06.11.2007

III. LEBENSLUSTKalte Güsse und Wadenwickel

Der „Wasserdoktor“ Sebastian Kneipp war vor mehr als hundert Jahren ein heilender Superstar, ein umstrittener Medizin-Guru. Heute greift die Schulmedizin auf viele Aspekte seiner Hydrotherapie zurück.
In aller Herrgottsfrühe, kurz nach fünf Uhr, steht plötzlich eine mir fremde Person neben meinem Bett und sagt freundlich, aber bestimmt: "Machen Sie sich bitte oben herum frei."
Bevor ich mich versehe, werde ich mit einem kalten, leicht nach Essig riechenden Tuch schwungvoll abgerieben. Beide Arme, der Rücken, die Brust.
Ich zucke zusammen, es fröstelt mich angenehm. Noch feucht packt mich der Mensch im weißen Kittel wieder in die Decke, säuselt: "Sie können weiterträumen" und huscht aus dem Zimmer.
Wohlig dämmere ich zurück in den Schlaf.
Keine Angst, es geht auch kommoder. Zwar gibt es im Kneippianum in Bad Wörishofen im Allgäu täglich Waschungen, Güsse, Bäder, Wickel, Pflaster - mal kalt, mal heiß. Und natürlich wird auch der berühmte, unter Wasserdampf erhitzte Heusack gereicht. Er soll beruhigen und entspannen. Meist werden die Gäste aber nicht behelligt, bevor der Hahn kräht, sondern erst nach einem ausführlichen Frühstück gepflegt.
Das Kneippianum ist eine der ersten Adressen für alle, die auf die Naturheilverfahren des Allgäuer "Wasserdoktors" und katholischen Pfarrers Sebastian Kneipp schwören. Kneipp selbst gründete das Haus noch 1896, ein Jahr vor seinem Tod. Gelegen auf einem kleinen Hügel am Ortsrand, wird hier seit über 100 Jahren streng seinen Lehren folgend therapiert.
Nach einer großen Renovierung in diesem Frühjahr wieder eröffnet, zählt im Kneippianum heutzutage allerdings nicht nur die Abhärtung, sondern auch der Genuss: Zum medizinischen Sitzbad kommt das Schwimmbad, zum Wechselguss gesellt sich die Sauna, zum Lendenwickel tritt das Solarium - traditionelle Kneippsche Naturmethoden plus die Wellness-Welt des 21. Jahrhunderts, KneippSpa heißt das ganz modern im Hier und Jetzt.
Wer nach Bad Wörishofen oder in einen der weiteren 66 Kneipp-Kurorte in Deutschland reist, der glaubt an die heilende Kraft des Wassers: wenn's geht, gesund werden, auf jeden Fall gesund bleiben - und dabei Kraft und Lebenslust spüren.
Sebastian Kneipp war zu seinen Lebzeiten ein Arzt ohne Approbation, ein Medizin-Guru, ein helfender und heilender Superstar. Ende des 19. Jahrhunderts wurde Kneipp von der Zeitung "Washington Post" zur drittberühmtesten Person der Welt gekürt - übertroffen nur noch vom amerikanischen Präsidenten und Fürst Otto von Bismarck. Bis heute gilt er als die Lichtgestalt der Hydrotherapie (hydor, griechisch für Wasser).
Kneipp, geboren 1821, wächst als Sohn eines Webers in sehr armen Verhältnissen auf. Gefördert von einem Verwandten, besucht er das Gymnasium und beginnt, Theologie zu studieren. Mit Ende zwanzig erkrankt er so schwer an Tuberkulose, dass ihm die Ärzte keine Hoffnung mehr machen.
Zufällig fällt dem Todgeweihten das Buch "Unterricht von Krafft und Würckung des frischen Wassers" des schlesischen Arztes Johann Siegmund Hahn (1696 bis 1773) in die Hände. Der Schwerkranke schreitet sogleich zum Selbstversuch: Mehrmals pro Woche macht der angehende Theologe todesmutig Tauchbäder in der eiskalten Donau. Und siehe da - er wird gesund.
