AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 33/2016

Exklusiver Text von Ulrike Meinhof In diesem Deutschland möchte ich alt werden

Die Terroristin Ulrike Meinhof beging vor 40 Jahren Suizid. Ein bislang unbekannter Essay aus dem Jahr 1962 beschreibt, in welchem Deutschland sie gern alt geworden wäre. Hier können Sie ihren Text erstmals und exklusiv lesen. Von Michael Sontheimer


SPIEGEL-Porträt von Meinhof 1962
Max Ehlert / DER SPIEGEL

SPIEGEL-Porträt von Meinhof 1962

Zu den Rednern auf der Beerdigung von Ulrike Meinhof im Mai 1976 in Berlin-Tempelhof gehörte Pfarrer Helmut Gollwitzer. Am offenen Grab beschrieb der Theologieprofessor die Journalistin und Terroristin als einen "Menschen mit einem schweren Leben, der sich das Leben dadurch schwer gemacht hat, dass er das Elend anderer Menschen sich so nahegehen ließ".

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Heft 33/2016
Warum der Mensch die Meere retten muss

Der Dichter Erich Fried hatte in einem Beileidstelegramm Meinhof zur "größten deutschen Frau seit Rosa Luxemburg" erklärt. Bundespräsident a.D. Gustav Heinemann (SPD), der sie lange kannte, sagte, als er von ihrem Tod erfuhr: "Mit allem, was sie getan hat, so unverständlich es war, hat sie uns gemeint."

Und auch 40 Jahre nachdem sich Ulrike Marie Meinhof in ihrer Zelle in Stammheim erhängt hat, ist sie eine umstrittene, rätselhafte Figur in der Geschichte der alten Bundesrepublik. Sie sei "eine berühmte und angriffslustige Journalistin" gewesen, beschrieb sie Hans Magnus Enzensberger in ihrer Zeit vor der Gründung der Terrorgruppe Rote Armee Fraktion (RAF). In den letzten Jahren - vor ihrem verzweifelten Tod in der Einsamkeit im Hochsicherheitstrakt - war sie die Staatsfeindin Nummer eins. Ihre RAF-Genossin und Rivalin Gudrun Ensslin schrieb ihr: "Und jeder, außer natürlich Dir, weiß, daß Du die Stimme der RAF warst, bist, sein wirst."

Lesen Sie hier weiter über Meinhofs Weg in den Terrorismus - und wenn Sie zu ihrem bislang unveröffentlichtem Essay aus dem Jahr 1962 gelangen wollen, in dem sie von einem besseren Deutschland träumt.

Meinhofs Weg vom Protestantismus zum Marxismus-Leninismus scheint bis heute unerklärlich. Warum tauschte sie ihr Leben in einem Hamburger Villenviertel gegen die verrauchten Kneipen in Westberlin und die konspirativen Wohnungen der RAF? Warum verließ sie ihre beiden Töchter? Was brachte die große Moralistin Meinhof dazu, Sätze auszusprechen wie "Der Typ in Uniform ist ein Schwein, das ist kein Mensch ... wir haben nicht mit ihm zu reden, und natürlich kann geschossen werden"?

Da Ulrike Meinhof politische Journalistin war, spiegelt sich ihre Radikalisierung in ihren Texten wider. Niemand, auch Meinhof nicht, wird als Mensch geboren, der sich das Recht anmaßt, über Leben und Tod anderer Menschen zu entscheiden. Als junge Frau war Meinhof noch weit von der Finsternis des Terrorismus entfernt. Sie konnte sich gut vorstellen, in Deutschland alt zu werden, lieber in der Bundesrepublik als in der DDR.

Dies lässt sich in einem Essay aus dem Herbst 1962 nachlesen, den der SPIEGEL nun erstmals veröffentlicht. Meinhof war drei Jahre zuvor von Münster nach Hamburg gezogen. Statt in Pädagogik zu promovieren, war sie in die Redaktion der Studentenzeitschrift "Konkret" eingetreten. Sechs Männer arbeiteten dort, der Ton war rau. Meinhof, 25 Jahre alt, die sich noch als protestantische Christin sah, wurde nach kurzer Zeit Chefredakteurin, organisierte den chaotischen Betrieb und setzte sich gegen die Männer durch.

