30.03.2004

DER KRIEG IM REICHDer Kampf in den Küchen

Die Alliierten wollten die Deutschen durch Aushungern mürbe machen. Und die Blockade war wirkungsvoll: Etwa 700 000 Menschen starben während des Krieges an Unterernährung. Aus den Protesten gegen Hunger und Entbehrung entwickelte sich der Aufstand gegen das Kaiserreich.
Das kaiserliche Berlin war am 15. Oktober 1915 mit wichtigen Dingen beschäftigt. Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg, der Held von Tannenberg, wurde aus Anlass seines 67. Geburtstags gefeiert.
Die Untertanen des Kaisers, die sich an diesem Abend in der Landsberger Allee 54 vor dem Laden des Herrn Göbel versammelten, hatten andere Sorgen. Lautstark protestierten etliche Frauen gegen steigende Butter-Preise. Ladenbesitzer Göbel schloss eilig sein Geschäft. Doch gegen 20 Uhr wuchs die Menge auf 5000 bis 6000 Menschen an, sie johlten, pfiffen und warfen Steine ins Schaufenster und auf die Polizisten. Erst um 22.30 Uhr nachts, heißt es im Bericht des Polizeibeamten Marschke, herrschte wieder "Ruhe auf der Straße".
Doch die Unruhen wegen der Butter hörten nicht auf. Den ganzen Oktober über sammelten sich besonders in den Arbeiterbezirken Friedrichshain und Lichtenberg oft mehrere tausend Unzufriedene. Die Polizeispitzel ließen in ihren Berichten zunehmend Verständnis für die Wut der Frauen durchblicken, und ihr Vorgesetzter, Polizeipräsident Traugott von Jagow, nahm den Aufruhr so ernst, dass er Kopien der Vermerke an höchste Stellen schickte - sogar an den Kaiser persönlich.
Am 31. Oktober verfügte Generaloberst Gustav von Kessel einen Höchstpreis von 2,80 pro Pfund Butter, 20 bis 60 Pfennig unter dem Niveau, das den Aufruhr ausgelöst hatte. Damit schaffte er tat-
sächlich Ruhe auf der Straße - fürs Erste jedenfalls.
Die Butter-Krawalle - ähnliche gab es in vielen anderen Städten - waren die erste große Demonstrationswelle gegen die Folgen des Weltkrieges für das gemeine Volk. Was als spontane Aktion wider vermeintliche Kriegsgewinnler und Spekulanten begann, richtete sich bald gegen die Unfähigkeit der Reichsregierung, der Ernährungskrise Herr zu werden.
Je länger das Schlachten an den Fronten andauerte und der Hunger in der Heimat wuchs, desto mehr bekamen die Proteste politische Untertöne: In ihnen artikulierte sich Kriegsmüdigkeit und Friedenssehnsucht, aber auch Hass auf die oberen Klassen, die sich auf dem Schwarzmarkt noch fast alles kaufen konnten, und die Forderung nach einem "Lebensmitteldiktator", der endlich alles ordnen sollte. Die Empörung der Hunger-Proteste ging schließlich über in die revolutionäre Bewegung des November 1918, die das Kaiserreich hinwegfegte. Die Reichsregierung hatte die Demonstrationen gegen die Mangelwirtschaft von Anfang an ernst genommen, wie schon die Reaktionen auf die Butter-Unruhen zeigten. Denn die "Heimatfront", so hieß der nun erstmals weit verbreitete Begriff, galt als ebenso kriegsentscheidend wie die Front an den Schützengräben. "Die Grenzen schirmt der Männer Stahl - / Zum Kampf mit tausendfacher Qual/ Steht auf, ihr deutschen Frauen!", dichtete 1914 die Führerin der deutschen Frauenbewegung, Helene Lange.
Zum ersten Mal in neuerer Zeit war die Zivilbevölkerung total in einen Krieg einbezogen. Zwar blieb sie von Militäraktionen noch weitgehend verschont - obwohl es auch im Ersten Weltkrieg schon Luftbombardements auf frontnahe Städte wie Freiburg oder Paris gab. Doch das zivile Leben im Deutschen Reich, ebenso wie in Frankreich und Großbritannien, stand fast ganz im Zeichen des Krieges.
