10.12.2012

STUDIE / BEZIEHUNG

Altmodisch lieben

Man vergesse "Shades of Grey", das Gerede von Polyamorie (also das Konzept, mehrere Beziehungen zugleich zu haben) und andere Beweise für den angeblichen Trend zu größerer sexueller Freiheit. Studenten jedenfalls sehnen sich in erster Linie nach Treue und ewiger Liebe. Das zeigen erste Ergebnisse einer Studie des Soziologen Thomas Müller-Schneider von der Uni Landau, bei der 11000 Hochschüler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zu ihrem Liebesleben befragt wurden. Der Forscher erklärt sich die altmodisch anmutenden Wünsche auch mit einem Druck von außen: Unsere Kultur fördere die Idee der romantischen Liebe, zudem verspreche eine dauerhafte Zweierbeziehung das größtmögliche Liebesglück. Manch einer, glaubt Müller-Schneider, beschneide sich dabei ohne Not in der eigenen Freiheit. Polyamorie beispielsweise sei für fast alle Studenten von vornherein tabu - dabei könnten einige Menschen durchaus profitieren von einer anderen Art, Beziehungen zu leben.


UniSPIEGEL 6/2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG.

Dieser Artikel ist ausschließlich für den privaten Gebrauch bestimmt. Sie dürfen diesen Artikel jedoch gerne verlinken.
Unter http://www.spiegelgruppe-nachdrucke.de können Sie einzelne Artikel für Nachdruck bzw. digitale Publikation lizenzieren.

UniSPIEGEL 6/2012
Titelbild
Abo-Angebote

Sichern Sie sich weitere SPIEGEL-Titel im Abo zum Vorteilspreis!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Bei Spodats erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

STUDIE / BEZIEHUNG:
Altmodisch lieben