Meinhof machte aus der Studentenzeitung eine "Zeitung für Kultur und Politik". Zu den Autoren zählten Robert Jungk und Erich Kuby, Hans Magnus Enzensberger, Pablo Neruda und Simone de Beauvoir. Der ehemalige Kollege Jürgen Manthey erinnert sich: "Sie war immer eindeutig, sie war humorlos." Zugleich habe sie einen "unglaublich elitären" Gestus gehabt. "Sie hatte etwas Besonderes, Überlegenes."

Ende 1961, kurz nach Weihnachten, heiratete die Chefredakteurin den "Konkret"-Verleger Klaus Rainer Röhl. Ein paar Monate später begann der junge Kölner Journalist Lutz Hermann, Texte junger Journalistinnen und Journalisten zu sammeln - für eine Anthologie zur Frage: "In der Bundesrepublik alt werden?"

Die Ära des ersten Bundeskanzlers Konrad Adenauer schien kein Ende zu nehmen. Er war Mitte achtzig und wollte noch immer nicht abtreten. Die kollektive Nazivergangenheit wurde weiterhin beschwiegen. In den Texten der Anthologie sollte es um das politische Lebensgefühl einer jungen Generation gehen. Heinrich Böll schrieb das Vorwort. Meinhof lieferte ein mit Schreibmaschine geschriebenes und per Hand korrigiertes Manuskript im Herbst 1962.

SPIEGEL-Porträtreihe von Meinhof
Max Ehlert / DER SPIEGEL

SPIEGEL-Porträtreihe von Meinhof

Sie hatte im September 1962 Zwillinge zur Welt gebracht, Bettina und Regine, und musste sich einen Monat später einer Operation am Gehirn unterziehen. Der Verdacht auf einen bösartigen Gehirntumor bestätigte sich nicht, allerdings wurde sie über Wochen und Monate von schweren Kopfschmerzen heimgesucht. Sie durfte keine Schmerzmittel nehmen und verbrachte insgesamt fast drei Monate in der Klinik. Ihre Schreibmaschine hatte sie mit ins Krankenhaus genommen.

Die Anthologie jedoch wurde vom Kölner Verlag Kiepenheuer&Witsch nicht veröffentlicht, weil sie, so Hermann, dem Verleger Witsch "zu riskant" gewesen sei. Meinhofs Stück zeigt, dass sie eine für den damaligen politischen Journalismus überdurchschnittlich gute Schreiberin war, durchaus eitel und selbstverliebt im Stil, ihr Ton schon damals moralisierend. Ihre späteren Texte lebten nicht von rationaler Analyse, sondern von den radikalen Konsequenzen, die sie forderten.

Nichts in ihrem Essay weist darauf hin, dass Meinhof acht Jahre nach dem Entstehen dieses Textes, im Mai 1970, in die Illegalität gehen sollte, als sie an der gewaltsamen Befreiung des Strafgefangenen Andreas Baader teilnahm und anschließend wegen Mordversuchs steckbrieflich gesucht wurde. Sie war im Mai 1972 auch mitverantwortlich für den Bombenanschlag auf den Sitz des Axel-Springer-Verlags in Hamburg.

Ihr Text aus dem Jahr 1962 ist eine Art Flaschenpost aus der Bundesrepublik vor der Revolte von 1968. Der Wunsch nach Veränderungen, das zeigen Meinhofs Worte, wuchs, und gleichzeitig kündigen sie von einer trotzigen Traurigkeit. Hans Magnus Enzensberger schrieb in seiner Autobiografie über Ulrike Meinhof: "Sie war einsam, eine Nonne ohne Abt. Sie tat mir leid."

Manches von dem, was sie sich damals wünschte, ein besseres Land, ein anderes Deutschland, hat sich heute erfüllt. Sie wäre jetzt 81 Jahre alt.

Teil des Meinhof-Typoskript

Teil des Meinhof-Typoskript


Aufklärung über eigenes Denken

Von Ulrike Marie Meinhof

Ich möchte schon. Alt werden und das in Deutschland und solange das zweiteilig ist, in der Bundesrepublik. Nicht weil ich sie für den absolut besseren Teil halte - (das ist nicht zuletzt eine Frage des Maßstabs, der Rangordnung der Werte und für manch einen: des Einkommens) - sondern weil ich hier einige Veränderungen miterleben möchte, die so sicher kommen werden wie das Jahr 45 nach dem Jahr 33, so wahrscheinlich, wie eines Tages der Tod Adenauers, wenn sie auch unvorstellbarer scheinen, als selbst eine Kanzlerschaft des Fibag-Geschädigten1 (die Fußnoten finden Sie am Ende dieses Textes).

