Der zornige Zar: Er war belesen und extrem jähzornig: Iwan IV., "der Schreckliche", schuf als Gewaltherrscher die Grundlagen des russischen Imperiums.
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CHRONIK 988 BIS 1918 - Krieger, Reformer, Reaktionäre
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Zwei oder drei Halleluja: Die russisch-orthodoxe Kirche war von jeher erzkonservativ. Elend und Knechtschaft rechtfertigte sie als gottgewollt.
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Schätze im Osten: Moskaus Zugriff auf Sibirien begann mit der Expedition des Kosaken Jermak, der zu einem russischen Helden wurde.
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Die Auferstehung: Weil 1598 die erste Zarendynastie ausstarb, verstrickten sich Adel und Volk in abenteuerliche Machtkämpfe. Die "Smuta" - Zeit der Wirren - wurde zu einem nationalen Trauma.
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Bräutigam hinter Gittern: Wie Graf Waldemar zu Schleswig-Holstein, Sohn des dänischen Königs, Gefangener des Zaren wurde
AUFBRUCH NACH EUROPA
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Tyrannischer Aufklärer: Peter der Große modernisierte das Land mit Gewalt. Als Flottenbauer und Feldherr formte er aus seinem Reich eine europäische Großmacht.
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Sumpfblüte aus Stein: Mit der Entscheidung, St. Petersburg zur neuen Hauptstadt zu machen, öffnete Peter I. das russische Reich in Richtung Westen. Noch 300 Jahre später lebt hinter den Mauern der alten Prachtbauten die Erinnerung an die untergegangene Dynastie.
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Der Wille zur Macht: Katharina die Große war als strenge Herrscherin bewundert und gefürchtet. Sie spielte mit den Ideen der Aufklärung, blieb aber absolute Kaiserin.
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Erhebung aus der Sklaverei: Aus leibeigenen Bauern rekrutierte der Deserteur Jemeljan Pugatschow eine Rebellenarmee. Dabei gab er sich als Zar Peter III. aus - zeitweilig mit großem Erfolg.
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Triumph in Paris: Nach seinem Sieg über Napoleon wurde Alexander I. als "Retter Europas" gefeiert.
VERHINDERTE REFORMEN
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Der furchtsame Despot: Aus Angst vor Rebellion regierte Zar Nikolai I. wie ein Absolutist - und isolierte sich damit nicht nur von Europa, sondern auch von seinem Volk.
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Die Ehre des Poeten: Russlands größter Dichter Alexander Puschkin liebte und verfocht die Freiheit als romantischer Bohemien.
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Träume von einer besseren Welt: Zensur und drohende Strafen hinderten Dichter und politische Denker nicht daran, die despotische Zarenherrschaft anzuprangern.
"Die Toten Seelen" und Nikolai Gogol
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"Russland zerfällt in zwei Teile": Tagebuchaufzeichnungen von Helmuth von Moltke dem Älteren, preußischer General und späterer Feldmarschall, über einen Besuch im Zarenreich 1856
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Bombe vor die Beine: Mit verspäteten und halbherzigen Reformen wie der Aufhebung der Leibeigenschaft versuchte Alexander II., sein Reich zu modernisieren. Dann geriet er ins Visier von Terroristen.
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Absturz in Roulettenburg: Spielschulden und saurer Wein: Fjodor Dostojewski in Deutschland.
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Leben im Totenhaus: Weit über eine Million Menschen schickte das zaristische Russland nach Sibirien. Für viele war die Verbannung ein qualvoller Weg in den Tod, für einige eine Reise in ein erträgliches Exil.
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"Millionen Menschen verfaulen": Der Schriftsteller Anton Tschechow reist 1890 auf die Gefängnisinsel Sachalin und schreibt einen erschütternden Bericht.
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Anschluss verpasst: Die Eisenbahn kam mit Verspätung. Das Schienennetz wurde vor allem unter militärstrategischen Aspekten ausgebaut - aber als Kriege ausbrachen, waren die entscheidenden Strecken noch nicht fertig.
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Für eine Handvoll Dollar: Der Verkauf Alaskas empörte erst Amerikaner, dann Russen.
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Meister der Seele: Der Maler Ilja Repin war der überragende Protagonist der sozialkritischen Künstlergruppe "Wanderer". Er porträtierte das Russland seiner Zeit.
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Wehmütige Klangkunst: Der Charakter des Komponisten Peter Tschaikowski war schwer durchschaubar, seine Musik aber geht umso mehr ans Herz.
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Verräter Ihrer Majestät: In der Zarenzeit entstand Russlands erster Geheimdienst, der sich auf Spitzel und Zuträger stützte. Einige Agenten arbeiteten auch für die Revolution.
EXPANSION UND UNTERGANG
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Eckstein des Reiches: In einem nahezu hundertjährigen Krieg eroberte Russland ab Mitte des 18. Jahrhunderts den Kaukasus. Befrieden konnte es die Bergregion nie.
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Kampfname "Koba": Auch der junge Stalin kämpfte gegen die russische Vorherrschaft im Kaukasus - später wütete er dort schlimmer als die Zaren.
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Der letzte Kaiser: Nikolai II. war ein wankelmütiger Alleinherrscher. Durch Zaudern, Inkompetenz und Sturheit ruinierte er die Monarchie.
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"Wilde Schießerei": Nach der Abdankung kam der Zar mit seiner Familie unter Hausarrest. Im Juli 1918 ermordeten Bolschewiki Eltern, Kinder und Bedienstete.
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Arzt mit blutigen Händen: Der russische Premierminister Pjotr Stolypin wollte das Land reformieren, um die Zarenherrschaft zu retten.
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Geplanter Bürgerkrieg: Mit professionellen Revolutionären wollten die Bolschewiki die Monarchie zerschlagen. Nikolai II. half ihnen unbeabsichtigt.
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Gott und Lamm: Er galt als Sexguru, Wunderheiler und Spion. 1916 wurde der Zarenfreund Rasputin ermordet.
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Anmut und Kraft
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Vom Wahn zum Mord: Nirgends war der Judenhass um 1900 so gewalttätig wie in Russland. Von hier aus gingen die "Protokolle der Weisen von Zion" um die Welt - jene obskure Verschwörungstheorie, derer sich später auch die Nazis bedienten.
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"Darüber thront nur Gott": Kreml und Roter Platz sind seit Jahrhunderten Kristallisationspunkte russischer Geschichte. Wer hier richtig hinschaut, erahnt manche Geheimnisse dieses riesigen Reiches.
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SPIEGEL-GESPRÄCH - "Putin ist ein Zar": Wer die heutige Politik in Russland beobachtet, entdeckt viele Parallelen zu längst vergangenen Zeiten. Warum das so ist, erklärt der Historiker und Politologe Alexander Rahr.
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Russische Aura: Schauplätze und Museen
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BUCHEMPFEHLUNGEN
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IMPRESSUM
VORSCHAU
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Kleopatra und Rom: Kein anderes Land zog die Herrscher der aufstrebenden Großmacht Rom so magisch an wie das schwerreiche Ägypten. Dort regierte die legendäre Königin Kleopatra (69 bis 30 v. Chr.), die mit Cäsar einen Sohn hatte und dann die Geliebte Marc Antons wurde. Ihm folgte sie nach einer dramatisch verlorenen Schlacht in den Tod. Der Sieger Octavian machte als Kaiser Augustus Epoche.