DER SPIEGEL



ISLAM

Nächtliche Gebete

Von Brandt, Andrea und Meyer, Cordula

Muslime in Deutschland werden immer religiöser und konservativer. Islamische Verbände fördern diese Einstellungen. Vor allem mit ihrer Jugendarbeit verstärken sie das Abdriften in muslimische Parallelgesellschaften.

Das Erste, was Fremden auffällt, ist die Stille. Kein Kinderlachen, kein Geplapper, keine Popmusik. "Richtig unheimlich" sei ihm das, sagt ein evangelischer Pfarrer, der den üblichen Geräuschpegel in Schülerheimen kennt. An diesem Freitag zum Ende des Ramadan ist es besonders ruhig in dem grüngestrichenen Haus in der Duisburger Hochfeldstraße. Die Jungen nehmen leise ihre Jacken von den nummerierten Haken, viele fahren zum Fest nach Hause. In den Mehrbettzimmern sind die Decken akkurat zusammengelegt. Poster oder Spielzeug gibt es nicht.

Betrieben wird das Heim vom Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ). 38 muslimische Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren sind hier untergebracht. Vormittags besuchen sie örtliche Schulen, ansonsten wohnen und lernen sie in dem grünen Haus. Hilfe bei den Hausaufgaben von 15 bis 18 Uhr, Abendessen um 19 Uhr, dazwischen und danach Freizeit, lautet das offizielle Programm. 150 Euro zahlen die Eltern dafür pro Monat, den Rest finanziert der Verband aus Spenden.

Es sind nicht die typischen Heimkinder aus zerrütteten Familien, die betreut werden. Die meisten kommen aus intakten Elternhäusern. Offiziell sind sie vor allem hier, um in der Schule besser mitzukommen. "Die Heime", sagt VIKZ-Rechtsberater Ersoy Sam, "verbessern die Bildungschancen und damit auch die Chancen auf ein erfolgreiches Leben in Deutschland."

Religionsforscher und Jugendexperten warnen dennoch, der Graben zwischen Muslimen und der Mehrheitsgesellschaft werde gerade durch solche Schülerwohnheime immer größer.

Tatsache ist, dass Meinungsumfragen eine starke Hinwendung vor allem der jüngeren Muslime in Deutschland zu religiös-fundamentalistischen Einstellungen belegen. Die Erfahrungen der grünen Bundestagsabgeordneten Ekin Deligöz zeigen, wie lebensgefährlich diese Entwicklung sein kann. Deligöz hatte muslimische Frauen dazu aufgerufen, das Kopftuch abzulegen, und muss seither mit Morddrohungen und unter Personenschutz leben.

Schuld daran sind jedoch nicht allein muslimische Verbände, sondern auch eine Gesellschaft, die sich unter dem Deckmantel religiöser Toleranz lange nicht darum scherte, dass Teile ihrer muslimischen Nachbarschaft in Parallelgesellschaften abdrifteten. Selbst Gerichte lassen seit Jahren auch noch die absurdesten Begründungen dafür gelten, dass muslimische Mädchen nicht an gemeinsamen Klassenfahrten oder Schwimmstunden teilnehmen müssen.

Allerdings zeigt das Beispiel des Verbandes der Islamischen Kulturzentren, wie schwer es in der Praxis oft ist, hinter die Kulissen islamischer Einrichtungen zu blicken. Unter den Muslimen in Deutschland hat der VIKZ Gewicht. 300 Moschee-Gemeinden gehören ihm an, er ist der drittgrößte muslimische Verband in Deutschland und vertritt mehr Menschen als der Zentralrat der Muslime.

In der Öffentlichkeit treten die Verbandsvertreter betont gepflegt und freundlich auf, oft im feinen Nadelstreifen. In ihren Heimen seien ausschließlich "deutschsprachige Erzieher beschäftigt", betont Rechtsberater Sam. Überwiegend seien sie sogar deutschstämmig. Außerdem seien die Wohnheime "nicht auf religiöse Unterweisung ausgerichtet, sondern auf Förderung der schulischen Erfolge und der interkulturellen Kompetenz".

