DER SPIEGEL



DAS PARTY-KLOSTER

Von RAPP, TOBIAS

Das "Berghain" in Berlin ist der Sehnsuchtsort für Europäer unter dreißig, ein Technoclub, über den wilde Geschichten kursieren. Die meisten stimmen. VON TOBIAS RAPP

Man kann ruhig menschliche Tragödie dazu sagen. Es ist fünf Uhr morgens an einem frischen Frühlingssonntag in Berlin-Friedrichshain, vor dem Technoclub "Berghain" windet sich noch immer eine mächtige Schlange entlang der stählernen Absperrgitter über den Vorplatz des Gebäudes, es dämmert längst, und zwei Jungs Anfang zwanzig kommen nicht rein. Ein leichtes Kopfschütteln vom Türsteher, eine Geste mit dem Arm, "macht bitte den Weg frei", diskutiert wird hier nicht. Besonders bitter: Ihre zwei Freunde, ein anderer Junge und ein Mädchen, sind kurz vor ihnen im Gebäude verschwunden. Sie kommen zurück. Man beratschlagt, wie es weitergehen soll. Heldenhaft verabschieden sich die Abgewiesenen, mit "Schon okay"-Gesten und "Viel Spaß"-Wünschen. Der Türsteher guckt streng. Die Wege der vier trennen sich. So zerbrechen Freundschaften, denkt man sich, während man wieder einen halben Meter vorwärtsrückt.

Alle wollen ins Berghain. Aber das Berghain will eben nicht alle haben. Mehrfach ist es prämiert worden, zuletzt zum besten Club der Welt vom britischen Fachblatt "DJ". Wie ein dunkler Betonklotz ruht das Gebäude in einem Gewerbegebiet in der Nähe des Ostbahnhofs, die Techno-Trutzburg zwischen Parkplätzen und Lagerhallen. Das Gebäude ist ein ehemaliges Heizkraftwerk, das auf drei Etagen genutzt wird. Aus aller Welt finden sich hier Wochenende für Wochenende die Feierwütigen ein, um dann in der Schlange zu stehen und zu rätseln. Schaff ich es? Schaff ich es nicht?

Jemand müsse aussehen, als wolle er wirklich feiern, hat der gefürchtete Türsteher Sven Marquardt in einem Interview gesagt. Mit seiner Stacheldrahttätowierung im Gesicht und seinen zahlreichen Piercings strahlt er jede Nacht aufs Neue die Überzeugungskraft des radikalen Lebensentwurfs aus. Eigentlich ist er Fotograf. Sein Satz trifft den Kern. In viele andere Clubs geht man, um gesehen zu werden. Ins Berghain geht man, um nicht gesehen zu werden. Hier will man feiern. Auch darauf soll das Warten einen vorbereiten.

Und irgendwann ist man dann drinnen. Man wird sorgfältig nach Drogen kontrolliert und von dem freundlichen Sicherheitsmann darauf aufmerksam gemacht, dass die Hose offensteht. Vom Foyer, das von einem riesigen Kunstwerk des polnischen Künstlers Piotr Nathan geschmückt wird, "Rituale des Verschwindens", kommt man in die Haupthalle. Die durchquert man, geht die Metalltreppe hoch und steht an der großen Tanzfläche.

ES IST IMMER WIEDER ein Schock, hier zu stehen, und wer diesen nicht zu goutieren weiß, wird im Berghain wenig Spaß haben. Die Musik brüllt einen an, man ist umgeben von schwitzenden Männern, viele mit nacktem Oberkörper, Lichtblitze lassen einen für Momente erblinden, man hat Orientierungsschwierigkeiten. Man riecht den Schweiß - im Berghain ist zwar einiges an Ausschweifung möglich, auf die Einhaltung des Rauchverbots wird jedoch peinlich genau geachtet. Es ist eine körperliche Attacke. Das muss man wollen. Man begegnet ihr am besten mit ein paar Schnäpsen.

