt. Das sollte eigentlich bei jedem Ressortleiter die Alarmglocken schrillen lassen, so dass dieser die Verwendung von Audioaufzeichnung und schriftlicher Freigabe einfordern sollte. Und wenn es nur wäre um eine EV zu vermeiden.
Miro Stark 06.11.2012
****Ich bin mal gespannt ob jemand diesen Kommentar liest (werds aber leider nie erfahren, anyhow)***** Mein Gefühl sagt mir, dass Frau Theile ne Schnepfe ist und Frau Weisband ihre Ruhe haben möchte. Letztlich wird Marina nicht kandidieren und dann ist klar das Frau Theile die Story so gedreht hat, wie sie es gelernt hat. ====P.S.: Die E-Mail muss sowieso aufn Tisch, dass zeigt schon das first!Kommentar.
hman2 06.11.2012
@ujoteff: "Schon klar. Heißt trotzdem nicht, dass man jedem Interviewpartner das Mikro unter die Nase halten muss mit dem Kommentar: Alles, was Sie jetzt sagen, kann gegen Sie verwendet werden. ;-) " Können Sie mal wenigstens ein paar Minuten sachlich bleiben? Wieder eine Sache, die niemand, ich schon gar nicht, hier behauptet hat. Sie argumentieren gegen selbst aufgestellte Forderungen. Ich habe seit ich vor zwanzig Jahren als Journalist angefangen haben noch nie einem Interviewpartner ein Mikro unter die Nase gehalten. Da wird mit dem Partner abgeklärt, ob aufgezeichnet werden kann (da stimmt jeder zu, denn die wollen ja richtig zitiert werden), und dann legt man ein kleines Diktiergerät einfach auf den Tisch, mehr Gestus ist da nicht. Und erst recht keine Drohung! Was wollen Sie mit diesen Unterstellungen beweisen? "Welch lebensferne Annahme! Dann wären viele telefonische Recherchen kaum noch möglich. " Ganz im Gegenteil, sie kommt aus weit über zehn Jahren gelebtem Journalismus, und sie hat noch nie (!) telefonische Recherchen verhindert. Denn aus diesen zitiere ich grundsätzlich nicht. Wenn ich hinterher davon was verwendungsfähig finde, dann vereinbare ich _zusätzlich_ ein Interview, und dann wird aufgezeichnet (nicht in der Recherchephase). Aussagen aus der Recherchephase interviewartig zu verwenden, ohne dass der Gesprächspartner von der Interviewabsicht wusste, ist schlichtweg hinterfotzig. So geht man nicht mit seinen Quellen um! Man sieht sich im Leben immer zweimal! "Ich kann doch nicht die Leute verschrecken, in dem ich sage: Moment, ich muss das aufnehmen, damit Sie mich nachher nicht verklagen können..." Und schon wieder argumentieren Sie gegen selbst aufgestellte Äußerungen. "Wer will denn alle Nuancen reproduzieren, wenn kein Wortlautinterview geführt wurde? Es geht um das Wesentliche." Schon das hat Frau Theile offenbar verfehlt, zumindest nach der Aussage von Frau Weisband. "Und eine Stunde abhören und abtippen ist eh Höchststrafe." Ah, da haben wir's ja. Bequemlichkeit. Sorry, Journalismus ist kein Ponyhof. Und man muss ja nicht das ganze Interview transkribieren, wenn es nicht komplett veröffentlicht werden soll. "["geistiger Durchfall"] Das sind Ihre Worte. Logorrhoe ist der "zwanghafte Drang, sich übermäßig verbal zu vermitteln"," Ähem, des Griechischen scheinen Sie nicht mächtig zu sein, oder? "Was den von Ihnen angenommenen Schiffbruch bei der VG Wort angeht, liegen Sie daneben. Für die Meldung ist es unerheblich, ob einer der Beteiligten 10, 50 oder 90 Prozent der Wörter beigetragen hat. Der Interviewer und der Interviewte teilen sich die Tantiemen immer fifty-fifty, denn sie gelten als gleichberechtigte Co-Autoren. Damit haben die Gerichte keine Arbeit." Das ist falsch, fragen Sie bei der VG Wort mal nach. Sie können nur ihren Teil, also die Fragen, anmelden, und bekommen dann 100 Prozent. Wenn Sie den ganzen Text, also auch die Antworten, anmelden, ist das ein klarer Regelverstoß.
