26.04.2016

Auf Kresch-Kurs

An einer Ruhrpott-Gesamtschule steht Kreativität auf dem Stundenplan. Seitdem geschehen hier kleine Wunder.
Graue Häuser säumen die Straße der einstigen Zechenkolonie, auf dem Bürgersteig lungern Halbstarke. Hier, in Oberhausen-Lirich, wohnt Vanessa Plementas, drittes Kind einer alleinerziehenden Reinigungsfrau. Die 16-Jährige hat viel durchgemacht, von Mobbing bis zur Magersucht. Neuerdings aber schöpft sie Hoffnung. "Seitdem ich in der Schule das mache, was ich liebe", sagt die Zehntklässlerin. "Auf einmal fühle ich mich stark."
Die Geschichte von Vanessas Wandlung klingt märchenhaft. Aber ihr Retter ist kein Prinz. Der Mann hat eine Plauze und lichtes, rotblondes Haar, er heißt Jens Niemeier und ist von Beruf Musiker und Theaterpädagoge. Niemeier leitet den Kurs, den Vanessa so liebt: "Kresch". Kresch steht für "Kreative Schule", und das ist wörtlich gemeint. "In meinen Kursen sind die Schüler aktiv", erklärt Niemeier. "Statt Lernstoff zu konsumieren, gestalten die Jugendlichen den Unterricht." Sie dichten, trommeln, malen, filmen, stricken, "Hauptsache, am Ende steht ein gemeinsam erarbeitetes Projekt."
Die Gesamtschule Weierheide ist die vielleicht einzige Schule in Deutschland, bei der Kreativität auf dem Unterrichtsplan steht, als Wahlpflichtfach für die Klassenstufen acht bis zehn. Äußerlich fügen sich die Schulbauten nahtlos ein in die triste Architektur angejahrter Ruhrpott-Bauten in der Umgebung. Umso mehr fällt der seltsame Vierbeiner aus Mosaiksteinchen auf, der vor dem Eingang des Unterstufenhauses steht: ein Elch, das Wappentier der "Gewei", wie Schüler und Lehrer ihre Schule liebevoll nennen. Die Botschaft wird schon an der Pforte klar: Hier geht es um Fabelhaftes, um Neues, Originelles.
Jedes Jahr ist der Ansturm auf die Plätze groß, weit mehr Eltern wollen ihre Kinder anmelden, als die Schule aufnehmen kann. Die Gewei-Schüler entfalten ihre Fantasie nicht nur in den Kresch-Kursen, sondern überall, ob im Chemielabor oder in der Küche. Eindrucksvolles Beispiel: Als das Oberhausener LVR-Industriemuseum 2014 eine Ausstellung über das Leben vor 100 Jahren organisierte, kamen gleich aus 25 Klassen Exponate. Ein Deutschkurs hängte Antikriegsgedichte an die Museumswände; im Chemieunterricht waren riesige Styropormodelle von Giftgasmolekülen entstanden, die von der Decke der alten Zinkfabrik baumelten; die Sportler hatten das "vaterländische Turnen" erkundet und die Hauswirtschaftler Rezepte für die Mangelküche entwickelt: Steckrüben in allen Varianten.
"Wir hatten mehrere Schulen um Beiträge gebeten", sagt Museumsleiter Burkhard Zeppelfeld. "Aber die Flut von Arbeiten aus der Weierheide hat alle unsere Erwartungen übertroffen. Fast jedes Fach hatte den Ersten Weltkrieg zum Thema gemacht." Der nordrhein-westfälische Bildungsplan, so hatte das Schulkollegium herausgetüftelt, lässt dies tatsächlich zu.