Das Berghain folgt einer klaren Aufteilung: Im ersten Stock die große Tanzfläche, das eigentliche Berghain, oben die etwas kleinere Tanzfläche, die Panorama Bar, beide sind von eigenen Bars umgeben. Das spiegelt die Aufteilung der elektronischen Tanzmusik in die zwei Hauptspielarten Techno und House. Ersteres die etwas härtere und schnellere Spielart dieser Musik, letzteres etwas langsamer und nicht so sehr auf die gerade Bassdrum zentriert. Wobei Berghain und Panorama Bar einen eigenen Umgang mit diesen Stilen pflegen: Zum einen besteht der Reiz des Berghain-Techno darin, dass die DJs ihn im Vergleich zu den Neunzigern abgebremst haben. Und auch eine andere Zuordnung geht hier nicht auf: House als die Musik mit den tiefen Wurzeln in der schwulen Community. Hier ist es andersrum. Auf der Berghain-Tanzfläche finden sich die muskelbepackten, nackten und schwitzenden Oberkörper der schwulen Techno-Wikinger. Dass die Panorama Bar eher hetero wäre, kann man dann aber auch nicht sagen: Der schöne englische Begriff "queer" trifft es eher.

Es ist nicht erlaubt, im Berghain zu fotografieren, Kameras muss man am Eingang abgeben, wer mit seinem Fotohandy herumhantiert, muss damit rechnen, rausgeworfen zu werden. Viele Leute wollen nicht gesehen werden, wenn sie ihre sexuellen Phantasien ausleben, das ist die offizielle Begründung. Das Bilderverbot hat aber noch andere Gründe: Es dichtet den Club hermetisch gegen das Draußen ab, kappt die Verbindung zum Rest der Welt, zu denen, die das Bild anschauen könnten. Es ist ein Statement: Gespielt wird in dieser Halle. Nirgendwo sonst.

Techno ist eine Musik, die einfach, effizient und brutal ist. Len Faki spielt heute Nacht. Er ist einer der Resident-DJs des Ladens, das heißt, dass er einen regelmäßigen Termin hat, anders als die Künstler aus aller Welt, die für eine Nacht gebucht und eingeflogen werden. Faki hat seinen ganz eigenen Stil, nicht so elegant wie der seines Kollegen Ben Klock, der mit "One" gerade sein Debütalbum veröffentlicht hat, die bisher beste Techno-Platte des Jahres. Er spielt auch nicht so reduziert und minimalistisch wie Marcel Dettmann, der wohl berühmteste DJ des Berghain. Bei Faki gibt es schlicht und einfach mächtig was auf die Mütze. Er eröffnet sein Set mit dem Heulen einer Luftschutzsirene, und von dort aus fährt er das Intensitäts-Level langsam hoch.

DAS BERGHAIN GLEICHT einer Kathedrale. Der hohe Raum hat etwas von einem Sakralbau, was durch die geschickte Lichtarchitektur noch unterstützt wird, die den Zug nach oben unterstützt. Die Bars und Darkrooms entsprechen den Kapellen der alten Kirchen. Auch der heilige Ernst, mit dem hier dem Exzess gefrönt wird, hat durchaus seine religiösen Momente. Ganz abgesehen von der Uhrzeit - auch an anderen Orten der Stadt lauscht man an einem Sonntagmorgen ja dem, was der Mann von der Kanzel zu sagen hat.

Ins Berghain geht man spät, man bleibt lange, und oft weiß man später nicht mehr so genau, was man eigentlich gemacht hat. Man läuft herum, guckt mal hier, guckt mal da. Schaut, was die Freunde so machen. Trinkt was. Trifft jemanden, den man lange nicht gesehen hat. Hält sich auf dem Klo auf. Kommt an der Bar mit jemandem ins Gespräch. Geht mal nachschauen, was der DJ in der Panorama Bar so macht. Dann tanzt man für eine Weile.