Unter äußerst misslichen Umständen bahnte sich dabei eine andere, aktivere Rolle der Frauen aus der Arbeiterklasse an. Frauen mussten männliche Arbeitskräfte ersetzen und die Rolle der Väter in der Familie übernehmen. Denn die bis dahin unerreichte Zahl von über 13 Millionen Männern wurde im Lauf des vierjährigen Krieges eingesetzt, von ihnen starben über 2 Millionen. Insbesondere in den Rüstungsbetrieben, aber zum Beispiel auch im Straßenbau, leisteten weibliche Kräfte nun Schwerstarbeit. Die Frauen trugen dazu die ganze Last des Kampfes um das tägliche Überleben. Nach stundenlangem Anstehen in den Schlangen mussten sie aus immer weiter schrumpfenden Rationen etwas Essbares herstellen.
Im Guten wie im Schlechten wirkten die Veränderungen der Kriegsgesellschaft bis in die Nachkriegszeit hinein. Aus den Hunger-Demonstrationen entwickelte sich ein politisches Bewusstsein für mehr Demokratie. Not und Ungerechtigkeit der Mangelwirtschaft verschärften aber auch die Klassengegensätze: Die Beamten neideten etwa den Schwerarbeitern ihre Sonderzulagen, die hungernden Massen in den Städten schimpften auf Bauern und Großagrarier, die sie für hohe Preise und das Horten von Nahrungsmitteln verantwortlich machten. Die Wut auf Kriegsspekulanten hatte nicht selten eine antisemitische Tonart.
Dass Versorgungsprobleme die Lage im Lande bestimmen würden, zeigten schon die Zahlen zu Kriegsbeginn: Deutschland importierte rund ein Drittel seiner Nahrungsmittel. Die britische Flotte blockier-
te gleich im August 1914 die Zufahrten zu den deutschen Häfen mit dem erklärten Ziel, nicht nur der Rüstungsproduktion wichtige Nachschubgüter abzuschneiden, sondern auch den Widerstand der Zivilbevölkerung durch Aushungern zu brechen. Mit den neutralen Staaten auf dem Kontinent schlossen die Alliierten Abkommen, nach denen die Lieferung zahlreicher Ernährungsgüter, etwa von Milchprodukten, an Deutschland und Österreich-Ungarn verboten war.
Die Blockade wirkte schon bald: Zunächst verursachte die Knappheit einen enormen Anstieg der Preise. Im Mai 1915 kosteten Nahrungsmittel 65 Prozent mehr als vor Kriegsbeginn. Brot und Kartoffeln, die typisch deutschen Grundnahrungsmittel, traf es besonders. Die Wut darüber richtete sich erst einmal gegen den Feind. "Gott strafe England", lautete eine beliebte Begrüßungsformel, und die korrekte Antwort hieß: "Er strafe es." Für ein Kriegskochbuch ("Des Vaterlandes Kochtopf") machte der Verlag Reklame mit den Worten: "Die Küchenfrage ist jetzt eine Bewaffnungsfrage geworden, um dem englischen Aushungerungsplan wirksam zu begegnen."
Die Herrscherfamilie ging beispielhaft voran in der Kunst frugaler Lebensweise. Kaiserin Auguste Viktoria sammelte in den Schlossgärten von Homburg oder Wilhelmshöhe höchstselbst Fallobst auf. Als ihre Hofdamen einmal die Paradiesäpfelchen schon vor Erscheinen der Hoheit aufgeklaubt hatten, so erinnerte sich eine von ihnen, "wurde sie sehr ärgerlich und verbat sich diesen Eingriff in ihr Amt auf das Energischste".
Ihr Gatte Wilhelm II. stieß an der Hoftafel auf peinlich berührtes Schweigen, als er einen Bericht seines ostpreußischen Forstmeisters Freiherr Speck von Sternburg über die Lage des Hirschbestandes im kaiserlichen Jagdrevier vorlas - der Jägersmann empfahl mitten in der Hungerkrise, "Mohrrüben zur besseren Geweihbildung für die Fütterung aufzukaufen".
Auch Briten und Franzosen hatten an ihrer "home front" oder "front arrière" mit Nahrungsproblemen zu kämpfen. Nachdem Deutschland 1917 den "uneingeschränkten" U-Boot-Krieg gegen die Alliierten ausgerufen hatte, gab es auf der Insel spürbare Einschränkungen. Doch die Deutschen litten ohne Zweifel schwerer unter dem Hunger-Krieg.
