25.01.2011

SPIEGEL-GESPRÄCH„Randlage mit Bollwerksfunktion“

Der Osteuropahistoriker Andreas Kossert über den Mythos Ostpreußen, die chauvinistische Vergangenheit und die Wiederentdeckung des kulturellen Reichtums
SPIEGEL: Herr Kossert, stellen Sie sich vor, Geografie in der 10. Klasse, der Lehrer fragt: Wo liegen Palmnicken, Trakehnen und Schwentainen? Was meinen Sie: Wie viele Schüler könnten das beantworten?
Kossert: Kaum einer, fürchte ich. Die wenigsten Kinder haben heute noch Großeltern, die ihnen erzählen könnten, dass dies alte Ortsnamen aus Ostpreußen sind.
SPIEGEL: Wer interessiert sich heute überhaupt noch für Ostpreußen - außer den Vertriebenen?
Kossert: Es gibt ein neues Interesse an diesen Regio-nen Mittel- und Osteuropas. Wenn elf Millionen Zu-schauer den TV-Film "Die Flucht" sahen, dann können das ja nicht nur 80-jährige Zeitzeugen gewesen sein. Schon mit dem Ende des Kalten Krieges 1990 kam es zu einer regelrechten Wiederentdeckung, vor allem Ostpreußens. Das Land ist uns einerseits ganz weit entrückt, fast entglitten, andererseits haben wir einen emotionalen Bezug zu dieser Landschaft, die etwas in uns anzusprechen scheint.
SPIEGEL: Ist es eine neue Generation, die Ostpreußen für sich entdeckt? Die sogenannte Erlebnisgeneration, die dort geboren wurde, stirbt allmählich aus.
Kossert: Das Ende des Kalten Krieges hat uns die Chance eines neuen, unverkrampften Zugangs eröffnet. Als Folge von Flucht und Vertreibung und des Kalten Krieges waren die deutschen Erinnerungsorte im Osten politisiert und instrumentalisiert. Es gab aber auch so viel Schmerz bei diesem Thema, dass vieles tabu war. Seit die jüngeren Generationen frei dorthin reisen, nehmen sie auch den heutigen Reichtum der Region wahr. Da wird dann nicht mehr einfach das von Eltern oder Großeltern projizierte Bild der verlorenen Heimat abgerufen, es entsteht etwas Eigenes, sehr Spannendes, indem man Polen, Tschechen, Ukrainer, Russen kennenlernt, die heute dort leben. Bei vielen deutsch-polnischen oder deutsch-tschechischen Initiativen sind überproportional viele Nachkommen von Vertriebenen dabei.
SPIEGEL: Wie haben Sie selbst das erlebt? Ihre Großeltern kommen ja aus Ostpreußen.
Kossert: Ich bin in Niedersachsen aufgewachsen. Meine Großeltern sprachen nicht das übliche Plattdeutsch. Sie hatten noch diese schöne Sprachmelodie des Ostpreußischen. Da wurde an alles ein -chen drangehängt. Auch die Küche war anders: Bei den Großeltern aßen wir nicht Grünkohl mit Pinkel wie die Niedersachsen, sondern ostpreußische Grützwurst und natürlich Königsberger Klopse. Zu Weihnachten gab es ostpreußischen Pfefferkuchen, und stets fiel dieser Satz: "In Ostpreußen sind wir mit dem Schlitten zur Kirche gefahren, aber hier gibt es ja noch nicht mal einen richtigen Winter."
SPIEGEL: "Land der dunklen Wälder und kristallnen Seen" heißt es im Ostpreußenlied - das klingt stark nach Verklärung.
Kossert: Diese Landschaft ist Teil des Mythos. Es war die am weitesten östlich gelegene Provinz Deutschlands, eine Art "preußisches Sibirien" mit völlig anderen klimatischen Verhältnissen, da gab es sogar freilaufende Elche. Eine archaische Region, die nichts mit den deutschen Mittelgebirgen, den Landschaften der Gebrüder Grimm, zu tun hatte.