hman2 06.11.2012
@ujoteff: "Schon klar. Heißt trotzdem nicht, dass man jedem Interviewpartner das Mikro unter die Nase halten muss mit dem Kommentar: Alles, was Sie jetzt sagen, kann gegen Sie verwendet werden. ;-) " Können Sie mal wenigstens ein paar Minuten sachlich bleiben? Wieder eine Sache, die niemand, ich schon gar nicht, hier behauptet hat. Sie argumentieren gegen selbst aufgestellte Forderungen. Ich habe seit ich vor zwanzig Jahren als Journalist angefangen haben noch nie einem Interviewpartner ein Mikro unter die Nase gehalten. Da wird mit dem Partner abgeklärt, ob aufgezeichnet werden kann (da stimmt jeder zu, denn die wollen ja richtig zitiert werden), und dann legt man ein kleines Diktiergerät einfach auf den Tisch, mehr Gestus ist da nicht. Und erst recht keine Drohung! Was wollen Sie mit diesen Unterstellungen beweisen? "Welch lebensferne Annahme! Dann wären viele telefonische Recherchen kaum noch möglich. " Ganz im Gegenteil, sie kommt aus weit über zehn Jahren gelebtem Journalismus, und sie hat noch nie (!) telefonische Recherchen verhindert. Denn aus diesen zitiere ich grundsätzlich nicht. Wenn ich hinterher davon was verwendungsfähig finde, dann vereinbare ich _zusätzlich_ ein Interview, und dann wird aufgezeichnet (nicht in der Recherchephase). Aussagen aus der Recherchephase interviewartig zu verwenden, ohne dass der Gesprächspartner von der Interviewabsicht wusste, ist schlichtweg hinterfotzig. So geht man nicht mit seinen Quellen um! Man sieht sich im Leben immer zweimal! "Ich kann doch nicht die Leute verschrecken, in dem ich sage: Moment, ich muss das aufnehmen, damit Sie mich nachher nicht verklagen können..." Und schon wieder argumentieren Sie gegen selbst aufgestellte Äußerungen. "Wer will denn alle Nuancen reproduzieren, wenn kein Wortlautinterview geführt wurde? Es geht um das Wesentliche." Schon das hat Frau Theile offenbar verfehlt, zumindest nach der Aussage von Frau Weisband. "Und eine Stunde abhören und abtippen ist eh Höchststrafe." Ah, da haben wir's ja. Bequemlichkeit. Sorry, Journalismus ist kein Ponyhof. Und man muss ja nicht das ganze Interview transkribieren, wenn es nicht komplett veröffentlicht werden soll. "["geistiger Durchfall"] Das sind Ihre Worte. Logorrhoe ist der "zwanghafte Drang, sich übermäßig verbal zu vermitteln"," Ähem, des Griechischen scheinen Sie nicht mächtig zu sein, oder? "Was den von Ihnen angenommenen Schiffbruch bei der VG Wort angeht, liegen Sie daneben. Für die Meldung ist es unerheblich, ob einer der Beteiligten 10, 50 oder 90 Prozent der Wörter beigetragen hat. Der Interviewer und der Interviewte teilen sich die Tantiemen immer fifty-fifty, denn sie gelten als gleichberechtigte Co-Autoren. Damit haben die Gerichte keine Arbeit." Das ist falsch, fragen Sie bei der VG Wort mal nach. Sie können nur ihren Teil, also die Fragen, anmelden, und bekommen dann 100 Prozent. Wenn Sie den ganzen Text, also auch die Antworten, anmelden, ist das ein klarer Regelverstoß.
Phleon 07.11.2012
Was bedeutet Tranparenz wirklich?