Dass die Oberhausener Gesamtschule mit ihren rund tausend Schülern zu einer Art Laboreinrichtung für Kreativität geworden ist, hat sie vor allem ihrem Gründer zu verdanken. Hermann Dietsch, 66, seit letztem Jahr im Ruhestand, ist ein herzlicher Mann in grauem Pulli, von Haus aus Chemielehrer. Seine Rührigkeit hat der 19 Jahre alten Schule die vielen Plaketten am Eingang beschert: "Schule im Sporthelfer-Programm", "Zukunftsschulen NRW", "Strategische Schulpartnerschaft" und einige mehr. Als Dietsch 2010 vom bundesweiten Förderprogramm "Kulturagenten für kreative Schulen" hörte, war er auch daran sofort interessiert. Nicht zuletzt, weil für die ersten vier Jahre für jede Schule stolze 50 000 Euro zu holen waren.
Die Idee: Sogenannte Kulturagenten, die an den Schulen eingesetzt werden, sollen Lehrer und Schüler mit Kulturinstitutionen – Theater, Bibliotheken, Museen – vernetzen. Unterstützt werden sie durch Künstler, die an den beteiligten Schulen unterrichten. Die Kulturagentin an der "Gewei" heißt Anke Troschke, sie sieht sich als Übersetzerin zwischen den Welten. "Galerien oder Theater ticken total anders als Schulen", erklärt sie. "Während ein Museum mit drei bis vier Jahren Vorlauf plant, überblicken Lehrer höchstens ein Schuljahr."
"Wir mussten Schule neu denken", gibt Hermann Dietsch zu. Im Kollegium entspann sich ein hoch emotionaler Dialog. "Zuerst mussten wir einen Kulturfahrplan aufstellen. Am Ende konnten wir unser altes Schulprogramm wegschmeißen." Ein zweitägiger künstlerischer Workshop für alle Lehrer habe Wunder gewirkt. Zwei engagierte jüngere Lehrer sind ins Programm fest eingebunden, und Jahrgang für Jahrgang wurde Kreativität im Schulalltag verankert, Gesang in Klasse 5, Perkussion in Klasse 6, Tanz in 7, für die Älteren schließlich Kresch.
Es ist Donnerstagmittag, der Kresch-Kurs tagt in der Aula. Musiktheaterprofi Niemeier beratschlagt sich mit den 29 Schülern für ihre anstehende Aufführung bei den "Duisburger Akzenten", einem Theaterfestival. Kulturagentin Troschke hat dafür gesorgt, dass die Schule eingeladen wird. Der Druck ist groß, 600 Zuschauer werden erwartet. Die Schüler haben ein eigenes Stück geschrieben und proben es jetzt: "Die Jugend von heute". In zwei Gruppen schreiten sie die Aula ab, von rechts, von links, Stöpsel in den Ohren, kaugummikauend, hüpfend oder schleichend.
Ein Schüler tritt vor. "Meine Gedanken kreisen oft um meine tote Familie", beginnt der Junge seinen Monolog, "meine Mutter und meinen Bruder, die ich beide nie kennenlernen durfte. Und meinen verschollenen Vater. Selbst meinen sogenannten Freunden erzähle ich nichts davon, weil ich mich dabei unwohl fühle." Der Junge tritt ab, die Musik setzt wieder ein, die Schüler fallen erneut in den Trott ihrer Figuren. Fünf weitere Sprecher treten noch vor. Sie erzählen, das spürt man, von echten eigenen Sorgen und Ängsten.
Am Ende fallen alle gemeinsam in einen Sprechgesang: "Ist es normal, nur weil alle es tun?" Der Refrain ist ein Zitat aus einem Hip-Hop-Song der "Fantastischen Vier", die Schüler wiederholen ihn, wieder und wieder, stampfen dazu, drängen nach vorn.