SPIEGEL: ... die ideale Kulisse für eine Mythologisierung. Woher kommt aber das Bild, Ostpreußen sei die deutscheste aller Provinzen? Beginnt das mit dem deutschen Ritterorden, der Ostpreußen kolonialisierte?
Kossert: Von der Bevölkerung her war es ja eher die am wenigsten deutsche Provinz. Auch der Deutsche Orden war nicht deutsch, er war in erster Linie religiös definiert. In seinen Reihen fanden sich viele Landsmannschaften - deutschsprachige, aber auch polnischsprachige. Schon im 14. Jahrhundert holten die Hochmeister des Deutschen Ordens polnischsprachige und litauischsprachige Siedler in das Ordensland.
SPIEGEL: Was war ihr Interesse?
Kossert: Es ging darum, Landstriche urbar zu machen, die noch Teil der sogenannten "Großen Wildnis" waren. Preußen brauchte Steuerzahler; wie sie redeten, war zweitrangig. Erst seit dem späten 19. Jahrhundert hat sich in Ostpreußen eine zunehmend deutsche und zugleich antislawische Identität heraus- gebildet. Da wurde der Deutsche Orden zum "deutschen Auftrag im Osten" nationalistisch umgedeutet. Zu diesem Zeitpunkt begann die fatale Kette der Radikalisierung, die die Nationalsozialisten zur Perversion führten.
SPIEGEL: Aber es war doch eine Eroberung, um Heiden gewaltsam zu Christen zu machen. Und es gab eine Urbevölkerung dort: die Prussen.
Kossert: Das waren tatsächlich die ersten Ostpreußen. Die baltischen Stämme waren sprachlich mit den Letten und den Litauern verwandt. Der Orden unterwarf sie, zwang sie zur Annahme des Christentums, aber er rottete sie nicht mit dem Schwert aus. Leider geriet die baltische Urtradition Ostpreußens durch die deutsch-polnisch-litauisch-russischen Spannungen um dieses Gebiet in Vergessenheit.
SPIEGEL: Noch um 1850 wird im Süden Ostpreußens überwiegend Polnisch gesprochen, Litauisch dafür im Norden und Deutsch in Königsberg und in der Mitte. Wie kam das?
Kossert: Herzog Albrecht von Preußen sorgte bei der Einführung der Reformation 1525 als nunmehr evangelischer Landesherr dafür, dass das Evangelium tatsächlich in der jeweiligen Muttersprache verkündet wurde. An der Universität Königsberg richtete er eine theologische Fakultät ein mit polnischen und litauischen Sprachseminaren, die erst 400 Jahre später von den Nationalsozialisten geschlossen wurde.
SPIEGEL: Hat Multikulti da tatsächlich funktioniert?
Kossert: Erst mal ist es eine Erfolgsgeschichte, dass diese Mischung Jahrhunderte gehalten hat, auch wenn es durchaus ethnische Spannungen gab. Das Herzogtum Preußen betrieb zudem eine sehr restriktive Judenpolitik.
SPIEGEL: Aber schon 1873 wurde die polnische Sprache an Schulen untersagt und allmählich auch aus den Kirchen gedrängt.
Kossert: Die Reichsgründung brachte eine fundamentale Wende: Eine Germanisierungspolitik begann, die der Idee eines ethnisch homogenen Nationalstaates folgte. Nationalistisch dachte man damals in ganz Europa. In Ostpreußen aber war es die Aufkündigung dieses jahrhundertealten multiethnischen Konsenses.
SPIEGEL: Auch Ortsnamen wurden nun eingedeutscht wie etwa Zimnawodda in "Kaltenborn" oder Krzywonoggen in "Krummfuß".
Kossert: Es begann in der wilhelminischen Zeit noch relativ behutsam. Allerdings verschärfte bereits Wilhelm II. den Kurs, er wollte den sogenannten Ostmarken ein äußeres "deutsches" Antlitz verschaffen. Alles, was slawisch oder litauisch klang, war nun "undeutsch" und musste weichen.