Jahre später schreibt Kneipp: "Nach dem Urteile zweier vorzüglicher Ärzte war ich im Jahre 1847 am Rande des Grabes; beide hielten mich für verloren; durch die Hilfe des Wassers allein lebe ich heute noch und bin munter und guter Dinge."
Nach seiner Heilung kuriert Kneipp nicht nur sich selbst weiter mit Güssen aus der Gießkanne und Bädern in der Waschküche. Er behandelt auch mehrere Studienkollegen, denen es dank Kneipp und kaltem Wasser - bei ganz verschiedenen Krankheiten - bald besser geht.
Sebastian Kneipp wird Priester, 1855 Beichtvater im Dominikanerinnenkloster in Wörishofen. Nun behandelt er jeden, der zu ihm kommt, mit Schöpfkelle, Eimer und Kanne. Mit Wasseranwendungen bekämpft er vielerlei Leiden und Zipperlein: Schlaflosigkeit, Rheuma, Herzklopfen, Nieren- und Magenprobleme, Migräne genauso wie Krämpfe oder Schlaganfälle. Sogar gegen Cholera geht er mit warmem und kaltem Wasser vor.
Immer wieder wird Kneipp von Teilen der Ärzteschaft als Kurpfuscher verunglimpft. Bereits im Jahr 1853 verurteilt ihn ein Gericht zu einer Strafe von zwei Gulden wegen "Vergehens gegen das Kurierverbot". Dem zuständigen Richter stellt er auf der Stelle eine Kuranweisung gegen Gicht aus.
Seinem immensen Erfolg können die Anfeindungen nichts anhaben. In den folgenden Jahrzehnten pilgert ein Strom Heilsuchender nach Wörishofen, so weilen allein im Sommer 1890 rund 6000 Gäste in dem kleinen Ort - nur seinetwegen. Kneipp spricht jeden Tag öffentlich; auch Hunderte Ärzte kommen, um ihn zu hören; er wird zum medizinischen Berater für fast alle Lebenslagen.
Pfarrer Kneipp unternimmt Vortragsreisen durch mehrere Länder Europas, er veröffentlicht mit "Meine Wasserkur" und "So sollt ihr leben" zwei Bestseller, die heute noch gedruckt werden. Der Erzherzog Joseph von Österreich lässt sich von ihm genauso behandeln wie 1894 in Rom Papst Leo XIII. höchstpersönlich.
Langsam steigt der dicke Strahl warmen Wassers von der Fußspitze an meinem linken Bein hinauf bis zum Oberschenkel - wunderbar. Auch an meinem rechten Bein genieße ich die feuchte, fließende Wärme.
Dann regelt der Bademeister langsam die Wassertemperatur herunter, von über 30 Grad Celsius auf nur noch gut zehn Grad.
Ich habe das Gefühl, in einem Gebirgsbach zu stehen. Meine Beinmuskeln spannen sich an, es kribbelt von den großen Zehen bis in die Leiste. Mehrmals wechselt der Therapeut lächelnd von Wärme zu Kälte.
Nach dem Abtrocknen sind meine Füße und Beine mollig warm, sie fühlen sich leicht an, ein wenig wie neu.
Die Pforten des Kneippianums öffnen sich den Gästen nur nach einer Visite bei einem der hauseigenen Doktoren, etwa Hermann Silberhorn. Der Internist im zünftigen Wandererhemd wiegt und misst jeden Neuling, untersucht die Reflexe, macht ein EKG und nimmt sich viel Zeit für ein Gespräch. Er füllt auch den blauen Faltplan mit den "Verordnungen" aus. Im Kneippianum gelten die Regeln der traditionellen Medizin, blauäugige Heilsversprechen werden hier nicht gemacht.
Kaum ein Schulmediziner bezweifelt heute noch die Wirksamkeit der Kneippschen Ansätze. Hausärzte raten zu Wadenwickeln gegen Fieber, Internisten verordnen Arm- und Fußbäder bei Durchblutungsstörungen, Mediziner in Krankenhäusern nutzen Kältereize an Brust und Rücken, um die Atmung zu stimulieren und Lungenentzündungen vorzubeugen.
