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Georg Mascolo und Mathias Müller von Blumencron als SPIEGEL-Chefredakteure abberufen

Mathias Müller von Blumencron (l.) und Georg MascoloZur Großansicht
Axel Martens/ DER SPIEGEL

Mathias Müller von Blumencron (l.) und Georg Mascolo

Aus aktuellem Anlass hier ausnahmsweise kein Beitrag der Redaktion sondern des Verlags:

Der SPIEGEL-Verlag hat die beiden Chefredakteure des SPIEGEL, Georg Mascolo und Mathias Müller von Blumencron, wegen unterschiedlicher Auffassungen zur strategischen Ausrichtung mit sofortiger Wirkung abberufen und beurlaubt.

Über die Nachfolge in der Chefredaktion wird in Kürze entschieden. Bis auf Weiteres wird die Redaktion des SPIEGEL geführt von den beiden stellvertretenden Chefredakteuren, Klaus Brinkbäumer und Martin Doerry. Rüdiger Ditz, Chefredakteur von SPIEGEL ONLINE, verantwortet das Nachrichtenangebot im Internet.

Ove Saffe, Geschäftsführer des SPIEGEL-Verlags: "Georg Mascolo und Mathias Müller von Blumencron sind zwei exzellente Journalisten, die in den vergangenen Jahren und in verschiedenen Funktionen innerhalb des Hauses Kreativität und Führungsstärke bewiesen haben. Als Chefredakteure haben sie maßgeblich dazu beigetragen, den SPIEGEL als ein weltweit beachtetes kritisches Magazin und SPIEGEL ONLINE als führendes journalistisches Angebot im deutschsprachigen Internet zu positionieren und weiterzuentwickeln. Ich danke beiden für ihr überaus großes Engagement und wünsche ihnen für ihre private und berufliche Zukunft alles Gute."

Die beiden Chefredakteure arbeiten seit mehr als 20 Jahren für die Medien der SPIEGEL-Gruppe. Georg Mascolo kam 1988 zu SPIEGEL TV, wo er Berichte und Dokumentationen verfasste, vor allem über das Ende der DDR und die Wiedervereinigung. 1992 wechselte er zum Nachrichten-Magazin, wo er später stellvertretender Leiter des Berliner Büros und danach Leiter des Deutschland-Ressorts in Hamburg war. Im August 2004 ging er als politischer Korrespondent für den SPIEGEL nach Washington. Ab Juli 2007 leitete er mit Dirk Kurbjuweit das Hauptstadtbüro in Berlin, bevor er im Februar 2008 Chefredakteur des SPIEGEL wurde.

Mathias Müller von Blumencron kam 1992 zum SPIEGEL ins Ressort Deutschland II und wurde 1996 dessen stellvertretender Leiter. Im Oktober 1996 ging er als Wirtschaftskorrespondent des SPIEGEL nach Washington, ab August 1998 berichtete er aus New York. Im Dezember 2000 wurde Müller von Blumencron Chefredakteur von SPIEGEL ONLINE, seit Februar 2008 ist er Chefredakteur des SPIEGEL.

Im Februar 2011 erweiterte die Chefredaktion ihr Aufgabengebiet und übernahm zusätzlich die Verantwortung für alle redaktionellen Angebote der Marke SPIEGEL in den Medienkanälen Online und Digital. Im Zuge dessen wurden die Zuständigkeiten in der Doppelspitze neu verteilt: Georg Mascolo übernahm die Alleinverantwortung für das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL, Mathias Müller von Blumencron übernahm die Alleinverantwortung aller digitalen Angebote unter der Marke SPIEGEL, einschließlich SPIEGEL ONLINE

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1 Leserkommentar
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hanstreffer 10.04.2013
Vielleicht sollte der Spiegel mal versuchen, gute Blogger und gute Blogs zu kaufen. Sascha Lobo reicht nicht mehr, es sollten gute Nischenblogs sein. Der Spiegel hätte viel mehr davon, wenn er Bloggern pro Monat 1500 Euro bezahlt und diese dann in sein Werbenetzwerk integriert statt Debatten zu führen, ob mehr print oder online und ob eine paywall. Das ist altes Denken. Das neue Denken würde die Werbeflächen ausweiten durch systematische Kooperationen und mehr auf die Seiten locken statt eine neue Berliner Mauer hochzuziehen. Da hätten die Blogger was von und spiegel.de ebenso wie Der Spiegel. Einige Beispiele sind kwerfeldein.de (Schöne), street62.de (Sachliche), digitalkamera.de (Technische) und viele andere. Solche Blogs bringen seriöse Erweiterung und Zukunft.

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