Die schon durch die Blockade angespannte Versorgungslage wurde noch durch die mangelhafte Organisation verschärft. Das Chaos in der Ernährungswirtschaft stand in merkwürdigem Gegensatz zur Effizienz, mit der die militärisch-industrielle Produktion die Nachschubprobleme in den Griff bekam. Bei Kriegsbeginn reichten die Rohstoffvorräte der Industrie höchstens für ein halbes Jahr. AEG-Chef Walther Rathenau regte sofort die Gründung einer "Kriegsrohstoffabteilung" im Preußischen Kriegsministerium an, die mit Mitarbeitern aus der Privatwirtschaft besetzt und zunächst von Rathenau selbst geleitet wurde. Die "unbestritten erfolgreichste Wirtschaftsorganisation, die während des Krieges in Deutschland geschaffen wurde", so der amerikanische Historiker Gerald D. Feldman, war zwar auch die Schaltstelle, an der die Großkonzerne Aufträge und Profite unter sich aufteilten. Sie brachte es aber auch zu Stande, dass noch im letzten Kriegsjahr die Rüstungsproduktion ihren Höhepunkt erreichte.
Eine ähnliche Organisationsform, die Rathenau auch für die Lebensmittel vorgeschlagen hatte, lehnte das Kriegsministerium ab - die Verantwortung für diese erkennbar unangenehme Aufgabe mochte der Minister Erich von Falkenhayn nicht auch noch übernehmen. So kam es zu einem Wirrwarr von Dienststellen wie der Kriegsgetreidegesellschaft oder der Reichskartoffelstelle, die jeweils nur beschränkte Kompetenzen hatten. Ein schließlich im Mai 1916 gegründetes Kriegsernährungsamt (KEA) war nur für die Zivilbevölkerung zuständig und konkurrierte mit dem Militär um die Nahrungsmittelbeschaffung. In der KEA durften zahllose Verbände von den christlichen Gewerkschaften bis zu den Großagrariern mitreden - und blockierten sich dabei meistens gegenseitig.
Anfang 1915 musste als erstes Nahrungsmittel das Brot rationiert werden, im Dezember die Milch. Im folgenden Jahr gab es auch Fett, Fleisch, Eier und Kartoffeln offiziell nur noch auf Karten, ebenso wie Kaffee, Tee, Zucker, Hülsenfrüchte und Teigwaren. In den Großstädten richteten die Behörden Volksküchen ein, die, wie in Hamburg, mitunter täglich bis zu 150 000 Menschen versorgten, ein Sechstel der Bevölkerung.
Doch die öffentlichen Speisehallen waren ein ständiger Ort des Ärgers. Die "Minderbemittelten", wie die ärmere Bevölkerung im Amtsdeutsch hieß, sahen darin weniger eine Wohltat als eine Diskriminierung gegenüber den besseren Kreisen, die um die Volksküchen einen großen Bogen machten. Das Essen könne man an manchen Tagen nur "mit Ekel und Brechreiz" in sich hineinquälen, urteilte ein Hamburger über das Menü - "die stinkende Graupensuppe, die ungewürzte Salzwasser-Reissuppe oder die sauren Pflaumen mit Wassernudeln ohne Zucker".
Immer häufiger begann es an der Heimatfront zu rumoren. "Eine wahre himmelschreiende Sünde ist es, wie es zugeht", schrieben "Krieger- und Nichtkriegerfrauen von Hamburg" im Juni 1915 anonym an den Senat. "Es müsste den Wucherern alles weggenommen und an arme Leute verschenkt werden. Wir wollen mal sehen, wenn wir es unseren Männern schreiben, wie es uns geht. Es sind doch unsere Männer, die den Feind von all den Verwüstungen zurückhalten."
Viele machten die Drohung wahr und verstärkten mit ihren Berichten von den Leiden in der Heimat die Kriegsmüdigkeit an der Front. Der Historiker Hans-Ulrich Wehler resümiert: "Im Grunde war der Krieg im Frühjahr 1916 ernährungswirtschaftlich verloren."
Oft nahmen sich "minderbemittelte" Frauen nun das Recht, nicht nur demonstrierend durch die Straßen zu marschieren, sondern den Regierenden direkt ihre Forderungen zu präsentieren. Im Oktober 1915 erschienen rund 200 Frauen vor dem Rathaus von Solingen, wo die Polizei sie vom Eindringen in das Gebäude abhielt. Der stellvertretende Bürgermeister empfing schließlich eine fünfköpfige Delegation und ließ sich auf Verhandlungen mit ihnen ein. Er versprach, für billige Kartoffeln und Kohle zu sorgen. Die Frauen wollten mehr und erreichten eine allgemeine Erhöhung der Unterstützung für Soldatenfrauen. Mit der Zusage des Bürgermeisters allein nicht zufrieden, schickten sie eine weitere Abordnung zur Bezirksverwaltung und ließen sich das Verhandlungsergebnis bestätigen.
