10.12.2012

STATISTIK / ZENSUREN

Gewöhnt an Kuschelnoten

Einserinflation! Weichspülnoten! Softiestudium! Zu Beginn dieses Wintersemesters ging ein Aufschrei durch die Republik - die Noten an Universitäten würden immer besser, hieß es. Professoren

verteilten Einsen und Zweien wie am Fließband, schrieb der Wissenschaftsrat. Ein Blick in die Statistik zeigt jedoch: Seit den neunziger Jahren haben sich die Zensuren in wichtigen Fächern nicht oder nur minimal verändert. Auch die durchschnittliche Abschlussnote aller Fächer zusammen - und das sind mehr als 270 - verbesserte sich innerhalb von zehn Jahren nur um eine Stelle hinterm Komma: Im Jahr 2000 schlossen Studenten im Durchschnitt mit einer 2,2 ab, im Jahr 2010 verließen sie die Uni mit einer 2,1. Früher, liebe Nörgler, war es also weder härter - noch fairer.

ABSCHLUSSNOTE IM Ø

2,5 2,4 2,3 2,2 2,1 2,0 1,9 1,8 1,7 1,6 1,5

Architektur, Innenarchitektur Biologie Geschichte Germanistik Humanmedizin (ohne Zahnmedizin) Psychologie Maschinenbau, Verfahrenstechnik

1995

2000

2005

2010


UniSPIEGEL 6/2012
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