Zitat von Ujoteff@Phleon [Zitat von Phleon] ["Die Wahrheit IST manchmal nun mal UNscharf. Punkt aus! Es ist NICHT ihre Aufgabe der Wahrheit ihre eigene Brille aufzusetzen und sie nach eigenem Ermessen nachzuschärfen. Das können Sie gerne in der Kunst, Literatur oder Musik machen. Im einer Nachrichten-Erstattung hat ihre persönliche Nachschärfung NICHTS zu suchen."] Sie haben die Metapher falsch verstanden. Niemand kann objektiv eine überpersönliche Wahrheit beschreiben. Kein Laie, kein Profijournalist. Jeder kann nur mit seinen eigenen Augen (= "Brille") sehen, und wenn er ehrlich ist, gibt er das zu. Selbst die scheinbar rein faktischen Polizeimeldungen im Kreisboten (der klassische Autounfall auf der Bundesstraße) unterscheiden sich krass, je nachdem, wer sie schreibt. In Politik, Wirtschaft, Wissenschaft ist das viel heftiger. Aber offensichtlich haben Sie keine Vorstellung, wieviel Material (Informationen, Textvolumen) ein Journalist für eine Reportage, einen Bericht oder ein Interview zusammenträgt und wie wenig davon letztlich im Medium Platz hat. Von uns wird erwartet, Sie nicht langatmig mit Bergen von Details zu überschütten, weil das die meisten Leser anöden würde. Redaktion heißt Reduktion – von Masse, Ballast, Komplexität. Machen wir unsere Arbeit gut, erhalten Sie das Beste, was wir herausgefunden haben, die Quintessenz, eine kompakte Auswahl des Relevantesten. Aber diese Auswahl hängt stets davon ab, wer sie trifft. Wenn Sie als Leser uns Journalisten kein Ermessen und keine Schärfung (im Sinne von Scharfstellen des Okulars) zubilligen, wird Ihnen nichts übrigbleiben, als sich die Arbeit selbst anzutun, selbst ans Tele- oder Mikroskop zu treten und alle Quellen (oder endlose Interview-Transkripte) persönlich durchzukämmen. Viel Spaß dabei!
Perfekte Objektivität ist nicht möglich? Geschenkt. Die Frage lautet aber: Ist eine GUTE Objektivität möglich? Und dann fragen wir mal weiter, kann man den Artikel über Marina Weisband verbessern? Übersteigt es die typischen menschlichen Anforderungen? Oder ist das ein "Sorry, besser ging es nicht!" Möglichkeit 1: Nachdem Artikel scheint Marina Weisband machthungrig, arrogant und selbstverliebt gar hochmütig. Ist das wirklich so? Hat das Gespräch mit ihr wirklich diesen Eindruck vermittelt, so dass nichts anderes übrig blieb, als diesen Eindruck uns zu vermittelt: Leute, schaut wie sie wirklich ist. Möglichkeit 2: Die arme Journalistin hat ganz versehentlich Marina Weisband derart verzerrt dargestellt. Ups! Naja, das ist halt so, dass man nicht immer genau die Wahrheit trifft! Mehr Objektivität geht nicht! Sorry! Möglichkeit 3: Die Journalistin hat ein Interesse an Schlagzeilen. An Klicks. Es geht nicht unbedingt darum, nackte Daten auszuschöpfen. Wenn der eine oder andere Satz vielleicht den einen oder anderen Eindruck vermitteln könnte, in Ordnung. Wenn aber der gesamte Artikel ganz klar eine derart klare Botschaft vermittelt dann ist das nicht auf fehlende 100%-Objektivität zurückzuführen. Warum sollte man auch nicht jede Art von Boulard-Presse damit rechtfertigen?
radler2 07.11.2012
Zitat von hman2Sie wissen doch überhaupt nicht, welche Äußerungen Frau Weisband überhaupt gemacht hat. Folglich können Sie auch nicht wissen, ob sie unausgegoren waren oder nicht. Frau Theile behauptet, Frau Weisband hätte dieses oder jenes gesagt, das dementiert diese. Da Frau Theile völlig unprofessionellerweise weder eine Aufzeichnung gemacht noch eine schriftliche Freigabe vorliegen hat, steht hier Aussage gegen Aussage.
