01.07.1998

Die Hypno-Bohrer

Meist ist es nur die Angst vor dem möglichen Schmerz, der Menschen hindert, rechtzeitig den Zahnarzt aufzusuchen. Fünf Prozent der Erwachsenen haben, wie Umfragen ergaben, sogar derart panische Angst vor dem Marterstuhl, daß sie die notwendige Behandlung jahrelang aufschieben.
Mit Hypnose, einem der ältesten Verfahren zur psychischen Beruhigung, versuchen nun auch immer mehr deutsche Zahnärzte, solchen Patienten ihre Ängste zu nehmen - mit Erfolg. Zwar sind bislang nur etwa 1000 von rund 60000 deutschen Zahnmedizinern in dieser Technik ausgebildet - in Schweden beherrscht jeder zweite die Methode -, aber auch hierzulande ist, wie die Deutsche Gesellschaft für Zahnärztliche Hypnose e.V. (DGZH) in Stuttgart mitteilt, die Tendenz steigend.*
Unterstützt wird die Hypnose in der Zahnarztpraxis, die kaum noch etwas mit der durch Variete- oder TV-Magier induzierten Trance gemein hat, heute meist mit entspannender Musik oder meditativen Geräuschen vom Band. Nur etwa zehn Prozent der Patienten sprechen nach den Erfahrungen des Stuttgarter Zahnarztes und DGZH-Präsidenten Albrecht Schmierer nicht auf Hypnose an.

SPIEGEL SPECIAL 7/1998
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


SPIEGEL SPECIAL 7/1998
Titelbild
Abo-Angebote

Sichern Sie sich weitere SPIEGEL-Titel im Abo zum Vorteilspreis!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

  • Buzzer-Beater in der NBA: Sensationswurf in letzter Sekunde
  • Amateurvideo von der "Viking Sky": Als der Sturm zuschlägt
  • Bizarre Formation: Pfannkucheneis auf dem Lake Michigan
  • Flughafen Bali: Orang-Utan-Junges vor russischem Touristen gerettet