Für die medizinische Wirkung der Wasseranwendungen wird vor allem der Kältereiz verantwortlich gemacht. So veranlasst das kühle Nass die Gefäße, sich zusammenzuziehen. Kehrt die Wärme zurück, weiten sie sich wieder. Der Effekt: Die Durchblutung wird verbessert. Das erklärt auch, warum bei einem kalten Guss die Haut erst blass, anschließend rosig wird.
Studien belegen, dass Menschen, die sich Kaltwasserreizen aussetzen, etwa in Form von Wechselduschen, deutlich seltener an Erkältungskrankheiten leiden als andere. Dadurch, dass das Herz-Kreislauf-System angeregt wird, werden auch die Nasen- und Rachenschleimhäute stärker durchblutet. So gelangen wiederum mehr Zellen des Immunsystems zu den Orten, die permanent von Bakterien und Viren attackiert werden. Die Widerstandskraft des Körpers verbessert sich allerdings erst nach mehrmonatiger und regelmäßiger Anwendung.
Ein kleiner Kälteschock kann auch die Stressanfälligkeit reduzieren. So aktiviert der nasse und kühle Reiz die Hirnanhangdrüse, worauf die Nebennierenrinde das Stresshormon Cortisol verbreitet. Nach wiederholten Anwendungen hat sich der Körper indes an die Kälte gewöhnt, und er schüttet kein Stresshormon mehr aus oder weniger davon. Das führt zu einer Art Abhärtung gegen Stress - überraschenderweise nicht nur, wenn das kalte Wasser kommt, sondern auch, wenn die psychische Belastung steigt.
Kneipps Naturheilverfahren stärken insgesamt das Körpergefühl. Die Menschen müssen Hitze und Kälte erdulden, sie spüren einzelne Körperteile von den Fußspitzen bis zur Kopfhaut, sie werden erst hellwach und hernach angenehm müde.
Sebastian Kneipps Ideen umfassen jedoch weit mehr als das bekannte Wassertreten in kalten Becken und den Ratschlag, auch im Winter Sandalen zu tragen. Seine Lehre basiert auf fünf Säulen: Wasser, Heilkräuter, Bewegung, gesunde Ernährung und die sogenannte Lebensordnung (Balance von Seele und Körper).
Kneipp wirbt für eine rundum gesunde Lebensweise: Stärke deinen Körper mit Wasseranwendungen und Kräutern, treibe Sport, iss einfach, gesund und nicht zu viel, sei seelisch ausgeglichen - so bleibst du immer topfit.
Entsprechend besitzt das Kneippianum einen eigenen Kräutergarten und eine Kräuterteeküche. Bei jeder Mahlzeit kann der Gast wählen zwischen deftiger Hausmannskost, vegetarischem oder besonders leichtem Essen. Für die körperliche Ertüchtigung gibt es Gymnastik und, dem Zeitgeist geschuldet, Nordic Walking genauso wie Aquajogging.
Und weil Kneipp katholischer Geistlicher war und der Orden der Barmherzigen Brüder das Kneippianum betreibt, wird hier auch einiges für das Seelenheil geboten: In der hauseigenen Kapelle gibt es jeden Tag einen Gottesdienst und feste Gebetszeiten. Wer möchte, kann das Gespräch suchen mit einer der Mallersdorfer Schwestern von der Ordensgemeinschaft der Armen Franziskanerinnen, die im Kneippianum ihren Dienst tun. Wer der Amtskirche nicht so nahesteht, für den stehen Meditationen oder meditativer Tanz auf dem Wochenplan.
Kalte Güsse und In-sich-Gehen, Massagen und Eucharistiefeier, Schwimmen und geistliche Diskussionen ergänzen sich hier. "Zwei Drittel unserer Gäste nutzen auch das spirituelle Angebot", sagt Christiane-Maria Rapp, Leiterin des Kneippianums.
