Erheblich beschädigt geht das erst vor eineinhalb Jahren eingeführte Agrar-Siegel QS aus der Affäre um unterlassene BSE-Tests hervor. Mit dem Zertifikat wollen Landwirte, Schlachthöfe und Verkaufsorganisationen die "Qualität und Sicherheit" deutscher Lebensmittel garantieren. Die QS-Geschäftsführung bestätigte jetzt Recherchen der Verbraucherorganisation Foodwatch, wonach "auf acht Schlachthöfen mit QS-Zulassung in vier Bundesländern einzelne Tiere fälschlicherweise nicht auf BSE getestet worden" waren. Dabei habe es sich "um ungewolltes menschliches Versagen" gehandelt. Derzeit prüfe QS Sanktionsverfahren. Foodwatch-Geschäftsführer Thilo Bode drängt auf Aufklärung, warum die "Kontrollsysteme von QS versagt hatten und wie weitere Schlampereien verhindert werden sollen".
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© DER SPIEGEL 11/2004
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