Im Ausland gelten die Deutschen nach wie vor als fleißig, ernst und wohlhabend. Dagegen zählen die "zwischenmenschlichen, emotionalen Züge" wie Gastfreundlichkeit, Toleranz und Fröhlichkeit nach einer in elf Staaten Europas, Amerikas und Afrikas durchgeführten Studie von TNS Emnid nicht zu den Stärken der Bundesbürger. Am meisten beeindruckt ist das Ausland von der Wirtschaftskraft sowie den sportlichen Leistungen der Deutschen. Besonders beliebt sind sie - so das überraschende Ergebnis - bei den niederländischen Nachbarn und in den USA. Die Studie im Auftrag des Bundespresseamts befasst sich auch mit der rot-grünen Außenpolitik, deren Verlässlichkeit vor allem Briten und Polen, aber auch Amerikaner in Zweifel ziehen. Berlin unterfüttert mit diesen Erkenntnissen eine mit Blick auf die Fußballweltmeisterschaft 2006 ausgerichtete Image-Kampagne, die von Prominenten wie Nationaltrainer Jürgen Klinsmann unterstützt wird. Motto: "Deutschland - da geht was".
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© DER SPIEGEL 46/2004
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