MATHE / GEHIRNFORSCHUNG
Schockierte Rechner
Schon wieder Probleme beim Dividieren? Keine Ahnung, wie man eine Gleichung mit zwei Unbekannten lösen soll? Angst vor der nächsten Statistikklausur? Dann könnte ein ordentlicher Elektroschock helfen. Psychologen der Oxford University in Großbritannien jagten bei einem Experiment mehreren Studenten elektromagnetische Impulse durch den Kopf. Hinterher konnten die geschockten Hochschüler knifflige Mathe-Aufgaben um ein Drittel schneller lösen als ihre Kommilitonen, die ohne elektronische Therapie an die Rechenarbeit gegangen waren. Die Wissenschaftler glauben, dass die schmerzlose Therapie einen besseren Informationsaustausch der Gehirnzellen ermöglicht. "Wenn diese Behandlung in der Lage ist, die Gehirnleistung bei komplexen Rechenoperationen zu verbessern, dann wird das auch für einfachere kognitive Prozesse möglich sein", sagt Cohen Kadosh, Leiter der Oxford-Studie. Von dem Versuch, das logische Denkvermögen zu Hause schon mal mittels Stromkasten, Steckdosen, präparierter Lampenkabel und Schaltern zu erhöhen, raten die Forscher und der UniSPIEGEL allerdings dringend ab.
UniSPIEGEL 4/2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG.
Dieser Artikel ist ausschließlich für den privaten Gebrauch bestimmt. Sie dürfen diesen Artikel jedoch gerne verlinken.
Unter http://corporate.spiegel.de finden Sie Angebote für die Nutzung von SPIEGEL-Content zur Informationsversorgung von Firmen, Organisationen, Bibliotheken und Journalisten.
Unter http://www.spiegelgruppe-nachdrucke.de können Sie einzelne Artikel für Nachdruck bzw. digitale Publikation lizenzieren.
Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.
Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Bei Spodats erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.