20.02.2007

EIN VOLK ERKENNT SICH SELBSTVOM SCHLACHTFELD ZUR KULTURNATION

Vereint durch die gemeinsame Sprache, aber gespalten durch die Reformation, arbeiten gebildete Deutsche nach dem Dreißigjährigen Krieg am Aufbau einer nationalen Kultur. Der Weg führte in die Höhen der Weimarer Klassik. Von Ulrich Schwarz
Im Jahre des Herrn 1521 beginnt auf der zugigen Wartburg oberhalb von Eisenach ein als Junker verkleideter Mönch mit einer kniffligen Fleißarbeit: Martin Luther, den sein Landesherr Friedrich der Weise, Kurfürst von Sachsen, vor den Häschern des Kaisers in Sicherheit gebracht hat, übersetzt das Neue Testament der Bibel ins Deutsche.
Elf Wochen arbeitet der vermeintliche Junker Jörg an dem Werk - eine epochemachende Tat des 39-Jährigen. Mit dieser Übersetzung wird der Reformator zum Vater einer einheitlichen deutschen Schriftsprache. Dank Luther wird das Deutsche im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation literaturfähig - in einer Gesellschaft, in der bis dahin Latein (als Sprache der Wissenschaft) und Französisch (als bevorzugtes Idiom bei Hofe) den Ton angeben. Nur das gemeine Volk spricht in diversen Dialekten.
Die Luther-Bibel ist, dank des Buchdrucks mit beweglichen Lettern, ein Bestseller, wie ihn heute, im totalen Medienzeitalter, Verleger erträumen. Die Heilige Schrift, die für einen halben Gulden - Wochenlohn eines Zimmermannsgesellen - überall im Reich verkauft wird, und so auch für gewöhnliche Untertanen erschwinglich ist, erreicht sensationelle Auflagen. Die ersten 3000 Exemplare sind bereits drei Monate nach Erscheinen im September 1522 vergriffen. Im selben Jahr beginnt der Reformator auch mit der Übersetzung des Alten Testaments. 1534 erscheint seine "gantze Heilige Schrift Deudsch". Bis zu Luthers Tod 1546 wird seine Bibel mehr als 200000-mal verkauft.
Luther, schwärmt Thomas Mann 400 Jahre später, habe "durch seine gewaltige Bibelübersetzung die deutsche Sprache erst recht geschaffen". Luthers Deutsch ist kein blutleeres, papiernes Konstrukt, es ist schöpferisch und volksnah. Der Reformator hat, wie er selbst sagt, "dem Volk aufs Maul geschaut". In der Entwicklung einer nationalen deutschen Kultur ist die Luther-Bibel ein Meilenstein.
Für die kirchliche Obrigkeit hat das Werk noch eine andere, höchst unangenehme Nebenwirkung: Die Hierarchie verliert das Deutungsmonopol über das heilige Buch der Christen. Bislang haben allein die klerikalen Herren nach eigenem Gusto dem gemeinen Christenmenschen erklärt, was in der Bibel stehe, was er mithin zu glauben habe. Fortan kann er selbst nachlesen und sich einen Reim darauf machen, was das Gelesene für seinen Glauben bedeutet.
So ist Luthers Bibelwerk auch ein wichtiger Beitrag zur religiösen Emanzipation, zur Gewissensfreiheit und - langfristig - zur politischen Bürgerfreiheit.
Doch für die Entstehung der deutschen Nation ist Martin Luther eine ambivalente Figur. Seine Verwendung der Volkssprache als Mittel der Kommunikation hat, einerseits, das Zusammengehörigkeitsgefühl der Deutschen enorm gestärkt; Protestanten gründeten Schulen und Universitäten, schließlich sollten alle die Bibel lesen können, und der daraus resultierende Bildungsschub machte es vielen erst möglich, dass sie über ihre nationale Identität nachdachten. Das Zerbrechen der christlichen Einheit war eine Voraussetzung dafür, dass Menschen sich nicht mehr nur als christliche Weltbürger, sondern zunehmend national verstanden.
Andererseits hat Luthers Reformation die Deutschen in zwei konfessionelle Lager geteilt und dadurch ihre nationale Einigung nachhaltig verhindert. Golo Mann nennt die Reformation ein "Grundereignis" der deutschen Geschichte, das das Land "glatt in zwei Hälften gespalten" hat.
Unter den Weggefährten Luthers gibt es durchaus ein nationales Bewusstsein; am stärksten ausgeprägt ist es bei dem Reichsritter Ulrich von Hutten (1488 bis 1523), einem gebildeten Humanisten. Luthers religiöser Impetus, die Kirche zu erneuern, bleibt dem Adligen zeitlebens fremd. Ulrich von Hutten schwärmt vielmehr von der Geschichte der Deutschen. Für Hutten setzen nicht Religion und Kirche verbindliche Normen, vielmehr wird für ihn "die Nation zur verbindlichen Sinngebungs- und Rechtfertigungsinstanz", urteilt der Historiker Heinrich August Winkler.