ES KURSIEREN eine Menge wilder Geschichten darüber, was im Berghain alles passiert. Die meisten stimmen. Jeder hat schon mal jemanden gesehen, der neben der Tanzfläche Sex hatte. Oder in einem der Metallkabuffs. Oder auf dem Klo. Wo man sich auch sonst gern aufhält. Niemand kümmert sich groß drum. Tatsächlich handelt das Berghain nämlich vor allem von der Musik. Ob man es glaubt oder nicht. Es dürfte kaum einen Ort der Welt geben, wo mit ähnlicher Ernsthaftigkeit an der immer wieder neuen Auslegung von Techno und House gearbeitet wird. Darum geht es. Und um den Exzess.

Jede der großen Discotheken erzählt immer eine Geschichte über ihre Stadt und ihre Zeit. Ob es das "Studio 54" in den Siebzigern war, das von seiner ganz eigenen New Yorker Mischung aus Prominenz, Geld und Geschmack handelte und dem sich aus dem Glamour ergebenden Anspruch auf Exklusivität. Sei es die "Hacienda" in Manchester Ende der Achtziger, wo die übelgelaunte britische Arbeiterklasse unter dem Einfluss von Ecstasy ihren Körperpanzer abstreifte. Oder die beiden berühmtesten Berliner Clubs der neunziger Jahre, der "Tresor" und das "E-Werk", die beide auf ihre Weise vom großen Tanz in den Ruinen erzählten, von der Feier der Freiheit und der eigenartigen transkontinentalen Freundschaft zwischen Berlin und Detroit, die sich in den frühen Neunzigern ergab, als die amerikanischen Techno-Erfinder nach Europa kamen.

Das Berghain erzählt von einem ganz neuen Berlin, der Feierhauptstadt der westlichen Welt. Während die meisten europäischen Städte kolossalen Aufwand treiben, um mit immer neuen kulturellen Groß-Events, Ausstellungen und Museumsbauten Touristen anzuziehen, hat sich hier, im Herzen der Hauptstadt, abseits von städtischer Förderung und jenseits der medialen Aufmerksamkeit eine Szene herausgebildet, die es an aufmerksamkeitsökonomischer Macht längst mit den offiziellen Kulturinstitutionen aufnehmen kann.

Popkultur handelt immer von Sehnsüchten, oft von dem Wunsch, woanders sein zu wollen, dem wohligen Gefühl, von der Szene, die man liebt, ausgeschlossen zu sein. Sei es, weil sie lange vergangen ist, sei es, weil sie sich zu weit weg befindet. Es gibt die lange und intensive Liebesgeschichte der Briten zu den Klängen des schwarzen Amerika. Es gibt die Liebe der Deutschen zu britischen Bands. Tatsächlich waren die Deutschen aber wesentlich öfter Subjekt solcher Sehnsüchte denn Objekt. Und wenn deutsche Bands einmal wirklich erfolgreich waren - wie Kraftwerk oder Rammstein -, dann immer auch, weil sie eine international einfach vermittelbare Karikatur des Deutschen aufzuführen vermochten.

Die Faszination, die der Rest der Welt gerade für die deutsche Techno-Hauptstadt hegt, ist auch deshalb etwas Neues. Das Berghain ist nicht der einzige Laden, auf den sich diese Sehnsuchtsscheinwerfer richten: mit der "Bar 25", dem "Club der Visionäre", dem "Cookies", dem "Glashaus", dem "Golden Gate", dem "Horst Krzbrg", dem "Maria", dem "Picknick", dem "Rechenzentrum", dem "Relais", dem "Scala", dem "Tape", dem "Tresor", dem "Violet", dem "Watergate" und dem "Weekend" gibt es noch mindestens 16 weitere Clubs, die Wochenende für Wochenende Raver anlocken, und das sind nur die offiziellen Locations, auch halblegale und illegale Clubs gibt es immer noch einige. Das hat Berlin zu einem popkulturellen Sehnsuchtsort für die Europäer unter dreißig gemacht. Und zwar für die, nach denen alle Städteplaner und Standortideologen lechzen: die gutausgebildeten, mehrsprachigen, kreativen Städter. Hier glauben sie die Orte zu finden, an denen die Freiheit noch nicht der Sicherheit geopfert worden ist. So kommen jedes Wochenende einige tausend Easyjet-Raver in die Stadt.