SPIEGEL: Der deutschnationale Historiker und Reichstagsabgeordnete Heinrich von Treitschke erklärte das "deutsche Ordensland Preußen" schon 1862 zum "festen Hafendamm, verwegen hinausgebaut vom deutschen Ufer in die wilde See der östlichen Völker" - da ist es nicht mehr weit zum "Bollwerk gegen das herandrängende Slawentum", wie es bei nationalistischen Scharfmachern in der Weimarer Zeit hieß.
Kossert: Nun etablierte sich eine kulturelle Überlegenheitsideologie, ein "Kulturkampf" gegen die Slawen, der in Ostpreußen besonders stark ausgeprägt war.
SPIEGEL: Warum nicht in Schlesien?
Kossert: Ähnliche Töne gab es auch in Pommern oder in Oberschlesien, aber wegen seiner Randlage ließ sich Ostpreußen die Bollwerksfunktion besonders gut zuschreiben.
SPIEGEL: Im Ersten Weltkrieg wurde Ostpreußen sogar zum Zankapfel zwischen Deutschland und Russland.
Kossert: Wie keine andere Provinz des Deutschen Reiches war Ostpreußen Kriegsschauplatz. Nun setzte sich endgültig ein kollektives deutsches Bewusstsein durch. Deutsche Soldaten kämpften in Ostpreußen, und Hunderttausende ostpreußischer Soldaten lagen mit rheinischen und westfälischen Kameraden in Frankreich im Schützengraben - das einte.
SPIEGEL: Der Krieg fing auch gleich mit einem symbolträchtigen Ereignis an, der Schlacht von Tannenberg - die fand aber doch eigentlich bei Allenstein statt.
Kossert: General Ludendorff hielt in seinen Erinnerungen fest, das Gefecht sei auf seinen Vorschlag als "Schlacht von Tannenberg" benannt worden. Er machte den Sieg nachträglich zur Revanche für die Niederlage des Deutschordensheeres von 1410 gegen Polen-Litauen. Das ist absurd, denn die Kontinuität stimmt noch nicht mal in Ansätzen. Im multiethnischen Ordensheer kämpften auch polnischsprachige Untertanen - und beim polnisch-litauischen Gegner auch deutschsprachige Söldner.
SPIEGEL: Erst als Ostpreußen 1914 umkämpft war, erfuhr es Solidarität aus dem Westen des Reiches?
Kossert: Ja, viele westdeutsche Großstädte hatten eine Patenstadt in Ostpreußen. Im Bürgertum weitverbreitete Romane wie die der Brüder Skrowonnek mit ihren Geschichten "Sturmzeichen" oder "Das große Feuer" erzielten eine extrem hohe Auflage. Das verkaufte sich: das geschundene, umzingelte Grenzland.
SPIEGEL: Ist das die Aura Ostpreußens, die es unterscheidet vom Sudetenland oder dem - heute rumänischen - Banat?
Kossert: Ostpreußen war zuvor einfach eine Provinz, ein Teil Preußens, seine politische Bedeutung erhielt es erst 1914. Da wurde es zum Kampfbegriff. 1927, zu Hindenburgs 80. Geburtstag, wurde das gigantische Tannenberg-Nationaldenkmal eingeweiht. Da war es schon wie eine nationale Pilgerfahrt, nach Ostpreußen zu reisen. Dass ein national gesinnter deutscher Student ein Ostsemester in Königsberg absolvierte oder sich ein Junglehrer für ein, zwei Jahre nach Ostpreußen versetzen ließ, war eine Art Ehrenpflicht.
SPIEGEL: Wir tragen ja zwei Ostpreußenbilder in uns. Das der preußischen Tugenden, des Geistes der Toleranz, Kant und Herder, das andere ist das deutschnationale, ja chauvinistische, preußisch-militaristische.
Kossert: Beide gehören zur Geschichte. Gerade legen wir ein ganz neues Bild frei: das einer geschichtsträchtigen Provinz mit immensem kulturellem Reichtum. Diese multiethnischen Traditionen waren doch für uns verschwunden, sie werden nun als Schatz geborgen.
SPIEGEL: Also eine wirkliche Neuentdeckung Ostpreußens?