Auch Hutten ruft, wie Martin Luther, zum Kampf gegen Rom auf, aber aus völlig ungeistlichen Motiven: Er strebt die Freiheit und Einheit des deutschen Reichs an, gelöst von der päpstlichen Vormundschaft. 1519 propagiert er einen nationalen, keinen christlich-universalen Feldzug gegen die Türken, die sich anschicken, den Südosten Europas zu erobern. Der wortgewandte Ritter ruft seine Landsleute auf:
Erbarmt euch übers Vaterland, Ihr werten Teutschen, regt die Hand. Jetzt ist die Zeit, zu heben an. Um Freiheit kriegen. Gott will's han.
Ulrich von Hutten steht in der Tradition der deutschen Humanisten des 15. Jahrhunderts. Im Jahr 1455 gelangt ein lateinisches Manuskript, das Jahrhunderte hindurch im Kloster Hersfeld gelegen hatte, nach Rom. Es handelt sich um die Schrift des römischen Geschichtsschreibers Cornelius Tacitus über die Germanen, verfasst am Ende des ersten nachchristlichen Jahrhunderts: "De origine et situ Germanorum".
Die "Germania", wie sie kurz genannt wird, ist das wichtigste Zeugnis der Antike über das alte Germanien und seine Bewohner. Tacitus beschreibt diese zwar als rohe Barbaren, rühmt aber im selben Atemzug ihre sittliche Reinheit (im Gegensatz zum Sittenverfall der Römer).
Die deutschen Humanisten reagieren auf die "Germania" mit heller Begeisterung. Sie entnehmen dem Tacitus-Werk die Kunde, dass angeblich alle Deutschen von einem gemeinsamen Urahn abstammen und bis heute eine Blutsgemeinschaft bilden. Die "Germania" wird zur Bibel eines frühdeutschen Patriotismus - auch für Ulrich von Hutten.
Doch weder Ritter noch Fürsten folgen ihm; die konfessionelle Spaltung überlagert alles. Huttens Appell, die Nation als gemeinsame Basis zu nehmen, geht "ins Leere in einer immer noch patriarchalisch und ständisch geordneten Gesellschaft" (Historiker Wolfgang Hardtwig). Hutten stirbt 1523 auf der Insel Ufenau in der Schweiz.
Auch Luther lehnt nationale Ideen ab, so wie er die aufrührerischen Predigten seines Confraters Thomas Müntzer im Bauernkrieg als Angriff auf die von Gott eingesetzte weltliche Obrigkeit verdammt. Luther hat mit der deutschen Nation nichts im Sinn, so sehr sich später das protestantisch-preußische Deutschland auch auf ihn berufen mag.
Der Bauernkrieg beendet Luthers Rolle als nationaler Heros, der die auseinanderlaufenden Interessen der Stände und des Volkes hätte zusammenführen können. Luthers Ansatz ist nicht politisch, sondern rein religiös. Er will die Erneuerung der Kirche und ihre Abnabelung vom verderbten Oberhaupt, dem Papst. An der staatlichen Ordnung rüttelt er nicht. Denn sie ist, so wie sie ist, von Gott eingesetzt.
Mit seiner Obrigkeitshörigkeit begründet der Reformator eine unheilige Allianz zwischen Thron und Altar und führt die Kirche in eine neue Gefangenschaft, die bis zum Endes des zweiten Kaiserreichs 1918 andauern wird.
Die Luther-Kirche organisiert sich schon zu Lebzeiten ihres Gründers in Landeskirchen, die deckungsgleich sind mit den Territorien der jeweiligen weltlichen Herrscher. Kein Wunder, dass viele Landesherren nicht nur religiöse, sondern höchst weltliche Interessen an dem neuen Glauben haben. Sie sind auch die Oberherren ihrer Kirche und penibel darauf bedacht, diese Herrschaft auszuüben. Die geistige Befreiung des einzelnen Christenmenschen "war im Luthertum mit weltlicher Knechtschaft erkauft", schreibt der Historiker Franz Borkenau.
1521 wird Luther auf dem Wormser Reichstag als Ketzer verurteilt. Doch der Kaiser, Karl V., versucht nicht ernsthaft, das Verdikt zu vollstrecken und Luther in Haft zu nehmen. Die Nachsicht hat praktische Gründe: Karl V., in ständiger Fehde mit dem französischen König und mit dem Papst, kann sich innenpolitische Querelen nicht leisten. Und die drohen, da die der Reformation zugeneigten Fürsten Luther schützen und sich weigern, den vom Papst mit dem Bann und vom Kaiser mit der Reichsacht belegten Ex-Mönch zu ergreifen.