Die Hände gleiten mit festem Griff über meinen Rücken. Im Nacken, an den Schulterblättern, entlang der Wirbel versucht der Masseur, meine verspannten Muskeln zu lockern. Von den Oberarmen bis unterhalb der Hüften wird jeder Quadratzentimeter von ihm gestreichelt, gedrückt, verschoben und gezogen.
Der Massagekünstler erzählt dabei fröhlich von den Schönheiten des Allgäus, es ist warm, das Licht gedämpft, die Luft duftet nach ätherischen Ölen.
Ich empfinde eine große Schwere und sinke in eine Traumwelt.
Nicht nur das Kneippianum, der ganze Ort Bad Wörishofen scheint den Niederungen des täglichen Lebens entrückt. Ist Sebastian Kneipp der Gottvater der Wellness-Bewegung, so ist Bad Wörishofen das Weltzentrum der Kneipp-Anhänger.
Vater Kneipp ist in der 15 000-Einwohner-Gemeinde allgegenwärtig: Er findet sich verewigt durch zahlreiche Denkmäler, Büsten und Gedenktafeln ("Dem großen Wohltäter der Menschheit - Die dankbaren Kurgäste 1897"), er wirkt als Namenspatron von Straßen, Geschäften und Menüs, er wird präsentiert auf Fotos in Schaufenstern wie als Ölgemälde in Wirtshäusern.
Natürlich gibt es auch ein Kneipp-Museum mit allerlei Memorabilien, von alten Schläuchen und Eimern über Fotos und Besucherlisten bis hin zu einer Haarlocke und der Totenmaske. Wer moderne Medien mag, auch Videos liegen parat.
Über 100 000 Gäste übernachten in Bad Wörishofen jedes Jahr - die meisten nur wegen des Wassermeisters. Um als "Ehrenkurgast" anerkannt zu werden, muss man 600 Nächte nachweisen können. Es gibt Besucher, die haben 5000 Übernachtungen auf ihrem Konto. 150 Häuser bieten Kneipp-Anwendungen, von der Familienpension bis zum Fünf-Sterne-Hotel, oft mit eigenem Bademeister oder Physiotherapeuten. In Bad Lauterberg, der Stadt in Deutschland mit den zweitmeisten Kneipp-Häusern, gibt es nur rund zehn entsprechende Betriebe.
In Bad Wörishofen haben Cafés mit Schwarzwälder Kirschtorte und braun-grünem Teppichboden noch Hochkonjunktur, hier spielt ganzjährig ein Kurorchester das Gute und Nette aus Klassik, Operette und von den Beatles, es gastiert die "Große Nacht des Deutschen Schlagers" mit Ireen Sheer und Bata Illic, in der "Löwengrube" beim Tanztee hält manch rüstiger Pensionär nach einem Kurschatten Ausschau. Seit 2004 lockt auch eine schicke Therme mit echten Palmen und riesiger Glaskuppel, die bei Sonnenschein geöffnet werden kann. Rein darf jeder ab 16 Jahre.
Wer in Bad Wörishofen regiert, ist klar: die sogenannte Generation 50 plus. Daran ändert auch ein Beach Club mit tonnenweise Sand im Sommer in der Stadtmitte nichts. Kneippen ist gesund, aber nicht trendig - es lebe das Senioren-Paradies.
Wobei auch hier die Zeitläufte zu spüren sind: Blieb im Jahr 2000 mehr als die Hälfte der Gäste drei ganze Wochen, sind es heute gerade noch einmal 30 Prozent. Auch in Bad Wörishofen geht der Trend zum kürzeren Urlaub, das Kneipp-Schnupperwochenende ist schwer im Kommen. Dabei schätzt der Wassertreter von heute den Komfort, er neigt zunehmend zum besseren Quartier.
"Bei uns kann sich jeder nicht nur wohl fühlen, sondern auch wirklich etwas für seine Gesundheit tun", betont der agile Kurdirektor Alexander von Hohenegg. Er spricht von den Freuden des Älterwerdens und benutzt, wie fast alle hier, sehr gern den Begriff "Medical Wellness".