Auf ihre eigenen parlamentarischen Vertreter, die Sozialdemokraten, setzten viele "Minderbemittelte" in der Hunger-Krise offenbar gar nicht mehr. Die SPD, die nach Kriegsbeginn einen politischen "Burgfrieden" mit der Regierung einhielt, war beim Kriegsernährungsamt in die Verantwortung eingebunden worden, durch den ersten sozialdemokratischen Unterstaatssekretär August Müller, einen Hamburger Genossenschaftsführer. Als im August 1916 ein Vortrag Müllers in "Sagebiels Etablissement" angekündigt wurde, warnten Hamburger Gegner des offiziellen SPD-Kurses mit einem Flugblatt "Sozialdemokrat oder Regierungsagent?" vor dem "Beruhigungsdoktor": "Das Auftreten dieses Auch-Sozialdemokraten ist eine Beleidigung der Hamburger Arbeiterschaft."
Müllers Rede vor rund 3000 Zuhörern rechtfertigte die Arbeit des Kriegsernährungsamtes ("Im Großen und Ganzen haben wir noch viel Glück gehabt, dass wir gut über die schwere Zeit hinweggekommen sind") und wurde immer öfter von Lachen, Lärm und Zwischenrufen unterbrochen. Als der Sozialdemokrat auch noch kriegsbedingte Preiserhöhungen für vertretbar erklärte und provokant hinzufügte, "so viel ich weiß, sind auch die Löhne der Arbeiter erhöht worden", gingen seine Worte im Tumult unter.
Ein älterer Zigarrenarbeiter, Friedrich Hörmann, sprach der Versammlung dagegen aus dem Herzen. "Dr. Müller und die Leute um die Alster herum müssten sich nur acht Tage lang ihr Essen aus der Kriegsküche holen", rief er unter demonstrativem Beifall, dann würde "Dr. Müller nicht mehr sagen durchhalten, sondern aufhalten".
Die Durchhalteparolen nahmen zu, je mehr die Menschen an der Heimatfront abnehmen mussten. Im berüchtigten "Steckrübenwinter" 1916/17 sank die durchschnittliche Versorgung auf 1000 Kalorien pro Tag, die Hälfte des Mindestbedarfs.
Zu den Folgen der Blockade kamen nun weitere unglückliche Umstände. Die Ernte war verregnet, und wegen der unsinnigen amtlichen Preisregelungen brachte es den Landwirten mehr, Kartoffeln und Getreide zu verfüttern oder an Brennereien zu verkaufen, als in die hungernden Städte zu liefern. Im Frühjahr 1917 bemühte sich das Kriegsernährungsamt um Klarstellung: "Immer wieder begegnet man der Meinung, dass jetzt noch Korn zur Schnapsherstellung verwendet wird. Das ist ein Irrtum." Getreide dürfe zum Schnapsbrennen "auch nicht für das Heer verwendet werden".
Die Steckrübe, eigentlich ein Futtermittel, musste die fehlenden Kartoffeln ersetzen. Die Kohlpflanze war nach Meinung der Kochratgeber für fast alles zu gebrauchen: Steckrüben-Suppe, -Auflauf, -Pudding, -Frikadellen, -Koteletts, -Klöße, -Mus, -Marmelade.
Die Lehrerin Gertrud Schädla aus Verden schrieb am 5. November 1916 in ihr Tagebuch: "Die innere Lage, das Durchhalten mit den Lebensmitteln, ist verzweifelt ernst. England hat, wenn auch nicht ganz, so doch fast erreicht, was es wollte: Wir nagen am Hungertuche. Mit 90 Gramm Fett, mit 150 Gramm Fleisch, mit 2000 Gramm Brot und einem Ei die Woche auskommen, das ist wahrhaftig kein Spaß. Es ist wirklich jetzt oft so, wie Tante Emilie schon vor einem halben Jahr von ihrem Haushalt sagte: ''Jeder geht rum und suchet, was er verschlinge.''"
