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Im neuen SPIEGEL Millionen Küken werden jedes Jahr geschreddert

Von SPIEGEL-Redakteur


Gemetzel in der modernen Massentierhaltung, Mischwesen aus Mensch und Maschine, Muskelberg Tim Wiese: Diese und mehr Themen finden Sie im neuen SPIEGEL.

  • An dieser Stelle stellt Ihnen die SPIEGEL-Redaktion ihre Lieblingsgeschichten aus der neuen Ausgabe vor.
    In dieser Woche: Jörg Kramer, 54, seit 1999 beim SPIEGEL. Er arbeitet im Sportressort.
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Heft 12/2016
"Ihr da oben belügt uns doch alle"

Tierfreunden dürfte das eine oder andere Osterei bei der Lektüre im Halse stecken bleiben. Meine Kollegin Julia Koch beschreibt ein Gemetzel der modernen Massentierhaltung: Millionen Junghähne werden jedes Jahr mit Kohlendioxid vergast oder zerhäckselt, sie sind Opfer des erbarmungslosen Effizienzdenkens in der Landwirtschaft. Weil die Verbraucher billige Eier verlangen, wurden Turbo-Legehennen gezüchtet, deren männliche Geschwister nicht genügend Fleisch ansetzen, um als Masthähne zu taugen. Sie gelten als nutzlos. Was könnte das Kükentöten stoppen? Der Text im Wissenschaftsteil des SPIEGEL erklärt neue Methoden der Geschlechtsbestimmung im Ei sowie Alternativen in der Geflügelhaltung. Letztere führen zu höheren Preisen der Produkte. Und womöglich wären die Eier kleiner. Wäre das so schlimm?

Habe ich mich ausreichend gegen Computerviren geschützt? Ich meine: mich, nicht meinen Computer. Diese Frage könnte sich stellen, wenn ich mich dafür entschiede, mir einen Chip implantieren zu lassen. Damit ließe sich die Bürotür öffnen oder das Lenkradschloss meines Autos entriegeln. Man könnte per Handauflegen eine Überweisung abschicken, und bevor ich alt und vergesslich werde, könnte ich meine Adresse auf dem Implantat speichern. Meine Kollegen Frank Dohmen, Ildiko Holderer und Marcel Rosenbach gewähren einen überraschenden Einblick in einen neuen Umgang mit digitaler Technik. Sie erläutern die Chancen und auch die Risiken der implantierten Chips, die uns zu Mischwesen aus Mensch und Maschine machen.

Der frühere Fußballtorwart Tim Wiese setzt heute auf eine besondere Diät, weil er sein Leben dem Muskelaufbau widmet. Meine Kollegen Marc Hujer und Rafael Buschmann gehen der Frage nach, warum der Mann zu einem Fleischberg geworden ist. Er sehne sich nach Bewunderung, schreiben sie. Man kennt das. Ich wollte früher der Tankwart Stanley Beamish aus der Fernsehserie "Immer wenn er Pillen nahm" sein; wenn der die Wunderpille schluckte, konnte er eine Stunde lang stark sein und fliegen. Allerdings war ich fünf oder sechs Jahre alt. Wiese ist 34 und war mal Nationaltorwart und Deutscher Vizemeister. Er führe jetzt, ermittelten meine Kollegen, vor allem "ein Leben, das ihm Sicherheit geben soll".

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Eine interessante SPIEGEL-Lektüre wünscht Ihnen

Jörg Kramer

Dieses Thema stammt aus dem neuen SPIEGEL - ab Samstagmorgen erhältlich.

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Video: René Pfister über die Hintergründe der SPIEGEL-Titelgeschichte



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