Die Kluft zwischen den Konfessionen vertieft sich von Jahr zu Jahr und spaltet das Reich immer unversöhnlicher. Auf dem Reichstag zu Speyer 1529 verlangt der Vertreter des Kaisers, sein Bruder Erzherzog Ferdinand von Österreich, erneut, die Fürsten sollten endlich das Wormser Edikt vollstrecken und Luther sowie alle seine Gesinnungsgenossen aus dem Verkehr ziehen. Die lutherisch gesinnten Adligen verlassen daraufhin unter Protest die Versammlung. Seither heißen die Parteigänger der Reformation Protestanten.
Die Einheit des Reichs ist das Papier nicht mehr wert, auf dem sie steht. Das Imperium besteht aus rund 300 Einzelgebilden - Fürstentümern, Reichsstädten, Grafschaften -, hinzu kommen rund 1000 Besitzungen unabhängiger Reichsritter. Vor allem die mächtigen Fürsten sind darauf bedacht, ihre eigene Macht zu sichern und zu mehren. Der Egoismus der Reichsfürsten blockiert eine nationale Staatsbildung. Der Gedanke an eine politisch geeinte Nation hätte ihre Macht nur, zusätzlich zum schwebenden Konfessionsstreit, gefährdet.
Als die katholische Mehrheit auf dem Augsburger Reichstag 1530 erneut die Vollstreckung des Wormser Urteils verlangt, schließen sich die Evangelischen vorsorglich zum Schmalkaldischen Bund zusammen. Krieg liegt in der Luft. Doch er wird erst einmal vertagt, im Osten bedroht der osmanische Sultan Suleiman I., der Prächtige, das Reich. Die Türken-Gefahr zwingt die Kontrahenten zum Stillhalten.
Ein halbes Jahr nach Luthers Tod 1546 bricht der Sturm los. Kaiser Karl V. hat sich mit Papst Paul III. gegen die ketzerischen Protestanten verbündet. Ein Jahr dauert der blutige Konflikt. Am 24. April 1547 wird das Heer des Schmalkaldischen Bundes bei Mühlberg an der Elbe vernichtend geschlagen.
Acht Jahre später, anno 1555, besiegelt ein weiterer Reichstag in Augsburg die konfessionelle Teilung des Reichs. 34 Jahre nach dem Wormser Edikt schließen der Kaiser und die verfeindeten Reichsstände den Augsburger Religionsfrieden. Es ist ein Kompromiss mit verheerenden Folgen nicht nur für die Gewissensfreiheit, sondern auch für die deutsche Einheit. Jeder Landesherr verfügt künftig, welche Konfession in welcher Region gelten soll - nach dem Motto "cuius regio, eius religio". Wem das Land gehört, der bestimmt die Religion. Dies Prinzip vor allem hat die Einheit der Deutschen für lange Zeit blockiert. Wer sich dem vom Staat, sprich: vom Fürsten, verordneten Bekenntnis nicht beugen will, der muss auswandern.
Für mehr als 60 Jahre immerhin sichert der Augsburger Religionsfriede dem Reich eine Verschnaufpause. Doch der konfessionelle Funke glimmt weiter. Für die deutsche Frage hat dieser Hader deprimierende Folgen. "Die beginnende Europäisierung der Welt", urteilt Golo Mann in seiner "Deutschen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts", läuft an den in konfessionelle Händel verstrickten Teilstaaten des Reichs vorbei. "Die großen Entscheidungen fielen anderswo. Indes die Holländer ihre Republik gründeten, die erste freie Staatenföderation in modernen Zeiten, indes England sein heroisches Duell mit Spanien kämpfte, belauerten sich in Deutschland die protestantischen und katholischen Teilmächte. In dem Augenblick, in dem die angelsächsische Kolonisierung Nordamerikas im Ernst einsetzte, die schicksalsträchtigste Entwicklung der modernen Geschichte, begann Deutschland seinen Dreißigjährigen Krieg."
Zu Anfang des neuen Jahrhunderts haben sich bereits die über den Glauben zerstrittenen Fürsten abermals in ihren jeweiligen Lagern zusammengeschlossen. Wiederholt wird der Landfrieden gebrochen. 1608 gründen zunächst die evangelischen Stände die "Union", ein Jahr später ruft der bayerische Herzog Maximilian die katholische "Liga" ins Leben. 1618 schließlich eskaliert der Konflikt einmal mehr zum Krieg, der insgesamt 30 Jahre wütet.
Anlass ist ein Zwischenfall in Prag. Am 23. Mai 1618 ziehen rund hundert Delegierte der evangelischen böhmischen Stände zur Prager Burg, um bei den lokalen Vertretern des Kaisers handfest gegen ein Versammlungsverbot zu protestieren, begleitet von einer großen Menschenmenge. Sie ergreifen zwei kaiserlichen Räte und ihren Sekretär und werfen sie nach einem Gerangel aus dem Fenster, mit den Worten: "Nun werden wir uns wider unsere Religionsfeinde rechtschaffen verhalten."