Das Duisburger Heim gilt als Vorzeigeobjekt des Verbandes. Neben einem türkischstämmigen Theologen und Pädagogen gibt es den deutschen Erzieher Holger Kellner, den das Arbeitsamt vermittelt hat. Ein weiterer deutscher Erzieher wird derzeit gesucht. Und zumindest für die Wochenenden sind Treffen mit nichtmuslimischen Kindern vorgesehen. Beispielsweise gelegentliche Fußballturniere mit mit dem örtlichen SPD-Jugendverband. Das sei doch mehr Kontakt zu Deutschen, als die Schüler von zu Hause aus hätten, argumentiert der Verband.

Doch Skepsis ist angebracht: Die Behörden schreiben die deutschsprachigen Erzieher vor. Und für gemeinsame Freizeit mit nichtmuslimischen Kindern bleibt im Alltag oft keine Zeit. Früher, erzählt ein 17-jähriger Hauptschüler, habe er beim Sportverein Duisburg 08 trainiert. Seit er jedoch vor zwei Jahren ins Heim zog, passe der Sport nicht mehr ins Tagesprogramm. "Fast nur Türken" zählt der Junge nun zu seinen Freunden.

Darauf angesprochen, antwortet Rechtsberater Sam etwas wolkig, es habe bei den Freizeitaktivitäten "eine kontinuierliche Entwicklung bezüglich der Förderung der Kontakte zu Jugendlichen anderer Jugendeinrichtungen gegeben".

Doch Kritiker wie der Islambeauftragte des evangelischen Kirchenkreises in Duisburg, Pfarrer Rafael Nikodemus, geben wenig auf die Einsichtsfähigkeit des Verbandes. Gerade die Vertreter des VIKZ, sagt Nikodemus, würden nur auf "massiven Druck" mit Vereinen und Kirchen in den Stadtteilen zusammenarbeiten.

Noch negativer fällt das Urteil der Marburger Professorin und VIKZ-Kennerin Ursula Spuler-Stegemann aus. Die Islamwissenschaftlerin hat für das hessische Sozialministerium Einrichtungen des Verbandes unter die Lupe genommen. "Ich habe", so ihr Resümee, "kein einziges Heim finden können, bei dem es keine gravierenden Täuschungen gegeben hat."

Das sei "definitiv nicht so", widerspricht Rechtsberater Sam: Zwar "mag es hier und da" entgegen der klaren Weisung des VIKZ-Vorstandes Fehler gegeben haben, "eine Täuschung der Behörden und bewusste Illegalität hat es keineswegs gegeben".

Doch in ihrem Gutachten aus dem Jahre 2004 begründet Spuler-Stegemann ihre Kritik detailliert: Entgegen anders lautenden Beteuerungen dienten Heime "fast ausschließlich islamischer Lehre und der Einübung in die Glaubenspraxis". Sie seien "absolut integrationshemmend". Die Schüler würden in einen "strengstens Scharia-orientierten" Islam "hineinindoktriniert" und gegen das Christentum, den Westen und das Grundgesetz "immunisiert". Der VIKZ sei eine elitäre Organisation innerhalb des Islam und sorge dafür, dass die Schüler zu striktem Gehorsam und noch strikterer Geschlechtertrennung erzogen würden.

Der VIKZ weist die Vorwürfe als "sachlich falsch" und "tendenziös" zurück. Das sei eine "Pauschalverurteilung", sagt Sam. Sein Verband sei noch nie vom Verfassungsschutz beobachtet worden.