Das Erbe Kneipps ist neben der Gesundheit eben vor allem auch ein Geschäft: Allein in Bad Wörishofen werden jedes Jahr rund 140 Millionen Euro erwirtschaftet. Und dann gibt es da noch die Kneipp-Werke, deren Hauptsitz allerdings in Würzburg ist, die mit verschiedensten Produkten einen jährlichen Umsatz von etwa 80 Millionen Euro erzielen.
Im Jahr 1890 begegnete Sebastian Kneipp dem Würzburger Apotheker Leonhard Oberhäußer. Die beiden beschlossen, Naturheilmittel auf den Markt zu bringen, und entwickelten dafür Rezepturen. Kneipp übertrug seinem Partner die Rechte, pharmazeutische und kosmetische Produkte sowie Diät-Lebensmittel "mit dem Namen und dem Bilde des Herrn Pfarrer Sebastian Kneipp" herzustellen und zu verkaufen. Das war die Geburtsstunde der Kneipp-Werke, die heute weltweit rund 400 Mitarbeiter beschäftigen und zu 80 Prozent der Hartmann-Gruppe gehören, einem führenden Konzern von Medizin- und Hygieneprodukten in Europa.
Die Kneipp-Werke produzieren Badeöle und Duschgels, Cremes, Tees, Mineralien-Tabletten, Fitness-Getränke und vieles mehr - immer versehen mit dem Kneipp-Konterfei. "Alles auf rein pflanzlicher Basis", versichert Geschäftsführer Dietmar J. Salein, "wir wollen das Vermächtnis Kneipps schützen und weiterentwickeln." In rund 20 Ländern ist die Firma aktiv, insbesondere auch in Japan sind die Kneipp-Produkte erfolgreich.
Salein ist mit seiner Marke Kneipp sehr zufrieden, nur wenn es um das Stichwort "Modernität" geht, "da sehe ich eine leichte Schwäche". Wie auch Kurdirektor von Hohenegg gern ein paar jüngere Gäste mehr hätte.
Die Philosophie Kneipps kommt in der globalisierten Welt des 21. Jahrhunderts ein wenig altmodisch daher. Ayurveda, Aromamassage, Lichttherapie, Reinkarnationsriten, das klingt nach weiter Welt, nach verborgenen Heilkräften, das verspricht perfekte Schönheit, Vollendung der Seele. Kneippen, das erinnert viele Menschen eben erst einmal an kaltes Wasser und Abhärtung.
Dabei ist Kneippen einfacher, echter und wahrscheinlich wirksamer als das meiste aktuelle Chichi aus den Weiten des Wellness-Universums. Fragen Sie Ihren Hausarzt.
Ich stehe leicht nach vorn gebeugt. Über meinen Rücken, hinunter an Po und Beinen, läuft eiskaltes Wasser. Der Bademeister schwenkt den Schlauch an meinen Schultern leicht hin und her, er fordert mit ruhiger Stimme: "Einatmen, ausatmen." Ich ziehe alle meine Muskeln zusammen, fühle jede Faser meines Körpers.
Jetzt kommt das warme Wasser, uahhh, welch eine Wonne! Heiße Ströme fließen nicht nur über meine Haut, sondern auch in mir. Ich blase die Backen auf.
Nach mehrmaligem Kalt und Warm über meine ganze Rückseite fühle ich mich matt. Ich bin zufrieden, ja heiter.
Wunder kann allerdings auch Kneipps Wassertherapie nicht vollbringen.
Sebastian Kneipp starb 1897. Bis kurz vor seinem Tod ließ er sich mit nassen Anwendungen behandeln. Den Rat der Ärzte, sich operieren zu lassen, nachdem sie einen Tumor im Unterleib diagnostiziert hatten, lehnte er ab. JOACHIM MOHR
Von Joachim Mohr

SPIEGEL SPECIAL 6/2007
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