Bei der Nachbesprechung gibt es eine Überraschung. "Masimbonge, ist das deine Geschichte?" Der Schüler, der von seiner Familie erzählt hat, nickt. "Ich komme aus Südafrika. Meine Mutter starb, als ich drei war. Ich wurde nach Deutschland adoptiert." Die anderen starren ihn an. Jens Niemeier erklärt: "Eigentlich sollen die Schüler ihre Texte untereinander tauschen. Aber Masimbonge wollte seinen unbedingt vortragen. Wir haben lange darüber geredet, ob das wirklich eine gute Idee sei." Der junge Afrikaner sagt entschlossen: "Es tut gut, endlich darüber zu reden. Die Zuschauer wissen ja nicht, dass es meine Geschichte ist."
Niemeier bleibt noch lange, nachdem die Schüler weg sind. Er macht diesen Job seit vier Jahren. Damit ist er der am längsten tätige Gewei-Künstler – 14 hat die Schule schon beschäftigt. "Ich will den Jugendlichen etwas mitgeben, was sie für ihr Leben brauchen. Selbstwahrnehmung, Fremdwahrnehmung, das, was man Social Skills nennt." Den meisten Schülern fehle es elementar an Körperbewusstsein. "Durch das ständige Hängen am Handy findet eine Entkörperung statt", hat der Theatermann beobachtet. "Die können Gefühle blitzschnell mit Emoticons ausdrücken, aber verstehen sich kaum noch auf Gestik und Mimik."
Die Schüler hätten auch meist keine Ahnung davon, was "kreativ sein" überhaupt bedeutet. "Die lernen im Kunstunterricht oft nur Handwerkliches. Da wird dann bewertet, wie jemand einen Stuhl zeichnet, es geht um gut oder schlecht, um richtig oder falsch." Niemeier versucht, den Schülern klarzumachen, dass Kunst sich solchen Bewertungen entzieht. "Wir haben etwas zu sagen, darum geht es." Noten werden auch bei Kresch verteilt. Niemeier tut das nicht gern. "Ich gebe nur Empfehlungen an den jeweiligen Lehrer ab, der meinen Unterricht begleitet", sagt er. Wenn überhaupt, findet der Künstler, müsse das Engagement und nicht der Output benotet werden, "wer echt mitmacht, verdient eine Eins".
Ein Kresch-Projekt kann vieles sein: ein Film, ein Konzert, eine Hip-Hop-Revue. Voriges Jahr ging eine Gruppe von notorischen Schulschwänzern mit einem Schauspieler auf Klassenfahrt und drehte dabei einen eigenen Film für die "Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen". Das Projekt hat die Drop-outs hoch motiviert – einige machen seitdem doch noch den Schulabschluss. Das ist wichtig, gerade hier im Brennpunkt Ruhrpott: In der 210 000-Einwohner-Stadt Oberhausen ist etwa jeder Achte arbeitslos; die Stadt steht mit 1,9 Milliarden Euro in der Kreide. Es ist nicht zuletzt diese Not, die die Gesamtschule und die sie unterstützende Kommune erfinderisch macht. In diesem April ging der nächste Schulschwänzer-Trupp auf Tour.
Auch Theaterstücke sind sehr beliebt, sagt Niemeier, "da können die einen auf die Bühne und die anderen dahinter, etwa als Beleuchter". Ganz wichtig sei, dass das Ganze am Ende vor Publikum gezeigt werde. Wegen der anstehenden Vorstellung beim Duisburger Theaterfestival hätten ihn schon viele Schüler gefragt, ob auch Erwachsene zuschauten. "Es ist ihnen enorm wichtig, ernst genommen zu werden."
Jens Niemeier ist nicht nur für Vanessa eine Art Held. Auch der Schülersprecher Pascal Jakuly hält den Mann für "ein Genie". Pascal, ein hünenhafter, ruhiger 17-Jähriger, war bis vor einem Jahr Kresch-Schüler. "Wir dürfen Jens duzen", erzählt er, "auf Augenhöhe lerne ich viel besser." Eigentlich habe er keine Lust gehabt, Theater zu spielen, er sei viel von Mitschülern gehänselt worden.