Die inländische Agrarproduktion war seit Kriegsbeginn dramatisch gefallen, bei Kartoffeln, Zucker oder Hafer zum Beispiel um rund die Hälfte. Von einem Ausgleich der Importausfälle konnte nicht die Rede sein. Bis zum Ausbruch des Krieges war das Kaiserreich weltweit der größte Importeur von Agrarprodukten.
Besonders litten die landwirtschaftlichen Betriebe unter der Einberufung der Bauern in den Krieg. Die Führung auf dem Hof mussten nun die Bäuerinnen übernehmen, 44 Prozent der Agrarbetriebe standen 1916 unter weiblicher Leitung. Kriegsgefangene konnten die eingezogenen Bauern nur begrenzt ersetzen, schwere Feldarbeit wie Pflügen oder Mähen war nun Sache der Frauen.
"Jetzt muss ich halt dem Josef seine Arbeit auch noch mittun, es ist manchmal schwer für mich, zum Beispiel das Ackern geht wohl nicht recht gut", schrieb eine Bäuerin aus dem südbayerischen Erdenwies 1917 an ihre Schwester, und eine andere klagte: "Drei Jahre Arbeiten allein wie ein Riesenvieh, das halten die Menschen nicht mehr aus, wir haben für Gott schon vieles getan, und kein Ende werde nicht mehr."
In den Städten wurde der Kampf um das tägliche Brot, das es nun oft nur ersatzweise als "Kriegsbrot" aus Kartoffelmehl gab, zu einem erschöpfenden Stellungskrieg in den Schlangen. Eine Freiburgerin schilderte das Anstehen Ende 1917. Hunderte von Menschen warteten in Zehnerreihen vor dem Kornhaus. Nach anderthalb Stunden hatte die Frau den Eingang erreicht, nur um festzustellen, "dass die ganze Menge sich an einen einzigen Zahlschalter vorschieben musste. Diese Prozedur ging unter großem Gedränge und Schimpfen vor sich. Ich gab den Kampf auf und zog mich zurück".
Schätzungsweise 700 000 Deutsche starben während des Ersten Weltkrieges vor allem an den Folgen von Unterernährung. Die Verluste an der Heimatfront erreichten ein demoralisierendes Ausmaß - die Zahl der zivilen Opfer betrug immerhin rund 35 Prozent der Gefallenen an den Kriegsfronten. Zwischen 1914 und 1918 kamen mehr Menschen in Deutschland durch den Hunger-Krieg um als von 1939 bis 1945 durch die alliierten Flächenbombardements, die rund 600 000 Tote forderten.
Mit dem Steckrübenwinter 1916/17 nahmen die Proteste in den Städten eine neue Qualität an. Die Frauen demonstrierten nicht mehr nur gegen Wucher und Mangel, sondern zunehmend gegen Krieg und Ausbeutung. "Und nun frage ich die Männer: Wie lange wollt ihr es noch aushalten mit dem schlechten Lohn?", rief eine Frau auf einer Versammlung Hamburger Hafenarbeiter im Dezember 1917. "Wie lange soll es noch dauern, dass ihr euch bei der langen Arbeitszeit die letzte Kraft aus den Knochen saugen lasst?"
Die meisten Arbeiter auf den kriegswichtigen Hamburger Werften gingen ein hohes Risiko ein, wenn sie öffentlich aufbegehrten. Sie waren "reklamiert", also zum Soldatendienst eingezogen und dann für den Arbeitseinsatz freigestellt. Schon bei geringen Verstößen konnten sie an die Front geschickt werden. "Wir müssen uns alle einschränken. Ihnen geht es hier viel zu gut", erklärte der Gründer von Blohm & Voss, Hermann Blohm, schon 1915. "Sie können froh sein, dass sie reklamiert sind und nicht im Schützengraben rumliegen brauchen."
Allen Drohungen zum Trotz begann im Oktober 1916 eine Kette von Werftstreiks, die bis ins nächste Frühjahr dauerte. Ging es zunächst noch um die Verschleppungstaktik der Arbeitgeber bei Lohnverhandlungen, wurden bald auch Forderungen nach Frieden immer lauter. Am 1. August 1917, dem dritten Jahrestag des Kriegsbeginns, sammelten sich an die 10 000 Fabrik- und Werftarbeiter auf dem Heiligengeistfeld zu einer Friedensdemonstration. Aufgerufen dazu hatten Mitglieder der Sozialistischen Arbeiterjugend Hamburgs, im Polizeibericht als "Halbstarke" tituliert.