Kossert: Absolut. Wir betrachten die Landschaften des östlichen Europas gänzlich neu. Wir entdecken zerstörte Lebenswelten, etwa die jüdische Kultur in Galizien, Bessarabien, wir blicken nun auf Landschaften, die viele jahrzehntelang komplett ausgeblendet hatten.
SPIEGEL: Aber verdrängen wir mit der Kulturseligkeit nicht zum Beispiel, dass gerade in Ostpreußen überwiegend nationalsozialistisch gewählt wurde?
Kossert: Das ist ja mittlerweile hinlänglich bekannt. Aber auch die Tradition des liberalen Ostpreußens des Vormärz wurde vergessen. Vieles, was im Vorfeld der Paulskirche, der Demokratiebewegung in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts stattfand, kam aus Königsberg.
SPIEGEL: Die Zustimmung zu den Nationalsozialisten war in Ostpreußen aber höher als sonst im Reich - bei den letzten beiden freien Wahlen 1932 erhielt die NSDAP in Ostpreußen bis zu zehn Prozent über dem Reichsdurchschnitt.
Kossert: Die Provinz wählte zuvor jahrelang deutschnational. Aber weil die alten Eliten nur an ihre agrarischen Eigeninteressen dachten, kam es seit Ende der zwanziger Jahre zum Bruch zwischen den adligen Gutsherren und den Kleinbauern, die hoch verschuldet waren. Die Nationalsozialisten nahmen sich ihrer Nöte an. Hitler übernahm in Ostpreußen propagandistisch geschickt den Hindenburg-Kult, er reiste mehrmals dorthin und inszenierte sich als der neue Retter Ostpreußens.
SPIEGEL: Gegen das nationale Idol des Siegers von Tannenberg kamen die Sozialdemokraten nicht an?
Kossert: Reichspräsident Friedrich Ebert fuhr ja auch nach Ostpreußen, er eröffnete die Ostmesse und warb dafür, Ostpreußen wirtschaftlich auf die Beine zu helfen - vergebens. Die Lage entglitt den demokratischen Kräften. Die paternalistischen Strukturen Ostpreußens machten eine Modernisierung auch im politischen Denken nicht möglich. Hindenburg steht - wie die Dönhoffs, die Lehndorffs, die Dohnas und andere ostpreußische Adelsfamilien in dieser Zeit auch - für das Nichtakzeptieren und schließlich das Scheitern der Weimarer Republik.
SPIEGEL: Sie geben dem Adel Schuld? Immerhin beteiligte er sich prominent auch am Widerstand gegen Hitler.
Kossert: Die Verschwörung des 20. Juli folgte ja später. Nehmen wir den Kapp-Putsch 1920: Er fand in Ostpreußen die größte Unterstützung. Die fast ausnahmslos adligen Landräte und Provinzgrößen haben daran mitgewirkt. Führende Adelsfamilien unterstützten den "Heimatbund Ostpreußen", der sich daran beteiligte, die Weimarer Republik nach Kräften zu torpedieren.
SPIEGEL: Wie kam es zu dem eher schöngefärbten Ostpreußenbild in der deutschen Erinnerung nach 1945?
Kossert: Wer hat unser Ostpreußenbild bestimmt? Sowohl vor dem Krieg als auch bis in die achtziger Jahre waren das fast ausschließlich Adlige - Marion Gräfin Dönhoff, Hans Graf von Lehndorff, Alexander Fürst zu Dohna-Schlobitten, Esther Gräfin von Schwerin. Dadurch haben wir die Vorstellung, dass Adlige durch ostpreußische Landschaften reiten, liebevoll-paternalistisch mit ihren Untertanen sprechen, die Gutsherren sorgen für Ordnung. Viele Menschen in der frühen Bundesrepublik wollten sich nicht mit dem problematischen Erbe auseinandersetzen, sondern mochten solche Bilder, in denen man sich romantisch-nostalgisch einrichten konnte.
