07.08.2007

III. KINDERWELTEN„Wir hatten ja uns“

Die Grünen-Politikerin Krista Sager über das Glück, ein Zwilling zu sein
Sager, 54, ist Bundestagsabgeordnete der Grünen und lebt mit ihrem Lebensgefährten in Hamburg. Ihr Zwillingsbruder Klaus Schuller ist Sozialwissenschaftler und Industriekaufmann. Er arbeitete unter anderem für die WHO und die Deutsche Aidshilfe. Heute ist er Geschäftsführer des väterlichen Malereibetriebes und lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Bremen.

Stellen Sie sich vor, Sie werden im zarten Alter von zwei bis drei Jahren von beiden Eltern getrennt, kommen in ein fremdes Land zu fremden Menschen, die zwar herzensgut sind, aber deren Sprache Sie nicht verstehen und die die Ihre auch nicht verstehen. Und dann werden Sie im immer noch zarten Alter von fünf bis sechs erneut umgetopft. Und wieder: fremde Menschen, fremdes Land, fremde Sprache. Wären Sie nicht zutiefst dankbar, wenn es wenigstens eine Konstante für Sie gäbe, einen Menschen, der dieses Schicksal mit Ihnen teilt, der immer an Ihrer Seite ist, dem es genau so geht wie Ihnen und der Sie versteht, wenn es sonst keiner tun. Ich hatte dieses Glück: meinen Zwillingsbruder Klaus.
Als meine Mutter an einer schweren Tuberkulose erkrankte, kamen mein Bruder und ich für mehrere Jahre zu meinen dänischen Großeltern nach Nordjütland. Als wir wieder zurückkamen in unsere norddeutsche Geburtsstadt, war die uns inzwischen genauso fremd geworden wie die deutsche Sprache. Beide sind wir heute überzeugt: Die Zeit in Dänemark war für uns keineswegs der Knacks fürs Leben, sondern eher glücklich, viel mehr, als die spätere Schulzeit in einem Bremer Hafenviertel. Aber ich bin sicher, ohne mein Zwillingsdasein hätte ich dies wie auch vieles andere nicht so gut verkraftet.
Der größte Vorteil von Zwillingen liegt auf der Hand: You never walk alone! Das hat nicht nur schon manchen Fußball-Fan durch bittere Stunden geholfen, es begleitet ein Zwillingspaar von der Geburt an, genau genommen schon davor. Ob der erste Kindergeburtstag mit lauter fremden Kindern oder die erste verbotene Demo mit Polizeieinsatz und bösen Eltern - als Zwilling hat man seine ins Leben eingebaute Angstbremse zum Glück dabei. Noch heute können unsere älteren dänischen Verwandten lebhaft darüber diskutieren, wer von uns sich mehr getraut hat und wer weniger.
Tatsache ist, dass es Dinge gab, vor denen ich mehr Angst hatte, und Dinge, vor denen sich mein Bruder mehr fürchtete - aber zusammen haben wir uns fast immer getraut. Der jeweils Ängstlichere sorgte dafür, dass aus Mut nicht Übermut wurde, der jeweils Mutigere, dass Angst nicht zur Handlungsunfähigkeit wurde. Als Zwillinge mussten wir wahrscheinlich nur halb so mutig sein wie andere Kinder, um uns das Gleiche zu trauen, hatten aber doppelt so viele Erfolgserlebnisse, was natürlich wieder ermutigend wirkte. Und wenn wir zusammen Mist gebaut hatten: Zu zweit ausgeschimpft zu werden tat auch nur halb so weh.
Die Forschung beschäftigt sich mit der psychischen Widerstandfähigkeit von Kindern, damit, warum einige Kinder traumatische Situationen und Ereignisse besser verkraften als andere und welche Bedingungen für die Verarbeitung schwieriger Situationen besonders förderlich sind. Ich bin überzeugt, dass mein Vertrauen und damit auch Selbstvertrauen, dass Herausforderungen bewältigt werden können, dass die eigenen Fähigkeiten dafür hinreichen und dass die Überwindung von Ängsten nicht nur möglich, sondern auch lohnend ist, durch mein Zwillingsdasein besonders begünstigt wurde.
