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Ausgabe 25/2001
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16.06.2001
 

Neues Verfahren zur BSE-Diagnose

Wissenschaftlern vom Serono Pharmaceutical Research Institute in Genf ist es gelungen, BSE-Erreger im Blut infizierter Hamster nachzuweisen. "Damit bietet sich erstmals die reelle Chance, die Krankheit auch bei lebenden Rindern nachzuweisen", sagte der Neurobiologe Claudio Soto in einem Interview mit dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. Auch die Diagnose von vCJK, der vergleichbaren Krankheit beim Menschen, könne möglich werden.

Im Labor gelang es Soto und seinen Kollegen, die Erreger von BSE, die so genannten abnormalen Prionen, "im Zeitraffer" zu multiplizieren. "Wir imitieren den Prozess, mit dem sich die BSE-Erreger im Gehirn vervielfältigen", erklärte Soto im SPIEGEL. Was beim Menschen 30 bis 40 Jahre dauere, laufe im Labor in weniger als einem Tag ab. Theoretisch könne mit dem Verfahren sogar ein einzelnes Prion-Molekül im Blut nachgewiesen werden.

Die Entwicklung eines BSE-Tests für lebende Rinder werde allerdings noch etwas auf sich warten lassen, sagte Soto. Zunächst wollen die Forscher versuchen, ihr Verfahren den herkömmlichen BSE-Tests für bereits getötete Tiere vorzuschalten, um die Krankheit schon bei jüngeren Rindern erkennen zu können. Bislang kann BSE an toten Rindern nur festgestellt werden, wenn sie über 30 Monate alt sind.

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