01.03.1995

Zuse zeichnet Gates

Er konstruierte den ersten elektronischen Computer der Welt (Z1), aber auch als Künstler hat er sich in der Branche einen Namen gemacht: Konrad Zuse, 84. Beim Informatiker-Kongreß IFIP 1994 in Hamburg zeichnete Zuse zwölf Köpfe deutscher Pioniere der Computer-Entwicklung in Kreide. Die Porträts mit Kurzbiographien sollen in einem Buch veröffentlicht werden.
Erstmals in SPIEGEL special zu sehen: ein Porträt des Microsoft-Chefs und Multimilliardärs Bill Gates - Mr. Software, gezeichnet von Herrn Hardware. "Gates reizte mich", sagt Zuse, "weil er eine besondere Persönlichkeit auf dem Gebiet der Computer-Entwicklung darstellt."
Leider habe er mit Gates noch keinen persönlichen Kontakt gehabt und sich darum an dessen Biographie halten müssen. Zuse: "Bill Gates hat sich mit Microsoft eine besondere Position unter den zahlreichen Software-Firmen erarbeitet. Die geschäftlichen Erfolge der Software-Häuser erscheinen heute bedeutender als die der Hardware-Hersteller. Ich bewundere Bill Gates als erfolgreichen Geschäftsmann, aber ich beneide ihn nicht. Die Erfolge auf seinem Gebiet müssen durch resoluten Einsatz erreicht werden. Die Verantwortung ist hoch, und das Wohl der Wirtschaft und des Staates hängt heute weitgehend von der Qualität der Software auf den verschiedensten Gebieten ab."
Gerd Meißner
Von Gerd Meißner

SPIEGEL SPECIAL 3/1995
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