Als Zwilling muss man auch nicht perfekt sein, um gut zu sein. Man kann sich getrost auf das konzentrieren, was man wirklich besser kann als der andere Zwilling. Der macht ja dafür die Sachen, die man selbst schlechter kann. Ich kam zum Beispiel - typisch Mädchen - sprachlich schneller zurecht und konnte meiner dänischen Großmutter bald erklären, was mein Bruder wollte, und ihm, was unsere "Mormor" wünschte.
Mein Bruder war dafür eher der Entdecker, der schnell andere Kinder ausmachte, zu ihnen Kontakt aufnahm und sie unserer Kleingruppe zuführte. In der modernen Kinderpsychologie spielt "Stärken verstärken" eine zentrale Rolle. Bei Zwillingen funktioniert das im Prinzip selbst dann, wenn die Umwelt eher der schwarzen Pädagogik folgt und hauptsächlich Defizite spiegelt.
Aufgrund meiner sprachlichen Dominanz, glaubten viele, ich sei insgesamt die Tonangebende, schließlich bin ich mit zehn Minuten Vorsprung die Erstgeborene. In unserem Binnenverhältnis ließ ich mich in Wahrheit nur allzu gern von meinem Bruder zu allem möglichen Blödsinn, aber auch zu vielen spannenden Abenteuern überreden.
Als ich Klaus jetzt fragte, was er am Zwillingsleben besonders gut fand, sagte er: "Es war nie langweilig." Das stimmt! Trotzdem hat mich die Antwort verblüfft. Langeweile ist nämlich bis heute keine Kategorie in meinem Leben. Aber wenn ich sehe, was Eltern heute alles anstellen, um ihre Gören bei Laune zu halten, dann ist das mit der fehlenden Langeweile doch ziemlich wichtig.
Deshalb ermuntere ich Eltern von Zwillingen auch gern mit dem Hinweis: "Zweimal volle Windeln sind zwar ätzend, aber später habt ihr viel weniger Aufwand. Die beschäftigen sich dann schon selbst." Meinem Bruder und mir fiel eigentlich immer was ein. Mal hatte er eine Idee, mal ich. Wir waren zusammen ausgesprochen kreativ - wortwörtlich ein eingespieltes Team.
Gegenüber anderen Kindern hatten wir sowieso die Pole-Position. Im Zweifel waren wir uns einfach selbst genug. Meine Eltern konnten uns zu den entlegensten Sommer- und Wochenendhäusern mitschleppen: Waren keine anderen Kinder da - kein Problem! Wir hatten ja uns! Waren welche da, hatte mein Bruder sie bald aufgespürt. Die freuten sich meist, gleich zwei Spielkameraden auf einem Haufen zu finden. Wir aber waren auf sie nicht angewiesen und konnten auch gelegentlich fies sein. Brachten zum Beispiel Besucher ein Kind mit, das wir nicht mochten, haben wir es einfach ignoriert. Merkwürdigerweise waren wir uns da schnell einig. War jemand fünftes Rad am Wagen? Wir waren es jedenfalls nicht!
Als Zwilling ist man immer etwas Besonderes, da muss man gar nichts Besonderes sein. Als mein Bruder und ich geboren wurden, gab es ja noch keine In-vitro-Befruchtung, und deshalb waren Zwillingsgeburten noch seltener als heute. Auch dass ein Zwilling oder beide die Geburt nicht überlebten, kam damals häufiger vor. So brauchten wir Kinder nur mit gewichtiger Miene zu verkünden: "Wir sind Zwillinge", und das erstaunte Entzücken der Erwachsenenwelt war uns gewiss.
Es ist als Kind schon super, in den Augen der Umwelt etwas Besonderes zu sein, ohne dass man sich dafür groß anstrengen muss. Man begreift aber natürlich auch: Das Besondere ist man nur durch den anderen. Das heißt: Man ist im Team im Zweifel mehr als allein.