Der Fenstersturz hat, als eine Form der Lynchjustiz, Tradition. Erstmals praktizierten ihn aufgebrachte Hussiten 1419. Sie stürmten das Rathaus in der Prager Neustadt und warfen einen Richter, drei Ratsherren und neun weitere Personen aus dem Fenster. So begannen die Hussitenkriege, die bis 1436 dauerten.
Die drei Kaiserlichen von 1618 kommen, da sie auf einem Misthaufen landen, leicht blessiert davon. Der Krieg aber ist nicht aufzuhalten. Im August 1618 überschreitet ein kaiserliches Heer die böhmische Grenze.
Was als regionales Debakel begonnen hat, weitet sich rasch zum verheerenden Flächenbrand aus. 30 lange Jahre hindurch ziehen die Söldner der Union und der Liga plündernd und mordend durch Deutschland, im Verlauf des Kriegs mischen immer mehr ausländische Mächte in dem deutschen "Bürgerkrieg" mit: Spanien, die Truppen des Schwedenkönigs Gustav Adolf, die Dänen und schließlich die Franzosen.
Der Anlass des Kriegs, der konfessionelle Gegensatz, tritt immer weiter in den Hintergrund, es geht fast nur noch um Macht. Das Leid hat die Bevölkerung zu tragen. Ganze Landstriche werden verwüstet und entvölkert. Bis zu zehn Millionen Menschen kommen in den Kriegswirren um. Brandenburg etwa, eine der am ärgsten gebeutelten Regionen, verliert zwischen einem Drittel und der Hälfte seiner Einwohner. Im Herzogtum Württemberg sinkt die Einwohnerzahl von 450000 im Jahr 1618 auf 125000 anno 1645. Das Erzstift Magdeburg, wo die Truppen des katholischen Heerführers Tilly besonders schlimm hausen, verliert fast zwei Drittel seiner Menschen.
"Der Dreißigjährige Krieg", urteilten im 19. Jahrhundert Karl Marx und Friedrich Engels, "hatte zur Folge, dass Deutschland für 200 Jahre aus der Reihe der politisch tätigen Nationen Europas gestrichen wurde." Der Dichter Hans Jacob Christoffel von Grimmelshausen (1622 bis 1676) hat in seinem Schelmenroman "Der Abenteuerliche Simplicissimus" nach Kriegsende den alltäglichen Horror aus der Sicht von Soldaten, Bauern und Kleinbürgern beschrieben. Sein "Simplicissimus" ist der bedeutendste deutsche Roman des 17. Jahrhunderts.
Die Sehnsucht der Deutschen nach Frieden macht sich in den letzten Kriegsjahren in meist anonymen Flugschriften und Friedensspielen von Literaten Luft. Die Flugschriften gibt es von Beginn des Konflikts an. Doch in den ersten 20 Kriegsjahren sind sie meist von Hass und Hohn auf den Gegner sowie von Hetzpropaganda geprägt. Mehr als tausend solcher Blätter sind erhalten geblieben. Doch in der letzten Kriegsphase beklagen immer mehr Verfasser den elenden Zustand des Reichs und seiner Regionen. Es kommt so etwas wie patriotische Sehnsucht nach einem einigen Deutschland auf.
Der evangelische Pastor und Dichter Johann Rist (1607 bis 1667) aus dem holsteinischen Wedel wehklagt in seinem Spiel vom "Friede wünschenden Teutschland": "Ja Teutschland, du bist aufrührerisch, streitest wieder dein eignes Haubt mit unmäßigem Fressen und Sauffen Tag und Nacht, und verdirbest dadurch jämmerlich deine eigenen Glieder. Deine Hände wäschest du im Blute und hast nichts anderes als Krieg im Sinn. Der Unschuldige muss leiden und die Frommen müssen gequält werden. O Teutschland, Teutschland, alle Treu und Redlichkeit hast du hingweggetrieben, und befleissigest dich des Lügens, Verleumdens und Betrügens."
Und sein Poeten-Kollege Andreas Gryphius (1616 bis 1664) reimt im Kriegsjahr 1636:
Wir sind doch nunmehr gantz, ja mehr denn gantz verheeret. / Die thürme stehen in glut, die kirch ist umgekehret, / Das rathaus liegt im graus, die starcken sind zerhaun, / Die jungfern sind geschänd't, und wo wir hin nur schaun, / Ist feuer, pest und tod.