Nirgendwo in der Welt - außer vielleicht noch in den Vereinigten Staaten - nimmt die Öffentlichkeit so wenig teil an ihrer eigenen Geschichte, lebt sie so sehr an sich selbst vorbei wie in der Bundesrepublik. Abgeschnitten von objektiver Information über das politische Geschehen innerhalb und außerhalb des Landes (man bemerke nur die Dürre und einseitige Kürzung der politischen Nachrichten in selbst so großen Blättern wie die WELT und FAZ im Vergleich mit der Neuen Zürcher Zeitung, mit Le Monde oder der Londoner Times - von der Lokalpresse ganz zu schweigen) - ausgesetzt nicht endender Beeinflussung durch Radio, Fernsehen und Boulevardpresse, jenen sogenannten Massenkommunikationsmitteln, die Sinn und Unsinn, Wichtiges und Läppisches, Großes und Kleines, systematisch vermischen, nie klären, stets verwirren.

Alle Seiten und alle Meinungen zu veralbern, gilt hierzulande schon als objektiv und wahrheitsgetreu (SPIEGEL). Gelassenheit des Tons wird als Seriosität und Zuverlässigkeit goutiert (FAZ), ein paar offene Worte über Francos Mißverhältnis zur Freiheit und Adenauers Überalterung dokumentieren schon Unabhängigkeit (ZEIT und Stern). Kurz: Einige Variationen der Umgangsformen werden für Pluralität gehalten, prinzipiell anderes, Abweichung in der Sache, nicht nur in der Form erreicht nicht mal - mangels Macht und Geld - den Normalverbraucher.

Ich möchte miterleben, daß die "Eingeborenen von Trizonesien"2, wie sie sich 1949 im Karneval spöttisch, aber realistisch nannten, wieder sich selbst reflektieren, nachdenken über das, was ihr eigenes Leben ist; nicht über fremde Mütter, die ihre durch Contergan verkrüppelten Babys töten; nicht über Indizien von Morden, deren Täter und Opfer sie nicht sind, nicht über die Hochzeiten Hochgestellter, zu denen sie sowieso nicht geladen werden, das Liebesleben Adliger, zu welchem sie nur in jenem jugendlichen Alter - und zwar schändungshalber - hinzugezogen werden, in dem ihnen noch der Zutritt zu losen Filmen harmloserer Art verboten ist; nicht über die Verdauungsstörungen der Callas und die Schlankheitstricks der Diva. Das alles nebenbei - warum nicht? -, aber nicht als Hauptsache.

Auch jener Realitätsersatz in Gestalt wahrer Berichterstattung über Ausbeutung in Brasilien, Betrug in Hongkong, Armut in Italien, Rassismus in den USA und Südafrika und Bauernlegen in Persien - wie er von den auflagestärksten Illustrierten gelegentlich präsentiert wird - ist noch keine Alternative. Die Darstellung der Schwächen der westlichen Welt an der Peripherie ihrer Entwicklung, in den Randzonen ihrer Verantwortlichkeit ist notwendig und ehrbar, verdient aber auf bundesrepublikanischem Boden noch nicht den Namen Aufklärung, solange damit auch Aufklärung über eigene Entwicklung, eigenes Denken, eigene Belange gemeint ist. Was bedeutet zum Beispiel im Leben einer deutschen Hausfrau die Kenntnis des revolutionären Bauernführers Julioño? Gar nichts, solange ihr wahrheitsgemäße Aufklärung über Gesundheitsschäden durch Akkordarbeit, die Ursachen von Preissteigerungen, über Rüstungszweck und Luftschutzsinn vorenthalten wird.

Anregung bedarf es, daß sich die Bundesdeutschen endlich mit sich selbst beschäftigen; daß sie vergleichen, was sie verdienen, mit dem Wert des Produzierten; daß sie den Preisanstieg für zehn Pfund Kartoffeln gegenüber dem Vorjahr in die Arbeitszeit umrechnen, mit der sie die Differenz finanzieren; daß sie den Investitionsbedarf im Bergbau und die Starfighterkäufe im Haushalt gelegentlich gegeneinanderhalten; daß Reporter endlich die Arbeitsunfälle zählen, die Überstunden und die Einschlafer vorm Fernsehgerät; die Fahrzeiten zum Arbeitsplatz und die finsteren, rußigen Wohnungen in Hagen und Bochum, im Ruhrgebiet überhaupt, jene Anbauten an Fabrikhallen, die um ihrer Unbrauchbarkeit willen schon vor zehn, zwanzig und dreißig Jahren verschrottet, geräumt und ausrangiert wurden, während die Wohnungen noch heute nicht leer stehen, obwohl der bundesdeutsche Arbeiter doch ein Häuschen hat - angeblich.