Teamgeist wird bei Zwillingen sowieso großgeschrieben. Wir lernten früh, nach innen zu kooperieren und nach außen nicht nur jeder für sich, sondern immer auch für unsere Kleinstgruppe Mitverantwortung zu übernehmen. Das hat uns auf unserem späteren Lebensweg sicher beiden genutzt. Dass das Aufwachsen mit anderen Kindern das soziale Lernen befördert, ist natürlich selbstverständlich. Bei Zwillingen stellen sich einige Fragen aber noch zugespitzter als sonst bei Geschwistern üblich. Alle Fragen der Gerechtigkeit und Fairness spielten bei uns eine herausragende Rolle. Schließlich konnte man ungleiche Behandlung nicht wie bei anderen Geschwistern damit begründen, dass einer der Kleine und der andere der Große ist.
Wir pochten also besonders energisch auf Gleichbehandlung. Wenn wir etwas teilen mussten, hatten wir ein ausbaldowertes Prinzip: Der eine teilt, der andere sucht aus. Derjenige, der teilte, gab sich größte Mühe, zwei perfekt gleich große Stücke hinzubekommen, der andere konnte sich ja einfach das jeweils größere schnappen.
Wir mussten uns allerdings auch früh mit dem Verhältnis von Differenz und Gerechtigkeit auseinandersetzen. Wir gehörten ja nicht zur Luxusvariante der eineiigen Zwillinge, sondern waren als Bruder und Schwester erkennbar zweieiige, also genetisch differente Zwillinge, eher die "Straßenkötervariante" sozusagen.
Die Frage, welchen Einfluss Geschlechterstereotype auf ein Zwillingspaar haben, dass von Fragen der Gleichheit und Gerechtigkeit besessen ist, kann man auf unseren Kinderfotos gut erkennen: Auf Kleinkindfotos trage ich ein Kleidchen und mein Bruder eine kurze Hose, oft aus dem gleichen Stoff. Unsere Familie fand uns als Pärchen natürlich supersüß und ist heute noch von diesen Bildchen entzückt. Auf Fotos als Zehnjährige tragen wir beide dunkle Trevira-Hosen, Norwegerpullover und haben kurze Haare. Dass die Übernahme weiblicher Rollenmuster mich näher an meine hohen Maßstäbe von Fairness und Gerechtigkeit bringen würde, habe ich schon früh nicht mehr geglaubt.
Als wir etwa vier Jahre alt waren, schenkte mein Vater uns beiden sogenannte Fliegeranzüge. Der für meinen Bruder war blau, der für mich war nicht nur rot, sondern auch noch viel zu klein. Über den hat selbst meine dänische "Mormor" gelacht.
Als wir im Grundschulalter waren, brachte mein Vater uns zwei Steiff-Tiere mit: für meinen Bruder einen lachenden Bären, für mich einen ängstlich guckenden Hasen. Ich war unglaublich wütend und enttäuscht und wollte unbedingt auch einen Teddy. Erst als meine Mutter an mein Mitleid mit dem armen kleinen Hasen appellierte, der jetzt ganz allein sei und den niemand haben wolle, habe ich mich des doofen Hasen doch noch erbarmt.
Auf der anderen Seite wurde mein Bruder mit den harten, ja soldatischen Männlichkeitserwartungen traktiert, denen ich mich zwar teilweise auch stellte, weil sie in das Reich der gerechten Teilhabe zu führen schienen, aber dennoch war klar: Nicht nur bei meinem Vater, auch auf dem harten Pflaster unserer Volksschule in Bremen-Walle ging es für meinen Bruder um existentielle Selbstbehauptung. Bei den meist auf körperliche Zähigkeit und Kraft ausgelegten Ritualen spielten Jungs und Mädchen einfach nicht in der gleichen Liga, da ging es um ganz andere Fragen von Konkurrenz und Exklusion, als wir es aus unseren gemeinsamen Spielen gewohnt waren.