Ein anderer, anonymer, Autor fasst seine Sehnsucht in die hoffnungsvollen Verse:
O ihr vertraute Brüder all, / In Kreuz, Geduld und Leiden, / Werd bald mit Lust und Wohlgefall / Tyrannen sehen scheiden; / Bald wird des Herren Reich angehn, / Teutschland wird wieder Frieden sehn.
Doch den meisten vom Horror des Kriegs geschlagenen Menschen ist Teutschland egal. Sie sind völlig ausgelastet damit, ihr nacktes Überleben zu sichern. Für patriotische Gedanken ist keine Zeit. Und nach Kriegsende im Westfälischen Frieden von 1648 wird es nicht besser. Der Landesherr bestimmt in feudalistischer Manier über das Leben seiner Untertanen, sie sind abhängig von ihm, quasi sein Eigentum.
Die Poeten Rist und Gryphius gehören zu einer intellektuellen Minderheit, die sich abseits vom Kriegselend und Schlachtenlärm um die Nation verdient macht. Diese Minderheit organisiert sich in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts in Sprachgesellschaften nach italienischem Vorbild. Ziel ist, die deutsche Hochsprache und ihre Grammatik zu pflegen, zu vereinheitlichen und sie von fremdsprachigen Einflüssen zu säubern.
Die Sprachgesellschaften tragen so zur Bildung eines nationalen Bewusstseins inmitten einer konfessionell gespaltenen und politisch zersplitterten Gesellschaft bei. 1645 erscheint in Halle "Die deutsche Rechtschreibung", ein Vorläufer des Duden.
Sprachgesellschaften entstehen, unter anderem, in Hamburg, Straßburg, Nürnberg, Königsberg und Weimar. Manche haben nur eine Handvoll Mitglieder. Die größte und bedeutendste mit dem blumig-barocken Namen "Fruchtbringende Gesellschaft" wird 1617, am Vorabend des Dreißigjährigen Krieges, von Adligen auf Schloss Hornstein in Weimar gegründet. Ihr gehören auch Rist und Gryphius an.
Die Fruchtbringende Gesellschaft besteht bis 1680 und zählt insgesamt 890 Mitglieder, die über ganz Deutschland verteilt sind. Die Gesellschafter sehen sich, wenn überhaupt, nur selten. Denn das Reisen ist in den Kriegs- und Nachkriegszeiten beschwerlich und gefährlich. Eine Vollversammlung der Gesellschaft findet in den mehr als 60 Jahren ihres Bestehens nicht statt, allenfalls treffen sich kleine Gruppen zu Tagungen. Die Kommunikation läuft fast ausschließlich über schriftliche Korrespondenz.
Während die Söldner der Kriegsgegner das Land verwüsten und seine Bewohner schänden, entwickeln sich in den Sprachgesellschaften Ansätze eines humanistischen Gesellschaftsmodells: Die Fruchtbringende Gesellschaft etwa nimmt nicht nur Adlige auf, sondern auch Männer aus gehobenen bürgerlichen Kreisen - für die damalige Zeit geradezu revolutionär. Um die Standesunterschiede zu nivellieren, reden sich die Mitglieder ausschließlich mit dem ihnen beim Eintritt zugewiesenen Gesellschaftsnamen an.
Als wichtigste literarische Leistung der Sprachgesellschaft gelten die zahlreichen Übersetzungen aus dem Lateinischen, Italienischen und Französischen, die ihre Mitglieder erarbeitet haben. Dadurch soll die Ausdrucksfähigkeit der deutschen Sprache gesteigert und kultiviert werden. "Die Sprache", so der Historiker Hardtwig, ist für die Mitglieder der Gesellschaften "zugleich Herrschaftsinstrument, Gesittungs- und Disziplinierungsmittel, Klammer der Integration und Ausdruck und Konzentrat eines neuen emphatischen Verständnisses von Kultur".
In den Gesellschaften sammeln sich Angehörige einer neu heranwachsenden Schicht: Beamte, Juristen, Theologen, Mediziner, Professoren. Konfessionelle Unterschiede treten zurück, wichtiger ist die gemeinsame christliche Basis.
Ende des 17. Jahrhunderts erlahmt der Schwung der Sprachgesellschaften, die meisten lösen sich, wie die Fruchtbringende Gesellschaft, auf. Doch der Anstoß wirkt weiter. 1697 findet sich in Leipzig ein Freundeskreis zusammen, der sich ebenfalls um die Pflege der deutschen Sprache und Literatur kümmern will. Der Kreis, der sich später selbstbewusst "Deutsche Gesellschaft" nennt, gewinnt an Bedeutung, als 1727 Johann Christoph Gottsched aus Königsberg die Leitung übernimmt. Gottsched und seine Freunde beklagen, dass Deutschland erst mit großer Verspätung begonnen hat, sich mit sich selbst als Nation zu beschäftigen - anders als etwa Italiener und Franzosen, die seit Jahrhunderten eine eigene Hochkultur besitzen. Angesichts des Entwicklungsvorsprungs fürchtet Gottsched, ab 1734 ordentlicher Philosophieprofessor an der Leipziger Uni, eine Überfremdung der gesamten deutschen Kultur, vor allem durch das Französische, das im Reich die Sprache des Hochadels ist.