Aber dann kam die Aufführung. Pascal war in die Rolle eines ehemaligen Lehrers aus der DDR geschlüpft, Dr. Gustav von Schlesing, eines heimatlosen, aber würdevollen Mannes. "Ich war dieser alte Mann", sagt Pascal, und plötzlich fällt er wieder in seine Rolle, blafft sein Gegenüber an: "Ich bin wichtig." Das war einer von Schlesings Schlüsselsätzen. Anschließend spielte Pascal sogar eine Hauptrolle. Er wurde zum Gejagten, zum Oberhausener Alfred Ill aus Dürrenmatts "Besuch der alten Dame". Es gab stehende Ovationen. Danach outete sich Pascal vor seinen Mitschülern als schwul. Und plötzlich hörten die blöden Sprüche auf, wählten die Schüler den einstigen Außenseiter sogar zu ihrem Vertreter.
Der Elftklässler sitzt heute im Jugendparlament der Stadt, berät andere schwule Jugendliche und moderiert Veranstaltungen. "Hier im Pott müssen wir die Dinge selbst in die Hand nehmen", sagt Pascal. Der Sohn eines Maschinenbautechnikers will auf jeden Fall studieren. "Von Kresch habe ich das Selbstbewusstsein für meine Ziele."
Wie es mit Kresch weitergehen wird, liegt jetzt auch in den Händen der neuen Schulleiterin. Doris Sawallich ist eine schlanke Frau mit gut geschnittenen Haaren, sie strahlt Disziplin und Ehrgeiz aus. Finanziell hat sie es schwerer als ihr rühriger, gemütlicher Vorgänger. Der Zuschuss für die Künstler ist von rund 10 000 Euro im Jahr auf 6000 Euro gesunken; 2018 läuft die Förderung ganz aus. "Bis dahin soll sich unser Konzept selbst tragen", sagt Sawallich. Leicht wird das nicht. Die Künstler können nicht auf Lehrerstellen beschäftigt werden. Auch das Amt der Kulturagentin, das aus vielen Töpfen bezahlt wird, ist nur bis 2018 sicher. Anke Troschke schreibt bereits Anträge, um die Finanzierung der Kulturprojekte fortzuführen – mit wechselndem Erfolg.
An den Gewei-Schülern ist der erfahrenen Pädagogin Sawallich eine besondere Haltung aufgefallen. "Die gucken einen an und überlegen nicht: Was macht die mit uns? Sondern: Was können wir mit der machen?" Ihre neuen Schüler seien kontaktfreudig, flexibel und selbstbewusst. "Die sind nicht so schnell auf einer Pegida-Demo", sagt die Rektorin resolut. "Kultur ist kein Luxus, sondern Voraussetzung für demokratisches Verhalten, für Wachheit und Wachsamkeit."
Vanessa, die Zehntklässlerin aus dem Arbeiterviertel, in dem heute so viele arbeitslos sind, will am Ende des Jahres die Schule verlassen und Erzieherin werden. Sie fühlt sich nicht wohl in ihrer Klasse; zuletzt haben Mitschüler Fotos von ihr im Internet gepostet. "Der Kresch-Kurs reißt jetzt aber vieles heraus", sagt sie. In ihren Augen glitzern Freudentränen. "Ich habe zum ersten Mal Freunde."
Seitdem Jens Niemeier einen Text von ihr vertont hat, singt Vanessa in einer Band. Sie ist schon vor Flüchtlingskindern aufgetreten und träumt von ihrer Entdeckung in einer Talentshow. "Mir ist jetzt ganz egal, was andere von mir denken", sagt die 16-Jährige. In ihrer Nase blitzt ein schmaler Ring. "Ich werde an meinen Zielen so lange arbeiten, bis es klappt."
Annette Bruhns malt am liebsten mit dem Kielwasser eines Segelboots Schaumstreifen ins Wasser.
Von Annette Bruhns

SPIEGEL WISSEN 2/2016
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