Der rheinland-pfälzische SPD-Ministerpräsident und Vorsitzende der Rundfunk- kommission der Länder, Kurt Beck, fordert höhere Hürden für ausländische Medien- Investoren in Deutschland. Angesichts des drohenden Einstiegs von Medien-Größen wie Silvio Berlusconi oder Rupert Murdoch sagte Beck: "Es wird Zeit, darüber nachzudenken, ob man sich nicht – wie in den USA – stärker abschotten sollte.“ Feh- ler in der bundesdeutschen Medienpolitik kann Beck allerdings nicht erkennen: Me- dienpolitik könne "nicht bedeuten, für alle Eventualitäten im Vorfeld roße Sperren aufzustellen. Und nicht jeder ausländische Investor ist des Teufels “. Gleichzeitig verteidigte der SPD-Politiker Überlegungen, den durch die Kirch-Schief- lage in Bedrängnis geratenen Fußball-Bundesliga-Clubs von staatlicher Seite zu hel- fen: Es gehe "ausdrücklich nicht “darum, die hohen Gagen der Spieler mit Steu- ergeldern zu sichern. Wer sich "in den Sumpf reingeritten hat,soll auch zusehen, wie er wieder rauskommt “. Der Markt der Rechte und Gagen sei "völlig überreizt “. Aber Fußball bedeute "nicht nur, dass 22 hoch bezahlte Herren über eine Wiese rennen. Es geht um die Förderung der Basis,des Amateursports und der Jugend- arbeit.“
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© DER SPIEGEL 15/2002
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