Vom traditionellen Versammlungsplatz der Hamburger Arbeiterschaft ging es zum Alsterpavillon am Jungfernstieg, dem bevorzugten Café der hanseatischen Bürger. "Einige Steine sausen hinein", schilderte ein junger Sozialist die Ereignisse für eine Feldpostzeitung. "Für die Prasser noch viel zu wenig; denn den Verwundeten der hiesigen Lazarette ist das Passieren des Jungfernstieges verboten, weil die Herrschaften den Anblick nicht ertragen können."
Ende Januar 1918 wurde die Streikwelle immer mächtiger. Hunderttausende Arbeiter und Arbeiterinnen waren in ganz Deutschland im Ausstand, in Berlin, dem Zentrum der Rüstungsfabriken, allein 180 000. Die Polizeispitzel warnten ihre Vorgesetzten vor der realen Drohung einer Revolution. Doch noch war es nicht so weit. Nach massivem Polizeieinsatz und in heftigem Schneefall lösten sich die Proteste auf.
Demonstrationen und Streiks hatten inzwischen Unterstützung auch bei Sozialdemokraten gefunden - nicht bei der Mehrheit der Reichstagsfraktion, die weiter unerschüttert zum Burgfrieden mit der Regierung stand, sondern bei einer Minderheit der Berliner SPD-Abgeordneten, die diesen Kurs nicht mehr mittragen wollten.
Zur endgültigen Spaltung war es gekommen, als 18 Mitglieder der Fraktion im März 1916 darauf beharrten, keine weiteren Kriegskredite zu bewilligen. Die Opponenten wurden unter heftigen Beschimpfungen ausgeschlossen. "Dreckseele", "schamloser Kerl", "frecher Halunke" schleuderten die Genossen dem Kollegen Hugo Haase entgegen, der die Ablehnung in der Sitzung begründete - er war immerhin ihr eigener Parteivorsitzender.
Anfang April 1917 gründeten die Ausgeschlossenen eine eigene Partei, die Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands (USPD). Der Ort der Versammlung war mit Blick auf die SPD-Tradition symbolträchtig ausgewählt: Gotha, wo sich 1875 aus verschiedenen Gruppierungen die mächtige deutsche Arbeiterpartei zusammengefunden hatte. Die führenden Vertreter der neuen Sozialdemokratie kamen von links wie von rechts. Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, überzeugte Kriegsgegner und später Gründer der Kommunistischen Partei Deutschlands, waren ebenso dabei wie der Theoretiker des rechten Revisionismus, Eduard Bernstein, und der pragmatisch orientierte Haase.
Rosa Luxemburg, zwischen 1915 und 1918 mit wenigen Unterbrechungen in Haft, hatte einen pathetischen Ton, der den braven Mehrheitssozialisten eher unheimlich war, die Stimmung der Enttäuschten und Geschwächten in den Versammlungen aber gut traf. In "Die Krise der deutschen Sozialdemokratie" schrieb sie 1916: "Geschändet, entehrt, im Blute watend, von Schmutz triefend - so steht die bürgerliche Gesellschaft da, so ist sie. Nicht wenn sie, geleckt und sittsam, Kultur, Philosophie und Ethik, Ordnung, Frieden und Rechtsstaat mimt - als reißende Bestie, als Hexensabbat der Anarchie, als Pesthauch für Kultur und Menschheit, so zeigt sie sich in ihrer wahren, nackten Gestalt."
Rund ein Siebtel der SPD-Bezirksorganisationen schwenkte sofort zur neuen Partei über. Im Oktober 1917 hatte die USPD rund 120 000 Mitglieder, eine erstaunliche Zahl im Vergleich zur SPD. Die kam zu dieser Zeit gerade mal noch auf doppelt so viele Genossen - seit 1914 war der Mitgliederbestand von fast 1,1 Millionen auf 243 000 geschrumpft. Die alte Partei litt unter den Folgen ihrer Kompromisse mit der Reichsregierung, die junge Rivalin gewann durch klare, offene Kritik am Krieg.
Die Führung des wilhelminischen Reiches war allerdings nicht bereit, auf Friedenswünsche im Volk einzugehen.
Während die Demonstrationen und Streiks heftiger wurden, holte die Reichsregierung unter Kanzler Theobald von Bethmann Hollweg ausgerechnet die Hardliner an die Spitze der militärischen Kommandogewalt, die unbeirrt bis zum Endsieg kämpfen wollten. Am 29. August 1916 wurden Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg, der populäre Held der Tannnenberg-Schlacht, und sein Generalskamerad Erich Ludendorff zu Oberkommandierenden der 3. Obersten Heeresleitung (OHL) ernannt.