Die Techno-Szene ist gut vernetzt. Sie dürfte eine der Popkulturen sein, die sich am deutlichsten vom nationalen Rahmen abgelöst hat und innerhalb einer europäischen Öffentlichkeit funktioniert. Nicht nur Szene-intern, wo es normal ist, wenn französische Produzenten Platten auf deutschen Labels veröffentlichen, Deutsche bei Belgiern und die Engländer überall. Auch für das Publikum haben die innereuropäischen Grenzen keine große Bedeutung mehr. Man fliegt zu den Partys. Wo die Locations sind, erfährt man aus dem Internet. Websites wie das Techno-Portal Resident Advisor sind oft besser über das Geschehen in der Berliner Nacht informiert als die Berliner Stadtmagazine selbst.

Deshalb steht dann jemand wie Carla aus Stockholm um acht Uhr morgens neben der DJ-Kanzel im Berghain und wirft die Hände in die Luft. Eine Studentin, für ein Wochenende in der Stadt, untergekommen bei Freunden, die in Kreuzberg wohnen. Oder Brian aus Birmingham, der "irgendwas mit Computern" macht, wegen der Krise gerade seinen Job verloren hat und für ein paar Wochen nach Berlin gekommen ist, "bis das Schlimmste vorbei ist". Daneben die Berliner Techno-Gemeinde: ein Arzt, jemand, der sein Geld beim Film verdient, ein Journalist, eine Designerin, ein Hartz-IVler, noch einer.

Es gibt Augenblicke, da kommt einem das Berghain vor wie ein Club aus einem Hollywood-Actionfilm. Wie einer dieser Läden, die ja auch immer in abgerockten Industriebauten angesiedelt sind und deren Publikum ja auch immer so verrucht aussieht wie möglich: Fetisch-Klamotten, Kajal um die Augen und Maschinenmusik in menschenverachtender Lautstärke. Auch das gibt es hier: Wenn man von der Treppe aus auf die Masse von halbnackten Männerkörpern herunterschaut, die sich auf der großen Tanzfläche bewegen, hat das genau den überwältigenden Eindruck, auf den es Set-Desiger für diese Filme abgesehen haben, wenn sie Bilder für den Hedonismus der Großstadtnacht finden wollen. Doch im Film ist dies immer Kulisse, ein Zeichen, das auf eine andere Bedeutung verweist. Wenn man im Berghain von einem Lederkerl nach Feuer gefragt wird, will er wirklich nur Feuer. Tatsächlich ist das Beiläufige und Alltägliche, das der größte Wahnsinn hier haben kann, gerade das Besondere.

ES IST EIN SCHWULER LADEN. Bestimmt die Hälfte der Männer ist schwul, das gibt den Ton vor. Und bestimmt auch die Freude am ungebremsten Hedonismus: Dass man seinem Begehren angstfrei ins Gesicht schauen sollte, ist wahrscheinlich die wichtigste Botschaft, die die schwule Community dem heterosexuellen Rest der Gesellschaft beibringen kann.

Die Gäste des Berghain kommen in Wellen. Manche kommen schon um zwei Uhr früh und gehen um neun. Viele davon sind jünger und von außerhalb. Sie haben die härteste Zeit an der Tür hinter sich gebracht, die Stunden, wenn manchmal jeder zweite abgewiesen wird. Die Gäste sind dementsprechend feierwillig. Wenn es draußen hell ist, sind sie fertig und gehen. Man sieht sie beglückt rausstolpern, wenn man selbst später kommt und vor der Tür wartet.

