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10.05.2003
 

Verteidigungsminister Struck will umstrittenen Schießplatz bei Wittstock in Betrieb nehmen / Grüne kündigen Widerstand an

So bald wie möglich will Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) den umstrittenen Luft-Boden-Schießplatz bei Wittstock in Betrieb nehmen. Damit bahnt sich ein offener Konflikt in der rot-grünen Regierungskoalition an. Die Grünen lehnen das so genannte Bombodrom ab: Im Koalitionsvertrag hatten sie eine "Überprüfung der militärischen Planung“ durchgesetzt. Zwar will Struck kommende Woche Politiker aus der Region anhören und den Standort inspizieren. Aber das Wehrressort hat die Prüfung faktisch eingestellt: In einem internen Papier heißt es, die "Nutzung von Wittstock“ könne die "Ausbildungslücke“ bei der Luftwaffe schließen und eine "ausreichend hohe Einsatzbereitschaft“ gewährleisten. Zudem sollen "Streitkräfte befreundeter Staaten“ dort trainieren dürfen. Der grüne Wehrexperte Winfried Nachtwei bestreitet den Bedarf: Die Reduzierung der Luftwaffe und die Umrüstung von Jagdbombern auf Präzisions- und Abstandswaffen ließen "den Übungsbedarf noch weiter sinken“. Fraktionschefin Krista Sager verweist darauf, dass in der auf Tourismus angewiesenen Region das Bombodrom ein "Investitionskiller“ sei.

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