07.04.2012

Großbritannien / Studiengänge

Qual ohne Wahl

Großbritannien / Studiengänge

London, kürzlich nach Paris zur zweitbesten Universitätsstadt der Welt gekürt, bietet seinen Studenten zwar Style und Flair - aber immer weniger akademische Wahlmöglichkeiten. Ein Drittel der Bachelor-Studiengänge wurde in der Hauptstadt gestrichen. Und nicht nur dort: Gab es im Jahr 2006 in Großbritannien noch 70 000 Lehrangebote, sind es nun noch rund 50 000, wie eine Studie der britischen Hochschulgewerkschaft UCU zeigt. Fachbereiche wie Deutsch und Französisch wurden beispielsweise zusammengelegt, andere ganz abgeschafft. UCU-Generalsekretärin Sally Hunt ist besorgt: "Wie viele potentielle Nobelpreisträger werden nun nie so weit kommen, nur weil sie nicht mehr die gleiche Auswahl haben wie frühere Generationen?" Die extreme Angebotsreduktion fällt nicht nur mit einer steigenden Zahl von Studierenden zusammen, sondern auch mit einer horrenden Gebührenerhöhung auf umgerechnet mehr als 10 000 Euro pro Jahr. Einzig Schottland hat kaum Studiengänge gekürzt - und lockt zudem mit den niedrigsten Gebühren. Auf nach Edinburgh!


UniSPIEGEL 2/2012
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