Physiker gehören wohl zu den begehrtesten Uni-Absolventen Deutschlands: Die heimische Wirtschaft hat ihnen fast 5000 offene Stellen anzubieten, das Ausland umwirbt sie, und auch die Schulen brauchen dringend gute Lehrer, die fesselnd von Hebelgesetz oder Wechselstrom erzählen können. Die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG), in der fast 57 000 Wissenschaftler organisiert sind, will nun nachdrücklicher als bisher helfen, zumindest den Mangel in den Schulen zu beheben. Ein neues Qualifizierungsprogramm soll Physikabsolventen, die als Quereinsteiger in den Schuldienst wollen, das nötige didaktische Rüstzeug mit auf den Weg geben. Seit 2002 wurden bereits etwa 3000 Physiker an deutschen Schulen eingestellt, ohne jemals ein Lehramtsstudium absolviert zu haben. Mit den neuen Kursen, die in vielen deutschen Uni-Städten angeboten werden sollen, will die DPG die Qualität des Unterrichts verbessern.
UniSPIEGEL 2/2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG.
Dieser Artikel ist ausschließlich für den privaten Gebrauch bestimmt. Sie dürfen diesen Artikel jedoch gerne verlinken.
Unter http://corporate.spiegel.de finden Sie Angebote für die Nutzung von SPIEGEL-Content zur Informationsversorgung von Firmen, Organisationen, Bibliotheken und Journalisten.
Unter http://www.spiegelgruppe-nachdrucke.de können Sie einzelne Artikel für Nachdruck bzw. digitale Publikation lizenzieren.