Wissen die Leute, daß ihre Gesundheit bei dem gegenwärtigen Arbeitstempo vor die Hunde geht? Daß Akkordarbeit junge Mädchen in fünf Jahren "heiratsunfähig" macht - laut dem Max-Planck-Institut für Arbeitsphysiologie in Dortmund?

Wissen sie, warum sie Vorräte sammeln? Daß das Kriegsvorbereitung ist oder Verbraucherzwang, lebensgefährlich entweder oder freiheitswidrig? Wer kennt den gegenwärtigen Stand der atomaren Rüstung der Bundeswehr?

Wer ist informiert über die deutsch-französische Koproduktion eigener Kernwaffen?

Wer weiß, wie viele bäuerliche Betriebe im Zuge der europäischen Wirtschaftsvereinigung pleite gehen? In Schleswig-Holstein sind es allein 26000 - laut WELT.

Wer ahnt, wie gut manche leben, die nicht arbeiten, wie schäbig viele, die schwer schuften?

Ich möchte dabei sein, wenn die Leute all das mal kapieren. Wenn ihren Kopf erreicht, was ihr eigenes Leben ist und was es betrifft. Und ich möchte dabei sein, wenn die Bundesrepublikaner daraus die Konsequenzen ziehen:

Wenn der Reichtum des deutschen Steueraufkommens, die Rekordhaushalte dieses wohlhabenden, hochindustriellen Landes, für Krankenhäuser, Straßen und Betriebsicherheit (sic), für Kindergärten, Hochschulen, Wohnungen, für Schwimmbäder, Sportplätze, Altersheime, für Obst- und Gemüsereklame, für Urlaubsreisen und Austauschprogramme ausgegeben wird.

Wenn Bergbaukrisen sich nicht mehr in Kohlenpreisen niederschlagen. Wenn Meinungen über Politik im Zug, in der Straßenbahn, in Büro und Kantine unbefangen geäußert werden; wenn das verdammte Gefühl verschwindet: "Die da oben machen ja doch, was sie wollen", das nur so lange stimmt, als die Leute es haben - tun sie es ab, können "die da oben" nicht mehr "machen, was sie wollen".

Ich möchte miterleben, wenn linke Leute jovialen Christdemokraten nicht länger auf den politischen Leim gehen und wenn einige zutiefst unvernünftige Allgemeinplätze, an die man nur glaubt aus Gewohnheit und weil alle es tun, als das erkannt werden, was sie sind:

Ein deutsches Taft-Hartley-Gesetz3, Zivildienstgesetz und Notstandsplan: die Annullierung der grundgesetzlich verbürgten Freiheit.

Die Ausbildung an Atomträgerwaffen und der Kauf von Düsenflugzeugen, der Ausbau der Bundeswehr zu einer 500000-Mann-Armee, die Strategie der NATO mit Polaris-U-Booten in der Ostsee und Raketenabschussrampen an der Elbe: unvereinbar mit auch nur latenter Abrüstungsbereitschaft.

Die Nichtanerkennung der Oder-Neiße-Grenze, das Recht auf Heimat, geharnischte Reden auf Vertriebenentreffen: unvereinbar mit ehrlicher Friedenspolitik.

Die Nichtanerkennung der DDR: keine Koexistenz.

Ich möchte miterleben, wenn sich das deutsche Volk wiederum an den Kopf faßt, fragend: Wie konnten wir so sein? Wenn den Kindern in der Schule erzählt wird vom Krieg und der Nachkriegszeit,so daß sie ins Staunen geraten, ins Unverständnis darüber, wie in den 50er Jahren alles vergessen werden konnte, was in den 40ern erlebt war und erlitten schien.