Die "Dioskuren" besaßen eine bisher ungekannte Machtfülle, mit einer Rücktrittsdrohung konnten die vermeintlichen Retter ihre Wünsche gegenüber Kaiser und Kanzler jederzeit durchsetzen. Der angesehene Hindenburg gab die Vaterfigur ab, Ludendorff hielt die Fäden in der Hand. "Politisch ahnungslos und überaus ungebildet, nervös und jäh" nannte ihn der Kanzler-Gehilfe Kurt Riezler. "Würde, wenn frei losgelassen, Deutschland binnen kurzem in den Abgrund stürzen."
Mit dem so genannten Hindenburg-Programm strebten die neuen Herren eine völlige Militarisierung Deutschlands an. Jugendliche sollten vom 16. Lebensjahr militärisch ausgebildet werden, die Pflichtzeit für den Soldatendienst sollte bis zum 50. Lebensjahr ausgedehnt werden, Frauen sollten einer allgemeinen Dienstpflicht unterliegen. Als Gesetz über den "Vaterländischen Hilfsdienst" wurde das Programm im Reichstag allerdings noch erheblich verändert, um besonders die Gewerkschaften und die SPD einzubinden. Das Entgegenkommen begründete General Wilhelm Groener, Chef eines neuen "Kriegsamtes" zur Rüstungskoordination, zum Entsetzen der meisten Industriellen mit den Worten: "Gegen die Arbeiter könnten wir den Krieg überhaupt nicht gewinnen."
Die Gewerkschaften wurden im Gesetz erstmals als Partner anerkannt, Arbeiterausschüsse in den Betrieben und Schlichtungsverfahren gaben ihnen neue Rechte, die nach dem Krieg Grundlage für den Ausbau des Sozialstaates wurden. Zugleich waren die Gewerkschaften damit aber Teil der Kriegsmaschinerie, die auf Hochtouren einen Sieg mit illusionären Kriegszielen anstrebte. Der Gewerkschaftsführer Carl Legien war sich dieses Risikos des "Zwangsgesetzes" durchaus bewusst, das nur mit "einigen Tropfen sozialen Öls" gesalbt sei.
Der totalen Mobilmachung im Innern entsprach nach Außen eine Ausweitung des Krieges: Am 1. Februar 1917 wurde der uneingeschränkte U-Boot-Krieg angeordnet. Das bedeutete: Deutsche Unterseeboote schossen in internationalen Gewässern ohne Vorwarnung auf Handelsschiffe aller Nationen. Damit sollte insbesondere England vom Nachschub abgeschnitten werden. Die Militärs behaupteten, das Königreich könne so innerhalb von etwa fünf Monaten zum Frieden gezwungen werden. Das war eine Fehlkalkulation, den Briten stand trotz ersten Erfolgen bei der Versenkung eine viel größere Handelsflotte zur Verfügung, als die deutschen U-Boot-Strategen berechnet hatten.
Die gefährlichste Folge der Torpedierungsaktion war jedoch der Kriegseintritt der USA. Genau aus diesem Grund hatte sich Kanzler Bethmann Hollweg zunächst gegen die Pläne der 3. OHL gewandt. Doch in der Berliner Politik fand die fatale Risikostrategie zahlreiche verblendete Befürworter, vom lange zögernden Kaiser Wilhelm II. bis hin zum Nationalliberalen Gustav Stresemann, dem späteren Außenminister der Weimarer Republik. Kein einziger amerikanischer Truppentransporter, so tönten sie, werde je durchkommen, um einen US-Soldaten an die Westfront zu bringen. Der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes, Wilhelm Solf, resignierte: "Der Verstand hat vor der Macht seine Fahne heruntergeholt."
Der Aufmarsch der US-Armee auf dem europäischen Kriegsschauplatz besiegelte die deutsche Niederlage und den Untergang des Kaiserreichs. Ende September 1918 musste Ludendorff gegenüber der Regierung zugeben, dass wegen des Einsatzes frischer US-Verbände ein militärisches Debakel drohe. Zudem sei die eigene Armee "schwer verseucht durch das Gift spartakistischer und sozialistischer Ideen".