Nach dem Vorbild in Leipzig entstehen weitere "Deutsche Gesellschaften", seit den dreißiger Jahren des 18. Jahrhunderts vor allem in Universitätsstädten, etwa in Jena, Göttingen, Greifswald, Königsberg, Erlangen und Helmstedt. Dass der Zulauf vor allem an den Hochschulen groß ist, hat einen einfachen Grund: Anders als die Sprachgesellschaften nehmen die "Deutschen Gesellschaften" auch Studenten auf. Sie bilden neben Beamten im höfischen oder staatlichen Dienst, Angehörigen des Adels sowie dem gehobenen Bürgertum das Rückgrat der Vereinigung.
So vergrößert sich der Kreis jener Deutschen, die über die Gemeinsamkeiten deutscher Kultur jenseits der Kleinstaaterei nachdenken. Diese Gruppe ist nicht mehr vom Standesdenken geprägt, der Adel spielt eine immer geringere Rolle. Auf dem Umweg über die Sprachkultur zielen die Vereine "ausdrücklich auf die Beförderung der Deutschen Ehre".
Die "Deutschen Gesellschaften" sind viel straffer organisiert als ihre Vorgänger: Die Mitglieder treffen sich zu wöchentlichen Sitzungen, sie debattieren über literarische Texte, treten öffentlich auf, halten Reden zu Luthers Sterbetag oder zum hundertjährigen Jubiläum des Westfälischen Friedens und schaffen so eine erhöhte Aufmerksamkeit für die nationale Frage. Von den Mitgliedern verlangen sie Tugenden wie Bürgerlichkeit, Redlichkeit und Patriotismus.
Im Zeitalter der Aufklärung wächst in den deutschen Landen eine neue bürgerliche Bildungsschicht heran, die die Blütezeit der deutschen Geistesgeschichte zwischen 1770 und 1830 vorbereitet. Diese Bildungsbürger organisieren sich in Akademien, Freimaurerlogen, Lesegemeinschaften oder Patriotischen Gesellschaften. Die Hamburger "Patriotische Gesellschaft" von 1765 ist noch heute aktiv.
Die "Deutsche Bewegung" formiert sich zudem länderübergreifend und ist so vom Schicksal des Reichs unabhängig. Sie ist noch keine nationale Bewegung im engeren Sinn, hat kein politisches Programm und keine politische Macht.
Dichter und Denker wie Herder und Lessing befassen sich mit der Frage der deutschen Nation und ihrem desolaten Zustand. Eine verbreitete Stimmung trifft der Staatsrechtler Friedrich Carl von Moser. In der Schrift "Von dem Deutschen Nationalgeist" schreibt er 1765: "Wir sind Ein Volk, von Einem Namen und Sprache, unter Einem gemeinsamen Oberhaupt, an innerer Kraft und Stärke das erste Reich in Europa, dessen Königskronen auf deutschen Häuptern glänzen, doch so wie wir sind, sind wir schon Jahrhunderte hindurch ein Rätsel politischer Verfassung, ein Raub der Nachbarn, ein Gegenstand ihrer Spöttereien, uneinig unter uns selbst, unempfindlich gegen die Ehre unseres Namens, ein großes und gleichwohl verachtetes, ein in der Möglichkeit glückliches, in der Tat selbst aber sehr bedauernswürdiges Volk."
Um das Reich ist es in der Mitte des 18. Jahrhunderts schlechter bestellt denn je. Das haben Kaiser und Fürsten nicht zuletzt den Kurfürsten von Brandenburg und ihren Auseinandersetzungen mit den Habsburgern zu verdanken. Durch Erbschaft fiel das Herzogtum Preußen, das außerhalb des Reichsgebietes lag, an Brandenburg. 1701 schwingt Kurfürst Friedrich III. sich zum König auf. Künftig bildet die preußische Krone die Klammer für alle Provinzen des Hohenzollernstaats. Sein Sohn und Nachfolger Friedrich Wilhelm I., der Soldatenkönig, baut in seinem Beritt einen pietistischen Verwaltungsstaat mit einer geordneten Finanzverwaltung auf, in dem die Militärs eine beherrschende Rolle spielen. Preußen wird in ganz Europa vor allem wegen seiner Beamten als vorbildlich bewundert. Sie gelten als pflichtbewusst, unbestechlich und effizient. Der Sohn des Soldatenkönigs, Friedrich II. (der Große) spielt für die Entwicklung der Nation eine zwiespältige Rolle. Einerseits führt er aus reiner Machtgier immer mal wieder Krieg gegen Österreich, die Stammlande des Kaisers. Ein halbes Jahr nach seinem Amtsantritt 1740 fällt er in Schlesien ein. Bis 1763 kämpft er in insgesamt drei Kriegen um die schlesische Dependance der Habsburger.