Ich möchte aber auch in der Bundesrepublik alt werden, um des Zipfels besseren Deutschlands willen, der in diesem Land drinsteckt. Wobei mir allerdings Speziell-Bundesrepublikanisches bis heute nicht lieb geworden ist: TWEN4 nicht und Erhard, Eiermanns Kirchen5 nicht und nicht Heiligers Plastik6, Horst Buchholz7 nicht und die Geschichte der Rosemarie8, der bundesdeutsche Film, Camping, Elektronenmusik und die Feiern des 17. Juni, SPD und CDU, Hans Zehrer9 nicht und auch nicht Bubi Scholz10; wohl aber Uwe Seeler (aus Patriotismus), der SPIEGEL (aus Informationsbedürfnis), Grass (aus Lust am Spintisieren). Was wirklich bleibt, ist Kuby11, Reisender in Koexistenz, brillanter Journalist jener Minderheit, die sich auskennt und dennoch nicht nach sich die Sintflut beschwört; ist Niemöller, zu dem Karl Barth12 mal gesagt haben soll: Merkwürdig, du schreibst so wenig und redest immer so viel und hast trotzdem immer Recht; und bedingt solche wie Heinemann und Dehler13, die den Rechtsstaat nicht retten, ihn aber wenigstens repräsentieren.

Das aber sind noch zu wenige, um dies Land zu zivilisieren, zu entmilitarisieren, es mores zu lehren, ihm Lug und Trug zu nehmen.

Um das 45 der fünfziger und sechziger Jahre zu erleben, die Ernüchterung in den Köpfen, die Veränderung einiger materieller und einiger personeller Verhältnisse, um zu verhindern, daß es erst nach Faschismus und Krieg kommt, deshalb möchte ich in der Bundesrepublik leben und wenn's sein muss: alt werden.

Glossar
1 Der SPIEGEL hatte 1961 enthüllt, dass Verteidigungsminister Franz Josef Strauß seinem amerikanischen Kollegen ein Unternehmen für den Bau von Wohnungen für US-Soldaten in Deutschland empfohlen und damit Duzfreunden einen Gefallen getan hatte.
2 Gemeint sind die drei westlichen Besatzungszonen.
3 US-amerikanisches Gesetz aus dem Jahr 1947, das die Beziehungen zwischen Unternehmern und Arbeitern neu regelte - zuungunsten der Gewerkschaften.
4 Twen war eine 1959 gegründete linke Zeitgeist-Illustrierte (sie wurde 1971 eingestellt).
5 Egon Eiermann gilt als einer der bedeutendsten Architekten der deutschen Nachkriegsmoderne, er gestaltete den Neubau der Gedächtniskirche in Berlin.
6 Bernhard Heiliger war ein deutscher Bildhauer und Schüler des NS-Künstlers Arno Breker.
7 Horst Buchholz war einer der größten Filmstars der Fünfzigerjahre.
8 Der Film "Das Mädchen Rosemarie" aus dem Jahr 1958 erzählt nach einer wahren Geschichte das Schicksal der Prostituierten Rosemarie Nitribitt, die 1957 in Frankfurt unter ungeklärten Umständen getötet wurde.
9 Hans Zehrer war einer der engsten Vertrauten des Verlegers Axel Springer und Chefredakteur der "Welt".
10 Bubi Scholz war mehrfach deutscher Meister und Europameister im Boxen.
11 Erich Kuby gilt als einer der wichtigsten linksliberalen Publizisten der Sechzigerjahre.
12 Martin Niemöller und Karl Barth waren protestantische Theologen.
13 Gustav Heinemann (später Bundespräsident) war 1950 wegen der Remilitarisierung als Minister zurückgetreten; Thomas Dehler war FDP-Vorsitzender.

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Dieser Artikel ist aus dem SPIEGEL
Heft 33/2016
Warum der Mensch die Meere retten muss


insgesamt 3 Beiträge
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Seite 1
mielforte 15.08.2016
1. Wunderschönes Gesicht einer Studentin,
deren Hauptverdienst die Diskreditierung der Linken in der Bundesrepublik war. Der Schaden war gigantisch.
Menschundrecht 15.08.2016
2. Nationale Sozialistinnen
Zitat von mielfortederen Hauptverdienst die Diskreditierung der Linken in der Bundesrepublik war. Der Schaden war gigantisch.
Ja, klar, unermesslich. Und jetzt noch ein bisschen Gudrun Ensslins Tod und Verklärung. (https://www.youtube.com/watch?v=Kciiu7Dkm3E) Mit Beethoven. Ihr habt wirklich einen Knall. (http://www.spiegel.de/forum/politik/us-wahl-bedeutet-der-ausgang-fuer-amerika-und-die-welt-thread-74929-3.html#postbit_11294058)
kaiserudo 16.08.2016
3. Ulrike war eine gute
Wer Ihre Schriften liest, merkt das sofort.
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