Dennoch erschienen der hessischen Landesregierung die geäußerten Bedenken als so gravierend, dass sie keine Wohnheime des Verbandes mehr genehmigte. "Die VIKZ-Vertreter versprechen alles und machen dann doch, was sie wollen", sagt Hanspeter Pohl, der im Wiesbadener Sozialministerium für die Aufsicht über Kinder- und Jugendheime zuständig ist. So finde Religionsunterricht in "erheblich größerem Umfang" statt, als eingestanden werde, sogar mitten in der Nacht würden Kinder regelmäßig für Gebete geweckt.

Vorbehalte, die der VIKZ so nicht stehen lassen will: "Gebete sind freiwillig, und kein Kind wird hierzu gezwungen."

Eine Hauptschullehrerin aus Nordrhein-Westfalen, deren Schule im Einzugsgebiet eines der inoffiziellen VIKZ-Wohnheime liegt, hat sich über Jahre ein Bild machen können. Sie erlebte, wie ihre Schüler auf einmal "stark antisemitisch und antiamerikanisch eingestellt" waren. Englisch gelte als Sprache des Feindes, "das sprechen einige nicht mehr, selbst wenn sie dann eine Sechs bekommen". In Biologie werde die Evolutionstheorie abgelehnt, in Erdkunde die Erkenntnisse zum Alter der Erde, in Deutsch jegliche Satire.

Und eine weitere Beobachtung hat die Lehrerin gemacht: Wenn die Jungen im Heim "mal wieder bis abends um elf den Koran auf Arabisch rezitiert haben", seien sie am nächsten Tag so übermüdet, dass sie im Unterricht einfach einschliefen.

Sam weist auch diese Vorwürfe zurück: "Das hat mit der Arbeit des VIKZ nichts zu tun und steht diametral zur Praxis." In manchen VIKZ-Einrichtungen gebe es "sogar Bücher vom jüdischen Satiriker Ephraim Kishon".

Aber: Belege, dass sich der VIKZ außerhalb der Legalität bewegt, gibt es zuhauf. Das Landesjugendamt Rheinland weiß zu berichten, dass im Mai Kontrolleure in Nettetal Verbandsmitglieder ertappten, die ohne Betriebserlaubnis eine Wochenend- und Ferienbetreuung gestartet hatten. In Wuppertal schlossen die Behörden 2004 ein Schülerwohnheim des VIKZ neben der Moschee-Gemeinde in der Friedrich-Ebert-Straße. Rund 30 Kinder, darunter etliche Grundschüler, so der Wuppertaler Sozialdezernent Stefan Kühn, hätten dort ohne Genehmigung gewohnt. Sam bestreitet die Vorwürfe nicht, es habe sich um "Absprachefehler und Missverständnisse" und "Einzelfälle" gehandelt.

"Alle Verbände haben großes Interesse an der Jugendausbildung, wer an der Jugend dran ist, hat Zukunft", sagt Herbert Müller, Chef der "Kompetenzgruppe Islamismus" beim baden-württembergischen Verfassungsschutz. "Die Verbände sagen, sie seien die Speerspitze der Integration und bänden die Jugendlichen in die Gesellschaft ein - aber gemeint sind die verschiedenen muslimischen Gemeinschaften."

So betreibt etwa die vom Verfassungsschutz beobachtete Islamische Gemeinschaft Milli Görüs Sommer-Ferienlager, die nach eigenen Angaben 30 000 muslimische Schüler besuchen. Auch die ebenfalls als islamistisch eingeschätzte Islamische Gemeinschaft Deutschlands (IGD) macht intensive Jugendarbeit vor allem unter arabischstämmigen Jugendlichen.

Die Jungen und Mädchen, so Faruk S~en, Direktor des Zentrums für Türkeistudien, würden sich immer stärker über ihren Glauben definieren. Das sei auch eine Folge des 11. September 2001. Nach den Terroranschlägen sei der Islam von der nichtislamischen Umwelt zunehmend abgelehnt worden, was Muslime dazu gebracht habe, sich stärker mit ihrer Religion zu identifizieren.

Nach Befragungen des von S~en geleiteten Zentrums gaben im Jahr 2000 acht Prozent der türkischstämmigen Migranten an, sie seien "sehr religiös", 2005 waren es 28 Prozent.