Aus Furcht vor einer Revolution brachte die wilhelminische Regierung kurz vor dem Untergang, am 24. Oktober 1918, einen Verfassungsentwurf für eine - ziemlich halbherzige - parlamentarische Monarchie im Reichstag ein. Die Sozialdemokraten wurden in eine neue Reichsregierung unter dem Kanzler Prinz Max von Baden miteinbezogen.
Das teilte der MSPD einmal mehr die Rolle der Abwiegler zu, während auf den Straßen schon der Aufruhr zu spüren war. Hamburger Mehrheitssozialdemokraten beschworen ihre Anhänger: "Je größer die Gefahr, desto unerschütterlicher muss die Ruhe der Volksmassen sein." Derweil konnte es die Polizei in der Hansestadt schon nicht mehr wagen, gegen Versammlungen der USPD vorzugehen. Über eine dieser Zusammenkünfte berichtete ein Genosse: "Geradezu elementar brach sich die auf Herbeiführung einer sozialen Republik und gegen den von regierungssozialistischer Seite propagierten nationalen Krieg gerichtete Stimmung Bahn."
Den letzten Anstoß zur Revolution gab die Marineleitung. In einem aberwitzigen Anfall von "soldatischer Ehre" wollte Admiral Reinhard Scheer seine Flotte zu einem "letzten großen Kampf mit England"
auslaufen lassen. Auf den nahe der Insel Wangerooge versammelten Schiffen gingen Gerüchte von einer "Todesfahrt" um. Als am Abend des 29. Oktober der Befehl zum Ankerlichten am nächsten Morgen ausgegeben wurde, brach eine erste Meuterei aus. Offizieren gelang es noch, 1000 Matrosen gefangen zu nehmen.
Doch die Nachricht verbreitete sich schnell, vor allem bei dem nach Kiel zurückgekehrten III. Geschwader, die Empörung war gewaltig, und der Funke sprang von einem Schiff zum anderen über. Am 2. November solidarisierten sich die Soldaten, die gegen die Meuterer vorgehen sollten, mit den Matrosen, Arbeiter schlossen sich an, die ersten Räte wurden gegründet. Nun war die Welle nicht mehr aufzuhalten.
In Hamburg jubelte der USPD-Reichstagsabgeordnete Wilhelm Dittmann auf einer Versammlung im Gewerkschaftshaus: "Diese Verbrüderung der Arbeiter im Werkstattkittel und im Waffenrock ist die erhebendste Erscheinung dieses Krieges. Der Krieg hat zur Reife gebracht, was sonst noch Jahrzehnte erfordert hätte."
Während Dittmann noch von der Machtergreifung des Proletariats redete, drängte eine Abordnung Kieler Matrosen mit roten Bändchen auf der Brust zur Rednerbühne, dann stieß ein Trupp Infanteristen dazu und hakte sich mit den Arbeitern unter. Die Begeisterung war allgemein, wie eine Teilnehmerin schilderte: "Das war eine Versammlung, wie noch keine war, und wie wir wohl keine wieder erleben werden."
Das Kaiserreich war am Ende, aber auch die Revolution war bald wieder vorbei. Der MSPD-Abgeordnete Friedrich Ebert, später Reichspräsident, erklärte dem Kanzler Max von Baden, wie er den Zusammenhang sah: "Wenn der Kaiser nicht abdankt, dann ist die soziale Revolution unvermeidlich; ich aber will sie nicht, ja, ich hasse sie wie die Sünde."
Der Kanzler verkündete die Abdankung auf eigene Faust und übergab Ebert die Regierungsgeschäfte - was so in der Verfassung nicht vorgesehen war und einem Staatsstreich gleichkam. Es war der 9. November 1918. Zwei Tage später unterzeichnete der Reichstagsabgeordnete Matthias Erzberger das Waffenstillstandsabkommen im Wald von Compiègne.
Kaiser Wilhelm II., der sich im Hauptquartier der OHL im belgischen Spa aufgehalten hatte, brach ins niederländische Exil auf mit den Worten: "Ja, wer hätte das gedacht, dass es so kommen würde?" Dann fand er aber für sich eine passende Erklärung: "Das deutsche Volk ist eine Schweinebande." MICHAEL SCHMIDT-KLINGENBERG
* Kartoffelschalen werden gegen Brennholz getauscht. * In Österreich-Ungarn. * Mit einem auf der Straße gestürzten und daraufhin notgeschlachteten Pferd. * Im November 1918 in Berlin.
Von Michael Schmidt-Klingenberg

SPIEGEL SPECIAL 1/2004
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