Friedrich II. bricht mit seinem Angriff auf Schlesien die Reichsverfassung und demonstriert den anderen Fürsten des Reiches offen, dass ihm das Heilige Römische Reich Deutscher Nation herzlich egal ist. Gut ist, was Preußen nützt.
Mit der gemeinsamen Nation indes hat auch der "Alte Fritz" nichts im Sinn. Sein Vaterland heißt Preußen. Er denkt und spricht französisch und verachtet die deutsche Kultur. Doch ungewollt befördert er die Sehnsucht nach deutscher Einheit. Seine Beutezüge gegen Österreich machen den Gebildeten aller Stände endgültig klar, dass sich das Reich in Agonie befindet: "Ein führender Reichsfürst zeigte demonstrativ, dass ihm an der Erhaltung des Reichsfriedens und an der Verfassung nicht sonderlich gelegen war", schreibt der Historiker Otto Dann.
Mit der Eroberung Schlesiens stellen die Katholiken jetzt ein Fünftel der Bevölkerung. Aber Friedrich II., der Preußen als aufgeklärter absolutistischer Monarch regiert, verfügt Religionsfreiheit. Hier kann jeder nach seiner Fasson selig werden, so er nur ein ordentlicher Untertan bleibt. Im O-Ton: "Alle Religionen sind gleich und gut, wenn nur die Leute, so sie professieren, ehrliche Leute sind. Und wenn Türken und Heiden kämen und wollten das Land peuplieren, so würden wir ihnen Moscheen und Kirchen bauen."
Ein Satz, der auch in der aktuellen Zuwanderungsdebatte der Berliner Republik aktuell ist.
Von den Preußen hat die Nation erst einmal nichts zu erwarten. Die reichsdeutsche Kulturgesellschaft, wie sie sich in der Deutschen Bewegung manifestiert, nicht eine politische Gruppierung, wird zum Kern der modernen deutschen Nation. Doch bis dahin dauert es noch über hundert Jahre.
Am Ende des 18. Jahrhunderts ist die politische Lage in Deutschland so katastrophal wie noch nie. In Frankreich hat Napoleon die Macht übernommen. "Deutschland? Aber wo liegt es?", fragen die Dichterfürsten Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller 1796 in einem gemeinsamen Zweizeiler resignierend. "Ich weiß das Land nicht zu finden, Wo das gelehrte beginnt, hört das politische auf."
Schiller bleibt dennoch gedämpft optimistisch. In einem vorauseilenden Nachruf auf das alte Reich formuliert er 1801, fünf Jahre vor dessen endgültigem Untergang, emphatisch: "Deutsches Reich und deutsche Nation sind zweierlei Dinge. Die Majestät des Deutschen ruhte nie auf dem Haupt seiner Fürsten. Abgesondert von dem politischen hat der Deutsche sich einen eigenen Wert gegründet, und wenn auch das Imperium unterginge, so bliebe die deutsche Würde unangefochten. Sie ist eine sittliche Größe, sie wohnt in der Kultur und im Charakter der Nation. Indem das politische Reich wankt, hat sich das geistige immer fester und vollkommener gebildet." F

CHRONIK

DIE SPRACHE VERBINDET
1455 Die wiederentdeckte Schrift "Germania" des römischen Historikers Cornelius Tacitus aus dem 1. Jahrhundert nach Christus, der die Germanen als roh, aber edel beschreibt, löst eine Welle des Interesses für die Wurzeln der Deutschen aus.
1495 Der Wormser Reichstag schafft ein Reichskammergericht, es entsteht ein gemeinsamer deutscher Rechtsraum. Die Einführung einer Reichssteuer ("Gemeiner Pfennig") scheitert dagegen - dem Kaiser fehlt eine Verwaltung vor Ort, die sie erheben könnte.
1517 Martin Luthers 95 Thesen gegen den Ablasshandel markieren den Beginn der Reformation. Auf der Wartburg beginnt Luther alias "Junker Jörg" 1521 seine Übersetzung des Neuen Testaments. Die Luther-Bibel, von der bis zu seinem Tod 1546 über 200 000 Exemplare gedruckt werden, macht den Reformator zum Mitbegründer der deutschen Schriftsprache.
1530 Im "Augsburger Bekenntnis" formulieren die Protestanten ihr Glaubensverständnis. Ein Kernpunkt ist die sogenannte Rechtfertigungslehre: Der Mensch erlangt sein Seelenheil nicht durch fromme Werke, sondern allein durch den Glauben an Gottes Gnade. Obwohl die "confessio" auf Ausgleich bedacht formuliert ist, stößt sie auf den scharfen Widerspruch der katholischen Seite.