Auffällig auch die Ansichten beim Thema Kopftuch. Fanden im Jahr 2000 noch 27 Prozent der Befragten, eine muslimische Frau sollte ihr Haar verhüllen, so waren es fünf Jahre später mit 47 Prozent bereits fast doppelt so viele. Ähnliches zeigte sich bei gemeinsamem Sportunterricht für Jungen und Mädchen und bei der Teilnahme an Klassenfahrten. 2000 waren 19 Prozent der Befragten dagegen, im vergangenen Jahr war der Anteil der Gegner auf 30 Prozent gewachsen.

Auffällig konservativ sind die Jüngeren und die Frauen: 59 Prozent der 18 bis 30-Jährigen befürworten, dass muslimische Frauen ein Kopftuch tragen. Unter den weiblichen Befragten sind es sogar fast 62 Prozent. Dabei fielen die Mitglieder von Moscheeverbänden als besonders glaubensstreng auf und darunter vor allem die Mitglieder des Verbandes der Islamischen Kulturzentren.

Oft waren in den vergangenen Jahren ausgerechnet deutsche Richter treue Verbündete muslimischer Eltern. Immer wieder stellten sie deren Religionsfreiheit über die Rechte vor allem der Mädchen, an einem normalen Schulbetrieb teilzunehmen.

So entschied 1993 das Bundesverwaltungsgericht, dass eine 13-jährige Türkin nicht am Sportunterricht teilnehmen müsse, wenn nicht nach Geschlechtern getrennt unterrichtet werde. Aus den Argumenten der betroffenen Bremer Schulverwaltung sprach schon damals die ganze Verzweiflung im täglichen Kampf um Integration.

Sie berücksichtigten bereits, argumentierten die Bremer, dass die Mädchen verhüllt Sport trieben. Weitergehende religiöse Sonderregelungen aber würden Klassenfahrten, Aufklärungsunterricht, Theaterbesuche und Projektwochen erschweren. "Nur durch energisches Bestehen auf Erfüllung der Schulpflicht" sei es noch möglich, "den Unterricht an Schulen mit hohem Ausländeranteil nicht völlig auseinanderbrechen zu lassen".

Der Appell verhallte. Ein Zwang zur Teilnahme verletze die Glaubensfreiheit, die Schule müsse den Unterricht nach Geschlechtern getrennt anbieten oder die Schülerin befreien, urteilten die höchsten deutschen Bundesrichter.

Auch in den folgenden Jahren scheinen die Gerichte nicht unbedingt dazugelernt zu haben. Etwa das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen. Die Richter hatten darüber zu entscheiden, ob ein muslimisches Mädchen an einer Klassenfahrt teilnehmen muss. In ihrem Beschluss aus dem Jahr 2002 benutzten sie die Terminologie aus einer zwei Jahre zuvor erlassenen Fatwa. Der ehemalige Vorsitzende der Islamischen Religionsgemeinschaft Hessen hatte in dem Rechtsgutachten vorgeschrieben, dass sich eine Muslimin ohne die Begleitung eines Mahrams, eines männlichen Blutsverwandten, nur maximal 81 Kilometer von zu Hause entfernen dürfe, weil eine Kamelkarawane diese Entfernung an einem Tag zurücklegen könne.

Nun sind hierzulande Kamele eher selten unterwegs. Aber verständnisvolle Richter empfahlen, doch den 15-jährigen Bruder als "Mahram" mitzunehmen. Das Mädchen sei durch Ängste, ihr Kopftuch zu verlieren oder andere religiöse Gebote zu verletzen, in einer Situation, die mit der einer "partiell psychisch Behinderten" vergleichbar sei. Deshalb brauche sie eine Begleitperson. Allein müsse sie nicht mitfahren.