SPIEGEL: Teilen Sie die Ansicht Ihres Historiker-Kollegen Karl Schlögel, dass der Verlust des Ostens außer den Vertriebenen selbst die Deutschen wenig berührt habe?
Kossert: Ich glaube, er hat recht. Die Regionen waren ja tatsächlich weg, hinter dem Eisernen Vorhang verschwunden, die konnte man nicht einmal besuchen. In der Nachkriegszeit kamen zwölf Millionen Vertriebene in die vier Besatzungszonen, und es gab ganz drängende soziale Fragen. Gleichzeitig setzte eine Politisierung der Vertriebenenfrage ein. Dadurch wurde die Verarbeitung des kulturellen Verlustes hintangestellt.
SPIEGEL: Trat das Schicksal der Vertriebenen hinter den Holocaust zurück?
Kossert: Die Aufarbeitung des Holocaust und überhaupt des Nationalsozialismus intensivierte sich erst in den sechziger Jahren. Doch das stand den Belangen der Vertriebenen ja überhaupt nicht im Wege. Vielmehr diente später die Auseinandersetzung um die neue Ostpolitik, die die deutsche Gesellschaft stark polarisierte und vieles unter Revanchismusverdacht stellte, manchmal als bequeme Ausrede, sich nicht schmerzhaften Fragen stellen zu müssen. Etwa: Sind meine Mutter, meine Großmutter auf der Flucht vergewaltigt worden?
SPIEGEL: Sind die Polen geschichtsbewusster?
Kossert: Ich denke, dass das Interesse der Polen an der Vergangenheit ungleich größer ist als das der Deutschen. 40 Jahre lang wurde ihnen durch den kommunistischen Staat eingetrichtert: Ihr wohnt in den "wiedergewonnenen Gebieten", das war urpolnisches Land. Nach 1989 hatten sie ein Nachholbedürfnis, zu fragen: Was war hier eigentlich vor 1945? Sie hatten ja auch ihre eigenen Eltern und Großeltern gesehen, die auf gepackten Koffern saßen, die Angst hatten, die Deutschen kämen zurück, und die häufig ebenfalls um ihre verlorene Heimat trauerten.
SPIEGEL: Und bei uns?
Kossert: Die Deutschen stehen vor der Aufgabe, wie es Karl Schlögel formuliert hat, dieses Thema in die Mitte der Gesellschaft zu rücken und zu fragen: Was ist mit unseren millionenfachen biografischen Bezügen zu diesem Thema und zu diesen Landschaften? Da stehen wir erst am Anfang.
SPIEGEL: Gilt Ihr Satz noch: Noch ist Polen nicht verstanden?
Kossert: Ja. Wir haben viel zu geringe Kenntnisse von der Geschichte unseres direkten Nachbarn. Die Geschichte Italiens oder Frankreichs gehört zu unserem klassischen Bildungskanon. Polen und sein kultureller Beitrag zur Geschichte unseres Kontinents sind jedoch kaum bekannt. Dabei ist die Historie Polens vielfach auch Teil unserer eigenen Geschichte.
SPIEGEL: Und wem gehört Ostpreußen?
Kossert: Es gehört natürlich den Menschen, die heute dort leben. Aber das kulturelle Erbe gehört durch die Familienbezüge genauso auch Millionen Menschen, die in Deutschland und anderswo leben.
SPIEGEL: Herr Kossert, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.
Das Gespräch führten die Redakteure Annette Großbongardt und Norbert F. Pötzl.

Andreas Kossert
Der promovierte Historiker arbeitete von 2001 bis 2009 am Deutschen Historischen Institut in Warschau und ist seit Anfang 2010 wissenschaftlicher Referent bei der Stiftung "Flucht, Vertreibung, Versöhnung". Kossert, 40, schrieb unter anderem die Bücher "Ostpreußen. Geschichte und Mythos" und "Kalte Heimat. Die Geschichte der deutschen Vertriebenen nach 1945".
Das Gespräch führten die Redakteure Annette Großbongardt und Norbert F. Pötzl.
Von Annette Großbongardt und Norbert F. Pötzl

SPIEGEL GESCHICHTE 1/2011
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