Natürlich gab es zwischen uns auch Konkurrenz und Streit. Wir lebten keineswegs in einer heilen Bullerbü-Welt. Am schlimmsten war es in der Schule. Wir waren natürlich heilfroh, mit unserem gebrochenen Deutsch den Weg in die Schule gemeinsam antreten zu können. Andere Migrantenkinder gab es damals noch nicht. Auch als wir als stolzes Zwillingspärchen "Meister Jakob" auf Dänisch vortragen durften und von allen Mitschülern dafür ausgelacht wurden, waren wir uns eine echte Stütze. Wir waren uns sofort einig, dass es Wichtigeres gibt, als gut singen zu können.
Aber dass ich schneller mit der deutschen Sprache zurechtkam und bald die besseren Noten erhielt, schuf natürlich sowohl zwischen uns als auch im Verhältnis zu meinen Eltern eine schwierige Situation. Diese erreichte ihren Höhepunkt, als ich auf Drängen meines Vaters nach der vierten Klasse die Aufnahmeprüfung zum Gymnasium bestand und unsere Schulwege sich von da an trennten. Einerseits war ich stolz auf meinen eigenen Erfolg, gleichzeitig hatte ich aber auch das sichere Gefühl, dass es nicht in Ordnung war, dass mein Bruder es nicht auch aufs Gymnasium geschafft hatte. Schließlich wusste ja niemand besser als ich, dass er nicht dümmer war, es aber bei meinem Vater und in der Schule viel schwerer hatte durch Umstände, die nichts mit Intelligenz zu tun hatten.
Ich will nicht behaupten, dass ich mich schuldig gefühlt hätte, war aber doch irgendwie beschämt, weil ich das Gefühl hatte, die Erwachsenen besser ausgetrickst zu haben. Als mein Bruder dann später doch noch sein Abitur machte und erfolgreich studierte, kam dadurch auch für mich etwas wieder ins Lot. Natürlich kann man vermuten, dass Zwillinge zu übertriebenen Auffassungen über den Wert von Gleichbehandlung neigen und diese per se mit Gerechtigkeit verwechseln. Ich bin eher überzeugt, dass Zwillinge sehr früh merken, dass Menschen unterschiedliche Fähigkeiten haben, dass es aber in ihrem Binnenverhältnis auch eine innere Wahrheit gibt, die sie sich von der Außenwelt und den Erwachsenen nicht so leicht ausreden lassen.
Zum Glück war das, was meinen Zwillingsbruder und mich verband, immer stärker und beständiger als Konkurrenz und temporärer Streit. Als wir dann zwischen 14 und 15 Jahren anfingen, die Politik und die Bremer Schülerbewegung zu entdecken, rückten wir noch mal auf ganz neuer Basis eng zusammen: Das Zwillingspaar begründete im mittelständischen Handwerkerhaushalt ein linksradikales Widerstandsnest. Wir bestärkten uns in den wildesten Theorien über die Verfasstheit der bundesrepublikanischen Gesellschaft, besuchten gemeinsam Kongresse, Friedensinitiativen, sozialistische Clubs, nahmen an allen Demonstrationen teil und kifften heimlich auf dem Dachboden. Das gab natürlich Druck von allen Seiten, mehrfach kam sogar die Polizei ins Haus. Aber wir hatten ja mal wieder unsere eigene Wahrheit, in der wir uns gegenseitig bestärkten.
Für meinen konservativen Vater muss dieses verbockte Zwillingspaar, das sich durch keine Drohungen beirren ließ, wie die stalinistische Vorhölle im eigenen Haus gewesen sein. Zum Glück zog ich schon mit 18 zum Studieren nach Hamburg, und mein Bruder verließ nach seinem etwas späteren Abi ebenfalls das Elternhaus.
Wieso wir uns zeitlich parallel aus dieser linksradikalen Phase lösten und unsere Auffassungen über Politik und Gesellschaft sich auch danach weitgehend zeitgleich und parallel entwickelten, obwohl wir da schon nicht mehr in derselben Stadt wohnten und sich unsere Lebensverhältnisse auch zunehmend unterschieden, kann ich nicht rekonstruieren.