Die Folgen islamistischer Indoktrinierung sind heute an fast allen Schulen mit hohem Anteil an muslimischen Schülern zu besichtigen. Zwar haben sich inzwischen einige Richter eines Besseren besonnen und urteilen, wie etwa im vergangenen Jahr in Hamburg, eindeutig für die Schulpflicht. Doch Lehrer klagen, dass immer weniger muslimische Mädchen am Schwimmen, am Sportunterricht oder an Klassenfahrten teilnähmen. In Hamburg betraf das nach Angaben des dortigen Lehrerverbandes 2004 nahezu die Hälfte der muslimischen Schülerinnen.

Auf der Internet-Seite "Muslim-Markt" der Delmenhorster Brüder Yavuz und Gürhan Özoguz finden interessierte Eltern ein Formular zur Befreiung vom Schwimmunterricht, mit Verweisen auf die einschlägigen Verwaltungsgerichtsurteile.

In Berlin erklagte sich die Islamische Föderation, die unter einem gewissen Einfluss der islamistischen Milli Görüs stehen soll, 2001 gegen den Widerstand der Schulbehörde das Recht, in eigener Regie Religionsunterricht zu erteilen.

Mittlerweile unterrichtet die Föderation 4000 Grundschüler. Entsetzt registrierte Schulleiterin Marion Berning von der Rixdorfer Grundschule im Stadtteil Neukölln, wie sich ihre Schüler veränderten: "Die Mädchen wurden ganz still, die Augen niedergeschlagen, die Jungen waren laut."

Verstörendes berichtete im vergangenen Jahr auch eine Lehrerin der Richard-Grundschule vor Mitgliedern des Neuköllner Bezirksschulausschusses: Deutsche Kinder würden "nicht recht geduldet", und "Christ" sei häufig ein Schimpfwort. Die Lehrer bemühten sich, so die Pädagogin, die Dinge im Unterricht geradezurücken, "leider mit relativ wenig Erfolg".

Die Schule ist einer der wenigen Orte, wo es für junge Muslime, zwangsweise, Kontakte zur nichtislamischen Umwelt gibt. Deshalb sind es oft die Lehrer, die Einblicke in die Denkmuster religiöser Parallelwelten bekommen. Schulleiter Dietmar Pagel von der Hector-Peterson-Oberschule in Kreuzberg ist einer, der das Gespräch mit seinen Schülern sucht. Aber immer häufiger haben er und seine Kollegen das Gefühl, gegen Mauern zu laufen.

"Wir haben viele fundamentalistisch orientierte Jugendliche", sagt er. Immer mehr Mädchen trügen Kopftuch, und nahezu alle muslmischen Schüler fasteten während der hohen muslimischen Feiertage.

Mit katastrophalen Folgen für die Konzentrationsfähigkeit: "Je länger der Ramadan andauert, desto mehr sind die Schüler durch den Wind."

Oft fühlt er sich im Stich gelassen von den Politikern, die jetzt so viel wie nie zuvor über Integration reden, aber nicht dafür sorgen, dass es endlich mehr Sozialarbeiter und Lehrer gibt.

Aufgeben will er dennoch nicht. Nach dem Karikaturenstreit versuchte Pagel, im Unterricht mit seinen Schülern zu diskutieren. Die Kommunikation blieb reichlich einseitig. Die Kinder hätten ein paar Fakten referiert, erzählt der Pädagoge, aber "bei der moralischen Einordnung schweigen alle, und dann doziert der Lehrer, was er denkt".

Seine Schüler, klagt Pagel, erreiche er nicht mehr. "Wenn ich argumentiere, dass das Kopftuch in der Türkei weniger als bei uns getragen wird, sagen sie mir: 'Deshalb sind wir ja nach Deutschland gekommen, damit wir hier unsere Religion richtig leben können.'"

Und manchmal geben sie ihm auch einfach zu verstehen, dass er als Nicht-Muslim der Falsche sei, um über solche Themen zu reden. ANDREA BRANDT, CORDULA MEYER


SPIEGEL SPECIAL 9/2006
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