Neue Dioxin-Fälle belasten die Futtermittelbranche. Deutsche Kontrolleure wiesen große Mengen der hochgiftigen Umweltchemikalie in Vitamin-Mischungen für Nutz- und Heimtiernahrung nach – schreibt das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL in der aktuellen Ausgabe. Der in Belgien hergestellte Grundstoff (Cholinchlorid) war in Spanien weiterverarbeitet und nach Deutschland exportiert worden. Das spanische Unternehmen setzte der Futtervormischung Sägemehl zu, das mit dem Holzschutzmittel Pentachlorphenol (PCP) verseucht war und deshalb auch Dioxin-Spuren enthielt, so die bisherige Erkenntnis des Ständigen Ausschusses für Tierernährung der EU.
Dem Bundeslandwirtschaftsministerium zufolge sind inzwischen „die hochbelasteten Vormischungen aus dem Verkehr gezogen“ worden. Teilweise „sehr hohe Dioxin-Gehalte“ spürten die deutschen Kontrolleure auch in Kupfer- und Zinkverbindungen aus Korea und der Türkei auf. Solche Stoffe werden Futtermitteln zum Beispiel für Kälber, Schafe und Schweine als Spurenelemente beigemischt. Die US-Umweltbehörde Epa warnt unterdessen vor Zinkzusätzen aus China, die mit den giftigen Schwermetallen Cadmium und Blei verseucht sein können. (DER SPIEGEL 45/00, Panorama Deutschland)
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