Haben Sie mal den Blog von Marina gelesen? Da steht ja für mindestens 2 Zitate drin, was Marina glaubt gesagt zu haben und was dann draus wurde. Und wieso sollte man davon ausgehen können, dass Marina sich das besser merken kann, was exakt gesagt wurde, wo sie im Gegensatz zur Journalistin KEINE Aufzeichnungen gemacht hat? Und was ich aus dem Blog herauslese: Da war Jemand so blöd, ein Interview zu geben, obwohl sie nicht wollte. Sollte man eigentlich schon können, Nein zu sagen, da muß man nicht unhöflich werden. Kann man jeden Tag üben, wenn mal wieder Jemand unaufgefordert etwas am Telefon verkaufen will. Nein, sie gibt ein Interview, obwohl sie offenbar keine klare Position hat. Sorry, was soll da bitte rauskommen? Was für eine Aussage wollte Marina denn machen? Das hätte sie sich mal vor dem Interview überlegen sollen und dann genau diese Aussage machen sollen und zu allen anderen Themen / Fragen nichts sagen. Ist doch exemplarisch, die Frage von Frau Theile, ob die Rufe lauter werden. Antwort: Ja, bestimmte Rufe werden mehr, aber ich weiß ja nicht, wie ich dazu stehe. Frau Theile hat ein Ja auf ihe Frage bekommen, und das bestätigt Marina ja auch, aber eigentlich wollte Marina vermutlich sagen: "Die Rufe sind mir egal, da ich nicht weiß, was ich selber will". Wenn sie das sagen wollte, warum sagt sie es dann nicht? Warum gibt sie ein Interview, wenn sie selber nicht weiß, was sie will? Wieso lehnt sie das Interview nicht ab wegen unklarer Position ihrerseits? Wieso überlegt sie sich nicht, welche Message sie selber senden will und teilt das dann der Journalistin mit? Und wieso sagt sie zur Autorsierung der Zitate am Telefon halt nicht: "Nein, ich finde das sinnentstellend" und schickt eine entsprechende Antwort gleich als Antwort auf die email hinterher? Aus meiner Sicht hat sich da Marina selbst demontiert, würde sagen: da hat sich Jemand für 10 Jahre Erfahrung sammeln vor dem nächsten politischen Amt qualifiziert.
niska 07.11.2012
Zitat von radler2Haben Sie mal den Blog von Marina gelesen? Da steht ja für mindestens 2 Zitate drin, was Marina glaubt gesagt zu haben und was dann draus wurde. Und wieso sollte man davon ausgehen können, dass Marina sich das besser merken kann, was exakt gesagt wurde, wo sie im Gegensatz zur Journalistin .....
Marina kann also selbst nicht merken, bzw. weiss nicht mehr, was sie eigentlich will. Frau Theile musste ihr also erst sagen, dass sie unbedingt eitel an die Spitze zurückdrängen möchte. Quasi das 'eher Nein' ganz professionell in ein 'Ja' umdeuten?