Von einer Art metaphysischer Verbundenheit zwischen Zwillingen, zumal zweieiigen, auszugehen, scheint mir reichlich übertrieben. Aber es gab doch seltsame gemeinsame Marotten und merkwürdige Übereinstimmungen, die sich sowohl im Alltag als auch im späteren Lebenslauf zeigten. So mochten wir als Kinder beide nur Zartbitterschokolade, schenkten meinem Vater zum Geburtstag oft unabgesprochen das gleiche Buch, oder fanden gleichzeitig, dass der erste Sohn meines Bruders nun unbedingt eine Stofftierhandpuppe haben musste.
Warum wir beide unabhängig voneinander als junge Erwachsene ein Jahr in Aarhus gelebt haben, warum wir beide irgendwann eine Promotion anfingen und sie beide nicht zu Ende führten, ist schwer zu erklären. Obwohl wir inzwischen seit vielen Jahren in unterschiedlichen Berufen, in unterschiedlichen Städten, in unterschiedlichen Familienverhältnissen leben, habe ich manchmal das Gefühl, dass die Lebensthemen, mit denen wir uns auseinandersetzen, nicht so verschieden sind, wie man meinen könnte.
Natürlich gehören zum Zwillingsein auch schmerzhafte Themen. Das schwierigste ist wohl, wer das erwünschte beziehungsweise erwartete Kind ist. Einem halbwegs aufgeweckten Kind entgeht natürlich nicht, dass Zwillingsgeburten die Ausnahme sind und eher eine Laune der Natur. Es stellt sich also die Frage, welches ist das Kind, das die Eltern eigentlich wollten und welches ist das unerwartete Zusatzkind? Die Antwort "Wir haben euch beide gleich lieb und haben uns über euch beide gleich gefreut" mag zwar geeignet sein, um ein fragendes Zwillingskind zum Verstummen zu bringen, es wird sich seine Antwort aber am Ende selbst suchen.
Bei uns war die Sache leider ziemlich einfach: Meine Mutter hatte sich immer einen Sohn gewünscht, und meinem Vater war ein Stammhalter natürlich auch sehr recht. Obwohl die Erstgeborene, war ich also das Überraschungsgeschenk oder eben das zusätzliche Kind. Mein Bruder war ganz klar der Liebling meiner Mutter, während ich dann Papas Liebling wurde. Was nur den Pferdefuß hatte, dass ich mich nicht als natürlichen Liebling betrachtete, sondern eher als jemanden, der meinem Bruder durch gute Leistungen den Rang abgelaufen hatte.
Heute bin ich allerdings überzeugt, dass meine Selbstidentifikation als der zusätzliche Zwilling mir sehr viel Freiheit für mein eigenes Leben gegeben hat. Ich konnte mich leichter von den engen Rollenvorstellungen meiner Mutter lösen, und ich musste mich nicht mit der mittelständischen Stammhalterei meines Malermeistervaters auseinandersetzen.
So ist, gemessen an unseren gemeinsamen Startvoraussetzungen, das Leben meines Bruders, was Ort, Beruf, Familienverhältnisse angeht, eher von Kontinuität geprägt und meines von Diskontinuität.
Natürlich ist es noch heute toll, neben einem liebevollen Lebensgefährten und guten Freunden einen Menschen auf der Welt zu haben, auf den man sich hundertprozentig verlassen kann, zumal, wenn es im Leben mal hart auf hart kommt. Besonders beim Unfalltod meiner Mutter und beim Krebstod meines Vaters war ich unendlich froh und dankbar, diese Schicksalsschläge mit meinem Zwillingsbruder gemeinsam bestehen zu können. Da habe ich auch gemerkt, dass das vertraute und bewährte Zusammenspiel gerade in solchen Situationen wie selbstverständlich wieder abrufbar ist. Das ist offenbar wie mit dem Fahrradfahren - man verlernt es nie.

SPIEGEL SPECIAL 4/2007
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