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Ausgabe 29/2002
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13.07.2002
 

Antibiotika in Kalbfleisch

Erneut sind hohe Dosen Tetracyclin-Antibiotika in Kalbfleisch nachgewiesen worden. Untersuchungen des nordrhein-westfälischen Umweltministeriums stellten "bedenkliche Konzentrationen" des Arzneimittels, das verbotenerweise als Mastbeschleuniger eingesetzt wird, in Haxen und Fleischstücken tiefgefrorener Kälber fest. In 51 von 53 Proben fanden sich Antibiotika im Knochen, teilweise weit über dem Grenzwert. Die Ergebnisse seien gravierend, weil Kalbsknochen als Grundlage für Fleischbrühe in die Nahrung gelangten. Nach jüngsten Untersuchungen der Universität Hannover entstehen beim Abbau der Medikamente Stoffwechselprodukte, die erheblich gesundheitsschädlicher sind als die Antibiotika selbst. In der vergangenen Woche hatte Greenpeace über Messungen bei italienischen Puten berichtet, die in 80 Prozent der untersuchten Fälle Tetracyclin-Rückstände aufgewiesen hatten. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Tetracycline weiterhin als Aufbaumittel in der Tierzucht eingesetzt werden, obwohl dies seit 1974 EU-weit verboten ist.

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