Olaf 07.11.2012
Zitat von spon-facebook-10000051328Horst Köhler: Der Mahner und das Monster - Politik | STERN.DE (http://www.stern.de/politik/deutschland/horst-koehler-der-mahner-und-das-monster-1562514.html) Kommentarbereich! O Ton CDU Köhler, ehemals Treuhand, IWF CHef und fahnenflüchtiger Buprägrüßaugust mit Pension ... Lesen und dann noch mal etwas über Welpenschutz und klar formulierte Gedanken und Positionen referieren diesbezüglich. Nee Nee Nee, ist schon so wie Henry Ford mal sagte ´´“Würden die Menschen verstehen, wie unser Geldsystem funktioniert, hätten wir eine Revolution – und zwar schon morgen früh.”´´
Ich weiss nicht, was Sie mir mit dem Link sagen wollen. Herr Köhler macht seine Meinung klar und steht dazu. Ob man Herrn Köhler nun gut findet oder nicht, ist eine andere Frage. Bei Frau Weisband weiß ich dagegen immer noch nicht, ob sie jetzt kandidieren will oder nicht. Auch das Lesen ihrer Stellungnahme in ihrem Blog hilft da nicht weiter. Das ist in meinen Augen einfach nur Geschwurbel. Interessant an diesem Fall ist etwas anders. Dank dem Internet findet eine Debatte über Journalismus statt, ohne dass Journalisten sie kontrollieren könnten. Die vierte Gewalt sieht sich auf einmal öffentlicher Kritik ausgesetzt, auf deren Veröffentlichung sie keinen Einfluß hat. Das war so vorher nicht möglich und stellt eine neue Entwicklung in den Medien dar.
beegee 07.11.2012
@ujoteff: Danke, dass Sie als einziger versuchen, den Beruf und Alltag des Journalisten hier realistisch zu beschreiben. Ich lese hier fast nur beleidigte Kommentare von Piraten- und Weißbandfans, die - ginge es z.B. einen FDP-Politiker - genüsslich mit druff kloppen würden. Ein völlig falsches Bild von den Aufgaben, den Ansprüchen und den Realitäten im Jounalismus. Aber das ist das alte Problem, jeder denkt: "Ich kann doch schreiben, dann kann das mit dem Jouranlismus ja auch nicht so schwer sein." Und Jouranlisten sind immer korrupte, manipulative, schmierige Drecksäcke, die die Wahrheit soweit biegen, bis die passt. Das ist soweit von der Realität entfernt, wie der Mediziner als Halbgott in Weiß! Und wie weit Politiker gehen, um ihre Sicht der Welt durch zu setzen, kann man ja derzeit bei CSU und ZDF sehen. Aber da würden all die, die der Journalistin die Schuld geben, locker die Politiker verteufeln - is halt die CSU.
niska 08.11.2012
Zitat von beegeeIch lese hier fast nur beleidigte Kommentare von Piraten- und Weißbandfans, die - ginge es z.B. einen FDP-Politiker - genüsslich mit druff kloppen würden. Ein völlig falsches Bild von den Aufgaben, den Ansprüchen und den Realitäten im Jounalismus.
Auch Sie verzerren die Inhalte dieses Stranges um Ihre Argumentation daran aufbauen zu können. An wen errinnert uns diese Arbeitsweise? Sind das die Realitäten im Journalismus? Dann sollte man schon mal wieder die Ansprüche hochschrauben.
nightcab 08.11.2012
so bleibt zuletzt doch die Einsicht, dass da alle in einem Boot sitzen, manche Krähe halt mit weniger Skrupeln als die andere Krähe, gleichwohl picken die sich entgegen unseren Halbgöttern-in-Weiß aber durchaus gegenseitig die Augen aus - mitunter auch beide, wenn es denn darum geht persönliche Vorteile durchzustechen
don_quixote 08.11.2012
Frage mich inzwischen, nach welchen Kriterien hier die Beiträge veröffentlicht werden (bzw nicht veröffentlicht werden). Das lässt auch tief blicken... @beegee: Um die Methoden der Berichterstattung in dieser konkreten Sache (Thema des Blogs) kritisch zu hinterfragen, muss man weder Anhänger der der Piratenpartei, noch "Weisband-Fan" sein. Wir befinden uns hier auch nicht in einem Fach-Forum für prof. Journalisten und Autore. Im Prinzip ist es auch völlig schnurz welche Arbeitsweisen sich auf dem Weg von Interview bis zur Veröffentlichung in der "Branche" etabliert haben. Um es mit Tucholsky zu sagen: "Man kann eine Sache auch zwanzig Jahre lang falsch machen" (
War dieses journalistische Musterbeispiel der letzte SPON Piratenartikel mit Diskussionsfunktion?

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