1532 Das erste Strafgesetzbuch für das Reich, die "Peinliche Gerichtsordnung" Karls V., wird verkündet - ein Meilenstein in der Rechtsvereinheitlichung.
1547 Die protestantischen Fürsten unterliegen in der Schlacht bei Mühlberg an der Elbe dem kaiserlich-katholischen Heer; der Schmalkaldische Bund, die Allianz der lutherischen Reichsstände, löst sich auf. Auf dem "geharnischten Reichstag" zu Augsburg 1548 dekretiert Karl V. eine auf katholischen Grundpositionen basierende "kaiserliche Zwischenreligion" für das Reich, kann dieses "Augsburger Interim" aber nicht durchsetzen.
1555 Der Augsburger Religionsfrieden besiegelt die konfessionelle Spaltung Deutschlands. Das Luthertum wird als Konfession anerkannt. Landesherren können ihren Glauben frei wählen ("ius reformandi"). Individuelle Glaubensfreiheit aber gibt es weiterhin nicht: Die Konfession der Landeskinder richtet sich nach der religiösen Überzeugung des Herrschers ("Cuius regio, eius religio"). Wer dem nicht folgen mag, muss auswandern.
1566 Mit dem Silbertaler wird eine im ganzen Reich gültige Währung eingeführt, sie ersetzt Gold- und Silbergulden. Diese Reichsmünzordnung bleibt bis Anfang des 19. Jahrhunderts in Kraft.
1597 Kaiser Rudolf II. erklärt das Postwesen zu einem kaiserlichen Hoheitsrecht - der Beginn des staatlichen Briefbeförderungsmonopols, das in Deutschland noch bis ins 21. Jahrhundert gilt.
1618 bis 1648 Die Verheerungen des Dreißigjährigen Krieges, der als Konfessionskonflikt beginnt und sich zu einem Krieg der europäischen Mächte auf deutschem Boden ausweitet, wecken zunehmend die Sehnsucht nach einem einigen "Teutschland". Der Westfälische Frieden legt den Grundstein für ein System europäischer Territorialstaaten.
1683 Polen-König Johann III. Sobieski schlägt das osmanische Heer vor Wien und bannt so die "Türkengefahr".
1697 Gründung des Vorläufers der "Deutschen Gesellschaft" in Leipzig. Ihr späterer Leiter, der Kunstkritiker und Philosoph Johann Christoph Gottsched, bekämpft die Überfremdung der deutschen Sprache, besonders durch das Französische.
1713 bis 1786 Unter dem "Soldatenkönig" Friedrich Wilhelm I. und seinem Sohn Friedrich II. ("der Große") etabliert sich Preußen als neue Macht im Zeichen des aufgeklärten Absolutismus. Doch liegt dem "Alten Fritz" mehr an Preußens Wohl als dem Deutschlands, und statt deutscher Dichter und Denker schätzt er französische Kultur. An seinen Potsdamer Hof holt er etwa den Philosophen Voltaire.

"Hier stehe ich, ich kann nicht anders, Gott helfe mir. Amen."
Mit diesen Worten weigert sich Luther 1521 vor dem Reichstag zu Worms, seine Kritik an der Prunksucht des Papstes, dem Ablasshandel und weiteren Missständen in der Kirche zu widerrufen. Wie authentisch die Überlieferung ist, gilt als unklar. Der Ausspruch gehört jedoch zum klassischen deutschen Zitatenschatz.

Schmalkaldischer Bund
Angesichts der Drohung der katholischen Stände, die Reichsacht gegen den "Ketzer" Luther gewaltsam durchzusetzen, gründen 1531 mehrere protestantische Fürsten und Reichsstädte ein protestantisches Verteidigungsbündnis. Der in Schmalkalden (damals hessisch) geschlossene Bund wird schnell zu einer bedeutenden Macht im Reich. Doch 1547 wird sein Heer bei Mühlberg an der Elbe vernichtend geschlagen, der Schmalkaldische Bund löst sich auf.

Reichstag
Von 1495 bis zum Ende des Heiligen Römischen Reiches 1806 ist der Reichstag die Vertretung der Reichsstände. Das Plazet der Kurfürsten, Reichsstädte, hohen Adligen und Geistlichkeit braucht der Kaiser, wenn er Gesetze erlassen, Fürstentümer errichten, Steuern erheben oder das Reichsheer einsetzen will. Während der Reformation ist der Reichstag ein Hauptforum für den Konfessionsstreit. Bis 1594 tagt er an wechselnden Orten, ab da in Regensburg - von 1663 bis 1806 als "immerwährender Reichstag".
Von Ulrich Schwarz

SPIEGEL SPECIAL Geschichte 1/2007
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