Dann gibt es die Leute, die am frühen Morgen kommen. Oft waren sie schon in einem oder zwei anderen Läden und wollen es jetzt noch mal richtig wissen. Sie kommen ab fünf und bleiben meist bis in den späten Vormittag. Ab acht Uhr trudeln dann auch die ersten Leute ein, die die Nacht im Bett verbracht haben und nun raven gehen, erholt und frisch geduscht. Das ist die Crowd, die bis in den Nachmittag bleibt. Und ab Mittag schließlich kommt noch mal ein größerer Schwung: die Leute, die dann bis in den späten Sonntagabend hinein bleiben.

Etwa Christian, kurze Haare, T-Shirt, Bier in der Hand. Er arbeitet als Koch, ist Anfang dreißig, seit Jahren Stammgast. Früher (und das heißt in diesem Fall noch vor einem Jahr, Ausgehjahre zählen manchmal wie Hundejahre) sei er immer schon sonntagmorgens früh gekommen, erzählt er, so gegen acht Uhr, weil die schönste Zeit in der Panorama Bar doch immer kurz vor zwölf angefangen habe. Morgens, wenn der ganze Laden in weichgeklopfter Tanzflächenseligkeit die Hände in die Luft reißt und jubelt, wenn der Lichtmann für ein paar Sekunden die Jalousie aufmacht, um das Sonnenlicht in das Halbdunkel hineinzulassen - ein Effekt, der nicht von ungefähr an Vampirfilme erinnert, man hat das Gefühl, als könnte das Sonnenlicht alles zu Staub zerfallen lassen, würde es denn länger blenden als die paar Augenblicke.

Jetzt komme er erst um zwölf, um sich langsam einzugrooven und bereitzumachen für die wirklich schönen Stunden ab 16 Uhr. Nicht, dass es das früher nicht auch schon gegeben hätte. In den Neunzigern gab es etwa den Gay Tea Dance, einen sonntäglichen Tanztee für die Liebhaber der House Music. Doch der ging tatsächlich erst am späten Nachmittag los. In der Panorama Bar (der große Raum des Berghain ist meist ab 12 Uhr zu) ist das anders: Hier verbindet sich die frische Energie der Neuankömmlinge immer wieder aufs Neue mit dem Rausch derjenigen, die schon eine Weile da sind. Bis weit in den Sonntagabend hinein reißt das die Euphoriekurve immer wieder in die Höhe.

Wer ist das, der hier den Tag zur Nacht macht? Sicher: Es sind viele Touristen da. Leute, die angereist sind, um hier zu feiern, und die deshalb keine Rücksicht auf den kommenden Tag nehmen müssen - und die, entgegen dem Vorurteil, oft weit besser über das Berliner Clubleben Bescheid wissen als die Berliner.

Aber das Wochenende, das hier verfeiert wird, ist für viele ja nicht mehr das alte Wochenende, das eine von entfremdeter Maloche geprägte Woche unterbricht. Wer frei arbeitet, seine Zeit eher nach einer Logik des Aufträge-Wegarbeitens aufteilt, lebt in einer anderen Dramaturgie. Intensive Arbeitsphasen wechseln sich mit Zeiten ab, in denen man den Montag und den Dienstag damit verbringen kann, seinen Rausch auszuschlafen.

Denn irgendwann ist der Spaß vorbei. Irgendwann geht man. Verabschiedet sich von denen, die noch ein bisschen länger bleiben, begibt sich zur Garderobe, gibt seine Metallmarke ab, die man an einem Bändchen mit sich herumgetragen hat, und stolpert in den märkischen Sand hinaus. Die Sonne blendet, man verabschiedet sich mit einem Kopfnicken von den Türstehern, spürt die frische Luft auf der verschwitzten Haut, hört das Piepen im Ohr, das sich mit dem nachmittäglichen Vogelgezwitscher und dem Bassgeschepper vermengt, das aus der Panorama Bar heruntergeweht wird, die zwei Stockwerke über einem ist.

Es ist 12.30 Uhr mittags an einem Sonntag. Vor der Tür wartet jetzt niemand mehr. Nur eine lange Schlange von Taxis steht gut hundert Meter entfernt auf der Straße. Bereit, einen wieder in den Alltag zurückzubringen.


SPIEGEL SPECIAL 1/2009
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